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Nachbetrachtung 11. Spieltag Krimi mit happy end - Danke Diva!

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Butazzi schrieb:

Es wird meiner Meinung nach mal langsam Zeit auf 20 Mannschaften aufzustocken damit sich wieder Teams im oberem Mittelfeld der Tabelle auf das Fussballspiel konzentrieren können und nicht gleich ab Platz 7 um den Abstieg bangen und nur noch nach hinten mauern. Wir sind das Bevölkerungsreichste Land in Europa und haben im vergleich zu den Top 4 Ligen in Europa nur 18 statt 20 Teams.


Sehr interessanter Ansatz.
Ich vertrete schon seit Jahren die Meinung das die Liga aufgestockt werden sollte. Aber aus anderen Gründen.
Deine These ist ein weiteres Argument. Bei 3/4 der Vereine in der Liga herrscht erstmal die Marschroute Hauptsache nicht hinten reinrutschen, genug Punkte sammeln egal wie... die permanente Abstiegsangst lähmt. Und sorgt für teilweise sehr unattraktiven Fussball.

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Das liegt aber doch auch daran, dass sich der Fußball in Deutschland zu einer elitären Veranstaltung im kleinen Kreis wandelt.

Abgesehen von absurden Lizenzerteilungen in der Vergangenheit, wird durch das Tolerieren, ja eher Fördern von Konstrukten der widerlichsten Art (Leipzig, Hoffenheim) der Wettbewerb noch weiter nach unten verschoben. Gerade die Plastikklubs haben eine Garantie für sportlichen Erfolg, so lange da nur halbwegs kompetente Personen zu Gange sind.
Bayern ist eh kein Bestandteil des Wettbewerbs mehr und der BVB hat mittlerweile auch ein Polster, mit dem man eigentlich besser sein müsste.

Dass 12 - 14 Vereine gegen den Abstieg, statt um die EL kämpfen ist ein hausgemachtes Problem. Die CL-Teilnehmer spielen schlecht, weil sie in der Bundesliga keinen Wettbewerb mehr haben und kaum offensiver Fußball gespielt wird. Die EL Teams hätten Donnerstags lieber frei, weil der 34 Spieltage andauernde Abstiegskampf reiner Verschleiß ist und wenn man sich zu viele Fehltritte erlaubt ganz schnell in Liga 2 enden kann. Die Bundesliga ist keine Topliga mehr. In Italien, England und Spanien wird besserer und schönerer Fußball gespielt. Neben den Highlights aus diesen Ligen, wirken die der Bundesliga wie Amateurfußball.
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So. Nach einer ruhigen Nacht immer noch super happy. Sebastian, Jetro, unsere starke Kondition und der Wille machen den Unterschied. War das erwartete schwere Spiel. Hätten uns net beschweren dürfen, stünde es zur HZ 1:3 für Werder. Gott sei Dank waren die Fische nach 70 Minuten platt.

Angst vor einem Gegentor hatte ich immer wegen unserer rechten Abwehrseite. So sehr ich Carlos sympathisch finde, Timmy ist klar besser in der Defensive. Hoffe, Carlos steigert sich da noch.

Und nicht zu vergessen: Hrady war gestern einfach top. Er hat den Sieg erst ermöglicht.

Eigentlich bin ich ja kein Freund von Länderspielpausen. Da wir ein paar angeschlagene Spieler haben, nehm ich die Pause gerne mit.

Hoffe auf eine Punktausbeute in Hoppelheim

Schönes WE allen.
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MemmingerAdler schrieb:

die flanke von tawatha war mit einer der besten die ich seit jahren gesehen habe, kein Witz

Allerdings ! Mehr Banane gegt nicht.. die Flanke hatte echt unfassbaren “Drive“ daher war sie auch nicht zu verteidigen.. wie Haller sie dann verwertet war allerdings auch klasse!
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municadler schrieb:

MemmingerAdler schrieb:

die flanke von tawatha war mit einer der besten die ich seit jahren gesehen habe, kein Witz

Allerdings ! Mehr Banane gegt nicht.. die Flanke hatte echt unfassbaren “Drive“ daher war sie auch nicht zu verteidigen.. wie Haller sie dann verwertet war allerdings auch klasse!


Tawatha hat ganz klar die Banane des Monats 😎
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Bruchibert schrieb:

Unfassbar was für ein Unterschied es zu dem Gewürge letzte Woche in Mainz war.
Klar spielt der Gegner eine gewichtige Rolle, aber wenn man dieses Spektakel mit dem Gerumple und Fehlpassfestival in der letzten Woche vergleicht, war das heute eine völlig andere Sportart.
In meinen Augen war der Sieg aufgrund dieser zweiten Hz. hochverdient!
GEIL!!!


Zu viele Sieges-Bier getrunken?

Sorry, aber ich muß mal einiges an Wasser in den Wein schütten. Das heute war neben dem Augsburg-Heimspiel unser schwächstes in dieser Saison. Das war zu keiner Phase gut. Extrem fahrig, unkonzentriert, teilweise überheblich. Wir haben mit einer 1:0 Führung im Rücken einen total verunsicherten Gegner aufgebaut, der reihenweise Torchancen hatte mit 2:1 in Führung zu gehen. Einzig Lukas haben wir es zu verdanken das wir heute nur einen Gegentreffer kassiert haben. Auch in der zweiten Halbzeit (die hier teilweise hochgelobt wird) haben wir nicht gut gespielt. Unsere Körpersprache hat mir auch nicht gefallen. Wie Mijat in der 85.minute zum Eckball spaziert ist hat mich unfassbar geärgert. Nach dem Motto, ach Leute wir haben einen Punkt geholt gegen den Vorletzten das reicht für heute... hätte Haller am Ende nicht wieder genetzt hätte ich total unzufrieden das Stadion verlassen.

Und kommt mir nicht mit starken Bremern und Trainerwechsel bla bla.... die waren richtig schwach heute, immer in dem Moment wo wir mal angezogen haben sind die sofort ins Schwimmen gekommen, haben die Bälle vertändelt, Fehlpässe gespielt, waren ungeordnet. Blöderweise haben wir zu selten angezogen. Wir haben es denen sehr einfach gemacht. Groteskerweise gewinnen wir das Spiel am Ende trotzdem, das ist ein völlig neues Eintracht-Gefühl, wir gewinnen schlechte Spiele... Wahnsinn.

Und ja, ich bin trotzdem glücklich und freue mich über diesen Sieg.
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Diegito schrieb:

Und kommt mir nicht mit starken Bremern und Trainerwechsel bla bla.... die waren richtig schwach heute

Ernsthafte Frage: was hätte Bremen denn machen müssen, um nicht als "schwach" zu gelten? Ich fand, es war, wie man so schön sagt, ein munteres Spiel. Bremen hat Druck gemacht, sich einige schöne Chancen erspielt und auch nicht übermäßig viel zugelassen, bis ihnen dann gegen Ende die Luft ausging. Das war in meinen Augen ein absolut solider Auswärtsauftritt für den sich niemand schämen muss. In den paar Minuten nach unserer Führung hatte ich kurz den Eindruck, dass Bremen auseinanderfallen könnte, aber die haben sich dann ja relativ schnell wieder gefangen.

