Ich denke das aktuelle Verhalten wird Riera im Sommer seinen Posten kosten (ich sage hierbei nicht, ob verdient oder nicht).
Grundsätzlich ist es ja begrüßenswert, wenn ein Trainer vorweg geht, die Mannschaft gegen schlechte Presse schützt, und im Zweifelsfall alle verbalen Attacken auf sich selbst zieht. Genau das haben Mourinho, Klopp und Guardiola auch getan, Mourinho war wahrscheinlich der König dieser Disziplin.
Zwischen Riera und den drei genannten Trainern gibt es aber zwei große Unterschiede:
1. Die drei Toptrainer waren unbestritten erfolgreich als Trainer, haben Spiele und Titel gewonnen, und waren somit über die Zweifler aus der Presse erhaben. Das kann Riera stand jetzt nicht von sich behaupten. Und so lange man (noch) keinen erfolgreichen Fußball spielt, sollte man in Pressekonferenzen die Klappe vielleicht nicht ganz so weit aufmachen.
2. Die drei Toptrainer wurden - auch aufgrund des Erfolges - von ihren Spielern vergöttert. Von außen wurde auch bei diesen Trainern viel gemault und geschrieben, aber es drang selten ein schlechtes Wort von Spielern nach draußen. Bei Riera summieren sich jetzt zumindest die Berichte über interne Differenzen. Selbst wenn die Presse sicher auch mit Wonne Themen hochschreibt, an der Geschichte mit Burkardt wird schon irgendwas Korrektes dran sein, wenn es mehrere Blätter berichten. Und irgendjemand muss die Geschichte nach draußen gestochen haben, wahrscheinlich die Spieler-Seite. Das wäre unter Klopp und Mourinho eher nicht passiert.
... aber es drang selten ein schlechtes Wort von Spielern nach draußen. Bei Riera summieren sich jetzt zumindest die Berichte über interne Differenzen.
Ja, aber immer nur von Spielern die auf der Bank gesetzt wurden (Götze, Burkhard, Uzun). Und da Stelle ich mir die Frage, kann man sich sowas vielleicht denken oder ist ein Spieler der gerade auf die Bank verbannt wurde, ggf. ein einfaches Opfer für einen skandalsuchenden Journalisten oder dessen Informant?
Ach du liebes Lieschen, was wird sich hier aufgeregt. Komme mir schon wie ein Königsmörder vor . Also Trump lügt, übertreibt und ist in allem der Beste und alles was er macht ist angeblich großartig. AR erzählt etwas von Bullshit über eine nicht vorhandene Situation, die dann 14 Tage vorher stattgefunden haben soll. Was denn nun? Also vermutlich zumindest eine Abart der Lüge. Übertreibungen liebt er auch (beste Training, beste Stimmung). Sicherlich sind aufgrund der Dimensionen der beiden Personen starke Unterschiede in den Auswirkungen (Politik- Fußball), geschmacklos ist m.E. aber doch schon ein Übertreibung. Kann aber jeder empfinden wie er will. Fakt ist aber, dass der Supertrainer nicht abliefert.
Sorry, aber sofern nicht aus der Mannschaft heraus ein ausdrücklicher Wunsch geäußert werden sollte, dass man unbedingt über das Saisonende hinaus weiter mit ihm zusammen arbeiten möchte (was für mich auf Basis meiner Eindrücke überraschend käme), war es das in meinen Augen für ihn.
Sein konfrontatives Auftreten gepaart mit seiner fast narzisstischen Selbstüberhöhung hat sich mangels sportlich überzeugender Leistungen fast schon erwartbar zum Bumerang entwickelt und erzeugt dauerhaft Unruhe. Ich bin nun wirklich keiner, der bei der Forderung von Trainerentlassungen vorne dabei ist, aber mir fallen abseits finanzieller Aspekte wirklich wenig Argumente ein, die für eine weitere Zusammenarbeit über den Sommer hinaus sprechen. Die Trennung von Glasner ist wegen weniger erfolgt, obwohl er deutlich mehr vorzuweisen hatte. Ich glaube im übrigen auch nicht, dass diese Konflikte zwischen ihm und einzelnen Spielern reine Erfindungen der Presse sind, die einfach nur darauf fußen, dass man ihn einfach nicht leiden kann. Es scheint mir zwar offensichtlich, dass er aufgrund seines Umgangs wenig Kredit hat und er mit seiner Art gerade dazu einlädt, nicht besonders wohlwollend über ihn zu berichten, aber das bedeutet deshalb nicht, dass alles frei erfunden ist.
So oder so erscheint es mir eher unwahrscheinlich, dass man unter solchen Bedingungen zukünftig sportlichen Erfolg haben wird.
Ich hoffe, dass man die Saison trotzdem noch irgendwie mit einem blauen Auge zu Ende bringt, habe aber auch was das betrifft, eher Zweifel als Zuversicht.
Halten wir fest, die Causa Burkardt ist von der (Hamburger) Presse erfunden worden , aber das Thema gab es bereits vor 2 Wochen und stand jetzt erst in der Zeitung
Aha
Übrigens kam er 14:31, und die Pk war heute Morgen noch um 14:15 angesetzt, also wurde sie verschoben um dann doch zu spät zu kommen.
Das hast Du falsch verstanden mit Hamburg. Hör es Dir einfach noch mal an.
Ich habe mich nur auf die deutsche Fassung der PK und des Übersetzers bezogen. Auf Nachfrage bezüglich der Irritation ob etwas nicht gewesen sei oder doch vor 14 Tagen, hat er laut dieser direkten Übersetzung gesagt, dass die Hamburger Presse etwas schreibt und die Journalisten etwas abschreiben ohne etwas zu wissen. Es sei dann deren Problem.
Für mich hat Riera im allgemeinen keinen guten Eindruck hinterlassen. Er wirkte stark angezählt und zwischen den Zeilen hat er irgendwie schon seinen Abschied verkündet. Er hätte die Burkardt Nummer rhetorisch einfach entkräften können, aber nichts ist passiert. Es gibt jetzt nun weiterhin unnötige Unruhe. Am Ende wird an der Geschichte auch mehr dran sein, zumal das alles sehr detailliert geschrieben ist.
Ich bin gespannt wie morgen die Reaktion der Mannschaft ausfällt. Hilfreich ist das alles nicht. Sie kann jetzt ein Zeichen setzen und nach Toren auch zur Bank rennen und Geschlossenheit nach außen zeigen. Das wäre dann der Mittelfinger in Richtung Journalie. Oder es gibt die Nichtleistung und die Truppe geht unter um der Presse weiter Futter zu liefern.
Also ich schreibe ja wirklich selten hier, aber mittlerweile platzt mir echt der Kragen. Nur kurz zum Verständnis: Ich selbst war 16 Jahre lang Journalist, erst im Sportbereich, dann im Onlinebereich, dann als Redaktions- und Regionalleiter am Ende gesamtverantwortlich für vier Zeitungen gleichzeitig. Und ja, ich kenne auch den einen oder anderen Kollegen, der aktuell zu diesem Thema schreibenden Zunft. Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Hier wird eine gemeinsame, journalistische Agenda gefahren aufgrund gekränkter Eitelkeiten, wohlwollend getrieben von Verlagen, die aktuell mit einem breiten Grinsen auf Klickzahlen und Conversions schauen. Alles, was mit Riera zu tun hat, geht momentan bei den Sportseiten durch die Decke, alles wird aufgebauscht, um ja den nächsten Klickbringer zu erzielen. Vom ersten Tag an gab es eine Anti-Haltung der Journalisten, die Riera alles absprechen – Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Empathie, eine passende Spielidee. Ausnahmslos alles wird schlecht gemacht durch die Reporter, die auch immer wieder zwischen den Zeilen unprofessionelle Spitzen gegen den Trainer einstreuen.
Ist die Berichterstattung fair? Nein. Haben die Kollegen objektiv bewertet? Nein. Selbst bei positiven Entwicklungen wurde direkt in den nächsten drei Sätzen geschrieben, was aber gleichzeitig alles schlechter läuft als vorher. Wenn ich die Artikel der früheren Kollegen aktuell lese, kommt mir teilweise mein Essen wieder hoch. Und wenn man sich dann fragt, warum die Journalisten alle medienübergreifend so berichten, dann kann ich bestätigen: Egal, von welcher Zeitung oder welcher Plattform sie kommen, sie kennen und schätzen sich allesamt untereinander – und eine Krähe würde der anderen halt kein Auge aushacken...
Beantwortet Riera ihre Fragen in der Form, in der es die Journalisten es gerne hätten? Nein! Er spricht nicht gerne über einzelne Spieler, nicht über Aufstellungen, nicht über Taktiken, nicht über Trainingsinhalte. Die Kollegen kriegen quasi nichts aus ihm raus – und das kotzt sie an! Die Presse ist es gewohnt, dass man ihnen den A*sch pudert. Und wenn man dann seitens des Trainers oder des Vereins auf Konfrontationskurs geht, dann kriegt man die volle Breitseite der Medien zu spüren. Und ja, leider kann ich da komplett aus Erfahrung sprechen. Und genau deswegen kann ich auch sagen: Riera und die Eintracht werden diesen Machtkampf verlieren. Auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders...
Seit 2 Jahren beschweren wir uns, dass die Mannschaft leidenschaftslos spielt, uns nicht mitreißt, nicht kämpft, keine Leidenschaft zeigt. Und ich glaube, das merkt auch Riera – diese Mannschaft ist zu soft. Riera will das ändern, bringt Oscar statt Götze, Jupp statt Doan, Kali statt Jonny, Amenda statt Theate. Alles nachvollziehbar aufgrund fehlender Leidenschaft, fehlender Bissigkeit, fehlender Form. Und statt dass die Spieler auf der Bank dann Gas geben und sich voll reinhauen (was wir Fans seit jeher fordern!), beschweren sie sich über ihre Berater bei der Presse, die das mit einem fetten Grinsen in den nächsten Skandal verwandelt. Mehr Klicks, mehr Unruhe, eine größere Chance auf den nächsten Trainer, der Deutsch spricht, alle Fragen immer brav so beantwortet, wie die Journalisten es sich wünschen. Und genauso wird es weitergehen, bis Riera schließlich weg ist. Daran würden auch drei überzeugende Siege gegen den HSV, den BVB und den VfB nix mehr ändern. Die hiesige Medienlandschaft hat das Urteil über AR längst gefällt – und den Daumen gesenkt...
Die Presse sollte eigentlich mal die dritte Gewalt im Staat sein, objektiv und wahrheitsgemäß berichtend. Aber das bringt halt keine Klicks oder Online-Abos mehr. Viele Kollegen (nicht alle!) nehmen sich in dieser Form viel zu wichtig. Sie wollen nicht nur berichten, sie wollen lenken, sie wollen beeinflussen. Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Und nein, AR wird nicht derjenige sein, der unserer SGE perspektivisch am meisten schadet. Die Kollegen im Presseraum werden es sein...
Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Nach Ansicht Deines Beitrags frage ich mich gerade, wo Du auch nur irgendwo einen Mü besser sein sollst als die Journalisten, die Du kritisierst? Dein ganzer Beitrag strotzt nur so von einseitiger Generalkritik, Unterstellungen und Vorhaltungen, die Du überhaupt nicht belegen kannst, also genau das, was Du den Medien gegenüber Riera (vllt. nicht zu unrecht) vorhältst. Und glaub mir, ich teile durchaus die Grundkritik an den heutigen Medien, aber dann so einen Beitrag abzuledern, der zeigt, dass Du 0,0 besser agierst, das ist dann schon ein Eigentor.
Wow, toller Beitrag, der haargenau mein Empfinden widerspiegelt, obwohl ich keinen Einblick in Journalismus habe. Es drängt sich mir aber genau dieser Eindruck auf. Und, wie ich schon geschrieben habe, auch ich glaube, Riera und die SGE werden in dieser Angelegenheit die Verlierer sein. Riera wird gehen (müssen), vielleicht morgen schon, und die ganzen leidenschaftslosen Kicker werden bleiben. So wird man immer so provinziell bleiben wie die Ingos & Co.
Wir müssen davon ausgehen, daß du das nicht leichtfertig geschrieben hast. Danke
Coach James schrieb:
Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Um so betrüblicher ist, wie ich nun in der Realität aufgewacht bin. Bis dato konnte ich mir das so nicht ausmalen.
Danke für deine Einordnung, die ja von jemandem mit langer Berufserfahrung als Journalist sehr wertvoll ist.
