>

Übergriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsheime

#
Weiß jemand genaueres, wie das abgelaufen ist mit Pirincci? Einige Ticker berichten, dass der Bachmann (vermutlich aus PR-Gründen) kalte Füße bekommen hat und ihn aufgefordert hat, die Bühne zu verlassen. War das so?
#
Weiß jemand genaueres, wie das abgelaufen ist mit Pirincci? Einige Ticker berichten, dass der Bachmann (vermutlich aus PR-Gründen) kalte Füße bekommen hat und ihn aufgefordert hat, die Bühne zu verlassen. War das so?
#
DM-SGE schrieb:

http://www.mdr.de/nachrichten/pegida-jahrestag-dresden100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html

Unter anderem diesen Text hatte ich gelesen.

Wenn es sich so zugetragen hat, dann ist das schon ein wenig kurios. Hat ein wenig die Logik,  als ob die Veranstalter vom  Wacken Open Air Helene Fischer eingeladen hätten und sie dann von der Bühne holen, weil sie zu viel "Deutsche Schlager" gespielt hat.
#
DM-SGE schrieb:

http://www.mdr.de/nachrichten/pegida-jahrestag-dresden100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html

Unter anderem diesen Text hatte ich gelesen.

Wenn es sich so zugetragen hat, dann ist das schon ein wenig kurios. Hat ein wenig die Logik,  als ob die Veranstalter vom  Wacken Open Air Helene Fischer eingeladen hätten und sie dann von der Bühne holen, weil sie zu viel "Deutsche Schlager" gespielt hat.
#
Nanana... in Wacken haben schon Torfrock, The BossHoss und Santiano gespielt. Da geht die Helene auch.
#
Nanana... in Wacken haben schon Torfrock, The BossHoss und Santiano gespielt. Da geht die Helene auch.
#
vonNachtmahr1982 schrieb:

Nanana... in Wacken haben schon Torfrock, The BossHoss und Santiano gespielt. Da geht die Helene auch.

Ich weiß, ich weiß. Insofern war der Vergleich mit Wacken auch ziemlich dumm von mir. Die Leute von Wacken sind in Sachen Toleranz und Weltoffenheit in keinster Weise mit den Pegida-Deppen vergleichbar. Wollte nur zum Ausdruck bringen, dass man sich besser im Klaren sein sollte, welche Art von Musik die Kapelle spielt, die man sich ins Haus holt. Und entweder war sich Pegida drüber nicht im Klaren, oder sie waren es doch und haben plötzlich Angst um die Berichterstattung bekommen.
#
.....und zweiteres halte ich persönlich für wahrscheinlicher.

Als Ergänzung.
#
.....und zweiteres halte ich persönlich für wahrscheinlicher.

Als Ergänzung.
#
Man kann diese Lutscher doch überhaupt nicht ernst nehmen. Das ist so eine Schande, wenn es nicht so traurig wäre würde ich lachen. Wie man so versteift sein kann und solche Aussagen, speziell nach unserer Geschichte, treffen kann wie sie dort getroffen werden. Unglaublich. Ich wünsche jedem Anhänger dieser Bewegung ewigen Juckreiz am Allerwertesten.
#
Danke, Scharfmacher und Hetzer:
In Remseck im Kreis Ludwigsburg ist in einem unmittelbar an eine Flüchtlingsunterkunft angrenzenden Haus Feuer gelegt worden.

Gibt es wirklich Menschen, die daran zweifeln, dass die Äußerungen von v.a. pegida Brandbeschleuniger sind?
#
Oh man, es sollte doch allgemeine Konsens sein, dass Pegida - von Beginn an - rassistisch motiviert ist. Ich verstehe nicht, wie man darüber monatelang diskutieren kann? Am Ende des Tages kommt es doch immer zum selben Resultat...

Besonders skurril finde ich diese Deutschland-Fahnen der Pegida. Ich gebe zu, dass ich erstmal Googlen musste, was das für Fahnen sind. Wollen die eine skandinavische Monarchie oder was?

