Nach der Präsidentschaftswahl in den USA (Reloaded - 2020)

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Danke Euch!
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spiegel.de schrieb:
Mit Sprechchören schmähen sie [d.h. die Trump-Fans] dessen eigentlichen Haus- und Hofsender Fox News, weil der Sender als einer der ersten bereits am frühen Wahlabend Arizona Joe Biden zugerechnet hatte. "Fox News sucks", rufen die Trump-Fans.

Das ist echt ganz großes Kino...
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adlerkadabra schrieb:

Dieser Faden hier schreibt sich unaufhaltsam dem Pulitzer Award entgegen.


Das eigentlich Traurige ist, dass hier mehr Informationen und besser verständliche Informationen vorhanden sind als bei den meisten Medien. Ist bei Corona genauso. Und damit meine ich nicht unbedingt meine Daten, sondern auch viele Daten anderer, Links etc.

Das zeigt mal, wie schlecht viele große Medienhäuser in diesem Land mittlerweile arbeiten.

Allein wie gestern Abend plötzlich völliger Schockzustand in manchen Medienhäusern bestand, dass Michigan an Biden ging... Das war schon stundenlang klar, dass das wahrscheinlich sein wird... Da kriege ich die Krise.
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SGE_Werner schrieb:

Das eigentlich Traurige ist, dass hier mehr Informationen und besser verständliche Informationen vorhanden sind als bei den meisten Medien. Ist bei Corona genauso. Und damit meine ich nicht unbedingt meine Daten, sondern auch viele Daten anderer, Links etc.

Das ist halt dem Umstand geschuldet, dass es hier viele User gibt, die sehr kompetent und fundiert recherchieren, einordnen und erklären. Das ist einfach brutal stark. Ich sage nur Kuba
Dadurch, dass diese Filterblase dann auch noch weitgehend frei von sogenannten Querdenkern ist, wird auch kaum Unsicherheit geschaffen.
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adlerkadabra schrieb:

Dieser Faden hier schreibt sich unaufhaltsam dem Pulitzer Award entgegen.


Das eigentlich Traurige ist, dass hier mehr Informationen und besser verständliche Informationen vorhanden sind als bei den meisten Medien. Ist bei Corona genauso. Und damit meine ich nicht unbedingt meine Daten, sondern auch viele Daten anderer, Links etc.

Das zeigt mal, wie schlecht viele große Medienhäuser in diesem Land mittlerweile arbeiten.

Allein wie gestern Abend plötzlich völliger Schockzustand in manchen Medienhäusern bestand, dass Michigan an Biden ging... Das war schon stundenlang klar, dass das wahrscheinlich sein wird... Da kriege ich die Krise.
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SGE_Werner schrieb:

Allein wie gestern Abend plötzlich völliger Schockzustand in manchen Medienhäusern bestand, dass Michigan an Biden ging... Das war schon stundenlang klar, dass das wahrscheinlich sein wird... Da kriege ich die Krise.
     


Die Berichterstattung war teilweise absolut schockierend.
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SGE_Werner schrieb:

Das eigentlich Traurige ist, dass hier mehr Informationen und besser verständliche Informationen vorhanden sind als bei den meisten Medien. Ist bei Corona genauso. Und damit meine ich nicht unbedingt meine Daten, sondern auch viele Daten anderer, Links etc.

Das ist halt dem Umstand geschuldet, dass es hier viele User gibt, die sehr kompetent und fundiert recherchieren, einordnen und erklären. Das ist einfach brutal stark. Ich sage nur Kuba
Dadurch, dass diese Filterblase dann auch noch weitgehend frei von sogenannten Querdenkern ist, wird auch kaum Unsicherheit geschaffen.
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Luzbert schrieb:

SGE_Werner schrieb:

Das eigentlich Traurige ist, dass hier mehr Informationen und besser verständliche Informationen vorhanden sind als bei den meisten Medien. Ist bei Corona genauso. Und damit meine ich nicht unbedingt meine Daten, sondern auch viele Daten anderer, Links etc.

