>

Ergaenzungsspieler

4047

#
Gut zu hören, daß tatsächlich ein mittelständischer Familienbetrieb eine Alternative sein könnte. Guter Punkt.

Jugendbetreuer FV Bad Vilbel - ich lasse aber mit Bleiwesten das "gegen den Ball arbeiten" trainieren.
#
- zur Selbständigkeit leider zu feige
- Ehrenamt ist ein guter Punkt. Sollte ich mich endlich mal aufraffen.
#
Maaaaahlzeit,
mein Ziel ist es zum einen mich mal ordentlich auszuweinen – zum anderen interessiert es mich, ob andere in ähnlichen Situationen sind und wie sie mit diesen umgehen.

Ich arbeite seit 10 Jahren bei amerikanischen Unternehmen (Versicherungen / Direktmarketing). Die ersten Jahre waren grandios: Die Leute, mit denen ich zusammengearbeitet habe, hatten Spaß daran neue Dinge auszuprobieren. Mit meinem Chef auf europäischer Ebene (Finne) bin ich sehr gut zurecht gekommen, auch in den Ebenen darüber waren Leute beschäftigt, die die Dinge laufen gelassen habe, solange sie den Eindruck hatten, wir haben unser Geschäft im Griff UND, die Compliance Abt. hatte keinen großen Einfluss.

Im Laufe der Zeit hat sich die Situation stark verändert: Das Geschäft wird bis ins kleinste Detail von Complaince-Anwälten reglementiert, meine Vorgesetzten im Europ. Hauptquartier haben inzwischen noch nicht einmal die Entscheidungsbefugnisse, die ich selbst vor Jahren hatte. Lokal (Deutschland) dürfen wir max. noch Büroklammern ordern. Jede neue Idee wird wahlweise mit den Totschlagargumenten „das ist nicht compliant“ oder „das entspricht nicht unserer policy“ platt gemacht.
Wir verschwenden alle nur noch Zeit damit, unseren jämmerlichen Ergebnisse schönzurechnen und diese heiße Luft alle 6 Monate irgendeinem großen weißen Mann aus dem Amiland mittels einer völlig an den Haaren herbeigezogenen Power Point als Riesenbusiness zu verhökern.

Ein anschauliches Beispiel ist der Parkplatz, den wir in einem benachbarten Hotel gemietet haben. Preis € 150 pro Monat, Kündigungsfrist 2 Wochen zum Monatsende. Einfach. Noch vor ein paar Jahren hätte ich eine Aushilfe rüber geschickt, den Vertrag zu unterschreiben und endepeng. Wir haben 8 Wochen, 2 Compliance Manager und einen Europapräsidenten für diesen lächerlichen Mist gebraucht.
Mein Fazit: So kann man noch nicht mal im Ansatz erfolgreiches Geschäft betreiben. Es liegt für mich auf der Hand, daß das Buch demnächst zugeklappt wird. Und das, wo zumindest unser Markt einiges hergeben würde. Mit nur etwas Mut und Innovation könnten wir genug verdienen, um unseren horrenden Kosten zu rechtfertigen – die Mentalität müsste sich halt entscheidend ändern.

Bei all unseren Partnern (Internationale und Deutsche Banken) sehe ich sehr ähnliche Tendenzen – kein Mensch trifft mehr irgendwelche Entscheidungen. Alles dümpelt mehr oder weniger erfolglos vor sich hin und wird mittels Power Point kunterbunt gemacht; man verballert noch den Innovationsvorsprung vergangener Jahre. Hauptsache der halbgare Mist ist compliant.

Als kleine Therapie habe ich schon für einen meiner Ex-Arbeitgeber (Werbemittelhändler / Familienbetrieb) ein Konzept erarbeitet und geschrieben. Für ein Mittagessen – ich wollte mal wieder ehrliche Arbeit abliefern.

Blöderweise wird unsere unproduktiver Aktionismus noch sehr gut bezahlt. Nach all den Jahren habe ich mir zu einem relativen Spezialisten Entwickelt und kann nicht so einfach ohne deutlichen Gehaltsverlust wechseln. Einmal habe ich schon vom einen zum anderen Ami gewechselt – das selbe in grün.

