Luca_SGE
226
Danke für das Feedback!
Ja, das sind offene Fragen, die sich wohl nicht beantworten lassen und wo solche Auswertungen ans Limit stoßen. Von Verschwörungstheorien über Vorsatz ganz zu schweigen.
Vielleicht waren wir auch einfach nur zu brav. Man blicke zurück auf Fortuna Düsseldorf in der Rückrunde 2011/2012. Da wurde sich sogar beschwert, dass ständig Top-Schiedsrichter angesetzt wurden 😁
Ja, das sind offene Fragen, die sich wohl nicht beantworten lassen und wo solche Auswertungen ans Limit stoßen. Von Verschwörungstheorien über Vorsatz ganz zu schweigen.
Vielleicht waren wir auch einfach nur zu brav. Man blicke zurück auf Fortuna Düsseldorf in der Rückrunde 2011/2012. Da wurde sich sogar beschwert, dass ständig Top-Schiedsrichter angesetzt wurden 😁
Gude,
über das Niveau der Bundesliga-Schiedsrichter insgesamt und auch der Sinnhaftigkeit des VAR in der aktuellen Anwendung habe ich mich ja zuletzt in einem anderen Thread ausgelassen.
Losgelöst von diesen Ärgernissen und Emotionen kam mir am WE die Idee eine Auswertung im Scope der Bundesliga-Vereine und der bisherigen Schiedsrichterleistungen in dieser Saison 2025/2026 zu starten. Die Intention war ein möglichst "objektiver" Blick, wie es sich bei den bisherigen Spielen und Erfahrungen der SGE im Vergleich zu anderen Teams verhielt. Und zwar sollte der Blick weniger in die Richtung "Fingerpointing" gehen wie bei der Betrachtung/Benotung eines einzelnen Schiedsrichters, sondern vielmehr auf die Kombination mit den Vereinen heruntergebrochen werden.
Einen eigenen Thread wollte ich Euch dafür aber nicht zumuten.
Vorab: Primär habe ich dabei die Kicker-Noten sowie auch partiell die "Wahre Tabelle" herangezogen. Wer von diesen (zugegebenermaßen nicht komplett objektiven) Metriken gar nichts hält, sollte am besten an dieser Stelle aufhören zu lesen
Umgekehrt, bei weiterem Interesse sollte es technisch überhaupt kein Issue sein eine solche Auswertung an späterer Stelle (z.B. nach Saisonende) mit mehr Daten erneut auszuführen (meiner programmiertechnischen Würgeschlange sei Dank)...
Weiterer Disclaimer:
- Die Kicker-Note ist natürlich je Spiel eine Beurteilung des ganzen Schiedsrichterteams. Insb. spielt es hier auch rein, wie gut der VAR interveniert oder auch nicht. Für die Auswertungszwecke unten habe ich den Hauptschiedsrichter, analog der Übersicht in der Kicker-Spielinfo, herangezogen.
- Formale Ausschlüsse wie "Schiedsrichter x darf Verein y nicht pfeifen wegen regionaler Nähe" o.ä. habe ich hierbei nicht näher betrachtet. Vielmehr einen eher übergreifenden Blick auf Basis gewisser Statistiken und Verteilungen über die ganze Saison hinweg.
Ausgangspunkte:
Einen Überblick über die bisherigen Durchschnittsnoten der einzelnen Schiedsrichter in der Bundesliga beim Kicker findet man ja bereits hier:
https://www.kicker.de/bundesliga/schiedsrichterstatistik/2025-26/23
Für mich war nun der Zuschnitt auf die einzelnen Vereine interessant. Daher findet Ihr unten bzw. unter dem u.a. Link eine Zusammenfassung aggregierter Informationen auf Basis der bisherigen Einzelspiele der Spieltage 1-23:
https://s1.directupload.eu/images/260223/nsbtx2tt.png
Die vorletzte Spalte bezieht sich auf die Punktabweichung, die es insgesamt im Vergleich zur "Wahren Tabelle" gibt und die letzte Spalte ist davon der betragliche Wert.
Was fällt auf?
- Der Wertebereich der Durchschnittsnoten schwankt schon ziemlich stark über die 18 Vereine. Die Durchschnittsnote über alle Spiele beträgt übrigens 3,09.
- Bei unseren Spielen haben die Schiedsrichter im Schnitt eine ziemlich schwache Durchschnittsnote erhalten (Platz 16). Zudem ist die Standardabweichung/Streuung recht gering. Das spricht dann tendenziell dafür, dass die Leistungen häufiger in dieser moderaten bis schlechteren Note beurteilt wurden.
- Umgekehrt ist bei unseren Spielen nur ein negativer Ausreißer auffällig (Note 6 für Schröder beim Heimspiel gegen Leverkusen), abgesehen davon hat der Kicker gar nicht so viele Spiele richtig schwach (mangelhaft) beurteilt. Vielmehr gab es deutlich weniger gut bewertete Leistungen im Vergleich zu anderen Vereinen. Siehe insbesondere
die Grafik unter dem Link weiter unten bzgl. der relativen Häufigkeit der Noten im Vergleich zu allen Einzelspielen.
- Übrigens, für das ausstehende Nachholspiel HSV gegen Leverkusen vom 17. Spieltag müsste eigentlich Dr. Robin Braun nominiert werden, wenn man diese rein statistische Brille auf hat (der HSV würde sich freuen nach dem Spiel am letzten Freitag ).
- Ein direkter Zusammenhang zwischen der Durchschnittsnote und dem aktuellen Tabellenplatz in der Bundesliga ist natürlich vollkommener Quatsch.
- Ebenso sehe ich die Gründe für unser mäßiges Abschneiden ganz klar auf sportlicher Seite (eigene Schwäche, Verletzungspech, etc.). Schiri-Pech kam dann vereinzelt dazu, aber erklärt sicherlich nicht den großen Abstand auf die Top 6.
- Allerdings ist die Betrachtung eines möglichen Zusammenhangs zwischen der Durchschnittsnote und dem Betrag der Punkte-Korrekturen der "Wahren Tabelle" (Stand 22. Spieltag), siehe letzte Spalte der o.a. Tabelle, recht interessant. Hierbei ist ein Pearsonscher Korrelationskoeffizient von 0,46 zu beobachten. 1 wäre ein perfekter (linearer) Zusammenhang, 0 gar keiner und ein negativer Wert ein gegenläufiger Zusammenhang.
- Der Wert von 0,46 entspricht einer eher moderaten Korrelation. Nach dem Motto "eine schlechtere Kicker-Note lässt teilweise auf betraglich höhere Korrekturen der "Wahren Tabelle" schließen (oder auch umgekehrt)". Einerseits interessant, dass dieser Wert nicht sooo gering ist. Andererseits sicherlich plausibel, dass dieser nicht
deutlich höher ist. Beispielsweise würde ein nicht gegebener Platzverweis, wenn es eine klare Fehlentscheidung ist und früh im Spiel passiert, eher nicht zu einer Punktekorrektur bei "Wahre Tabelle" führen, aber zu einer schlechten Kicker-Note. Zudem sind die beiden Quellen (Kicker-Noten seitens Kicker-Reportern/-Redaktion vs "Wahre Tabelle"-Korrekturen seitens der Community zwangsläufig nie komplett konsistent. Dennoch wie ich finde eine recht interessante Analyse. Hieraus lässt sich aber keinesfalls eine Aussage in Richtung Bevorzugung vs Benachteiligung einzelner Klubs schließen. Denn: bei einer krassen Fehlentscheidung sollte es eine schlechte Kicker-Note geben, aber sowohl eine Mannschaft, die bevorzugt wurde als auch eine, die benachteiligt wurde.
