Landtagswahl in Bayern, 14.10.2018

propain schrieb:

Wedge schrieb:

Haliaeetus schrieb:

Vielleicht müssen wir das Ganze bald umbenennen in "Versuche die Regieung zu retten" aber was der Dobrindt da vom Stapel lässt ist schon mal genial ... da kann man sich jedenfalls schwerlich darüber beschweren, dass die AfD es nicht so genau nimmt mit der Rechtsstaatlichkeit:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/empoerung-ueber-alexander-dobrindts-anti-abschiebe-industrie-15577956.html

Bedenklich finde ich übrigens, dass der Innenminister ihm auch noch zur Seite springt ... und das ist für mich auch vor dem Hintergrund, dass die CSU sich für den Landtagswahlkampf positionieren will, in keiner Weise akzeptabel.


Der eigentliche Skandal ist hier der "Industrie" Begriff.

Der suggeriert nicht nur das man es mit etwas großem, gut organisierten und wirtschaftlich orientiertem zu tun hätte, es ist auch die direkte Adaption des Nazisprech von AFD und Pegida, die von Flüchtlings- oder Asyl"Industrie" sprechen

Ein neuer Tiefpunkt vom Wadenbeisser Dobrindt, der in seiner Zeit als Bundesminister als einzigen Erfolg den Schutz der Autoindustrie vor betrogenen Bürgern vorweisen kann.

In den letzten Jahren hört man aus den Kreisen der CSU immer wieder so einen Scheißdreck, man glaubt manchmal die kennen nur noch das eine Thema.

Unfassbar wirklich, wenn man dann zur Kenntnis nimmt, wer alles mit diesen CSU-Typen nach der Landtagswahl bereit zu einer Regierungsbildung ist. Sogar die selbsternannten Hüter des politischen Anstandes, die Grünen, haben ungefragt ihre Bereitschaft bekundet. Nur der Söder will garnicht. Wie schreibt die Süddeutsche heute treffend:
"Sie [die Grünen] gleichen deshalb einer Braut, die ihre Hochzeit schon bis ins letzte Detail plant, ohne überhaupt einen Verlobten zu haben."
Peinlich das Ganze, da nach den aktuellen Hochrechnungen die CSU im Zweifelsfall einen Koaltionspartner aussuchen kann. Die AfD scheidet aus, die Linke auch (mangels Wähler), alle anderen stehen wahrscheinlich bei Fuss. Vielleicht braucht es aber auch niemand.
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Schafft die CSU die absolute Mehrheit? Wäre ein Novum unter fränkischer Regie
propain schrieb:

Wedge schrieb:

Haliaeetus schrieb:

Vielleicht müssen wir das Ganze bald umbenennen in "Versuche die Regieung zu retten" aber was der Dobrindt da vom Stapel lässt ist schon mal genial ... da kann man sich jedenfalls schwerlich darüber beschweren, dass die AfD es nicht so genau nimmt mit der Rechtsstaatlichkeit:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/empoerung-ueber-alexander-dobrindts-anti-abschiebe-industrie-15577956.html

Bedenklich finde ich übrigens, dass der Innenminister ihm auch noch zur Seite springt ... und das ist für mich auch vor dem Hintergrund, dass die CSU sich für den Landtagswahlkampf positionieren will, in keiner Weise akzeptabel.


Der eigentliche Skandal ist hier der "Industrie" Begriff.

Der suggeriert nicht nur das man es mit etwas großem, gut organisierten und wirtschaftlich orientiertem zu tun hätte, es ist auch die direkte Adaption des Nazisprech von AFD und Pegida, die von Flüchtlings- oder Asyl"Industrie" sprechen

Ein neuer Tiefpunkt vom Wadenbeisser Dobrindt, der in seiner Zeit als Bundesminister als einzigen Erfolg den Schutz der Autoindustrie vor betrogenen Bürgern vorweisen kann.

In den letzten Jahren hört man aus den Kreisen der CSU immer wieder so einen Scheißdreck, man glaubt manchmal die kennen nur noch das eine Thema.

Unfassbar wirklich, wenn man dann zur Kenntnis nimmt, wer alles mit diesen CSU-Typen nach der Landtagswahl bereit zu einer Regierungsbildung ist. Sogar die selbsternannten Hüter des politischen Anstandes, die Grünen, haben ungefragt ihre Bereitschaft bekundet. Nur der Söder will garnicht. Wie schreibt die Süddeutsche heute treffend:
"Sie [die Grünen] gleichen deshalb einer Braut, die ihre Hochzeit schon bis ins letzte Detail plant, ohne überhaupt einen Verlobten zu haben."
Peinlich das Ganze, da nach den aktuellen Hochrechnungen die CSU im Zweifelsfall einen Koaltionspartner aussuchen kann. Die AfD scheidet aus, die Linke auch (mangels Wähler), alle anderen stehen wahrscheinlich bei Fuss. Vielleicht braucht es aber auch niemand.
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in bayern sieht man im übrigen nachwievor, daß es noch nicht mal in prozenten erfolgreich ist, die afd zu imitieren, die strategie rechtsaussenpolitik in den mainstream zu holen um der afd die wählerstimmen abzugraben ist gescheitert.

leider ist der schaden angerichtet, unter nicht unmaßgeblicher unterstützung der csu erlebt deutschland einen rechtsruck, wie es ihn schon lange nicht gab. fremden- und religionsfeindliches ist wieder salonfähig.

die gesichter solcher politik sind u.a. dobrindt, söder und seehofer. immer wenn man denkt, es geht nicht  noch tiefer, haut wieder jemand was neues raus, mögen es kreuze sein, oder ein neuer dobrint, es ist immer noch möglich, die niveaulatte nochmal zu reissen.
an den folgen dieses stimmungswechsels werden wir noch lange zu knabbern haben, auch wenn man sich wünscht, daß der spuk schnell wieder vorbei sein mag.
propain schrieb:

Wedge schrieb:

Haliaeetus schrieb:

Vielleicht müssen wir das Ganze bald umbenennen in "Versuche die Regieung zu retten" aber was der Dobrindt da vom Stapel lässt ist schon mal genial ... da kann man sich jedenfalls schwerlich darüber beschweren, dass die AfD es nicht so genau nimmt mit der Rechtsstaatlichkeit:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/empoerung-ueber-alexander-dobrindts-anti-abschiebe-industrie-15577956.html

Bedenklich finde ich übrigens, dass der Innenminister ihm auch noch zur Seite springt ... und das ist für mich auch vor dem Hintergrund, dass die CSU sich für den Landtagswahlkampf positionieren will, in keiner Weise akzeptabel.


