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Ent-Emotionalisiert ?

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Vorab: Ich bin seit 1973 Fan und werde es auch immer bleiben. Stadionbesuche als Jugendlicher mitgemacht und von älteren Herren mit Zigarrenstummel im Mund kontrolliert worden. Bei schlechtem Wetter Spiele gegen Darmstadt oder den OFC erlebt. Und dann unfassbar viele Spiele, in denen wir den Bayern jahrelang die Lederhosen über den Kopf gezogen haben. Abstiege und Aufstiege. Alles mitgemacht und mitgelebt.

Und dann kam irgendwann im letzten Jahr mein innerlicher Bruch. Der wurde ausgelöst durch das Verhalten einiger Fans in Bochum. Lieber Spielabsage riskieren als ein Banner abnehmen. Seit dem sehe ich auch die Kurve sehr kritisch. Klar gibt es tolle Choreos. Aber mir ist ein Spiel, dass ordentlich abläuft immer noch wichtiger als eine Choreo oder Pyro oder das Werfen von irgendwelchen Gegenständen auf gegnerische Spieler beim Eckball.

Und wenn ich sehe, dass die Verantwortlichen beim Öffnen des Transferfensters irgendwelche 18 oder 19 jährige aus irgendwelchen Ländern aus irgendwelchen Ligen holen, um die dann sofort irgendwohin zu verleihen, dann ist das für mich eben auch nicht mehr meine alte Eintracht, sondern ein Geschäftsmodell, dass meine besondere Eintracht zu einem stinknormalen Verein des moderenen Fußballs gemacht hat.

Mit zunehmendem Alter sehe ich mich zurück zu den alten Herren mit dem Zigarrenstummel im Mund.
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Ralle14979 schrieb:

ein Geschäftsmodell, dass meine besondere Eintracht zu einem stinknormalen Verein des moderenen Fußballs gemacht hat


Bääm
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SemperFi schrieb:

Was ich witzig finde ist, dass all das absolut absehbar war.

Ich unterschriebe alles was Du sagst und ergänze zwei Punkte:

In unserer Vergangenheit gab es mehrmals Punkte zu denen ich an meinem Fansein gezweifelt habe. Was bleibt, wenn man die Mannschaft wegnimmt (die verändert sich ohnehin ständig), wenn man den Vorstand scheiße findet (kam oft genug vor), wenn es zwischen Gremien und der Basis grummelt?
Streng genommen gibt es keinen Kern, auf den sich mein Fansein projizieren lässt. Letztlich geht es um die Emotion, die mit all dem einher geht, die mal groß mal klein, mal negativ mal positiv ist.  
Ich hatte in der Vergangenheit immer Phasen, in denen ich mich ent-emotionalisiert gefühlt habe. Aber egal wie sehr ich die Eintracht los ließ, irgendwann hat es mich wieder gepackt und ich war wieder einmal Feuer und Flamme.

Auf meinem Rückweg aus Sevilla - mit Bus, Sprint, Fähre, Taxi, Zug, Bus, Flugzeug, Bus und Taxi - habe ich wieder einmal mit der Eintracht abgeschlossen. Zum ersten Mal positiv. Ich war bereit, in Frieden zu gehen, im Wissen, dass das Spiel durchgespielt ist. Es hielt zum Glück nicht lange an und ich war wieder dabei. Aber mir war klar, dass der Kater irgendwann kommen wird.

Damit zum zweiten Punkt: Wir haben uns erstmalig über die Liga für die CL qualifiziert und jetzt fühlt sich alles schwer und zäh an. Erfolge bleiben aus, was letztes Jahr noch geklappt hat, funktioniert heute nicht mehr.

Wenn ich auf die letzten Jahre blicke, habe ich den Eindruck, dass es ca alle zwei Jahre eine Mannschaft gibt, die eher überraschend in die CL einzieht. Seit 2015: Gladbach (2 x), Hoffenheim, Union, Stuttgart. Die Platzierungen der Folgesaison sprechen Bände: 4., 9., 9., 15. und nochmal 9.