Ich frage mich:
- ist es heutzutage befriedigender für einen kleinen Laden zu arbeiten (habe das in der Vergangenheit 10 Jahre lang getan)?
- werden in allen internationalen Firmen die Angestellten wie Kinder behandelt, auf dass sie sich wie Kinder benehmen?
- in großen Firmen unter deutscher Führung am End’ auch
- bekommt man für eine befriedigende Arbeit qua Naturgesetz kleines Geld (Bsp. Sozialberufe)
- Sind gut bezahlte „Business“ Tätigkeiten heutzutage nur noch unproduktives Power Point Gepose?

Fragen über Fragen – ggf. machen sich ja andere ähnliche Gedanken. Würde mich interessieren.
#
Mag sein, daß der Blick nach hinten etwas getrübt ist - aber ich habe noch die letzte Aufstiegssaison in Erinnerung, als der Pröll über die komplette Spielzeit KEINEN einzigen Patzer hatte. Sensationell.

Ansich sollte sich doch durch Okas Wechselwunsch die Situation entspannen. Oka bekommt sein verdientes Gnadenbrot in der Operettenliga, Pröll und Fährmann regeln den Rest unter sich.
#
Dortelweil-Adler schrieb:
Ergaenzungsspieler schrieb:
- z.B. März bis Ende Oktober

Weicheier

DA


Rechtsanwälte halt - aus der sozialen Isolation heraus kann man sich seine "Freunde" nicht aussuchen.
#
Moin,
bin seit Jahren in einer Kickrunde - weitgehend körperlos auf technisch HÖCHSTEM (!) Niveau.

Wir hatten die letzten Jahre einen halben Rasenplatz in FFM Ginheim, Montags ab 19:30 Uhr.

Leider scheint dieses Arrangement jetzt zu wanken.

Wer kann uns einen Sportplatz in / um Frankfurt vermitteln:
- Rasen / Kunstrasen
- halber Platz ginge auch
- Flutlich wäre wichtig (da wir gerade im Spätsommer sonst im Dunkeln rumeiern)
- Duschen / Umkleide
- wochentags ab ca. 19:30 Uhr (Montag scheint ein guter Tag zu sein, da die Vereinskicker an diesem Tag weniger trainieren)
- z.B. März bis Ende Oktober

ACHTUNG: Wir sind zahlungswillig und zahlungsfähig

Wenn Ihr etwas wissen solltet, gerne PN an mich.

Dankend
#
DougH schrieb:
Apropo Krankenversicherung.

BKK sparte am falschen Ende
Der Datenschutz-Gau der BKK Gesundheit war nach Einschätzung der des IT-Sicherheitsspezialisten IQ-Net kostengünstig vermeidbar.

„Keine 1.000 Euro hätte die größte deutsche Krankenkasse in ein Datenschutzkonzept investieren müssen, um ihre 1,5 Millionen Versicherten wirkungsvoll vor dem jetzt von Kontraste öffentlich gemachten Datenschutz-Gau zu bewahren“, sagt Ralf Schiemann, Vorstand der IQ-Net AG.
Praktisch alle relevanten Sicherheitsaspekte seien verletzt worden.

http://www.sicherheit.info/SI/cms.nsf/si.ArticlesByDocID/2103895?Open&Channel=SI-IS


naja, so gerne ich auf öffentlich/rechtlichen rummhacke - aber danach sind sie alle da, die Experten.
#
Ergaenzungsspieler schrieb:
Ich habe in 164 übrigens nicht den KSC gemeint.  


Obwohls eine geile Schlagzeile wäre: "Rolf Dohmen kippt BBG"
(oder ist der da wech? Egal!)
#
Ich habe in 164 übrigens nicht den KSC gemeint.
#
municadler schrieb:
Ergaenzungsspieler schrieb:
municadler schrieb:
Ergaenzungsspieler schrieb:
Die BBG bei der Arbeitslosen- und Rentenvercherung lässt sich technisch sehr einfach begründen:
- der Versicherte erhält auch nur die entsprechende Lohnersatzleistung (Rente / ALGI). Wenn die BBG in diesen Bereichen fiele, stünden den Versicherten auch die analog zu Ihren geleisteten Beiträgen korespondierenden Leistungen zu.

Bei der GKV ist das etwas anderes - da (entgegen zu Rente und ALGI) die Leistung nichts mit dem Einkommen zu tun haben.


dann kann sie ja auch fallen in der GKV
wenn der der 3000 euro verdienst sich dies gegenüber dem der 2.000 verdient " anrechnen" lassen muss, warum dann der der 6.000 verdient demgegenüber der 3.000 macht nicht mehr???




