>

Rütli-Hauptschule Berlin

#

zwerg_nase schrieb:

Dr.Ball schrieb:

selbstmordattentäter nicht, aber gab es nicht auch diverse morde, die die kirche verantworten sollte ?


und wie lang ist das her? war die nicht die aufklärung dazwischen?

Genau das ist der Unterschied. Die Aufklärung und Säkularisierung führte in Europa zu enormen wirtschaftlichen Erfolgen (nicht zuletzt durch die Gewinnung billiger Rohstoffe aus den Kolonien). Die heutigen arabischen Länder sehen sich als chancenlos, und die einfachen Leute lassen sich von Mullahs und Konsorten einfangen und instrumentalisieren.
#

stefank schrieb:

Aber ja, von buddhistischen Selbstverbrennungen über die Attentate gegen die Briten vor der Gründung Israels bis zu den christlichen Kreuzfahrern. Gewalt und Fanatismus im Namen der Religion ist gewiss kein muslimisches Privileg.


selbstverbrennung schädigt keine größere anzahl von menschen.
attentate auf briten vor der gründung isreals, wo war das noch mal?  in welchen bereichen?
die kreuzfahrer,hm, das war ein glaubenskrieg, ok, wie lang ist das her, waren die länder nicht dem abendland eigentlich überlegen? im kontext der zeit. alles was vorher war ist ausgeblendet. es geht um eine globale welt in der informationen und gedankenaustausch schnell von statten geht, da snd selbstmorde mit bomben oder flugzeugen fehl am platz. egal wie eine andere religion früher sich gebärdet hat. aus der geschichte sollte man lernen. luther hat dies auch getan.
#
ich glaube nicht so recht an "kulturkreis" als argument. ich glaube die gründe liegen eindeuig bei gesellschaftlicher anerkennung, bildung, sprache und wirtschaftlicher situation.

wer in deuschland geboren wird, erkennen muß, dass die eltern am unteren wirschaftlichen rand der gesellschaftlichen stellung und der wirtschaflichen sitiuation stehen, der versucht halt auf andere weise sein ego zu entwickeln.

die haltung gegenüber migranten war doch jahrelang: die sollen für wenig geld arbeiten und ansonsten so wenig wie möglich auffallen. wer von den älteren hier hat denn wirklich freunde oder gute bekannte aus migrantenfamillien der ersten generationen? ich wette die wenigsten (und das meine ich nicht als vorwurf).

und ausserdem ist natürlich der hip-hop schuld (zu meiner zeit waren es noch die langhaarigen rockmusiker)

peter
#

zwerg_nase schrieb:


selbstverbrennung schädigt keine größere anzahl von menschen.
attentate auf briten vor der gründung isreals, wo war das noch mal?  in welchen bereichen?
die kreuzfahrer,hm, das war ein glaubenskrieg, ok, wie lang ist das her, waren die länder nicht dem abendland eigentlich überlegen? im kontext der zeit. alles was vorher war ist ausgeblendet. es geht um eine globale welt in der informationen und gedankenaustausch schnell von statten geht, da snd selbstmorde mit bomben oder flugzeugen fehl am platz. egal wie eine andere religion früher sich gebärdet hat. aus der geschichte sollte man lernen. luther hat dies auch getan.

Erzähl das mal den Rütlischülern.



Ob du es zuende erzählen kannst?
#
Seht ihr und genau das meinte ich mit Mittelalter...da waren die Christen auch nicht besser...
[Ironieschalter AN!]
...nur die hatten damals noch nicht die Waffen von heute...
[Ironieschalter AUS!]
#
@zwerg nase: Worauf ich raus will: Jede Religion lässt sich als benutzen, um Gewalt zu rechtfertigen. Wer glaubt, dass der Islam als solcher allein ein fertiges Erklärungsmuster liefert, greift völlig zu kurz. Unbedingt lesen sollte man den Artikel von Enzensberger "Radikale Verlierer" aus dem Spiegel, jetzt auch als Buch erhältlich.
#
Trotzdem Peter, das ist zu einseitig: Gerade die Gastarbeiter der ersten Generation hatten nie vor hierzubleiben, und viele sind auch nicht geblieben. Die, die geblieben sind, haben sich nie außerhalb ihrer Kultur bewegen wollen und bewegt. Deren Nachkommen haben die Probleme aber dank kleinerer Zahl noch halbwegs in den Griff bekommen. Das Problem sind die Nachkommen der zweiten Welle, die selbst für die Nachkommen der ersten Welle schon Ausländer waren.

DA
#
@Zwergnase
Zumindest derzeit nicht.

