Ich habe es stets geahnt, dass er irgendwann das Forum zur Karriereplattform machen würde. Die sog. "c-es", reine Nebelwerfer. Mal schaun, was er mit seiner neugewonnenen Machtfülle so alles anfangen wird. Vielleicht stolpert er ja aber auch bereits über die zahllosen ausgelobten Gratisschoppen
Ich habe es stets geahnt, dass er irgendwann das Forum zur Karriereplattform machen würde. Die sog. "c-es", reine Nebelwerfer. Mal schaun, was er mit seiner neugewonnenen Machtfülle so alles anfangen wird. Vielleicht stolpert er ja aber auch bereits über die zahllosen ausgelobten Gratisschoppen
Ich hab auch das Gefühl, dass er hackevoll irgendwo rumliegt.
4pp1_sge schrieb: Deutsche Presse, halt die Fresse!
Das ist genau der Satz der nichts ändert. Gegen die Presselandschaft wirst du genau gar nichts verändern.
Zudem: Da du schreibst, wirst du ja auch des Lesens mächtig sein und dir somit auch die durchaus sachlichen und realistischen Kommentare aufgefallen. Wo? In der Presse. Krasser Shit.
Ich könnte mir vorstellen,dass es im nächsten Jahreskicker um die"ausufernde Gewalt in deutschen Stadien" geht.Und dort könnteder Redakteur dann,wenn er Rückgrat besäße,auch auf die kritischen Stimmen gegenüber seiner "Sicht" eingehen.Aber da erwarte ich wohl zuviel.Unter "Pressefreiheit" verstehe ich nämlich auch,dass andere Meinungen publik gemacht werden.Ansonsten nenne ich das "Pressediktatur".Differenzierte Berichterstattung sollte doch wohl möglich sein!
3zu7 schrieb: Liest eigentlich ernsthaft noch jemand den Kicker? Wie hoch ist denn die Auflage?
Glücklicherweise wird das alles ja festgehalten
1. Quartal 2002: 247.178 1. Quartal 2012: 188.452
Also insgesamt ein Minus von 58.726 verkaufen Exemplaren.
Bei den Abos sieht es so aus:
1. Quartal 2002: 92.705 1. Quartal 2012: 67.816
Ein Minus von 24.889
Läuft.
Du Schlaubi kennst aber schon den Unterschied zwischen Verbreitung, Verkauf und Reichweite, oder? Letztere liegt bei mehr als drei Millionen.
Und der Kicker erscheint zweimal die Woche, bei den genannten Zahlen ergibt das einen Verkauf von ca. 1,4 Millionen Heften im Monat, was nicht so weit weg ist von beispielsweise einem Focus.
[font=Verdana]Hier mein heute Morgen an den Kicker und Herrn Franzke verfasster Leserbrief:[/font]
XXX
YYY, den 18.05.2012
Sehr geehrtes Redaktionsteam des kicker, sehr geehrter Herr Franzke,
im Folgenden möchte ich gerne auf den Kommentar vom 16.05.2012 anlässlich des Relegations-Rückspiels Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC (http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/569117/artikel_es-helfen-nur-noch-strengste-sanktionen.html) Ihres Mitglieds der Chefredaktion, Herrn Franzke, eingehen.
Ganz kurz zu meiner Person: Ich bin 24 Jahre alt, Student im 7. Semester des Lehramts für Gymnasien, begeisterter Fußballanhänger, Fan, Mitglied und Dauerkarteninhaber von Eintracht Frankfurt. Seit vielen Jahren Stadiongänger, zuhause und auswärts.