Aber genauso könnte man jetzt schon wieder mein Lieblingsargument in den Ring werfen: Warum den Beitrag der Krankendings mit dem Einkommen koppeln, wenn die Leistung nichts mit diesem zu tun hat.

Wollts nur mal so am Rande erwähnen...



ja da gehen unsrere Meinungen eben auseinander ich bin ja dafür dass das Einkommen einen Rolle spielt ( übrigens alle Einkommensarten )
Nur dürfte dies nicht wioe jetzt willkürlich an  der BBG enden..

was hier viele verkennen: es geht mit nichten darum dass der Arbeiter - der arme wie du ihn auch immer nenen  willst nichts mehr bezahlen soll .. nur wenn wir nach Leistungsfähigkeit Sozialbeiträge einfordern wollen, warum koppeln wir es dann ausschliesslich an die Lohnkosten?
das Ergebniss einer Einbeziehung aller einkommsarten würde für einen grossen Teil erheblich weniger Beitrag bedeuten. Grad für die ( Lohn) Mittelschicht die doch angeblich der FDP so am Herzen liegt ...


Wie schon von Dir erwähnt, weichen unsere Meinungen hier komplett voneinender ab. Was würdest Du sagen, wenn der, dessen Kapitalerträge sozialversicherungspflichtig wären, dann auch mit Recht Rente und ALGI verlangen würde; und - viel wichtiger - was würde Karlsruhe dazu sagen?

Aber wie gesagt - wir drehen uns munter im Kreise.
#
municadler schrieb:
Ergaenzungsspieler schrieb:
Die BBG bei der Arbeitslosen- und Rentenvercherung lässt sich technisch sehr einfach begründen:
- der Versicherte erhält auch nur die entsprechende Lohnersatzleistung (Rente / ALGI). Wenn die BBG in diesen Bereichen fiele, stünden den Versicherten auch die analog zu Ihren geleisteten Beiträgen korespondierenden Leistungen zu.

Bei der GKV ist das etwas anderes - da (entgegen zu Rente und ALGI) die Leistung nichts mit dem Einkommen zu tun haben.


dann kann sie ja auch fallen in der GKV
wenn der der 3000 euro verdienst sich dies gegenüber dem der 2.000 verdient " anrechnen" lassen muss, warum dann der der 6.000 verdient demgegenüber der 3.000 macht nicht mehr???




Aber genauso könnte man jetzt schon wieder mein Lieblingsargument in den Ring werfen: Warum den Beitrag der Krankendings mit dem Einkommen koppeln, wenn die Leistung nichts mit diesem zu tun hat.

Wollts nur mal so am Rande erwähnen...
#
Die BBG bei der Arbeitslosen- und Rentenvercherung lässt sich technisch sehr einfach begründen:
- der Versicherte erhält auch nur die entsprechende Lohnersatzleistung (Rente / ALGI). Wenn die BBG in diesen Bereichen fiele, stünden den Versicherten auch die analog zu Ihren geleisteten Beiträgen korespondierenden Leistungen zu.

Bei der GKV ist das etwas anderes - da (entgegen zu Rente und ALGI) die Leistung nichts mit dem Einkommen zu tun haben.
#
Bigbamboo schrieb:
Ergaenzungsspieler schrieb:
Mir werden jetzt die Zitate der 4. bis 5. Generation zu unübersichtlich, deswegen füge ich mal fröhlich ein:
...

Dann lösche doch einfach da, was Du nicht brauchst, raus.


Ergaenzungsspieler schrieb:
...
Richtig. Das wird aber dauern, bis die sich mit wettbewerbsfähigen Produkten auf den deutschen Markt wagen. Eher werden deutsche GEsellschaft gekauft. Ob die Vertrickbuchung der eingenommenen Prämien nicht kontrollierbar ist weiß ich nicht. ABER - die unterstehen der Bafin.
...

Bafin, Bafin? Sind das nicht auch die, die die Banken kontrollieren?  
Ergaenzungsspieler schrieb:
... Das ist aber kein Argument dafür. Soll ich jetzt etwa mit falschen Einkommenssteuerbescheiden oder willkürlichen SVs kontern?  

Wieso ist das kein Argument? Da geht's um die Verarbeitung der gleichen Datensätze - die einen können's, die anderen nicht.

Du kamst doch mit der Behauptung, dass eine privatwirtschaftliche Lösung überlegen sei.





Die verbödete Bafin in Frankfurt regelt die Banken. Die für Versischerunge zuständige in Bonn ist bestimmt total auf Zack.
Aber im Ernst - wer kontrolliert denn im Moment die Ausgaben der GKVs?

