Ja. Ich erwarte aber von einem Staat, dass er mich dabei unterstützt. Dass er beispielsweise 3G- oder 2G-Vorschriften beibehält, dass er in bestimmten Situationen (in Geschäften etc.) noch auf der Maskenpflicht besteht und dass er weiter ein waches Auge auf die Entwicklung der Pandemie hat und die richtigen Schlüsse zieht.
Das sehe ich exakt genauso.
WuerzburgerAdler schrieb:
Denn ansonsten bin ich, der viel Kontakt zu Kindern hat, vielleicht zu 90 % vor Tod oder schweren Verläufen geschützt, treffe aber vielleicht andere und habe es deshalb schwerer als beispielsweise Ungeimpfte, die sich einen feuchten Kehricht kümmern.
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Darf ich fragen, welche Verantwortung der jeweiligen Eltern du in diesem Zusammenhang meinst?
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Darf ich fragen, welche Verantwortung der jeweiligen Eltern du in diesem Zusammenhang meinst?
Naja, z.b. das das eigene Kind sich nicht zwingend mit dem Nachbarskind verabreden sollte wenn man weiß das dessen Eltern ungeimpft sind...
Danke! Guter Beitrag. Ich nehm an der Diskussion rund um die Maßnahmen kaum mehr teil, einfach weil mir diese Schwarz/Weiß Schiene zu hart ist. Ehrlicherweise versuche ich mich daran zu orientieren womit ich mich wohlfühle und wie es meinen jeweiligen Gegenüber so geht. Grundsätzlich finde ich, dass man - und so nehme ich das derzeit auch wahr - vorsichtig gucken sollte was geht. Forderungen nach dauerhafter Einschränkungen sind für mich eher unverständlich, auch der gnadenlose Kollektivismus eines LDKlers geht mir viel zu weit. Gleichwohl sehe ich derzeit den Staat noch mit guten Gründen in der Position unsere Situation im Blick zu behalten und angemessen zu regulieren. Ich kann den Denis ja inhaltlich verstehen, nur sein Furor ist mir Teil dieser Entweder/Oder Logik die ich ablehne.
Ja, lesenswertes Interview mit Merkel. Auch wenn ich ihm nicht in allen Punkten zustimmen würde. Ansonsten stimme ich dir weitgehend zu. Es geht und ging ja bei den Maßnahmen nie darum, Maßnahmen der Maßnahmen wegen aufrecht zu erhalten oder zu fordern. Man ist in Unkenntnis des Virus da in den letzten Monaten vermutlich auch in einigen Bereichen gewaltig über das Ziel hinaus geschossen. Insbesondere was Kontaktverbote unter freiem Himmel betraf. Ich persönlich versuche inzwischen auch meine eigene Strategie zu fahren. Ob die wissenschaftlich immer haltbar ist, weiß ich nicht. Aber ich handle mehr und mehr nach meinem eigenen Bauchgefühl. Das bedeutet z.B., dass ich mit meinen vollständig geimpften Kolleginnen und Kollegen auch ab und zu die Maske in Innenräumen einfach weg lasse, obwohl wir eigentlich zum Tragen einer Maske verpflichtet sind.
Darüberhinaus fällt es mir mitunter schwer nachzuvolziehen, warum man sich derzeit noch massiv von Maßnahmen beschränkt fühlt. Ich war gestern auf einem Dorffest mit gut 1000 Menschen, bei Tanz, Bierzelt und buntem Treiben bis um 2:00 Uhr in der Frühe. Alles wie vor Corona, außer dass man einen Impfnachweis beim Einlass vorzeigen musste. War ne schöne Party, an der ich ohne schlechtes Gewissen teilgenommen habe. Ohne moralisieren zu wollen. Aber ich verstehe da den vielfach vorhandenen Frust über Maßnahmen einfach nicht.
