Erdbeben/Tsunami/Explosion und Kernschmelze in AKW in Japan

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Selbst bei beschissenem Verhalten wird ein Wettbewerb draus gemacht....

Aber A hat!
Nein B hat aber doch!

Boah was eine kleingeistige Kinderkacke...

Weder 70 jährige japanische CEOs, noch Putin geben einen Fuck ob Xaver und hawischer morgen noch atmen, wenn es denen 1 Dollar geben würde, dass ihr heute tot umfallt, würden die sofort schnipsen.

Aber diskutiert gerne weiter ob die Offenbacher Kickers von 1972 oder die Offenbacher Kickers von 1968 das sympathischere Fussballteam waren.

So, mal zum Thema, es gibt Konzepte, die u.a. Nuklearen Abfall als Brennstoff für Kraftwerke verwerten könnten.

Wenn das interessiert (auf engl.):
https://www.youtube.com/watch?v=C6BGLgJY0Wg

Und ich bleibe bei meiner Meinung, dass der Ausstieg aus der Atomkraft positiv war, die Art des Ausstiegs zu den dämlichsten populistischsten Stunts gehörte, die in Deutschland je abgezogen wurden.

Weil ein Typ AKW, den wir nicht haben, durch ein Erdbeben, welche es bei uns nicht gibt und durch einen Tsunami, was es bei uns nicht gibt, müssen sofort alle AKWs vom Netz.
Dafür bauen wir aber ganz viele Kohlekraftwerke! Und zahlen den Konzernen, die zu den sowieso schon reichsten und mächtigsten gehören ganz ganz ganz viel Geld! Und zwar für die Kohlekraftwerke und für die AKW-Abschaltung! Yay!

Ach ja und wir importieren Atomstrom von grenznahen AKWs anderer Länder.

Oh, oh, oh und lasst uns in dem Zuge von dem menschenfreundlichen und niemals politisch beeinflußten Rohstoffhandel mit Russland abhängiger machen!

Was ein populistischer, sinnfreier Scheiß (auch wenn das Ziel das richtige war).
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Ein bisschen mehr Empathie, bitte.

Manch einer merkt halt erst, was passieren kann, wenn es passiert. Das gilt für die Atomkraft ebenso wie für den Klimawandel oder Covid19.

Und es war sowohl in Tschernobyl als auch in Fukushima scheißegal, warum die AKWs havariert waren. Bei dem einen waren es Bedienungsfehler und eine Verkettung unglücklicher Umstände, bei dem anderen ein Tsunami. Und bei mindestens zwei Dutzend weiteren Störfällen weltweit, bei denen man um Sackhaaresbreite an einer Kernschmelze vorbeigeschrammt ist.

Tschernobyl hat man noch als Warnschuss verstanden, Fukushima war halt dann zu viel. Natürlich hat man vorher Fehler gemacht, große Fehler sogar. Das ist aber kein Grund, damals nicht die einzig richtige Entscheidung getroffen zu haben. Nur mal zur Erinnerung: an den abgebrannten Brennstäben knabbern jetzt schon unsere Nachfahren noch in Tausenden von Jahren, an den Kosten für die Endlager noch unsere Urururururenkel.
Und auch das noch: noch heute werden (z. B. in Wildschweinen) massiv erhöhte Strahlungen gemessen, die alle noch aus Tschernobyl stammen.

Die Entscheidung damals einen populistischen, sinnfreien Scheiß zu nennen ist da schon reichlich vermessen. Und, mal ganz unter uns Gebetsschwestern: ich war nie und bin kein Freund unserer Kanzlerin. Aber es gibt Entscheidungen von ihr, bei denen ich ihr abnehme, dass sie die aus Überzeugung getroffen hat. Der Ausstieg aus dem Ausstieg war eine davon.
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Ein bisschen mehr Empathie, bitte.

Manch einer merkt halt erst, was passieren kann, wenn es passiert. Das gilt für die Atomkraft ebenso wie für den Klimawandel oder Covid19.

Und es war sowohl in Tschernobyl als auch in Fukushima scheißegal, warum die AKWs havariert waren. Bei dem einen waren es Bedienungsfehler und eine Verkettung unglücklicher Umstände, bei dem anderen ein Tsunami. Und bei mindestens zwei Dutzend weiteren Störfällen weltweit, bei denen man um Sackhaaresbreite an einer Kernschmelze vorbeigeschrammt ist.

Tschernobyl hat man noch als Warnschuss verstanden, Fukushima war halt dann zu viel. Natürlich hat man vorher Fehler gemacht, große Fehler sogar. Das ist aber kein Grund, damals nicht die einzig richtige Entscheidung getroffen zu haben. Nur mal zur Erinnerung: an den abgebrannten Brennstäben knabbern jetzt schon unsere Nachfahren noch in Tausenden von Jahren, an den Kosten für die Endlager noch unsere Urururururenkel.
Und auch das noch: noch heute werden (z. B. in Wildschweinen) massiv erhöhte Strahlungen gemessen, die alle noch aus Tschernobyl stammen.

Die Entscheidung damals einen populistischen, sinnfreien Scheiß zu nennen ist da schon reichlich vermessen. Und, mal ganz unter uns Gebetsschwestern: ich war nie und bin kein Freund unserer Kanzlerin. Aber es gibt Entscheidungen von ihr, bei denen ich ihr abnehme, dass sie die aus Überzeugung getroffen hat. Der Ausstieg aus dem Ausstieg war eine davon.
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Ich meine natürlich den Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg. Sorry. 😉
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Ein bisschen mehr Empathie, bitte.

Manch einer merkt halt erst, was passieren kann, wenn es passiert. Das gilt für die Atomkraft ebenso wie für den Klimawandel oder Covid19.

Und es war sowohl in Tschernobyl als auch in Fukushima scheißegal, warum die AKWs havariert waren. Bei dem einen waren es Bedienungsfehler und eine Verkettung unglücklicher Umstände, bei dem anderen ein Tsunami. Und bei mindestens zwei Dutzend weiteren Störfällen weltweit, bei denen man um Sackhaaresbreite an einer Kernschmelze vorbeigeschrammt ist.

