philadlerist
20684
underdog since 1899 schrieb:Hyundaii30 schrieb:
Urbig, Atu plus 1-2 weitere sollten den neuen Kampf ums Tor bestimmen.
Weder ter stegen, Neuer noch Baumann sollten hier noch eine Rolle spielen.
Dahmen wäre bei mir auch raus, weil er keine Europapokalspiele hat.
Spielt halt nur in Augsburg.
Ziemlich widersprüchlich ist deine Argumentation hinsichtlich der Torhüterfrage. Denn wenn du Dahmen aufgrund fehlender Europapokaleinsätze als raus ansiehst, dann dürftest du Atubolu auch nicht nennen. Denn wir spielen bekanntlich dieses Jahr ebenfalls nicht international. Auch dass du Urbig im Kampf um die Nummer eins siehst, erschließt sich mir nicht wirklich, da Urbig derzeit lediglich der Ersatzmann des Oldies Neuer bei den Buyern ist. Meines Erachtens haben Dahmen und Nübel aufgrund ihrer gezeigten Leistungen derzeit die Nase vorn. Diese beiden sehe ich aktuell auch als unsere besten Torhüter an. Atubolu sehe ich dann als Nummer drei im Bunde.
Also Atunhat sehr wohl mit Freiburg schon im Europapokal gespielt.
Dahmen noch nie !
Das ist der Unterschied.
Nübel kann ich nachvollziehen.
Kann man machen.
Urbig ist für mich halt die Zukunft. Ich würde ihn zumindestens mal mitnehmen und reinschnuppern lassen.
Er hat halt noch Neuer vor sich, aber wenn der so hält wie bei der WM dann nicht mehr lange.
Urbig hat schon bei den Bayern bewiesen, das er ein guter Nachfolger sein kann.
Dazu trainiert und spielt er dort auf allerhöchstem Niveau ( wenn er spielt!)
Deswegen sollte man Ihn mitnehmen.
An guten TW wird es bei uns nicht scheitern.
Egal wer am Ende im Tor steht.
Nur bitte kein Neuer, Ter stegen oder Baumann mehr. Auch wenn die sportlich noch gut sind.
Es ist Zeit für was neues.
Wir haben gute Alternativen.
Also Dahmen ist mir schon öfter unangenehm aufgefallen, weil er zu gut gegen uns gehalten hat.
Am Ende halte ich aber Atubolu für den interessanteren Nachwuchsmann
Am Ende halte ich aber Atubolu für den interessanteren Nachwuchsmann
philadlerist schrieb:
Also Dahmen ist mir schon öfter unangenehm aufgefallen, weil er zu gut gegen uns gehalten hat.
Am Ende halte ich aber Atubolu für den interessanteren Nachwuchsmann
Ich sehe beide auf gleicher Stufe.
Hatte Dahmen in der letzten Saison nicht eine recht lange Serie ohne Gegentor?
Das nenn ich mal eine Karriere
Im Winter noch 2. Liga
Dann anderthalb Spiele in der Buli mit Tor gegen Dortmund und Verletzung im nächsten Spiel
Dann nach Erholung unter Riera nicht gespielt
Dann drei Startelfeinsätze unter Hütter und gegen Mainz ein paar Minuten
Und zack: Nationalspieler
Das ging ja mal flott
Man hat Kloppo auch angemerkt, dass er eine Freude an Younes hat
Seine Karriere auf Umwegen über Italien, Gießen und Elversberg imponiert dem Bundestrainer offensichtlich
Das könnte auch gut passen mit den beiden
Man kann gespannt sein
Auf jeden Fall hat sich Younes damit wohl für die deutsche Nationalmannschaft entschieden,
obwohl ja heute die Meldung rumgeisterte, dass auch Marokko ihn nominiert hat
Ich find‘s ungewöhnlich schnell, aber ich freu mich wie Bolle für Younes
Im Winter noch 2. Liga
Dann anderthalb Spiele in der Buli mit Tor gegen Dortmund und Verletzung im nächsten Spiel
Dann nach Erholung unter Riera nicht gespielt
Dann drei Startelfeinsätze unter Hütter und gegen Mainz ein paar Minuten
Und zack: Nationalspieler
Das ging ja mal flott
Man hat Kloppo auch angemerkt, dass er eine Freude an Younes hat
Seine Karriere auf Umwegen über Italien, Gießen und Elversberg imponiert dem Bundestrainer offensichtlich
Das könnte auch gut passen mit den beiden
Man kann gespannt sein
Auf jeden Fall hat sich Younes damit wohl für die deutsche Nationalmannschaft entschieden,
obwohl ja heute die Meldung rumgeisterte, dass auch Marokko ihn nominiert hat
Ich find‘s ungewöhnlich schnell, aber ich freu mich wie Bolle für Younes
philadlerist schrieb:
Ich find‘s ungewöhnlich schnell, aber ich freu mich wie Bolle für Younes
Naja warum das heuzutage manchmal so schnell geht, weiß man ja.
Leider ist es ein richtiger Verbandskampf um die Spieler mit mehrere Staatsbürgerschaften geworden.
Das beschleunigt das ganze. Und Klopp wäre ja blöd, wenn er auf einer Position, wo wir dringend starke Spieler brauchen, auf solche Spieler freiwillig verzichten würde.
Es würde mich nicht wundern, wenn er einen Kurzeinsatz bekommen würde.
Die Nominierungsgerüchte greifen um sich: Klopp denkt über Baum, Burkhardt und Ebnoutalib nach.
Ok, kann man mal so machen, aber früher hat man Nationalspieler mal ne halbe oder gar ne ganze stabile Saison spielen lassen, bevor. Ich mein, ich gönn es unseren Spielern selbstverständlich, wenn sie da ins Blickfeld geraten. grade Jonny hat schon über Strecke bewiesen, dass er einer von Deutschlands besten Stürmern ist, wenn er gesund bleibt.
Bei Elias und Younes sind entweder sehr viele Vorschusslorbeeren dabei. Oder Kloppo hat eine bestimmte Idee und sieht in den beiden das Potential in zwei, drei Jahren in seinem System voll einzuschlagen.
Mal gucken, wie das seinen Weg nimmt ...
Ok, kann man mal so machen, aber früher hat man Nationalspieler mal ne halbe oder gar ne ganze stabile Saison spielen lassen, bevor. Ich mein, ich gönn es unseren Spielern selbstverständlich, wenn sie da ins Blickfeld geraten. grade Jonny hat schon über Strecke bewiesen, dass er einer von Deutschlands besten Stürmern ist, wenn er gesund bleibt.
Bei Elias und Younes sind entweder sehr viele Vorschusslorbeeren dabei. Oder Kloppo hat eine bestimmte Idee und sieht in den beiden das Potential in zwei, drei Jahren in seinem System voll einzuschlagen.
Mal gucken, wie das seinen Weg nimmt ...
ich kann weder Younes noch Baums Berufung zu dem Zeitpunkt verstehen, aber anscheinend geht es in einem sehr großen Kader primär ums kennenlernen. Offensichtlich gibt es ein sehr großes Tool an Spielern, die in den Fokus gerückt sind.
Lassen wir Klopp einfach mal machen und dann schauen wir mal
Lassen wir Klopp einfach mal machen und dann schauen wir mal
Klar war der unberechtigt. Was aber nix daran ändert, wenn er drin gewesen wäre. Es sind manchmal Nuancen, die den weiteren Spielverlauf beeinflussen, wie auch der Fehlgriff von Atubolu gegen Augsburg.
Deswegen sehe ich die Situation nach Mainz nicht anders als vor Mainz. Die Entwicklung in allen 3 Spielen ist bisher positiv, aber die Konstanz muss sich noch weiter entwickeln, unabhängig von den Ergebnissen. Natürlich ist es mir lieber, wenn wir dabei auch ordentlich punkten.
Deswegen sehe ich die Situation nach Mainz nicht anders als vor Mainz. Die Entwicklung in allen 3 Spielen ist bisher positiv, aber die Konstanz muss sich noch weiter entwickeln, unabhängig von den Ergebnissen. Natürlich ist es mir lieber, wenn wir dabei auch ordentlich punkten.
U.Bein schrieb:
Klar war der unberechtigt. Was aber nix daran ändert, wenn er drin gewesen wäre. Es sind manchmal Nuancen, die den weiteren Spielverlauf beeinflussen, wie auch der Fehlgriff von Atubolu gegen Augsburg.
Deswegen sehe ich die Situation nach Mainz nicht anders als vor Mainz. Die Entwicklung in allen 3 Spielen ist bisher positiv, aber die Konstanz muss sich noch weiter entwickeln, unabhängig von den Ergebnissen. Natürlich ist es mir lieber, wenn wir dabei auch ordentlich punkten.
Also die zweite Hälfte gegen Augsburg und die letzten 15 Minuten gegen Union kann ich nur als positiv für die Entwicklung sehen, wenn die Mannschaft da auch wirklich was draus gelernt hat.
Bisher - und nach drei Spielen kann man eh kaum was werthaltiges sagen - steht da ein unnötiges Unentschieden nach 3:1 Führung, eine wirklich vergurkte zweite Hz beim ersten Heimspiel und ein souveräner Sieg gegen einen komplett überraschten Gegner. Der zumindest schonmal dafür gesorgt hat, dass der Anflug von Panik aus vielen Posts verschwunden ist.
Was aber über den Sieg in Mainz hinaus Mut macht, sind so Themen wie Einstellung zum Spiel, Mannschaftsverhalten, Charakter; da scheint Hütter doch wesentlich besser und in die richtige Richtung zu wirken als die spanische Wundertüte oder auch Dino im letzten Herbst und Winter. Man sieht die Spieler wieder mehr füreinander zu spielen und hie und da erwischt man den einen oder anderen schon mal mit einem Ausdruck der Freude auf dem Gesicht. Das hatten wir im Frühjahr ja nicht oft. Von daher ist da eine positive Entwicklung zu sehen.
Da wird ein Spiel gewonnen und zack sind alle gehyped und Hütter ist der Messias, dabei war M1 einfach nur schlecht. Samstag gegen den Tabellenführer 🤣 dann sehen wir, wo wir stehen...Deutscher Meister wird nur die SGE 😜
Daniel-San schrieb:
Da wird ein Spiel gewonnen und zack sind alle gehyped und Hütter ist der Messias, dabei war M1 einfach nur schlecht. Samstag gegen den Tabellenführer 🤣 dann sehen wir, wo wir stehen...Deutscher Meister wird nur die SGE 😜
Mainz kam mit dem Hochgefühl des wirklich souveränen 5:0 in Hamburg locker durch die Tür aufs Feld und hat sich dann dort klassisch von unseren Jungs abkochen lassen. Zwei Konter und ein gehaltener Elfer haben ihnen die Grenzen aufgezeigt. Ja, da war sehr schnell nix mehr vom HSV-Spiels, ich halte es aber für möglich, dass das nicht nur an denen lag, sondern dass unsere Jungs sie in den Zweikämpfen erschreckt haben - das ist doch sonst deren Trick gegen uns. Insofern kann man auch sagen; Mainz war schlecht, weil wir sie nicht haben gut werden lassen.
Mainz war vielleicht nicht nur einfach schlecht, weil sie selber Bock hatten, Mist zusammenzuspielen.
