Corona und die Auswirkungen auf den Fußball
Thread wurde von SGE_Werner am Montag, 27. Dezember 2021, 14:11 Uhr um 14:11 Uhr gesperrt weil:
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Min 18:57
https://www.zdf.de/sport/das-aktuelle-sportstudio/das-aktuelle-sportstudio-vom-9-mai-2020-100.html
Würde man rt und seine Leute fragen, wären wohl mehr als 90% der Leute dafür, dass alle Vereine nebst Arbeitsplätzen über die Wupper gehen.
Dass die Umfragen alle bei um 50% liegen, mal in die eine mal in die andere Richtung, zeigt aber, dass man doch jeweils eine relativ repräsentative Personengruppe befragt hat.
Ich frage mich nur, wieso mancheiner bis zum Abbruch zu jedem Spiel gerannt ist, wenn er sich jetzt wünscht, dass alles zusammenbricht.
Wieso denn plötzlich?
Ich habe in den letzten Wochen mehrere Umfragen gesehen.
Jede Zeitung hat sowas durchgeführt und da waren es in der Regel eher 60% - 70%, die den Abbruch befürwortet haben.
Zum anderen ist es von der Zahl der Personen, die "normale" Jobs haben, die am Profifußball hängen, überschaubar.
Wenn man es mal mit Taxifahrer, der Gastro oder der Reisebranche vergleicht, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Und zum Dritten: Du selbst bist doch derjenige, der hier oft genug seelenlose Hochrechnungen aufmachst, in dem du Sterberaten miteinander vergleichst oder ausrechnest, wie viele Leute im Falle des Falles wohl versterben würden und ob sich das rechnen würde.
Wir alle, die gegen den Restart sind, wissen, dass es um das wirtschaftliche Fortbestehen einiger Clubs geht.
Es ist legitim, dass sich die Vereinigung dieser Clubs darum bemüht, die Saison zu Ende zu spielen.
Ich hab dazu einen anderen Standpunkt.
Für mich ist "überschaubar" was anderes.
- "Normale" Jobs, als bei den Klubs direkt, sind doch ca. 56k
- Hinzu kommen aber die indirekten, wie Taxifahrer, Reisebranche, Hotel, Kneipen, Catering, Medien uvm, bis hin zu den Fantrikot-Näherinnen in Viuetnam. Diese Zahl wurde von diversen Uni´s im Fachbereich Sportökonomie mit sehr überschaubaren ca. 4,5 Mio, in Worten: 4.500.000 errechnet.
Das ist aber, mit Verlaub, Erbsenzählerei.
Diese Argumentation folgt dem Plädoyer für Energie aus Braunkohle mit dem Verweis auf Jobs.
Da lässt man auch außer acht, dass es im Falle der Energiegewinnung aus alternativen Ressourcen andere Jobs gäbe.
Die von dir angesprochenen Gruppen profitieren auch vom Profifußball.
Genau so aber auch von Tagestouristen, Kongressen, Großkonzerten, Versammlungen, Stammtischen, usw.
Im übrigen fänd ich diese Studie sehr interessant. Hast du mal einen Link dazu?
Das habe ich leider nicht gelesen. Da wäre ich sehr gespannt wie das gehen soll.
Es sind aber immer noch mehr Personen mit "normalen" Jobs als Millionäre. Aber völlig egal, Dein Tenor ist demnach, dass man die Leute ruhig über die Klinge springen lassen kann?
Und ich bin auch gegen den Restart, aber einfach so die Clubs sterben lassen mit der irrwitzigen Glauben, dass dadurch alles besser würde, halte ich schon für absurd. Und dass manchem die normalen Angestellten dabei völlig egal sind, weil deren Zahl ja eh überschaubar ist, finde ich schon mehr als grenzwertig. Gerade von jemandem, der sich sonst immer als Bessermenschen sieht.
Ich hatte hier schon Rettungsfonds, Kredite, die schwerreichen Verbände UEFA, FIFA und DFB als Bürgen sowie einen deutlich drastischeren temporären Gehaltsverzicht von Profis, trainern und Funktionären ins Spiel gebracht.
10 oder 15% weniger Gehalt wie z.B. in Berlin sind doch einfach lächerlich, wenn solche Clubs echt um den Fortbestand kämpfen.
Und den Vergleich mit anderen Branchen hab ich deshalb ins Spiel gebracht, weil immer mit den vielen normalen Jobs in der Branche argumentiert wird.
