Serien mit Adi

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Serien hier, Serien da - im Fußball kommt man sich zurzeit fast vor wie bei Netflix. Vor dem Spiel gegen die nach dem 10. Spieltag noch immer serienmäßig unbesiegbaren Wolfsburger habe ich mal einen Blick auf das große und ganze Seriengeschäft* gelegt, seitdem Adi Hütter unsere Trainerbank besetzt.

Halte es eigentlich immer gerne mit altetablierten Weisheiten. "The trend is your friend" ist so eine, die ich am Ende meiner Betrachtung aber mal lieber kurzzeitig vergesse.

*Als Serien wurden mindestens sechs Pflichtspiele infolge ohne Niederlage bzw. Sieg gewertet.


Saison 2018/19
Adi hatte in Frankfurt einen holprigen Start, in seinen ersten acht Pflichtspielen holte die Eintracht zwei Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen. Wollte er zunächst noch sein System durchdrücken, fand er dann einen guten Kompromiss aus dem, was er idealisierte, und dem, was sein Vorgänger aufgebaut hatte und der Kader hergab.
Was folgte, war die stärkste Phase des Vereins in diesem Jahrtausend

Die 1. Staffel: 11 Spiele ungeschlagen, 10-1-0, 37:8 Tore
Blockbusterformat. Special effects, beeindruckende Handlungsstränge - oscarreif. Eine Serie von elf Spielen ungeschlagen, 31 von 33 Punkten, zehn Siege, darunter das fulminante 7:1 gegen Fortuna Düsseldorf.  

Zum Jahresende 2018 schwanden die Kräfte, in den letzten sechs Spielen des Jahres gab es zwei Siege, ein Remis und drei Niederlagen.

Die 2. Staffel: 15 Spiele ungeschlagen, 9-6-0, 30:10 Tore
"In der zweiten Saisonhälfte sind meine Mannschaften (...) stärker", hatte Hütter verkündet, ließ diesen Worten Taten folgen und setzte mit der ersten Partie 2019 direkt zur nächsten beeindruckenden Serie an. Überwältigende Szenarien, eine an Breaking Bad erinnernde Ausdauer und Game-of-Thrones-mäßige Kampfbereitschaft: Sage und schreibe 15-mal infolge blieb die Eintracht zwischen dem 19.1. (3:1 gegen Freiburg) und dem 6.4. (2:1 auf Schalke mit Jovics Elfer in der 97. Minute) ungeschlagen, holte in diesem Zeitraum neun Siege und sechs Remis.
Kleine Anekdote dabei, die auch die vielleicht größte Hoffnung für die aktuelle Lage macht: Fünf der sechs Unentschieden holte die Eintracht direkt hintereinander, unter anderem gegen Dortmund, Bremen und Leipzig, und das in den ersten Spielen der Serie.

Mitte April hatten wir unser Limit erreicht. Inclusive der Festspiele gegen Chelsea sprangen bis zum Ende der Saison ohne größere Gesetzmäßigkeiten noch ein Sieg, drei Unentschieden und sechs Niederlagen für die SGE heraus.

Saison 2019/20
Die 3. Staffel: 6 Spiele ungeschlagen, 6-0-0, 16:5 Tore
Es war fast noch Sommerpause, eigentlich noch gar nicht so wirklich was los am Set - am Ende reichte es aber zu einer Low-Budget-Miniserie mit sechs Folgen, die Appetit auf mehr machte.
Eine saisonübergreifende Serie hätte es ohnehin nicht gegeben; 18/19 endete mit einer Pleite in München, 19/20 begann mit einem Sieg in Tallinn. Mit dem dann direkt ein Lauf von sechs Siegen in EL-Quali, Pokal-Erstrunde und zum Ligaauftakt gegen Hoffenheim gestartet wurde.  

Die 4. Staffel: 6 Spiele ungeschlagen, 4-2-0, 12:6 Tore
Keine Frage: Nach dem Abgang der Starakteure Jovic, Haller und Rebic erwarteten zu dieser Zeit die Wenigsten ähnliche fulminante Meilensteine der Filmgeschichte wie im Vorjahr. Dennoch schaffte es die SGE im Herbst noch einmal, sechs Spiele (4-2-0) hintereinander ungeschlagen zu bleiben.
Ehe nur anderthalb Monate später die erste echte Negativserie unter Adi begann.

Die 5. Staffel: 6 Spiele sieglos, 0-1-5, 8:14 Tore
Nah dran an der Goldenen Himbeere: Völlig entkräftet taumelte unser Team dem Jahresende entgegen.
Die Eintracht holte nur einen von 18 möglichen Punkten aus den letzten sechs Spielen des Jahres 2019 und ging auch gegen spätere Abstiegskandidaten körperlich wie mental auf dem Zahnfleisch.

Mit dem Jahreswechsel endete auch der Abwärtstrend, so stark wie im Vorjahr kam die Eintracht aber nicht mehr aus den Startlöchern. Überhaupt gab es - weder im positiven, noch im negativen - keine einzige Serie mehr, die sich über mehr als fünf Spiele streckte.

Saison 20/21
Die 6. Staffel: 7 Spiele sieglos, 0-6-1, 9:14 Tore
Im Spätherbst 2020 dann endlich die von vielen mit Spannung erwartete neue Serie: Der Abgang des überirdischen Triumvirats sollte ebenso ver-, wie die teuren Neuverpflichtungen des Vorjahres einge-arbeitet sein, dazu weniger Drehtage und mehr zu Zeit für Proben.
Doch die Staffel läuft irgendwie anders als erwartet. Ja, im Großen und Ganzen stimmen die Storylines. Dann jedoch sieht man immer wieder merkwürdige Blackouts bei Drehbuch und Hauptdarstellern, denen nicht nur der Applaus des Publikums fehlt. Und so haben wir aktuell zum ersten mal, seit Hütter unser Coach ist, eine Serie von (aktuell) sieben sieglosen Spielen infolge.
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Serien hier, Serien da - im Fußball kommt man sich zurzeit fast vor wie bei Netflix. Vor dem Spiel gegen die nach dem 10. Spieltag noch immer serienmäßig unbesiegbaren Wolfsburger habe ich mal einen Blick auf das große und ganze Seriengeschäft* gelegt, seitdem Adi Hütter unsere Trainerbank besetzt.