Dass wir diese Saison einbrechen, ist vielleicht viel weniger überraschend, als es scheint. Auch wenn wir uns die letzten 9 Jahre sukzessive nach oben entwickelt haben, ist unsere CL-Quali letztlich doch ein Überraschungserfolg, dem der Kater in der Regel folgt.

In Summe gibt es für mich damit zum einen eine aktuell laufende frustrierende Saison, die aber meiner Einschätzung nach einer ungeschriebenen Regel folgt.
Zum anderen gibt es für mich immer wieder die Sinnfrage, die  sich aber auflöst, sobald ich die Magie wieder spüre. Und die kommt so sicher wie das Amen in der Kirche. Immer wieder.
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Luzbert schrieb:

Auf meinem Rückweg aus Sevilla - mit Bus, Sprint, Fähre, Taxi, Zug, Bus, Flugzeug, Bus und Taxi - habe ich wieder einmal mit der Eintracht abgeschlossen. Zum ersten Mal positiv. Ich war bereit, in Frieden zu gehen, im Wissen, dass das Spiel durchgespielt ist.


Exakt DAS habe ich, als ich aus Sevilla wiederkam, zu meiner Frau gesagt: "Ich war in 2018 in Berlin und jetzt in Sevilla, jetzt kann nichts mehr passieren, alles erlebt außer Meisterschaft und die werde ich nicht mehr erleben."

Da hat tatsächlich dieser Prozess so langsam eingesetzt, rückblickend betrachtet...deshalb bin ich auch relativ entspannt und freue mich auf die nächste Relegation
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Steigflug_verpflichtet schrieb:

Die jetzige Welle muss irgendwann halt mal wieder brechen. Die hält seit 10 Jahren an... und -Junge!- was haben wir hier mitgenommen. DFB-Pokalendspiele; Titel; "Bruda, schlag den Ball lang"; Büffelherde; weinender Hinti in den Armen der Fans ; La Bestia Blanca und die Barcelona-Invasion; der Dynamische Donnerstag; ein Elfmeterschießen, das gefühlt 100 Jahre dauerte; der ehemalige Portospieler Paciencia köpft gegen Benfica das wichtige 2:4; Jovics Fünferpack gegen Düsseldorf; das 5:1 gegen die Bayern, welches das Aus für Kovac bedeutete und und und

Auf den Punkt - der Steigflug kann nicht ewig andauern. Wir haben ein unfassbar erfolgreiches Jahrzehnt hinter uns. Daraus ist die Hoffnung erwachsen, dass es so weitergehen könne, wir uns oben festgebissen haben. Ich habe diese Sicherheit leider nicht und befürchte, dass wir uns wieder im Bereich 5-10 einreihen. Gemessen an unserer Historie wäre auch das ein Erfolg!
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Luzbert schrieb:

Ich habe diese Sicherheit leider nicht und befürchte, dass wir uns wieder im Bereich 5-10 einreihen. Gemessen an unserer Historie wäre auch das ein Erfolg!


Meine Hoffnung: Wir werden so eine Art "Freiburg". Man schnuppert an und stößt frequentiell immer wieder in die Europa-Cup-Regionen rein. Zwischendurch gibt es aber immer wieder mal Dellen und man sackt ins Tabellenmittelfeld ab. Quasi: Einer der Kandidaten für Platz 5-7, in Konkurrenz mit Vereinen wie Freiburg, Stuttgart etc.
Mein Horror sind Beispiele wie z.B. Gladbach. Irgendwann überdrehten die (7,5 Mio für Adi) und spielen seitdem keine Rolle mehr.
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Luzbert schrieb:

Auf meinem Rückweg aus Sevilla - mit Bus, Sprint, Fähre, Taxi, Zug, Bus, Flugzeug, Bus und Taxi - habe ich wieder einmal mit der Eintracht abgeschlossen. Zum ersten Mal positiv. Ich war bereit, in Frieden zu gehen, im Wissen, dass das Spiel durchgespielt ist.


