Corona und die Auswirkungen auf den Fußball

#
RogerMilla schrieb:


Denn ich bin immer noch überzeugt: Nur durch einen Zusammenschluss der die Fan-Interessen vertretenden Gruppen, Initiativen bekäme man ein ernst zu nehmendes Gewicht in einer Diskussion mit DFB, DFL, Vereinen, vielleicht zukünfig auch Spielervertretern. Und ja, davon bin ich auch überzeugt, wenn man dafür Kompromisse eingehen muss, um alle unter einen Hut zu bekommen, die vielleicht nicht so weit gehen, wie man es sich selbst wünscht.



Naja, ich verstehe deine Resignation innerhalb dieser Diskussion nicht. Inhaltlich sind wir ja nicht weit auseinander, nur in der Frage, welche Aktionsform erfolgsversprechender ist. Aber: Das was du forderst, ist doch nix neues. Zusammenschlüsse von Fan-Interessensgruppen gab und gibt es verschiedenste. Der "Dialog" mit den Verbänden ist dabei schon x-mal gescheitert, so dass sogar so Organisationen wie "Unsere Kurve" keine Lust mehr drauf hatten. Und das will was heißen, das sind ja die Fanabteilungen / Supporters Clubs und keine radikalen Ultras. Auch daher kommt ja die Erfahrung/Einschätzung, dass es nur über die Vereine geht. Kann sein, dass es jetzt unter den Eindrücken der Krise wieder Gespräche gibt, vielleicht sogar mit offenerem Ausgang. Da muss ja jeder selbst entscheiden, ob er sich noch mal drauf einlässt.

Kern deiner Kritik war ja, dass UF diese Initiative nicht unterschrieben hat / dafür wirbt. Da bleibe ich dabei: Interessiert am Ende keinen. Wenn es darum geht, in der großen Debatte Position zu ergreifen und vor allem Aktionen zu machen, sind wir in Frankfurt doch schon immer dabei.

Wichtiger wäre es, dass sich an diesen Aktionen dann einfach noch mehr Eintrachtfans beteiligen als bisher. Bisher haben rund 50 Fanclubs + Fanabteilung aus Frankfurt die "Unser Fussball"-Initiative ja unterzeichnet. Dazu sicher noch unzählige Einzelpersonen. Ich bezweifle, dass all diese Personen und alle Mitglieder der Fanclubs z.B. den Protest beim Montagsspiel gegen Union unterstützt haben, denn dann wäre die Zahl der Menschen im Umlauf wohl noch größer gewesen. Und genau sowas sieht man übrigens auch bei den Vereinen und Verbänden.
#
Maxfanatic schrieb:

Naja, ich verstehe deine Resignation innerhalb dieser Diskussion nicht. Inhaltlich sind wir ja nicht weit auseinander, nur in der Frage, welche Aktionsform erfolgsversprechender ist. Aber: Das was du forderst, ist doch nix neues. Zusammenschlüsse von Fan-Interessensgruppen gab und gibt es verschiedenste. Der "Dialog" mit den Verbänden ist dabei schon x-mal gescheitert, so dass sogar so Organisationen wie "Unsere Kurve" keine Lust mehr drauf hatten. Und das will was heißen, das sind ja die Fanabteilungen / Supporters Clubs und keine radikalen Ultras. Auch daher kommt ja die Erfahrung/Einschätzung, dass es nur über die Vereine geht. Kann sein, dass es jetzt unter den Eindrücken der Krise wieder Gespräche gibt, vielleicht sogar mit offenerem Ausgang. Da muss ja jeder selbst entscheiden, ob er sich noch mal drauf einlässt.


Die Resignation kommt eher daher, dass nach all den gescheiterten Dialogen mit Verbänden eben vor allem auf die Aktionen einzelner Gruppen, einzelner Proteste, und den Dialog im eigenen Verein verwiesen wird, und abgegrenzt wird zu anderen Fangruppierungen anderer Vereine, dass man sich nicht auf eine Kompromiss-Linie einigen und alle hinter sich bringen kann.
Wie gesagt: Diese Aktionen der "Einzelnen" halte ich ja für absolut richtig, die werde ich persönlich auch weiterhin unterstützen. Aber wenn das alles in keine stärkere Bewegung mündet, haben sie auch nur ein begrenztes Potenzial meiner Meinung nach: Bei den Montagsspielen haben die Proteste ja eindrucksvoll Wirkung gezeigt, aber gegenüber der Großwetterlage um Rummenigge/Seifert/Hopp und Co. kann man so keinen Contrapunkt setzen, der die handelnden Personen zu einem generellen Umdenken bringt.

Die Resignation kommt auch daher, dass gerade auch Du, oder auch reggaetyp, deren differenzierte Meinung ich hier als sehr wertvoll ansehe und die ich sehr schätze, hier den Weg über die Vereinsvertreter als den erfolgsversprechenden sehen, denn das ist für mich der Weg im System selbst. Und wie gesagt bin ich halt desillusioniert was die Frage angeht, ob sich das kranke System selbst heilen kann .. und will.
Ich hab ja bisher immer Beispiele aus der Wirtschaft gebracht, aber wenn man sich z.B. die Situation um die Apartheid in Südafrika anschaut, oder des kolonialen Indiens.. da gab es durchaus innerhalb des Systems viele Jahre land viele Aktionen, um die Lebensverhältnisse der Bevölkerung zu verbessern. Geholfen haben diese nichts bis sehr wenig und es waren erst breite Massenbewegungen, die zusammengeschlossen aufgetreten sind und so als Bewegung irgendwann nicht mehr ignoriert werden konnten.

So sehr ich die Arbeit der NWK schätze, so sehr ich unsere Vereins- und AG Vertreter schätze: als Teil der etablierten Wege in diesem System hoffe ich da auf viel, vermute aber eher einen geringen Erfolg.

