Neuanmeldung einer U23


Thread wurde von bils am Montag, 13. Januar 2020, 10:11 Uhr um 10:11 Uhr verschoben weil:
Aus gegebenem Anlass in UE verschoben
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philadlerist schrieb:

In dieser Talentjagd ist schon lang kein Platz mehr für regionale Fußballromantik

Das vermeiden wollen von Kinderhandel ist Fußballromantik? Ganz schön krank.
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propain schrieb:

philadlerist schrieb:

In dieser Talentjagd ist schon lang kein Platz mehr für regionale Fußballromantik

Das vermeiden wollen von Kinderhandel ist Fußballromantik? Ganz schön krank.


Und wieder 70 andere Sätze ignoriert, den einen Satz aus dem Post gerissen und dann zum Moralapostel was krank ist und nicht geschwungen.

Applaus.

Fussball war der einzige Leistungssport wo Kinder so gut wie immer lokal eine Anlaufstelle hatten. Die Zeiten wo der Bub halt immer zum Verein nebenan gegangen ist, ist halt vorbei, da das Angebot auch für die Kinder besser geworden ist.

Gott, vor 30 Jahren gabs schon 250 Mark für nen D-Jugendkicker bei Rot-Weiß Frankfurt. Menschen und Familien ziehen jeden Tag quer durch die Republik wegen Job, Jobaussichten oder Perspektiven.
Jeden Tag ziehen Jugendsportler eben quer durch die Republik um ihren Sport zu verfolgen.

Also ist es laut Dir ok, dass der Schwimmer, der das aus Leidenschaft macht nicht interessiert, aber der Fussballer, der dann auch noch finanziell profitiert wird ein böses Opfer des Kinderhandels ist?

(Ich klammere hier explizit die Praktiken bei Kindern aus dem Ausland aus und beschränke mich auf  deutsche Jugendfussballer)

Gesellschaftskritik ist ja ok, aber verzeih mir, dass Familien wo das Kicken des 14 jährigen mehr Geld für die Familie einbringt als die normale Arbeit von zwei berufstätigen Eltern, nicht die Spitze meiner Mitleidsleiter erklimmen.
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philadlerist schrieb:

In dieser Talentjagd ist schon lang kein Platz mehr für regionale Fußballromantik

Das vermeiden wollen von Kinderhandel ist Fußballromantik? Ganz schön krank.
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Ja, klar, anders wäre vielleicht schöner,
aber aus Sicht eines 14jährigen Talents sieht das vielleicht auch wieder anders aus.
(deswegen mein voriges Beispiel aus einer Sportart, wo es noch nicht mal um Geld ging oder geht)

Insofern geht mir das Schlagwort "Kinderhandel" aufgrund seiner negativen Assoziation mit verschleppten und zu Sklavenarbeit oder gar Sex gezwungenen Kindern zu weit, denn in den meisten Fällen wollen nicht nur geldgierige Eltern, sondern auch die Kinder ihren Traum vom Profifussball verwirklichen. Deswegen würde ich aus Gründen eine sauberen Abgrenzung lieber von "Talentjagd" sprechen.

Ich persönlich hätte aber nix dagegen, wenn es im Jugendbereich eine Lex Bilbao gäbe,
die alle Vereine verpflichtet nur mit regionalen Talenten zu agieren.
Aber - das wissen wir beide - das wird nie passieren.
Schon weil den meisten Vereinen eine übergeordnete Identifikation wie "Wir sind Basken" fehlt.
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propain schrieb:

philadlerist schrieb:

In dieser Talentjagd ist schon lang kein Platz mehr für regionale Fußballromantik

Das vermeiden wollen von Kinderhandel ist Fußballromantik? Ganz schön krank.


Und wieder 70 andere Sätze ignoriert, den einen Satz aus dem Post gerissen und dann zum Moralapostel was krank ist und nicht geschwungen.

Applaus.

Fussball war der einzige Leistungssport wo Kinder so gut wie immer lokal eine Anlaufstelle hatten. Die Zeiten wo der Bub halt immer zum Verein nebenan gegangen ist, ist halt vorbei, da das Angebot auch für die Kinder besser geworden ist.

Gott, vor 30 Jahren gabs schon 250 Mark für nen D-Jugendkicker bei Rot-Weiß Frankfurt. Menschen und Familien ziehen jeden Tag quer durch die Republik wegen Job, Jobaussichten oder Perspektiven.
Jeden Tag ziehen Jugendsportler eben quer durch die Republik um ihren Sport zu verfolgen.

Also ist es laut Dir ok, dass der Schwimmer, der das aus Leidenschaft macht nicht interessiert, aber der Fussballer, der dann auch noch finanziell profitiert wird ein böses Opfer des Kinderhandels ist?

(Ich klammere hier explizit die Praktiken bei Kindern aus dem Ausland aus und beschränke mich auf  deutsche Jugendfussballer)

Gesellschaftskritik ist ja ok, aber verzeih mir, dass Familien wo das Kicken des 14 jährigen mehr Geld für die Familie einbringt als die normale Arbeit von zwei berufstätigen Eltern, nicht die Spitze meiner Mitleidsleiter erklimmen.
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SemperFi schrieb:

was krank ist und nicht

Zumal der Vergleich mit solch armen Geschöpfen, welche von kriminellen Organisationen gehandelt und in der Prostitution, Bandenkriminalität, Knochenarbeit etc. ihr Dasein fristen,  durchaus sehr gewagt erscheint.
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Ich glaube, dass eine Neu-Anmeldung der U23 nicht unbedingt etwas bringen wird
Schließe mich da dem Tenor des 11Freunde Beitrags an
Auch die Aussage, dass man bei 9 von 10 Spielern aus der U19 sicher voraussagen kann, ob sie den Sprung schaffen werden, halte ich für richtig. Das ist ja nicht mehr wie vor dreißig Jahren, dass Spieler wie Klose solange noch unter dem Radar durchfliegen. Heute greift das Scouting doch deutlich früher.

Wenn es gemacht wird (vor allem weil wesentlich kompetentere Menschen der Meinung sind, da eine sinnvolle Erweiterung der Jugendarbeit etablieren zu können), dann soll das so sein, allerdings würde ich die dann direkt unter dem Dach der AG und am Stadion angesiedelt sehen wollen.

Andererseits denke ich, dass man das eher vom DFB her anders angehen sollte, im Sinne aller Vereine. (und damit meine ich auch die jetzigen Drittligavereine, die zum großen Teil Traditionsvereine sind und ganz sicher keine Konkurrenz von Zweitmannschaften der eh schon Großen im Geschäft brauchen)
Ich könnte mir vorstellen, dass  man die Jugendmannschaften neu definiert,
sprich statt der U19 eine U20 Spielrunde etabliert.
Das gäbe den Nachwuchstalenten ein Jahr mehr, um sich an das Profiniveau ranzutasten.

