Sollte man Griechenland helfen [Verschuldungs- und Haftungskrise in der Euro-Zone]

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Wenn ich es richtig verstanden sind es mehr als 100 Milliarden was Griechenland wohl braucht.

Ist es vernünftig Griechenland zu helfen? Und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass andere Länder folgen werden.

Gruß Afrigaaner
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Die Frage ist ja nicht ob, sondern wie.
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ich bräucht mal 10.000 euro..hat mal jemand die telefonnummer von der angie?
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Brady schrieb:
ich bräucht mal 10.000 euro..hat mal jemand die telefonnummer von der angie?
Ist das wieder mal nur so ein Spruch oder willst du damit etwas aussagen?
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Das verbietet der Vertrag über die Währungsunion.  Gemeinhin sollte man sich an das halten was man mal beschlossen hat.
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Brady schrieb:
ich bräucht mal 10.000 euro..hat mal jemand die telefonnummer von der angie?


So kommt es einen vor.
Also wenn Brady oder ich mit unserem Geld nicht haushalten können, dann stoppt uns die Bank recht schnell.

Als dummer Zeitgenosse frage ich mich, konnte man das nicht vorhersehen.
Und warum sollte man helfen. Um den Euro zu retten? Ich denke den wird es mit oder ohne Griechenland geben.

Gruß Afrigaaner
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HeinzGründel schrieb:
Das verbietet der Vertrag über die Währungsunion.  Gemeinhin sollte man sich an das halten was man mal beschlossen hat.


Ist es aber nicht so, dass sich die den Beitritt erschlichen haben. Das die Zahlen so nicht gestimmt haben. Die Frage ist für mich, wären die Griechen ohne Manipulation rein gekommen?

Gruß Afrigaaner  
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Afrigaaner schrieb:
Brady schrieb:
ich bräucht mal 10.000 euro..hat mal jemand die telefonnummer von der angie?


So kommt es einen vor.
Also wenn Brady oder ich mit unserem Geld nicht haushalten können, dann stoppt uns die Bank recht schnell.

Als dummer Zeitgenosse frage ich mich, konnte man das nicht vorhersehen.
Und warum sollte man helfen. Um den Euro zu retten? Ich denke den wird es mit oder ohne Griechenland geben.

Gruß Afrigaaner  
Wenn es Deutschland zu teuer wird, oder man nicht für in Not geratene Mitgliedsstaaten der EU mit aufkommen will, kann es ja aus der Eurozone bzw. der EU austreten. So einfach ist das. Deutschland wird nicht dazu gezwungen in einer "Solidargemeinschaft" organisiert zu sein.

Der Vergleich mit euch als Privatpersonen ist hanebüchen.
Da müsste man das eher mit einer Familie vergleichen: Wenn unsere Frauen oder Kinder Geldprobleme haben, sollten wir denen dann helfen?
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Ja, natürlich ist das so Ralf. Und die Politik hat dies über Jahre hinweg geduldet. Die Märkte halt nicht.
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yeboah1981 schrieb:
Wenn es Deutschland zu teuer wird, oder man nicht für in Not geratene Mitgliedsstaaten der EU mit aufkommen will, kann es ja aus der Eurozone bzw. der EU austreten. So einfach ist das.


Ganz so einfach ist es nicht.
Dieser Kommentar in der FR erklärt es ganz gut.

Generell geht mir das auf den Sack, wie selbstsüchtig viele sind.
Aber das ist ja nichts Neues.
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sie eiserne Lady hat es noch schlimmer gemacht :

aus Godemode Trader einem sicher nicht linken Anlegerportal:

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben ….

Die EU hat in den letzten Wochen seit März immer wieder Lösungsvorschläge vorgelegt, denen grundsätzlich zugestimmt wurde. Anschließend kam es von deutscher Seite regelmäßig zu Nachverhandlungen oder neuen Anforderungen.

Die deutsche Boulevardpresse feierte unsere "Angie" ab und machte auf einem Niveau Stimmung gegen Griechenland, das einen sachlichen Diskurs erheblich erschwerte. So ein bißchen "Basta"-Politik macht sich am Stammtisch in NRW gut.

Per März wäre es voraussichtlich mit dem Schwur ausreichend gewesen, der Spekulationswelle Einhalt zu gebieten.