Tschernobyl hat man noch als Warnschuss verstanden, Fukushima war halt dann zu viel. Natürlich hat man vorher Fehler gemacht, große Fehler sogar. Das ist aber kein Grund, damals nicht die einzig richtige Entscheidung getroffen zu haben. Nur mal zur Erinnerung: an den abgebrannten Brennstäben knabbern jetzt schon unsere Nachfahren noch in Tausenden von Jahren, an den Kosten für die Endlager noch unsere Urururururenkel.
Und auch das noch: noch heute werden (z. B. in Wildschweinen) massiv erhöhte Strahlungen gemessen, die alle noch aus Tschernobyl stammen.

Die Entscheidung damals einen populistischen, sinnfreien Scheiß zu nennen ist da schon reichlich vermessen. Und, mal ganz unter uns Gebetsschwestern: ich war nie und bin kein Freund unserer Kanzlerin. Aber es gibt Entscheidungen von ihr, bei denen ich ihr abnehme, dass sie die aus Überzeugung getroffen hat. Der Ausstieg aus dem Ausstieg war eine davon.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Die Entscheidung damals einen populistischen, sinnfreien Scheiß zu nennen ist da schon reichlich vermessen.


Naja, Würzi. Die Entscheidung in wenigen Tagen nach Fukushima durchzuquetschen, nachdem man wenige Monate zuvor noch die Kernkraft als das Sicherste vom Sicheren bezeichnet und deren Nutzung verlängert hat, obwohl auch Dinge wie Fukushima (zB Erdbeben) immer im Gefahrenkatalog mit drin waren, das hat doch nichts mit "Der Kanzlerin ist aufgefallen, dass sich die Gefahrensituation geändert hat" zu tun.
Die Kanzlerin, ja Physikerin, hat ebenfalls den Atomausstieg selbst kritisiert in den Jahren zuvor und in der Koalitionsverhandlung mit der FDP die Laufzeitverlängerung akzeptiert.

Und dann setzt sie sich damals mit den MinPräs zusammen (ausschließlich Union) und verkündet dann ein Moratorium und später den Ausstieg? Zwei Wochen vor richtungsweisenden Landtagswahlen, insbesondere in einem Bundesland, das für die CDU ungemein wichtig war und ist (BaWü) und wo es eh schon dank Mappus sch... Politik auf der Kante stand?
Die These, dass die Regierung das Moratorium gemacht hat, um vor der Wahl Wind aus den Segeln zu nehmen, halte ich für ziemlich wahrscheinlich. Und danach hat die Regierung gemerkt, dass die Zustimmung für die Kernkraft bei einem Tiefpunkt angekommen ist, also ist sie dem gefolgt.

Sinnfrei war es sicherlich nicht. Die Begründung dafür, dass man plötzlich ganz neue Erkenntnisse hatte, halte ich aber für eine Lüge. Das Moratorium halte ich für eine wahltaktische Entscheidung. Und das danach auch (auch wenn da keine Wahl anstand).
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WuerzburgerAdler schrieb:

Die Entscheidung damals einen populistischen, sinnfreien Scheiß zu nennen ist da schon reichlich vermessen.


Naja, Würzi. Die Entscheidung in wenigen Tagen nach Fukushima durchzuquetschen, nachdem man wenige Monate zuvor noch die Kernkraft als das Sicherste vom Sicheren bezeichnet und deren Nutzung verlängert hat, obwohl auch Dinge wie Fukushima (zB Erdbeben) immer im Gefahrenkatalog mit drin waren, das hat doch nichts mit "Der Kanzlerin ist aufgefallen, dass sich die Gefahrensituation geändert hat" zu tun.
Die Kanzlerin, ja Physikerin, hat ebenfalls den Atomausstieg selbst kritisiert in den Jahren zuvor und in der Koalitionsverhandlung mit der FDP die Laufzeitverlängerung akzeptiert.

Und dann setzt sie sich damals mit den MinPräs zusammen (ausschließlich Union) und verkündet dann ein Moratorium und später den Ausstieg? Zwei Wochen vor richtungsweisenden Landtagswahlen, insbesondere in einem Bundesland, das für die CDU ungemein wichtig war und ist (BaWü) und wo es eh schon dank Mappus sch... Politik auf der Kante stand?
Die These, dass die Regierung das Moratorium gemacht hat, um vor der Wahl Wind aus den Segeln zu nehmen, halte ich für ziemlich wahrscheinlich. Und danach hat die Regierung gemerkt, dass die Zustimmung für die Kernkraft bei einem Tiefpunkt angekommen ist, also ist sie dem gefolgt.

Sinnfrei war es sicherlich nicht. Die Begründung dafür, dass man plötzlich ganz neue Erkenntnisse hatte, halte ich aber für eine Lüge. Das Moratorium halte ich für eine wahltaktische Entscheidung. Und das danach auch (auch wenn da keine Wahl anstand).
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Meinetwegen haben die Wahlen dabei eine Rolle gespielt. Allerdings wusste die Kanzlerin, dass dies eine Entscheidung von großer Tragweite und weitreichenden Konsequenzen war. Und so eine Entscheidung trifft man nicht wegen irgendwelcher Landtagswahlen. Zumindest nicht nur.

Dass zuvor gravierende Fehler gemacht wurden (z. B. der Ausstieg vom Ausstieg) habe ich ja geschrieben. Viele dieser Fehler, zum Beispiel ein noch immer fehlendes Endlager und die horrenden, Generationen belastenden Kosten für Rückbau, Entsorgung und Endlagerung fallen uns jetzt böse auf die Füße.