Darüberhinaus scheint es mir auch sinnvoller, wenn man den einen oder anderen Spätentwickler mit einem Profivertrag ausstattet und sie dann gezielt verleiht, damit sie ihre Qualitäten nicht in der Hessenliga sondern in gehobenen Ligen im befreundeten Ausland entwickeln können. Ich finde die Leihe von Kamada nach Belgien hat da die richtige Richtung angezeigt (Im Gegensatz zur Leihe von Cavar nach Slowenien). Man hätte auch so Spieler wie Kittel oder Waldschmidt lieber binden und verleihen sollen (Ja, nachher sind wie alle schlauer ...)
Das scheinen mir als Laien die besseren Optionen im Vergleich zur Wiedereinführung der U23.

Was mMn überhaupt keinen Sinn machen würde, wäre in der C-Klasse anzufangen. Da gibt es sicher bessere Wege, und wenn man wie einst RB Leipzsch einfach eine Spiellizenz von einem Vierligaverein erwirbt. Diese damals ja auch kursierende Idee einer Kooperation mit Hessen Dreieich war ja von der Idee her nicht so dumm - mal abgesehen davon, dass Hessen Dreieich wohl nicht der richtige Verein war.

Man kann auf jedenfalls gespannt sein, was sich Pezzaouli und Möller dabei denken.
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philadlerist schrieb:


Darüberhinaus scheint es mir auch sinnvoller, wenn man den einen oder anderen Spätentwickler mit einem Profivertrag ausstattet und sie dann gezielt verleiht, damit sie ihre Qualitäten nicht in der Hessenliga sondern in gehobenen Ligen im befreundeten Ausland entwickeln können. Ich finde die Leihe von Kamada nach Belgien hat da die richtige Richtung angezeigt (Im Gegensatz zur Leihe von Cavar nach Slowenien). Man hätte auch so Spieler wie Kittel oder Waldschmidt lieber binden und verleihen sollen (Ja, nachher sind wie alle schlauer ...)
Das scheinen mir als Laien die besseren Optionen im Vergleich zur Wiedereinführung der U23.

Das haben wir unseren Nachwuchsspielern oft genug versucht in den letzten 10-15 Jahren, und was hat es gebracht? Nix. Die Jungs kicken und trainieren dann irgendwo unterklassig, landen häufig sogar auf der Bank. Bevor ich also Spieler in die 2.-4. Liga verleihe, setze ich sie lieber in der Regio-Mannschaft ein, wo sie weiter mit den Profis trainieren und, optimalerweise, das gleiche Spielsystem spielen wie unsere erste Mannschaft.

philadlerist schrieb:


Was mMn überhaupt keinen Sinn machen würde, wäre in der C-Klasse anzufangen. Da gibt es sicher bessere Wege, und wenn man wie einst RB Leipzsch einfach eine Spiellizenz von einem Vierligaverein erwirbt. Diese damals ja auch kursierende Idee einer Kooperation mit Hessen Dreieich war ja von der Idee her nicht so dumm - mal abgesehen davon, dass Hessen Dreieich wohl nicht der richtige Verein war.


Das müssten wir ja nicht, schlimmstenfalls Kreisoberliga. Und einen auf Red Bull machen, über die wir uns hier immer ärgern? Ne, danke. Da kämpf ich lieber ehrenhaft von der 8. Liga an.
Und das mit Hessen Dreieich war aus meiner Sicht Mumpitz, aus eben jenem beschriebenen Grund. Die Jungs sollen sich weiterentwickeln, wenn sie nur noch mit Dreieich trainieren? Da glaub ich nicht dran.

philadlerist schrieb:

Man kann auf jedenfalls gespannt sein, was sich Pezzaouli und Möller dabei denken.

Pezza scheint ja großer Befürworter der U23 zu sein. Und der andere Typ, naja so viel wird er schon nicht kaputt machen.
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philadlerist schrieb:


Darüberhinaus scheint es mir auch sinnvoller, wenn man den einen oder anderen Spätentwickler mit einem Profivertrag ausstattet und sie dann gezielt verleiht, damit sie ihre Qualitäten nicht in der Hessenliga sondern in gehobenen Ligen im befreundeten Ausland entwickeln können. Ich finde die Leihe von Kamada nach Belgien hat da die richtige Richtung angezeigt (Im Gegensatz zur Leihe von Cavar nach Slowenien). Man hätte auch so Spieler wie Kittel oder Waldschmidt lieber binden und verleihen sollen (Ja, nachher sind wie alle schlauer ...)
Das scheinen mir als Laien die besseren Optionen im Vergleich zur Wiedereinführung der U23.

Das haben wir unseren Nachwuchsspielern oft genug versucht in den letzten 10-15 Jahren, und was hat es gebracht? Nix. Die Jungs kicken und trainieren dann irgendwo unterklassig, landen häufig sogar auf der Bank. Bevor ich also Spieler in die 2.-4. Liga verleihe, setze ich sie lieber in der Regio-Mannschaft ein, wo sie weiter mit den Profis trainieren und, optimalerweise, das gleiche Spielsystem spielen wie unsere erste Mannschaft.

philadlerist schrieb:


Was mMn überhaupt keinen Sinn machen würde, wäre in der C-Klasse anzufangen. Da gibt es sicher bessere Wege, und wenn man wie einst RB Leipzsch einfach eine Spiellizenz von einem Vierligaverein erwirbt. Diese damals ja auch kursierende Idee einer Kooperation mit Hessen Dreieich war ja von der Idee her nicht so dumm - mal abgesehen davon, dass Hessen Dreieich wohl nicht der richtige Verein war.


Das müssten wir ja nicht, schlimmstenfalls Kreisoberliga. Und einen auf Red Bull machen, über die wir uns hier immer ärgern? Ne, danke. Da kämpf ich lieber ehrenhaft von der 8. Liga an.
Und das mit Hessen Dreieich war aus meiner Sicht Mumpitz, aus eben jenem beschriebenen Grund. Die Jungs sollen sich weiterentwickeln, wenn sie nur noch mit Dreieich trainieren? Da glaub ich nicht dran.

philadlerist schrieb:

Man kann auf jedenfalls gespannt sein, was sich Pezzaouli und Möller dabei denken.

Pezza scheint ja großer Befürworter der U23 zu sein. Und der andere Typ, naja so viel wird er schon nicht kaputt machen.
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Adlerdenis schrieb:

Und das mit Hessen Dreieich war aus meiner Sicht Mumpitz, aus eben jenem beschriebenen Grund. Die Jungs sollen sich weiterentwickeln, wenn sie nur noch mit Dreieich trainieren? Da glaub ich nicht dran.
Wenn der Kooperationspartner eben die gleiche "Philosophie" verfolgt wie die Eintracht, kann ich mir das eben sehr wohl vorstellen. Genügend Personalverbindungen gäbe es ja. Notfalls schickt man eigene Mitarbeiter zur Schulung vorbei, wovon der Regionalligist ebenfalls profitieren kann.