Darüberhinaus fällt es mir mitunter schwer nachzuvolziehen, warum man sich derzeit noch massiv von Maßnahmen beschränkt fühlt. Ich war gestern auf einem Dorffest mit gut 1000 Menschen, bei Tanz, Bierzelt und buntem Treiben bis um 2:00 Uhr in der Frühe. Alles wie vor Corona, außer dass man einen Impfnachweis beim Einlass vorzeigen musste. War ne schöne Party, an der ich ohne schlechtes Gewissen teilgenommen habe. Ohne moralisieren zu wollen. Aber ich verstehe da den vielfach vorhandenen Frust über Maßnahmen einfach nicht.
Ich glaube zur Zeit beschweren sich die wenigsten. Da ist vieles möglich und es gibt kaum Einschränkungen. Es ist vielmehr die Angst vor dem Herbst/Winter. Gibt es wieder Distanzunterricht? Werden die Kneipen wieder geschlossen? Die Weihnachtsmärkte abgesagt? Sehen wir wieder Geisterspiele? Gibt es sogar wieder Kontaktverbote oder gar Ausgangsbeschränkungen? All das ist in m.E. nicht mehr akzeptabel, zumindest für den geimpften Teil der Bevölkerung.
Diegito schrieb: Gibt es wieder Distanzunterricht? Werden die Kneipen wieder geschlossen? Die Weihnachtsmärkte abgesagt? Sehen wir wieder Geisterspiele? Gibt es sogar wieder Kontaktverbote oder gar Ausgangsbeschränkungen? All das ist in m.E. nicht mehr akzeptabel, zumindest für den geimpften Teil der Bevölkerung.
M. E. eine sehr egoistische Haltung, wenn man sich ansieht, was die Konsequenzen daraus wären, wenn die Modellierer mit ihren Szenarien auch nur annähernd recht hätten: https://dirkpaessler.blog/2021/08/11/aktuelle-modellrechnungen-wenn-wir-bis-zu-wahl-nix-tun-musste-nach-der-wahl-eine-notbremse-kommen/amp/ Zu beachten sind hier die gigantischen Inzidenzen bei den Schülern und jungen Erwachsenen (über 500-700), die die Kontaktverfolgung komplett lahm legen würden, und wenn man noch Nachverfolgen könnte, dann wären 5-10% einiger Altersgruppen konstant in Quarantäne. Pro Tag 400 Tote und bis Ende des Jahres 1 Million gleichzeitige LongCovid-Fälle berechnet mein Modell, die meisten wären Kinder und junge Erwachsene.
Alternativ: Ohne eine Verschärfung der Maßnahmen Anfang Oktober würde der Anstieg noch bis etwa Weihnachten weitergehen und dann “von alleine ” auslaufen, weil dann einfach alle Ungeimpften infiziert wären: Das wäre die “Durchseuchung” (und wir hätten Ruhe bis zur nächsten Mutationswelle). ABER: Es gäbe in der Modellrechnung >50.000 stationäre Zugänge pro Tag, wir bräuchten >30.000 ITS-Betten, fast 10.000 Menschen würden sterben pro Woche und wir hätten über 2 Millionen LongCovid-Patienten, auch hier wieder maßgeblich junge Menschen.
Ja. Ich erwarte aber von einem Staat, dass er mich dabei unterstützt. Dass er beispielsweise 3G- oder 2G-Vorschriften beibehält, dass er in bestimmten Situationen (in Geschäften etc.) noch auf der Maskenpflicht besteht und dass er weiter ein waches Auge auf die Entwicklung der Pandemie hat und die richtigen Schlüsse zieht.
Das sehe ich exakt genauso.
WuerzburgerAdler schrieb:
Denn ansonsten bin ich, der viel Kontakt zu Kindern hat, vielleicht zu 90 % vor Tod oder schweren Verläufen geschützt, treffe aber vielleicht andere und habe es deshalb schwerer als beispielsweise Ungeimpfte, die sich einen feuchten Kehricht kümmern.
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Denn ansonsten bin ich, der viel Kontakt zu Kindern hat, vielleicht zu 90 % vor Tod oder schweren Verläufen geschützt, treffe aber vielleicht andere und habe es deshalb schwerer als beispielsweise Ungeimpfte, die sich einen feuchten Kehricht kümmern.
