Danke euch allen für die vielen ehrlichen und reflektierten Antworten. Ich habe mir wirklich alles in Ruhe durchgelesen – und mich in mehr Beiträgen wiedergefunden, als ich gedacht hätte.
Mir ging es nie darum zu sagen, dass früher alles besser war oder dass ich mit der Eintracht abgeschlossen habe. Ganz im Gegenteil. Einmal Eintracht, immer Eintracht – das steht für mich komplett außer Frage. Gerade weil mir der Verein über so viele Jahre so viel bedeutet hat und ich emotionale Ausnahmezustände erleben durfte, fällt mir diese Veränderung überhaupt erst auf.
Was sich bei mir am meisten verändert hat, ist nicht die Verbundenheit – sondern die Intensität und der Aufwand, den ich heute noch bereit bin, rund um einen Spieltag zu betreiben. Ein paar meiner anderen Gründe hatte ich ja schon im Eröffnungsthread beschrieben – dieses Gefühl, dass der moderne Fußball mit all seinen Unterbrechungen, Regeldiskussionen und Event-Rahmenprogramm manchmal ein Stück von der rohen, unberechenbaren Emotion von früher nimmt. Und auch, dass Identifikationsfiguren heute schneller kommen und gehen, wodurch dieses alte „Das sind unsere Jungs“-Gefühl nicht mehr ganz so selbstverständlich entsteht wie früher.
Früher war ein Heimspieltag ein kompletter Ausnahmezustand. Der Tag hatte genau ein Thema: Eintracht. Morgens schon hibbelig, alles andere wurde drum herum geplant oder konsequent ignoriert. Gespräche? Nur über Aufstellung. Laune? Abhängig vom Anpfiff. Und ja – die genervten Blicke zuhause gehörten auch dazu, wenn klar war: „Heute brauchst du mit irgendwas Vernünftigem nicht mehr zu kommen, heute spielt die Eintracht.“ 😄 Das war überzogen, das war emotional – und genau das habe ich geliebt.
Heute ist das anders. Nicht, weil es mir egal ist – sondern weil ich merke, dass ich nicht mehr automatisch bereit bin, dafür einen kompletten Tag zu „opfern“. Und das hat eben nicht nur mit Gefühl, sondern auch ganz nüchtern mit Aufwand zu tun.
Ich laufe halt nicht 15 Minuten zum Wiesbadener Hbf und sitze im Zug. Für mich beginnt die Reise deutlich früher aus dem Untertaunus.
Wenn es mit dem EFC-Bus geht, juckelt man erstmal rund 60 Minuten bis zum Waldparkplatz – und das vier Stunden vor Anpfiff, nur um überhaupt noch halbwegs vernünftig parken zu können. Soll es mal der ÖPNV sein, fährste von hier mit dem Bus 80 Minuten bis Wiesbaden, von da nochmal 45 Minuten bis zum Stadion. Natürlich entsprechend früh, man will ja auch noch was essen, trinken und ankommen.
Lange Rede, kurzer Unsinn: Am Ende ist man realistisch einen kompletten Tag unterwegs – für 90 Minuten Spiel. Käme ich direkt aus Frankfurt oder Wiesbaden, wäre das ein anderes Thema.
Und ich merke: Genau da hat sich bei mir etwas verschoben. Früher habe ich das nicht hinterfragt. Heute schon. Nicht aus fehlender Liebe zum Verein, sondern weil das Leben drumherum voller geworden ist und Zeit einen anderen Wert bekommen hat.
Was mir zusätzlich aufgefallen ist: Einige vom EFC, die am Samstag da waren, haben mir danach ihre Erlebnisse und die Stimmung aus dem Block geschildert – und gleichzeitig gesagt, dass sie weder am Mittwoch noch kommenden Samstag wieder fahren, nicht alle kommen von hier...viele auch aus FFM und Umgebung direkt. Das zeigt für mich, dass dieses Gefühl nicht nur bei mir auftaucht. Die Begeisterung ist noch da, aber die Selbstverständlichkeit, jedes Spiel mitzunehmen, bröckelt bei vielen.
Eure Antworten haben mir jedenfalls gezeigt, dass das offenbar vielen ähnlich geht – nur mit unterschiedlichen Gründen. Weniger extreme emotionale Ausschläge, weniger komplette Gefühlsabhängigkeit vom Spieltag – aber trotzdem eine tiefe, gewachsene Verbundenheit. Wenn es wirklich drauf ankommt, wenn große Momente passieren, ist das Gefühl sofort wieder da. Gänsehaut funktioniert noch.
Vielleicht ist das keine Ent-Emotionalisierung, sondern einfach eine andere Phase des Fanseins. Leiser, abgeklärter, aber nicht weniger echt.
Ich fand es auf jeden Fall stark zu lesen, wie offen hier viele über ihre eigene Entwicklung als Fans schreiben. Wer mag, gerne weiter Gedanken dazu teilen – genau solche Diskussionen gehören für mich auch zur Eintracht dazu.
Am Ende sitzen wir alle wegen demselben Vogel hier. Nur fühlt er sich für jeden in unterschiedlichen Lebensphasen ein bisschen anders an. 🦅
Früher war ein Heimspieltag ein kompletter Ausnahmezustand. Der Tag hatte genau ein Thema: Eintracht. Morgens schon hibbelig, alles andere wurde drum herum geplant oder konsequent ignoriert. Gespräche? Nur über Aufstellung. Laune? Abhängig vom Anpfiff. Und ja – die genervten Blicke zuhause gehörten auch dazu, wenn klar war: „Heute brauchst du mit irgendwas Vernünftigem nicht mehr zu kommen, heute spielt die Eintracht.“ 😄 Das war überzogen, das war emotional – und genau das habe ich geliebt.
Heute ist das anders. Nicht, weil es mir egal ist – sondern weil ich merke, dass ich nicht mehr automatisch bereit bin, dafür einen kompletten Tag zu „opfern“. Und das hat eben nicht nur mit Gefühl, sondern auch ganz nüchtern mit Aufwand zu tun.
Das fasst es als Quintessenz nochmal schön zusammen. 🙏
Früher war ein Heimspieltag ein kompletter Ausnahmezustand. Der Tag hatte genau ein Thema: Eintracht. Morgens schon hibbelig, alles andere wurde drum herum geplant oder konsequent ignoriert. Gespräche? Nur über Aufstellung. Laune? Abhängig vom Anpfiff. Und ja – die genervten Blicke zuhause gehörten auch dazu, wenn klar war: „Heute brauchst du mit irgendwas Vernünftigem nicht mehr zu kommen, heute spielt die Eintracht.“ 😄 Das war überzogen, das war emotional – und genau das habe ich geliebt.
Heute ist das anders. Nicht, weil es mir egal ist – sondern weil ich merke, dass ich nicht mehr automatisch bereit bin, dafür einen kompletten Tag zu „opfern“. Und das hat eben nicht nur mit Gefühl, sondern auch ganz nüchtern mit Aufwand zu tun.
Das fasst es als Quintessenz nochmal schön zusammen. 🙏
so ein Tag ist halt auch einfach krass teuer sofern man nicht gerade in Niederrath wohnt
Früher war ein Heimspieltag ein kompletter Ausnahmezustand. Der Tag hatte genau ein Thema: Eintracht. Morgens schon hibbelig, alles andere wurde drum herum geplant oder konsequent ignoriert. Gespräche? Nur über Aufstellung. Laune? Abhängig vom Anpfiff. Und ja – die genervten Blicke zuhause gehörten auch dazu, wenn klar war: „Heute brauchst du mit irgendwas Vernünftigem nicht mehr zu kommen, heute spielt die Eintracht.“ 😄 Das war überzogen, das war emotional – und genau das habe ich geliebt.
Heute ist das anders. Nicht, weil es mir egal ist – sondern weil ich merke, dass ich nicht mehr automatisch bereit bin, dafür einen kompletten Tag zu „opfern“. Und das hat eben nicht nur mit Gefühl, sondern auch ganz nüchtern mit Aufwand zu tun.
Das fasst es als Quintessenz nochmal schön zusammen. 🙏
Früher war ein Heimspieltag ein kompletter Ausnahmezustand. Der Tag hatte genau ein Thema: Eintracht. Morgens schon hibbelig, alles andere wurde drum herum geplant oder konsequent ignoriert. Gespräche? Nur über Aufstellung. Laune? Abhängig vom Anpfiff. Und ja – die genervten Blicke zuhause gehörten auch dazu, wenn klar war: „Heute brauchst du mit irgendwas Vernünftigem nicht mehr zu kommen, heute spielt die Eintracht.“ 😄 Das war überzogen, das war emotional – und genau das habe ich geliebt.
Heute ist das anders. Nicht, weil es mir egal ist – sondern weil ich merke, dass ich nicht mehr automatisch bereit bin, dafür einen kompletten Tag zu „opfern“. Und das hat eben nicht nur mit Gefühl, sondern auch ganz nüchtern mit Aufwand zu tun.
Das fasst es als Quintessenz nochmal schön zusammen. 🙏
so ein Tag ist halt auch einfach krass teuer sofern man nicht gerade in Niederrath wohnt
Früher war ein Heimspieltag ein kompletter Ausnahmezustand. Der Tag hatte genau ein Thema: Eintracht. Morgens schon hibbelig, alles andere wurde drum herum geplant oder konsequent ignoriert. Gespräche? Nur über Aufstellung. Laune? Abhängig vom Anpfiff. Und ja – die genervten Blicke zuhause gehörten auch dazu, wenn klar war: „Heute brauchst du mit irgendwas Vernünftigem nicht mehr zu kommen, heute spielt die Eintracht.“ 😄 Das war überzogen, das war emotional – und genau das habe ich geliebt.