Dass ein "Fußball-Fachmagazin" mit jahrzentelanger Erfahrung wie der kicker auf einen Zug aufspringt, und sich zu derartig schlecht bis nicht recherchierten Kommentaren hinreißen lässt, hätte ich nicht im Geringsten erwartet. Dabei wird erneut Öl in das ohnehin schon lodernde Feuer der medialen Berichterstattung über - man muss mittlerweile schon sagen gegen - Fußballfans gegossen. Haben Sie sich eigentlich einmal gefragt, ob und wiefern Sie als Medienvertreter auch einen Beitrag zur Verschärfung der Sicherheit rund um die Fußballspiele leisten? Durch Ihre überzogenen und von wenig wirklicher Recherche und Sachverstand zeugenden Aussagen berauben Sie sich nicht nur eines Teils Ihrer Leser (den Kicker werde ich mir persönlich vorläufig nicht wieder kaufen), sondern Sie vergrößern nur noch weiter die ohnehin schon große Kluft zwischen engagierten Fans mit Idealen wie denjenigen friedlichen Ultras, die sich alleine dem Support ihres Vereins verschrieben haben. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich leugne nicht, dass es auch unter dieser Fangruppierung einige gewaltbereite und gewalttätige Fans gibt. Es ist alleine die Art und Weise, mit der Sie in Ihrem Kommentar eine unreflektierte und pauschalisierende Verallgemeinerung der Fans vornehmen, die ich als äußerst unprofessionell und ungerechtfertigt empfinde.
Sie verwenden in Ihrem Kommentar eine Lexik aus dem semantischen Feld des Krieges, der Zerstörung und des Todes. Von "Bürgerkrieg", "Angst um Leib und Leben" ist hier die Rede und zusätzlich schreiben Sie, diese Aufzählung lasse sich "beliebig fortsetzen". Sind Sie denn einmal in einem Bürgerkrieg aktiv involviert gewesen? Meinen Sie ernsthaft, das man die "Angst um Leib und Leben" aus einem Krieg mit derjenigen rund um Ausschreitungen bei einem Fußballspiel vergleichen kann? Wollen Sie, wie sie ja andeuten, tatsächlich Ihre "Aufzählung fortsetzen" und weiter auf dieser Schiene fahren, die für mich eine bedenkliche Beleidigung von Kriegsbeteiligten und -opfern darstellt? Oder zeigen Sie in Zukunft den Mut und das aufrichtige Interesse an einer besser recherchierten, neutraleren und weniger populistischen Berichterstattung, so wie sie eines Fußballfachblattes würdig wäre?
Ich würde gerne im Folgenden auf weitere Aussagen aus Ihrem Kommentar eingehen und diese meinerseits beleuchten.
"Und täglich wird in Fan-Foren auf der einen Seite zu Gewalt aufgerufen und auf der anderen Seite, nach den Zwischenfällen, gezielt Verharmlosung betrieben", behaupten Sie, Herr Franzke. Können Sie oder Ihre Mitarbeiter mir denn die entsprechenden Foren-Themen, mit Internetlink und Abrufdatum oder auch als Ausdruck zusenden? Wenn Sie eine profunde und seriöse Recherche darüber betrieben haben, sollte dies ja kein Problem darstellen. Falls Sie das nicht können, ist ihre Behauptung als haltlos und empirisch nicht verwertbar zu betrachten. Den zweiten Teil Ihrer Aussage, dass nach den Zwischenfällen eine gezielte Verharmlosung betrieben würde, ist Ihre Meinung. Mein Standpunkt dazu ist vielmehr der, dass es dabei nicht primär um Verharmlosung, sondern hauptsächlich um eine Darlegung der Tatsachen und Geschehnisse aus Fansicht geht, von Augenzeugen und wirklich Betroffenen und Involvierten; einer Vorgehensweise, der Sie sich ganz offensichtlich verschließen.
Des Weiteren schreiben Sie: "Dabei geben die Gewalttäter in den Kurven oder hinter den Toren längst den Ton an". Können Sie mir vielleicht erläutern wie Sie zu dieser - schlichtweg falschen - Behauptung kommen? Haben Sie einmal aktuelle Fachliteratur zu diesem Thema eingesehen? Auf die Bücher und Arbeiten zum Thema Ultras der Soziologen Jonas Gabler, Daniel Langer und Gunter A. Pilz sei hiermit explizit hingewiesen und zur Lektüre empfohlen.
