Kurioses und Sprüche vom Sport

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Weil die Hochzeit eines Mitspielers wichtiger war, hat ein rumänischer Fußball-Viertligist freiwillig eine Niederlage am grünen Tisch kassiert. Zuvor hatte der Klub Tineretul Poiana Mare vergeblich um eine Verlegung der Partie gebeten. "Sie haben uns mitgeteilt, dass dies nicht möglich ist. Okay, dann gehen wir halt zur Hochzeit", erklärte der Verein aus dem Süden des Landes.

"Heute ist ein wichtiger Tag für unseren Mitspieler und Freund Deliu Ionut und seine Diana. Wir haben uns geweigert zu spielen, auch wenn uns vielleicht keiner versteht."
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"Ich möchte nicht über meine Verletzungen reden. Ich habe das in der Vergangenheit gesagt, und dabei bleibe ich."

Novak Djokovic nach seinem verletzungsbedingten Aus bei den US Open in New York
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"Wenn man neben ihm steht, wird es relativ schnell dunkel. Wenn er in der falschen Richtung steht, bekommt man wenig Sonne ab."

Timo Werner über den niederländischen Abwehrstar Virgil van Dijk

"Der zweite Aufschlag ist der Blick in die Seele eines Tennisspielers."

Boris Becker bei Eurosport über die aktuelle Aufschlagschwäche von ATP- Champion Alexander Zverev.
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"In der Kommunikation neben dem Platz bin ich sehr stark - aber auf dem Platz fehlt mir das manchmal noch ein bisschen."

Bayern-Profi Niklas Süle in Hamburg zu seiner Rolle als Abwehrchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft
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Keine Ahnung, ob wir uns hier nur gegenseitig unterhalten, Mirscho, aber ich poste mal die vierte Geschichte:

Die wohl verrückteste  Aufholjagd

Wahnsinns-Aufholjagden und totgeglaubte Spiele, die plötzlich gedreht werden... ist das nicht das Salz in der Fußballsuppe?
Da können wir Eintrachtler auch ein Lied von singen. Wer erinnert sich nicht an den verloren geglaubten Aufstieg 2003 und das Spiel gegen Reutlingen, als es in der 56. Minute noch 3:3 Unentschieden stand, die Adler aber einer 3 Tore-Differenz hinterherjagen mussten? Der Wahnsinn in der 90. Minute, als Schur uns in die Bundesliga köpfte und Reporter riefen, dass das "geiler als Sex" sei?

Aber auch außerhalb der Eintracht-Historie wurden einige Aufholjagden und Spielwendungen berühmt. Ein Faustschlag für das deutsche Nationalteam war die EM-Qualifikationspartie gegen Schweden am 16.10.2012. Bis zur 56. Minute führte das deutsche Team mit 4:0, doch die Schweden legten einen unglaublichen Spurt hin und egalisierte diese Führung. Nach 93 Minuten stand es 4:4 Unentschieden.
Und wem ist voller Häme (abgesehen von den Bayern-Fans) nicht das CL-Finale von 99 in guter Erinnerung, als die Bayern eine 1:0 Führung in der Nachspielzeit aus der Hand gaben und mit 1:2 gegen Manchester United verloren?

Doch all das toppt den Wahnsinn nicht, der am 09.10.2016 in der Kreisliga C Gruppe 2 im Kreis Mönchengladbach-Viersen stattfand.
Es war eine ganz normale Begegnung am 8. Spieltag der Kreisliga zwischen dem Tabellen-Elften Türkiyemspor Mönchengladbach II, der Heimrecht genoss, und dem Tabellen-Achten SV Wickrathberg II. Ganze 31 Zuschauer verirrten sich zur Sportanlage Schlachthofstraße und wurden Zeuge eines absoluten Sport-Highlights.
Bzw. dürften sie, sofern sie Fans von Türkiyemspor waren, nach der ersten Halbzeit enttäuscht abgewunken haben und sind zu dem Zeitpunkt hoffentlich noch nicht Hause gegangen. Der Gastgeber Türkiyemspor lag Sage und Schreibe mit 1:7 zur Halbzeit zurück. Der Anschlusstreffer der Gladbacher erfolgte kurz vor dem Pausenpfiff, so dass man zwischenzeitig sogar mit 0:7 hinten lag.
Doch die Gastgeber kamen danach wohl wie verwandelt aus der Kabine und leiteten ein irre ( ) Aufholjagd ein. Nach 81 Minuten stand es plötzlich 7:7! Und dem war nicht genug. Türkiyemspor wollte das Fußballwunder abrunden und erzielte noch in der Nachspielzeit die 8:7 Führung... über welche sie sich aber nicht lange freuen durften.
Kurz vor Abpfiff und somit ebenfalls in der Nachspielzeit glich der Wickrathberger SV zum 8:8 aus.
Wie gewonnen, so zerronnen
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Keine Ahnung, ob wir uns hier nur gegenseitig unterhalten, Mirscho, aber ich poste mal die vierte Geschichte:

Die wohl verrückteste  Aufholjagd

Wahnsinns-Aufholjagden und totgeglaubte Spiele, die plötzlich gedreht werden... ist das nicht das Salz in der Fußballsuppe?
Da können wir Eintrachtler auch ein Lied von singen. Wer erinnert sich nicht an den verloren geglaubten Aufstieg 2003 und das Spiel gegen Reutlingen, als es in der 56. Minute noch 3:3 Unentschieden stand, die Adler aber einer 3 Tore-Differenz hinterherjagen mussten? Der Wahnsinn in der 90. Minute, als Schur uns in die Bundesliga köpfte und Reporter riefen, dass das "geiler als Sex" sei?

Aber auch außerhalb der Eintracht-Historie wurden einige Aufholjagden und Spielwendungen berühmt. Ein Faustschlag für das deutsche Nationalteam war die EM-Qualifikationspartie gegen Schweden am 16.10.2012. Bis zur 56. Minute führte das deutsche Team mit 4:0, doch die Schweden legten einen unglaublichen Spurt hin und egalisierte diese Führung. Nach 93 Minuten stand es 4:4 Unentschieden.
Und wem ist voller Häme (abgesehen von den Bayern-Fans) nicht das CL-Finale von 99 in guter Erinnerung, als die Bayern eine 1:0 Führung in der Nachspielzeit aus der Hand gaben und mit 1:2 gegen Manchester United verloren?

Doch all das toppt den Wahnsinn nicht, der am 09.10.2016 in der Kreisliga C Gruppe 2 im Kreis Mönchengladbach-Viersen stattfand.
Es war eine ganz normale Begegnung am 8. Spieltag der Kreisliga zwischen dem Tabellen-Elften Türkiyemspor Mönchengladbach II, der Heimrecht genoss, und dem Tabellen-Achten SV Wickrathberg II. Ganze 31 Zuschauer verirrten sich zur Sportanlage Schlachthofstraße und wurden Zeuge eines absoluten Sport-Highlights.
Bzw. dürften sie, sofern sie Fans von Türkiyemspor waren, nach der ersten Halbzeit enttäuscht abgewunken haben und sind zu dem Zeitpunkt hoffentlich noch nicht Hause gegangen. Der Gastgeber Türkiyemspor lag Sage und Schreibe mit 1:7 zur Halbzeit zurück. Der Anschlusstreffer der Gladbacher erfolgte kurz vor dem Pausenpfiff, so dass man zwischenzeitig sogar mit 0:7 hinten lag.
Doch die Gastgeber kamen danach wohl wie verwandelt aus der Kabine und leiteten ein irre ( ) Aufholjagd ein. Nach 81 Minuten stand es plötzlich 7:7! Und dem war nicht genug. Türkiyemspor wollte das Fußballwunder abrunden und erzielte noch in der Nachspielzeit die 8:7 Führung... über welche sie sich aber nicht lange freuen durften.
Kurz vor Abpfiff und somit ebenfalls in der Nachspielzeit glich der Wickrathberger SV zum 8:8 aus.
Wie gewonnen, so zerronnen
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Adler_Steigflug schrieb:

Keine Ahnung, ob wir uns hier nur gegenseitig unterhalten, Mirscho


Alles gut!
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"Serge Gnabry spielt. Serge Gnabry spielt immer!"

Bundestrainer Joachim Löw in Hamburg auf die Frage zum Einsatz des Bayern- Profis. Wortgleich hatte einst Trainer Louis van Gaal beim FC Bayern über Ex- Nationalspieler Thomas Müller gesprochen
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"Mit Popcorn vor dem Fernseher."

Der russische Tennisspieler Daniil Medwedew nach seinem Finaleinzug bei den US Open auf die Frage, wie er das zweite Halbfinale zwischen Rafael Nadal und Matteo Berrettini verfolgen werde

"Es ist cool, weil ich in einer Ära - ach quatsch - in fünf Äras mit vielen tollen Spielerinnen spiele und gespielt habe."

Tennisspielerin Serena Williams auf die Frage, was es ihr bedeuten würde, den Rekord der Australierin Margaret Court mit 24 Grand-Slam-Titeln einzustellen
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"Wir bitten die Fans aus Armenien um Entschuldigung."