Heute ist das anders. Nicht, weil es mir egal ist – sondern weil ich merke, dass ich nicht mehr automatisch bereit bin, dafür einen kompletten Tag zu „opfern“. Und das hat eben nicht nur mit Gefühl, sondern auch ganz nüchtern mit Aufwand zu tun.
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so ein Tag ist halt auch einfach krass teuer sofern man nicht gerade in Niederrath wohnt
so ein Tag ist halt auch einfach krass teuer sofern man nicht gerade in Niederrath wohnt
Die Dauerkarte sind läppische 7,82 € pro Spiel...das geht 😜 Aber der Rest des Tages, jo...da geht schon immer minimum nen Fuffi bei drauf.
naja ohne DK kann ich dir das mal vorrechnen, nehmen wir mal das bessere Freundschaftspiel gegen Tottenham:
2* Block 24 B sind 102€ Parken Parkhaus über Eintracht gebucht 8€ beim Blutspendedienst Fahrtkosten Siegen - Waldstadion hin und zurück knapp sagen wir mal 60€ 2 Äppler am Stadion 9€
damit sich der Tag lohnt: Ebbelwoi unser 2 Schnitzel 50€ 2 Äppler 6€ 2 Mispelchen 9€
Wen(n) es interessiert, gerne eigene Erfahrungen/Berichte dazu. Anlass für meine Emotionen ist, ich wurde als Eventie betitelt weil ich diese Saison, trotz Dauerkarte in der NWK, gerade mal 5 Spiele bisher besucht habe und auch gegen SAP null bock habe hinzugehen. Eventie 😂😂😂
Ich hab mich emotional von der Eintracht nicht entfernt, weil ich kein Fan mehr bin.
Ich bin seit 1992 (13 Jahre alt) dabei. Ich war da, als es richtig weh tat. Zweite Liga, Chaos, Abstiegskämpfe, dieses ewige Auf und Ab – ich hatte meine erste Dauerkarte in der zweiten Liga, war in Zwickau und hab mir das alles gegeben. Jahre lang. Deshalb kann mir keiner was von „Erfolgsfan“ erzählen nur weil ich grad mal NULL BOCK auf Stadion habe. Ich hab die Eintracht nicht geliebt, weil sie erfolgreich war – ich hab sie geliebt, weil sie meine Eintracht war.
Ich war bei den großen Momenten live dabei. 2018 Pokal. 2022 Euroleague. Diese Abende sind eingebrannt. Das waren nicht nur Spiele – das waren Ereignisse fürs Leben. Diese Tage, wo du dich wirklich fühlst, als würde dir die Eintracht alles zurückgeben, was sie dir über Jahre genommen hat. Diese Magie. Diese Wucht. Dieses Gefühl, dass es das alles wert war.
Aber danach kam wieder Eintracht-Alltag mit Bundesliga. Mittelmaß. Zu oft ideenlos. Zu oft ohne Mut. Zu oft so ein Spiel, wo du nach 20 Minuten weißt: Heute wird’s wieder ein Grottenkick. Und du sitzt da und merkst, wie es dich nicht mal mehr aufregt.
Man hat nicht das Gefühl, dass der Verein diese Erfolge wirklich genutzt hat, um etwas aufzubauen. Es wirkt eher so, als würde man sich das Erarbeitete wieder selbst kaputtmachen. Falsche Entscheidungen. Falsche Weichen. Unruhe. Als hätte man aus den größten Momenten nicht gelernt – sondern als würde man sie nachträglich entwerten.
Und dann kommt noch dazu, dass der Fußball an sich, sich stark verändert hat. Das Erlebnis. Die Seele. VAR ist da nur das offensichtlichste Beispiel. Früher war ein Tor ein Moment, den du nie vergisst. Du bist explodiert. Aus dem Bauch heraus. Heute jubelst du kurz – und dann kommt direkt dieser Zweifel. Abseits? Hand? Foul? Und du wartest wie ein Idiot auf irgendeinen Bildschirm, ob du überhaupt fühlen darfst. Das ist krank.
Die Atmosphäre im Stadion hat sich auch verändert. Früher war das ehrlicher. Früher war das direkter. Da wurdest du gefeiert, wenn du alles gegeben hast – aber du wurdest auch mal ausgepfiffen, wenn du lustlos rumstehst und dich kampflos abschlachten lässt. Das war nicht „gegen die Mannschaft“, das war eine klare Botschaft: Reißt euch zusammen, das ist Eintracht.
Heute ist es oft komplett entkoppelt. Egal wie die Mannschaft spielt – sie wird gefeiert. Egal wie ideenlos, egal wie schlecht, egal wie lustlos: immer Applaus, immer „alles super“. Und ich denke mir manchmal: Was soll das? Es ist, als wären Anspruch und Kritik komplett verschwunden. Als müsste man immer klatschen – egal was passiert. Und genau das nimmt mir auch nochmal ein Stück von dem echten, rohen Fußballgefühl von früher.
Und diese Identifikation? Die wird auch immer weniger. Spieler kommen und gehen, alles ist schneller, glatter, austauschbarer. Es ist weniger „Eintracht“, mehr Geschäft. Mehr Marke, mehr Business. Und wenn selbst das irgendwann so wird, dann verlierst du das Gefühl, dass da wirklich noch etwas ist, wofür du brennen willst.
Dazu kommt die Kurve. Zu viele wirkliche Eventies und „Kunden“. Zu viele, die nur das Erlebnis konsumieren wollen „Wann Choreo, wann Fanmarsch ?“. Natürlich sind da noch echte Leute – aber die Atmosphäre ist nicht mehr die gleiche.
Und dann diese Stellen aus Liedern: „Eintracht bis in den Tod“, „Du bist mein Leben“. Ganz ehrlich – damit konnte ich mich noch nie identifizieren. Das waren für mich schon immer Phrasen. Ich hab die Eintracht immer geliebt, Eintracht ist Leidenschaft, ja – aber nicht mein ganzes Leben.
Ich liebe die Eintracht immer noch. Das wird auch immer so bleiben. Aber ich lasse sie nicht mehr so nah an mich ran. Heute ist es oft einfach nur ein Ergebnis. Ich freu mich, wenn sie gewinnen. Und ich zuck mit den Schultern, wenn sie verlieren. Es ist mir egal geworden.
Das ist kein Ding auf Dauer, aber momentan ist es genau das und der Grund weshalb ich einfach keine Lust auf Stadion habe und mir nicht einen ganzen Samstag verhaue in dem ich wichtigere Sachen erledigen kann.
Das Leben ist größer als 90 Minuten. Andere Dinge sind wichtiger.
Um mal auf deinen Eingangspost zu antworten. Du kannst in diesem Text Eintracht und Frankfurt durch jeden x-beliebigen anderen Verein ersetzen, oder ihn ganz allgemein über Fußball so schreiben. Da wird dir jeder, der in deinem Alter ist oder älter und als Kind angefangen hat ins Stadion zu gehen zustimmen. Zum einen ist es halt die Veränderung ganz allgemein in Fußball und Gesellschaft und auch die Veränderung, die man als Mensch in 35-40 Jahren durch macht.
Du kannst diesen Text vermutlich auch ähnlich über andere Dinge aus deiner Vergangenheit schreiben wenn du noch anderes hattest, für das du dich begeistert hast. Bei mir war das ganz früher Skifahren in der Rhön auf der Wasserkuppe oder dem Kreuzberg, hin und wieder auch mal in Österreich, oder später dann intensives Kartfahren, wofür wir teils weite Strecken auf uns genommen haben um unterschiedliche Kartbahnen kennen zu lernen. Da wird es sicher noch mehr geben und wenn es bei andern vielleicht Tetris auf dem Gameboy spielen war.
Ich empfinde diese Veränderungen wie du sie bei Fußball und dir selber beschreibst als völlig normal. Warum aber jemand direkt im 4. Beitrag schreibt "Der Fußball von Dino hat mich zerstört" verstehe ich in dem Zusammenhang überhaupt nicht. Diese Person scheint noch nicht viel Fußball von der Eintracht gesehen zu haben, wenn ihn DAS zerstört hat. Überhaupt haben die aktuelle Mannschaft und derTrainer und die Ergebnisse überhaupt nichts mit deinem Thema zu tun.
so ein Tag ist halt auch einfach krass teuer sofern man nicht gerade in Niederrath wohnt
Die Dauerkarte sind läppische 7,82 € pro Spiel...das geht 😜 Aber der Rest des Tages, jo...da geht schon immer minimum nen Fuffi bei drauf.
naja ohne DK kann ich dir das mal vorrechnen, nehmen wir mal das bessere Freundschaftspiel gegen Tottenham:
2* Block 24 B sind 102€ Parken Parkhaus über Eintracht gebucht 8€ beim Blutspendedienst Fahrtkosten Siegen - Waldstadion hin und zurück knapp sagen wir mal 60€ 2 Äppler am Stadion 9€
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so ein Tag ist halt auch einfach krass teuer sofern man nicht gerade in Niederrath wohnt
Die Dauerkarte sind läppische 7,82 € pro Spiel...das geht 😜 Aber der Rest des Tages, jo...da geht schon immer minimum nen Fuffi bei drauf.
naja ohne DK kann ich dir das mal vorrechnen, nehmen wir mal das bessere Freundschaftspiel gegen Tottenham:
2* Block 24 B sind 102€ Parken Parkhaus über Eintracht gebucht 8€ beim Blutspendedienst Fahrtkosten Siegen - Waldstadion hin und zurück knapp sagen wir mal 60€ 2 Äppler am Stadion 9€
damit sich der Tag lohnt: Ebbelwoi unser 2 Schnitzel 50€ 2 Äppler 6€ 2 Mispelchen 9€
Auf jeden Fall...vorher nochmal Sachsenhausen oder das Cono Cimino in Niederrad...biste noch mehr Geld los.