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Ich meine etwas anderes. Es geht hier ausnahmsweise mal um mich. Ich, obschon doppeltgeimpft, bin es doch, den die "Eigenverantwortung" betrifft, wenn die Inzidenzen wieder hochgehen. Heißt: ich müsste mich von meinen Kindern und Enkeln wieder fernhalten, um diese nicht in Gefahr zu bringen. Das mache ich natürlich, müsste es aber nicht, wenn man die Infektionszahlen in überschaubaren Größen halten würde. An die Eigenverantwortung der Eltern zu appellieren hieße ja eigentlich schon, dass sie die Kinder nicht mehr in Kitas und Schulen lassen dürften oder wie soll man das verstehen?
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Darf ich fragen, welche Verantwortung der jeweiligen Eltern du in diesem Zusammenhang meinst?
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Darf ich fragen, welche Verantwortung der jeweiligen Eltern du in diesem Zusammenhang meinst?
Naja, z.b. das das eigene Kind sich nicht zwingend mit dem Nachbarskind verabreden sollte wenn man weiß das dessen Eltern ungeimpft sind...
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Darf ich fragen, welche Verantwortung der jeweiligen Eltern du in diesem Zusammenhang meinst?
Naja, z.b. das das eigene Kind sich nicht zwingend mit dem Nachbarskind verabreden sollte wenn man weiß das dessen Eltern ungeimpft sind...
Puh, schwieriges Thema. Ich als ein Elternteil mehrerer schulpflichtiger Kinder setzte meine Kinder bewusst dem Risiko aus, dass sie täglich die Schule besuchen, obwohl sie potentiell mehrere hundert Kontakte mit Menschen aus Familien haben, die sie und ich nicht kennen. Ich persönlich halte es nach Abwägung aller Faktoren für absolut richtig und gut, dass sie die Schule besuchen. Trotzdem gebe ich meine "Eigenverantwortung" damit zu einem erheblichen Teil aus der Hand und bin massiv auf die Verantwortung anderer angewiesen. Daher dürfte es schwierig werden, dass Eltern durch „Eigenverantwortung“ dazu beitragen, dass die Pandemie eingedämmt wird.
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Darf ich fragen, welche Verantwortung der jeweiligen Eltern du in diesem Zusammenhang meinst?
Naja, z.b. das das eigene Kind sich nicht zwingend mit dem Nachbarskind verabreden sollte wenn man weiß das dessen Eltern ungeimpft sind...
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Darf ich fragen, welche Verantwortung der jeweiligen Eltern du in diesem Zusammenhang meinst?
Naja, z.b. das das eigene Kind sich nicht zwingend mit dem Nachbarskind verabreden sollte wenn man weiß das dessen Eltern ungeimpft sind...
Puh, schwieriges Thema. Ich als ein Elternteil mehrerer schulpflichtiger Kinder setzte meine Kinder bewusst dem Risiko aus, dass sie täglich die Schule besuchen, obwohl sie potentiell mehrere hundert Kontakte mit Menschen aus Familien haben, die sie und ich nicht kennen. Ich persönlich halte es nach Abwägung aller Faktoren für absolut richtig und gut, dass sie die Schule besuchen. Trotzdem gebe ich meine "Eigenverantwortung" damit zu einem erheblichen Teil aus der Hand und bin massiv auf die Verantwortung anderer angewiesen. Daher dürfte es schwierig werden, dass Eltern durch „Eigenverantwortung“ dazu beitragen, dass die Pandemie eingedämmt wird.
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Darf ich fragen, welche Verantwortung der jeweiligen Eltern du in diesem Zusammenhang meinst?
Naja, z.b. das das eigene Kind sich nicht zwingend mit dem Nachbarskind verabreden sollte wenn man weiß das dessen Eltern ungeimpft sind...
Puh, schwieriges Thema. Ich als ein Elternteil mehrerer schulpflichtiger Kinder setzte meine Kinder bewusst dem Risiko aus, dass sie täglich die Schule besuchen, obwohl sie potentiell mehrere hundert Kontakte mit Menschen aus Familien haben, die sie und ich nicht kennen. Ich persönlich halte es nach Abwägung aller Faktoren für absolut richtig und gut, dass sie die Schule besuchen. Trotzdem gebe ich meine "Eigenverantwortung" damit zu einem erheblichen Teil aus der Hand und bin massiv auf die Verantwortung anderer angewiesen. Daher dürfte es schwierig werden, dass Eltern durch „Eigenverantwortung“ dazu beitragen, dass die Pandemie eingedämmt wird.
