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Euro behalten oder zurück zur D-Mark?

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Hackentrick schrieb:

Aber um auf Deine hauptsächliche Frage zu antworten: Soweit ich informiert bin, warnen die meisten Experten davor, wieder die D-Mark einzuführen, da unser Binnenmarkt nicht stark genug sei, um die dann entstehenden Exportverluste auszugleichen.

Aus diesem Grund hat ja auch die Schweiz im September vergangenen Jahres den Franken durch eine Euro-Kopplung künstlich abgewertet...  


Richtig. Selbst Norwegen, dass durch seine Öl- und Gasvorkommen relativ autark ist und gar nicht an einen EU-Eintritt denkt, hat die Krone abgewertet nachdem immer mehr Geld dorthin geflossen ist.

Ich glaube, bei dem derzeitigen Fortschreiten der Globalisierung würde es sehr schwer werden, Protektionismus durchzuziehen.
Außerdem: Der ursprüngliche Gedanke bei Gründung der EWG (EU-Vorläufer) war ja auch mal "nie wieder Krieg". Und durch die stetige Erweiterung der EU sollte Europa zusammenwachsen, Wohlstand auch nach Osteuropa exportiert werden und somit eine gemeinsame Basis zu schaffen.

Daher kann ich mir kaum vorstellen, wie es aussehen würde wenn Deutschland aus dem Euro austritt. Von dem wirtschaftlichen Knalleffekt mal abgesehen, wir müßten uns abschotten und viele andere Länder würden neidisch auf uns schauen, viele Menschen würden versuchen aus den Südländern nach Deutschland zu kommen etc. Das hätte auch starke politische Verwerfungen zur Folge.
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Zur Inflationssache könnte ich was sagen, aber das Stammtischgeschwafel ist eh immer "wahrheitsgemäßer" als harte Fakten in der Gesellschaft. Daher versuch ichs gar nicht. Der Euro als solches ist keine schlechte Idee. Und ich halte ihn immer noch für richtig. Falsch war gewisse Länder bereits 2002 mit dem Euro zu segnen, die einfach von der Wirtschaft her viel zu schwach waren, ihn zu ertragen.
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SemperFi schrieb:
Ein Blick nach England reicht um das zu beantworten.

Die haben noch ihr Pfund und sind auch nicht glücklicher, nur haben die niemanden, dem sie die Schuld zuschieben können.


Deshalb werden auch gerne wieder angebliche deutsche Großmachtsgelüste unter EU-Führerin Merkel aufgegriffen.
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SemperFi schrieb:
Ein Blick nach England reicht um das zu beantworten.

Die haben noch ihr Pfund und sind auch nicht glücklicher, nur haben die niemanden, dem sie die Schuld zuschieben können.

was ist mit norwegen? Der schweiz?
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Brady schrieb:
SemperFi schrieb:
Ein Blick nach England reicht um das zu beantworten.

Die haben noch ihr Pfund und sind auch nicht glücklicher, nur haben die niemanden, dem sie die Schuld zuschieben können.

was ist mit norwegen? Der schweiz?


Les mal weiter, haben andere schon beantwortet...
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SGE_Werner schrieb:
...Falsch war gewisse Länder bereits 2002 mit dem Euro zu segnen, die einfach von der Wirtschaft her viel zu schwach waren, ihn zu ertragen.


Richtig. Und zufällig berichtet der Spiegel in der aktuellen Ausgabe, dass u.a. die Kohl-Regierung bei Aufnahme Italiens in die Euro-Zone 1998 über die Defizite informiert war und davor gewarnt wurde, dass Rom eigentlich die Beitrittskriterien nicht erfüllt. Dennoch hat man wider besseren Wissens Italien, später Griechenland mit in's Boot gelassen.
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Brady schrieb:
was ist mit norwegen? Der schweiz?


Siehe mein Posting #19
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Hackentrick schrieb:
Brady schrieb:
was ist mit norwegen? Der schweiz?


Siehe mein Posting #19



Dazke
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Eindeutlich "goldene Helmut-Kohlisch" DM, ich kaufe auch eine.
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SemperFi schrieb:
Brady schrieb:
SemperFi schrieb:
Ein Blick nach England reicht um das zu beantworten.

Die haben noch ihr Pfund und sind auch nicht glücklicher, nur haben die niemanden, dem sie die Schuld zuschieben können.

was ist mit norwegen? Der schweiz?


Les mal weiter, haben andere schon beantwortet...


In der Schweiz hat Neutralität und Selbstständigkeit Tradition. Zudem hat man sich als Finanzplatz außerhalb der EU-Bürokratie ganz gut eingerichtet und zieht damit nicht nur sauberes Geld an. Dennoch kann sich auch die Schweiz nicht von der derzeitigen Euro-Krise abkoppeln, wie man an den Maßnahmen der Notenbank sieht. Durch Handel und Finanzdienstleistungen sind sie mit den anderen europäischen Staaten eng verbunden.

Norwegen wird für die nächsten 100 Jahre autark sein und sein Öl und Gas wird immer Abnehmer finden. Die leisten sich wie andere skandinavische Länder ein teures Sozialsystem und eine sehr liberale Gesellschaft. Außerdem wird es wohl eins der Länder sein, dass eher von Klimawandel profitiert, da mehr landwirtschaftlich nutzbare Flächen entstehen werden. Aufgrund den geographischen Gegebenheiten produziert es schon jetzt über 100% seines Energiebedarfs aus regenerativen Energien, exportiert also zusätzlich zu den fossilen Energieträgern noch grünen Strom.

