3. Liga - 2020/21

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DonGuillermo schrieb:

sondern nur auf die Frage antworten, ob ich einen "Ostkomplex" habe.

Was ich ja interessanter finde ist die Tatsache das sogar heute jugendliche in Ost und West unterscheiden obwohl sie nach der Wende geboren wurden. Da fragt man sich eher wo das her kommt?

Aus Fußballtraditionssicht hab ich nichts gegen Dresden Rostock, Magdeburg oder Halle. Ich finde den ihre Fanszenen zum Teil nur derbst zum kotzen. Aber gut, das kann man auch über die von Braunschweig, Dortmund oder 1860 denken.
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vonNachtmahr1982 schrieb:

DonGuillermo schrieb:

sondern nur auf die Frage antworten, ob ich einen "Ostkomplex" habe.

Was ich ja interessanter finde ist die Tatsache das sogar heute jugendliche in Ost und West unterscheiden obwohl sie nach der Wende geboren wurden. Da fragt man sich eher wo das her kommt?

Aus Fußballtraditionssicht hab ich nichts gegen Dresden Rostock, Magdeburg oder Halle. Ich finde den ihre Fanszenen zum Teil nur derbst zum kotzen. Aber gut, das kann man auch über die von Braunschweig, Dortmund oder 1860 denken.        


Falls du jetzt mich meinst, weil du mich zitiert hast: Ein Jugendlicher bin ich dann auch nicht mehr und ich habe doch ausdrücklich geschrieben, dass ich nicht in Ost und West unterscheide und das sogar ziemlich komisch/befremdlich finde. Und ansonsten kann ich aus meinem Umfeld nur sagen, dass das bei den meisten Personen ebenfalls so ist. Wird aber sicherlich auch Personen unter 30 geben, die noch in Ost und West denken.

Und Teile der Fanszenen von Dortmund oder Braunschweig habe ich ja ebenfalls aus denselben Gründen wie Teile von einigen Fanszenen im Osten negativ angesprochen. Damals beim Pokalspiel in Magdeburg waren ja meines Wissens auch einige Braunschweiger sowie welche von Dynamo Berlin dabei und neben dem Gästeblock platziert. Gewisse Kontakte zwischen den entsprechenden Teilen der jeweiligen Fanszenen scheinen da ja auch zu bestehen.
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vonNachtmahr1982 schrieb:

DonGuillermo schrieb:

sondern nur auf die Frage antworten, ob ich einen "Ostkomplex" habe.

Was ich ja interessanter finde ist die Tatsache das sogar heute jugendliche in Ost und West unterscheiden obwohl sie nach der Wende geboren wurden. Da fragt man sich eher wo das her kommt?

Aus Fußballtraditionssicht hab ich nichts gegen Dresden Rostock, Magdeburg oder Halle. Ich finde den ihre Fanszenen zum Teil nur derbst zum kotzen. Aber gut, das kann man auch über die von Braunschweig, Dortmund oder 1860 denken.        


Falls du jetzt mich meinst, weil du mich zitiert hast: Ein Jugendlicher bin ich dann auch nicht mehr und ich habe doch ausdrücklich geschrieben, dass ich nicht in Ost und West unterscheide und das sogar ziemlich komisch/befremdlich finde. Und ansonsten kann ich aus meinem Umfeld nur sagen, dass das bei den meisten Personen ebenfalls so ist. Wird aber sicherlich auch Personen unter 30 geben, die noch in Ost und West denken.

Und Teile der Fanszenen von Dortmund oder Braunschweig habe ich ja ebenfalls aus denselben Gründen wie Teile von einigen Fanszenen im Osten negativ angesprochen. Damals beim Pokalspiel in Magdeburg waren ja meines Wissens auch einige Braunschweiger sowie welche von Dynamo Berlin dabei und neben dem Gästeblock platziert. Gewisse Kontakte zwischen den entsprechenden Teilen der jeweiligen Fanszenen scheinen da ja auch zu bestehen.
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DonGuillermo schrieb:

Falls du jetzt mich meinst, weil du mich zitiert hast:

Es war nur auf einen etwaigen Ostkomplex bezogen, nicht auf dich persönlich.
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Basaltkopp schrieb:

Könnte daran liegen, dass beide Vereine dafür bekannt sind, dass die rechte Szene in der Kurve zumindest geduldet ist. Um das mal ganz diplomatisch zu formulieren. Aber wenn man das nicht wissen will, sind das echt tolle Vereine die man einfach lieb haben muss.

