Flüchtlingsdrama in Europa - Teil 1


Thread wurde von SGE_Werner am Dienstag, 17. Juli 2018, 21:47 Uhr um 21:47 Uhr gesperrt weil:
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reggaetyp schrieb:

Erstens hat da kaum jemand aus Europa Interesse daran.



Natürlich nicht. Die Flüchtlinge werden praktisch von einem halben Dutzend Länder aufgenommen und der Rest hat kein Flüchtlingsproblem.
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Schon krass, wenn man sieht wieviel Geld teilweise in sinnlose, oder nicht unbedingt benötigte, Projekte gesteckt wird und ein paar km weiter verrecken die Menschen elendig um auch nur Ansatzweise in Freiheit leben zu können. Und da will ich jetzt garnicht auf "heuchelnde Anteilnahme" machen, sondern meine das wirklich so. Auch ich kenne Leute, die ähnliches erlebt haben und das macht einen fassungslos. Und dann gibt es hier noch Menschen, die am liebsten eine Mauer um Europa bauen würden und jeden, der außerhalb geboren wurde, draußen verrecken lassen. Ist auf der Erde nicht genug Platz für alle ? Kann man nicht voneinander viel mehr lernen als dass man etwas verliert ?

Natürlich kann ein Land das nicht alleine regeln, aber wenn es um Technologien geht oder um Weltraumprojekte, da sind dann auf einmal alle mit dabei und haben auch genügend Ressourcen um Dinge zu erforschen/entwickeln/herzustellen. Wir bekommen nicht mal die Probleme auf der Erde geregelt und wollen trotzdem in irgendwelche fremden Galaxien reisen um Marsmenschen zu begegnen. Ok, weit hergeholt, aber es geht einfach um die heuchlerischen Prioritäten. Wenn es tatsächlich Aliens gäbe, wollten die eh nix mit uns zu tun haben nachdem sie gesehen hätten, wie wir hier auf der Erde miteinander umgehen.  

Wenn ich dann noch diese ganzen Vollpfosten auf Seiten wie FB sehe, die irgendwelche Links teilen, die so offensichtlich rechte Propaganda sind, wüsste ich genau welche Häuser und Wohnungen ich den Flüchtlingen zur Verfügung stellen würde. Der Westen ist in manchen Ländern nicht ganz unbeteiligt daran, was dort so passiert, und wenn die Menschen von dort dann abhauen und in den Westen kommen, ist es den Menschen im Westen auch wieder nicht recht. Why cant we all just get along ?
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Heute hat Entwicklungshilfeminister Gerd Müller im Morgenmagazin ein sehr interessantes Statement zur Situation in Libyen, wo die Schleuserbanden offensichtlich ungestört agieren können, abgegeben:

"Zuerst hat man Gaddafi weggebombt und dann (sinngemäß) das Land im Chaos versinken lassen."

Es hat mich etwas verwundert, dies aus dem Munde eines CSU-Politikers zu hören, den seinerzeit waren außer der Linken alle Parteien im warsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme die Gelegenheit zu nutzen, um Gaddafi und das gesamte politische und wirtschaftliche System Libyens mit Nato-Truppen zu zerstören. Danach hat man sich abgeklattscht und ist zum Tagesgeschäft übergegangen. Jetzt wird man wieder einsichtig und merkt anscheinend, was man an Gaddafi hatte.
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micl schrieb:
Heute hat Entwicklungshilfeminister Gerd Müller im Morgenmagazin ein sehr interessantes Statement zur Situation in Libyen, wo die Schleuserbanden offensichtlich ungestört agieren können, abgegeben:

"Zuerst hat man Gaddafi weggebombt und dann (sinngemäß) das Land im Chaos versinken lassen."

