Bericht vom Vormittagstraining in Abu Dhabi vom 5.1.: Hitziger Seferovic, beständiger Fabián

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Gude aus Dhabi!

Derbydebakel, Pokal-Aue, 17 Punkte, 14. Platz. Vollmundig gestartet, schweigend verprügelt und schmallippig in die Weihnachtspause gerettet. Das geht besser, viel besser. Deshalb ab heute im Angebot: Wintertrainingslager, Emirates Palace, Luxus pur, Marmor und Sonnenschein, Sportbeutelhinterhergetrage. Wenn schon Fahrstuhlmannschaft, dann soll der Aufzug wenigstens aus Gold sein.

Man kackt wieder einmal wie die Großen, zum vierten Mal überwintert Eintracht Frankfurt in Abu Dhabi. Welcher asiatische Markt mag wohl aktuell Interesse haben an einem deutschen Bundesligisten, der sportlich derzeit so wenig zu bieten hat? Vor Ort gibt es wohlig wieder einen Bankett-Empfang mit hiesigen Honorigen und Frankfurter Finanzexperten, was schön zum notorischen Netzwerken ist. Testkicks mögen sportlich in der Vorbereitung werthaltig sein, für die Außendarstellung in Arabien haben sie aber fast keine Relevanz. Da ist es doch ein netter Lichtblick, dass Charly Körbel wieder mit seiner Fußballschule hier ist und den jungen Emiratis und Expats zeigen wird, was sie von einem knorrigen Vorstopper an Ballfertigkeit lernen können.

Nun denn. Die Adler sind gut im Morgenland gelandet, es gab offenbar keine Pass-, Zoll- und Security-Zwischenfälle. Da kann ich etwas anderes berichten und schnell in den heißen Sand von Abu Dhabi einstreuen: Kurz nach Weihnachten war es, Fraport, im Handgepäck als Geschenk einen Eintracht-Toaster (*). Der Röntgenscanner schlug an, auf dem Kontrollmonitor war ein Kasten mit Platinen, Kabeln und die Umrisse des Eintracht-Adlers zu sehen, der bei ordnungsgemäßer Nutzung ins Weißbrot gebrannt wird.
"Ei, was isn des?"
"Ein Eintracht-Toaster."
"Kommse ma mit hiä, Sprengstoffkontroll´!"
Zehn Meter weiter wurde ein Abstrich vom Toaster, meinen Händen und meinem Hemd genommen, der Papierstreifen in ein Analysegerät gesteckt. Warten.
"Neulisch habsch hiä den Eintracht-Tormann von letztä Säsong kontrolliert, wie hießä nochma?!"
"Kevin Trapp?" http://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_76483454/torwart-kevin-trapp-hat-sich-victoria-s-secret-model-geangelt.html
"Rischtisch, dem habsch gesacht: 'Du kommst hier net weg, bevor de mir netn Audogramm gebbe tust."
""
"Nix gefunne, gude Reise und auf ne gude Rückrunde!"

So kamen der Eintracht-Toaster und ich durch den Securitycheck statt auf den Müll und in den Knast. Und so kann ich nun, gut eine Woche später, sehen, wie der prächtige Horst des Emirates Palace für die Adler bereitet ist. Um 11 Uhr Lokalzeit steht das erste Training an. Gleich die erste Strafmaßnahme vom Veh: Die 300 Meter von der frisch bezogenen Nobelsuite zum Trainingsgelände müssen die kickenden Adler per pedes zurücklegen. Skandal, da wird Reiseleiter Rainer Falkenhain die Tage ja wohl noch einen motorisierten Transfer aufgrund dieser unerträglich weiten Strecke für die schlaffen Kicker organisieren können Schließlich werden hier am Persischen Golf selbst kürzeste Wege zum nächsten Dolce&Gabbana-Store oder der Cartier-Filiale mit dem eigenen Protz-SUV oder dem silbernen Toyota-Taxi zurückgelegt.

Seferovic ist schon so geschafft, dass er sein erhitztes Gemüt unter einem Rasensprenger kühlt. Das findet der Platzwart wohl gar nicht lustig und dreht umgehend den Hahn ab. Was natürlich in hämisches Gelächter der Kicker-Kollegen über unseren Sturmtank mündet. Dann wirds ernst: Chef Veh hält zu Beginn des Trainings eine Ansprache an seine im Kreis stehenden Untergebenen, die ergebenst seinen Ausführungen lauschen. Bis auf Zambrano, der ein no-show ist, die alte Vielflieger-Krankheit.