Ich persönliche finde durchaus gut, dass Riera den Haus-und-Hof-Journalisten der Eintracht (man denke an Durstewitz und Co.) mal Contra gibt. Aber wie du schreibst, wird er diesen Kampf verlieren, so lange nicht eine Sache eintritt: Sportlicher Erfolg. Nur dieser würde die Journalisten zum Schweigen bringen, weil sie gegen unbestrittenen Erfolg nicht anschreiben können.
Rieras Start bei der Eintracht erinnert mich sehr (in kleinerem Format, natürlich) an den Start von Mourinho bei Chelsea im Jahr 2004. Der kam als frischgebackener Champions League Sieger aus Porto, war aber für die arroganten Journalisten der Premier League ein völlig unbeschriebenes Blatt. In seiner Antritts-PK wurde mehrfach von Journalisten seine Qualifikation angezweifelt, in der so kompetitiven Premier League bestehen zu können. Dort fiel dann auch - aus dem Affekt und Protest heraus - seine sinngemäße Aussage: "Warum greift ihr Pfeifen mich hier alle an? Ich habe gerade die Champions League gewonnen, ich bin ein Special One!" Im ersten halben Jahr lag Mourinho mit der englischen Journalisten dauerhaft im Clinch. Nur hatte er die richtige Antwort: Meister mit Chelsea im ersten Anlauf mit Rekordpunktzahl, Sieg im Ligapokal, Erreichen des CL-Halbfinals. Danach war die Presse still.
Stand heute hat Riera keinen sichtbaren Fortschritt mit der Mannschaft erzielen können. Und wenn bis zum Saison-Ende nicht noch drei wirklich gute Spiele kommen, wird die Frankfurt Presse ihn im Sommer zur Tür hinaus schreiben, fürchte ich.
Ich denke das aktuelle Verhalten wird Riera im Sommer seinen Posten kosten (ich sage hierbei nicht, ob verdient oder nicht).
Grundsätzlich ist es ja begrüßenswert, wenn ein Trainer vorweg geht, die Mannschaft gegen schlechte Presse schützt, und im Zweifelsfall alle verbalen Attacken auf sich selbst zieht. Genau das haben Mourinho, Klopp und Guardiola auch getan, Mourinho war wahrscheinlich der König dieser Disziplin.
Zwischen Riera und den drei genannten Trainern gibt es aber zwei große Unterschiede:
1. Die drei Toptrainer waren unbestritten erfolgreich als Trainer, haben Spiele und Titel gewonnen, und waren somit über die Zweifler aus der Presse erhaben. Das kann Riera stand jetzt nicht von sich behaupten. Und so lange man (noch) keinen erfolgreichen Fußball spielt, sollte man in Pressekonferenzen die Klappe vielleicht nicht ganz so weit aufmachen.
2. Die drei Toptrainer wurden - auch aufgrund des Erfolges - von ihren Spielern vergöttert. Von außen wurde auch bei diesen Trainern viel gemault und geschrieben, aber es drang selten ein schlechtes Wort von Spielern nach draußen. Bei Riera summieren sich jetzt zumindest die Berichte über interne Differenzen. Selbst wenn die Presse sicher auch mit Wonne Themen hochschreibt, an der Geschichte mit Burkardt wird schon irgendwas Korrektes dran sein, wenn es mehrere Blätter berichten. Und irgendjemand muss die Geschichte nach draußen gestochen haben, wahrscheinlich die Spieler-Seite. Das wäre unter Klopp und Mourinho eher nicht passiert.
Verschiedene Ansichten zwischen Trainern und Spielern finde ich normal. Wenn das zum Konflikt wird, ist das extrem blöd. Bringt sportlich nix und lenkt ab.
Das das jetzt so auf die Spitze getrieben wird, ist sowas von unnötig und ich frage mich wie naiv sind eigentlich Krösche und sein Team das alles so frei vor sich hinlaufen zu lassen.
…. Das das jetzt so auf die Spitze getrieben wird, ist sowas von unnötig und ich frage mich wie naiv sind eigentlich Krösche und sein Team das alles so frei vor sich hinlaufen zu lassen.
Krösche & Hellmann wissen inzwischen selber ganz genau, wie sehr sie falsch gelegen haben mit ihrer Einschätzung über Riera. Was besseres als diese Shitshow kann ihnen jetzt, wo es an die Wand gefahren ist, fast nicht passiere. Der Trainer mit dem großen Ego demontiert sich selbst und man wird dann, leider leider, nicht anders handeln können als das Kapitel zu beenden, tja. Bleibt trotzdem die Frage was die Verantwortlichen geritten hat, die Eintracht diesem Mann anzuvertrauen.
“I will not accept lies. I am not a marionette. I am the coach. I expect respect. So if you write something, be careful - not because of you or me, but because of the loyal fans who love the club. They deserve to know the truth.
And the truth is: there was a public training session two days ago. Did you see any problem with a player there? You did not report how nice the atmosphere was this week. You want to give the fans the impression that everything is bad. Nothing is bad.
I want success with this club. My message to the fans: they can stay calm. Until the last day I am here, I and the players will give everything."
Pöser, pöser Coach! Dale, Albert, sácales la triple P a todos esos llorones. Morgen wird der HSV aus dem Stadion geschossen.
Ernsthaft? Und genau daran glaube ich nicht nach dieser PK. Sollte das aber geschehen, würde das bedeuten, dass das Verhältnis Trainer -Mannschaft in Ordnung und noch nicht zerrüttet ist.
Ein Trainer, der es nicht einmal schafft 15-20 Minuten mit dem Medien professionell und lächelnd durchzustehen, der soll in der Lage sein mit einer Mannschaft und all den Persönlichkeiten konstruktiv umzugehen? Etwas zu entwickeln und aufzubauen?
Gut, man weiß nicht, ob das eine Gesicht auch das Gesicht in der Kabine ist. Aber die Chance ist nicht so niedrig, dass dieses Auftreten sich dort auch zeigt oder zumindest abfärbt. Aktuell habe ich jedenfalls nicht das Gefühl, dass das Team sich für Riera vom Balkon stürzen würde. Ich habe generell nicht das Gefühl, dass das Team sich diese Saison zerreißt, das war ja schon unter Dino eher mäßig.
Gut, man weiß nicht, ob das eine Gesicht auch das Gesicht in der Kabine ist. Aber die Chance ist nicht so niedrig, dass dieses Auftreten sich dort auch zeigt oder zumindest abfärbt…
Er ist nicht in der Lage eine Viertelstunde gegenüber den Medien mittels kalt lächelnder, kurzen Antworten abzumoderieren - soll dann aber eine Mannschaft aus diversen Individuellen moderieren und motivieren? Eher unwahrscheinlich.
Also ich schreibe ja wirklich selten hier, aber mittlerweile platzt mir echt der Kragen. Nur kurz zum Verständnis: Ich selbst war 16 Jahre lang Journalist, erst im Sportbereich, dann im Onlinebereich, dann als Redaktions- und Regionalleiter am Ende gesamtverantwortlich für vier Zeitungen gleichzeitig. Und ja, ich kenne auch den einen oder anderen Kollegen, der aktuell zu diesem Thema schreibenden Zunft. Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Hier wird eine gemeinsame, journalistische Agenda gefahren aufgrund gekränkter Eitelkeiten, wohlwollend getrieben von Verlagen, die aktuell mit einem breiten Grinsen auf Klickzahlen und Conversions schauen. Alles, was mit Riera zu tun hat, geht momentan bei den Sportseiten durch die Decke, alles wird aufgebauscht, um ja den nächsten Klickbringer zu erzielen. Vom ersten Tag an gab es eine Anti-Haltung der Journalisten, die Riera alles absprechen – Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Empathie, eine passende Spielidee. Ausnahmslos alles wird schlecht gemacht durch die Reporter, die auch immer wieder zwischen den Zeilen unprofessionelle Spitzen gegen den Trainer einstreuen.
Ist die Berichterstattung fair? Nein. Haben die Kollegen objektiv bewertet? Nein. Selbst bei positiven Entwicklungen wurde direkt in den nächsten drei Sätzen geschrieben, was aber gleichzeitig alles schlechter läuft als vorher. Wenn ich die Artikel der früheren Kollegen aktuell lese, kommt mir teilweise mein Essen wieder hoch. Und wenn man sich dann fragt, warum die Journalisten alle medienübergreifend so berichten, dann kann ich bestätigen: Egal, von welcher Zeitung oder welcher Plattform sie kommen, sie kennen und schätzen sich allesamt untereinander – und eine Krähe würde der anderen halt kein Auge aushacken...
Beantwortet Riera ihre Fragen in der Form, in der es die Journalisten es gerne hätten? Nein! Er spricht nicht gerne über einzelne Spieler, nicht über Aufstellungen, nicht über Taktiken, nicht über Trainingsinhalte. Die Kollegen kriegen quasi nichts aus ihm raus – und das kotzt sie an! Die Presse ist es gewohnt, dass man ihnen den A*sch pudert. Und wenn man dann seitens des Trainers oder des Vereins auf Konfrontationskurs geht, dann kriegt man die volle Breitseite der Medien zu spüren. Und ja, leider kann ich da komplett aus Erfahrung sprechen. Und genau deswegen kann ich auch sagen: Riera und die Eintracht werden diesen Machtkampf verlieren. Auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders...
Seit 2 Jahren beschweren wir uns, dass die Mannschaft leidenschaftslos spielt, uns nicht mitreißt, nicht kämpft, keine Leidenschaft zeigt. Und ich glaube, das merkt auch Riera – diese Mannschaft ist zu soft. Riera will das ändern, bringt Oscar statt Götze, Jupp statt Doan, Kali statt Jonny, Amenda statt Theate. Alles nachvollziehbar aufgrund fehlender Leidenschaft, fehlender Bissigkeit, fehlender Form. Und statt dass die Spieler auf der Bank dann Gas geben und sich voll reinhauen (was wir Fans seit jeher fordern!), beschweren sie sich über ihre Berater bei der Presse, die das mit einem fetten Grinsen in den nächsten Skandal verwandelt. Mehr Klicks, mehr Unruhe, eine größere Chance auf den nächsten Trainer, der Deutsch spricht, alle Fragen immer brav so beantwortet, wie die Journalisten es sich wünschen. Und genauso wird es weitergehen, bis Riera schließlich weg ist. Daran würden auch drei überzeugende Siege gegen den HSV, den BVB und den VfB nix mehr ändern. Die hiesige Medienlandschaft hat das Urteil über AR längst gefällt – und den Daumen gesenkt...
Die Presse sollte eigentlich mal die dritte Gewalt im Staat sein, objektiv und wahrheitsgemäß berichtend. Aber das bringt halt keine Klicks oder Online-Abos mehr. Viele Kollegen (nicht alle!) nehmen sich in dieser Form viel zu wichtig. Sie wollen nicht nur berichten, sie wollen lenken, sie wollen beeinflussen. Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Und nein, AR wird nicht derjenige sein, der unserer SGE perspektivisch am meisten schadet. Die Kollegen im Presseraum werden es sein...
Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Nach Ansicht Deines Beitrags frage ich mich gerade, wo Du auch nur irgendwo einen Mü besser sein sollst als die Journalisten, die Du kritisierst? Dein ganzer Beitrag strotzt nur so von einseitiger Generalkritik, Unterstellungen und Vorhaltungen, die Du überhaupt nicht belegen kannst, also genau das, was Du den Medien gegenüber Riera (vllt. nicht zu unrecht) vorhältst. Und glaub mir, ich teile durchaus die Grundkritik an den heutigen Medien, aber dann so einen Beitrag abzuledern, der zeigt, dass Du 0,0 besser agierst, das ist dann schon ein Eigentor.
Dein ganzer Beitrag strotzt nur so von einseitiger Generalkritik, Unterstellungen und Vorhaltungen, die Du überhaupt nicht belegen kannst,
Es war mir so klar, dass die pauschale Kritik am Journalismus bei Dir überhaupt nicht ankommt. Alles toll, wissen wir ja....Und klar auch, Du machst einen kleinen Disclaimer, den Du aber nur als Feigenblatt machst. Was soll James denn belegen, beweisen?? Wir sehen doch Tag, ach was, stündlich diesen aggressiven journalistischen Mist.
