Übergriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsheime

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Pro Deutschland, NPD, eine Bürgeriniative gegen das Flüchtlingsheim und vermutlich nicht in Naziparteien organisierte Menschen protestieren gegen ein Asylbewerberheim.
Ich hab gestern und vorgestern O-Töne von den Gegnern gehört, die mich fatal an Lichtenhagen erinnern.
"Kriminelle, verursachen Dreck, Angst um unsere Frauen und Kinder, die sollen das Geld für Deutsche ausgeben, Wirtschaftsflüchtlinge" usw.

Schlimm.

Die NPD spricht in gewohnt menschenverachtendem Duktus von "Asylschmarotzern" und "Überfremdung".

Immerhin waren gestern die Gegendemonstranten deutlich in der Mehrheit. Wobei ich nicht wissen will, wie viel stillschweigende Zustimmung es für die Gegner der Einrichtung gibt.
In jedem Fall haben die Salonrassisten m. E. das Erscheinen der rassistischen Fratzen hoffähig gemacht.

Artikel dazu.
Spiegel Online

taz

Tagesspiegel

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Ekeleregende Bilder
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Wie sich die Argumente doch ähneln:

http://www.taz.de/!105908/
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...das geht schon lange so , die Proteste, seit Monaten.
Jetzt am ersten Einzugstag 19.08-13, wieder mal auch Bilder ,die wir leider schon oft sehen mussten.
Schlimm!

.....mal sehen wie lange der Fred aufbleiben darf.
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Bigbamboo schrieb:
Wie sich die Argumente doch ähneln:

http://www.taz.de/!105908/


dieser eine artikel wird oft zitiert, wenn es um asylpolitik geht, es wundert mich, daß gerade du ihn herausziehst, für eine sachliche bewertung und einen vergleich zu einer von der npd gesteuerten hetze ist eine glosse wohl nicht das richtige.

im kommentarteil findet sich ein text eines teilnehmers an einer der beiratssitzungen, ein angenehmer kontrapunkt zu den großteils stereotypen, und dumpfen kommentaren vieler anderer,


Patrick V-GastKEIN ABER!
Natürlich gab es auch einige sinnlose Kommentare auf der Versammlung wie die der Mutter des 23jährigen der angesprochen wurde, ob er Drogen wolle. Ich hoffe, er konnte Nein sagen.
Das mache ich in solchen Fällen nämlich und da hat mich noch nie jemand bedrängt. Das hat ja auch gar nichts mit den Flüchtlingen zu tun.
Es ist auch traurig, dass die CDU, nachdem ihr Antrag auf ein Verschieben der Entscheidung abgelehnt wurde gleich ganz gegen die Einrichtung des Heims gestimmt hat, obwohl sie davor sagte, dafür zu sein - wohl auf ein paar zusätzliche Wählerstimmen hoffend.
Der weitaus überwiegende Anteil an Viertelbe- und Anwohnern war aber ganz eindeutig für die (leider notwendige) Einrichtung des Übergangswohnheims.
Ich bin auch Anwohner (Fedelhören, ca. 150m Entfernung) - Und ganz klar:
Kein Aber, St. Florian muss sich woanders nach neuen Freunden umsehen.
Die Flüchtlinge sind willkommen!
Für die trostlose Ecke wird es sicher eine Aufwertung. Und ein Hostel wäre sicher viel ungemütlicher für die Anwohner geworden!

Einer der Hauptkritikpunkte waren die hohe Miete (13 €/m2)und die lange Mietdauer(10J.), und zwar nur weil keiner dem Hausbesitzer die goldene Nase gönnt, die er sich verdient.