Exakt DAS habe ich, als ich aus Sevilla wiederkam, zu meiner Frau gesagt: "Ich war in 2018 in Berlin und jetzt in Sevilla, jetzt kann nichts mehr passieren, alles erlebt außer Meisterschaft und die werde ich nicht mehr erleben."

Da hat tatsächlich dieser Prozess so langsam eingesetzt, rückblickend betrachtet...deshalb bin ich auch relativ entspannt und freue mich auf die nächste Relegation
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Daniel-San schrieb:

alles erlebt außer Meisterschaft und die werde ich nicht mehr erleben

alleine dieser grottige Pessimismus ist es doch, der Dich desillusionieren und emotional verkümmern ließ...
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Daniel-San schrieb:

alles erlebt außer Meisterschaft und die werde ich nicht mehr erleben

alleine dieser grottige Pessimismus ist es doch, der Dich desillusionieren und emotional verkümmern ließ...
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Bommer1974 schrieb:

Daniel-San schrieb:

alles erlebt außer Meisterschaft und die werde ich nicht mehr erleben

alleine dieser grottige Pessimismus ist es doch, der Dich desillusionieren und emotional verkümmern ließ...


Geil, danke 🤣🤣🤣
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Bommer1974 schrieb:

Daniel-San schrieb:

alles erlebt außer Meisterschaft und die werde ich nicht mehr erleben

alleine dieser grottige Pessimismus ist es doch, der Dich desillusionieren und emotional verkümmern ließ...


Geil, danke 🤣🤣🤣
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Daniel-San schrieb:

Bommer1974 schrieb:

Daniel-San schrieb:

alles erlebt außer Meisterschaft und die werde ich nicht mehr erleben

alleine dieser grottige Pessimismus ist es doch, der Dich desillusionieren und emotional verkümmern ließ...


Geil, danke 🤣🤣🤣

immer gerne - im Ernst, Deine Zeilen enthalten sehr viel (individuelle und allgemeingültige) Wahrheiten... Was man draus macht hängt, da muss ich (leider) Juno recht geben, ganz viel von der eigenen Hood ab,in der man sich gerade bewegt und ist auch sehr fragil und volatil...

Ich fand Deinen Text jedenfalls absolut lesenswert!
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Daniel-San schrieb:

Bommer1974 schrieb:

Daniel-San schrieb:

alles erlebt außer Meisterschaft und die werde ich nicht mehr erleben

alleine dieser grottige Pessimismus ist es doch, der Dich desillusionieren und emotional verkümmern ließ...


Geil, danke 🤣🤣🤣

immer gerne - im Ernst, Deine Zeilen enthalten sehr viel (individuelle und allgemeingültige) Wahrheiten... Was man draus macht hängt, da muss ich (leider) Juno recht geben, ganz viel von der eigenen Hood ab,in der man sich gerade bewegt und ist auch sehr fragil und volatil...

Ich fand Deinen Text jedenfalls absolut lesenswert!
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Bommer1974 schrieb:

Ich fand Deinen Text jedenfalls absolut lesenswert!


Ich auch
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Bommer1974 schrieb:

Daniel-San schrieb:

alles erlebt außer Meisterschaft und die werde ich nicht mehr erleben

alleine dieser grottige Pessimismus ist es doch, der Dich desillusionieren und emotional verkümmern ließ...


Geil, danke 🤣🤣🤣
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Daniel-San schrieb:

Bommer1974 schrieb:

Daniel-San schrieb:

alles erlebt außer Meisterschaft und die werde ich nicht mehr erleben

alleine dieser grottige Pessimismus ist es doch, der Dich desillusionieren und emotional verkümmern ließ...