Adlerdenis schrieb:

Und der andere Typ, naja so viel wird er schon nicht kaputt machen.
Manche haben den Schlag noch immer nicht gehört. Das Kopfschütteln kannst du dir jetzt denken. Mehr schreibe ich zu dieser Aussage nicht.
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Adlerdenis schrieb:

Und das mit Hessen Dreieich war aus meiner Sicht Mumpitz, aus eben jenem beschriebenen Grund. Die Jungs sollen sich weiterentwickeln, wenn sie nur noch mit Dreieich trainieren? Da glaub ich nicht dran.
Wenn der Kooperationspartner eben die gleiche "Philosophie" verfolgt wie die Eintracht, kann ich mir das eben sehr wohl vorstellen. Genügend Personalverbindungen gäbe es ja. Notfalls schickt man eigene Mitarbeiter zur Schulung vorbei, wovon der Regionalligist ebenfalls profitieren kann.

Adlerdenis schrieb:

Und der andere Typ, naja so viel wird er schon nicht kaputt machen.
Manche haben den Schlag noch immer nicht gehört. Das Kopfschütteln kannst du dir jetzt denken. Mehr schreibe ich zu dieser Aussage nicht.
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Runggelreube schrieb:

Mehr schreibe ich zu dieser Aussage nicht.
Du kannst das ruhig beim Namen nennen:  borniert.
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Liebe Zeit, dass war eigentlich nicht so 100% ernst gemeint..da sind wir wieder beim Thema Smileys...es gab mal eine Zeit da ging das auch so.
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Also ich glaube schon, das die Eintracht den Eltern einen Arbeitsplatz anbieten kann. Wir haben ja nicht umsonst Indeed als Sponsor 🤪
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Liebe Zeit, dass war eigentlich nicht so 100% ernst gemeint..da sind wir wieder beim Thema Smileys...es gab mal eine Zeit da ging das auch so.
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Adlerdenis schrieb:

Liebe Zeit, dass war eigentlich nicht so 100% ernst gemeint..da sind wir wieder beim Thema Smileys...es gab mal eine Zeit da ging das auch so.


War aber nicht witzig. Lass es einfach in Zukunft.
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Adlerdenis schrieb:

Liebe Zeit, dass war eigentlich nicht so 100% ernst gemeint..da sind wir wieder beim Thema Smileys...es gab mal eine Zeit da ging das auch so.


War aber nicht witzig. Lass es einfach in Zukunft.
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Ich wusste gar nicht, dass der Möller hier Groupies hat
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Ich wusste gar nicht, dass der Möller hier Groupies hat
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Das hat was mit mangelnden Respekt zu tun. Aber jeder so wie er meint.
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Das hat was mit mangelnden Respekt zu tun. Aber jeder so wie er meint.
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Respekt vor jemanden der der Eintracht mehrmals geschadet hat? Bestimmt nicht.
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Das hat was mit mangelnden Respekt zu tun. Aber jeder so wie er meint.
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Respekt muss man sich verdienen. Also etwa das Gegenteil von dem, was die betreffende Person bei der Eintracht getan hat...aber lassen wir das, ich will hier über die U23 reden und nicht über Andi Möller, dafür ist der Thread zu schade und das Thema zu wichtig. Ich denke eh, dass Pezzaiuoli als Technischer Direktor und Schnittstelle zwischen Profis und Jugend da der Fachmann ist, der bei Trainingsgestaltung etc. sagt wo es langgeht.
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Die U23 ist wahrscheinlich nur ein kleines Rädchen, das im Zusammenhang mit einer professionellen und guten Jugendarbeit benötigt wird. Dass man es seit ein paar Jahren mit der Jugendarbeit endlich ernst zu meinen scheint, ist für mich die entscheidende Massage (so interpretiere ich ua auch die Umkehr in Sachen U23). Wenn man sich einfach mal überlegt welche Strahlkraft die Eintracht hier in der Region hat und wie viele Manschen hier wohnen (Population > als zB Kroatien Einwohner hat), dann war es aus meiner Sicht in der Vergangenheit (letzten 20 Jahre) mehr als fahrlässig keine großen Investitionen in die Jugendarbeit unternommen zu haben (die letzten 2 bis 3 Jahre mal ausgenommen). Ein unfassbares Pfund, das man einfach mal hat liegen lassen bzw anderen überlassen hat (Mainz, Hoffenheim).
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Die U23 ist wahrscheinlich nur ein kleines Rädchen, das im Zusammenhang mit einer professionellen und guten Jugendarbeit benötigt wird. Dass man es seit ein paar Jahren mit der Jugendarbeit endlich ernst zu meinen scheint, ist für mich die entscheidende Massage (so interpretiere ich ua auch die Umkehr in Sachen U23). Wenn man sich einfach mal überlegt welche Strahlkraft die Eintracht hier in der Region hat und wie viele Manschen hier wohnen (Population > als zB Kroatien Einwohner hat), dann war es aus meiner Sicht in der Vergangenheit (letzten 20 Jahre) mehr als fahrlässig keine großen Investitionen in die Jugendarbeit unternommen zu haben (die letzten 2 bis 3 Jahre mal ausgenommen). Ein unfassbares Pfund, das man einfach mal hat liegen lassen bzw anderen überlassen hat (Mainz, Hoffenheim).
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Aceton-Adler schrieb:

Dass man es seit ein paar Jahren mit der Jugendarbeit endlich ernst zu meinen scheint, ist für mich die entscheidende Massage...

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Aceton-Adler schrieb:

Dass man es seit ein paar Jahren mit der Jugendarbeit endlich ernst zu meinen scheint, ist für mich die entscheidende Massage...

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DBecki schrieb:

Aceton-Adler schrieb:

Dass man es seit ein paar Jahren mit der Jugendarbeit endlich ernst zu meinen scheint, ist für mich die entscheidende Massage...