Der eigentliche Skandal ist hier der "Industrie" Begriff.

Der suggeriert nicht nur das man es mit etwas großem, gut organisierten und wirtschaftlich orientiertem zu tun hätte, es ist auch die direkte Adaption des Nazisprech von AFD und Pegida, die von Flüchtlings- oder Asyl"Industrie" sprechen

Ein neuer Tiefpunkt vom Wadenbeisser Dobrindt, der in seiner Zeit als Bundesminister als einzigen Erfolg den Schutz der Autoindustrie vor betrogenen Bürgern vorweisen kann.

In den letzten Jahren hört man aus den Kreisen der CSU immer wieder so einen Scheißdreck, man glaubt manchmal die kennen nur noch das eine Thema.

Unfassbar wirklich, wenn man dann zur Kenntnis nimmt, wer alles mit diesen CSU-Typen nach der Landtagswahl bereit zu einer Regierungsbildung ist. Sogar die selbsternannten Hüter des politischen Anstandes, die Grünen, haben ungefragt ihre Bereitschaft bekundet. Nur der Söder will garnicht. Wie schreibt die Süddeutsche heute treffend:
"Sie [die Grünen] gleichen deshalb einer Braut, die ihre Hochzeit schon bis ins letzte Detail plant, ohne überhaupt einen Verlobten zu haben."
Peinlich das Ganze, da nach den aktuellen Hochrechnungen die CSU im Zweifelsfall einen Koaltionspartner aussuchen kann. Die AfD scheidet aus, die Linke auch (mangels Wähler), alle anderen stehen wahrscheinlich bei Fuss. Vielleicht braucht es aber auch niemand.
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die CSU wird sicher mit den Freien Wählern oder der FDP koalieren, wenn dies rechnerisch geht.
CSU und Grüne sind sicher wie "Hund und Katze", ob dies auch in Bayern selbst so ist, weiß ich nicht. Ich bin Hesse und das ist gut so
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in bayern sieht man im übrigen nachwievor, daß es noch nicht mal in prozenten erfolgreich ist, die afd zu imitieren, die strategie rechtsaussenpolitik in den mainstream zu holen um der afd die wählerstimmen abzugraben ist gescheitert.

leider ist der schaden angerichtet, unter nicht unmaßgeblicher unterstützung der csu erlebt deutschland einen rechtsruck, wie es ihn schon lange nicht gab. fremden- und religionsfeindliches ist wieder salonfähig.

die gesichter solcher politik sind u.a. dobrindt, söder und seehofer. immer wenn man denkt, es geht nicht  noch tiefer, haut wieder jemand was neues raus, mögen es kreuze sein, oder ein neuer dobrint, es ist immer noch möglich, die niveaulatte nochmal zu reissen.
an den folgen dieses stimmungswechsels werden wir noch lange zu knabbern haben, auch wenn man sich wünscht, daß der spuk schnell wieder vorbei sein mag.
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Gut und richtig zusammengefasst.

Das einzig Tröstliche dabei ist, dass die CSU-Spitze nicht gleich der CSU-Basis ist. Zumindest nicht zu 100 % deckungsgleich.
In den Rathäusern, Landratsämtern und Behörden sitzen jede Menge CSU-Leute, die noch klar bei Verstand sind und menschlich, nachhaltig und vernünftig agieren. Oftmals direkt gegen die Direktiven, die aus München kommen.

Leider nur noch immer viel zu wenige. Und es ist ein schwacher Trost.
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in bayern sieht man im übrigen nachwievor, daß es noch nicht mal in prozenten erfolgreich ist, die afd zu imitieren, die strategie rechtsaussenpolitik in den mainstream zu holen um der afd die wählerstimmen abzugraben ist gescheitert.

leider ist der schaden angerichtet, unter nicht unmaßgeblicher unterstützung der csu erlebt deutschland einen rechtsruck, wie es ihn schon lange nicht gab. fremden- und religionsfeindliches ist wieder salonfähig.

die gesichter solcher politik sind u.a. dobrindt, söder und seehofer. immer wenn man denkt, es geht nicht  noch tiefer, haut wieder jemand was neues raus, mögen es kreuze sein, oder ein neuer dobrint, es ist immer noch möglich, die niveaulatte nochmal zu reissen.
an den folgen dieses stimmungswechsels werden wir noch lange zu knabbern haben, auch wenn man sich wünscht, daß der spuk schnell wieder vorbei sein mag.
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Xaver08 schrieb:

in bayern sieht man im übrigen nachwievor, daß es noch nicht mal in prozenten erfolgreich ist, die afd zu imitieren, die strategie rechtsaussenpolitik in den mainstream zu holen um der afd die wählerstimmen abzugraben ist gescheitert.



Nehmen wir mal die GMS-Umfragen, demnach würde die CSU aktuell knapp 4 % zur letzten LTW verlieren, haben aber in den letzten sechs Monaten je nach Umfragestand 4-7 % zugelegt, seitdem Seehofer seinen Abgang verkündet hat (der viel geredet und nix getan hat) und Söder die rechte Schaumtrommel schlägt. Gleichzeitig würde in dem Zeitraum die AfD um 12 % zulegen, die bei der letzten LTW 2013 gar nicht angetreten ist und schon damals gemäß dem BTW-Ergebnis eine Woche später wohl ca. 4-5 % geholt hätte, wenn sie es denn getan hätte. Demnach hat die CSU unter Einberechnung dieser Punkte derzeit gar nichts an Prozentpunkten verloren bzw. nur wenig, während die AfD zweistellig dazu gewonnen hat.

Allein, weil die AfD beim letzten Mal nicht angetreten ist und somit 4-5 % Stimmenanteile der CSU, FW und der FDP zu Gute gekommen sind, kann man die Aussage, die Du triffst, gar nicht so einfach treffen.

Zum Vergleich: In Hessen hätte eine doch eher moderate Union derzeit einen Verlust von 7 % zu verkraften, während die AfD von 4 (LTW 2013) auf 10 % zugelegt hat.
Wenn ich jetzt mit den Ergebnissen der CDU in anderen Bundesländern anfange, werden die Zahlen nicht besser.

Wenn ich mich irren sollte, ok, aber ich habe gefühlt jede repräsentative Wahlumfrage und jede Umfrage zu LTW und BTW in den letzten 15 Jahren gelesen und sollte einigermaßen in der Lage sein, Ergebnisse dieser Art deuten zu können.