Es hat mich etwas verwundert, dies aus dem Munde eines CSU-Politikers zu hören, den seinerzeit waren außer der Linken alle Parteien im warsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme die Gelegenheit zu nutzen, um Gaddafi und das gesamte politische und wirtschaftliche System Libyens mit Nato-Truppen zu zerstören. Danach hat man sich abgeklattscht und ist zum Tagesgeschäft übergegangen. Jetzt wird man wieder einsichtig und merkt anscheinend, was man an Gaddafi hatte.  


ich mag so Formulierungen wie "was man an ihm hatte" nicht. Der Kerl war ein Despot.
Sicher ist hingegen, dass die westliche Welt gerne mal irgendwo eingreift, irgendwen "wegbombt" und dann keinen Plan parat hat, wie man das entstandene Machtvakuum füllen kann bzw. wie man den Einheimischen helfen kann selbst Strukturen aufzubauen, die ihnen erlauben extremistischen Tendenzen zu widerstehen und selbst die Kontrolle auszuüben.
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Haliaeetus schrieb:
micl schrieb:
Heute hat Entwicklungshilfeminister Gerd Müller im Morgenmagazin ein sehr interessantes Statement zur Situation in Libyen, wo die Schleuserbanden offensichtlich ungestört agieren können, abgegeben:

"Zuerst hat man Gaddafi weggebombt und dann (sinngemäß) das Land im Chaos versinken lassen."

Es hat mich etwas verwundert, dies aus dem Munde eines CSU-Politikers zu hören, den seinerzeit waren außer der Linken alle Parteien im warsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme die Gelegenheit zu nutzen, um Gaddafi und das gesamte politische und wirtschaftliche System Libyens mit Nato-Truppen zu zerstören. Danach hat man sich abgeklattscht und ist zum Tagesgeschäft übergegangen. Jetzt wird man wieder einsichtig und merkt anscheinend, was man an Gaddafi hatte.  


ich mag so Formulierungen wie "was man an ihm hatte" nicht. Der Kerl war ein Despot.
Sicher ist hingegen, dass die westliche Welt gerne mal irgendwo eingreift, irgendwen "wegbombt" und dann keinen Plan parat hat, wie man das entstandene Machtvakuum füllen kann bzw. wie man den Einheimischen helfen kann selbst Strukturen aufzubauen, die ihnen erlauben extremistischen Tendenzen zu widerstehen und selbst die Kontrolle auszuüben.


Na ja, Despot ist auch schnell mal so daher gesagt. Ich habe mal einen Bericht über Libyen gelesen. Danach waren die Menschen mit ihrem "Despoten" im Grunde schon ganz zufrieden. Er hat ja die Bevölkerung am Ölreichtum des Landes teilhaben lassen. Fast jeder hatte dort wohl ein eigenes Haus und gute Bildungsmöglichkeiten. Und wir Europäer hatten den Vorteil, dass über das stabile und gut kontrollierte Libyen keine Schleuserbanden ihr Unwesen treiben konnten. Durch das Zerstören dieses Systems hat Europa definitv ein Eigentor geschossen.
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micl schrieb:
Haliaeetus schrieb:
micl schrieb:
Heute hat Entwicklungshilfeminister Gerd Müller im Morgenmagazin ein sehr interessantes Statement zur Situation in Libyen, wo die Schleuserbanden offensichtlich ungestört agieren können, abgegeben:

"Zuerst hat man Gaddafi weggebombt und dann (sinngemäß) das Land im Chaos versinken lassen."

Es hat mich etwas verwundert, dies aus dem Munde eines CSU-Politikers zu hören, den seinerzeit waren außer der Linken alle Parteien im warsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme die Gelegenheit zu nutzen, um Gaddafi und das gesamte politische und wirtschaftliche System Libyens mit Nato-Truppen zu zerstören. Danach hat man sich abgeklattscht und ist zum Tagesgeschäft übergegangen. Jetzt wird man wieder einsichtig und merkt anscheinend, was man an Gaddafi hatte.  


ich mag so Formulierungen wie "was man an ihm hatte" nicht. Der Kerl war ein Despot.
Sicher ist hingegen, dass die westliche Welt gerne mal irgendwo eingreift, irgendwen "wegbombt" und dann keinen Plan parat hat, wie man das entstandene Machtvakuum füllen kann bzw. wie man den Einheimischen helfen kann selbst Strukturen aufzubauen, die ihnen erlauben extremistischen Tendenzen zu widerstehen und selbst die Kontrolle auszuüben.


