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Dino Toppmöller Diskussion

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Ich interpretiere da auch nichts rein oder spekuliere über das Binnenverhältnis der Mannschaft. Das tun bevorzugt Journalisten, die kein Material für ihre Mindestanzahl an Artikeln haben und ggf Bonuszahlungen für eine bestimmte Anzahl an Klicks bekommen.

Unsere Standards kritisiere ich wie wohl 99% der Forenuser und ich habe auch nie behauptet wir würden auch nur ansatzweise so gut spielen wie Leverkusen oder Stuttgart. Es sind aber trotzdem klare taktische Muster zu erkennen und wir schaffen es zumindest phasenweise ähnlich gut zu spielen. Und es wurden oft genug gute Gründe angeführt warum wir, noch, nicht so gut und auch nicht konstant gut spielen.

Und wie lange meckern wir schon über mangelnden Einsatz gegen kleine Gegner? Seit Kovac uns vorm Abstieg bewahrt hatte? Unter 4 aufeinanderfolgenden Trainern das selbe Trauerspiel gegen Gegner die wir eigentlich schlagen MÜSSEN. Es wird also eher nicht (nur) an "Floppmöller" liegen.
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Maddux schrieb:

Ich interpretiere da auch nichts rein oder spekuliere über das Binnenverhältnis der Mannschaft. Das tun bevorzugt Journalisten, die kein Material für ihre Mindestanzahl an Artikeln haben und ggf Bonuszahlungen für eine bestimmte Anzahl an Klicks bekommen.

Unsere Standards kritisiere ich wie wohl 99% der Forenuser und ich habe auch nie behauptet wir würden auch nur ansatzweise so gut spielen wie Leverkusen oder Stuttgart. Es sind aber trotzdem klare taktische Muster zu erkennen und wir schaffen es zumindest phasenweise ähnlich gut zu spielen. Und es wurden oft genug gute Gründe angeführt warum wir, noch, nicht so gut und auch nicht konstant gut spielen.

Und wie lange meckern wir schon über mangelnden Einsatz gegen kleine Gegner? Seit Kovac uns vorm Abstieg bewahrt hatte? Unter 4 aufeinanderfolgenden Trainern das selbe Trauerspiel gegen Gegner die wir eigentlich schlagen MÜSSEN. Es wird also eher nicht (nur) an "Floppmöller" liegen.


Gib's auf. Manche Leute sehen Ausländerkriminalität in sächsischen Käffern, in denen es keine Ausländer gibt und andere sehen eine schlechte Saison auf Tabellenplatz 6. Und wenn wir mit 10 Siegen unter Toppmöller in die neue Saison starten, hat keiner der "Kritiker" je ein negatives Wort verloren.
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2cvrs schrieb:


1:1 gegen Mainz, Köln, Bochum, 0:2 in Wolfsburg,  2:2 in Darmstadt, 0:2 in Köln, 1:1 gg Bochum, 0:0 gg Union... Und unter keinem Trainer der Welt wären hier 12 Punkte mehr drin gewesen?



Evtl. hätten wir dafür gegen Bayern und RB verloren. Die 12 Punkte mehr sind wirklich das absolute Maximum was drin gewesen wäre. Das erreicht man nur sehr selten. Unstrittig ist, dass wir unnötig Punkte haben liegen lassen. Ich bezweifle allerdings das wir tabellarisch besser als Rang 6 enden würden, wenn wir nicht das absolute Maximum rausholen würden.
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Schon klar. Aber angesichts unserer Bilanz gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel erscheint mir die Behauptung, unter keinem Trainer der Welt wären 12 Punkte mehr erreichbar gewesen, schon recht abenteuerlich.

Stuttgart und Leverkusen belegen in dieser Spielzeit eindrucksvoll, dass der passende Trainer Potentiale heben kann, mit denen vorher niemand hätte rechnen können. Da muss halt dann alles passen. Nur: Wenn man über 45 Spiele sieht, dass der Funke nicht zündet, stellt sich die Frage wie lange man es sich noch anschauen möchte. Alles eine Frage der Risikoabwägung und der Veränderungsbereitschaft.
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Ah, die bösen Schreiberlinge
Deshalb habe ich ja keine Mutmaßungen irgendwelcher Medien aufgeführt, sondern ganz bewusst Zitate eines Spielers (der vermutlich nicht damit hinter dem Berg gehalten hätte, wenn die taktischen Halbzeitanweisungen primär entscheidend gewesen wären, wie Du es vermutest).
Und dann habe ich selbst interpretiert, was man natürlich als ganz ansehen kann, kein Problem.
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Die Aussagen des Spielers hast du allerdings so gedeutet wie es dir gepasst hat. Einsehen dass man im und am gegnerischen Strafraum nicht konzentriert genug war, hat nichts mit angepasster Taktik oder mangelndem Einsatzwillen zu tun. Timmy könnte einen der 3 Punkte gemeint haben, evtl auch 2 oder alle 3. Evtl sogar etwas anderes. Wir wissen es nicht.
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Also am meisten auf die Nerven geht mir dieses ständige "ja aber Platz 6"

Ja, ist ein gutes Ergebnis.
Was wir da kicken ist trotzdem Scheiße.
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Maddux schrieb:

Wir bekommen das offensichtlich nicht konstant hin und bei den beiden Mannschaften läuft das allgemein auf einen deutlich höheren Niveau. Die Entwicklung ist aber da. Und man kann sie sehen, wenn man sie sehen will. Und so mancher Fan und Journalist will die Entwicklung offensichtlich nicht sehen. Anders ist es nicht zu erklären, wie man unser Spiel gegen Augsburg als emotionsloses Ballgeschiebe vergleichen kann, laut dem gleichen Journalisten die Leverkusener gegen Rom, mit identischen Statistiken, stattdessen beeindruckend dominant gespielt hatten.
Das ist mangelndes Fachwissen oder Absicht. Und ich unterstelle da Absicht.

Das ist jetzt nicht dein Ernst.

Das "emotionslose Ballgeschiebe" hat sich gegen Augsburg in erster Linie auf die erste Halbzeit bezogen. Und wer diese erste Halbzeit per irgendwelchen Ballbesitzstatistiken oder Passquoten mit Leverkusen oder Stuttgart vergleicht, sollte sich selbst mal mit dem Begriff "Fachwissen" auseinandersetzen.
Man kann leicht den Ballbesitz und die Passquote von Leverkusen erreichen, das geht ganz einfach. Die Eintracht zeigte in der Rückrunde oft genug, wie das geht. Da ist halt dann Trapp auch mit hohen Ballkontaktzahlen dabei.

Dass das Spiel der Eintracht gegen Augsburg in der ersten Halbzeit von Leverkusen oder Stuttgart Lichtjahre entfernt war, hat sogar das Publikum bemerkt, was ja durch die Dominanz der Singsang-Kurve eher zum teilnahmslosen Beiwerk geworden ist. Die Pfiffe nach dem gefühlt 180. Rückpass haben letztendlich auch die Spieler aufgeweckt, was dazu führte, dass man in der zweiten Halbzeit endlich Fußball spielte statt Gammelkreis.

Insofern war das Augsburgspiel ein Spiegelbild der Saison. Rat- und Mutlosigkeit, spielerische Armut, unterbrochen durch starke Sequenzen, in denen die Mannschaft zeigt, dass es scheinbar nicht an der Qualität liegt.

Da sieht man wieder mal, was Ballbesitz und Passquoten letztendlich aussagen. Nämlich nicht sehr viel.

Maddux schrieb:

Keine Ahnung ob Toppmöller das Zeug hat um aus uns nächste Saison das neue Leverkusen zu machen.

Darum geht es auch gar nicht. Mir persönlich, und ich denke, ich spreche da für eine große Zahl unter den Kritikern, ist es vollkommen egal, wer in der neuen Saison an der Seitenlinie steht. Da ich Toppmöller für einen äußerst intelligenten Menschen halte, ist es für mich durchaus vorstellbar, dass er aus dieser Saison die richtigen Schlüsse für die neue Saison zieht. Ich sehe durchaus auch die Handicaps, mit denen Toppmöller zurecht kommen musste und ich halte Platz 6 (so es denn so kommen sollte) durchaus für einen Erfolg.