Daher die Resignation.

Wie Fellner und Basaltkopf geschrieben haben:
Der große Knall könnte das ändern. Aber woher soll der Knall aus einem System kommen, das bewiesen hat, dass es keine Absicht zur Selbstheilung hat?
Ist da der Knall wahrscheinlicher, oder noch zwei, drei vier weitere Plastikclubs, noch aalglatte Hashtags wie #blacklivesmatter Einblendungen bei Sky (Applaus), noch höhere Ticketpreise (die irgendjemand sicher bezahlt), noch weniger Vereinsleben (bringt einfach zu wenig um im internationalen Wettbewerb... )…

Give me hope, Jo'anna.
#
Maxfanatic schrieb:

Naja, ich verstehe deine Resignation innerhalb dieser Diskussion nicht. Inhaltlich sind wir ja nicht weit auseinander, nur in der Frage, welche Aktionsform erfolgsversprechender ist. Aber: Das was du forderst, ist doch nix neues. Zusammenschlüsse von Fan-Interessensgruppen gab und gibt es verschiedenste. Der "Dialog" mit den Verbänden ist dabei schon x-mal gescheitert, so dass sogar so Organisationen wie "Unsere Kurve" keine Lust mehr drauf hatten. Und das will was heißen, das sind ja die Fanabteilungen / Supporters Clubs und keine radikalen Ultras. Auch daher kommt ja die Erfahrung/Einschätzung, dass es nur über die Vereine geht. Kann sein, dass es jetzt unter den Eindrücken der Krise wieder Gespräche gibt, vielleicht sogar mit offenerem Ausgang. Da muss ja jeder selbst entscheiden, ob er sich noch mal drauf einlässt.


Die Resignation kommt eher daher, dass nach all den gescheiterten Dialogen mit Verbänden eben vor allem auf die Aktionen einzelner Gruppen, einzelner Proteste, und den Dialog im eigenen Verein verwiesen wird, und abgegrenzt wird zu anderen Fangruppierungen anderer Vereine, dass man sich nicht auf eine Kompromiss-Linie einigen und alle hinter sich bringen kann.
Wie gesagt: Diese Aktionen der "Einzelnen" halte ich ja für absolut richtig, die werde ich persönlich auch weiterhin unterstützen. Aber wenn das alles in keine stärkere Bewegung mündet, haben sie auch nur ein begrenztes Potenzial meiner Meinung nach: Bei den Montagsspielen haben die Proteste ja eindrucksvoll Wirkung gezeigt, aber gegenüber der Großwetterlage um Rummenigge/Seifert/Hopp und Co. kann man so keinen Contrapunkt setzen, der die handelnden Personen zu einem generellen Umdenken bringt.

Die Resignation kommt auch daher, dass gerade auch Du, oder auch reggaetyp, deren differenzierte Meinung ich hier als sehr wertvoll ansehe und die ich sehr schätze, hier den Weg über die Vereinsvertreter als den erfolgsversprechenden sehen, denn das ist für mich der Weg im System selbst. Und wie gesagt bin ich halt desillusioniert was die Frage angeht, ob sich das kranke System selbst heilen kann .. und will.
Ich hab ja bisher immer Beispiele aus der Wirtschaft gebracht, aber wenn man sich z.B. die Situation um die Apartheid in Südafrika anschaut, oder des kolonialen Indiens.. da gab es durchaus innerhalb des Systems viele Jahre land viele Aktionen, um die Lebensverhältnisse der Bevölkerung zu verbessern. Geholfen haben diese nichts bis sehr wenig und es waren erst breite Massenbewegungen, die zusammengeschlossen aufgetreten sind und so als Bewegung irgendwann nicht mehr ignoriert werden konnten.

So sehr ich die Arbeit der NWK schätze, so sehr ich unsere Vereins- und AG Vertreter schätze: als Teil der etablierten Wege in diesem System hoffe ich da auf viel, vermute aber eher einen geringen Erfolg.

Daher die Resignation.

Wie Fellner und Basaltkopf geschrieben haben:
Der große Knall könnte das ändern. Aber woher soll der Knall aus einem System kommen, das bewiesen hat, dass es keine Absicht zur Selbstheilung hat?
Ist da der Knall wahrscheinlicher, oder noch zwei, drei vier weitere Plastikclubs, noch aalglatte Hashtags wie #blacklivesmatter Einblendungen bei Sky (Applaus), noch höhere Ticketpreise (die irgendjemand sicher bezahlt), noch weniger Vereinsleben (bringt einfach zu wenig um im internationalen Wettbewerb... )…

Give me hope, Jo'anna.
#
RogerMilla schrieb:

Wie Fellner und Basaltkopf geschrieben haben:
Der große Knall könnte das ändern. Aber woher soll der Knall aus einem System kommen, das bewiesen hat, dass es keine Absicht zur Selbstheilung hat?


Der große Knall wäre da gewesen, wenn von März 2020 bis Sommer 2021 das System Fußball komplett zum Erliegen gekommen wäre. Der Haken an der Sache könnten da natürlich Investoren, öffentliche Gelder etc... sein, die das System finanziell füttern und somit am Leben halten könnten. Ob man das so in aller Härte möchte, ist eine andere Frage. Anders ist es aber meiner Meinung nach unwahrscheinlich.

Selbige Investoren kommen aber nun auch nach und nach. Wenn man bedenkt dass die Eintracht nicht mal mehr 70 Prozent der Anteile hält, sollten auch wir in Zukunft besser aufpassen in welche Richtung die Träumereien hier gehen.....

