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Flüchtlingsdrama in Europa - Teil 1


Thread wurde von SGE_Werner am Dienstag, 17. Juli 2018, 21:47 Uhr um 21:47 Uhr gesperrt weil:
Geht hier weiter: https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/130980
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crasher1985 schrieb:

Es geht nicht um ungenutzte Immobilien, es geht um Immobilien wo man die Mieter mit miesen Mitteln und Tricks raus eckelt um deren Wohnungen an Flüchtlinge zu vergeben. Das meinte ich mit "Zwangsentmietungen".

Das liest sich so, als wenn die Regierung Wohnungen zwangsenteignet, den Vermietern die Mieter rausekelt und dann die Wohnungen gegen ein Entgelt in Anspruch nimmt.

Ohne es zu wissen behaupte ich mal, du hast einen Bericht gesehen der aufzeigt wie geldgierige Drecksäcke ihre Mieter rausekeln um dann den Staat abzuzocken und für eine hohe Prämie Flüchtlinge aufzunehmen. Mit Sicherheit war auch ein Beispiel dabei, wo diese zusammengepfercht unter miesesten Umständen für viel Geld dort platziert wurden.

Das ist aber, wie peter bereits bemerkte, kein Problem der Flüchtlinge sondern ein A.lochverhalten der Vermieter und ich vermute die sind sogar gößtenteils noch Deutsche.

Gruß,
tobago
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Ich habe nie geschrieben das es der Staat macht. Es sind geldgieriege Säcke.. bei uns sogenannte "Hausverwalter" welche urplötzlich auftauchen und die Vermieter "unterstützen".

Und es wurde hier bzw. im anderen Thread (weiss nciht genau) doch von mehreren Nutzern behauptet das wären Lügen. Sowas wie eine Pauschale würde es nicht geben..etc. Wenn ich nachher Zeit habe suche ich das mal raus.
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Ich habe nie geschrieben das es der Staat macht. Es sind geldgieriege Säcke.. bei uns sogenannte "Hausverwalter" welche urplötzlich auftauchen und die Vermieter "unterstützen".

Und es wurde hier bzw. im anderen Thread (weiss nciht genau) doch von mehreren Nutzern behauptet das wären Lügen. Sowas wie eine Pauschale würde es nicht geben..etc. Wenn ich nachher Zeit habe suche ich das mal raus.
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crasher1985 schrieb:

Und es wurde hier bzw. im anderen Thread (weiss nciht genau) doch von mehreren Nutzern behauptet das wären Lügen. Sowas wie eine Pauschale würde es nicht geben..etc. Wenn ich nachher Zeit habe suche ich das mal raus.

ich kann nicht beurteilen ob jemand etwas derartiges geschrieben hat. die diskussion hier drehte sich allerdings eher darum, ob es ok sei leerstehenden wohnraum zu konfiszieren um, bei angemessener bezahlung, flüchtlichge darin unter zu bringen. dazu gab es verschiedene meinungen. über "entmietung" habe ich in dem zusammenhang nichts gelesen.

und ob es da pauschalen gibt, oder ein vergleichbarer ortsüblicher betrag bezahlt wird, macht doch eigentlich auch keinen unterschied. der unterschied entsteht erst, wenn der vermieter dann so viele leute zusammensperrt wie er nur kann, um möglichst viel ab zu kassieren. das könnte man beispielsweise dadurch regulieren, dass nicht pro kopf sondern pro quadratmeter bezahlt wird. da könnte man ansetzen um das zu verhindern.
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Ich habe nie geschrieben das es der Staat macht. Es sind geldgieriege Säcke.. bei uns sogenannte "Hausverwalter" welche urplötzlich auftauchen und die Vermieter "unterstützen".

Und es wurde hier bzw. im anderen Thread (weiss nciht genau) doch von mehreren Nutzern behauptet das wären Lügen. Sowas wie eine Pauschale würde es nicht geben..etc. Wenn ich nachher Zeit habe suche ich das mal raus.
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such es bitte nicht mehr raus.Crasher

Längst erledigten   Ärger aufzurollen bringt doch nix mehr .

Die Basis es jetzt so stehen zu lassen ist doch bereits da .
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Könnte es sein, dass die Flüchtlinge und wir die Opfer einer PR-Strategie der CDU-Vorsitzenden/Bundeskanzlerin geworden sind?

http://www.nachdenkseiten.de/?p=27568

*Der Ansehensverlust unseres Landes und seiner Führungspersonen bedarf der Korrektur. Deshalb folgender Vorschlag:
*
Die Lage von Hunderttausenden, vermutlich von Millionen Menschen in den von Krieg und Wirtschaftskrisen geplagten und weitgehend destabilisierten Ländern von Afghanistan über Irak, Syrien, Palästina bis Libyen ist dramatisch schlecht. Sie sind teils zur Flucht getrieben oder fluchtwillig. Deutschland und insbesondere die Bundeskanzlerin könnte – wie es in Ansätzen schon geschehen ist – diese Menschen ermuntern, nach Europa und nach Deutschland zu kommen. Die Bundesregierung und insbesondere Sie bräuchten nur eine indirekt vermittelte Einladung aussprechen. Der Flüchtlingsstrom würde anschwellen und alles andere, einschließlich der kritischen Themen und Probleme für lange Zeit überlagern.

Die Einladung könnte mit einem Begriff kombiniert werden, der sich mit Windeseile verbreiten würde und das Ansehen der Bundeskanzlerin für Jahre verbessern würde: „Mama Merkel“ oder „Mutter Merkel“.

Dieses freundliche Bekenntnis der geplagten, fliehenden Menschen würde sich auch auf die innere Meinungsbildung in unserem eigenen Land und damit auf das Image auswirken – in Europa und weltweit sowieso.
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Könnte es sein, dass die Flüchtlinge und wir die Opfer einer PR-Strategie der CDU-Vorsitzenden/Bundeskanzlerin geworden sind?

http://www.nachdenkseiten.de/?p=27568

*Der Ansehensverlust unseres Landes und seiner Führungspersonen bedarf der Korrektur. Deshalb folgender Vorschlag:
*
Die Lage von Hunderttausenden, vermutlich von Millionen Menschen in den von Krieg und Wirtschaftskrisen geplagten und weitgehend destabilisierten Ländern von Afghanistan über Irak, Syrien, Palästina bis Libyen ist dramatisch schlecht. Sie sind teils zur Flucht getrieben oder fluchtwillig. Deutschland und insbesondere die Bundeskanzlerin könnte – wie es in Ansätzen schon geschehen ist – diese Menschen ermuntern, nach Europa und nach Deutschland zu kommen. Die Bundesregierung und insbesondere Sie bräuchten nur eine indirekt vermittelte Einladung aussprechen. Der Flüchtlingsstrom würde anschwellen und alles andere, einschließlich der kritischen Themen und Probleme für lange Zeit überlagern.