Da bin ich, zumindest was die Dauerkarte angeht, froh dass ich in der NWK geblieben bin. War vorher schon im Block 41H als es noch Sitzer waren. Wobei es richtig krass ist, also richtig krass was da im Mittelrang los ist...Thema Sicherheit und Überfüllung. Das könnte ich auch noch im Eingangstext ergänzen, aber dann haste 5 Seiten Stellungnahme noch dazu 😎
Auf jeden Fall...vorher nochmal Sachsenhausen oder das Cono Cimino in Niederrad...biste noch mehr Geld los.
Da bin ich, zumindest was die Dauerkarte angeht, froh dass ich in der NWK geblieben bin. War vorher schon im Block 41H als es noch Sitzer waren. Wobei es richtig krass ist, also richtig krass was da im Mittelrang los ist...Thema Sicherheit und Überfüllung. Das könnte ich auch noch im Eingangstext ergänzen, aber dann haste 5 Seiten Stellungnahme noch dazu 😎
Ich glaube wirklich, dass diese Entwicklung auch viel mit dem Alter zu tun hat, also man einfach in einem höheren Alter nicht mehr so tief und engagiert dabei ist. Ich bin mir nicht so sicher, ob die jungen Nachrücker wirklich diese Entemotionalisierung haben. Ich halte sie einfach einmal individuell für logisch (Alter...) und sportlich nach den letzten Jahren durch die Übersättigung auch da für absolut erwartbar. Dass dann noch für manchen das Drumherum (Kommerzialisierung etc.) einem noch mehr die Freude nimmt, kommt noch dazu. Grundsätzlich würde ich sagen, dass das jetzt auch bisschen die Zusammenfassung der ganzen Beiträge in vielen Fällen ist.
Also irgendwie natürliche Entwicklungen, ergänzt durch sportliche Flaute und grundsätzlicher Punkte.
Ich glaube wirklich, dass diese Entwicklung auch viel mit dem Alter zu tun hat, also man einfach in einem höheren Alter nicht mehr so tief und engagiert dabei ist.
Wie ich aus familieninterner Erfahrung sagen kann, liegt das manchmal weniger am absoluten Alter als daran, wie lange man schon dabei ist.
Ich denke, es ist eine Kombination aus mehreren Faktoren. Zum einen diese massive Überkapitalisierung und Durchkommerzialisierung des Fußballs: Weltmeisterschaften in Quatar, eine Klub-WM, immer mehr und immer weiter aufgeblähte Pokalwettbewerbe die nur dazu sind, die Taschen der immer gleichen Vereine zu füllen. Mehrere Abos die man abschließen muss um mitreden zu können. Diese extremen Spielergehälter, die man doch keinem normalen Menschen mehr vermitteln kann usw. usf.
Dazu kommen grundlegende Veränderungen am Spiel selbst . Allen voran der VAR. Seitdem man nach jedem Tor erst einmal warten muss, bevor man jubelt, weil irgendwo vielleicht eine Nasenspitze einen Millimeter im Abseits war, werden Emotionen enorm abgetötet. Für mich hat das viel kaputt gemacht und den Fußball in keiner Weise eigentlich fairer und transparater gemacht. Auch weil man die Regel doch in jedem Stadion anders auslegt.
Aber auch aus Eintracht-Perspektive hat sich trotz allen Erfolg einiges negativ entwickelt. Mir missfällt in erster Linie dieses riesige Kaderkarussell. Spieler kommen, die oft auch nur für sich selbst und den eigenen Marktwert spielen und bei denen man weiß, dass sie spätestens nach zwei Jahren wieder weg sind. Wo soll da Identifikation entstehen?
Besonders wehgetan haben mir vor allem die Abgänge um Kostić, den man damals auf dem absoluten Peak einfach nicht halten konnte oder auch der "Fall Hinteregger". Die Art wie man mit ihm umgegangen ist und wie er an diesem ganzen medialen Umfeld kaputt gegangen ist.
Und natürlich wird man auch älter. Die Prioritäten im Leben verändern sich, man merkt, dass es Wichtigeres gibt und dass man sich wegen eines verkorksten Spieltages eigentlich nicht das ganze Wochenende kaputtmachen muss. Vor einigen Jahren hätte einen so eine Niederlage und vor allem die Art und Weise wie gegen Hoffenheim noch massiv verärgert. Mittlerweile ist das überhaupt nicht mehr so. Man nimmt es eher mehr oder weniger zur Kenntnis.
Glaube wir sind gerade an einem Punkt wo man gesättigt ist. Wir haben in den letzten Jahren wie auf Speed erlebt. Titel, Rekordtransfers, alles mögliche an Top-Mannschaft (Barca, Inter, Neapel, Arsenal, Liverpool, Benfica usw) gesehen. Merke das auch an mir. Die Luft ist irgendwie raus. Sehe das aber nicht negativ. Man kann im Leben nicht immer im Vollsprint laufen. Bin sogar ganz froh das es diese Saison mal nicht so läuft.
Glaube wir sind gerade an einem Punkt wo man gesättigt ist. Wir haben in den letzten Jahren wie auf Speed erlebt. Titel, Rekordtransfers, alles mögliche an Top-Mannschaft (Barca, Inter, Neapel, Arsenal, Liverpool, Benfica usw) gesehen. Merke das auch an mir. Die Luft ist irgendwie raus. Sehe das aber nicht negativ. Man kann im Leben nicht immer im Vollsprint laufen. Bin sogar ganz froh das es diese Saison mal nicht so läuft.
Das ich darüber froh bin kann ich nicht behaupten. Aber ich habe es eigentlich schon längere Zeit erwartet und akzeptiere es ein wenig. Die Eintracht hat sich schon immer in Wellen bewegt (erfolgreiche 70er bis Anfang 80er, dann wieder ne Delle in den 80ern, mit Ausnahme des DFB-Pokal-Erfolgs 1988, dann wieder Fußball 2000, dann für lange Zeit Jammertal, Rettung und Lichtblick unter Funkel, Abstieg 2011, fantastisches Comeback, dann wieder Zeit der Ratlosigkeit inkl. Beinahe-Abstieg)... auf und ab. Die jetzige Welle muss irgendwann halt mal wieder brechen. Die hält seit 10 Jahren an... und -Junge!- was haben wir hier mitgenommen. DFB-Pokalendspiele; Titel; "Bruda, schlag den Ball lang"; Büffelherde; weinender Hinti in den Armen der Fans ; La Bestia Blanca und die Barcelona-Invasion; der Dynamische Donnerstag; ein Elfmeterschießen, das gefühlt 100 Jahre dauerte; der ehemalige Portospieler Paciencia köpft gegen Benfica das wichtige 2:4; Jovics Fünferpack gegen Düsseldorf; das 5:1 gegen die Bayern, welches das Aus für Kovac bedeutete und und und. Das bietet doch ein FSV "Das Gras ist grüner"-Mainz seiner tollen Community nicht im ganzen Vereinsleben an.
Evtl. brauchen wir aber nun einen Knick, um dann irgendwann wieder mit voller Motivation die Kurve nach oben zu machen. Vielleicht meinst du das mit froh sein? Aber ich glaube, es wird einfach mal notwendig.
Die jetzige Welle muss irgendwann halt mal wieder brechen. Die hält seit 10 Jahren an... und -Junge!- was haben wir hier mitgenommen. DFB-Pokalendspiele; Titel; "Bruda, schlag den Ball lang"; Büffelherde; weinender Hinti in den Armen der Fans ; La Bestia Blanca und die Barcelona-Invasion; der Dynamische Donnerstag; ein Elfmeterschießen, das gefühlt 100 Jahre dauerte; der ehemalige Portospieler Paciencia köpft gegen Benfica das wichtige 2:4; Jovics Fünferpack gegen Düsseldorf; das 5:1 gegen die Bayern, welches das Aus für Kovac bedeutete und und und
Auf den Punkt - der Steigflug kann nicht ewig andauern. Wir haben ein unfassbar erfolgreiches Jahrzehnt hinter uns. Daraus ist die Hoffnung erwachsen, dass es so weitergehen könne, wir uns oben festgebissen haben. Ich habe diese Sicherheit leider nicht und befürchte, dass wir uns wieder im Bereich 5-10 einreihen. Gemessen an unserer Historie wäre auch das ein Erfolg!
mir geht's genauso als langjähriger Dauerkarteninhaber. Irgendwie ist die Luft raus..
Früher noch gern mit der rappelvollen Regionalbahn ab Limburg gefahren, heute hängt man 5 Stunden vor,m Spiel beim Waldparkplatz ab um überhaupt noch drauf zu kommen.. Dazu die ganzen Erfolgsfans und gerade bei CL Spielen gefühlt mehr Leute im Anzug als im Trikot.
Ich vermiss tatsächlich manchmal die Zeiten vor 40.000 Zuschauern gegen Karlsruhe, Kaiserslautern usw. Da hatte man schon Tage vorher Bock auf das Spiel und jeder, aber wirklich jeder "hat sein M*ul" in der Westkurve aufgemacht und ALLES gegeben.
Vielleicht wird,s ja irgendwann wieder anders.. aber heutzutage ist vielen die perfekte Instagram-Story wichtiger als der Support der Mannschaft hat man das Gefühl..
Trotzdem: Für alle Zeit Sportgemeinde Eintracht!! 🦅
mir geht's genauso als langjähriger Dauerkarteninhaber. Irgendwie ist die Luft raus..
Früher noch gern mit der rappelvollen Regionalbahn ab Limburg gefahren, heute hängt man 5 Stunden vor,m Spiel beim Waldparkplatz ab um überhaupt noch drauf zu kommen.. Dazu die ganzen Erfolgsfans und gerade bei CL Spielen gefühlt mehr Leute im Anzug als im Trikot.
