>

Doping beim Fußball?

#
gestern Abend im ZDF Sportstudio war der ex Radprofi Jesus Manzano und erzählte bei einem Interview mit Poschmann, dass bei der Tour alle Fahrer getopt sind.
Er sprach außerdem davon das Doping im Leistungsport sehr weit verbreitet ist und es fast keine Spitzensportler mehr gibt die nicht dopen.
Poschmann fragte ihn  ob im Fußball auch getopt wird, das  bestätigte er und  meinte das im Fußball in ganz Europa und auch vereinzelt  in Deutschland
getopt würde.
Er gab sogar die Tricks Preis,  die verhindern solen, das man bei einer Doping-Probe auffliegt
#
Ich hab das Interview gesehen.

big_strider schrieb:

Er gab sogar die Tricks Preis,  die verhindern solen, das man bei einer Doping-Probe auffliegt

Ich sag nur Reiskorn....  

Aber gerade was den Radsport angeht, hat es mich nicht überrascht. Er hat ja eigentlich nur das bestätigt (das nämlich alle gedopt sind), was ich selbst annehme.

Aber ob man das alles glauben soll, was über den Radsport hinausgeht? Da bin ich etwas skeptisch. Das er Kenntniss über den Radsport hat: OK. Aber woher will er die Kenntnisse über die anderen Sportarten haben? Und warum ist die Anzahl der aufgeflogenen gedopten Radler wesentlich höher als die bei Fußballern, wenn dort auch öfters gedopt werden soll?? In der Hinsicht bin ich ein wenig skeptisch...
#
Hans-Dampf schrieb:
Ich hab das Interview gesehen.

big_strider schrieb:

Er gab sogar die Tricks Preis,  die verhindern solen, das man bei einer Doping-Probe auffliegt

Ich sag nur Reiskorn....  

Aber gerade was den Radsport angeht, hat es mich nicht überrascht. Er hat ja eigentlich nur das bestätigt (das nämlich alle gedopt sind), was ich selbst annehme.

Aber ob man das alles glauben soll, was über den Radsport hinausgeht? Da bin ich etwas skeptisch. Das er Kenntniss über den Radsport hat: OK. Aber woher will er die Kenntnisse über die anderen Sportarten haben? Und warum ist die Anzahl der aufgeflogenen gedopten Radler wesentlich höher als die bei Fußballern, wenn dort auch öfters gedopt werden soll?? In der Hinsicht bin ich ein wenig skeptisch...


mittlerweile bin ich eher skeptisch das in Sportarten wo es um sehr viel Geld geht nicht betrogen(getopt)wird
#
Aus der FAZ von letzter Woche

"Die Frage ist, wie lange man in Europa die schwarzen Schafe südlich der Alpen noch gewähren läßt. Das ertragreichste, das internationale Geschäft veranstaltet die Uefa. Merkwürdig, daß man es hier bislang klaglos akzeptiert, wenn bei einem Champions-League-Sieger wie bei [align=right]Juventus Turin in den neunziger Jahren systematisch gedopt[/align] wurde, wenn die Milliarden für italienische Vereine - wie bei Parma oder Lazio Rom - aus kriminellen Kanälen kommen."
#
Ich kann mir auch vorstellen das im bezahlten Fussball noch gedopt wird! Ich bin mir sogar 100% sicher! Aber ich sage nicht das sich alle doppen, es gibt vereinzelt ein paar schwarze Schafe, wie HeinzGründel schon sagte.

Und, wie war das nochmal bei Olympique Marseille?

7
#
Natürlich kann und wird auch im Fußball gedopt.

Der Juve/Ferraris-Prozess ist dafür ja exemplarisch. Creatin haben sie alle geschluckt, als das noch als "Nahrungsergänzungsmittel" galt, Epo soll bei Juve systematisch eingesetzt worden sein.

Gerade was Mittel betrifft, die die Regeneration fördern, kann Doping im Fußball sinnvoll sein. Und es gibt ja auch Einzelfälle, die da auffliegen. Inwiefern da so Zustände wie im Radsport herrschen, mag ich nicht zu beurteilen.

Dass ab und zu mal ein Kiffer erwischt wird, das fällt für mich allerdings nicht unter Doping.
#
moggi ist ja aufgeflogen, weil man wegen dem vorherigen doping-skandal bei juve seine handys abgehört und so durch zufall die gespräche mit den schiris aufzeichnete.

im fussball sind die doping-kontrollen offenbar laxer als in anderen sportarten, die dunkelziffer könnte also hoch sein.

