Hartz 4 abschaffen

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Nach der SPD fordern nun auch die Grünen die Abschaffung von Hartz 4. Stattdessen soll ein Bürgergeld eingeführt werden, sodass kein Mensch mehr unter einem Existenzminimum leben muss und ihnen der Zwang zur Arbeit genommen wird. M.M.n. ein längst überfälliger Schritt, nach Abschaffung von Hartz 4 würde dann auch wieder das Grundgesetz gelten (die Würde des Menschen ist unantastbar), denn mit Würde hat dieses veraltete System der Schikane schon lange nichts mehr zu tun. Man kann doch nicht auf der einen Seite über ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1000€ diskutieren (was früher oder später kommen wird) und auf der anderen Seite ein Existenzminimum von 400€ noch sanktionieren und kürzen. Durch ein Bürgergeld würde man vielen Menschen die Angst nehmen, denn durch die steigende Digitalisierung kann es heutzutage JEDEN treffen von heute auf morgen sein Job zu verlieren. Auch bei der Familienplanung gibt das mehr Sicherheit.

https://www.bz-berlin.de/deutschland/jetzt-wollen-auch-die-gruenen-hartz-iv-abschaffen
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Nach der SPD fordern nun auch die Grünen die Abschaffung von Hartz 4. Stattdessen soll ein Bürgergeld eingeführt werden, sodass kein Mensch mehr unter einem Existenzminimum leben muss und ihnen der Zwang zur Arbeit genommen wird. M.M.n. ein längst überfälliger Schritt, nach Abschaffung von Hartz 4 würde dann auch wieder das Grundgesetz gelten (die Würde des Menschen ist unantastbar), denn mit Würde hat dieses veraltete System der Schikane schon lange nichts mehr zu tun. Man kann doch nicht auf der einen Seite über ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1000€ diskutieren (was früher oder später kommen wird) und auf der anderen Seite ein Existenzminimum von 400€ noch sanktionieren und kürzen. Durch ein Bürgergeld würde man vielen Menschen die Angst nehmen, denn durch die steigende Digitalisierung kann es heutzutage JEDEN treffen von heute auf morgen sein Job zu verlieren. Auch bei der Familienplanung gibt das mehr Sicherheit.

https://www.bz-berlin.de/deutschland/jetzt-wollen-auch-die-gruenen-hartz-iv-abschaffen
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Was mein Problem mit der gesamten Sache des bedingungslosen Einkommens ist, dazu ein Gedanke:

Wenn alle arbeitsfähigen Menschen einen Tausender mehr in der Tasche haben, kostet der Laib Brot dann immer noch 4,50€? Sprich: Steigt eventuell die untere Grenze des Existenzminimums? Wird das irgendwie finanziert oder steigen dadurch steuerliche Abgaben, wodurch wiederum Schieflagen entstehen?

Wenn mir kein plausibles Konzept vorgelegt wird, bin ich sehr zurückhaltend mit Prognosen über die Verbesserung der Lebensumstände von Menschen, die an der Marginalitätsfront nach Existenzberechtigung kämpfen.
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Hm. Warum sollte man Menschen mit einem Jahreseinkommesn jenseits der 100.000 noch 12.000 Euro hinterherwerfen? Tatsächlich würde es nur Sinn machen, gering verdiehnende zu stützen und gleichzeitig alle anderen Sozialleistungen einzustellen. Nur dann: Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern? 🤔
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Hm. Warum sollte man Menschen mit einem Jahreseinkommesn jenseits der 100.000 noch 12.000 Euro hinterherwerfen? Tatsächlich würde es nur Sinn machen, gering verdiehnende zu stützen und gleichzeitig alle anderen Sozialleistungen einzustellen. Nur dann: Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern? 🤔
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Cyprinus schrieb:

Hm. Warum sollte man Menschen mit einem Jahreseinkommesn jenseits der 100.000 noch 12.000 Euro hinterherwerfen? Tatsächlich würde es nur Sinn machen, gering verdiehnende zu stützen und gleichzeitig alle anderen Sozialleistungen einzustellen. Nur dann: Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern? 🤔

Der Sinn des bedingungslosen Grundeinkommens ist es aber, dass absolut jeder Bürger die gleiche Zuwendung bekommt und zwar unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage.  Dafür gibt es keinerlei weiteren Gelder wie Sozialhilfe, Wohnungsgeld usw. Das b.G. muss von der Höhe existenzsichernd sein und garantieren, dass jeder davon eben kann ohne einen zusätzlichen Job ausführen zu müssen. Wenn jemand dann dazu noch 100.000 € verdient ist das seine Sache, genauso wie jemand der im Monat vielleicht nur 500 € dazuverdient oder eben auch nichts.