Ich vermiss tatsächlich manchmal die Zeiten vor 40.000 Zuschauern gegen Karlsruhe, Kaiserslautern usw. Da hatte man schon Tage vorher Bock auf das Spiel und jeder, aber wirklich jeder "hat sein M*ul" in der Westkurve aufgemacht und ALLES gegeben.
Vielleicht wird,s ja irgendwann wieder anders.. aber heutzutage ist vielen die perfekte Instagram-Story wichtiger als der Support der Mannschaft hat man das Gefühl..
Trotzdem: Für alle Zeit Sportgemeinde Eintracht!! 🦅
Entemotionalisiert werde ich vor allem bei den Personalkosten. Selbst der Kicker berichtet schon darüber, dass unsere Vorstandsgehälter wesentlich höher sind als z.B bei Borussia Dortmund, wobei die nicht nur erfolgreicher, sondern auch noch eine börsennotierte AG sind. Solche Erhöhungen sind nicht mehr nachvollziehbar.
Vorab: Ich bin seit 1973 Fan und werde es auch immer bleiben. Stadionbesuche als Jugendlicher mitgemacht und von älteren Herren mit Zigarrenstummel im Mund kontrolliert worden. Bei schlechtem Wetter Spiele gegen Darmstadt oder den OFC erlebt. Und dann unfassbar viele Spiele, in denen wir den Bayern jahrelang die Lederhosen über den Kopf gezogen haben. Abstiege und Aufstiege. Alles mitgemacht und mitgelebt.
Und dann kam irgendwann im letzten Jahr mein innerlicher Bruch. Der wurde ausgelöst durch das Verhalten einiger Fans in Bochum. Lieber Spielabsage riskieren als ein Banner abnehmen. Seit dem sehe ich auch die Kurve sehr kritisch. Klar gibt es tolle Choreos. Aber mir ist ein Spiel, dass ordentlich abläuft immer noch wichtiger als eine Choreo oder Pyro oder das Werfen von irgendwelchen Gegenständen auf gegnerische Spieler beim Eckball.
Und wenn ich sehe, dass die Verantwortlichen beim Öffnen des Transferfensters irgendwelche 18 oder 19 jährige aus irgendwelchen Ländern aus irgendwelchen Ligen holen, um die dann sofort irgendwohin zu verleihen, dann ist das für mich eben auch nicht mehr meine alte Eintracht, sondern ein Geschäftsmodell, dass meine besondere Eintracht zu einem stinknormalen Verein des moderenen Fußballs gemacht hat.
Mit zunehmendem Alter sehe ich mich zurück zu den alten Herren mit dem Zigarrenstummel im Mund.
Was ich witzig finde ist, dass all das absolut absehbar war.
Und jetzt sind Leute schockiert und "ent-emotionalisiert". Wir waren über Jahre das kleine gallische Dorf, das erst den DFB Pokal und dann Europa jagte. Aufbruchstimmung, Zusammenhalt, gemeinsame Ziele.
Mit dem Erreichen der CL haben wir den Peak erreicht, der über die Liga realistisch möglich ist. Da keiner an einen CL Sieg glaubt sind natürlich alle eher für EL, wobei es ja schwieriger ist genau den EL Platz zu treffen als CL oder ECL, wobei auch letzte Saison gegen Tottenham schon sah, dass ein Gegner der Marke "nix besonderes mehr" auch die Masse kalt lässt.
Dazu kommen eben Spieler, die selbst den Anspruch haben mal andere Titel zu gewinnen, anstatt dass ihnen klar ist, dass ein Titel mit uns die einzige oder letzte Chance in ihrem Leben sein wird.
Alles absolut erwartbar, genau wie die Veränderung des Vereins (die schon lange da ist, man aber durch Peter Fischer noch ein anderes Marketing aufbauen konnte als mit DFL-Vertreter Hellmann oder Sponsoren-Unterstützer Beck)
Wir sind eben jetzt wie ein BvB, wo trotz Platz 2 klar ist, dass man die Bayern nicht angreifen kann, also wird selbst über einen Trainer, der sie von Platz 11 in die CL geführt hat und mit einem 2+ Punkteschnitt durch die Liga marschiert, gemault, dass es nicht schön ist, dass einen der Fußball emotional nicht abholt, dass man kein Feuer auf dem Platz sieht, dass eine Identität fehlt... (kommt bekannt vor?)
Fußball hat sich in den letzten 10 Jahren taktisch und systemisch verändert. Es hat seinen Grund, warum ein Mourinho in der Versenkung verschwindet und ein Pep mit City nicht mehr so rumdominiert. Aber dann gibt es Fans, die Fußball von vor 8 Jahren fordern, oder Spieler, die so emotionalisieren wie die Generation Jakic & Co, die halt in Europa um ihr Leben gespielt haben, weil es ihr einziger großer Schuß war.
Nicht falsch verstehen, ich bin voll dabei, dass ich die SGE nicht mehr als etwas besonderes sehe, ja es ist mein Verein, aber wir sind eben nichts anderes mehr als all die anderen Vereine. Wir sind nicht besser oder schlechter, wir sind jetzt einfach ein normales Teil des Systems. Wir durften 10 Jahre erleben, die den meisten Fußballfans so nie vergönnt sein werden und jetzt kommt halt der Kater weil wir nichts mehr haben auf das wir hoffen können.
Nehmen wir doch alleine das Pokal-Finale gegen die Plörre, drittes Finale in wenigen Jahren, egal ob Bretscheidplatz, Weg zum Stadion, im Stadion oder danach, schon da war es "normal" für viele. Nicht mehr dieses Gefühl etwas historisches zu erleben, sondern etwas, dass erwartet wurde. Da gab es auch noch keinen Toppmöller, aber da war die Stimmung schon teilweise auf einem Niveau wie ich es von (halbwegs engagierten) Bazis oder BvBlern kenne, wenn die hier in Berlin sind.
Ich sehe die Entwicklung auch bei meinen Union-Freunden, da war man bei jedem Spiel. Wenn Union gespielt hat, wurde unsere D&D Runde abgesagt und die waren im Stadion oder in der Fußballkneipe. Jetzt schauen die 3 der Runde zwischendurch mal in den Ticker, wenn Union gleichzeitig kickt. Und weiß Gott, dass war niemals auch nur eine Sekunde Fußball, die einen emotional angezündet hat. Aufstieg, Etablierung, CL-Platz, Real Madrid... und jetzt einfach Alltag.
Und das ist es wo wir sind, warum viele nicht mehr dieses Feuer haben, wir sind im Alltag. Wir sind keine gescheiterte Diva mehr, wo wir besonders sind, weil wir mit durch die Scheiße gehen. Wir sind kein Traditionsverein mehr, der um seine Existenz in der Liga kämpft und wir zusammenhalten müssen, denn wir haben ja nix. Wir sind nicht der Traditionsverein, der aus Nichts viel macht und Titel holt und zeigt, dass man gegen Pillen, Plörre und Polo bestehen kann, einfach durch die Wucht der Anhänger und Spieler, die um ihr Leben laufen in besonderen Spielen.
Wir sind jetzt einfach ein Top 4-8 Verein der Liga. Wir sind jetzt einfach nur noch ein Verein. Und das ist für viele eben nicht mehr genug. In Dortmund suchen die dieses Feuer seit Klopp weg ist und deswegen wird über kurz oder lang auch Kovac scheitern.
Was ich witzig finde ist, dass all das absolut absehbar war.
Ich unterschriebe alles was Du sagst und ergänze zwei Punkte:
In unserer Vergangenheit gab es mehrmals Punkte zu denen ich an meinem Fansein gezweifelt habe. Was bleibt, wenn man die Mannschaft wegnimmt (die verändert sich ohnehin ständig), wenn man den Vorstand scheiße findet (kam oft genug vor), wenn es zwischen Gremien und der Basis grummelt? Streng genommen gibt es keinen Kern, auf den sich mein Fansein projizieren lässt. Letztlich geht es um die Emotion, die mit all dem einher geht, die mal groß mal klein, mal negativ mal positiv ist. Ich hatte in der Vergangenheit immer Phasen, in denen ich mich ent-emotionalisiert gefühlt habe. Aber egal wie sehr ich die Eintracht los ließ, irgendwann hat es mich wieder gepackt und ich war wieder einmal Feuer und Flamme.
Auf meinem Rückweg aus Sevilla - mit Bus, Sprint, Fähre, Taxi, Zug, Bus, Flugzeug, Bus und Taxi - habe ich wieder einmal mit der Eintracht abgeschlossen. Zum ersten Mal positiv. Ich war bereit, in Frieden zu gehen, im Wissen, dass das Spiel durchgespielt ist. Es hielt zum Glück nicht lange an und ich war wieder dabei. Aber mir war klar, dass der Kater irgendwann kommen wird.
Damit zum zweiten Punkt: Wir haben uns erstmalig über die Liga für die CL qualifiziert und jetzt fühlt sich alles schwer und zäh an. Erfolge bleiben aus, was letztes Jahr noch geklappt hat, funktioniert heute nicht mehr.
Wenn ich auf die letzten Jahre blicke, habe ich den Eindruck, dass es ca alle zwei Jahre eine Mannschaft gibt, die eher überraschend in die CL einzieht. Seit 2015: Gladbach (2 x), Hoffenheim, Union, Stuttgart. Die Platzierungen der Folgesaison sprechen Bände: 4., 9., 9., 15. und nochmal 9.
Dass wir diese Saison einbrechen, ist vielleicht viel weniger überraschend, als es scheint. Auch wenn wir uns die letzten 9 Jahre sukzessive nach oben entwickelt haben, ist unsere CL-Quali letztlich doch ein Überraschungserfolg, dem der Kater in der Regel folgt.