SGE1085 schrieb:
Den dürften einige aber richtig haben
Er hatte insgesamt 19 Stimmen, gefolgt von Demichelis (9), Wagner (8), Thioune (7)...
Das ist ja wie sechser im Lotto, wenn alle nen sechser haben 😁
Aber immerhin nach Jahren zum erstenmal Punkte aus der Frage
Aber immerhin nach Jahren zum erstenmal Punkte aus der Frage
Im DoPa haben sie grade kurz über den Elfer gesprochen: Tenor eher kein Elfer
Effe findet sogar, dass das eher nach Fallsucht aussah 😎
Effe findet sogar, dass das eher nach Fallsucht aussah 😎
philadlerist schrieb:
Im DoPa haben sie grade kurz über den Elfer gesprochen: Tenor eher kein Elfer
Effe findet sogar, dass das eher nach Fallsucht aussah 😎
Da haben alle gesagt, kein Elfer. Umgekehrt beim nicht gegebenen für Stuttgart, dass es klar einer war. Beim letzteren war es Knie auf Knie, entsprechend schmerzhaft, bei uns handelsüblicher Zweikampf mit Fallsucht.
Eine durchgehend starke Leistung wurde gestern mit einem verdienten Sieg belohnt. Die wichtigste Erkenntnis daraus ist, dass die Mannschaft ein starkes Kollektiv darstellt, in welchem einer für den anderen einsteht. Außerdem sieht man, dass Adis Arbeit fruchtet und dass man vor allem mit seinem Abgesang die Saison betreffend noch sehr vorsichtig sein sollte. Und bevor mir wieder jemand eine verfrühte Euphorie unterstellt: Nein, dies ist lediglich der Ausdruck meiner Freude die augenblickliche Entwicklung der Mannschaft betreffend. Mir ist durchaus klar, dass es auch zu weiteren Rückschlägen kommen wird.
Dennoch erkennt man das große Potenzial, welches in der Mannschaft steckt, sehr deutlich. Auch die offensichtliche Flexibilität gibt Anlass zur Hoffnung, nicht in einem starren System zu verharren. Dennoch sieht man auch noch die Unerfahrenheit in so mancher Situation, welche noch zu Fehlern führt. Letzteres beweist dann aber auch, dass man solche Halbzeiten wie gegen Augsburg nicht überbewerten darf, zumal hier einfach zu viele negative Umstände zusammenkamen, die die junge Mannschaft noch nicht verarbeiten kann. Wichtig ist aber, dass wir in Jonny einen echten Führungsspieler haben, der auch selbstkritisch vorangeht und die Jungen mitreißen kann. Am kommenden Wochenende kommt dann mit Freiburg der nächste Prüfstein. Aber mit solch einer Leistung wie gestern ist mir ganz und gar nicht bange, zumal man auch in den Spielen bei Union und gegen Augsburg schon sehr viele positive Aspekte gesehen hat, welche sich nun gegen M1 in Gänze bestätigt haben.
Dennoch erkennt man das große Potenzial, welches in der Mannschaft steckt, sehr deutlich. Auch die offensichtliche Flexibilität gibt Anlass zur Hoffnung, nicht in einem starren System zu verharren. Dennoch sieht man auch noch die Unerfahrenheit in so mancher Situation, welche noch zu Fehlern führt. Letzteres beweist dann aber auch, dass man solche Halbzeiten wie gegen Augsburg nicht überbewerten darf, zumal hier einfach zu viele negative Umstände zusammenkamen, die die junge Mannschaft noch nicht verarbeiten kann. Wichtig ist aber, dass wir in Jonny einen echten Führungsspieler haben, der auch selbstkritisch vorangeht und die Jungen mitreißen kann. Am kommenden Wochenende kommt dann mit Freiburg der nächste Prüfstein. Aber mit solch einer Leistung wie gestern ist mir ganz und gar nicht bange, zumal man auch in den Spielen bei Union und gegen Augsburg schon sehr viele positive Aspekte gesehen hat, welche sich nun gegen M1 in Gänze bestätigt haben.
Wenn sie alle ne Woche vor uns 5:0 gewinnen und dann wie Mainz chancenlos untergehen, soll mir das recht sein 😎
Ich muss je gestehen, dass ich ein Freund der 3er/5er-Kette bin. Und man könnt heute auch gut sehen, dass das unserer doch recht jugendlicher Abwehr gut tut. Grade Baum und Kosugi profitieren von dieser Umstellung, weil sie ein bissi Verantwortung von ihren Schultern nimmt. Hinzu kommt, dass auch Koch deutlich sicherer wirkt, wenn er noch zwei IVs neben sich hat.
Brassier übernimmt auch schon sichtbar Verantwortung und entlastet unseren Kapitän, aber auch Maluze macht einen erstaunlich stabilen Eindruck. Wie schon gegen Union hat er eine sehr gute Zweikampfbilanz, vor allem in der Luft, und wie schon gegen die Köpenicker glänzte Maluze heute mit einem Assist. Und der hatte es in sich. Wie er diese Ablage auf Jonny mit einem Kopfball von der Mittellinie bringt, ist schon außergewöhnlich.
Bei Kosugi muss ich und zwar gerne korrigieren: ich hätte nicht gedacht, dass er sich so schnell auf das Niveau eines ordentlichen BuLi-AVs entwickelt. Aber heute hat er eine gute Partie geliefert, klar, durch die Systemumstellung spürt er die Abischerung hinter sich, aber auch das muss man erst mal so spielen können, wie er es heute getan hat. Gute Entrwicklung.
In der Mitte haben wir heute schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen, wie sich das mit Onyedika und Aseko entwickeln könnte. Auch die beiden geben sich gegenseitig Halt und haben gezeigt, dass sie sich gegenseitig gut ergänzen. Dabei darf man nicht außer Acht lassen, dass Aseko noch nicht hundertprozentig fit ist und er heute sein allererstes Bundesligaspiel gemacht hat. Für ein Debut war das beachtlich. Weiter so.
Die Umstellung auf 3 IVs hinten kostet leider vorne Ebnoutalib seinen Platz neben Jonny. Was den Vorteil mit sich bringt, dass man Jonny auch mal 1:1 ersetzen kann, wenn er sich müde gepresst hat. Trotzdem hat mir die Idee des Doppelsturms mit den beiden gut gefallen. Und auch Younes hat mit seinem Hattrick im ersten und seiner Torvorlage im zweiten Spiel schon gezeigt, dass er auf dem Niveau mithalten kann. Bin gespannt, wie Hütter den Sturm aus dem Quintett Uzun, Doan, Jonny, Younes und Jupp jeweils auf den Gegner abgestimmt zusammenstellen wird.
Brassier übernimmt auch schon sichtbar Verantwortung und entlastet unseren Kapitän, aber auch Maluze macht einen erstaunlich stabilen Eindruck. Wie schon gegen Union hat er eine sehr gute Zweikampfbilanz, vor allem in der Luft, und wie schon gegen die Köpenicker glänzte Maluze heute mit einem Assist. Und der hatte es in sich. Wie er diese Ablage auf Jonny mit einem Kopfball von der Mittellinie bringt, ist schon außergewöhnlich.
Bei Kosugi muss ich und zwar gerne korrigieren: ich hätte nicht gedacht, dass er sich so schnell auf das Niveau eines ordentlichen BuLi-AVs entwickelt. Aber heute hat er eine gute Partie geliefert, klar, durch die Systemumstellung spürt er die Abischerung hinter sich, aber auch das muss man erst mal so spielen können, wie er es heute getan hat. Gute Entrwicklung.
In der Mitte haben wir heute schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen, wie sich das mit Onyedika und Aseko entwickeln könnte. Auch die beiden geben sich gegenseitig Halt und haben gezeigt, dass sie sich gegenseitig gut ergänzen. Dabei darf man nicht außer Acht lassen, dass Aseko noch nicht hundertprozentig fit ist und er heute sein allererstes Bundesligaspiel gemacht hat. Für ein Debut war das beachtlich. Weiter so.
Die Umstellung auf 3 IVs hinten kostet leider vorne Ebnoutalib seinen Platz neben Jonny. Was den Vorteil mit sich bringt, dass man Jonny auch mal 1:1 ersetzen kann, wenn er sich müde gepresst hat. Trotzdem hat mir die Idee des Doppelsturms mit den beiden gut gefallen. Und auch Younes hat mit seinem Hattrick im ersten und seiner Torvorlage im zweiten Spiel schon gezeigt, dass er auf dem Niveau mithalten kann. Bin gespannt, wie Hütter den Sturm aus dem Quintett Uzun, Doan, Jonny, Younes und Jupp jeweils auf den Gegner abgestimmt zusammenstellen wird.
Nur mal so, weil ich es grade zum zweiten Mal sehe
Dieser Fallrückzieher von Nmecha - sorry - für mich ist das gefährliches Spiel. Um ein Haar tritt der dem Paderborner doch den Kopf weg. Purer Zufall, dass der da um Zentimeter an Nmechas Fuß vorbeispringt.
Oder seh ich das falsch?
Dieser Fallrückzieher von Nmecha - sorry - für mich ist das gefährliches Spiel. Um ein Haar tritt der dem Paderborner doch den Kopf weg. Purer Zufall, dass der da um Zentimeter an Nmechas Fuß vorbeispringt.
Oder seh ich das falsch?
philadlerist schrieb:
Nur mal so, weil ich es grade zum zweiten Mal sehe
Dieser Fallrückzieher von Nmecha - sorry - für mich ist das gefährliches Spiel. Um ein Haar tritt der dem Paderborner doch den Kopf weg. Purer Zufall, dass der da um Zentimeter an Nmechas Fuß vorbeispringt.
Oder seh ich das falsch?
Habe ich spontan gestern auch gesagt, als ich das gesehen habe. Aber naja... 🤷♂️
philadlerist schrieb:
aber zu behaupten eine Mannschaft oder ein Trainer haben durch bloßes Glück nach 34 Spieltagen den 3. Platz erreicht, das geht schon hart am klassischen Fussballverstand vorbei.
hier muss ich Schalke 04 als Vizemeister in der Saison 17/18 nennen.
Da weiß bis heute noch niemand auf diesem Planeten wie das passieren konnte. Inklusive aller Schalker (Fans, Mannschaft, Trainer und Verantwortliche 😁
Ansonsten will ich aber gar nicht weiter auf das Thema und Bobs Meinung eingehen.
Cyrillar schrieb:philadlerist schrieb:
aber zu behaupten eine Mannschaft oder ein Trainer haben durch bloßes Glück nach 34 Spieltagen den 3. Platz erreicht, das geht schon hart am klassischen Fussballverstand vorbei.
hier muss ich Schalke 04 als Vizemeister in der Saison 17/18 nennen.
Da weiß bis heute noch niemand auf diesem Planeten wie das passieren konnte. Inklusive aller Schalker (Fans, Mannschaft, Trainer und Verantwortliche 😁
... ... ...
Mein Schalker Kumpel hat da eine sehr genaue Theorie, die er mir im Sommer mal warnend zu unserem Torwartwirrwarr mitgeteilt hat: " Der lange Abstieg von Schalke begann mit der Unruhe auf der Torwartposition - Fährmann, Nuebel, Fährmann, Nuebel, Fährmann, Fraisl, Mueller, Heeren, Hoffmann, Heereken, Karius ..."