Geil, danke 🤣🤣🤣




Ganz ehrlich. Vor 2017 hatte ich auch den Gedanken abgehakt, dass ich es zu meinen Lebzeiten erleben werde, dass die Eintracht überhaupt noch irgendeinen Titel gewinnt.
Licher- und Antalya-Cup zählen genauso wenig wie "Meister der 2. Liga" (ein Titel, bei dem ich hoffe, dass die Eintracht ihn  NIE WIEDER  gewinnt!).

Von daher: Sag niemals nie.
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Daniel-San schrieb:

Bommer1974 schrieb:

Daniel-San schrieb:

alles erlebt außer Meisterschaft und die werde ich nicht mehr erleben

alleine dieser grottige Pessimismus ist es doch, der Dich desillusionieren und emotional verkümmern ließ...


Geil, danke 🤣🤣🤣




Ganz ehrlich. Vor 2017 hatte ich auch den Gedanken abgehakt, dass ich es zu meinen Lebzeiten erleben werde, dass die Eintracht überhaupt noch irgendeinen Titel gewinnt.
Licher- und Antalya-Cup zählen genauso wenig wie "Meister der 2. Liga" (ein Titel, bei dem ich hoffe, dass die Eintracht ihn  NIE WIEDER  gewinnt!).

Von daher: Sag niemals nie.
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Steigflug_verpflichtet schrieb:


Licher- und Antalya-Cup zählen genauso wenig wie "Meister der 2. Liga" (ein Titel, bei dem ich hoffe, dass die Eintracht ihn  NIE WIEDER  gewinnt!).


Ein gefährlicher Wunsch der gewaltig nach hinten los gehen kann.  Der ist auch erfüllt wenn wir absteigen und nie wieder aufsteigen.
Einen Pakt mit dem Teufel würde ich dafür nicht schließen  
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Ich glaube wirklich, dass diese Entwicklung auch viel mit dem Alter zu tun hat, also man einfach in einem höheren Alter nicht mehr so tief und engagiert dabei ist. Ich bin mir nicht so sicher, ob die jungen Nachrücker wirklich diese Entemotionalisierung haben. Ich halte sie einfach einmal individuell für logisch (Alter...) und sportlich nach den letzten Jahren durch die Übersättigung auch da für absolut erwartbar. Dass dann noch für manchen das Drumherum (Kommerzialisierung etc.) einem noch mehr die Freude nimmt, kommt noch dazu. Grundsätzlich würde ich sagen, dass das jetzt auch bisschen die Zusammenfassung der ganzen Beiträge in vielen Fällen ist.

Also irgendwie natürliche Entwicklungen, ergänzt durch sportliche Flaute und grundsätzlicher Punkte.
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SGE_Werner schrieb:

Ich glaube wirklich, dass diese Entwicklung auch viel mit dem Alter zu tun hat, also man einfach in einem höheren Alter nicht mehr so tief und engagiert dabei ist.


Wie ich aus familieninterner Erfahrung sagen kann, liegt das manchmal weniger am absoluten Alter als daran, wie lange man schon dabei ist.
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Einer der besten Threads der letzten Jahre! Habe alles mit großem Interesse gelesen, muss aber meine eigenen Gedanken erst noch sortieren...
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Einer der besten Threads der letzten Jahre! Habe alles mit großem Interesse gelesen, muss aber meine eigenen Gedanken erst noch sortieren...
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Ja, ich bin gespannt
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SGE_Werner schrieb:

Ich glaube wirklich, dass diese Entwicklung auch viel mit dem Alter zu tun hat, also man einfach in einem höheren Alter nicht mehr so tief und engagiert dabei ist.


Wie ich aus familieninterner Erfahrung sagen kann, liegt das manchmal weniger am absoluten Alter als daran, wie lange man schon dabei ist.
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Matzel schrieb:

SGE_Werner schrieb:

Ich glaube wirklich, dass diese Entwicklung auch viel mit dem Alter zu tun hat, also man einfach in einem höheren Alter nicht mehr so tief und engagiert dabei ist.