Aber um auch nur ansatzweise in die Nähe von Leverkusen oder Stuttgart kommen zu können, muss man das Potenzial dieser Mannschaft besser ausschöpfen. Dazu gehören nicht nur die Standards oder der zähe Spielaufbau, dazu gehören auch die fehlende Konstanz, die Mutlosigkeit im vertikalen Spiel (obwohl gerade von Ebimbe, Knauff, Nkounkou und Marmoush immer wieder aussichtsreiche Tiefenläufe angeboten werden) sowie das, was die Eintracht seit 2018 zu nicht für möglich gehaltenen Erfolgen geführt hat: Leidenschaft und unbändigen Willen auf den Platz zu bringen.
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WürzburgerAdler schrieb:


Insofern war das Augsburgspiel ein Spiegelbild der Saison. Rat- und Mutlosigkeit, spielerische Armut, unterbrochen durch starke Sequenzen, in denen die Mannschaft zeigt, dass es scheinbar nicht an der Qualität liegt.



Wobei ich gerade in der Hinrunde eine relativ gute Entwicklung sehen konnte. Toppmöller scheinte zunächst die Defensive stabilisieren zu wollen, was ihm auch eindrucksvoll gelungen ist. Die Offensive kam dann ebenfalls ab der zweiten Hälte der Hinrunde auf Touren.

In der Rückrunde ist uns beides verloren gegangen. Klar, der Afrika Cup hat da zumindest die Offensive betreffend in den ersten Spielen Einfluss genommen. Dafür sind wir aber in der zweiten Hälfte der Rückrunde besser und breiter besetzt, als in der Hinrunde, zudem ist die Mehrfachbelastung weggefallen. Eine positive Entwicklung konnte ich hier definitiv nicht feststellen, ganz im Gegenteil.

Und es ist auch nicht richtig, dass Toppmöller schon von Beginn an von den meisten hart kritisiert worden sei. Ich war ihm lange wohlgesonnen, nur mittlerweile überwiegt bei mir definitiv die Skepsis. Das ist aber erst im Laufe der Rückrunde umgeschlagen.

Und meine Hoffnung habe ich auch noch nicht komplett aufgegeben und hoffe auf einen Lerneffekt bei ihm.

Insofern ist mir hier die Kritik an der Kritik an ihm etwas schleierhaft.
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ThorstenH schrieb:

Wenn uns eins ausgezeichnet hat in den letzten Jahrzehnten, dann positiv in die Zukunft schauen und nicht beim kleinsten Gegenwind umfallen.


Die Erwartungen führen zu Ungeduld. Wenn auf Platz 6 stehend schon von einem Versagen und einem Scheitern die Rede ist für ein Team, dass finanziell etwa genau auf dem Platz stehen müsste, dann haben wir eben jetzt die selbe Entwicklung hinter uns wie in Bremen, Schalke, Hamburg etc. , paar gute Jahre und alles, was nicht mindestens auf dem selben Niveau (EL Sieg, Pokalfinale, wenn das alles nicht, dann wenigstens 60 Punkte) ist, wird kritisiert. Dabei noch Überhöhung früherer Zeiten.

Die Hauptkritik bei unserem Trainer ist die fehlende Entwicklung, der fehlende letzte Biss, die Standards. Alles kritikwürdig. Aber die Schärfe der Kritik hat viel mit der Erwartungshaltung zu tun.
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SGE_Werner schrieb:

ThorstenH schrieb:

Wenn uns eins ausgezeichnet hat in den letzten Jahrzehnten, dann positiv in die Zukunft schauen und nicht beim kleinsten Gegenwind umfallen.


Die Erwartungen führen zu Ungeduld. Wenn auf Platz 6 stehend schon von einem Versagen und einem Scheitern die Rede ist für ein Team, dass finanziell etwa genau auf dem Platz stehen müsste, dann haben wir eben jetzt die selbe Entwicklung hinter uns wie in Bremen, Schalke, Hamburg etc. , paar gute Jahre und alles, was nicht mindestens auf dem selben Niveau (EL Sieg, Pokalfinale, wenn das alles nicht, dann wenigstens 60 Punkte) ist, wird kritisiert. Dabei noch Überhöhung früherer Zeiten.

Die Hauptkritik bei unserem Trainer ist die fehlende Entwicklung, der fehlende letzte Biss, die Standards. Alles kritikwürdig. Aber die Schärfe der Kritik hat viel mit der Erwartungshaltung zu tun.


Stimme ich Dir zu, Werner. Die Erwartungshaltung ist das eine. Bei einem so teuren Kader dürfen gewisse Erwartungen schon geweckt sein. Andererseits tut Demut auch mal gut, und nicht nur beim Fußball.

Ich persönlich vermisse den Spielstil, der uns mMn am besten liegt. Eine Sattelfeste Defensive, hohes aggressives Pressing mit schnellem Umschaltspiel. Hierfür müsste z.B. Dina Junior ausschließlich auf der rechten Außenbahn spielen. Wir haben auch keinen (besser zwei) echten Leader im zentralen MF, der das Spiel richtig zu lenken vermag. Über unsere Standards sage ich mal lieber nichts.

In der Hinrunde ist Dino einiges gelungen. Die Rückrunde, mit Ausnahme gegen Hoffenheim, spielen wir einen langsamen, teils schon lethargischen, berechenbaren Fußball. Der arme Marmoush reibt sich vorne auf. Zum Glück scheint Hugo so langsam in Fahrt zu kommen. Nutzt nur nichts, wenn aus dem Mittelfeld zu wenig an brauchbarer Unterstützung kommt.

Nächste Saison kommt Matanovic zurück. Freu. Dazu brauchen wir nach meiner Meinung echte Verstärkungen auf weiteren Positionen. Erfahrene Haudegen, die das Team führen und die jungen Spieler dadurch unterstützen.

Weiterhin einen Cheftrainer, der all das spielen lassen möchte und umzusetzen vermag. Gegen Dino habe ich gar nichts, sehe ihn aber auch nicht auf diesem Posten in der neuen Saison.

Mal abwarten, was wird. Beeinflussen können wir es sowieso nicht.

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Ich und Andere haben oft genug unsere Ansichten zu Spielen mit Statistiken und taktischer Aufarbeitung untermauert. Wie wäre es wenn du deine Behauptungen auch mal entsprechend belegst?
"Das sieht doch ein Blinder" ist in keiner mir bekannten Statistik als Datenpunkt aufgeführt.
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Maddux schrieb:

Ich und Andere haben oft genug unsere Ansichten zu Spielen mit Statistiken und taktischer Aufarbeitung untermauert. Wie wäre es wenn du deine Behauptungen auch mal entsprechend belegst?
"Das sieht doch ein Blinder" ist in keiner mir bekannten Statistik als Datenpunkt aufgeführt.

Ich habe überhaupt nichts gegen deine Statistiken. Im Gegenteil, sie liefern wertvolle Fingerzeige, zeigen Stärken und Schwächen auf. Eigentlich ist es nur eine Frage, wie man die Datenflut interpretiert.

Beispiel Ballbesitz und Passquote. Das glaube ich schon, dass Leverkusen- und Stuttgartlike-Muster im Spiel gegen Augsburg zu sehen waren. Aber erstens: wo?
Die beiden genannten ziehen ihr Kombinationsspiel tief in der gegnerischen Hälfte durch. Wir lassen den Ball noch vor der Mittellinie kreisen. Und zwar dauerhaft. Und zweitens: wie?
Bayer und der VfB haben eine ganz andere Passschärfe und -genauigkeit. Wir spielen gerne auch mal in den Rücken des Mitspielers. Gerne auch als Kullerball (Ausnahme: Koch). Bei Bayer und beim VfB endet eine scheinbar endlose Ballstafette oft mit einem überraschenden vertikalen Pass, entweder zwischen die Linien oder in die Tiefe. Bei uns enden die Ballstafetten oft schon auf Höhe der Mittellinie mit einem Fehlpass, einem Annahmefehler oder einem verlorenen Zweikampf.