"Du kamst doch mit der Behauptung, dass eine privatwirtschaftliche Lösung überlegen sei."
Dabei bleibe ich auch, wobei ich überlegnen durch effektiver ersetzen würde. Du hast ein Beispiel genannt, wo nach Deiner Wahrnehmnung die Fehlerquote bei privaten höher ist als die bei staatlichen. Und jetzt kommen wir zum phylosophischen Teil: Ist das eine deswegen besser / effektiver als das andere?
#
Mir werden jetzt die Zitate der 4. bis 5. Generation zu unübersichtlich, deswegen füge ich mal fröhlich ein:

Zitat Bigbamboo:
"Bei einem rein privatwirtschaftlich organisierten Modell haben wir mindestens auch alle europäischen Versicherer im Boot - und wo die die eingenommenen Prämien dann anlegen ist auch wieder nicht kontrollierbar. "

Richtig. Das wird aber dauern, bis die sich mit wettbewerbsfähigen Produkten auf den deutschen Markt wagen. Eher werden deutsche GEsellschaft gekauft. Ob die Vertrickbuchung der eingenommenen Prämien nicht kontrollierbar ist weiß ich nicht. ABER - die unterstehen der Bafin.

(falsche Kfz-Police / korrekter KfZ-Steuerbescheid)
Zitat Bigbamboo:  
"Nö, der Hinweis soll nur aufzeigen, dass es durchaus staatlich Systeme gibt, die weitaus besser funktionieren, als die privatwirtschaftlichen Modelle."

Das ist aber kein Argument dafür. Soll ich jetzt etwa mit falschen Einkommenssteuerbescheiden oder willkürlichen SVs kontern?
#
Dirty-Harry schrieb:
Ergaenzungsspieler schrieb:
Dirty-Harry schrieb:
Ergaenzungsspieler schrieb:
Dirty-Harry schrieb:
Dortelweil-Adler schrieb:
Dirty-Harry schrieb:
Ergänzungsspieler,

Ich faße Deine Ausführungen zusammen:

- Nachteil der SV ist die Koppelung an das Einkommen
- Nachteil ist die Zahl der im Rahmen der Familienversicherung mitversicherten
- die Kranken an den kosten beteiligen, es wird ja günstiger
- der zivi hat die kranken zum Arzt gefahren, die dort den neuen Lesezirkel lesen wollten( Schade das Dr. Zivi, der ja offensichtlich bestens über das Krankheitsbild seiner Fahrgäste informiert ist, nicht gleich selbst behandelt hat)

Ich hab selten so einen dummen  Mist gelesen.


Ich muss da mal nachhaken. Außer dess Du im Eröffnungsbeitrag die Kopfpauschale für Käse hältst und das was E. hier schreibt für Mist, hast Du ja noch keinen konkreten Vorschlag gemacht wie es funktionieren könnte.

Darf ich das so verstehen dass Du das jetzige System gut findest?

DA


Das thema lautete ja auch Kopfpauschale.

Aber die Frage kann ich dir gerne ansatzweise beantworten. Möchte es dabei aber nur auf grundsätzliche Bereiche beschränken:

Bürgerversicherung( weg mit den unzähligen Geschaftsführern und Vorständen)
Weg mit dem Sonderstatus von Do-Angestellten und Beamten und deren aus dem Mittelalter hergeführten Beihilfeansprüchen.Stattdessen deren Versicherungspflicht in der GKV!!
Durch eine Einheitsversicherung wird der Verwaltungapparat aber so was von schlanker. Alleine die unzähligen Risikostrukturausgleiche fallen weg.

Zurück zu der alten Regelung in der gesetzl. KV , daß die Mittel nur noch für die eigentl. gesetzl. Aufgaben verwendet werden dürfen und damit Werbung verboten ist.
so ist es ein Unding, daß kranke zuzahlen aber Gesunde mit der Übernahme irgendwelcher Kurse( u.a Sauna und Fitn.- Studio) geködert werden.

Verbindliche einheitliche Regelungen für alle Krankenkassen oder die Krankenkasse auf Bundesebene.
Es geht nicht an , daß wir für jede Kassenart , in jedem Bundeland unzählige hochbezahlte Angestellte beschäftigen, die ihr eigenes Ding machen . Primär mit den kämpfen zw. den krankenkassen beschäftigen.

Verbindliche Veträge auf Bundesebene für Arzneien, Heil- und Hilfsmittel für dann nur eine Kassenart.


