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carolus

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Dortelweil-Adler schrieb:
unbeliebtmachmodus ein

ich auch. gibt genug taxifahrer.

unbeliebtmachmodus aus


realitätsmodus ein
die Mär von den akademischen Taxifahrern ist längst als Unsinn widerlegt
realitätsmodus aus
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Dortelweil-Adler schrieb:
diese empirischen studien zum kündigungsschutz würden mich brennend interessieren. wo finde ich die (ist mein ernst)?

IAB-Kurzbericht Nr.15/2004:
Betriebe reagieren kaum auf Änderungen im Kündigungsschutz


http://doku.iab.de/kurzber/2004/kb1504.pdf
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Berlin (Reuters)7. Sept. 2005 - Union und FDP haben in einer Umfrage zur Bundestagswahl erstmals seit Wochen die zur Regierungsbildung nötige Mehrheit verloren.

Union und FDP hätten in der Sonntagsfrage jeweils einen Punkt auf 42 und sechs Prozent verloren, teilten der Fernsehsender RTL und das Magazin "Stern" am Mittwoch unter Berufung auf eine Forsa-Umfrage mit. Die SPD dagegen habe nach dem TV-Duell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel am Sonntag um drei Punkte auf 34 Prozent zugelegt. Die Grünen liegen danach unverändert bei sieben Prozent, die Linkspartei verlor gegenüber der Vorwoche einen Punkt auf acht Prozent."

Mithin:
SPD 34 (+3)
Grüne 7 (+/-0)
Linkspartei 8 (-1)
CDU 42 (-1)
FDP 6 (-1)

Nach dieser aktuellen Forsa-Umfrage hätte Schwarz-Gelb im Moment tatsächlich die Mehrheit verloren. Aber was heißt das schon...
Wenn das Ergebnis so aussähe, müssten wir mit einer großen Koalition rechnen, das würde allerdings ein ziemlich unangenehmes Gezerre bedeuten.


http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=topNews&storyID=2005-09-07T094230Z_01_DEO734941_RTRDEOC_0_DEUTSCHLAND-WAHL-UMFRAGE-1-20050907.xml
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1. Köln
2. Hibernian Edinburgh
3. Dänemark
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[big]M[/big]arylin [big]M[/big]onroe
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SGE-Rocker schrieb:
kurz zur Info... es gibt auch Amis die die Katastrophe etwas anders sehen... meiner Meinung nach richtig!

http://www.michaelmoore.com/words/message/index.php?messageDate=2005-09-02

Es gibt mehr Amis als wir denken, die das anders sehen - aber jedenfalls ein Klasse Beitrag von Michael Moore
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zwerg_nase schrieb:

miep0202 schrieb:
Wirtschaftlich betrachtet macht es möglicherweise mehr Sinn, New Orleans, auch wegen seiner problematischen geografischen Lage, komplett aufzugeben.

stimme ich dir zu. die bausubstanz ist, je länger das wasser steht, nicht mehr zu gebrauchen. die zerstzung schädigender stoffe ist bei der wärme um einiges schenller. die reparatur eines dammes der auf beiden seiten von wasser umspült ist, ist eigentlich ein ding der unmöglichkeit. vor allem weil das wasser aus dem stadtgebiet ja nicht mehr herausläuft. hier ergibt sich das problem, daß der deichfuß extrem aufgeweicht wird, wo soll dann die reparatur anfangen. ich würde daher auhc darauf tippen, daß new orleans mal war. so hart das auch klingen mag.


[big]Republikaner[/big]

"New Orleans Wiederaufbau macht keinen Sinn"

In den USA ist eine Debatte über die Zukunft von New Orleans entbrannt. Der republikanische Sprecher des Abgeordnetenhauses will einen Großteil der Stadt abreißen lassen. Demokratische Abgeordnete aus dem US-Staat Louisiana protestierten umgehend.

Washington - Es sei sinnlos, Milliarden Dollar in den Wiederaufbau einer unter dem Meeresspiegel liegenden Stadt zu stecken, sagte Dennis Hastert. "Es sieht aus, als müsste ein Großteil der Stadt abgerissen werden", fügte er in der Zeitung "Herald of Arlington Heights" hinzu. Es sei keine Frage, dass die Menschen ihre Häuser wieder aufbauen wollten. Gleichzeitig verwies er darauf, dass viel Geld der Versicherungen und der öffentlichen Hand eingesetzt würde. "Wir müssen einen zweiten Blick darauf werfen", zitierte ihn die Zeitung.