Nein, es ist die angeblich geplante Fahne eines neuen Deutschlands, wie es die Männer des Widerstandes vom 20. Juli 1944 um Staufenberg vorgesehen hatten. Ich bin zu wenig Historiker, um das tatsächlich beurteilen zu können. Ich weiß durch die Literatur zum Thema, die ich früher als Jugendliche verschlungen hatte, dass ein neuer demokratischer Staat, eine neue Verfassung geplant und auch schon formuliert waren. Die Fahne war mir tatsächlich neu.

Jetzt gilt es aber zu überlegen, weshalb die Rassisten lieber mit dieser Phantasiefahne als mit der Deutschland-Fahne rumlaufen. Ich möchte jetzt nicht den Widerstand als in einem freien Land wohlbehütet aufgewachsener Mensch herunterspielen, der oftmals - und vermutlich auch zu Recht - als moralische Identität der Bundesrepublik, eines anderen Deutschlands gilt. Aber auch diese Männer haben dem Naziregime eine militärische Rückendeckung gegeben. Auch diese Männer haben den Überfall auf Polen und ganz Europa mitgetragen. Und damit, ob sie es wussten, wollten oder nicht, den industriellen Massenmord mit ermöglicht.

Wenigstens haben die in einem bereits dem Untergang geweihten Verbrecher-Staat noch mal gegen das Regime Eier gezeigt. Dafür sollte der gesamte Respekt nachfolgender Generationen gelten. Aber gegen ein Regime, dass auch diese Männer, ob aus Pflichtgefühl, Überzeugung oder Angst, bis dahin mitgetragen hatten. Gut, die Debatte hierüber würde, ernsthaft geführt, Yum vermutlich überfordern bzgl. der Server-Performance. Daher lassen wir das.

Aber! Gehen wir davon aus, Hitler wäre am 20.7.44 dem Attentat zum Opfer gefallen. Deutschland hätte danach bedingungslos kapituliert. Denn auf andere Spielchen hätten sich die Alliierten definitiv nicht eingelassen. Dann wären die Rassisten der Pegida doch die ersten, die ihre Dolchstoß-Legende gehabt hätten. Die ersten, die die Männer um Staufenberg als Vaterlandsverräter anprangern würden, weil die Deutschland mit ihrem Attentat und ihrem Verrat erst in die Niederlage gestürzt hätten. Zu einem Zeitpunkt immerhin, als Europa, trotz D-Day und von Sieg zu Sieg eilender Roter Armee, immer noch zu einem Drittel in Nazi-Hand war. Und Goebbels von Wunderwaffen für den Endsieg träumte. Ich wage es nicht weiter darüber nachzudenken und wir sollten - so bitter das ist - froh sein, dass der Krieg für Deutschland so endete, wie dieser endete. Denn, nicht nur Pegida zeigt, wie gefährlich die Straße immer noch sein kann. Diese wäre schon unmittelbar nach Kriegsende viel gefährlicher gewesen, wenn das Regime von "Deserteuren" gestürzt worden wäre... Das wäre im deutschen Selbstverständnis nicht die Französische Revolution gewesen. Es wäre schlicht Verrat an Deutschland und den gefallenen Söhnen deutscher Mütter gewesen.