Die Einladung könnte mit einem Begriff kombiniert werden, der sich mit Windeseile verbreiten würde und das Ansehen der Bundeskanzlerin für Jahre verbessern würde: „Mama Merkel“ oder „Mutter Merkel“.

Dieses freundliche Bekenntnis der geplagten, fliehenden Menschen würde sich auch auf die innere Meinungsbildung in unserem eigenen Land und damit auf das Image auswirken – in Europa und weltweit sowieso.
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DougH schrieb:

Könnte es sein, dass die Flüchtlinge und wir die Opfer einer PR-Strategie der CDU-Vorsitzenden/Bundeskanzlerin geworden sind?


http://www.nachdenkseiten.de/?p=27568


*Der Ansehensverlust unseres Landes und seiner Führungspersonen bedarf der Korrektur. Deshalb folgender Vorschlag:
*
Die Lage von Hunderttausenden, vermutlich von Millionen Menschen in den von Krieg und Wirtschaftskrisen geplagten und weitgehend destabilisierten Ländern von Afghanistan über Irak, Syrien, Palästina bis Libyen ist dramatisch schlecht. Sie sind teils zur Flucht getrieben oder fluchtwillig. Deutschland und insbesondere die Bundeskanzlerin könnte – wie es in Ansätzen schon geschehen ist – diese Menschen ermuntern, nach Europa und nach Deutschland zu kommen. Die Bundesregierung und insbesondere Sie bräuchten nur eine indirekt vermittelte Einladung aussprechen. Der Flüchtlingsstrom würde anschwellen und alles andere, einschließlich der kritischen Themen und Probleme für lange Zeit überlagern.


Die Einladung könnte mit einem Begriff kombiniert werden, der sich mit Windeseile verbreiten würde und das Ansehen der Bundeskanzlerin für Jahre verbessern würde: „Mama Merkel“ oder „Mutter Merkel“.


Dieses freundliche Bekenntnis der geplagten, fliehenden Menschen würde sich auch auf die innere Meinungsbildung in unserem eigenen Land und damit auf das Image auswirken – in Europa und weltweit sowieso.

da fehlt mir der Humor oder Sinn für Sarkasmus
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Könnte es sein, dass die Flüchtlinge und wir die Opfer einer PR-Strategie der CDU-Vorsitzenden/Bundeskanzlerin geworden sind?

http://www.nachdenkseiten.de/?p=27568

*Der Ansehensverlust unseres Landes und seiner Führungspersonen bedarf der Korrektur. Deshalb folgender Vorschlag:
*
Die Lage von Hunderttausenden, vermutlich von Millionen Menschen in den von Krieg und Wirtschaftskrisen geplagten und weitgehend destabilisierten Ländern von Afghanistan über Irak, Syrien, Palästina bis Libyen ist dramatisch schlecht. Sie sind teils zur Flucht getrieben oder fluchtwillig. Deutschland und insbesondere die Bundeskanzlerin könnte – wie es in Ansätzen schon geschehen ist – diese Menschen ermuntern, nach Europa und nach Deutschland zu kommen. Die Bundesregierung und insbesondere Sie bräuchten nur eine indirekt vermittelte Einladung aussprechen. Der Flüchtlingsstrom würde anschwellen und alles andere, einschließlich der kritischen Themen und Probleme für lange Zeit überlagern.

Die Einladung könnte mit einem Begriff kombiniert werden, der sich mit Windeseile verbreiten würde und das Ansehen der Bundeskanzlerin für Jahre verbessern würde: „Mama Merkel“ oder „Mutter Merkel“.

Dieses freundliche Bekenntnis der geplagten, fliehenden Menschen würde sich auch auf die innere Meinungsbildung in unserem eigenen Land und damit auf das Image auswirken – in Europa und weltweit sowieso.
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DougH schrieb:

Könnte es sein, dass die Flüchtlinge und wir die Opfer einer PR-Strategie der CDU-Vorsitzenden/Bundeskanzlerin geworden sind?

Vorschlag: Du nimmst Deinen Aluhut ab, gehst vor die Tür und schaust ob es regnet. Wenn ja, Kopf rausstrecken, das kühlt und tut gut.  
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DougH schrieb:

Könnte es sein, dass die Flüchtlinge und wir die Opfer einer PR-Strategie der CDU-Vorsitzenden/Bundeskanzlerin geworden sind?

Vorschlag: Du nimmst Deinen Aluhut ab, gehst vor die Tür und schaust ob es regnet. Wenn ja, Kopf rausstrecken, das kühlt und tut gut.  
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Lach.

Er hat den Bericht ja nicht geschrieben.

Hinter einigen guten Ansätzen am Rande ist die Kernaussage auch aus meiner sicht sehr geschraubt.

Aber so ist das halt bei besonderen Anläßen .

Waren wir wirklich auf dem Mond?, hat Mutti eine Strategie. und wenn ja, welche ? Und da sie sonst in dieser Hinsicht eher weniger auffällig gewesen ist, kommen halt mitunter die schrägsten Dinger raus
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Könnte es sein, dass die Flüchtlinge und wir die Opfer einer PR-Strategie der CDU-Vorsitzenden/Bundeskanzlerin geworden sind?

http://www.nachdenkseiten.de/?p=27568

*Der Ansehensverlust unseres Landes und seiner Führungspersonen bedarf der Korrektur. Deshalb folgender Vorschlag:
*
Die Lage von Hunderttausenden, vermutlich von Millionen Menschen in den von Krieg und Wirtschaftskrisen geplagten und weitgehend destabilisierten Ländern von Afghanistan über Irak, Syrien, Palästina bis Libyen ist dramatisch schlecht. Sie sind teils zur Flucht getrieben oder fluchtwillig. Deutschland und insbesondere die Bundeskanzlerin könnte – wie es in Ansätzen schon geschehen ist – diese Menschen ermuntern, nach Europa und nach Deutschland zu kommen. Die Bundesregierung und insbesondere Sie bräuchten nur eine indirekt vermittelte Einladung aussprechen. Der Flüchtlingsstrom würde anschwellen und alles andere, einschließlich der kritischen Themen und Probleme für lange Zeit überlagern.

Die Einladung könnte mit einem Begriff kombiniert werden, der sich mit Windeseile verbreiten würde und das Ansehen der Bundeskanzlerin für Jahre verbessern würde: „Mama Merkel“ oder „Mutter Merkel“.