Das ist halt dem Umstand geschuldet, dass es hier viele User gibt, die sehr kompetent und fundiert recherchieren, einordnen und erklären. Das ist einfach brutal stark. Ich sage nur Kuba
Dadurch, dass diese Filterblase dann auch noch weitgehend frei von sogenannten Querdenkern ist, wird auch kaum Unsicherheit geschaffen.

Zu Kuba:
https://www.politico.com/news/2020/11/04/biden-miami-cubans-election-2020-433999

Bestätigt dass, was hier von mehreren analysiert wurde.
Trump bzw. die Republikaner an sich, waren hier sehr aktiv, vor allem in schüren/wiederaufflammen von Ängsten vor möglichem Kommunismus/Sozialismus.
Hat wohl auch Wirkung gezeigt bei Wählern die aus Venezuela, Nicaragua oder Kolumbien stammen.
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Auch wenn es schon etwas länger her ist.

Die Rede von Biden war bockstark.

Den Sieg erklärt ohne sich zum Sieger zu erklären, Einigkeit und Versöhnung fordern und den ganzen Schmalz, der dazu gehört.

Damit man versteht, warum es wichtig war, dass er so eine rede hält:
Trump musste gekontert werden
2000 ist Gore zu schnell auf den Rücken gerollt und das Narrativ war plötzlich festgelegt, dass Bush gewonnen hat
Das hat Biden hier vermieden, sondern die führende Position beansprucht.

Was ein Präsident sagt, ist wichtig.
Wie ein Präsident es sagt, ist wichtig.
Und Biden hat gesprochen wie es ein Präsident tun sollte.
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Danke den Protagonisten hier im Thread für die ganzen Informationen.
Ihr seid Eintracht
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SGE_Werner schrieb:

Allein wie gestern Abend plötzlich völliger Schockzustand in manchen Medienhäusern bestand, dass Michigan an Biden ging... Das war schon stundenlang klar, dass das wahrscheinlich sein wird... Da kriege ich die Krise.
     


Die Berichterstattung war teilweise absolut schockierend.
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Meine Frau musste gestern auch ganztägig meine Schimpfkanonaden gen sämtliche TV-Sender, öffentlich-rechtlich und privat, erdulden, die regelmäßig nicht auf dem Laufenden waren, nichts zu den Hintergründen der erwarteten Stimmentwicklungen zu berichten und teilweise sogar rot und blau nicht zuzuordnen wussten.

Es war teilweise ein einziger stundenlanger Nachrichtenoffenbarungseid.

Das kommt davon, wenn sich als  einzige vermeintliche Quelle "Experten zufolge" etabliert und recherchierender Journalismus allerorten möglichst telegenem Zwiegespräch weicht.
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Luzbert schrieb:

SGE_Werner schrieb:

Das eigentlich Traurige ist, dass hier mehr Informationen und besser verständliche Informationen vorhanden sind als bei den meisten Medien. Ist bei Corona genauso. Und damit meine ich nicht unbedingt meine Daten, sondern auch viele Daten anderer, Links etc.

Das ist halt dem Umstand geschuldet, dass es hier viele User gibt, die sehr kompetent und fundiert recherchieren, einordnen und erklären. Das ist einfach brutal stark. Ich sage nur Kuba
Dadurch, dass diese Filterblase dann auch noch weitgehend frei von sogenannten Querdenkern ist, wird auch kaum Unsicherheit geschaffen.

Zu Kuba:
https://www.politico.com/news/2020/11/04/biden-miami-cubans-election-2020-433999

Bestätigt dass, was hier von mehreren analysiert wurde.
Trump bzw. die Republikaner an sich, waren hier sehr aktiv, vor allem in schüren/wiederaufflammen von Ängsten vor möglichem Kommunismus/Sozialismus.
Hat wohl auch Wirkung gezeigt bei Wählern die aus Venezuela, Nicaragua oder Kolumbien stammen.
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mittelbucher schrieb:

Trump bzw. die Republikaner an sich, waren hier sehr aktiv, vor allem in schüren/wiederaufflammen von Ängsten vor möglichem Kommunismus/Sozialismus.
Hat wohl auch Wirkung gezeigt bei Wählern die aus Venezuela, Nicaragua oder Kolumbien stammen.        


Fun Fact, das Trump Team nutzt für die ganzen Onlinekampagnen und Auswertungen u.a. die Firma, die damals Obama überraschend zum Sieg geführt hat.