Ich habe immer nur die guten Sachen im Kopf
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Die U23 ist wahrscheinlich nur ein kleines Rädchen, das im Zusammenhang mit einer professionellen und guten Jugendarbeit benötigt wird. Dass man es seit ein paar Jahren mit der Jugendarbeit endlich ernst zu meinen scheint, ist für mich die entscheidende Massage (so interpretiere ich ua auch die Umkehr in Sachen U23). Wenn man sich einfach mal überlegt welche Strahlkraft die Eintracht hier in der Region hat und wie viele Manschen hier wohnen (Population > als zB Kroatien Einwohner hat), dann war es aus meiner Sicht in der Vergangenheit (letzten 20 Jahre) mehr als fahrlässig keine großen Investitionen in die Jugendarbeit unternommen zu haben (die letzten 2 bis 3 Jahre mal ausgenommen). Ein unfassbares Pfund, das man einfach mal hat liegen lassen bzw anderen überlassen hat (Mainz, Hoffenheim).
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Du hast Dir aber mal ein ganz fettes "like" verdient!
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Fände die Wiedereinführung einer Zweiten Mannschaft eine feine Sache. Gerne auch mit Einstieg in der KOL. Damit würden wir dann zwar wenn alles glatt läuft vier Jahre verlieren, bis wir wieder in der Regionalliga angekommen wären - und nichts anderes sollte der Anspruch sein - aber das wäre dann wohl die gerechte Strafe für den damaligen Fehler der Abmeldung. Jetzt einen auf Leipzig zu machen und einer anderen Mannschaft das Spielrecht abzukaufen, fände ich ehrlich gesagt nicht so pralle. Maximal, wenn ein Verein ohnehin finanzielle Probleme hat und sich den Spielbetrieb in der Liga nicht mehr leisten kann.

Allgemein finde ich, dass zu einem Fußballverein auch eine Zweite Mannschaft gehört. Und ich sehe die Eintracht nach wie vor als Fußballverein, der auch gewisse gesellschaftliche Pflichten hat und nicht als Wirtschaftsunternehmen, das auf größtmögliche Rationalisierung aus ist. Deshalb kann ich auch so Stimmen wie "paar Studenten hier durchfüttern" ehrlich gesagt nicht verstehen. Sonst sind solche Konstrukte wie in Leipzig hier der Teufel, aber wenn wir selbst 500.000 bis 750.000 Euro sparen können, sollen wir das auch machen? Ich finde ein Bundesligist mit der Größe von Eintracht Frankfurt sollte das verschmerzen können. In der heutigen Zeit sind das doch nur noch Peanuts.

Nebenbei hat es sich in der Praxis auch schon gezeigt, dass es einige Jugendspieler bevorzugen, für einen Bundesligist mit Zweitvertretung zu spielen. Weil sie wissen, dass sie dann in der Jugend nicht den ganz großen Druck haben, sofort den Sprung schaffen zu müssen, sondern vielleicht noch eins, zwei Jahre mehr Zeit haben. Oder zumindest erst mal noch ein bisschen abgesichert sind, bevor sie sich entscheiden müssen, ob und wohin sie zukünftig wechseln oder vielleicht auch ob sie einen anderen Berufsweg einschlagen, statt Fußballprofi werden zu wollen. Ich finde das ist man den Jungs, die hier bisweilen auch jahrelang für die Eintracht die Knochen hingehalten haben in gewisser Weise auch schuldig. Aber es werden ja häufig andere Maßstäbe angelegt, wenn ein Spieler von einem Verein weg will im Vergleich zu der Situation, wenn ein Verein einen Spieler loswerden will.

Darüber hinaus finde ich auch, dass (zumindest ab der Regionalliga) der sportliche Wert für eine Zweite Mannschaft gegeben ist. So schlecht ist das Niveau in der Regionalliga auch nicht. Da gibt es jedes Jahr auch mal den einen oder anderen, der innerhalb von eins, zwei Jahren den Sprung in die Zweite oder sogar Erste Liga schaffen. Marius Bülter von Union ist ein aktuelles Beispiel. Ich denke in der aktuellen Situation, mit den schweren Verletzungen von Fernandes und Torró, hätte auch ein Cetin hier bessere Einsatzchancen, wenn er die letzten eineinhalb Jahre Woche für Woche Spielpraxis in der Regionalliga gesammelt hätte, anstatt nur mit der Mannschaft zu trainieren. Und wenn es nur einige Monate sind, um sich körperlich an den Herrenbereich zu gewöhnen. Auch für die Heranführung von lange verletzten Spielern ist eine Zweite Mannschaft eine gute Sache. Ein Timmy Chandler ist Anfang dieser Saison beispielweise schwer reingekommen, dem hätte das sicher geholfen und der wäre sich denke ich auch nicht zu schade dafür gewesen.

Und nicht zuletzt gibt es doch immer mal den ein oder anderen Spieler der verpätet aus der Zweiten Mannschaft den Sprung schafft. Chandler ist doch das beste Beispiel dafür, auch wenn es in seinem Fall erst in Nürnberg passiert ist. Klar schaffen die größten Talente sofort den Sprung in die Erste Mannschaft. Aber wenn wir mal ehrlich sind, wechseln genau diese Talente doch ohnehin schon in der Jugend von uns weg, ohne das wir irgendeine Chance haben. Siehe Marin, Can, Süle, Schwäbe, Spanoudakis, Dadashov, Chabot, die Itters oder Pena-Zauner. Die einzigen beiden, die als Riesentalente galten und bis zum Ende ihrer Jugendzeit bei der Eintracht geblieben sind, waren Kittel und Stendera. Bei denen hat es dann halt wegen der Verletzungsanfälligkeit nicht geklappt. Mandela und Dadashov würde ich hier mal rausnehmen, weil sie dann bereits während ihrer Jugendzeit extreme Probleme hatten.

Dahinter kommt dann eine Reihe mit Spielern wie Kempf, Waldschmidt oder aktuell Barkok und Cetin, denen man allen den Sprung zum Bundesligaspieler zugetraut hat, die aber eben nicht direkt nach ihrer Jugendzeit so weit waren. Das hat man bei Kempf und Waldschmidt auch in ihren Profieinsätzen hier gesehen. Da wäre aber eine Zweite Mannschaft eine Option, die Jungs weiter hier zu behalten und eng zu betreuen, während sie in der Regionalliga Spielpraxis sammeln. Halte ich in vereinzelten Fällen für die bessere Lösung als sie beispielsweise in die Zweite Liga zu verleihen. Die ist gerade körperlich ein absolutes Haifischbecken, wo sich frisch der Jugend entwachsene Spieler häufig überhaupt nicht durchsetzen können. Ist glaube ich für das Vertrauen vieler junger Spieler wichtig, einen täglichen Kontakt zu haben, anstatt sie per Leihe erst einmal "abzuschieben". Das haben ja dann beispielsweise auch Kempf, Waldtschmidt oder Tosun abgelehnt.