Also ich schreibe ja wirklich selten hier, aber mittlerweile platzt mir echt der Kragen. Nur kurz zum Verständnis: Ich selbst war 16 Jahre lang Journalist, erst im Sportbereich, dann im Onlinebereich, dann als Redaktions- und Regionalleiter am Ende gesamtverantwortlich für vier Zeitungen gleichzeitig. Und ja, ich kenne auch den einen oder anderen Kollegen, der aktuell zu diesem Thema schreibenden Zunft. Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Hier wird eine gemeinsame, journalistische Agenda gefahren aufgrund gekränkter Eitelkeiten, wohlwollend getrieben von Verlagen, die aktuell mit einem breiten Grinsen auf Klickzahlen und Conversions schauen. Alles, was mit Riera zu tun hat, geht momentan bei den Sportseiten durch die Decke, alles wird aufgebauscht, um ja den nächsten Klickbringer zu erzielen. Vom ersten Tag an gab es eine Anti-Haltung der Journalisten, die Riera alles absprechen – Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Empathie, eine passende Spielidee. Ausnahmslos alles wird schlecht gemacht durch die Reporter, die auch immer wieder zwischen den Zeilen unprofessionelle Spitzen gegen den Trainer einstreuen.
Ist die Berichterstattung fair? Nein. Haben die Kollegen objektiv bewertet? Nein. Selbst bei positiven Entwicklungen wurde direkt in den nächsten drei Sätzen geschrieben, was aber gleichzeitig alles schlechter läuft als vorher. Wenn ich die Artikel der früheren Kollegen aktuell lese, kommt mir teilweise mein Essen wieder hoch. Und wenn man sich dann fragt, warum die Journalisten alle medienübergreifend so berichten, dann kann ich bestätigen: Egal, von welcher Zeitung oder welcher Plattform sie kommen, sie kennen und schätzen sich allesamt untereinander – und eine Krähe würde der anderen halt kein Auge aushacken...
Beantwortet Riera ihre Fragen in der Form, in der es die Journalisten es gerne hätten? Nein! Er spricht nicht gerne über einzelne Spieler, nicht über Aufstellungen, nicht über Taktiken, nicht über Trainingsinhalte. Die Kollegen kriegen quasi nichts aus ihm raus – und das kotzt sie an! Die Presse ist es gewohnt, dass man ihnen den A*sch pudert. Und wenn man dann seitens des Trainers oder des Vereins auf Konfrontationskurs geht, dann kriegt man die volle Breitseite der Medien zu spüren. Und ja, leider kann ich da komplett aus Erfahrung sprechen. Und genau deswegen kann ich auch sagen: Riera und die Eintracht werden diesen Machtkampf verlieren. Auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders...
Seit 2 Jahren beschweren wir uns, dass die Mannschaft leidenschaftslos spielt, uns nicht mitreißt, nicht kämpft, keine Leidenschaft zeigt. Und ich glaube, das merkt auch Riera – diese Mannschaft ist zu soft. Riera will das ändern, bringt Oscar statt Götze, Jupp statt Doan, Kali statt Jonny, Amenda statt Theate. Alles nachvollziehbar aufgrund fehlender Leidenschaft, fehlender Bissigkeit, fehlender Form. Und statt dass die Spieler auf der Bank dann Gas geben und sich voll reinhauen (was wir Fans seit jeher fordern!), beschweren sie sich über ihre Berater bei der Presse, die das mit einem fetten Grinsen in den nächsten Skandal verwandelt. Mehr Klicks, mehr Unruhe, eine größere Chance auf den nächsten Trainer, der Deutsch spricht, alle Fragen immer brav so beantwortet, wie die Journalisten es sich wünschen. Und genauso wird es weitergehen, bis Riera schließlich weg ist. Daran würden auch drei überzeugende Siege gegen den HSV, den BVB und den VfB nix mehr ändern. Die hiesige Medienlandschaft hat das Urteil über AR längst gefällt – und den Daumen gesenkt...
Die Presse sollte eigentlich mal die dritte Gewalt im Staat sein, objektiv und wahrheitsgemäß berichtend. Aber das bringt halt keine Klicks oder Online-Abos mehr. Viele Kollegen (nicht alle!) nehmen sich in dieser Form viel zu wichtig. Sie wollen nicht nur berichten, sie wollen lenken, sie wollen beeinflussen. Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Und nein, AR wird nicht derjenige sein, der unserer SGE perspektivisch am meisten schadet. Die Kollegen im Presseraum werden es sein...
Wow, toller Beitrag, der haargenau mein Empfinden widerspiegelt, obwohl ich keinen Einblick in Journalismus habe. Es drängt sich mir aber genau dieser Eindruck auf. Und, wie ich schon geschrieben habe, auch ich glaube, Riera und die SGE werden in dieser Angelegenheit die Verlierer sein. Riera wird gehen (müssen), vielleicht morgen schon, und die ganzen leidenschaftslosen Kicker werden bleiben. So wird man immer so provinziell bleiben wie die Ingos & Co.
Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Nach Ansicht Deines Beitrags frage ich mich gerade, wo Du auch nur irgendwo einen Mü besser sein sollst als die Journalisten, die Du kritisierst? Dein ganzer Beitrag strotzt nur so von einseitiger Generalkritik, Unterstellungen und Vorhaltungen, die Du überhaupt nicht belegen kannst, also genau das, was Du den Medien gegenüber Riera (vllt. nicht zu unrecht) vorhältst. Und glaub mir, ich teile durchaus die Grundkritik an den heutigen Medien, aber dann so einen Beitrag abzuledern, der zeigt, dass Du 0,0 besser agierst, das ist dann schon ein Eigentor.
Dein ganzer Beitrag strotzt nur so von einseitiger Generalkritik, Unterstellungen und Vorhaltungen, die Du überhaupt nicht belegen kannst,
Es war mir so klar, dass die pauschale Kritik am Journalismus bei Dir überhaupt nicht ankommt. Alles toll, wissen wir ja....Und klar auch, Du machst einen kleinen Disclaimer, den Du aber nur als Feigenblatt machst. Was soll James denn belegen, beweisen?? Wir sehen doch Tag, ach was, stündlich diesen aggressiven journalistischen Mist.
Verschiedene Ansichten zwischen Trainern und Spielern finde ich normal. Wenn das zum Konflikt wird, ist das extrem blöd. Bringt sportlich nix und lenkt ab.
Das das jetzt so auf die Spitze getrieben wird, ist sowas von unnötig und ich frage mich wie naiv sind eigentlich Krösche und sein Team das alles so frei vor sich hinlaufen zu lassen.
…. Das das jetzt so auf die Spitze getrieben wird, ist sowas von unnötig und ich frage mich wie naiv sind eigentlich Krösche und sein Team das alles so frei vor sich hinlaufen zu lassen.
Krösche & Hellmann wissen inzwischen selber ganz genau, wie sehr sie falsch gelegen haben mit ihrer Einschätzung über Riera. Was besseres als diese Shitshow kann ihnen jetzt, wo es an die Wand gefahren ist, fast nicht passiere. Der Trainer mit dem großen Ego demontiert sich selbst und man wird dann, leider leider, nicht anders handeln können als das Kapitel zu beenden, tja. Bleibt trotzdem die Frage was die Verantwortlichen geritten hat, die Eintracht diesem Mann anzuvertrauen.
Bleibt trotzdem die Frage was die Verantwortlichen geritten hat, die Eintracht diesem Mann anzuvertrauen.
Darauf hätte ich einige Antworten. Aber Du hast natürlich recht, Krösche, Hellmann & Co halten sich schön bedeckt, stützen den Trainer nicht, das ist schon auffällig, und zeigt sehr genau, wohin der Hase (und es gibt mutlose bequeme Hasen in diesem Club) hin läuft. Ich bin auch gespannt, wer als nächstes präsentiert werden wird. Die Presse wird ihn mit glänzenden Augen hofieren, um nicht in den Verdacht zu geraten, grundsätzlich rumzumotzen. Zumal der nächste perfektes Deutsch sprechen wird, damit die Journalisten auch in der Lage sind, wie gewohnt zu parlieren.
Krösche & Hellmann wissen inzwischen selber ganz genau, wie sehr sie falsch gelegen haben mit ihrer Einschätzung über Riera. Was besseres als diese Shitshow kann ihnen jetzt, wo es an die Wand gefahren ist, fast nicht passiere. Der Trainer mit dem großen Ego demontiert sich selbst und man wird dann, leider leider, nicht anders handeln können als das Kapitel zu beenden, tja. Bleibt trotzdem die Frage was die Verantwortlichen geritten hat, die Eintracht diesem Mann anzuvertrauen.
Falls wir am Ende Siebter werden hat Krösche alles richtig gemacht. Man muss sich immer wieder vor Augen halten wo wir herkommen: Bei DT‘s Ende hatten wir eine zutiefst verunsicherte Mannschaft in einem Zustand der Schockstarre, man musste befürchten dass wir gar keinen Punkt mehr holen.
Klar hat AR eine große Klappe. Aber wenn er morgen drei Punkte holt ist das zehnmal höher zu bewerten als ein PK- Eklätchen.
Dein ganzer Beitrag strotzt nur so von einseitiger Generalkritik, Unterstellungen und Vorhaltungen, die Du überhaupt nicht belegen kannst,
Es war mir so klar, dass die pauschale Kritik am Journalismus bei Dir überhaupt nicht ankommt. Alles toll, wissen wir ja....Und klar auch, Du machst einen kleinen Disclaimer, den Du aber nur als Feigenblatt machst. Was soll James denn belegen, beweisen?? Wir sehen doch Tag, ach was, stündlich diesen aggressiven journalistischen Mist.
Mittlerweile müssten die Journalisten AR und seine Art zu kommunizieren ja kennen. Über die Aufstellung und Taktik verrät er logischerweise nichts, die Spieler die gesperrt oder verletzt sind, werden vorher schon bekannt gegeben. Dann wird jedesmal nach dem „Druck“ gefragt, jedesmal die gleiche Antwort. Dann verzettelt man sich auf irgendwelchen Nebenkriegsschauplätzen und gräbt Gerüchte aus oder fragt nach einzelnen Spielern, die auf der Bank sitzen oder saßen wie Götze, Uzun oder Burkardt. Vielleicht sollten man das Format mal überdenken, sonst endet das wie einst bei Klaus Augenthaler, der sich auf der PK die Fragen selbst gestellt und beantwortet hat.
Es ist ja jetzt auch keine komplett neue Erkenntnis, dass Pressekonferenzen für Trainer eher lästige Pflichttermine sind, während es für Journalisten heutzutage oft einer der letzten direkten Zugangspunkte zu den Akteuren ist. Da besteht schon ein gewisser Interessenskonflikt, der dann häufig in den nichtssagenden Statements resultiert, die direkt aus der Medienschulung stammen. Ist aber zumindest ein Zitat, das man für den Artikel zur Spielvorschau verwerten kann.
Tatsächlich wirkt es aber oft so, dass selbst die Journalisten schlecht vorbereitet sind und die immer wieder gleichen inhaltsleeren Fragen stellen. Deshalb weisen auch so viele Fußballinterviews absolut keine Tiefe auf und sind völlig belanglos. Klar, die Journalisten wissen auch, dass ein Trainer oder Manager in der Regel nichts Substanzielles äußern wird. Trotzdem werden beispielsweise vor einer möglichen Entlassung die obligatorischen Fragen gestellt. Notfalls interpretiert man dann halt wie konkret die Antwort war und zieht daraus Schlüsse.
Wie du schon geschrieben hast: die Personallage wird heutzutage sogar schon vorweggenommen, um der Frage zuvorzukommen und gerade bei Riera ist klar, dass er weder konkret über die Taktik noch über einzelne Spieler sprechen möchte. Trotzdem werden genau diese Fragen gestellt. So auch dieses Mal wieder. Riera deutet darauf hin, dass dies die Pressekonferenz zum Spiel gegen Hamburg sei und in der ganzen Pressekonferenz kommt vielleicht eine Frage zum Spiel. Hinterher werden Artikel geschrieben, dass es in der Pressekonferenz überhaupt nicht um sportliche Themen ging. Nunja, das liegt in diesem Fall dann doch eher an den Fragestellern, deren Aufgabengebiet dies ist.