Damit sich die Flüchtlinge willkommen fühlen, wurden auch einige vernünftige Vorschläge gemacht (die ja auch teilweise in den Beiratsbeschluss übernommen wurden).
Sicher muss, wenn Kinder im Heim wohnen, die vielleicht nicht mit dem heftigen Verkehr vertraut sind, wie er an der Ecke manchmal tobt, über Änderungen nachgedacht werden: das billigste wäre ein Geländer vor der Straße, besser wäre eine Verlegung des Radweges auf die Straße oder eine sonstige Bremsung des Verkehrs (Schwellen?)... Auch die Schaffung eines Spielplatzes wäre nicht unmöglich.
Und wenn die Anwohner der Sonnenstraße sich seit mehreren Jahren über die Zunahme des Drogenhandels im Nachbarhaus und die hohe Frequenz urinierender Männer in der Straße beschweren, dann ist es jetzt an der Zeit, dass sich der Beirat hier für eine Verbesserung stark macht, um eben auch den zukünftigen Anwohnern aus dem Iran, aus Syrien oder Mazedonien ein lebenswertes Umfeld zu schaffen.
Also: Willkommen im Viertel!
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Heute waren zehn Hansels von Pro Deutschland da.
Am Samstag wollen die Lutscher von der NPD wieder kommen.  

Derweil sorgt man sich in Berlin und z.T. bundesweit ums Image: Bosbach, ausgerechnet Bosbach!, will einen runden Tisch mit Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen. Ob er unseren Innenminister auch einladen würde?
Von dem hört man übrigens gar nichts zum Thema. Komisch.
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Neulich beim Mittagessen in einem Café in Hanau bekam ich eine Unterhaltung zwischen einer Mutter und ihrem  erwachsenen Sohn mit, die am Tisch neben mir saßen und auf den erste Blick einen durchaus angenehmen, sympathischen Eindruck machten.
Die Frau fragte ihren Sohn, ob er den Hungerstreik der "Asylanten" in München mitbekommen habe. Unmöglich finde sie das. Man müsse sich mal ausrechnen, was allein die Krankenhausbehandlungen den deutschen Staat kosten würden. Und warum gehen die denn nicht in die Türkei?
Das seien doch Muslime, dann sollten sie auch ein islamisches Land gehen und nicht nach Deutschland kommen und uns auf der Tasche liegen usw...

Der Appetit war mir mittlerweile vergangen. Was mich dabei so erschreckt hat, war
diese Kälte. Da war kein Funken von Mitgefühl zu spüren.
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Was soll man von einer Stadt erwarten, in der schon Schwaben nicht willkommen sind...
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Ich finde es schwer, sich zu dem Thema zu äußern. Auch wenn ich damals noch zu klein war, so habe ich mir ja in letzter Zeit einiges anlesen, anhören und ansehen dürfen bzgl. der Vorkommnisse von 91-93.
Ganz so schlimm wird es nicht mehr werden, da bin ich mir zum Glück sicher, dazu ist die Masse der Asylbewerber immer noch viel kleiner, die Umwälzungen nach der Wende nicht mehr existent und der klatschende Pöbel nicht wirklich zu sehen, der den Kahlköpfen die Legimitation im Inneren gibt.

Ich denke, man muss einfach in dieser Diskussion unterscheiden. Es gibt Ängste von Bürgern in der Umgebung von Asylbewerberheimen. Diese Ängste muss man ihnen nehmen und sie nicht entsprechend schüren. Wir sind ohnehin ein von Angst zerfressenes Volk, da sind wir m.E. recht empfindlich, was das angeht. Man darf Asylbewerber nicht als "lästig", "schmutzig" und "gefährlich" betrachten, sondern einfach als hilfe- und schutzsuchende Menschen. Nur, wie ist das möglich, wenn man diese Asylbewerber wie Schmutz behandelt, um sie schnellstmöglich loszuwerden, wie ist das möglich, wenn diese von allem außerhalb ihrer Sammelunterkunft ausgeschlossen werden? Dieser ewige Kontrast zwischen dem Versuch, sie wieder loszuwerden und dem Versuch, menschenwürdig sie zu behandeln, wird immer wieder zu Konflikten führen. Irgendwann muss man sich für eine Seite entscheiden. Dieses halbgare köchelt vor sich hin. Entweder man bietet den Menschen wirklich Asyl mit all den Konsequenzen daraus oder man baut gleich nur noch Flüchtlingslager auf.

