Jahrestag der Auschwitz Befreiung

#
Viel schlimmer ist, dass immer mehr junge Menschen kein oder wenig Kenntnis vom Holocaust haben. Zitat:
"Viele junge Deutsche wissen laut einer Umfrage kaum etwas über den Holocaust. Von den 18- bis 34-Jährigen schätzen rund 40 Prozent, dass sie „wenig“ oder „gar nichts“ darüber wissen. Das geht aus einer Studie des Fernsehsenders CNN hervor, die am Dienstag vorgestellt wurde. Ein Drittel der befragten Europäer insgesamt (33 Prozent) schätzte seinen Kenntnisstand entsprechend ein. Etwa jeder 20. Europäer hat noch nie etwas über die systematische Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten gehört."
http://www.taz.de/!5554236/

#
WuerzburgerAdler schrieb:

Jaroos schrieb:

Ich hab große Sorgen, dass mit immer weniger Zeitzeugen auch die Erinnerungen/Geschichte verschwurbelt werden können. Ich hoffe ich irre mich stark.

Alles, was ich über den Holocaust weiß - und das ist nicht wenig -, weiß ich nicht von Zeitzeugen.
Insofern: sorge dich nicht.

Ich teile Jaroos' Sorge dennoch.

Es ist schwerer, einem 80-jährigen mit Nummer auf dem Unterarm ein "Fake" entgegenzuschmettern als seinem Enkel.

Und: Millionen Tote sind eine Zahl. Jede persönliche Schilderung ein nachvollziehbares Schicksal.
#
Misanthrop schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Jaroos schrieb:

Ich hab große Sorgen, dass mit immer weniger Zeitzeugen auch die Erinnerungen/Geschichte verschwurbelt werden können. Ich hoffe ich irre mich stark.

Alles, was ich über den Holocaust weiß - und das ist nicht wenig -, weiß ich nicht von Zeitzeugen.
Insofern: sorge dich nicht.

Ich teile Jaroos' Sorge dennoch.

Es ist schwerer, einem 80-jährigen mit Nummer auf dem Unterarm ein "Fake" entgegenzuschmettern als seinem Enkel.

Und: Millionen Tote sind eine Zahl. Jede persönliche Schilderung ein nachvollziehbares Schicksal.

Natürlich, da hast du vollkommen recht. Ich wollte damit auch nur ausdrücken, dass ich die Aufarbeitung dieses Teils deutscher Geschichte ungefähr seit dem Zeitpunkt, an dem die TV-Serie im Fernsehen lief, eigentlich sehr gut finde. Keine Ahnung, ob es da einen direkten Zusammenhang gibt. Aber die in vielen Facetten, Differenzierungen und Blickwinkeln dargestellte Dokumentation des Dritten Reiches und des Holocaust hat bei mir von Klein auf Eindruck hinterlassen, ohne dass ich jemals einen Zeitzeugen zu Gesicht bekommen oder die Gelegenheit gehabt hätte, mit ihm zu sprechen.

Gut, nichts ist perfekt und auch heute noch gibt es Leugner. Aber im Großen und Ganzen finde ich, dass wir Deutsche das in der medialen Nachbetrachtung ganz gut gemacht haben - von der Schule angefangen.

Einen nicht unbeträchtlichen Anteil daran hatte sicherlich die 68er-Bewegung.
#
Nichts in meinem Leben hat mich mehr bewegt, als die Begegnung mit einer Auschwitzüberlebenden in Tel Aviv.
Sie musste ihr eine Woche altes Kind umbringen, um nicht von Mengele und Co. ermordet zu werden.
Never again!
Jamais plus!
Nie wieder!
#
Ich war einmal in Dachau.... einmal... und will nie nie nie nie wieder hin. Damals war ich noch jung genug das es noch viele Zeitzeugen gab.. und was sie erzählt haben, und die Bilder die man dort sieht... dazu diese bedrückende Atmosphäre... auf einem Boden, wo zehntausendfach industrieller Massenmord im Namen des deutschen Reiches begangen wurde...

Mir wird jedes mal schlecht wenn ich daran denke.... Ja wir sind nicht schuld an den Verbrechen unserer Vorväter, aber wir sind dafür verantwortlich das es nie wieder geschieht!!!!!
#
Misanthrop schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Jaroos schrieb:

Ich hab große Sorgen, dass mit immer weniger Zeitzeugen auch die Erinnerungen/Geschichte verschwurbelt werden können. Ich hoffe ich irre mich stark.