Klar, Riera war in dieser Pressekonferenz im Angriffsmodus. Es wäre wahrscheinlich klüger gewesen, wenn er sich zum Reizthema nicht groß geäußert hätte. Aber auch das wird mir jetzt von fast allen Medien wieder zu sehr hochgejazzt – Stichwort "denkwürdige Pressekonferenz". Riera ist nicht ausgerastet und hat niemanden beleidigt. Er hat klargestellt, dass er mit der negativen Berichterstattung und besonders einer Story nicht zufrieden war, weil dort seiner Meinung nach Unwahrheiten verbreitet wurden. Die bildhafte Sprache sollte mittlerweile auch bekannt sein. Das halte ich als Gegenrede für durchaus legitim. Riera ist jetzt auch beileibe nicht der erste Trainer, der mal mit einem Journalisten aneinandergeraten ist.
Auf der anderen Seite hat er ja eingeräumt, dass es vor zwei Wochen ein Thema mit Burkardt gab, der Spieler aber vor allem nach seinem Bankplatz in Augsburg die richtige Reaktion gezeigt habe. Was da genau passiert ist, kann ich nicht beurteilen. Dass dann aber ausgerechnet das Medium mit den vier Buchstaben, das mit seriösem Journalismus nichts, aber auch wirklich überhaupt nichts am Hut hat, die größte Story draus macht, wundert mich jedoch überhaupt nicht. Da aber auch viele andere Quellen den Vorfall bestätigt haben, konnte man schon vorher davon ausgehen, dass in der Tat irgendetwas gewesen ist.
Was natürlich nicht geht, ist Rieras offensichtlich verzerrtes Bild vom Journalismus, das ja leider auch viele Fans immer wieder zur Schau stellen. Das schlägt dann schnell in unangenehme Richtungen aus. Das hat man hier ja auch bei den ersten Berichten zu den bevorstehenden Abgängen von Kovac, Bobic oder Hütter gesehen. Da waren ja auch viele ganz vorne dabei, um die Presse zu verteufeln und der Lüge zu bezichtigen. Journalisten sind nicht dafür da, um die Eintracht zu unterstützen oder um gute Stimmung zu verbreiten. Eine der Kernaufgaben im Journalismus ist es, Dinge kritisch zu hinterfragen und die Geschehnisse dementsprechend einzuordnen. Und wenn sich Dinge abzeichnen oder geschehen, dann wird eben darüber berichtet. Egal, wem das schadet. Sonst würde man nämlich tatsächlich eine Agenda haben. Und irgendjemandem muss die Berichterstattung weh tun. Alles andere ist, wie das alte Sprichwort sagt, PR.
Das alles ändert aber nichts daran, dass ich mittlerweile den Eindruck habe, dass eine Trennung von Riera im Sommer bereits beschlossene Sache ist. Und das für alle Beteiligten auch schon ein mehr oder weniger offenes Geheimnis ist. Unter diesen Umständen ist eine langfristige Zusammenarbeit vermutlich auch nicht wirklich sinnvoll.
Das alles ändert aber nichts daran, dass ich mittlerweile den Eindruck habe, dass eine Trennung von Riera im Sommer bereits beschlossene Sache ist. Und das für alle Beteiligten auch schon ein mehr oder weniger offenes Geheimnis ist. Unter diesen Umständen ist eine langfristige Zusammenarbeit vermutlich auch nicht wirklich sinnvoll.
So ist es. Dennoch zu Deinen Sätzen zuvor: nein, es ist nicht die Aufgabe von Journalisten, die SGE zu unterstützen. Es ist aber auch nicht ihre Aufgabe, zum Schaden des Vereins einzelne Funktionäre durch falsche oder übertrieben einseitige Berichterstattung abzusägen und sich damit als Teil der Vereinsführung aufzuspielen.
…. Das das jetzt so auf die Spitze getrieben wird, ist sowas von unnötig und ich frage mich wie naiv sind eigentlich Krösche und sein Team das alles so frei vor sich hinlaufen zu lassen.
Krösche & Hellmann wissen inzwischen selber ganz genau, wie sehr sie falsch gelegen haben mit ihrer Einschätzung über Riera. Was besseres als diese Shitshow kann ihnen jetzt, wo es an die Wand gefahren ist, fast nicht passiere. Der Trainer mit dem großen Ego demontiert sich selbst und man wird dann, leider leider, nicht anders handeln können als das Kapitel zu beenden, tja. Bleibt trotzdem die Frage was die Verantwortlichen geritten hat, die Eintracht diesem Mann anzuvertrauen.
Bleibt trotzdem die Frage was die Verantwortlichen geritten hat, die Eintracht diesem Mann anzuvertrauen.
Darauf hätte ich einige Antworten. Aber Du hast natürlich recht, Krösche, Hellmann & Co halten sich schön bedeckt, stützen den Trainer nicht, das ist schon auffällig, und zeigt sehr genau, wohin der Hase (und es gibt mutlose bequeme Hasen in diesem Club) hin läuft. Ich bin auch gespannt, wer als nächstes präsentiert werden wird. Die Presse wird ihn mit glänzenden Augen hofieren, um nicht in den Verdacht zu geraten, grundsätzlich rumzumotzen. Zumal der nächste perfektes Deutsch sprechen wird, damit die Journalisten auch in der Lage sind, wie gewohnt zu parlieren.
Also ich schreibe ja wirklich selten hier, aber mittlerweile platzt mir echt der Kragen. Nur kurz zum Verständnis: Ich selbst war 16 Jahre lang Journalist, erst im Sportbereich, dann im Onlinebereich, dann als Redaktions- und Regionalleiter am Ende gesamtverantwortlich für vier Zeitungen gleichzeitig. Und ja, ich kenne auch den einen oder anderen Kollegen, der aktuell zu diesem Thema schreibenden Zunft. Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Hier wird eine gemeinsame, journalistische Agenda gefahren aufgrund gekränkter Eitelkeiten, wohlwollend getrieben von Verlagen, die aktuell mit einem breiten Grinsen auf Klickzahlen und Conversions schauen. Alles, was mit Riera zu tun hat, geht momentan bei den Sportseiten durch die Decke, alles wird aufgebauscht, um ja den nächsten Klickbringer zu erzielen. Vom ersten Tag an gab es eine Anti-Haltung der Journalisten, die Riera alles absprechen – Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Empathie, eine passende Spielidee. Ausnahmslos alles wird schlecht gemacht durch die Reporter, die auch immer wieder zwischen den Zeilen unprofessionelle Spitzen gegen den Trainer einstreuen.
Ist die Berichterstattung fair? Nein. Haben die Kollegen objektiv bewertet? Nein. Selbst bei positiven Entwicklungen wurde direkt in den nächsten drei Sätzen geschrieben, was aber gleichzeitig alles schlechter läuft als vorher. Wenn ich die Artikel der früheren Kollegen aktuell lese, kommt mir teilweise mein Essen wieder hoch. Und wenn man sich dann fragt, warum die Journalisten alle medienübergreifend so berichten, dann kann ich bestätigen: Egal, von welcher Zeitung oder welcher Plattform sie kommen, sie kennen und schätzen sich allesamt untereinander – und eine Krähe würde der anderen halt kein Auge aushacken...
Beantwortet Riera ihre Fragen in der Form, in der es die Journalisten es gerne hätten? Nein! Er spricht nicht gerne über einzelne Spieler, nicht über Aufstellungen, nicht über Taktiken, nicht über Trainingsinhalte. Die Kollegen kriegen quasi nichts aus ihm raus – und das kotzt sie an! Die Presse ist es gewohnt, dass man ihnen den A*sch pudert. Und wenn man dann seitens des Trainers oder des Vereins auf Konfrontationskurs geht, dann kriegt man die volle Breitseite der Medien zu spüren. Und ja, leider kann ich da komplett aus Erfahrung sprechen. Und genau deswegen kann ich auch sagen: Riera und die Eintracht werden diesen Machtkampf verlieren. Auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders...
Seit 2 Jahren beschweren wir uns, dass die Mannschaft leidenschaftslos spielt, uns nicht mitreißt, nicht kämpft, keine Leidenschaft zeigt. Und ich glaube, das merkt auch Riera – diese Mannschaft ist zu soft. Riera will das ändern, bringt Oscar statt Götze, Jupp statt Doan, Kali statt Jonny, Amenda statt Theate. Alles nachvollziehbar aufgrund fehlender Leidenschaft, fehlender Bissigkeit, fehlender Form. Und statt dass die Spieler auf der Bank dann Gas geben und sich voll reinhauen (was wir Fans seit jeher fordern!), beschweren sie sich über ihre Berater bei der Presse, die das mit einem fetten Grinsen in den nächsten Skandal verwandelt. Mehr Klicks, mehr Unruhe, eine größere Chance auf den nächsten Trainer, der Deutsch spricht, alle Fragen immer brav so beantwortet, wie die Journalisten es sich wünschen. Und genauso wird es weitergehen, bis Riera schließlich weg ist. Daran würden auch drei überzeugende Siege gegen den HSV, den BVB und den VfB nix mehr ändern. Die hiesige Medienlandschaft hat das Urteil über AR längst gefällt – und den Daumen gesenkt...
Die Presse sollte eigentlich mal die dritte Gewalt im Staat sein, objektiv und wahrheitsgemäß berichtend. Aber das bringt halt keine Klicks oder Online-Abos mehr. Viele Kollegen (nicht alle!) nehmen sich in dieser Form viel zu wichtig. Sie wollen nicht nur berichten, sie wollen lenken, sie wollen beeinflussen. Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Und nein, AR wird nicht derjenige sein, der unserer SGE perspektivisch am meisten schadet. Die Kollegen im Presseraum werden es sein...
Wir müssen davon ausgehen, daß du das nicht leichtfertig geschrieben hast. Danke
Coach James schrieb:
Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Um so betrüblicher ist, wie ich nun in der Realität aufgewacht bin. Bis dato konnte ich mir das so nicht ausmalen.
Also ich schreibe ja wirklich selten hier, aber mittlerweile platzt mir echt der Kragen. Nur kurz zum Verständnis: Ich selbst war 16 Jahre lang Journalist, erst im Sportbereich, dann im Onlinebereich, dann als Redaktions- und Regionalleiter am Ende gesamtverantwortlich für vier Zeitungen gleichzeitig. Und ja, ich kenne auch den einen oder anderen Kollegen, der aktuell zu diesem Thema schreibenden Zunft. Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Hier wird eine gemeinsame, journalistische Agenda gefahren aufgrund gekränkter Eitelkeiten, wohlwollend getrieben von Verlagen, die aktuell mit einem breiten Grinsen auf Klickzahlen und Conversions schauen. Alles, was mit Riera zu tun hat, geht momentan bei den Sportseiten durch die Decke, alles wird aufgebauscht, um ja den nächsten Klickbringer zu erzielen. Vom ersten Tag an gab es eine Anti-Haltung der Journalisten, die Riera alles absprechen – Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Empathie, eine passende Spielidee. Ausnahmslos alles wird schlecht gemacht durch die Reporter, die auch immer wieder zwischen den Zeilen unprofessionelle Spitzen gegen den Trainer einstreuen.
Ist die Berichterstattung fair? Nein. Haben die Kollegen objektiv bewertet? Nein. Selbst bei positiven Entwicklungen wurde direkt in den nächsten drei Sätzen geschrieben, was aber gleichzeitig alles schlechter läuft als vorher. Wenn ich die Artikel der früheren Kollegen aktuell lese, kommt mir teilweise mein Essen wieder hoch. Und wenn man sich dann fragt, warum die Journalisten alle medienübergreifend so berichten, dann kann ich bestätigen: Egal, von welcher Zeitung oder welcher Plattform sie kommen, sie kennen und schätzen sich allesamt untereinander – und eine Krähe würde der anderen halt kein Auge aushacken...
Beantwortet Riera ihre Fragen in der Form, in der es die Journalisten es gerne hätten? Nein! Er spricht nicht gerne über einzelne Spieler, nicht über Aufstellungen, nicht über Taktiken, nicht über Trainingsinhalte. Die Kollegen kriegen quasi nichts aus ihm raus – und das kotzt sie an! Die Presse ist es gewohnt, dass man ihnen den A*sch pudert. Und wenn man dann seitens des Trainers oder des Vereins auf Konfrontationskurs geht, dann kriegt man die volle Breitseite der Medien zu spüren. Und ja, leider kann ich da komplett aus Erfahrung sprechen. Und genau deswegen kann ich auch sagen: Riera und die Eintracht werden diesen Machtkampf verlieren. Auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders...