Berichte über umfangreiches und systematisches Doping im Fußball wurden aus Italien bekannt. Der spanische Fußball-Profi Josep Guardiola ist 2005 als erster Spieler in Italien wegen Dopings zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Gegen den Juventus Turin Manager Antonio Giraudo, den Klubarzt Ricardo Agricola und den Pharmazeuten Giovanni Rossato läuft ein Prozess wegen Dopings in den 90er Jahren. In den 70er Jahren soll es wegen Dopings bei Juventus zu massiven Gesundheitsschäden bei den Spielern gekommen sein.

Folgende Fußballer wurden bisher im Rahmen von Fußballweltmeisterschaften des Doping überführt:

1974 Ernest Jean Joseph, Haiti
1978 Willie Johnston, Schottland
1986 Ramon Calderé, Spanien
1991 Diego Maradona, Argentinien, Kokain 15 monatige Sperre
1994 Diego Maradona, Argentinien, ephedrinhaltiges Medikament
2005 Senad Tiganj, Slowenien, Fenoterol
2005 Josep Guardiola, Spanien, in Italien wegen Dopings zu einer Haftstrafe verurteilt
Doping wird bei Fußballern im Vergleich zu Ausdauersportarten mit wesentlich höherem Fahndungsdruck wie beispielsweise dem Radsport relativ selten nachgewiesen.


http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball#Doping
#
singender_adler schrieb:


1991 Diego Maradona, Argentinien, Kokain 15 monatige Sperre
1994 Diego Maradona, Argentinien, ephedrinhaltiges Medikament
[/i]



Und sowas nennt sich "Idol" die Kinder in Argentinien schauen auf ihr herauf, obwoh sie eigentlich auf ihn herrab schauen müssten!  

7
#
7 schrieb:
singender_adler schrieb:


1991 Diego Maradona, Argentinien, Kokain 15 monatige Sperre
1994 Diego Maradona, Argentinien, ephedrinhaltiges Medikament
[/i]



Und sowas nennt sich "Idol" die Kinder in Argentinien schauen auf ihr herauf, obwoh sie eigentlich auf ihn herrab schauen müssten!  

7


maradona ist vielleicht an seiner eigenen genialität gescheitert, aber er war trotz des dopings ein ganz grosser spieler (war ja auch nicht immer gedopt).

http://www.youtube.com/watch?v=3tCoMtPuL3Q
http://www.youtube.com/watch?v=WgdJaj9hzTc
http://www.youtube.com/watch?v=awoI4LWMuU4
...

Gibt es noch weitere Faktoren, die den Kokain-Konsum bei Sportlern erklären?

Die Eigenschaften des Kokain selbst: die vom Konsumenten als positiv bewerteten Wirkungen wie Dynamik, Euphorie, Verringerung von Müdigkeit, aber auch das Gefühl der Mega-Allmacht. Kokain macht einen im Kopf zum Helden, der die anderen hinwegfegt. Das was einem ermöglicht, sich vor 2000 Personen zu präsentieren, ermöglicht es einem auch sich als Leader einer Gruppe oder im Leben anzusehen. Kokain gibt einem die Fähigkeit andere zu dominieren, Hemmungen anderen gegenüber zu verlieren. Es hilft extreme Situationen zu ertragen.

Die Laufbahn Madadona’s ist hierfür absolut typisch: Der  einfache Junge wird zum Gott! Man muss psychisch sehr stabil sein, um Situationen solch einer Starwerdung ertragen zu können. Das ist bei den meisten Sportlern, die durch intensive sportliche Aktivitäten ihrer Jugend beraubt wurden, nicht der Fall. Das Berühmtwerden verändert die Lebensweise dermaßen, dass alle Substanzen, die diese Wechsel erträglicher machen, Eingang finden.

Die letzte Erklärung, eine neurobiologische, betrifft die (körperliche) Bewegung. Wo Heroin und auch Alkohol verlangsament wirken oder das Gleichgewicht stören, verbessert Kokain die Fähigkeiten. Sportlern, für die die tägliche Bewegung definitionsgemäß eines der wichtigsten Dinge im Leben ist, bietet sich diese Substanz an. Kokain empfiehlt sich für die Gefühls-, die Erfolgs- und die Bewegungsebene der Sportler.

http://www.cycling4fans.de/index.php?id=1614
#
Ich würde wetten, das im Fußball auch gedopt wird. Das Problem ist doch folgendes: Heute braucht ein Spieler neben einer guten Technik eine besondere Fitness. Ich würde mal sagen, das man mit einer guten Fitness und schlechter Technik in den Profi-Fußball kommen kann. Ein Beispiel für schlechte Technik, aber tolle Athletik ist für mich Odonkor.