Du spricht Nachteile des jetzigen Systems richtig an, ziehst nur andere Schlüsse daraus als ich das tue. Der Wildwuchs der vielen GKVs mit entsprechendem Kostenapparat vereinigt die Nachteile beider Phylosophien:
- mehr oder weniger einheitliche Leistung für alle (kein wirklicher Wettbewerb)
- massive Verwaltungskosten durch dezentrale Organistion

Ich habe halt die Befürchtung, daß ein zentral gesteuertes staatliches System nicht effektiv arbeitet und setze darauf, daß ein privat nach den Prinzipen einer Versicherung organisiertes die Kosten soweit senken kann, daß daraus besserer sozialer Ausgleich geschaffen werden kann.

Anderer Meinung bin ich auch bei der Förderung von Prävention - ob das jetzt ausgerechnet ein Fitnesstudio sein muß, vermag ich nicht zu beurteilen. Trotzdem finde ich es gut Maßnahmen zu fördern, die die Gesundheit erhalten und somit dem einzelen Menschen und der Solidargemeinschaft nützen.

Wir geraten dewegen so trefflich aneinander, weil wir hier von größtenteils ideologisch motivierten Modellen sprechen.

Ich bin bei weitem kein Experte, verwende lediglich meine als Verbraucher und Versicherungsmensch gemachten Erfahrungen. Wahrscheinlich kann ich deswegen so erstaunlich selbstbewust argumentieren, weil mir das für eine tatsächlich umesetzbare Lösung nötige tiefe Wissen einfach mal fehlt. Mag sein.

Trotzdem erhalte ich meine Meinung aufrecht, daß eine Entkoppelung vom Einkommen und die Einführung regulativer versicherungstechnischer Elemente zu einem besseren und gerechteren System führen können.


Prävention ist natürlich ein elementarer Bestandteil der GKV und muß es auch immer bleiben.

Aber noch einmal konkret zu Deinen Grundgedanken.

Wie sollen die Kinder finanziert werden, wenn nicht über die kostenfreie Mitversicherung? Wenn Du jetzt mit dem Argument aus Steuern kommst, kannst Du sie doch gleich bei der GKV umsonst drinn lassen.

Warum ist ein Prozentsatz vom Bruttoeinkommen denn nicht gerecht ? Steuern werden doch auch in etwa so aufgebracht.


Logo kommt mein Steuerargument, weil:
- das Gesundheitssystem muß sich selber mindestens finanzieren können, deswegen Prämien pro versicherter Person
- das Steuersystem hat die Aufgaben zu steuern und damit Familien zu fördern.

So würde ich auch Deine Frage beantworten ("Warum ist ein Prozentsatz vom Bruttoeinkommen denn nicht gerecht ? Steuern werden doch auch in etwa so aufgebracht."): Wegen der voneinander abweichenden Aufgabenstellung beider Systeme.


Damit wäre der Solidaritätsgedanke der GKV beseitigt.Warum sollte man dies tun?
Ich seh die abweichende Aufgabenstellung halt insofern nicht.

Bei den Steuern- um bei dem hergeholten Beispiel- zu bleiben, würde doch niemand auf den Gedanken kommen, daß jeder Bürger mit einer einkommensunabhängigen Steuerpauschale die Staatsaufgaben finanziert.


Eben drehen wir uns im Kreis, Dirty-Harry.

Unterschätze nicht den solidarischen Aspekt der solidargemeinschaft einer Vericherung.

"Bei den Steuern- um bei dem hergeholten Beispiel- zu bleiben, würde doch niemand auf den Gedanken kommen, daß jeder Bürger mit einer einkommensunabhängigen Steuerpauschale die Staatsaufgaben finanziert."
Ja....aber, äh - stützt Du damit nicht meine Argumentation?
#
Dirty-Harry schrieb:
Ergaenzungsspieler schrieb:
Dirty-Harry schrieb:
Dortelweil-Adler schrieb:
Dirty-Harry schrieb:
Ergänzungsspieler,

Ich faße Deine Ausführungen zusammen:

- Nachteil der SV ist die Koppelung an das Einkommen
- Nachteil ist die Zahl der im Rahmen der Familienversicherung mitversicherten
- die Kranken an den kosten beteiligen, es wird ja günstiger
- der zivi hat die kranken zum Arzt gefahren, die dort den neuen Lesezirkel lesen wollten( Schade das Dr. Zivi, der ja offensichtlich bestens über das Krankheitsbild seiner Fahrgäste informiert ist, nicht gleich selbst behandelt hat)

Ich hab selten so einen dummen  Mist gelesen.