Wie ich aus familieninterner Erfahrung sagen kann, liegt das manchmal weniger am absoluten Alter als daran, wie lange man schon dabei ist.

Bei der Eintracht kann man nie zu lange dabei sein....aber es stimmt schon, eine gewisse Rolle spielt das schon....im Alter werden gewisse Dinge oftmals wichtiger als Fußball und die Prioritäten werden anders gesetzt als früher....
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So, ich will jetzt auch  mal meinen Senf dazu abgeben:
Eine "Entemotinalisierung" ist, leider, überhaupt nicht möglich. Ich bin seit 1976 Eintracht-Fan und das werde ich auch bis zum letzten Tag bleiben. Die Frage ist jedoch, welche Emotionen ich derzeit mit der Eintracht verknüpfe. Und, da bin ich ehrlich, mir gefällt das ganze Geschäftsmodell und die Außenwirkung der Eintracht aktuell überhaupt nicht. Das was viele als "normale" Entwicklung eines Clubs beschreiben der sich in den Top 8 der Liga halten will, ist für mich eine Katastrophe. Ein unsympathisches Auftreten der "Granden" gepaart mit einer Transferpolitik bei der ich viele Gesichter im Kader gar nicht mehr kenne - nee, das ist nicht meins. Ich habe mich tatsächlich in den, für viele bleiernen Bruchhagen-Jahre, mit der Eintracht mehr verbunden gefühlt, konnte mich besser mit ihr identifizieren, als heute. Auch wenn es sich platt anhört: Erfolg heiligt nicht die Mittel. Viele Spieler, die die Eintracht derzeit unter Vertrag hat, wissen doch schon bei ihrerer Verpflichtung, dass mit ihnen gar nicht länger geplant wird. Wie soll da eine Bindung und ein Gemeinschaftsgefühl entstehen? Abgesehen davon, ich fand die Bobic-Ära nicht so schlimm wie jetzt unter/mit Krösche. Da wurden natürlich auch Spieler verkauft, aber ich hatte den Eindruck, dass es im Kader eine bessere Balance gab. Eine Verpflichtung  eines Spielertypen wie Hinteregger könnte ich mir unter Krösche z.B. gar nicht vorstellen. Passt einfach nicht ins Beuteschema. Aber genau solche Spieler fehlen uns derzeit.
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So, ich will jetzt auch  mal meinen Senf dazu abgeben:
Eine "Entemotinalisierung" ist, leider, überhaupt nicht möglich. Ich bin seit 1976 Eintracht-Fan und das werde ich auch bis zum letzten Tag bleiben. Die Frage ist jedoch, welche Emotionen ich derzeit mit der Eintracht verknüpfe. Und, da bin ich ehrlich, mir gefällt das ganze Geschäftsmodell und die Außenwirkung der Eintracht aktuell überhaupt nicht. Das was viele als "normale" Entwicklung eines Clubs beschreiben der sich in den Top 8 der Liga halten will, ist für mich eine Katastrophe. Ein unsympathisches Auftreten der "Granden" gepaart mit einer Transferpolitik bei der ich viele Gesichter im Kader gar nicht mehr kenne - nee, das ist nicht meins. Ich habe mich tatsächlich in den, für viele bleiernen Bruchhagen-Jahre, mit der Eintracht mehr verbunden gefühlt, konnte mich besser mit ihr identifizieren, als heute. Auch wenn es sich platt anhört: Erfolg heiligt nicht die Mittel. Viele Spieler, die die Eintracht derzeit unter Vertrag hat, wissen doch schon bei ihrerer Verpflichtung, dass mit ihnen gar nicht länger geplant wird. Wie soll da eine Bindung und ein Gemeinschaftsgefühl entstehen? Abgesehen davon, ich fand die Bobic-Ära nicht so schlimm wie jetzt unter/mit Krösche. Da wurden natürlich auch Spieler verkauft, aber ich hatte den Eindruck, dass es im Kader eine bessere Balance gab. Eine Verpflichtung  eines Spielertypen wie Hinteregger könnte ich mir unter Krösche z.B. gar nicht vorstellen. Passt einfach nicht ins Beuteschema. Aber genau solche Spieler fehlen uns derzeit.
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Lares schrieb:

Aber genau solche Spieler fehlen uns derzeit.