Deswegen würde ich mal sagen, das Doping nur ne Frage der Zeit ist...
#
schusch schrieb:
Dass ab und zu mal ein Kiffer erwischt wird, das fällt für mich allerdings nicht unter Doping.

würde das auch eher unter die kategorie nahrungsergänzungsmittel einstufen
für feldspieler absoluter quatsch, wirkt so ne marokkanische eröffnung für goalies aber schon konzentrationsförderlich  
#
Naja klar gibt es immer ein paar idioten, aber in Deutschland gibt es schon viele proben etc. vorallem jetzt in anderen Sportarten wie beim schwimmen, athletic und beim Fussball ist das denke ich auch recht gut organisiert. Im gegensatz jetzt zu Ländern wie Polen, Jugoslawien, Ungarn etc.
Nur würd ich jetzt im Profi-Fussball speziel 1.Liga nicht mehr glauben das welche dopen...
#
singender_adler schrieb:

Folgende Fußballer wurden bisher im Rahmen von Fußballweltmeisterschaften des Doping überführt:
1991 Diego Maradona, Argentinien, Kokain 15 monatige Sperre
...
2005 Senad Tiganj, Slowenien, Fenoterol
2005 Josep Guardiola, Spanien, in Italien wegen Dopings zu einer Haftstrafe verurteilt [/i]


Da habe ich doch glatt die Fußballweltmeisterschaften 1991 und 2005 verpasst...tsetsetse...weiß noch jemand, wo die waren und wer da Weltmeister wurde?

Fußball und Radfahren in einen Topf zu werfen, halte ich für etwas vorschnell. Fußball ist schonmal ein Mannschaftssport, Radfahren, auch wenn es da natürlich auch Teams gibt, mehr oder weniger ein Individualsport. In Individualsportarten kann man mit Doping viel mehr erreichen als in Mannschaftssportarten (Beispiele neben Radfahren ist die Leichtathletik).

Beim Radfahren ist die Wichtigkeit der Fitness, von meiner laienhaften Position aus gesehen, irgendwo zwischen 80 und 95% anzusiedeln.

Beim Fußball gibt es ja auch noch so Sachen wie Technik, Instinkt, Cleverness, Zusammenspiel, etc.

Wenn ich einen Odonkor oder einen Du-Ri Cha sehe, könnte ich mir nur vorstellen, dass Doping zur besseren Regeneration eingesetzt wird, aber kaum, um noch schneller zu rennen. Die sind eh schon schneller, als (fast) alle anderen.

Wenn man sich die Dopingfälle im Fußball so anschaut, stellt man fest, dass häufig einfach Dummheit (vielleicht gepaart mit falscher ärztlicher Beratung) dahinter steckt.

Beispiele sind Tiganj (Haarwuchsmittel), Rehmer (war auch irgendein Medikament gegen irgendwas), bei Alex Schur war doch auch vor zwei oder drei Jahren mal was, weswegen er nicht spielen durfte.
#
Letztes Jahr beim Confed-Cup waren doch auch 2 (oder3?) Mexikaner gedopt. Ich denke solche schwarzen Schafe findet man in jeder Sportart. Man wird sie auch nie alle erwischen können, dafür sind es wahrscheinlich zu viele. Aber freue mich immer wieder, wenn es wieder einen Betrüger erwischt. Ich finde das solch eine Schweinerei. Da trainieren andere Sportler ihr Leben lang auf bestimmte Ereignisse hin (WM, EM, DM, Olympia) und verlieren dann gegen gedopte Leute. Klar werden die im Nachhinein ausgeschlossen oder bekommen Titel abgenommen, wenn man es ihnen nachweisen kann, aber es ist doch trotzdem nicht mehr dasselbe, einen Titel zugesprochen zu bekommen, weil ein anderer disqualifiziert wurde.
#
Rheinadler schrieb:

...
In Individualsportarten kann man mit Doping viel mehr erreichen als in Mannschaftssportarten (Beispiele neben Radfahren ist die Leichtathletik).

Beim Radfahren ist die Wichtigkeit der Fitness, von meiner laienhaften Position aus gesehen, irgendwo zwischen 80 und 95% anzusiedeln.