In Summe gibt es für mich damit zum einen eine aktuell laufende frustrierende Saison, die aber meiner Einschätzung nach einer ungeschriebenen Regel folgt. Zum anderen gibt es für mich immer wieder die Sinnfrage, die sich aber auflöst, sobald ich die Magie wieder spüre. Und die kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Immer wieder.
Auf meinem Rückweg aus Sevilla - mit Bus, Sprint, Fähre, Taxi, Zug, Bus, Flugzeug, Bus und Taxi - habe ich wieder einmal mit der Eintracht abgeschlossen. Zum ersten Mal positiv. Ich war bereit, in Frieden zu gehen, im Wissen, dass das Spiel durchgespielt ist.
Exakt DAS habe ich, als ich aus Sevilla wiederkam, zu meiner Frau gesagt: "Ich war in 2018 in Berlin und jetzt in Sevilla, jetzt kann nichts mehr passieren, alles erlebt außer Meisterschaft und die werde ich nicht mehr erleben."
Da hat tatsächlich dieser Prozess so langsam eingesetzt, rückblickend betrachtet...deshalb bin ich auch relativ entspannt und freue mich auf die nächste Relegation
Glaube wir sind gerade an einem Punkt wo man gesättigt ist. Wir haben in den letzten Jahren wie auf Speed erlebt. Titel, Rekordtransfers, alles mögliche an Top-Mannschaft (Barca, Inter, Neapel, Arsenal, Liverpool, Benfica usw) gesehen. Merke das auch an mir. Die Luft ist irgendwie raus. Sehe das aber nicht negativ. Man kann im Leben nicht immer im Vollsprint laufen. Bin sogar ganz froh das es diese Saison mal nicht so läuft.
Das ich darüber froh bin kann ich nicht behaupten. Aber ich habe es eigentlich schon längere Zeit erwartet und akzeptiere es ein wenig. Die Eintracht hat sich schon immer in Wellen bewegt (erfolgreiche 70er bis Anfang 80er, dann wieder ne Delle in den 80ern, mit Ausnahme des DFB-Pokal-Erfolgs 1988, dann wieder Fußball 2000, dann für lange Zeit Jammertal, Rettung und Lichtblick unter Funkel, Abstieg 2011, fantastisches Comeback, dann wieder Zeit der Ratlosigkeit inkl. Beinahe-Abstieg)... auf und ab. Die jetzige Welle muss irgendwann halt mal wieder brechen. Die hält seit 10 Jahren an... und -Junge!- was haben wir hier mitgenommen. DFB-Pokalendspiele; Titel; "Bruda, schlag den Ball lang"; Büffelherde; weinender Hinti in den Armen der Fans ; La Bestia Blanca und die Barcelona-Invasion; der Dynamische Donnerstag; ein Elfmeterschießen, das gefühlt 100 Jahre dauerte; der ehemalige Portospieler Paciencia köpft gegen Benfica das wichtige 2:4; Jovics Fünferpack gegen Düsseldorf; das 5:1 gegen die Bayern, welches das Aus für Kovac bedeutete und und und. Das bietet doch ein FSV "Das Gras ist grüner"-Mainz seiner tollen Community nicht im ganzen Vereinsleben an.
Evtl. brauchen wir aber nun einen Knick, um dann irgendwann wieder mit voller Motivation die Kurve nach oben zu machen. Vielleicht meinst du das mit froh sein? Aber ich glaube, es wird einfach mal notwendig.
Die jetzige Welle muss irgendwann halt mal wieder brechen. Die hält seit 10 Jahren an... und -Junge!- was haben wir hier mitgenommen. DFB-Pokalendspiele; Titel; "Bruda, schlag den Ball lang"; Büffelherde; weinender Hinti in den Armen der Fans ; La Bestia Blanca und die Barcelona-Invasion; der Dynamische Donnerstag; ein Elfmeterschießen, das gefühlt 100 Jahre dauerte; der ehemalige Portospieler Paciencia köpft gegen Benfica das wichtige 2:4; Jovics Fünferpack gegen Düsseldorf; das 5:1 gegen die Bayern, welches das Aus für Kovac bedeutete und und und
Auf den Punkt - der Steigflug kann nicht ewig andauern. Wir haben ein unfassbar erfolgreiches Jahrzehnt hinter uns. Daraus ist die Hoffnung erwachsen, dass es so weitergehen könne, wir uns oben festgebissen haben. Ich habe diese Sicherheit leider nicht und befürchte, dass wir uns wieder im Bereich 5-10 einreihen. Gemessen an unserer Historie wäre auch das ein Erfolg!
Ich habe diese Sicherheit leider nicht und befürchte, dass wir uns wieder im Bereich 5-10 einreihen. Gemessen an unserer Historie wäre auch das ein Erfolg!
Meine Hoffnung: Wir werden so eine Art "Freiburg". Man schnuppert an und stößt frequentiell immer wieder in die Europa-Cup-Regionen rein. Zwischendurch gibt es aber immer wieder mal Dellen und man sackt ins Tabellenmittelfeld ab. Quasi: Einer der Kandidaten für Platz 5-7, in Konkurrenz mit Vereinen wie Freiburg, Stuttgart etc. Mein Horror sind Beispiele wie z.B. Gladbach. Irgendwann überdrehten die (7,5 Mio für Adi) und spielen seitdem keine Rolle mehr.
Das Fansein ist für mich auch nicht zwingend mit dem Erfolg gekoppelt, erleichtert es natürlich. Mit der Eintracht verbinde ich Heimat und eine tiefsitzende Verbundenheit, die nicht mehr so stark ausgeprägt ist wie früher. Warum das so ist, wurde hier schon vielen sehr gut beschrieben: übersättigung z.B., VAR, Fanverhalten
Mir ging es nie darum zu sagen, dass früher alles besser war oder dass ich mit der Eintracht abgeschlossen habe. Ganz im Gegenteil. Einmal Eintracht, immer Eintracht – das steht für mich komplett außer Frage. Gerade weil mir der Verein über so viele Jahre so viel bedeutet hat und ich emotionale Ausnahmezustände erleben durfte, fällt mir diese Veränderung überhaupt erst auf.
Was sich bei mir am meisten verändert hat, ist nicht die Verbundenheit – sondern die Intensität und der Aufwand, den ich heute noch bereit bin, rund um einen Spieltag zu betreiben. Ein paar meiner anderen Gründe hatte ich ja schon im Eröffnungsthread beschrieben – dieses Gefühl, dass der moderne Fußball mit all seinen Unterbrechungen, Regeldiskussionen und Event-Rahmenprogramm manchmal ein Stück von der rohen, unberechenbaren Emotion von früher nimmt. Und auch, dass Identifikationsfiguren heute schneller kommen und gehen, wodurch dieses alte „Das sind unsere Jungs“-Gefühl nicht mehr ganz so selbstverständlich entsteht wie früher.
Früher war ein Heimspieltag ein kompletter Ausnahmezustand.
Der Tag hatte genau ein Thema: Eintracht. Morgens schon hibbelig, alles andere wurde drum herum geplant oder konsequent ignoriert. Gespräche? Nur über Aufstellung. Laune? Abhängig vom Anpfiff. Und ja – die genervten Blicke zuhause gehörten auch dazu, wenn klar war: „Heute brauchst du mit irgendwas Vernünftigem nicht mehr zu kommen, heute spielt die Eintracht.“ 😄 Das war überzogen, das war emotional – und genau das habe ich geliebt.
Heute ist das anders. Nicht, weil es mir egal ist – sondern weil ich merke, dass ich nicht mehr automatisch bereit bin, dafür einen kompletten Tag zu „opfern“. Und das hat eben nicht nur mit Gefühl, sondern auch ganz nüchtern mit Aufwand zu tun.
Ich laufe halt nicht 15 Minuten zum Wiesbadener Hbf und sitze im Zug. Für mich beginnt die Reise deutlich früher aus dem Untertaunus.
Wenn es mit dem EFC-Bus geht, juckelt man erstmal rund 60 Minuten bis zum Waldparkplatz – und das vier Stunden vor Anpfiff, nur um überhaupt noch halbwegs vernünftig parken zu können. Soll es mal der ÖPNV sein, fährste von hier mit dem Bus 80 Minuten bis Wiesbaden, von da nochmal 45 Minuten bis zum Stadion. Natürlich entsprechend früh, man will ja auch noch was essen, trinken und ankommen.
Lange Rede, kurzer Unsinn: Am Ende ist man realistisch einen kompletten Tag unterwegs – für 90 Minuten Spiel. Käme ich direkt aus Frankfurt oder Wiesbaden, wäre das ein anderes Thema.
Und ich merke: Genau da hat sich bei mir etwas verschoben. Früher habe ich das nicht hinterfragt. Heute schon. Nicht aus fehlender Liebe zum Verein, sondern weil das Leben drumherum voller geworden ist und Zeit einen anderen Wert bekommen hat.
Was mir zusätzlich aufgefallen ist: Einige vom EFC, die am Samstag da waren, haben mir danach ihre Erlebnisse und die Stimmung aus dem Block geschildert – und gleichzeitig gesagt, dass sie weder am Mittwoch noch kommenden Samstag wieder fahren, nicht alle kommen von hier...viele auch aus FFM und Umgebung direkt. Das zeigt für mich, dass dieses Gefühl nicht nur bei mir auftaucht. Die Begeisterung ist noch da, aber die Selbstverständlichkeit, jedes Spiel mitzunehmen, bröckelt bei vielen.
Eure Antworten haben mir jedenfalls gezeigt, dass das offenbar vielen ähnlich geht – nur mit unterschiedlichen Gründen. Weniger extreme emotionale Ausschläge, weniger komplette Gefühlsabhängigkeit vom Spieltag – aber trotzdem eine tiefe, gewachsene Verbundenheit. Wenn es wirklich drauf ankommt, wenn große Momente passieren, ist das Gefühl sofort wieder da. Gänsehaut funktioniert noch.