Der demokratische Abgeordnete Charlie Melancon nannte die Ausführungen Hasterts "unverantwortlich". Senatorin Mary L. Landrieu forderte den Republikaner auf, sich auf die menschliche Tragödie zu konzentrieren.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,372661,00.html
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little.nick schrieb:
spiegel online schreibt:

Hamburg - Es war die letzte Zuflucht für Zehntausende, die aller Warnungen zum Trotz die Stadt nicht verlassen haben: das Football-Stadion Superdome in New Orleans.

ich will ja wirklich kein Haarspalter sein, aber lies das mal:

Many of those who remain were people who didn’t have transportation to get out. The poverty level here is widely known and there were a lot of people who simply couldn’t afford to leave. They couldn’t just climb into the family car and go.
http://www.msnbc.msn.com/id/9142916/#storyContinued

und damit verabschiede ich mich aus der Debatte.
carolus
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little.nick schrieb:
und nach wie vor: für die, die geblieben sind habe ich nur kopfschütteln übrig

Eh du sowas schreibst, solltest du dich erstmal informieren! die meisten die geblieben sind, hatten keine Möglichkeit, zu fliehen, weil sie keine Autos hatten oder nicht wussten wohin; ein großer Teil von denen ist dann in den Superdome gegangen. Es handelt sich um den ärmsten Teil der Einwohnerschaft von New Orleans

carolus
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tobago schrieb:
aber ob ausgerechnet wir darüber werten sollten ist fraglich.
vor allem an dieser Stelle und in diesem Zusammenhang



Gruß carolus
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@ Adler²
Wenn man hier den Verlust dieser einmaligen Stadt betrauert, bedeutet dies noch lange nicht, dass man für das übrige Unrecht und die Not auf der Welt nicht sensibel ist. Wenn heute Hamburg überschwemmt werden würde und viele Leute ihre Betroffenheit ausdrücken würden, müsste man dann auch mit dem erhobenen Zeigefinger auf Hungersnöte und Aids in der Welt hinweisen?
Ich finde dieses vorgebliche Moralisieren nach dem Motto „die Amis sind doch selber schuld“ in diesem Zusammenhang völlig unpassend und geschmacklos. Wir können uns in einem anderen thread natürlich über die Ungerechtigkeiten in der Welt und den Beitrag, den die USA hierzu zu verantworten haben, unterhalten, aber hier ging es hauptsächlich um New Orleans und in diesem Zusammenhang ist es nichts anderes als menschlich, wenn man das Elend, das dort zur Zeit herrscht, bedauert und den Opfern Anteilnahme signalisiert. Alles andere finde ich dumm und arrogant.
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New Orleans – eine wunderbare Stadt.
Wir waren vor einigen Jahren mal eine ganze Woche in New Orleans und ich bin seitdem verliebt in diese Stadt. Die französischen Traditionen, die Mischung mit afroamerikanischen Einflüssen, die Musik, die offene und leicht verrückte Atmosphäre, weit entfernt von der üblichen amerikanischen Prüderie, haben einmalige Eindrücke bei mir hinterlassen. Im French Quarter stehen täglich an jeder zweiten Ecke Jazz-Bands, es gibt kaum eine Kneipe ohne Live Music – entweder Traditional Jazz, Zydeco oder Cajun Music. Dann, die Preservation Hall, wo man die alte Generation der Jazz-Musiker erleben kann. Ich war zufällig auch in einer Silvesternacht in New Orleans, und was da abgeht, ist Karneval hoch zehn – ähnlich wie an kalendarischen Karneval (Mardi Gras). Zugegeben, vieles findet auch unter touristischen Vorzeichen statt, aber alles strahlt Lebensfreude und Leichtigkeit aus.
Selbst die leicht verslumten Außenbezirke spiegeln auch im Alltag – zumindest oberflächlich betrachtet – eine Sinnesfreude wider, wie man sie in keiner anderen amerikanischen Stadt vorfindet. Bei näherem Hinsehen gibt es natürlich auch dort eine Vielzahl von sozialen und gesellschaftlichen Spannungen. Aber dennoch: Ein wirklich gutes und positives Stück Amerika ist weggeschwemmt worden.
Jetzt wird es wahrscheinlich viele Jahre dauern, bis das alles – wenn überhaupt – sich wieder entfalten kann. Ich bin ansonsten wahrlich kein Freund der Busch-Administration und der ultrareaktionären Teile der amerikanischen Gesellschaft, aber – jenseits aller politischen Fragestellungen (Kyoto etc.) - ich bin sehr traurig über diesen herben Verlust.
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Dr.Ball schrieb:
[@carolus: thx aber es soll unbedingt schwarz / weiss/ rot sein

dann mal dir halt eins
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Bei meiner Oma - glaubt mir, das ist eine Weile her - lag immer das hier rum:
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Koi schrieb:

carolus schrieb:
[quote]
Da wars du ja richtig wohlhabend damals ... immerhin 200 Reichsmark - alle Achtung



ähem....1956? Nein, da hiess unsere Währung schon anders.


ich dachte, das wär dein altes Sparbuch von 1856
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Koi schrieb:



das alte gute Postsparbuch. Was habe ich in diesen Büchern herumgeschrieben!

Da wars du ja richtig wohlhabend damals ... immerhin 200 Reichsmark - alle Achtung
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google_shriber schrieb:
Unser schönes altes Wohnzimmer:



Was macht denn Angela Davies in eurem alten Wohnzimmer?
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ich stand mehr auf den Heimatschnulzen der 50er Jahre