So schaut's aus!
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FrankenAdler schrieb:

Basaltkopp schrieb:

Könnte daran liegen, dass beide Vereine dafür bekannt sind, dass die rechte Szene in der Kurve zumindest geduldet ist. Um das mal ganz diplomatisch zu formulieren. Aber wenn man das nicht wissen will, sind das echt tolle Vereine die man einfach lieb haben muss.

So schaut's aus!

Puh, reichlich viel Pauschalisierung. Finde ich.
Zu Dresden kann ich nicht so viel sagen.

Aber in Rostock ist die Kurve definitiv nicht mehr überwiegend "Rechts" sondern vielschichtig. In den 90ern war das sicher eine Ansammlung von Nazis  und es ist  nicht von der Hand zu weisen, dass da auch immer noch Faschos aktiv sind. Aber auf keinen Fall mehr als z.B. in Dortmund oder Braunschweig. In meinem Freundeskreis sind zwei Hansa-Fans mit engen Verbindungen zu den Suptras und das sind überzeugte Antifaschisten. Es gab ja auch schon Aktionen, wo die Suptras NPD-Funktionäre aus dem Stadion gedrängt haben. Leute wie Monchi von Feine Sahne Fischfilet oder der hier bereits erwähnte Marteria sind "Kinder der Rostocker Kurve" und deren politische Haltung sollte bekannt sein.  

Und ich erinnere mich, dass sich auch die Kurve von Dynamo Dresden deutlich gegen eine Vereinnahmung von z.B. Pegida zur Wehr gesetzt hat. Auch wenn das nun zugegebenermaßen nicht als tolles politisches Statement gewertet werden sollte, da es eher eine Selbstverständlichkeit ist. Aber auch Dresden hat keine eindeutig rechtsradikale Fanszene.

Bei Vereinen wie Chemnitz oder Cottbus sieht das vernutlich anders aus.

Mir persönlich wären jedenfalls sowohl Rostock als auch Dresden deutlich lieber in 1. und 2. Bundesliga als Sandhausen, Ingolstadt, Heidenheim, Hoffenheim oder Wolfsburg.
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FrankenAdler schrieb:

Basaltkopp schrieb:

Könnte daran liegen, dass beide Vereine dafür bekannt sind, dass die rechte Szene in der Kurve zumindest geduldet ist. Um das mal ganz diplomatisch zu formulieren. Aber wenn man das nicht wissen will, sind das echt tolle Vereine die man einfach lieb haben muss.

So schaut's aus!

Puh, reichlich viel Pauschalisierung. Finde ich.
Zu Dresden kann ich nicht so viel sagen.

Aber in Rostock ist die Kurve definitiv nicht mehr überwiegend "Rechts" sondern vielschichtig. In den 90ern war das sicher eine Ansammlung von Nazis  und es ist  nicht von der Hand zu weisen, dass da auch immer noch Faschos aktiv sind. Aber auf keinen Fall mehr als z.B. in Dortmund oder Braunschweig. In meinem Freundeskreis sind zwei Hansa-Fans mit engen Verbindungen zu den Suptras und das sind überzeugte Antifaschisten. Es gab ja auch schon Aktionen, wo die Suptras NPD-Funktionäre aus dem Stadion gedrängt haben. Leute wie Monchi von Feine Sahne Fischfilet oder der hier bereits erwähnte Marteria sind "Kinder der Rostocker Kurve" und deren politische Haltung sollte bekannt sein.  