Zudem fällt mir auf, dass Sie in Ihrem Artikel wenig unterscheiden zwischen "Kriminellen", "Hooligans" und "Gewalttäter[n]". Sie schreiben gar von einem aktuellen "Hooliganismus im Fußball". Auch hier sagt die Wissenschaft etwas anderes. Da es allgemeiner soziologischer Konsens ist, dass das Phänomen des Hooliganismus mit der aufkommenden und nun die Fankurven dominierenden Ultra-Bewegung seit vielen Jahren deutlich in den Hintergrund getreten ist, kann ihre Feststellung von einem angeblichen zurzeit herrschenden "Hooliganismus im Fußball" nur als stark übertrieben bis falsch betrachtet werden.
Im weiteren Verlauf Ihres Kommenatars schreiben Sie: "Warum sollen Bayern München, Schalke 04 oder Borussia Dortmund bestraft werden wegen Vereinen wie zum Beispiel Köln und Frankfurt, die einen wachsenden Teil ihrer Stehplatzbesucher nicht in den Griff bekommen?". Einer solch expliziten Kategorisierung von "Gut" und "Böse" Ihrerseits kann ich nur mit unverständlichem Kopfschütteln begegnen, angesichts Vorfälle und Begebenheiten, die Sie ganz offensichtlich vergessen haben: Hier sei nur an die Reaktion der "Fans" (ich schreibe es mal in Anführungszeichen, wie Sie das auch tun) von Bayern München auf den Wechsel von Manuel Neuer, den massiven Pyrotechnik-Einsatz der BVB-Fans beim Pokalfinale, die Platzstürme nach den Meisterschaftsgewinnen der Dortmunder 2011 und 2012 hingewiesen. Oder sind Ihrer Meinung nach diese Platzstürme zu billigen und nicht zu kritisieren, weil die Dortmunder angeblich laut Ihrer Logik überwiegend "gute" und unproblematische Fans haben?
Was haben denn die Platzstürme der Fans von Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt gemeinsam? Haben Sie sich das einmal überlegt und beleuchtet? Meinen Sie nicht, dass die Leute überwiegend einfach nur friedlich mit ihren Spielern feiern wollen? Ihrer, die Fangruppierungen in zwei Lager unterteilenden Logik zufolge, scheint dies ja scheinbar nur bei den Fans von Borussia Dortmund zuzustehen. Und bei Platzstürmen der Fans von Köln oder Frankfurt (ich habe ebenfalls in Aachen friedlich auf dem Platz den Aufstieg meiner Mannschaft bejubelt und kann bezeugen, dass es hier keineswegs ernsthafte Probleme gegeben hat) handelt es sich dann um "Randale", "Ausschreitungen" und "Bürgerkrieg"? Ich will erneut nichts verharmlosen, sondern nur darauf hinweisen, dass den Fans von Dortmund das Betreten des Rasens genauso verboten ist wie denen von Köln, Frankfurt oder Düsseldorf. Wo war denn Ihre Kritik bei den Platzstürmen der Fans des BVB? Meinen Sie nicht auch, dass es dort teilweise tumultartige und gefährliche Szenen gegeben haben wird?
Was ich mir für die Zukunft erhoffe, ist von den Medienvertretern wie Ihnen eine (besser) recherchierte, seriöse, alle Involvierten zu Wort kommen lassende Berichterstattung. Versuchen Sie, Ihrem Anspruch, ein "Fußball-Fachmagazin" zu sein, gerecht zu werden. Beziehen Sie in Ihre Recherchen und Artikel auch den Standpunkt von Fanvertretern, Soziologen und Fanorganisationen ein. Arbeiten Sie enger zusammen. Bemühen Sie sich bitte um eine angemessene Wortwahl außerhalb von Kriegsvokabular und verschärfen Sie nicht unnötig die bereits existierenden tiefen Gräben. Betreiben Sie bitte keine Einteilung von Fanszenen in "Gut" und "Böse". Stellen Sie keine haltlosen und empirisch nicht belegbaren Behauptungen auf, sondern bleiben Sie durchaus kritisch, aber fair und sachlich bei den Fakten. Zum Wohle des Fußballs, den wir alle lieben.