Ich muss da mal nachhaken. Außer dess Du im Eröffnungsbeitrag die Kopfpauschale für Käse hältst und das was E. hier schreibt für Mist, hast Du ja noch keinen konkreten Vorschlag gemacht wie es funktionieren könnte.

Darf ich das so verstehen dass Du das jetzige System gut findest?

DA


Das thema lautete ja auch Kopfpauschale.

Aber die Frage kann ich dir gerne ansatzweise beantworten. Möchte es dabei aber nur auf grundsätzliche Bereiche beschränken:

Bürgerversicherung( weg mit den unzähligen Geschaftsführern und Vorständen)
Weg mit dem Sonderstatus von Do-Angestellten und Beamten und deren aus dem Mittelalter hergeführten Beihilfeansprüchen.Stattdessen deren Versicherungspflicht in der GKV!!
Durch eine Einheitsversicherung wird der Verwaltungapparat aber so was von schlanker. Alleine die unzähligen Risikostrukturausgleiche fallen weg.

Zurück zu der alten Regelung in der gesetzl. KV , daß die Mittel nur noch für die eigentl. gesetzl. Aufgaben verwendet werden dürfen und damit Werbung verboten ist.
so ist es ein Unding, daß kranke zuzahlen aber Gesunde mit der Übernahme irgendwelcher Kurse( u.a Sauna und Fitn.- Studio) geködert werden.

Verbindliche einheitliche Regelungen für alle Krankenkassen oder die Krankenkasse auf Bundesebene.
Es geht nicht an , daß wir für jede Kassenart , in jedem Bundeland unzählige hochbezahlte Angestellte beschäftigen, die ihr eigenes Ding machen . Primär mit den kämpfen zw. den krankenkassen beschäftigen.

Verbindliche Veträge auf Bundesebene für Arzneien, Heil- und Hilfsmittel für dann nur eine Kassenart.


Du spricht Nachteile des jetzigen Systems richtig an, ziehst nur andere Schlüsse daraus als ich das tue. Der Wildwuchs der vielen GKVs mit entsprechendem Kostenapparat vereinigt die Nachteile beider Phylosophien:
- mehr oder weniger einheitliche Leistung für alle (kein wirklicher Wettbewerb)
- massive Verwaltungskosten durch dezentrale Organistion

Ich habe halt die Befürchtung, daß ein zentral gesteuertes staatliches System nicht effektiv arbeitet und setze darauf, daß ein privat nach den Prinzipen einer Versicherung organisiertes die Kosten soweit senken kann, daß daraus besserer sozialer Ausgleich geschaffen werden kann.

Anderer Meinung bin ich auch bei der Förderung von Prävention - ob das jetzt ausgerechnet ein Fitnesstudio sein muß, vermag ich nicht zu beurteilen. Trotzdem finde ich es gut Maßnahmen zu fördern, die die Gesundheit erhalten und somit dem einzelen Menschen und der Solidargemeinschaft nützen.

Wir geraten dewegen so trefflich aneinander, weil wir hier von größtenteils ideologisch motivierten Modellen sprechen.

Ich bin bei weitem kein Experte, verwende lediglich meine als Verbraucher und Versicherungsmensch gemachten Erfahrungen. Wahrscheinlich kann ich deswegen so erstaunlich selbstbewust argumentieren, weil mir das für eine tatsächlich umesetzbare Lösung nötige tiefe Wissen einfach mal fehlt. Mag sein.

Trotzdem erhalte ich meine Meinung aufrecht, daß eine Entkoppelung vom Einkommen und die Einführung regulativer versicherungstechnischer Elemente zu einem besseren und gerechteren System führen können.


Prävention ist natürlich ein elementarer Bestandteil der GKV und muß es auch immer bleiben.

Aber noch einmal konkret zu Deinen Grundgedanken.

Wie sollen die Kinder finanziert werden, wenn nicht über die kostenfreie Mitversicherung? Wenn Du jetzt mit dem Argument aus Steuern kommst, kannst Du sie doch gleich bei der GKV umsonst drinn lassen.

Warum ist ein Prozentsatz vom Bruttoeinkommen denn nicht gerecht ? Steuern werden doch auch in etwa so aufgebracht.