Es folgt ein leichter Aufgalopp der Feldspieler um den Platz, während Torwarttrainer Moppes Petz seine vier Goalies Richtung Kasten dirigiert. "Ganz locker reinkommen!", ermuntert Konditionstrainer Christian Kolodziej die Mannen um Alex Meier nun. Das heisst: über ein paar Stangen trippeln und anschließend den Ball über kurze Entfernungen pöhlen. Zwischendurch wird gestretcht, dann die gleiche Übung, nur mit Diagonalpässchen als neuer Schwierigkeitsstufe. Ein Schwenk zu den Goalies: Auch Hradecky, Lindner, Zummack und Balayev halten den Ball erstmal auffallend flach, rollen sich die Pille über G-Jugend-Entfernung zu. Die Feldspieler machen alsbald Kopfballübungen, um wohl noch die Restmüdigkeit nach der langen Anreise rauszudotzen. Die One-Touch-Pässe danach sehen dann auch gleich viel frischer aus.  

Um 11.25 Uhr steht ein Trainingsspielformat auf 20 mal 30 Meter großem Feld an.

Team Gelb: Aigner, Russ, Meier, Hase, Abraham, Djakpa, Huszti.
Team Weiß: Gerezgiher, Stenda, Kinsombi, Waldschmidt, Rinderknecht, Gacinovic, Ayhan.
Team Rot: Sefe, Oczi, Kittel, Medo, Chandler, Iggy, Fabián.

Mal spielt ein Team gegen zwei andere, dann wieder zwei Teams gegen nur eins Fabián überzeugt in seiner ersten Trainingslagereinheit mit elegantem Standfußball, Ayhan wirkt motiviert und bissig, Husztis Aktionen erinnern an eine wilde Szabolcserei.

Gegen 11.40 Uhr wird das Feld vergrößert und nur noch mit zwei Teams gespielt.

Team Rot: Iggy, Ayhan, Kinsombi, Gaci, Rinderknecht, Medo, Gerezgiher, Stenda, Waldschmidt, Seferovic.
Team Gelb: Chandler, Russ, Abraham, Oczi, Hase, Fabián, Aigner, Djakpa, Huszti, Meier.

Taktische Grundkonstellationen sind aufgrund der Sortierung erkennbar, Kittel spielt mit weißem Trikot eine Sonderrolle. Rinderknecht Ruprecht kommt jetzt schon arg ins Schnaufen, mit seinem rotem Kopp und den roten Haaren sieht er aus wie die Wiedergeburt von Patrick Ochs. Die rechte Seite der Gelben mit Chandler und Aigner funktioniert, ich wage es kaum zu schreiben, für den Augenblick erstaunlich gut.

Zehn Minuten später wird die Spielfläche abermals aufgebläht auf jetzt Dreiviertelgröße. Gerezgiher schnickt den Ball mal elegant mit der Hacke zu Waldschmidt, das ist was für die Galerie. Die Torhüter? Die haben keinen Blick für solche Spielchen, sondern werden zwischenzeitlich doch mal richtig warmgeschossen von Moppes. Balayev fällt dabei mit seinem blauen Kopfschutz auf, der an Petr Cech erinnert. Das ungewöhnliche Outfit muss wohl an seiner aufwenigen Zahn-OP liegen, die ihn sehr lange in der Hinrunde außer Gefecht setzte.

Um 12 Uhr gibts eine Simultanpause beider Trainingsgruppen, dann wird noch zehn Minuten bei immer größerer Hitze weitergeübt. Es folgt eine kurze An- als Absprache von Veh, anschließend hocken sich die Goalies noch ein Weilchen hinters Tor und gucken ihren Kollegen beim Auslaufen zu. Chandler legt sich darnieder, bekommt einen dicken Eisbeutel auf sein rechtes Knie. Hoffentlich nichts schlimmes, damit er wieder auflaufen kann heute nachmittag um 17 Uhr Ortszeit, wenn die zweite Einheit ansteht.

Ma’a salama aus Abu Dhabi,
Enkhaamer

(*) https://shop.eintracht.de/product_info.php?cPath=215_217&products_id=818 - krieg ich jetzt Affiliate-Provision?!
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Gude aus Dhabi!