- Wir sind übrigens mit "-4" in der vorletzten Spalte der o.a. Tabelle die Mannschaft, die am schlechtesten im Vergleich zur "Wahren Tabelle" da steht. Das liegt primär an jeweils zwei Punkten zu wenig gegen Heidenheim (glasklar und keine Grüße an Hr. Dingert) sowie gegen Wolfsburg (kann man drüber streiten wie ich finde).
Hier nun die Grafik der Notenverteilung/-häufigkeit im Vergleich zu allen Spielen der bisherigen Saison 2025/2026:
https://s1.directupload.eu/images/260223/kxy7bhsx.png
Wie kommt es nun, dass die SGE so schlecht im Vergleich zu anderen Teams da steht?
- Performen die Schiedsrichter bei unseren Spielen strukturell schlechter als bei anderen Teams? Nein, nimmt man den Ausreißer gegen Leverkusen raus, ist die Durchschnittsnote recht nah an der Durchschnittsnote der jeweiligen Schiedsrichter, die bei unseren Spielen zugeteilt wurden. Das gibt sich nicht viel.
- Besteht eine Konzentration bei einzelnen Schiedsrichtern, die uns diese schlechte Durchschnittsnote "einbrocken"? Nein, in 23 Spielen in dieser Saison haben uns 18 verschiedene Hauptschiedsrichter gepfiffen und keiner davon mehr als 2 Spiele.
- Haben wir eher die "schlechteren Schiedsrichter" zugeteilt bekommen? A-posteriori wohl ja. Von den Schiedsrichtern aus dem besten Drittel (bezogen auf die Kickernoten) hatten wir nur 5 Spiele und aus dem mittleren und hinteren Drittel jeweils 9 Spiele. Das ist schon ein signifikanter Unterschied. Und hier liegt aus meiner Sicht der Kern der Unterschiede bzw. des Rankings im Vergleich zu anderen Vereinen (ganz losgelöst von Ärgernissen wie beim Spiel in Heidenheim).
- Haben wir - gemessen an der Leistungseinschätzung aus der Vorsaison - die eher "schlechteren Schiedsrichter" zugeteilt bekommen? Puh, das kann z.B. Werner sicherlich besser beantworten. Ich würde intuitiv und vorsichtig sagen "teilweise ja". Einerseits hatten wir denke ich schon eher mehr in der Bundesliga unerfahrene oder eher schwächer einzuschätzende Schiedsrichter in dieser Saison gehabt. Andererseits haben aber auch manch stärker eingeschätzte Schiedsrichter (z.B. Schlager, Jablonski) laut Kicker-Noten nicht so stark wie in der Vorsaison performed und sind nur im mittleren Drittel eingeordnet.
Viel Text und wie gesagt basierend auf einem Bewertungsschema, über deren komplette Objektivität man streiten kann. Aber ich hoffe, dass das für Einige von Euch zumindest ein wenig aufschlussreich oder auch interessant war.
Ich persönlich bleibe bei meiner kritischen Grundhaltung gegenüber dem allgemeinen Schiedsrichter-Niveau in Deutschland, auch losgelöst von unseren Spielen (siehe z.B. Mainz gegen HSV am letzten Freitag). Die o.a. Auswertungen haben aber zumindest ein wenig das subjektive Empfinden bestätigt, dass wir diese Saison wahrlich nicht die besten Schiedsrichterleistungen bewundern durften, jedoch die Streuung in den Kicker-Noten unserer Spiele geringer als vermutet war.
über das Niveau der Bundesliga-Schiedsrichter insgesamt und auch der Sinnhaftigkeit des VAR in der aktuellen Anwendung habe ich mich ja zuletzt in einem anderen Thread ausgelassen.
Losgelöst von diesen Ärgernissen und Emotionen kam mir am WE die Idee eine Auswertung im Scope der Bundesliga-Vereine und der bisherigen Schiedsrichterleistungen in dieser Saison 2025/2026 zu starten. Die Intention war ein möglichst "objektiver" Blick, wie es sich bei den bisherigen Spielen und Erfahrungen der SGE im Vergleich zu anderen Teams verhielt. Und zwar sollte der Blick weniger in die Richtung "Fingerpointing" gehen wie bei der Betrachtung/Benotung eines einzelnen Schiedsrichters, sondern vielmehr auf die Kombination mit den Vereinen heruntergebrochen werden.
Einen eigenen Thread wollte ich Euch dafür aber nicht zumuten.
Vorab: Primär habe ich dabei die Kicker-Noten sowie auch partiell die "Wahre Tabelle" herangezogen. Wer von diesen (zugegebenermaßen nicht komplett objektiven) Metriken gar nichts hält, sollte am besten an dieser Stelle aufhören zu lesen
Umgekehrt, bei weiterem Interesse sollte es technisch überhaupt kein Issue sein eine solche Auswertung an späterer Stelle (z.B. nach Saisonende) mit mehr Daten erneut auszuführen (meiner programmiertechnischen Würgeschlange sei Dank)...
Weiterer Disclaimer:
- Die Kicker-Note ist natürlich je Spiel eine Beurteilung des ganzen Schiedsrichterteams. Insb. spielt es hier auch rein, wie gut der VAR interveniert oder auch nicht. Für die Auswertungszwecke unten habe ich den Hauptschiedsrichter, analog der Übersicht in der Kicker-Spielinfo, herangezogen.
- Formale Ausschlüsse wie "Schiedsrichter x darf Verein y nicht pfeifen wegen regionaler Nähe" o.ä. habe ich hierbei nicht näher betrachtet. Vielmehr einen eher übergreifenden Blick auf Basis gewisser Statistiken und Verteilungen über die ganze Saison hinweg.
Ausgangspunkte:
Einen Überblick über die bisherigen Durchschnittsnoten der einzelnen Schiedsrichter in der Bundesliga beim Kicker findet man ja bereits hier:
https://www.kicker.de/bundesliga/schiedsrichterstatistik/2025-26/23
Für mich war nun der Zuschnitt auf die einzelnen Vereine interessant. Daher findet Ihr unten bzw. unter dem u.a. Link eine Zusammenfassung aggregierter Informationen auf Basis der bisherigen Einzelspiele der Spieltage 1-23:
https://s1.directupload.eu/images/260223/nsbtx2tt.png
Die vorletzte Spalte bezieht sich auf die Punktabweichung, die es insgesamt im Vergleich zur "Wahren Tabelle" gibt und die letzte Spalte ist davon der betragliche Wert.