Vielleicht ist das keine Ent-Emotionalisierung, sondern einfach eine andere Phase des Fanseins. Leiser, abgeklärter, aber nicht weniger echt.
Ich fand es auf jeden Fall stark zu lesen, wie offen hier viele über ihre eigene Entwicklung als Fans schreiben. Wer mag, gerne weiter Gedanken dazu teilen – genau solche Diskussionen gehören für mich auch zur Eintracht dazu.
Am Ende sitzen wir alle wegen demselben Vogel hier. Nur fühlt er sich für jeden in unterschiedlichen Lebensphasen ein bisschen anders an. 🦅
Das fasst es als Quintessenz nochmal schön zusammen. 🙏
so ein Tag ist halt auch einfach krass teuer sofern man nicht gerade in Niederrath wohnt
Das fasst es als Quintessenz nochmal schön zusammen. 🙏
so ein Tag ist halt auch einfach krass teuer sofern man nicht gerade in Niederrath wohnt
Die Dauerkarte sind läppische 7,82 € pro Spiel...das geht 😜 Aber der Rest des Tages, jo...da geht schon immer minimum nen Fuffi bei drauf.
so ein Tag ist halt auch einfach krass teuer sofern man nicht gerade in Niederrath wohnt
Die Dauerkarte sind läppische 7,82 € pro Spiel...das geht 😜 Aber der Rest des Tages, jo...da geht schon immer minimum nen Fuffi bei drauf.
naja ohne DK kann ich dir das mal vorrechnen, nehmen wir mal das bessere Freundschaftspiel gegen Tottenham:
2* Block 24 B sind 102€
Parken Parkhaus über Eintracht gebucht 8€ beim Blutspendedienst
Fahrtkosten Siegen - Waldstadion hin und zurück knapp sagen wir mal 60€
2 Äppler am Stadion 9€
damit sich der Tag lohnt:
Ebbelwoi unser 2 Schnitzel 50€
2 Äppler 6€
2 Mispelchen 9€
sind mal eben rund 250€ so ein Tag....
Ich hab mich emotional von der Eintracht nicht entfernt, weil ich kein Fan mehr bin.
Ich bin seit 1992 (13 Jahre alt) dabei. Ich war da, als es richtig weh tat. Zweite Liga, Chaos, Abstiegskämpfe, dieses ewige Auf und Ab – ich hatte meine erste Dauerkarte in der zweiten Liga, war in Zwickau und hab mir das alles gegeben. Jahre lang. Deshalb kann mir keiner was von „Erfolgsfan“ erzählen nur weil ich grad mal NULL BOCK auf Stadion habe. Ich hab die Eintracht nicht geliebt, weil sie erfolgreich war – ich hab sie geliebt, weil sie meine Eintracht war.
Ich war bei den großen Momenten live dabei. 2018 Pokal. 2022 Euroleague. Diese Abende sind eingebrannt. Das waren nicht nur Spiele – das waren Ereignisse fürs Leben. Diese Tage, wo du dich wirklich fühlst, als würde dir die Eintracht alles zurückgeben, was sie dir über Jahre genommen hat. Diese Magie. Diese Wucht. Dieses Gefühl, dass es das alles wert war.
Aber danach kam wieder Eintracht-Alltag mit Bundesliga. Mittelmaß. Zu oft ideenlos. Zu oft ohne Mut. Zu oft so ein Spiel, wo du nach 20 Minuten weißt: Heute wird’s wieder ein Grottenkick. Und du sitzt da und merkst, wie es dich nicht mal mehr aufregt.
Man hat nicht das Gefühl, dass der Verein diese Erfolge wirklich genutzt hat, um etwas aufzubauen. Es wirkt eher so, als würde man sich das Erarbeitete wieder selbst kaputtmachen. Falsche Entscheidungen. Falsche Weichen. Unruhe. Als hätte man aus den größten Momenten nicht gelernt – sondern als würde man sie nachträglich entwerten.
Und dann kommt noch dazu, dass der Fußball an sich, sich stark verändert hat. Das Erlebnis. Die Seele. VAR ist da nur das offensichtlichste Beispiel. Früher war ein Tor ein Moment, den du nie vergisst. Du bist explodiert. Aus dem Bauch heraus. Heute jubelst du kurz – und dann kommt direkt dieser Zweifel. Abseits? Hand? Foul? Und du wartest wie ein Idiot auf irgendeinen Bildschirm, ob du überhaupt fühlen darfst. Das ist krank.
Die Atmosphäre im Stadion hat sich auch verändert. Früher war das ehrlicher. Früher war das direkter. Da wurdest du gefeiert, wenn du alles gegeben hast – aber du wurdest auch mal ausgepfiffen, wenn du lustlos rumstehst und dich kampflos abschlachten lässt. Das war nicht „gegen die Mannschaft“, das war eine klare Botschaft: Reißt euch zusammen, das ist Eintracht.
Heute ist es oft komplett entkoppelt. Egal wie die Mannschaft spielt – sie wird gefeiert. Egal wie ideenlos, egal wie schlecht, egal wie lustlos: immer Applaus, immer „alles super“. Und ich denke mir manchmal: Was soll das? Es ist, als wären Anspruch und Kritik komplett verschwunden. Als müsste man immer klatschen – egal was passiert. Und genau das nimmt mir auch nochmal ein Stück von dem echten, rohen Fußballgefühl von früher.
Und diese Identifikation? Die wird auch immer weniger. Spieler kommen und gehen, alles ist schneller, glatter, austauschbarer. Es ist weniger „Eintracht“, mehr Geschäft. Mehr Marke, mehr Business. Und wenn selbst das irgendwann so wird, dann verlierst du das Gefühl, dass da wirklich noch etwas ist, wofür du brennen willst.
Dazu kommt die Kurve. Zu viele wirkliche Eventies und „Kunden“. Zu viele, die nur das Erlebnis konsumieren wollen „Wann Choreo, wann Fanmarsch ?“. Natürlich sind da noch echte Leute – aber die Atmosphäre ist nicht mehr die gleiche.
Und dann diese Stellen aus Liedern: „Eintracht bis in den Tod“, „Du bist mein Leben“. Ganz ehrlich – damit konnte ich mich noch nie identifizieren. Das waren für mich schon immer Phrasen. Ich hab die Eintracht immer geliebt, Eintracht ist Leidenschaft, ja – aber nicht mein ganzes Leben.
Ich liebe die Eintracht immer noch. Das wird auch immer so bleiben. Aber ich lasse sie nicht mehr so nah an mich ran. Heute ist es oft einfach nur ein Ergebnis. Ich freu mich, wenn sie gewinnen. Und ich zuck mit den Schultern, wenn sie verlieren. Es ist mir egal geworden.
Das ist kein Ding auf Dauer, aber momentan ist es genau das und der Grund weshalb ich einfach keine Lust auf Stadion habe und mir nicht einen ganzen Samstag verhaue in dem ich wichtigere Sachen erledigen kann.
Das Leben ist größer als 90 Minuten. Andere Dinge sind wichtiger.
Zum einen ist es halt die Veränderung ganz allgemein in Fußball und Gesellschaft und auch die Veränderung, die man als Mensch in 35-40 Jahren durch macht.
Du kannst diesen Text vermutlich auch ähnlich über andere Dinge aus deiner Vergangenheit schreiben wenn du noch anderes hattest, für das du dich begeistert hast. Bei mir war das ganz früher Skifahren in der Rhön auf der Wasserkuppe oder dem Kreuzberg, hin und wieder auch mal in Österreich, oder später dann intensives Kartfahren, wofür wir teils weite Strecken auf uns genommen haben um unterschiedliche Kartbahnen kennen zu lernen. Da wird es sicher noch mehr geben und wenn es bei andern vielleicht Tetris auf dem Gameboy spielen war.
Ich empfinde diese Veränderungen wie du sie bei Fußball und dir selber beschreibst als völlig normal.
Warum aber jemand direkt im 4. Beitrag schreibt "Der Fußball von Dino hat mich zerstört" verstehe ich in dem Zusammenhang überhaupt nicht. Diese Person scheint noch nicht viel Fußball von der Eintracht gesehen zu haben, wenn ihn DAS zerstört hat. Überhaupt haben die aktuelle Mannschaft und derTrainer und die Ergebnisse überhaupt nichts mit deinem Thema zu tun.
Die Dauerkarte sind läppische 7,82 € pro Spiel...das geht 😜 Aber der Rest des Tages, jo...da geht schon immer minimum nen Fuffi bei drauf.
naja ohne DK kann ich dir das mal vorrechnen, nehmen wir mal das bessere Freundschaftspiel gegen Tottenham:
2* Block 24 B sind 102€
Parken Parkhaus über Eintracht gebucht 8€ beim Blutspendedienst
Fahrtkosten Siegen - Waldstadion hin und zurück knapp sagen wir mal 60€
2 Äppler am Stadion 9€
damit sich der Tag lohnt:
Ebbelwoi unser 2 Schnitzel 50€
2 Äppler 6€
2 Mispelchen 9€
sind mal eben rund 250€ so ein Tag....
Un des alle zwaa Woche 😎
naja ohne DK kann ich dir das mal vorrechnen, nehmen wir mal das bessere Freundschaftspiel gegen Tottenham:
2* Block 24 B sind 102€
Parken Parkhaus über Eintracht gebucht 8€ beim Blutspendedienst
Fahrtkosten Siegen - Waldstadion hin und zurück knapp sagen wir mal 60€
2 Äppler am Stadion 9€
damit sich der Tag lohnt:
Ebbelwoi unser 2 Schnitzel 50€
2 Äppler 6€
2 Mispelchen 9€
sind mal eben rund 250€ so ein Tag....