Hach ja, schönes Gefühl, mit drei Punkten ins Wochenende zu starten. Vor der letzten Länderspielpause gab es auch einen Sieg, oder? Das war früher auch irgendwie anders. Da konnte man sich dann zwei Wochen über Niederlagen aufregen.

Eine Sache vielleicht noch, ohne übermäßig kritisch sein zu wollen: Boateng kommt mir bei vielen in der Bewertung ein bisschen zu gut weg. Jaja, sicherer Ballverteiler und so, aber er hatte auch gestern wieder ein paar absolut horrormäßige Pässe drin, bei denen er relativ unbedrängt direkt zum Gegner spielt und für Gefahr vor dem eigenen Kasten sorgt. Laut den Statistiken auf bundesliga.de (keine Ahnung wie zuverlässig die sind) hatte er nach Rebic die schlechteste Passquote im Team. Beim Ausgleich war er auch nicht unbedingt unschuldig und seine kläglich vergebene Riesenchance war jetzt auch kein Grund zur Freude.

Er kann zweifellos Ruhe ins Spiel bringen und ist immer anspielbar, aber von einem Mann seiner Qualität erwarte ich zugegebenermaßen ein wenig mehr (zum Beispiel, dass er mal einen Ball aufs Tor bringt). Ist jetzt zwar Jammern auf hohem Niveau, aber ich hoffe, er steigert sich noch.

Aber gut. 5. Platz! Europapokal!
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Das liegt aber doch auch daran, dass sich der Fußball in Deutschland zu einer elitären Veranstaltung im kleinen Kreis wandelt.

Abgesehen von absurden Lizenzerteilungen in der Vergangenheit, wird durch das Tolerieren, ja eher Fördern von Konstrukten der widerlichsten Art (Leipzig, Hoffenheim) der Wettbewerb noch weiter nach unten verschoben. Gerade die Plastikklubs haben eine Garantie für sportlichen Erfolg, so lange da nur halbwegs kompetente Personen zu Gange sind.
Bayern ist eh kein Bestandteil des Wettbewerbs mehr und der BVB hat mittlerweile auch ein Polster, mit dem man eigentlich besser sein müsste.

Dass 12 - 14 Vereine gegen den Abstieg, statt um die EL kämpfen ist ein hausgemachtes Problem. Die CL-Teilnehmer spielen schlecht, weil sie in der Bundesliga keinen Wettbewerb mehr haben und kaum offensiver Fußball gespielt wird. Die EL Teams hätten Donnerstags lieber frei, weil der 34 Spieltage andauernde Abstiegskampf reiner Verschleiß ist und wenn man sich zu viele Fehltritte erlaubt ganz schnell in Liga 2 enden kann. Die Bundesliga ist keine Topliga mehr. In Italien, England und Spanien wird besserer und schönerer Fußball gespielt. Neben den Highlights aus diesen Ligen, wirken die der Bundesliga wie Amateurfußball.
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Frankfurter-Bob schrieb:

Das liegt aber doch auch daran, dass sich der Fußball in Deutschland zu einer elitären Veranstaltung im kleinen Kreis wandelt.

Abgesehen von absurden Lizenzerteilungen in der Vergangenheit, wird durch das Tolerieren, ja eher Fördern von Konstrukten der widerlichsten Art (Leipzig, Hoffenheim) der Wettbewerb noch weiter nach unten verschoben. Gerade die Plastikklubs haben eine Garantie für sportlichen Erfolg, so lange da nur halbwegs kompetente Personen zu Gange sind.
Bayern ist eh kein Bestandteil des Wettbewerbs mehr und der BVB hat mittlerweile auch ein Polster, mit dem man eigentlich besser sein müsste.

Dass 12 - 14 Vereine gegen den Abstieg, statt um die EL kämpfen ist ein hausgemachtes Problem. Die CL-Teilnehmer spielen schlecht, weil sie in der Bundesliga keinen Wettbewerb mehr haben und kaum offensiver Fußball gespielt wird. Die EL Teams hätten Donnerstags lieber frei, weil der 34 Spieltage andauernde Abstiegskampf reiner Verschleiß ist und wenn man sich zu viele Fehltritte erlaubt ganz schnell in Liga 2 enden kann. Die Bundesliga ist keine Topliga mehr. In Italien, England und Spanien wird besserer und schönerer Fußball gespielt. Neben den Highlights aus diesen Ligen, wirken die der Bundesliga wie Amateurfußball.

Sehe ich anders.
Fussball in Italien ist schwer zu ertragen,Spanien hat in diesem Jahr europäisch auch so seine Probleme,England macht gemessen an den perversen finanziellen Möglichkeiten dieser Klubs keinen allzu tollen Job.
Die internationalen Erfolge der Ligaklubs sind ebenso sehr überschaubar.
Die Bundesliga hat eben im Rahmen der steigenden Gelder aus den Fernsehrechten eben zu einem erheblichen Teil
den Fokus klar auf die Liga gerichtet.
Alle wollen gerne in die EL,aber ist man da,dann ist der Wettbewerb nach Liga und DFB Pokal fast nur von untergeordneter Wichtigkeit.
Kann man schon ein wenig verstehen.
Was bringt es zum Beispiel Köln,sich da von Runde zu Runde zu schleppen und in der LIga den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Andererseits hat die Liga auch das Problem,daß mindestens 12,13 Teams quasi nur noch Wert legen auf Arbeit gegen den Ball,das Spiel des Gegners unterbinden und laufen.laufen,laufen.
Das ist in erster Linie dann mal ein Philosophieproblem der Trainer und der Angst gesschuldet in den Keller zu rutschen.
Aus meiner Sicht macht die Liga eben auch den Fehler,daß sie zu viele recht durchschnittliche Akteure aus aller Herren Länder verpflichtet,mit der Hoffnung auf Entwicklung und Mehrwert.
Sicherlich auch der Tatsache geschuldet,daß man die Topleute eben dank der unerschöpflich sprudelnden Geldquellen der Engländer nicht mehr bekommt.
Daher sollte man wie Anfang der 2000er schleunigst wieder auf die eigenen,top-ausgebildeten Jungs aus den NLZs setzen,einfach denen Vertrauen,sie fördern,nicht nur als Füllmasse nehmen.
Nichtsdestotrotz macht die Liga in Relation zu den finanziellen Möglichkeiten einen guten Job.
Das Leistungsgefälle ist gering,es geht eng und spannend zu.
Das eine mutigere Spielphilosophie eben auch zu attraktivem,schnellen Spiel führen kann,sieht man dann,wenn mit offenem Visier gespielt wird.
Die Liga hat kein Qualitätsproblem,sondern,wie gesagt,ein Philosophieproblem der Trainer.
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So macht Eintracht wieder Spass  

Weniger hingegen die teils katastrophalen Fan"Gesänge"  Die Mannschaft braucht Anfeuerung da heult mal irgend etwas mit ooohhho oooh.  Viel sogar bei ESP auf wo Kommentator feststellte, 68 Minute, die Fans melden sich ja auch mal...
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DougH schrieb:

So macht Eintracht wieder Spass  

Weniger hingegen die teils katastrophalen Fan"Gesänge"  Die Mannschaft braucht Anfeuerung da heult mal irgend etwas mit ooohhho oooh.  Viel sogar bei ESP auf wo Kommentator feststellte, 68 Minute, die Fans melden sich ja auch mal...