Ich habe mir auch mal die Mühe gemacht, mir einige ehemalige Spieler unserer Zweiten Mannschaft aus den letzten 20 Jahren anzuschauen (bei den Namen kamen einige schöne Erinnerungen hoch), beziehungsweise einige davon habe ich ohnehin noch regelmäßig im Blick. Und siehe an, da sind zumindest einige gestandene Profis (Erste bis Dritte Liga) draus geworden. Auch ein großer Vorteil einer Zweiten Mannschaft ist, dass man immer Zugriff auf rund 20 weitere Spieler hat und sie sofort einsetzen kann, was natürlich bei einem ausgeliehenen Spieler nicht möglich ist. Bestes Beispiel ist aktuell Bremen mit Christian Groß, der nach einer Verletzungsmisere in einer Notsituation reingeworfen wurde. So eins, zwei erfahrene ehemalige Profis oder Stand-By Spieler kann man da ja auch parken.

NadW (SGE, Leverkusen, Schalke)
Christoph Preuß (SGE, Leverkusen, Bochum)
Albert Streit (SGE, Köln, Wolfsburg, Schalke, HSV, Aachen)
Baldo di Gregorio (Ahlen, Bielefeld)
Daniyel Cimen (SGE, OFX, Braunschweig, Aue)
Mounir Chaftar (SGE, Duisburg, OFX, Burghausen, Bochum, Saabrücken)
Yilmaz Örtülü (Saarbrücken) [Vorher schon Amateur]
Russer (SGE, Wolfsburg)
Markus Husterer (SGE, Braunschweig, FSV, OFX) [Vorher schon Amateur]
Lars Weißenfeldt (SGE, OFX, FSV)
Alexander Huber (OFX, FSV)
Zimbo (SGE, Blümchen, Heidenheim, 1860)
Patric Klandt (FSV)
DSE (Wehen, Babelbserg, Blümchen) [Torschützenkönig 3. Liga]

Danach kam zugegeben einige Jahre nix und einige Leistungsträger der Zweiten (Martin Hess, Danny Galm, Juvhel Tsoumou) haben nie den Sprung in ne höhere Klasse geschafft.

Patrick Mayer (Heidenheim) [Torschützenkönig 3. Liga]
Titsch-Rivero (Heidenheim, Wehen)
Marcos Alvarez (Stuttgarter Kickers, Osnabrück)
Sebi Jung (SGE, Wolfsburg)
Richard Weil (Heidenheim, Bonbonwerfer II, Würzburg, Magdeburg)
Daniel Vier (Stuttgart II, Heidenheim) [Vorher schon Amateur]
Norman Theuerkauf (Braunschweig, Heidenheim) [Vorher schon Amateur]
Jürgen Mössmer (Aalen, Nürnberg)
Markus Kolke (Wehen, Rostock)
Yannick Stark (Blümchen, FSV, 1860)
Timmy Chandler (Nürnberg, SGE)
Kevin Kraus (Fürth, Heidenheim, Kartoffelbauern)
Dimitrij Nazarov (Münster, Karlsruhe, Aue)
Anthony Jung (FSV, Leipzig, Bröndby)
Cenk Tosun (Gaziantep, Besiktas, Everton, Crystal Palace)
Elia Soriano (Karlsruhe, Stuttgarter Kickers, Würzburg, Kielce, Venlo) [Vorher schon Profi]
Giuliano Modica (OFX, Dresden, Kartoffelbauern, Wehen) [Vorher schon Amateur]
Maximilian Oesterhelweg (Aalen, Elversberg, Lotte) [Vorher schon Amateur]
Hassan Amin (Mannheim, Meppen)
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Fände die Wiedereinführung einer Zweiten Mannschaft eine feine Sache. Gerne auch mit Einstieg in der KOL. Damit würden wir dann zwar wenn alles glatt läuft vier Jahre verlieren, bis wir wieder in der Regionalliga angekommen wären - und nichts anderes sollte der Anspruch sein - aber das wäre dann wohl die gerechte Strafe für den damaligen Fehler der Abmeldung. Jetzt einen auf Leipzig zu machen und einer anderen Mannschaft das Spielrecht abzukaufen, fände ich ehrlich gesagt nicht so pralle. Maximal, wenn ein Verein ohnehin finanzielle Probleme hat und sich den Spielbetrieb in der Liga nicht mehr leisten kann.

Allgemein finde ich, dass zu einem Fußballverein auch eine Zweite Mannschaft gehört. Und ich sehe die Eintracht nach wie vor als Fußballverein, der auch gewisse gesellschaftliche Pflichten hat und nicht als Wirtschaftsunternehmen, das auf größtmögliche Rationalisierung aus ist. Deshalb kann ich auch so Stimmen wie "paar Studenten hier durchfüttern" ehrlich gesagt nicht verstehen. Sonst sind solche Konstrukte wie in Leipzig hier der Teufel, aber wenn wir selbst 500.000 bis 750.000 Euro sparen können, sollen wir das auch machen? Ich finde ein Bundesligist mit der Größe von Eintracht Frankfurt sollte das verschmerzen können. In der heutigen Zeit sind das doch nur noch Peanuts.

Nebenbei hat es sich in der Praxis auch schon gezeigt, dass es einige Jugendspieler bevorzugen, für einen Bundesligist mit Zweitvertretung zu spielen. Weil sie wissen, dass sie dann in der Jugend nicht den ganz großen Druck haben, sofort den Sprung schaffen zu müssen, sondern vielleicht noch eins, zwei Jahre mehr Zeit haben. Oder zumindest erst mal noch ein bisschen abgesichert sind, bevor sie sich entscheiden müssen, ob und wohin sie zukünftig wechseln oder vielleicht auch ob sie einen anderen Berufsweg einschlagen, statt Fußballprofi werden zu wollen. Ich finde das ist man den Jungs, die hier bisweilen auch jahrelang für die Eintracht die Knochen hingehalten haben in gewisser Weise auch schuldig. Aber es werden ja häufig andere Maßstäbe angelegt, wenn ein Spieler von einem Verein weg will im Vergleich zu der Situation, wenn ein Verein einen Spieler loswerden will.

Darüber hinaus finde ich auch, dass (zumindest ab der Regionalliga) der sportliche Wert für eine Zweite Mannschaft gegeben ist. So schlecht ist das Niveau in der Regionalliga auch nicht. Da gibt es jedes Jahr auch mal den einen oder anderen, der innerhalb von eins, zwei Jahren den Sprung in die Zweite oder sogar Erste Liga schaffen. Marius Bülter von Union ist ein aktuelles Beispiel. Ich denke in der aktuellen Situation, mit den schweren Verletzungen von Fernandes und Torró, hätte auch ein Cetin hier bessere Einsatzchancen, wenn er die letzten eineinhalb Jahre Woche für Woche Spielpraxis in der Regionalliga gesammelt hätte, anstatt nur mit der Mannschaft zu trainieren. Und wenn es nur einige Monate sind, um sich körperlich an den Herrenbereich zu gewöhnen. Auch für die Heranführung von lange verletzten Spielern ist eine Zweite Mannschaft eine gute Sache. Ein Timmy Chandler ist Anfang dieser Saison beispielweise schwer reingekommen, dem hätte das sicher geholfen und der wäre sich denke ich auch nicht zu schade dafür gewesen.