Über eine Antwort und eine Stellungnahme auf meinen Leserbrief würde ich mich sehr freuen und eine solche ausdrücklich begrüßen.
sge-ma schrieb: Der Print-Kicker spricht in einer Saisonübersicht bei unserem Spiel bei Union von Randale...
Jesses. Was schreiben sie denn?
Naja sie haben so eine Chronologie mit der Überschrift "2011/12: Saison mit viel Randale" gemacht und schreiben, wie die bösen eigentlich ausgesperrten Eintrachtfans einen Block stürmen.
Wow - das ist mal ein Statement.
Was denkst du wie froh andere Menschen wären, sie hätten eine freie Presse.
Dann sollen die eben Bürgerkriege führen. So wie wir.
Ich habe es stets geahnt, dass er irgendwann das Forum zur Karriereplattform machen würde. Die sog. "c-es", reine Nebelwerfer. Mal schaun, was er mit seiner neugewonnenen Machtfülle so alles anfangen wird. Vielleicht stolpert er ja aber auch bereits über die zahllosen ausgelobten Gratisschoppen
Ich hab auch das Gefühl, dass er hackevoll irgendwo rumliegt.
Das ist genau der Satz der nichts ändert. Gegen die Presselandschaft wirst du genau gar nichts verändern.
Zudem: Da du schreibst, wirst du ja auch des Lesens mächtig sein und dir somit auch die durchaus sachlichen und realistischen Kommentare aufgefallen.
Wo? In der Presse.
Krasser Shit.
Gibt es irgendeine Reaktion seitens des Kickers auf den Kommentar oder erwarte ich da zuviel? Danke.
Perfekt geschrieben
Ich glaube kaum, dass es Reaktionen gibt, die werden in der Redaktion höchstens ein bisschen rot anlaufen.
Pubertät?
Bisher nicht.
Die wurde halt schon fünfmal beantwortet - aber hauptsache weiterflamen.
Der "Fanboy"
Jesses.
Was schreiben sie denn?
XXX
YYY, den 18.05.2012
Sehr geehrtes Redaktionsteam des kicker,
sehr geehrter Herr Franzke,
im Folgenden möchte ich gerne auf den Kommentar vom 16.05.2012 anlässlich des Relegations-Rückspiels Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC (http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/569117/artikel_es-helfen-nur-noch-strengste-sanktionen.html) Ihres Mitglieds der Chefredaktion, Herrn Franzke, eingehen.
Ganz kurz zu meiner Person: Ich bin 24 Jahre alt, Student im 7. Semester des Lehramts für Gymnasien, begeisterter Fußballanhänger, Fan, Mitglied und Dauerkarteninhaber von Eintracht Frankfurt. Seit vielen Jahren Stadiongänger, zuhause und auswärts.
Dass ein "Fußball-Fachmagazin" mit jahrzentelanger Erfahrung wie der kicker auf einen Zug aufspringt, und sich zu derartig schlecht bis nicht recherchierten Kommentaren hinreißen lässt, hätte ich nicht im Geringsten erwartet. Dabei wird erneut Öl in das ohnehin schon lodernde Feuer der medialen Berichterstattung über - man muss mittlerweile schon sagen gegen - Fußballfans gegossen. Haben Sie sich eigentlich einmal gefragt, ob und wiefern Sie als Medienvertreter auch einen Beitrag zur Verschärfung der Sicherheit rund um die Fußballspiele leisten? Durch Ihre überzogenen und von wenig wirklicher Recherche und Sachverstand zeugenden Aussagen berauben Sie sich nicht nur eines Teils Ihrer Leser (den Kicker werde ich mir persönlich vorläufig nicht wieder kaufen), sondern Sie vergrößern nur noch weiter die ohnehin schon große Kluft zwischen engagierten Fans mit Idealen wie denjenigen friedlichen Ultras, die sich alleine dem Support ihres Vereins verschrieben haben. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich leugne nicht, dass es auch unter dieser Fangruppierung einige gewaltbereite und gewalttätige Fans gibt. Es ist alleine die Art und Weise, mit der Sie in Ihrem Kommentar eine unreflektierte und pauschalisierende Verallgemeinerung der Fans vornehmen, die ich als äußerst unprofessionell und ungerechtfertigt empfinde.