Und wenn das so ist, muss man sich doch fragen, was die Muster und was der Ballbesitz und die Passquote wert sind. Fehlende Konzentration vor dem Tor? Auch Bayer versiebt viele Chancen, aber sie erarbeiten sich halt dann einfach weitere - weil sie mit ihren Pässen eben regelmäßig bis zum Tor des Gegners kommen.

Wie es geht, zeigten Götze, Buta und Ebimbe beim Ausgleichstreffer. Das heißt doch: die Mannschaft kann es. Warum also - bei hohem Ballbesitz - die zahllosen abgebrochenen Angriffe, die Rückpässe, die Kullerbälle bei der Spielverlagerung? Oder beim Führungstreffer durch Ekitiké: warum muss sich Marmoush bis zur Mittellinie fallen lassen, damit endlich einmal ein Zuspiel nicht direkt zum Passgeber zurückgespielt, sondern zu einem entschlossenen Sprint Richtung Tor verarbeitet wird?

Das sind die Fragen, die sich aus der Statistik ergeben. Nicht die Feststellung, dass wir ähnliche Muster wie Leverkusen haben, sondern die Frage, warum bei unseren Mustern so wenig herumkommt. Und was dann an unserem Ballbesitz und unseren Pässen nicht stimmt, wenn wir zu Hause gegen Bremen und Union nicht über ein Unentschieden hinauskommen und in Stuttgart und Dortmund untergehen.

Wenn man beispielsweise zu der Erkenntnis kommt, dass unsere Ballbesitzmuster zu wenig Ertrag bringen, muss man sich auch fragen: liegt es wirklich an den Kombinationen? Oder vielleicht auch daran, dass - auch hier gerne ein Vergleich mit Bayer oder dem VfB - am Ende einer Ballstafette bei uns zu oft ein Prallenlassen mit anschließendem Neuaufbau steht, bei den beiden anderen aber ein Aufdrehen mit anschließendem Zug zum Tor. Auch das verrät die Statistik, wenn man mal genau diese Moves zählen und betrachten würde.

Du magst aus deinen Statistiken eine Entwicklung sehen. Ich sehe eher eine Fehlentwicklung. Denn aus Ballbesitz und Passquote haben wir schon mal bessere Erträge erzielt als derzeit. Und ohne Erträge sinkt das Selbstvertrauen, frustrierende Ergebnisse schüren die Verunsicherung. Lediglich in den Phasen, in denen man es schafft, über Leidenschaft, Kampf & Einsatz zum Spiel zu kommen, stellen sich Erfolge ein. Und, Respekt an die Mannschaft: obwohl diese Phasen recht dünn gesät waren, steht man auf Platz 6.
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Maddux schrieb:

Ich und Andere haben oft genug unsere Ansichten zu Spielen mit Statistiken und taktischer Aufarbeitung untermauert. Wie wäre es wenn du deine Behauptungen auch mal entsprechend belegst?
"Das sieht doch ein Blinder" ist in keiner mir bekannten Statistik als Datenpunkt aufgeführt.

Ich habe überhaupt nichts gegen deine Statistiken. Im Gegenteil, sie liefern wertvolle Fingerzeige, zeigen Stärken und Schwächen auf. Eigentlich ist es nur eine Frage, wie man die Datenflut interpretiert.

Beispiel Ballbesitz und Passquote. Das glaube ich schon, dass Leverkusen- und Stuttgartlike-Muster im Spiel gegen Augsburg zu sehen waren. Aber erstens: wo?
Die beiden genannten ziehen ihr Kombinationsspiel tief in der gegnerischen Hälfte durch. Wir lassen den Ball noch vor der Mittellinie kreisen. Und zwar dauerhaft. Und zweitens: wie?
Bayer und der VfB haben eine ganz andere Passschärfe und -genauigkeit. Wir spielen gerne auch mal in den Rücken des Mitspielers. Gerne auch als Kullerball (Ausnahme: Koch). Bei Bayer und beim VfB endet eine scheinbar endlose Ballstafette oft mit einem überraschenden vertikalen Pass, entweder zwischen die Linien oder in die Tiefe. Bei uns enden die Ballstafetten oft schon auf Höhe der Mittellinie mit einem Fehlpass, einem Annahmefehler oder einem verlorenen Zweikampf.

Und wenn das so ist, muss man sich doch fragen, was die Muster und was der Ballbesitz und die Passquote wert sind. Fehlende Konzentration vor dem Tor? Auch Bayer versiebt viele Chancen, aber sie erarbeiten sich halt dann einfach weitere - weil sie mit ihren Pässen eben regelmäßig bis zum Tor des Gegners kommen.

Wie es geht, zeigten Götze, Buta und Ebimbe beim Ausgleichstreffer. Das heißt doch: die Mannschaft kann es. Warum also - bei hohem Ballbesitz - die zahllosen abgebrochenen Angriffe, die Rückpässe, die Kullerbälle bei der Spielverlagerung? Oder beim Führungstreffer durch Ekitiké: warum muss sich Marmoush bis zur Mittellinie fallen lassen, damit endlich einmal ein Zuspiel nicht direkt zum Passgeber zurückgespielt, sondern zu einem entschlossenen Sprint Richtung Tor verarbeitet wird?

Das sind die Fragen, die sich aus der Statistik ergeben. Nicht die Feststellung, dass wir ähnliche Muster wie Leverkusen haben, sondern die Frage, warum bei unseren Mustern so wenig herumkommt. Und was dann an unserem Ballbesitz und unseren Pässen nicht stimmt, wenn wir zu Hause gegen Bremen und Union nicht über ein Unentschieden hinauskommen und in Stuttgart und Dortmund untergehen.

Wenn man beispielsweise zu der Erkenntnis kommt, dass unsere Ballbesitzmuster zu wenig Ertrag bringen, muss man sich auch fragen: liegt es wirklich an den Kombinationen? Oder vielleicht auch daran, dass - auch hier gerne ein Vergleich mit Bayer oder dem VfB - am Ende einer Ballstafette bei uns zu oft ein Prallenlassen mit anschließendem Neuaufbau steht, bei den beiden anderen aber ein Aufdrehen mit anschließendem Zug zum Tor. Auch das verrät die Statistik, wenn man mal genau diese Moves zählen und betrachten würde.

Du magst aus deinen Statistiken eine Entwicklung sehen. Ich sehe eher eine Fehlentwicklung. Denn aus Ballbesitz und Passquote haben wir schon mal bessere Erträge erzielt als derzeit. Und ohne Erträge sinkt das Selbstvertrauen, frustrierende Ergebnisse schüren die Verunsicherung. Lediglich in den Phasen, in denen man es schafft, über Leidenschaft, Kampf & Einsatz zum Spiel zu kommen, stellen sich Erfolge ein. Und, Respekt an die Mannschaft: obwohl diese Phasen recht dünn gesät waren, steht man auf Platz 6.
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toller, nachvollziehbarer Beitrag
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toller, nachvollziehbarer Beitrag
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Dem kann ich nur zustimmen
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Maddux schrieb:

Ich und Andere haben oft genug unsere Ansichten zu Spielen mit Statistiken und taktischer Aufarbeitung untermauert. Wie wäre es wenn du deine Behauptungen auch mal entsprechend belegst?
"Das sieht doch ein Blinder" ist in keiner mir bekannten Statistik als Datenpunkt aufgeführt.

Ich habe überhaupt nichts gegen deine Statistiken. Im Gegenteil, sie liefern wertvolle Fingerzeige, zeigen Stärken und Schwächen auf. Eigentlich ist es nur eine Frage, wie man die Datenflut interpretiert.

Beispiel Ballbesitz und Passquote. Das glaube ich schon, dass Leverkusen- und Stuttgartlike-Muster im Spiel gegen Augsburg zu sehen waren. Aber erstens: wo?
Die beiden genannten ziehen ihr Kombinationsspiel tief in der gegnerischen Hälfte durch. Wir lassen den Ball noch vor der Mittellinie kreisen. Und zwar dauerhaft. Und zweitens: wie?
Bayer und der VfB haben eine ganz andere Passschärfe und -genauigkeit. Wir spielen gerne auch mal in den Rücken des Mitspielers. Gerne auch als Kullerball (Ausnahme: Koch). Bei Bayer und beim VfB endet eine scheinbar endlose Ballstafette oft mit einem überraschenden vertikalen Pass, entweder zwischen die Linien oder in die Tiefe. Bei uns enden die Ballstafetten oft schon auf Höhe der Mittellinie mit einem Fehlpass, einem Annahmefehler oder einem verlorenen Zweikampf.