Es geht beim bedingungslosen Grundeinkommen nicht um die Stützung sozial schwacher Menschen, es geht um ein komplett neues System. Und im Zuge von künstlicher Intelligenz auf der einen Seite und der Weiterentwicklung des 3D Drucks auf der anderen, werden wir uns über kurz oder lang sowieso damit beschäftigen müssen wo das Geld herkommt wenn die Arbeit immer weniger wird. KI wird in den nächsten 20 Jahren die Bürojobs revolutionieren und 3D Druck die fertigenden Berufe.


Gruß
tobago

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Cyprinus schrieb:

Hm. Warum sollte man Menschen mit einem Jahreseinkommesn jenseits der 100.000 noch 12.000 Euro hinterherwerfen? Tatsächlich würde es nur Sinn machen, gering verdiehnende zu stützen und gleichzeitig alle anderen Sozialleistungen einzustellen. Nur dann: Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern? 🤔

Der Sinn des bedingungslosen Grundeinkommens ist es aber, dass absolut jeder Bürger die gleiche Zuwendung bekommt und zwar unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage.  Dafür gibt es keinerlei weiteren Gelder wie Sozialhilfe, Wohnungsgeld usw. Das b.G. muss von der Höhe existenzsichernd sein und garantieren, dass jeder davon eben kann ohne einen zusätzlichen Job ausführen zu müssen. Wenn jemand dann dazu noch 100.000 € verdient ist das seine Sache, genauso wie jemand der im Monat vielleicht nur 500 € dazuverdient oder eben auch nichts.

Es geht beim bedingungslosen Grundeinkommen nicht um die Stützung sozial schwacher Menschen, es geht um ein komplett neues System. Und im Zuge von künstlicher Intelligenz auf der einen Seite und der Weiterentwicklung des 3D Drucks auf der anderen, werden wir uns über kurz oder lang sowieso damit beschäftigen müssen wo das Geld herkommt wenn die Arbeit immer weniger wird. KI wird in den nächsten 20 Jahren die Bürojobs revolutionieren und 3D Druck die fertigenden Berufe.


Gruß
tobago

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tobago schrieb:

Es geht beim bedingungslosen Grundeinkommen nicht um die Stützung sozial schwacher Menschen, es geht um ein komplett neues System.

Es steckt ja auch die Annahme dahinter, dass Menschen gerne einer für sie sinnvollen Tätigkeit nachgehen und dies häufig nicht möglich ist, da der Wechsel des Berufs mit dem Risiko des sozialen Abstiegs verknüpft ist.
Mit dem b.G. soll sich die Möglichkeit ergeben, eher eine Tätigkeit aufzunehmen, die der persönlichen Berufung entspricht.
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Dumme Frage - wer hat Hartz IV eigentlich beschlossen und eingeführt?
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Dumme Frage - wer hat Hartz IV eigentlich beschlossen und eingeführt?
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Rot-grün.
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Cyprinus schrieb:

Hm. Warum sollte man Menschen mit einem Jahreseinkommesn jenseits der 100.000 noch 12.000 Euro hinterherwerfen? Tatsächlich würde es nur Sinn machen, gering verdiehnende zu stützen und gleichzeitig alle anderen Sozialleistungen einzustellen. Nur dann: Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern? 🤔

Der Sinn des bedingungslosen Grundeinkommens ist es aber, dass absolut jeder Bürger die gleiche Zuwendung bekommt und zwar unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage.  Dafür gibt es keinerlei weiteren Gelder wie Sozialhilfe, Wohnungsgeld usw. Das b.G. muss von der Höhe existenzsichernd sein und garantieren, dass jeder davon eben kann ohne einen zusätzlichen Job ausführen zu müssen. Wenn jemand dann dazu noch 100.000 € verdient ist das seine Sache, genauso wie jemand der im Monat vielleicht nur 500 € dazuverdient oder eben auch nichts.