Derbydebakel, Pokal-Aue, 17 Punkte, 14. Platz. Vollmundig gestartet, schweigend verprügelt und schmallippig in die Weihnachtspause gerettet. Das geht besser, viel besser. Deshalb ab heute im Angebot: Wintertrainingslager, Emirates Palace, Luxus pur, Marmor und Sonnenschein, Sportbeutelhinterhergetrage. Wenn schon Fahrstuhlmannschaft, dann soll der Aufzug wenigstens aus Gold sein.

Man kackt wieder einmal wie die Großen, zum vierten Mal überwintert Eintracht Frankfurt in Abu Dhabi. Welcher asiatische Markt mag wohl aktuell Interesse haben an einem deutschen Bundesligisten, der sportlich derzeit so wenig zu bieten hat? Vor Ort gibt es wohlig wieder einen Bankett-Empfang mit hiesigen Honorigen und Frankfurter Finanzexperten, was schön zum notorischen Netzwerken ist. Testkicks mögen sportlich in der Vorbereitung werthaltig sein, für die Außendarstellung in Arabien haben sie aber fast keine Relevanz. Da ist es doch ein netter Lichtblick, dass Charly Körbel wieder mit seiner Fußballschule hier ist und den jungen Emiratis und Expats zeigen wird, was sie von einem knorrigen Vorstopper an Ballfertigkeit lernen können.

Nun denn. Die Adler sind gut im Morgenland gelandet, es gab offenbar keine Pass-, Zoll- und Security-Zwischenfälle. Da kann ich etwas anderes berichten und schnell in den heißen Sand von Abu Dhabi einstreuen: Kurz nach Weihnachten war es, Fraport, im Handgepäck als Geschenk einen Eintracht-Toaster (*). Der Röntgenscanner schlug an, auf dem Kontrollmonitor war ein Kasten mit Platinen, Kabeln und die Umrisse des Eintracht-Adlers zu sehen, der bei ordnungsgemäßer Nutzung ins Weißbrot gebrannt wird.
"Ei, was isn des?"
"Ein Eintracht-Toaster."
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Zehn Meter weiter wurde ein Abstrich vom Toaster, meinen Händen und meinem Hemd genommen, der Papierstreifen in ein Analysegerät gesteckt. Warten.
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"Nix gefunne, gude Reise und auf ne gude Rückrunde!"

So kamen der Eintracht-Toaster und ich durch den Securitycheck statt auf den Müll und in den Knast. Und so kann ich nun, gut eine Woche später, sehen, wie der prächtige Horst des Emirates Palace für die Adler bereitet ist. Um 11 Uhr Lokalzeit steht das erste Training an. Gleich die erste Strafmaßnahme vom Veh: Die 300 Meter von der frisch bezogenen Nobelsuite zum Trainingsgelände müssen die kickenden Adler per pedes zurücklegen. Skandal, da wird Reiseleiter Rainer Falkenhain die Tage ja wohl noch einen motorisierten Transfer aufgrund dieser unerträglich weiten Strecke für die schlaffen Kicker organisieren können Schließlich werden hier am Persischen Golf selbst kürzeste Wege zum nächsten Dolce&Gabbana-Store oder der Cartier-Filiale mit dem eigenen Protz-SUV oder dem silbernen Toyota-Taxi zurückgelegt.

Seferovic ist schon so geschafft, dass er sein erhitztes Gemüt unter einem Rasensprenger kühlt. Das findet der Platzwart wohl gar nicht lustig und dreht umgehend den Hahn ab. Was natürlich in hämisches Gelächter der Kicker-Kollegen über unseren Sturmtank mündet. Dann wirds ernst: Chef Veh hält zu Beginn des Trainings eine Ansprache an seine im Kreis stehenden Untergebenen, die ergebenst seinen Ausführungen lauschen. Bis auf Zambrano, der ein no-show ist, die alte Vielflieger-Krankheit.

Es folgt ein leichter Aufgalopp der Feldspieler um den Platz, während Torwarttrainer Moppes Petz seine vier Goalies Richtung Kasten dirigiert. "Ganz locker reinkommen!", ermuntert Konditionstrainer Christian Kolodziej die Mannen um Alex Meier nun. Das heisst: über ein paar Stangen trippeln und anschließend den Ball über kurze Entfernungen pöhlen. Zwischendurch wird gestretcht, dann die gleiche Übung, nur mit Diagonalpässchen als neuer Schwierigkeitsstufe. Ein Schwenk zu den Goalies: Auch Hradecky, Lindner, Zummack und Balayev halten den Ball erstmal auffallend flach, rollen sich die Pille über G-Jugend-Entfernung zu. Die Feldspieler machen alsbald Kopfballübungen, um wohl noch die Restmüdigkeit nach der langen Anreise rauszudotzen. Die One-Touch-Pässe danach sehen dann auch gleich viel frischer aus.  