Halte es eigentlich immer gerne mit altetablierten Weisheiten. "The trend is your friend" ist so eine, die ich am Ende meiner Betrachtung aber mal lieber kurzzeitig vergesse.

*Als Serien wurden mindestens sechs Pflichtspiele infolge ohne Niederlage bzw. Sieg gewertet.


Saison 2018/19
Adi hatte in Frankfurt einen holprigen Start, in seinen ersten acht Pflichtspielen holte die Eintracht zwei Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen. Wollte er zunächst noch sein System durchdrücken, fand er dann einen guten Kompromiss aus dem, was er idealisierte, und dem, was sein Vorgänger aufgebaut hatte und der Kader hergab.
Was folgte, war die stärkste Phase des Vereins in diesem Jahrtausend

Die 1. Staffel: 11 Spiele ungeschlagen, 10-1-0, 37:8 Tore
Blockbusterformat. Special effects, beeindruckende Handlungsstränge - oscarreif. Eine Serie von elf Spielen ungeschlagen, 31 von 33 Punkten, zehn Siege, darunter das fulminante 7:1 gegen Fortuna Düsseldorf.  

Zum Jahresende 2018 schwanden die Kräfte, in den letzten sechs Spielen des Jahres gab es zwei Siege, ein Remis und drei Niederlagen.

Die 2. Staffel: 15 Spiele ungeschlagen, 9-6-0, 30:10 Tore
"In der zweiten Saisonhälfte sind meine Mannschaften (...) stärker", hatte Hütter verkündet, ließ diesen Worten Taten folgen und setzte mit der ersten Partie 2019 direkt zur nächsten beeindruckenden Serie an. Überwältigende Szenarien, eine an Breaking Bad erinnernde Ausdauer und Game-of-Thrones-mäßige Kampfbereitschaft: Sage und schreibe 15-mal infolge blieb die Eintracht zwischen dem 19.1. (3:1 gegen Freiburg) und dem 6.4. (2:1 auf Schalke mit Jovics Elfer in der 97. Minute) ungeschlagen, holte in diesem Zeitraum neun Siege und sechs Remis.
Kleine Anekdote dabei, die auch die vielleicht größte Hoffnung für die aktuelle Lage macht: Fünf der sechs Unentschieden holte die Eintracht direkt hintereinander, unter anderem gegen Dortmund, Bremen und Leipzig, und das in den ersten Spielen der Serie.

Mitte April hatten wir unser Limit erreicht. Inclusive der Festspiele gegen Chelsea sprangen bis zum Ende der Saison ohne größere Gesetzmäßigkeiten noch ein Sieg, drei Unentschieden und sechs Niederlagen für die SGE heraus.

Saison 2019/20
Die 3. Staffel: 6 Spiele ungeschlagen, 6-0-0, 16:5 Tore
Es war fast noch Sommerpause, eigentlich noch gar nicht so wirklich was los am Set - am Ende reichte es aber zu einer Low-Budget-Miniserie mit sechs Folgen, die Appetit auf mehr machte.
Eine saisonübergreifende Serie hätte es ohnehin nicht gegeben; 18/19 endete mit einer Pleite in München, 19/20 begann mit einem Sieg in Tallinn. Mit dem dann direkt ein Lauf von sechs Siegen in EL-Quali, Pokal-Erstrunde und zum Ligaauftakt gegen Hoffenheim gestartet wurde.  

Die 4. Staffel: 6 Spiele ungeschlagen, 4-2-0, 12:6 Tore
Keine Frage: Nach dem Abgang der Starakteure Jovic, Haller und Rebic erwarteten zu dieser Zeit die Wenigsten ähnliche fulminante Meilensteine der Filmgeschichte wie im Vorjahr. Dennoch schaffte es die SGE im Herbst noch einmal, sechs Spiele (4-2-0) hintereinander ungeschlagen zu bleiben.
Ehe nur anderthalb Monate später die erste echte Negativserie unter Adi begann.

Die 5. Staffel: 6 Spiele sieglos, 0-1-5, 8:14 Tore
Nah dran an der Goldenen Himbeere: Völlig entkräftet taumelte unser Team dem Jahresende entgegen.
Die Eintracht holte nur einen von 18 möglichen Punkten aus den letzten sechs Spielen des Jahres 2019 und ging auch gegen spätere Abstiegskandidaten körperlich wie mental auf dem Zahnfleisch.

Mit dem Jahreswechsel endete auch der Abwärtstrend, so stark wie im Vorjahr kam die Eintracht aber nicht mehr aus den Startlöchern. Überhaupt gab es - weder im positiven, noch im negativen - keine einzige Serie mehr, die sich über mehr als fünf Spiele streckte.

Saison 20/21
Die 6. Staffel: 7 Spiele sieglos, 0-6-1, 9:14 Tore
Im Spätherbst 2020 dann endlich die von vielen mit Spannung erwartete neue Serie: Der Abgang des überirdischen Triumvirats sollte ebenso ver-, wie die teuren Neuverpflichtungen des Vorjahres einge-arbeitet sein, dazu weniger Drehtage und mehr zu Zeit für Proben.
Doch die Staffel läuft irgendwie anders als erwartet. Ja, im Großen und Ganzen stimmen die Storylines. Dann jedoch sieht man immer wieder merkwürdige Blackouts bei Drehbuch und Hauptdarstellern, denen nicht nur der Applaus des Publikums fehlt. Und so haben wir aktuell zum ersten mal, seit Hütter unser Coach ist, eine Serie von (aktuell) sieben sieglosen Spielen infolge.
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Gute Arbeit, aber immer wenn ich infolge lese, erwarte ich als Nächstes einen Genitiv.
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Serien hier, Serien da - im Fußball kommt man sich zurzeit fast vor wie bei Netflix. Vor dem Spiel gegen die nach dem 10. Spieltag noch immer serienmäßig unbesiegbaren Wolfsburger habe ich mal einen Blick auf das große und ganze Seriengeschäft* gelegt, seitdem Adi Hütter unsere Trainerbank besetzt.

Halte es eigentlich immer gerne mit altetablierten Weisheiten. "The trend is your friend" ist so eine, die ich am Ende meiner Betrachtung aber mal lieber kurzzeitig vergesse.

*Als Serien wurden mindestens sechs Pflichtspiele infolge ohne Niederlage bzw. Sieg gewertet.