Und nicht zuletzt gibt es doch immer mal den ein oder anderen Spieler der verpätet aus der Zweiten Mannschaft den Sprung schafft. Chandler ist doch das beste Beispiel dafür, auch wenn es in seinem Fall erst in Nürnberg passiert ist. Klar schaffen die größten Talente sofort den Sprung in die Erste Mannschaft. Aber wenn wir mal ehrlich sind, wechseln genau diese Talente doch ohnehin schon in der Jugend von uns weg, ohne das wir irgendeine Chance haben. Siehe Marin, Can, Süle, Schwäbe, Spanoudakis, Dadashov, Chabot, die Itters oder Pena-Zauner. Die einzigen beiden, die als Riesentalente galten und bis zum Ende ihrer Jugendzeit bei der Eintracht geblieben sind, waren Kittel und Stendera. Bei denen hat es dann halt wegen der Verletzungsanfälligkeit nicht geklappt. Mandela und Dadashov würde ich hier mal rausnehmen, weil sie dann bereits während ihrer Jugendzeit extreme Probleme hatten.

Dahinter kommt dann eine Reihe mit Spielern wie Kempf, Waldschmidt oder aktuell Barkok und Cetin, denen man allen den Sprung zum Bundesligaspieler zugetraut hat, die aber eben nicht direkt nach ihrer Jugendzeit so weit waren. Das hat man bei Kempf und Waldschmidt auch in ihren Profieinsätzen hier gesehen. Da wäre aber eine Zweite Mannschaft eine Option, die Jungs weiter hier zu behalten und eng zu betreuen, während sie in der Regionalliga Spielpraxis sammeln. Halte ich in vereinzelten Fällen für die bessere Lösung als sie beispielsweise in die Zweite Liga zu verleihen. Die ist gerade körperlich ein absolutes Haifischbecken, wo sich frisch der Jugend entwachsene Spieler häufig überhaupt nicht durchsetzen können. Ist glaube ich für das Vertrauen vieler junger Spieler wichtig, einen täglichen Kontakt zu haben, anstatt sie per Leihe erst einmal "abzuschieben". Das haben ja dann beispielsweise auch Kempf, Waldtschmidt oder Tosun abgelehnt.

Ich habe mir auch mal die Mühe gemacht, mir einige ehemalige Spieler unserer Zweiten Mannschaft aus den letzten 20 Jahren anzuschauen (bei den Namen kamen einige schöne Erinnerungen hoch), beziehungsweise einige davon habe ich ohnehin noch regelmäßig im Blick. Und siehe an, da sind zumindest einige gestandene Profis (Erste bis Dritte Liga) draus geworden. Auch ein großer Vorteil einer Zweiten Mannschaft ist, dass man immer Zugriff auf rund 20 weitere Spieler hat und sie sofort einsetzen kann, was natürlich bei einem ausgeliehenen Spieler nicht möglich ist. Bestes Beispiel ist aktuell Bremen mit Christian Groß, der nach einer Verletzungsmisere in einer Notsituation reingeworfen wurde. So eins, zwei erfahrene ehemalige Profis oder Stand-By Spieler kann man da ja auch parken.

NadW (SGE, Leverkusen, Schalke)
Christoph Preuß (SGE, Leverkusen, Bochum)
Albert Streit (SGE, Köln, Wolfsburg, Schalke, HSV, Aachen)
Baldo di Gregorio (Ahlen, Bielefeld)
Daniyel Cimen (SGE, OFX, Braunschweig, Aue)
Mounir Chaftar (SGE, Duisburg, OFX, Burghausen, Bochum, Saabrücken)
Yilmaz Örtülü (Saarbrücken) [Vorher schon Amateur]
Russer (SGE, Wolfsburg)
Markus Husterer (SGE, Braunschweig, FSV, OFX) [Vorher schon Amateur]
Lars Weißenfeldt (SGE, OFX, FSV)
Alexander Huber (OFX, FSV)
Zimbo (SGE, Blümchen, Heidenheim, 1860)
Patric Klandt (FSV)
DSE (Wehen, Babelbserg, Blümchen) [Torschützenkönig 3. Liga]

Danach kam zugegeben einige Jahre nix und einige Leistungsträger der Zweiten (Martin Hess, Danny Galm, Juvhel Tsoumou) haben nie den Sprung in ne höhere Klasse geschafft.

Patrick Mayer (Heidenheim) [Torschützenkönig 3. Liga]
Titsch-Rivero (Heidenheim, Wehen)
Marcos Alvarez (Stuttgarter Kickers, Osnabrück)
Sebi Jung (SGE, Wolfsburg)
Richard Weil (Heidenheim, Bonbonwerfer II, Würzburg, Magdeburg)
Daniel Vier (Stuttgart II, Heidenheim) [Vorher schon Amateur]
Norman Theuerkauf (Braunschweig, Heidenheim) [Vorher schon Amateur]
Jürgen Mössmer (Aalen, Nürnberg)
Markus Kolke (Wehen, Rostock)
Yannick Stark (Blümchen, FSV, 1860)
Timmy Chandler (Nürnberg, SGE)
Kevin Kraus (Fürth, Heidenheim, Kartoffelbauern)
Dimitrij Nazarov (Münster, Karlsruhe, Aue)
Anthony Jung (FSV, Leipzig, Bröndby)
Cenk Tosun (Gaziantep, Besiktas, Everton, Crystal Palace)
Elia Soriano (Karlsruhe, Stuttgarter Kickers, Würzburg, Kielce, Venlo) [Vorher schon Profi]
Giuliano Modica (OFX, Dresden, Kartoffelbauern, Wehen) [Vorher schon Amateur]
Maximilian Oesterhelweg (Aalen, Elversberg, Lotte) [Vorher schon Amateur]
Hassan Amin (Mannheim, Meppen)
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Da hast du dir tatsächlich ziemlich viel Mühe gemacht, aber so ganz schlüssig ist dein Beitrag für mich nicht. Ich entschuldige mich dafür schon eial, dass ich nur einige Aussagen herauspicke. Es gibt natürlich auch Aspekte, da würde ich dir im Grundsatz zustimmen.

DonGuillermo schrieb:

Allgemein finde ich, dass zu einem Fußballverein auch eine Zweite Mannschaft gehört. Und ich sehe die Eintracht nach wie vor als Fußballverein, der auch gewisse gesellschaftliche Pflichten hat und nicht als Wirtschaftsunternehmen, das auf größtmögliche Rationalisierung aus ist. Deshalb kann ich auch so Stimmen wie "paar Studenten hier durchfüttern" ehrlich gesagt nicht verstehen.
Hier verstehe ich den Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und das berufliche oder sportliche "Schicksal" einzelner Spieler, die den Sprung in die erste Mannschaft nicht schaffen werden, nicht.