Logo kommt mein Steuerargument, weil:
- das Gesundheitssystem muß sich selber mindestens finanzieren können, deswegen Prämien pro versicherter Person
- das Steuersystem hat die Aufgaben zu steuern und damit Familien zu fördern.

So würde ich auch Deine Frage beantworten ("Warum ist ein Prozentsatz vom Bruttoeinkommen denn nicht gerecht ? Steuern werden doch auch in etwa so aufgebracht."): Wegen der voneinander abweichenden Aufgabenstellung beider Systeme.
#
Bigbamboo schrieb:
Ergaenzungsspieler schrieb:
...
Ziel sollte sein, das Gesundheutssystem privat zu organisieren - mit entsprechenden Kontrollen durch den Staat und sozialem Ausgleich durch Steuern.
Mein bereits genanntes Positivbeispiel ist die KFZ Haftpflicht mit relativ stabilen Kosten. ...


So privat und so kontrolliert wie das Bankenwesen?

Btw: Ich habe noch nie von einem falschen KFZ-Steuerbescheid gehört, jedoch bereits unzählige Fälle falscher KFZ-Versicherungspolicen mit eigenen Augen erblicken müssen.  


Im Bankenskandal haben die Banken und die Kontrolle versagt. Ja.
ABER:
- bei den Banken hatte das ganze sehr starke globale Ursachen - die Kontrollmechanismen hinken der Internationalität hinterher
- staatliche Banken haben die selben Fehler gemacht
- ich denke, noch nicht mal Du möchtest jetzt das Bankwesen verstaatlichen

KfZ-Policen / KfZ-Steuerbescheide: Glaube ich Dir jetzt einfach mal. Aber auch hier mein neues Totschlagargument: Möchtest Du deswegen die KFZ-Versicherungen verstaatlichen?
Potenziell falsche Policen reklamiere ich oder schicke sie an den allseits beliebten Ombudsmann - ist das wirklich ein elementares Problem?
#
JaNik schrieb:
Der freie Wettbewerb der PKVs hat doch bisher nur dazu geführt, dass sich Gesunde dem gesetzlichen System entzogen haben und deshalb die PKVs vermeintlich günstiger sind. Wobei sich das auch relativieren würde, wenn man die PKVs verpflichten würde Versicherungsnehmer auch zu behalten, wenn diese z.B. zu Sozialfällen werden - aber nein, da schickt man die schön wieder in die GKV zurück.

Ich sehe nicht ein, warum der Staat das System der PKVs derart mit Geld überhäuft. Und ich sehe da nur eine Alternative: nämlich ein ganzheitliches System indem für alle KVs die gleichen Regeln gelten und auch alle ein gleiches Grundmaß an Leistungen anbieten müssen (und genau das muss der Staat regeln nicht mehr und nicht weniger - wer darüber hinaus etwas anbietet soll das tun). Und in diese KVs muss jeder zu einem Betrag aufgenommen werden, den er sich leisten kann und nicht den, der sich aus seiner Risikoklasse berechnet. Und da muss dann auch jeder Beamte und Selbständige rein.

Wer das Solidarprinzip im Gesundheitswesen zerstört, wird sich über die Konsequenzen ganz schön wundern. So ein gewaltiger zivilisatorischer Rückschritt kann eine Gesellschaft bis ins Mark erschüttern.


Bestätigt - das derzeitige System, in dem sich die PKVs die Rosinen herauspicken hinkt gewaltig. Jedem die Möglichkeit einzuräumen sich eine PKV auszusuchen wäre dann mal mein Ziel. Für chronisch Kranke erhalten die Kassen einen staatlichen Zuschuß.
Weil - größere Effektivität durch Wettbewerb usw. (wie bereits erwähnt)
#
Dirty-Harry schrieb:
Dortelweil-Adler schrieb:
Dirty-Harry schrieb:
Ergänzungsspieler,

Ich faße Deine Ausführungen zusammen:

- Nachteil der SV ist die Koppelung an das Einkommen
- Nachteil ist die Zahl der im Rahmen der Familienversicherung mitversicherten
- die Kranken an den kosten beteiligen, es wird ja günstiger
- der zivi hat die kranken zum Arzt gefahren, die dort den neuen Lesezirkel lesen wollten( Schade das Dr. Zivi, der ja offensichtlich bestens über das Krankheitsbild seiner Fahrgäste informiert ist, nicht gleich selbst behandelt hat)

Ich hab selten so einen dummen  Mist gelesen.