Der Stadionsprecher im Stade de France mit einem weiteren Fauxpas, nachdem vor dem Spiel Frankreich-Albanien statt der albanischen versehentlich die Hymne aus Andorra gespielt wurde.

"Um ehrlich zu sein, war Serena heute einfach nicht anwesend. Ich muss einen Weg finden, dass sie in Grand-Slam- Endspielen wieder zum Vorschein kommt."

Tennisspielerin Serena Williams zu ihren Leistungen in Endspielen bei Grand- Slam-Turnieren. Sie hat nun vier Finals in Serie verloren.
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Super! Bitte mehr!!!
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Ob man Schalke heute noch wegen "Professionalität" verurteilen würde... ?
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"Was für ein Rennen. Ich war noch nie so erschöpft."

Formel-1-Pilot Charles Leclerc nach seinem Sieg beim Ferrari-Heimspiel in Monza
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"Wir werden alt."

Tennisprofi Rafael Nadal auf die Frage, was er gedacht habe, als er nach dem US-Open-Finale die Bilder von seinen bislang 19 Titeln bei Grand-Slam- Turnieren sah

"Diese drei, das sind Legenden. Es ist so verdammt schwer, sie zu schlagen, sogar einfach nur einen Satz, manchmal sogar einfach nur ein Spiel gegen sie zu gewinnen."

Medwedew über die drei großen Tennisstars Federer, Nadal und Djokovic
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Super! Bitte mehr!!!
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Mache mer, mach mer! Nächste Geschichte:

The Rise and Fall of SSV Ulm 1846

In Ulm, um Ulm und um Ulm herum passierte in den Jahren 1997 bis 2001 so einiges! Ich rede dabei natürlich vom Fußballverein SSV Ulm 1846, der bis zur Saison 97/98 in Fußballdeutschland keine große Beachtung fand.
Der SSV Ulm 1846 entstand am 05.05.1970 als Fusion der beiden Vereine TSG Ulm 1846 und dem 1. SSV Ulm 1928. Durch diese Fusion war der SSV Ulm tatsächlich mit über 8.300 Mitgliedern der größte Sportverein Deutschlands. Da aber im Fußballbereich  beide Vorgängervereine lediglich in der ersten Amateurliga Nordwürttemberg spielten, wurde auch der SSV Ulm in seiner ersten Saison 70/71 dort platziert.
Ein rascher Aufstieg war eingeplant... und folgte für lange Zeit nicht. Vier Mal wurde der SSV Ulm Meister der Amateurliga, scheiterte aber in den Aufstiegsrunden. Zwischendurch hatte sich auch mal eine (1974 gegründete) zweite Fußballbundesliga zwischen die Amateurliga und die Bundesliga geschoben. Der Traum der Erstklassigkeit schob sich in weiterer Ferne. Und man verpasste halt Aufstieg um Aufstieg. Vielleicht lag es ja an dem blöden Namen "Amateurliga". Erst als in der Saison 78/79 die dritte Spielklasse in "Oberliga Baden-Württemberg" umgetauft wurde, klappte es endlich mit dem Aufstieg in die zweite Bundeliga. 1981 folgte aber wieder der Abstieg zurück in die Oberliga. Und seitdem pendelte der Fußballverein immer zwischen der zweiten und der dritten Liga (die ab 1994 dann Regionalliga hieß) hin und her; die Spielzeiten 88/89 bis 98/99 verbrachte man sogar komplett in der dritten Liga.