Saison 2018/19
Adi hatte in Frankfurt einen holprigen Start, in seinen ersten acht Pflichtspielen holte die Eintracht zwei Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen. Wollte er zunächst noch sein System durchdrücken, fand er dann einen guten Kompromiss aus dem, was er idealisierte, und dem, was sein Vorgänger aufgebaut hatte und der Kader hergab.
Was folgte, war die stärkste Phase des Vereins in diesem Jahrtausend

Die 1. Staffel: 11 Spiele ungeschlagen, 10-1-0, 37:8 Tore
Blockbusterformat. Special effects, beeindruckende Handlungsstränge - oscarreif. Eine Serie von elf Spielen ungeschlagen, 31 von 33 Punkten, zehn Siege, darunter das fulminante 7:1 gegen Fortuna Düsseldorf.  

Zum Jahresende 2018 schwanden die Kräfte, in den letzten sechs Spielen des Jahres gab es zwei Siege, ein Remis und drei Niederlagen.

Die 2. Staffel: 15 Spiele ungeschlagen, 9-6-0, 30:10 Tore
"In der zweiten Saisonhälfte sind meine Mannschaften (...) stärker", hatte Hütter verkündet, ließ diesen Worten Taten folgen und setzte mit der ersten Partie 2019 direkt zur nächsten beeindruckenden Serie an. Überwältigende Szenarien, eine an Breaking Bad erinnernde Ausdauer und Game-of-Thrones-mäßige Kampfbereitschaft: Sage und schreibe 15-mal infolge blieb die Eintracht zwischen dem 19.1. (3:1 gegen Freiburg) und dem 6.4. (2:1 auf Schalke mit Jovics Elfer in der 97. Minute) ungeschlagen, holte in diesem Zeitraum neun Siege und sechs Remis.
Kleine Anekdote dabei, die auch die vielleicht größte Hoffnung für die aktuelle Lage macht: Fünf der sechs Unentschieden holte die Eintracht direkt hintereinander, unter anderem gegen Dortmund, Bremen und Leipzig, und das in den ersten Spielen der Serie.

Mitte April hatten wir unser Limit erreicht. Inclusive der Festspiele gegen Chelsea sprangen bis zum Ende der Saison ohne größere Gesetzmäßigkeiten noch ein Sieg, drei Unentschieden und sechs Niederlagen für die SGE heraus.

Saison 2019/20
Die 3. Staffel: 6 Spiele ungeschlagen, 6-0-0, 16:5 Tore
Es war fast noch Sommerpause, eigentlich noch gar nicht so wirklich was los am Set - am Ende reichte es aber zu einer Low-Budget-Miniserie mit sechs Folgen, die Appetit auf mehr machte.
Eine saisonübergreifende Serie hätte es ohnehin nicht gegeben; 18/19 endete mit einer Pleite in München, 19/20 begann mit einem Sieg in Tallinn. Mit dem dann direkt ein Lauf von sechs Siegen in EL-Quali, Pokal-Erstrunde und zum Ligaauftakt gegen Hoffenheim gestartet wurde.  

Die 4. Staffel: 6 Spiele ungeschlagen, 4-2-0, 12:6 Tore
Keine Frage: Nach dem Abgang der Starakteure Jovic, Haller und Rebic erwarteten zu dieser Zeit die Wenigsten ähnliche fulminante Meilensteine der Filmgeschichte wie im Vorjahr. Dennoch schaffte es die SGE im Herbst noch einmal, sechs Spiele (4-2-0) hintereinander ungeschlagen zu bleiben.
Ehe nur anderthalb Monate später die erste echte Negativserie unter Adi begann.

Die 5. Staffel: 6 Spiele sieglos, 0-1-5, 8:14 Tore
Nah dran an der Goldenen Himbeere: Völlig entkräftet taumelte unser Team dem Jahresende entgegen.
Die Eintracht holte nur einen von 18 möglichen Punkten aus den letzten sechs Spielen des Jahres 2019 und ging auch gegen spätere Abstiegskandidaten körperlich wie mental auf dem Zahnfleisch.

Mit dem Jahreswechsel endete auch der Abwärtstrend, so stark wie im Vorjahr kam die Eintracht aber nicht mehr aus den Startlöchern. Überhaupt gab es - weder im positiven, noch im negativen - keine einzige Serie mehr, die sich über mehr als fünf Spiele streckte.

Saison 20/21
Die 6. Staffel: 7 Spiele sieglos, 0-6-1, 9:14 Tore
Im Spätherbst 2020 dann endlich die von vielen mit Spannung erwartete neue Serie: Der Abgang des überirdischen Triumvirats sollte ebenso ver-, wie die teuren Neuverpflichtungen des Vorjahres einge-arbeitet sein, dazu weniger Drehtage und mehr zu Zeit für Proben.
Doch die Staffel läuft irgendwie anders als erwartet. Ja, im Großen und Ganzen stimmen die Storylines. Dann jedoch sieht man immer wieder merkwürdige Blackouts bei Drehbuch und Hauptdarstellern, denen nicht nur der Applaus des Publikums fehlt. Und so haben wir aktuell zum ersten mal, seit Hütter unser Coach ist, eine Serie von (aktuell) sieben sieglosen Spielen infolge.
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Eendracht schrieb:

Und so haben wir aktuell zum ersten mal, seit Hütter unser Coach ist, eine Serie von (aktuell) sieben sieglosen Spielen infolge.
     


Welche gleichzeitig auch eine Serie von 5 ungeschlagenen Spielen ist.
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Eendracht schrieb:

Und so haben wir aktuell zum ersten mal, seit Hütter unser Coach ist, eine Serie von (aktuell) sieben sieglosen Spielen infolge.
     


Welche gleichzeitig auch eine Serie von 5 ungeschlagenen Spielen ist.
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SemperFi schrieb:

Eendracht schrieb:

Und so haben wir aktuell zum ersten mal, seit Hütter unser Coach ist, eine Serie von (aktuell) sieben sieglosen Spielen infolge.
     


Welche gleichzeitig auch eine Serie von 5 ungeschlagenen Spielen ist.