Was fällt auf?
- Der Wertebereich der Durchschnittsnoten schwankt schon ziemlich stark über die 18 Vereine. Die Durchschnittsnote über alle Spiele beträgt übrigens 3,09.
- Bei unseren Spielen haben die Schiedsrichter im Schnitt eine ziemlich schwache Durchschnittsnote erhalten (Platz 16). Zudem ist die Standardabweichung/Streuung recht gering. Das spricht dann tendenziell dafür, dass die Leistungen häufiger in dieser moderaten bis schlechteren Note beurteilt wurden.
- Umgekehrt ist bei unseren Spielen nur ein negativer Ausreißer auffällig (Note 6 für Schröder beim Heimspiel gegen Leverkusen), abgesehen davon hat der Kicker gar nicht so viele Spiele richtig schwach (mangelhaft) beurteilt. Vielmehr gab es deutlich weniger gut bewertete Leistungen im Vergleich zu anderen Vereinen. Siehe insbesondere
die Grafik unter dem Link weiter unten bzgl. der relativen Häufigkeit der Noten im Vergleich zu allen Einzelspielen.
- Übrigens, für das ausstehende Nachholspiel HSV gegen Leverkusen vom 17. Spieltag müsste eigentlich Dr. Robin Braun nominiert werden, wenn man diese rein statistische Brille auf hat (der HSV würde sich freuen nach dem Spiel am letzten Freitag ).
- Ein direkter Zusammenhang zwischen der Durchschnittsnote und dem aktuellen Tabellenplatz in der Bundesliga ist natürlich vollkommener Quatsch.
- Ebenso sehe ich die Gründe für unser mäßiges Abschneiden ganz klar auf sportlicher Seite (eigene Schwäche, Verletzungspech, etc.). Schiri-Pech kam dann vereinzelt dazu, aber erklärt sicherlich nicht den großen Abstand auf die Top 6.
- Allerdings ist die Betrachtung eines möglichen Zusammenhangs zwischen der Durchschnittsnote und dem Betrag der Punkte-Korrekturen der "Wahren Tabelle" (Stand 22. Spieltag), siehe letzte Spalte der o.a. Tabelle, recht interessant. Hierbei ist ein Pearsonscher Korrelationskoeffizient von 0,46 zu beobachten. 1 wäre ein perfekter (linearer) Zusammenhang, 0 gar keiner und ein negativer Wert ein gegenläufiger Zusammenhang.
- Der Wert von 0,46 entspricht einer eher moderaten Korrelation. Nach dem Motto "eine schlechtere Kicker-Note lässt teilweise auf betraglich höhere Korrekturen der "Wahren Tabelle" schließen (oder auch umgekehrt)". Einerseits interessant, dass dieser Wert nicht sooo gering ist. Andererseits sicherlich plausibel, dass dieser nicht
deutlich höher ist. Beispielsweise würde ein nicht gegebener Platzverweis, wenn es eine klare Fehlentscheidung ist und früh im Spiel passiert, eher nicht zu einer Punktekorrektur bei "Wahre Tabelle" führen, aber zu einer schlechten Kicker-Note. Zudem sind die beiden Quellen (Kicker-Noten seitens Kicker-Reportern/-Redaktion vs "Wahre Tabelle"-Korrekturen seitens der Community zwangsläufig nie komplett konsistent. Dennoch wie ich finde eine recht interessante Analyse. Hieraus lässt sich aber keinesfalls eine Aussage in Richtung Bevorzugung vs Benachteiligung einzelner Klubs schließen. Denn: bei einer krassen Fehlentscheidung sollte es eine schlechte Kicker-Note geben, aber sowohl eine Mannschaft, die bevorzugt wurde als auch eine, die benachteiligt wurde.
- Wir sind übrigens mit "-4" in der vorletzten Spalte der o.a. Tabelle die Mannschaft, die am schlechtesten im Vergleich zur "Wahren Tabelle" da steht. Das liegt primär an jeweils zwei Punkten zu wenig gegen Heidenheim (glasklar und keine Grüße an Hr. Dingert) sowie gegen Wolfsburg (kann man drüber streiten wie ich finde).
Hier nun die Grafik der Notenverteilung/-häufigkeit im Vergleich zu allen Spielen der bisherigen Saison 2025/2026:
https://s1.directupload.eu/images/260223/kxy7bhsx.png
Wie kommt es nun, dass die SGE so schlecht im Vergleich zu anderen Teams da steht?
- Performen die Schiedsrichter bei unseren Spielen strukturell schlechter als bei anderen Teams? Nein, nimmt man den Ausreißer gegen Leverkusen raus, ist die Durchschnittsnote recht nah an der Durchschnittsnote der jeweiligen Schiedsrichter, die bei unseren Spielen zugeteilt wurden. Das gibt sich nicht viel.
- Besteht eine Konzentration bei einzelnen Schiedsrichtern, die uns diese schlechte Durchschnittsnote "einbrocken"? Nein, in 23 Spielen in dieser Saison haben uns 18 verschiedene Hauptschiedsrichter gepfiffen und keiner davon mehr als 2 Spiele.
- Haben wir eher die "schlechteren Schiedsrichter" zugeteilt bekommen? A-posteriori wohl ja. Von den Schiedsrichtern aus dem besten Drittel (bezogen auf die Kickernoten) hatten wir nur 5 Spiele und aus dem mittleren und hinteren Drittel jeweils 9 Spiele. Das ist schon ein signifikanter Unterschied. Und hier liegt aus meiner Sicht der Kern der Unterschiede bzw. des Rankings im Vergleich zu anderen Vereinen (ganz losgelöst von Ärgernissen wie beim Spiel in Heidenheim).
- Haben wir - gemessen an der Leistungseinschätzung aus der Vorsaison - die eher "schlechteren Schiedsrichter" zugeteilt bekommen? Puh, das kann z.B. Werner sicherlich besser beantworten. Ich würde intuitiv und vorsichtig sagen "teilweise ja". Einerseits hatten wir denke ich schon eher mehr in der Bundesliga unerfahrene oder eher schwächer einzuschätzende Schiedsrichter in dieser Saison gehabt. Andererseits haben aber auch manch stärker eingeschätzte Schiedsrichter (z.B. Schlager, Jablonski) laut Kicker-Noten nicht so stark wie in der Vorsaison performed und sind nur im mittleren Drittel eingeordnet.
Viel Text und wie gesagt basierend auf einem Bewertungsschema, über deren komplette Objektivität man streiten kann. Aber ich hoffe, dass das für Einige von Euch zumindest ein wenig aufschlussreich oder auch interessant war.
Ich persönlich bleibe bei meiner kritischen Grundhaltung gegenüber dem allgemeinen Schiedsrichter-Niveau in Deutschland, auch losgelöst von unseren Spielen (siehe z.B. Mainz gegen HSV am letzten Freitag). Die o.a. Auswertungen haben aber zumindest ein wenig das subjektive Empfinden bestätigt, dass wir diese Saison wahrlich nicht die besten Schiedsrichterleistungen bewundern durften, jedoch die Streuung in den Kicker-Noten unserer Spiele geringer als vermutet war.