In der Saison 97/98 schafften die Ulmer aber endlich wieder den Sprung von der dritten in die zweite Liga als Meister in der Regionalliga Süd. Damaliger Trainer: Ralf Ragnick.
Und in der zweiten Liga spielten die Spatzen, wie die Ulmer Kicker genannt werden, ganz frech entsprechend ihres Namens weiter. Im März zog es Trainer Ragnick nach Stuttgart. Auf Platz 5 übernimmt ein alter Bekannter das Amt des Cheftrainers: Martin Andermatt. Als Tabellendritter schaffte Ulm das Wunder: Der direkt Durchmarsch von Liga 3 zur Liga 1 in zwei Spielzeiten. Der SSV Ulm 1846 war in der Spielzeit 1999/2000 somit das erste und einzige Mal in seiner Historie  in der Bundesliga.
Was nun tun?
Es sollte ein großes Fest werden. Einmal mit den Großen heulen. Oder noch mehr? Finanziell stellte man sich weniger als solider Zweitligaverein auf, sondern hoffte auf den Verbleib in der Bundesliga. Gewirtschaftet wurde wohl eher dilettantisch. Gemäß Andermatt in einem späteren Interview ging die Vereinsspitze fälschlicherweise von einem optimalen Verlauf als von der Realität aus. " Die Realität wäre gewesen, dass man sein Konzept so auslegt, dass der Klub über die Jahre hinweg in der zweiten Liga etabliert wird. Man muss sagen, dass das rationale Denken in der Welt der Großen, also der Bundesliga, abhanden gekommen ist", so Andermatt.
Eben diese so harte Realität holte die Ulmer schon bald ein. Der Kader war alles andere als bundesligatauglich und im Gedächtnis bleiben den Fußballvereins zwei Partien der Spatzen in ihrer Bundeliga-Saison: Eine historisch hohe 1:9 Niederlage gegen Leverkusen und natürlich die Partie gegen Hansa Rostock, als es vier Rote Karten gegen Ulmer Spieler hagelte und Andermatt zudem auf die Tribüne musste. Legendärisch wird Gora's "Skandal!"-Ruf nach der Partie:
https://www.youtube.com/watch?v=4XuWs31-km8
Verabschieden aus der Fußballbundesliga musste sich der kleine SSV Ulm dann am letzten Spieltag, als er bei unserer geliebten Frankfurter Eintracht gastierte. Ein Sieg für die Ulmer war Pflicht für den Klassenerhalt. Diese konnten sogar zwischenzeitlich ausgleichen. Durch einen Elfmeter in der 90. Minute, verwandelt durch Horst Held, ist der Traum "Bundesliga" für die Spatzen nach der 1:2 Niederlage endgültig beendet.

Nach dem Abstieg in die zweite Liga folgte das komplette Chaos. Der Dilettantismus der Vereinsführung im Wirtschaftsbereich wurde offensichtlich, der Verein war hochverschuldet. Sportlich folgte der direkte Fall. Die Saison 2000/2001 beendete der SSV auf dem 16. Platz: Abstieg in die Regionalliga! Aufgrund der prekären finanziellen Lage verweigerte der DFB aber den Ulmern die Regionalliga-Lizenz. Der Verein war zum letzten bitteren Gang gezwungen: Er musste Insolvenz anmelden.
Theoretisch hätte die erste Mannschaft des SSV Ulm 1846 in der Saison 01/02 in der Oberliga starten können. Aufgrund der Insolvenzanmeldung standen die Spatzen aber schon vor Start der Saison als Zwangsabsteiger fest. Darauf verzichtete der Verein, meldete die erste Mannschaft ab und deklarierte die zweite Mannschaft, welche in der Verbandsliga (=5. Liga) kickte, als neue erste Mannschaft.
Innerhalb von vier Spielzeiten stiegen die Ulmer somit von der dritten in die erste Liga auf, um danach in die fünfte Liga zu fallen.
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"Ich glaube, der könnte selbst beim Papst anrufen und kommt durch, das ist wirklich Wahnsinn."

Trainer Friedhelm Funkel von Fortuna Düsseldorf in einem Interview von DAZN und Spox über das Netzwerk von Sportdirektor Lutz Pfannenstiel

"Es gibt ein schönes Lied von Herbert Grönemeyer: Zeit, dass sich was dreht. Das gilt auch für unsere Heimspiele."

Hannover-Trainer Mirko Slomka, der am Samstag gegen Arminia Bielefeld endlich den 1.Heimsieg der Saison holen will
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Kurios oder skurill?
Die skurrilsten Namen ehemaliger DDR-Fußballklubs

Rotes Banner Trinwillershagen
Das kleine 1250 Einwohner zählende Dorf liegt in Nordvorpommern, 1977 spielte im damaligen Kulturhaus der Landwirtschaftlichen Produktions-Genossenschaft (LPG) sogar mal die schwedische Popgruppe ABBA. Gegründet 1950 schaffte Rotes Banner Trinwillershagen 1976 den Aufstieg in die zweitklassige DDR-Liga.

Die Spieler waren Exoten, traten mangels Alternativen teilweise in Stoffschuhen zu den Spielen an. Nach zwei Jahren ging es für die Mannschaft wieder zurück  in die Bezirksliga. Seit der Wende heißt der Klub SV Rot-Weiß Trinwillershagen. Die erste Mannschaft tritt derzeit in der Landesliga an.

BSG Aktivist Schwarze Pumpe
Die BSG (Betriebssportgemeinschaft) wurde im Januar 1956 für die Arbeiter des damaligen Gaskombinats Schwarze Pumpe mit Sitz im brandenburgischen Spremberg gegründet.