Insgesamt war das "Atomzeitalter" ein grandioses Minusgeschäft, vor allem wenn man die staatlichen Hilfen für Forschung und Entwicklung noch hinzurechnet. Regenerative Energien wären schon wesentlich früher zu haben gewesen. Man witterte halt ein Riesengeschäft und eine technologische Vormachtstellung.
Ein Riesengeschäft wurde es auch. Aber ausschließlich für EON, RWE und die anderen.
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Meinetwegen haben die Wahlen dabei eine Rolle gespielt. Allerdings wusste die Kanzlerin, dass dies eine Entscheidung von großer Tragweite und weitreichenden Konsequenzen war. Und so eine Entscheidung trifft man nicht wegen irgendwelcher Landtagswahlen. Zumindest nicht nur.

Dass zuvor gravierende Fehler gemacht wurden (z. B. der Ausstieg vom Ausstieg) habe ich ja geschrieben. Viele dieser Fehler, zum Beispiel ein noch immer fehlendes Endlager und die horrenden, Generationen belastenden Kosten für Rückbau, Entsorgung und Endlagerung fallen uns jetzt böse auf die Füße.

Insgesamt war das "Atomzeitalter" ein grandioses Minusgeschäft, vor allem wenn man die staatlichen Hilfen für Forschung und Entwicklung noch hinzurechnet. Regenerative Energien wären schon wesentlich früher zu haben gewesen. Man witterte halt ein Riesengeschäft und eine technologische Vormachtstellung.
Ein Riesengeschäft wurde es auch. Aber ausschließlich für EON, RWE und die anderen.
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Die Landtagswahlen haben sicherlich eine aber nicht die entscheidende Rolle gespielt. Die Kanzlerin erkannte damals ziemlich schnell, dass hier ein alter Streit wieder aufzubrechen drohte, der unkontrollierbare Folgen haben könnte. Das Moratorium diente in erster Linie dazu, Schadensersatzforderungen abzuwenden, es war also ein simpler Trick. Grundsätzlich war die Entscheidung aber natürlich richtig, denn (meiner Meinung nach) wurde hier im Zusammenhang mit der Atomkraft jahrzehntelang die falsche Frage gestellt. Nicht die Wahrscheinlichkeit eines Störfalls ist ausschlaggebend, sondern die Wahrscheinlichkeit in zu beherrschen, wenn er eintritt. Und die ist, das hat Fukushima gezeigt gleich Null und hätte einem kleinen dichtbesiedelten Land fatale Folgen. Heute würde kein Energiekonzern in Deutschland auch nur 5 ct. In die Kernenergie investieren, also war es auch im Nachhinein richtig auszusteigen.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Die Entscheidung damals einen populistischen, sinnfreien Scheiß zu nennen ist da schon reichlich vermessen.


Naja, Würzi. Die Entscheidung in wenigen Tagen nach Fukushima durchzuquetschen, nachdem man wenige Monate zuvor noch die Kernkraft als das Sicherste vom Sicheren bezeichnet und deren Nutzung verlängert hat, obwohl auch Dinge wie Fukushima (zB Erdbeben) immer im Gefahrenkatalog mit drin waren, das hat doch nichts mit "Der Kanzlerin ist aufgefallen, dass sich die Gefahrensituation geändert hat" zu tun.
Die Kanzlerin, ja Physikerin, hat ebenfalls den Atomausstieg selbst kritisiert in den Jahren zuvor und in der Koalitionsverhandlung mit der FDP die Laufzeitverlängerung akzeptiert.

Und dann setzt sie sich damals mit den MinPräs zusammen (ausschließlich Union) und verkündet dann ein Moratorium und später den Ausstieg? Zwei Wochen vor richtungsweisenden Landtagswahlen, insbesondere in einem Bundesland, das für die CDU ungemein wichtig war und ist (BaWü) und wo es eh schon dank Mappus sch... Politik auf der Kante stand?
Die These, dass die Regierung das Moratorium gemacht hat, um vor der Wahl Wind aus den Segeln zu nehmen, halte ich für ziemlich wahrscheinlich. Und danach hat die Regierung gemerkt, dass die Zustimmung für die Kernkraft bei einem Tiefpunkt angekommen ist, also ist sie dem gefolgt.

Sinnfrei war es sicherlich nicht. Die Begründung dafür, dass man plötzlich ganz neue Erkenntnisse hatte, halte ich aber für eine Lüge. Das Moratorium halte ich für eine wahltaktische Entscheidung. Und das danach auch (auch wenn da keine Wahl anstand).
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Atomkraft aufkündigen mit weitreichenden Folgen für mindestens zwei Generationen wegen Landtagswhlen?

So abgebrüht war niemand, never.
Vermutlich dürften sowohl Strategie als auch Einsicht eine Folge gespielt haben.
Mittelfristig hat das Angela Merkel ja m.W. nicht weitergeholfen.
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Atomkraft aufkündigen mit weitreichenden Folgen für mindestens zwei Generationen wegen Landtagswhlen?

So abgebrüht war niemand, never.
Vermutlich dürften sowohl Strategie als auch Einsicht eine Folge gespielt haben.
Mittelfristig hat das Angela Merkel ja m.W. nicht weitergeholfen.
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reggaetyp schrieb:

Atomkraft aufkündigen mit weitreichenden Folgen für mindestens zwei Generationen wegen Landtagswhlen?

So abgebrüht war niemand, never.


Dann bleibt aber schon die Frage, warum man nur 3-4 Tage nach Fukushima plötzlich ein Moratorium macht, während man 6 Monate zuvor noch die Laufzeiten verlängert mit der Begründung, wie toll und sicher doch diese Atomkraft ist... Ich glaube weiterhin null, dass es da um Einsicht ging. Vllt noch bei Merkel als Physikerin, aber ganz sicher nicht bei Mappus oder den anderen CDU/CSU-MinPräs...

reggaetyp schrieb:

Mittelfristig hat das Angela Merkel ja m.W. nicht weitergeholfen.
     


Was verstehst Du denn unter mittelfristig?