Letzte Woche lief ein Doku im Zdf das sich mit dieser Problematik beschäftigte.Ein etwa 20 jähriger junger Mann berichtete dann das der wesentliche  Unterschied zwischen der deutschen und seiner Kultur derjeinige sei das bei ihm nicht diskutiert würde.Zuhause würde die "Sprache der Hand" gesprochen.Wenn er ein solches " Gespäch "gehabt habe müsse er sich eben abreagieren.
Nun ich will es mal so sagen ,ich bin in einer Generation aufgewachsen die zumindest ansatzweise noch die " Sprache der Hand" erlebt hatte. Nur wäre es mir im Traum nicht eingefallen mich dann irgendwo anders abzureagieren( ich hatte ja auch den Fußballplatz)
Ein echtes Problem ist meiner Ansicht nach ein völlig ubersteigerter Ehrbegriff und ein Machismo und eine Verachtung der Weiblichkeit  die seinesgleichen sucht.
Interessant ist auch diese Erklärungsvariante
http://de.wikipedia.org/wiki/Youth_Bulge
#

stefank schrieb:
Genau das ist der Unterschied. Die Aufklärung und Säkularisierung führte in Europa zu enormen wirtschaftlichen Erfolgen (nicht zuletzt durch die Gewinnung billiger Rohstoffe aus den Kolonien). Die heutigen arabischen Länder sehen sich als chancenlos, und die einfachen Leute lassen sich von Mullahs und Konsorten einfangen und instrumentalisieren.

die erfolge schlossen sich ja nicht automatisch an die kolonialsierung der freien welt an. ob das auch die staaten so sehen, auch aus heutiger perspektive, vermag ich zu bezweifeln. der erfolg ist gewachsen.
auch europa hat gelernt, ok, es brauchte mehrere kleinkriege und 2 weltkriege um diesen flecken zu stabilisieren, aber warum geht das auf anderen flecken nicht auch? weil da etwas dazwischensteht. die unmündigkeit des einzelnen und seine unterdrückung. die brauchen auch keine freiheit nach amerikanischem vorbild. verständigung ohne haßerfüllte gesichter (auch unsere ewiggestrigen) ist möglich.
#

HeinzGründel schrieb:
(...)
Ein echtes Problem ist meiner Ansicht nach ein völlig ubersteigerter Ehrbegriff und ein Machismo und eine Verachtung der Weiblichkeit  die seinesgleichen sucht.
Interessant ist auch diese Erklärungsvariante
http://de.wikipedia.org/wiki/Youth_Bulge





Schlimm finde ich aber auch, dass diese Frauen, die selbst unterdrückt und auch misshandelt worden sind, genau das auch wieder an ihre Kinder weitergeben - auch teilweise ohne Mann im Rücken. Das sind die, die sich hinstellen und ganz provokativ ihren Schleier tragen...
#

niemiec schrieb:

Erzähl das mal den Rütlischülern.



Ob du es zuende erzählen kannst?


wo sind wir mit unserer freien meinungsäußerung hingekommen, wenn sowas fast zu einem "totschlagargument" wird.
#

zwerg_nase schrieb:

, ...ok, es brauchte mehrere kleinkriege und 2 weltkriege um diesen flecken zu stabilisieren, aber warum geht das auf anderen flecken nicht auch?...

Um es polemisch zu sagen: Wenn du den muslimischen Terroristen die selben Chancen wie den Europäern bei ihren Verteilungskriegen lässt, sprechen wir uns in 50-100 Millionen Toten wieder...
#

stefank schrieb:
Kennt ihr Neukölln? Näher an einem Ghetto nach amerikanischem Vorbild kann man m.E. in Deutschland nicht sein. Wer dort eine saubere Jogginghose an hat, ist overdressed.  

auch da gibt's mittlerweile h&m, der auch gerne frequentiert wird. der unterschied von neukölln zu zb. dem ben-gurion-ring ist die größe des gebiets. strukturen und soziale muster dürften sich nicht wesentlich unterscheiden.
#
@Teezwetsche

Die schlimmste und perfideste Form der Sklaverei ist die selbstgewählte
#
Manchen Politikern fällt bei diesen Problemen halt immer nur Polizei und Abschiebung ein. Dabei haben doch die Pisa-Studien längst den Weg gewiesen, was zu tun ist. Aber man hat die Zeit sinnlos verstreichen lassen, anstatt die Reformen zielstrebig anzupacken. Natürlich müssen in akuten Gefahrensituationen auch Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden, aber es müssen doch – verdammt noch mal - Antworten darauf gegeben werden, wie die Integration der Ausländerkinder vorangetrieben werden kann. Man kann sie ja nicht alle ausweisen.

Tatsache ist seit Pisa I und Pisa II: In keinem anderen vergleichbaren Staat werden Unterschichts- und Migrantenkinder so schlecht gefördert wie in Deutschland. In den Teildisziplinen, in denen Deutschland Leistungszuwächse verzeichnet, hat sich die Abhängigkeit des Bildungserfolges von der sozialen Herkunft noch weiter verschärft. Generell gilt: Kinder reicher Familien haben bei gleicher Begabung eine 5,7-mal größere Chance, das Gymnasium statt einer Realschule zu besuchen, als Kinder aus der unteren Mittelschicht.
Es entsteht ein Teufelskreis, der nur durch neue, integrative Konzepte durchbrochen werden kann. Dazu gehören nicht nur eine verbesserte Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund im Rahmen des normalen Unterrichts, sondern insbesondere die Einbeziehung ihrer besonderen Fähigkeiten – d.h. die Berücksichtigung ihrer Zweisprachigkeit.