Es geht beim bedingungslosen Grundeinkommen nicht um die Stützung sozial schwacher Menschen, es geht um ein komplett neues System. Und im Zuge von künstlicher Intelligenz auf der einen Seite und der Weiterentwicklung des 3D Drucks auf der anderen, werden wir uns über kurz oder lang sowieso damit beschäftigen müssen wo das Geld herkommt wenn die Arbeit immer weniger wird. KI wird in den nächsten 20 Jahren die Bürojobs revolutionieren und 3D Druck die fertigenden Berufe.


Gruß
tobago

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tobago schrieb:

Es geht beim bedingungslosen Grundeinkommen nicht um die Stützung sozial schwacher Menschen, es geht um ein komplett neues System.
Sollte man meinen. Im Endeffekt versucht man eine sozialistische Komponente in das kapitalistische System zu pressen, weil die Ängste gegenüber dem, was an Massenarbeitslosigkeit kommen mag, pure Ahnungslosigkeit auslösen. Hier muss ein komplettes Umdenken her, was die Verteilung von Gütern betrifft.

Ich wäre für die Roddenberry'sche Gesellschsftsvariante, in der der Zweck der Gemeinschaft und der Weiterentwicklung im Zentrum jedes Tuns steht und nicht mehr die Selbstbereicherung. Dumme Träumerei.
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Cyprinus schrieb:

Hm. Warum sollte man Menschen mit einem Jahreseinkommesn jenseits der 100.000 noch 12.000 Euro hinterherwerfen? Tatsächlich würde es nur Sinn machen, gering verdiehnende zu stützen und gleichzeitig alle anderen Sozialleistungen einzustellen. Nur dann: Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern? 🤔

Der Sinn des bedingungslosen Grundeinkommens ist es aber, dass absolut jeder Bürger die gleiche Zuwendung bekommt und zwar unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage.  Dafür gibt es keinerlei weiteren Gelder wie Sozialhilfe, Wohnungsgeld usw. Das b.G. muss von der Höhe existenzsichernd sein und garantieren, dass jeder davon eben kann ohne einen zusätzlichen Job ausführen zu müssen. Wenn jemand dann dazu noch 100.000 € verdient ist das seine Sache, genauso wie jemand der im Monat vielleicht nur 500 € dazuverdient oder eben auch nichts.

Es geht beim bedingungslosen Grundeinkommen nicht um die Stützung sozial schwacher Menschen, es geht um ein komplett neues System. Und im Zuge von künstlicher Intelligenz auf der einen Seite und der Weiterentwicklung des 3D Drucks auf der anderen, werden wir uns über kurz oder lang sowieso damit beschäftigen müssen wo das Geld herkommt wenn die Arbeit immer weniger wird. KI wird in den nächsten 20 Jahren die Bürojobs revolutionieren und 3D Druck die fertigenden Berufe.


Gruß
tobago

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tobago schrieb:

Cyprinus schrieb:

Hm. Warum sollte man Menschen mit einem Jahreseinkommesn jenseits der 100.000 noch 12.000 Euro hinterherwerfen? Tatsächlich würde es nur Sinn machen, gering verdiehnende zu stützen und gleichzeitig alle anderen Sozialleistungen einzustellen. Nur dann: Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern? 🤔

Der Sinn des bedingungslosen Grundeinkommens ist es aber, dass absolut jeder Bürger die gleiche Zuwendung bekommt und zwar unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage.  Dafür gibt es keinerlei weiteren Gelder wie Sozialhilfe, Wohnungsgeld usw. Das b.G. muss von der Höhe existenzsichernd sein und garantieren, dass jeder davon eben kann ohne einen zusätzlichen Job ausführen zu müssen. Wenn jemand dann dazu noch 100.000 € verdient ist das seine Sache, genauso wie jemand der im Monat vielleicht nur 500 € dazuverdient oder eben auch nichts.

Es geht beim bedingungslosen Grundeinkommen nicht um die Stützung sozial schwacher Menschen, es geht um ein komplett neues System. Und im Zuge von künstlicher Intelligenz auf der einen Seite und der Weiterentwicklung des 3D Drucks auf der anderen, werden wir uns über kurz oder lang sowieso damit beschäftigen müssen wo das Geld herkommt wenn die Arbeit immer weniger wird. KI wird in den nächsten 20 Jahren die Bürojobs revolutionieren und 3D Druck die fertigenden Berufe.