Es sind aber gar nicht so viele.
btw: Rangnick macht mal wieder das Fass Abschaffung von 50+1 auf.
Dabei ist genau der massive Zufluss von externen Geldern, die an Bedingungen und sportlichen Erfolg geknüpft sind einerseits sowie natürlich die extrem hohen Kosten andererseits das Problem.
Hätten die Clubs mehr Eigenkapital, und wären die Gehälter insofern begrenzt, dass sie sich daran orientieren, dann hätten wir diese massiven Probleme etlicher Clubs nicht.
Wie kann es sein, dass meine Stammkneipe es schafft, mit minimalen Einnahmen und ein paar Spendengeldern mutmaßlich diese Zeit zu überstehen, ein Unternehmen mit Hunderten Millionen Umsatz und externen Finanzmitteln in der selben größenordnung nicht?
Weil sie keinerlei Rückendeckung haben, von der Hand in den Mund leben und viel zu hohe Gehälter zahlen.
Und weil die Verteilung dieser externen Mittel völlig aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Die leben jedes Jahr vom Prinzip Hoffnung. Nur war das vor dreißig Jahren noch eher erreichbar als heute.
Um hier mal unterstützendes Material zu liefern:
In Frankreich nimmt die Ligue 1 wohl einen hohen Kredit auf um die Vereine/AGs über die nächsten Monate zu tragen.
https://www.suedtirolnews.it/sport/frankreichs-liga-zahlt-clubs-mit-staatshilfe-tv-geld-aus
Ansonsten ohne jetzt einen einzelnen Beitrag raussuchen zu wollen:
Hier wird immer wieder unterstellt, dass die Befürworter eines Abbruchs sich über den Zusammenbruch des Systems der Profiligen freuen würden.
Ich halte diese Unterstellung für eine miese Frechheit.
Ich war von Anfang an für den Abbruch und meine Motivation ist keineswegs die komplette Abschaffung oder ein Reset des Fußballs als Profisport.
Mir ging und geht es um das Gesundheitsrisiko für die Spieler und andere Beteiligte, die hier einem potentiell tödlichen Risiko ausgesetzt werden.
Das scheint aber bei den Befürwortern einer Ligafortsetzung schon länger keine Rolle mehr zu spielen.
So.
Und jetzt geh ich mit Lauterbach einen Tee trinken.
Ich lese immer wieder, dass man sich eine ganze Saison ohne Publikum nicht vorstellen kann. Aber genau das droht im Herbst wenn es zur einer 2 Welle kommen sollte ( Ich bleib mal im Konjunktiv, weil niemand genau weiß wann eine solche kommt). Also muss man zwangsläufig einen Plan B entwickeln, wie auch immer dieser dann aussehen wird.
Gut möglich, dass man aus wirtschaftlichen Gründen die Kader verschlanken muss, Gehälter reduziert werden müssen und und und, Die Vorstellung, dass es selbst im günstigsten Falle so weiter geht wie vor Corona ist grotesk. Die "Goldsteak-Phase" dürfte erstmal vorbei sein. Fragt sich dann wie lange es dauert bis sie wieder beginnt.
Min 18:57
https://www.zdf.de/sport/das-aktuelle-sportstudio/das-aktuelle-sportstudio-vom-9-mai-2020-100.html
Würde man rt und seine Leute fragen, wären wohl mehr als 90% der Leute dafür, dass alle Vereine nebst Arbeitsplätzen über die Wupper gehen.
Dass die Umfragen alle bei um 50% liegen, mal in die eine mal in die andere Richtung, zeigt aber, dass man doch jeweils eine relativ repräsentative Personengruppe befragt hat.
Ich frage mich nur, wieso mancheiner bis zum Abbruch zu jedem Spiel gerannt ist, wenn er sich jetzt wünscht, dass alles zusammenbricht.
Die polemik kannst du dir schenken.
Und desweiteren liegst du da falsch mit deiner Behauptung.
Die Debatte in meinem Umfeld wird durchaus kontrovers geführt.
Eben nicht.
Das ist halt die Ambivalenz.
Ich mache keinen Hehl daraus, dass mich Fußball, insbesondere der Stadionbesuch, fasziniert, immer noch, nach all den Jahren.
Obwohl ich mir der Obszönität des Geschäfts bewusst bin.