Um 11.25 Uhr steht ein Trainingsspielformat auf 20 mal 30 Meter großem Feld an.

Team Gelb: Aigner, Russ, Meier, Hase, Abraham, Djakpa, Huszti.
Team Weiß: Gerezgiher, Stenda, Kinsombi, Waldschmidt, Rinderknecht, Gacinovic, Ayhan.
Team Rot: Sefe, Oczi, Kittel, Medo, Chandler, Iggy, Fabián.

Mal spielt ein Team gegen zwei andere, dann wieder zwei Teams gegen nur eins Fabián überzeugt in seiner ersten Trainingslagereinheit mit elegantem Standfußball, Ayhan wirkt motiviert und bissig, Husztis Aktionen erinnern an eine wilde Szabolcserei.

Gegen 11.40 Uhr wird das Feld vergrößert und nur noch mit zwei Teams gespielt.

Team Rot: Iggy, Ayhan, Kinsombi, Gaci, Rinderknecht, Medo, Gerezgiher, Stenda, Waldschmidt, Seferovic.
Team Gelb: Chandler, Russ, Abraham, Oczi, Hase, Fabián, Aigner, Djakpa, Huszti, Meier.

Taktische Grundkonstellationen sind aufgrund der Sortierung erkennbar, Kittel spielt mit weißem Trikot eine Sonderrolle. Rinderknecht Ruprecht kommt jetzt schon arg ins Schnaufen, mit seinem rotem Kopp und den roten Haaren sieht er aus wie die Wiedergeburt von Patrick Ochs. Die rechte Seite der Gelben mit Chandler und Aigner funktioniert, ich wage es kaum zu schreiben, für den Augenblick erstaunlich gut.

Zehn Minuten später wird die Spielfläche abermals aufgebläht auf jetzt Dreiviertelgröße. Gerezgiher schnickt den Ball mal elegant mit der Hacke zu Waldschmidt, das ist was für die Galerie. Die Torhüter? Die haben keinen Blick für solche Spielchen, sondern werden zwischenzeitlich doch mal richtig warmgeschossen von Moppes. Balayev fällt dabei mit seinem blauen Kopfschutz auf, der an Petr Cech erinnert. Das ungewöhnliche Outfit muss wohl an seiner aufwenigen Zahn-OP liegen, die ihn sehr lange in der Hinrunde außer Gefecht setzte.

Um 12 Uhr gibts eine Simultanpause beider Trainingsgruppen, dann wird noch zehn Minuten bei immer größerer Hitze weitergeübt. Es folgt eine kurze An- als Absprache von Veh, anschließend hocken sich die Goalies noch ein Weilchen hinters Tor und gucken ihren Kollegen beim Auslaufen zu. Chandler legt sich darnieder, bekommt einen dicken Eisbeutel auf sein rechtes Knie. Hoffentlich nichts schlimmes, damit er wieder auflaufen kann heute nachmittag um 17 Uhr Ortszeit, wenn die zweite Einheit ansteht.

Ma’a salama aus Abu Dhabi,
Enkhaamer

(*) https://shop.eintracht.de/product_info.php?cPath=215_217&products_id=818 - krieg ich jetzt Affiliate-Provision?!
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Weltklasse Bericht, wie immer.

Also liebe Profis und Übungsleiter: Rundschau-gedeckte Schirmchendrinks am Pool oder Privatstrand is nicht. Der Enkhaamer ist da
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Herrlich und einen großen Dank an Dich fürn Bericht.
LG aus Ffm Ost
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Danke für den Bericht
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Danke für den Bericht!
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Merci! Ich freu mich das du/ihr wieder da unten seid!
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Wie immer grandios! Vielen Dank!
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Großartige Berichterstattung!
Vielen Dank!
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Großes Danke !
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Hatte es nicht zu hoffen gewagt. Vielen Dank Enkhaamer
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Gude aus Dhabi!