So ist es, heute "darf" ein Spieler doch schon fast keine "Kante" mehr sein. Die müssen heute alle woken Kriterien erfüllen und bereit sein eine Regenbogenbinde zu tragen. Rasmus geht schon noch in die Richtung, diskutiert er aber bissl mit dem Publikum der anderen Mannschaft isses schon ein halber Skandal und er ein Rabauke. Aber der neue Trainer, wenn er es denn 100 % wird, soll ja ziemlich respektlos sein...vielleicht kann er ja paar Typen kreieren
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Lares schrieb:

Aber genau solche Spieler fehlen uns derzeit.


So ist es, heute "darf" ein Spieler doch schon fast keine "Kante" mehr sein. Die müssen heute alle woken Kriterien erfüllen und bereit sein eine Regenbogenbinde zu tragen. Rasmus geht schon noch in die Richtung, diskutiert er aber bissl mit dem Publikum der anderen Mannschaft isses schon ein halber Skandal und er ein Rabauke. Aber der neue Trainer, wenn er es denn 100 % wird, soll ja ziemlich respektlos sein...vielleicht kann er ja paar Typen kreieren
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Daniel-San schrieb:

Lares schrieb:

Aber genau solche Spieler fehlen uns derzeit.


So ist es, heute "darf" ein Spieler doch schon fast keine "Kante" mehr sein. Die müssen heute alle woken Kriterien erfüllen und bereit sein eine Regenbogenbinde zu tragen.


der Zusammenhang erschließt sich nicht, man kann doch harter Typ sein und trotzdem Regenbogenbinde tragen. Das Problem ist eher, dass es keine Typen mehr gibt wie in den 70er-90ern. Selbst einen Basler vermisst man ja fast
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Daniel-San schrieb:

Lares schrieb:

Aber genau solche Spieler fehlen uns derzeit.


So ist es, heute "darf" ein Spieler doch schon fast keine "Kante" mehr sein. Die müssen heute alle woken Kriterien erfüllen und bereit sein eine Regenbogenbinde zu tragen.


der Zusammenhang erschließt sich nicht, man kann doch harter Typ sein und trotzdem Regenbogenbinde tragen. Das Problem ist eher, dass es keine Typen mehr gibt wie in den 70er-90ern. Selbst einen Basler vermisst man ja fast
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Es sollte möglichst überspitzt klingen, aber de Facto haste recht
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So, ich will jetzt auch  mal meinen Senf dazu abgeben:
Eine "Entemotinalisierung" ist, leider, überhaupt nicht möglich. Ich bin seit 1976 Eintracht-Fan und das werde ich auch bis zum letzten Tag bleiben. Die Frage ist jedoch, welche Emotionen ich derzeit mit der Eintracht verknüpfe. Und, da bin ich ehrlich, mir gefällt das ganze Geschäftsmodell und die Außenwirkung der Eintracht aktuell überhaupt nicht. Das was viele als "normale" Entwicklung eines Clubs beschreiben der sich in den Top 8 der Liga halten will, ist für mich eine Katastrophe. Ein unsympathisches Auftreten der "Granden" gepaart mit einer Transferpolitik bei der ich viele Gesichter im Kader gar nicht mehr kenne - nee, das ist nicht meins. Ich habe mich tatsächlich in den, für viele bleiernen Bruchhagen-Jahre, mit der Eintracht mehr verbunden gefühlt, konnte mich besser mit ihr identifizieren, als heute. Auch wenn es sich platt anhört: Erfolg heiligt nicht die Mittel. Viele Spieler, die die Eintracht derzeit unter Vertrag hat, wissen doch schon bei ihrerer Verpflichtung, dass mit ihnen gar nicht länger geplant wird. Wie soll da eine Bindung und ein Gemeinschaftsgefühl entstehen? Abgesehen davon, ich fand die Bobic-Ära nicht so schlimm wie jetzt unter/mit Krösche. Da wurden natürlich auch Spieler verkauft, aber ich hatte den Eindruck, dass es im Kader eine bessere Balance gab. Eine Verpflichtung  eines Spielertypen wie Hinteregger könnte ich mir unter Krösche z.B. gar nicht vorstellen. Passt einfach nicht ins Beuteschema. Aber genau solche Spieler fehlen uns derzeit.
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Es geht ja nicht darum keine Emotionen mehr zu haben, sondern weniger Emotionen zu haben. Und so wie dein Beitrag klingt, kingen hier die meißten Beiträge. Früher war man mehr "dabei".