Dennoch hat mein Interesse an Fußball in den letzten Jahren stark nachgelassen.
Den Namen des belgischen Spielers beim Effzeh hatte ich vorher noch nie gehört.
Das wäre vor 15 Jahren ganz anders gewesen.
(Um mal ein Beispiel zu nennen)
Ich glaube diesbezüglich ist es so, dass viele Fans eben genau jetzt erst dieses "das Fass ist voll-Gefühl" erreicht hat. Der Umgang des Profifußballs mit dem Virus erscheint erbärmlich. Watzke, Seifert, aber auch Hübner, Bobic und viele andere mehr, haben durch Interviews nicht für Besserung sorgen können. Eher im Gegenteil ...
Manchmal glaube ich echt, dass diese Funktionäre mich persönlich beleidigen, indem sie mich für so saudoof halten. Das geht offenbar sehr vielen Leuten so und führt zum aktuellen Stimmungsbild ...
Den Zusammenbruch wünsche ich mir nicht. Ein Neubeginn, der diesen Namen verdient, wohl durchdacht, offen und ehrlich und für alle beteiligten Menschen ungefährlich ist, würde mir reichen.
Für mich ist "überschaubar" was anderes.
- "Normale" Jobs, als bei den Klubs direkt, sind doch ca. 56k
- Hinzu kommen aber die indirekten, wie Taxifahrer, Reisebranche, Hotel, Kneipen, Catering, Medien uvm, bis hin zu den Fantrikot-Näherinnen in Viuetnam. Diese Zahl wurde von diversen Uni´s im Fachbereich Sportökonomie mit sehr überschaubaren ca. 4,5 Mio, in Worten: 4.500.000 errechnet.
Das ist aber, mit Verlaub, Erbsenzählerei.
Diese Argumentation folgt dem Plädoyer für Energie aus Braunkohle mit dem Verweis auf Jobs.
Da lässt man auch außer acht, dass es im Falle der Energiegewinnung aus alternativen Ressourcen andere Jobs gäbe.
Die von dir angesprochenen Gruppen profitieren auch vom Profifußball.
Genau so aber auch von Tagestouristen, Kongressen, Großkonzerten, Versammlungen, Stammtischen, usw.
Im übrigen fänd ich diese Studie sehr interessant. Hast du mal einen Link dazu?
Würde man rt und seine Leute fragen, wären wohl mehr als 90% der Leute dafür, dass alle Vereine nebst Arbeitsplätzen über die Wupper gehen.
Dass die Umfragen alle bei um 50% liegen, mal in die eine mal in die andere Richtung, zeigt aber, dass man doch jeweils eine relativ repräsentative Personengruppe befragt hat.
Ich frage mich nur, wieso mancheiner bis zum Abbruch zu jedem Spiel gerannt ist, wenn er sich jetzt wünscht, dass alles zusammenbricht.
Die polemik kannst du dir schenken.
Und desweiteren liegst du da falsch mit deiner Behauptung.
Die Debatte in meinem Umfeld wird durchaus kontrovers geführt.
Eben nicht.
Das ist halt die Ambivalenz.
Ich mache keinen Hehl daraus, dass mich Fußball, insbesondere der Stadionbesuch, fasziniert, immer noch, nach all den Jahren.
Obwohl ich mir der Obszönität des Geschäfts bewusst bin.
Dennoch hat mein Interesse an Fußball in den letzten Jahren stark nachgelassen.
Den Namen des belgischen Spielers beim Effzeh hatte ich vorher noch nie gehört.
Das wäre vor 15 Jahren ganz anders gewesen.
(Um mal ein Beispiel zu nennen)
Wie machen das andere Unternehmen? Nun, sie schicken ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. Wer es sich leisten kann, resp. die moralischen Voraussetzungen hat, stockt freiwillig auf. Macht aber auch nicht jeder.
Den Rest bestreiten die Unternehmen aus Solidaritätsfonds, staatlichen Rettungsschirmen, Sonderkrediten.
Warum kann das der Fußball nicht? Wir hatten hier doch schon die Rechenbeispiele, was das unter dem Strich für die Spieler, aber auch für die Clubs bedeuten würde. Der mit Abstand höchste Kostenfaktor wäre jedenfalls weg und die meisten Clubs (mal von den Harakirifinanzierern abgesehen) hätte keine Probleme zu überleben.