Derbydebakel, Pokal-Aue, 17 Punkte, 14. Platz. Vollmundig gestartet, schweigend verprügelt und schmallippig in die Weihnachtspause gerettet. Das geht besser, viel besser. Deshalb ab heute im Angebot: Wintertrainingslager, Emirates Palace, Luxus pur, Marmor und Sonnenschein, Sportbeutelhinterhergetrage. Wenn schon Fahrstuhlmannschaft, dann soll der Aufzug wenigstens aus Gold sein.

Man kackt wieder einmal wie die Großen, zum vierten Mal überwintert Eintracht Frankfurt in Abu Dhabi. Welcher asiatische Markt mag wohl aktuell Interesse haben an einem deutschen Bundesligisten, der sportlich derzeit so wenig zu bieten hat? Vor Ort gibt es wohlig wieder einen Bankett-Empfang mit hiesigen Honorigen und Frankfurter Finanzexperten, was schön zum notorischen Netzwerken ist. Testkicks mögen sportlich in der Vorbereitung werthaltig sein, für die Außendarstellung in Arabien haben sie aber fast keine Relevanz. Da ist es doch ein netter Lichtblick, dass Charly Körbel wieder mit seiner Fußballschule hier ist und den jungen Emiratis und Expats zeigen wird, was sie von einem knorrigen Vorstopper an Ballfertigkeit lernen können.

Nun denn. Die Adler sind gut im Morgenland gelandet, es gab offenbar keine Pass-, Zoll- und Security-Zwischenfälle. Da kann ich etwas anderes berichten und schnell in den heißen Sand von Abu Dhabi einstreuen: Kurz nach Weihnachten war es, Fraport, im Handgepäck als Geschenk einen Eintracht-Toaster (*). Der Röntgenscanner schlug an, auf dem Kontrollmonitor war ein Kasten mit Platinen, Kabeln und die Umrisse des Eintracht-Adlers zu sehen, der bei ordnungsgemäßer Nutzung ins Weißbrot gebrannt wird.
"Ei, was isn des?"
"Ein Eintracht-Toaster."
"Kommse ma mit hiä, Sprengstoffkontroll´!"
Zehn Meter weiter wurde ein Abstrich vom Toaster, meinen Händen und meinem Hemd genommen, der Papierstreifen in ein Analysegerät gesteckt. Warten.
"Neulisch habsch hiä den Eintracht-Tormann von letztä Säsong kontrolliert, wie hießä nochma?!"
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"Rischtisch, dem habsch gesacht: 'Du kommst hier net weg, bevor de mir netn Audogramm gebbe tust."
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"Nix gefunne, gude Reise und auf ne gude Rückrunde!"

So kamen der Eintracht-Toaster und ich durch den Securitycheck statt auf den Müll und in den Knast. Und so kann ich nun, gut eine Woche später, sehen, wie der prächtige Horst des Emirates Palace für die Adler bereitet ist. Um 11 Uhr Lokalzeit steht das erste Training an. Gleich die erste Strafmaßnahme vom Veh: Die 300 Meter von der frisch bezogenen Nobelsuite zum Trainingsgelände müssen die kickenden Adler per pedes zurücklegen. Skandal, da wird Reiseleiter Rainer Falkenhain die Tage ja wohl noch einen motorisierten Transfer aufgrund dieser unerträglich weiten Strecke für die schlaffen Kicker organisieren können Schließlich werden hier am Persischen Golf selbst kürzeste Wege zum nächsten Dolce&Gabbana-Store oder der Cartier-Filiale mit dem eigenen Protz-SUV oder dem silbernen Toyota-Taxi zurückgelegt.

Seferovic ist schon so geschafft, dass er sein erhitztes Gemüt unter einem Rasensprenger kühlt. Das findet der Platzwart wohl gar nicht lustig und dreht umgehend den Hahn ab. Was natürlich in hämisches Gelächter der Kicker-Kollegen über unseren Sturmtank mündet. Dann wirds ernst: Chef Veh hält zu Beginn des Trainings eine Ansprache an seine im Kreis stehenden Untergebenen, die ergebenst seinen Ausführungen lauschen. Bis auf Zambrano, der ein no-show ist, die alte Vielflieger-Krankheit.