Gruß
tobago


Maschinensteuer
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Hm. Warum sollte man Menschen mit einem Jahreseinkommesn jenseits der 100.000 noch 12.000 Euro hinterherwerfen? Tatsächlich würde es nur Sinn machen, gering verdiehnende zu stützen und gleichzeitig alle anderen Sozialleistungen einzustellen. Nur dann: Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern? 🤔
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Cyprinus schrieb:

Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern?

das ist ja der clou an der geschichte: sie kosten die gesellschaft mehr, als sie almosen an die bedürfigen verteilen.

und wie tobago schon schrieb: es wird nach den supermarktkassierern noch ganz andere berufsgruppen treffen. und nicht jede davon ist daran interessiert, programmieren zu lernen.

es gibt auch spannende ergebnisse über feldversuche mit dem BGE. da sie aber teile der bevölkerung verunsichern würden, werden sie an bestimmten stellen nicht offensiv kommuniziert...
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Cyprinus schrieb:

Hm. Warum sollte man Menschen mit einem Jahreseinkommesn jenseits der 100.000 noch 12.000 Euro hinterherwerfen? Tatsächlich würde es nur Sinn machen, gering verdiehnende zu stützen und gleichzeitig alle anderen Sozialleistungen einzustellen. Nur dann: Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern? 🤔

Der Sinn des bedingungslosen Grundeinkommens ist es aber, dass absolut jeder Bürger die gleiche Zuwendung bekommt und zwar unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage.  Dafür gibt es keinerlei weiteren Gelder wie Sozialhilfe, Wohnungsgeld usw. Das b.G. muss von der Höhe existenzsichernd sein und garantieren, dass jeder davon eben kann ohne einen zusätzlichen Job ausführen zu müssen. Wenn jemand dann dazu noch 100.000 € verdient ist das seine Sache, genauso wie jemand der im Monat vielleicht nur 500 € dazuverdient oder eben auch nichts.

Es geht beim bedingungslosen Grundeinkommen nicht um die Stützung sozial schwacher Menschen, es geht um ein komplett neues System. Und im Zuge von künstlicher Intelligenz auf der einen Seite und der Weiterentwicklung des 3D Drucks auf der anderen, werden wir uns über kurz oder lang sowieso damit beschäftigen müssen wo das Geld herkommt wenn die Arbeit immer weniger wird. KI wird in den nächsten 20 Jahren die Bürojobs revolutionieren und 3D Druck die fertigenden Berufe.


Gruß
tobago

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tobago schrieb:

KI wird in den nächsten 20 Jahren die Bürojobs revolutionieren


Das bezweifle ich aber stark. In den meisten Büros Deutschlands herrscht die absolute Trägheit, was technischen Fortschritt angeht. Das dauert definitiv länger.

Bei dem 3-D-Drucker bin ich mir eher sicherer, dass das Auswirkungen haben wird, weil die Wirtschaftszweige, die dadurch erhebliche "Einsparungen" haben könnten, exportorientierter sind und Nachteile haben, wenn sie dem Fortschritt nicht folgen.
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Cyprinus schrieb:

Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern?

das ist ja der clou an der geschichte: sie kosten die gesellschaft mehr, als sie almosen an die bedürfigen verteilen.

und wie tobago schon schrieb: es wird nach den supermarktkassierern noch ganz andere berufsgruppen treffen. und nicht jede davon ist daran interessiert, programmieren zu lernen.

es gibt auch spannende ergebnisse über feldversuche mit dem BGE. da sie aber teile der bevölkerung verunsichern würden, werden sie an bestimmten stellen nicht offensiv kommuniziert...
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Die Daten des bisher umfassensten Feldversuchs in Finnland sind m.W. noch nicht ausgewertet.

Einzelerfahrungen lassen sich bereits finden. Beispielsweise schildert ein Teilnehmer des Versuchs im Guardian, wie das bedingungslose Grundeinkommen sein Leben verändert hat:

https://www.theguardian.com/commentisfree/2018/aug/07/universal-basic-income-rich-finland-work-benefits

Über den Abbruch des Feldversuchs in Finnland berichtet originär dieser Artikel des Svenska Dagbladet:

https://www.svd.se/varldskanda-experimentet-laggs-pa-hyllan--i-tysthet

Ich selbst bin mir mit meiner Meinung zum BGE noch sehr unsicher. Ohne Frage ist es aber eines der spannendsten Sozialexperimente der heutigen Zeit.
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Die Daten des bisher umfassensten Feldversuchs in Finnland sind m.W. noch nicht ausgewertet.