Dieses freundliche Bekenntnis der geplagten, fliehenden Menschen würde sich auch auf die innere Meinungsbildung in unserem eigenen Land und damit auf das Image auswirken – in Europa und weltweit sowieso.
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Als ich den positiven Nebeneffekt 1 gelesen habe, dachte ich kurz: Huch, liest der Mann etwa hier im Eintracht-Forum und lässt sich von unserem Geblubber inspirieren?
Die Betroffenheitslinken als Mutti-Wähler! Passt!
Manch einer hat sich ja schon dahingehend geäußert, daß ihm Mutti immer sympathischer wird.
Die Vermengung ehemals politischer Extreme nimmt immer lustigere Formen an.
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Als ich den positiven Nebeneffekt 1 gelesen habe, dachte ich kurz: Huch, liest der Mann etwa hier im Eintracht-Forum und lässt sich von unserem Geblubber inspirieren?
Die Betroffenheitslinken als Mutti-Wähler! Passt!
Manch einer hat sich ja schon dahingehend geäußert, daß ihm Mutti immer sympathischer wird.
Die Vermengung ehemals politischer Extreme nimmt immer lustigere Formen an.
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zwei Dumme und ein Gedanke.

Den Sprung hinüber zur Mutti unter die Decke geht die ja hier z.b. auch im Forum versammelte Linke , linksliberale Szene dann eher ganz bestimmt nicht ein.

Die eigene Partei  und der eigene  Wählerkreis prüft zumindest sehr,sehr genau ob das Gesicht auch keine häßlichen Kratzer abbekommen hat,ehe man die Decke rüberzieht und weiter gedenkt mit Madame, wann und wie es ihr in den Sinn kommt, zu  ....egal Die segnen nicht alles ab, nur weils die Mutti ist

Der Bericht ist deshalb insgesamt einfach nur  scheiße  
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brockman schrieb:

Wir können begründet davon ausgehen, dass es "Ängste" gibt. Interessanterweise folgt auf diese Aussage oft leider keine weitere Information, wer genau von diesen Ängsten geplagt wird und, noch wichtiger, worin genau diese Ängste bestehen. Ich würde einfach mal dafür plädieren, diese Ängste hier aufzulisten und dann können wir ganz rational versuchen, darüber zu diskutieren und zielorientiert Fakten zu sammeln, um diesen Ängsten entweder die Grundlage zu nehmen oder über eventuelle Lösungen zu sprechen.

Darauf möchte ich jetzt gerne mal genau eingehen, allerdings wird das ein sehr langer Text, weil ich weit ausholen werde. Ich weiß, es ist sehr mühselig, sowas langes zu lesen, aber wen es interessiert, kann sich ja die Mühe machen. Ich werde über eigene Erlebnisse in der Vergangenheit und der Gegenwart berichten, und über meine daraus resultierenden Sorgen.

Vergangenheit:

Schon als Schüler gab es die ersten Probleme. Gewalt von ausländischen Kindern oder denen mit (Im)Migrationshintergrund. Kleiner Exkurs zum Begriff Migration (Wanderung) - Immigration (Einwanderung). Warum spricht man nur noch von Migration? Die Leute, die hier bleiben sind Immigranten!
Wie auch immer gab es diese Gewalt schon damals gegenüber den scheinbar besser gestellten deutschen Kindern. Sei es im direkten Umfeld in der Nachbarschaft oder aber auch auf dem Schulweg, wenn man als Gymnasiast, der ich einer war, auf dem Weg zur Bushaltestelle an einer Realschule vorbeilaufen musste, die schon damals mehr ausländische Schüler hatte, als deutsche. Ging man da vorbei, lief es fast jeden Tag aufs gleiche hinaus: "Warum guckst du mich an?" - "Ich hab dich gar nicht angeschaut." - "Warum hast du mich nicht angeschaut, bin ich dir zu hässlich oder was?" Egal wie man es machte, man machte es falsch, das Ziel derer war immer die körperliche Auseinandersetzung. Als Alternative gab es nur einen weiten Umweg zu laufen. Von manchen Extremfällen wusste man, dass sie immer mal wieder Jugendstrafen bekamen, aber erst ab einem gewissen Alter waren genau diese Leute dann auf einmal vom Erdboden verschwunden? Warum? Erst dann dürften sie wohl dauerhaft weggesperrt worden sein. Ein ganz tolles Beispiel ist vor langer Zeit dieser Mehmet aus München gewesen (nein, nicht der Scholl), der als Dank vom deutschen Staat zwecks Resozialisierung auch noch einen Karibikurlaub finanziert bekam.
Ich glaube, es ist verständlich, dass wenn man sowas als Heranwachsender erlebt, eine gewisse Abneigung gegenüber Ausländern entwickelt!?

Gegenwart:

In einer benachbarten Hauptschule gibt es so gut wie keine deutschen Schüler mehr. Die wenigen, die es gibt, werden auf dem Schulweg permanent gemobbt. Beobachte ich Tag für Tag. Die restlichen Schüler benehmen sich wie der letzte Dreck, völlig respektlos. Hört man aus der Ferne deren Gesprächen zu, fragt man sich nur noch, was aus denen mal werden soll. Keine Bildung, keine soziale Kompetenz.
Woran liegt das? Überforderung der Lehrkräfte. Aber was soll man auch machen, wenn Eltern Lehrer bedrohen, wenn sie Schülern vermutlich berechtigt schlechte Noten geben!?
Im Kindergarten meiner Tochter liegt das Verhältnis Ausländer/Deutsche bei etwa 2:1. Von den ausländischen Kindern können wiederum die Hälfte kein deutsch. Manche Elternteile auch nicht. Und dabei handelt es sich wohlgemerkt um einen katholischen Kindergarten. Auch hier sind die Erzieher überfordert!
Hat man Bettler bislang eigentlich nur in der Innenstadt gesehen, breiten sich diese seit einigen Wochen auch auf die außen liegenden Stadtteile aus. Auch Raubüberfälle konnte ich in letzter Zeit vermehrt beobachten, erstaunlicherweise meist unter Ausländern, wenn die eine Frau der anderen direkt vor der Supermarkttür die Einkaufstüte entreist. Das Straßenbild ändert sich also zunehmend in eine Form, die ich persönlich nicht sehen und dulden kann.