Und ich erinnere mich, dass sich auch die Kurve von Dynamo Dresden deutlich gegen eine Vereinnahmung von z.B. Pegida zur Wehr gesetzt hat. Auch wenn das nun zugegebenermaßen nicht als tolles politisches Statement gewertet werden sollte, da es eher eine Selbstverständlichkeit ist. Aber auch Dresden hat keine eindeutig rechtsradikale Fanszene.

Bei Vereinen wie Chemnitz oder Cottbus sieht das vernutlich anders aus.

Mir persönlich wären jedenfalls sowohl Rostock als auch Dresden deutlich lieber in 1. und 2. Bundesliga als Sandhausen, Ingolstadt, Heidenheim, Hoffenheim oder Wolfsburg.
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brodo schrieb:

Mir persönlich wären jedenfalls sowohl Rostock als auch Dresden deutlich lieber in 1. und 2. Bundesliga als Sandhausen, Ingolstadt, Heidenheim, Hoffenheim oder Wolfsburg.

Geht mir auch so: Tradition, Stimmung, Leidenschaft, Begeisterung ... und wenn sie dann vielleicht auch etwas mehr Kohle für Fanprojekte haben und sich ganz allgemein auch mehr Normalos interessieren, kann auch das nicht schlecht sein.
Dass das als Auswärtsfahrt ein heißes Pflaster ist, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber die gehören für mich auch allemal eher in den Profifußball als die von Dir genannten Puppen- und Plastikclubs.
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FrankenAdler schrieb:

Basaltkopp schrieb:

Könnte daran liegen, dass beide Vereine dafür bekannt sind, dass die rechte Szene in der Kurve zumindest geduldet ist. Um das mal ganz diplomatisch zu formulieren. Aber wenn man das nicht wissen will, sind das echt tolle Vereine die man einfach lieb haben muss.

So schaut's aus!

Puh, reichlich viel Pauschalisierung. Finde ich.
Zu Dresden kann ich nicht so viel sagen.

Aber in Rostock ist die Kurve definitiv nicht mehr überwiegend "Rechts" sondern vielschichtig. In den 90ern war das sicher eine Ansammlung von Nazis  und es ist  nicht von der Hand zu weisen, dass da auch immer noch Faschos aktiv sind. Aber auf keinen Fall mehr als z.B. in Dortmund oder Braunschweig. In meinem Freundeskreis sind zwei Hansa-Fans mit engen Verbindungen zu den Suptras und das sind überzeugte Antifaschisten. Es gab ja auch schon Aktionen, wo die Suptras NPD-Funktionäre aus dem Stadion gedrängt haben. Leute wie Monchi von Feine Sahne Fischfilet oder der hier bereits erwähnte Marteria sind "Kinder der Rostocker Kurve" und deren politische Haltung sollte bekannt sein.  

Und ich erinnere mich, dass sich auch die Kurve von Dynamo Dresden deutlich gegen eine Vereinnahmung von z.B. Pegida zur Wehr gesetzt hat. Auch wenn das nun zugegebenermaßen nicht als tolles politisches Statement gewertet werden sollte, da es eher eine Selbstverständlichkeit ist. Aber auch Dresden hat keine eindeutig rechtsradikale Fanszene.

Bei Vereinen wie Chemnitz oder Cottbus sieht das vernutlich anders aus.

Mir persönlich wären jedenfalls sowohl Rostock als auch Dresden deutlich lieber in 1. und 2. Bundesliga als Sandhausen, Ingolstadt, Heidenheim, Hoffenheim oder Wolfsburg.
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brodo schrieb:

In meinem Freundeskreis sind zwei Hansa-Fans mit engen Verbindungen zu den Suptras und das sind überzeugte Antifaschisten.

Um eventuelle Missverständnisse auszuschließen: Meine zwei Hansa-Kumpels sind überzeugte Anti-Faschisten. Ob das auf die Suptras im allgemeinen zutrifft, maße ich mir nicht an zu beurteilen.
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FrankenAdler schrieb:

Basaltkopp schrieb:

Könnte daran liegen, dass beide Vereine dafür bekannt sind, dass die rechte Szene in der Kurve zumindest geduldet ist. Um das mal ganz diplomatisch zu formulieren. Aber wenn man das nicht wissen will, sind das echt tolle Vereine die man einfach lieb haben muss.