Einzelerfahrungen lassen sich bereits finden. Beispielsweise schildert ein Teilnehmer des Versuchs im Guardian, wie das bedingungslose Grundeinkommen sein Leben verändert hat:

https://www.theguardian.com/commentisfree/2018/aug/07/universal-basic-income-rich-finland-work-benefits

Über den Abbruch des Feldversuchs in Finnland berichtet originär dieser Artikel des Svenska Dagbladet:

https://www.svd.se/varldskanda-experimentet-laggs-pa-hyllan--i-tysthet

Ich selbst bin mir mit meiner Meinung zum BGE noch sehr unsicher. Ohne Frage ist es aber eines der spannendsten Sozialexperimente der heutigen Zeit.
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amsterdam_stranded schrieb:

Ich selbst bin mir mit meiner Meinung zum BGE noch sehr unsicher. Ohne Frage ist es aber eines der spannendsten Sozialexperimente der heutigen Zeit

Warum unsicher? Gerade im letztebn Atikel steht doch eigentlich alles drin. Gerade die folgende Passage lässt keine Fragen mehr offen. Zitat: "ett år sedan fick hon veta att hon ska delta" Da ist doch alles klar, oder?
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amsterdam_stranded schrieb:

Ich selbst bin mir mit meiner Meinung zum BGE noch sehr unsicher. Ohne Frage ist es aber eines der spannendsten Sozialexperimente der heutigen Zeit

Warum unsicher? Gerade im letztebn Atikel steht doch eigentlich alles drin. Gerade die folgende Passage lässt keine Fragen mehr offen. Zitat: "ett år sedan fick hon veta att hon ska delta" Da ist doch alles klar, oder?
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In der Zeit findet sich hierzu auch noch ein ergänzendes und klarstellendes Interview mit der Projektleiterin Marjukka Turunen:

https://www.zeit.de/arbeit/2018-04/finnland-grundeinkommen-pilotprojekt-sozialreform-arbeitslosigkeit
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Rot-grün.
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reggaetyp schrieb:

Rot-grün.

Und irgendwie auch durch die Gewerkschaften, die haben ja alle den Mund gehalten als gleichzeitig mit Hartz4 die Dauerzeitarbeitsplätze eingeführt wurden. Das wundert mich heute noch, denn das wäre die Möglichkeit gewesen sich wirklich mal für die Arbeiter und Angestellten einzusetzen. Heute spielen sich kleine Popelgewerkschaften wegen 3,50 Euro mehr im Monat auf, aber als es wirklich galt hielten sie alle den Mund.
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Cyprinus schrieb:

Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern?

das ist ja der clou an der geschichte: sie kosten die gesellschaft mehr, als sie almosen an die bedürfigen verteilen.

und wie tobago schon schrieb: es wird nach den supermarktkassierern noch ganz andere berufsgruppen treffen. und nicht jede davon ist daran interessiert, programmieren zu lernen.

es gibt auch spannende ergebnisse über feldversuche mit dem BGE. da sie aber teile der bevölkerung verunsichern würden, werden sie an bestimmten stellen nicht offensiv kommuniziert...
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Xbuerger schrieb:

Cyprinus schrieb:

Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern?

das ist ja der clou an der geschichte: sie kosten die gesellschaft mehr, als sie almosen an die bedürfigen verteilen.


Echt? Ich bin dieser Gruppe zugehörig. Wenn ich das hochrechne, kosten meine 97.000 Kolleginnen und Kollegen und ich "die Gesellschaft" also mehr als 36 Milliarden Euro "Almosen für die Bedürftigen" im Jahr, was für jeden von uns ein Jahresgehalt von über 370.000 Euro ergibt und nähme man nur den Bereich der Jobcenter wären es schon 900.000 €. Steuerfrei natürlich. Ein echter Clou. Wenn das bekannt wird...
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Xbuerger schrieb:

Cyprinus schrieb:

Wohin mit den ganzen Angestellten in den Arbeitsämtern?

das ist ja der clou an der geschichte: sie kosten die gesellschaft mehr, als sie almosen an die bedürfigen verteilen.