Vielleicht mache ich mir über die viel zu einfach gestrickten Rassisten zu viel Gedanken. Die sind es nicht wert. Mich irritiert ganz einfach nur die Diskussion über diese rassistischen Hohlköpfe und weshalb die mit so einer Fahne rumlaufen. Vielleicht auch nur deshalb, weil die kaiserliche Reichskriegsflagge, mit der sich sonst Nazis immer gerne präsentieren, zu offensichtlich für einen "besorgten Bürger" ist (ich bin mir nicht mal sicher, ob die mittlerweile als Straftatbestand gilt...). Wenigstens würde diese aber die Diskussionen über Pegida ersparen.
#
Pegida hat sich mittlerweile klar zu einem klar rechtsradikalen Pool entwickelt.
Vor 1 Jahr war das noch nicht so. Die Rechtsradikalen haben immer mehr die Steuerung übernommen.
Das geht jetzt wirklich nur noch gegen Flüchtlinge und da sind Scharfmacher am Werk.
Leute, denen es um fundierte Kritik an der Asyl-Einwanderungspolitik geht, sollten sich
schnellstens von denen distanzieren.
Die Eigendynamik, die das entwickelt hat, wurde wirkungsvoll von Merkel durch ihr erst mal das
Laufen lassen mit den Flüchtlingen unterstützt. Es tat sich nichts und da konnten die natürlich wunderbar ansetzen. Ohne diese Flüchtlingswelle wäre Pegida wohl schon marginal.
#


...und zu dem P-Galgen... so manch einer sich deswegen echauffiert jedoch am Weekend grölend ;

...oh hängt sie auf die schwarze... .au  
#
Pegida hat sich mittlerweile klar zu einem klar rechtsradikalen Pool entwickelt.
Vor 1 Jahr war das noch nicht so. Die Rechtsradikalen haben immer mehr die Steuerung übernommen.
Das geht jetzt wirklich nur noch gegen Flüchtlinge und da sind Scharfmacher am Werk.
Leute, denen es um fundierte Kritik an der Asyl-Einwanderungspolitik geht, sollten sich
schnellstens von denen distanzieren.
Die Eigendynamik, die das entwickelt hat, wurde wirkungsvoll von Merkel durch ihr erst mal das
Laufen lassen mit den Flüchtlingen unterstützt. Es tat sich nichts und da konnten die natürlich wunderbar ansetzen. Ohne diese Flüchtlingswelle wäre Pegida wohl schon marginal.
#
Doch, das war vor 1 jähr auch schon so. Nur vor lauter Besorgnis fand man da den Bachmann noch toll.
#
Pegida hat sich mittlerweile klar zu einem klar rechtsradikalen Pool entwickelt.
Vor 1 Jahr war das noch nicht so. Die Rechtsradikalen haben immer mehr die Steuerung übernommen.
Das geht jetzt wirklich nur noch gegen Flüchtlinge und da sind Scharfmacher am Werk.
Leute, denen es um fundierte Kritik an der Asyl-Einwanderungspolitik geht, sollten sich
schnellstens von denen distanzieren.
Die Eigendynamik, die das entwickelt hat, wurde wirkungsvoll von Merkel durch ihr erst mal das
Laufen lassen mit den Flüchtlingen unterstützt. Es tat sich nichts und da konnten die natürlich wunderbar ansetzen. Ohne diese Flüchtlingswelle wäre Pegida wohl schon marginal.
#
Eintracht-Er schrieb:

Die Eigendynamik, die das entwickelt hat, wurde wirkungsvoll von Merkel durch ihr erst mal das
Laufen lassen mit den Flüchtlingen unterstützt. Es tat sich nichts und da konnten die natürlich wunderbar ansetzen. Ohne diese Flüchtlingswelle wäre Pegida wohl schon marginal.

ich glaube nicht, dass man den geflüchteten die schuld daran geben sollte, dass pegida sich immer weiter radikalisiert hat.

meiner ansicht wurde und wird pegida einfach von anfang an unterschätzt. nicht wenige haben direkt am anfang immer wieder darauf hingewiesen, was man von dieser gruppe erwarten kann und welche gefahren diese birgt. aber es wurde ja immer wieder relativiert, die leute seien nur besorgt etc. das ergebnis dieser relativierungen und des verständnisses sieht man (nicht erst seit) heute.

ähnlich war es ja auch bei der afd. auch da wurden anfängliche warnungen immer wieder abgeschmettert. und auch da hat sich dann im laufe der zeit herauskristallisiert, mit welcher art von partei man es zu tun hat.