Wer sind denn bei dir die "Granden" mit dem unsympathischen Auftreten? Krösche, Hellmann, Reschke, Hardung und Beck vom e.V.?

Du tust ja gerade so, als ob Spieler hier her kommen würden um alt zu werden und um für ewig hier zu bleiben. Spieler kommen hier auch deswegen her, weil sie es als Sprungbrett zu Ruhm und Geld sehen. Dass es hier einige in die hohen Regale geschafft haben, ist denen ja auch nicht verborgen geblieben.

Und ich denke dass Leute wie Theate und besonders Kristensen sehr wohl Hinteregger-Typen sind. Dass auch denen aktuell nicht alles gelingt st schade, aber mal ehrlich, würden wir gerade sicher auf Platz 2-3 liegen, würden wir diese Diskussion hier gar nicht führen.
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Lares schrieb:

Aber genau solche Spieler fehlen uns derzeit.


So ist es, heute "darf" ein Spieler doch schon fast keine "Kante" mehr sein. Die müssen heute alle woken Kriterien erfüllen und bereit sein eine Regenbogenbinde zu tragen. Rasmus geht schon noch in die Richtung, diskutiert er aber bissl mit dem Publikum der anderen Mannschaft isses schon ein halber Skandal und er ein Rabauke. Aber der neue Trainer, wenn er es denn 100 % wird, soll ja ziemlich respektlos sein...vielleicht kann er ja paar Typen kreieren
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Daniel-San schrieb:

Die müssen heute alle woken Kriterien erfüllen und bereit sein eine Regenbogenbinde zu tragen.

Häh? Wann hat denn bei uns mal einer ne Regenbogenbinde getragen? Und wann wurde einer  dazu gezwungen?

Aber ich will hier in der Runde "Alte Männer erzählen sich, dass früher alles besser war" gar nicht weiter stören.
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Daniel-San schrieb:

Lares schrieb:

Aber genau solche Spieler fehlen uns derzeit.


So ist es, heute "darf" ein Spieler doch schon fast keine "Kante" mehr sein. Die müssen heute alle woken Kriterien erfüllen und bereit sein eine Regenbogenbinde zu tragen.


der Zusammenhang erschließt sich nicht, man kann doch harter Typ sein und trotzdem Regenbogenbinde tragen. Das Problem ist eher, dass es keine Typen mehr gibt wie in den 70er-90ern. Selbst einen Basler vermisst man ja fast
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FredSchaub schrieb:
Das Problem ist eher, dass es keine Typen mehr gibt wie in den 70er-90ern. Selbst einen Basler vermisst man ja fast
Was genau hat denn diese Typen ausgemacht und auch was einen Basler ausgemacht hat. Könntest du da mal die ein oder andere Eigenschaft beschreiben und sagen wer sie gehabt hat?


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