Von 1959 an zog der Klub dann nach Sachsen ins benachbarte Hoyerswerda um. Als größte Erfolge gelten drei zweite Plätze in der zweitklassigen DDR-Liga 1982, 1983 und 1984. Ein Aufstieg in die Oberliga gelang dem Klub nie. Der Verein wurde 1991 in den FSV Hoyerswerda umgewandelt, ab 2002 dann in den FSV Lausitz Hoyerswerda. So heißt er noch heute.

BSG Chemie Buna Schkopau
Die BSG wurde 1948 gegründet und übernahm die SG Merseburg Nord. Die Buna-Werke führten den Werbeslogan „Plaste und Elaste aus Schkopau“.

1981 konnte man in Schkopau mit dem Aufstieg in die DDR-Oberliga den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern. Nach einem 3:1 am zweiten Spieltag gegen Cottbus folgte schnell die Ernüchterung: Denn einen Spieltag später unterlag man Dynamo Dresden 1:10. Am Saisonende stieg der Klub mit nur elf Punkten wieder ab. Nach der Wende wurde der SV Merseburg 99 neu gegründet.

BSG Aufbau DKK Krumhermersdorf
1985 übernahm mit dem Kühlgerätewerk DKK (Deutsche Kühl- und Kraftmaschinen) in Scharfenstein ein neuer Trägerbetrieb die Förderung der BSG, die sich daraufhin von Aufbau Krumhermersdorf in Aufbau DKK Krumhermersdorf umbenannte.

Krumhermersdorf ist ein Ortsteil der Stadt Zschopau/Sachsen. 1983/1984 erreichte Krumhermersdorf mit Platz drei sein bestes DDR-Liga-Ergebnis. Nach der Umbennung in Aufbau DKK stieg der Klub am Saisonende als 16. von 18 Mannschaften ab. Im letzten Jahr vor der Wende schaffte Aufbau DKK noch einmal den Aufstieg. Als das Kühlgerätewerk nach der Wende die Förderung einstellte, wurde der FSV Krumhermersdorf gegründet.

BSG Empor Tabak Dresden
Der Klubname ist auf den Einstieg der Zigarettenfabrik von Dresden Striesen zurückzuführen. 1947 wurde aus der SG Striesen erst ZSG Nagema, ab 1949 mit der Übernahme durch die ortsansässige Striesen Zigarettenfabrik als Trägerbetrieb die BSG VVB Tabak. Als die BSG 1952 in die Verantwortung der Gewerkschaft Nahrungs- und Genussmittel übergegangen war, erfolgte die Namensänderung in BSG Empor Tabak Dresden.

In der Spielzeit 1982/1983 schaffte Empor Tabak mit knappem Vorsprung vor der BSG Wismut Pirna-Copitz den Aufstieg in die DDR-Liga.

Bedingt durch die Ligareform im Jahr 1984, bei der die zweithöchste Spielklasse der DDR von fünf auf zwei Staffeln reduziert wurde, mussten die Sachsen nach nur einer Spielzeit wieder in die Bezirksliga Dresden absteigen. Nach der Wende wurde im Jahr 1990 wieder der historische Name DSV 1910 Dresden angenommen.

BSG Kernkraftwerk Greifswald
Hervorgegangen ist die BSG KKW Greifswald 1968 aus der BSG Einheit Greifswald. Sie wurde unter Bezugnahme auf den Baubeginn des größten Kernkraftwerkes der DDR gegründet. Die BSG spielte von 1968 bis 1990 fast ausnahmslos in der zweitklassigen DDR-Liga. Das spielerische Potenzial war recht ordentlich, da es eine Partnerschaft mit Hansa Rostock gab. Von dort kamen talentierte Spieler, um Spielpraxis zu bekommen.

Auf Druck der Anrainerstaaten Schweden und Dänemark beschloss die Bundesregierung 1990 die komplette Stilllegung des Kernkraftwerks. 1990 gründeten die Sportler der BSG KKW den neuen Verein Greifswalder SC.

BSG Halbleiterwerk Frankfurt (Oder)
Das Halbleiterwerk Frankfurt (Oder), gegründet 1959, war der größte Produzent von Mikroelektronik in der DDR. 1970 entstand die BSG, die die Sportler der BSG Motor Frankfurt (Oder) übernahm.