Alles, was ich über den Holocaust weiß - und das ist nicht wenig -, weiß ich nicht von Zeitzeugen.
Insofern: sorge dich nicht.

Ich teile Jaroos' Sorge dennoch.

Es ist schwerer, einem 80-jährigen mit Nummer auf dem Unterarm ein "Fake" entgegenzuschmettern als seinem Enkel.

Und: Millionen Tote sind eine Zahl. Jede persönliche Schilderung ein nachvollziehbares Schicksal.

Natürlich, da hast du vollkommen recht. Ich wollte damit auch nur ausdrücken, dass ich die Aufarbeitung dieses Teils deutscher Geschichte ungefähr seit dem Zeitpunkt, an dem die TV-Serie im Fernsehen lief, eigentlich sehr gut finde. Keine Ahnung, ob es da einen direkten Zusammenhang gibt. Aber die in vielen Facetten, Differenzierungen und Blickwinkeln dargestellte Dokumentation des Dritten Reiches und des Holocaust hat bei mir von Klein auf Eindruck hinterlassen, ohne dass ich jemals einen Zeitzeugen zu Gesicht bekommen oder die Gelegenheit gehabt hätte, mit ihm zu sprechen.

Gut, nichts ist perfekt und auch heute noch gibt es Leugner. Aber im Großen und Ganzen finde ich, dass wir Deutsche das in der medialen Nachbetrachtung ganz gut gemacht haben - von der Schule angefangen.

Einen nicht unbeträchtlichen Anteil daran hatte sicherlich die 68er-Bewegung.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Misanthrop schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Jaroos schrieb:

Ich hab große Sorgen, dass mit immer weniger Zeitzeugen auch die Erinnerungen/Geschichte verschwurbelt werden können. Ich hoffe ich irre mich stark.

Alles, was ich über den Holocaust weiß - und das ist nicht wenig -, weiß ich nicht von Zeitzeugen.
Insofern: sorge dich nicht.

Ich teile Jaroos' Sorge dennoch.

Es ist schwerer, einem 80-jährigen mit Nummer auf dem Unterarm ein "Fake" entgegenzuschmettern als seinem Enkel.

Und: Millionen Tote sind eine Zahl. Jede persönliche Schilderung ein nachvollziehbares Schicksal.

Natürlich, da hast du vollkommen recht. Ich wollte damit auch nur ausdrücken, dass ich die Aufarbeitung dieses Teils deutscher Geschichte ungefähr seit dem Zeitpunkt, an dem die TV-Serie im Fernsehen lief, eigentlich sehr gut finde. Keine Ahnung, ob es da einen direkten Zusammenhang gibt. Aber die in vielen Facetten, Differenzierungen und Blickwinkeln dargestellte Dokumentation des Dritten Reiches und des Holocaust hat bei mir von Klein auf Eindruck hinterlassen, ohne dass ich jemals einen Zeitzeugen zu Gesicht bekommen oder die Gelegenheit gehabt hätte, mit ihm zu sprechen.

Gut, nichts ist perfekt und auch heute noch gibt es Leugner. Aber im Großen und Ganzen finde ich, dass wir Deutsche das in der medialen Nachbetrachtung ganz gut gemacht haben - von der Schule angefangen.

Einen nicht unbeträchtlichen Anteil daran hatte sicherlich die 68er-Bewegung.

Ich finde, andersrum wird ein Schuh draus.

Obwohl in Deutschland so viel aufgeklärt wird existiert heute dennoch eine im Bundestag vertretene Partei, die etlichen Holocaust-Leugnern und Vogelschiss-Relativierern eine Heimat bietet. Vor nicht mal 30 Jahren noch undenkbar.

Da springen bei mir sämtliche Alarmleuchten auf Rot.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Misanthrop schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Jaroos schrieb:

Ich hab große Sorgen, dass mit immer weniger Zeitzeugen auch die Erinnerungen/Geschichte verschwurbelt werden können. Ich hoffe ich irre mich stark.

Alles, was ich über den Holocaust weiß - und das ist nicht wenig -, weiß ich nicht von Zeitzeugen.
Insofern: sorge dich nicht.

Ich teile Jaroos' Sorge dennoch.

Es ist schwerer, einem 80-jährigen mit Nummer auf dem Unterarm ein "Fake" entgegenzuschmettern als seinem Enkel.