Was bitte an meiner Überlegung stimmt hier nicht?
Ja, genau das kann ich bestätigen.
Erklären kann das keiner. Es ist vielmehr die Angst die einen umtreibt. Die Angst vor dem Ungewissen.
Das 50+1 dann sehr schnell fallen wird halte ich für so sicher wie das Amen in der Kirche.
Sonderkredite und staatliche Rettungsschirme für die Bundesliga? Den Aufschrei in Deutschland will ich dann hören... und der Aufschrei wäre mehr als berechtigt.
Solidarfonds innerhalb der Liga halte ich für eine gute Idee. Das könnte sich zusammensetzen aus Gehaltsverzicht (für längere Zeit), Solidarzahlungen der reichen Klubs an die armen usw...
Des weiteren müsste es eine fundamentale Umverteilung der TV-Gelder geben. Und diverse andere Dinge über die wir hier schon ausgiebig gesprochen haben (Salary Cap etc).
Alles sicherlich machbar wenn man will.... aber ich bezweifle ehrlich gesagt ob das durchsetzbar ist, die Egoismen und der Selbsterhaltungstrieb sind wohl zu groß.
Die Frage ist halt auch ob man das als Traditionsverein überhaupt möchte... sagen wir mal beispielsweise das Rot Weiss Essen eine Solidaritätszahlung von 5 Mio Euro von RB Leipzig erhält. Dann werden Mateschitz, Hopp und co noch in 20 Jahren sagen das sie ja damals mit ihren Geldern die Traditionsvereine gerettet haben (und wenn sie nicht mehr leben ihre Erben).
Würde man rt und seine Leute fragen, wären wohl mehr als 90% der Leute dafür, dass alle Vereine nebst Arbeitsplätzen über die Wupper gehen.
Dass die Umfragen alle bei um 50% liegen, mal in die eine mal in die andere Richtung, zeigt aber, dass man doch jeweils eine relativ repräsentative Personengruppe befragt hat.
Ich frage mich nur, wieso mancheiner bis zum Abbruch zu jedem Spiel gerannt ist, wenn er sich jetzt wünscht, dass alles zusammenbricht.
Ich glaube diesbezüglich ist es so, dass viele Fans eben genau jetzt erst dieses "das Fass ist voll-Gefühl" erreicht hat. Der Umgang des Profifußballs mit dem Virus erscheint erbärmlich. Watzke, Seifert, aber auch Hübner, Bobic und viele andere mehr, haben durch Interviews nicht für Besserung sorgen können. Eher im Gegenteil ...
Manchmal glaube ich echt, dass diese Funktionäre mich persönlich beleidigen, indem sie mich für so saudoof halten. Das geht offenbar sehr vielen Leuten so und führt zum aktuellen Stimmungsbild ...
Den Zusammenbruch wünsche ich mir nicht. Ein Neubeginn, der diesen Namen verdient, wohl durchdacht, offen und ehrlich und für alle beteiligten Menschen ungefährlich ist, würde mir reichen.
Empfinde ich auch so. Außerdem habe ich immer noch nicht verstanden, weshalb ein Saisonabbruch "zwangsläufig" zum Fall von 50+1 führen soll? Vielleicht ist es ja so. Aber ich habe diesen - teils sehr anstrengenden - Thread ausgiebig verfolgt. Das aber wurde für mich noch nicht nachvollziehbar erklärt.
Vielen Dank. Damit hast du auch mein Empfinden sehr gut umschrieben.
Wie machen das andere Unternehmen? Nun, sie schicken ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. Wer es sich leisten kann, resp. die moralischen Voraussetzungen hat, stockt freiwillig auf. Macht aber auch nicht jeder.
Den Rest bestreiten die Unternehmen aus Solidaritätsfonds, staatlichen Rettungsschirmen, Sonderkrediten.
Warum kann das der Fußball nicht? Wir hatten hier doch schon die Rechenbeispiele, was das unter dem Strich für die Spieler, aber auch für die Clubs bedeuten würde. Der mit Abstand höchste Kostenfaktor wäre jedenfalls weg und die meisten Clubs (mal von den Harakirifinanzierern abgesehen) hätte keine Probleme zu überleben.
Was bitte an meiner Überlegung stimmt hier nicht?
Ja, genau das kann ich bestätigen.