Ich muss da mal nachhaken. Außer dess Du im Eröffnungsbeitrag die Kopfpauschale für Käse hältst und das was E. hier schreibt für Mist, hast Du ja noch keinen konkreten Vorschlag gemacht wie es funktionieren könnte.

Darf ich das so verstehen dass Du das jetzige System gut findest?

DA


Das thema lautete ja auch Kopfpauschale.

Aber die Frage kann ich dir gerne ansatzweise beantworten. Möchte es dabei aber nur auf grundsätzliche Bereiche beschränken:

Bürgerversicherung( weg mit den unzähligen Geschaftsführern und Vorständen)
Weg mit dem Sonderstatus von Do-Angestellten und Beamten und deren aus dem Mittelalter hergeführten Beihilfeansprüchen.Stattdessen deren Versicherungspflicht in der GKV!!
Durch eine Einheitsversicherung wird der Verwaltungapparat aber so was von schlanker. Alleine die unzähligen Risikostrukturausgleiche fallen weg.

Zurück zu der alten Regelung in der gesetzl. KV , daß die Mittel nur noch für die eigentl. gesetzl. Aufgaben verwendet werden dürfen und damit Werbung verboten ist.
so ist es ein Unding, daß kranke zuzahlen aber Gesunde mit der Übernahme irgendwelcher Kurse( u.a Sauna und Fitn.- Studio) geködert werden.

Verbindliche einheitliche Regelungen für alle Krankenkassen oder die Krankenkasse auf Bundesebene.
Es geht nicht an , daß wir für jede Kassenart , in jedem Bundeland unzählige hochbezahlte Angestellte beschäftigen, die ihr eigenes Ding machen . Primär mit den kämpfen zw. den krankenkassen beschäftigen.

Verbindliche Veträge auf Bundesebene für Arzneien, Heil- und Hilfsmittel für dann nur eine Kassenart.


Du spricht Nachteile des jetzigen Systems richtig an, ziehst nur andere Schlüsse daraus als ich das tue. Der Wildwuchs der vielen GKVs mit entsprechendem Kostenapparat vereinigt die Nachteile beider Phylosophien:
- mehr oder weniger einheitliche Leistung für alle (kein wirklicher Wettbewerb)
- massive Verwaltungskosten durch dezentrale Organistion

Ich habe halt die Befürchtung, daß ein zentral gesteuertes staatliches System nicht effektiv arbeitet und setze darauf, daß ein privat nach den Prinzipen einer Versicherung organisiertes die Kosten soweit senken kann, daß daraus besserer sozialer Ausgleich geschaffen werden kann.

Anderer Meinung bin ich auch bei der Förderung von Prävention - ob das jetzt ausgerechnet ein Fitnesstudio sein muß, vermag ich nicht zu beurteilen. Trotzdem finde ich es gut Maßnahmen zu fördern, die die Gesundheit erhalten und somit dem einzelen Menschen und der Solidargemeinschaft nützen.

Wir geraten dewegen so trefflich aneinander, weil wir hier von größtenteils ideologisch motivierten Modellen sprechen.

Ich bin bei weitem kein Experte, verwende lediglich meine als Verbraucher und Versicherungsmensch gemachten Erfahrungen. Wahrscheinlich kann ich deswegen so erstaunlich selbstbewust argumentieren, weil mir das für eine tatsächlich umesetzbare Lösung nötige tiefe Wissen einfach mal fehlt. Mag sein.

Trotzdem erhalte ich meine Meinung aufrecht, daß eine Entkoppelung vom Einkommen und die Einführung regulativer versicherungstechnischer Elemente zu einem besseren und gerechteren System führen können.
#
Dirty-Harry schrieb:
Ergänzungsspieler,

Ich faße Deine Ausführungen zusammen:

- Nachteil der SV ist die Koppelung an das Einkommen
- Nachteil ist die Zahl der im Rahmen der Familienversicherung mitversicherten
- die Kranken an den kosten beteiligen, es wird ja günstiger
- der zivi hat die kranken zum Arzt gefahren, die dort den neuen Lesezirkel lesen wollten( Schade das Dr. Zivi, der ja offensichtlich bestens über das Krankheitsbild seiner Fahrgäste informiert ist, nicht gleich selbst behandelt hat)

Ich hab selten so einen dummen  Mist gelesen.


Wenn das für Dich Mist ist, ist das komplette auf der Welt übliche und in vielen Bereichen gut funktionierende System der Versicherung auch Mist.

Nur schade, daß die Alternative im Begriff ist gegen die Wand zu fahren.