Na ja, Despot ist auch schnell mal so daher gesagt. Ich habe mal einen Bericht über Libyen gelesen. Danach waren die Menschen mit ihrem "Despoten" im Grunde schon ganz zufrieden. Er hat ja die Bevölkerung am Ölreichtum des Landes teilhaben lassen. Fast jeder hatte dort wohl ein eigenes Haus und gute Bildungsmöglichkeiten. Und wir Europäer hatten den Vorteil, dass über das stabile und gut kontrollierte Libyen keine Schleuserbanden ihr Unwesen treiben konnten. Durch das Zerstören dieses Systems hat Europa definitv ein Eigentor geschossen.


Wobei es schon ein bisschen zynisch ist zu bedauern, dass Flüchtlinge aus Kriegsgebieten ein Schlupfloch gefunden haben. Findet ihr nicht?
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Wenn du das konsequent zu Ende denkst, müsstest du alle Menschen, die in Krisengebieten leben, organisiert nach Europa evakuieren.
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micl schrieb:
Haliaeetus schrieb:
micl schrieb:
Heute hat Entwicklungshilfeminister Gerd Müller im Morgenmagazin ein sehr interessantes Statement zur Situation in Libyen, wo die Schleuserbanden offensichtlich ungestört agieren können, abgegeben:

"Zuerst hat man Gaddafi weggebombt und dann (sinngemäß) das Land im Chaos versinken lassen."

Es hat mich etwas verwundert, dies aus dem Munde eines CSU-Politikers zu hören, den seinerzeit waren außer der Linken alle Parteien im warsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme die Gelegenheit zu nutzen, um Gaddafi und das gesamte politische und wirtschaftliche System Libyens mit Nato-Truppen zu zerstören. Danach hat man sich abgeklattscht und ist zum Tagesgeschäft übergegangen. Jetzt wird man wieder einsichtig und merkt anscheinend, was man an Gaddafi hatte.  


ich mag so Formulierungen wie "was man an ihm hatte" nicht. Der Kerl war ein Despot.
Sicher ist hingegen, dass die westliche Welt gerne mal irgendwo eingreift, irgendwen "wegbombt" und dann keinen Plan parat hat, wie man das entstandene Machtvakuum füllen kann bzw. wie man den Einheimischen helfen kann selbst Strukturen aufzubauen, die ihnen erlauben extremistischen Tendenzen zu widerstehen und selbst die Kontrolle auszuüben.


Na ja, Despot ist auch schnell mal so daher gesagt. Ich habe mal einen Bericht über Libyen gelesen. Danach waren die Menschen mit ihrem "Despoten" im Grunde schon ganz zufrieden. Er hat ja die Bevölkerung am Ölreichtum des Landes teilhaben lassen. Fast jeder hatte dort wohl ein eigenes Haus und gute Bildungsmöglichkeiten. Und wir Europäer hatten den Vorteil, dass über das stabile und gut kontrollierte Libyen keine Schleuserbanden ihr Unwesen treiben konnten. Durch das Zerstören dieses Systems hat Europa definitv ein Eigentor geschossen.


das haben Diktaturen vielfach so an sich - und ich bin mir relativ sicher, dass es den Flüchtlingen nicht geholfen hat, dass sie damals eben nicht auf dem Mittelmeer im Stich gelassen worden sind sondern man sie schon vorher klammheimlich hat verschwinden lassen.
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Haliaeetus schrieb:
micl schrieb:
Haliaeetus schrieb:
micl schrieb:
Heute hat Entwicklungshilfeminister Gerd Müller im Morgenmagazin ein sehr interessantes Statement zur Situation in Libyen, wo die Schleuserbanden offensichtlich ungestört agieren können, abgegeben:

"Zuerst hat man Gaddafi weggebombt und dann (sinngemäß) das Land im Chaos versinken lassen."