Vor Fukushima lag die Union bei ca. 36 % in den Umfragen, die FDP bei 5-6 und die Grünen bei 15-18 % , wenige Wochen später lag die Union bei ca. 30 % , die FDP bei 3-4 und die Grünen bei 27-28 %

Zwei Jahre später lag die Union bei 41,5 % bei der BTW. Also mittelfristig würde ich mit den 2 Jahren schon ansehen.
Außer Du meinst nach 2015... Aber das hatte dann andere Gründe.
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reggaetyp schrieb:

Atomkraft aufkündigen mit weitreichenden Folgen für mindestens zwei Generationen wegen Landtagswhlen?

So abgebrüht war niemand, never.


Dann bleibt aber schon die Frage, warum man nur 3-4 Tage nach Fukushima plötzlich ein Moratorium macht, während man 6 Monate zuvor noch die Laufzeiten verlängert mit der Begründung, wie toll und sicher doch diese Atomkraft ist... Ich glaube weiterhin null, dass es da um Einsicht ging. Vllt noch bei Merkel als Physikerin, aber ganz sicher nicht bei Mappus oder den anderen CDU/CSU-MinPräs...

reggaetyp schrieb:

Mittelfristig hat das Angela Merkel ja m.W. nicht weitergeholfen.
     


Was verstehst Du denn unter mittelfristig?

Vor Fukushima lag die Union bei ca. 36 % in den Umfragen, die FDP bei 5-6 und die Grünen bei 15-18 % , wenige Wochen später lag die Union bei ca. 30 % , die FDP bei 3-4 und die Grünen bei 27-28 %

Zwei Jahre später lag die Union bei 41,5 % bei der BTW. Also mittelfristig würde ich mit den 2 Jahren schon ansehen.
Außer Du meinst nach 2015... Aber das hatte dann andere Gründe.
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Merkel hat ein unglaubliches Gespür für Machtfragen und spürte eben, dass sich hier Atomkraftgegner-Bewegung 2.0 nur mit den Möglichkeiten des Internets formierte. Das wäre zu gefährlich gewesen. Da ging es nicht um poplige Landtagswahlen, jedenfalls nicht nur. Ohne dieses Gespür und den Sinn für Strategie hätte sie es auch nicht ganz nach oben geschafft, damals.
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Einfach mal zum Nachdenken, hier eine Statistik, wie viele Menschen aufgrund welcher Energiegewinnung sterben und wie viel diese zum Klimakollaps beiträgt:

https://ourworldindata.org/safest-sources-of-energy

https://ourworldindata.org/grapher/death-rates-from-energy-production-per-twh

Und ja, da sind Fukushima & Chernobyl mit bei.

Rein von den Daten hat Fukushima das Leben von Deutschen gekostet, da wir wieder auf Kohle umgestiegen sind.
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Einfach mal zum Nachdenken, hier eine Statistik, wie viele Menschen aufgrund welcher Energiegewinnung sterben und wie viel diese zum Klimakollaps beiträgt:

https://ourworldindata.org/safest-sources-of-energy

https://ourworldindata.org/grapher/death-rates-from-energy-production-per-twh

Und ja, da sind Fukushima & Chernobyl mit bei.

Rein von den Daten hat Fukushima das Leben von Deutschen gekostet, da wir wieder auf Kohle umgestiegen sind.
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das leben von deutschen hat gekostet, dass wir erneuerbare nicht schnell genug ausgebaut haben, es wird nachwievor aktiv gebremst.

kleines gedankenspiel zu nukulare energie als loesungsbeitrag fuer den klimawandel (nicht neu, sondern uralt):

aktueller anteil akw an der weltweiten stromerzeugung: 10%
aktuelle zahl aktiver akws: ca 440
damit kernenergie einen signifikanten beitrag beim klimawandel erreicht, kann man durchaus mit einem ziel von 30% anteil kalkulieren, was eine verdreifachung der anzahl der akws bedeuten wuerde (untervernachlaessigung der tatsache, dass viele akws bald das ende ihrer laufzeit erreichen werden).

Wir muessten also 880 neue AKWs bauen, um einen signifikanten beitrag zur verhinderung des klimawandels zu leisten und das ist noch geschoent, weil wir ausser acht gelassen haben, wieviele kraftwerke stillgelegt werden.

selbst wenn wir jetzt anfangen zu planen und zu bauen, wird nicht zu erwarten sein, dass innerhalb der naechsten 10 jahre nur eines dieser 880 an den start geht, das ist zu spaet.

dann haben die dinger eine laufzeit von 40-50 jahren, vertragen sich nicht mit alternativer stromerzeugung, produzieren abfall, wofuer wir noch nicht den hauch einer loesung haben.

ich muss nicht darueber reden, dass eine verdreifachung der anzahl der akws auch das risiko eines schweren unfalls erhoeht.

es ist keine loesung, es war keine vor 10 jahren, war keine vor 20 und ist erst recht heute keine loesung.

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das leben von deutschen hat gekostet, dass wir erneuerbare nicht schnell genug ausgebaut haben, es wird nachwievor aktiv gebremst.

kleines gedankenspiel zu nukulare energie als loesungsbeitrag fuer den klimawandel (nicht neu, sondern uralt):

aktueller anteil akw an der weltweiten stromerzeugung: 10%
aktuelle zahl aktiver akws: ca 440
damit kernenergie einen signifikanten beitrag beim klimawandel erreicht, kann man durchaus mit einem ziel von 30% anteil kalkulieren, was eine verdreifachung der anzahl der akws bedeuten wuerde (untervernachlaessigung der tatsache, dass viele akws bald das ende ihrer laufzeit erreichen werden).

Wir muessten also 880 neue AKWs bauen, um einen signifikanten beitrag zur verhinderung des klimawandels zu leisten und das ist noch geschoent, weil wir ausser acht gelassen haben, wieviele kraftwerke stillgelegt werden.

selbst wenn wir jetzt anfangen zu planen und zu bauen, wird nicht zu erwarten sein, dass innerhalb der naechsten 10 jahre nur eines dieser 880 an den start geht, das ist zu spaet.

dann haben die dinger eine laufzeit von 40-50 jahren, vertragen sich nicht mit alternativer stromerzeugung, produzieren abfall, wofuer wir noch nicht den hauch einer loesung haben.

ich muss nicht darueber reden, dass eine verdreifachung der anzahl der akws auch das risiko eines schweren unfalls erhoeht.

es ist keine loesung, es war keine vor 10 jahren, war keine vor 20 und ist erst recht heute keine loesung.