Ja da hast du nicht ganz unrecht. Wirklich zu 100% lösbar ist das wohl nicht. Ein bisschen Einfluß hat man als Eltern schon aber man stößt an gewisse Grenzen. Glücklicherweise sind schwere Verläufe und Todesfälle bei Kindern absolute Ausnahmen und treffen wohl nur auf Kinder zu die erhebliche Vorerkrankungen haben. Man stelle sich nur vor es wäre nicht so und die Gefahr für Kinder wäre ähnlich groß wie für Erwachsene im mittleren oder hohen Alter. Dann hätten wir ein großes Problem.
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Darf ich fragen, welche Verantwortung der jeweiligen Eltern du in diesem Zusammenhang meinst?
Naja, z.b. das das eigene Kind sich nicht zwingend mit dem Nachbarskind verabreden sollte wenn man weiß das dessen Eltern ungeimpft sind...
Puh, schwieriges Thema. Ich als ein Elternteil mehrerer schulpflichtiger Kinder setzte meine Kinder bewusst dem Risiko aus, dass sie täglich die Schule besuchen, obwohl sie potentiell mehrere hundert Kontakte mit Menschen aus Familien haben, die sie und ich nicht kennen. Ich persönlich halte es nach Abwägung aller Faktoren für absolut richtig und gut, dass sie die Schule besuchen. Trotzdem gebe ich meine "Eigenverantwortung" damit zu einem erheblichen Teil aus der Hand und bin massiv auf die Verantwortung anderer angewiesen. Daher dürfte es schwierig werden, dass Eltern durch „Eigenverantwortung“ dazu beitragen, dass die Pandemie eingedämmt wird.
Vor allem ginge das ja wohl mal in ne ganz gefährliche Richtung, jetzt schon Kinder ungeimpfter Eltern sozial auszugrenzen. Alter...
Heftiger Anstieg. Die USA mittlerweile mit Inzidenz 327 und 7.400 Todesopfern in einer Woche, daher auch der starke Anstieg. Auch Mexiko mit stark steigenden Zahlen. Am stärksten betroffen weiterhin Kuba. Generell in vielen mittelamerikanischen Ländern ein Anstieg der Werte.
Südamerika
6 % weniger Neuinfektionen / 15 % weniger Todesfälle
Ganz entgegengesetzt die Entwicklung in Südamerika weiterhin. Fast überall sinken die Todesfallzahlen und auch die Fallzahlen sinken zumeist (in Brasilien mittlerweile aber nicht mehr). Nur der Norden von Südamerika (Guyana, Suriname) wie in der Vorwoche mit negativer Entwicklung.
Afrika
3 % weniger Neuinfektionen / 9 % weniger Todesfälle
Südafrika, Marokko und Tunesien mit ähnlichen Inzidenzen um 130-140. Marokko sinkend, Südafrika leicht, Tunesien wieder stärker steigend. Die Todesfälle in Tunesien immer noch mit Abstand am schlimmsten, Südafrika und Marokko folgen. Hier Marokko steigend, die anderen beiden sinkend.
Nahost / Vorderasien
3 % weniger Neuinfektionen / 11 % mehr Todesfälle
Georgien weiterhin mit einer erschreckenden Inzidenz von 831 (stagnierend) und hohen Todeszahlen (9,1 Todesfälle je 100.000 Einwohner). Es folgt bereits Israel mit einer katastrophal hohen Inzidenz von 563 und über 20 Todesopfern pro Tag. Der Anstieg hier ziemlich heftig.
Armenien und Aserbaidschan auch mit hohem Anstieg. Viele andere Länder stagnierend oder sinkend, zumindest was die Fallzahlen angeht. Unter anderem Irak und ganz wichtig der Iran, der einfach auch mit Abstand die meisten Fälle im Nahen Osten hat.