Da bin ich doch recht froh, dass wir nun Atubolu haben. Der sechste gehaltene Elfmeter in Folge - das ist wohl Weltrekord. Wahnsinn!
SGE_Werner schrieb:Frankfurter-Bob schrieb:
Das Gefühl, welches dieses Spiel hinterlassen hat, fehlte die letzten drei Jahre.
Was weniger am Spiel liegt sondern an Deiner Gefühlswelt.
Es ist bezeichnend, dass du mich zitierst, obwohl ich nicht einmal der erste war, der das n diese Kerbe schlägt.
Toppmöller war ein fürchterlich schlechter Trainer, der aufgrund glücklicher Umstände die CL erreicht hat, dafür aber jedwede Emotion rundum die SGE gekillt hat. Das ist meine Meinung und zu der stehe ich. Wenn du ihn als tollen Trainer in Erinnerung behältst, gönne ich dir das.
Für mich ist er ein miserabler Trainer und ich war sehr froh als er entlassen wurde.
Also man kann ja von Toppi halten was man will, aber zu behaupten eine Mannschaft oder ein Trainer haben durch bloßes Glück nach 34 Spieltagen den 3. Platz erreicht, das geht schon hart am klassischen Fussballverstand vorbei.
Toppi hatte einen Auftrag von Krösche und ist vielleicht an der uralten Eintracht-DNA angeprallt. Und hat sich dann hier zu sehr verschlissen.
Aber den ahnungslose macht es ja in Lens „plötzlich“ ganz gut. Wahrscheinlich alles wieder nur pures Glück.
Toppi hatte einen Auftrag von Krösche und ist vielleicht an der uralten Eintracht-DNA angeprallt. Und hat sich dann hier zu sehr verschlissen.
Aber den ahnungslose macht es ja in Lens „plötzlich“ ganz gut. Wahrscheinlich alles wieder nur pures Glück.
Wenn man die Saison und die Leistungsentwicklung gesehen hat, nicht. Diejenigen mit Sachverstand, haben die darauffolgenden Saison vorhergesagt, da nehm ich dich jetzt raus und mich rein.
philadlerist schrieb:
aber zu behaupten eine Mannschaft oder ein Trainer haben durch bloßes Glück nach 34 Spieltagen den 3. Platz erreicht, das geht schon hart am klassischen Fussballverstand vorbei.
hier muss ich Schalke 04 als Vizemeister in der Saison 17/18 nennen.
Da weiß bis heute noch niemand auf diesem Planeten wie das passieren konnte. Inklusive aller Schalker (Fans, Mannschaft, Trainer und Verantwortliche 😁
Ansonsten will ich aber gar nicht weiter auf das Thema und Bobs Meinung eingehen.
philadlerist schrieb:
Also man kann ja von Toppi halten was man will, aber zu behaupten eine Mannschaft oder ein Trainer haben durch bloßes Glück nach 34 Spieltagen den 3. Platz erreicht, das geht schon hart am klassischen Fussballverstand vorbei.
Toppi hatte einen Auftrag von Krösche und ist vielleicht an der uralten Eintracht-DNA angeprallt. Und hat sich dann hier zu sehr verschlissen.
Aber den ahnungslose macht es ja in Lens „plötzlich“ ganz gut. Wahrscheinlich alles wieder nur pures Glück.
Mir dünkt, mit dem klassischen Fußballverstand (was auch immer das sein mag), ist es bei dir auch nicht gar so weit her.
Und dass er es in Lens gut macht, das kann man auch nur behaupten, wenn man Lens gern versenkt sehen möchte - oder halt nicht weiß wovon man spricht.
Lang hat er nicht gebraucht, um das Publikum gegen sich aufzubringen.
Aber weg vom Bauchgefühl!
Fakten!
https://www.fnp.de/eintracht-frankfurt/nach-nur-wenigen-wochen-bei-neuem-klub-ex-eintracht-trainer-kriselt-94481749.html
Ich würde die beiden Halbzeiten gegen Augsburg weniger unter „Mentalität“ oder pauschal unter „fehlender Qualität“ betrachten, sondern zunächst über die Statik unseres Spielmodells. Denn ich glaube, dass genau dort momentan sowohl unsere große Chance als auch unser größtes Risiko liegt.
Hütter möchte proaktiv verteidigen. Das war in der ersten Halbzeit auch ziemlich deutlich zu erkennen. Interessant war dabei für mich weniger unser Ballbesitz als vielmehr die Positionierung gegen den Ball und unmittelbar nach Ballverlust.
Wir haben Augsburg häufig mit einer hohen letzten Linie verteidigt und versucht, den Raum bereits weit vor unserem eigenen Strafraum zu kontrollieren. Entscheidend dafür war das konsequente Nachschieben. Sobald Augsburg auf eine Seite gelenkt wurde, konnte die ballnahe Seite verdichten, während die letzte Linie aggressiv Anschluss gehalten hat.
Dadurch waren die vertikalen Abstände klein. Und genau das ist wichtig, weil ein Ballverlust dann nicht zwangsläufig sofort verteidigt werden muss, sondern zunächst gegengepresst werden kann.
Deshalb sah unsere Defensive in der ersten Halbzeit für mich auch wesentlich stabiler aus. Nicht weil Baum, Koch, Brassier oder Kosugi plötzlich individuell bessere Verteidiger waren, sondern weil sie wesentlich seltener isoliert verteidigen mussten.
Das ist ein elementarer Unterschied.
Eine Viererkette verteidigt nicht unabhängig vom Rest der Mannschaft. Wenn die Abstände zwischen Angriff, Mittelfeld und letzter Linie stimmen, kann ich nach Ballverlust sofort Anschlussdruck herstellen. Werden diese Abstände zu groß, entstehen Laufduelle, offene Halbräume und Situationen, in denen beispielsweise ein Außenverteidiger plötzlich gleichzeitig Breite und Tiefe kontrollieren soll.
Dann sieht am Ende häufig der Verteidiger schlecht aus, obwohl der eigentliche Fehler zehn oder zwanzig Meter weiter vorne entstanden ist.
Genau deshalb würde ich unsere Defensive momentan auch nicht isoliert anhand der Namen bewerten.
Viel interessanter finde ich beispielsweise die Besetzung des Zentrums.
Mit Onyedika haben wir im Grunde nur einen klassischen absichernden Mittelfeldspieler aufgestellt. Davor beziehungsweise daneben bewegen sich Spieler, deren natürliche Orientierung wesentlich offensiver ist.
Das kann sehr attraktiv sein, weil man viele Spieler zwischen und hinter die gegnerischen Linien bekommt. Gleichzeitig erzeugt diese Struktur aber eine enorme Verantwortung für Onyedika.
Wenn die Außenverteidiger Höhe geben und gleichzeitig mehrere offensive Spieler vor dem Ball positioniert sind, muss nach Ballverlust die erste Gegenpressingaktion sitzen. Tut sie das nicht, wird der Sechser zum Feuerwehrmann für eine Fläche, die ein einzelner Spieler überhaupt nicht kontrollieren kann.
Und genau hier liegt für mich einer der Schlüssel für die zwei Gesichter.
Solange unser Gegenpressing in Halbzeit eins Zugriff hatte, funktionierte diese mutige Besetzung. Augsburg kam kaum in Situationen, in denen unsere Restverteidigung offen verteidigen musste. Wir konnten Ballverluste häufig bereits im ersten oder zweiten Zugriff auffangen und Augsburg damit daran hindern, überhaupt kontrolliert in unsere letzte Linie zu kommen.
Genau darin liegt aber gleichzeitig die Fragilität dieses Ansatzes: Wird die erste Gegenpressinglinie überspielt, fehlt uns aktuell noch zu häufig der zweite Zugriff. Dann wird aus einer aggressiven Vorwärtsverteidigung innerhalb weniger Sekunden eine offene Rückwärtsbewegung.
Und dann reden wir plötzlich nicht mehr über Pressing, sondern über Notverteidigung.
Das ist für mich momentan einer der wesentlichen Punkte.
Denn eine Mannschaft, die hoch verteidigen möchte, muss nach einem überspielten Pressing sehr schnell erkennen, ob sie weiterhin Zugriff herstellen kann oder ob sie abbrechen, Tiefe sichern und sich neu organisieren muss.
Genau diese Entscheidungsfindung funktioniert noch nicht zuverlässig.
Und hier wird es für mich nach dem Augsburger Doppelschlag besonders interessant.
Nach einem Gegentor gibt es bei einer hoch verteidigenden Mannschaft grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten. Ich kann meine Höhe beibehalten, benötige dann aber sofort wieder maximalen Druck auf den Ball. Oder ich nehme vorübergehend einige Meter heraus, verdichte zunächst das Zentrum, sichere Tiefe und stelle wieder Kontrolle her.
Was nicht funktioniert, ist die Zwischenlösung:
Vorne weiterhin attackieren wollen, während hinten bereits vorsichtiger verteidigt wird.
Genau dann verliert eine Mannschaft ihre vertikale Kompaktheit.
Die erste Linie presst, das Mittelfeld kommt nicht mehr sauber hinterher, die letzte Linie beginnt aufgrund fehlenden Balldrucks tiefer zu denken – und plötzlich entstehen zwischen den Mannschaftsteilen Räume, die vorher überhaupt nicht vorhanden waren.
Dann sieht es von außen schnell nach fehlender Mentalität oder individueller Qualität aus. In Wirklichkeit hat die Mannschaft aber zunächst ihre gemeinsame Raumordnung verloren.
Und damit bin ich auch bei der viel diskutierten Mentalität.
Mir ist die Gleichung „Rasmus und Theate weg = Mentalität weg“ deutlich zu einfach.
Bei Rasmus kann ich das aufgrund seiner Präsenz, Emotionalität und Zweikampfführung durchaus nachvollziehen. Bei Theate sehe ich das wesentlich kritischer. Seine aggressive Art zu verteidigen, seine Körpersprache und die Verbindung zu den Fans haben dieses Bild sicherlich begünstigt.
Nur ist das für mich nicht automatisch Führungsqualität.
Ein Abwehrchef definiert sich nicht darüber, wie spektakulär er einen Zweikampf führt oder wie sehr seine Art beim Publikum ankommt.
Er definiert sich vor allem über Steuerung.
Höhe der Kette vorgeben. Herausrücken kommandieren. Rückwärtspressing einfordern. Abstände korrigieren. Mitspieler verschieben. Nach Überspielen des Pressings erkennen, wann nicht mehr nach vorne verteidigt werden darf, sondern zunächst Raum gesichert und verzögert werden muss.
Gerade in der vergangenen Saison habe ich Theate nicht dauerhaft als diesen großen ordnenden Stabilisator wahrgenommen, als der er rückblickend gerade teilweise dargestellt wird.
Unser Problem gegen Augsburg war deshalb für mich auch nicht: „Uns fehlt Theate.“
Unser Problem war, dass nach dem Bruch im Spiel die kollektive Pressinglogik verloren ging.
Und genau dort sehe ich momentan Hütters größte Baustelle.
Für mich ist deshalb beispielsweise auch die Konstellation Götze/Onyedika wesentlich interessanter als die reflexartige Forderung nach dem nächsten Innenverteidiger.