Und damit kommen wir zu den Sorgen der Zukunft:

Das alles wird sich, wenn nichts passiert, weiter so steigern. Ein Land, in dem ich meine Tochter nicht mehr in eine normale Schule schicken kann, weil sie dort a) nicht genügend Bildung bekommt und b) als blonde Minderheit im besten Falle nur gemobbt wird? Froh ist der, der sich eine Privatschule leisten kann!
Dann die Sorge, nachts nicht mehr auf die Straße gehen zu können, wenn die Gewalt schon tagsüber ansteigt. Wer will denn mal als deutscher nachts einen Rundgang durch Marxloh machen, wenn selbst die Polizei sich nur noch in Großaufgeboten traut? Diese Art von Ghettobildung wird es mehr und mehr auch in anderen Großstädten geben, nicht nur in Duisburg oder Berlin. No-Go-Areas / Familienclans und Co.
Multikulti schön und gut, aber die verschiedenen ethnischen Gruppierungen bekämpfen sich doch selbst hier noch auf deutschem Boden.
Und wenn die Polizei selbst sagt, dass sie mancherorts keine Sicherheit mehr gewährleisten kann, dann kann man keinem die Sorge vorwerfen, dass der deutsche Staat die Kontrolle verliert.

Das sind die Sorgen oder bei manchen sogar Ängste, und die sind nicht unberechtigt!
All das hat aber nichts mit rechts sein oder Ausländerhass zu tun. Hätten die meisten wirklich den Willen, sich zu integrieren und sich dem deutschen oder europäischen Leben inkl. seiner Gesetze anzupassen, wäre das alles in Ordnung. Aber selbst viele der türkischstämmigen Bevölkerung sagen doch jetzt schon, dass sie diese Entwicklung nicht haben wollen. Klar, so mancher von euch wird jetzt sagen, dass stimmt doch so alles nicht, das ist Hetze usw. Viele erleben es aber genauso, wie ich es eben beschrieben habe.

Also was dagegen machen? Ich sage euch, dass die Leute, die sich integrieren wollen, die sich bilden wollen, hier beste Voraussetzungen dafür vorfinden konnten und das auch gemacht haben. Viele wollen das aber nicht, und andere, die es jetzt noch wollen, bekommen vielleicht gar keine Chance mehr dazu.

Also muss der Staat sich dringend was einfallen lassen, nur was? Auf jeden Fall muss viel mehr Geld in Bildung investiert werden, anstatt Abermillionen in Projekten zu verballern, die überhaupt keinen Sinn machen (Thema Steuerverschwendung). Dann müssen die Voraussetzungen in den Ländern deutlich verbessert werden, aus denen Armutsauswanderung kommt. Da sind wir uns ja alle einig! Das Problem wird aber die Situation in Ländern zu verbessern, aus denen wegen Verfolgung geflüchtet werden muss. Die dortigen Machthaber haben kein Interesse daran, dass dort was verbessert wird.

Natürlich muss man den verfolgten Menschen helfen, aber es darf dabei nicht passieren, dass die gleichen Kämpfe dann hier weitergehen. Und dafür reicht ein relativ kleiner radikaler Anteil derer aus.

So, ich hoffe, ich konnte auf Brockman's Frage detailliert genug eingehen, und vielleicht gelingt es uns, darüber sachlich zu diskutieren.
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Blablablubb schrieb:

Vergangenheit / Gegenwart / Zukunft

Zunächst mal: die Dinge, die du geschildert hast, kenne ich, da ich bereits in sozialen Brennpunkten gearbeitet und seit dieser Zeit diesbezüglich auch keinerlei Berührungsängste habe. Aus diesem Grund kann ich sowohl deine Schilderungen als auch deine Ängste/Befürchtungen, die daraus entstanden sind, vollkommen nachvollziehen.

Keine Ahnung, ob du aus Duisburg kommst, ist auch egal. Fest steht, dass Marxloh natürlich gerade ein Beispiel ist, wie es nicht laufen sollte. Der Niedergang der Montanunion im Ruhrgebiet, Armutszuwanderung aus Südeuropa und viele andere Faktoren haben diesen Bezirk, wie manch andere in Deutschland, geprägt.

Einen wichtigen Punkt dabei hast du aber auch schon selbst genannt: im Prinzip ist es nicht der Ausländer an sich, der für die Zustände dort und anderswo verantwortlich ist, sondern der soziale Status der Bewohner - und da nehmen sich nach all meiner Erfahrung Deutsche und Ausländer nichts.

Wie du vollkommen richtig sagst: wo Bildung fehlt, nicht nur Wissen oder technische, sondern vor allem auch soziale Bildung, stehen die Chancen für die Menschen schlecht und ein Abwärtssog setzt ein. Dieser betrifft in gleicher Weise Deutsche und Ausländer.

Bei Migranten kommt leider oft noch das Sprachenproblem hinzu. Dies und nicht etwa eine kulturelle Abschottung sorgen oft für eine Ghettoisierung, die die sozialen Probleme weiter anheizt.

Kurz was Politisches: Im Gegensatz zu den Unionsparteien und Liberalen, die lieber Eliten fördern, hat die sozialliberale Regierung Brandt erstmals die Bildungschancen auch weniger "talentierter" Bevölkerungsschichten verbessert - und ist oft dafür angefeindet worden. Trotzdem hat gerade dieser Schritt in die richtige Richtung die Situation zahlloser "bildungsferner" junger Menschen nachhaltig verbessert.

Insofern gebe ich dir vollkommen recht, dass dies eine der Hauptforderungen sein muss. Und zwar nicht nur für Deutsche, sondern insbesondere auch für ausländischen Mitbürger, denn: ein Einwanderungsland sind wir doch schon lange. Dein dahingehender Vorwurf an die Politik ist also in meinen Augen berechtigt.

Zugegeben: die Differenzierung im Kopf hinzubekommen, dass es nicht der Ausländer, sondern der soziale Status ist, der viele Probleme verursacht, egal ob Deutscher oder Ausländer, ist nicht leicht. Aber es ist der einzige Weg, denn genau das ist die Wahrheit.

Dass es dabei Ausnahmen gibt, die die Regel bestätigen, weiß ich. Aber sag mir, wo es keine Idioten gibt.

Nochmal: ich weiß, wie Ressentiments entstehen und kann es nur allzu oft nachvollziehen. Trotzdem gibt es nur eine Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders: den Unterschied machen zwischen Volkszugehörigkeit und wahrem Grund für die Probleme und: so gut es irgend geht mitmachen und mithelfen bei der Integration.

Und das gilt für Zuwanderer ebenso wie für Flüchtlinge, die - wie bereits mehrfach nachgewiesen - eben nicht bei uns bleiben können, so lange es ihnen passt.