überraschend kommt das alles aber nicht. ich fühle mich in diesem zusammenhang ja nur ungern bestätigt, aber mir (und vielen anderen) war von anfang klar, was da auf uns zukommen kann. deutschland ist leider noch längst nicht soweit, dass rassistische (nazi-)mobs keine reale gefahr mehr sind.
#
Eintracht-Er schrieb:

Die Eigendynamik, die das entwickelt hat, wurde wirkungsvoll von Merkel durch ihr erst mal das
Laufen lassen mit den Flüchtlingen unterstützt. Es tat sich nichts und da konnten die natürlich wunderbar ansetzen. Ohne diese Flüchtlingswelle wäre Pegida wohl schon marginal.

ich glaube nicht, dass man den geflüchteten die schuld daran geben sollte, dass pegida sich immer weiter radikalisiert hat.

meiner ansicht wurde und wird pegida einfach von anfang an unterschätzt. nicht wenige haben direkt am anfang immer wieder darauf hingewiesen, was man von dieser gruppe erwarten kann und welche gefahren diese birgt. aber es wurde ja immer wieder relativiert, die leute seien nur besorgt etc. das ergebnis dieser relativierungen und des verständnisses sieht man (nicht erst seit) heute.

ähnlich war es ja auch bei der afd. auch da wurden anfängliche warnungen immer wieder abgeschmettert. und auch da hat sich dann im laufe der zeit herauskristallisiert, mit welcher art von partei man es zu tun hat.

überraschend kommt das alles aber nicht. ich fühle mich in diesem zusammenhang ja nur ungern bestätigt, aber mir (und vielen anderen) war von anfang klar, was da auf uns zukommen kann. deutschland ist leider noch längst nicht soweit, dass rassistische (nazi-)mobs keine reale gefahr mehr sind.
#
oezdem schrieb:

ähnlich war es ja auch bei der afd. auch da wurden anfängliche warnungen immer wieder abgeschmettert. und auch da hat sich dann im laufe der zeit herauskristallisiert, mit welcher art von partei man es zu tun hat.


überraschend kommt das alles aber nicht. ich fühle mich in diesem zusammenhang ja nur ungern bestätigt, aber mir (und vielen anderen) war von anfang klar, was da auf uns zukommen kann. deutschland ist leider noch längst nicht soweit, dass rassistische (nazi-)mobs keine reale gefahr mehr sind.

1) Lucke, Gauland und Co. waren eben NICHT mit Petry und Konsorten vergleichbar und daher war die Gefahr niedrig, dass da eine rechtsextreme Partei hochkommen könnte. Man hat es halt leider nicht geschafft, die Basis vom rechtsextremen Geschwür weitestgehend zu befreien, so dass Petry an die Macht kam.

2) man sollte trotzdem nicht vergessen, dass Pegida im Grund nach wie vor ein Dresdner Phänomen ist. Unterschätzen sollte man diese Bewegung sicher nicht, aber auch nicht größer machen, als sie wirklich ist.
#
Eintracht-Er schrieb:

Die Eigendynamik, die das entwickelt hat, wurde wirkungsvoll von Merkel durch ihr erst mal das
Laufen lassen mit den Flüchtlingen unterstützt. Es tat sich nichts und da konnten die natürlich wunderbar ansetzen. Ohne diese Flüchtlingswelle wäre Pegida wohl schon marginal.

ich glaube nicht, dass man den geflüchteten die schuld daran geben sollte, dass pegida sich immer weiter radikalisiert hat.

meiner ansicht wurde und wird pegida einfach von anfang an unterschätzt. nicht wenige haben direkt am anfang immer wieder darauf hingewiesen, was man von dieser gruppe erwarten kann und welche gefahren diese birgt. aber es wurde ja immer wieder relativiert, die leute seien nur besorgt etc. das ergebnis dieser relativierungen und des verständnisses sieht man (nicht erst seit) heute.