Götze kann einem Spiel über seine Orientierung, sein Freilaufverhalten, seine Passwinkel und seine Fähigkeit, Drucksituationen spielerisch aufzulösen, enorme Qualität geben. Er ist aber naturgemäß kein zweiter Onyedika, der im defensiven Umschalten große Räume schließt.
Wenn ich diese Konstellation spielen möchte, muss ich strukturell dafür sorgen, dass entweder ein Außenverteidiger in der Restverteidigung tiefer bleibt, ein offensiver Achter nach Ballverlust sofort einrückt oder meine Gegenpressingstruktur so eng ist, dass der Gegner den ersten Pass nach Ballgewinn gar nicht sauber spielen kann.
Ansonsten entsteht hinter fünf oder sechs Spielern eine Fläche, die kaum noch kontrollierbar ist.
Das ist keine Kritik an Götze. Das ist eine Frage der Rollenkompatibilität.
Und genau deshalb finde ich auch Baum und Kosugi wesentlich interessanter, als sie momentan teilweise dargestellt werden.
Die Frage sollte nicht sein, ob beide heute bereits dieselbe defensive Sicherheit besitzen wie ein Außenverteidiger mit 150 Bundesligaspielen.
Die Frage muss lauten, welche Funktionen sie innerhalb von Hütters Spielmodell übernehmen sollen.
Beide können Dynamik erzeugen und Höhe geben. Dadurch kann die Breite über die Außenverteidiger hergestellt werden und offensive Spieler können enger in den Halbräumen positioniert werden. Das wiederum schafft andere Passwinkel, andere Anschlussaktionen und bessere Voraussetzungen für Überladungen.
Aber jede offensive Freiheit erzeugt irgendwo eine defensive Verpflichtung.
Wenn Baum hochschiebt, muss sein Rücken abgesichert werden. Wenn Kosugi auf der anderen Seite gleichzeitig Höhe gibt, verändert sich die gesamte Restverteidigung. Dann muss entweder Onyedika Räume vor beziehungsweise zwischen den Innenverteidigern schließen oder ein ballferner Spieler frühzeitig einrücken.
Deshalb interessiert mich auch nicht besonders, ob Baum am dritten Spieltag mal einen Zweikampf verliert.
Mich interessiert, ob die Absicherungsmechanismen um Baum herum in sechs Wochen besser funktionieren.
Genau dort zeigt sich Entwicklung.
Und aus diesem Grund gefällt mir der kleinere Kader grundsätzlich sogar.
Hütter muss gerade keine Ansammlung von Einzelspielern verwalten. Er muss eine gemeinsame Rauminterpretation entwickeln.
Pressinghöhe, Pressingtrigger, Rückwärtspressing, ballfernes Einrücken, Anschlussdruck, Tiefensicherung, Restverteidigung und das Verhalten nach Überspielen der ersten Linie entstehen nicht dadurch, dass man sie einmal auf eine Taktiktafel malt.
Sie entstehen durch Wiederholung.
Und dafür brauche ich Trainingskonstanz, klare Rollen und Spieler, die regelmäßig miteinander arbeiten.
Insofern sehe ich das Transferfenster sportlich auch nicht ausschließlich über die Frage: Wer ersetzt Theate? Wer ersetzt Rasmus? Wer ersetzt Spieler X?
Gute Kaderplanung bedeutet nicht zwingend, jedes abgegebene Profil eins zu eins durch dasselbe Profil zu ersetzen.
Man kann auch das Spielmodell verändern, weil die vorhandenen Spieler andere Stärken besitzen.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass ich dieses Transferfenster für perfekt halte. Mir ist der Sturm quantitativ ebenfalls etwas dünn. Eine weitere defensive Option hätte ich auch genommen.
Aber Risiko und schlechte Kaderplanung sind für mich zwei verschiedene Dinge.
Genauso muss man zwischen Kaderplanung, individueller Form und Trainerentscheidungen unterscheiden.
Wenn Koch momentan nicht seine beste Form erreicht oder die letzte Linie nicht ausreichend führt, ist das ein Thema.
Wenn Hütter eine Zentrumsbesetzung wählt, die im defensiven Umschalten nicht funktioniert, ist das ein Thema.
Wenn ein junger Außenverteidiger einen individuellen Fehler macht, ist das ein Thema.
Aber aus drei unterschiedlichen Problemen automatisch ein einziges „Krösche hat den Kader schlecht zusammengestellt“ zu machen, ist mir deutlich zu simpel.
Kaderqualität, individuelle Form und taktische Umsetzung sind drei verschiedene Dinge.
Ähnlich sehe ich es offensiv.
Was uns gegenüber früheren Mannschaften möglicherweise tatsächlich fehlt, ist ein bestimmtes Profil: Spieler, die aus einer zunächst neutralen oder sogar schlecht vorbereiteten Situation über ein Tempodribbling selbstständig Raumgewinn herstellen und damit eine komplette gegnerische Linie überspielen.
Solche Spieler können strukturelle Unsauberkeiten kaschieren.
Fehlt diese individuelle Dynamik, muss ich Chancen anders vorbereiten.
Dann brauche ich saubere Halbraumbesetzung, Überladungen, Gegenbewegungen, dritte-Mann-Läufe, besseres Freiziehen von Räumen und vor allem Anschlussaktionen, nachdem eine gegnerische Linie überspielt wurde.
Dann muss der Gegner über Positionsspiel bewegt werden, anstatt darauf zu hoffen, dass ein Einzelspieler aus dem Stand Unordnung erzeugt.
Das benötigt deutlich mehr Abstimmung.
Deshalb halte ich auch Aussagen wie „Doan bringt keinen Output“ für viel zu eindimensional. Der Wert eines Spielers innerhalb eines Positionsangriffs bemisst sich nicht ausschließlich daran, wer am Ende Tor oder Assist bekommt. Entscheidend kann genauso sein, ob seine Positionierung einen Gegenspieler bindet, einen Halbraum öffnet, einen Passweg erzeugt oder die nächste Aktion vorbereitet.
Und damit komme ich wieder zu den „zwei Gesichtern“.
Für mich war Halbzeit eins nicht einfach gut und Halbzeit zwei einfach schlecht.
Halbzeit eins hat gezeigt, unter welchen strukturellen Bedingungen Hütters Idee funktionieren kann.
Halbzeit zwei hat gezeigt, wie fragil diese Bedingungen momentan noch sind, sobald der erste Zugriff verloren geht.
Das ist für mich ein wesentlich interessanterer Befund als die pauschale Aussage, der Mannschaft fehle Qualität.
Denn individuelle Qualität kann ich im Wesentlichen nur über Personal verändern.
Strukturelle Stabilität kann ich trainieren.
Und genau deshalb würde ich jetzt auch nicht hektisch irgendeinen Spieler verpflichten, nur weil wir sieben Gegentore in zwei Spielen bekommen haben.
Wenn wir in sechs oder acht Wochen noch immer dieselben Probleme haben, wenn unser Gegenpressing nach Überspielen der ersten Linie weiterhin keinen zweiten Zugriff besitzt, die Restverteidigung regelmäßig in Gleichzahl oder Unterzahl gerät, die Abstände zwischen den Linien nicht stimmen und Hütter keine Balance für seine Zentrumsbesetzung findet, dann haben wir ein strukturelles Problem, über das man sehr ernsthaft reden muss.
Momentan sehe ich aber zunächst einen Trainer, der versucht, die Mannschaft höher und proaktiver verteidigen zu lassen, gleichzeitig viele technisch starke Spieler auf den Platz bringen möchte und dafür bewusst Risiko in der Absicherung akzeptiert.
Seine Aufgabe besteht jetzt darin, dieses Risiko kontrollierbar zu machen.
Und genau deshalb bin ich auch vorsichtig mit dem Anspruchsdenken von uns Fans.
Natürlich darf jeder kritisieren. Ich mache das selbst. Aber nur weil jemand seit 20 Jahren Mitglied ist, eine Dauerkarte besitzt, Eintritt bezahlt oder jedes zweite Wochenende hunderte Kilometer auswärts fährt, besitzt er dadurch weder ein größeres Mitspracherecht bei sportlichen Entscheidungen noch automatisch eine höhere fachliche Kompetenz.
All diese Dinge tun wir freiwillig, weil wir Eintracht unterstützen und diesen Verein lieben.
Daraus entsteht aber kein Anspruch darauf, dass die sportliche Leitung den Kader nach unseren Vorstellungen zusammenstellt.
Eine Eintrittskarte ist eine Eintrittskarte und kein Anteilsschein an der Kaderplanung.
Wir kennen weder sämtliche Transferoptionen noch interne Gespräche, Trainingswerte, medizinische Daten, definierte Spielerprofile, finanzielle Grenzen oder die taktischen Überlegungen hinter einzelnen Personalentscheidungen.
Deshalb unterscheide ich ziemlich deutlich zwischen:
„Ich halte diese Entscheidung für falsch.“
und
„Ich weiß, dass diese Entscheidung falsch ist.“
Ersteres ist Kritik. Zweiteres setzt Informationen voraus, die wir Außenstehenden schlicht nicht besitzen.
Und genau deshalb würde ich nach zwei Bundesligaspielen weder die Kaderplanung abfeiern noch sie beerdigen.
Für mich lautet die entscheidende Frage nach Augsburg nicht:
„Wen hätte Krösche noch kaufen müssen?“
Sondern:
Warum konnte dieselbe Mannschaft Augsburg zunächst kontrollieren und verlor anschließend innerhalb kürzester Zeit ihre komplette Zugriffskontrolle?
Wenn Hütter darauf eine Antwort findet, verschwinden möglicherweise einige der momentan diskutierten vermeintlichen Kaderprobleme ganz von selbst.
Wenn er sie nicht findet, werden wir irgendwann ganz andere Diskussionen führen müssen.
Aber genau daran würde ich diese Mannschaft in den kommenden Wochen messen:
Nicht daran, ob jeder junge Spieler sofort fehlerfrei funktioniert. Nicht daran, ob nach zwei Spieltagen irgendeine Tabelle unseren Erwartungen entspricht.
Sondern daran, ob aus individuellem Verteidigen wieder kollektives Verteidigen wird, ob nach dem ersten verlorenen Zugriff ein zweiter entsteht, ob die Restverteidigung sauberer organisiert wird, ob die Abstände unter gegnerischem Druck stabil bleiben und ob diese Mannschaft lernt, nach einem Wirkungstreffer nicht ihre komplette Raumordnung zu verlieren.
Dann werden aus den zwei Gesichtern irgendwann nicht deshalb eines, weil plötzlich bessere Einzelspieler auf dem Platz stehen – sondern weil elf Spieler anfangen, dieselben Situationen gleich zu interpretieren.
Und genau das ist am Ende Trainerarbeit.
Hütter möchte proaktiv verteidigen. Das war in der ersten Halbzeit auch ziemlich deutlich zu erkennen. Interessant war dabei für mich weniger unser Ballbesitz als vielmehr die Positionierung gegen den Ball und unmittelbar nach Ballverlust.
Wir haben Augsburg häufig mit einer hohen letzten Linie verteidigt und versucht, den Raum bereits weit vor unserem eigenen Strafraum zu kontrollieren. Entscheidend dafür war das konsequente Nachschieben. Sobald Augsburg auf eine Seite gelenkt wurde, konnte die ballnahe Seite verdichten, während die letzte Linie aggressiv Anschluss gehalten hat.