Mit dem Zögern und Zaudern durch unsere eiserne "Angie" wird es nun teuer. Erstens werden wir um die Hilfestellung in realem Kredit nicht herumkommen. Darüber hinaus haben die deutschen Verhaltensweisen die Spekulation gegen Portugal und Spanien angefacht.

Wir verweisen auf die oben abgebildeten Verschuldungsdaten, die verdeutlichen, daß weder Portugal noch Spanien in den "Beritt" Staatsbankrott gehören.

Das portugiesische und spanische Feuer nun mit Worten zu beschwichtigen, wird nicht leicht sein. Es kann sogar sehr teuer sein. Stammtischen zu folgen, hat offensichtlich einen hohen Preis.



Quelle :

http://www.godmode-trader.de/nachricht/Die-ersten-Dominosteine-fallen-danke-Deutschland-Angie-Guido-Euro-Dollar,a2153969,b605.html
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reggaetyp schrieb:
yeboah1981 schrieb:
Wenn es Deutschland zu teuer wird, oder man nicht für in Not geratene Mitgliedsstaaten der EU mit aufkommen will, kann es ja aus der Eurozone bzw. der EU austreten. So einfach ist das.


Ganz so einfach ist es nicht.
Dieser Kommentar in der FR erklärt es ganz gut.

Generell geht mir das auf den Sack, wie selbstsüchtig viele sind.
Aber das ist ja nichts Neues.

Den hatte ich auch gelesen.  
Zu den Konsequenzen eines Austritts habe ich doch gar nichts geschrieben.
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Sicherlich braucht Griechenland auch etwas Hilfe von aussen, aber in erster Linie müssen sie sich selbst helfen. Ohne Einsparungen und die Bekämpfung der Korruption wird es dieser Staat sonst mehr als nur schwer haben.
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Die Debatte erinnert an Hartz IV, Junkies, Arbeitslose:
Warum soll ich mit meinem Geld jemand helfen, der nicht arbeiten will, drogensüchtig ist oder in der sozialen Hängematte liegt?

Am besten einfach raus aus allen Solidargemeinschaften. Dem Penner (oder Griechen) einen Tritt geben, den Schwachen auslachen und sich selbst überlassen und das eigene Süppchen kochen.

Das Elend ist selbsverschuldet? Dann sieh auch zu, wie du aus der Scheiße wieder rauskommst. Ist nicht mein Problem.
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yeboah1981 schrieb:
Afrigaaner schrieb:
Brady schrieb:
ich bräucht mal 10.000 euro..hat mal jemand die telefonnummer von der angie?


So kommt es einen vor.
Also wenn Brady oder ich mit unserem Geld nicht haushalten können, dann stoppt uns die Bank recht schnell.

Als dummer Zeitgenosse frage ich mich, konnte man das nicht vorhersehen.
Und warum sollte man helfen. Um den Euro zu retten? Ich denke den wird es mit oder ohne Griechenland geben.

Gruß Afrigaaner  
Wenn es Deutschland zu teuer wird, oder man nicht für in Not geratene Mitgliedsstaaten der EU mit aufkommen will, kann es ja aus der Eurozone bzw. der EU austreten. So einfach ist das. Deutschland wird nicht dazu gezwungen in einer "Solidargemeinschaft" organisiert zu sein.

Der Vergleich mit euch als Privatpersonen ist hanebüchen.
Da müsste man das eher mit einer Familie vergleichen: Wenn unsere Frauen oder Kinder Geldprobleme haben, sollten wir denen dann helfen?



Nein...denn wenn "Frau und Kind zu Hause hungern, tun wir Maenner in der Kneipe lungern" (Quelle: Dimple Minds)

ernsthaft: Du hast recht. Man kann (møglicherweise leider) nicht einfach sagen, nun schaut mal wie ihr selber klarkommt. Das hat auch mit unserer Stabilitaet zu tun.
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Afrigaaner schrieb:
Brady schrieb:
ich bräucht mal 10.000 euro..hat mal jemand die telefonnummer von der angie?


So kommt es einen vor.
Also wenn Brady oder ich mit unserem Geld nicht haushalten können, dann stoppt uns die Bank recht schnell.