Es hat mich etwas verwundert, dies aus dem Munde eines CSU-Politikers zu hören, den seinerzeit waren außer der Linken alle Parteien im warsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme die Gelegenheit zu nutzen, um Gaddafi und das gesamte politische und wirtschaftliche System Libyens mit Nato-Truppen zu zerstören. Danach hat man sich abgeklattscht und ist zum Tagesgeschäft übergegangen. Jetzt wird man wieder einsichtig und merkt anscheinend, was man an Gaddafi hatte.  


ich mag so Formulierungen wie "was man an ihm hatte" nicht. Der Kerl war ein Despot.
Sicher ist hingegen, dass die westliche Welt gerne mal irgendwo eingreift, irgendwen "wegbombt" und dann keinen Plan parat hat, wie man das entstandene Machtvakuum füllen kann bzw. wie man den Einheimischen helfen kann selbst Strukturen aufzubauen, die ihnen erlauben extremistischen Tendenzen zu widerstehen und selbst die Kontrolle auszuüben.


Na ja, Despot ist auch schnell mal so daher gesagt. Ich habe mal einen Bericht über Libyen gelesen. Danach waren die Menschen mit ihrem "Despoten" im Grunde schon ganz zufrieden. Er hat ja die Bevölkerung am Ölreichtum des Landes teilhaben lassen. Fast jeder hatte dort wohl ein eigenes Haus und gute Bildungsmöglichkeiten. Und wir Europäer hatten den Vorteil, dass über das stabile und gut kontrollierte Libyen keine Schleuserbanden ihr Unwesen treiben konnten. Durch das Zerstören dieses Systems hat Europa definitv ein Eigentor geschossen.


das haben Diktaturen vielfach so an sich - und ich bin mir relativ sicher, dass es den Flüchtlingen nicht geholfen hat, dass sie damals eben nicht auf dem Mittelmeer im Stich gelassen worden sind sondern man sie schon vorher klammheimlich hat verschwinden lassen.


Vermutlich hat damals erst gar niemand versucht, über Libyen nach Europa zu gelangen, weil es eben kein gangbarer Weg war. Das dürfte sicher auch den Flüchtlingen bekannt gewesen sein.
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kurzer einwurf zu despotendiskussion:

so lange despoten in der diskussion immer nur dann angeführt werden, so lange es missliebige despoten sind, finde ich das unangemessen. saudi-arabien ist eine totalitäre familien-dynastie und es juckt keinen menschen, weil das unsere kumpels sind. und unsere toleranz mit demokratischen umgangsformen endet immer spätestens dann, wenn religiöse fundamentalisten demokratisch gewählt werden.
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micl schrieb:
Haliaeetus schrieb:
micl schrieb:
Haliaeetus schrieb:
micl schrieb:
Heute hat Entwicklungshilfeminister Gerd Müller im Morgenmagazin ein sehr interessantes Statement zur Situation in Libyen, wo die Schleuserbanden offensichtlich ungestört agieren können, abgegeben:

"Zuerst hat man Gaddafi weggebombt und dann (sinngemäß) das Land im Chaos versinken lassen."