Echt? Ich bin dieser Gruppe zugehörig. Wenn ich das hochrechne, kosten meine 97.000 Kolleginnen und Kollegen und ich "die Gesellschaft" also mehr als 36 Milliarden Euro "Almosen für die Bedürftigen" im Jahr, was für jeden von uns ein Jahresgehalt von über 370.000 Euro ergibt und nähme man nur den Bereich der Jobcenter wären es schon 900.000 €. Steuerfrei natürlich. Ein echter Clou. Wenn das bekannt wird...
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sorry, hören-sagen, diskalkulie, kommt alles zusammen.

weiter so, läuft doch bestens!

Inzwischen sind die Verwaltungskosten der Berliner Jobcenter deutlich höher als der sogenannte Eingliederungstitel, aus dem Schulungen, Weiterbildungskurse, Coachings oder Ein-Euro-Jobs finanziert werden. 456 Millionen Euro gaben die von der Bundesagentur für Arbeit und den Bezirken gemeinsam betriebenen Jobcenter 2013 für den eigenen Betrieb aus. Für Eingliederung flossen 335 Millionen Euro.

https://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article125587436/Verwaltung-der-Berliner-Arbeitslosen-wird-immer-teurer.html

von daher:

"Nicht wie ursprünglich versprochen jeder fünfte, sondern sogar jeder zweite Mitarbeiter ist derzeit damit beschäftigt, Leistungsansprüche zu bearbeiten."

https://web.de/magazine/wirtschaft/hartz-iv-buerokratie-millionen-fliessen-verwaltung-arbeitslosen-32983056

finde ich das bestehende system prima!
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tobago schrieb:

KI wird in den nächsten 20 Jahren die Bürojobs revolutionieren


Das bezweifle ich aber stark. In den meisten Büros Deutschlands herrscht die absolute Trägheit, was technischen Fortschritt angeht. Das dauert definitiv länger.

Bei dem 3-D-Drucker bin ich mir eher sicherer, dass das Auswirkungen haben wird, weil die Wirtschaftszweige, die dadurch erhebliche "Einsparungen" haben könnten, exportorientierter sind und Nachteile haben, wenn sie dem Fortschritt nicht folgen.
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SGE_Werner schrieb:

Das bezweifle ich aber stark. In den meisten Büros Deutschlands herrscht die absolute Trägheit, was technischen Fortschritt angeht. Das dauert definitiv länger.


Also ich denke es wird sich verändern. Guckt man 20 Jahre zurück, da bekam meine Verwandtschaft beim Finanzamt gerade die Computer ins Büro hingestellt, mit denen sie nicht umgehen konnten. Vorher hat man noch der Schreibkraft gesagt, was sie in die Schreibmaschine hauen soll. Als ich 5 Jahre später mein Studium anfing, war der eigene Computer mit Internetzugang längst zwingende Grundvoraussetzung.

Nun habe ich hier ein Diktiergerät stehen, was das von mir Gesprochene direkt auf den Computer überträgt. Das Buchhaltungssystem regelt die Finanzen und in ein paar Jahren wird hier auch niemand mehr die Post sortieren müssen und die Post wird endgültig nur noch zum Paketlieferanten.

Im Rechtswesen wird irgendwann jeder Gesetzestext und jedes Urteil in eine KI eingegeben werden und die Leute können Ihre Ansprüche erstmal ohne Anwalt per App prüfen.

Klar derzeit ist es noch so, dass für jede technische Neuerung erstmal irgendwer eingestellt werden muss, damit es überhaupt funktioniert. Aber irgendwann spielt es sich ein und ersetzt die Leute.

Und wieviel Arbeitszeit könnte man bei Anwälten alleine durch die Einführung der Videotelefonie bei Gerichtsverhandlungen sparen und ein drei Minuten Termin, bei dem die Anträge gestellt werden, wirklich nur drei Minuten Arbeitszeit bedeuten würde und nicht nen halben Arbeitstag.
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Ich kann mir gut vorstellen, dass im Bereich Büro/Verwaltung viele Jobs wegfallen werden. Dafür fehlen vielen Berufen Handwerker, außerdem Pflegepersonal. Jobs sind genug da, nur andere. Unser Problem ist, dass viel mehr Jugendliche den Schulabschluss oder später dann den Gesellenbrief nicht schaffen als früher.  


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