Derzeit ist die CSU der Unions-Landesverband, der am wenigsten verlieren könnte (unter den jeweiligen Bedingungen). Wir reden hier auch m.E. nicht von einer Partei, die der AfD hinterher rennt. Das, was die CSU jetzt macht, hat sie schon in den 90ern und auch in den 00er Jahren gemacht. Und davor sowieso (Es darf nichts rechts neben uns geben). Wann hat diese Partei keine rechtspopulistische Politik gemacht? Eher macht die AfD die CSU nach als umgekehrt. Und jetzt versucht jeder, der "bessere Deutsche" zu sein. Das einzige Problem war Seehofer, der groß geredet, aber nix umgesetzt hat. Das hat der CSU enorm Stimmen gekostet bei der BTW. Direkt mit dem Rücktritt von Seehofer vom MinPräs-Amt stiegen die Werte wieder. Sollte die CSU wirklich über 43 % kommen, dann bekommt sie es, weil sie wieder das ist, was sie schon früher immer war. Eine Partei, die am rechten Rand fischt, aber auch die Mitte abdeckt.

Dass die AfD trotz der immer noch erfolgreichen CSU 12 % der Wähler zu sich zieht, wäre jetzt wahrscheinlich die nächste gute Frage. Aber in meinen Augen ist die ganze Bevölkerung in den letzten 2-3 Jahren "im Schnitt" nach rechts gerückt. Demnach wählen jetzt einige FW-Anhänger oder SPD-Anhänger die CSU, während einige CSU-Anhänger zur AfD rüber gewandert sind (Die zudem von früheren Nichtwählern profitiert).

In einem Punkt gebe ich Dir aber völlig recht. Die CSU hat mit ihrer permanenten Stimmungsmache dazu beigetragen, dass das Volk nach rechts rückt und jetzt muss sie auch politisch-programmatisch diesen hinterher laufen, damit die AfD nicht noch stärker wird. Nur glaube ich, dass die Stimmung auch so nach rechts gekippt wäre, insbesondere dann, wenn alle Parteien eine Politik z.B. bei der Migration verfolgen, die weit weg ist von dem, was ein erheblicher Teil der Bevölkerung will.

Und der Spuk wird definitiv noch lange anhalten. Es wird auch in Zukunft Kandel, Ellwangen und Co. geben. Und es wird Politiker und Medien geben, die bestehende Ängste auch noch schüren. Es wird Menschen geben, die Migrantenanteile über 50 % und über 10 Mio Ausländer im Land für nicht gut halten, die Sorgen um ihren Wohlstand haben. Und genau für diese Menschen haben weder SPD, Grüne oder Linke auch nur annähernd ein Ohr gehabt und deswegen haben diese Parteien nicht mal mehr 40 % im Bund (in Bayern nicht mal 30). Die Bevölkerung ist viel weiter rechts im Kopf, als es manchen hier lieb sein kann. Wer die Sorgen und Ängste der Menschen nicht ernst nimmt, wird nicht mehr gewählt. So einfach ist das. Dass manche Parteien und manche Medien diese Sorgen und Ängste noch schüren, um die eigene Wählerklientel zu erhalten, ist schändlich. Aber das machen auch die Linken, indem sie Abstiegsängste oder die negativen Auswirkungen von Hartz IV übertreiben. Das machen eigentlich alle.
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Xaver08 schrieb:

in bayern sieht man im übrigen nachwievor, daß es noch nicht mal in prozenten erfolgreich ist, die afd zu imitieren, die strategie rechtsaussenpolitik in den mainstream zu holen um der afd die wählerstimmen abzugraben ist gescheitert.



Nehmen wir mal die GMS-Umfragen, demnach würde die CSU aktuell knapp 4 % zur letzten LTW verlieren, haben aber in den letzten sechs Monaten je nach Umfragestand 4-7 % zugelegt, seitdem Seehofer seinen Abgang verkündet hat (der viel geredet und nix getan hat) und Söder die rechte Schaumtrommel schlägt. Gleichzeitig würde in dem Zeitraum die AfD um 12 % zulegen, die bei der letzten LTW 2013 gar nicht angetreten ist und schon damals gemäß dem BTW-Ergebnis eine Woche später wohl ca. 4-5 % geholt hätte, wenn sie es denn getan hätte. Demnach hat die CSU unter Einberechnung dieser Punkte derzeit gar nichts an Prozentpunkten verloren bzw. nur wenig, während die AfD zweistellig dazu gewonnen hat.

Allein, weil die AfD beim letzten Mal nicht angetreten ist und somit 4-5 % Stimmenanteile der CSU, FW und der FDP zu Gute gekommen sind, kann man die Aussage, die Du triffst, gar nicht so einfach treffen.

Zum Vergleich: In Hessen hätte eine doch eher moderate Union derzeit einen Verlust von 7 % zu verkraften, während die AfD von 4 (LTW 2013) auf 10 % zugelegt hat.
Wenn ich jetzt mit den Ergebnissen der CDU in anderen Bundesländern anfange, werden die Zahlen nicht besser.

Wenn ich mich irren sollte, ok, aber ich habe gefühlt jede repräsentative Wahlumfrage und jede Umfrage zu LTW und BTW in den letzten 15 Jahren gelesen und sollte einigermaßen in der Lage sein, Ergebnisse dieser Art deuten zu können.

Derzeit ist die CSU der Unions-Landesverband, der am wenigsten verlieren könnte (unter den jeweiligen Bedingungen). Wir reden hier auch m.E. nicht von einer Partei, die der AfD hinterher rennt. Das, was die CSU jetzt macht, hat sie schon in den 90ern und auch in den 00er Jahren gemacht. Und davor sowieso (Es darf nichts rechts neben uns geben). Wann hat diese Partei keine rechtspopulistische Politik gemacht? Eher macht die AfD die CSU nach als umgekehrt. Und jetzt versucht jeder, der "bessere Deutsche" zu sein. Das einzige Problem war Seehofer, der groß geredet, aber nix umgesetzt hat. Das hat der CSU enorm Stimmen gekostet bei der BTW. Direkt mit dem Rücktritt von Seehofer vom MinPräs-Amt stiegen die Werte wieder. Sollte die CSU wirklich über 43 % kommen, dann bekommt sie es, weil sie wieder das ist, was sie schon früher immer war. Eine Partei, die am rechten Rand fischt, aber auch die Mitte abdeckt.