Auch hier nochmal, ohne Obama hätte es Trump nie gegeben.
Obama hat Trump provoziert.
Die Tools von Obama wurden zu den Tools von Trump und die wurden auf Steroide gepusht bei gleichzeitiger Streichung jeder Moral.

Als Info Wahllisten sind frei einsehbar, die Amis haben es mit Datenschutz genauso wenig wie die Chinesen.
In China gehts halt an die Regierung.
In den USA an Unternehmen. Das ist da eine komplette Branche.

Entsprechend hat man die Ziellisten wer rot und blau wählt direkt frei verfügbar.
Da packt man die Daten der Adressen zu, wie die Bezirke wählen, personalisiert die Ansprache, befeuert die lokalen Ängste und *bäm*, dann zieht man die facebook Kontakte und ab geht die nächste Welle anhand Gruppen und offenen Infos.

Wie Trump aufbauend auf Obama den Wahlkampf verändert hat (und am Senat und Hausrennen sieht man, dass die Dems das schon wieder komplett verpennt haben), ist wirklich unvergleichbar.

Und ich bin ehrlich, für jeden Fan von Big Data ist die Tätigkeit an sich (wenn man Ethik & Co ausblendet) die Erfüllung aller feuchten Träume.

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Meine Frau musste gestern auch ganztägig meine Schimpfkanonaden gen sämtliche TV-Sender, öffentlich-rechtlich und privat, erdulden, die regelmäßig nicht auf dem Laufenden waren, nichts zu den Hintergründen der erwarteten Stimmentwicklungen zu berichten und teilweise sogar rot und blau nicht zuzuordnen wussten.

Es war teilweise ein einziger stundenlanger Nachrichtenoffenbarungseid.

Das kommt davon, wenn sich als  einzige vermeintliche Quelle "Experten zufolge" etabliert und recherchierender Journalismus allerorten möglichst telegenem Zwiegespräch weicht.
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Misanthrop schrieb:

Das kommt davon, wenn sich als  einzige vermeintliche Quelle "Experten zufolge" etabliert und recherchierender Journalismus allerorten möglichst telegenem Zwiegespräch weicht.



Hier mal ein passender Kommentar, der über Twitter rum ging:

US-Fernsehen:

Trump gerade 12.489 Stimmen vorn in Ohio, aber wir sind erst bei 47% Auszählung, urbane Zentren und Briefwähler kommen noch

Deutsches Fernsehen:

Jörg Thadeusz, sie haben 1987 1 Woche Urlaub in Arizona gemacht, wie war ihr Eindruck von diesem gespaltenen Land
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Meine Frau musste gestern auch ganztägig meine Schimpfkanonaden gen sämtliche TV-Sender, öffentlich-rechtlich und privat, erdulden, die regelmäßig nicht auf dem Laufenden waren, nichts zu den Hintergründen der erwarteten Stimmentwicklungen zu berichten und teilweise sogar rot und blau nicht zuzuordnen wussten.

Es war teilweise ein einziger stundenlanger Nachrichtenoffenbarungseid.

Das kommt davon, wenn sich als  einzige vermeintliche Quelle "Experten zufolge" etabliert und recherchierender Journalismus allerorten möglichst telegenem Zwiegespräch weicht.
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Ich hab einfach auf CNN geschaltet. Und zwar schon am Wahlabend, als bei ARD oder ZDF der Tweet von Kanye West eingeblendet wurde, dass er gewählt habe und die versammelte "Expertenschaft" darüber diskutiert hat, ob er wegen des blauen Pullis wohl die Demokraten gewählt habe, offenbar in Unkenntnis dass er a) selbst kandidiert hat und b) in einer Reihe anderer Tweets bereits seine Wahlentscheidung (logischerweise er selbst) offengelegt hatte. Kurz zuvor war bei ARD/ZDF (ich weiß es nicht mehr) auch noch eine Frau von "Women for Trump", die völlig unhinterfragt / ohne Einordnung u.a. das Märchen vom drohenden Wahlbetrug per Briefwahl verbreiten durfte.