Darüber hinaus stecken viele Unternehmer Privateinlagen in ihre Betriebe, damit es für die Unternehmen und möglichst viele der Mitarbeiter (und deren Familien!) nach der Krise weitergehen kann. Ich glaube der Tönnies (ich mag ihn trotzdem nicht!) hat das, nicht für seine Fabriken, sondern für S04, auch bereits gemacht.
Ja, genau das kann ich bestätigen.
Darüber hinaus stecken viele Unternehmer Privateinlagen in ihre Betriebe, damit es für die Unternehmen und möglichst viele der Mitarbeiter (und deren Familien!) nach der Krise weitergehen kann. Ich glaube der Tönnies (ich mag ihn trotzdem nicht!) hat das, nicht für seine Fabriken, sondern für S04, auch bereits gemacht.
Ich glaube diesbezüglich ist es so, dass viele Fans eben genau jetzt erst dieses "das Fass ist voll-Gefühl" erreicht hat. Der Umgang des Profifußballs mit dem Virus erscheint erbärmlich. Watzke, Seifert, aber auch Hübner, Bobic und viele andere mehr, haben durch Interviews nicht für Besserung sorgen können. Eher im Gegenteil ...
Manchmal glaube ich echt, dass diese Funktionäre mich persönlich beleidigen, indem sie mich für so saudoof halten. Das geht offenbar sehr vielen Leuten so und führt zum aktuellen Stimmungsbild ...
Den Zusammenbruch wünsche ich mir nicht. Ein Neubeginn, der diesen Namen verdient, wohl durchdacht, offen und ehrlich und für alle beteiligten Menschen ungefährlich ist, würde mir reichen.
Empfinde ich auch so. Außerdem habe ich immer noch nicht verstanden, weshalb ein Saisonabbruch "zwangsläufig" zum Fall von 50+1 führen soll? Vielleicht ist es ja so. Aber ich habe diesen - teils sehr anstrengenden - Thread ausgiebig verfolgt. Das aber wurde für mich noch nicht nachvollziehbar erklärt.
Warum wird Siemens durch die Coronakrise nicht sofort von Chinesen oder Scheichs übernommen? Daimler? VW? Lufthansa? Aber Bundesligavereine werden sofort von irgendwelchen Matschitzs geschluckt. Diese Logik will mir nicht einleuchten.
Meine persönliche Meinung dazu: das lancieren die handelnden Personen bei jeder Gelegenheit als eine Art Drohgebärde, um jetzige Entscheidungen und Pläne zu rechtfertigen. Wenn man dies dann oft genug gehört hat, nimmt man es für bare Münze und verbreitet es weiter. Ruck zuck gibt es eine "Pandemie" ...
Offenbar wird auch der Widerstand gegen 50+1 massiv unterschätzt (oder aus Angst davor einfach weitestgehend totgeschwiegen). Man darf dem Kind dankbar sein, dass er dafür gesorgt hat, dass es überhaupt ab und zu mal in die "großen" Medien kommt.
Wie machen das andere Unternehmen? Nun, sie schicken ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. Wer es sich leisten kann, resp. die moralischen Voraussetzungen hat, stockt freiwillig auf. Macht aber auch nicht jeder.
Den Rest bestreiten die Unternehmen aus Solidaritätsfonds, staatlichen Rettungsschirmen, Sonderkrediten.
Warum kann das der Fußball nicht? Wir hatten hier doch schon die Rechenbeispiele, was das unter dem Strich für die Spieler, aber auch für die Clubs bedeuten würde. Der mit Abstand höchste Kostenfaktor wäre jedenfalls weg und die meisten Clubs (mal von den Harakirifinanzierern abgesehen) hätte keine Probleme zu überleben.
Was bitte an meiner Überlegung stimmt hier nicht?
Erklären kann das keiner. Es ist vielmehr die Angst die einen umtreibt. Die Angst vor dem Ungewissen.
Das 50+1 dann sehr schnell fallen wird halte ich für so sicher wie das Amen in der Kirche.
Sonderkredite und staatliche Rettungsschirme für die Bundesliga? Den Aufschrei in Deutschland will ich dann hören... und der Aufschrei wäre mehr als berechtigt.
Solidarfonds innerhalb der Liga halte ich für eine gute Idee. Das könnte sich zusammensetzen aus Gehaltsverzicht (für längere Zeit), Solidarzahlungen der reichen Klubs an die armen usw...