ähnlich war es ja auch bei der afd. auch da wurden anfängliche warnungen immer wieder abgeschmettert. und auch da hat sich dann im laufe der zeit herauskristallisiert, mit welcher art von partei man es zu tun hat.

überraschend kommt das alles aber nicht. ich fühle mich in diesem zusammenhang ja nur ungern bestätigt, aber mir (und vielen anderen) war von anfang klar, was da auf uns zukommen kann. deutschland ist leider noch längst nicht soweit, dass rassistische (nazi-)mobs keine reale gefahr mehr sind.
#
oezdem schrieb:

ich glaube nicht, dass man den geflüchteten die schuld daran geben sollte, dass pegida sich immer weiter radikalisiert hat.

Hab ich auch nicht.
Die Schuld hat die Handhabung dieses Stromes, das anfängliche geschehen Lassen und nicht die Flüchtlinge selber
#
oezdem schrieb:

ich glaube nicht, dass man den geflüchteten die schuld daran geben sollte, dass pegida sich immer weiter radikalisiert hat.

Hab ich auch nicht.
Die Schuld hat die Handhabung dieses Stromes, das anfängliche geschehen Lassen und nicht die Flüchtlinge selber
#
Eintracht-Er schrieb:  


oezdem schrieb:
ich glaube nicht, dass man den geflüchteten die schuld daran geben sollte, dass pegida sich immer weiter radikalisiert hat.


Hab ich auch nicht.
Die Schuld hat die Handhabung dieses Stromes, das anfängliche geschehen Lassen und nicht die Flüchtlinge selber

ich frage mich ob andere Bundeskanzler wie Gabriel, Gysi oder Seehofer -ja auch der- anders reagiert hätten. Dass da kein geordnetes Verfahren vorlag und alles chaotisch war, wissen wir und die handelnden Personen auch.
#
oezdem schrieb:

ähnlich war es ja auch bei der afd. auch da wurden anfängliche warnungen immer wieder abgeschmettert. und auch da hat sich dann im laufe der zeit herauskristallisiert, mit welcher art von partei man es zu tun hat.


überraschend kommt das alles aber nicht. ich fühle mich in diesem zusammenhang ja nur ungern bestätigt, aber mir (und vielen anderen) war von anfang klar, was da auf uns zukommen kann. deutschland ist leider noch längst nicht soweit, dass rassistische (nazi-)mobs keine reale gefahr mehr sind.

1) Lucke, Gauland und Co. waren eben NICHT mit Petry und Konsorten vergleichbar und daher war die Gefahr niedrig, dass da eine rechtsextreme Partei hochkommen könnte. Man hat es halt leider nicht geschafft, die Basis vom rechtsextremen Geschwür weitestgehend zu befreien, so dass Petry an die Macht kam.

2) man sollte trotzdem nicht vergessen, dass Pegida im Grund nach wie vor ein Dresdner Phänomen ist. Unterschätzen sollte man diese Bewegung sicher nicht, aber auch nicht größer machen, als sie wirklich ist.
#
friseurin schrieb:

1) Lucke, Gauland und Co. waren eben NICHT mit Petry und Konsorten vergleichbar und daher war die Gefahr niedrig, dass da eine rechtsextreme Partei hochkommen könnte. Man hat es halt leider nicht geschafft, die Basis vom rechtsextremen Geschwür weitestgehend zu befreien, so dass Petry an die Macht kam.

das rechtsextreme potential vieler afd-anhänger war von anfang an vorhanden. mag sein, dass der lucke gehofft hat, die rechten und die anderen protest-wähler unter einen hut zu bringen und aus dem ganzen eine bürgerliche vereinigung zu machen, die zwar von rechtsextremen unterstützt wird, sich aber in der allgemeinen wahrnehmung als "harmlos" darstellt. aber da hat er wohl seine eigenen anhänger unterschätzt. das ergebnis sieht man heute, die gefahr, dass es so kommt war aber gerade wegen des von dir beschriebenen "rechtsextremen geschwürs" von anfang an da.