Dadurch waren die vertikalen Abstände klein. Und genau das ist wichtig, weil ein Ballverlust dann nicht zwangsläufig sofort verteidigt werden muss, sondern zunächst gegengepresst werden kann.
Deshalb sah unsere Defensive in der ersten Halbzeit für mich auch wesentlich stabiler aus. Nicht weil Baum, Koch, Brassier oder Kosugi plötzlich individuell bessere Verteidiger waren, sondern weil sie wesentlich seltener isoliert verteidigen mussten.
Das ist ein elementarer Unterschied.
Eine Viererkette verteidigt nicht unabhängig vom Rest der Mannschaft. Wenn die Abstände zwischen Angriff, Mittelfeld und letzter Linie stimmen, kann ich nach Ballverlust sofort Anschlussdruck herstellen. Werden diese Abstände zu groß, entstehen Laufduelle, offene Halbräume und Situationen, in denen beispielsweise ein Außenverteidiger plötzlich gleichzeitig Breite und Tiefe kontrollieren soll.
Dann sieht am Ende häufig der Verteidiger schlecht aus, obwohl der eigentliche Fehler zehn oder zwanzig Meter weiter vorne entstanden ist.
Genau deshalb würde ich unsere Defensive momentan auch nicht isoliert anhand der Namen bewerten.
Viel interessanter finde ich beispielsweise die Besetzung des Zentrums.
Mit Onyedika haben wir im Grunde nur einen klassischen absichernden Mittelfeldspieler aufgestellt. Davor beziehungsweise daneben bewegen sich Spieler, deren natürliche Orientierung wesentlich offensiver ist.
Das kann sehr attraktiv sein, weil man viele Spieler zwischen und hinter die gegnerischen Linien bekommt. Gleichzeitig erzeugt diese Struktur aber eine enorme Verantwortung für Onyedika.
Wenn die Außenverteidiger Höhe geben und gleichzeitig mehrere offensive Spieler vor dem Ball positioniert sind, muss nach Ballverlust die erste Gegenpressingaktion sitzen. Tut sie das nicht, wird der Sechser zum Feuerwehrmann für eine Fläche, die ein einzelner Spieler überhaupt nicht kontrollieren kann.
Und genau hier liegt für mich einer der Schlüssel für die zwei Gesichter.
Solange unser Gegenpressing in Halbzeit eins Zugriff hatte, funktionierte diese mutige Besetzung. Augsburg kam kaum in Situationen, in denen unsere Restverteidigung offen verteidigen musste. Wir konnten Ballverluste häufig bereits im ersten oder zweiten Zugriff auffangen und Augsburg damit daran hindern, überhaupt kontrolliert in unsere letzte Linie zu kommen.
Genau darin liegt aber gleichzeitig die Fragilität dieses Ansatzes: Wird die erste Gegenpressinglinie überspielt, fehlt uns aktuell noch zu häufig der zweite Zugriff. Dann wird aus einer aggressiven Vorwärtsverteidigung innerhalb weniger Sekunden eine offene Rückwärtsbewegung.
Und dann reden wir plötzlich nicht mehr über Pressing, sondern über Notverteidigung.
Das ist für mich momentan einer der wesentlichen Punkte.
Denn eine Mannschaft, die hoch verteidigen möchte, muss nach einem überspielten Pressing sehr schnell erkennen, ob sie weiterhin Zugriff herstellen kann oder ob sie abbrechen, Tiefe sichern und sich neu organisieren muss.
Genau diese Entscheidungsfindung funktioniert noch nicht zuverlässig.
Und hier wird es für mich nach dem Augsburger Doppelschlag besonders interessant.
Nach einem Gegentor gibt es bei einer hoch verteidigenden Mannschaft grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten. Ich kann meine Höhe beibehalten, benötige dann aber sofort wieder maximalen Druck auf den Ball. Oder ich nehme vorübergehend einige Meter heraus, verdichte zunächst das Zentrum, sichere Tiefe und stelle wieder Kontrolle her.
Was nicht funktioniert, ist die Zwischenlösung:
Vorne weiterhin attackieren wollen, während hinten bereits vorsichtiger verteidigt wird.
Genau dann verliert eine Mannschaft ihre vertikale Kompaktheit.
Die erste Linie presst, das Mittelfeld kommt nicht mehr sauber hinterher, die letzte Linie beginnt aufgrund fehlenden Balldrucks tiefer zu denken – und plötzlich entstehen zwischen den Mannschaftsteilen Räume, die vorher überhaupt nicht vorhanden waren.
Dann sieht es von außen schnell nach fehlender Mentalität oder individueller Qualität aus. In Wirklichkeit hat die Mannschaft aber zunächst ihre gemeinsame Raumordnung verloren.
Und damit bin ich auch bei der viel diskutierten Mentalität.
Mir ist die Gleichung „Rasmus und Theate weg = Mentalität weg“ deutlich zu einfach.
Bei Rasmus kann ich das aufgrund seiner Präsenz, Emotionalität und Zweikampfführung durchaus nachvollziehen. Bei Theate sehe ich das wesentlich kritischer. Seine aggressive Art zu verteidigen, seine Körpersprache und die Verbindung zu den Fans haben dieses Bild sicherlich begünstigt.
Nur ist das für mich nicht automatisch Führungsqualität.
Ein Abwehrchef definiert sich nicht darüber, wie spektakulär er einen Zweikampf führt oder wie sehr seine Art beim Publikum ankommt.
Er definiert sich vor allem über Steuerung.
Höhe der Kette vorgeben. Herausrücken kommandieren. Rückwärtspressing einfordern. Abstände korrigieren. Mitspieler verschieben. Nach Überspielen des Pressings erkennen, wann nicht mehr nach vorne verteidigt werden darf, sondern zunächst Raum gesichert und verzögert werden muss.
Gerade in der vergangenen Saison habe ich Theate nicht dauerhaft als diesen großen ordnenden Stabilisator wahrgenommen, als der er rückblickend gerade teilweise dargestellt wird.
Unser Problem gegen Augsburg war deshalb für mich auch nicht: „Uns fehlt Theate.“
Unser Problem war, dass nach dem Bruch im Spiel die kollektive Pressinglogik verloren ging.
Und genau dort sehe ich momentan Hütters größte Baustelle.
Für mich ist deshalb beispielsweise auch die Konstellation Götze/Onyedika wesentlich interessanter als die reflexartige Forderung nach dem nächsten Innenverteidiger.
Götze kann einem Spiel über seine Orientierung, sein Freilaufverhalten, seine Passwinkel und seine Fähigkeit, Drucksituationen spielerisch aufzulösen, enorme Qualität geben. Er ist aber naturgemäß kein zweiter Onyedika, der im defensiven Umschalten große Räume schließt.
Wenn ich diese Konstellation spielen möchte, muss ich strukturell dafür sorgen, dass entweder ein Außenverteidiger in der Restverteidigung tiefer bleibt, ein offensiver Achter nach Ballverlust sofort einrückt oder meine Gegenpressingstruktur so eng ist, dass der Gegner den ersten Pass nach Ballgewinn gar nicht sauber spielen kann.
Ansonsten entsteht hinter fünf oder sechs Spielern eine Fläche, die kaum noch kontrollierbar ist.
Das ist keine Kritik an Götze. Das ist eine Frage der Rollenkompatibilität.
Und genau deshalb finde ich auch Baum und Kosugi wesentlich interessanter, als sie momentan teilweise dargestellt werden.
Die Frage sollte nicht sein, ob beide heute bereits dieselbe defensive Sicherheit besitzen wie ein Außenverteidiger mit 150 Bundesligaspielen.
Die Frage muss lauten, welche Funktionen sie innerhalb von Hütters Spielmodell übernehmen sollen.
Beide können Dynamik erzeugen und Höhe geben. Dadurch kann die Breite über die Außenverteidiger hergestellt werden und offensive Spieler können enger in den Halbräumen positioniert werden. Das wiederum schafft andere Passwinkel, andere Anschlussaktionen und bessere Voraussetzungen für Überladungen.
Aber jede offensive Freiheit erzeugt irgendwo eine defensive Verpflichtung.
Wenn Baum hochschiebt, muss sein Rücken abgesichert werden. Wenn Kosugi auf der anderen Seite gleichzeitig Höhe gibt, verändert sich die gesamte Restverteidigung. Dann muss entweder Onyedika Räume vor beziehungsweise zwischen den Innenverteidigern schließen oder ein ballferner Spieler frühzeitig einrücken.
Deshalb interessiert mich auch nicht besonders, ob Baum am dritten Spieltag mal einen Zweikampf verliert.
Mich interessiert, ob die Absicherungsmechanismen um Baum herum in sechs Wochen besser funktionieren.
Genau dort zeigt sich Entwicklung.
Und aus diesem Grund gefällt mir der kleinere Kader grundsätzlich sogar.
Hütter muss gerade keine Ansammlung von Einzelspielern verwalten. Er muss eine gemeinsame Rauminterpretation entwickeln.
Pressinghöhe, Pressingtrigger, Rückwärtspressing, ballfernes Einrücken, Anschlussdruck, Tiefensicherung, Restverteidigung und das Verhalten nach Überspielen der ersten Linie entstehen nicht dadurch, dass man sie einmal auf eine Taktiktafel malt.
Sie entstehen durch Wiederholung.
Und dafür brauche ich Trainingskonstanz, klare Rollen und Spieler, die regelmäßig miteinander arbeiten.
Insofern sehe ich das Transferfenster sportlich auch nicht ausschließlich über die Frage: Wer ersetzt Theate? Wer ersetzt Rasmus? Wer ersetzt Spieler X?
Gute Kaderplanung bedeutet nicht zwingend, jedes abgegebene Profil eins zu eins durch dasselbe Profil zu ersetzen.
Man kann auch das Spielmodell verändern, weil die vorhandenen Spieler andere Stärken besitzen.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass ich dieses Transferfenster für perfekt halte. Mir ist der Sturm quantitativ ebenfalls etwas dünn. Eine weitere defensive Option hätte ich auch genommen.
Aber Risiko und schlechte Kaderplanung sind für mich zwei verschiedene Dinge.
Genauso muss man zwischen Kaderplanung, individueller Form und Trainerentscheidungen unterscheiden.
Wenn Koch momentan nicht seine beste Form erreicht oder die letzte Linie nicht ausreichend führt, ist das ein Thema.
Wenn Hütter eine Zentrumsbesetzung wählt, die im defensiven Umschalten nicht funktioniert, ist das ein Thema.
Wenn ein junger Außenverteidiger einen individuellen Fehler macht, ist das ein Thema.
Aber aus drei unterschiedlichen Problemen automatisch ein einziges „Krösche hat den Kader schlecht zusammengestellt“ zu machen, ist mir deutlich zu simpel.
Kaderqualität, individuelle Form und taktische Umsetzung sind drei verschiedene Dinge.
Ähnlich sehe ich es offensiv.
Was uns gegenüber früheren Mannschaften möglicherweise tatsächlich fehlt, ist ein bestimmtes Profil: Spieler, die aus einer zunächst neutralen oder sogar schlecht vorbereiteten Situation über ein Tempodribbling selbstständig Raumgewinn herstellen und damit eine komplette gegnerische Linie überspielen.