Daher bin ich aller Grundstimmung auch pessimistisch. Von so allgemeinen Fanzusammenschlüssen bei Protesten halte ich persönlich nicht viel. Nett gemeint, vom Verband aber belächelt und nicht ernst genommen.
#
Maxfanatic schrieb:

Naja, ich verstehe deine Resignation innerhalb dieser Diskussion nicht. Inhaltlich sind wir ja nicht weit auseinander, nur in der Frage, welche Aktionsform erfolgsversprechender ist. Aber: Das was du forderst, ist doch nix neues. Zusammenschlüsse von Fan-Interessensgruppen gab und gibt es verschiedenste. Der "Dialog" mit den Verbänden ist dabei schon x-mal gescheitert, so dass sogar so Organisationen wie "Unsere Kurve" keine Lust mehr drauf hatten. Und das will was heißen, das sind ja die Fanabteilungen / Supporters Clubs und keine radikalen Ultras. Auch daher kommt ja die Erfahrung/Einschätzung, dass es nur über die Vereine geht. Kann sein, dass es jetzt unter den Eindrücken der Krise wieder Gespräche gibt, vielleicht sogar mit offenerem Ausgang. Da muss ja jeder selbst entscheiden, ob er sich noch mal drauf einlässt.


Die Resignation kommt eher daher, dass nach all den gescheiterten Dialogen mit Verbänden eben vor allem auf die Aktionen einzelner Gruppen, einzelner Proteste, und den Dialog im eigenen Verein verwiesen wird, und abgegrenzt wird zu anderen Fangruppierungen anderer Vereine, dass man sich nicht auf eine Kompromiss-Linie einigen und alle hinter sich bringen kann.
Wie gesagt: Diese Aktionen der "Einzelnen" halte ich ja für absolut richtig, die werde ich persönlich auch weiterhin unterstützen. Aber wenn das alles in keine stärkere Bewegung mündet, haben sie auch nur ein begrenztes Potenzial meiner Meinung nach: Bei den Montagsspielen haben die Proteste ja eindrucksvoll Wirkung gezeigt, aber gegenüber der Großwetterlage um Rummenigge/Seifert/Hopp und Co. kann man so keinen Contrapunkt setzen, der die handelnden Personen zu einem generellen Umdenken bringt.

Die Resignation kommt auch daher, dass gerade auch Du, oder auch reggaetyp, deren differenzierte Meinung ich hier als sehr wertvoll ansehe und die ich sehr schätze, hier den Weg über die Vereinsvertreter als den erfolgsversprechenden sehen, denn das ist für mich der Weg im System selbst. Und wie gesagt bin ich halt desillusioniert was die Frage angeht, ob sich das kranke System selbst heilen kann .. und will.
Ich hab ja bisher immer Beispiele aus der Wirtschaft gebracht, aber wenn man sich z.B. die Situation um die Apartheid in Südafrika anschaut, oder des kolonialen Indiens.. da gab es durchaus innerhalb des Systems viele Jahre land viele Aktionen, um die Lebensverhältnisse der Bevölkerung zu verbessern. Geholfen haben diese nichts bis sehr wenig und es waren erst breite Massenbewegungen, die zusammengeschlossen aufgetreten sind und so als Bewegung irgendwann nicht mehr ignoriert werden konnten.

So sehr ich die Arbeit der NWK schätze, so sehr ich unsere Vereins- und AG Vertreter schätze: als Teil der etablierten Wege in diesem System hoffe ich da auf viel, vermute aber eher einen geringen Erfolg.

Daher die Resignation.

Wie Fellner und Basaltkopf geschrieben haben:
Der große Knall könnte das ändern. Aber woher soll der Knall aus einem System kommen, das bewiesen hat, dass es keine Absicht zur Selbstheilung hat?
Ist da der Knall wahrscheinlicher, oder noch zwei, drei vier weitere Plastikclubs, noch aalglatte Hashtags wie #blacklivesmatter Einblendungen bei Sky (Applaus), noch höhere Ticketpreise (die irgendjemand sicher bezahlt), noch weniger Vereinsleben (bringt einfach zu wenig um im internationalen Wettbewerb... )…

Give me hope, Jo'anna.
#
Die Resignation wiederum kann ich gut verstehen. Da denke ich aber irgendwie noch weniger, dass der Weg über eine (relativ wachsweiche) Erklärung in den Dialog mit Verbänden zu treten, etwas bringt. Denn die Verbandsverantwortlichen werden IMMER versuchen, alles, was ihre auf Profit ausgerichtete Linie stört, irgendwie abzubügeln. Die haben doch noch viel weniger Interesse daran, als die Handelnden in den Vereinen, die sich ja tagtäglich mit den renitenten eigenen Fans auseinandersetzen müssen und eben auf Mitgliederversammlungen etc. Rechenschaft ablegen. Der Versuch, im Dialog mit Verbänden etwas zu ändern, ist doch das Paradebeispiel für "im System selbst" agieren.
Allenfalls gibt es von DFB / DFL kleine Zugeständnisse. Die Montagsproteste und dein Vergleich mit den Massenbewegungen ist da sehr gut - dort hat man gemerkt, was eine Masse an Unterstützern ausmachen kann, ja. Allerdings eine Masse, die letztlich sichtbare Aktionen unterstützt hat.

Das meine ich ja: Was meinst du denn, wie das Echo gewesen wäre, wenn gegen Union 20.000 Leute im Umlauf gewesen wären und nicht nur, was weiß ich, 2.000 (auch wenn auch im Rest des Stadions noch mehr Plätze freigeblieben sind)? Aber die 2.000 sind halt leider für so Aktionen in Deutschland schon das Maximum, weil wie gesagt: Selbst viele Eintrachtfans, die die Initiative da unterschrieben haben, haben sich am Union-Protest sicher nicht beteiligt.