Empfand ich auch so. Die Stimmung war gestern ziemlich mies. Irgendwie wirkten die Leute fast lustlos.
Außerdem waren die Gesänge ab der 80.minute mal wieder (wie oft eigentlich schon?!) völlig deplaziert.
Statt Unterstützung und antreiben der Mannschaft nur monotones rumgesäusel mit einer Mitmachquote von maximal 30% in der NWK... ich würde mir echt mal wünschen das der Oberrang oder die Gegentribüne da gegenwirken mit lauten Anfeuerungen, hier und da kam es schon vor, leider viel zu selten...
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Das liegt aber doch auch daran, dass sich der Fußball in Deutschland zu einer elitären Veranstaltung im kleinen Kreis wandelt.

Abgesehen von absurden Lizenzerteilungen in der Vergangenheit, wird durch das Tolerieren, ja eher Fördern von Konstrukten der widerlichsten Art (Leipzig, Hoffenheim) der Wettbewerb noch weiter nach unten verschoben. Gerade die Plastikklubs haben eine Garantie für sportlichen Erfolg, so lange da nur halbwegs kompetente Personen zu Gange sind.
Bayern ist eh kein Bestandteil des Wettbewerbs mehr und der BVB hat mittlerweile auch ein Polster, mit dem man eigentlich besser sein müsste.

Dass 12 - 14 Vereine gegen den Abstieg, statt um die EL kämpfen ist ein hausgemachtes Problem. Die CL-Teilnehmer spielen schlecht, weil sie in der Bundesliga keinen Wettbewerb mehr haben und kaum offensiver Fußball gespielt wird. Die EL Teams hätten Donnerstags lieber frei, weil der 34 Spieltage andauernde Abstiegskampf reiner Verschleiß ist und wenn man sich zu viele Fehltritte erlaubt ganz schnell in Liga 2 enden kann. Die Bundesliga ist keine Topliga mehr. In Italien, England und Spanien wird besserer und schönerer Fußball gespielt. Neben den Highlights aus diesen Ligen, wirken die der Bundesliga wie Amateurfußball.
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Frankfurter-Bob schrieb:


         Das liegt aber doch auch daran, dass sich der Fußball in Deutschland zu einer elitären Veranstaltung im kleinen Kreis wandelt.


Auch wenn wir etwas vom Thema abdriften (böser Mod). Das ist eigentlich in jedem Land so. Nur, dass der elitäre Kreis in anderen Ländern etwas größer ist.

Es lohnt sich ein Blick in die Team-5-Jahreswertung der UEFA.

Nimmt man die Spanier, so ist nach Barca, Real, Atletico und Sevilla eine Lücke, dann kommen irgendwann Valencia, Bilbao und Villareal. Der Rest kickt durchweg gegen den Abstieg und bekommt von den Oberen ordentlich eine mitgegeben.

In England sind es City, Arsenal , Man U , Chelsea, Tottenham, Liverpool, wenn auch auf etwas schwächerem Niveau als die Spanier. Danach entsteht auch eine Lücke.

Beide Länder haben eben fünf, sechs Teams, die gutes Niveau haben. In Deutschland sind es hingegen nur 1 bis 3 (Bayern, zeitweise Dortmund und Leipzig). Danach entsteht eine Lücke. Die gab es vor paar Jahren noch nicht, die wurde damals von Leverkusen, Schalke etc. einigermaßen gefüllt. Diese Teams haben in der EL oder in der CL immerhin durchaus für akzeptable Ergebnisse gesorgt und somit uns zumindest etwa auf dem Niveau von England und etwas vor Italien gehalten.

Aktuell sind wir vergleichbar mit Frankreich. Ein Team ist top (PSG) , dahinter kommt eine große Lücke, dann kommen irgendwann Monaco und Lyon und danach nichts. Eventuell auch noch mit Italien, deren Platz 3-5 etwas stärker ist derzeit als unsere.

Aufs Spielniveau drückt natürlich, dass man im Ausland gefühlt das Vielfache zahlt. Irgendwann kann da ohne Investoren außerhalb der CL-Teams nicht mehr viel herum kommen. Die einzigen Vereine, die in Deutschland einigermaßen ansehnlich spielen können, sind Bayern und Dortmund sowie der investorengestützte Dosenklub.
Ich befürchte, wenn man das Niveau steigern will, muss man 50+1 abschaffen. Es existiert ohnehin nicht mehr, seitdem RB so agieren darf, wie sie agieren. Irgendwann werden andere Investoren auch eingreifen und sich nach ähnlichem Vorbild kleinere Vereine schnappen, um mit einigermaßen "wenig" Geld Platz 3, 4 in der BL anzugreifen. Denn mit dem selben Geld erreicht man in England wohl nur noch Platz 7 etc. und ist damit raus aus der CL.
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AlexUSA schrieb:

Ich habe in der ersten Halbzeit bis auf die Phase zwischen den beiden Toren, keine Phase gesehen, wo wir stärker als Bremen gewesen wären.

In der zweiten Halbzeit war das dann anders. Aber das war ggf. auch mit deswegen möglich, weil Bremen in der ersten Halbzeit so agil und lauffreudig war, dass sie das in der zweiten Halbzeit konditionell und von der Konzentration her nicht mehr leisten konnten, was uns diese Vorteile dann erst emöglichte.

So könnte man es ggf. auch sehen, oder?


Ja könnte man. Im Prinzip ähnlich wie in Schweinfurt, die haben uns in der ersten Halbzeit auch ordentlich beschäftigt, sind dann später aber eingebrochen. Werder ist natürlich ne andere Hausnummer.
Ich bleib aber bei meinem Grundtenor: Werder war gestern nicht so stark, wir waren nicht stark genug. Nicht so stark wie ich es von einer Heim-Mannschaft erwarte. Mir war das über weite Strecken zu vorsichtig, zu defensiv. Ich habe erwartet das man eine verunsicherte Mannschaft direkt unter Druck setzt, nie in Ruhe lässt, aggressiv bearbeitet, das sie noch mehr an Selbstvertrauen verlieren. Das Gegenteil ist passiert. Wir haben sie stark gemacht, vor allem in der Phase nach deren Ausgleich. Das war absolut katastrophal von uns, wir hatten bis zur Pause überhaupt keinen Zugriff mehr...
Und ich fand Werder gestern extrem anfällig in der Defensive. Immer in den Momenten wo wir gepresst haben, nur ein bisschen Druck aufgebaut haben, sind die wacklig geworden, haben Fehlpässe ins Aus gespielt usw... das habe ich z.B. von Stuttgart oder Augsburg nicht gesehen als die bei uns waren. Die fand ich beide stärker als Werder.