Es hat mich etwas verwundert, dies aus dem Munde eines CSU-Politikers zu hören, den seinerzeit waren außer der Linken alle Parteien im warsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme die Gelegenheit zu nutzen, um Gaddafi und das gesamte politische und wirtschaftliche System Libyens mit Nato-Truppen zu zerstören. Danach hat man sich abgeklattscht und ist zum Tagesgeschäft übergegangen. Jetzt wird man wieder einsichtig und merkt anscheinend, was man an Gaddafi hatte.  


ich mag so Formulierungen wie "was man an ihm hatte" nicht. Der Kerl war ein Despot.
Sicher ist hingegen, dass die westliche Welt gerne mal irgendwo eingreift, irgendwen "wegbombt" und dann keinen Plan parat hat, wie man das entstandene Machtvakuum füllen kann bzw. wie man den Einheimischen helfen kann selbst Strukturen aufzubauen, die ihnen erlauben extremistischen Tendenzen zu widerstehen und selbst die Kontrolle auszuüben.


Na ja, Despot ist auch schnell mal so daher gesagt. Ich habe mal einen Bericht über Libyen gelesen. Danach waren die Menschen mit ihrem "Despoten" im Grunde schon ganz zufrieden. Er hat ja die Bevölkerung am Ölreichtum des Landes teilhaben lassen. Fast jeder hatte dort wohl ein eigenes Haus und gute Bildungsmöglichkeiten. Und wir Europäer hatten den Vorteil, dass über das stabile und gut kontrollierte Libyen keine Schleuserbanden ihr Unwesen treiben konnten. Durch das Zerstören dieses Systems hat Europa definitv ein Eigentor geschossen.


das haben Diktaturen vielfach so an sich - und ich bin mir relativ sicher, dass es den Flüchtlingen nicht geholfen hat, dass sie damals eben nicht auf dem Mittelmeer im Stich gelassen worden sind sondern man sie schon vorher klammheimlich hat verschwinden lassen.


Vermutlich hat damals erst gar niemand versucht, über Libyen nach Europa zu gelangen, weil es eben kein gangbarer Weg war. Das dürfte sicher auch den Flüchtlingen bekannt gewesen sein.


Keine Ahnung, kann sein. Ich kann nicht beurteilen, ob potenzielle Flüchtlinge, die sich in die Hände von Schleusern begeben, sich Ihre Route aussuchen können. Genauso wenig weiß ich, ob die Leute irgendeine Möglichkeit haben, sich das politische Geschehen in Libyen oder anderswo näher anzugucken um diese Abwägung überhaupt treffen zu können (die fliehen ja nicht, weil zuhause Sicherheit und eine geile Infrastruktur gewährleistet sind). Und ich will nicht mal ausschließen, dass manch ein Schleuser das als willkommene Gelegenheit gesehen haben mag, die Flüchtlinge frühzeitig und damit kostengünstig loszuwerden und der Despot auch noch mal mitverdient hat
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micl schrieb:
Wenn du das konsequent zu Ende denkst, müsstest du alle Menschen, die in Krisengebieten leben, organisiert nach Europa evakuieren.


Ja, es ist schon schade, dass es nicht noch mehr Despoten gibt, die Flüchtlinge schon an Land erschiessen, bevor sie uns und unserem Gewissen im Mittelmeer als Abgesoffene zur Last fallen.
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reggaetyp schrieb:
micl schrieb:
Wenn du das konsequent zu Ende denkst, müsstest du alle Menschen, die in Krisengebieten leben, organisiert nach Europa evakuieren.


Ja, es ist schon schade, dass es nicht noch mehr Despoten gibt, die Flüchtlinge schon an Land erschiessen, bevor sie uns und unserem Gewissen im Mittelmeer als Abgesoffene zur Last fallen.



Wenn man eingehend darüber nachdenkt, wie die perfekte menschliche Flüchtlingspolitik auszusehen hat, kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass alle fluchtwilligen bzw. fluchtgenötigten Menschen aus jedem Krisengebiet der Welt auf einem sicheren Weg in ein sicheres Land gebracht werden müssen. Viele möchten ja fliehen, haben aber nicht die nötigen finanziellen Mittel für eine Reise in ein sicheres Land. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir hier nur diejenigen aufnehmen, die sich ihre Flucht nach Europa mit Geld erkaufen konnten.
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Vorallem die typischen Aussagen "Man muss die Lebensumstände in den betroffenen Ländern verbessern" Nein, wirklich ?Zu diesen Umständen hat man die letzten Jahre einen großen Teil zu beigetragen.