Die Serie wird dann wirklich interessant wenn wir die nächsten Spiele punkten. Dann haben wir nämlich mit den Untentschieden doch einigen Mannschaften Punkte weggenommen und dafür keine 3 gemacht. Wenn wir jetzt allerdings mal zwei Spiele am Stück gewinnen sind wir absolut im Soll. Oder wie es einer meiner Stadionfreunde nach einem Unentschieden immer sagt: Ein Punkt ist ein Punkt ist ein Punkt. Punkt.

Gruß
tobago
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Serien hier, Serien da - im Fußball kommt man sich zurzeit fast vor wie bei Netflix. Vor dem Spiel gegen die nach dem 10. Spieltag noch immer serienmäßig unbesiegbaren Wolfsburger habe ich mal einen Blick auf das große und ganze Seriengeschäft* gelegt, seitdem Adi Hütter unsere Trainerbank besetzt.

Halte es eigentlich immer gerne mit altetablierten Weisheiten. "The trend is your friend" ist so eine, die ich am Ende meiner Betrachtung aber mal lieber kurzzeitig vergesse.

*Als Serien wurden mindestens sechs Pflichtspiele infolge ohne Niederlage bzw. Sieg gewertet.


Saison 2018/19
Adi hatte in Frankfurt einen holprigen Start, in seinen ersten acht Pflichtspielen holte die Eintracht zwei Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen. Wollte er zunächst noch sein System durchdrücken, fand er dann einen guten Kompromiss aus dem, was er idealisierte, und dem, was sein Vorgänger aufgebaut hatte und der Kader hergab.
Was folgte, war die stärkste Phase des Vereins in diesem Jahrtausend

Die 1. Staffel: 11 Spiele ungeschlagen, 10-1-0, 37:8 Tore
Blockbusterformat. Special effects, beeindruckende Handlungsstränge - oscarreif. Eine Serie von elf Spielen ungeschlagen, 31 von 33 Punkten, zehn Siege, darunter das fulminante 7:1 gegen Fortuna Düsseldorf.  

Zum Jahresende 2018 schwanden die Kräfte, in den letzten sechs Spielen des Jahres gab es zwei Siege, ein Remis und drei Niederlagen.

Die 2. Staffel: 15 Spiele ungeschlagen, 9-6-0, 30:10 Tore
"In der zweiten Saisonhälfte sind meine Mannschaften (...) stärker", hatte Hütter verkündet, ließ diesen Worten Taten folgen und setzte mit der ersten Partie 2019 direkt zur nächsten beeindruckenden Serie an. Überwältigende Szenarien, eine an Breaking Bad erinnernde Ausdauer und Game-of-Thrones-mäßige Kampfbereitschaft: Sage und schreibe 15-mal infolge blieb die Eintracht zwischen dem 19.1. (3:1 gegen Freiburg) und dem 6.4. (2:1 auf Schalke mit Jovics Elfer in der 97. Minute) ungeschlagen, holte in diesem Zeitraum neun Siege und sechs Remis.
Kleine Anekdote dabei, die auch die vielleicht größte Hoffnung für die aktuelle Lage macht: Fünf der sechs Unentschieden holte die Eintracht direkt hintereinander, unter anderem gegen Dortmund, Bremen und Leipzig, und das in den ersten Spielen der Serie.

Mitte April hatten wir unser Limit erreicht. Inclusive der Festspiele gegen Chelsea sprangen bis zum Ende der Saison ohne größere Gesetzmäßigkeiten noch ein Sieg, drei Unentschieden und sechs Niederlagen für die SGE heraus.

Saison 2019/20
Die 3. Staffel: 6 Spiele ungeschlagen, 6-0-0, 16:5 Tore
Es war fast noch Sommerpause, eigentlich noch gar nicht so wirklich was los am Set - am Ende reichte es aber zu einer Low-Budget-Miniserie mit sechs Folgen, die Appetit auf mehr machte.
Eine saisonübergreifende Serie hätte es ohnehin nicht gegeben; 18/19 endete mit einer Pleite in München, 19/20 begann mit einem Sieg in Tallinn. Mit dem dann direkt ein Lauf von sechs Siegen in EL-Quali, Pokal-Erstrunde und zum Ligaauftakt gegen Hoffenheim gestartet wurde.  

Die 4. Staffel: 6 Spiele ungeschlagen, 4-2-0, 12:6 Tore
Keine Frage: Nach dem Abgang der Starakteure Jovic, Haller und Rebic erwarteten zu dieser Zeit die Wenigsten ähnliche fulminante Meilensteine der Filmgeschichte wie im Vorjahr. Dennoch schaffte es die SGE im Herbst noch einmal, sechs Spiele (4-2-0) hintereinander ungeschlagen zu bleiben.
Ehe nur anderthalb Monate später die erste echte Negativserie unter Adi begann.

Die 5. Staffel: 6 Spiele sieglos, 0-1-5, 8:14 Tore
Nah dran an der Goldenen Himbeere: Völlig entkräftet taumelte unser Team dem Jahresende entgegen.
Die Eintracht holte nur einen von 18 möglichen Punkten aus den letzten sechs Spielen des Jahres 2019 und ging auch gegen spätere Abstiegskandidaten körperlich wie mental auf dem Zahnfleisch.

Mit dem Jahreswechsel endete auch der Abwärtstrend, so stark wie im Vorjahr kam die Eintracht aber nicht mehr aus den Startlöchern. Überhaupt gab es - weder im positiven, noch im negativen - keine einzige Serie mehr, die sich über mehr als fünf Spiele streckte.

Saison 20/21
Die 6. Staffel: 7 Spiele sieglos, 0-6-1, 9:14 Tore
Im Spätherbst 2020 dann endlich die von vielen mit Spannung erwartete neue Serie: Der Abgang des überirdischen Triumvirats sollte ebenso ver-, wie die teuren Neuverpflichtungen des Vorjahres einge-arbeitet sein, dazu weniger Drehtage und mehr zu Zeit für Proben.
Doch die Staffel läuft irgendwie anders als erwartet. Ja, im Großen und Ganzen stimmen die Storylines. Dann jedoch sieht man immer wieder merkwürdige Blackouts bei Drehbuch und Hauptdarstellern, denen nicht nur der Applaus des Publikums fehlt. Und so haben wir aktuell zum ersten mal, seit Hütter unser Coach ist, eine Serie von (aktuell) sieben sieglosen Spielen infolge.
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Wow. Starker Beitrag. Adi als Serienmeister.