So schaut's aus!

Puh, reichlich viel Pauschalisierung. Finde ich.
Zu Dresden kann ich nicht so viel sagen.

Aber in Rostock ist die Kurve definitiv nicht mehr überwiegend "Rechts" sondern vielschichtig. In den 90ern war das sicher eine Ansammlung von Nazis  und es ist  nicht von der Hand zu weisen, dass da auch immer noch Faschos aktiv sind. Aber auf keinen Fall mehr als z.B. in Dortmund oder Braunschweig. In meinem Freundeskreis sind zwei Hansa-Fans mit engen Verbindungen zu den Suptras und das sind überzeugte Antifaschisten. Es gab ja auch schon Aktionen, wo die Suptras NPD-Funktionäre aus dem Stadion gedrängt haben. Leute wie Monchi von Feine Sahne Fischfilet oder der hier bereits erwähnte Marteria sind "Kinder der Rostocker Kurve" und deren politische Haltung sollte bekannt sein.  

Und ich erinnere mich, dass sich auch die Kurve von Dynamo Dresden deutlich gegen eine Vereinnahmung von z.B. Pegida zur Wehr gesetzt hat. Auch wenn das nun zugegebenermaßen nicht als tolles politisches Statement gewertet werden sollte, da es eher eine Selbstverständlichkeit ist. Aber auch Dresden hat keine eindeutig rechtsradikale Fanszene.

Bei Vereinen wie Chemnitz oder Cottbus sieht das vernutlich anders aus.

Mir persönlich wären jedenfalls sowohl Rostock als auch Dresden deutlich lieber in 1. und 2. Bundesliga als Sandhausen, Ingolstadt, Heidenheim, Hoffenheim oder Wolfsburg.
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brodo schrieb:

Puh, reichlich viel Pauschalisierung. Finde ich.
Zu Dresden kann ich nicht so viel sagen.


Wir können glaube ich davon ausgehen, dass in Pegida-Town, der Hauptstadt von AFD-istan, die Verteidiger der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht ausgerechnet in der Fanszene von Dynamo zu suchen sind.
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brodo schrieb:

Puh, reichlich viel Pauschalisierung. Finde ich.
Zu Dresden kann ich nicht so viel sagen.


Wir können glaube ich davon ausgehen, dass in Pegida-Town, der Hauptstadt von AFD-istan, die Verteidiger der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht ausgerechnet in der Fanszene von Dynamo zu suchen sind.
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brockman schrieb:

brodo schrieb:

Puh, reichlich viel Pauschalisierung. Finde ich.
Zu Dresden kann ich nicht so viel sagen.


Wir können glaube ich davon ausgehen, dass in Pegida-Town, der Hauptstadt von AFD-istan, die Verteidiger der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht ausgerechnet in der Fanszene von Dynamo zu suchen sind.

Ich habe mit keinem Wort behauptet, dass in der Dynamo-Kurve die Verteidiger der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu verorten sind. Welche Kurve kann sowas schon für sich in Anspruch nehmen?  

Wie gesagt: Ich bin kein Experte für die politische Haltung der Fanszene in Dresden. Und erst Recht kein Verteidiger der dortigen Kurve. Ich lasse mich völlig ergebnisoffen von Argumenten überzeugen, sofern die hier vorgebracht werden. Ich habe darauf hingewiesen, dass sich die Kurve gegen die Vereinnahmung von Pegida gewehrt hat.

https://fanzeit.de/lassen-uns-vor-keinen-pegidakarren-spannen/36822

Um es mal populistisch zu formulieren: Wenn alleine die geographische Nähe zu rechtsextremen Auswüchsen ausreicht, um eine Kurve unter Generalverdacht zu stellen, dann könnte man die Eintracht-Fanszene, immerhin aus der Hauptstadt des NSU 2.0, aus der Nähe zu Hanau und Wächtersbach oder aus dem Bundesland des Lübcke-Mordes auch schlimme Dinge unterstellen.
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Ich finde auch, dass da eine Differenzierung wichtig ist. Deshalb habe ich ja auch nur von Teilen der Fankurven gesprochen und bei Rostock beispielsweise auch Marten als prominentes Gegenbeispiel erwähnt, der sich aktiv gegen Rechtsextremismus einsetzt. Ich glaube wie gesagt auch, dass es in Dresden und Rostock jeweils nicht mehr so schlimm ist wie früher.