Danke für deinen langen Text.
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Das sind extreme Beispiele/Szenarien, die du hier beschreibst. Die gibt es, keine Frage. Aber sie zeichnen ein einseitiges Bild der Realität.
Die Gewalt unter Schülern/Jugendlichen, Hauptschüler gegen Gymnasiasten, unterprivilegierte gegen scheinbar besser gestellte Kinder, die gab es haargenau so auch schon in meiner Vergangenheit, die sicher noch etwas länger zurück liegen dürfte. Die gab es immer.
Aber da waren es nicht Ausländer, bzw. Gastarbeiterkinder, wie das damals noch hieß, oder Jugendliche mit (Im)migrationshintergrund, denn die waren da noch deutlich in der Minderheit. Das waren damals ausschließlich deutsche "Rocker", so wurden sie von uns genannt, in Anlehnung an die Musikrichtung und Lebenseinstellung des Rock'n Roll.
Wir, die "besser gestellten" Gymnasiasten dagegen waren die "Langhaarigen", die "Hippies" oder ganz früher noch die "Beatniks", die in Holland z.B. auch "Provos" genannt wurden.
Genau dieses Szenarium "Was guckst du" oder einen großen Bogen um manche Örtlichkeiten zu machen, kenne ich aus dieser Zeit noch sehr, sehr gut.
Ich kann mich auch an Zeiten Mitte/Ende der 60er erinnern, wo Gymnasiasten nach dem Unterricht von Schule zu Schule in Frankfurt gezogen sind, um andere dort einzusammeln und sich dann am Marschallbrunnen vor der alten Oper zu treffen und sich mit den Rockern Massenschlägereien zu liefern, einfach nur so aus Spaß und in aller "Freundschaft".
Es gab jede Menge blutiger Nasen und gebrochene Rippen, aber nie Schlimmeres (soweit ich weiß).
Denn wenn einer schon mal geblutet hat, dann war auch Ruhe und sein Gegner hat ihm in den meisten Fällen auch noch geholfen oder getröstet. Das ist wohl der Unterschied zu heute.
Ich kann mich auch erinnern, wie wir uns mit den Rockern, die sonst immer auf Dresche bei uns aus waren, in einschlägigen Jugendclubs verbrüdert haben und z.B. vor der Bundestagswahl 1969 nachts losgezogen sind, Wahllokale verwüstet und uns mit den "Bullen" wüste Schlägereien geliefert haben. Heute darf ich das wohl schreiben, denn es ist sicher verjährt.
Jugendliche, auch Rocker, waren zur damaligen Zeit viel politisierter. Auch ein bedauernswerter Unterschied zu heute.

Die Gewalt an sich ist also sicher kein Exklusivmerkmal von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, sondern abhängig von sozialem Status, also auch Bildung, UND Zeitgeist. Und der hat sich arg verändert im vergangenen halben Jahrhundert. Ist ja auch irgendwie normal, die Intensität ist allerdings schon besorgniserregend.

Was die Gegenwart oder auch die jüngste Vergangenheit betrifft, meine Tochter ging in den westlichen Frankfurter Stadtteilen, die seit jeher den größten Anteil Jugendlicher mit Migrationshintergrund haben, in katholischen Kindergarten und staatliche Schule. Vor 5 Jahren hat sie Abitur gemacht.
Ich muß sagen, da gab es überhaupt keins von den Problemen, wie du sie geschildert hast. Im Kindergarten war der Ausländeranteil praktisch Null und in der Schule sehr gering.
Auch das gibt es, was aber natürlich nicht heißt, daß nicht auch deine Schilderungen leider der Realität entsprechen. Ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis etliche Lehrer, die das durchaus bestätigen können.
Vielleicht haben wir ja in Frankfurt auch eine besonders glückliche Situation, warum auch immer. Frankfurt gehört immerhin zu den reichsten Städten und es gab hier immer Extreme, die sich irgendwie besser zusammengerauft haben als anderswo.
Ich kann nicht beurteilen, wie es in anderen Städten aussieht, in DU-Marxloh, Berlin, Bremen etc.
Da hat es allein von der Struktur her andere Voraussetzungen.

Die Probleme existieren und sie werden, geht es so weiter, ganz sicher nicht kleiner. Da sind wir uns wohl einig.
Aber man muß möglichst die ganze Realität im Auge behalten, um bei der Analyse die richtigen Lösungsansätze zu finden.
Ideologisch geprägte Sichtweisen stören dabei nur ganz gewaltig. Daher bin ich ja auch der Überzeugung, daß sich Einordnungen in Rechts oder Links vollkommen überholt haben.

Und was die Zukunft betrifft, da bin ich der Überzeugung (ACHTUNG @peter !!), daß wir das größte Problem erstmal mit uns selbst haben. Also ganz pauschal gesagt in der zunehmenden Entsorgung aller ideellen Werte zugunsten eines einzigen, allem übergeordneten Wertes: der Rentabilität.
Wir haben nichts außer diesem, was wir hier jungen Menschen, die aus anderen, viel stärker in ihren Traditionen verhafteten Kulturkreisen zu uns kommen, bieten können.
Je weiter die ungleiche Verteilung gesellschaftlichen Reichtums zunimmt, je mehr sich alles nur noch an Wachstum, Markt, Profit und Konsum ausrichtet, je größer die Kluft zwischen Arm und Reich wird, desto mehr wird sich auch die Sehnsucht nach eben solchen verloren gegangenen Werten verstärken, desto größer wird die Ablehnung unserer Kultur und desto intensiver wird das Festhalten an oder das Rückbesinnen auf die eigene Kultur werden.
Das wird erhebliche gesellschaftliche Probleme und soziale Spannungen mit sich bringen, die sich natürlich immer in den unteren Schichten entladen.
Der unkontrollierte, enorm ansteigende Zustrom weiteren Prekariats, um ganz bewußt auch das Lohnniveau zu senken, ist sicher nicht die Ursache des Problems, aber wird es exorbitant verschärfen.
Ich habe nicht den Optimismus, den die Kanzlerin oder manch einer hier so gezwungen ausstrahlt.
Was die Bewältigung der logistischen Probleme, die sich aktuell stellen, vielleicht, aber nicht was die Zukunft betrifft.
Das gibt ein Hauen und Stechen unten. Und die oben werden sich wie immer ins Fäustchen lachen und ihre Pfründe wahren und mehren. Davon bin ich überzeugt, auch wenn ich natürlich immer Hoffnung in mir trage.
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DM-SGE schrieb:

Die Gewalt unter Schülern/Jugendlichen, Hauptschüler gegen Gymnasiasten, unterprivilegierte gegen scheinbar besser gestellte Kinder, die gab es haargenau so auch schon in meiner Vergangenheit, die sicher noch etwas länger zurück liegen dürfte. Die gab es immer.
Aber da waren es nicht Ausländer, bzw. Gastarbeiterkinder, wie das damals noch hieß, oder Jugendliche mit (Im)migrationshintergrund, denn die waren da noch deutlich in der Minderheit. Das waren damals ausschließlich deutsche "Rocker", so wurden sie von uns genannt, in Anlehnung an die Musikrichtung und Lebenseinstellung des Rock'n Roll.
Wir, die "besser gestellten" Gymnasiasten dagegen waren die "Langhaarigen", die "Hippies" oder ganz früher noch die "Beatniks", die in Holland z.B. auch "Provos" genannt wurden.
Genau dieses Szenarium "Was guckst du" oder einen großen Bogen um manche Örtlichkeiten zu machen, kenne ich aus dieser Zeit noch sehr, sehr gut.