So haben sich in kurzer Zeit die beiden deutschen Sender disqualifiziert. Wenn sogar ich selbst mehr zur US-Wahl weiß, dann brauche ich mir echt keine deutschen TV-Experten anschauen. Auch nach dem Wahlabend halte ich das so.
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Meine Frau musste gestern auch ganztägig meine Schimpfkanonaden gen sämtliche TV-Sender, öffentlich-rechtlich und privat, erdulden, die regelmäßig nicht auf dem Laufenden waren, nichts zu den Hintergründen der erwarteten Stimmentwicklungen zu berichten und teilweise sogar rot und blau nicht zuzuordnen wussten.

Es war teilweise ein einziger stundenlanger Nachrichtenoffenbarungseid.

Das kommt davon, wenn sich als  einzige vermeintliche Quelle "Experten zufolge" etabliert und recherchierender Journalismus allerorten möglichst telegenem Zwiegespräch weicht.
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Misanthrop schrieb:

Das kommt davon, wenn sich als  einzige vermeintliche Quelle "Experten zufolge" etabliert und recherchierender Journalismus allerorten möglichst telegenem Zwiegespräch weicht.                                              


Vor allem ist das ne Sache von paar Minuten pro Stunde, die man sich in der Redaktion die Zahlen anschauen muss, um zu verstehen, was vor sich geht, was noch möglich ist usw.

Ich brauche für meine Corona-Zahlen zB täglich keine 3 Minuten mehr.

Und ich bin auch nur (interessierter) Laie.

Ich merke seit Corona vor allem wieder, wie schlecht der Umgang mit Zahlen in Medien und Gesellschaft ist. Selbst hochgebildete kommen dann an mit "Ja, aber die Neuinfektionszahlen sind heute niedriger als gestern" bei Corona. Dabei hat das einfach null Aussagekraft. Schrecklich.
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Ich hab einfach auf CNN geschaltet. Und zwar schon am Wahlabend, als bei ARD oder ZDF der Tweet von Kanye West eingeblendet wurde, dass er gewählt habe und die versammelte "Expertenschaft" darüber diskutiert hat, ob er wegen des blauen Pullis wohl die Demokraten gewählt habe, offenbar in Unkenntnis dass er a) selbst kandidiert hat und b) in einer Reihe anderer Tweets bereits seine Wahlentscheidung (logischerweise er selbst) offengelegt hatte. Kurz zuvor war bei ARD/ZDF (ich weiß es nicht mehr) auch noch eine Frau von "Women for Trump", die völlig unhinterfragt / ohne Einordnung u.a. das Märchen vom drohenden Wahlbetrug per Briefwahl verbreiten durfte.

So haben sich in kurzer Zeit die beiden deutschen Sender disqualifiziert. Wenn sogar ich selbst mehr zur US-Wahl weiß, dann brauche ich mir echt keine deutschen TV-Experten anschauen. Auch nach dem Wahlabend halte ich das so.
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Maxfanatic schrieb:

Ich hab einfach auf CNN geschaltet. Und zwar schon am Wahlabend, als bei ARD oder ZDF der Tweet von Kanye West eingeblendet wurde, dass er gewählt habe und die versammelte "Expertenschaft" darüber diskutiert hat, ob er wegen des blauen Pullis wohl die Demokraten gewählt habe, offenbar in Unkenntnis dass er a) selbst kandidiert hat und b) in einer Reihe anderer Tweets bereits seine Wahlentscheidung (logischerweise er selbst) offengelegt hatte. Kurz zuvor war bei ARD/ZDF (ich weiß es nicht mehr) auch noch eine Frau von "Women for Trump", die völlig unhinterfragt / ohne Einordnung u.a. das Märchen vom drohenden Wahlbetrug per Briefwahl verbreiten durfte.

So haben sich in kurzer Zeit die beiden deutschen Sender disqualifiziert. Wenn sogar ich selbst mehr zur US-Wahl weiß, dann brauche ich mir echt keine deutschen TV-Experten anschauen. Auch nach dem Wahlabend halte ich das so.