Solche Spieler können strukturelle Unsauberkeiten kaschieren.
Fehlt diese individuelle Dynamik, muss ich Chancen anders vorbereiten.
Dann brauche ich saubere Halbraumbesetzung, Überladungen, Gegenbewegungen, dritte-Mann-Läufe, besseres Freiziehen von Räumen und vor allem Anschlussaktionen, nachdem eine gegnerische Linie überspielt wurde.
Dann muss der Gegner über Positionsspiel bewegt werden, anstatt darauf zu hoffen, dass ein Einzelspieler aus dem Stand Unordnung erzeugt.
Das benötigt deutlich mehr Abstimmung.
Deshalb halte ich auch Aussagen wie „Doan bringt keinen Output“ für viel zu eindimensional. Der Wert eines Spielers innerhalb eines Positionsangriffs bemisst sich nicht ausschließlich daran, wer am Ende Tor oder Assist bekommt. Entscheidend kann genauso sein, ob seine Positionierung einen Gegenspieler bindet, einen Halbraum öffnet, einen Passweg erzeugt oder die nächste Aktion vorbereitet.
Und damit komme ich wieder zu den „zwei Gesichtern“.
Für mich war Halbzeit eins nicht einfach gut und Halbzeit zwei einfach schlecht.
Halbzeit eins hat gezeigt, unter welchen strukturellen Bedingungen Hütters Idee funktionieren kann.
Halbzeit zwei hat gezeigt, wie fragil diese Bedingungen momentan noch sind, sobald der erste Zugriff verloren geht.
Das ist für mich ein wesentlich interessanterer Befund als die pauschale Aussage, der Mannschaft fehle Qualität.
Denn individuelle Qualität kann ich im Wesentlichen nur über Personal verändern.
Strukturelle Stabilität kann ich trainieren.
Und genau deshalb würde ich jetzt auch nicht hektisch irgendeinen Spieler verpflichten, nur weil wir sieben Gegentore in zwei Spielen bekommen haben.
Wenn wir in sechs oder acht Wochen noch immer dieselben Probleme haben, wenn unser Gegenpressing nach Überspielen der ersten Linie weiterhin keinen zweiten Zugriff besitzt, die Restverteidigung regelmäßig in Gleichzahl oder Unterzahl gerät, die Abstände zwischen den Linien nicht stimmen und Hütter keine Balance für seine Zentrumsbesetzung findet, dann haben wir ein strukturelles Problem, über das man sehr ernsthaft reden muss.
Momentan sehe ich aber zunächst einen Trainer, der versucht, die Mannschaft höher und proaktiver verteidigen zu lassen, gleichzeitig viele technisch starke Spieler auf den Platz bringen möchte und dafür bewusst Risiko in der Absicherung akzeptiert.
Seine Aufgabe besteht jetzt darin, dieses Risiko kontrollierbar zu machen.
Und genau deshalb bin ich auch vorsichtig mit dem Anspruchsdenken von uns Fans.
Natürlich darf jeder kritisieren. Ich mache das selbst. Aber nur weil jemand seit 20 Jahren Mitglied ist, eine Dauerkarte besitzt, Eintritt bezahlt oder jedes zweite Wochenende hunderte Kilometer auswärts fährt, besitzt er dadurch weder ein größeres Mitspracherecht bei sportlichen Entscheidungen noch automatisch eine höhere fachliche Kompetenz.
All diese Dinge tun wir freiwillig, weil wir Eintracht unterstützen und diesen Verein lieben.
Daraus entsteht aber kein Anspruch darauf, dass die sportliche Leitung den Kader nach unseren Vorstellungen zusammenstellt.
Eine Eintrittskarte ist eine Eintrittskarte und kein Anteilsschein an der Kaderplanung.
Wir kennen weder sämtliche Transferoptionen noch interne Gespräche, Trainingswerte, medizinische Daten, definierte Spielerprofile, finanzielle Grenzen oder die taktischen Überlegungen hinter einzelnen Personalentscheidungen.
Deshalb unterscheide ich ziemlich deutlich zwischen:
„Ich halte diese Entscheidung für falsch.“
und
„Ich weiß, dass diese Entscheidung falsch ist.“
Ersteres ist Kritik. Zweiteres setzt Informationen voraus, die wir Außenstehenden schlicht nicht besitzen.
Und genau deshalb würde ich nach zwei Bundesligaspielen weder die Kaderplanung abfeiern noch sie beerdigen.
Für mich lautet die entscheidende Frage nach Augsburg nicht:
„Wen hätte Krösche noch kaufen müssen?“
Sondern:
Warum konnte dieselbe Mannschaft Augsburg zunächst kontrollieren und verlor anschließend innerhalb kürzester Zeit ihre komplette Zugriffskontrolle?
Wenn Hütter darauf eine Antwort findet, verschwinden möglicherweise einige der momentan diskutierten vermeintlichen Kaderprobleme ganz von selbst.
Wenn er sie nicht findet, werden wir irgendwann ganz andere Diskussionen führen müssen.
Aber genau daran würde ich diese Mannschaft in den kommenden Wochen messen:
Nicht daran, ob jeder junge Spieler sofort fehlerfrei funktioniert. Nicht daran, ob nach zwei Spieltagen irgendeine Tabelle unseren Erwartungen entspricht.
Sondern daran, ob aus individuellem Verteidigen wieder kollektives Verteidigen wird, ob nach dem ersten verlorenen Zugriff ein zweiter entsteht, ob die Restverteidigung sauberer organisiert wird, ob die Abstände unter gegnerischem Druck stabil bleiben und ob diese Mannschaft lernt, nach einem Wirkungstreffer nicht ihre komplette Raumordnung zu verlieren.
Dann werden aus den zwei Gesichtern irgendwann nicht deshalb eines, weil plötzlich bessere Einzelspieler auf dem Platz stehen – sondern weil elf Spieler anfangen, dieselben Situationen gleich zu interpretieren.
Und genau das ist am Ende Trainerarbeit.
Erstmal Danke für diesen herausragenden Beitrag, anpii
Tut gut, wenn sowas hier öfter so tief beleuchtet wird.
Obwohl ich selbst ja kein Taktikfuchs bin, verstehe ich das meiste doch.
Bei Mannschaften die ähnlich offensiv spielen und pressen - und das sind wenige - sieht man aber auch, dass sich 7 oder 8 Spieler rasant zurückbewegen, wenn die erste Pressinglinie nicht gegriffen hat. Das ist zB. bei den Bayern unter Kompany oder bei Leverkusen unter Alonso immer wieder faszinierend zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit sich ganze Mannschaftsblöcke im Sprint zurückorientieren.
Bin mir fast sicher, dass sich das Hütter auch so vorstellt, aber da sehe ich bei unseren Jungs tatsächlich viel Luft nach oben. Ich sehe, was Du Gutes an Götze siehst, hab aber trotzdem die Hoffnung auf Aseko, der da doch deutlich schneller zurückkommt und dann vielleicht mit Onyedika die Geschlossenheit erreicht, die da notwendig wäre. Dass unsere jungen Außenverteidiger das schon bald leisten können, da hab ich noch leichte Zweifel. Ich glaube, die sind beide voll damit beschäftigt, den Sprung in die BuLi zu schaffen. Dafür werden sie sicher noch etwas brauchen.
Uzun, auch Doan oder Jupp, haben das Potential auch mal mit einer Einzelaktion für Unordnung zu sorgen. Doan muss zur Form finden, Jupp noch weiter Fißball auf dem Niveau adaptieren (läuferisch schon sensationell, aber bei den Laufwegen sehe ich Verbesserungspotential. Uzun ist sicher der, der am ehesten für den großen Unterschied mit einer Aktion sorgen kann, aber der ist leider immer noch ein bissi zu verspielt und trifft noch zu viele falsche Entscheidungen. Als wenn ihm die Verantwortung, die er fürs gesamte Spiel trägt, entweder noch nicht klar geworden ist, oder der Schuh noch zu groß für ihn ist.
Denke aber auch, dass die Sicherheit bei allen größer werden wird, wenn sie erstmal ein paar Wochen Training in der Konstellation durchgezogen haben.
Tut gut, wenn sowas hier öfter so tief beleuchtet wird.
Obwohl ich selbst ja kein Taktikfuchs bin, verstehe ich das meiste doch.
Bei Mannschaften die ähnlich offensiv spielen und pressen - und das sind wenige - sieht man aber auch, dass sich 7 oder 8 Spieler rasant zurückbewegen, wenn die erste Pressinglinie nicht gegriffen hat. Das ist zB. bei den Bayern unter Kompany oder bei Leverkusen unter Alonso immer wieder faszinierend zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit sich ganze Mannschaftsblöcke im Sprint zurückorientieren.
Bin mir fast sicher, dass sich das Hütter auch so vorstellt, aber da sehe ich bei unseren Jungs tatsächlich viel Luft nach oben. Ich sehe, was Du Gutes an Götze siehst, hab aber trotzdem die Hoffnung auf Aseko, der da doch deutlich schneller zurückkommt und dann vielleicht mit Onyedika die Geschlossenheit erreicht, die da notwendig wäre. Dass unsere jungen Außenverteidiger das schon bald leisten können, da hab ich noch leichte Zweifel. Ich glaube, die sind beide voll damit beschäftigt, den Sprung in die BuLi zu schaffen. Dafür werden sie sicher noch etwas brauchen.
Uzun, auch Doan oder Jupp, haben das Potential auch mal mit einer Einzelaktion für Unordnung zu sorgen. Doan muss zur Form finden, Jupp noch weiter Fißball auf dem Niveau adaptieren (läuferisch schon sensationell, aber bei den Laufwegen sehe ich Verbesserungspotential. Uzun ist sicher der, der am ehesten für den großen Unterschied mit einer Aktion sorgen kann, aber der ist leider immer noch ein bissi zu verspielt und trifft noch zu viele falsche Entscheidungen. Als wenn ihm die Verantwortung, die er fürs gesamte Spiel trägt, entweder noch nicht klar geworden ist, oder der Schuh noch zu groß für ihn ist.
Denke aber auch, dass die Sicherheit bei allen größer werden wird, wenn sie erstmal ein paar Wochen Training in der Konstellation durchgezogen haben.
Danke dir erstmal. Freut mich, wenn so eine Analyse auch bei jemandem ankommt, der sich selbst gar nicht als großen Taktikfuchs sieht. 😁
Bei der Rückwärtsbewegung würde ich nur einen kleinen Haken setzen. Mir geht es weniger darum, dass nach überspieltem Pressing plötzlich sieben Mann im Vollsprint nach hinten rennen. Viel wichtiger ist, dass die Mannschaft gemeinsam erkennt, wann der Zugriff weg ist.
Wenn vorne noch zwei weiter anlaufen, das Mittelfeld schon zurückfällt und die letzte Linie gleichzeitig zögert, hast du sofort riesige Räume zwischen den Mannschaftsteilen. Bayern oder Leverkusen wirken in solchen Momenten so schnell, weil der ganze Block nahezu gleichzeitig reagiert. Entweder sie bekommen noch einen zweiten Zugriff oder sie ziehen sich gemeinsam zurück und machen die Räume wieder eng.