Zur jetzigen Situation ist zu sagen, dass auch wenn sich Bilder schon gleichen, einfach Unterschiede bestehen. Ich sehe auf den Fotos bisher keinen jugendlichen Mob, der unterstützt von klatschenden Rentnern, völlig frei von Polizeipräsenz, sein Unwesen treiben darf. Woher soll dieser jugendliche Mob kommen? Dazu gibt es eben zu wenig gelangweilte arbeitslose Jugendliche und einfach zu viele Migranten in den besagten Gegenden. Die politisch organisierte Rechte wird auch kaum Wähler unter den jungen Menschen finden und die älteren Menschen, die den Großteil der "besorgten Deutschen" ausmachen und sich mit dem üblichen Alltagsrassismus in Form von Vorurteilen in irgendwelchen Bürgerinitiativen engagieren, werden kaum mehrheitlich die NPD oder Pro D unterstützen. Ich glaube, das sind oft Menschen, die sehr spießig und intolerant gegenüber fremden Einflüssen, einfach ihre Ruhe in ihrer kleinen Welt haben wollen. Für diese Ruhe sind Demonstrationen von Glatzköpfen und Gegendemonstranten und Polizeiaufgebote ebenfalls wenig förderlich.

Zusammengefasst: Mich stören weniger die üblichen Wechselspiele zwischen vorurteilsbehafteten German-Angst-Bürgerinitiativen, Glatzköpfen und Gegendemonstranten. Mich stört einfach der Umgang mit Asylbewerbern im Generellen, weil er so inkonsequent ist und all diese Probleme fördert. Es muss ein Umdenken stattfinden hin zu mehr Menschlichkeit und Nähe zu den Hilfesuchenden oder wir müssen konsequent das Asylrecht nicht nur wie schon geschehen 92/93 aushöhlen, sondern abschaffen.
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EvilRabbit schrieb:
Was soll man von einer Stadt erwarten, in der schon Schwaben nicht willkommen sind...


Die versteht ja auch keiner  

Ich, bzw meine Kinder, sind auch schon "Opfer" dieser Einstellung mancher geworden. Motto: "In einen deutschen Kindergarten gehören auch nur deutsche Kinder". Da haben sich tatsächlich 3-4 Eltern zusammengetan und es gab entsprechende Probleme dann mit der Leitung der Kita. Und das mitten in Deutschland....
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Naja, der im AMG laut Musik hörende Flüchtling wird ihn ja durch die Scheiben des Autos nicht verstehen können.

Bin auch mal gespannt wann wieder Stau im Mittelmeer ist weil die alle mit den dicken Karren rübergefahren kommen.
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Das problem dieser "Diskussion" ist doch, dass keiner bereit ist zu differenzieren.

Natuerlich gibt es in ihrer Heimat politisch verfolgte und natuerlich wird kein normal denkender Mensch diesen die Aufnahme verweigern. Zumal dies in Deutschland best Tradion war und ist (die Ausnahme muessen wir jetzt nicht diskutieren).
Von den Hugenotten bis zu jenen, die zwischen den beiden Weltkriegen vom polnischen Nationalkatholizismus ausser Landes getrieben wurden.
Nur zur Erinnerung; die Juden in der freien Reichs- und Handelsstadt Frankfurt standen unter Reichsschutz.....

Es gibt aber auch die Kehrseite der Medallie, ich druecke mich bewusst hart aus: die Sozialschmarotzer, vor denen man die Augen nicht verschliessen sollte, was aber von Seiten der Behoerden geschieht.