Exakt!
Für mich war es spätestens dann vorbei, als sich die ARD (J. Schönenborn & sein Team) so völlig und maßlos bei Ohio verrannt haben. Das war schon eine grandiose Fehleinschätzung.
Ganz abgesehen davon, dass er ungefähr 100 mal mit seinem Ärmel Texas in der interaktiven Karte ausgewählt hat. Das hatte definitiv etwas vom permanenten Stolpern über das Tigerfell bei Dinner for One...
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Puh, also Purdue (R) ist im Senatsrennen auf 50,0% gefallen und (da Georgia) es kommen noch Stimmen rein.

Die winzige Hoffnung auf die beiden Stichwahlen in GA (die die Dems beide gewinnen müssen) scheint am leben zu bleiben.

Damit dass hier klar wird ohne Senatsmehrheit keine Richterernennung, dazu (selbst wenn wir von 8 Jahren Biden/Harris ausgehen) keine absehbare Konstellation, dass die Dems irgendwann an der Senatsmehrheit kratzen können.
Für wirkliche Reformen (egal in welche Richtung) wären 2 Jahre ungeteiltes Haus so unheimlich wichtig.

Obamacare wurde damals ja in diesem Zeitraum nach der Wahl durchgepusht.
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Die deutschen Medien kannste was die US Wahl angeht leider in die Tonne kloppen. Am schlimmsten waren gestern Kommentare auf HR3, völlig ohne Substanz und faktisch auch noch falsch. Da ging es dann mE darum Emotionen zu schüren.
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Puh, also Purdue (R) ist im Senatsrennen auf 50,0% gefallen und (da Georgia) es kommen noch Stimmen rein.

Die winzige Hoffnung auf die beiden Stichwahlen in GA (die die Dems beide gewinnen müssen) scheint am leben zu bleiben.

Damit dass hier klar wird ohne Senatsmehrheit keine Richterernennung, dazu (selbst wenn wir von 8 Jahren Biden/Harris ausgehen) keine absehbare Konstellation, dass die Dems irgendwann an der Senatsmehrheit kratzen können.
Für wirkliche Reformen (egal in welche Richtung) wären 2 Jahre ungeteiltes Haus so unheimlich wichtig.

Obamacare wurde damals ja in diesem Zeitraum nach der Wahl durchgepusht.
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SemperFi schrieb:

Puh, also Purdue (R) ist im Senatsrennen auf 50,0% gefallen und (da Georgia) es kommen noch Stimmen rein.

Die winzige Hoffnung auf die beiden Stichwahlen in GA (die die Dems beide gewinnen müssen) scheint am leben zu bleiben.

Damit dass hier klar wird ohne Senatsmehrheit keine Richterernennung, dazu (selbst wenn wir von 8 Jahren Biden/Harris ausgehen) keine absehbare Konstellation, dass die Dems irgendwann an der Senatsmehrheit kratzen können.
Für wirkliche Reformen (egal in welche Richtung) wären 2 Jahre ungeteiltes Haus so unheimlich wichtig.

Obamacare wurde damals ja in diesem Zeitraum nach der Wahl durchgepusht.


Ja, absolut wichtig. 2-4 Jahre Republikaner-Blockaden wird das Land kein Stück weiter bringen.
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adlerkadabra schrieb:

Dieser Faden hier schreibt sich unaufhaltsam dem Pulitzer Award entgegen.


Das eigentlich Traurige ist, dass hier mehr Informationen und besser verständliche Informationen vorhanden sind als bei den meisten Medien. Ist bei Corona genauso. Und damit meine ich nicht unbedingt meine Daten, sondern auch viele Daten anderer, Links etc.

Das zeigt mal, wie schlecht viele große Medienhäuser in diesem Land mittlerweile arbeiten.

Allein wie gestern Abend plötzlich völliger Schockzustand in manchen Medienhäusern bestand, dass Michigan an Biden ging... Das war schon stundenlang klar, dass das wahrscheinlich sein wird... Da kriege ich die Krise.
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SGE_Werner schrieb:

Das eigentlich Traurige ist, dass hier mehr Informationen und besser verständliche Informationen vorhanden sind als bei den meisten Medien. Ist bei Corona genauso. Und damit meine ich nicht unbedingt meine Daten, sondern auch viele Daten anderer, Links etc.

Das zeigt mal, wie schlecht viele große Medienhäuser in diesem Land mittlerweile arbeiten.