Gestern war es einzig und alleine individuelle Klasse einzelner Spieler die uns gerettet hat. Hinten ein überragender Hradecky, ein super Schuß von Rebic, und ein Geistesblitz von Haller und Tawatha. Ich gebe aber zu das es mich sehr beruhigt das wir auch solche Spiele mal für uns entscheiden können. Das zeugt auch von Qualität. Von Willen, von Mentalität, von guter Kondition.
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Natürlich haben wir gestern nicht mit Glanz und Gloria gewonnen. Die Bremer haben uns das Spiel so schwer gemacht, wie wir es regelmäßig mit unseren Gegnern auch machen.

Die Frage ist lediglich, ob die Bremer wirklich so stark waren oder ob unsere Abwehr einfach einen schlechten Tag hatte. Wie die uns teilweise auseinander genommen haben war schier unfassbar. Und eine Mannschaft, die in 10 Spielen vorher nur 3 Tore geschossen hat, kann unsere Abwehr eigentlich nicht so schwindlig spielen, wenn die nicht irgendwie total neben den Schuhen steht. Allerdings zeigt die Chancenverwertung auch, wieso die erst 4 Tore haben.

Wir haben auf jeden Fall zwei richtig geile Tore gesehen. Wahnsinn wie Rebic den Ball da rein dreht (und anschließend wieder den Hummer macht) und zu Helmuts Tor muss man ja nun gar nichts mehr sagen. Da kann man einfach nur mit der Zunge schnalzen. Diese Abnahme der Flanke im Sprung war allerhöchste Fußball Kunst.

Und an all diejenigen, die Tawatha immer wieder und mit wachsender Begeisterung die BL Tauglichkeit absprechen wollen - so eine Zuckerflanke schlagen in der Bundesliga auch nicht so viele Spieler.

War auf jeden Fall wieder ein geiles Erlebnis gestern im Wald. Auch wenn ich Tobago in seiner Kritik an der Liedauswahl absolut recht geben möchte. Völlig bescheuert und absurd gestern so einen hirnrissigen Rotz anzustimmen. Auch wenn jetzt gleich sicher Leute kommen, die mir erklären wollen, dass das Ironie gewesen sein soll. Bescheuert und krank war das!
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Diegito schrieb:

Und kommt mir nicht mit starken Bremern und Trainerwechsel bla bla.... die waren richtig schwach heute

Ernsthafte Frage: was hätte Bremen denn machen müssen, um nicht als "schwach" zu gelten? Ich fand, es war, wie man so schön sagt, ein munteres Spiel. Bremen hat Druck gemacht, sich einige schöne Chancen erspielt und auch nicht übermäßig viel zugelassen, bis ihnen dann gegen Ende die Luft ausging. Das war in meinen Augen ein absolut solider Auswärtsauftritt für den sich niemand schämen muss. In den paar Minuten nach unserer Führung hatte ich kurz den Eindruck, dass Bremen auseinanderfallen könnte, aber die haben sich dann ja relativ schnell wieder gefangen.

Hach ja, schönes Gefühl, mit drei Punkten ins Wochenende zu starten. Vor der letzten Länderspielpause gab es auch einen Sieg, oder? Das war früher auch irgendwie anders. Da konnte man sich dann zwei Wochen über Niederlagen aufregen.

Eine Sache vielleicht noch, ohne übermäßig kritisch sein zu wollen: Boateng kommt mir bei vielen in der Bewertung ein bisschen zu gut weg. Jaja, sicherer Ballverteiler und so, aber er hatte auch gestern wieder ein paar absolut horrormäßige Pässe drin, bei denen er relativ unbedrängt direkt zum Gegner spielt und für Gefahr vor dem eigenen Kasten sorgt. Laut den Statistiken auf bundesliga.de (keine Ahnung wie zuverlässig die sind) hatte er nach Rebic die schlechteste Passquote im Team. Beim Ausgleich war er auch nicht unbedingt unschuldig und seine kläglich vergebene Riesenchance war jetzt auch kein Grund zur Freude.

Er kann zweifellos Ruhe ins Spiel bringen und ist immer anspielbar, aber von einem Mann seiner Qualität erwarte ich zugegebenermaßen ein wenig mehr (zum Beispiel, dass er mal einen Ball aufs Tor bringt). Ist jetzt zwar Jammern auf hohem Niveau, aber ich hoffe, er steigert sich noch.

Aber gut. 5. Platz! Europapokal!
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Deine Einschätzung zu Boateng teile ich,JanFurto4ever.
Für mich ist er ein Kandidat für die Bank.
Er verschlept und verlangsamt das Spiel in unnötiger Weise in dem er den Ball annimmt,ihn nicht sofort weiterpasst,sondern erstmal mit dem Körper abdeckt und behaupten will und so unnötiger Weise in einen Zweikampf geht,der nicht selten mit einem Foul an ihn oder einem Ballverlust endet. Von einer konstruktiven oder kreativen Spielgestaltung habe ich auch nicht viel gesehen.Dafür aber ungenaue Pässe und eigensiniges Verhalten in Tornähe.
Die Eintracht braucht keinen Spieler,der Ruhe ins Spiel bringt,sondern das Gegenteil.
Das Eintrachtspiel glänzt nicht gerade durch schnelles Spiel nach vorne.
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Diegito schrieb:

Mir war das über weite Strecken zu vorsichtig, zu defensiv. Ich habe erwartet das man eine verunsicherte Mannschaft direkt unter Druck setzt, nie in Ruhe lässt, aggressiv bearbeitet, das sie noch mehr an Selbstvertrauen verlieren. Das Gegenteil ist passiert. Wir haben sie stark gemacht, vor allem in der Phase nach deren Ausgleich. Das war absolut katastrophal von uns, wir hatten bis zur Pause überhaupt keinen Zugriff mehr...

Das empfand ich auch so. Auch deshalb gefiel mir Hasebes viel zu defensive Rolle in Halbzeit 1 gar nicht.
Diegito schrieb:

Gestern war es einzig und alleine individuelle Klasse einzelner Spieler die uns gerettet hat. Hinten ein überragender Hradecky, ein super Schuß von Rebic, und ein Geistesblitz von Haller und Tawatha. Ich gebe aber zu das es mich sehr beruhigt das wir auch solche Spiele mal für uns entscheiden können. Das zeugt auch von Qualität. Von Willen, von Mentalität, von guter Kondition.

Auch hier: absolute Zustimmung.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Diegito schrieb:

Mir war das über weite Strecken zu vorsichtig, zu defensiv. Ich habe erwartet das man eine verunsicherte Mannschaft direkt unter Druck setzt, nie in Ruhe lässt, aggressiv bearbeitet, das sie noch mehr an Selbstvertrauen verlieren. Das Gegenteil ist passiert. Wir haben sie stark gemacht, vor allem in der Phase nach deren Ausgleich. Das war absolut katastrophal von uns, wir hatten bis zur Pause überhaupt keinen Zugriff mehr...