Asien
8 % weniger Neuinfektionen / 6 % weniger Todesfälle
Am stärksten weiterhin Malaysia betroffen (Inzidenz 462 / über 1.650 Tote). Japan, Philippinen und Vietnam (mittlerweile auch über 2.500 Tote pro Woche) noch mit steigenden Zahlen.
Kasachstan immer noch Hotspot. Positiver die Entwicklung in Indien und besonders in Indonesien, was die Zahlen dann im Gesamten drückt.
Europa
0,4 % mehr Neuinfektionen / 14 % mehr Todesfälle
Die höchste Inzidenz (und stark steigend) haben Montenegro und Kosovo mit knapp 600 und knapp 550. Auch im restlichen Balkan enorm hohe Steigerungsraten. Die dritthöchste Inzidenz europaweit hat aber Großbritannien mit 331 (14 Prozent Anstieg).
Viele Länder mit einer Inzidenz über 100 in Europa, viele Länder aber nicht mehr mit größerem Anstieg, da gehört Deutschland eher zu den Ausnahmen (war aber auch bisher recht verschont geblieben von ganz so hohen Werten im Sommer). Spanien und Frankreich zB mit absinkenden Zahlen, was auch zu der Stagnation hier geführt hat in Europa.
Insbesondere Polen und Mittel-Ost-Europa (dazu zählt auch noch Ostdeutschland) haben niedrige Inzidenzen, das dürfte sich dann aber auch die nächsten Wochen ändern.
Grundsätzlich empfehle ich dazu die (wenn auch in den Werten etwas abweichende) Grafik der europ. Inzidenz-Werte
Bei den Todeszahlen führt mittlerweile relativ gesehen Nordmazedonien, gefolgt von Montenegro und dann vom bisherigen Spitzenreiter Russland (immer noch stagnierende Zahlen, wenn man den Zahlen der Behörden glauben mag angesichts der wenigen Veränderungen über Wochen hinweg).
In dieser Woche kamen 4,57 Millionen Neuinfektionen und ca. 69.400 Todesfälle hinzu. Offiziell bestätigt sind damit 212,4 Millionen Infektionen und 4.446.000 Todesfälle. Die 4,5 Millionen Todesfälle dürften damit auch am Freitag / Samstag erreicht werden.
Verimpft wurden bisher ca. 4,95 Millionen Impfdosen, ca. 242 Millionen Impfmeldungen kamen diese Woche oben drauf, etwas weniger als in der Vorwoche.
Impfquoten (Erstimpfung) - Veränderung zur Vorwoche in Klammern
Afrika immer noch sehr langsam unterwegs. Europas Impftempo sinkt auch ab, die Quote der EU ist übrigens bei 63,3 % , aber Länder wie Russland (28,9 %) versauen da den Wert. Südamerika mit ordentlich Tempo derzeit, vor allem dank Länder wie Brasilien oder Kolumbien, die einiges gerade nachholen.
Mittlerweile 32,42 % der Weltbevölkerung mindestens einmal geimpft (23,5 % sind vollgeimpft), nächste Woche dürfte das Drittel vollgemacht werden.
Es spricht die nächsten 2-3 Wochen nicht viel für große Sprünge bei den Zahlen weltweit, egal um welche Zahl es sich nun handelt. Zu sehr gleichen sich diverse Kontinente gegenseitig aus.
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Darf ich fragen, welche Verantwortung der jeweiligen Eltern du in diesem Zusammenhang meinst?
Naja, z.b. das das eigene Kind sich nicht zwingend mit dem Nachbarskind verabreden sollte wenn man weiß das dessen Eltern ungeimpft sind...
Puh, schwieriges Thema. Ich als ein Elternteil mehrerer schulpflichtiger Kinder setzte meine Kinder bewusst dem Risiko aus, dass sie täglich die Schule besuchen, obwohl sie potentiell mehrere hundert Kontakte mit Menschen aus Familien haben, die sie und ich nicht kennen. Ich persönlich halte es nach Abwägung aller Faktoren für absolut richtig und gut, dass sie die Schule besuchen. Trotzdem gebe ich meine "Eigenverantwortung" damit zu einem erheblichen Teil aus der Hand und bin massiv auf die Verantwortung anderer angewiesen. Daher dürfte es schwierig werden, dass Eltern durch „Eigenverantwortung“ dazu beitragen, dass die Pandemie eingedämmt wird.