Seit 2 Jahren beschweren wir uns, dass die Mannschaft leidenschaftslos spielt, uns nicht mitreißt, nicht kämpft, keine Leidenschaft zeigt. Und ich glaube, das merkt auch Riera – diese Mannschaft ist zu soft. Riera will das ändern, bringt Oscar statt Götze, Jupp statt Doan, Kali statt Jonny, Amenda statt Theate. Alles nachvollziehbar aufgrund fehlender Leidenschaft, fehlender Bissigkeit, fehlender Form. Und statt dass die Spieler auf der Bank dann Gas geben und sich voll reinhauen (was wir Fans seit jeher fordern!), beschweren sie sich über ihre Berater bei der Presse, die das mit einem fetten Grinsen in den nächsten Skandal verwandelt. Mehr Klicks, mehr Unruhe, eine größere Chance auf den nächsten Trainer, der Deutsch spricht, alle Fragen immer brav so beantwortet, wie die Journalisten es sich wünschen. Und genauso wird es weitergehen, bis Riera schließlich weg ist. Daran würden auch drei überzeugende Siege gegen den HSV, den BVB und den VfB nix mehr ändern. Die hiesige Medienlandschaft hat das Urteil über AR längst gefällt – und den Daumen gesenkt...
Die Presse sollte eigentlich mal die dritte Gewalt im Staat sein, objektiv und wahrheitsgemäß berichtend. Aber das bringt halt keine Klicks oder Online-Abos mehr. Viele Kollegen (nicht alle!) nehmen sich in dieser Form viel zu wichtig. Sie wollen nicht nur berichten, sie wollen lenken, sie wollen beeinflussen. Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Und nein, AR wird nicht derjenige sein, der unserer SGE perspektivisch am meisten schadet. Die Kollegen im Presseraum werden es sein...
Danke für deine Einordnung, die ja von jemandem mit langer Berufserfahrung als Journalist sehr wertvoll ist.
Ich persönliche finde durchaus gut, dass Riera den Haus-und-Hof-Journalisten der Eintracht (man denke an Durstewitz und Co.) mal Contra gibt. Aber wie du schreibst, wird er diesen Kampf verlieren, so lange nicht eine Sache eintritt: Sportlicher Erfolg. Nur dieser würde die Journalisten zum Schweigen bringen, weil sie gegen unbestrittenen Erfolg nicht anschreiben können.
Rieras Start bei der Eintracht erinnert mich sehr (in kleinerem Format, natürlich) an den Start von Mourinho bei Chelsea im Jahr 2004. Der kam als frischgebackener Champions League Sieger aus Porto, war aber für die arroganten Journalisten der Premier League ein völlig unbeschriebenes Blatt. In seiner Antritts-PK wurde mehrfach von Journalisten seine Qualifikation angezweifelt, in der so kompetitiven Premier League bestehen zu können. Dort fiel dann auch - aus dem Affekt und Protest heraus - seine sinngemäße Aussage: "Warum greift ihr Pfeifen mich hier alle an? Ich habe gerade die Champions League gewonnen, ich bin ein Special One!" Im ersten halben Jahr lag Mourinho mit der englischen Journalisten dauerhaft im Clinch. Nur hatte er die richtige Antwort: Meister mit Chelsea im ersten Anlauf mit Rekordpunktzahl, Sieg im Ligapokal, Erreichen des CL-Halbfinals. Danach war die Presse still.
Stand heute hat Riera keinen sichtbaren Fortschritt mit der Mannschaft erzielen können. Und wenn bis zum Saison-Ende nicht noch drei wirklich gute Spiele kommen, wird die Frankfurt Presse ihn im Sommer zur Tür hinaus schreiben, fürchte ich.
Grundsätzlich ist es ja begrüßenswert, wenn ein Trainer vorweg geht, die Mannschaft gegen schlechte Presse schützt, und im Zweifelsfall alle verbalen Attacken auf sich selbst zieht. Genau das haben Mourinho, Klopp und Guardiola auch getan, Mourinho war wahrscheinlich der König dieser Disziplin.
Zwischen Riera und den drei genannten Trainern gibt es aber zwei große Unterschiede:
1. Die drei Toptrainer waren unbestritten erfolgreich als Trainer, haben Spiele und Titel gewonnen, und waren somit über die Zweifler aus der Presse erhaben. Das kann Riera stand jetzt nicht von sich behaupten. Und so lange man (noch) keinen erfolgreichen Fußball spielt, sollte man in Pressekonferenzen die Klappe vielleicht nicht ganz so weit aufmachen.
2. Die drei Toptrainer wurden - auch aufgrund des Erfolges - von ihren Spielern vergöttert. Von außen wurde auch bei diesen Trainern viel gemault und geschrieben, aber es drang selten ein schlechtes Wort von Spielern nach draußen. Bei Riera summieren sich jetzt zumindest die Berichte über interne Differenzen. Selbst wenn die Presse sicher auch mit Wonne Themen hochschreibt, an der Geschichte mit Burkardt wird schon irgendwas Korrektes dran sein, wenn es mehrere Blätter berichten. Und irgendjemand muss die Geschichte nach draußen gestochen haben, wahrscheinlich die Spieler-Seite. Das wäre unter Klopp und Mourinho eher nicht passiert.
Ja, aber immer nur von Spielern die auf der Bank gesetzt wurden (Götze, Burkhard, Uzun). Und da Stelle ich mir die Frage, kann man sich sowas vielleicht denken oder ist ein Spieler der gerade auf die Bank verbannt wurde, ggf. ein einfaches Opfer für einen skandalsuchenden Journalisten oder dessen Informant?
Sein konfrontatives Auftreten gepaart mit seiner fast narzisstischen Selbstüberhöhung hat sich mangels sportlich überzeugender Leistungen fast schon erwartbar zum Bumerang entwickelt und erzeugt dauerhaft Unruhe. Ich bin nun wirklich keiner, der bei der Forderung von Trainerentlassungen vorne dabei ist, aber mir fallen abseits finanzieller Aspekte wirklich wenig Argumente ein, die für eine weitere Zusammenarbeit über den Sommer hinaus sprechen. Die Trennung von Glasner ist wegen weniger erfolgt, obwohl er deutlich mehr vorzuweisen hatte.
Ich glaube im übrigen auch nicht, dass diese Konflikte zwischen ihm und einzelnen Spielern reine Erfindungen der Presse sind, die einfach nur darauf fußen, dass man ihn einfach nicht leiden kann. Es scheint mir zwar offensichtlich, dass er aufgrund seines Umgangs wenig Kredit hat und er mit seiner Art gerade dazu einlädt, nicht besonders wohlwollend über ihn zu berichten, aber das bedeutet deshalb nicht, dass alles frei erfunden ist.
So oder so erscheint es mir eher unwahrscheinlich, dass man unter solchen Bedingungen zukünftig sportlichen Erfolg haben wird.
Ich hoffe, dass man die Saison trotzdem noch irgendwie mit einem blauen Auge zu Ende bringt, habe aber auch was das betrifft, eher Zweifel als Zuversicht.
MfG Djabatta
Das hast Du falsch verstanden mit Hamburg. Hör es Dir einfach noch mal an.
Für mich hat Riera im allgemeinen keinen guten Eindruck hinterlassen. Er wirkte stark angezählt und zwischen den Zeilen hat er irgendwie schon seinen Abschied verkündet. Er hätte die Burkardt Nummer rhetorisch einfach entkräften können, aber nichts ist passiert. Es gibt jetzt nun weiterhin unnötige Unruhe. Am Ende wird an der Geschichte auch mehr dran sein, zumal das alles sehr detailliert geschrieben ist.
Ich bin gespannt wie morgen die Reaktion der Mannschaft ausfällt. Hilfreich ist das alles nicht. Sie kann jetzt ein Zeichen setzen und nach Toren auch zur Bank rennen und Geschlossenheit nach außen zeigen. Das wäre dann der Mittelfinger in Richtung Journalie. Oder es gibt die Nichtleistung und die Truppe geht unter um der Presse weiter Futter zu liefern.
Nur kurz zum Verständnis: Ich selbst war 16 Jahre lang Journalist, erst im Sportbereich, dann im Onlinebereich, dann als Redaktions- und Regionalleiter am Ende gesamtverantwortlich für vier Zeitungen gleichzeitig. Und ja, ich kenne auch den einen oder anderen Kollegen, der aktuell zu diesem Thema schreibenden Zunft. Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Hier wird eine gemeinsame, journalistische Agenda gefahren aufgrund gekränkter Eitelkeiten, wohlwollend getrieben von Verlagen, die aktuell mit einem breiten Grinsen auf Klickzahlen und Conversions schauen. Alles, was mit Riera zu tun hat, geht momentan bei den Sportseiten durch die Decke, alles wird aufgebauscht, um ja den nächsten Klickbringer zu erzielen. Vom ersten Tag an gab es eine Anti-Haltung der Journalisten, die Riera alles absprechen – Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Empathie, eine passende Spielidee. Ausnahmslos alles wird schlecht gemacht durch die Reporter, die auch immer wieder zwischen den Zeilen unprofessionelle Spitzen gegen den Trainer einstreuen.
Ist die Berichterstattung fair? Nein.
Haben die Kollegen objektiv bewertet? Nein.
Selbst bei positiven Entwicklungen wurde direkt in den nächsten drei Sätzen geschrieben, was aber gleichzeitig alles schlechter läuft als vorher. Wenn ich die Artikel der früheren Kollegen aktuell lese, kommt mir teilweise mein Essen wieder hoch. Und wenn man sich dann fragt, warum die Journalisten alle medienübergreifend so berichten, dann kann ich bestätigen: Egal, von welcher Zeitung oder welcher Plattform sie kommen, sie kennen und schätzen sich allesamt untereinander – und eine Krähe würde der anderen halt kein Auge aushacken...
Beantwortet Riera ihre Fragen in der Form, in der es die Journalisten es gerne hätten? Nein!
Er spricht nicht gerne über einzelne Spieler, nicht über Aufstellungen, nicht über Taktiken, nicht über Trainingsinhalte. Die Kollegen kriegen quasi nichts aus ihm raus – und das kotzt sie an! Die Presse ist es gewohnt, dass man ihnen den A*sch pudert. Und wenn man dann seitens des Trainers oder des Vereins auf Konfrontationskurs geht, dann kriegt man die volle Breitseite der Medien zu spüren. Und ja, leider kann ich da komplett aus Erfahrung sprechen. Und genau deswegen kann ich auch sagen: Riera und die Eintracht werden diesen Machtkampf verlieren. Auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders...
Seit 2 Jahren beschweren wir uns, dass die Mannschaft leidenschaftslos spielt, uns nicht mitreißt, nicht kämpft, keine Leidenschaft zeigt. Und ich glaube, das merkt auch Riera – diese Mannschaft ist zu soft. Riera will das ändern, bringt Oscar statt Götze, Jupp statt Doan, Kali statt Jonny, Amenda statt Theate. Alles nachvollziehbar aufgrund fehlender Leidenschaft, fehlender Bissigkeit, fehlender Form. Und statt dass die Spieler auf der Bank dann Gas geben und sich voll reinhauen (was wir Fans seit jeher fordern!), beschweren sie sich über ihre Berater bei der Presse, die das mit einem fetten Grinsen in den nächsten Skandal verwandelt. Mehr Klicks, mehr Unruhe, eine größere Chance auf den nächsten Trainer, der Deutsch spricht, alle Fragen immer brav so beantwortet, wie die Journalisten es sich wünschen. Und genauso wird es weitergehen, bis Riera schließlich weg ist. Daran würden auch drei überzeugende Siege gegen den HSV, den BVB und den VfB nix mehr ändern. Die hiesige Medienlandschaft hat das Urteil über AR längst gefällt – und den Daumen gesenkt...
Die Presse sollte eigentlich mal die dritte Gewalt im Staat sein, objektiv und wahrheitsgemäß berichtend. Aber das bringt halt keine Klicks oder Online-Abos mehr. Viele Kollegen (nicht alle!) nehmen sich in dieser Form viel zu wichtig. Sie wollen nicht nur berichten, sie wollen lenken, sie wollen beeinflussen. Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Und nein, AR wird nicht derjenige sein, der unserer SGE perspektivisch am meisten schadet. Die Kollegen im Presseraum werden es sein...
Nach Ansicht Deines Beitrags frage ich mich gerade, wo Du auch nur irgendwo einen Mü besser sein sollst als die Journalisten, die Du kritisierst? Dein ganzer Beitrag strotzt nur so von einseitiger Generalkritik, Unterstellungen und Vorhaltungen, die Du überhaupt nicht belegen kannst, also genau das, was Du den Medien gegenüber Riera (vllt. nicht zu unrecht) vorhältst.