Das ist auch nicht wirklich was, was man nur da dran fest machen kann das Kinder mit Migrationshintergrund mehr Streß machen als Deutsche. Ich hatte in meiner Klasse z.B. auch Schüler mit Migrationshintergrund die auch ärger mit anderen Schüler hatten die ebenfalls einen Migrationshintergrund hatten. Genauso gut hatte ich mich auch oft mit Deutschen in der Wolle.
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Blablablubb schrieb:

Vergangenheit / Gegenwart / Zukunft

Zunächst mal: die Dinge, die du geschildert hast, kenne ich, da ich bereits in sozialen Brennpunkten gearbeitet und seit dieser Zeit diesbezüglich auch keinerlei Berührungsängste habe. Aus diesem Grund kann ich sowohl deine Schilderungen als auch deine Ängste/Befürchtungen, die daraus entstanden sind, vollkommen nachvollziehen.

Keine Ahnung, ob du aus Duisburg kommst, ist auch egal. Fest steht, dass Marxloh natürlich gerade ein Beispiel ist, wie es nicht laufen sollte. Der Niedergang der Montanunion im Ruhrgebiet, Armutszuwanderung aus Südeuropa und viele andere Faktoren haben diesen Bezirk, wie manch andere in Deutschland, geprägt.

Einen wichtigen Punkt dabei hast du aber auch schon selbst genannt: im Prinzip ist es nicht der Ausländer an sich, der für die Zustände dort und anderswo verantwortlich ist, sondern der soziale Status der Bewohner - und da nehmen sich nach all meiner Erfahrung Deutsche und Ausländer nichts.

Wie du vollkommen richtig sagst: wo Bildung fehlt, nicht nur Wissen oder technische, sondern vor allem auch soziale Bildung, stehen die Chancen für die Menschen schlecht und ein Abwärtssog setzt ein. Dieser betrifft in gleicher Weise Deutsche und Ausländer.

Bei Migranten kommt leider oft noch das Sprachenproblem hinzu. Dies und nicht etwa eine kulturelle Abschottung sorgen oft für eine Ghettoisierung, die die sozialen Probleme weiter anheizt.

Kurz was Politisches: Im Gegensatz zu den Unionsparteien und Liberalen, die lieber Eliten fördern, hat die sozialliberale Regierung Brandt erstmals die Bildungschancen auch weniger "talentierter" Bevölkerungsschichten verbessert - und ist oft dafür angefeindet worden. Trotzdem hat gerade dieser Schritt in die richtige Richtung die Situation zahlloser "bildungsferner" junger Menschen nachhaltig verbessert.

Insofern gebe ich dir vollkommen recht, dass dies eine der Hauptforderungen sein muss. Und zwar nicht nur für Deutsche, sondern insbesondere auch für ausländischen Mitbürger, denn: ein Einwanderungsland sind wir doch schon lange. Dein dahingehender Vorwurf an die Politik ist also in meinen Augen berechtigt.

Zugegeben: die Differenzierung im Kopf hinzubekommen, dass es nicht der Ausländer, sondern der soziale Status ist, der viele Probleme verursacht, egal ob Deutscher oder Ausländer, ist nicht leicht. Aber es ist der einzige Weg, denn genau das ist die Wahrheit.

Dass es dabei Ausnahmen gibt, die die Regel bestätigen, weiß ich. Aber sag mir, wo es keine Idioten gibt.

Nochmal: ich weiß, wie Ressentiments entstehen und kann es nur allzu oft nachvollziehen. Trotzdem gibt es nur eine Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders: den Unterschied machen zwischen Volkszugehörigkeit und wahrem Grund für die Probleme und: so gut es irgend geht mitmachen und mithelfen bei der Integration.

Und das gilt für Zuwanderer ebenso wie für Flüchtlinge, die - wie bereits mehrfach nachgewiesen - eben nicht bei uns bleiben können, so lange es ihnen passt.

Danke für deinen langen Text.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Danke für deinen langen Text.

So kommt man auf jeden Fall deutlich weiter, als sich gegenseitig nur ständig anzupissen.
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Blablablubb schrieb:

Vergangenheit / Gegenwart / Zukunft

Zunächst mal: die Dinge, die du geschildert hast, kenne ich, da ich bereits in sozialen Brennpunkten gearbeitet und seit dieser Zeit diesbezüglich auch keinerlei Berührungsängste habe. Aus diesem Grund kann ich sowohl deine Schilderungen als auch deine Ängste/Befürchtungen, die daraus entstanden sind, vollkommen nachvollziehen.

Keine Ahnung, ob du aus Duisburg kommst, ist auch egal. Fest steht, dass Marxloh natürlich gerade ein Beispiel ist, wie es nicht laufen sollte. Der Niedergang der Montanunion im Ruhrgebiet, Armutszuwanderung aus Südeuropa und viele andere Faktoren haben diesen Bezirk, wie manch andere in Deutschland, geprägt.

Einen wichtigen Punkt dabei hast du aber auch schon selbst genannt: im Prinzip ist es nicht der Ausländer an sich, der für die Zustände dort und anderswo verantwortlich ist, sondern der soziale Status der Bewohner - und da nehmen sich nach all meiner Erfahrung Deutsche und Ausländer nichts.

Wie du vollkommen richtig sagst: wo Bildung fehlt, nicht nur Wissen oder technische, sondern vor allem auch soziale Bildung, stehen die Chancen für die Menschen schlecht und ein Abwärtssog setzt ein. Dieser betrifft in gleicher Weise Deutsche und Ausländer.

Bei Migranten kommt leider oft noch das Sprachenproblem hinzu. Dies und nicht etwa eine kulturelle Abschottung sorgen oft für eine Ghettoisierung, die die sozialen Probleme weiter anheizt.

Kurz was Politisches: Im Gegensatz zu den Unionsparteien und Liberalen, die lieber Eliten fördern, hat die sozialliberale Regierung Brandt erstmals die Bildungschancen auch weniger "talentierter" Bevölkerungsschichten verbessert - und ist oft dafür angefeindet worden. Trotzdem hat gerade dieser Schritt in die richtige Richtung die Situation zahlloser "bildungsferner" junger Menschen nachhaltig verbessert.

Insofern gebe ich dir vollkommen recht, dass dies eine der Hauptforderungen sein muss. Und zwar nicht nur für Deutsche, sondern insbesondere auch für ausländischen Mitbürger, denn: ein Einwanderungsland sind wir doch schon lange. Dein dahingehender Vorwurf an die Politik ist also in meinen Augen berechtigt.