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Danke.

Es ist eine weit verbreitete Schutzbehauptung der Atomlobby, die Kernkraft sei die Antwort auf den Klimawandel.
Nein, ist es nicht. Nur der Ausbau der regenerativen Energien ist es. Und da, da hast du vollkommen recht, wird immer noch massiv gebremst. PV-Erträge werden gedeckelt, die Vergütung erfolgt zu einem Drittel (!) des aktuellen Strompreises, Speichertechnologien, die es lange schon gibt, werden ignoriert oder nicht gefördert, dito Hebeanlagen an den zahllosen Schleusen, die es in D gibt (Wasserkraft), und die Windenergieförderung ist ein einziges Desaster. Bei Einfamilienhäusern ist die Liste der zu erfüllenden Vorgaben (von Brandschutz bis zur völligen Wärmeisolierung) ellenlang, eine PV-Verpflichtung dagegen gibt es nicht.

Wir könnten schon lange 100 % regenerativ arbeiten. Die schnell reagierenden Gaskraftwerke könnten zur Spannungssicherung in Reserve gehalten werden, Kohle vollkommen verschwinden.

Keine Ahnung, was es da überhaupt noch zu diskutieren gibt.
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das leben von deutschen hat gekostet, dass wir erneuerbare nicht schnell genug ausgebaut haben, es wird nachwievor aktiv gebremst.

kleines gedankenspiel zu nukulare energie als loesungsbeitrag fuer den klimawandel (nicht neu, sondern uralt):

aktueller anteil akw an der weltweiten stromerzeugung: 10%
aktuelle zahl aktiver akws: ca 440
damit kernenergie einen signifikanten beitrag beim klimawandel erreicht, kann man durchaus mit einem ziel von 30% anteil kalkulieren, was eine verdreifachung der anzahl der akws bedeuten wuerde (untervernachlaessigung der tatsache, dass viele akws bald das ende ihrer laufzeit erreichen werden).

Wir muessten also 880 neue AKWs bauen, um einen signifikanten beitrag zur verhinderung des klimawandels zu leisten und das ist noch geschoent, weil wir ausser acht gelassen haben, wieviele kraftwerke stillgelegt werden.

selbst wenn wir jetzt anfangen zu planen und zu bauen, wird nicht zu erwarten sein, dass innerhalb der naechsten 10 jahre nur eines dieser 880 an den start geht, das ist zu spaet.

dann haben die dinger eine laufzeit von 40-50 jahren, vertragen sich nicht mit alternativer stromerzeugung, produzieren abfall, wofuer wir noch nicht den hauch einer loesung haben.

ich muss nicht darueber reden, dass eine verdreifachung der anzahl der akws auch das risiko eines schweren unfalls erhoeht.

es ist keine loesung, es war keine vor 10 jahren, war keine vor 20 und ist erst recht heute keine loesung.

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Xaver08 schrieb:

das leben von deutschen hat gekostet, dass wir erneuerbare nicht schnell genug ausgebaut haben, es wird nachwievor aktiv gebremst.



Das ist richtig, andererseits muss man schon sagen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien jetzt auch kein absoluter Fehlschlag war.
Ich habe 2001 im 9. Schuljahr (hihihi) in Physik ein 20-minütiges Referat zu den erneuerbaren Energien gehalten und kann mich noch erinnern, wie die damals bei einem Anteil von 6, 7 % am Strom hierzulande davon geredet haben, dass man doch bald 15 % oder 20 % erreichen wolle. Dazu gab es dann noch ein Ziel von 35 % Anteil bis 2020.
Wir hatten letztes Jahr einen Anteil von 46 %.

Wir haben also diese Zielmarke deutlich überschritten. Passiert ja selten genug.
Dass die Zielmarke vllt. zu niedrig war, steht auf nem anderen Blatt.

Aber ich glaub, für das Thema gabs nen Extra-Thread.
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das leben von deutschen hat gekostet, dass wir erneuerbare nicht schnell genug ausgebaut haben, es wird nachwievor aktiv gebremst.

kleines gedankenspiel zu nukulare energie als loesungsbeitrag fuer den klimawandel (nicht neu, sondern uralt):

aktueller anteil akw an der weltweiten stromerzeugung: 10%
aktuelle zahl aktiver akws: ca 440
damit kernenergie einen signifikanten beitrag beim klimawandel erreicht, kann man durchaus mit einem ziel von 30% anteil kalkulieren, was eine verdreifachung der anzahl der akws bedeuten wuerde (untervernachlaessigung der tatsache, dass viele akws bald das ende ihrer laufzeit erreichen werden).

Wir muessten also 880 neue AKWs bauen, um einen signifikanten beitrag zur verhinderung des klimawandels zu leisten und das ist noch geschoent, weil wir ausser acht gelassen haben, wieviele kraftwerke stillgelegt werden.

selbst wenn wir jetzt anfangen zu planen und zu bauen, wird nicht zu erwarten sein, dass innerhalb der naechsten 10 jahre nur eines dieser 880 an den start geht, das ist zu spaet.

dann haben die dinger eine laufzeit von 40-50 jahren, vertragen sich nicht mit alternativer stromerzeugung, produzieren abfall, wofuer wir noch nicht den hauch einer loesung haben.

ich muss nicht darueber reden, dass eine verdreifachung der anzahl der akws auch das risiko eines schweren unfalls erhoeht.

es ist keine loesung, es war keine vor 10 jahren, war keine vor 20 und ist erst recht heute keine loesung.

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Xaver08 schrieb:

es ist keine loesung, es war keine vor 10 jahren, war keine vor 20 und ist erst recht heute keine loesung.


Aber die Aufstockung von Kohle, der Raubbau und Vernichtung der Umwelt durch "Biomasse", die Vernichtung der Natur durch Pipelines inkl. Geopolitischen Spannungen ist eine Lösung?