Und glaub mir, ich teile durchaus die Grundkritik an den heutigen Medien, aber dann so einen Beitrag abzuledern, der zeigt, dass Du 0,0 besser agierst, das ist dann schon ein Eigentor.
Und, wie ich schon geschrieben habe, auch ich glaube, Riera und die SGE werden in dieser Angelegenheit die Verlierer sein. Riera wird gehen (müssen), vielleicht morgen schon, und die ganzen leidenschaftslosen Kicker werden bleiben.
So wird man immer so provinziell bleiben wie die Ingos & Co.
Um so betrüblicher ist, wie ich nun in der Realität aufgewacht bin. Bis dato konnte ich mir das so nicht ausmalen.
Ich persönliche finde durchaus gut, dass Riera den Haus-und-Hof-Journalisten der Eintracht (man denke an Durstewitz und Co.) mal Contra gibt. Aber wie du schreibst, wird er diesen Kampf verlieren, so lange nicht eine Sache eintritt: Sportlicher Erfolg. Nur dieser würde die Journalisten zum Schweigen bringen, weil sie gegen unbestrittenen Erfolg nicht anschreiben können.
Rieras Start bei der Eintracht erinnert mich sehr (in kleinerem Format, natürlich) an den Start von Mourinho bei Chelsea im Jahr 2004. Der kam als frischgebackener Champions League Sieger aus Porto, war aber für die arroganten Journalisten der Premier League ein völlig unbeschriebenes Blatt. In seiner Antritts-PK wurde mehrfach von Journalisten seine Qualifikation angezweifelt, in der so kompetitiven Premier League bestehen zu können. Dort fiel dann auch - aus dem Affekt und Protest heraus - seine sinngemäße Aussage: "Warum greift ihr Pfeifen mich hier alle an? Ich habe gerade die Champions League gewonnen, ich bin ein Special One!" Im ersten halben Jahr lag Mourinho mit der englischen Journalisten dauerhaft im Clinch. Nur hatte er die richtige Antwort: Meister mit Chelsea im ersten Anlauf mit Rekordpunktzahl, Sieg im Ligapokal, Erreichen des CL-Halbfinals. Danach war die Presse still.
Stand heute hat Riera keinen sichtbaren Fortschritt mit der Mannschaft erzielen können. Und wenn bis zum Saison-Ende nicht noch drei wirklich gute Spiele kommen, wird die Frankfurt Presse ihn im Sommer zur Tür hinaus schreiben, fürchte ich.
Grundsätzlich ist es ja begrüßenswert, wenn ein Trainer vorweg geht, die Mannschaft gegen schlechte Presse schützt, und im Zweifelsfall alle verbalen Attacken auf sich selbst zieht. Genau das haben Mourinho, Klopp und Guardiola auch getan, Mourinho war wahrscheinlich der König dieser Disziplin.
Zwischen Riera und den drei genannten Trainern gibt es aber zwei große Unterschiede:
1. Die drei Toptrainer waren unbestritten erfolgreich als Trainer, haben Spiele und Titel gewonnen, und waren somit über die Zweifler aus der Presse erhaben. Das kann Riera stand jetzt nicht von sich behaupten. Und so lange man (noch) keinen erfolgreichen Fußball spielt, sollte man in Pressekonferenzen die Klappe vielleicht nicht ganz so weit aufmachen.
2. Die drei Toptrainer wurden - auch aufgrund des Erfolges - von ihren Spielern vergöttert. Von außen wurde auch bei diesen Trainern viel gemault und geschrieben, aber es drang selten ein schlechtes Wort von Spielern nach draußen. Bei Riera summieren sich jetzt zumindest die Berichte über interne Differenzen. Selbst wenn die Presse sicher auch mit Wonne Themen hochschreibt, an der Geschichte mit Burkardt wird schon irgendwas Korrektes dran sein, wenn es mehrere Blätter berichten. Und irgendjemand muss die Geschichte nach draußen gestochen haben, wahrscheinlich die Spieler-Seite. Das wäre unter Klopp und Mourinho eher nicht passiert.
Bringt sportlich nix und lenkt ab.
Das das jetzt so auf die Spitze getrieben wird, ist sowas von unnötig und ich frage mich wie naiv sind eigentlich Krösche und sein Team das alles so frei vor sich hinlaufen zu lassen.
Krösche & Hellmann wissen inzwischen selber ganz genau, wie sehr sie falsch gelegen haben mit ihrer Einschätzung über Riera. Was besseres als diese Shitshow kann ihnen jetzt, wo es an die Wand gefahren ist, fast nicht passiere.
Der Trainer mit dem großen Ego demontiert sich selbst und man wird dann, leider leider, nicht anders handeln können als das Kapitel zu beenden, tja.
Bleibt trotzdem die Frage was die Verantwortlichen geritten hat, die Eintracht diesem Mann anzuvertrauen.
And the truth is: there was a public training session two days ago. Did you see any problem with a player there? You did not report how nice the atmosphere was this week. You want to give the fans the impression that everything is bad. Nothing is bad.
I want success with this club. My message to the fans: they can stay calm. Until the last day I am here, I and the players will give everything."
Pöser, pöser Coach! Dale, Albert, sácales la triple P a todos esos llorones. Morgen wird der HSV aus dem Stadion geschossen.
Gut, man weiß nicht, ob das eine Gesicht auch das Gesicht in der Kabine ist. Aber die Chance ist nicht so niedrig, dass dieses Auftreten sich dort auch zeigt oder zumindest abfärbt. Aktuell habe ich jedenfalls nicht das Gefühl, dass das Team sich für Riera vom Balkon stürzen würde. Ich habe generell nicht das Gefühl, dass das Team sich diese Saison zerreißt, das war ja schon unter Dino eher mäßig.
Er ist nicht in der Lage eine Viertelstunde gegenüber den Medien mittels kalt lächelnder, kurzen Antworten abzumoderieren - soll dann aber eine Mannschaft aus diversen Individuellen moderieren und motivieren? Eher unwahrscheinlich.
Nur kurz zum Verständnis: Ich selbst war 16 Jahre lang Journalist, erst im Sportbereich, dann im Onlinebereich, dann als Redaktions- und Regionalleiter am Ende gesamtverantwortlich für vier Zeitungen gleichzeitig. Und ja, ich kenne auch den einen oder anderen Kollegen, der aktuell zu diesem Thema schreibenden Zunft. Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Hier wird eine gemeinsame, journalistische Agenda gefahren aufgrund gekränkter Eitelkeiten, wohlwollend getrieben von Verlagen, die aktuell mit einem breiten Grinsen auf Klickzahlen und Conversions schauen. Alles, was mit Riera zu tun hat, geht momentan bei den Sportseiten durch die Decke, alles wird aufgebauscht, um ja den nächsten Klickbringer zu erzielen. Vom ersten Tag an gab es eine Anti-Haltung der Journalisten, die Riera alles absprechen – Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Empathie, eine passende Spielidee. Ausnahmslos alles wird schlecht gemacht durch die Reporter, die auch immer wieder zwischen den Zeilen unprofessionelle Spitzen gegen den Trainer einstreuen.
Ist die Berichterstattung fair? Nein.
Haben die Kollegen objektiv bewertet? Nein.
Selbst bei positiven Entwicklungen wurde direkt in den nächsten drei Sätzen geschrieben, was aber gleichzeitig alles schlechter läuft als vorher. Wenn ich die Artikel der früheren Kollegen aktuell lese, kommt mir teilweise mein Essen wieder hoch. Und wenn man sich dann fragt, warum die Journalisten alle medienübergreifend so berichten, dann kann ich bestätigen: Egal, von welcher Zeitung oder welcher Plattform sie kommen, sie kennen und schätzen sich allesamt untereinander – und eine Krähe würde der anderen halt kein Auge aushacken...
Beantwortet Riera ihre Fragen in der Form, in der es die Journalisten es gerne hätten? Nein!
Er spricht nicht gerne über einzelne Spieler, nicht über Aufstellungen, nicht über Taktiken, nicht über Trainingsinhalte. Die Kollegen kriegen quasi nichts aus ihm raus – und das kotzt sie an! Die Presse ist es gewohnt, dass man ihnen den A*sch pudert. Und wenn man dann seitens des Trainers oder des Vereins auf Konfrontationskurs geht, dann kriegt man die volle Breitseite der Medien zu spüren. Und ja, leider kann ich da komplett aus Erfahrung sprechen. Und genau deswegen kann ich auch sagen: Riera und die Eintracht werden diesen Machtkampf verlieren. Auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders...
Seit 2 Jahren beschweren wir uns, dass die Mannschaft leidenschaftslos spielt, uns nicht mitreißt, nicht kämpft, keine Leidenschaft zeigt. Und ich glaube, das merkt auch Riera – diese Mannschaft ist zu soft. Riera will das ändern, bringt Oscar statt Götze, Jupp statt Doan, Kali statt Jonny, Amenda statt Theate. Alles nachvollziehbar aufgrund fehlender Leidenschaft, fehlender Bissigkeit, fehlender Form. Und statt dass die Spieler auf der Bank dann Gas geben und sich voll reinhauen (was wir Fans seit jeher fordern!), beschweren sie sich über ihre Berater bei der Presse, die das mit einem fetten Grinsen in den nächsten Skandal verwandelt. Mehr Klicks, mehr Unruhe, eine größere Chance auf den nächsten Trainer, der Deutsch spricht, alle Fragen immer brav so beantwortet, wie die Journalisten es sich wünschen. Und genauso wird es weitergehen, bis Riera schließlich weg ist. Daran würden auch drei überzeugende Siege gegen den HSV, den BVB und den VfB nix mehr ändern. Die hiesige Medienlandschaft hat das Urteil über AR längst gefällt – und den Daumen gesenkt...
Die Presse sollte eigentlich mal die dritte Gewalt im Staat sein, objektiv und wahrheitsgemäß berichtend. Aber das bringt halt keine Klicks oder Online-Abos mehr. Viele Kollegen (nicht alle!) nehmen sich in dieser Form viel zu wichtig. Sie wollen nicht nur berichten, sie wollen lenken, sie wollen beeinflussen. Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Und nein, AR wird nicht derjenige sein, der unserer SGE perspektivisch am meisten schadet. Die Kollegen im Presseraum werden es sein...
Nach Ansicht Deines Beitrags frage ich mich gerade, wo Du auch nur irgendwo einen Mü besser sein sollst als die Journalisten, die Du kritisierst? Dein ganzer Beitrag strotzt nur so von einseitiger Generalkritik, Unterstellungen und Vorhaltungen, die Du überhaupt nicht belegen kannst, also genau das, was Du den Medien gegenüber Riera (vllt. nicht zu unrecht) vorhältst.
Und glaub mir, ich teile durchaus die Grundkritik an den heutigen Medien, aber dann so einen Beitrag abzuledern, der zeigt, dass Du 0,0 besser agierst, das ist dann schon ein Eigentor.
Es war mir so klar, dass die pauschale Kritik am Journalismus bei Dir überhaupt nicht ankommt. Alles toll, wissen wir ja....Und klar auch, Du machst einen kleinen Disclaimer, den Du aber nur als Feigenblatt machst. Was soll James denn belegen, beweisen?? Wir sehen doch Tag, ach was, stündlich diesen aggressiven journalistischen Mist.
Das ist mir auch aufgefallen... !
Nur kurz zum Verständnis: Ich selbst war 16 Jahre lang Journalist, erst im Sportbereich, dann im Onlinebereich, dann als Redaktions- und Regionalleiter am Ende gesamtverantwortlich für vier Zeitungen gleichzeitig. Und ja, ich kenne auch den einen oder anderen Kollegen, der aktuell zu diesem Thema schreibenden Zunft. Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Hier wird eine gemeinsame, journalistische Agenda gefahren aufgrund gekränkter Eitelkeiten, wohlwollend getrieben von Verlagen, die aktuell mit einem breiten Grinsen auf Klickzahlen und Conversions schauen. Alles, was mit Riera zu tun hat, geht momentan bei den Sportseiten durch die Decke, alles wird aufgebauscht, um ja den nächsten Klickbringer zu erzielen. Vom ersten Tag an gab es eine Anti-Haltung der Journalisten, die Riera alles absprechen – Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Empathie, eine passende Spielidee. Ausnahmslos alles wird schlecht gemacht durch die Reporter, die auch immer wieder zwischen den Zeilen unprofessionelle Spitzen gegen den Trainer einstreuen.