Beim Fußball gibt es ja auch noch so Sachen wie Technik, Instinkt, Cleverness, Zusammenspiel, etc.


sicherlich richtig, aber damit machst du es dir zu leicht.  ausdauer und schnelligkeit sind für modernen, attraktiven fussball sehr wichtig geworden. arsene wenger ging schon vor 2 jahren von kollektivem epo-konsum bei einigen europäischen spitzenklubs aus ("staunen über die gesteigerte tempo-ausdauer"), http://www.faz.net/s/Rub906784803A9943C4A3399622FC846D0D/Doc~E1554FF8DFCC0461D9D776B1C210DF4E8~ATpl~Ecommon~Scontent.html

verstärkte kontrollen gibt's auch von der uefa, http://de.uefa.com/uefa/Keytopics/kind=1/newsId=429979.html
#
@münsteraner

Das Beispiel Odonkor ist aber ein Trugschluss!
Der besitzt durchschnittliche Fähigkeiten, flankt aber immer wieder mal recht brauchbar von aussen - aber seine Grundschnelligkeit - das muss der
Neid im lassen - ist in erster Linie genetische bedingt und auch nur
begrenzt trainierbar; kein Mittelchen dieser Welt macht aus einem
11,8 Sprinter einen Olympiasieger über 100 Meter
(rate mal, warum es da fast nur noch Farbige Spitzenathleten gibt!)

Doping geht also eher in den Muskelaufbau- und Ausdauerbereich...



#
Naja, Steven Gatlin hat ja wohl auch gedopt!

Was ich sagen will, ist, das ein durchschnittlicher Fußballer, der eine gute Athletik hat, Chancen hat, Profi zu werden! Odonkor war vll. ein schlechtes Beispiel!
#
big_strider schrieb:

Poschmann fragte ihn  ob im Fußball auch getopt wird, das  bestätigte er und  meinte das im Fußball in ganz Europa und auch vereinzelt  in Deutschland
getopt würde.


Ob jetzt im Fußball getopt wird weiß ich nicht so genau .
Aber gedopt wird wahrscheinlich schon.
Vielleicht auch 1998 in Frankreis WM-Team:

http://www.fr-online.de/sport/verdaechtige-blutproben/-/1472784/4588688/-/index.html
#
ich bin sicher, dass gedopt wird im fußball.
im vergleich zum fußball von vor 20 jahren gibt es im spiel kaum noch ruhephasen, es werden mehr sprints gemacht, es wird eine wesentlich längere gesamtstrecke gelaufen und alles in einem um ein vielfaches erhöhtes tempo, bei immer mehr spielen.

-> ergo: doping wird für die immer kürzer werdenden erholungsphase gebraucht. nicht um schneller zu werden oder muskeln zuzulegen, sondern um die natürliche erholung (pausieren) zu ersetzen.
#
Beim Bodybuildung wurde zB auf gewisse Aminosäuren zurückgegriffen, diese förderten zwar nicht direkt den Muskelaufbau, ermöglichten aber durch verbsssertes Ausdauerverhalten die Möglichkeit die Erschöpfung massiv zu reduzieren, ergo wesentlich mehr Sätze und Wiederholungen zu stemmen.

Wie sagte ein Bekannter, man fühlte sich einfach nicht müde oder angestrengt.

Bei Fuentes in der Kartei waren mehr Fussballer als Radfahrer und ein Schelm, der Böses dabei denkt, daß die plötzlich verschwunden waren.

Ein Profi, der nunmal gedopt in der 80. Minute noch so konzentriert rennen kann, wie ein ungedopter nach 45. hat massive Vorteile.

Die Spitzenjungs schrubben ihre 15 km in einem Spiel ab, wer glaubt, daß da nicht gedopt wird oder daß Doping nicht soviel bringen würde, der soll bitte Bescheid sagen, ich komm dann zum auslachen vorbei.

Bessere Ausdauer heißt auch erhöhte Konzentration während und nach Belastung.

Allein was Flügelflitzer daraus ziehen könnten, 40 Meter sprinten und noch genug Resrven die Flanke konzentriert reinzubringen.
Oder in der 75. Minute mit Ball schneller zu sein, als der Gegenspieler ohne.

Ich glaube, wenn im Fussball so kontrolliert würde wie im Radsport würden viele hier fassungslos vom Stuhl fallen.

Speziell in Italien oder Spanien, wo die Gesellschaft eh weit weniger dopingkritisch ist.


Teilen