Des weiteren müsste es eine fundamentale Umverteilung der TV-Gelder geben. Und diverse andere Dinge über die wir hier schon ausgiebig gesprochen haben (Salary Cap etc).
Alles sicherlich machbar wenn man will.... aber ich bezweifle ehrlich gesagt ob das durchsetzbar ist, die Egoismen und der Selbsterhaltungstrieb sind wohl zu groß.
Die Frage ist halt auch ob man das als Traditionsverein überhaupt möchte... sagen wir mal beispielsweise das Rot Weiss Essen eine Solidaritätszahlung von 5 Mio Euro von RB Leipzig erhält. Dann werden Mateschitz, Hopp und co noch in 20 Jahren sagen das sie ja damals mit ihren Geldern die Traditionsvereine gerettet haben (und wenn sie nicht mehr leben ihre Erben).
Kredite müssen zurück bezahlt werden. Wenn diese Zahlungsverpflichtung dazu führt, weniger Gehalt zu bezahlen und weniger für Ablösesummen ausgeben zu können, würde mein Aufschrei ausbleiben.
Zum Thema Aufschrei: Ein Unternehmen ist ein Unternehmen, egal aus welcher Branche. Adidas hat x Milliarden Staatshilfe bekommen, TUI und Lufthansa z. B. auch ... Da kann mein Aufschrei für einen Bundesliga- oder 2.Liga Verein nicht sehr laut werden, sollten dort staatliche Hilfen benötigt werden. Nur bei Mainz würde ich aufschreien, aber das hätte einen anderen Grund (ne quatsch, selbst da fände ich es OK!) .
Nochmal: wo steht geschrieben, dass ein BL-Spieler nicht in Kurzarbeit gehen darf?
Bis jetzt kann keiner schlüssig erklären, warum BL-Vereine zwangsläufig den Bach runtergehen, Autofabriken trotz mehrwöchiger Komplettschließung aber nicht.
Erklären kann das keiner. Es ist vielmehr die Angst die einen umtreibt. Die Angst vor dem Ungewissen.
Das 50+1 dann sehr schnell fallen wird halte ich für so sicher wie das Amen in der Kirche.
Sonderkredite und staatliche Rettungsschirme für die Bundesliga? Den Aufschrei in Deutschland will ich dann hören... und der Aufschrei wäre mehr als berechtigt.
Solidarfonds innerhalb der Liga halte ich für eine gute Idee. Das könnte sich zusammensetzen aus Gehaltsverzicht (für längere Zeit), Solidarzahlungen der reichen Klubs an die armen usw...
Des weiteren müsste es eine fundamentale Umverteilung der TV-Gelder geben. Und diverse andere Dinge über die wir hier schon ausgiebig gesprochen haben (Salary Cap etc).
Alles sicherlich machbar wenn man will.... aber ich bezweifle ehrlich gesagt ob das durchsetzbar ist, die Egoismen und der Selbsterhaltungstrieb sind wohl zu groß.
Die Frage ist halt auch ob man das als Traditionsverein überhaupt möchte... sagen wir mal beispielsweise das Rot Weiss Essen eine Solidaritätszahlung von 5 Mio Euro von RB Leipzig erhält. Dann werden Mateschitz, Hopp und co noch in 20 Jahren sagen das sie ja damals mit ihren Geldern die Traditionsvereine gerettet haben (und wenn sie nicht mehr leben ihre Erben).
Kredite müssen zurück bezahlt werden. Wenn diese Zahlungsverpflichtung dazu führt, weniger Gehalt zu bezahlen und weniger für Ablösesummen ausgeben zu können, würde mein Aufschrei ausbleiben.
Zum Thema Aufschrei: Ein Unternehmen ist ein Unternehmen, egal aus welcher Branche. Adidas hat x Milliarden Staatshilfe bekommen, TUI und Lufthansa z. B. auch ... Da kann mein Aufschrei für einen Bundesliga- oder 2.Liga Verein nicht sehr laut werden, sollten dort staatliche Hilfen benötigt werden. Nur bei Mainz würde ich aufschreien, aber das hätte einen anderen Grund (ne quatsch, selbst da fände ich es OK!) .
Erklären kann das keiner. Es ist vielmehr die Angst die einen umtreibt. Die Angst vor dem Ungewissen.
Das 50+1 dann sehr schnell fallen wird halte ich für so sicher wie das Amen in der Kirche.