Wenn es eine wirklich breite Massenbewegung gibt und die Menschen überall in signifikanter Zahl z.B. sagen: Nee, diesen Spieltag boykottieren wir jetzt (gut, das ist gerade schwierig ), dann wird es in FFM sicher nicht heißen, dass wir da nicht mitmachen (siehe 12:12). Und wenn in jedem Stadion die Hälfte der Plätze leer ist, als Protest gegen "den Kommerz", DANN werden die Verbände sicher zum Handeln gezwungen. Aber nicht durch 10.000 Unterschriften und Protestaktionen, bei denen sich dann halt eben nur wenige Hundert tatkräftig beteiligen. Siehe der ganze "Wir boykottieren das Auswärtsspiel bei RB"-Kram. Interessiert halt leider niemanden, wenn die Ultragruppen einiger Vereine da fernbleiben, am allerwenigsten RB selbst. Die freuen sich.

Und an der Stelle kommt eben auch das von mir genannte ins Spiel: a) sind die Forderungen echt verwässert. Sorry, aber selbst mit den allergrößten Kompromissen würdest du mich nicht dazu kriegen, gemeinsam mit Vertretern der Fanszenen aus Hoffenheim und Leipzig am Zukunftsmodell für den Fußball zu arbeiten. Und b) gibt es bei 80% der Erst- und Zweitligafanszenen das Problem, dass die gar keine wirksamen Proteste organisieren können. Ich finde es hier ja schon mau, wenn die ganze Kurve leer ist und nur 2.000 Leute vor dem Block stehen und einige tausend daheim bleiben. Anderswo machen bei so etwas 200 Menschen mit. Eine Massenbewegung sieht anders aus. Bei unserem Montagsspiel in Düsseldorf z.B. war der Boykott der Heimseite ja auch äußerst mager (inklusive Support von den Tribünen). Obwohl das nicht mal die ganze Halbzeit war, wie bei uns. Mag sein, dass Corona und auch so eine Initiative dafür sorgen können, dass es in Zukunft da Veränderungen gibt. Aber ist es da wirklich so falsch zu sagen, dass diese Szenen erstmal in ihrem eigenen Laden etwas erreichen sollen?

Also: Massenbewegung - ja, gerne. Bin ich sofort dabei. Auch wenns darum geht, das ganze System der Verbände, wie es gerade ist, zu zerschlagen. Aber dass du ernsthaft eine Unterschriftenaktion an eben die Verbandsoberen da für erfolgsversprechend und die Einleitung einer Massenbewegung hältst, verstehe ich einfach nicht. Und Hoffnung kann ich dir leider keine geben - die hab ich auch zu Anfang der Coronakrise, als hier noch viele glaubten, dass sich echt was ändert, schon nicht gehabt...
#
Sané demnächst für lächerliche 17 Mio pro Jahr für Bayern (wie kolportiert wird).

Und ich hatte schon Angst, die würden einfach so weitermachen.
Danke, dass ihr verstanden habt!
#
Sané demnächst für lächerliche 17 Mio pro Jahr für Bayern (wie kolportiert wird).

Und ich hatte schon Angst, die würden einfach so weitermachen.
Danke, dass ihr verstanden habt!
#
reggaetyp schrieb:

Sané demnächst für lächerliche 17 Mio pro Jahr für Bayern (wie kolportiert wird).

Und ich hatte schon Angst, die würden einfach so weitermachen.
Danke, dass ihr verstanden habt!

Beruhig Dich doch mal!
Das ist doch schon die Gehaltsobergrenze der Bayern!
Ansonsten kann man sich ja aktuell vom jeweiligen Bundesland so mal eben 40 Millionen absichern lassen!
Geht doch!
Alles klar auf der Andrea Doria und der Titanic!
#
Sané demnächst für lächerliche 17 Mio pro Jahr für Bayern (wie kolportiert wird).

Und ich hatte schon Angst, die würden einfach so weitermachen.
Danke, dass ihr verstanden habt!
#
reggaetyp schrieb:

Sané demnächst für lächerliche 17 Mio pro Jahr für Bayern (wie kolportiert wird).

Und ich hatte schon Angst, die würden einfach so weitermachen.
Danke, dass ihr verstanden habt!


Plus lächerliche 50 Millionen Ablöse. Und Berater, vemutlich noch Berater, Berater usw.
Bei einem 3 Jahresvertrag ist das vermutlich ein Paket von 120 Millionen Euro. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Damit kannst Du einen Mittelständler mit 1000 Beschäftigten ein paar Jahre retten. Einfach nur noch pervers.
#
Die Resignation wiederum kann ich gut verstehen. Da denke ich aber irgendwie noch weniger, dass der Weg über eine (relativ wachsweiche) Erklärung in den Dialog mit Verbänden zu treten, etwas bringt. Denn die Verbandsverantwortlichen werden IMMER versuchen, alles, was ihre auf Profit ausgerichtete Linie stört, irgendwie abzubügeln. Die haben doch noch viel weniger Interesse daran, als die Handelnden in den Vereinen, die sich ja tagtäglich mit den renitenten eigenen Fans auseinandersetzen müssen und eben auf Mitgliederversammlungen etc. Rechenschaft ablegen. Der Versuch, im Dialog mit Verbänden etwas zu ändern, ist doch das Paradebeispiel für "im System selbst" agieren.
Allenfalls gibt es von DFB / DFL kleine Zugeständnisse. Die Montagsproteste und dein Vergleich mit den Massenbewegungen ist da sehr gut - dort hat man gemerkt, was eine Masse an Unterstützern ausmachen kann, ja. Allerdings eine Masse, die letztlich sichtbare Aktionen unterstützt hat.