Für mich die erste Alternative für eine eventuelle Auswanderung   Allerdings gibt es dort mittlerweile auch eine Integrationsproblematik und der Arbeitskräftemangel wird irgendwann auch gesättigt sein, so dass sie in Zukunft sicher nicht mehr so viel Immigration zu lassen wie zur Zeit.

Wirtschaftlich gesehen existiert keine nennenswerte weiterverarbeitende Industrie, wenig High-Tech, und es sind nunmal nur eine handvoll Menschen. Weshalb auch hier die Zentralbank mehr oder weniger auf die Entwicklung des Euro schauen muss. Eine Blasenbildung bei der Krone durch immense Geldzuflüsse aus dem Ausland könnte übel werden.
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Dieser Böhme ist deutscher als wir alle zusammen  
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Hackentrick schrieb:
SGE_Werner schrieb:
...Falsch war gewisse Länder bereits 2002 mit dem Euro zu segnen, die einfach von der Wirtschaft her viel zu schwach waren, ihn zu ertragen.


Richtig. Und zufällig berichtet der Spiegel in der aktuellen Ausgabe, dass u.a. die Kohl-Regierung bei Aufnahme Italiens in die Euro-Zone 1998 über die Defizite informiert war und davor gewarnt wurde, dass Rom eigentlich die Beitrittskriterien nicht erfüllt. Dennoch hat man wider besseren Wissens Italien, später Griechenland mit in's Boot gelassen.



Ergänzend auch nochmal der Hinweis auf das Steinbrück-Interview bei Jauch, wo er erklärte dass bzgl. Griechenland die Belastbarkeit der von den Griechen gemeldeten Zahlen zweifelhaft war und man sich auch der krassen wirtschaftlichen Ungleichgewichte bewußt war. Aber es sei damals der politische Wille gewesen, Griechenland aus politischen und historischen Gründen aufzunehmen, und etwas anderes gar nicht durchsetzbar war. Also hat man es halt gemacht.
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seventh_son schrieb:
Dieser Böhme ist deutscher als wir alle zusammen    

Darueber keine   , und ich bin darauf echt stolz !!
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Hackentrick schrieb:
SGE_Werner schrieb:
...Falsch war gewisse Länder bereits 2002 mit dem Euro zu segnen, die einfach von der Wirtschaft her viel zu schwach waren, ihn zu ertragen.


Richtig. Und zufällig berichtet der Spiegel in der aktuellen Ausgabe, dass u.a. die Kohl-Regierung bei Aufnahme Italiens in die Euro-Zone 1998 über die Defizite informiert war und davor gewarnt wurde, dass Rom eigentlich die Beitrittskriterien nicht erfüllt. Dennoch hat man wider besseren Wissens Italien, später Griechenland mit in's Boot gelassen.



Jep. Ich bleibe dabei, man hätte wie bei der Gründung der EWG etc. erstmal die Stammländer mitnehmen sollen. Sprich Benelux, Frankreich, Deutschland. Evtl noch Österreich und Finnland.
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SGE_Werner schrieb:

Jep. Ich bleibe dabei, man hätte wie bei der Gründung der EWG etc. erstmal die Stammländer mitnehmen sollen. Sprich Benelux, Frankreich, Deutschland. Evtl noch Österreich und Finnland.


Ich frage mich, was die Leute damals umgetrieben hat. Wurde jemand die Pistole auf die Brust gesetzt? War das Motto "nach uns die Sintflut"? Oder wollte man sich einfach ein Denkmal setzen und hat nun Pech, dass es noch zu Lebzeiten einstürzt?
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SGE_Werner schrieb:
Jep. Ich bleibe dabei, man hätte wie bei der Gründung der EWG etc. erstmal die Stammländer mitnehmen sollen. Sprich Frankreich

       
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Kollersfan schrieb:
SGE_Werner schrieb:
Jep. Ich bleibe dabei, man hätte wie bei der Gründung der EWG etc. erstmal die Stammländer mitnehmen sollen. Sprich Frankreich

       



Was gibt's da zu lachen, Teutone?
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reggaetyp schrieb:
Kollersfan schrieb:
SGE_Werner schrieb:
Jep. Ich bleibe dabei, man hätte wie bei der Gründung der EWG etc. erstmal die Stammländer mitnehmen sollen. Sprich Frankreich

       



Was gibt's da zu lachen, Teutone?

Jepp, Frankreich und besonders jetzt nach neuer Wahl .
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Kollersfan schrieb:
SGE_Werner schrieb:
Jep. Ich bleibe dabei, man hätte wie bei der Gründung der EWG etc. erstmal die Stammländer mitnehmen sollen. Sprich Frankreich

       



lieber frankreich, als tschechien...
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Kollersfan schrieb:
reggaetyp schrieb:
Kollersfan schrieb:
SGE_Werner schrieb:
Jep. Ich bleibe dabei, man hätte wie bei der Gründung der EWG etc. erstmal die Stammländer mitnehmen sollen. Sprich Frankreich

       



Was gibt's da zu lachen, Teutone?

Jepp, Frankreich und besonders jetzt nach neuer Wahl .


Wenn man keine Ahnung hat......


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