Nehmen wir als Beispiel Texas, alles fällt aus, es gibt transportable Mini-AKWs, die hätten Leben retten können.

Und noch mal, es ist erstaunlich, dass wir eine x-fache Anzahl an Toten akzeptieren und nicht mal drüber reden.
Auch Gas und Biomasse tötet mehr Menschen als Atomkraft.
Das ist keine Meinung, sondern es sind Fakten.

Die Unfähigkeit ein Endlager zu schaffen ist politisch, nicht mehr technisch.
Und mit den Langzeitschäden, da ist es erstaunlich, dass wir keine Probleme haben unsere Meere für Jahrhunderte mit Tonnen über Tonnen mit Plastik voll zu packen.

Wir haben es versäumt eine faktenbasierte, gesunde Diskussion zu führen. Wie wir welche Technologien nutzen können.
Wie bei Corona haben Ideologien den Diskurs bestimmt.

Der Kohle-Rücksturz hat Leben gekostet.
Aber darüber reden wir nicht.

Für mich war nur wichtig aufzuzeigen, dass wir aufhören müssen nach Doktrinen zu denken.

Sondern, wie wir aktuell es eben nicht tun, wirklich auf die Zahlen schauen und die richtigen Schlüsse ziehen.

Dass Atomkraft in unserem Land keine Rolle mehr spielen wird, ist auch absolut klar.

Gegen den Klimakollaps wird es aber keinen Impfstoff geben.
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Xaver08 schrieb:

es ist keine loesung, es war keine vor 10 jahren, war keine vor 20 und ist erst recht heute keine loesung.


Aber die Aufstockung von Kohle, der Raubbau und Vernichtung der Umwelt durch "Biomasse", die Vernichtung der Natur durch Pipelines inkl. Geopolitischen Spannungen ist eine Lösung?

Nehmen wir als Beispiel Texas, alles fällt aus, es gibt transportable Mini-AKWs, die hätten Leben retten können.

Und noch mal, es ist erstaunlich, dass wir eine x-fache Anzahl an Toten akzeptieren und nicht mal drüber reden.
Auch Gas und Biomasse tötet mehr Menschen als Atomkraft.
Das ist keine Meinung, sondern es sind Fakten.

Die Unfähigkeit ein Endlager zu schaffen ist politisch, nicht mehr technisch.
Und mit den Langzeitschäden, da ist es erstaunlich, dass wir keine Probleme haben unsere Meere für Jahrhunderte mit Tonnen über Tonnen mit Plastik voll zu packen.

Wir haben es versäumt eine faktenbasierte, gesunde Diskussion zu führen. Wie wir welche Technologien nutzen können.
Wie bei Corona haben Ideologien den Diskurs bestimmt.

Der Kohle-Rücksturz hat Leben gekostet.
Aber darüber reden wir nicht.

Für mich war nur wichtig aufzuzeigen, dass wir aufhören müssen nach Doktrinen zu denken.

Sondern, wie wir aktuell es eben nicht tun, wirklich auf die Zahlen schauen und die richtigen Schlüsse ziehen.

Dass Atomkraft in unserem Land keine Rolle mehr spielen wird, ist auch absolut klar.

Gegen den Klimakollaps wird es aber keinen Impfstoff geben.
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SemperFi schrieb:

Aber die Aufstockung von Kohle, der Raubbau und Vernichtung der Umwelt durch "Biomasse", die Vernichtung der Natur durch Pipelines inkl. Geopolitischen Spannungen ist eine Lösung?


die alternative dazu habe ich vorhin aufgefuehrt, du ziehst vor das zu ignorieren.

in texas haette es gereicht, ein stabileres netz zu haben. da brauchen wir keine fahrbaren miniakws, das ist mit kanonen nach spatzen geschossen.

kernenergie gibt es seit jahrzehnten. in den jahrzehnten in denen es kernenergie gibt, ist sie immer teurer geworden.

in den jahrzehnten, in denen es kernenergie gibt, wurde uns immer wieder das inhaerent sichere kraftwerk versprochen, bzw es wurde uns immer versprochen, in 10 jahrenm, da gibt es es wirklich.
kleiner spoiler, es gibt bis heute noch keins. aber aktuell wird wieder viel versprochen.

SemperFi schrieb:

Sondern, wie wir aktuell es eben nicht tun, wirklich auf die Zahlen schauen und die richtigen Schlüsse ziehen.


ich habe auf die zahlen geschaut, es aufgeschrieben. du hast vorgezogen das zu ignorieren.

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Nur um es nochmal klar zu stellen, ich bin absolut kein Freund von Atomkraft, dazu kann ich mich zu genau an den Tag von Tschernobyl erinnern und die Folgen.

Ich sehe die Zukunft der Atomkraft im wissenschaftlichen Bereich, im Einsatz in der Raumfahrt oder eben als Notfallmechanismus, dass nach einer Katastrophe oder aus anderen Gründen ein mobiler Reaktor den Wideraufbau von Infrastruktur und Sicherstellung von Grundversorgung gewährleistet.
Und da müssen wir halt weg von dem typischen Biblis-Bild, wie ein AKW aussieht.

Wollte ich nur noch mal erwähnt haben, damit eben nicht falsch rüberkommt, was ich sagen wollte.

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SemperFi schrieb:

Aber die Aufstockung von Kohle, der Raubbau und Vernichtung der Umwelt durch "Biomasse", die Vernichtung der Natur durch Pipelines inkl. Geopolitischen Spannungen ist eine Lösung?


die alternative dazu habe ich vorhin aufgefuehrt, du ziehst vor das zu ignorieren.

in texas haette es gereicht, ein stabileres netz zu haben. da brauchen wir keine fahrbaren miniakws, das ist mit kanonen nach spatzen geschossen.

kernenergie gibt es seit jahrzehnten. in den jahrzehnten in denen es kernenergie gibt, ist sie immer teurer geworden.

in den jahrzehnten, in denen es kernenergie gibt, wurde uns immer wieder das inhaerent sichere kraftwerk versprochen, bzw es wurde uns immer versprochen, in 10 jahrenm, da gibt es es wirklich.
kleiner spoiler, es gibt bis heute noch keins. aber aktuell wird wieder viel versprochen.