Danke Dir, sehr interessante Betrachtung!
Was aber leider auch nicht erklärt, warum die vermeintlich schlechten oder sogar Fehlentscheidungen dieser Schiris dann tendenziell "gegen" uns getroffen wurden. Abseits des subjektiven Gefühls, dass wir benachteiligt werden, bleiben unsere langjährigen Platzierungen in der "wahren Tabelle" also ein Mysterium.
Luca_SGE schrieb:
Haben wir - gemessen an der Leistungseinschätzung aus der Vorsaison - die eher "schlechteren Schiedsrichter" zugeteilt bekommen? Puh, das kann z.B. Werner sicherlich besser beantworten. Ich würde intuitiv und vorsichtig sagen "teilweise ja". Einerseits hatten wir denke ich schon eher mehr in der Bundesliga unerfahrene oder eher schwächer einzuschätzende Schiedsrichter in dieser Saison gehabt.
Was aber leider auch nicht erklärt, warum die vermeintlich schlechten oder sogar Fehlentscheidungen dieser Schiris dann tendenziell "gegen" uns getroffen wurden. Abseits des subjektiven Gefühls, dass wir benachteiligt werden, bleiben unsere langjährigen Platzierungen in der "wahren Tabelle" also ein Mysterium.
Steigflug_verpflichtet schrieb:
Es ist immer wieder amüsant, wie wenig Graubereich es im Forum (und auch teils in der lokalen Medienlandschaft) gibt.
Gut, das stimmt natürlich, ist aber bei Kaua nicht wirklich verwunderlich, er bietet in der Hinsicht halt eine tolle Schwarz-Weiß-Vorlage. Durchschnittliche Leistungen gibt es bei ihm ja bisher nicht.
Das stimmt und auch bei den Kickernoten (als gewisser Indikator) gab es abgesehen von den Spielen gegen Union und BVB in der Vorrunde keine Bewertung im 3er Bereich.
Nach dem Motto aus „statistisch ist die Ente tot“ wird „statistisch ist der Kaua Mittelmaß“, zumindest, wenn nun 6-7 gute Spiele in Serie folgen würden
Nach dem Motto aus „statistisch ist die Ente tot“ wird „statistisch ist der Kaua Mittelmaß“, zumindest, wenn nun 6-7 gute Spiele in Serie folgen würden
Müsste sein erstes zu Null seit dem 3:0 gegen Heidenheim in der letzten Saison gewesen sein. Das war damals das letzte Bundesliga-Spiel vor der Verletzung, die er sich daraufhin gegen Tottenham zugezogen hat. Und dieses Spiel gegen Heidenheim war insofern legendärisch, dass Trapp im Interview während der Halbzeit eine unfassbare Größe gezeigt hat, was mir an ihm neben seinen sportlichen Leistungen am meisten in Erinnerung bleiben wird. Siehe auch die folgende Reaktion auf Sky:
https://youtube.com/shorts/FArTdzko8Eo?si=0NUph84Iog-4vHGx
Zurück zum Thema: hoffen wir, dass Kaua zu dieser alten Stärke zurückfinden wird. Auch wenn es nicht sooo viele Spiele am Stück waren; das war im Frühjahr letzen Jahres die stabilste Phase von Kaua, inkl. der Gala in Bochum.
Die Leistung gegen Gladbach zuletzt war hoffentlich der erste Schritt in diese Richtung. Bayern am Samstag wird eine riesen Challenge. In den sechs Spielen danach (Freiburg, Pauli, Heidenheim, Mainz, Köln, Wolfsburg) erwarte und erhoffe ich eine weitere Stabilisierung und wenig Gegentore.
https://youtube.com/shorts/FArTdzko8Eo?si=0NUph84Iog-4vHGx
Zurück zum Thema: hoffen wir, dass Kaua zu dieser alten Stärke zurückfinden wird. Auch wenn es nicht sooo viele Spiele am Stück waren; das war im Frühjahr letzen Jahres die stabilste Phase von Kaua, inkl. der Gala in Bochum.
Die Leistung gegen Gladbach zuletzt war hoffentlich der erste Schritt in diese Richtung. Bayern am Samstag wird eine riesen Challenge. In den sechs Spielen danach (Freiburg, Pauli, Heidenheim, Mainz, Köln, Wolfsburg) erwarte und erhoffe ich eine weitere Stabilisierung und wenig Gegentore.
Gerade mal am Ende des Spieltagsthreads gelesen. Kann da einigen nur anraten, mal durchzuatmen.
Nach nur wenigen Trainingstagen kann und konnte man keine Wunderdinge von Riera erwarten. Immerhin scheint sich die Defensive etwas stabilisiert zu haben. Zudem stehen wir nun „nur“ mit einem Punkt da aufgrund eigener Dummheit und individuellem Aussetzer.
Wahrlich noch kein Grund zur Euphorie, zumal einige Muster aus den letzten Wochen noch zu sehen sind, was aber auch ganz natürlich ist.
Im Hinblick auf das nächste Heimspiel gegen Gladbach ist es äußerst wichtig, dass auch das Publikum voll mitzieht und nicht nach einem missglückten Pass das große Geraune anfängt. Das Vertrauen mit einem Reset sollte man Riera und auch der Mannschaft zugestehen .
Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist getan, nicht mehr und nicht weniger. Weiter geht‘s, hoffentlich mit etwas Zuversicht in den Köpfen der Jungs.
Nach nur wenigen Trainingstagen kann und konnte man keine Wunderdinge von Riera erwarten. Immerhin scheint sich die Defensive etwas stabilisiert zu haben. Zudem stehen wir nun „nur“ mit einem Punkt da aufgrund eigener Dummheit und individuellem Aussetzer.
Wahrlich noch kein Grund zur Euphorie, zumal einige Muster aus den letzten Wochen noch zu sehen sind, was aber auch ganz natürlich ist.
Im Hinblick auf das nächste Heimspiel gegen Gladbach ist es äußerst wichtig, dass auch das Publikum voll mitzieht und nicht nach einem missglückten Pass das große Geraune anfängt. Das Vertrauen mit einem Reset sollte man Riera und auch der Mannschaft zugestehen .
Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist getan, nicht mehr und nicht weniger. Weiter geht‘s, hoffentlich mit etwas Zuversicht in den Köpfen der Jungs.
Luca_SGE schrieb:Schmidti1982 schrieb:
Das Problem ist hier nicht die Technik, sondern die Art der Anwendung.
Genau das schrieb ich oben auch.Schmidti1982 schrieb:
Also kurz gesagt, der VAR macht absolut Sinn, aber es muss eben weiter optimiert werden.
Die Einstellung hatte ich die ersten Jahre nach der Einführung auch noch. Während bei Dir offenbar noch die Überzeugung da ist, dass eine Optimierung funktionieren kann bzw. zu Verbesserungen in der Anwendung führen kann, sehe ich das inzwischen, nach fast 9 Jahren Anwendung, halt anders. Aber gut, nenn’ es meinetwegen Quatsch.