Das sehe ich genauso, ich habe die meiste Zeit ARD/ZDF, WELT und ntv mittlerweile weitgehend stumm geschaltet, obwohl ich gerade die beiden letztgenannten wegen ihrer Aktualität schätze.

Allerdings sind alle irgendwie gefühlt um Stunden hinter der Aktualität zurück und blenden bei den gewonnenen Wahlmännern Zahlen ein, die schon längst überholt waren.
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mittelbucher schrieb:

Trump bzw. die Republikaner an sich, waren hier sehr aktiv, vor allem in schüren/wiederaufflammen von Ängsten vor möglichem Kommunismus/Sozialismus.
Hat wohl auch Wirkung gezeigt bei Wählern die aus Venezuela, Nicaragua oder Kolumbien stammen.        


Fun Fact, das Trump Team nutzt für die ganzen Onlinekampagnen und Auswertungen u.a. die Firma, die damals Obama überraschend zum Sieg geführt hat.

Auch hier nochmal, ohne Obama hätte es Trump nie gegeben.
Obama hat Trump provoziert.
Die Tools von Obama wurden zu den Tools von Trump und die wurden auf Steroide gepusht bei gleichzeitiger Streichung jeder Moral.

Als Info Wahllisten sind frei einsehbar, die Amis haben es mit Datenschutz genauso wenig wie die Chinesen.
In China gehts halt an die Regierung.
In den USA an Unternehmen. Das ist da eine komplette Branche.

Entsprechend hat man die Ziellisten wer rot und blau wählt direkt frei verfügbar.
Da packt man die Daten der Adressen zu, wie die Bezirke wählen, personalisiert die Ansprache, befeuert die lokalen Ängste und *bäm*, dann zieht man die facebook Kontakte und ab geht die nächste Welle anhand Gruppen und offenen Infos.

Wie Trump aufbauend auf Obama den Wahlkampf verändert hat (und am Senat und Hausrennen sieht man, dass die Dems das schon wieder komplett verpennt haben), ist wirklich unvergleichbar.

Und ich bin ehrlich, für jeden Fan von Big Data ist die Tätigkeit an sich (wenn man Ethik & Co ausblendet) die Erfüllung aller feuchten Träume.

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SemperFi schrieb:


Entsprechend hat man die Ziellisten wer rot und blau wählt direkt frei verfügbar.
Da packt man die Daten der Adressen zu, wie die Bezirke wählen, personalisiert die Ansprache, befeuert die lokalen Ängste und *bäm*, dann zieht man die facebook Kontakte und ab geht die nächste Welle anhand Gruppen und offenen Infos.

Wie Trump aufbauend auf Obama den Wahlkampf verändert hat (und am Senat und Hausrennen sieht man, dass die Dems das schon wieder komplett verpennt haben), ist wirklich unvergleichbar.



Grundsätzlich stimme ich dir zu. Ich habe mal einen Vortrag von einem aus Trumps Wahlkampfteam in Texas bei der letzten Wahl gehört. Ziemlich beeindruckend, auch wenn das wirklich ein Prototyp-Ami mit Schweinchengesicht war.

Zwei Einschränkungen aber: Es ist einfacher, Wahlkampf zu machen - gerade über Social Media und für eine etwas politikfernere Zielgruppe - wenn man sich nicht an Fakten halten muss, populistisch agiert und vor allem auf das Schüren von Ängsten abzielt. Das sind eben die Dinge, die bei Facebook funktionieren. Man sieht es in Deutschland - die AfD ist mit Abstand die erfolgreichste Partei auf Social Media (außer der Die PARTEI, aber die hat natürlich auch einen anderen Ansatz ). Das liegt nicht nur daran, dass die anderen Parteien das verpennt haben, sondern auch daran, dass viele Dinge eben nicht oder nur schwer socialmediahäppchentauglich verpackt werden können, wenn man sie korrekt und ausreichend behandeln will.