Zu guter Letzt, die AMG's. In Fechenheim gibt es gleich mehrere und ich Weiss, die Fuerer dieser Autos sind offizielle ALG II-Empfaenger.
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Meierei schrieb:
... ich Weiss...


Herzlichen Glückwunsch.
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Meierei schrieb:
Das problem dieser "Diskussion" ist doch, dass keiner bereit ist zu differenzieren.

Natuerlich gibt es in ihrer Heimat politisch verfolgte und natuerlich wird kein normal denkender Mensch diesen die Aufnahme verweigern. Zumal dies in Deutschland best Tradion war und ist (die Ausnahme muessen wir jetzt nicht diskutieren).
Von den Hugenotten bis zu jenen, die zwischen den beiden Weltkriegen vom polnischen Nationalkatholizismus ausser Landes getrieben wurden.
Nur zur Erinnerung; die Juden in der freien Reichs- und Handelsstadt Frankfurt standen unter Reichsschutz.....

Es gibt aber auch die Kehrseite der Medallie, ich druecke mich bewusst hart aus: die Sozialschmarotzer, vor denen man die Augen nicht verschliessen sollte, was aber von Seiten der Behoerden geschieht.

Zu guter Letzt, die AMG's. In Fechenheim gibt es gleich mehrere und ich Weiss, die Fuerer dieser Autos sind offizielle ALG II-Empfaenger.


Edit: weiss
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Meierei schrieb:
Das problem dieser "Diskussion" ist doch, dass keiner bereit ist zu differenzieren.

Natuerlich gibt es in ihrer Heimat politisch verfolgte und natuerlich wird kein normal denkender Mensch diesen die Aufnahme verweigern. Zumal dies in Deutschland best Tradion war und ist (die Ausnahme muessen wir jetzt nicht diskutieren).
Von den Hugenotten bis zu jenen, die zwischen den beiden Weltkriegen vom polnischen Nationalkatholizismus ausser Landes getrieben wurden.
Nur zur Erinnerung; die Juden in der freien Reichs- und Handelsstadt Frankfurt standen unter Reichsschutz.....

Es gibt aber auch die Kehrseite der Medallie, ich druecke mich bewusst hart aus: die Sozialschmarotzer, vor denen man die Augen nicht verschliessen sollte, was aber von Seiten der Behoerden geschieht.

Zu guter Letzt, die AMG's. In Fechenheim gibt es gleich mehrere und ich Weiss, die Fuerer dieser Autos sind offizielle ALG II-Empfaenger.


Na also,endlich mal nicht dieses Rumgeeiere ("Ich bin für Bürgerrechte"), sondern einfache ausländerfeindliche Hetze. Beim Kernthema fällt es halt schwer, sich zu verstellen, nicht wahr?
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Sozialschmarotzer ist mein Lieblingsbegriff.
Menschen auf eine Stufe mit Parasiten zu stellen, ist so schön entlarvend.
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reggaetyp schrieb:
Sozialschmarotzer ist mein Lieblingsbegriff.
Menschen auf eine Stufe mit Parasiten zu stellen, ist so schön entlarvend.  


Es gibt auch genuegend Deutsche, die ich als solche bezeichne....Ist also unabhaengig vom ethnischen Hintergrund.
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Schön angesoffen von der AfD zurück, wird jetzt mal Klartext geredet wie das mit die Schmarotzer so läuft.
Der Typ widert einen an.
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Meierei schrieb:
reggaetyp schrieb:
Sozialschmarotzer ist mein Lieblingsbegriff.
Menschen auf eine Stufe mit Parasiten zu stellen, ist so schön entlarvend.  


Es gibt auch genuegend Deutsche, die ich als solche bezeichne....Ist also unabhaengig vom ethnischen Hintergrund.


Jetzt aber schnell zurückrudern, weil du dich verplappert hast? Dein Beitrag bezieht sich eindeutig auf Ausländer, vom Threadthema mal ganz abgesehen.


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