Und: Millionen Tote sind eine Zahl. Jede persönliche Schilderung ein nachvollziehbares Schicksal.

Natürlich, da hast du vollkommen recht. Ich wollte damit auch nur ausdrücken, dass ich die Aufarbeitung dieses Teils deutscher Geschichte ungefähr seit dem Zeitpunkt, an dem die TV-Serie im Fernsehen lief, eigentlich sehr gut finde. Keine Ahnung, ob es da einen direkten Zusammenhang gibt. Aber die in vielen Facetten, Differenzierungen und Blickwinkeln dargestellte Dokumentation des Dritten Reiches und des Holocaust hat bei mir von Klein auf Eindruck hinterlassen, ohne dass ich jemals einen Zeitzeugen zu Gesicht bekommen oder die Gelegenheit gehabt hätte, mit ihm zu sprechen.

Gut, nichts ist perfekt und auch heute noch gibt es Leugner. Aber im Großen und Ganzen finde ich, dass wir Deutsche das in der medialen Nachbetrachtung ganz gut gemacht haben - von der Schule angefangen.

Einen nicht unbeträchtlichen Anteil daran hatte sicherlich die 68er-Bewegung.

Ich finde, andersrum wird ein Schuh draus.

Obwohl in Deutschland so viel aufgeklärt wird existiert heute dennoch eine im Bundestag vertretene Partei, die etlichen Holocaust-Leugnern und Vogelschiss-Relativierern eine Heimat bietet. Vor nicht mal 30 Jahren noch undenkbar.

Da springen bei mir sämtliche Alarmleuchten auf Rot.
#
miraculix250 schrieb:

Obwohl in Deutschland so viel aufgeklärt wird

Nichts anderes wollte ich zum Ausdruck bringen. Dass es immer und überall Aufklärungsverweigerer gibt - wohl nicht zu ändern. Guck nach Trumpland, wie hoch die Quote dort ist.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Misanthrop schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Jaroos schrieb:

Ich hab große Sorgen, dass mit immer weniger Zeitzeugen auch die Erinnerungen/Geschichte verschwurbelt werden können. Ich hoffe ich irre mich stark.

Alles, was ich über den Holocaust weiß - und das ist nicht wenig -, weiß ich nicht von Zeitzeugen.
Insofern: sorge dich nicht.

Ich teile Jaroos' Sorge dennoch.

Es ist schwerer, einem 80-jährigen mit Nummer auf dem Unterarm ein "Fake" entgegenzuschmettern als seinem Enkel.

Und: Millionen Tote sind eine Zahl. Jede persönliche Schilderung ein nachvollziehbares Schicksal.

Natürlich, da hast du vollkommen recht. Ich wollte damit auch nur ausdrücken, dass ich die Aufarbeitung dieses Teils deutscher Geschichte ungefähr seit dem Zeitpunkt, an dem die TV-Serie im Fernsehen lief, eigentlich sehr gut finde. Keine Ahnung, ob es da einen direkten Zusammenhang gibt. Aber die in vielen Facetten, Differenzierungen und Blickwinkeln dargestellte Dokumentation des Dritten Reiches und des Holocaust hat bei mir von Klein auf Eindruck hinterlassen, ohne dass ich jemals einen Zeitzeugen zu Gesicht bekommen oder die Gelegenheit gehabt hätte, mit ihm zu sprechen.

Gut, nichts ist perfekt und auch heute noch gibt es Leugner. Aber im Großen und Ganzen finde ich, dass wir Deutsche das in der medialen Nachbetrachtung ganz gut gemacht haben - von der Schule angefangen.

Einen nicht unbeträchtlichen Anteil daran hatte sicherlich die 68er-Bewegung.

Ich finde, andersrum wird ein Schuh draus.

Obwohl in Deutschland so viel aufgeklärt wird existiert heute dennoch eine im Bundestag vertretene Partei, die etlichen Holocaust-Leugnern und Vogelschiss-Relativierern eine Heimat bietet. Vor nicht mal 30 Jahren noch undenkbar.

Da springen bei mir sämtliche Alarmleuchten auf Rot.
#
miraculix250 schrieb:

Vor nicht mal 30 Jahren noch undenkbar.


Die NPD ist 1969 recht knapp am Einzug in den Bundestag gescheitert. Meines Erachtens gab es die früher in gleichem Maße, gingen aber in den Volksparteien unter.


Teilen

Du befindest Dich im Netzadler Modus!