Und wenn das so ist, muss man sich doch fragen, was die Muster und was der Ballbesitz und die Passquote wert sind. Fehlende Konzentration vor dem Tor? Auch Bayer versiebt viele Chancen, aber sie erarbeiten sich halt dann einfach weitere - weil sie mit ihren Pässen eben regelmäßig bis zum Tor des Gegners kommen.

Wie es geht, zeigten Götze, Buta und Ebimbe beim Ausgleichstreffer. Das heißt doch: die Mannschaft kann es. Warum also - bei hohem Ballbesitz - die zahllosen abgebrochenen Angriffe, die Rückpässe, die Kullerbälle bei der Spielverlagerung? Oder beim Führungstreffer durch Ekitiké: warum muss sich Marmoush bis zur Mittellinie fallen lassen, damit endlich einmal ein Zuspiel nicht direkt zum Passgeber zurückgespielt, sondern zu einem entschlossenen Sprint Richtung Tor verarbeitet wird?

Das sind die Fragen, die sich aus der Statistik ergeben. Nicht die Feststellung, dass wir ähnliche Muster wie Leverkusen haben, sondern die Frage, warum bei unseren Mustern so wenig herumkommt. Und was dann an unserem Ballbesitz und unseren Pässen nicht stimmt, wenn wir zu Hause gegen Bremen und Union nicht über ein Unentschieden hinauskommen und in Stuttgart und Dortmund untergehen.

Wenn man beispielsweise zu der Erkenntnis kommt, dass unsere Ballbesitzmuster zu wenig Ertrag bringen, muss man sich auch fragen: liegt es wirklich an den Kombinationen? Oder vielleicht auch daran, dass - auch hier gerne ein Vergleich mit Bayer oder dem VfB - am Ende einer Ballstafette bei uns zu oft ein Prallenlassen mit anschließendem Neuaufbau steht, bei den beiden anderen aber ein Aufdrehen mit anschließendem Zug zum Tor. Auch das verrät die Statistik, wenn man mal genau diese Moves zählen und betrachten würde.

Du magst aus deinen Statistiken eine Entwicklung sehen. Ich sehe eher eine Fehlentwicklung. Denn aus Ballbesitz und Passquote haben wir schon mal bessere Erträge erzielt als derzeit. Und ohne Erträge sinkt das Selbstvertrauen, frustrierende Ergebnisse schüren die Verunsicherung. Lediglich in den Phasen, in denen man es schafft, über Leidenschaft, Kampf & Einsatz zum Spiel zu kommen, stellen sich Erfolge ein. Und, Respekt an die Mannschaft: obwohl diese Phasen recht dünn gesät waren, steht man auf Platz 6.
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WürzburgerAdler schrieb:

Bei Bayer und beim VfB endet eine scheinbar endlose Ballstafette oft mit einem überraschenden vertikalen Pass, entweder zwischen die Linien oder in die Tiefe. Bei uns enden die Ballstafetten oft schon auf Höhe der Mittellinie mit einem Fehlpass, einem Annahmefehler oder einem verlorenen Zweikampf.

Gern auch mit einem Rückpass, der dann wiederum zum Fehlpass mutieren darf.
Ansonsten treffende Analyse.
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Maddux schrieb:

Ich und Andere haben oft genug unsere Ansichten zu Spielen mit Statistiken und taktischer Aufarbeitung untermauert. Wie wäre es wenn du deine Behauptungen auch mal entsprechend belegst?
"Das sieht doch ein Blinder" ist in keiner mir bekannten Statistik als Datenpunkt aufgeführt.

Ich habe überhaupt nichts gegen deine Statistiken. Im Gegenteil, sie liefern wertvolle Fingerzeige, zeigen Stärken und Schwächen auf. Eigentlich ist es nur eine Frage, wie man die Datenflut interpretiert.

Beispiel Ballbesitz und Passquote. Das glaube ich schon, dass Leverkusen- und Stuttgartlike-Muster im Spiel gegen Augsburg zu sehen waren. Aber erstens: wo?
Die beiden genannten ziehen ihr Kombinationsspiel tief in der gegnerischen Hälfte durch. Wir lassen den Ball noch vor der Mittellinie kreisen. Und zwar dauerhaft. Und zweitens: wie?
Bayer und der VfB haben eine ganz andere Passschärfe und -genauigkeit. Wir spielen gerne auch mal in den Rücken des Mitspielers. Gerne auch als Kullerball (Ausnahme: Koch). Bei Bayer und beim VfB endet eine scheinbar endlose Ballstafette oft mit einem überraschenden vertikalen Pass, entweder zwischen die Linien oder in die Tiefe. Bei uns enden die Ballstafetten oft schon auf Höhe der Mittellinie mit einem Fehlpass, einem Annahmefehler oder einem verlorenen Zweikampf.

Und wenn das so ist, muss man sich doch fragen, was die Muster und was der Ballbesitz und die Passquote wert sind. Fehlende Konzentration vor dem Tor? Auch Bayer versiebt viele Chancen, aber sie erarbeiten sich halt dann einfach weitere - weil sie mit ihren Pässen eben regelmäßig bis zum Tor des Gegners kommen.

Wie es geht, zeigten Götze, Buta und Ebimbe beim Ausgleichstreffer. Das heißt doch: die Mannschaft kann es. Warum also - bei hohem Ballbesitz - die zahllosen abgebrochenen Angriffe, die Rückpässe, die Kullerbälle bei der Spielverlagerung? Oder beim Führungstreffer durch Ekitiké: warum muss sich Marmoush bis zur Mittellinie fallen lassen, damit endlich einmal ein Zuspiel nicht direkt zum Passgeber zurückgespielt, sondern zu einem entschlossenen Sprint Richtung Tor verarbeitet wird?

Das sind die Fragen, die sich aus der Statistik ergeben. Nicht die Feststellung, dass wir ähnliche Muster wie Leverkusen haben, sondern die Frage, warum bei unseren Mustern so wenig herumkommt. Und was dann an unserem Ballbesitz und unseren Pässen nicht stimmt, wenn wir zu Hause gegen Bremen und Union nicht über ein Unentschieden hinauskommen und in Stuttgart und Dortmund untergehen.

Wenn man beispielsweise zu der Erkenntnis kommt, dass unsere Ballbesitzmuster zu wenig Ertrag bringen, muss man sich auch fragen: liegt es wirklich an den Kombinationen? Oder vielleicht auch daran, dass - auch hier gerne ein Vergleich mit Bayer oder dem VfB - am Ende einer Ballstafette bei uns zu oft ein Prallenlassen mit anschließendem Neuaufbau steht, bei den beiden anderen aber ein Aufdrehen mit anschließendem Zug zum Tor. Auch das verrät die Statistik, wenn man mal genau diese Moves zählen und betrachten würde.

Du magst aus deinen Statistiken eine Entwicklung sehen. Ich sehe eher eine Fehlentwicklung. Denn aus Ballbesitz und Passquote haben wir schon mal bessere Erträge erzielt als derzeit. Und ohne Erträge sinkt das Selbstvertrauen, frustrierende Ergebnisse schüren die Verunsicherung. Lediglich in den Phasen, in denen man es schafft, über Leidenschaft, Kampf & Einsatz zum Spiel zu kommen, stellen sich Erfolge ein. Und, Respekt an die Mannschaft: obwohl diese Phasen recht dünn gesät waren, steht man auf Platz 6.
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Ich hatte aber nicht geschrieben, dass wir generell auf einem Niveau spielen wie Leverkusen und Stuttgart im Schnitt. Und auch nicht dass die kompletten 90 Minuten gegen Augsburg toller Fussball waren. Sondern dass unser Spiel gegen Augsburg statistisch sehr nahe am Leverkusener Sieg gegen AS Rom dran war. Und während man beim Leverkusener Sieg von einer beeindruckend dominanten Leistung spricht, sahen die gleichen Leute bei unserem Spiel gegen Augsburg hauptsächlich uninspiriertes Ballgeschiebe.