Wenn man lieber über 10 Fehlentscheidungen ohne VAR diskutiert, als über 3 Fehlentscheidungen mit VAR (Zahlen aus dem Gefühl heraus), ist es halt Quatsch. Der Faktor Mensch wird immer dabei sein und Fussball ist ein Sport in dem es viele 50:50 Entscheidungen gibt, die die Fans der jeweiligen Mannschaften logischerweise immer zu ihren Gunsten auslegen. Diskussionen wird es immer geben, nur ohne VAR noch viel öfter.
Wie gesagt, die Meinung sei Dir überlassen und gilt es natürlich zu respektieren.
Dass sich die Anzahl an Fehlentscheidungen reduziert hat, habe ich auch im ursprünglichen Beitrag oben gewürdigt. Bzgl. der Quantität aus meiner Sicht eben nur „moderat“ statt „signifikant“ wie man es wünschen würde.
Fernab dieser mühsamen Diskussion bzgl.
der Quantität sehe ich aber durch den VAR inzwischen einige zentrale Aspekte fundamental kritisch:
- trotz Technik keine konsistente Linie wie oben beschrieben
- geringere Authentizität und Souveränität das Referees in seinen spontanen Entscheidungen, zumindest wirkt es stark so
- geringere Emotion durch die langen Wartezeiten
Deshalb empfand ich es eben als erfrischend wie es im Pokalspiel gegen Dortmund lief. Entscheidung, argh, weiter geht’s. Für mich inzwischen das kleinere Übel, Quatsch hin oder her, Minderheitsmeinung hin oder her…
Dass sich die Anzahl an Fehlentscheidungen reduziert hat, habe ich auch im ursprünglichen Beitrag oben gewürdigt. Bzgl. der Quantität aus meiner Sicht eben nur „moderat“ statt „signifikant“ wie man es wünschen würde.
Fernab dieser mühsamen Diskussion bzgl.
der Quantität sehe ich aber durch den VAR inzwischen einige zentrale Aspekte fundamental kritisch:
- trotz Technik keine konsistente Linie wie oben beschrieben
- geringere Authentizität und Souveränität das Referees in seinen spontanen Entscheidungen, zumindest wirkt es stark so
- geringere Emotion durch die langen Wartezeiten
Deshalb empfand ich es eben als erfrischend wie es im Pokalspiel gegen Dortmund lief. Entscheidung, argh, weiter geht’s. Für mich inzwischen das kleinere Übel, Quatsch hin oder her, Minderheitsmeinung hin oder her…
Luca_SGE schrieb:
Von der Theorie her gab es gute Gründe für den VAR. Und wenn es nach all den Jahren endlich mal gelungen wäre, dass sich die Schiris auf konsistente Interpretationen verständigen würden, wäre das auch ok und würde sicherlich auch wie intendiert die Anzahl an Fehlentscheidungen signifikant reduzieren.
Das Problem ist, sie bekommen es in der Anwendung einfach nicht hin. Wir haben hier ein klares Qualitätsproblem, leider bei einem Großteil der Referees in der Liga. Es hat etwas von „ich mach‘ mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Es würde mich nicht wundern wenn Schröder nächste Woche in einer ähnlichen Situation Elfer pfeifen würde. Und das Schlimmste: nicht weil er daraus gelernt hat, sondern weil seine subjektive Interpretationen der Standbild-Dynamik diesmal anders wäre. Und das eben nicht nur bei Schröder.
So bleibt womöglich netto nach all den Jahren eine moderate Reduktion der klaren Fehlentscheidungen, aber mindestens in gleichem Maße gibt es permanent berechtigten Ärger bei diversen Vereinen, Verantwortlichen und Fans.
Ich schrieb es bereits nach dem Pokalspiel gegen den BVB (wo uns der VAR wohl geholfen hätte): schafft den VAR endlich ab! Dann bliebe die Akzeptanz, dass Schiris mal mehr und mal weniger Fehler machen - total menschlich. Aber so geht es einfach nicht weiter. Sie können es auch mit Technik leider nicht besser. Und dies einzugestehen, wenngleich die Entscheidung nicht nur national getroffen werden könnte, würde meiner Meinung nach von Stärke und nicht von Schwäche zeugen.
Das ist doch quatsch. Die Anzahl der Fehlentscheidungen ist deutlich zurück gegangen, vor allem bei Abseitssituationen, die das menschliche Auge kaum erkennen kann und es damit immer Ermessensspielraum gab, der gefühlt immer gegen die eigene Mannschaft ausgelegt wurde.
Das Problem ist hier nicht die Technik, sondern die Art der Anwendung.
Man hat einen Raum, in dem mehrere Leute sitzen, die ohne äußere Störungen, auf mehreren große Displays schauen können und alles aus allen Winkeln sehen können.
Wer muss am Ende entscheiden? Die arme Sau im Stadion, der gehetzt und unter Faneinfluss auf einem kleinen Display ein oder zwei Winkel in Zeitlupe angezeigt wird.
Warum gibt man bei solchen Entscheidungen nicht dem Keller die Macht? Setzt dort einen Schiedsrichter rein, der für Bundesligaspiele qualifiziert ist und der entscheidet in Ruhe und unter Einsatz aller Technik.
Kramer sagte es vor kurzem bei einem BVB Spiel auf Prime, dass vor allem die Superslowmo die Schiedsrichter eher verwirrt und das tatsächliche Geschehen und die Dynamik völlig verzerrt darstellt. Dies macht es dem Schiedsrichter noch schwerer, gerade wenn es auf dem Display im Stadion nichts anderes zu sehen gibt.
Also kurz gesagt, der VAR macht absolut Sinn, aber es muss eben weiter optimiert werden.
Schmidti1982 schrieb:
Das Problem ist hier nicht die Technik, sondern die Art der Anwendung.
Genau das schrieb ich oben auch.
Schmidti1982 schrieb:
Also kurz gesagt, der VAR macht absolut Sinn, aber es muss eben weiter optimiert werden.
Die Einstellung hatte ich die ersten Jahre nach der Einführung auch noch. Während bei Dir offenbar noch die Überzeugung da ist, dass eine Optimierung funktionieren kann bzw. zu Verbesserungen in der Anwendung führen kann, sehe ich das inzwischen, nach fast 9 Jahren Anwendung, halt anders. Aber gut, nenn’ es meinetwegen Quatsch.
Luca_SGE schrieb:Schmidti1982 schrieb:
Das Problem ist hier nicht die Technik, sondern die Art der Anwendung.
Genau das schrieb ich oben auch.Schmidti1982 schrieb:
Also kurz gesagt, der VAR macht absolut Sinn, aber es muss eben weiter optimiert werden.
Die Einstellung hatte ich die ersten Jahre nach der Einführung auch noch. Während bei Dir offenbar noch die Überzeugung da ist, dass eine Optimierung funktionieren kann bzw. zu Verbesserungen in der Anwendung führen kann, sehe ich das inzwischen, nach fast 9 Jahren Anwendung, halt anders. Aber gut, nenn’ es meinetwegen Quatsch.