Wobei es da in jüngerer Vergangenheit beispielsweise auch Vorfälle mit einer - sagen wir mal in ihrer Gesamtkomposition zumindest zweideutigen - Choreo eines Fanclubs in Rostock oder der mit nationalsozialistischen Symbolen versehenen Kleidung von zwei Ordnern in Dresden gab.

Darüber hinaus hat da eben auch unsere letzte Zweitligasaison geprägt. Gerade die Geschichte in Dresden (und da war jetzt kein so kleiner Teil der Dresdner Fanszene beteiligt) werden sicher noch einige in Erinnerung haben, auch wenn unsere "Bomben auf Dynamo" Aktion damals ebenfalls fragwürdig oder zumindest mal missverständlich war.

brodo schrieb:
Es gab ja auch schon Aktionen, wo die Suptras NPD-Funktionäre aus dem Stadion gedrängt haben.


An die Aktion habe ich tatsächlich auch gedacht. Ich habe dann noch mal recherchiert und in einer anschließenden Stellungnahme der Suptras wurden die entsprechenden Personen auch klar als "Rechtsextremisten der NPD" bezeichnet. Der allgemeine Tenor der Stellungnahme ging aber eher dahin, dass man sich grundsätzlich gegen jede Politik beziehungsweise jeden politischen Einfluss im Fußball und bei Hansa Rostock stellt. Und dass man es vor allem als Provokation aufgefasst habe, dass diese Personen "ohne jeglichen Bezug zu Hansa Rostock" aufgetreten seien.

Im weiteren Verlauf fielen dann noch so Sätze wie "Jeder Hansafan und Besucher unserer Tribünen kann und soll denken und meinen, was er will. Jeder Versuch, unseren Verein und seine Fanszene politisch zu beeinflussen oder komplett zu missbrauchen, ist allerdings zum Scheitern verurteilt!" sowie "Jede Politik, erst recht von extremistischer Art, hat bei Hansa Rostock nichts zu suchen! Und nochmal an alle Erbsenzähler, Klugscheißer und politisch motivierten Spalter: damit sind links- und rechtsaußen gemeint!"

Damit sind wir dann aber leider wieder im Bereich der Hufeisentheorie oder des unpolitischen Fußballs und damit zwei Konstrukten, die vor allem aus der rechten Ecke angeführt werden. Und das ist mir dann als Stellungnahme zum konkreten Fall einer Abweisung von Politikern aus einer eindeutig rechtsextremen Partei doch etwas zu dünn in der Positionierung. Siehe auch die von dir angesproche Abgrenzug zu Bachmann und Pegida aus der Dresdner Kurve. Das sollte eher eine Selbstverständlichkeit sein.

brodo schrieb:
Um es mal populistisch zu formulieren: Wenn alleine die geographische Nähe zu rechtsextremen Auswüchsen ausreicht, um eine Kurve unter Generalverdacht zu stellen, dann könnte man die Eintracht-Fanszene, immerhin aus der Hauptstadt des NSU 2.0, aus der Nähe zu Hanau und Wächtersbach oder aus dem Bundesland des Lübcke-Mordes auch schlimme Dinge unterstellen.


Ich bin zwar sehr froh, dass sich die aktive Fanszene und mittlerweile auch der gesamte Verein bei uns sehr stark gegen rechtsextreme Kräfte positionieren und einsetzen. Aber wir brauchen uns natürlich nichts vormachen. Auch bei uns werden wahrscheinlich noch rechtsextreme Spinner Fan sein und auch ins Stadion gehen. Das wird sich bei über 90.000 Mitgliedern und durchschnittlich 50.000 - bald wohl 60.000 - Stadionbesuchern wohl kaum vermeiden lassen. Siehe auch den Vorfall aus dem Playoffspiel gegen Straßburg, als es wohl vereinzelt antisemitische Rufe gegen den israelischen Schiedsrichter gab.