Was einfach aufzeigt wie die Diskussion um Toppmöller und unsere Spielweise geführt wird. Dem normalen Fan kann man da absolut keinen Vorwurf machen. Ich denke mir ja auch gewisse Sachen zu unserem Spiel, positive wie negative, und muss meine erste Meinung dazu revidieren nachdem ich mir nach dem Spiel Wiederholungen und Statistiken angeschaut habe.
Dafür fehlen dem durchschnittlichen Fan einfach Möglichkeit und Wissen.

Die Diskussion wird allerdings maßgeblich von Journalisten in eine gewisse Weise (mit)gelenkt. Einige dieser Journalisten haben allerdings die Möglichkeit auf diese Informationen zurückzugreifen und sie haben das Wissen um die Informationen einzuordnen.
Trotzdem schreiben sie Artikel, welche jedweder Statistik widersprechen. Teilweise weil ihnen die Statistiken egal sind und sie lieber schreiben was sie glauben gesehen zu haben. Teilweise haben ihnen die Informationen aber nachweislich vorgelegen und sie schreiben trotzdem das Gegenteil. Das ist dann Absicht und Böswillen.

Ansonsten schreibst du hier was ich auch schon zig mal geschrieben hatte. In unserem Spiel sind klare taktische Muster zu erkennen und wir schaffen es immer wieder diese umzusetzen. Allerdings nur phasenweise und selten in der Präzision sowie Intensität wie man es bei Leverkusen und Stuttgart sieht.
Unkonzentriertheiten, technische Mängel, immer noch mangelnde Abstimmung wie mit meinem Beispiel mit Ekitike's Signature Move, fehlendes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten. Auch Leverkusen und Stuttgart hatten nicht von Anfang an mit so einem Selbstverständnis gespielt wie jetzt. Die hatten zu Beginn der Saison auch guten Fussball gespielt. Aber dieses Selbstverständnis mit der sie ihr Spiel durchsetzen hatte schon eine Weile gebraucht.
Auf diesen Brustlösermoment unter Hütter gegen Hannover warten wir in dieser Saison vergebens. In der Hinrunde lief es zwischenzeitlich mal ganz gut. Aber dann kam der Afrika Cup, Sperren, Verletzungen und der ganze Kram. Die Mannschaft spielt man ein ganz ordentliches Spiel, im darauffolgenden Spiel spielt sie richtig gut und man denkt dass das der Brustlöser war. Dann fallen wieder 3 Spieler aus, Dina Ebimbe muss als 10er ran weil die besseren Alternativen nicht verfügbar oder in einem Formtief sind und schon ist wieder alles fürn *****.

Die Mannschaft zeigt immer wieder taktisch und spielerisch sehr ansprechenden Fussball. Aber nie konstant und wir schaffen es nach fast 6 Jahren immer noch nicht eine Führung einfach mal kontrolliert runterzuspielen. Gegen Augsburg saß ich in den letzten 20 Minuten auch da und habe einen Ausgleichstreffer schon kommen sehen. Als Fan der Eintracht ist man es ja einfach nicht anders gewohnt.
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Ich hatte aber nicht geschrieben, dass wir generell auf einem Niveau spielen wie Leverkusen und Stuttgart im Schnitt. Und auch nicht dass die kompletten 90 Minuten gegen Augsburg toller Fussball waren. Sondern dass unser Spiel gegen Augsburg statistisch sehr nahe am Leverkusener Sieg gegen AS Rom dran war. Und während man beim Leverkusener Sieg von einer beeindruckend dominanten Leistung spricht, sahen die gleichen Leute bei unserem Spiel gegen Augsburg hauptsächlich uninspiriertes Ballgeschiebe.

Was einfach aufzeigt wie die Diskussion um Toppmöller und unsere Spielweise geführt wird. Dem normalen Fan kann man da absolut keinen Vorwurf machen. Ich denke mir ja auch gewisse Sachen zu unserem Spiel, positive wie negative, und muss meine erste Meinung dazu revidieren nachdem ich mir nach dem Spiel Wiederholungen und Statistiken angeschaut habe.
Dafür fehlen dem durchschnittlichen Fan einfach Möglichkeit und Wissen.

Die Diskussion wird allerdings maßgeblich von Journalisten in eine gewisse Weise (mit)gelenkt. Einige dieser Journalisten haben allerdings die Möglichkeit auf diese Informationen zurückzugreifen und sie haben das Wissen um die Informationen einzuordnen.
Trotzdem schreiben sie Artikel, welche jedweder Statistik widersprechen. Teilweise weil ihnen die Statistiken egal sind und sie lieber schreiben was sie glauben gesehen zu haben. Teilweise haben ihnen die Informationen aber nachweislich vorgelegen und sie schreiben trotzdem das Gegenteil. Das ist dann Absicht und Böswillen.

Ansonsten schreibst du hier was ich auch schon zig mal geschrieben hatte. In unserem Spiel sind klare taktische Muster zu erkennen und wir schaffen es immer wieder diese umzusetzen. Allerdings nur phasenweise und selten in der Präzision sowie Intensität wie man es bei Leverkusen und Stuttgart sieht.
Unkonzentriertheiten, technische Mängel, immer noch mangelnde Abstimmung wie mit meinem Beispiel mit Ekitike's Signature Move, fehlendes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten. Auch Leverkusen und Stuttgart hatten nicht von Anfang an mit so einem Selbstverständnis gespielt wie jetzt. Die hatten zu Beginn der Saison auch guten Fussball gespielt. Aber dieses Selbstverständnis mit der sie ihr Spiel durchsetzen hatte schon eine Weile gebraucht.
Auf diesen Brustlösermoment unter Hütter gegen Hannover warten wir in dieser Saison vergebens. In der Hinrunde lief es zwischenzeitlich mal ganz gut. Aber dann kam der Afrika Cup, Sperren, Verletzungen und der ganze Kram. Die Mannschaft spielt man ein ganz ordentliches Spiel, im darauffolgenden Spiel spielt sie richtig gut und man denkt dass das der Brustlöser war. Dann fallen wieder 3 Spieler aus, Dina Ebimbe muss als 10er ran weil die besseren Alternativen nicht verfügbar oder in einem Formtief sind und schon ist wieder alles fürn *****.

Die Mannschaft zeigt immer wieder taktisch und spielerisch sehr ansprechenden Fussball. Aber nie konstant und wir schaffen es nach fast 6 Jahren immer noch nicht eine Führung einfach mal kontrolliert runterzuspielen. Gegen Augsburg saß ich in den letzten 20 Minuten auch da und habe einen Ausgleichstreffer schon kommen sehen. Als Fan der Eintracht ist man es ja einfach nicht anders gewohnt.
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Maddux schrieb:

Ich hatte aber nicht geschrieben, dass wir generell auf einem Niveau spielen wie Leverkusen und Stuttgart im Schnitt. Und auch nicht dass die kompletten 90 Minuten gegen Augsburg toller Fussball waren. Sondern dass unser Spiel gegen Augsburg statistisch sehr nahe am Leverkusener Sieg gegen AS Rom dran war. Und während man beim Leverkusener Sieg von einer beeindruckend dominanten Leistung spricht, sahen die gleichen Leute bei unserem Spiel gegen Augsburg hauptsächlich uninspiriertes Ballgeschiebe.

Das mit dem Niveau habe ich auch nicht geschrieben. Ich habe mich lediglich auf deine Statistiken bezogen und dargelegt, warum ich diese wohl anders interpretiere als du.
Macht ja nichts, dafür diskutieren wir ja hier. Und ich gehe davon aus, dass wir beide die selben Hoffnungen für den Rest dieser und vor allem für die neue Saison haben - von mir aus gerne auch mit Toppmöller.
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Maddux schrieb:

Ich und Andere haben oft genug unsere Ansichten zu Spielen mit Statistiken und taktischer Aufarbeitung untermauert. Wie wäre es wenn du deine Behauptungen auch mal entsprechend belegst?
"Das sieht doch ein Blinder" ist in keiner mir bekannten Statistik als Datenpunkt aufgeführt.