Wenn man lieber über 10 Fehlentscheidungen ohne VAR diskutiert, als über 3 Fehlentscheidungen mit VAR (Zahlen aus dem Gefühl heraus), ist es halt Quatsch. Der Faktor Mensch wird immer dabei sein und Fussball ist ein Sport in dem es viele 50:50 Entscheidungen gibt, die die Fans der jeweiligen Mannschaften logischerweise immer zu ihren Gunsten auslegen. Diskussionen wird es immer geben, nur ohne VAR noch viel öfter.
Von der Theorie her gab es gute Gründe für den VAR. Und wenn es nach all den Jahren endlich mal gelungen wäre, dass sich die Schiris auf konsistente Interpretationen verständigen würden, wäre das auch ok und würde sicherlich auch wie intendiert die Anzahl an Fehlentscheidungen signifikant reduzieren.
Das Problem ist, sie bekommen es in der Anwendung einfach nicht hin. Wir haben hier ein klares Qualitätsproblem, leider bei einem Großteil der Referees in der Liga. Es hat etwas von „ich mach‘ mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Es würde mich nicht wundern wenn Schröder nächste Woche in einer ähnlichen Situation Elfer pfeifen würde. Und das Schlimmste: nicht weil er daraus gelernt hat, sondern weil seine subjektive Interpretationen der Standbild-Dynamik diesmal anders wäre. Und das eben nicht nur bei Schröder.
So bleibt womöglich netto nach all den Jahren eine moderate Reduktion der klaren Fehlentscheidungen, aber mindestens in gleichem Maße gibt es permanent berechtigten Ärger bei diversen Vereinen, Verantwortlichen und Fans.
Ich schrieb es bereits nach dem Pokalspiel gegen den BVB (wo uns der VAR wohl geholfen hätte): schafft den VAR endlich ab! Dann bliebe die Akzeptanz, dass Schiris mal mehr und mal weniger Fehler machen - total menschlich. Aber so geht es einfach nicht weiter. Sie können es auch mit Technik leider nicht besser. Und dies einzugestehen, wenngleich die Entscheidung nicht nur national getroffen werden könnte, würde meiner Meinung nach von Stärke und nicht von Schwäche zeugen.
Das Problem ist, sie bekommen es in der Anwendung einfach nicht hin. Wir haben hier ein klares Qualitätsproblem, leider bei einem Großteil der Referees in der Liga. Es hat etwas von „ich mach‘ mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Es würde mich nicht wundern wenn Schröder nächste Woche in einer ähnlichen Situation Elfer pfeifen würde. Und das Schlimmste: nicht weil er daraus gelernt hat, sondern weil seine subjektive Interpretationen der Standbild-Dynamik diesmal anders wäre. Und das eben nicht nur bei Schröder.
So bleibt womöglich netto nach all den Jahren eine moderate Reduktion der klaren Fehlentscheidungen, aber mindestens in gleichem Maße gibt es permanent berechtigten Ärger bei diversen Vereinen, Verantwortlichen und Fans.
Ich schrieb es bereits nach dem Pokalspiel gegen den BVB (wo uns der VAR wohl geholfen hätte): schafft den VAR endlich ab! Dann bliebe die Akzeptanz, dass Schiris mal mehr und mal weniger Fehler machen - total menschlich. Aber so geht es einfach nicht weiter. Sie können es auch mit Technik leider nicht besser. Und dies einzugestehen, wenngleich die Entscheidung nicht nur national getroffen werden könnte, würde meiner Meinung nach von Stärke und nicht von Schwäche zeugen.
Luca_SGE schrieb:
Von der Theorie her gab es gute Gründe für den VAR. Und wenn es nach all den Jahren endlich mal gelungen wäre, dass sich die Schiris auf konsistente Interpretationen verständigen würden, wäre das auch ok und würde sicherlich auch wie intendiert die Anzahl an Fehlentscheidungen signifikant reduzieren.
Das Problem ist, sie bekommen es in der Anwendung einfach nicht hin. Wir haben hier ein klares Qualitätsproblem, leider bei einem Großteil der Referees in der Liga. Es hat etwas von „ich mach‘ mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Es würde mich nicht wundern wenn Schröder nächste Woche in einer ähnlichen Situation Elfer pfeifen würde. Und das Schlimmste: nicht weil er daraus gelernt hat, sondern weil seine subjektive Interpretationen der Standbild-Dynamik diesmal anders wäre. Und das eben nicht nur bei Schröder.
So bleibt womöglich netto nach all den Jahren eine moderate Reduktion der klaren Fehlentscheidungen, aber mindestens in gleichem Maße gibt es permanent berechtigten Ärger bei diversen Vereinen, Verantwortlichen und Fans.
Ich schrieb es bereits nach dem Pokalspiel gegen den BVB (wo uns der VAR wohl geholfen hätte): schafft den VAR endlich ab! Dann bliebe die Akzeptanz, dass Schiris mal mehr und mal weniger Fehler machen - total menschlich. Aber so geht es einfach nicht weiter. Sie können es auch mit Technik leider nicht besser. Und dies einzugestehen, wenngleich die Entscheidung nicht nur national getroffen werden könnte, würde meiner Meinung nach von Stärke und nicht von Schwäche zeugen.
Das ist doch quatsch. Die Anzahl der Fehlentscheidungen ist deutlich zurück gegangen, vor allem bei Abseitssituationen, die das menschliche Auge kaum erkennen kann und es damit immer Ermessensspielraum gab, der gefühlt immer gegen die eigene Mannschaft ausgelegt wurde.
Das Problem ist hier nicht die Technik, sondern die Art der Anwendung.
Man hat einen Raum, in dem mehrere Leute sitzen, die ohne äußere Störungen, auf mehreren große Displays schauen können und alles aus allen Winkeln sehen können.
Wer muss am Ende entscheiden? Die arme Sau im Stadion, der gehetzt und unter Faneinfluss auf einem kleinen Display ein oder zwei Winkel in Zeitlupe angezeigt wird.
Warum gibt man bei solchen Entscheidungen nicht dem Keller die Macht? Setzt dort einen Schiedsrichter rein, der für Bundesligaspiele qualifiziert ist und der entscheidet in Ruhe und unter Einsatz aller Technik.
Kramer sagte es vor kurzem bei einem BVB Spiel auf Prime, dass vor allem die Superslowmo die Schiedsrichter eher verwirrt und das tatsächliche Geschehen und die Dynamik völlig verzerrt darstellt. Dies macht es dem Schiedsrichter noch schwerer, gerade wenn es auf dem Display im Stadion nichts anderes zu sehen gibt.
Also kurz gesagt, der VAR macht absolut Sinn, aber es muss eben weiter optimiert werden.
planscher08 schrieb:
Um mal Koch aufzugreifen. Kaliumenda hat gestern echt den ***** aufgerissen und war oft hinten. Auch Doan hab ich viel Arbeit nach hinten gesehen. Das ganze Problem ist die Lücken zwischen Abwehr und Mittelfeld. Das fällt mir oft auf. Dazu sind die Abstände zu dem Gegner zu groß.