Wichtig ist aber, dass sich die Kurve und der Verein klar dagegen positionieren und vorgehen, sodass sich diese Idioten hier nicht sicher und willkommen fühlen und sich breitmachen und Einfluss ausüben können. Laut Berichten wurden beispielsweise die angesprochenen Rufer noch während des Spiels identifiziert und des Stadions verwiesen. Anschließendes Hausverbot, die Kündigung der Dauerkarte und ein Vereinsausschlussverfahren inklusive. Bei anderen Vereinen wäre der Vorfall möglicherweise nicht so streng verfolgt worden.

Auch die klare und öffentliche Positionierung von Fischer gegen eine nicht mal gänzlich rechtsextreme Partei, die Untersuchung und Aberkennung der Ehrenpräsidentschaft von Rudolf Gramlich oder das kürzliche und sehr spezielle Gedenken an die Opfer von Hanau zeigen, wie ernst es dem gesamten Verein bei diesem Thema ist. Die langjährige Arbeit von Matze Thoma nicht zu vergessen. Der hat überhaupt erst angestoßen, dass sich die Eintracht um die Aufarbeitung ihrer Geschichte unter den Nazis bemüht. Da sind wir schon führend dabei.

Gemeinsam mit dem historischen Bild als "Judenverein" macht das die Eintracht aber natürlich auch zum Feindbild von vielen rechtsextemen Idioten im Umfeld des Fußballs. Nicht von ungefähr fühlen die sich gerade gegen uns dazu berufen, den Hitlergruß zu zeigen und Parolen wie "Eintracht Frankfurt - Jude, Jude, Jude" und "Zyklon B für die SGE" zu gröhlen. Und da weißt du eben häufig schon vorher, in welchen Spielen das wahrscheinlich kommt.

Letzteres ist ja beispielsweise auch ein Klassiker bei den Oxxen. Allein schon deshalb werde ich mit denen nie Mitleid haben. Aber ab und an mal wieder ein richtiges Derby zu spielen, würde ich schon gerne mitnehmen. Das Mainderby ist ja so viel mehr als nur Eintracht gegen Kackers. Das ist eben auch Frankfurt gegen Oxxenbach. Und um die Chance darauf zu erhöhen, würde ich wie gesagt selbst einen Aufstieg der Oxxen in Kauf nehmen.

Glücklicherweise ist eine solche Thematik bei uns überhaupt kein oder kaum ein Thema mehr. Nicht dass wir uns falsch verstehen: Unsere Szene bekleckert sich sicher auch nicht immer nur mit Ruhm und mit einigen Gesängen und Aktionen bin ich auch nicht einverstanden und mache da auch im Stadion nicht mit - bei aller Liebe zu den fußballtypischen Provokationen und Gepöbel. Aber immerhin ist da keine rechtsextreme Scheiße dabei.
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Nachdem Lautern gestern gegen Zwickau noch einen Sieg in der letzten Minute verspielt hat, ist jetzt die Tabelle tatsächlich mal ohne Verzerrungen, alle haben 30 Spiele.

Oben Dresden (59) , Rostock (58) und Ingolstadt (57) die Favoriten um den Aufstieg, 1860 München (51) hat zumindest noch theoretische Chancen.

Unten Haching (25) bereits acht Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Für Lübeck (29) sieht es auch nicht gut aus, die spielen aber jetzt unter anderem gegen Lautern (30) direkt davor. Uerdingen (33) auch noch unterm Strich.
Davor dann Bayern II (33) , Magdeburg (34) , Meppen (36) , Halle (36) , Duisburg (37), Waldhof (38) und mit Abstrichen Viktoria Köln (40) und Zwickau (41) in Gefahr.

Wehen, TG München, SC Verl und Saarbrücken im besseren Niemandsland.


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