Dass die AfD trotz der immer noch erfolgreichen CSU 12 % der Wähler zu sich zieht, wäre jetzt wahrscheinlich die nächste gute Frage. Aber in meinen Augen ist die ganze Bevölkerung in den letzten 2-3 Jahren "im Schnitt" nach rechts gerückt. Demnach wählen jetzt einige FW-Anhänger oder SPD-Anhänger die CSU, während einige CSU-Anhänger zur AfD rüber gewandert sind (Die zudem von früheren Nichtwählern profitiert).

In einem Punkt gebe ich Dir aber völlig recht. Die CSU hat mit ihrer permanenten Stimmungsmache dazu beigetragen, dass das Volk nach rechts rückt und jetzt muss sie auch politisch-programmatisch diesen hinterher laufen, damit die AfD nicht noch stärker wird. Nur glaube ich, dass die Stimmung auch so nach rechts gekippt wäre, insbesondere dann, wenn alle Parteien eine Politik z.B. bei der Migration verfolgen, die weit weg ist von dem, was ein erheblicher Teil der Bevölkerung will.

Und der Spuk wird definitiv noch lange anhalten. Es wird auch in Zukunft Kandel, Ellwangen und Co. geben. Und es wird Politiker und Medien geben, die bestehende Ängste auch noch schüren. Es wird Menschen geben, die Migrantenanteile über 50 % und über 10 Mio Ausländer im Land für nicht gut halten, die Sorgen um ihren Wohlstand haben. Und genau für diese Menschen haben weder SPD, Grüne oder Linke auch nur annähernd ein Ohr gehabt und deswegen haben diese Parteien nicht mal mehr 40 % im Bund (in Bayern nicht mal 30). Die Bevölkerung ist viel weiter rechts im Kopf, als es manchen hier lieb sein kann. Wer die Sorgen und Ängste der Menschen nicht ernst nimmt, wird nicht mehr gewählt. So einfach ist das. Dass manche Parteien und manche Medien diese Sorgen und Ängste noch schüren, um die eigene Wählerklientel zu erhalten, ist schändlich. Aber das machen auch die Linken, indem sie Abstiegsängste oder die negativen Auswirkungen von Hartz IV übertreiben. Das machen eigentlich alle.
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sicher kann man sie nicht so einfach treffen, man kann sich aber anhand von wahlumfragen ungeachtet all ihrer potentiellen schwächen immer noch ein bild machen und dieses bild gibt meine aussage wieder.

SGE_Werner schrieb:

Dass die AfD trotz der immer noch erfolgreichen CSU 12 % der Wähler zu sich zieht, wäre jetzt wahrscheinlich die nächste gute Frage. Aber in meinen Augen ist die ganze Bevölkerung in den letzten 2-3 Jahren "im Schnitt" nach rechts gerückt. Demnach wählen jetzt einige FW-Anhänger oder SPD-Anhänger die CSU, während einige CSU-Anhänger zur AfD rüber gewandert sind (Die zudem von früheren Nichtwählern profitiert).


das was du hier schreibst, ist ja genau der punkt!

vorneweg die csu, aber auch die cdu, die linken und die spd machen bei diesem spiel mit (wie ich bereits schon mehrfach geschrieben habe). lediglich die grünen sind dabei etwas aussen vor, aber auch die halten nicht richtig dagegen.

ja, es ist wieder hip, ausländerfeindlich zu sein, es ist wieder vollkommen im mainstream angekommen, nur so nennen darf man es nicht. und mit daran beteiligt sind die parteien mit ihrer strategie, der afd wieder das wasser abzugraben und das ist der rechtsruck, den wir jetzt allenthalben beobachten.

es ist so leicht dahin gesagt, daß man sich einfach wieder die rechtspopulisten, fremdenfeindlichen inhalte zu eigen machen muß, um die leute wieder abzuholen. aber daß solche inhalte nicht besser werden, nur wenn sie jetzt von der csu und/oder den linken transportiert werden, wird halt gerne ausgeblendet.

mit den konsequenzen müssen wir jetzt alle leben
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Xaver08 schrieb:

in bayern sieht man im übrigen nachwievor, daß es noch nicht mal in prozenten erfolgreich ist, die afd zu imitieren, die strategie rechtsaussenpolitik in den mainstream zu holen um der afd die wählerstimmen abzugraben ist gescheitert.



Nehmen wir mal die GMS-Umfragen, demnach würde die CSU aktuell knapp 4 % zur letzten LTW verlieren, haben aber in den letzten sechs Monaten je nach Umfragestand 4-7 % zugelegt, seitdem Seehofer seinen Abgang verkündet hat (der viel geredet und nix getan hat) und Söder die rechte Schaumtrommel schlägt. Gleichzeitig würde in dem Zeitraum die AfD um 12 % zulegen, die bei der letzten LTW 2013 gar nicht angetreten ist und schon damals gemäß dem BTW-Ergebnis eine Woche später wohl ca. 4-5 % geholt hätte, wenn sie es denn getan hätte. Demnach hat die CSU unter Einberechnung dieser Punkte derzeit gar nichts an Prozentpunkten verloren bzw. nur wenig, während die AfD zweistellig dazu gewonnen hat.

Allein, weil die AfD beim letzten Mal nicht angetreten ist und somit 4-5 % Stimmenanteile der CSU, FW und der FDP zu Gute gekommen sind, kann man die Aussage, die Du triffst, gar nicht so einfach treffen.

Zum Vergleich: In Hessen hätte eine doch eher moderate Union derzeit einen Verlust von 7 % zu verkraften, während die AfD von 4 (LTW 2013) auf 10 % zugelegt hat.
Wenn ich jetzt mit den Ergebnissen der CDU in anderen Bundesländern anfange, werden die Zahlen nicht besser.

Wenn ich mich irren sollte, ok, aber ich habe gefühlt jede repräsentative Wahlumfrage und jede Umfrage zu LTW und BTW in den letzten 15 Jahren gelesen und sollte einigermaßen in der Lage sein, Ergebnisse dieser Art deuten zu können.

Derzeit ist die CSU der Unions-Landesverband, der am wenigsten verlieren könnte (unter den jeweiligen Bedingungen). Wir reden hier auch m.E. nicht von einer Partei, die der AfD hinterher rennt. Das, was die CSU jetzt macht, hat sie schon in den 90ern und auch in den 00er Jahren gemacht. Und davor sowieso (Es darf nichts rechts neben uns geben). Wann hat diese Partei keine rechtspopulistische Politik gemacht? Eher macht die AfD die CSU nach als umgekehrt. Und jetzt versucht jeder, der "bessere Deutsche" zu sein. Das einzige Problem war Seehofer, der groß geredet, aber nix umgesetzt hat. Das hat der CSU enorm Stimmen gekostet bei der BTW. Direkt mit dem Rücktritt von Seehofer vom MinPräs-Amt stiegen die Werte wieder. Sollte die CSU wirklich über 43 % kommen, dann bekommt sie es, weil sie wieder das ist, was sie schon früher immer war. Eine Partei, die am rechten Rand fischt, aber auch die Mitte abdeckt.