Das meine ich ja: Was meinst du denn, wie das Echo gewesen wäre, wenn gegen Union 20.000 Leute im Umlauf gewesen wären und nicht nur, was weiß ich, 2.000 (auch wenn auch im Rest des Stadions noch mehr Plätze freigeblieben sind)? Aber die 2.000 sind halt leider für so Aktionen in Deutschland schon das Maximum, weil wie gesagt: Selbst viele Eintrachtfans, die die Initiative da unterschrieben haben, haben sich am Union-Protest sicher nicht beteiligt.

Wenn es eine wirklich breite Massenbewegung gibt und die Menschen überall in signifikanter Zahl z.B. sagen: Nee, diesen Spieltag boykottieren wir jetzt (gut, das ist gerade schwierig ), dann wird es in FFM sicher nicht heißen, dass wir da nicht mitmachen (siehe 12:12). Und wenn in jedem Stadion die Hälfte der Plätze leer ist, als Protest gegen "den Kommerz", DANN werden die Verbände sicher zum Handeln gezwungen. Aber nicht durch 10.000 Unterschriften und Protestaktionen, bei denen sich dann halt eben nur wenige Hundert tatkräftig beteiligen. Siehe der ganze "Wir boykottieren das Auswärtsspiel bei RB"-Kram. Interessiert halt leider niemanden, wenn die Ultragruppen einiger Vereine da fernbleiben, am allerwenigsten RB selbst. Die freuen sich.

Und an der Stelle kommt eben auch das von mir genannte ins Spiel: a) sind die Forderungen echt verwässert. Sorry, aber selbst mit den allergrößten Kompromissen würdest du mich nicht dazu kriegen, gemeinsam mit Vertretern der Fanszenen aus Hoffenheim und Leipzig am Zukunftsmodell für den Fußball zu arbeiten. Und b) gibt es bei 80% der Erst- und Zweitligafanszenen das Problem, dass die gar keine wirksamen Proteste organisieren können. Ich finde es hier ja schon mau, wenn die ganze Kurve leer ist und nur 2.000 Leute vor dem Block stehen und einige tausend daheim bleiben. Anderswo machen bei so etwas 200 Menschen mit. Eine Massenbewegung sieht anders aus. Bei unserem Montagsspiel in Düsseldorf z.B. war der Boykott der Heimseite ja auch äußerst mager (inklusive Support von den Tribünen). Obwohl das nicht mal die ganze Halbzeit war, wie bei uns. Mag sein, dass Corona und auch so eine Initiative dafür sorgen können, dass es in Zukunft da Veränderungen gibt. Aber ist es da wirklich so falsch zu sagen, dass diese Szenen erstmal in ihrem eigenen Laden etwas erreichen sollen?

Also: Massenbewegung - ja, gerne. Bin ich sofort dabei. Auch wenns darum geht, das ganze System der Verbände, wie es gerade ist, zu zerschlagen. Aber dass du ernsthaft eine Unterschriftenaktion an eben die Verbandsoberen da für erfolgsversprechend und die Einleitung einer Massenbewegung hältst, verstehe ich einfach nicht. Und Hoffnung kann ich dir leider keine geben - die hab ich auch zu Anfang der Coronakrise, als hier noch viele glaubten, dass sich echt was ändert, schon nicht gehabt...
#
Maxfanatic schrieb:


Wenn es eine wirklich breite Massenbewegung gibt und die Menschen überall in signifikanter Zahl z.B. sagen: Nee, diesen Spieltag boykottieren wir jetzt (gut, das ist gerade schwierig smile:, dann wird es in FFM sicher nicht heißen, dass wir da nicht mitmachen (siehe 12:12). Und wenn in jedem Stadion die Hälfte der Plätze leer ist, als Protest gegen "den Kommerz", DANN werden die Verbände sicher zum Handeln gezwungen. Aber nicht durch 10.000 Unterschriften und Protestaktionen, bei denen sich dann halt eben nur wenige Hundert tatkräftig beteiligen. Siehe der ganze "Wir boykottieren das Auswärtsspiel bei RB"-Kram. Interessiert halt leider niemanden, wenn die Ultragruppen einiger Vereine da fernbleiben, am allerwenigsten RB selbst. Die freuen sich.


Ich würde den Gedanken der Massenproteste noch nicht völlig aufgeben, auch wenn er gegen Union aus Eurer Sicht vielleicht nicht zufriedenstellend war. Immerhin war die Kurve leer. Traurig war da eher, dass Union nicht mitmacht. Die haben seitdem bei mir echt gelitten. Ich denke wenn an einem Spieltag mal eine ganze Reihe von Kurven leer bleiben, dann ist da schon Aufmerksamkeit und das könnte auch zu schaffen sein. Aber grundsätzlich hast Du wohl recht, auf den eigenen Verein einzuwirken ist am erfolgversprechsten. l
#
reggaetyp schrieb:

Sané demnächst für lächerliche 17 Mio pro Jahr für Bayern (wie kolportiert wird).

Und ich hatte schon Angst, die würden einfach so weitermachen.
Danke, dass ihr verstanden habt!


Plus lächerliche 50 Millionen Ablöse. Und Berater, vemutlich noch Berater, Berater usw.
Bei einem 3 Jahresvertrag ist das vermutlich ein Paket von 120 Millionen Euro. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Damit kannst Du einen Mittelständler mit 1000 Beschäftigten ein paar Jahre retten. Einfach nur noch pervers.
#
sgevolker schrieb:

reggaetyp schrieb:

Sané demnächst für lächerliche 17 Mio pro Jahr für Bayern (wie kolportiert wird).

Und ich hatte schon Angst, die würden einfach so weitermachen.
Danke, dass ihr verstanden habt!


Plus lächerliche 50 Millionen Ablöse. Und Berater, vemutlich noch Berater, Berater usw.
Bei einem 3 Jahresvertrag ist das vermutlich ein Paket von 120 Millionen Euro. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Damit kannst Du einen Mittelständler mit 1000 Beschäftigten ein paar Jahre retten. Einfach nur noch pervers.