Den größten Erfolg feierte die BSG 1978 mit dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die DDR-Liga. Mit der Währungsunion im Juli 1990 und dem damit verbundenen Übergang zur D-Mark brachen alle Wirtschaftsbeziehungen innerhalb der Ostblockstaaten zusammen, das Werk wurde über Nacht zahlungsunfähig, tausende Mitarbeiter wurden in Folge entlassen. 1990 wurde der neue Klub SV Preußen Frankfurt gegründet.

BSG Robotron Sömmerda
Robotron war ein Kombinat im Bereich des Ministeriums für Elektrotechnik und Elektronik der DDR. Das Wort „Robotron“ ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den Wortteilen Roboter und Elektronik.

Die BSG Robotron übernahm 1978 den Fußballklub in Sömmerda, der zuvor Zentronik, davor BSG Motor und davor VfB Sömmerda hieß. Von 1987 bis 1990 spielte die BSG in der DDR-Liga. In dieser Zeit standen DDR-Spieler wie Martin Busse und Wolfgang Benkert, die jahrelang für Rot-Weiss Erfurt gespielt hatten, in den Reihen von Robotron. Seit der Wende und dem Ende von Robotron heißt der Klub FSV Sömmerda.

BSG Chemie PCK Schwedt
Im Juli 1977 wechselte die Fußballabteilung von Aufbau Schwedt zur BSG Erdöl, einen Monat später wurde sie in die BSG Chemie PCK (Petrolchemisches Kombinat) Schwedt umbenannt. Die PCK-Raffinerie ist ein Erdölverarbeitungswerk in Schwedt/Oder in der Uckermark.

Die BSG spielte von 1973 bis 1975 und von 1976 bis 1984 in der DDR-Liga. Im FDGB-Pokal 1981 gelang nach Erfolgen bei Elektronik Neuruppin, der TSG Bau Rostock und über Vorwärts Neubrandenburg der Einzug in das Achtelfinale, wo man bei Vorwärts Frankfurt mit 1:3 ausschied.

Nach der Wende hieß der Klub erst 1. FC Schwedt, heute FC Schwedt 02. Jürgen Bogs, jahrelang Trainer des DDR-Serienmeisters BFC Dynamo, war als Spieler und später auch als Coach in Schwedt aktiv.

BSG Waggonbau Dessau
Die BSG Waggonbau Dessau war 1949 der erste Sieger des FDGB-Pokals, des DDR-Pendants zum DFB-Pokal. 1950 gab es eine Namensänderung, der Klub nannte sich fortan Motor Dessau.

Nach der politischen Wende 1989 benannte sich der Verein in SG Waggonbau 05 Dessau um, bevor er am 22. April 1995 seinen ursprünglichen Namen SV Dessau 05 zurückerhielt. Motor Dessau spielte in der DDR bis 1954 in der Oberliga, im Anschluss mit wenigen Unterbrechungen in der DDR-Liga.

Quelle: https://www.welt.de/sport/fussball/article142873487/Die-skurrilsten-Namen-ehemaliger-DDR-Fussballklubs.html Vielen Dank! Habe herzlich gelacht!
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"Mein einziger Verdienst am WM-Sieg war, dass ich keinen Krach geschlagen habe."

"Ich habe nur 20 Minuten gegen die DDR gespielt - und das war alles vollkommen richtig so. Ich habe es Helmut Schön nie vorgeworfen."

Zweimal Ex-Fußball-Star Günter Netzer im Interview mit dfb.de über seine Rolle bei der Heim-WM 1974. Beim WM-Sieg der DFB-Elf wurde er beim 0:1 im Gruppenspiel gegen die damalige DDR eingewechselt. Es blieb sein einziger WM- Einsatz, er fühlt sich daher nicht als Weltmeister.
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"Wirklich? Ich bin Meister?"

Funkspruch von DTM-Fahrer Rene Rast nach dem Zieleinlauf, der in der turbulenten Schlussphase des Rennens ein wenig den Überblick verloren hatte

"Also ich hab' in Hoffenheim noch nie gewonnen, und ich war schon oft hier."

Bundesliga-Trainer Christian Streich nach dem deutlichen 3:0 des SC Freiburg bei der TSG 1899 Hoffenheim
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"Marc-André ist ein hervorragender Torwart. Wenn du das im ersten Training nicht siehst, bist du blind."

BVB-Coach Lucien Favre vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona mit dem deutschen Nationalkeeper Marc-André ter Stegen
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Kurios oder skurill?
Die skurrilsten Namen ehemaliger DDR-Fußballklubs

Rotes Banner Trinwillershagen
Das kleine 1250 Einwohner zählende Dorf liegt in Nordvorpommern, 1977 spielte im damaligen Kulturhaus der Landwirtschaftlichen Produktions-Genossenschaft (LPG) sogar mal die schwedische Popgruppe ABBA. Gegründet 1950 schaffte Rotes Banner Trinwillershagen 1976 den Aufstieg in die zweitklassige DDR-Liga.