Dass die AfD trotz der immer noch erfolgreichen CSU 12 % der Wähler zu sich zieht, wäre jetzt wahrscheinlich die nächste gute Frage. Aber in meinen Augen ist die ganze Bevölkerung in den letzten 2-3 Jahren "im Schnitt" nach rechts gerückt. Demnach wählen jetzt einige FW-Anhänger oder SPD-Anhänger die CSU, während einige CSU-Anhänger zur AfD rüber gewandert sind (Die zudem von früheren Nichtwählern profitiert).

In einem Punkt gebe ich Dir aber völlig recht. Die CSU hat mit ihrer permanenten Stimmungsmache dazu beigetragen, dass das Volk nach rechts rückt und jetzt muss sie auch politisch-programmatisch diesen hinterher laufen, damit die AfD nicht noch stärker wird. Nur glaube ich, dass die Stimmung auch so nach rechts gekippt wäre, insbesondere dann, wenn alle Parteien eine Politik z.B. bei der Migration verfolgen, die weit weg ist von dem, was ein erheblicher Teil der Bevölkerung will.

Und der Spuk wird definitiv noch lange anhalten. Es wird auch in Zukunft Kandel, Ellwangen und Co. geben. Und es wird Politiker und Medien geben, die bestehende Ängste auch noch schüren. Es wird Menschen geben, die Migrantenanteile über 50 % und über 10 Mio Ausländer im Land für nicht gut halten, die Sorgen um ihren Wohlstand haben. Und genau für diese Menschen haben weder SPD, Grüne oder Linke auch nur annähernd ein Ohr gehabt und deswegen haben diese Parteien nicht mal mehr 40 % im Bund (in Bayern nicht mal 30). Die Bevölkerung ist viel weiter rechts im Kopf, als es manchen hier lieb sein kann. Wer die Sorgen und Ängste der Menschen nicht ernst nimmt, wird nicht mehr gewählt. So einfach ist das. Dass manche Parteien und manche Medien diese Sorgen und Ängste noch schüren, um die eigene Wählerklientel zu erhalten, ist schändlich. Aber das machen auch die Linken, indem sie Abstiegsängste oder die negativen Auswirkungen von Hartz IV übertreiben. Das machen eigentlich alle.
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SGE_Werner schrieb:

Nur glaube ich, dass die Stimmung auch so nach rechts gekippt wäre, insbesondere dann, wenn alle Parteien eine Politik z.B. bei der Migration verfolgen, die weit weg ist von dem, was ein erheblicher Teil der Bevölkerung will.


man löst keine probleme durch populismus.


dinge wie sie söder/dobrindt/gauland/.... usw. so daher sagen, sind schnell daher gesagt. sie schaffen stimmungen, suggerieren einfache lösungen.

lösungen um und bei diesem thema brauchen aber zeit, das muß man kommunizieren, immer und immer wieder. aber es ist halt einfacher, so dinger wie söder/dobrindt/afd und konsorten rauszuhauen. genauso wie es so herrlich einfach klingt zu sagen, wir müssen ja nur wieder die fremdenfeindlichen inhalte durch cdu/csu besetzen und zack haben wir die probleme gelöst.

jetzt müssen wir halt mit dem schlimmsten rechtsruck seit den 90er leben und das wird uns lange begleiten... wo es noch hinführen wird, wissen wir nicht, was in z.b. österreich passiert, lässt schlimmeres befürchten

nichts gelernt
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in bayern sieht man im übrigen nachwievor, daß es noch nicht mal in prozenten erfolgreich ist, die afd zu imitieren, die strategie rechtsaussenpolitik in den mainstream zu holen um der afd die wählerstimmen abzugraben ist gescheitert.

leider ist der schaden angerichtet, unter nicht unmaßgeblicher unterstützung der csu erlebt deutschland einen rechtsruck, wie es ihn schon lange nicht gab. fremden- und religionsfeindliches ist wieder salonfähig.

die gesichter solcher politik sind u.a. dobrindt, söder und seehofer. immer wenn man denkt, es geht nicht  noch tiefer, haut wieder jemand was neues raus, mögen es kreuze sein, oder ein neuer dobrint, es ist immer noch möglich, die niveaulatte nochmal zu reissen.
an den folgen dieses stimmungswechsels werden wir noch lange zu knabbern haben, auch wenn man sich wünscht, daß der spuk schnell wieder vorbei sein mag.
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Feindbilder zu pflegen mag für die Wahrung der eigenen politischen Überzeugung hilfreich sein, wer kann sich davon freisprechen. Ab und an sich mit den realen Gegebenheiten zu beschäftigen kann trotzdem nicht schaden.

Die Süddeutsche Zeitung hat in Ihrer Wochenendausgabe letzte Woche versucht die Frage zu beantworten, "warum München so sicher ist". Ausgangspunkt war die Statistik der Straftaten in den Großstadtregionen. Da schneidet Stadt und Kreis München am besten ab. Interessant ist, dass ein Mitarbeiter der Landespolizei in der Region München auf 265 Bürger kommt. In Köln sind das 215, in Frankfurt 195, in Hamburg 174 und in Berlin nur 160.
Also München hat statistisch die wenigsten Polizisten. Erstaunlich wenn man bedenkt, dass in München pro 100.000 Einwohner 6201 Straftaten begangen werden in den anderen Städten sind es etwa doppelt so viele.

Einen Aspekt will ich hier herausgreifen. Knapp 48% aller Tatverdächtigen in München waren 2017 keine Deutschen. Der Anteil der Ausländer an der Bevölkerung liegt mit 28% deutlich darunter und ist übrigens nahezu identisch mit der Zahl in Frankfurt (29%). Die hohe Zahl der ausländischen Tatverdächtigen darf jetzt nicht zu ausländerfeindlichen Sprüchen mißbraucht werden, denn die Lebensumstände und Altersstruktur wäre unter Betrachtung rein deutschen Täter wohl auch nicht anders.
In Frankfurt werden bei gleichem Ausländeranteil doppelt so häufig straffällig. In Berlin leben mit 19% anteilig die wenigsten Ausländer im Städtevergleich, dort registiert die Polizei aber die meisten Straftaten pro 100.000 Einwohner. Mit dem Ausländeranteil sind die Unterschiede im Sicherheitsniveau der Großstädte nicht zu erklären.