Na mal ehrlich, wer hier im Forum hat denn echt daran geglaubt, dass sich was im Profifussball ändern würde?
Das wird eher noch schlimmer, weil DFB/DFL und der Rest der Verbände & Clubs (weltweit) gesehen hat, dass auch Spiele ohne Fans sehr gut zu vermarkten sind!


#
ich kenne ihn zu 90 % nur hochgradig polemisch, aber vor ein paar Tagen hatte ich das Gefühl sein Account wurde gehackt
#
Tafelberg schrieb:

ich kenne ihn zu 90 % nur hochgradig polemisch, aber vor ein paar Tagen hatte ich das Gefühl sein Account wurde gehackt

Ja, das triffts ganz gut. Aber den Eindruck hatte ich auch phasenweise bei Diegito und der wirkt mittlerweile wieder etwas entspannter. Insofern besteht Hoffnung.
#
sgevolker schrieb:

reggaetyp schrieb:

Sané demnächst für lächerliche 17 Mio pro Jahr für Bayern (wie kolportiert wird).

Und ich hatte schon Angst, die würden einfach so weitermachen.
Danke, dass ihr verstanden habt!


Plus lächerliche 50 Millionen Ablöse. Und Berater, vemutlich noch Berater, Berater usw.
Bei einem 3 Jahresvertrag ist das vermutlich ein Paket von 120 Millionen Euro. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Damit kannst Du einen Mittelständler mit 1000 Beschäftigten ein paar Jahre retten. Einfach nur noch pervers.

Na mal ehrlich, wer hier im Forum hat denn echt daran geglaubt, dass sich was im Profifussball ändern würde?
Das wird eher noch schlimmer, weil DFB/DFL und der Rest der Verbände & Clubs (weltweit) gesehen hat, dass auch Spiele ohne Fans sehr gut zu vermarkten sind!


#
PeterT. schrieb:

Das wird eher noch schlimmer, weil DFB/DFL und der Rest der Verbände & Clubs (weltweit) gesehen hat, dass auch Spiele ohne Fans sehr gut zu vermarkten sind!



Ich denke das die Verbände da einem Trugschluss erliegen. Ohne Fans wird auf Dauer nicht funktionieren. Zumindest in Deutschland nicht. Was bleibt denn dann übrig? Eine langweilige Liga ohne Spannung mit einer handvoll guten Fußballern. Auf Dauer wird das nicht erfolgreich sein.
#
PeterT. schrieb:

Das wird eher noch schlimmer, weil DFB/DFL und der Rest der Verbände & Clubs (weltweit) gesehen hat, dass auch Spiele ohne Fans sehr gut zu vermarkten sind!



Ich denke das die Verbände da einem Trugschluss erliegen. Ohne Fans wird auf Dauer nicht funktionieren. Zumindest in Deutschland nicht. Was bleibt denn dann übrig? Eine langweilige Liga ohne Spannung mit einer handvoll guten Fußballern. Auf Dauer wird das nicht erfolgreich sein.
#
Bin mal gespannt was die anderen Bayern-Spieler davon halten, dass sie Gehalt einsparen "müssen" und Sane 17 Mio im Jahr verdient
#
PeterT. schrieb:

Das wird eher noch schlimmer, weil DFB/DFL und der Rest der Verbände & Clubs (weltweit) gesehen hat, dass auch Spiele ohne Fans sehr gut zu vermarkten sind!



Ich denke das die Verbände da einem Trugschluss erliegen. Ohne Fans wird auf Dauer nicht funktionieren. Zumindest in Deutschland nicht. Was bleibt denn dann übrig? Eine langweilige Liga ohne Spannung mit einer handvoll guten Fußballern. Auf Dauer wird das nicht erfolgreich sein.
#
sgevolker schrieb:

PeterT. schrieb:

Das wird eher noch schlimmer, weil DFB/DFL und der Rest der Verbände & Clubs (weltweit) gesehen hat, dass auch Spiele ohne Fans sehr gut zu vermarkten sind!



Ich denke das die Verbände da einem Trugschluss erliegen. Ohne Fans wird auf Dauer nicht funktionieren. Zumindest in Deutschland nicht. Was bleibt denn dann übrig? Eine langweilige Liga ohne Spannung mit einer handvoll guten Fußballern. Auf Dauer wird das nicht erfolgreich sein.


Naja. Es gibt auch sowas wie einen "Gewöhnungsfaktor". Je länger man diese Situation hat desto wahrscheinlicher ist es, dass man sich dran gewöhnt. Allerdings muss man da auch unterscheiden zwischen den Fans , die regelmäßig ins Stadion gehen und jenen, die es nur im Radio/ Fernseher verfolgen . Ich denke Erstere werden sich wohl eher nicht dran gewöhnen. Die letzteren vermissen vielleicht etwas die Stadionatmosphäre  werden aber wohl in der Masse weitergucken vermute ich mal.