Das empfand ich auch so. Auch deshalb gefiel mir Hasebes viel zu defensive Rolle in Halbzeit 1 gar nicht.
Diegito schrieb:

Gestern war es einzig und alleine individuelle Klasse einzelner Spieler die uns gerettet hat. Hinten ein überragender Hradecky, ein super Schuß von Rebic, und ein Geistesblitz von Haller und Tawatha. Ich gebe aber zu das es mich sehr beruhigt das wir auch solche Spiele mal für uns entscheiden können. Das zeugt auch von Qualität. Von Willen, von Mentalität, von guter Kondition.

Auch hier: absolute Zustimmung.


Aus meiner Sicht haben die taktischen Veränderungen vor Anpfiff zu einem erheblichen Durcheinander geführt,da war defensiv keine Ordnung,keine Stabilität,Bremen hatte riesige Freiräume.
Allerdings haben die Bremer dies auch in der ersten Hälfte sehr gut gemacht,viel Bewegung,Positionswechsel,Ballsicherheit,Spiel in die Tiefe.
Dagegen rumpelten wir phasenweise ganz schön herum,waren auch spielerisch klar unterlegen
Danke nochmals an Hradecky,ohne ihn steht es mindestens 1-3 zur Halbzeit.
Einen guten Coach zeichnet eben aus,daß er seine Maßnahmen korrigiert und der Mannschaft Sicherheit im gewohnten System gibt.
Dies hat Kovac getan,das verdient grossen Respekt.
Die zweite Hälfte war zwar spielerisch wie so oft keine Offenbarung,dank Wille,Kraft und auch individueller Klasse hielten wir die Bremer aber gut in Schach,liessen quasi nichts mehr zu und kamen selbst zu Möglichkeiten.
Unterm Strich über 90 Minuten ein glücklicher ,in Anbetracht der Steigerung in der zweiten Hälfte aber keineswegs unverdienter Sieg.
Allerdings sollten wir schleunigst mal zu einem vernünftigen Spielaufbau und Offensivkonzept finden.
Mir ist da noch immer zu viel Langholz,was in Anbetracht dreier IVs auf dem Platz aber auch kein Wunder ist.
Unser Offensivspiel wirkt oft ein wenig improvisiert,klare Spielzüge findet man selten.
Wenn es diese dann mal gibt,dann wird es auch immer gefährlich.
Vor allem sollte man tatsächlich mal ein Konzept finden,um Haller dort besser einzusetzen,wo er offensichtlich gefährlicher als jeder Tarantel ist,nämlich im Strafraum.
Nichtsdetsotrotz ist die Punkteausbeute gemessen an der momentanenspielerischen Qualität unseres Spiels verheissungsvoll.
Ebenso haben wir nun endlich auch mit Jovic einen Stürmer auf der Bank,der sofort im Spiel ist und gleichwertig ersetzen kann.
Der Kerl hat wirklich eine Menge drauf.
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Deine Einschätzung zu Boateng teile ich,JanFurto4ever.
Für mich ist er ein Kandidat für die Bank.
Er verschlept und verlangsamt das Spiel in unnötiger Weise in dem er den Ball annimmt,ihn nicht sofort weiterpasst,sondern erstmal mit dem Körper abdeckt und behaupten will und so unnötiger Weise in einen Zweikampf geht,der nicht selten mit einem Foul an ihn oder einem Ballverlust endet. Von einer konstruktiven oder kreativen Spielgestaltung habe ich auch nicht viel gesehen.Dafür aber ungenaue Pässe und eigensiniges Verhalten in Tornähe.
Die Eintracht braucht keinen Spieler,der Ruhe ins Spiel bringt,sondern das Gegenteil.
Das Eintrachtspiel glänzt nicht gerade durch schnelles Spiel nach vorne.
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gizzi schrieb:

Die Eintracht braucht keinen Spieler,der Ruhe ins Spiel bringt,sondern das Gegenteil.
Das Eintrachtspiel glänzt nicht gerade durch schnelles Spiel nach vorne.

Zweischneidiges Schwert. Schnell nach vorne hat auch allzu oft schon bedeutet, dass der Ball schnell beim Gegner landet. Und wenn dann viele Spieler in der Vorwärtsbewegung sind wurde der Gegner in der Vergangenheit oft zum Konter eingeladen.

Allerdings macht Boateng das Spiel oft zu langsam und seine Fehlpässe in M1 und gestern waren echt zum Teil wirklich übel.

Aber generell ist mir ein ballsicherer Spieler schon recht.
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Das liegt aber doch auch daran, dass sich der Fußball in Deutschland zu einer elitären Veranstaltung im kleinen Kreis wandelt.

Abgesehen von absurden Lizenzerteilungen in der Vergangenheit, wird durch das Tolerieren, ja eher Fördern von Konstrukten der widerlichsten Art (Leipzig, Hoffenheim) der Wettbewerb noch weiter nach unten verschoben. Gerade die Plastikklubs haben eine Garantie für sportlichen Erfolg, so lange da nur halbwegs kompetente Personen zu Gange sind.
Bayern ist eh kein Bestandteil des Wettbewerbs mehr und der BVB hat mittlerweile auch ein Polster, mit dem man eigentlich besser sein müsste.

Dass 12 - 14 Vereine gegen den Abstieg, statt um die EL kämpfen ist ein hausgemachtes Problem. Die CL-Teilnehmer spielen schlecht, weil sie in der Bundesliga keinen Wettbewerb mehr haben und kaum offensiver Fußball gespielt wird. Die EL Teams hätten Donnerstags lieber frei, weil der 34 Spieltage andauernde Abstiegskampf reiner Verschleiß ist und wenn man sich zu viele Fehltritte erlaubt ganz schnell in Liga 2 enden kann. Die Bundesliga ist keine Topliga mehr. In Italien, England und Spanien wird besserer und schönerer Fußball gespielt. Neben den Highlights aus diesen Ligen, wirken die der Bundesliga wie Amateurfußball.
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Frankfurter-Bob schrieb:

Die Bundesliga ist keine Topliga mehr. In Italien, England und Spanien wird besserer und schönerer Fußball gespielt. Neben den Highlights aus diesen Ligen, wirken die der Bundesliga wie Amateurfußball.

Hallo,
du musst da, glaube ich, zwei Dinge unterscheiden, sonst schießt du übers Ziel hinaus.
Vor einigen Jahren - insofern ist meine Einschätzung zugegebenermaßen nicht aktuell - habe ich die italienische und spanische Liga etwas verfolgt. Die italienische Liga war / ist technisch / taktisch gesehen die beste Liga der Welt, aber auf Dauer eher etwas für Feinschmecker; die spanische Liga zeigte / zeigt den ansehnlichsten Fußball der Welt und ist technisch auf hohem Niveau. Mit beiden Ligen und vermutlich auch mit der englischen Liga kann die Bundesliga diesbezüglich nicht mithalten.
Es kann dir nur passieren, dass du bei einem Spiel der italienischen Liga, wenn du dich nicht für taktische Finessen interessierst oder Fan einer der Clubs bist … einschläfst. Ich habe einige Spiele gesehen, da gab es vielleicht ein , zwei Torchancen und das wars. Weiß jedoch nicht, ob das immer noch so ist.
Es bedarf für ein attraktives Fußballspiel nicht zweier Topmannschaften. zwei engagierte Mannschaften in der zweiten Liga können ein sehr unterhaltsames Fußballspiel produzieren. Ich will damit sagen: Vielleicht sind die Spiele in der Bundesliga nicht immer auf hohem Niveau, aber doch im Durchschnitt attraktiver als die in Italien, um bei dem Beispiel zu bleiben. Nimm die letzten beiden Heimspiele der Eintracht gegen Dortmund und Bremen. So viele Torchancen und Aufreger in zwei Spielen hast du in Italien vielleicht an zwei Spieltagen der Seria A (insgesamt).
Und wir wissen, dass sich diese attraktive Bundesliga weltweit bestens verkauft!