Sie verwenden in Ihrem Kommentar eine Lexik aus dem semantischen Feld des Krieges, der Zerstörung und des Todes. Von "Bürgerkrieg", "Angst um Leib und Leben" ist hier die Rede und zusätzlich schreiben Sie, diese Aufzählung lasse sich "beliebig fortsetzen". Sind Sie denn einmal in einem Bürgerkrieg aktiv involviert gewesen? Meinen Sie ernsthaft, das man die "Angst um Leib und Leben" aus einem Krieg mit derjenigen rund um Ausschreitungen bei einem Fußballspiel vergleichen kann? Wollen Sie, wie sie ja andeuten, tatsächlich Ihre "Aufzählung fortsetzen" und weiter auf dieser Schiene fahren, die für mich eine bedenkliche Beleidigung von Kriegsbeteiligten und -opfern darstellt? Oder zeigen Sie in Zukunft den Mut und das aufrichtige Interesse an einer besser recherchierten, neutraleren und weniger populistischen Berichterstattung, so wie sie eines Fußballfachblattes würdig wäre?
Ich würde gerne im Folgenden auf weitere Aussagen aus Ihrem Kommentar eingehen und diese meinerseits beleuchten.
"Und täglich wird in Fan-Foren auf der einen Seite zu Gewalt aufgerufen und auf der anderen Seite, nach den Zwischenfällen, gezielt Verharmlosung betrieben", behaupten Sie, Herr Franzke. Können Sie oder Ihre Mitarbeiter mir denn die entsprechenden Foren-Themen, mit Internetlink und Abrufdatum oder auch als Ausdruck zusenden? Wenn Sie eine profunde und seriöse Recherche darüber betrieben haben, sollte dies ja kein Problem darstellen. Falls Sie das nicht können, ist ihre Behauptung als haltlos und empirisch nicht verwertbar zu betrachten. Den zweiten Teil Ihrer Aussage, dass nach den Zwischenfällen eine gezielte Verharmlosung betrieben würde, ist Ihre Meinung. Mein Standpunkt dazu ist vielmehr der, dass es dabei nicht primär um Verharmlosung, sondern hauptsächlich um eine Darlegung der Tatsachen und Geschehnisse aus Fansicht geht, von Augenzeugen und wirklich Betroffenen und Involvierten; einer Vorgehensweise, der Sie sich ganz offensichtlich verschließen.
Des Weiteren schreiben Sie: "Dabei geben die Gewalttäter in den Kurven oder hinter den Toren längst den Ton an". Können Sie mir vielleicht erläutern wie Sie zu dieser - schlichtweg falschen - Behauptung kommen? Haben Sie einmal aktuelle Fachliteratur zu diesem Thema eingesehen? Auf die Bücher und Arbeiten zum Thema Ultras der Soziologen Jonas Gabler, Daniel Langer und Gunter A. Pilz sei hiermit explizit hingewiesen und zur Lektüre empfohlen.
Zudem fällt mir auf, dass Sie in Ihrem Artikel wenig unterscheiden zwischen "Kriminellen", "Hooligans" und "Gewalttäter[n]". Sie schreiben gar von einem aktuellen "Hooliganismus im Fußball". Auch hier sagt die Wissenschaft etwas anderes. Da es allgemeiner soziologischer Konsens ist, dass das Phänomen des Hooliganismus mit der aufkommenden und nun die Fankurven dominierenden Ultra-Bewegung seit vielen Jahren deutlich in den Hintergrund getreten ist, kann ihre Feststellung von einem angeblichen zurzeit herrschenden "Hooliganismus im Fußball" nur als stark übertrieben bis falsch betrachtet werden.