Es geht aber doch nicht darum, was in ein paar Jahren ist. Die Menschen sterben JETZT auf dem Meer und Europa macht sich schuldig durch nicht-handeln. Es wäre ein leichtes, mehr Schiffe, Helis und Boote einzusetzen. Das löst nicht das eigentliche Problem der Verfolgung und des Krieges in den Herkunftsländern, es RETTET aber LEBEN. Und darum gehts doch jetzt und um nichts anderes. Man könnte helfen, möchte es aber nicht wegen irgendwelcher Eitelkeiten oder Zuständigkeitsfragen. Und alles was man von den Menschen hört, die uns eigentlich als Volksvertreter repräsentieren sollten, sind hohle Phrasen und leere Worthülsen. Das Problem ist einfach, mit Leben retten kann man kein Geld verdienen. Und nur darum geht es heute, egal wo. Als erstes wird auf die Zahlen geschaut !
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micl schrieb:
reggaetyp schrieb:
micl schrieb:
Wenn du das konsequent zu Ende denkst, müsstest du alle Menschen, die in Krisengebieten leben, organisiert nach Europa evakuieren.


Ja, es ist schon schade, dass es nicht noch mehr Despoten gibt, die Flüchtlinge schon an Land erschiessen, bevor sie uns und unserem Gewissen im Mittelmeer als Abgesoffene zur Last fallen.



Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir hier nur diejenigen aufnehmen, die sich ihre Flucht nach Europa mit Geld erkaufen konnten.


Hochgradig philosophischer Gedankengang. Was möchtest du uns damit sagen? Ich verstehs zumindest nicht
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micl schrieb:
Wenn du das konsequent zu Ende denkst, müsstest du alle Menschen, die in Krisengebieten leben, organisiert nach Europa evakuieren.


Komisch, ich komme da zu ganz anderen Schlüssen. Wenn ich das konsequent zu Ende denke.
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SGE-URNA schrieb:
micl schrieb:
reggaetyp schrieb:
micl schrieb:
Wenn du das konsequent zu Ende denkst, müsstest du alle Menschen, die in Krisengebieten leben, organisiert nach Europa evakuieren.


Ja, es ist schon schade, dass es nicht noch mehr Despoten gibt, die Flüchtlinge schon an Land erschiessen, bevor sie uns und unserem Gewissen im Mittelmeer als Abgesoffene zur Last fallen.



Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir hier nur diejenigen aufnehmen, die sich ihre Flucht nach Europa mit Geld erkaufen konnten.


Hochgradig philosophischer Gedankengang. Was möchtest du uns damit sagen? Ich verstehs zumindest nicht  


Die, die zu wenig Geld haben, machen sich u. U. gar keine Gedanken, auszuwandern, die sind mit dem täglichen Überlebenskampf voll ausgelastet. Diese Leute versuchen es vielleicht in Nachbarländern, sofern es da besser sein sollte. Viele kratzen ja alles zusammen,  ganze Familienvermögen werden für 1-2 Leute investiert, um von Schlepperbanden in den leider relativ sicheren Tod geschickt zu werden. Es müsste eine Maßnahme geben, die sofort wirkt. Das ist keinen Tag länger hinzunehmen, dass sich solche Tragödien auf dem Mittelmeer abspielen. Wichtig ist eben auch, dass sich einige Europäer da nicht total ausklinken, jeder muss mithelfen, so gut er kann.
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Zu dem Thema ein Interview mit dem Städtetagpräsidenten Maly:

Im vorigen Jahr stellten 202 834 Menschen Anträge auf Asyl. Das waren rund 60 Prozent mehr als 2013. In diesem Jahr wird offiziell mit 300 000 Flüchtlingen gerechnet, inoffiziell mit bis zu 500 000. Verkraften die Kommunen das?