Gruß
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gizzi schrieb:

Die Eintracht braucht keinen Spieler,der Ruhe ins Spiel bringt,sondern das Gegenteil.
Das Eintrachtspiel glänzt nicht gerade durch schnelles Spiel nach vorne.

Zweischneidiges Schwert. Schnell nach vorne hat auch allzu oft schon bedeutet, dass der Ball schnell beim Gegner landet. Und wenn dann viele Spieler in der Vorwärtsbewegung sind wurde der Gegner in der Vergangenheit oft zum Konter eingeladen.

Allerdings macht Boateng das Spiel oft zu langsam und seine Fehlpässe in M1 und gestern waren echt zum Teil wirklich übel.

Aber generell ist mir ein ballsicherer Spieler schon recht.
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Basaltkopp schrieb:

gizzi schrieb:

Die Eintracht braucht keinen Spieler,der Ruhe ins Spiel bringt,sondern das Gegenteil.
Das Eintrachtspiel glänzt nicht gerade durch schnelles Spiel nach vorne.

Zweischneidiges Schwert. Schnell nach vorne hat auch allzu oft schon bedeutet, dass der Ball schnell beim Gegner landet. Und wenn dann viele Spieler in der Vorwärtsbewegung sind wurde der Gegner in der Vergangenheit oft zum Konter eingeladen.

Allerdings macht Boateng das Spiel oft zu langsam und seine Fehlpässe in M1 und gestern waren echt zum Teil wirklich übel.

Aber generell ist mir ein ballsicherer Spieler schon recht.

Klar ist das Risiko eines Ballverlustes größer wenn du schnell nach vorne spielst. Aber wenn die Pässe dann ankommen wird es brandgefährlich für den Gegner. Siehe gegen Dortmund.
Schnelles Spiel nach vorne heißt nicht zwingend, dass viele Spieler in der Vorwärtsbewegung sind.
Es geht darum, dass wie es Schaaf im Training versucht hat, den Spielern zu vermitteln (ich war oft da), dass Ballannahme und Passpiel in einem Prozess stattfindet. Heißt, der Ballannehmende dreht sich schon bei Annahme in Richtung Offensive, um den Pass in die Tiefe abzugeben.
Wenn du aber wie KPB erstmal den Ball sichern willst , nicht selten mit dem Rücken zum gegenerischen Tor und erst dann schaust wohin damit wird es in Zeiten des Pressings sehr schwer.Dann steht dir doch sofort einer auf den Füßen.
Boateng hat technisch einzigartige Vorraussetzungen. Ob er aber das heutige Tempo spielen kann, musss man sehen.
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Ich stelle mal eine ganz andere These auf. Ich finde es gar nicht so schlecht, dass manche Spiele auch mit unserer Beteiligung übles Gekicke sind. Versteht mich nicht falsch: ich sehe ein knackiges 4:0 oder wildes 3:3 auch lieber als ein 0:0 mit zwei Torschüssen. Das Problem ist nur das Folgende: die Bundesliga soll ein attraktives Produkt sein, mit Betonung auf Produkt. Damit irgendwelche Chinesen da auch fleißig einschalten. Und die Attraktivität leitet sich natürlich (neben dem möglichst keimfreien Drumherum) von offensiver Spielweise her. Um diese attraktive Spielweise zu gewährleisten, braucht es einerseits die entsprechenden, technisch starken Offensivspieler und andererseits eine Spielleitung, die diese Spieler gewähren lässt. Das wäre bei gleichen Bedingungen für alle auch gar nicht schlimm, nur haben wir halt leider eine von DFB und DFL fortgesetzt geförderte und geschützte Wettbewerbsverzerrung. Diese führt dazu, dass die entsprechenden Clubs, die nicht auf den Euro schauen müssen, sich diese Offensivspieler leisten können und weil sie ja das "Produkt" promoten, auch sich drauf verlassen können, dass die auf dem Platz geschützt werden. Abzulesen ist das daran, wie oft ein Werner oder ein Robben oder ein Lewandowski oder ein Aubameyang Foul gegen sich gepfiffen bekommen und wie oft im Vergleich dazu ein Haller.
Durch die erwähnte Wettbewerbsverzerrung muss eben locker die Hälfte der Liga erstmal nach unten schauen und Punkte hamstern, egal wie. Das gilt auch für uns. Und zum Glück ist Fußball immer noch ein Ergebnissport. Ein mies ermauertes 1:0 ist genauso ein Sieg wie ein begeisternd herausgespieltes 5:0. Da Mannschaften wie wir oder Bremen oder Köln oder Freiburg systematisch im Sinne des Produkts benachteiligt werden, können wir doch legitimerweise einen Dreck darauf geben, ob die Spiele für den "neutralen Beobachter" attraktiv sind. Braucht der uns zu interessieren, gerade angesichts der Tatsache, dass er bei erster Gelegenheit Rattenball Fuschl am See und Profilneurose Sinsheim "wegen der Spielweise" abfeiert? Ich denke nicht.
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Basaltkopp schrieb:

gizzi schrieb:

Die Eintracht braucht keinen Spieler,der Ruhe ins Spiel bringt,sondern das Gegenteil.
Das Eintrachtspiel glänzt nicht gerade durch schnelles Spiel nach vorne.

Zweischneidiges Schwert. Schnell nach vorne hat auch allzu oft schon bedeutet, dass der Ball schnell beim Gegner landet. Und wenn dann viele Spieler in der Vorwärtsbewegung sind wurde der Gegner in der Vergangenheit oft zum Konter eingeladen.

Allerdings macht Boateng das Spiel oft zu langsam und seine Fehlpässe in M1 und gestern waren echt zum Teil wirklich übel.

Aber generell ist mir ein ballsicherer Spieler schon recht.