Die Spieler waren Exoten, traten mangels Alternativen teilweise in Stoffschuhen zu den Spielen an. Nach zwei Jahren ging es für die Mannschaft wieder zurück  in die Bezirksliga. Seit der Wende heißt der Klub SV Rot-Weiß Trinwillershagen. Die erste Mannschaft tritt derzeit in der Landesliga an.

BSG Aktivist Schwarze Pumpe
Die BSG (Betriebssportgemeinschaft) wurde im Januar 1956 für die Arbeiter des damaligen Gaskombinats Schwarze Pumpe mit Sitz im brandenburgischen Spremberg gegründet.

Von 1959 an zog der Klub dann nach Sachsen ins benachbarte Hoyerswerda um. Als größte Erfolge gelten drei zweite Plätze in der zweitklassigen DDR-Liga 1982, 1983 und 1984. Ein Aufstieg in die Oberliga gelang dem Klub nie. Der Verein wurde 1991 in den FSV Hoyerswerda umgewandelt, ab 2002 dann in den FSV Lausitz Hoyerswerda. So heißt er noch heute.

BSG Chemie Buna Schkopau
Die BSG wurde 1948 gegründet und übernahm die SG Merseburg Nord. Die Buna-Werke führten den Werbeslogan „Plaste und Elaste aus Schkopau“.

1981 konnte man in Schkopau mit dem Aufstieg in die DDR-Oberliga den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern. Nach einem 3:1 am zweiten Spieltag gegen Cottbus folgte schnell die Ernüchterung: Denn einen Spieltag später unterlag man Dynamo Dresden 1:10. Am Saisonende stieg der Klub mit nur elf Punkten wieder ab. Nach der Wende wurde der SV Merseburg 99 neu gegründet.

BSG Aufbau DKK Krumhermersdorf
1985 übernahm mit dem Kühlgerätewerk DKK (Deutsche Kühl- und Kraftmaschinen) in Scharfenstein ein neuer Trägerbetrieb die Förderung der BSG, die sich daraufhin von Aufbau Krumhermersdorf in Aufbau DKK Krumhermersdorf umbenannte.

Krumhermersdorf ist ein Ortsteil der Stadt Zschopau/Sachsen. 1983/1984 erreichte Krumhermersdorf mit Platz drei sein bestes DDR-Liga-Ergebnis. Nach der Umbennung in Aufbau DKK stieg der Klub am Saisonende als 16. von 18 Mannschaften ab. Im letzten Jahr vor der Wende schaffte Aufbau DKK noch einmal den Aufstieg. Als das Kühlgerätewerk nach der Wende die Förderung einstellte, wurde der FSV Krumhermersdorf gegründet.

BSG Empor Tabak Dresden
Der Klubname ist auf den Einstieg der Zigarettenfabrik von Dresden Striesen zurückzuführen. 1947 wurde aus der SG Striesen erst ZSG Nagema, ab 1949 mit der Übernahme durch die ortsansässige Striesen Zigarettenfabrik als Trägerbetrieb die BSG VVB Tabak. Als die BSG 1952 in die Verantwortung der Gewerkschaft Nahrungs- und Genussmittel übergegangen war, erfolgte die Namensänderung in BSG Empor Tabak Dresden.

In der Spielzeit 1982/1983 schaffte Empor Tabak mit knappem Vorsprung vor der BSG Wismut Pirna-Copitz den Aufstieg in die DDR-Liga.

Bedingt durch die Ligareform im Jahr 1984, bei der die zweithöchste Spielklasse der DDR von fünf auf zwei Staffeln reduziert wurde, mussten die Sachsen nach nur einer Spielzeit wieder in die Bezirksliga Dresden absteigen. Nach der Wende wurde im Jahr 1990 wieder der historische Name DSV 1910 Dresden angenommen.

BSG Kernkraftwerk Greifswald
Hervorgegangen ist die BSG KKW Greifswald 1968 aus der BSG Einheit Greifswald. Sie wurde unter Bezugnahme auf den Baubeginn des größten Kernkraftwerkes der DDR gegründet. Die BSG spielte von 1968 bis 1990 fast ausnahmslos in der zweitklassigen DDR-Liga. Das spielerische Potenzial war recht ordentlich, da es eine Partnerschaft mit Hansa Rostock gab. Von dort kamen talentierte Spieler, um Spielpraxis zu bekommen.