Die Frage stellt sich nicht. Wir müssen das verkraften. Denn wenn es sich um anerkannte Asylbewerber handelt und Deutschland seinen Verpflichtungen nachkommt, muss das im Inneren auch funktionieren. Die durchschnittliche Anerkennungsquote bei Asylbewerbern beträgt 30 Prozent. Wenn wir das auf die 200 000 Antragsteller des vorigen Jahres hochrechnen, dann wissen wir, es geht um 60 000 Neubürger. Im Vergleich zu den Millionen Vertriebenen, Spätaussiedlern und Gastarbeitern, die wir integriert haben, sind diese Zahlen zu managen. Wir selbst werden ja auch weniger. Und teilweise hatten wir zuletzt mehr Abwanderer als Zuwanderer.

[...]

Gibt es eine Grenze, ab der Sie sagen: Das Boot ist jetzt nicht nur rhetorisch, sondern tatsächlich voll?

Nein. Diese objektive Grenze gibt es nicht. Wer sollte die definieren? Außerdem ist die Aufnahmebereitschaft einer Gesellschaft immer davon abhängig, wie viele kommen und in welcher Geschwindigkeit. Geht es schlagartig? Oder hat man Jahrzehnte Zeit? Und dann ist die Frage: Wie wird die Integration durch die Ressourcen dieser Gesellschaft begleitet? Da braucht man finanzielle, personelle und moralische Ressourcen. Das heißt, man muss über das Thema auch diskutieren, damit die Menschen nicht Ängste entwickeln vor Überfremdung an Stellen, an denen es überhaupt nicht nötig ist. Auf der anderen Seite wird es das allein nicht sein.


Maly: Weitere Flüchtlinge aufnehmen
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SGE-URNA schrieb:
micl schrieb:
reggaetyp schrieb:
micl schrieb:
Wenn du das konsequent zu Ende denkst, müsstest du alle Menschen, die in Krisengebieten leben, organisiert nach Europa evakuieren.


Ja, es ist schon schade, dass es nicht noch mehr Despoten gibt, die Flüchtlinge schon an Land erschiessen, bevor sie uns und unserem Gewissen im Mittelmeer als Abgesoffene zur Last fallen.



Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir hier nur diejenigen aufnehmen, die sich ihre Flucht nach Europa mit Geld erkaufen konnten.


Hochgradig philosophischer Gedankengang. Was möchtest du uns damit sagen? Ich verstehs zumindest nicht  


Dass eine Asylpolitik, bei der nur Flüchtlinge aufgenommen werden, die erstmal Kohle haben müssen um es bis zu uns zu schaffen, grundsätzlich unmenschlich ist. Richtig arme Menschen haben bei uns keine Chance auf Asyl, weil sie es nicht bis zu uns schaffen. Findest du das gerecht? Selbst im Bereich Asyl kommt nur der zu Potte, der Geld hat. D.h. sogar das menschliches Grundrecht auf Asyl und an den kaptialistischen Grundgedanken gekoppelt: Wer hat dem wird gegeben. Wer nichts hat, der bekommt auch nichts. Fakt.
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ganze völkerwanderungen wegen kriegen, armut und hunger sind ja nichts neues, ganze geschichtsbücher sind voll davon. es liegt in der natur des menschen dahin zu gehen wo er seine überlebenchancen erhöht.

neu ist lediglich, dass eine gesellschaft schnappatmung bekommt wenn eine hand voll fremder menschen die landesgrenze überschreitet. jahrhundertelang sind alle möglichen völkergruppen durch deuschland gezogen und haben sich zum teil niedergelassen. da waren allerdings nicht so viele neger dabei.  


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