DonGuillermo schrieb:

Oder zumindest erst mal noch ein bisschen abgesichert sind, bevor sie sich entscheiden müssen, ob und wohin sie zukünftig wechseln oder vielleicht auch ob sie einen anderen Berufsweg einschlagen, statt Fußballprofi werden zu wollen.
Ach komm... man kann wohl kaum der Ansicht sein, dass die Eintracht das Auffangbecken für ehemalige Jugendspieler sein soll, denen mit 20 noch immer nicht bewusst ist, dass sie sich schon längst um Alternativen zum Profifußball hätten kümmern müssen, um sie vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren. Das finde ich dich viel zu viel des Guten und hat nichts mit Verantwortung gegenüber den jungen Erwachsenen zu tun.

DonGuillermo schrieb:

Ich finde das ist man den Jungs, die hier bisweilen auch jahrelang für die Eintracht die Knochen hingehalten haben in gewisser Weise auch schuldig.

Jahrelang die Knochen hingehalten haben sie also. Dass sie dadurch eine professionellere Ausbildung erhalten haben, um ihrem Traumberuf ein Stück näher zu kommen, ist wohl zu vernachlässigen. Natürlich ist das eine Doppelbelastung, die sie aber freiwillig und ihrer Passion wegen eingehen.

DonGuillermo schrieb:

ehemalige Spieler unserer Zweiten Mannschaft aus den letzten 20 Jahren anzuschauen (bei den Namen kamen einige schöne Erinnerungen hoch), beziehungsweise einige davon habe ich ohnehin noch regelmäßig im Blick. Und siehe an, da sind zumindest einige gestandene Profis (Erste bis Dritte Liga) draus geworden.
Ja , bis auf ein paar Ausnahmen sehe ich die Eintracht jedoch nicht als Ausbildungsverein für vorwiegend Dritte Liga und darunter. Ich denke, das kann man nachvollziehen. Weder wirtschaftlich noch sportlich macht es Sinn, eine Zweitvertretung zu unterhalten, aus der man für das eigene Team keine Spieler abschöpfen oder sie zumindest an einen höchstklassigen Verein vermitteln kann.
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Da hast du dir tatsächlich ziemlich viel Mühe gemacht, aber so ganz schlüssig ist dein Beitrag für mich nicht. Ich entschuldige mich dafür schon eial, dass ich nur einige Aussagen herauspicke. Es gibt natürlich auch Aspekte, da würde ich dir im Grundsatz zustimmen.

DonGuillermo schrieb:

Allgemein finde ich, dass zu einem Fußballverein auch eine Zweite Mannschaft gehört. Und ich sehe die Eintracht nach wie vor als Fußballverein, der auch gewisse gesellschaftliche Pflichten hat und nicht als Wirtschaftsunternehmen, das auf größtmögliche Rationalisierung aus ist. Deshalb kann ich auch so Stimmen wie "paar Studenten hier durchfüttern" ehrlich gesagt nicht verstehen.
Hier verstehe ich den Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und das berufliche oder sportliche "Schicksal" einzelner Spieler, die den Sprung in die erste Mannschaft nicht schaffen werden, nicht.

DonGuillermo schrieb:

Oder zumindest erst mal noch ein bisschen abgesichert sind, bevor sie sich entscheiden müssen, ob und wohin sie zukünftig wechseln oder vielleicht auch ob sie einen anderen Berufsweg einschlagen, statt Fußballprofi werden zu wollen.
Ach komm... man kann wohl kaum der Ansicht sein, dass die Eintracht das Auffangbecken für ehemalige Jugendspieler sein soll, denen mit 20 noch immer nicht bewusst ist, dass sie sich schon längst um Alternativen zum Profifußball hätten kümmern müssen, um sie vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren. Das finde ich dich viel zu viel des Guten und hat nichts mit Verantwortung gegenüber den jungen Erwachsenen zu tun.

DonGuillermo schrieb:

Ich finde das ist man den Jungs, die hier bisweilen auch jahrelang für die Eintracht die Knochen hingehalten haben in gewisser Weise auch schuldig.

Jahrelang die Knochen hingehalten haben sie also. Dass sie dadurch eine professionellere Ausbildung erhalten haben, um ihrem Traumberuf ein Stück näher zu kommen, ist wohl zu vernachlässigen. Natürlich ist das eine Doppelbelastung, die sie aber freiwillig und ihrer Passion wegen eingehen.

DonGuillermo schrieb:

ehemalige Spieler unserer Zweiten Mannschaft aus den letzten 20 Jahren anzuschauen (bei den Namen kamen einige schöne Erinnerungen hoch), beziehungsweise einige davon habe ich ohnehin noch regelmäßig im Blick. Und siehe an, da sind zumindest einige gestandene Profis (Erste bis Dritte Liga) draus geworden.
Ja , bis auf ein paar Ausnahmen sehe ich die Eintracht jedoch nicht als Ausbildungsverein für vorwiegend Dritte Liga und darunter. Ich denke, das kann man nachvollziehen. Weder wirtschaftlich noch sportlich macht es Sinn, eine Zweitvertretung zu unterhalten, aus der man für das eigene Team keine Spieler abschöpfen oder sie zumindest an einen höchstklassigen Verein vermitteln kann.
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Runggelreube schrieb:

Hier verstehe ich den Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und das berufliche oder sportliche "Schicksal" einzelner Spieler, die den Sprung in die erste Mannschaft nicht schaffen werden, nicht.


Nunja, ich finde dass ein Verein der Größe Eintracht Frankfurts eine gewisse gesellschaftliche Verantwortung hat (mit der man sich ja auch öffentlich immer gerne brüstet und bei bestimmten Themen auch eine Vorreiterrolle einnimmt) und dazu gehört für mich eben auch eine Zweite Mannschaft, damit man nicht so viele Jungs nach ihrer Jugendzeit hängenlässt. Wie gesagt, für uns sind die Kosten mittlerweile Peanuts und ich sehe die Eintracht trotz der AG im Fußball immer noch als traditionellen Verein und nicht als komplett auf Rationalisierung getrimmtes Unternehmen wie beispielsweise die Kollegen in Leipzig. Natürlich ist ein Bundesligaverein kein normaler Verein und eine Sondersituation, aber die Leute, die sich hier teilweise jahrelang eingebracht haben sofort loswerden zu wollen, wenn man keinen Profit mehr mit ihnen machen und keinen Nutzen mehr aus ihnen ziehen kann, steht für mich im kompletten Gegenteil zu dem was einen Vereinsgeist ausmacht. Dann könnte der e.V. ja auch gleich alle anderen Abteilungen dicht machen, weil die außer den Mitgliederbeiträgen der aktiven Sportler nicht so viel einbringen. Der größte Anteil der Mitgliedsbeiträge kommt ja eh von den Fans der Fußballabteilung.