Im weiteren Verlauf Ihres Kommenatars schreiben Sie: "Warum sollen Bayern München, Schalke 04 oder Borussia Dortmund bestraft werden wegen Vereinen wie zum Beispiel Köln und Frankfurt, die einen wachsenden Teil ihrer Stehplatzbesucher nicht in den Griff bekommen?". Einer solch expliziten Kategorisierung von "Gut" und "Böse" Ihrerseits kann ich nur mit unverständlichem Kopfschütteln begegnen, angesichts Vorfälle und Begebenheiten, die Sie ganz offensichtlich vergessen haben: Hier sei nur an die Reaktion der "Fans" (ich schreibe es mal in Anführungszeichen, wie Sie das auch tun) von Bayern München auf den Wechsel von Manuel Neuer, den massiven Pyrotechnik-Einsatz der BVB-Fans beim Pokalfinale, die Platzstürme nach den Meisterschaftsgewinnen der Dortmunder 2011 und 2012 hingewiesen. Oder sind Ihrer Meinung nach diese Platzstürme zu billigen und nicht zu kritisieren, weil die Dortmunder angeblich laut Ihrer Logik überwiegend "gute" und unproblematische Fans haben?
Was haben denn die Platzstürme der Fans von Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt gemeinsam? Haben Sie sich das einmal überlegt und beleuchtet? Meinen Sie nicht, dass die Leute überwiegend einfach nur friedlich mit ihren Spielern feiern wollen? Ihrer, die Fangruppierungen in zwei Lager unterteilenden Logik zufolge, scheint dies ja scheinbar nur bei den Fans von Borussia Dortmund zuzustehen. Und bei Platzstürmen der Fans von Köln oder Frankfurt (ich habe ebenfalls in Aachen friedlich auf dem Platz den Aufstieg meiner Mannschaft bejubelt und kann bezeugen, dass es hier keineswegs ernsthafte Probleme gegeben hat) handelt es sich dann um "Randale", "Ausschreitungen" und "Bürgerkrieg"? Ich will erneut nichts verharmlosen, sondern nur darauf hinweisen, dass den Fans von Dortmund das Betreten des Rasens genauso verboten ist wie denen von Köln, Frankfurt oder Düsseldorf. Wo war denn Ihre Kritik bei den Platzstürmen der Fans des BVB? Meinen Sie nicht auch, dass es dort teilweise tumultartige und gefährliche Szenen gegeben haben wird?
Was ich mir für die Zukunft erhoffe, ist von den Medienvertretern wie Ihnen eine (besser) recherchierte, seriöse, alle Involvierten zu Wort kommen lassende Berichterstattung. Versuchen Sie, Ihrem Anspruch, ein "Fußball-Fachmagazin" zu sein, gerecht zu werden. Beziehen Sie in Ihre Recherchen und Artikel auch den Standpunkt von Fanvertretern, Soziologen und Fanorganisationen ein. Arbeiten Sie enger zusammen. Bemühen Sie sich bitte um eine angemessene Wortwahl außerhalb von Kriegsvokabular und verschärfen Sie nicht unnötig die bereits existierenden tiefen Gräben. Betreiben Sie bitte keine Einteilung von Fanszenen in "Gut" und "Böse". Stellen Sie keine haltlosen und empirisch nicht belegbaren Behauptungen auf, sondern bleiben Sie durchaus kritisch, aber fair und sachlich bei den Fakten. Zum Wohle des Fußballs, den wir alle lieben.
Über eine Antwort und eine Stellungnahme auf meinen Leserbrief würde ich mich sehr freuen und eine solche ausdrücklich begrüßen.
Mit freundlichen Grüßen
XXX
Naja sie haben so eine Chronologie mit der Überschrift "2011/12: Saison mit viel Randale" gemacht und schreiben, wie die bösen eigentlich ausgesperrten Eintrachtfans einen Block stürmen.
Ich werde mir wohl ein Sparkonto für die Freischoppen zulegen müssen.
Yippieh. Endlich hat es einer verstanden.
Daumen hoch.