Aseko neben Onyedika fände ich deshalb durchaus spannend. Nicht nur wegen der Geschwindigkeit, sondern weil beide im Zentrum größere Räume verteidigen können und nach Ballverlust eher nochmal in einen zweiten Zweikampf kommen. Mit Götze bekommst du dafür natürlich mehr Ruhe und Qualität im Ballbesitz. Da musst du als Trainer eben abwägen, was du in dem jeweiligen Spiel stärker brauchst.
Bei Baum und Kosugi würde ich noch nicht nervös werden. Gerade auf den Außenpositionen ist Hütters Fußball anspruchsvoll. Du musst hoch schieben, nach vorne verteidigen und gleichzeitig ständig im Kopf haben, was hinter dir passiert. Solche Entscheidungen werden mit Spielen besser. Mir wäre wichtiger, dass die Mannschaft die beiden nicht ständig in Situationen bringt, in denen sie 30 Meter Raum alleine verteidigen müssen.
Uzun sehe ich ähnlich wie du. Der darf auch mal einen Ball verlieren oder etwas versuchen, was nicht klappt. Wenn du ihm das austreibst, nimmst du ihm irgendwann genau das, was ihn besonders macht. Was ihm noch fehlt, ist dieses Gefühl dafür, wann Risiko Sinn macht und wann nicht.
Wenn du 1:0 führst, die Mannschaft gerade schlecht gestaffelt ist und sechs Leute vor dem Ball stehen, muss es vielleicht nicht ausgerechnet der schwierigste Pass des Tages sein. 😁 Das ist Spielreife, und die kommt eben mit Erfahrung.
Bei Doan mache ich mir ebenfalls wenig Sorgen. Der wird uns noch helfen. Und Ebnoutalib bringt läuferisch schon einiges mit, muss seine Wege aber noch besser mit den anderen abstimmen. Ein Laufweg ist ja nicht automatisch gut, nur weil er schnell und tief ist. Er muss entweder dem Ballführenden eine klare Lösung geben oder für jemand anderen einen Raum öffnen.
Ein paar normale Trainingswochen am Stück würden dieser Mannschaft deshalb schon enorm helfen. Die Jungs müssen irgendwann nicht mehr überlegen, was der Nebenmann als Nächstes macht, sondern es vorher wissen.
Wenn das kommt, sehen auch Baum und Kosugi hinten ganz schnell stabiler aus, ohne dass sie über Nacht bessere Fußballer geworden sind. 😁
Bei der Rückwärtsbewegung würde ich nur einen kleinen Haken setzen. Mir geht es weniger darum, dass nach überspieltem Pressing plötzlich sieben Mann im Vollsprint nach hinten rennen. Viel wichtiger ist, dass die Mannschaft gemeinsam erkennt, wann der Zugriff weg ist.
Wenn vorne noch zwei weiter anlaufen, das Mittelfeld schon zurückfällt und die letzte Linie gleichzeitig zögert, hast du sofort riesige Räume zwischen den Mannschaftsteilen. Bayern oder Leverkusen wirken in solchen Momenten so schnell, weil der ganze Block nahezu gleichzeitig reagiert. Entweder sie bekommen noch einen zweiten Zugriff oder sie ziehen sich gemeinsam zurück und machen die Räume wieder eng.
Aseko neben Onyedika fände ich deshalb durchaus spannend. Nicht nur wegen der Geschwindigkeit, sondern weil beide im Zentrum größere Räume verteidigen können und nach Ballverlust eher nochmal in einen zweiten Zweikampf kommen. Mit Götze bekommst du dafür natürlich mehr Ruhe und Qualität im Ballbesitz. Da musst du als Trainer eben abwägen, was du in dem jeweiligen Spiel stärker brauchst.
Bei Baum und Kosugi würde ich noch nicht nervös werden. Gerade auf den Außenpositionen ist Hütters Fußball anspruchsvoll. Du musst hoch schieben, nach vorne verteidigen und gleichzeitig ständig im Kopf haben, was hinter dir passiert. Solche Entscheidungen werden mit Spielen besser. Mir wäre wichtiger, dass die Mannschaft die beiden nicht ständig in Situationen bringt, in denen sie 30 Meter Raum alleine verteidigen müssen.
Uzun sehe ich ähnlich wie du. Der darf auch mal einen Ball verlieren oder etwas versuchen, was nicht klappt. Wenn du ihm das austreibst, nimmst du ihm irgendwann genau das, was ihn besonders macht. Was ihm noch fehlt, ist dieses Gefühl dafür, wann Risiko Sinn macht und wann nicht.
Wenn du 1:0 führst, die Mannschaft gerade schlecht gestaffelt ist und sechs Leute vor dem Ball stehen, muss es vielleicht nicht ausgerechnet der schwierigste Pass des Tages sein. 😁 Das ist Spielreife, und die kommt eben mit Erfahrung.
Bei Doan mache ich mir ebenfalls wenig Sorgen. Der wird uns noch helfen. Und Ebnoutalib bringt läuferisch schon einiges mit, muss seine Wege aber noch besser mit den anderen abstimmen. Ein Laufweg ist ja nicht automatisch gut, nur weil er schnell und tief ist. Er muss entweder dem Ballführenden eine klare Lösung geben oder für jemand anderen einen Raum öffnen.
Ein paar normale Trainingswochen am Stück würden dieser Mannschaft deshalb schon enorm helfen. Die Jungs müssen irgendwann nicht mehr überlegen, was der Nebenmann als Nächstes macht, sondern es vorher wissen.
Wenn das kommt, sehen auch Baum und Kosugi hinten ganz schnell stabiler aus, ohne dass sie über Nacht bessere Fußballer geworden sind. 😁
7:2 in Aue gewonnen - passt
Schlager hatte eine sehr entspannte Linie gewählt und sie meist auch in beide Richtungen angewandt, an entscheidenden Punkten kam das für uns halt schlechter rüber. Bei den knappen Zweikämpfen im 16er der Puppen hätte vielleicht ein anderer Schiri hie und da auf Elfer entschieden.
Da wo Dahmen sich zum Beispiel in Jonny reinwälzt, kann man mit viel gutem Willem vielleicht sagen, dass beide den Ball gleichzeitig berühren, die entscheidende Richtungsänderung kommt aber von Jonnys Fuß, Dahmen hat da nur ein Fingerchen dran. Die Frage, die aber wie immer unbeantwortet bleibt, ist die nach der generellen Wucht der Bewegung, die für mich den Aspekt "Nehme ich eine Verletzung des Gegners in Kauf", wenn ich mit da so reinwerfe, berührt. Aber kurioserweise haben da Torwarte offensichtlich einen größeren Spielraum. So wie er sich da gegen Jonnys Beine wirft, kann da eben schon eine Knöchelverletzung bei rauskommen. Aber gut, Schlager sieht das ja aus seiner Position millimetergenau. 🤷♂️
Im Groben und Ganzen ist so eine großzügige Linie vielleicht ok, für unsere kleine und filigranen Jungs ist sie halt Gift, aus Sicht der Augsburger heute oder der Unioner letzte Woche ein kalkulierbares Gift. Gut dosiert einzusetzen, wenn der Schiri es halt durchgehen lässt. Das wird dann halt wie sooft in den letzten Jahren ein Problem für uns: wenn der Gegner auf die Knochen geht, ziehen unsere Feingeister lieber zurück. Weswegen ich Schiedsrichter bevorzuge, die eine engere Linie fahren.
Schlager hat sicher keine Schuld an unserer Niederlage, aber seine Linie hat uns heute bestimmt nicht bevorteilt.
Da wo Dahmen sich zum Beispiel in Jonny reinwälzt, kann man mit viel gutem Willem vielleicht sagen, dass beide den Ball gleichzeitig berühren, die entscheidende Richtungsänderung kommt aber von Jonnys Fuß, Dahmen hat da nur ein Fingerchen dran. Die Frage, die aber wie immer unbeantwortet bleibt, ist die nach der generellen Wucht der Bewegung, die für mich den Aspekt "Nehme ich eine Verletzung des Gegners in Kauf", wenn ich mit da so reinwerfe, berührt. Aber kurioserweise haben da Torwarte offensichtlich einen größeren Spielraum. So wie er sich da gegen Jonnys Beine wirft, kann da eben schon eine Knöchelverletzung bei rauskommen. Aber gut, Schlager sieht das ja aus seiner Position millimetergenau. 🤷♂️
Im Groben und Ganzen ist so eine großzügige Linie vielleicht ok, für unsere kleine und filigranen Jungs ist sie halt Gift, aus Sicht der Augsburger heute oder der Unioner letzte Woche ein kalkulierbares Gift. Gut dosiert einzusetzen, wenn der Schiri es halt durchgehen lässt. Das wird dann halt wie sooft in den letzten Jahren ein Problem für uns: wenn der Gegner auf die Knochen geht, ziehen unsere Feingeister lieber zurück. Weswegen ich Schiedsrichter bevorzuge, die eine engere Linie fahren.
Schlager hat sicher keine Schuld an unserer Niederlage, aber seine Linie hat uns heute bestimmt nicht bevorteilt.
Auch wenn er fußballerisch sehr limitiert war, mit Rasmus ist unser letzter Leadertyp weg. Und dann langen halt so zwei Kack-Gegentore und das ganze Gebilde fällt zusammen. Keinerlei Gegenwehr mehr. Offenbarungseid. Alles liebe, nette Jungs die funktionieren wenn es läuft. Aber null Resilienz. Sogar ein Ebimbe hätte uns heute extrem geholfen.
lego57 schrieb:
Auch wenn er fußballerisch sehr limitiert war, mit Rasmus ist unser letzter Leadertyp weg. Und dann langen halt so zwei Kack-Gegentore und das ganze Gebilde fällt zusammen. Keinerlei Gegenwehr mehr. Offenbarungseid. Alles liebe, nette Jungs die funktionieren wenn es läuft. Aber null Resilienz. Sogar ein Ebimbe hätte uns heute extrem geholfen.
Rasmus war auf jeden Fall sehr emotional, aber als Leadertyp würde ich ihn nicht bzeichnen. Ja, emotional leader vielleicht, aber nicht der Leader, der dieser jungen Mannschaft Ordnung hätte geben können. Dafür war er hier selber viel zu heißspornig unterwegs. Aber ja, ich vermisse ihn auch, einfach so, weil er ne Supertype ist.
Ich hab heute Maluze tatsächlich ein bisschen vermisst. Grade seine Spieleröffnungen waren zuletzt doch mutiger als die von Koch oder die von Brassier heute. Ist zumindest mein Gefühl.
wEdgE- schrieb:Ibrakeforanimals schrieb:
Kalimuendo hätte ich im Übrigen auch nicht für diesen Unterschiedsspieler gehalten.
Uns fehlts einfach an Führungsspielern, da ist einfach keiner.
Das ist des Pudels Kern. Und wir können daran kurzfristig nichts ändern, vermutlich.
SofatrainerSGE schrieb:wEdgE- schrieb:Ibrakeforanimals schrieb:
Kalimuendo hätte ich im Übrigen auch nicht für diesen Unterschiedsspieler gehalten.
Uns fehlts einfach an Führungsspielern, da ist einfach keiner.
Das ist des Pudels Kern. Und wir können daran kurzfristig nichts ändern, vermutlich.