Vielleicht kannst du noch herausfinden, ob sich die Qualität der jeweiligen Serie schon aus dem Pilot herauslesen lässt und welche Rückschlüsse daraus für die aktuelle Serie zu ziehen sind?
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Serien hier, Serien da - im Fußball kommt man sich zurzeit fast vor wie bei Netflix. Vor dem Spiel gegen die nach dem 10. Spieltag noch immer serienmäßig unbesiegbaren Wolfsburger habe ich mal einen Blick auf das große und ganze Seriengeschäft* gelegt, seitdem Adi Hütter unsere Trainerbank besetzt.

Halte es eigentlich immer gerne mit altetablierten Weisheiten. "The trend is your friend" ist so eine, die ich am Ende meiner Betrachtung aber mal lieber kurzzeitig vergesse.

*Als Serien wurden mindestens sechs Pflichtspiele infolge ohne Niederlage bzw. Sieg gewertet.


Saison 2018/19
Adi hatte in Frankfurt einen holprigen Start, in seinen ersten acht Pflichtspielen holte die Eintracht zwei Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen. Wollte er zunächst noch sein System durchdrücken, fand er dann einen guten Kompromiss aus dem, was er idealisierte, und dem, was sein Vorgänger aufgebaut hatte und der Kader hergab.
Was folgte, war die stärkste Phase des Vereins in diesem Jahrtausend

Die 1. Staffel: 11 Spiele ungeschlagen, 10-1-0, 37:8 Tore
Blockbusterformat. Special effects, beeindruckende Handlungsstränge - oscarreif. Eine Serie von elf Spielen ungeschlagen, 31 von 33 Punkten, zehn Siege, darunter das fulminante 7:1 gegen Fortuna Düsseldorf.  

Zum Jahresende 2018 schwanden die Kräfte, in den letzten sechs Spielen des Jahres gab es zwei Siege, ein Remis und drei Niederlagen.

Die 2. Staffel: 15 Spiele ungeschlagen, 9-6-0, 30:10 Tore
"In der zweiten Saisonhälfte sind meine Mannschaften (...) stärker", hatte Hütter verkündet, ließ diesen Worten Taten folgen und setzte mit der ersten Partie 2019 direkt zur nächsten beeindruckenden Serie an. Überwältigende Szenarien, eine an Breaking Bad erinnernde Ausdauer und Game-of-Thrones-mäßige Kampfbereitschaft: Sage und schreibe 15-mal infolge blieb die Eintracht zwischen dem 19.1. (3:1 gegen Freiburg) und dem 6.4. (2:1 auf Schalke mit Jovics Elfer in der 97. Minute) ungeschlagen, holte in diesem Zeitraum neun Siege und sechs Remis.
Kleine Anekdote dabei, die auch die vielleicht größte Hoffnung für die aktuelle Lage macht: Fünf der sechs Unentschieden holte die Eintracht direkt hintereinander, unter anderem gegen Dortmund, Bremen und Leipzig, und das in den ersten Spielen der Serie.

Mitte April hatten wir unser Limit erreicht. Inclusive der Festspiele gegen Chelsea sprangen bis zum Ende der Saison ohne größere Gesetzmäßigkeiten noch ein Sieg, drei Unentschieden und sechs Niederlagen für die SGE heraus.

Saison 2019/20
Die 3. Staffel: 6 Spiele ungeschlagen, 6-0-0, 16:5 Tore
Es war fast noch Sommerpause, eigentlich noch gar nicht so wirklich was los am Set - am Ende reichte es aber zu einer Low-Budget-Miniserie mit sechs Folgen, die Appetit auf mehr machte.
Eine saisonübergreifende Serie hätte es ohnehin nicht gegeben; 18/19 endete mit einer Pleite in München, 19/20 begann mit einem Sieg in Tallinn. Mit dem dann direkt ein Lauf von sechs Siegen in EL-Quali, Pokal-Erstrunde und zum Ligaauftakt gegen Hoffenheim gestartet wurde.  

Die 4. Staffel: 6 Spiele ungeschlagen, 4-2-0, 12:6 Tore
Keine Frage: Nach dem Abgang der Starakteure Jovic, Haller und Rebic erwarteten zu dieser Zeit die Wenigsten ähnliche fulminante Meilensteine der Filmgeschichte wie im Vorjahr. Dennoch schaffte es die SGE im Herbst noch einmal, sechs Spiele (4-2-0) hintereinander ungeschlagen zu bleiben.
Ehe nur anderthalb Monate später die erste echte Negativserie unter Adi begann.

Die 5. Staffel: 6 Spiele sieglos, 0-1-5, 8:14 Tore
Nah dran an der Goldenen Himbeere: Völlig entkräftet taumelte unser Team dem Jahresende entgegen.
Die Eintracht holte nur einen von 18 möglichen Punkten aus den letzten sechs Spielen des Jahres 2019 und ging auch gegen spätere Abstiegskandidaten körperlich wie mental auf dem Zahnfleisch.

Mit dem Jahreswechsel endete auch der Abwärtstrend, so stark wie im Vorjahr kam die Eintracht aber nicht mehr aus den Startlöchern. Überhaupt gab es - weder im positiven, noch im negativen - keine einzige Serie mehr, die sich über mehr als fünf Spiele streckte.

Saison 20/21
Die 6. Staffel: 7 Spiele sieglos, 0-6-1, 9:14 Tore
Im Spätherbst 2020 dann endlich die von vielen mit Spannung erwartete neue Serie: Der Abgang des überirdischen Triumvirats sollte ebenso ver-, wie die teuren Neuverpflichtungen des Vorjahres einge-arbeitet sein, dazu weniger Drehtage und mehr zu Zeit für Proben.
Doch die Staffel läuft irgendwie anders als erwartet. Ja, im Großen und Ganzen stimmen die Storylines. Dann jedoch sieht man immer wieder merkwürdige Blackouts bei Drehbuch und Hauptdarstellern, denen nicht nur der Applaus des Publikums fehlt. Und so haben wir aktuell zum ersten mal, seit Hütter unser Coach ist, eine Serie von (aktuell) sieben sieglosen Spielen infolge.
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Als Bonus-Edition (auch wenn es keine zeitlich direkt aufeinander folgenden Spiele waren) könnte man natürlich noch die Gruppenphase der EL 2018/2019 anpreisen, welche mit 6 von 6 Spielen und 17:5 Toren historisch gewonnen wurde.
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Als Bonus-Edition (auch wenn es keine zeitlich direkt aufeinander folgenden Spiele waren) könnte man natürlich noch die Gruppenphase der EL 2018/2019 anpreisen, welche mit 6 von 6 Spielen und 17:5 Toren historisch gewonnen wurde.
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sonofanarchy schrieb:

Als Bonus-Edition (auch wenn es keine zeitlich direkt aufeinander folgenden Spiele waren) könnte man natürlich noch die Gruppenphase der EL 2018/2019 anpreisen, welche mit 6 von 6 Spielen und 17:5 Toren historisch gewonnen wurde.