Zugegeben: die Differenzierung im Kopf hinzubekommen, dass es nicht der Ausländer, sondern der soziale Status ist, der viele Probleme verursacht, egal ob Deutscher oder Ausländer, ist nicht leicht. Aber es ist der einzige Weg, denn genau das ist die Wahrheit.

Dass es dabei Ausnahmen gibt, die die Regel bestätigen, weiß ich. Aber sag mir, wo es keine Idioten gibt.

Nochmal: ich weiß, wie Ressentiments entstehen und kann es nur allzu oft nachvollziehen. Trotzdem gibt es nur eine Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders: den Unterschied machen zwischen Volkszugehörigkeit und wahrem Grund für die Probleme und: so gut es irgend geht mitmachen und mithelfen bei der Integration.

Und das gilt für Zuwanderer ebenso wie für Flüchtlinge, die - wie bereits mehrfach nachgewiesen - eben nicht bei uns bleiben können, so lange es ihnen passt.

Danke für deinen langen Text.
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WuerzburgerAdler schrieb:  


Blablablubb schrieb:
Vergangenheit / Gegenwart / Zukunft


Guter Text

Hier Blablablubb und Würzburger:
Ich finde eure beiden Texte wirklich gut und einen Ansatz um ernsthaft mal eine gewisse Sachlichkeit in die Diskussion zu kriegen, abseits von politischen Lagerkämpfen und difusen Angstvorstellungen vs. polemischer Antworten.
Der Blablablubb ist so weit ich das überblicke, der erste, der hier mal die konkreten Ängste, die er hat, formuliert und von eigenen Erfahrungen berichtet, die zu diesen Ängsten führen. Das finde ich ehrenwert und hat eine völlig andere Qualität als viele Beiträge hier, die wirklich difuse Ängste und Vorurteile ausdrücken und dabei dann noch gewürzt werden mit pauschaler Politikerschelte und Difamierungen anders denkender. Und ja Blablablubb, ich kann das aller meiste von dem Du schreibst 100% nachvollziehen und habe durchaus ähnliche Erfahrungen gemacht in meinem bisherigen Leben.
Und ausdrücklich Danke Würzburger für Deine Antwort! Du sprichst mir mit allem aus der Seele was du schreibst. Ich hätte es nicht besser formulieren können.
Ich bin auch der festen Überzeugung, dass es in erste Linie ein soziales Problem ist und weniger mit der Herkunft zu tun hat. Ich bin z.B. vor vielen Jahren aus meiner Frankfurter Heimat nach Ostdeutschland gezogen, Und hier im Osten gibt es bekanntermaßen einige soziale Brennpunkte. Nur ist in den Brennpunkten hier im Vergleich zu den Brennpunkten im Westen der Anteil von Leuten mit Migrationshintergrund verschwindend gering. Und dennoch ist das Klima vergleichbar. Die von Blablablubb geschilderten Vorkommnisse vor Schulen z.B. finden in einer ganz ähnlichen Qualität vor ostdeutschen Oberschulen (wie sie hier heißen) statt. Nur kommen die Provokationen und die Stress-Sucher hier von Jungs ohne Migrationshintergrund. Das nur als ein Anhaltspunkt, warum ich denke, dass es vor allem der soziale Status ist und weniger die Herkunft bzw. die Herkunft der Vorfahren.
Ich möchte aber ebenfalls nicht ausschließen, dass eine Sozialisation in einem Umfeld, welches von einem gewissen chauvinistischen Weltbild und einem gewissen "Macho-Gehabe" geprägt ist, bestimmte "Stress-Sucher-Tendenzen" gefördert werden. Und so ein Umfeld finden glaube ich noch viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergund vor. Ich weiß, dass ich mich mit solchen Aussagen evtl angreifbar mache, das sind jetzt eher Lebenserfahrungen von mir die nicht empirisch abgesichert sind. Wenn das Blödsinn ist, kann da ja mal jemand argumentativ Gegenhalten.
Ich glaube, damit wir die aktuellen Herausforderungen der derzeitigen Situation irgendwie hinbekommen, sollte die Diskussion ungefähr so geführt werden, wie das hier der Blablablubb und Würzburger angefangen haben. Und dazu gehört es eben, Ängste und Sorgen zu formulieren und dann darüber zu sprechen. Einige Sorgen kann man sicher ausräumen, andere nicht. Und wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen aufeinander treffen, wie es derzeit in hohem Maße der Fall ist, dann wird das auch erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringen. Davor sollte niemand die Augen verschließen. Wenn man aber die Bereitschaft mitbringt, diese Schwierigkeiten anzugehen und nicht von vorneherein aus lauter Angst gegen das Fremde hetzt oder es ablehnt, dann sind wir auf einem ganz vernünftigen Weg glaube ich.
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Ich habe nie geschrieben das es der Staat macht. Es sind geldgieriege Säcke.. bei uns sogenannte "Hausverwalter" welche urplötzlich auftauchen und die Vermieter "unterstützen".

Und es wurde hier bzw. im anderen Thread (weiss nciht genau) doch von mehreren Nutzern behauptet das wären Lügen. Sowas wie eine Pauschale würde es nicht geben..etc. Wenn ich nachher Zeit habe suche ich das mal raus.
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crasher1985 schrieb:

Ich habe nie geschrieben das es der Staat macht. Es sind geldgieriege Säcke.. bei uns sogenannte "Hausverwalter" welche urplötzlich auftauchen und die Vermieter "unterstützen".


Und es wurde hier bzw. im anderen Thread (weiss nciht genau) doch von mehreren Nutzern behauptet das wären Lügen. Sowas wie eine Pauschale würde es nicht geben..etc. Wenn ich nachher Zeit habe suche ich das mal raus.

Kommt da eigentlich noch eine Antwort auf die Frage, ob du nun einen Beleg dafür hast, daß Flüchtlinge meistens Wohnungen verwüstet hinterlassen (wie von dir behauptet)? Oder war es tatsächlich deine gefühlte Realität, die du als Fakt hinzustellen versucht hast?
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Haliaeetus schrieb:

Du könntest trotzdem diese unsägliche Polemik unterlassen, die bringt die Diskussion nämlich nicht voran

Komisch als mich hier mehrere Nutzer als Lügner hingestellt haben war das kein Problem aber nun ist es eins? die Logik verstehe wer will.

Es geht nicht um ungenutzte Immobilien, es geht um Immobilien wo man die Mieter mit miesen Mitteln und Tricks raus eckelt um deren Wohnungen an Flüchtlinge zu vergeben. Das meinte ich mit "Zwangsentmietungen".
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crasher1985 schrieb u könntest trotzdem diese unsägliche Polemik unterlassen, die bringt die Diskussion nämlich nicht voran.