Ich habe überhaupt nichts gegen deine Statistiken. Im Gegenteil, sie liefern wertvolle Fingerzeige, zeigen Stärken und Schwächen auf. Eigentlich ist es nur eine Frage, wie man die Datenflut interpretiert.

Beispiel Ballbesitz und Passquote. Das glaube ich schon, dass Leverkusen- und Stuttgartlike-Muster im Spiel gegen Augsburg zu sehen waren. Aber erstens: wo?
Die beiden genannten ziehen ihr Kombinationsspiel tief in der gegnerischen Hälfte durch. Wir lassen den Ball noch vor der Mittellinie kreisen. Und zwar dauerhaft. Und zweitens: wie?
Bayer und der VfB haben eine ganz andere Passschärfe und -genauigkeit. Wir spielen gerne auch mal in den Rücken des Mitspielers. Gerne auch als Kullerball (Ausnahme: Koch). Bei Bayer und beim VfB endet eine scheinbar endlose Ballstafette oft mit einem überraschenden vertikalen Pass, entweder zwischen die Linien oder in die Tiefe. Bei uns enden die Ballstafetten oft schon auf Höhe der Mittellinie mit einem Fehlpass, einem Annahmefehler oder einem verlorenen Zweikampf.

Und wenn das so ist, muss man sich doch fragen, was die Muster und was der Ballbesitz und die Passquote wert sind. Fehlende Konzentration vor dem Tor? Auch Bayer versiebt viele Chancen, aber sie erarbeiten sich halt dann einfach weitere - weil sie mit ihren Pässen eben regelmäßig bis zum Tor des Gegners kommen.

Wie es geht, zeigten Götze, Buta und Ebimbe beim Ausgleichstreffer. Das heißt doch: die Mannschaft kann es. Warum also - bei hohem Ballbesitz - die zahllosen abgebrochenen Angriffe, die Rückpässe, die Kullerbälle bei der Spielverlagerung? Oder beim Führungstreffer durch Ekitiké: warum muss sich Marmoush bis zur Mittellinie fallen lassen, damit endlich einmal ein Zuspiel nicht direkt zum Passgeber zurückgespielt, sondern zu einem entschlossenen Sprint Richtung Tor verarbeitet wird?

Das sind die Fragen, die sich aus der Statistik ergeben. Nicht die Feststellung, dass wir ähnliche Muster wie Leverkusen haben, sondern die Frage, warum bei unseren Mustern so wenig herumkommt. Und was dann an unserem Ballbesitz und unseren Pässen nicht stimmt, wenn wir zu Hause gegen Bremen und Union nicht über ein Unentschieden hinauskommen und in Stuttgart und Dortmund untergehen.

Wenn man beispielsweise zu der Erkenntnis kommt, dass unsere Ballbesitzmuster zu wenig Ertrag bringen, muss man sich auch fragen: liegt es wirklich an den Kombinationen? Oder vielleicht auch daran, dass - auch hier gerne ein Vergleich mit Bayer oder dem VfB - am Ende einer Ballstafette bei uns zu oft ein Prallenlassen mit anschließendem Neuaufbau steht, bei den beiden anderen aber ein Aufdrehen mit anschließendem Zug zum Tor. Auch das verrät die Statistik, wenn man mal genau diese Moves zählen und betrachten würde.

Du magst aus deinen Statistiken eine Entwicklung sehen. Ich sehe eher eine Fehlentwicklung. Denn aus Ballbesitz und Passquote haben wir schon mal bessere Erträge erzielt als derzeit. Und ohne Erträge sinkt das Selbstvertrauen, frustrierende Ergebnisse schüren die Verunsicherung. Lediglich in den Phasen, in denen man es schafft, über Leidenschaft, Kampf & Einsatz zum Spiel zu kommen, stellen sich Erfolge ein. Und, Respekt an die Mannschaft: obwohl diese Phasen recht dünn gesät waren, steht man auf Platz 6.
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WürzburgerAdler schrieb:

Bayer und der VfB haben eine ganz andere Passschärfe und -genauigkeit. Wir spielen gerne auch mal in den Rücken des Mitspielers. Gerne auch als Kullerball (Ausnahme: Koch). Bei Bayer und beim VfB endet eine scheinbar endlose Ballstafette oft mit einem überraschenden vertikalen Pass, entweder zwischen die Linien oder in die Tiefe. Bei uns enden die Ballstafetten oft schon auf Höhe der Mittellinie mit einem Fehlpass, einem Annahmefehler oder einem verlorenen Zweikampf.

Die Passschärfe und die Passgenauigkeit ist schon der wichtigste Faktor, und darin ist aktuell ein gewaltiger
Unterschied zwischen Lev und auch dem VFB und der SGE.

Es gibt halt bei der SGE zu viele "schwache Glieder" in der "Passkette" und diese sind nun mal entscheidend
dafür, dass man mit den Pässen so gut wie nicht in den Bereich zu kommt, der für den Gegner gefährlich ist.

WürzburgerAdler schrieb:

Wie es geht, zeigten Götze, Buta und Ebimbe beim Ausgleichstreffer. Das heißt doch: die Mannschaft kann es. Warum also - bei hohem Ballbesitz - die zahllosen abgebrochenen Angriffe, die Rückpässe, die Kullerbälle bei der Spielverlagerung? Oder beim Führungstreffer durch Ekitiké: warum muss sich Marmoush bis zur Mittellinie fallen lassen, damit endlich einmal ein Zuspiel nicht direkt zum Passgeber zurückgespielt, sondern zu einem entschlossenen Sprint Richtung Tor verarbeitet wird?

Das sind die Fragen, die sich aus der Statistik ergeben. Nicht die Feststellung, dass wir ähnliche Muster wie Leverkusen haben, sondern die Frage, warum bei unseren Mustern so wenig herumkommt. Und was dann an unserem Ballbesitz und unseren Pässen nicht stimmt, wenn wir zu Hause gegen Bremen und Union nicht über ein Unentschieden hinauskommen und in Stuttgart und Dortmund untergehen.

Klar wissen auch die Spieler der SGE wie es geht.
Es muss halt auch der Gegner dabei mitspielen, denn der will sowas ja verhindern.

Beim 1:1 gegen Augsburg hat man einen Fehler der Augsburger konsequent ausgenutzt.
Aktuell ist man aber noch zu wenig in der Lage den Gegner zu solchen Fehlern mehr oder weniger zu zwingen,
speziell wenn er wie Bremen und Union in der Abwehr sehr kompakt steht.

Grundsätzlich haben ja fast alle Mannschaften Probleme mit tiefstehenden Gegnern.
Das war bei der SGE eigentlich auch nur in der Zeit unter Hütter nicht der Fall, als Younes den entscheidenden
Unterschied ausgemacht hat.
Er war in der Lage sich auch mal gegen mehrere Gegner durchzusetzen und somit eine "Unordnung" beim Gegner zu erzeugen, die man zu erfolgreichen Angriffen nutzen konnte.
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WürzburgerAdler schrieb:

Bayer und der VfB haben eine ganz andere Passschärfe und -genauigkeit. Wir spielen gerne auch mal in den Rücken des Mitspielers. Gerne auch als Kullerball (Ausnahme: Koch). Bei Bayer und beim VfB endet eine scheinbar endlose Ballstafette oft mit einem überraschenden vertikalen Pass, entweder zwischen die Linien oder in die Tiefe. Bei uns enden die Ballstafetten oft schon auf Höhe der Mittellinie mit einem Fehlpass, einem Annahmefehler oder einem verlorenen Zweikampf.

Die Passschärfe und die Passgenauigkeit ist schon der wichtigste Faktor, und darin ist aktuell ein gewaltiger
Unterschied zwischen Lev und auch dem VFB und der SGE.

Es gibt halt bei der SGE zu viele "schwache Glieder" in der "Passkette" und diese sind nun mal entscheidend
dafür, dass man mit den Pässen so gut wie nicht in den Bereich zu kommt, der für den Gegner gefährlich ist.