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Darf ich fragen, welche Verantwortung der jeweiligen Eltern du in diesem Zusammenhang meinst?
Naja, z.b. das das eigene Kind sich nicht zwingend mit dem Nachbarskind verabreden sollte wenn man weiß das dessen Eltern ungeimpft sind...
Puh, schwieriges Thema. Ich als ein Elternteil mehrerer schulpflichtiger Kinder setzte meine Kinder bewusst dem Risiko aus, dass sie täglich die Schule besuchen, obwohl sie potentiell mehrere hundert Kontakte mit Menschen aus Familien haben, die sie und ich nicht kennen. Ich persönlich halte es nach Abwägung aller Faktoren für absolut richtig und gut, dass sie die Schule besuchen. Trotzdem gebe ich meine "Eigenverantwortung" damit zu einem erheblichen Teil aus der Hand und bin massiv auf die Verantwortung anderer angewiesen. Daher dürfte es schwierig werden, dass Eltern durch „Eigenverantwortung“ dazu beitragen, dass die Pandemie eingedämmt wird.
Ja da hast du nicht ganz unrecht. Wirklich zu 100% lösbar ist das wohl nicht. Ein bisschen Einfluß hat man als Eltern schon aber man stößt an gewisse Grenzen. Glücklicherweise sind schwere Verläufe und Todesfälle bei Kindern absolute Ausnahmen und treffen wohl nur auf Kinder zu die erhebliche Vorerkrankungen haben. Man stelle sich nur vor es wäre nicht so und die Gefahr für Kinder wäre ähnlich groß wie für Erwachsene im mittleren oder hohen Alter. Dann hätten wir ein großes Problem.
So schaut es aus. Ich zitiere in diesem Zusammenhang mal Wolfgang Merkel aus einem ohnehin lesenswerten Interview der Hans Böckler Stiftung:
„Bei „Wahrheitsfragen“ rund um große Themen wie Identität, Corona, Klima und Migration gibt es keine Zwischentöne. Es gibt Wahrheit oder Lüge, moralisch oder unmoralisch, Fake oder Fact. Wir laden diese politischen Fragen so auf, dass wir nicht mehr über Kompromisse nachdenken können. Das ist ein neuer Kulturkampf.“
Ob das jetzt tatsächlich ein Kulturkampf ist, kann man streiten. Dass die Zwischentöne verschwinden, ist aber schon mein Eindruck.
Es wird zumindest von einem Teil der Leute zu einer Art "Kulturkampf" stilisiert. Das war auch das, was ich mit dem CSD-Beispiel zum Ausdruck bringen wollte. Bei den Querdenkern, Wembley oder Trump-Veranstaltungen kommen dann irgendwelche obskuren Studien, wie viele Leute sich da angesteckt hätten, bei anderen Dingen aber nicht. Weite Teile der deutschen Medienlandschaft schaffen oder wollen es offenbar einfach nicht, zwischen Themen zu trennen.
Und diese Heuchelei geht mir einfach so furchtbar auf den Sack, und das seit Jahren, und zwar vollkommen egal, wie nah oder fern mir irgendjemand politisch ist. Wie der Mann sagt, dieses Spiel wiederholt sich ja bei jedem großen gesellschaftlichen Reizthema seit 2015. Und diese Pandemie hat den Heuchlern halt quasi nochmal eine Art Super-Boost verschafft. Jetzt kann man sich noch viel geiler moralisch über andere erheben, und neuerdings gibt es sogar richtige und falsche Grundrechte, abhängig von deiner politischen Gesinnung und dem Grund der Versammlung.
Jetzt kann man sich noch viel geiler moralisch über andere erheben, und neuerdings gibt es sogar richtige und falsche Grundrechte, abhängig von deiner politischen Gesinnung und dem Grund der Versammlung.
Nochmal: wer hat das an welcher Stelle behauptet? Das ist ein ganz schmales Brett auf dem du da wandelst mein Lieber. Solche Sprüche sollte man belegen können oder besser unterlassen!