Warum sind z.B. in Schweden die Ergebnisse besser?
Der wichtigste Grund ist, dass es in Schweden seit 1961 ein Einheitsschulsystem gibt. Alle Schüler und Schülerinnen besuchen bis zur neunten Klasse den gleichen Unterricht. Neunzig Prozent von ihnen schaffen diese Einheitsschule und besuchen danach eine Oberschule. Von diesen machen wiederum 70 Prozent das Abitur.

Warum schneiden Migrantekinder in Schweden besser ab?
Was grundsätzlich anders ist, ist der rechtlich gesicherte Anspruch, Kinder mit einer anderen Muttersprache in dieser zu unterrichten. Für Kinder anderer Herkunft gilt: Sobald es mindestens vier Kinder mit einer Muttersprache in einer Gemeinde gibt, muss für diese Unterricht in der Muttersprache eingerichtet werden. Natürlich sollen die Kinder im Laufe der ersten Jahre des Schulbesuchs auch perfekt in der Landessprache werden. Der Unterricht in der Muttersprache führt jedenfalls, solange er notwendig ist, zu signifikant besseren Testergebnissen.

Die frühe Selektion nach nur vier bzw. in Berlin und Bremen maximal sechs Grundschuljahren und das vielfache Abschieben von Migranten auf die „Restschule“ Hauptschule gehen vielfach an den Möglichkeiten der Betroffenen vorbei und demotivieren die Schüler und Schülerinnen. In den Ländern, in denen laut Pisa die Migrantenkinder deutlich besser abschneiden, findet eine Trennung frühestens nach acht oder neun Jahren statt. Statt jetzt in der Auswertung von PISA die Selektion zu verschärfen und noch mehr Tests durchzuführen, muss überlegt werden, welche Art von Unterricht und Schulstruktur wir brauchen, um mehr Chancengleichheit zu verwirklichen.

Fazit:
Zweisprachigkeit als Chance betrachten
Vorschulerziehung qualitativ verbessern und ausbauen
Endlich Schluss mit der vierjährigen Grundschule
Möglichst späte Selektion nach acht oder neun Schuljahren
#

HeinzGründel schrieb:
@Teezwetsche

Die schlimmste und perfideste Form der Sklaverei ist die selbstgewählte


Traurig aber war!
#

HeinzGründel schrieb:
Die schlimmste und perfideste Form der Sklaverei ist die selbstgewählte
Frga mal mich....
#
@carolus
Ohne was schönreden zu wollen, beim Vergleich mit Schweden würde mich aber schon mal der Ausländeranteil dort verglichen mit hier interessieren. Auch dürfte das Problem dort wenn überhaupt nur geographisch sehr begrenzt auftreten (Göteborg, Stockholm).

Nichtsdestotrotz ist unser Schulsystem reformbedürftig, keine Frage. Nur die, die darüber entscheiden haben keine Kinder oder diese gehen nicht auf die öffentliche Schule.

DA
#
Mal eine kleine Anekdote zum Thema "Offensive Bildungssystem".

Unsere Buben gehen auf ein Gymnasium. Die Englisch Lehrerin ist oft krank und es gibt an der Schule keine adäquate Vertretung für den ausgefallenen Unterricht.
Die betroffene Klasse fällt im Lehrstoff immer mehr zurück.

Was passiert???
Der Rektor erklärt, das er kein Budget für eine Fachvertretung hat und schlägt uns vor, einen Lehrer auf eigene Kosten zu bestellen, der dann den Unterricht hält.
HALLO ??? Sind wir schon so weit?
Scheinbar ja, denn das ist jetzt der einzige Weg und den werden wir gehen (müssen).
Eltern finanzieren also direkt den Schulunterricht. Super, oder?

Nebenbei finanzieren wir ja auch schon diverse Schulbücher, Kopien usw.

Wenn Deutschland nicht wieder beginnt, mehr Geld in die Ausbildung seines Nachwuchses zu investieren gehen wir hier immer weiter in die falsche Richtung des Weges.

Da können solche Auswüchse wie in Berlin NICHT wirklich überraschen. Das die Bildung von Ghettos anstatt Integration nicht funktioniert ist ja kein Geheimnis.

Aber Hauptsache die Diäten steigen in Zukunft im Automatismus...

Andreas
#
Was mir zum Thema noch einfällt:

In der Schweiz ist es übrigens in allen Schulordnungen festgesetzt, dass in der Schule und sogar auf dem Weg dorthin und zurück, Hochdeutsch zu sprechen ist.
Bei denen ist das ganz normal und konnten unser Nachfragen gar nicht verstehen...


Teilen