Was mit einem ordentlichen 6er zumindest zu verbessern wäre.
Wieso da so gar keiner kommt werd ich nie verstehen oder wieso man nicht den vorhandenen Spielern diese Rolle beibringen kann. Das hat sich doch schon im Sommer gezeigt, dass wir hier sehr schlecht besetzt sind. Da hätte schon irgendwas passieren können
Ja, ein guter Sechser würde helfen und dass wir da Bedarf haben, ist offensichtlich.
Nichtsdestotrotz fehlt es an gesamtheitlicher Kompaktheit, Sechser hin oder her. Da sprechen wir wirklich von Basics und das ist sowohl dem Trainerteam anzulasten als auch den vermeintlichen Führungsspielern, die längst „speak up“ hätten betreiben müssen.
Die gute Nachricht dahinter: das lässt sich lösen mit Training, harter Arbeit und Disziplin. Deshalb kann man aus meiner Sicht vorsichtig optimistisch sein, dass ein neuer Trainer hier Verbesserungen erzielen kann. Das unterscheidet uns beispielsweise von Werder Bremen, wo das Problem meiner Meinung nach viel mehr in der Kaderplanung besteht. Bei dieser lässt sich bei uns auch etwas (zurecht) kritisieren, aber aus diesem Kader kann man definitiv mit mehr Kompaktheit mehr herausholen, davon bin ich überzeugt.
Nichtsdestotrotz fehlt es an gesamtheitlicher Kompaktheit, Sechser hin oder her. Da sprechen wir wirklich von Basics und das ist sowohl dem Trainerteam anzulasten als auch den vermeintlichen Führungsspielern, die längst „speak up“ hätten betreiben müssen.
Die gute Nachricht dahinter: das lässt sich lösen mit Training, harter Arbeit und Disziplin. Deshalb kann man aus meiner Sicht vorsichtig optimistisch sein, dass ein neuer Trainer hier Verbesserungen erzielen kann. Das unterscheidet uns beispielsweise von Werder Bremen, wo das Problem meiner Meinung nach viel mehr in der Kaderplanung besteht. Bei dieser lässt sich bei uns auch etwas (zurecht) kritisieren, aber aus diesem Kader kann man definitiv mit mehr Kompaktheit mehr herausholen, davon bin ich überzeugt.
Beim 3:4 im Hinspiel gegen Union fing der Mist an: Platz 1 in der CL nach dem Sieg gegen Gala zuvor hat die Köpfe wohl zu frei gemacht. Dazu der verfrühte Torwartwechsel, Aussagen wie „Koch ist Deutschlands bester IV“, Bayern-Jäger, etc.
Wir verloren zwar die Woche zuvor in Leverkusen, aber für mich war Union ein Kick-Off im negativen Sinne. Inkl. dieses Spiels holten wir 21 Punkte in 17 Bundesliga-Partien; meilenweit unter unserem Anspruch.
Am Freitag muss es heißen: Kompaktheit, Leidenschaft, Eintracht. Damit meine ich nicht so dämlich in der Zweikampfführung wie Skhiri heute, sondern effektiv, und damit Union mit deren eigenen Waffen schlagen.
Wir verloren zwar die Woche zuvor in Leverkusen, aber für mich war Union ein Kick-Off im negativen Sinne. Inkl. dieses Spiels holten wir 21 Punkte in 17 Bundesliga-Partien; meilenweit unter unserem Anspruch.
Am Freitag muss es heißen: Kompaktheit, Leidenschaft, Eintracht. Damit meine ich nicht so dämlich in der Zweikampfführung wie Skhiri heute, sondern effektiv, und damit Union mit deren eigenen Waffen schlagen.
OMG der Torwart von Benfica macht das 4:2 in der letzten Sekunde. Benfica weiter. Dramatischstes Ende ever.
Passend dazu:
https://www.kicker.de/eintracht-mitgliederversammlung-ultras-zwischen-berechtigter-kritik-und-machtstreben-1187565/artikel
Lassen wir uns mal überraschen, wie es auf der Mitgliederversammlung ausgehen wird.
Nach den Vorfällen zuletzt inklusive der Strafe für die internationalen Auswärtsspiele sowie keiner folgenden, selbstkritischen Reaktion der Szene, gepaart mit noch keiner Reaktion des Vereins beziehungsweise Reschke (laut Hellmann zuletzt im Podcast liege alles auf dem Tisch), wäre ich - bei allen Verdiensten - ehrlich gesagt irritiert darüber, wenn die Ultras ihr Ziel komplett erreichen sollten.
https://www.kicker.de/eintracht-mitgliederversammlung-ultras-zwischen-berechtigter-kritik-und-machtstreben-1187565/artikel
Lassen wir uns mal überraschen, wie es auf der Mitgliederversammlung ausgehen wird.
Nach den Vorfällen zuletzt inklusive der Strafe für die internationalen Auswärtsspiele sowie keiner folgenden, selbstkritischen Reaktion der Szene, gepaart mit noch keiner Reaktion des Vereins beziehungsweise Reschke (laut Hellmann zuletzt im Podcast liege alles auf dem Tisch), wäre ich - bei allen Verdiensten - ehrlich gesagt irritiert darüber, wenn die Ultras ihr Ziel komplett erreichen sollten.
Das Rätsel der letzten Spiele ist, dass man trotz Führung weiter Hurra Pressing Fußball zu spielen versucht, anstatt einfach mal hinten dicht zu machen und auf Ballverluste des Gegners warten.
Beim 1:1 heute tanzen Collins und Kristensen in der gegnerischen Hälfte herum, anstatt zu verteidigen.
Beim 1:1 heute tanzen Collins und Kristensen in der gegnerischen Hälfte herum, anstatt zu verteidigen.
Guter Punkt und meiner Meinung nach muss das neue Trainerteam in sämtlichen Sprachen die Basics in puncto Kompaktheit eintrichtern - so intensiv, dass die Spieler das Wort nicht mehr hören wollen.
Egal, welches Spielsystem man gegen den Ball präferiert: defensiv stabil stehen oder aktives Pressing, in beiden Fällen ist Kompaktheit essenziell. In der einen Variante stehen die Mannschaftsreihen weiter hinten kompakt, in der anderen rücken sie geschlossen auf. Hauptsache, es gibt keine zu großen Lücken und eben wie der Name schon sagt, Kompaktheit.
Bei uns hat man den Eindruck, es ist ein Chaos-Pressing. Einzelne Spieler gehen drauf. Die anderen wissen gar nicht, ob sie mitziehen sollen oder warum der Mitspieler draufgeht und plötzlich gibt es riesengroße Lücken, so dass der Gegner uns leicht überspielen kann. Das ist in Summe sehr unbefriedigend: ineffektive intensive Läufe, der Gegner hat Platz gewonnen und Lücken vor sich.
Dann passiert es auch, dass man mit Fünferkette bei Werder Bremen agiert und drei Gegentore schluckt.