Ist die Berichterstattung fair? Nein.
Haben die Kollegen objektiv bewertet? Nein.
Selbst bei positiven Entwicklungen wurde direkt in den nächsten drei Sätzen geschrieben, was aber gleichzeitig alles schlechter läuft als vorher. Wenn ich die Artikel der früheren Kollegen aktuell lese, kommt mir teilweise mein Essen wieder hoch. Und wenn man sich dann fragt, warum die Journalisten alle medienübergreifend so berichten, dann kann ich bestätigen: Egal, von welcher Zeitung oder welcher Plattform sie kommen, sie kennen und schätzen sich allesamt untereinander – und eine Krähe würde der anderen halt kein Auge aushacken...
Beantwortet Riera ihre Fragen in der Form, in der es die Journalisten es gerne hätten? Nein!
Er spricht nicht gerne über einzelne Spieler, nicht über Aufstellungen, nicht über Taktiken, nicht über Trainingsinhalte. Die Kollegen kriegen quasi nichts aus ihm raus – und das kotzt sie an! Die Presse ist es gewohnt, dass man ihnen den A*sch pudert. Und wenn man dann seitens des Trainers oder des Vereins auf Konfrontationskurs geht, dann kriegt man die volle Breitseite der Medien zu spüren. Und ja, leider kann ich da komplett aus Erfahrung sprechen. Und genau deswegen kann ich auch sagen: Riera und die Eintracht werden diesen Machtkampf verlieren. Auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders...
Seit 2 Jahren beschweren wir uns, dass die Mannschaft leidenschaftslos spielt, uns nicht mitreißt, nicht kämpft, keine Leidenschaft zeigt. Und ich glaube, das merkt auch Riera – diese Mannschaft ist zu soft. Riera will das ändern, bringt Oscar statt Götze, Jupp statt Doan, Kali statt Jonny, Amenda statt Theate. Alles nachvollziehbar aufgrund fehlender Leidenschaft, fehlender Bissigkeit, fehlender Form. Und statt dass die Spieler auf der Bank dann Gas geben und sich voll reinhauen (was wir Fans seit jeher fordern!), beschweren sie sich über ihre Berater bei der Presse, die das mit einem fetten Grinsen in den nächsten Skandal verwandelt. Mehr Klicks, mehr Unruhe, eine größere Chance auf den nächsten Trainer, der Deutsch spricht, alle Fragen immer brav so beantwortet, wie die Journalisten es sich wünschen. Und genauso wird es weitergehen, bis Riera schließlich weg ist. Daran würden auch drei überzeugende Siege gegen den HSV, den BVB und den VfB nix mehr ändern. Die hiesige Medienlandschaft hat das Urteil über AR längst gefällt – und den Daumen gesenkt...
Die Presse sollte eigentlich mal die dritte Gewalt im Staat sein, objektiv und wahrheitsgemäß berichtend. Aber das bringt halt keine Klicks oder Online-Abos mehr. Viele Kollegen (nicht alle!) nehmen sich in dieser Form viel zu wichtig. Sie wollen nicht nur berichten, sie wollen lenken, sie wollen beeinflussen. Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Und nein, AR wird nicht derjenige sein, der unserer SGE perspektivisch am meisten schadet. Die Kollegen im Presseraum werden es sein...
Und, wie ich schon geschrieben habe, auch ich glaube, Riera und die SGE werden in dieser Angelegenheit die Verlierer sein. Riera wird gehen (müssen), vielleicht morgen schon, und die ganzen leidenschaftslosen Kicker werden bleiben.
So wird man immer so provinziell bleiben wie die Ingos & Co.
Nach Ansicht Deines Beitrags frage ich mich gerade, wo Du auch nur irgendwo einen Mü besser sein sollst als die Journalisten, die Du kritisierst? Dein ganzer Beitrag strotzt nur so von einseitiger Generalkritik, Unterstellungen und Vorhaltungen, die Du überhaupt nicht belegen kannst, also genau das, was Du den Medien gegenüber Riera (vllt. nicht zu unrecht) vorhältst.
Und glaub mir, ich teile durchaus die Grundkritik an den heutigen Medien, aber dann so einen Beitrag abzuledern, der zeigt, dass Du 0,0 besser agierst, das ist dann schon ein Eigentor.
Es war mir so klar, dass die pauschale Kritik am Journalismus bei Dir überhaupt nicht ankommt. Alles toll, wissen wir ja....Und klar auch, Du machst einen kleinen Disclaimer, den Du aber nur als Feigenblatt machst. Was soll James denn belegen, beweisen?? Wir sehen doch Tag, ach was, stündlich diesen aggressiven journalistischen Mist.
Warum haben Sie unter Toppmöller denn nicht auch schon auf Klicks und Absatzzahlen geachtet und Geschichten erfunden um Stimmung zu machen?!
Bringt sportlich nix und lenkt ab.
Das das jetzt so auf die Spitze getrieben wird, ist sowas von unnötig und ich frage mich wie naiv sind eigentlich Krösche und sein Team das alles so frei vor sich hinlaufen zu lassen.
Krösche & Hellmann wissen inzwischen selber ganz genau, wie sehr sie falsch gelegen haben mit ihrer Einschätzung über Riera. Was besseres als diese Shitshow kann ihnen jetzt, wo es an die Wand gefahren ist, fast nicht passiere.
Der Trainer mit dem großen Ego demontiert sich selbst und man wird dann, leider leider, nicht anders handeln können als das Kapitel zu beenden, tja.
Bleibt trotzdem die Frage was die Verantwortlichen geritten hat, die Eintracht diesem Mann anzuvertrauen.
Darauf hätte ich einige Antworten. Aber Du hast natürlich recht, Krösche, Hellmann & Co halten sich schön bedeckt, stützen den Trainer nicht, das ist schon auffällig, und zeigt sehr genau, wohin der Hase (und es gibt mutlose bequeme Hasen in diesem Club) hin läuft. Ich bin auch gespannt, wer als nächstes präsentiert werden wird. Die Presse wird ihn mit glänzenden Augen hofieren, um nicht in den Verdacht zu geraten, grundsätzlich rumzumotzen. Zumal der nächste perfektes Deutsch sprechen wird, damit die Journalisten auch in der Lage sind, wie gewohnt zu parlieren.
Falls wir am Ende Siebter werden hat Krösche alles richtig gemacht. Man muss sich immer wieder vor Augen halten wo wir herkommen: Bei DT‘s Ende hatten wir eine zutiefst verunsicherte Mannschaft in einem Zustand der Schockstarre, man musste befürchten dass wir gar keinen Punkt mehr holen.
Klar hat AR eine große Klappe. Aber wenn er morgen drei Punkte holt ist das zehnmal höher zu bewerten als ein PK- Eklätchen.
Das ist mir auch aufgefallen... !
Es war mir so klar, dass die pauschale Kritik am Journalismus bei Dir überhaupt nicht ankommt. Alles toll, wissen wir ja....Und klar auch, Du machst einen kleinen Disclaimer, den Du aber nur als Feigenblatt machst. Was soll James denn belegen, beweisen?? Wir sehen doch Tag, ach was, stündlich diesen aggressiven journalistischen Mist.
Warum haben Sie unter Toppmöller denn nicht auch schon auf Klicks und Absatzzahlen geachtet und Geschichten erfunden um Stimmung zu machen?!
Über die Aufstellung und Taktik verrät er logischerweise nichts, die Spieler die gesperrt oder verletzt sind,
werden vorher schon bekannt gegeben.
Dann wird jedesmal nach dem „Druck“ gefragt, jedesmal die gleiche Antwort.
Dann verzettelt man sich auf irgendwelchen Nebenkriegsschauplätzen und gräbt Gerüchte aus oder fragt nach einzelnen Spielern, die auf der Bank sitzen oder saßen wie Götze, Uzun oder Burkardt.
Vielleicht sollten man das Format mal überdenken, sonst endet das wie einst bei Klaus Augenthaler, der sich auf der PK die Fragen selbst gestellt und beantwortet hat.
Tatsächlich wirkt es aber oft so, dass selbst die Journalisten schlecht vorbereitet sind und die immer wieder gleichen inhaltsleeren Fragen stellen. Deshalb weisen auch so viele Fußballinterviews absolut keine Tiefe auf und sind völlig belanglos. Klar, die Journalisten wissen auch, dass ein Trainer oder Manager in der Regel nichts Substanzielles äußern wird. Trotzdem werden beispielsweise vor einer möglichen Entlassung die obligatorischen Fragen gestellt. Notfalls interpretiert man dann halt wie konkret die Antwort war und zieht daraus Schlüsse.
Wie du schon geschrieben hast: die Personallage wird heutzutage sogar schon vorweggenommen, um der Frage zuvorzukommen und gerade bei Riera ist klar, dass er weder konkret über die Taktik noch über einzelne Spieler sprechen möchte. Trotzdem werden genau diese Fragen gestellt. So auch dieses Mal wieder. Riera deutet darauf hin, dass dies die Pressekonferenz zum Spiel gegen Hamburg sei und in der ganzen Pressekonferenz kommt vielleicht eine Frage zum Spiel. Hinterher werden Artikel geschrieben, dass es in der Pressekonferenz überhaupt nicht um sportliche Themen ging. Nunja, das liegt in diesem Fall dann doch eher an den Fragestellern, deren Aufgabengebiet dies ist.
Klar, Riera war in dieser Pressekonferenz im Angriffsmodus. Es wäre wahrscheinlich klüger gewesen, wenn er sich zum Reizthema nicht groß geäußert hätte. Aber auch das wird mir jetzt von fast allen Medien wieder zu sehr hochgejazzt – Stichwort "denkwürdige Pressekonferenz". Riera ist nicht ausgerastet und hat niemanden beleidigt. Er hat klargestellt, dass er mit der negativen Berichterstattung und besonders einer Story nicht zufrieden war, weil dort seiner Meinung nach Unwahrheiten verbreitet wurden. Die bildhafte Sprache sollte mittlerweile auch bekannt sein. Das halte ich als Gegenrede für durchaus legitim. Riera ist jetzt auch beileibe nicht der erste Trainer, der mal mit einem Journalisten aneinandergeraten ist.
Auf der anderen Seite hat er ja eingeräumt, dass es vor zwei Wochen ein Thema mit Burkardt gab, der Spieler aber vor allem nach seinem Bankplatz in Augsburg die richtige Reaktion gezeigt habe. Was da genau passiert ist, kann ich nicht beurteilen. Dass dann aber ausgerechnet das Medium mit den vier Buchstaben, das mit seriösem Journalismus nichts, aber auch wirklich überhaupt nichts am Hut hat, die größte Story draus macht, wundert mich jedoch überhaupt nicht. Da aber auch viele andere Quellen den Vorfall bestätigt haben, konnte man schon vorher davon ausgehen, dass in der Tat irgendetwas gewesen ist.
Was natürlich nicht geht, ist Rieras offensichtlich verzerrtes Bild vom Journalismus, das ja leider auch viele Fans immer wieder zur Schau stellen. Das schlägt dann schnell in unangenehme Richtungen aus. Das hat man hier ja auch bei den ersten Berichten zu den bevorstehenden Abgängen von Kovac, Bobic oder Hütter gesehen. Da waren ja auch viele ganz vorne dabei, um die Presse zu verteufeln und der Lüge zu bezichtigen. Journalisten sind nicht dafür da, um die Eintracht zu unterstützen oder um gute Stimmung zu verbreiten. Eine der Kernaufgaben im Journalismus ist es, Dinge kritisch zu hinterfragen und die Geschehnisse dementsprechend einzuordnen. Und wenn sich Dinge abzeichnen oder geschehen, dann wird eben darüber berichtet. Egal, wem das schadet. Sonst würde man nämlich tatsächlich eine Agenda haben. Und irgendjemandem muss die Berichterstattung weh tun. Alles andere ist, wie das alte Sprichwort sagt, PR.
Das alles ändert aber nichts daran, dass ich mittlerweile den Eindruck habe, dass eine Trennung von Riera im Sommer bereits beschlossene Sache ist. Und das für alle Beteiligten auch schon ein mehr oder weniger offenes Geheimnis ist. Unter diesen Umständen ist eine langfristige Zusammenarbeit vermutlich auch nicht wirklich sinnvoll.
So ist es.