Sonderkredite und staatliche Rettungsschirme für die Bundesliga? Den Aufschrei in Deutschland will ich dann hören... und der Aufschrei wäre mehr als berechtigt.
Solidarfonds innerhalb der Liga halte ich für eine gute Idee. Das könnte sich zusammensetzen aus Gehaltsverzicht (für längere Zeit), Solidarzahlungen der reichen Klubs an die armen usw...
Des weiteren müsste es eine fundamentale Umverteilung der TV-Gelder geben. Und diverse andere Dinge über die wir hier schon ausgiebig gesprochen haben (Salary Cap etc).
Alles sicherlich machbar wenn man will.... aber ich bezweifle ehrlich gesagt ob das durchsetzbar ist, die Egoismen und der Selbsterhaltungstrieb sind wohl zu groß.
Die Frage ist halt auch ob man das als Traditionsverein überhaupt möchte... sagen wir mal beispielsweise das Rot Weiss Essen eine Solidaritätszahlung von 5 Mio Euro von RB Leipzig erhält. Dann werden Mateschitz, Hopp und co noch in 20 Jahren sagen das sie ja damals mit ihren Geldern die Traditionsvereine gerettet haben (und wenn sie nicht mehr leben ihre Erben).
Nochmal: wo steht geschrieben, dass ein BL-Spieler nicht in Kurzarbeit gehen darf?
Bis jetzt kann keiner schlüssig erklären, warum BL-Vereine zwangsläufig den Bach runtergehen, Autofabriken trotz mehrwöchiger Komplettschließung aber nicht.
Darüber hinaus stecken viele Unternehmer Privateinlagen in ihre Betriebe, damit es für die Unternehmen und möglichst viele der Mitarbeiter (und deren Familien!) nach der Krise weitergehen kann. Ich glaube der Tönnies (ich mag ihn trotzdem nicht!) hat das, nicht für seine Fabriken, sondern für S04, auch bereits gemacht.
Natürlich hast Du recht damit, dass man immer alles besser machen kann. Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass es Menschen gibt, die "eigenes" Geld zur Rettung bereitstellen und nicht zuerst oder ausschließlich den Staat zur Kasse bitten, wenn es übel läuft. Ob der T. dafür ein geeignetes Beispiel war? Für Dich (und bestimmt auch für einige andere) eher nicht, das hast Du nachvollziehbar begründet!
Empfinde ich auch so. Außerdem habe ich immer noch nicht verstanden, weshalb ein Saisonabbruch "zwangsläufig" zum Fall von 50+1 führen soll? Vielleicht ist es ja so. Aber ich habe diesen - teils sehr anstrengenden - Thread ausgiebig verfolgt. Das aber wurde für mich noch nicht nachvollziehbar erklärt.
Warum wird Siemens durch die Coronakrise nicht sofort von Chinesen oder Scheichs übernommen? Daimler? VW? Lufthansa? Aber Bundesligavereine werden sofort von irgendwelchen Matschitzs geschluckt. Diese Logik will mir nicht einleuchten.
Nur darum gehts. Um nichts anderes. Würden alle vereine, geleitet durch eine integre UEFA, gleichzeitig abbrechen, ihre Maßnahmen koordinieren, alle Spieler in Kurzarbeit schicken, gäbe es weder Insolvenzen noch sonst irgendein Problem.
Empfinde ich auch so. Außerdem habe ich immer noch nicht verstanden, weshalb ein Saisonabbruch "zwangsläufig" zum Fall von 50+1 führen soll? Vielleicht ist es ja so. Aber ich habe diesen - teils sehr anstrengenden - Thread ausgiebig verfolgt. Das aber wurde für mich noch nicht nachvollziehbar erklärt.
Meine persönliche Meinung dazu: das lancieren die handelnden Personen bei jeder Gelegenheit als eine Art Drohgebärde, um jetzige Entscheidungen und Pläne zu rechtfertigen. Wenn man dies dann oft genug gehört hat, nimmt man es für bare Münze und verbreitet es weiter. Ruck zuck gibt es eine "Pandemie" ...
Offenbar wird auch der Widerstand gegen 50+1 massiv unterschätzt (oder aus Angst davor einfach weitestgehend totgeschwiegen). Man darf dem Kind dankbar sein, dass er dafür gesorgt hat, dass es überhaupt ab und zu mal in die "großen" Medien kommt.
Genau so ist es.