Und neben Social Media ist in den USA vor allem der Haustür-Ansatz wohl sehr verbreitet und im Aufwind, da man anhand der ganzen Daten auch weiß, wo es sich lohnt zu klingeln. Das ist allerdings wie man so hört gerade bei den Demokraten aufgrund von Corona vielenortens ins Wasser gefallen. Genauso wie natürlich auch Massenkundgebungen einen Effekt haben, den Biden und andere demokratische Kandidaten eben diesmal gar nicht nutzen konnten.
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SemperFi schrieb:


Entsprechend hat man die Ziellisten wer rot und blau wählt direkt frei verfügbar.
Da packt man die Daten der Adressen zu, wie die Bezirke wählen, personalisiert die Ansprache, befeuert die lokalen Ängste und *bäm*, dann zieht man die facebook Kontakte und ab geht die nächste Welle anhand Gruppen und offenen Infos.

Wie Trump aufbauend auf Obama den Wahlkampf verändert hat (und am Senat und Hausrennen sieht man, dass die Dems das schon wieder komplett verpennt haben), ist wirklich unvergleichbar.



Grundsätzlich stimme ich dir zu. Ich habe mal einen Vortrag von einem aus Trumps Wahlkampfteam in Texas bei der letzten Wahl gehört. Ziemlich beeindruckend, auch wenn das wirklich ein Prototyp-Ami mit Schweinchengesicht war.

Zwei Einschränkungen aber: Es ist einfacher, Wahlkampf zu machen - gerade über Social Media und für eine etwas politikfernere Zielgruppe - wenn man sich nicht an Fakten halten muss, populistisch agiert und vor allem auf das Schüren von Ängsten abzielt. Das sind eben die Dinge, die bei Facebook funktionieren. Man sieht es in Deutschland - die AfD ist mit Abstand die erfolgreichste Partei auf Social Media (außer der Die PARTEI, aber die hat natürlich auch einen anderen Ansatz ). Das liegt nicht nur daran, dass die anderen Parteien das verpennt haben, sondern auch daran, dass viele Dinge eben nicht oder nur schwer socialmediahäppchentauglich verpackt werden können, wenn man sie korrekt und ausreichend behandeln will.

Und neben Social Media ist in den USA vor allem der Haustür-Ansatz wohl sehr verbreitet und im Aufwind, da man anhand der ganzen Daten auch weiß, wo es sich lohnt zu klingeln. Das ist allerdings wie man so hört gerade bei den Demokraten aufgrund von Corona vielenortens ins Wasser gefallen. Genauso wie natürlich auch Massenkundgebungen einen Effekt haben, den Biden und andere demokratische Kandidaten eben diesmal gar nicht nutzen konnten.
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Maxfanatic schrieb:

Zwei Einschränkungen aber: ...


Die Einschränkungen von dir teile ich absolut und sind auch notwendig ergänzt zu werden.

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Puh, also Purdue (R) ist im Senatsrennen auf 50,0% gefallen und (da Georgia) es kommen noch Stimmen rein.

Die winzige Hoffnung auf die beiden Stichwahlen in GA (die die Dems beide gewinnen müssen) scheint am leben zu bleiben.

Damit dass hier klar wird ohne Senatsmehrheit keine Richterernennung, dazu (selbst wenn wir von 8 Jahren Biden/Harris ausgehen) keine absehbare Konstellation, dass die Dems irgendwann an der Senatsmehrheit kratzen können.
Für wirkliche Reformen (egal in welche Richtung) wären 2 Jahre ungeteiltes Haus so unheimlich wichtig.

Obamacare wurde damals ja in diesem Zeitraum nach der Wahl durchgepusht.
#
SemperFi schrieb:

Puh, also Purdue (R) ist im Senatsrennen auf 50,0% gefallen und (da Georgia) es kommen noch Stimmen rein.

Die winzige Hoffnung auf die beiden Stichwahlen in GA (die die Dems beide gewinnen müssen) scheint am leben zu bleiben.

Damit dass hier klar wird ohne Senatsmehrheit keine Richterernennung, dazu (selbst wenn wir von 8 Jahren Biden/Harris ausgehen) keine absehbare Konstellation, dass die Dems irgendwann an der Senatsmehrheit kratzen können.
Für wirkliche Reformen (egal in welche Richtung) wären 2 Jahre ungeteiltes Haus so unheimlich wichtig.

Obamacare wurde damals ja in diesem Zeitraum nach der Wahl durchgepusht.


Hoffnung stirbt zuletzt...


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