friseurin schrieb:

2) man sollte trotzdem nicht vergessen, dass Pegida im Grund nach wie vor ein Dresdner Phänomen ist. Unterschätzen sollte man diese Bewegung sicher nicht, aber auch nicht größer machen, als sie wirklich ist.

klar, pegida hat natürlich seine großen erfolge in dresden. zum glück hatten die versuche, das auch in anderen städten zu etablieren kaum bis gar keinen erfolg. die gesellschaftliche relevanz von pegida würde ich aber nicht so einfach abtun. ignoriert wurde das potential dieser bewegung lange genug.
#
oezdem schrieb:

ich glaube nicht, dass man den geflüchteten die schuld daran geben sollte, dass pegida sich immer weiter radikalisiert hat.

Hab ich auch nicht.
Die Schuld hat die Handhabung dieses Stromes, das anfängliche geschehen Lassen und nicht die Flüchtlinge selber
#
Eintracht-Er schrieb:

Hab ich auch nicht.
Die Schuld hat die Handhabung dieses Stromes, das anfängliche geschehen Lassen und nicht die Flüchtlinge selber

stimmt, du hast merkel die schuld daran gegeben, das habe ich schon auch so gelesen. die kausalkette bleibt aber die gleiche: viele geflüchtete -> erfolg und radikalisierung von pegida.

das würde im umkehrschluss auch bedeuten, dass deutschland kein problem mit rechtsextremismus hat, solange es keine ausländer gibt. das ist aber meiner einschätzung nach quatsch. rechtsextreme sind immer ein problem, egal ob ihr feindbild nun gerade zugegen ist oder nicht. und deren einstellung wird nicht durch die anwesenheit der geflüchteten generiert, sie war schon vorher da.

und dass die hochburgen von pegida orte sind, an denen der ausländeranteil verschwindend gering ist, zeigt ja auch dass diese von dir beschriebene kausalkette nicht stimmig ist.
#
Eintracht-Er schrieb:

Hab ich auch nicht.
Die Schuld hat die Handhabung dieses Stromes, das anfängliche geschehen Lassen und nicht die Flüchtlinge selber

stimmt, du hast merkel die schuld daran gegeben, das habe ich schon auch so gelesen. die kausalkette bleibt aber die gleiche: viele geflüchtete -> erfolg und radikalisierung von pegida.

das würde im umkehrschluss auch bedeuten, dass deutschland kein problem mit rechtsextremismus hat, solange es keine ausländer gibt. das ist aber meiner einschätzung nach quatsch. rechtsextreme sind immer ein problem, egal ob ihr feindbild nun gerade zugegen ist oder nicht. und deren einstellung wird nicht durch die anwesenheit der geflüchteten generiert, sie war schon vorher da.

und dass die hochburgen von pegida orte sind, an denen der ausländeranteil verschwindend gering ist, zeigt ja auch dass diese von dir beschriebene kausalkette nicht stimmig ist.
#
oezdem schrieb:

das würde im umkehrschluss auch bedeuten, dass deutschland kein problem mit rechtsextremismus hat, solange es keine ausländer gibt. das ist aber meiner einschätzung nach quatsch. rechtsextreme sind immer ein problem, egal ob ihr feindbild nun gerade zugegen ist oder nicht. und deren einstellung wird nicht durch die anwesenheit der geflüchteten generiert, sie war schon vorher da.


und dass die hochburgen von pegida orte sind, an denen der ausländeranteil verschwindend gering ist, zeigt ja auch dass diese von dir beschriebene kausalkette nicht stimmig ist.

völlig richtig. der kommunismus als feindbild ist weggefallen, wenn jetzt die ausländer wegfallen würden, dann fänden sich schon andere. homosexuelle oder juden beispielsweise. national definiert sich per se durch die abgrenzung gegen irgend etwas anderes. und wenn sonst nichts mehr funktioniert wird halt intern gesäubert und "volksverräter" werden aussortiert.


Teilen