Liegt es eventuell daran dass in München die Ausländer besser integriert sind als in anderen Großstädten?
Dafür spricht, dass die in München lebenden Ausländer weitgehend homogen auf das gesamte Stadtgebiet verteilt sind (in allen Vierteln zwischen 20-30%), anstatt sich zu isolieren. Ein nachbarschaftliches Verhältnis wirkt sich positiv auf die Integration und die Sicherheit aus, meint die SZ. In anderen Großstädten herrschen gravierende Unterschiede. Z.B in Hamburg liegt der Ausländeranteil in Billbrook bei 77% in Blankenese bei 8, In Berlin im Ortsteil Gesundbrunnen bei nahezu 99% in Treptow-Köpenick bei knapp 12%.
"Je größer die Kluft, desto eher können Parallelgesellschaften entstehen, aus denen mitunter Spannungen erwachsen."
Offenbar macht die CSU-geführte bayrische Staatsregierung in Verbindung mit den kommunalen Stellen eine bessere Integrationspolitk, als dies in anderen Bundesländern der Fall ist. Passt nicht ins Feindbild, oder?
(Quelle der Zahlen: SZ vom 28/29.04,2018)    
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Feindbilder zu pflegen mag für die Wahrung der eigenen politischen Überzeugung hilfreich sein, wer kann sich davon freisprechen. Ab und an sich mit den realen Gegebenheiten zu beschäftigen kann trotzdem nicht schaden.

Die Süddeutsche Zeitung hat in Ihrer Wochenendausgabe letzte Woche versucht die Frage zu beantworten, "warum München so sicher ist". Ausgangspunkt war die Statistik der Straftaten in den Großstadtregionen. Da schneidet Stadt und Kreis München am besten ab. Interessant ist, dass ein Mitarbeiter der Landespolizei in der Region München auf 265 Bürger kommt. In Köln sind das 215, in Frankfurt 195, in Hamburg 174 und in Berlin nur 160.
Also München hat statistisch die wenigsten Polizisten. Erstaunlich wenn man bedenkt, dass in München pro 100.000 Einwohner 6201 Straftaten begangen werden in den anderen Städten sind es etwa doppelt so viele.

Einen Aspekt will ich hier herausgreifen. Knapp 48% aller Tatverdächtigen in München waren 2017 keine Deutschen. Der Anteil der Ausländer an der Bevölkerung liegt mit 28% deutlich darunter und ist übrigens nahezu identisch mit der Zahl in Frankfurt (29%). Die hohe Zahl der ausländischen Tatverdächtigen darf jetzt nicht zu ausländerfeindlichen Sprüchen mißbraucht werden, denn die Lebensumstände und Altersstruktur wäre unter Betrachtung rein deutschen Täter wohl auch nicht anders.
In Frankfurt werden bei gleichem Ausländeranteil doppelt so häufig straffällig. In Berlin leben mit 19% anteilig die wenigsten Ausländer im Städtevergleich, dort registiert die Polizei aber die meisten Straftaten pro 100.000 Einwohner. Mit dem Ausländeranteil sind die Unterschiede im Sicherheitsniveau der Großstädte nicht zu erklären.

Liegt es eventuell daran dass in München die Ausländer besser integriert sind als in anderen Großstädten?
Dafür spricht, dass die in München lebenden Ausländer weitgehend homogen auf das gesamte Stadtgebiet verteilt sind (in allen Vierteln zwischen 20-30%), anstatt sich zu isolieren. Ein nachbarschaftliches Verhältnis wirkt sich positiv auf die Integration und die Sicherheit aus, meint die SZ. In anderen Großstädten herrschen gravierende Unterschiede. Z.B in Hamburg liegt der Ausländeranteil in Billbrook bei 77% in Blankenese bei 8, In Berlin im Ortsteil Gesundbrunnen bei nahezu 99% in Treptow-Köpenick bei knapp 12%.
"Je größer die Kluft, desto eher können Parallelgesellschaften entstehen, aus denen mitunter Spannungen erwachsen."
Offenbar macht die CSU-geführte bayrische Staatsregierung in Verbindung mit den kommunalen Stellen eine bessere Integrationspolitk, als dies in anderen Bundesländern der Fall ist. Passt nicht ins Feindbild, oder?
(Quelle der Zahlen: SZ vom 28/29.04,2018)    
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was hat die bayrische staatsregierung denn dafür getan, daß in münchen ausländer weiter über die stadt verteilt wohnen?
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Können wir hier dann über die Wahlen diskutieren? Für alles Weitere gibts doch schon den Bayern-Thread und wenn es explizit um München gehen soll und ihr glaubt, genügend Stoff zu haben, dürft ihr auch da einen Thread ins Leben rufen.
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Können wir hier dann über die Wahlen diskutieren? Für alles Weitere gibts doch schon den Bayern-Thread und wenn es explizit um München gehen soll und ihr glaubt, genügend Stoff zu haben, dürft ihr auch da einen Thread ins Leben rufen.
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Haliaeetus schrieb:

Können wir hier dann über die Wahlen diskutieren? Für alles Weitere gibts doch schon den Bayern-Thread und wenn es explizit um München gehen soll und ihr glaubt, genügend Stoff zu haben, dürft ihr auch da einen Thread ins Leben rufen.

Meinst du nicht, dass dein Vorschlag nach einem Bayernthread und einem zu den Landtagswahlen noch einen zu München aufzumachen nicht ein bisschen zu viel ist?
Zumal München in Bayern liegt. Stand heute.

Wenn man hier im Wahlthread nicht mehr zu Fragen der Wohnungspolitik, der Ausländerfrage, der Kriminalität diskutieren soll, worüber dann?
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Haliaeetus schrieb:

Können wir hier dann über die Wahlen diskutieren? Für alles Weitere gibts doch schon den Bayern-Thread und wenn es explizit um München gehen soll und ihr glaubt, genügend Stoff zu haben, dürft ihr auch da einen Thread ins Leben rufen.

Meinst du nicht, dass dein Vorschlag nach einem Bayernthread und einem zu den Landtagswahlen noch einen zu München aufzumachen nicht ein bisschen zu viel ist?
Zumal München in Bayern liegt. Stand heute.

Wenn man hier im Wahlthread nicht mehr zu Fragen der Wohnungspolitik, der Ausländerfrage, der Kriminalität diskutieren soll, worüber dann?
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Solange es die Wahlen betrifft, bitte.