Komisch als mich hier mehrere Nutzer als Lügner hingestellt haben war das kein Problem aber nun ist es eins? die Logik verstehe wer will.

Es geht nicht um ungenutzte Immobilien, es geht um Immobilien wo man die Mieter mit miesen Mitteln und Tricks raus eckelt um deren Wohnungen an Flüchtlinge zu vergeben. Das meinte ich mit "Zwangsentmietungen".

Was Crasher 85 hier vortrug ist nicht aus der Luft gegriffen  und es handelt sich bei dieser" Zwangsentmietung" auch *nicht  *um Privatleute- guckst du hier:

https://www.youtube.com/watch?v=T9Ubtumj09c
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crasher1985 schrieb u könntest trotzdem diese unsägliche Polemik unterlassen, die bringt die Diskussion nämlich nicht voran.

Komisch als mich hier mehrere Nutzer als Lügner hingestellt haben war das kein Problem aber nun ist es eins? die Logik verstehe wer will.

Es geht nicht um ungenutzte Immobilien, es geht um Immobilien wo man die Mieter mit miesen Mitteln und Tricks raus eckelt um deren Wohnungen an Flüchtlinge zu vergeben. Das meinte ich mit "Zwangsentmietungen".

Was Crasher 85 hier vortrug ist nicht aus der Luft gegriffen  und es handelt sich bei dieser" Zwangsentmietung" auch *nicht  *um Privatleute- guckst du hier:

https://www.youtube.com/watch?v=T9Ubtumj09c
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Zunächst danke ich für die Verlinkung der Quelle. So kann man den Bericht selbst sehen, nachprüfen und feststellen:

  1. Selbst der Bericht von Report Mainz spricht von einem "extremen Einzelfall".
  2. Bei den Häusern handlt es sich nicht, wie von dir behauptet, um Mietwohnungen, sondern um untergebrachte Obdachlose. Die ganze Geschichte spielt im März dieses Jahres, die Abrissverfügungen für die Häuser existieren noch viel länger.
  3. Deine Behauptungen sind demnach weiterhin substanzlos.
Zum Hintergrund http://www.rheinpfalz.de/lokal/artikel/viele-beschwerden-und-ein-brief-an-alt/
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crasher1985 schrieb u könntest trotzdem diese unsägliche Polemik unterlassen, die bringt die Diskussion nämlich nicht voran.

Komisch als mich hier mehrere Nutzer als Lügner hingestellt haben war das kein Problem aber nun ist es eins? die Logik verstehe wer will.

Es geht nicht um ungenutzte Immobilien, es geht um Immobilien wo man die Mieter mit miesen Mitteln und Tricks raus eckelt um deren Wohnungen an Flüchtlinge zu vergeben. Das meinte ich mit "Zwangsentmietungen".

Was Crasher 85 hier vortrug ist nicht aus der Luft gegriffen  und es handelt sich bei dieser" Zwangsentmietung" auch *nicht  *um Privatleute- guckst du hier:

https://www.youtube.com/watch?v=T9Ubtumj09c
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Ich hätte jetzt auch nie gedacht, daß Crasher sich was den Fingern zieht.

Aber sorry.

Dieses RTL Reportfilmchen wollen wir doch nicht ernsthaft hier einbeziehen ?

Da werden auf eine sehr lausige Art jetzt mal umgekehrt  nicht die Ängste und abzusehenden Schwierigkeiten benannt, sondern auf lausige Art  und überhöht sogar damit gespielt  , Stimmungen in jede Richtung bedienen , geht hier vor Qualität
Ein sehr billig , ganz schlecht und mies gemachte Sache .  
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Ich hätte jetzt auch nie gedacht, daß Crasher sich was den Fingern zieht.

Aber sorry.

Dieses RTL Reportfilmchen wollen wir doch nicht ernsthaft hier einbeziehen ?

Da werden auf eine sehr lausige Art jetzt mal umgekehrt  nicht die Ängste und abzusehenden Schwierigkeiten benannt, sondern auf lausige Art  und überhöht sogar damit gespielt  , Stimmungen in jede Richtung bedienen , geht hier vor Qualität
Ein sehr billig , ganz schlecht und mies gemachte Sache .  
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Dirty-Harry schrieb:

Ich hätte jetzt auch nie gedacht, daß Crasher sich was den Fingern zieht.


Aber sorry.


Dieses RTL Reportfilmchen wollen wir doch nicht ernsthaft hier einbeziehen ?


Da werden auf eine sehr lausige Art jetzt mal umgekehrt  nicht die Ängste und abzusehenden Schwierigkeiten benannt, sondern auf lausige Art  und überhöht sogar damit gespielt  , Stimmungen in jede Richtung bedienen , geht hier vor Qualität
Ein sehr billig , ganz schlecht und mies gemachte Sache .

Ich meine jetzt nicht crasher damit aber es gibt bestimmt genügend Hausfrauen/Mittagsprogramm TV Gucker die das sehen und sich deswegen fürchterlich über Flüchtlinge aufregen. Natürlich nur eine lose Behauptung von mir... kann ich mir aber gut vorstellen da ich hier (oder in nem anderen Thread?) ja schon mal ähnliches gepostet hatte. Angst und Wut schüren ist das Geschäft der Medien.
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Ich hätte jetzt auch nie gedacht, daß Crasher sich was den Fingern zieht.

Aber sorry.

Dieses RTL Reportfilmchen wollen wir doch nicht ernsthaft hier einbeziehen ?

Da werden auf eine sehr lausige Art jetzt mal umgekehrt  nicht die Ängste und abzusehenden Schwierigkeiten benannt, sondern auf lausige Art  und überhöht sogar damit gespielt  , Stimmungen in jede Richtung bedienen , geht hier vor Qualität
Ein sehr billig , ganz schlecht und mies gemachte Sache .  
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Dirty-Harry schrieb:**

Dieses RTL Reportfilmchen wollen wir doch nicht ernsthaft hier einbeziehen ?**

DH, es handelt sich hier um kein RTL- Filmchen, sondern um die ARD Sendung "Report Mainz "
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Dirty-Harry schrieb:**

Dieses RTL Reportfilmchen wollen wir doch nicht ernsthaft hier einbeziehen ?**

DH, es handelt sich hier um kein RTL- Filmchen, sondern um die ARD Sendung "Report Mainz "
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pelo schrieb:

DH, es handelt sich hier um kein RTL- Filmchen, sondern um die ARD Sendung "Report Mainz "

und hat genau was mit der flüchtlingsproblematik zu tun?

einfach alles in einen topf werfen, da wird dann schon das passende süppchen draus.


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