Auf Druck der Anrainerstaaten Schweden und Dänemark beschloss die Bundesregierung 1990 die komplette Stilllegung des Kernkraftwerks. 1990 gründeten die Sportler der BSG KKW den neuen Verein Greifswalder SC.

BSG Halbleiterwerk Frankfurt (Oder)
Das Halbleiterwerk Frankfurt (Oder), gegründet 1959, war der größte Produzent von Mikroelektronik in der DDR. 1970 entstand die BSG, die die Sportler der BSG Motor Frankfurt (Oder) übernahm.

Den größten Erfolg feierte die BSG 1978 mit dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die DDR-Liga. Mit der Währungsunion im Juli 1990 und dem damit verbundenen Übergang zur D-Mark brachen alle Wirtschaftsbeziehungen innerhalb der Ostblockstaaten zusammen, das Werk wurde über Nacht zahlungsunfähig, tausende Mitarbeiter wurden in Folge entlassen. 1990 wurde der neue Klub SV Preußen Frankfurt gegründet.

BSG Robotron Sömmerda
Robotron war ein Kombinat im Bereich des Ministeriums für Elektrotechnik und Elektronik der DDR. Das Wort „Robotron“ ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den Wortteilen Roboter und Elektronik.

Die BSG Robotron übernahm 1978 den Fußballklub in Sömmerda, der zuvor Zentronik, davor BSG Motor und davor VfB Sömmerda hieß. Von 1987 bis 1990 spielte die BSG in der DDR-Liga. In dieser Zeit standen DDR-Spieler wie Martin Busse und Wolfgang Benkert, die jahrelang für Rot-Weiss Erfurt gespielt hatten, in den Reihen von Robotron. Seit der Wende und dem Ende von Robotron heißt der Klub FSV Sömmerda.

BSG Chemie PCK Schwedt
Im Juli 1977 wechselte die Fußballabteilung von Aufbau Schwedt zur BSG Erdöl, einen Monat später wurde sie in die BSG Chemie PCK (Petrolchemisches Kombinat) Schwedt umbenannt. Die PCK-Raffinerie ist ein Erdölverarbeitungswerk in Schwedt/Oder in der Uckermark.

Die BSG spielte von 1973 bis 1975 und von 1976 bis 1984 in der DDR-Liga. Im FDGB-Pokal 1981 gelang nach Erfolgen bei Elektronik Neuruppin, der TSG Bau Rostock und über Vorwärts Neubrandenburg der Einzug in das Achtelfinale, wo man bei Vorwärts Frankfurt mit 1:3 ausschied.

Nach der Wende hieß der Klub erst 1. FC Schwedt, heute FC Schwedt 02. Jürgen Bogs, jahrelang Trainer des DDR-Serienmeisters BFC Dynamo, war als Spieler und später auch als Coach in Schwedt aktiv.

BSG Waggonbau Dessau
Die BSG Waggonbau Dessau war 1949 der erste Sieger des FDGB-Pokals, des DDR-Pendants zum DFB-Pokal. 1950 gab es eine Namensänderung, der Klub nannte sich fortan Motor Dessau.

Nach der politischen Wende 1989 benannte sich der Verein in SG Waggonbau 05 Dessau um, bevor er am 22. April 1995 seinen ursprünglichen Namen SV Dessau 05 zurückerhielt. Motor Dessau spielte in der DDR bis 1954 in der Oberliga, im Anschluss mit wenigen Unterbrechungen in der DDR-Liga.

Quelle: https://www.welt.de/sport/fussball/article142873487/Die-skurrilsten-Namen-ehemaliger-DDR-Fussballklubs.html Vielen Dank! Habe herzlich gelacht!
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Ja, interessant, dass viele sozialistische Länder irgendwelche technischen Begriffe vor Sportvereine setzten. Sagt das aus, dass die Kicker des Vereins in einem der genannten Werke (Turbinenbau, Waggonbau, Chemiewerke etc.) beschäftigt und das alles prinzipiell Werksvereine waren? Oder war das nur eine Hommage an die Arbeiterschaft? Ich kenne mich damit tatsächlich nicht so gut aus. Und wenn Lokomotive davor stand waren das alles Eisenbahner?

Ich hatte ja schon bei einer Beitrag der rumänischen dritten Liga aus den 80ern das Phänomen gepostet, dass ein Großteil der Vereine mit "Bergmann" oder wahrscheinlich eher "Bergbau" beginnt. Kann hier jemand rumänisch und kann sagen, was "Minerul" bedeutet? Der Translator findet das nicht.


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