Un des alle zwaa Woche 😎
daher vlt auch das Gefühl der Übersättigung
Un des alle zwaa Woche 😎
daher vlt auch das Gefühl der Übersättigung
daher vlt auch das Gefühl der Übersättigung
ich denke - wenn ich an deinen EIngangspost denke - dass wir das sehr ähnlich sehen.
ich denke - wenn ich an deinen EIngangspost denke - dass wir das sehr ähnlich sehen.
Da bin ich, zumindest was die Dauerkarte angeht, froh dass ich in der NWK geblieben bin. War vorher schon im Block 41H als es noch Sitzer waren. Wobei es richtig krass ist, also richtig krass was da im Mittelrang los ist...Thema Sicherheit und Überfüllung. Das könnte ich auch noch im Eingangstext ergänzen, aber dann haste 5 Seiten Stellungnahme noch dazu 😎
ich denke - wenn ich an deinen EIngangspost denke - dass wir das sehr ähnlich sehen.
Da bin ich, zumindest was die Dauerkarte angeht, froh dass ich in der NWK geblieben bin. War vorher schon im Block 41H als es noch Sitzer waren. Wobei es richtig krass ist, also richtig krass was da im Mittelrang los ist...Thema Sicherheit und Überfüllung. Das könnte ich auch noch im Eingangstext ergänzen, aber dann haste 5 Seiten Stellungnahme noch dazu 😎
Also irgendwie natürliche Entwicklungen, ergänzt durch sportliche Flaute und grundsätzlicher Punkte.
Wie ich aus familieninterner Erfahrung sagen kann, liegt das manchmal weniger am absoluten Alter als daran, wie lange man schon dabei ist.
Dazu kommen grundlegende Veränderungen am Spiel selbst . Allen voran der VAR. Seitdem man nach jedem Tor erst einmal warten muss, bevor man jubelt, weil irgendwo vielleicht eine Nasenspitze einen Millimeter im Abseits war, werden Emotionen enorm abgetötet. Für mich hat das viel kaputt gemacht und den Fußball in keiner Weise eigentlich fairer und transparater gemacht. Auch weil man die Regel doch in jedem Stadion anders auslegt.
Aber auch aus Eintracht-Perspektive hat sich trotz allen Erfolg einiges negativ entwickelt. Mir missfällt in erster Linie dieses riesige Kaderkarussell. Spieler kommen, die oft auch nur für sich selbst und den eigenen Marktwert spielen und bei denen man weiß, dass sie spätestens nach zwei Jahren wieder weg sind. Wo soll da Identifikation entstehen?
Besonders wehgetan haben mir vor allem die Abgänge um Kostić, den man damals auf dem absoluten Peak einfach nicht halten konnte oder auch der "Fall Hinteregger". Die Art wie man mit ihm umgegangen ist und wie er an diesem ganzen medialen Umfeld kaputt gegangen ist.
Und natürlich wird man auch älter. Die Prioritäten im Leben verändern sich, man merkt, dass es Wichtigeres gibt und dass man sich wegen eines verkorksten Spieltages eigentlich nicht das ganze Wochenende kaputtmachen muss. Vor einigen Jahren hätte einen so eine Niederlage und vor allem die Art und Weise wie gegen Hoffenheim noch massiv verärgert. Mittlerweile ist das überhaupt nicht mehr so. Man nimmt es eher mehr oder weniger zur Kenntnis.
Das ich darüber froh bin kann ich nicht behaupten. Aber ich habe es eigentlich schon längere Zeit erwartet und akzeptiere es ein wenig. Die Eintracht hat sich schon immer in Wellen bewegt (erfolgreiche 70er bis Anfang 80er, dann wieder ne Delle in den 80ern, mit Ausnahme des DFB-Pokal-Erfolgs 1988, dann wieder Fußball 2000, dann für lange Zeit Jammertal, Rettung und Lichtblick unter Funkel, Abstieg 2011, fantastisches Comeback, dann wieder Zeit der Ratlosigkeit inkl. Beinahe-Abstieg)... auf und ab.
Die jetzige Welle muss irgendwann halt mal wieder brechen. Die hält seit 10 Jahren an... und -Junge!- was haben wir hier mitgenommen. DFB-Pokalendspiele; Titel; "Bruda, schlag den Ball lang"; Büffelherde; weinender Hinti in den Armen der Fans ; La Bestia Blanca und die Barcelona-Invasion; der Dynamische Donnerstag; ein Elfmeterschießen, das gefühlt 100 Jahre dauerte; der ehemalige Portospieler Paciencia köpft gegen Benfica das wichtige 2:4; Jovics Fünferpack gegen Düsseldorf; das 5:1 gegen die Bayern, welches das Aus für Kovac bedeutete und und und. Das bietet doch ein FSV "Das Gras ist grüner"-Mainz seiner tollen Community nicht im ganzen Vereinsleben an.
Evtl. brauchen wir aber nun einen Knick, um dann irgendwann wieder mit voller Motivation die Kurve nach oben zu machen. Vielleicht meinst du das mit froh sein? Aber ich glaube, es wird einfach mal notwendig.
Auf den Punkt - der Steigflug kann nicht ewig andauern. Wir haben ein unfassbar erfolgreiches Jahrzehnt hinter uns. Daraus ist die Hoffnung erwachsen, dass es so weitergehen könne, wir uns oben festgebissen haben. Ich habe diese Sicherheit leider nicht und befürchte, dass wir uns wieder im Bereich 5-10 einreihen. Gemessen an unserer Historie wäre auch das ein Erfolg!
mir geht's genauso als langjähriger Dauerkarteninhaber. Irgendwie ist die Luft raus..
Früher noch gern mit der rappelvollen Regionalbahn ab Limburg gefahren, heute hängt man 5 Stunden vor,m Spiel beim Waldparkplatz ab um überhaupt noch drauf zu kommen.. Dazu die ganzen Erfolgsfans und gerade bei CL Spielen gefühlt mehr Leute im Anzug als im Trikot.
Ich vermiss tatsächlich manchmal die Zeiten vor 40.000 Zuschauern gegen Karlsruhe, Kaiserslautern usw.
Da hatte man schon Tage vorher Bock auf das Spiel und jeder, aber wirklich jeder "hat sein M*ul" in der Westkurve aufgemacht und ALLES gegeben.
Vielleicht wird,s ja irgendwann wieder anders.. aber heutzutage ist vielen die perfekte Instagram-Story wichtiger als der Support der Mannschaft hat man das Gefühl..
Trotzdem: Für alle Zeit Sportgemeinde Eintracht!! 🦅
Ohne Frage ☝️
mir geht's genauso als langjähriger Dauerkarteninhaber. Irgendwie ist die Luft raus..
Früher noch gern mit der rappelvollen Regionalbahn ab Limburg gefahren, heute hängt man 5 Stunden vor,m Spiel beim Waldparkplatz ab um überhaupt noch drauf zu kommen.. Dazu die ganzen Erfolgsfans und gerade bei CL Spielen gefühlt mehr Leute im Anzug als im Trikot.
Ich vermiss tatsächlich manchmal die Zeiten vor 40.000 Zuschauern gegen Karlsruhe, Kaiserslautern usw.
Da hatte man schon Tage vorher Bock auf das Spiel und jeder, aber wirklich jeder "hat sein M*ul" in der Westkurve aufgemacht und ALLES gegeben.
Vielleicht wird,s ja irgendwann wieder anders.. aber heutzutage ist vielen die perfekte Instagram-Story wichtiger als der Support der Mannschaft hat man das Gefühl..
Trotzdem: Für alle Zeit Sportgemeinde Eintracht!! 🦅
Ohne Frage ☝️
Und dann kam irgendwann im letzten Jahr mein innerlicher Bruch. Der wurde ausgelöst durch das Verhalten einiger Fans in Bochum. Lieber Spielabsage riskieren als ein Banner abnehmen. Seit dem sehe ich auch die Kurve sehr kritisch. Klar gibt es tolle Choreos. Aber mir ist ein Spiel, dass ordentlich abläuft immer noch wichtiger als eine Choreo oder Pyro oder das Werfen von irgendwelchen Gegenständen auf gegnerische Spieler beim Eckball.
Und wenn ich sehe, dass die Verantwortlichen beim Öffnen des Transferfensters irgendwelche 18 oder 19 jährige aus irgendwelchen Ländern aus irgendwelchen Ligen holen, um die dann sofort irgendwohin zu verleihen, dann ist das für mich eben auch nicht mehr meine alte Eintracht, sondern ein Geschäftsmodell, dass meine besondere Eintracht zu einem stinknormalen Verein des moderenen Fußballs gemacht hat.
Mit zunehmendem Alter sehe ich mich zurück zu den alten Herren mit dem Zigarrenstummel im Mund.
Bääm
Und jetzt sind Leute schockiert und "ent-emotionalisiert".
Wir waren über Jahre das kleine gallische Dorf, das erst den DFB Pokal und dann Europa jagte.
Aufbruchstimmung, Zusammenhalt, gemeinsame Ziele.
Mit dem Erreichen der CL haben wir den Peak erreicht, der über die Liga realistisch möglich ist.
Da keiner an einen CL Sieg glaubt sind natürlich alle eher für EL, wobei es ja schwieriger ist genau den EL Platz zu treffen als CL oder ECL, wobei auch letzte Saison gegen Tottenham schon sah, dass ein Gegner der Marke "nix besonderes mehr" auch die Masse kalt lässt.
Dazu kommen eben Spieler, die selbst den Anspruch haben mal andere Titel zu gewinnen, anstatt dass ihnen klar ist, dass ein Titel mit uns die einzige oder letzte Chance in ihrem Leben sein wird.