Solange es hierbei keine signifikanten Fortschritte gibt, ist es völlig egal, ob wir mit Viererkette oder Fünferkette spielen.
Einerseits wird der neue Coach sich die Haare raufen, wo er bei uns ansetzen muss. Andererseits sind es Basics, was mich dann wiederum leicht positiv stimmt, dass wir da (absehbar) wieder die Kurve bekommen.
Egal, welches Spielsystem man gegen den Ball präferiert: defensiv stabil stehen oder aktives Pressing, in beiden Fällen ist Kompaktheit essenziell. In der einen Variante stehen die Mannschaftsreihen weiter hinten kompakt, in der anderen rücken sie geschlossen auf. Hauptsache, es gibt keine zu großen Lücken und eben wie der Name schon sagt, Kompaktheit.
Bei uns hat man den Eindruck, es ist ein Chaos-Pressing. Einzelne Spieler gehen drauf. Die anderen wissen gar nicht, ob sie mitziehen sollen oder warum der Mitspieler draufgeht und plötzlich gibt es riesengroße Lücken, so dass der Gegner uns leicht überspielen kann. Das ist in Summe sehr unbefriedigend: ineffektive intensive Läufe, der Gegner hat Platz gewonnen und Lücken vor sich.
Dann passiert es auch, dass man mit Fünferkette bei Werder Bremen agiert und drei Gegentore schluckt.
Solange es hierbei keine signifikanten Fortschritte gibt, ist es völlig egal, ob wir mit Viererkette oder Fünferkette spielen.
Einerseits wird der neue Coach sich die Haare raufen, wo er bei uns ansetzen muss. Andererseits sind es Basics, was mich dann wiederum leicht positiv stimmt, dass wir da (absehbar) wieder die Kurve bekommen.
Ehrmantraut schrieb:
Ich finde es richtig, dass man sich nicht treiben lässt bei der Trainersuche. Diese Entscheidung ist viel zu wichtig, um einfach nur kurzfristig einen "neuen Trainer präsentieren zu müssen" . Diese Dino-Entlassung inkl. Co-Trainer wird den Verein wahrscheinlich zumindest einige Millionen kosten. Es wäre fatal, wenn der nächste Trainer nicht passen sollte , denn ganz schnell kann es dann auch wieder in die andere Richtung (sportlich und wirtschaftlich) gehen.
Hoffen wir heute Nachmittag auf einen Sieg gegen Hoffenheim, damit die Stimmung im ganzen Verein / Umfeld steigen und es dann auch dem Interims-Trainerteam etwas einfacher machen würde.
Ich präferiere eine zügige Entscheidung.
Je später ein neuer Trainer präsentiert wird, der im schlimmsten Fall bisher noch gar nich in der Verlosung ist, desto größer ist die Gefahr, dass er von Beginn an als 1 B, 1 C...-Lösung abgestempelt wird.
derexperte schrieb:Ehrmantraut schrieb:
Ich finde es richtig, dass man sich nicht treiben lässt bei der Trainersuche. Diese Entscheidung ist viel zu wichtig, um einfach nur kurzfristig einen "neuen Trainer präsentieren zu müssen" . Diese Dino-Entlassung inkl. Co-Trainer wird den Verein wahrscheinlich zumindest einige Millionen kosten. Es wäre fatal, wenn der nächste Trainer nicht passen sollte , denn ganz schnell kann es dann auch wieder in die andere Richtung (sportlich und wirtschaftlich) gehen.
Hoffen wir heute Nachmittag auf einen Sieg gegen Hoffenheim, damit die Stimmung im ganzen Verein / Umfeld steigen und es dann auch dem Interims-Trainerteam etwas einfacher machen würde.
Ich präferiere eine zügige Entscheidung.
Je später ein neuer Trainer präsentiert wird, der im schlimmsten Fall bisher noch gar nich in der Verlosung ist, desto größer ist die Gefahr, dass er von Beginn an als 1 B, 1 C...-Lösung abgestempelt wird.
Wäre das so kritisch? Von einem guten Trainer erwarte ich, dass er mit so etwas umgehen kann. Am Ende zählt die Leistung und der Erfolg, dann wird auch das Umfeld mitgerissen.
Bestes Beispiel Kompany, der sich treu geblieben ist und einfach sein Ding durchgezogen hat.
Von daher würde ich ganz klar das Match zum Verein und zum Kader sowie das Charisma höher priorisieren als die Zeit - wenngleich auch von Krösche erwartet werden kann, dass es sich nicht noch über mehrere Wochen zieht.
Luca_SGE schrieb:
Wäre das so kritisch? Von einem guten Trainer erwarte ich, dass er mit so etwas umgehen kann. Am Ende zählt die Leistung und der Erfolg, dann wird auch das Umfeld mitgerissen.
Absolut.
Ich will unseren neuen Trainer morgen sehen.
Warum sollten wir denn länger warten müssen?
Wer mir heute vom Einsatz und vom Defensivverhalten gut gefallen hat, war der viel und oft auch zu recht gescholtene Skhiri. Wessen Aufstellung ich absolut nicht nachvollziehen kann, ist dagegen Collins. Er spielt seit Wochen unfassbar schlecht und hatte auch heute wieder Böcke drin, die ihresgleichen suchen. Und so langsam zweifele ich daran, dass es bei ihm nur Verunsicherung ist. In seiner jetzigen Form tut man nicht nur dem Team, sondern auch ihm selbst mit seiner Aufstellung meines Erachtens keinen Gefallen.
Matzel schrieb:
Wer mir heute vom Einsatz und vom Defensivverhalten gut gefallen hat, war der viel und oft auch zu recht gescholtene Skhiri.
Spannender Diskussionspunkt:
Einerseits konnte man gestern auch im Stadion diesen Eindruck wie von Dir beschrieben haben.
Andererseits, wir haben gerade mal in Ruhe die Gegentore analysiert. Skhiris Verhalten vor dem 1:0 und 2:2 ist unter aller Kanone. Er trabt jeweils was dazu führt, dass Qarabag beim 1:0 easy überlaufen kann und beim 2:2 zu wenig Gegnerdruck vor dem Pass bekommt.
Natürlich gibt es darüber hinaus Fehler an Fehler; beim 1:0 stehen zunächst drei Spieler auf unserer linken Defensivseite vogelwild (warum Kristensen links??), innen wird nach dem Überlaufen nicht zu gemacht, beim 2:2 begeht Chaibi kein taktisches Foul, Kristensen pennt etc.
Dennoch ist Skhiri meilenweit vom Anspruch als DM oder gar Leader im DM entfernt insb. wenn man das o.a. Verhalten sieht.
Viele einzelne Probleme, leider in den meisten Fällen Basics fernab von taktischen Tiefen.
Was aber leider auch nicht erklärt, warum die vermeintlich schlechten oder sogar Fehlentscheidungen dieser Schiris dann tendenziell "gegen" uns getroffen wurden. Abseits des subjektiven Gefühls, dass wir benachteiligt werden, bleiben unsere langjährigen Platzierungen in der "wahren Tabelle" also ein Mysterium.