Ich denke, das kann man gelten lassen.
Nimmt man diese EL-Saison als abgeschlossene Serie, ließe sich diese sogar auf 10 ungeschlagene Spiele hintereinander ausbauen. Der Pilot war das Geisterspiel in Marseille, in dem es gelang, das Spiel zu drehen und in dem Gacinovic eines seiner wenigen, gleichwohl unvergesslichen Tore erzielte.
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sonofanarchy schrieb:

Als Bonus-Edition (auch wenn es keine zeitlich direkt aufeinander folgenden Spiele waren) könnte man natürlich noch die Gruppenphase der EL 2018/2019 anpreisen, welche mit 6 von 6 Spielen und 17:5 Toren historisch gewonnen wurde.

Ich denke, das kann man gelten lassen.
Nimmt man diese EL-Saison als abgeschlossene Serie, ließe sich diese sogar auf 10 ungeschlagene Spiele hintereinander ausbauen. Der Pilot war das Geisterspiel in Marseille, in dem es gelang, das Spiel zu drehen und in dem Gacinovic eines seiner wenigen, gleichwohl unvergesslichen Tore erzielte.
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WuerzburgerAdler schrieb:

sonofanarchy schrieb:

Als Bonus-Edition (auch wenn es keine zeitlich direkt aufeinander folgenden Spiele waren) könnte man natürlich noch die Gruppenphase der EL 2018/2019 anpreisen, welche mit 6 von 6 Spielen und 17:5 Toren historisch gewonnen wurde.

Der Pilot war das Geisterspiel in Marseille, in dem es gelang, das Spiel zu drehen und in dem Gacinovic eines seiner wenigen, gleichwohl unvergesslichen Tore erzielte.


Einen hast du noch.
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sonofanarchy schrieb:

Als Bonus-Edition (auch wenn es keine zeitlich direkt aufeinander folgenden Spiele waren) könnte man natürlich noch die Gruppenphase der EL 2018/2019 anpreisen, welche mit 6 von 6 Spielen und 17:5 Toren historisch gewonnen wurde.

Ich denke, das kann man gelten lassen.
Nimmt man diese EL-Saison als abgeschlossene Serie, ließe sich diese sogar auf 10 ungeschlagene Spiele hintereinander ausbauen. Der Pilot war das Geisterspiel in Marseille, in dem es gelang, das Spiel zu drehen und in dem Gacinovic eines seiner wenigen, gleichwohl unvergesslichen Tore erzielte.
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WuerzburgerAdler schrieb:

sonofanarchy schrieb:

Als Bonus-Edition (auch wenn es keine zeitlich direkt aufeinander folgenden Spiele waren) könnte man natürlich noch die Gruppenphase der EL 2018/2019 anpreisen, welche mit 6 von 6 Spielen und 17:5 Toren historisch gewonnen wurde.

Ich denke, das kann man gelten lassen.
Nimmt man diese EL-Saison als abgeschlossene Serie, ließe sich diese sogar auf 10 ungeschlagene Spiele hintereinander ausbauen. Der Pilot war das Geisterspiel in Marseille, in dem es gelang, das Spiel zu drehen und in dem Gacinovic eines seiner wenigen, gleichwohl unvergesslichen Tore erzielte.

Also, ich habe Gacinovic als Torschütze in Rom in Erinnerung. In Marseille haben Torro und Jovic getroffen.
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WuerzburgerAdler schrieb:

sonofanarchy schrieb:

Als Bonus-Edition (auch wenn es keine zeitlich direkt aufeinander folgenden Spiele waren) könnte man natürlich noch die Gruppenphase der EL 2018/2019 anpreisen, welche mit 6 von 6 Spielen und 17:5 Toren historisch gewonnen wurde.

Ich denke, das kann man gelten lassen.
Nimmt man diese EL-Saison als abgeschlossene Serie, ließe sich diese sogar auf 10 ungeschlagene Spiele hintereinander ausbauen. Der Pilot war das Geisterspiel in Marseille, in dem es gelang, das Spiel zu drehen und in dem Gacinovic eines seiner wenigen, gleichwohl unvergesslichen Tore erzielte.

Also, ich habe Gacinovic als Torschütze in Rom in Erinnerung. In Marseille haben Torro und Jovic getroffen.
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Gefühlt hat die unvergesslichen Tore der letzten 3 Jahre alle Gacinovic erzielt.
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Gefühlt hat die unvergesslichen Tore der letzten 3 Jahre alle Gacinovic erzielt.
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Ebend.
Rom oder Marseille, Hauptsache Gacinovic.
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Ebend.
Rom oder Marseille, Hauptsache Gacinovic.
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Ich war live dabei und habe das Video danach so oft gesehen, dass ich, wenn ich nicht einschlafen kann, keine Schäfchen mehr zähle, sondern Gacinovic-Tore.
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Ich war live dabei und habe das Video danach so oft gesehen, dass ich, wenn ich nicht einschlafen kann, keine Schäfchen mehr zähle, sondern Gacinovic-Tore.
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Die längste Serie ist, die "Kein Jugendspieler hat auch nur eine einzige Minute Spielzeit bekommen" Serie und das seitdem er hier ist.
Also keiner hat sein Debut gegeben, bevor hier gleich einer mit Barkok oder Chandler ankommt...
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Die längste Serie ist, die "Kein Jugendspieler hat auch nur eine einzige Minute Spielzeit bekommen" Serie und das seitdem er hier ist.
Also keiner hat sein Debut gegeben, bevor hier gleich einer mit Barkok oder Chandler ankommt...
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goodKID schrieb:

Die längste Serie ist, die "Kein Jugendspieler hat auch nur eine einzige Minute Spielzeit bekommen" Serie und das seitdem er hier ist.
Also keiner hat sein Debut gegeben, bevor hier gleich einer mit Barkok oder Chandler ankommt...