Runggelreube schrieb:

Ach komm... man kann wohl kaum der Ansicht sein, dass die Eintracht das Auffangbecken für ehemalige Jugendspieler sein soll, denen mit 20 noch immer nicht bewusst ist, dass sie sich schon längst um Alternativen zum Profifußball hätten kümmern müssen, um sie vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren. Das finde ich dich viel zu viel des Guten und hat nichts mit Verantwortung gegenüber den jungen Erwachsenen zu tun.


Kann man so sehen. Muss man aber nicht. Machen viele andere Vereine auch nicht. Fakt ist, dass wir teilweise auch Jugendspieler (mittlerweile auch aus dem Ausland) holen, die sehr viel opfern, um hier spielen zu können. Die von ihren Familien und Freunden getrennt im Internat leben und neben Fußball und Schule kaum Freizeit haben, um das normale Leben eines Jugendlichen zu leben. Mal nachts unterwegs sein, ist da nicht drin. Und bei den meisten reicht es am Ende logischerweise trotzdem nicht für eine Profikarriere. Aber das werden sich die wenigsten schon als Jugendliche eingestehen. Bis gnadenlos aussortiert wird und für die Jungs ein Traum zerplatzt (auf den sich die meisten auch eher als auf die Schule konzentrieren werden), wird den Jungs aber natürlich in einem gewissen Rahmen dieser Traum und die Hoffnung belassen, denn kein Verein will demotivierte Jugendspieler haben.

Und genau so wie wir von diesem System profitieren, sollte man vielleicht in dem einen oder anderen Bereich auch etwas zurückgeben. Ich gehe stark davon aus, dass bei uns auch die Jungs auf ein späteres Berufsleben vorbereitet oder vielleicht zu einem anderen Verein vermittelt werden. Aber noch mal ein Jahr im gewohnten Umfeld zu spielen und den Jungs die Zeit und Möglichkeit zu geben, das zu regeln, ist etwas anderes. Und es geht mir jetzt auch nicht darum, das Auffangbecken für alle zu sein. Eine gewisse sportliche Perspektive, zumindest für den Halbprofi-Bereich, sollte schon vorhanden sein. Aber aktuell ziehen wir vielleicht einen Spieler pro Jahr aus der Jugend hoch und der Rest kann sich auf gut Deutsch gesagt nach teilweise etlichen Jahren im Verein verpissen. Gefällt mir persönlich halt nicht. Mal abgesehen davon, dass man von einer verlängerten Vereinsbindung auch profitieren kann. Werder Bremen hat dadurch gleich zwei spätere Bundesligatrainer in Nouri und Kohfeldt gewonnen. Auch ein Nagelsmann oder Slomka waren zuerst als Jugendtrainer bei den Vereinen tätig, wo sie noch ein bisschen in der Zweiten Mannschaft gekickt haben.

Runggelreube schrieb:

Jahrelang die Knochen hingehalten haben sie also. Dass sie dadurch eine professionellere Ausbildung erhalten haben, um ihrem Traumberuf ein Stück näher zu kommen, ist wohl zu vernachlässigen. Natürlich ist das eine Doppelbelastung, die sie aber freiwillig und ihrer Passion wegen eingehen.


Hierauf bin ich ja schon im letzten Absatz eingegangen. Natürlich machen die Jungs das mehr oder weniger freiwillig. Aber die wenigstens werden das alles in dem Alter und mit dem ultimativen Traum Fußballprofi vor Augen komplett realistisch einschätzen können. Das wissen wir beide genau wie alle anderen auch. Und dass wir denen "eine professionelle Ausbildung geben, um sie ihrem Traumberuf ein Stück näher zu bringen" machen wir ja aber auch komplett aus Nächstenliebe und nicht etwa zum Eigennutz, um einen mal für viel Geld zu verkaufen, gell? Das ist für mich einfach eine undankbare Einstellung, die sich teilweise auch schon im Profibereich gegenüber langgedienten Profis breit macht. Das werden wir im Sommer wieder erleben, wenn der auslaufende Vertrag von Russ ein Thema wird. Natürlich ist irgendwann der Punkt gekommen, wo es keinen Sinn mehr macht und Schluss ist. Aber immer von den Spielern Vereinstreue fordern und sie gleichzeitig zum erstbesten Zeitpunkt loswerden zu wollen, ist halt auch heuchlerisch. Mit der Einstellung (und ohne eine Zweite Mannschaft) wäre ein Alex Schur hier wahrscheinlich nicht zur Vereinslegende geworden. Und wenn es auch nur einen solchen Fall Alex Schur in 20 Jahren gibt, ist es mir das als Fan allemal wert, eine Zweite Mannschaft zu unterhalten. Wie gesagt, der Verein wird es bei dem nicht enden wollenden Geldfluss im Fußball sicherlich verschmerzen können.

Runggelreube schrieb:

Ja , bis auf ein paar Ausnahmen sehe ich die Eintracht jedoch nicht als Ausbildungsverein für vorwiegend Dritte Liga und darunter. Ich denke, das kann man nachvollziehen. Weder wirtschaftlich noch sportlich macht es Sinn, eine Zweitvertretung zu unterhalten, aus der man für das eigene Team keine Spieler abschöpfen oder sie zumindest an einen höchstklassigen Verein vermitteln kann.


Würde ich nicht so sagen und da habe ich ja mittlerweile auch mehrere Gründe für den Sinn einer Zweitvertretung und auch erwiesene Gegenbeispiele angeführt. Unter anderem wir selbst haben mehrfach von ehemaligen Spielern der Zweiten Mannschaft profitiert. Und die Auflistung diente auch dazu, aufzuzeigen, dass da jetzt über die Jahre nicht nur Graupen gekickt haben. Wie gesagt, das Beispiel Christian Groß bei Bremen zeigt, dass man zumindest kurzfristig in einer Notsituation auch mal einen Spieler in der Bundesliga werfen kann, der sein Leben lang nur unterklassig gespielt hat. Nicht zuletzt kann man das heutzutage wahrscheinlich auch teilweise aus dem Kader einer U23 eines Bundesligavereins selbst finanzieren. Wir haben schon vor Jahren immer mal wieder Ablösen für Spieler bekommen, die hauptsächlich oder ausschließlich in der Zweiten Mannschaft gespielt haben. Und da die zu Profimannschaften gewechselt sind, auch durchaus im sechsstelligen Bereich. Noch größere Vereine als wir dürften mit der Zweiten Mannschaft sogar Plus machen. Die Bayern haben dieses Jahr beispielsweise lediglich mit Verkäufen von Spielern ihrer Zweitvertretung sechs Millionen Euro eingenommen.


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