Dazu war allerdings nichts ersichtlich. Ich habe nur keine Lust, wenn Du einfach den letzten Beitrag im D&D aufgreifst, irgendwen anpampst und dann etwas x-Beliebiges absonderst ständig abzuwägen, wo das denn un hin passen würde.

Guck doch einfach mal, worum es gerade geht und äußere Dich dazu ... wenn irgend möglich ohne abschätzige Kommentare zum letzen User. Das geht, wenn man denn will!
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Können wir hier dann über die Wahlen diskutieren? Für alles Weitere gibts doch schon den Bayern-Thread und wenn es explizit um München gehen soll und ihr glaubt, genügend Stoff zu haben, dürft ihr auch da einen Thread ins Leben rufen.
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Haliaeetus schrieb:

Können wir hier dann über die Wahlen diskutieren? Für alles Weitere gibts doch schon den Bayern-Thread und wenn es explizit um München gehen soll und ihr glaubt, genügend Stoff zu haben, dürft ihr auch da einen Thread ins Leben rufen.

für deinen kollegen scheint dies kein  problem zu sein, sonst hätte er dem forumsteilnehmer hawischer keine frage gestellt. schon sehr offensichtlich deine abneigung gegen besagten forumsteilnehmer, ihm immer eine „reinzuwürgen“ wenn es dir gerade in den kram passt.
dies ist nur meine persönliche meinung
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Solange es die Wahlen betrifft, bitte.

Dazu war allerdings nichts ersichtlich. Ich habe nur keine Lust, wenn Du einfach den letzten Beitrag im D&D aufgreifst, irgendwen anpampst und dann etwas x-Beliebiges absonderst ständig abzuwägen, wo das denn un hin passen würde.

Guck doch einfach mal, worum es gerade geht und äußere Dich dazu ... wenn irgend möglich ohne abschätzige Kommentare zum letzen User. Das geht, wenn man denn will!
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Ach so, darum geht es Dir.
Tut mir leid Xaver. Dir ein Feindbild "CSU" zu unterstellen war nicht in Ordnung. Bitte um Entschuldigung.
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SGE_Werner schrieb:

Nur glaube ich, dass die Stimmung auch so nach rechts gekippt wäre, insbesondere dann, wenn alle Parteien eine Politik z.B. bei der Migration verfolgen, die weit weg ist von dem, was ein erheblicher Teil der Bevölkerung will.


man löst keine probleme durch populismus.


dinge wie sie söder/dobrindt/gauland/.... usw. so daher sagen, sind schnell daher gesagt. sie schaffen stimmungen, suggerieren einfache lösungen.

lösungen um und bei diesem thema brauchen aber zeit, das muß man kommunizieren, immer und immer wieder. aber es ist halt einfacher, so dinger wie söder/dobrindt/afd und konsorten rauszuhauen. genauso wie es so herrlich einfach klingt zu sagen, wir müssen ja nur wieder die fremdenfeindlichen inhalte durch cdu/csu besetzen und zack haben wir die probleme gelöst.

jetzt müssen wir halt mit dem schlimmsten rechtsruck seit den 90er leben und das wird uns lange begleiten... wo es noch hinführen wird, wissen wir nicht, was in z.b. österreich passiert, lässt schlimmeres befürchten

nichts gelernt
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Xaver08 schrieb:

jetzt müssen wir halt mit dem schlimmsten rechtsruck seit den 90er leben und das wird uns lange begleiten


Ich will jetzt nicht allzu lange vom Thema Bayern abdriften. Aber dazu noch... Zwischen 1. (1914-1918) und 2. Weltkrieg (1939-1945) lagen ca. 25 Jahre. Zwischen Ende 2. Weltkrieg und dem Erstarken der NPD (ca. 1967-1970) lagen weitere 25 Jahre. Das Erstarken der Republikaner (ca. 1989-1994) war weitere 25 Jahre später. Das Aufkommen der AfD war wiederum ca. 25 Jahre später (2013ff.).
Ich empfinde das als wellenartig. Vermutlich hat jede Generation einen Rechtsruck.

Kleiner Lesetipp: https://www.zeit.de/1989/27/wer-sind-wer-waehlt-die-republikaner

Wer Parallelen erkennt, insbesondere die Wählerschaft, darf sich melden. Und um den Bogen fertig zu spannen, da geht es vor allem um Bayern.
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Feindbilder zu pflegen mag für die Wahrung der eigenen politischen Überzeugung hilfreich sein, wer kann sich davon freisprechen. Ab und an sich mit den realen Gegebenheiten zu beschäftigen kann trotzdem nicht schaden.

Die Süddeutsche Zeitung hat in Ihrer Wochenendausgabe letzte Woche versucht die Frage zu beantworten, "warum München so sicher ist". Ausgangspunkt war die Statistik der Straftaten in den Großstadtregionen. Da schneidet Stadt und Kreis München am besten ab. Interessant ist, dass ein Mitarbeiter der Landespolizei in der Region München auf 265 Bürger kommt. In Köln sind das 215, in Frankfurt 195, in Hamburg 174 und in Berlin nur 160.
Also München hat statistisch die wenigsten Polizisten. Erstaunlich wenn man bedenkt, dass in München pro 100.000 Einwohner 6201 Straftaten begangen werden in den anderen Städten sind es etwa doppelt so viele.

Einen Aspekt will ich hier herausgreifen. Knapp 48% aller Tatverdächtigen in München waren 2017 keine Deutschen. Der Anteil der Ausländer an der Bevölkerung liegt mit 28% deutlich darunter und ist übrigens nahezu identisch mit der Zahl in Frankfurt (29%). Die hohe Zahl der ausländischen Tatverdächtigen darf jetzt nicht zu ausländerfeindlichen Sprüchen mißbraucht werden, denn die Lebensumstände und Altersstruktur wäre unter Betrachtung rein deutschen Täter wohl auch nicht anders.
In Frankfurt werden bei gleichem Ausländeranteil doppelt so häufig straffällig. In Berlin leben mit 19% anteilig die wenigsten Ausländer im Städtevergleich, dort registiert die Polizei aber die meisten Straftaten pro 100.000 Einwohner. Mit dem Ausländeranteil sind die Unterschiede im Sicherheitsniveau der Großstädte nicht zu erklären.