WürzburgerAdler schrieb:

Wie es geht, zeigten Götze, Buta und Ebimbe beim Ausgleichstreffer. Das heißt doch: die Mannschaft kann es. Warum also - bei hohem Ballbesitz - die zahllosen abgebrochenen Angriffe, die Rückpässe, die Kullerbälle bei der Spielverlagerung? Oder beim Führungstreffer durch Ekitiké: warum muss sich Marmoush bis zur Mittellinie fallen lassen, damit endlich einmal ein Zuspiel nicht direkt zum Passgeber zurückgespielt, sondern zu einem entschlossenen Sprint Richtung Tor verarbeitet wird?

Das sind die Fragen, die sich aus der Statistik ergeben. Nicht die Feststellung, dass wir ähnliche Muster wie Leverkusen haben, sondern die Frage, warum bei unseren Mustern so wenig herumkommt. Und was dann an unserem Ballbesitz und unseren Pässen nicht stimmt, wenn wir zu Hause gegen Bremen und Union nicht über ein Unentschieden hinauskommen und in Stuttgart und Dortmund untergehen.

Klar wissen auch die Spieler der SGE wie es geht.
Es muss halt auch der Gegner dabei mitspielen, denn der will sowas ja verhindern.

Beim 1:1 gegen Augsburg hat man einen Fehler der Augsburger konsequent ausgenutzt.
Aktuell ist man aber noch zu wenig in der Lage den Gegner zu solchen Fehlern mehr oder weniger zu zwingen,
speziell wenn er wie Bremen und Union in der Abwehr sehr kompakt steht.

Grundsätzlich haben ja fast alle Mannschaften Probleme mit tiefstehenden Gegnern.
Das war bei der SGE eigentlich auch nur in der Zeit unter Hütter nicht der Fall, als Younes den entscheidenden
Unterschied ausgemacht hat.
Er war in der Lage sich auch mal gegen mehrere Gegner durchzusetzen und somit eine "Unordnung" beim Gegner zu erzeugen, die man zu erfolgreichen Angriffen nutzen konnte.
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Fireye schrieb:

Grundsätzlich haben ja fast alle Mannschaften Probleme mit tiefstehenden Gegnern.
Das war bei der SGE eigentlich auch nur in der Zeit unter Hütter nicht der Fall, als Younes den entscheidenden
Unterschied ausgemacht hat.
Er war in der Lage sich auch mal gegen mehrere Gegner durchzusetzen und somit eine "Unordnung" beim Gegner zu erzeugen, die man zu erfolgreichen Angriffen nutzen konnte.

Genau das.
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WürzburgerAdler schrieb:

Bayer und der VfB haben eine ganz andere Passschärfe und -genauigkeit. Wir spielen gerne auch mal in den Rücken des Mitspielers. Gerne auch als Kullerball (Ausnahme: Koch). Bei Bayer und beim VfB endet eine scheinbar endlose Ballstafette oft mit einem überraschenden vertikalen Pass, entweder zwischen die Linien oder in die Tiefe. Bei uns enden die Ballstafetten oft schon auf Höhe der Mittellinie mit einem Fehlpass, einem Annahmefehler oder einem verlorenen Zweikampf.

Die Passschärfe und die Passgenauigkeit ist schon der wichtigste Faktor, und darin ist aktuell ein gewaltiger
Unterschied zwischen Lev und auch dem VFB und der SGE.

Es gibt halt bei der SGE zu viele "schwache Glieder" in der "Passkette" und diese sind nun mal entscheidend
dafür, dass man mit den Pässen so gut wie nicht in den Bereich zu kommt, der für den Gegner gefährlich ist.

WürzburgerAdler schrieb:

Wie es geht, zeigten Götze, Buta und Ebimbe beim Ausgleichstreffer. Das heißt doch: die Mannschaft kann es. Warum also - bei hohem Ballbesitz - die zahllosen abgebrochenen Angriffe, die Rückpässe, die Kullerbälle bei der Spielverlagerung? Oder beim Führungstreffer durch Ekitiké: warum muss sich Marmoush bis zur Mittellinie fallen lassen, damit endlich einmal ein Zuspiel nicht direkt zum Passgeber zurückgespielt, sondern zu einem entschlossenen Sprint Richtung Tor verarbeitet wird?

Das sind die Fragen, die sich aus der Statistik ergeben. Nicht die Feststellung, dass wir ähnliche Muster wie Leverkusen haben, sondern die Frage, warum bei unseren Mustern so wenig herumkommt. Und was dann an unserem Ballbesitz und unseren Pässen nicht stimmt, wenn wir zu Hause gegen Bremen und Union nicht über ein Unentschieden hinauskommen und in Stuttgart und Dortmund untergehen.

Klar wissen auch die Spieler der SGE wie es geht.
Es muss halt auch der Gegner dabei mitspielen, denn der will sowas ja verhindern.

Beim 1:1 gegen Augsburg hat man einen Fehler der Augsburger konsequent ausgenutzt.
Aktuell ist man aber noch zu wenig in der Lage den Gegner zu solchen Fehlern mehr oder weniger zu zwingen,
speziell wenn er wie Bremen und Union in der Abwehr sehr kompakt steht.

Grundsätzlich haben ja fast alle Mannschaften Probleme mit tiefstehenden Gegnern.
Das war bei der SGE eigentlich auch nur in der Zeit unter Hütter nicht der Fall, als Younes den entscheidenden
Unterschied ausgemacht hat.
Er war in der Lage sich auch mal gegen mehrere Gegner durchzusetzen und somit eine "Unordnung" beim Gegner zu erzeugen, die man zu erfolgreichen Angriffen nutzen konnte.
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Fireye schrieb:

Grundsätzlich haben ja fast alle Mannschaften Probleme mit tiefstehenden Gegnern.
Das war bei der SGE eigentlich auch nur in der Zeit unter Hütter nicht der Fall, als Younes den entscheidenden
Unterschied ausgemacht hat.


Apropos, auch wenn es off topic ist:
Der Typ ist seit fast nem Jahr vereinslos.
Wahnsinn wie man eine Karriere so derart wegschmeißen kann.
Er war damals ein Unterschiedsspieler für uns, auch wenn er selten 90 min geschafft hat.
Sogar in der Nationalmannschaft war er kurzzeitig.
Nur um dann in geistiger Umnachtung den völlig falschen Weg einzuschlagen...
Für mich auch heute noch ein großes Mysterium, dieser Mensch.
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Fireye schrieb:

Grundsätzlich haben ja fast alle Mannschaften Probleme mit tiefstehenden Gegnern.
Das war bei der SGE eigentlich auch nur in der Zeit unter Hütter nicht der Fall, als Younes den entscheidenden
Unterschied ausgemacht hat.
Er war in der Lage sich auch mal gegen mehrere Gegner durchzusetzen und somit eine "Unordnung" beim Gegner zu erzeugen, die man zu erfolgreichen Angriffen nutzen konnte.

Genau das.
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WürzburgerAdler schrieb:

Fireye schrieb:

Grundsätzlich haben ja fast alle Mannschaften Probleme mit tiefstehenden Gegnern.
Das war bei der SGE eigentlich auch nur in der Zeit unter Hütter nicht der Fall, als Younes den entscheidenden
Unterschied ausgemacht hat.
Er war in der Lage sich auch mal gegen mehrere Gegner durchzusetzen und somit eine "Unordnung" beim Gegner zu erzeugen, die man zu erfolgreichen Angriffen nutzen konnte.

Genau das.


Spieler wie Chaibi, Marmoush und vor allem auch Ekitike haben diese Fähigkeiten auch. Vor allem Ekitike ist sehr spielfreudig und stark im 1vs1. Dazu auch noch schnell. Ich bin mir sicher, dass die drei wenn sie mal eingespielt und fit sind gegen tief stehende Gegner Lösungen finden werden.
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Also am meisten auf die Nerven geht mir dieses ständige "ja aber Platz 6"

Ja, ist ein gutes Ergebnis.
Was wir da kicken ist trotzdem Scheiße.
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Anthrax schrieb:

Also am meisten auf die Nerven geht mir dieses ständige "ja aber Platz 6"

Ja, ist ein gutes Ergebnis.
Was wir da kicken ist trotzdem Scheiße.