Entscheidend wird sein, wie sich  die Einschaltquote entwickelt. Ich fürchte man muss sich in absehbarer Zukunft dran gewöhnen ohne oder mit wenig Zuschauer  im Stadion auskommen zu müssen.
#
Bin mal gespannt was die anderen Bayern-Spieler davon halten, dass sie Gehalt einsparen "müssen" und Sane 17 Mio im Jahr verdient
#
Der Gehaltsverzicht ist sicher ohnehin vorbei. Und falls nicht, wird Sane natürlich auch "freiwillig" verzichten.
Zudem ist er mit seinen 17 Mio vermutlich eh noch nicht einmal der Topverdiener.
#
Das ist ja zunächst mal eine Bürgschaft.
Also noch geht das Steuergeld nirgendwo hin.
Dessen ungeachtet natürlich unfassbar.
Und zeigt, dass bei S04 seit Ewigkeiten das Geld nur so rausgefeuert wurde.
Trotz Gazprom, 61.000 Zuschauern im Schnitt, CL und Tönnies (der sich seine Darlehen, wie man hört, mit 6% hat verzinsen lassen).
#
reggaetyp schrieb:

Das ist ja zunächst mal eine Bürgschaft.
Also noch geht das Steuergeld nirgendwo hin.
Dessen ungeachtet natürlich unfassbar.
Und zeigt, dass bei S04 seit Ewigkeiten das Geld nur so rausgefeuert wurde.
Trotz Gazprom, 61.000 Zuschauern im Schnitt, CL und Tönnies (der sich seine Darlehen, wie man hört, mit 6% hat verzinsen lassen).


Was stattliche Bürgschaften angeht sollte man sich als Eintracht-Fan eh nicht so weit aus dem Fenster
lehnen.
Schliesslich hat 2002 die "4 Mio-Bürgschaft" der HeLaBa EF die Linzenz für die 2.Liga gesichert.

Die wurde ja damals von Unterhaching "angefochten" weil sie wohl nur "eingeschränkt" war.
Beim Live-Ticker von der Gerichtverhandlung war mein Finger im 1-min-Rhythmus auf der F5-Taste.
#
reggaetyp schrieb:

Das ist ja zunächst mal eine Bürgschaft.
Also noch geht das Steuergeld nirgendwo hin.
Dessen ungeachtet natürlich unfassbar.
Und zeigt, dass bei S04 seit Ewigkeiten das Geld nur so rausgefeuert wurde.
Trotz Gazprom, 61.000 Zuschauern im Schnitt, CL und Tönnies (der sich seine Darlehen, wie man hört, mit 6% hat verzinsen lassen).


Was stattliche Bürgschaften angeht sollte man sich als Eintracht-Fan eh nicht so weit aus dem Fenster
lehnen.
Schliesslich hat 2002 die "4 Mio-Bürgschaft" der HeLaBa EF die Linzenz für die 2.Liga gesichert.

Die wurde ja damals von Unterhaching "angefochten" weil sie wohl nur "eingeschränkt" war.
Beim Live-Ticker von der Gerichtverhandlung war mein Finger im 1-min-Rhythmus auf der F5-Taste.
#
Fireye schrieb:

Was stattliche Bürgschaften angeht sollte man sich als Eintracht-Fan eh nicht so weit aus dem Fenster
lehnen.

Stattliche Bürgschaft sind an sich gar nicht zu beanstanden, sofern sie nicht vom Staat kommen.
#
Fireye schrieb:

Was stattliche Bürgschaften angeht sollte man sich als Eintracht-Fan eh nicht so weit aus dem Fenster
lehnen.

Stattliche Bürgschaft sind an sich gar nicht zu beanstanden, sofern sie nicht vom Staat kommen.
#
Basaltkopp schrieb:

Fireye schrieb:

Was stattliche Bürgschaften angeht sollte man sich als Eintracht-Fan eh nicht so weit aus dem Fenster
lehnen.

Stattliche Bürgschaft sind an sich gar nicht zu beanstanden, sofern sie nicht vom Staat kommen.


Diese Bürgschaft war wohl beides.
#
Basaltkopp schrieb:

Fireye schrieb:

Was stattliche Bürgschaften angeht sollte man sich als Eintracht-Fan eh nicht so weit aus dem Fenster
lehnen.

Stattliche Bürgschaft sind an sich gar nicht zu beanstanden, sofern sie nicht vom Staat kommen.


Diese Bürgschaft war wohl beides.
#
Touche.
#
sgevolker schrieb:

reggaetyp schrieb:

Sané demnächst für lächerliche 17 Mio pro Jahr für Bayern (wie kolportiert wird).

Und ich hatte schon Angst, die würden einfach so weitermachen.
Danke, dass ihr verstanden habt!


Plus lächerliche 50 Millionen Ablöse. Und Berater, vemutlich noch Berater, Berater usw.
Bei einem 3 Jahresvertrag ist das vermutlich ein Paket von 120 Millionen Euro. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Damit kannst Du einen Mittelständler mit 1000 Beschäftigten ein paar Jahre retten. Einfach nur noch pervers.

Na mal ehrlich, wer hier im Forum hat denn echt daran geglaubt, dass sich was im Profifussball ändern würde?
Das wird eher noch schlimmer, weil DFB/DFL und der Rest der Verbände & Clubs (weltweit) gesehen hat, dass auch Spiele ohne Fans sehr gut zu vermarkten sind!


#
PeterT. schrieb:

Na mal ehrlich, wer hier im Forum hat denn echt daran geglaubt, dass sich was im Profifussball ändern würde?
Das wird eher noch schlimmer, weil DFB/DFL und der Rest der Verbände & Clubs (weltweit) gesehen hat, dass auch Spiele ohne Fans sehr gut zu vermarkten sind!


Glaube ich leider auch. Trotz der guten Fanproteste vor der Krise, während der Krise (Schalke) und auch trotz aller guten Aktionen danach werden DFL, Verbände und Clubs zum Schluss kommen, dass sich "das Produkt" bestens vermarkten lässt und die Leute trotzdem einschalten (ja, vielleicht tatsächlich etwas weniger, geht im Grundrauschen aber unter ..), selbst ohne alles, was uns Stadiongängern, Fans wichtig ist..
#
sgevolker schrieb:

PeterT. schrieb:

Das wird eher noch schlimmer, weil DFB/DFL und der Rest der Verbände & Clubs (weltweit) gesehen hat, dass auch Spiele ohne Fans sehr gut zu vermarkten sind!