Es folgt ein leichter Aufgalopp der Feldspieler um den Platz, während Torwarttrainer Moppes Petz seine vier Goalies Richtung Kasten dirigiert. "Ganz locker reinkommen!", ermuntert Konditionstrainer Christian Kolodziej die Mannen um Alex Meier nun. Das heisst: über ein paar Stangen trippeln und anschließend den Ball über kurze Entfernungen pöhlen. Zwischendurch wird gestretcht, dann die gleiche Übung, nur mit Diagonalpässchen als neuer Schwierigkeitsstufe. Ein Schwenk zu den Goalies: Auch Hradecky, Lindner, Zummack und Balayev halten den Ball erstmal auffallend flach, rollen sich die Pille über G-Jugend-Entfernung zu. Die Feldspieler machen alsbald Kopfballübungen, um wohl noch die Restmüdigkeit nach der langen Anreise rauszudotzen. Die One-Touch-Pässe danach sehen dann auch gleich viel frischer aus.  

Um 11.25 Uhr steht ein Trainingsspielformat auf 20 mal 30 Meter großem Feld an.

Team Gelb: Aigner, Russ, Meier, Hase, Abraham, Djakpa, Huszti.
Team Weiß: Gerezgiher, Stenda, Kinsombi, Waldschmidt, Rinderknecht, Gacinovic, Ayhan.
Team Rot: Sefe, Oczi, Kittel, Medo, Chandler, Iggy, Fabián.

Mal spielt ein Team gegen zwei andere, dann wieder zwei Teams gegen nur eins Fabián überzeugt in seiner ersten Trainingslagereinheit mit elegantem Standfußball, Ayhan wirkt motiviert und bissig, Husztis Aktionen erinnern an eine wilde Szabolcserei.

Gegen 11.40 Uhr wird das Feld vergrößert und nur noch mit zwei Teams gespielt.

Team Rot: Iggy, Ayhan, Kinsombi, Gaci, Rinderknecht, Medo, Gerezgiher, Stenda, Waldschmidt, Seferovic.
Team Gelb: Chandler, Russ, Abraham, Oczi, Hase, Fabián, Aigner, Djakpa, Huszti, Meier.

Taktische Grundkonstellationen sind aufgrund der Sortierung erkennbar, Kittel spielt mit weißem Trikot eine Sonderrolle. Rinderknecht Ruprecht kommt jetzt schon arg ins Schnaufen, mit seinem rotem Kopp und den roten Haaren sieht er aus wie die Wiedergeburt von Patrick Ochs. Die rechte Seite der Gelben mit Chandler und Aigner funktioniert, ich wage es kaum zu schreiben, für den Augenblick erstaunlich gut.

Zehn Minuten später wird die Spielfläche abermals aufgebläht auf jetzt Dreiviertelgröße. Gerezgiher schnickt den Ball mal elegant mit der Hacke zu Waldschmidt, das ist was für die Galerie. Die Torhüter? Die haben keinen Blick für solche Spielchen, sondern werden zwischenzeitlich doch mal richtig warmgeschossen von Moppes. Balayev fällt dabei mit seinem blauen Kopfschutz auf, der an Petr Cech erinnert. Das ungewöhnliche Outfit muss wohl an seiner aufwenigen Zahn-OP liegen, die ihn sehr lange in der Hinrunde außer Gefecht setzte.

Um 12 Uhr gibts eine Simultanpause beider Trainingsgruppen, dann wird noch zehn Minuten bei immer größerer Hitze weitergeübt. Es folgt eine kurze An- als Absprache von Veh, anschließend hocken sich die Goalies noch ein Weilchen hinters Tor und gucken ihren Kollegen beim Auslaufen zu. Chandler legt sich darnieder, bekommt einen dicken Eisbeutel auf sein rechtes Knie. Hoffentlich nichts schlimmes, damit er wieder auflaufen kann heute nachmittag um 17 Uhr Ortszeit, wenn die zweite Einheit ansteht.

Ma’a salama aus Abu Dhabi,
Enkhaamer

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G-R-O-S-S-A_R-T-I-G

DANKE! Ich freu`mich jetzt schon auf den nächsten Bericht...:
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Er macht's tatsächlich wieder. Großen Dank.
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Vielen Dank, geil geschrieben

Aber was ist denn da los? 2 Einheiten an einem Tag?
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Gude aus Dhabi!

Derbydebakel, Pokal-Aue, 17 Punkte, 14. Platz. Vollmundig gestartet, schweigend verprügelt und schmallippig in die Weihnachtspause gerettet. Das geht besser, viel besser. Deshalb ab heute im Angebot: Wintertrainingslager, Emirates Palace, Luxus pur, Marmor und Sonnenschein, Sportbeutelhinterhergetrage. Wenn schon Fahrstuhlmannschaft, dann soll der Aufzug wenigstens aus Gold sein.