Ich finde es nicht so (durchgehend) schlecht oder Scheiße...

Es fehlt einfach durchaus an Emotionen und an Authentizität. Und ich hoffe, dass wir davon im nächsten Jahr wieder mehr erleben werden und ich sehe dafür auch berechtigt Hoffnung und Gründe
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WürzburgerAdler schrieb:

Fireye schrieb:

Grundsätzlich haben ja fast alle Mannschaften Probleme mit tiefstehenden Gegnern.
Das war bei der SGE eigentlich auch nur in der Zeit unter Hütter nicht der Fall, als Younes den entscheidenden
Unterschied ausgemacht hat.
Er war in der Lage sich auch mal gegen mehrere Gegner durchzusetzen und somit eine "Unordnung" beim Gegner zu erzeugen, die man zu erfolgreichen Angriffen nutzen konnte.

Genau das.


Spieler wie Chaibi, Marmoush und vor allem auch Ekitike haben diese Fähigkeiten auch. Vor allem Ekitike ist sehr spielfreudig und stark im 1vs1. Dazu auch noch schnell. Ich bin mir sicher, dass die drei wenn sie mal eingespielt und fit sind gegen tief stehende Gegner Lösungen finden werden.
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sgevolker schrieb:

WürzburgerAdler schrieb:

Fireye schrieb:

Grundsätzlich haben ja fast alle Mannschaften Probleme mit tiefstehenden Gegnern.
Das war bei der SGE eigentlich auch nur in der Zeit unter Hütter nicht der Fall, als Younes den entscheidenden
Unterschied ausgemacht hat.
Er war in der Lage sich auch mal gegen mehrere Gegner durchzusetzen und somit eine "Unordnung" beim Gegner zu erzeugen, die man zu erfolgreichen Angriffen nutzen konnte.

Genau das.


Spieler wie Chaibi, Marmoush und vor allem auch Ekitike haben diese Fähigkeiten auch. Vor allem Ekitike ist sehr spielfreudig und stark im 1vs1. Dazu auch noch schnell. Ich bin mir sicher, dass die drei wenn sie mal eingespielt und fit sind gegen tief stehende Gegner Lösungen finden werden.

Das sehe ich auch so, das wird aber nicht von heute auf morgen passieren.
Es ist aber leider zu befürchten, dass zumindestens Teile der Zuschauer und der Medien nicht die Geduld
aufbringen werden darauf zu warten.
Die Verantwortlichen in  der Führung des Clubs sind sich dessen denke ich schon bewusst, dass das dauern kann.
Das Problem ist halt aktuell auch die "Verweilzeit" der guten Spieler bei der SGE. Wenn sie schon nach einer oder zwei Spielzeiten den Club verlassen wird man immer wieder mit dem gleichen Problem konfrontiert.

Die Frage ist doch auch, wann und wie lange hat denn die SGE in der Bundesliga in der jüngsten
Vergangenheit mal einen Fußball gespielt der echt begeistert hat.
Mit fallen da spontan nur die letzten Spiele mit Haller, Rebic und Jovic und die Zeit mit einem "funktionierenden"
Younes ein.

Vieles wurde überdeckt durch die Erfolge im Europa-Pokal und da hatte man schon, trotz guter Leistungen,
auch einiges Spielglück.

Die Reise zum Halbfinale gegen Chelsea wäre höchst wahrscheinlich gegen Lissabon zu Ende gewesen, wenn
im Rückspiel nicht das Tor gegeben worden wäre, bei dem der Torschütze Kostic 2m im Abseits stand.

Und die Reise zum Titelgewinn wäre wahrscheinlich schon im ersten Spiel ins Stocken geraten, wenn Fenerbahce nicht den Elfer in der 90 min versemmelt hätte, bzw. der VAR das Tor im Nachschuss nicht annulliert hätte.

Im ersten Fall war es Glück dass es da keinen VAR gab und im zweiten Fall war es Glück dass es ihn gab.

Mir gefällt der Fußball auch nicht den man in großen Teilen zur Zeit spielt.

Ich weis aber aus der Vergangenheit dass man im Fussball nicht zu schnell alles negativ sehen sollte.
z.B. hatte man Yeboah in seiner ersten Saison schon als Fehleinkauf abgestempelt und Haller hat die FR recht
bald die Bundesliga-Tauglichkeit abgesprochen.
In beiden Fällen hat sich das nach einiger Zeit als großer Irrtum herausgestellt.






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sgevolker schrieb:

WürzburgerAdler schrieb:

Fireye schrieb:

Grundsätzlich haben ja fast alle Mannschaften Probleme mit tiefstehenden Gegnern.
Das war bei der SGE eigentlich auch nur in der Zeit unter Hütter nicht der Fall, als Younes den entscheidenden
Unterschied ausgemacht hat.
Er war in der Lage sich auch mal gegen mehrere Gegner durchzusetzen und somit eine "Unordnung" beim Gegner zu erzeugen, die man zu erfolgreichen Angriffen nutzen konnte.

Genau das.


Spieler wie Chaibi, Marmoush und vor allem auch Ekitike haben diese Fähigkeiten auch. Vor allem Ekitike ist sehr spielfreudig und stark im 1vs1. Dazu auch noch schnell. Ich bin mir sicher, dass die drei wenn sie mal eingespielt und fit sind gegen tief stehende Gegner Lösungen finden werden.

Das sehe ich auch so, das wird aber nicht von heute auf morgen passieren.
Es ist aber leider zu befürchten, dass zumindestens Teile der Zuschauer und der Medien nicht die Geduld
aufbringen werden darauf zu warten.
Die Verantwortlichen in  der Führung des Clubs sind sich dessen denke ich schon bewusst, dass das dauern kann.
Das Problem ist halt aktuell auch die "Verweilzeit" der guten Spieler bei der SGE. Wenn sie schon nach einer oder zwei Spielzeiten den Club verlassen wird man immer wieder mit dem gleichen Problem konfrontiert.

Die Frage ist doch auch, wann und wie lange hat denn die SGE in der Bundesliga in der jüngsten
Vergangenheit mal einen Fußball gespielt der echt begeistert hat.
Mit fallen da spontan nur die letzten Spiele mit Haller, Rebic und Jovic und die Zeit mit einem "funktionierenden"
Younes ein.

Vieles wurde überdeckt durch die Erfolge im Europa-Pokal und da hatte man schon, trotz guter Leistungen,
auch einiges Spielglück.

Die Reise zum Halbfinale gegen Chelsea wäre höchst wahrscheinlich gegen Lissabon zu Ende gewesen, wenn
im Rückspiel nicht das Tor gegeben worden wäre, bei dem der Torschütze Kostic 2m im Abseits stand.

Und die Reise zum Titelgewinn wäre wahrscheinlich schon im ersten Spiel ins Stocken geraten, wenn Fenerbahce nicht den Elfer in der 90 min versemmelt hätte, bzw. der VAR das Tor im Nachschuss nicht annulliert hätte.

Im ersten Fall war es Glück dass es da keinen VAR gab und im zweiten Fall war es Glück dass es ihn gab.

Mir gefällt der Fußball auch nicht den man in großen Teilen zur Zeit spielt.

Ich weis aber aus der Vergangenheit dass man im Fussball nicht zu schnell alles negativ sehen sollte.
z.B. hatte man Yeboah in seiner ersten Saison schon als Fehleinkauf abgestempelt und Haller hat die FR recht
bald die Bundesliga-Tauglichkeit abgesprochen.
In beiden Fällen hat sich das nach einiger Zeit als großer Irrtum herausgestellt.






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Noch zwei Mal an der Seitenlinie und dann ist das Experiment hoffentlich zu Ende. Hoffentlich!
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Die Ansammlung an Fehlern und Disziplinlosigkeiten habe ich noch nie bei einer Eintrachtmannschaft gesehen, selbst bei wesentlich Untalentierteren vor langer Zeit. Toppmöller hat keinerlei ordnende Hand mehr auf den Kader, das ist nur noch äußert schwer zu ertragen als Fan.


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