Onyedika kann dieser Führungsspieler sein, auch Aseko kann bei entsprechender Leistung in diese Rolle reinwachsen. In Hannover war er das schon, trotz seiner damals noch 19 Jahre.
Jonny kann von vorne schlecht der alleinige Führungsspieler sein, das ist klar, aber wenn wir mal eine stabile Achse hinbekämen, dann ist Jonny davon das vorderste Glied.
Uzun ist kein Führungsspieler, vielleicht ein Unterschiedsspieler, wenn er endlich anfängt mit seinen Mitspielern zusammenzuspielen und nicht bei drei von vier Aktionen versucht alleine zu glänzen. Mario muss besser spielen, um führen zu können. Chaibi hat bisher auch noch nicht gezeigt, dass er die Stabilität besitzt, um in eine Führungsrolle reinzuwachsen.
Von daher, ja, da fehlt uns was.
Das dürfte eines der größten Kackspiele gewesen sein, die ich in den letzten Jahren gesehen habe, und ich weiß am Ende nicht mal warum das in der zweiten Hz so schief gehen konnte.
Klar, Spekulationen hab ich schon. Mit guter Laune aus der ersten Hz nach der Pause gestartet und wahrscheinlich gedacht, das geht jetzt so weiter und es ist nur eine Frage der Zeit, wann eine Chance zum 2:0 genutzt wird.
In der ersten waren da nämlich genug Chancen da, um mit einem 2:0 oder 3:0 in die Pause zu gehen. Dazu haben zum einen Dahmen im Tor der Schwaben und zum anderen die heute unjustierten Füße unserer Stürmer beigetragen.
Tatsächlich haben wir die Augsburger in der ersten HZ völlig dominiert und das war dann wahrscheinlich das Problem nach der Pause. Offensichtlich hat sich Manuel Baum was überlegt und seine Mannschaft in der Pause besser eingestellt - und mit einem klaren Auftrag aufs Feld geschickt. Dass wir uns dann in der ersten Minute nach der Pause gleich zwei Dinger fangen, beide so unnötig wie nur was, hat dann unsere junge Mannschaft völlig geschockt. Auch das Atobolu beim zweiten den Ball auflegt hat uns zusätzlich verunsichert.
Der Rest war dann wirklich sehr übel, angefangen bei der Restverteidigung, den Lücken, die wir auch schon in Brentfort gesehen haben. Ja, Koch ist da kein Stabilisator, aber auch Ongeyika ist noch nicht der 6er, der da für defensive Stabilität sorgt. Heute hat er ein paar böse Fehlpässe gespielt und sich auch in seinem Stammraum vor dem 16er recht simpel abschütteln lassen. Aber klar, dass ist auch eine sehr sensible Position, die nach den zwei Jahren ohne Rode erst auch von der Mannschaft wieder gelernt werden will.
Brassier hat - naja, mir gefallen ist zuviel - aber schon mal einen ordentlichen Eindruck hinterlassen, abgesehen davon, dass er beim nächsten Spiel bessere Stollen anschraubt. Leider hat auch ihn in der zweiten Hz der Mut verlassen, mal weite Bälle hinter die letzte Linie zu schlagen. Da sind unsere Stürmer doch sehr oft losgesprintet, aber es die Bälle von Brassier, Koch oder Onyedika kamen einfach nicht. Dabei ist das eine gute Waffe, denn sie bewegt die Abwehr und sorgt für Fehlerquellen und Chancen auf zweite Bälle.
Schön waren in der ersten Hz die Steckpässe auf beiden Seiten, auch wenn danach kaum brauchbare Flanken und Reingaben vors Tor kamen. Grade bei einer Szene ist mir das im Gedächtnis geblieben. Uzun steckt auf den freien Kosugi, der zügig in die Mitte flankt. Da stehen Younes und Jonny zu zweit gegen den letzten IV, aber Kosugis Flanke fällt genau zwischen beiden runter. Dabei hätte er Younes sogar halb flach anspielen können. Solche Chancen müssen eigentlich genutzt werden.
Trotzdem haben sich unsere Jungs genug Chancen in der ersten Hz erspielt, aber weder Uzun noch Younes haben die Bälle aus kurzer Distanz an Dahmen vorbeigekriegt. Da ein bissi mehr Abschlussglück und die zweite Hz läuft anders.
Alles in allem kommt mir das Ganze heute irgendwie recht irreal vor. Das Baum auch noch ein Eigentor macht, weil er unglücklich angeknöpft wird, passt da in das wirre Bild. Der Freistoß in der vorletzten Minute vernichtet unseren Dreigegentoreschnitt, war aber das einzige Tor, das schwer zu verteidigen war. Da muss man eher den Schiri fragen, welches Foul er da wo gepfiffen hat, dass der Ball von dort getreten werden durfte.
Schlager hat nicht soviel falsch gemacht - sage ich bevor ich mir das Spiel nochmal relive angeguckt habe (im Stadion sitzt man ja schon zu weit vom Geschehen, um Zweikämpfe genau beurteilen zu können) -, aber seine generelle Linie begünstigt halt die Mannschaft, die eher körperlich zur Sache geht und benachteiligt unsere schmächtigen Ballkünstler. Ganz abgesehen davon, dass sich Uzun immer wieder mal zu schnell von den Füßen geholt fühlt.
Die Jungs haben eine Woche mit viel Lernstoff vor sich. Zb sich nochmal das Union Spiel angucken und wie sich eine Heimmannschaft bei 1:3 Rückstand entschieden nach vorne wirft.
Robin Koch sollte sich tatsächlich mal hinterfragen, wie er das Amt eines Kapitäns auf dem Feld ausüben möchte. Es geht von ihm zumindest von der Tribüne sichtbar keine Motivation aus, kein Versuch seine Jungs dahinten mitzureißen, auf ihre Positionen zu beordern und zum Kampf zu bewegen. (Was man natürlich auch nicht jetzt jedem Bundesligaspieler auf dem Feld noch erklären müssen sollte.) Ich hoffe, dass Onyedika schnell in diese Rolle des Spielführers reinwächst.
Klar, Spekulationen hab ich schon. Mit guter Laune aus der ersten Hz nach der Pause gestartet und wahrscheinlich gedacht, das geht jetzt so weiter und es ist nur eine Frage der Zeit, wann eine Chance zum 2:0 genutzt wird.
In der ersten waren da nämlich genug Chancen da, um mit einem 2:0 oder 3:0 in die Pause zu gehen. Dazu haben zum einen Dahmen im Tor der Schwaben und zum anderen die heute unjustierten Füße unserer Stürmer beigetragen.
Tatsächlich haben wir die Augsburger in der ersten HZ völlig dominiert und das war dann wahrscheinlich das Problem nach der Pause. Offensichtlich hat sich Manuel Baum was überlegt und seine Mannschaft in der Pause besser eingestellt - und mit einem klaren Auftrag aufs Feld geschickt. Dass wir uns dann in der ersten Minute nach der Pause gleich zwei Dinger fangen, beide so unnötig wie nur was, hat dann unsere junge Mannschaft völlig geschockt. Auch das Atobolu beim zweiten den Ball auflegt hat uns zusätzlich verunsichert.
Der Rest war dann wirklich sehr übel, angefangen bei der Restverteidigung, den Lücken, die wir auch schon in Brentfort gesehen haben. Ja, Koch ist da kein Stabilisator, aber auch Ongeyika ist noch nicht der 6er, der da für defensive Stabilität sorgt. Heute hat er ein paar böse Fehlpässe gespielt und sich auch in seinem Stammraum vor dem 16er recht simpel abschütteln lassen. Aber klar, dass ist auch eine sehr sensible Position, die nach den zwei Jahren ohne Rode erst auch von der Mannschaft wieder gelernt werden will.
Brassier hat - naja, mir gefallen ist zuviel - aber schon mal einen ordentlichen Eindruck hinterlassen, abgesehen davon, dass er beim nächsten Spiel bessere Stollen anschraubt. Leider hat auch ihn in der zweiten Hz der Mut verlassen, mal weite Bälle hinter die letzte Linie zu schlagen. Da sind unsere Stürmer doch sehr oft losgesprintet, aber es die Bälle von Brassier, Koch oder Onyedika kamen einfach nicht. Dabei ist das eine gute Waffe, denn sie bewegt die Abwehr und sorgt für Fehlerquellen und Chancen auf zweite Bälle.
Schön waren in der ersten Hz die Steckpässe auf beiden Seiten, auch wenn danach kaum brauchbare Flanken und Reingaben vors Tor kamen. Grade bei einer Szene ist mir das im Gedächtnis geblieben. Uzun steckt auf den freien Kosugi, der zügig in die Mitte flankt. Da stehen Younes und Jonny zu zweit gegen den letzten IV, aber Kosugis Flanke fällt genau zwischen beiden runter. Dabei hätte er Younes sogar halb flach anspielen können. Solche Chancen müssen eigentlich genutzt werden.
Trotzdem haben sich unsere Jungs genug Chancen in der ersten Hz erspielt, aber weder Uzun noch Younes haben die Bälle aus kurzer Distanz an Dahmen vorbeigekriegt. Da ein bissi mehr Abschlussglück und die zweite Hz läuft anders.
Alles in allem kommt mir das Ganze heute irgendwie recht irreal vor. Das Baum auch noch ein Eigentor macht, weil er unglücklich angeknöpft wird, passt da in das wirre Bild. Der Freistoß in der vorletzten Minute vernichtet unseren Dreigegentoreschnitt, war aber das einzige Tor, das schwer zu verteidigen war. Da muss man eher den Schiri fragen, welches Foul er da wo gepfiffen hat, dass der Ball von dort getreten werden durfte.
Schlager hat nicht soviel falsch gemacht - sage ich bevor ich mir das Spiel nochmal relive angeguckt habe (im Stadion sitzt man ja schon zu weit vom Geschehen, um Zweikämpfe genau beurteilen zu können) -, aber seine generelle Linie begünstigt halt die Mannschaft, die eher körperlich zur Sache geht und benachteiligt unsere schmächtigen Ballkünstler. Ganz abgesehen davon, dass sich Uzun immer wieder mal zu schnell von den Füßen geholt fühlt.
Die Jungs haben eine Woche mit viel Lernstoff vor sich. Zb sich nochmal das Union Spiel angucken und wie sich eine Heimmannschaft bei 1:3 Rückstand entschieden nach vorne wirft.
Robin Koch sollte sich tatsächlich mal hinterfragen, wie er das Amt eines Kapitäns auf dem Feld ausüben möchte. Es geht von ihm zumindest von der Tribüne sichtbar keine Motivation aus, kein Versuch seine Jungs dahinten mitzureißen, auf ihre Positionen zu beordern und zum Kampf zu bewegen. (Was man natürlich auch nicht jetzt jedem Bundesligaspieler auf dem Feld noch erklären müssen sollte.) Ich hoffe, dass Onyedika schnell in diese Rolle des Spielführers reinwächst.
Collins Koch Brassier
Doan Onyedika Aseko Kosugi
Uzun
Ebnoutalib Burkardt
Wird ein hartes Spiel, aber in den letzten Jahren war Freiburg immer unangenehm, aber doch selten wirklich erfolgreich gegen uns. Hoffen wir dass es dabei bleibt.
2:1
Tore: Doan, Burkardt