SemperFi schrieb:

Sondern, wie wir aktuell es eben nicht tun, wirklich auf die Zahlen schauen und die richtigen Schlüsse ziehen.


ich habe auf die zahlen geschaut, es aufgeschrieben. du hast vorgezogen das zu ignorieren.

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Xaver08 schrieb:

ich habe auf die zahlen geschaut, es aufgeschrieben. du hast vorgezogen das zu ignorieren.



442 Reaktoren, 391 GW Leistung, macht grob 0,88 GW pro Kraftwerk.
Neue Reaktoren können das doppelte und theoretisch sogar mehr erreichen, ergo ist deine Rechnung falsch.

Xaver08 schrieb:

kernenergie gibt es seit jahrzehnten. in den jahrzehnten in denen es kernenergie gibt, ist sie immer teurer geworden.



Energie ist teurer geworden, wirklich?
Hier spare ich mir mal meinen Kommentar, Energiepreise in D sind noch mal ein ganz anderes Fass.

Xaver08 schrieb:

in texas haette es gereicht, ein stabileres netz zu haben. da brauchen wir keine fahrbaren miniakws, das ist mit kanonen nach spatzen geschossen.



Ja, hatten sie aber nicht.
Und ist das dein Argument für jede Naturkatastrophe wo schnelle Energie für viele Menschen Leben retten könnte?

Und wieso ist ein Kraftwerk ausgelegt für 10.000 Menschen mit Kanonen nach Spatzen geschossen, wenn es 10.000 Menschen im Notfall versorgt?

Das musst du mir mal erklären.

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Xaver08 schrieb:

ich habe auf die zahlen geschaut, es aufgeschrieben. du hast vorgezogen das zu ignorieren.



442 Reaktoren, 391 GW Leistung, macht grob 0,88 GW pro Kraftwerk.
Neue Reaktoren können das doppelte und theoretisch sogar mehr erreichen, ergo ist deine Rechnung falsch.

Xaver08 schrieb:

kernenergie gibt es seit jahrzehnten. in den jahrzehnten in denen es kernenergie gibt, ist sie immer teurer geworden.



Energie ist teurer geworden, wirklich?
Hier spare ich mir mal meinen Kommentar, Energiepreise in D sind noch mal ein ganz anderes Fass.

Xaver08 schrieb:

in texas haette es gereicht, ein stabileres netz zu haben. da brauchen wir keine fahrbaren miniakws, das ist mit kanonen nach spatzen geschossen.



Ja, hatten sie aber nicht.
Und ist das dein Argument für jede Naturkatastrophe wo schnelle Energie für viele Menschen Leben retten könnte?

Und wieso ist ein Kraftwerk ausgelegt für 10.000 Menschen mit Kanonen nach Spatzen geschossen, wenn es 10.000 Menschen im Notfall versorgt?

Das musst du mir mal erklären.

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Semper, es gibt doch inzwischen ganz andere Technologien, Zwischenfälle im Stromnetz zu meistern und Engpässe zu überwinden. All diese Technologien, genau wie die längst überfällige und dringend notwendige Dezentralisierung der Energieversorgung geht aber zu Lasten der großen Konzerne. Und was die für eine Macht haben, haben wir bei den Verhandlungen um die Endlagerung und den endgültigen Atomausstieg gesehen.

Beispiel: nachdem sie bei der Atomkraft ihre Felle davonschwimmen sahen, haben sich die Konzerne auf die regenerativen Energien gestürzt. Allerdings nach der Maßgabe: wenn das jemand macht, dann nur wir! Und zu unseren Preisen und Bedingungen!
Und so ist es gekommen. Private Versorger werden abgewürgt, Selbstversorger beschnitten und mit Auflagen überzogen. Ich selbst habe eine ziemlich große PV-Anlage, ich weiß, wovon ich spreche. Zisternenbesitzer wissen es auch.

Man mag sich gar nicht vorstellen, wie unser Off-shore-Windkraftsystem einer Krise oder einem Konfliktfall standhalten soll. Obwohl, und das ist bewiesen, eine dezentrale Versorgung angesichts der neuen Speichertechnologien möglich ist. Stattdessen ziehen wir einen Süd-Link in mehreren Riesentrassen durch unser Land und machen uns abhängig von leicht angreif- und ausschaltbaren Windkraftanlagen in der Nordsee.

So sieht sie aus, die Energiewende. Ein paar verdienen wieder, für den Rest bleibt alles beim alten.
Und @Werner: ja, du hast vollkommen recht. Aber erstens war der Ausstieg-vom-Ausstieg-vom-Ausstieg mitverantwortlich für den rasanten Anstieg der reg-Energien. Und zweitens hat man sich dabei wieder in die Hand der Konzerne begeben. Ein Phyrrhussieg.
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Xaver08 schrieb:

ich habe auf die zahlen geschaut, es aufgeschrieben. du hast vorgezogen das zu ignorieren.



442 Reaktoren, 391 GW Leistung, macht grob 0,88 GW pro Kraftwerk.
Neue Reaktoren können das doppelte und theoretisch sogar mehr erreichen, ergo ist deine Rechnung falsch.

Xaver08 schrieb:

kernenergie gibt es seit jahrzehnten. in den jahrzehnten in denen es kernenergie gibt, ist sie immer teurer geworden.



Energie ist teurer geworden, wirklich?
Hier spare ich mir mal meinen Kommentar, Energiepreise in D sind noch mal ein ganz anderes Fass.

Xaver08 schrieb:

in texas haette es gereicht, ein stabileres netz zu haben. da brauchen wir keine fahrbaren miniakws, das ist mit kanonen nach spatzen geschossen.



Ja, hatten sie aber nicht.
Und ist das dein Argument für jede Naturkatastrophe wo schnelle Energie für viele Menschen Leben retten könnte?