Welcher Jugendspieler, der zu Hütters Amtsantritt noch bei der Eintracht gespielt hat, hat denn seitdem bei einem anderen Verein sein Bundesligasdebüt gefeiert?
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goodKID schrieb:

Die längste Serie ist, die "Kein Jugendspieler hat auch nur eine einzige Minute Spielzeit bekommen" Serie und das seitdem er hier ist.
Also keiner hat sein Debut gegeben, bevor hier gleich einer mit Barkok oder Chandler ankommt...

Welcher Jugendspieler, der zu Hütters Amtsantritt noch bei der Eintracht gespielt hat, hat denn seitdem bei einem anderen Verein sein Bundesligasdebüt gefeiert?
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eismann98 schrieb:

goodKID schrieb:

Die längste Serie ist, die "Kein Jugendspieler hat auch nur eine einzige Minute Spielzeit bekommen" Serie und das seitdem er hier ist.
Also keiner hat sein Debut gegeben, bevor hier gleich einer mit Barkok oder Chandler ankommt...

Welcher Jugendspieler, der zu Hütters Amtsantritt noch bei der Eintracht gespielt hat, hat denn seitdem bei einem anderen Verein sein Bundesligasdebüt gefeiert?

Ich glaube auch, dass diese Frage entscheidend ist. Welcher Jugendspieler aus unserer Schmiede hat in den letzten Jahren überhaupt sein Debüt in der Bundesliga gegeben und auch darüber hinaus weitergespielt?

Das sind nicht sehr viele und für einen Bundesligisten mit Ansprüchen haben wir die letzten Jahrzehnte ganz schön Schindluder getrieben mit unserer Jugendarbeit. Hier ist die Problematik zu sehen. Mit Grausen erinnere ich mich an die Weigerung vom Betonkopf die Jugend mit den Profis zusammenzubringen. Unsere letzte wirklich goldene Generation war in den 80er Jahren als Binz, Falke, der Verschwörungstheoretiker usw. aus der Jugend kamen. Da waren wir sogar mal Deutscher A-Jugendmeister. Seitdem dümpelt die Eintracht herum und hinterher in der Jugendarbeit. Jetzt wird seit drei Jahren daran gearbeitet alles aufzuholen, das wird seine Zeit dauern.

Gruß
tobago
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eismann98 schrieb:

goodKID schrieb:

Die längste Serie ist, die "Kein Jugendspieler hat auch nur eine einzige Minute Spielzeit bekommen" Serie und das seitdem er hier ist.
Also keiner hat sein Debut gegeben, bevor hier gleich einer mit Barkok oder Chandler ankommt...

Welcher Jugendspieler, der zu Hütters Amtsantritt noch bei der Eintracht gespielt hat, hat denn seitdem bei einem anderen Verein sein Bundesligasdebüt gefeiert?

Ich glaube auch, dass diese Frage entscheidend ist. Welcher Jugendspieler aus unserer Schmiede hat in den letzten Jahren überhaupt sein Debüt in der Bundesliga gegeben und auch darüber hinaus weitergespielt?

Das sind nicht sehr viele und für einen Bundesligisten mit Ansprüchen haben wir die letzten Jahrzehnte ganz schön Schindluder getrieben mit unserer Jugendarbeit. Hier ist die Problematik zu sehen. Mit Grausen erinnere ich mich an die Weigerung vom Betonkopf die Jugend mit den Profis zusammenzubringen. Unsere letzte wirklich goldene Generation war in den 80er Jahren als Binz, Falke, der Verschwörungstheoretiker usw. aus der Jugend kamen. Da waren wir sogar mal Deutscher A-Jugendmeister. Seitdem dümpelt die Eintracht herum und hinterher in der Jugendarbeit. Jetzt wird seit drei Jahren daran gearbeitet alles aufzuholen, das wird seine Zeit dauern.

Gruß
tobago
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Mit Sicherheit. Zumal viele der damaligen Platzhirsche und für die Jugend damals Zuständigen hier noch immer in Amt und Würden sind.
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Mit Sicherheit. Zumal viele der damaligen Platzhirsche und für die Jugend damals Zuständigen hier noch immer in Amt und Würden sind.
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... bzw noch immer gut verdrahtet sind.
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Ich dachte so langsam sind die alle weg
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eismann98 schrieb:

goodKID schrieb:

Die längste Serie ist, die "Kein Jugendspieler hat auch nur eine einzige Minute Spielzeit bekommen" Serie und das seitdem er hier ist.
Also keiner hat sein Debut gegeben, bevor hier gleich einer mit Barkok oder Chandler ankommt...

Welcher Jugendspieler, der zu Hütters Amtsantritt noch bei der Eintracht gespielt hat, hat denn seitdem bei einem anderen Verein sein Bundesligasdebüt gefeiert?

Ich glaube auch, dass diese Frage entscheidend ist. Welcher Jugendspieler aus unserer Schmiede hat in den letzten Jahren überhaupt sein Debüt in der Bundesliga gegeben und auch darüber hinaus weitergespielt?

Das sind nicht sehr viele und für einen Bundesligisten mit Ansprüchen haben wir die letzten Jahrzehnte ganz schön Schindluder getrieben mit unserer Jugendarbeit. Hier ist die Problematik zu sehen. Mit Grausen erinnere ich mich an die Weigerung vom Betonkopf die Jugend mit den Profis zusammenzubringen. Unsere letzte wirklich goldene Generation war in den 80er Jahren als Binz, Falke, der Verschwörungstheoretiker usw. aus der Jugend kamen. Da waren wir sogar mal Deutscher A-Jugendmeister. Seitdem dümpelt die Eintracht herum und hinterher in der Jugendarbeit. Jetzt wird seit drei Jahren daran gearbeitet alles aufzuholen, das wird seine Zeit dauern.

Gruß
tobago
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tobago schrieb:

Ich glaube auch, dass diese Frage entscheidend ist. Welcher Jugendspieler aus unserer Schmiede hat in den letzten Jahren überhaupt sein Debüt in der Bundesliga gegeben und auch darüber hinaus weitergespielt?