Ich denke das die Verbände da einem Trugschluss erliegen. Ohne Fans wird auf Dauer nicht funktionieren. Zumindest in Deutschland nicht. Was bleibt denn dann übrig? Eine langweilige Liga ohne Spannung mit einer handvoll guten Fußballern. Auf Dauer wird das nicht erfolgreich sein.


Naja. Es gibt auch sowas wie einen "Gewöhnungsfaktor". Je länger man diese Situation hat desto wahrscheinlicher ist es, dass man sich dran gewöhnt. Allerdings muss man da auch unterscheiden zwischen den Fans , die regelmäßig ins Stadion gehen und jenen, die es nur im Radio/ Fernseher verfolgen . Ich denke Erstere werden sich wohl eher nicht dran gewöhnen. Die letzteren vermissen vielleicht etwas die Stadionatmosphäre  werden aber wohl in der Masse weitergucken vermute ich mal.

Entscheidend wird sein, wie sich  die Einschaltquote entwickelt. Ich fürchte man muss sich in absehbarer Zukunft dran gewöhnen ohne oder mit wenig Zuschauer  im Stadion auskommen zu müssen.
#
wegjubler schrieb:

Naja. Es gibt auch sowas wie einen "Gewöhnungsfaktor". Je länger man diese Situation hat desto wahrscheinlicher ist es, dass man sich dran gewöhnt. Allerdings muss man da auch unterscheiden zwischen den Fans , die regelmäßig ins Stadion gehen und jenen, die es nur im Radio/ Fernseher verfolgen . Ich denke Erstere werden sich wohl eher nicht dran gewöhnen. Die letzteren vermissen vielleicht etwas die Stadionatmosphäre  werden aber wohl in der Masse weitergucken vermute ich mal.

Entscheidend wird sein, wie sich  die Einschaltquote entwickelt. Ich fürchte man muss sich in absehbarer Zukunft dran gewöhnen ohne oder mit wenig Zuschauer  im Stadion auskommen zu müssen.


Das mit dem Gewöhnungsfaktor ist nicht zu leugnen. Ich bemerke das auch bei mir und es erschaudert mich ein bisschen. Allerdings glaube ich schon das insbesondere das Produkt Bundesliga erheblich an Attraktivität verliert, also auf Dauer gesehen. Gerade die Atmosphäre in den Stadien ist ja ein Herausstellungsmerkmal der Bundesliga.
Dortmund-Bayern ohne gelbe Wand lässt sich auch international kaum gut vermarkten, vermutlich genauso schlecht wie Liverpool-ManU ohne lautstarke Koop-Tribüne....

An den Quoten ist das sinkende Interesse ja schon durchaus gut zu belegen, ich bin gespannt in welche Richtung sich das weiterentwickelt. Tritt ein Gewöhnungsfaktor ein und die Quoten gehen wieder hoch oder sinken sie weiter... wir werden es sehen.
#
wegjubler schrieb:

Naja. Es gibt auch sowas wie einen "Gewöhnungsfaktor". Je länger man diese Situation hat desto wahrscheinlicher ist es, dass man sich dran gewöhnt. Allerdings muss man da auch unterscheiden zwischen den Fans , die regelmäßig ins Stadion gehen und jenen, die es nur im Radio/ Fernseher verfolgen . Ich denke Erstere werden sich wohl eher nicht dran gewöhnen. Die letzteren vermissen vielleicht etwas die Stadionatmosphäre  werden aber wohl in der Masse weitergucken vermute ich mal.

Entscheidend wird sein, wie sich  die Einschaltquote entwickelt. Ich fürchte man muss sich in absehbarer Zukunft dran gewöhnen ohne oder mit wenig Zuschauer  im Stadion auskommen zu müssen.


Das mit dem Gewöhnungsfaktor ist nicht zu leugnen. Ich bemerke das auch bei mir und es erschaudert mich ein bisschen. Allerdings glaube ich schon das insbesondere das Produkt Bundesliga erheblich an Attraktivität verliert, also auf Dauer gesehen. Gerade die Atmosphäre in den Stadien ist ja ein Herausstellungsmerkmal der Bundesliga.
Dortmund-Bayern ohne gelbe Wand lässt sich auch international kaum gut vermarkten, vermutlich genauso schlecht wie Liverpool-ManU ohne lautstarke Koop-Tribüne....

An den Quoten ist das sinkende Interesse ja schon durchaus gut zu belegen, ich bin gespannt in welche Richtung sich das weiterentwickelt. Tritt ein Gewöhnungsfaktor ein und die Quoten gehen wieder hoch oder sinken sie weiter... wir werden es sehen.
#
Diegito schrieb:

Das mit dem Gewöhnungsfaktor ist nicht zu leugnen. Ich bemerke das auch bei mir und es erschaudert mich ein bisschen. Allerdings glaube ich schon das insbesondere das Produkt Bundesliga erheblich an Attraktivität verliert, also auf Dauer gesehen

Ich kann ja nur für mich sprechen aber seit Corona habe ich mir kein einziges Spiel mehr live angesehen (außer Basel) da nahezu alle Heimspiele im Stadion sehe und nur im Notfall mal Fernsehspiele ansehe. Auswärts sieht es anders aus, wobei ich da eher auf Hörfunk (gerade mit Eintracht FM) statt auf Fernsehen zurückgreife. Fussball im Fernsehen ist aus meiner Sicht immer nur eine Notlösung. Und ich weiß von einigen in meinem Umkreis denen es genauso geht. Es werden also viele der ursprünglichen Fussballfans den Fussball nahezu verlassen da bin ich mir sicher. Möglicherweise kommen andere hinzu weil die Möglichkeiten Spiele zu sehen vielfältiger werden. Aber Fußball ohne Zuschauer wird an Attraktivität massiv verlieren.

Gruß
tobago


Teilen