Als dummer Zeitgenosse frage ich mich, konnte man das nicht vorhersehen.
Und warum sollte man helfen. Um den Euro zu retten? Ich denke den wird es mit oder ohne Griechenland geben.

Gruß Afrigaaner  


Brady ist allerdings aus Sicht der EU nicht "Systemrelevant"...Vorhersehen? Eher nein, die Zahlen wurden ja jahrelang geschönt und man wollte die Gefahren nicht sehen. Schöne heile Welt. Und bei Griechenland wirds nicht bleiben. Die nächsten Südeuropäer stehen schon in der Schlange. Die haben jahrelang halt über Ihre Verhältnisse gelebt und ohne Bestechung funktioniert da gar nix. Gut, wer im Glashaus sitzt und so, wir sollten da nicht mit dem Zeigefinger auf die Griechen deuten. Die Frage ist halt, welche Alternative gibt es zu der Rettung durch Notkredite? mMn keine. Soll Griechenland aus der EU aussteigen? Vielleicht, einige hochdotierte Professoren haben das ja schon vorgeschlagen. Ich befürchte da eher eine Sogwirkung ohne Gleichen mit Einfluss nicht nur auf den Euro sondern auf unser aller täglichen Leben..
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dawiede schrieb:

ernsthaft: Du hast recht. Man kann (møglicherweise leider) nicht einfach sagen, nun schaut mal wie ihr selber klarkommt. Das hat auch mit unserer Stabilitaet zu tun.  

Die Fragen ist aber doch...wie lange können wir anderen überhaupt noch helfen? Erst die Banken....jetzt Griechenland...dann Spanien...Italien...

Ich frag mich halt....wer hilft uns mal wenns und mal dreckig gehen sollte...ist ja quasi keine mehr da der helfen könnte...weil sie selbst alle Probleme haben...

So lang wir helfen können...gerne...aber irgendwann ist halt auch bei uns mal das Ende der Fahnenstange erreicht oder hab ich da nen Denkfehler?
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Brady schrieb:
dawiede schrieb:

ernsthaft: Du hast recht. Man kann (møglicherweise leider) nicht einfach sagen, nun schaut mal wie ihr selber klarkommt. Das hat auch mit unserer Stabilitaet zu tun.  

Die Fragen ist aber doch...wie lange können wir anderen überhaupt noch helfen? Erst die Banken....jetzt Griechenland...dann Spanien...Italien...

Ich frag mich halt....wer hilft uns mal wenns und mal dreckig gehen sollte...ist ja quasi keine mehr da der helfen könnte...weil sie selbst alle Probleme haben...

So lang wir helfen können...gerne...aber irgendwann ist halt auch bei uns mal das Ende der Fahnenstange erreicht oder hab ich da nen Denkfehler?


Das wiederum nennt man Kapitalismus.  
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Brady schrieb:
dawiede schrieb:

ernsthaft: Du hast recht. Man kann (møglicherweise leider) nicht einfach sagen, nun schaut mal wie ihr selber klarkommt. Das hat auch mit unserer Stabilitaet zu tun.  

Die Fragen ist aber doch...wie lange können wir anderen überhaupt noch helfen? Erst die Banken....jetzt Griechenland...dann Spanien...Italien...

Ich frag mich halt....wer hilft uns mal wenns und mal dreckig gehen sollte...ist ja quasi keine mehr da der helfen könnte...weil sie selbst alle Probleme haben...

So lang wir helfen können...gerne...aber irgendwann ist halt auch bei uns mal das Ende der Fahnenstange erreicht oder hab ich da nen Denkfehler?


Nein, aber dass das System zum scheitern verurteilt ist, duerfte ja klar sein. Nichts ist unendlich. Es geht nur noch darum, es so lange hinauszuzoegern wie møglich, damit wir unser gewohntes Leben weiterfuehren koennen. Was danach kommt, wissen wir ja net so genau.
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Brady, die Idee der europäischen Schicksals -und Solidargemeinschaft, auch wirtschaftlichen Gemeinschaft, hat uns die deutsche Einheit gebracht, uns zum Exportweltmeister gemacht, Deutschland den bösen Buben der Weltgeschichte eingebunden und gesellschaftstauglich gemacht.
Es ist nicht so, dass wir davon bisher nix gehabt hätten. Wahrscheinlich hat kein Staat bisher so davon profitiert.


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