Man kackt wieder einmal wie die Großen, zum vierten Mal überwintert Eintracht Frankfurt in Abu Dhabi. Welcher asiatische Markt mag wohl aktuell Interesse haben an einem deutschen Bundesligisten, der sportlich derzeit so wenig zu bieten hat? Vor Ort gibt es wohlig wieder einen Bankett-Empfang mit hiesigen Honorigen und Frankfurter Finanzexperten, was schön zum notorischen Netzwerken ist. Testkicks mögen sportlich in der Vorbereitung werthaltig sein, für die Außendarstellung in Arabien haben sie aber fast keine Relevanz. Da ist es doch ein netter Lichtblick, dass Charly Körbel wieder mit seiner Fußballschule hier ist und den jungen Emiratis und Expats zeigen wird, was sie von einem knorrigen Vorstopper an Ballfertigkeit lernen können.

Nun denn. Die Adler sind gut im Morgenland gelandet, es gab offenbar keine Pass-, Zoll- und Security-Zwischenfälle. Da kann ich etwas anderes berichten und schnell in den heißen Sand von Abu Dhabi einstreuen: Kurz nach Weihnachten war es, Fraport, im Handgepäck als Geschenk einen Eintracht-Toaster (*). Der Röntgenscanner schlug an, auf dem Kontrollmonitor war ein Kasten mit Platinen, Kabeln und die Umrisse des Eintracht-Adlers zu sehen, der bei ordnungsgemäßer Nutzung ins Weißbrot gebrannt wird.
"Ei, was isn des?"
"Ein Eintracht-Toaster."
"Kommse ma mit hiä, Sprengstoffkontroll´!"
Zehn Meter weiter wurde ein Abstrich vom Toaster, meinen Händen und meinem Hemd genommen, der Papierstreifen in ein Analysegerät gesteckt. Warten.
"Neulisch habsch hiä den Eintracht-Tormann von letztä Säsong kontrolliert, wie hießä nochma?!"
"Kevin Trapp?" http://www.t-online.de/unterhaltung/stars/id_76483454/torwart-kevin-trapp-hat-sich-victoria-s-secret-model-geangelt.html
"Rischtisch, dem habsch gesacht: 'Du kommst hier net weg, bevor de mir netn Audogramm gebbe tust."
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"Nix gefunne, gude Reise und auf ne gude Rückrunde!"

So kamen der Eintracht-Toaster und ich durch den Securitycheck statt auf den Müll und in den Knast. Und so kann ich nun, gut eine Woche später, sehen, wie der prächtige Horst des Emirates Palace für die Adler bereitet ist. Um 11 Uhr Lokalzeit steht das erste Training an. Gleich die erste Strafmaßnahme vom Veh: Die 300 Meter von der frisch bezogenen Nobelsuite zum Trainingsgelände müssen die kickenden Adler per pedes zurücklegen. Skandal, da wird Reiseleiter Rainer Falkenhain die Tage ja wohl noch einen motorisierten Transfer aufgrund dieser unerträglich weiten Strecke für die schlaffen Kicker organisieren können Schließlich werden hier am Persischen Golf selbst kürzeste Wege zum nächsten Dolce&Gabbana-Store oder der Cartier-Filiale mit dem eigenen Protz-SUV oder dem silbernen Toyota-Taxi zurückgelegt.

Seferovic ist schon so geschafft, dass er sein erhitztes Gemüt unter einem Rasensprenger kühlt. Das findet der Platzwart wohl gar nicht lustig und dreht umgehend den Hahn ab. Was natürlich in hämisches Gelächter der Kicker-Kollegen über unseren Sturmtank mündet. Dann wirds ernst: Chef Veh hält zu Beginn des Trainings eine Ansprache an seine im Kreis stehenden Untergebenen, die ergebenst seinen Ausführungen lauschen. Bis auf Zambrano, der ein no-show ist, die alte Vielflieger-Krankheit.