Und wieso ist ein Kraftwerk ausgelegt für 10.000 Menschen mit Kanonen nach Spatzen geschossen, wenn es 10.000 Menschen im Notfall versorgt?

Das musst du mir mal erklären.

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SemperFi schrieb:


442 Reaktoren, 391 GW Leistung, macht grob 0,88 GW pro Kraftwerk.
Neue Reaktoren können das doppelte und theoretisch sogar mehr erreichen, ergo ist deine Rechnung falsch.


dann bedeutet es immer noch den neubau von 440 reaktoren, was am gesamtbild nicht viel aendert.

wir haben die zeit nicht.
SemperFi schrieb:

Energie ist teurer geworden, wirklich?
Hier spare ich mir mal meinen Kommentar, Energiepreise in D sind noch mal ein ganz anderes Fass.


dein verweis auf die energiepreise in d l'sst vermuten, dass du ueber den strompreis beim endkunden redest, das ist in der tat nochmal ein anderes fass.

aber es geht darum, was das installierte gw kostet.

da zeigt bei kernenergie die kurve nach oben und bei regenerativen nach unten.

SemperFi schrieb:

Ja, hatten sie aber nicht.



sie hatten aber auch keinen kleinen tragbaren kernreaktor, weil es keinen gibt, worueber ich ganz froh bin, sie haben ja noch nicht mal die grossen im griff. nicht auszudenken, wenn die jeder hinz und kunz in der gegend rumtragen koennte.

waehrend es kein problem waere, das grid und die infrastuktur in texas wintersicher zu machen, da wie man unschwer erkennen kann es weiter im norden der usa wo es deutlich kaelter wird, in der regel auch funktioniert, muesste man dieses wunderwerk der kernenergie erst entwickeln.

das meinte ich damit, dass es mit kanonen nach spaetzen geschossen ist.
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SemperFi schrieb:


442 Reaktoren, 391 GW Leistung, macht grob 0,88 GW pro Kraftwerk.
Neue Reaktoren können das doppelte und theoretisch sogar mehr erreichen, ergo ist deine Rechnung falsch.


dann bedeutet es immer noch den neubau von 440 reaktoren, was am gesamtbild nicht viel aendert.

wir haben die zeit nicht.
SemperFi schrieb:

Energie ist teurer geworden, wirklich?
Hier spare ich mir mal meinen Kommentar, Energiepreise in D sind noch mal ein ganz anderes Fass.


dein verweis auf die energiepreise in d l'sst vermuten, dass du ueber den strompreis beim endkunden redest, das ist in der tat nochmal ein anderes fass.

aber es geht darum, was das installierte gw kostet.

da zeigt bei kernenergie die kurve nach oben und bei regenerativen nach unten.

SemperFi schrieb:

Ja, hatten sie aber nicht.



sie hatten aber auch keinen kleinen tragbaren kernreaktor, weil es keinen gibt, worueber ich ganz froh bin, sie haben ja noch nicht mal die grossen im griff. nicht auszudenken, wenn die jeder hinz und kunz in der gegend rumtragen koennte.

waehrend es kein problem waere, das grid und die infrastuktur in texas wintersicher zu machen, da wie man unschwer erkennen kann es weiter im norden der usa wo es deutlich kaelter wird, in der regel auch funktioniert, muesste man dieses wunderwerk der kernenergie erst entwickeln.

das meinte ich damit, dass es mit kanonen nach spaetzen geschossen ist.
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@Xaver

Nochmal, da ich glaube, dass du mich immer noch nicht verstehst.

Mir ging es um drei Dinge.

1. Die Fukushima Diskussion in Deutschland war Bullshit, ungerechtfertigte Überreaktionen mit falschen Schlüssen

2. Natürlich kann und darf die Zukunft der Ernergiegewinnung bis auf kleine Ausnahmen nur auf regenerativen Energien (Wind/Solar) basieren, es ging mir wirklich niemals darum Atomkraft als Lösung für den Klimakollaps darzustellen, sondern als Wissenschaft, die ihren Nutzen und ihre Einsatzgebiete haben kann

3. Ein pauschales Verteufeln einer Technologie kann und darf nicht dazu führen mögliche Einsatzgebiete und Punkte, wo es unterstützend eingesetzt werden kann zu ignorieren

Und es gibt bereits mobile Nuklearreaktoren:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Akademik_Lomonossow

Die USA werden in einigen Jahren noch kleinere bauen, (natürlich auch militärisch motiviert...
Hat Vorteile Stützpunkte aus dem Nichts mit mehr als ausreichend Energie zu versorgen)
Die Frage ist nicht ob, sondern wann.
https://www.thedrive.com/the-war-zone/38687/white-house-accelerates-development-of-mini-nuclear-reactors-for-space-and-the-battlefield

Diese Entwicklung zu ignorieren, lässt die SMRs ja nicht verschwinden, aber wenn die Technik da ist, dann sollte man sie für was gescheites Nutzen.

Und gerne zum 12ten Mal, mir ging es niemals, niemals, niemals darum Atomkraft als Heilsbringer, Flächenlösung oder sonstwas zu verkaufen, sondern wirklich darum wie bescheuert wir aufgrund von Fukushima und richtig ekelhafter Lobbyarbeit einen Diskurs in unserem Land geführt haben.
(Und wir machens aktuell ja wieder bei Corona)

Wir wussten damals fast alles, was wir heute wissen und die Diskussion und die Schritte hätten andere sein müssen (natürlich mit dem Komplettausstieg aus der Atomkraft als klar definiertem Ziel)

Unsere Lösung auf Fukushima war Kohle und das war damals falsch, ist heute falsch und wird eben auch aufgrund der Zahlen immer falsch bleiben, da dadurch mehr Menschen gestorben sind, mehr Geld verbrannt wurde und es für die Umwelt schädlicher war als ein geregelter direkter Umstieg von Atomkraft auf regerative Energien mit entsprechendem Schmackes dahinter (der Schmackes, den wir lieber in die Zukunftstechnologie  Kohle gesteckt haben)


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