Alles absolut erwartbar, genau wie die Veränderung des Vereins (die schon lange da ist, man aber durch Peter Fischer noch ein anderes Marketing aufbauen konnte als mit DFL-Vertreter Hellmann oder Sponsoren-Unterstützer Beck)
Wir sind eben jetzt wie ein BvB, wo trotz Platz 2 klar ist, dass man die Bayern nicht angreifen kann, also wird selbst über einen Trainer, der sie von Platz 11 in die CL geführt hat und mit einem 2+ Punkteschnitt durch die Liga marschiert, gemault, dass es nicht schön ist, dass einen der Fußball emotional nicht abholt, dass man kein Feuer auf dem Platz sieht, dass eine Identität fehlt... (kommt bekannt vor?)
Fußball hat sich in den letzten 10 Jahren taktisch und systemisch verändert.
Es hat seinen Grund, warum ein Mourinho in der Versenkung verschwindet und ein Pep mit City nicht mehr so rumdominiert.
Aber dann gibt es Fans, die Fußball von vor 8 Jahren fordern, oder Spieler, die so emotionalisieren wie die Generation Jakic & Co, die halt in Europa um ihr Leben gespielt haben, weil es ihr einziger großer Schuß war.
Nicht falsch verstehen, ich bin voll dabei, dass ich die SGE nicht mehr als etwas besonderes sehe, ja es ist mein Verein, aber wir sind eben nichts anderes mehr als all die anderen Vereine.
Wir sind nicht besser oder schlechter, wir sind jetzt einfach ein normales Teil des Systems.
Wir durften 10 Jahre erleben, die den meisten Fußballfans so nie vergönnt sein werden und jetzt kommt halt der Kater weil wir nichts mehr haben auf das wir hoffen können.
Nehmen wir doch alleine das Pokal-Finale gegen die Plörre, drittes Finale in wenigen Jahren, egal ob Bretscheidplatz, Weg zum Stadion, im Stadion oder danach, schon da war es "normal" für viele.
Nicht mehr dieses Gefühl etwas historisches zu erleben, sondern etwas, dass erwartet wurde.
Da gab es auch noch keinen Toppmöller, aber da war die Stimmung schon teilweise auf einem Niveau wie ich es von (halbwegs engagierten) Bazis oder BvBlern kenne, wenn die hier in Berlin sind.
Ich sehe die Entwicklung auch bei meinen Union-Freunden, da war man bei jedem Spiel. Wenn Union gespielt hat, wurde unsere D&D Runde abgesagt und die waren im Stadion oder in der Fußballkneipe.
Jetzt schauen die 3 der Runde zwischendurch mal in den Ticker, wenn Union gleichzeitig kickt.
Und weiß Gott, dass war niemals auch nur eine Sekunde Fußball, die einen emotional angezündet hat.
Aufstieg, Etablierung, CL-Platz, Real Madrid... und jetzt einfach Alltag.
Und das ist es wo wir sind, warum viele nicht mehr dieses Feuer haben, wir sind im Alltag.
Wir sind keine gescheiterte Diva mehr, wo wir besonders sind, weil wir mit durch die Scheiße gehen.
Wir sind kein Traditionsverein mehr, der um seine Existenz in der Liga kämpft und wir zusammenhalten müssen, denn wir haben ja nix.
Wir sind nicht der Traditionsverein, der aus Nichts viel macht und Titel holt und zeigt, dass man gegen Pillen, Plörre und Polo bestehen kann, einfach durch die Wucht der Anhänger und Spieler, die um ihr Leben laufen in besonderen Spielen.
Wir sind jetzt einfach ein Top 4-8 Verein der Liga. Wir sind jetzt einfach nur noch ein Verein.
Und das ist für viele eben nicht mehr genug.
In Dortmund suchen die dieses Feuer seit Klopp weg ist und deswegen wird über kurz oder lang auch Kovac scheitern.
Willkommen im Alltag.
Ich unterschriebe alles was Du sagst und ergänze zwei Punkte:
In unserer Vergangenheit gab es mehrmals Punkte zu denen ich an meinem Fansein gezweifelt habe. Was bleibt, wenn man die Mannschaft wegnimmt (die verändert sich ohnehin ständig), wenn man den Vorstand scheiße findet (kam oft genug vor), wenn es zwischen Gremien und der Basis grummelt?
Streng genommen gibt es keinen Kern, auf den sich mein Fansein projizieren lässt. Letztlich geht es um die Emotion, die mit all dem einher geht, die mal groß mal klein, mal negativ mal positiv ist.
Ich hatte in der Vergangenheit immer Phasen, in denen ich mich ent-emotionalisiert gefühlt habe. Aber egal wie sehr ich die Eintracht los ließ, irgendwann hat es mich wieder gepackt und ich war wieder einmal Feuer und Flamme.
Auf meinem Rückweg aus Sevilla - mit Bus, Sprint, Fähre, Taxi, Zug, Bus, Flugzeug, Bus und Taxi - habe ich wieder einmal mit der Eintracht abgeschlossen. Zum ersten Mal positiv. Ich war bereit, in Frieden zu gehen, im Wissen, dass das Spiel durchgespielt ist. Es hielt zum Glück nicht lange an und ich war wieder dabei. Aber mir war klar, dass der Kater irgendwann kommen wird.
Damit zum zweiten Punkt: Wir haben uns erstmalig über die Liga für die CL qualifiziert und jetzt fühlt sich alles schwer und zäh an. Erfolge bleiben aus, was letztes Jahr noch geklappt hat, funktioniert heute nicht mehr.
Wenn ich auf die letzten Jahre blicke, habe ich den Eindruck, dass es ca alle zwei Jahre eine Mannschaft gibt, die eher überraschend in die CL einzieht. Seit 2015: Gladbach (2 x), Hoffenheim, Union, Stuttgart. Die Platzierungen der Folgesaison sprechen Bände: 4., 9., 9., 15. und nochmal 9.
Dass wir diese Saison einbrechen, ist vielleicht viel weniger überraschend, als es scheint. Auch wenn wir uns die letzten 9 Jahre sukzessive nach oben entwickelt haben, ist unsere CL-Quali letztlich doch ein Überraschungserfolg, dem der Kater in der Regel folgt.
In Summe gibt es für mich damit zum einen eine aktuell laufende frustrierende Saison, die aber meiner Einschätzung nach einer ungeschriebenen Regel folgt.
Zum anderen gibt es für mich immer wieder die Sinnfrage, die sich aber auflöst, sobald ich die Magie wieder spüre. Und die kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Immer wieder.
Exakt DAS habe ich, als ich aus Sevilla wiederkam, zu meiner Frau gesagt: "Ich war in 2018 in Berlin und jetzt in Sevilla, jetzt kann nichts mehr passieren, alles erlebt außer Meisterschaft und die werde ich nicht mehr erleben."
Da hat tatsächlich dieser Prozess so langsam eingesetzt, rückblickend betrachtet...deshalb bin ich auch relativ entspannt und freue mich auf die nächste Relegation
Das ich darüber froh bin kann ich nicht behaupten. Aber ich habe es eigentlich schon längere Zeit erwartet und akzeptiere es ein wenig. Die Eintracht hat sich schon immer in Wellen bewegt (erfolgreiche 70er bis Anfang 80er, dann wieder ne Delle in den 80ern, mit Ausnahme des DFB-Pokal-Erfolgs 1988, dann wieder Fußball 2000, dann für lange Zeit Jammertal, Rettung und Lichtblick unter Funkel, Abstieg 2011, fantastisches Comeback, dann wieder Zeit der Ratlosigkeit inkl. Beinahe-Abstieg)... auf und ab.
Die jetzige Welle muss irgendwann halt mal wieder brechen. Die hält seit 10 Jahren an... und -Junge!- was haben wir hier mitgenommen. DFB-Pokalendspiele; Titel; "Bruda, schlag den Ball lang"; Büffelherde; weinender Hinti in den Armen der Fans ; La Bestia Blanca und die Barcelona-Invasion; der Dynamische Donnerstag; ein Elfmeterschießen, das gefühlt 100 Jahre dauerte; der ehemalige Portospieler Paciencia köpft gegen Benfica das wichtige 2:4; Jovics Fünferpack gegen Düsseldorf; das 5:1 gegen die Bayern, welches das Aus für Kovac bedeutete und und und. Das bietet doch ein FSV "Das Gras ist grüner"-Mainz seiner tollen Community nicht im ganzen Vereinsleben an.
Evtl. brauchen wir aber nun einen Knick, um dann irgendwann wieder mit voller Motivation die Kurve nach oben zu machen. Vielleicht meinst du das mit froh sein? Aber ich glaube, es wird einfach mal notwendig.
Auf den Punkt - der Steigflug kann nicht ewig andauern. Wir haben ein unfassbar erfolgreiches Jahrzehnt hinter uns. Daraus ist die Hoffnung erwachsen, dass es so weitergehen könne, wir uns oben festgebissen haben. Ich habe diese Sicherheit leider nicht und befürchte, dass wir uns wieder im Bereich 5-10 einreihen. Gemessen an unserer Historie wäre auch das ein Erfolg!
Meine Hoffnung: Wir werden so eine Art "Freiburg". Man schnuppert an und stößt frequentiell immer wieder in die Europa-Cup-Regionen rein. Zwischendurch gibt es aber immer wieder mal Dellen und man sackt ins Tabellenmittelfeld ab. Quasi: Einer der Kandidaten für Platz 5-7, in Konkurrenz mit Vereinen wie Freiburg, Stuttgart etc.
Mein Horror sind Beispiele wie z.B. Gladbach. Irgendwann überdrehten die (7,5 Mio für Adi) und spielen seitdem keine Rolle mehr.
Mit der Eintracht verbinde ich Heimat und eine tiefsitzende Verbundenheit, die nicht mehr so stark ausgeprägt ist wie früher. Warum das so ist, wurde hier schon vielen sehr gut beschrieben: übersättigung z.B., VAR, Fanverhalten