Klar ist das Risiko eines Ballverlustes größer wenn du schnell nach vorne spielst. Aber wenn die Pässe dann ankommen wird es brandgefährlich für den Gegner. Siehe gegen Dortmund.
Schnelles Spiel nach vorne heißt nicht zwingend, dass viele Spieler in der Vorwärtsbewegung sind.
Es geht darum, dass wie es Schaaf im Training versucht hat, den Spielern zu vermitteln (ich war oft da), dass Ballannahme und Passpiel in einem Prozess stattfindet. Heißt, der Ballannehmende dreht sich schon bei Annahme in Richtung Offensive, um den Pass in die Tiefe abzugeben.
Wenn du aber wie KPB erstmal den Ball sichern willst , nicht selten mit dem Rücken zum gegenerischen Tor und erst dann schaust wohin damit wird es in Zeiten des Pressings sehr schwer.Dann steht dir doch sofort einer auf den Füßen.
Boateng hat technisch einzigartige Vorraussetzungen. Ob er aber das heutige Tempo spielen kann, musss man sehen.
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Schaafs Art Fußball spielen war sicherlich attraktiver, aber auch erfolgreicher? Nicht umsonst heißt es, die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften. Muss man ja nicht zwingend auf den Titel direkt beziehen, sondern evtl auch nur auf das Abschneiden in der Saison.

Weiterhin ist auch die Frage, ob ein schnelles Spiel nach vorne wirklich effektiv ist, wenn der Gegner mit 8 Mann 30 Meter vorm eigenen Tor alles dicht macht. Gegen Dortmund ist sowas möglich, weil die einem die Räume bieten, aber gegen defensiver stehende Gegner ist in den meisten Fällen eher der Ball schnell weg als dass man sich eine gute Chance erspielt. Meine bescheidene Meinung.
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Kann mir jemand sagen aus welchem Grund/ Anlass es überhaupt angestimmt wurde?
Verstehe den Zusammenhang nicht.
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Hast ne PN.
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Nicht unbedingt ein verdienter Sieg auf Grund der 1.Halbzeit!
Lukas hat prima gehalten und in diesem Spiel keinerlei Unsicherheiten gezeigt und ihm haben wir diesen Sieg zu verdanken-für mich Mann of the Match!!!
Ansonsten war es zu erwarten.dass es ein schwieriges Spiel geben wird weil unsere Mannschaft meißtens bei Trainerwechsel der anderen Mannschaft den Aufbaugegner spielt.
Die Moral der Mannschaft ist intakt und die Tore von Rebic und Haller-sehenswert.

Mein Fazit-dreckiger Sieg wenn auch nicht unbedingt verdient-aber der Wille zum Sieg war da und die 3.Punkte immens wichtig -für die Länderspielpause-und jetzt mit breiter Brust die letzten 7.Spiele angehen und auf ein Weiterkommen im Pokal.
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Fand auch das Lukas Man of the Match war.
Nicht aus zu denken wenn wir mit 1:3 in die Pause gegangen wären.
Ich glaube Lukas tut uns gut,wird nur als teuerer.
3 Last Minute Tore..Ohne die würden wir auch unten drin hängen
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Hast ne PN.
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Wieso per PN? Er ist nicht der einzige, der die sicher wahnsinnig originelle Rechtfertigung lesen möchte.
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Ich stelle mal eine ganz andere These auf. Ich finde es gar nicht so schlecht, dass manche Spiele auch mit unserer Beteiligung übles Gekicke sind. Versteht mich nicht falsch: ich sehe ein knackiges 4:0 oder wildes 3:3 auch lieber als ein 0:0 mit zwei Torschüssen. Das Problem ist nur das Folgende: die Bundesliga soll ein attraktives Produkt sein, mit Betonung auf Produkt. Damit irgendwelche Chinesen da auch fleißig einschalten. Und die Attraktivität leitet sich natürlich (neben dem möglichst keimfreien Drumherum) von offensiver Spielweise her. Um diese attraktive Spielweise zu gewährleisten, braucht es einerseits die entsprechenden, technisch starken Offensivspieler und andererseits eine Spielleitung, die diese Spieler gewähren lässt. Das wäre bei gleichen Bedingungen für alle auch gar nicht schlimm, nur haben wir halt leider eine von DFB und DFL fortgesetzt geförderte und geschützte Wettbewerbsverzerrung. Diese führt dazu, dass die entsprechenden Clubs, die nicht auf den Euro schauen müssen, sich diese Offensivspieler leisten können und weil sie ja das "Produkt" promoten, auch sich drauf verlassen können, dass die auf dem Platz geschützt werden. Abzulesen ist das daran, wie oft ein Werner oder ein Robben oder ein Lewandowski oder ein Aubameyang Foul gegen sich gepfiffen bekommen und wie oft im Vergleich dazu ein Haller.
Durch die erwähnte Wettbewerbsverzerrung muss eben locker die Hälfte der Liga erstmal nach unten schauen und Punkte hamstern, egal wie. Das gilt auch für uns. Und zum Glück ist Fußball immer noch ein Ergebnissport. Ein mies ermauertes 1:0 ist genauso ein Sieg wie ein begeisternd herausgespieltes 5:0. Da Mannschaften wie wir oder Bremen oder Köln oder Freiburg systematisch im Sinne des Produkts benachteiligt werden, können wir doch legitimerweise einen Dreck darauf geben, ob die Spiele für den "neutralen Beobachter" attraktiv sind. Braucht der uns zu interessieren, gerade angesichts der Tatsache, dass er bei erster Gelegenheit Rattenball Fuschl am See und Profilneurose Sinsheim "wegen der Spielweise" abfeiert? Ich denke nicht.
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brockman schrieb:

Ich stelle mal eine ganz andere These auf. Ich finde es gar nicht so schlecht, dass manche Spiele auch mit unserer Beteiligung übles Gekicke sind. Versteht mich nicht falsch: ich sehe ein knackiges 4:0 oder wildes 3:3 auch lieber als ein 0:0 mit zwei Torschüssen. Das Problem ist nur das Folgende: die Bundesliga soll ein attraktives Produkt sein, mit Betonung auf Produkt. Damit irgendwelche Chinesen da auch fleißig einschalten. Und die Attraktivität leitet sich natürlich (neben dem möglichst keimfreien Drumherum) von offensiver Spielweise her. Um diese attraktive Spielweise zu gewährleisten, braucht es einerseits die entsprechenden, technisch starken Offensivspieler und andererseits eine Spielleitung, die diese Spieler gewähren lässt. Das wäre bei gleichen Bedingungen für alle auch gar nicht schlimm, nur haben wir halt leider eine von DFB und DFL fortgesetzt geförderte und geschützte Wettbewerbsverzerrung. Diese führt dazu, dass die entsprechenden Clubs, die nicht auf den Euro schauen müssen, sich diese Offensivspieler leisten können und weil sie ja das "Produkt" promoten, auch sich drauf verlassen können, dass die auf dem Platz geschützt werden. Abzulesen ist das daran, wie oft ein Werner oder ein Robben oder ein Lewandowski oder ein Aubameyang Foul gegen sich gepfiffen bekommen und wie oft im Vergleich dazu ein Haller.
Durch die erwähnte Wettbewerbsverzerrung muss eben locker die Hälfte der Liga erstmal nach unten schauen und Punkte hamstern, egal wie. Das gilt auch für uns. Und zum Glück ist Fußball immer noch ein Ergebnissport. Ein mies ermauertes 1:0 ist genauso ein Sieg wie ein begeisternd herausgespieltes 5:0. Da Mannschaften wie wir oder Bremen oder Köln oder Freiburg systematisch im Sinne des Produkts benachteiligt werden, können wir doch legitimerweise einen Dreck darauf geben, ob die Spiele für den "neutralen Beobachter" attraktiv sind. Braucht der uns zu interessieren, gerade angesichts der Tatsache, dass er bei erster Gelegenheit Rattenball Fuschl am See und Profilneurose Sinsheim "wegen der Spielweise" abfeiert? Ich denke nicht.