Es folgt ein leichter Aufgalopp der Feldspieler um den Platz, während Torwarttrainer Moppes Petz seine vier Goalies Richtung Kasten dirigiert. "Ganz locker reinkommen!", ermuntert Konditionstrainer Christian Kolodziej die Mannen um Alex Meier nun. Das heisst: über ein paar Stangen trippeln und anschließend den Ball über kurze Entfernungen pöhlen. Zwischendurch wird gestretcht, dann die gleiche Übung, nur mit Diagonalpässchen als neuer Schwierigkeitsstufe. Ein Schwenk zu den Goalies: Auch Hradecky, Lindner, Zummack und Balayev halten den Ball erstmal auffallend flach, rollen sich die Pille über G-Jugend-Entfernung zu. Die Feldspieler machen alsbald Kopfballübungen, um wohl noch die Restmüdigkeit nach der langen Anreise rauszudotzen. Die One-Touch-Pässe danach sehen dann auch gleich viel frischer aus.  

Um 11.25 Uhr steht ein Trainingsspielformat auf 20 mal 30 Meter großem Feld an.

Team Gelb: Aigner, Russ, Meier, Hase, Abraham, Djakpa, Huszti.
Team Weiß: Gerezgiher, Stenda, Kinsombi, Waldschmidt, Rinderknecht, Gacinovic, Ayhan.
Team Rot: Sefe, Oczi, Kittel, Medo, Chandler, Iggy, Fabián.

Mal spielt ein Team gegen zwei andere, dann wieder zwei Teams gegen nur eins Fabián überzeugt in seiner ersten Trainingslagereinheit mit elegantem Standfußball, Ayhan wirkt motiviert und bissig, Husztis Aktionen erinnern an eine wilde Szabolcserei.

Gegen 11.40 Uhr wird das Feld vergrößert und nur noch mit zwei Teams gespielt.

Team Rot: Iggy, Ayhan, Kinsombi, Gaci, Rinderknecht, Medo, Gerezgiher, Stenda, Waldschmidt, Seferovic.
Team Gelb: Chandler, Russ, Abraham, Oczi, Hase, Fabián, Aigner, Djakpa, Huszti, Meier.

Taktische Grundkonstellationen sind aufgrund der Sortierung erkennbar, Kittel spielt mit weißem Trikot eine Sonderrolle. Rinderknecht Ruprecht kommt jetzt schon arg ins Schnaufen, mit seinem rotem Kopp und den roten Haaren sieht er aus wie die Wiedergeburt von Patrick Ochs. Die rechte Seite der Gelben mit Chandler und Aigner funktioniert, ich wage es kaum zu schreiben, für den Augenblick erstaunlich gut.

Zehn Minuten später wird die Spielfläche abermals aufgebläht auf jetzt Dreiviertelgröße. Gerezgiher schnickt den Ball mal elegant mit der Hacke zu Waldschmidt, das ist was für die Galerie. Die Torhüter? Die haben keinen Blick für solche Spielchen, sondern werden zwischenzeitlich doch mal richtig warmgeschossen von Moppes. Balayev fällt dabei mit seinem blauen Kopfschutz auf, der an Petr Cech erinnert. Das ungewöhnliche Outfit muss wohl an seiner aufwenigen Zahn-OP liegen, die ihn sehr lange in der Hinrunde außer Gefecht setzte.

Um 12 Uhr gibts eine Simultanpause beider Trainingsgruppen, dann wird noch zehn Minuten bei immer größerer Hitze weitergeübt. Es folgt eine kurze An- als Absprache von Veh, anschließend hocken sich die Goalies noch ein Weilchen hinters Tor und gucken ihren Kollegen beim Auslaufen zu. Chandler legt sich darnieder, bekommt einen dicken Eisbeutel auf sein rechtes Knie. Hoffentlich nichts schlimmes, damit er wieder auflaufen kann heute nachmittag um 17 Uhr Ortszeit, wenn die zweite Einheit ansteht.

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Diese Berichte sind das Beste, was die Eintracht in der Winterpause zu bieten hat.
Danke für den Einsatz!

Ich freue mich auf mehr
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Subbär Bericht! Freue mich jedes mal wieder auf und über die Trainingslager Berichte!
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Subbär Bericht! Freue mich jedes mal wieder auf und über die Trainingslager Berichte!
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Top, wie jedes Jahr. Macht die Winterpause erträglicher!
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Top, wie jedes Jahr. Macht die Winterpause erträglicher!
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Einfach nur: Danke!
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Ich glaub, ich muss mir jetzt so einen Toaster holen!
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Ich glaub, ich muss mir jetzt so einen Toaster holen!
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JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA sie sind wieder dort. das beste an der Saison bisher
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Toaster in der Wüste

Beleuchteter Betriebsknopf


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