Liegt es eventuell daran dass in München die Ausländer besser integriert sind als in anderen Großstädten?
Dafür spricht, dass die in München lebenden Ausländer weitgehend homogen auf das gesamte Stadtgebiet verteilt sind (in allen Vierteln zwischen 20-30%), anstatt sich zu isolieren. Ein nachbarschaftliches Verhältnis wirkt sich positiv auf die Integration und die Sicherheit aus, meint die SZ. In anderen Großstädten herrschen gravierende Unterschiede. Z.B in Hamburg liegt der Ausländeranteil in Billbrook bei 77% in Blankenese bei 8, In Berlin im Ortsteil Gesundbrunnen bei nahezu 99% in Treptow-Köpenick bei knapp 12%.
"Je größer die Kluft, desto eher können Parallelgesellschaften entstehen, aus denen mitunter Spannungen erwachsen."
Offenbar macht die CSU-geführte bayrische Staatsregierung in Verbindung mit den kommunalen Stellen eine bessere Integrationspolitk, als dies in anderen Bundesländern der Fall ist. Passt nicht ins Feindbild, oder?
(Quelle der Zahlen: SZ vom 28/29.04,2018)    
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Keine Ahnung, warum du in einem Landtagswahlthread als erstes mal das Thema Sicherheit aufmachst. Insbesondere angesichts der heute veröffentlichten Kriminalitätszahlen (so niedrig wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr).
Die Politik und Leute wie du wollen partout, dass die "Sicherheit" unsere Hauptsorge ist.
Soll ich raten, warum?
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Keine Ahnung, warum du in einem Landtagswahlthread als erstes mal das Thema Sicherheit aufmachst. Insbesondere angesichts der heute veröffentlichten Kriminalitätszahlen (so niedrig wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr).
Die Politik und Leute wie du wollen partout, dass die "Sicherheit" unsere Hauptsorge ist.
Soll ich raten, warum?
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WuerzburgerAdler schrieb:

Keine Ahnung, warum du in einem Landtagswahlthread als erstes mal das Thema Sicherheit aufmachst. Insbesondere angesichts der heute veröffentlichten Kriminalitätszahlen (so niedrig wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr).
Die Politik und Leute wie du wollen partout, dass die "Sicherheit" unsere Hauptsorge ist.
Soll ich raten, warum?

Schau Würzburger, mein Anliegen war nur, darauf hinzuweisen, dass zwischen nicht gelungener Integration und Kriminalität einen Zusammenhang geben kann. Und am Beispiel München zu zeigen, dass eine gleichmäßige Verteilung auf alle Stadtteile die Integration fördert. Um das nicht nur zu behaupten, habe ich auf Zahlen und Zitate aus der SZ zurückgegriffen.
Andere Beispiele  findest Du in Duisburg Marxloh oder im Essener Norden.
Die Bayern haben durch eine gute Förderung der Staatsregierung , z.B. durch das kommunale Wohnraumförderungsprogramm oder der Wohnungspakt Bayern und durch kluge Stadtentwicklung in den Kommunen schon einiges auf den Weg gebracht. Klar, alles geht immer noch besser, aber der Weg ist richtig.

Welche Hauptsorgen der Wähler hat? Wahrscheinlich Bildung, Wohnungsbau in den Ballungsräumen, Flüchtlinge und Integration und Sicherheit wird auch ein Thema bleiben. Parteien, die ein Thema vernachlässigen, kriegen am Wahltag die Quittung.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Keine Ahnung, warum du in einem Landtagswahlthread als erstes mal das Thema Sicherheit aufmachst. Insbesondere angesichts der heute veröffentlichten Kriminalitätszahlen (so niedrig wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr).
Die Politik und Leute wie du wollen partout, dass die "Sicherheit" unsere Hauptsorge ist.
Soll ich raten, warum?

Schau Würzburger, mein Anliegen war nur, darauf hinzuweisen, dass zwischen nicht gelungener Integration und Kriminalität einen Zusammenhang geben kann. Und am Beispiel München zu zeigen, dass eine gleichmäßige Verteilung auf alle Stadtteile die Integration fördert. Um das nicht nur zu behaupten, habe ich auf Zahlen und Zitate aus der SZ zurückgegriffen.
Andere Beispiele  findest Du in Duisburg Marxloh oder im Essener Norden.
Die Bayern haben durch eine gute Förderung der Staatsregierung , z.B. durch das kommunale Wohnraumförderungsprogramm oder der Wohnungspakt Bayern und durch kluge Stadtentwicklung in den Kommunen schon einiges auf den Weg gebracht. Klar, alles geht immer noch besser, aber der Weg ist richtig.

Welche Hauptsorgen der Wähler hat? Wahrscheinlich Bildung, Wohnungsbau in den Ballungsräumen, Flüchtlinge und Integration und Sicherheit wird auch ein Thema bleiben. Parteien, die ein Thema vernachlässigen, kriegen am Wahltag die Quittung.
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Zum nicht wieder missverstanden zu werden, mit den anderen Beispielen meine ich negative.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Keine Ahnung, warum du in einem Landtagswahlthread als erstes mal das Thema Sicherheit aufmachst. Insbesondere angesichts der heute veröffentlichten Kriminalitätszahlen (so niedrig wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr).
Die Politik und Leute wie du wollen partout, dass die "Sicherheit" unsere Hauptsorge ist.
Soll ich raten, warum?

Schau Würzburger, mein Anliegen war nur, darauf hinzuweisen, dass zwischen nicht gelungener Integration und Kriminalität einen Zusammenhang geben kann. Und am Beispiel München zu zeigen, dass eine gleichmäßige Verteilung auf alle Stadtteile die Integration fördert. Um das nicht nur zu behaupten, habe ich auf Zahlen und Zitate aus der SZ zurückgegriffen.
Andere Beispiele  findest Du in Duisburg Marxloh oder im Essener Norden.
Die Bayern haben durch eine gute Förderung der Staatsregierung , z.B. durch das kommunale Wohnraumförderungsprogramm oder der Wohnungspakt Bayern und durch kluge Stadtentwicklung in den Kommunen schon einiges auf den Weg gebracht. Klar, alles geht immer noch besser, aber der Weg ist richtig.

Welche Hauptsorgen der Wähler hat? Wahrscheinlich Bildung, Wohnungsbau in den Ballungsräumen, Flüchtlinge und Integration und Sicherheit wird auch ein Thema bleiben. Parteien, die ein Thema vernachlässigen, kriegen am Wahltag die Quittung.
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Ich nenne mal zwei Zahlen:

Todesfälle durch Feinstaub In Deutschland: 66.000
Todesfälle durch Mord in Deutschland: 405

Wollte deine Aufarbeitung des brandheißen Themas "Sicherheit" aber nicht stören.



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