Dennoch zu Deinen Sätzen zuvor: nein, es ist nicht die Aufgabe von Journalisten, die SGE zu unterstützen. Es ist aber auch nicht ihre Aufgabe, zum Schaden des Vereins einzelne Funktionäre durch falsche oder übertrieben einseitige Berichterstattung abzusägen und sich damit als Teil der Vereinsführung aufzuspielen.
Krösche & Hellmann wissen inzwischen selber ganz genau, wie sehr sie falsch gelegen haben mit ihrer Einschätzung über Riera. Was besseres als diese Shitshow kann ihnen jetzt, wo es an die Wand gefahren ist, fast nicht passiere.
Der Trainer mit dem großen Ego demontiert sich selbst und man wird dann, leider leider, nicht anders handeln können als das Kapitel zu beenden, tja.
Bleibt trotzdem die Frage was die Verantwortlichen geritten hat, die Eintracht diesem Mann anzuvertrauen.
Darauf hätte ich einige Antworten. Aber Du hast natürlich recht, Krösche, Hellmann & Co halten sich schön bedeckt, stützen den Trainer nicht, das ist schon auffällig, und zeigt sehr genau, wohin der Hase (und es gibt mutlose bequeme Hasen in diesem Club) hin läuft. Ich bin auch gespannt, wer als nächstes präsentiert werden wird. Die Presse wird ihn mit glänzenden Augen hofieren, um nicht in den Verdacht zu geraten, grundsätzlich rumzumotzen. Zumal der nächste perfektes Deutsch sprechen wird, damit die Journalisten auch in der Lage sind, wie gewohnt zu parlieren.
Das ist mir auch aufgefallen... !
Nur kurz zum Verständnis: Ich selbst war 16 Jahre lang Journalist, erst im Sportbereich, dann im Onlinebereich, dann als Redaktions- und Regionalleiter am Ende gesamtverantwortlich für vier Zeitungen gleichzeitig. Und ja, ich kenne auch den einen oder anderen Kollegen, der aktuell zu diesem Thema schreibenden Zunft. Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Hier wird eine gemeinsame, journalistische Agenda gefahren aufgrund gekränkter Eitelkeiten, wohlwollend getrieben von Verlagen, die aktuell mit einem breiten Grinsen auf Klickzahlen und Conversions schauen. Alles, was mit Riera zu tun hat, geht momentan bei den Sportseiten durch die Decke, alles wird aufgebauscht, um ja den nächsten Klickbringer zu erzielen. Vom ersten Tag an gab es eine Anti-Haltung der Journalisten, die Riera alles absprechen – Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Empathie, eine passende Spielidee. Ausnahmslos alles wird schlecht gemacht durch die Reporter, die auch immer wieder zwischen den Zeilen unprofessionelle Spitzen gegen den Trainer einstreuen.
Ist die Berichterstattung fair? Nein.
Haben die Kollegen objektiv bewertet? Nein.
Selbst bei positiven Entwicklungen wurde direkt in den nächsten drei Sätzen geschrieben, was aber gleichzeitig alles schlechter läuft als vorher. Wenn ich die Artikel der früheren Kollegen aktuell lese, kommt mir teilweise mein Essen wieder hoch. Und wenn man sich dann fragt, warum die Journalisten alle medienübergreifend so berichten, dann kann ich bestätigen: Egal, von welcher Zeitung oder welcher Plattform sie kommen, sie kennen und schätzen sich allesamt untereinander – und eine Krähe würde der anderen halt kein Auge aushacken...
Beantwortet Riera ihre Fragen in der Form, in der es die Journalisten es gerne hätten? Nein!
Er spricht nicht gerne über einzelne Spieler, nicht über Aufstellungen, nicht über Taktiken, nicht über Trainingsinhalte. Die Kollegen kriegen quasi nichts aus ihm raus – und das kotzt sie an! Die Presse ist es gewohnt, dass man ihnen den A*sch pudert. Und wenn man dann seitens des Trainers oder des Vereins auf Konfrontationskurs geht, dann kriegt man die volle Breitseite der Medien zu spüren. Und ja, leider kann ich da komplett aus Erfahrung sprechen. Und genau deswegen kann ich auch sagen: Riera und die Eintracht werden diesen Machtkampf verlieren. Auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders...
Seit 2 Jahren beschweren wir uns, dass die Mannschaft leidenschaftslos spielt, uns nicht mitreißt, nicht kämpft, keine Leidenschaft zeigt. Und ich glaube, das merkt auch Riera – diese Mannschaft ist zu soft. Riera will das ändern, bringt Oscar statt Götze, Jupp statt Doan, Kali statt Jonny, Amenda statt Theate. Alles nachvollziehbar aufgrund fehlender Leidenschaft, fehlender Bissigkeit, fehlender Form. Und statt dass die Spieler auf der Bank dann Gas geben und sich voll reinhauen (was wir Fans seit jeher fordern!), beschweren sie sich über ihre Berater bei der Presse, die das mit einem fetten Grinsen in den nächsten Skandal verwandelt. Mehr Klicks, mehr Unruhe, eine größere Chance auf den nächsten Trainer, der Deutsch spricht, alle Fragen immer brav so beantwortet, wie die Journalisten es sich wünschen. Und genauso wird es weitergehen, bis Riera schließlich weg ist. Daran würden auch drei überzeugende Siege gegen den HSV, den BVB und den VfB nix mehr ändern. Die hiesige Medienlandschaft hat das Urteil über AR längst gefällt – und den Daumen gesenkt...
Die Presse sollte eigentlich mal die dritte Gewalt im Staat sein, objektiv und wahrheitsgemäß berichtend. Aber das bringt halt keine Klicks oder Online-Abos mehr. Viele Kollegen (nicht alle!) nehmen sich in dieser Form viel zu wichtig. Sie wollen nicht nur berichten, sie wollen lenken, sie wollen beeinflussen. Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Und nein, AR wird nicht derjenige sein, der unserer SGE perspektivisch am meisten schadet. Die Kollegen im Presseraum werden es sein...
Um so betrüblicher ist, wie ich nun in der Realität aufgewacht bin. Bis dato konnte ich mir das so nicht ausmalen.
Nur kurz zum Verständnis: Ich selbst war 16 Jahre lang Journalist, erst im Sportbereich, dann im Onlinebereich, dann als Redaktions- und Regionalleiter am Ende gesamtverantwortlich für vier Zeitungen gleichzeitig. Und ja, ich kenne auch den einen oder anderen Kollegen, der aktuell zu diesem Thema schreibenden Zunft. Und was dort gerade abläuft, ist einer der Gründe, warum ich dem Journalismus nach so vielen Jahren den Rücken gekehrt habe, um nochmal etwas zu machen, bei dem ich abends noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel gucken kann...
Hier wird eine gemeinsame, journalistische Agenda gefahren aufgrund gekränkter Eitelkeiten, wohlwollend getrieben von Verlagen, die aktuell mit einem breiten Grinsen auf Klickzahlen und Conversions schauen. Alles, was mit Riera zu tun hat, geht momentan bei den Sportseiten durch die Decke, alles wird aufgebauscht, um ja den nächsten Klickbringer zu erzielen. Vom ersten Tag an gab es eine Anti-Haltung der Journalisten, die Riera alles absprechen – Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Empathie, eine passende Spielidee. Ausnahmslos alles wird schlecht gemacht durch die Reporter, die auch immer wieder zwischen den Zeilen unprofessionelle Spitzen gegen den Trainer einstreuen.
Ist die Berichterstattung fair? Nein.
Haben die Kollegen objektiv bewertet? Nein.
Selbst bei positiven Entwicklungen wurde direkt in den nächsten drei Sätzen geschrieben, was aber gleichzeitig alles schlechter läuft als vorher. Wenn ich die Artikel der früheren Kollegen aktuell lese, kommt mir teilweise mein Essen wieder hoch. Und wenn man sich dann fragt, warum die Journalisten alle medienübergreifend so berichten, dann kann ich bestätigen: Egal, von welcher Zeitung oder welcher Plattform sie kommen, sie kennen und schätzen sich allesamt untereinander – und eine Krähe würde der anderen halt kein Auge aushacken...
Beantwortet Riera ihre Fragen in der Form, in der es die Journalisten es gerne hätten? Nein!
Er spricht nicht gerne über einzelne Spieler, nicht über Aufstellungen, nicht über Taktiken, nicht über Trainingsinhalte. Die Kollegen kriegen quasi nichts aus ihm raus – und das kotzt sie an! Die Presse ist es gewohnt, dass man ihnen den A*sch pudert. Und wenn man dann seitens des Trainers oder des Vereins auf Konfrontationskurs geht, dann kriegt man die volle Breitseite der Medien zu spüren. Und ja, leider kann ich da komplett aus Erfahrung sprechen. Und genau deswegen kann ich auch sagen: Riera und die Eintracht werden diesen Machtkampf verlieren. Auch wenn ich mir wünschte, es wäre anders...
Seit 2 Jahren beschweren wir uns, dass die Mannschaft leidenschaftslos spielt, uns nicht mitreißt, nicht kämpft, keine Leidenschaft zeigt. Und ich glaube, das merkt auch Riera – diese Mannschaft ist zu soft. Riera will das ändern, bringt Oscar statt Götze, Jupp statt Doan, Kali statt Jonny, Amenda statt Theate. Alles nachvollziehbar aufgrund fehlender Leidenschaft, fehlender Bissigkeit, fehlender Form. Und statt dass die Spieler auf der Bank dann Gas geben und sich voll reinhauen (was wir Fans seit jeher fordern!), beschweren sie sich über ihre Berater bei der Presse, die das mit einem fetten Grinsen in den nächsten Skandal verwandelt. Mehr Klicks, mehr Unruhe, eine größere Chance auf den nächsten Trainer, der Deutsch spricht, alle Fragen immer brav so beantwortet, wie die Journalisten es sich wünschen. Und genauso wird es weitergehen, bis Riera schließlich weg ist. Daran würden auch drei überzeugende Siege gegen den HSV, den BVB und den VfB nix mehr ändern. Die hiesige Medienlandschaft hat das Urteil über AR längst gefällt – und den Daumen gesenkt...
Die Presse sollte eigentlich mal die dritte Gewalt im Staat sein, objektiv und wahrheitsgemäß berichtend. Aber das bringt halt keine Klicks oder Online-Abos mehr. Viele Kollegen (nicht alle!) nehmen sich in dieser Form viel zu wichtig. Sie wollen nicht nur berichten, sie wollen lenken, sie wollen beeinflussen. Die Presse hat eine unglaubliche Macht. Leider nutzen einzelne Kollegen diese Macht immer häufiger zu eigenen Zwecken. Und ja, sie werden in dieser Geschichte Riera zum Verhängnis.
Und nein, AR wird nicht derjenige sein, der unserer SGE perspektivisch am meisten schadet. Die Kollegen im Presseraum werden es sein...
Ich persönliche finde durchaus gut, dass Riera den Haus-und-Hof-Journalisten der Eintracht (man denke an Durstewitz und Co.) mal Contra gibt. Aber wie du schreibst, wird er diesen Kampf verlieren, so lange nicht eine Sache eintritt: Sportlicher Erfolg. Nur dieser würde die Journalisten zum Schweigen bringen, weil sie gegen unbestrittenen Erfolg nicht anschreiben können.
Rieras Start bei der Eintracht erinnert mich sehr (in kleinerem Format, natürlich) an den Start von Mourinho bei Chelsea im Jahr 2004. Der kam als frischgebackener Champions League Sieger aus Porto, war aber für die arroganten Journalisten der Premier League ein völlig unbeschriebenes Blatt. In seiner Antritts-PK wurde mehrfach von Journalisten seine Qualifikation angezweifelt, in der so kompetitiven Premier League bestehen zu können. Dort fiel dann auch - aus dem Affekt und Protest heraus - seine sinngemäße Aussage: "Warum greift ihr Pfeifen mich hier alle an? Ich habe gerade die Champions League gewonnen, ich bin ein Special One!" Im ersten halben Jahr lag Mourinho mit der englischen Journalisten dauerhaft im Clinch. Nur hatte er die richtige Antwort: Meister mit Chelsea im ersten Anlauf mit Rekordpunktzahl, Sieg im Ligapokal, Erreichen des CL-Halbfinals. Danach war die Presse still.
Stand heute hat Riera keinen sichtbaren Fortschritt mit der Mannschaft erzielen können. Und wenn bis zum Saison-Ende nicht noch drei wirklich gute Spiele kommen, wird die Frankfurt Presse ihn im Sommer zur Tür hinaus schreiben, fürchte ich.