Chapeu!

Seit einiger Zeit entlockte mir wieder einmal ein Beitrag im Forum ein "Heureka!" - Durch diesen Beitrag erhielt ich die Erkenntnis, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine dastehe. Voll umfänglich kann ich zustimmen.

Wie Archimedes von Syrakus (angeblich) werde ich nun nicht unbekleidet durch meine Stadt rennen und Heureka ausrufen. Jedoch werde ich jetzt, gleich nach dem Absenden dieses Beitrags, den Getränkehändler meines Vertrauens aufsuchen. Bei diesem durch die Regale stöbern, bis ich auf ein geistiges Getränk treffe, welches ein Anstoßen auf diesem Beitrag würdig ist.

Chapeu!
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Frankfurter-Bob schrieb:

Das liegt aber doch auch daran, dass sich der Fußball in Deutschland zu einer elitären Veranstaltung im kleinen Kreis wandelt.

Abgesehen von absurden Lizenzerteilungen in der Vergangenheit, wird durch das Tolerieren, ja eher Fördern von Konstrukten der widerlichsten Art (Leipzig, Hoffenheim) der Wettbewerb noch weiter nach unten verschoben. Gerade die Plastikklubs haben eine Garantie für sportlichen Erfolg, so lange da nur halbwegs kompetente Personen zu Gange sind.
Bayern ist eh kein Bestandteil des Wettbewerbs mehr und der BVB hat mittlerweile auch ein Polster, mit dem man eigentlich besser sein müsste.

Dass 12 - 14 Vereine gegen den Abstieg, statt um die EL kämpfen ist ein hausgemachtes Problem. Die CL-Teilnehmer spielen schlecht, weil sie in der Bundesliga keinen Wettbewerb mehr haben und kaum offensiver Fußball gespielt wird. Die EL Teams hätten Donnerstags lieber frei, weil der 34 Spieltage andauernde Abstiegskampf reiner Verschleiß ist und wenn man sich zu viele Fehltritte erlaubt ganz schnell in Liga 2 enden kann. Die Bundesliga ist keine Topliga mehr. In Italien, England und Spanien wird besserer und schönerer Fußball gespielt. Neben den Highlights aus diesen Ligen, wirken die der Bundesliga wie Amateurfußball.

Sehe ich anders.
Fussball in Italien ist schwer zu ertragen,Spanien hat in diesem Jahr europäisch auch so seine Probleme,England macht gemessen an den perversen finanziellen Möglichkeiten dieser Klubs keinen allzu tollen Job.
Die internationalen Erfolge der Ligaklubs sind ebenso sehr überschaubar.
Die Bundesliga hat eben im Rahmen der steigenden Gelder aus den Fernsehrechten eben zu einem erheblichen Teil
den Fokus klar auf die Liga gerichtet.
Alle wollen gerne in die EL,aber ist man da,dann ist der Wettbewerb nach Liga und DFB Pokal fast nur von untergeordneter Wichtigkeit.
Kann man schon ein wenig verstehen.
Was bringt es zum Beispiel Köln,sich da von Runde zu Runde zu schleppen und in der LIga den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Andererseits hat die Liga auch das Problem,daß mindestens 12,13 Teams quasi nur noch Wert legen auf Arbeit gegen den Ball,das Spiel des Gegners unterbinden und laufen.laufen,laufen.
Das ist in erster Linie dann mal ein Philosophieproblem der Trainer und der Angst gesschuldet in den Keller zu rutschen.
Aus meiner Sicht macht die Liga eben auch den Fehler,daß sie zu viele recht durchschnittliche Akteure aus aller Herren Länder verpflichtet,mit der Hoffnung auf Entwicklung und Mehrwert.
Sicherlich auch der Tatsache geschuldet,daß man die Topleute eben dank der unerschöpflich sprudelnden Geldquellen der Engländer nicht mehr bekommt.
Daher sollte man wie Anfang der 2000er schleunigst wieder auf die eigenen,top-ausgebildeten Jungs aus den NLZs setzen,einfach denen Vertrauen,sie fördern,nicht nur als Füllmasse nehmen.
Nichtsdestotrotz macht die Liga in Relation zu den finanziellen Möglichkeiten einen guten Job.
Das Leistungsgefälle ist gering,es geht eng und spannend zu.
Das eine mutigere Spielphilosophie eben auch zu attraktivem,schnellen Spiel führen kann,sieht man dann,wenn mit offenem Visier gespielt wird.
Die Liga hat kein Qualitätsproblem,sondern,wie gesagt,ein Philosophieproblem der Trainer.
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Wir haben doch durchweg gute Jugendzentren und viele junge deutsche Spieler. Warum die z. B. nicht bei uns kicken? Weil der gleichwertige Spieler aus einem anderen Land weitaus günstiger ist. Dass viele Teams wenig bis keine deutschen Talente in ihren Kadern haben liegt in erster Linie daran, dass diese zu teuer sind. Und die Philosophie der Trainer wird auch vom Markt und der aktuellen Situation in der Liga beeinflusst. Diese Saison ist es extrem. Man konnte davon ausgehen, dass Freiburg, Bremen und der HSV unten dabei sind, aber eben 9 - 11 andere Klubs nicht sonderlich weit davon weg. Manchmal hat man das Gefühl nach einer Niederlage, dass es jetzt gegen den Abstieg geht, gewinnt man die Woche drauf, spielt man auf einmal um Europa und das nicht nur an den ersten 5 Spieltagen, sondern nahezu die ganze Saison.

@Werner
Es geht ja nicht nur um die Topteams. Wobei es eben auch der Fall ist, dass ein Mangel an diesen auch für die Liga an sich nicht förderlich ist und in der BL herrscht eben dieser Mangel.

Deine Sicht, was 50+1 und die Retortenklubs angeht, teile ich. Aber mir geht es auch um die Qualität auf dem Platz. In der Bundesliga gibt es gerade viel Hängen und Würgen, im Mittelfeld herrscht bei den meisten Partien Chaos, zwar geordnet aber kaum ertragbar. Zwei Teams, die gegen, aber nicht mit dem Ball arbeiten.  Kein Mut mehr, keine neuen Impulse. Die Eintracht hat das angenommen, obwohl mir öfter auffällt, dass wir einige sehr feine Fußballer im Kader haben. Gestern gegen Bremen konnte man diesen Abnutzungskampf im Mittelfeld teilweise sehr gut sehen.

Mir fehlt einfach mal wieder ein klare Spielidee. Nicht bei der Eintracht, sondern generell. Die Bundesliga ist derzeit schnell und hart. Ballsicherheit ist Mangelware, sowie das eigene Spiel mit Ball.


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