Das sind nicht sehr viele und für einen Bundesligisten mit Ansprüchen haben wir die letzten Jahrzehnte ganz schön Schindluder getrieben mit unserer Jugendarbeit. Hier ist die Problematik zu sehen. Mit Grausen erinnere ich mich an die Weigerung vom Betonkopf die Jugend mit den Profis zusammenzubringen. Unsere letzte wirklich goldene Generation war in den 80er Jahren als Binz, Falke, der Verschwörungstheoretiker usw. aus der Jugend kamen. Da waren wir sogar mal Deutscher A-Jugendmeister. Seitdem dümpelt die Eintracht herum und hinterher in der Jugendarbeit. Jetzt wird seit drei Jahren daran gearbeitet alles aufzuholen, das wird seine Zeit dauern.

Gruß
tobago        


Da stimmt sicher vieles und die letzten fünf Jahre kam bis auf Barkok auch nicht mehr viel aus unserer Jugend. Ich finde aber, dass man zumindest einem Şahverdi Çetin letztes Jahr mal die Chance hätte geben können. Ansonsten sehe ich es auch so, dass von allen aktuellen ehemaligen Jugendspielern mit Profivertrag niemand eine Perspektive in der Bundesliga hat.

Man muss aber auch sehen, dass unsere (vermeintlichen) Toptalente in der Regel schon im Jugendbereich abgeworben werden. Ja, da wurde lange Zeit auch geschlampt, aber da können wir finanziell mit den Topteams genauso wenig wie im Profibereich mithalten. Da gibt es mit den Itter-Zwillingen, Dadashov und Mahmudov oder Peña Zauner auch in den letzten Jahren genug Beispiele. Auch vor der aktuellen Saison gab es da mit Elias Kurt ein frisches Beispiel. Wenn man noch weiter zurückgeht mit Emre Can und Marko Marin sogar zwei sehr prominente. Andere Spieler wollten zu früh zu viel wie Karaahmet oder haben tatsächlich keine Perspektive gesehen wie Süle, der glaube ich gewechselt ist, weil wir damals echt noch eine schlechte Infrastuktur hatten.

Aber auch so finde ich, dass die Eintracht in den letzten 20 Jahren durchaus genügend talentierte Spieler aus der eigenen Jugend hervorgebracht hat. Anfang der 2000er Jahre hatten wir einige gute Leute dabei, mit NadW, Preuß, Streit und Gemiti, die alle in einer Top 5 Liga um die oder über 100 Profispiele gemacht haben. Auch ein Mimoun Azaouagh hat lange bei uns in der Jugend gespielt. Dann kam Mitte der 2000er mit dem Erdbeerpflücker, Russ und Zimbo die nächste Generation. Wenn man auch die Zweite und Dritte Liga berücksichtigt, waren da mit Huber, Cimen, Di Gregorio, Chaftar und Toski auch noch weitere Spieler dabei, die durchaus zu gestandenen Profis wurden. Und auch hier war mit Nicolai Müller wieder ein Spieler dabei, der zwar woanders den Sprung zu den Profis geschafft hat, aber den größten Teil seiner Jugend bei uns ausgebildet wurde. Wenn man bedenkt, dass wir in dem Zeitraum öfters Zweite Liga gespielt haben und teilweise massive finanzielle Probleme hatten, ist das denke ich eine gute Bilanz.

Und auch in den letzten zehn Jahren hatten wir einige Spieler in unserer Jugend, die sich im Profifußball etabliert haben. Leider hatten die größten Talente viel Verletzungspech (Kittel, Stendera, auch Barkok), sind wie bereits erwähnt schon zu Jugendzeiten gewechselt (Can, Süle, Marin, Schwäbe) oder haben bei uns im Profibereich keine Chance bekommen beziehungsweise sich noch nicht durchsetzen können (Tosun, Waldschmidt, Kempf). Leider scheinen wir halt auch die verletzungsanfälligsten Talente anzuziehen oder bei uns wurde in den letzten 20 Jahren im Jugendbereich einfach falsch trainiert. Auch einen Nelson Mandela, der ja als Riesentalent galt, oder Joel Gerezgiher muss man da nennen. Aber auch neben den Genannten kamen mit Sebi Jung, Anthony Jung, Chandler, Kirchhoff, Pezzoni, Titsch-Rivero, Álvarez, Mössmer, Kraus oder Hartherz genügend Spieler aus unserer Jugend, die früher oder später alle mindestens 100 Profispiele bestritten haben. Da gibt es sicher einige andere Vereine mit schlechterer Bilanz.

Richtig ist allerdings, dass gerade die letzten fünf Jahre, wo man sich nach der Streichung der Zweiten Mannschaft ja auch mehr aus dem Jugendbereich erwartet hat, nicht mehr viel passiert ist. Das war in der Tat auf jeden Fall zu wenig.

Allerdings hat man gerade bei unseren Spielern gesehen, dass viele einfach auch erst mal eins, zwei Jahre zur Anpassung brauchen, um sich im Profibereich zu etablieren. Spieler wie früher NadW, Streit und Preuß, später auch Sebi und Anthony Jung oder Chandler haben alle erst mal einige Zeit unterklassig in der Zweiten Mannschaft gespielt, bevor sie den Durchbruch geschafft haben. Waldschmidt und Kempf konnten sich nicht direkt durchsetzen, auch ein Barkok hatte jetzt erst einige Rückschläge erleiden müssen. Oftmals brauchen die Jungs eben auch noch ein bisschen Zeit, die sie häufig leider nicht bekommen. Nicht jeder kann wie ein Kittel oder Stendera schon mit 17 Jahren bei den Profis spielen. Aber ein Barkok war hier auch schon fast wieder abgeschoben und ein Çetin hat überhaupt keine Chance bekommen. Die hatten aber beide meiner Meinung nach immer das Talent, um sich auch in der Bundesliga durchzusetzen. Diese großen Talente muss man dann aber auch fördern und ihnen Chancen geben. Denn wie gesagt, viel bessere Talente werden wir ohnehin schon in der Jugend nicht mehr halten können.
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Ich wäre dafür das Adi mit der Mannschaft ab morgen eine neue, kleine Siegesserie bis zur kurzen Winterpause startet. Diese Serie darf dann gerne im neuen Jahr mit den restlichen Hinrundenspielen abgerundet werden! 😎


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