Jetzt kann man sich noch viel geiler moralisch über andere erheben, und neuerdings gibt es sogar richtige und falsche Grundrechte, abhängig von deiner politischen Gesinnung und dem Grund der Versammlung.
Nochmal: wer hat das an welcher Stelle behauptet? Das ist ein ganz schmales Brett auf dem du da wandelst mein Lieber. Solche Sprüche sollte man belegen können oder besser unterlassen!
Ich erinnere dich bei deinen nächsten 50 haltlosen Unterstellungen an diese Worte.
Bleib locker, das war nicht auf dich oder andere Forenbeiträge bezogen. Dir unterstelle ich nur, dass du beim Thema Fußball in Corona-Zeiten ideologiegetrieben ist. Also dass du dich, trotz einer durchaus gesunden Einstellung zum Umgang mit Grundrechten, Gleichbehandlung und sozialem Miteinander, beim Fußball geistig eher sperrst, weil es ja bei der Zulassung von Zuschauern nur um "Brot und Spiele", Partikularinteressen von Managern und so weiter und so fort ging.
Dass die Leute vielleicht einfach hinwollen und auch grundsätzlich das Recht dazu haben, und dass auch das durchaus eine soziale Bewandnis für viele Menschen hat (Freunde wieder sehen, die man lange nicht gesehen hat etc.), das willst du irgendwie nicht in deinen sturen Schädel kriegen. Das wirst du jetzt vielleicht auch nicht nett finden, aber verglichen mit dem was du gedacht hast ist es dann doch eher harmlos.
hab ich irgendwas verpasst? Ich bin bisher davon ausgegangen, so die Meinungen aller möglichen Corona Experten in Deutschland, dass die Wahrscheinlichkeit eines Geimpften das Virus weiterzugeben deutlich reduziert ist. Mein geimpfter Kollege -kenne aber seine Quelle nicht- sagt jetzt, dass mit dem "Impfen zum Schutz von anderen ist eine Mär", stimmt ja so nicht, da das Virus weitergegeben werden kann. Mein Einwand mit der geringen Wahrscheinlichkeit hat er bestritten. Vermutlich hat er die Studie aus der USA gelesen, die im Forum auch mal Thema war.
Die Motivation sich impfen zu lassen, kann vielschichtig sein: Eigenschutz, Schutz auch der Anderen und wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Wenn ich jetzt gerade aktuell lese, dass die auf Intensivstation befindlichen Corona-Patienten zu ca. 90% komplett ungeimpft sind, sehe ich die Impfung mal in erster Linie als Selbstschutz.
Tafelberg schrieb: ch bin bisher davon ausgegangen, so die Meinungen aller möglichen Corona Experten in Deutschland, dass die Wahrscheinlichkeit eines Geimpften das Virus weiterzugeben deutlich reduziert ist.
M. E. ist der Reduktiongrad derzeit noch nicht sicher genau abschätzbar. Ich habe Zahlen zwischen 80% und 40% Wirksamkeit der Impfstoffe gegen die Weitergabe gelesen. Eine gewisse bis deutliche Schutzwirkung bezüglich Übertragungen ist also anzunehmen.
Tafelberg schrieb: Vermutlich hat er die Studie aus der USA gelesen, die im Forum auch mal Thema war.
Das denke ich auch, weil diese Studie (die Analyse des Cape Cod-Ausbruchs) leicht fehlinterpretiert werden kann. Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, dass die Schutzwirkung der Impfstoffe vor Übertragung gleich Null wäre, das sagt die Studie aber nicht aus.
hab ich irgendwas verpasst? Ich bin bisher davon ausgegangen, so die Meinungen aller möglichen Corona Experten in Deutschland, dass die Wahrscheinlichkeit eines Geimpften das Virus weiterzugeben deutlich reduziert ist. Mein geimpfter Kollege -kenne aber seine Quelle nicht- sagt jetzt, dass mit dem "Impfen zum Schutz von anderen ist eine Mär", stimmt ja so nicht, da das Virus weitergegeben werden kann. Mein Einwand mit der geringen Wahrscheinlichkeit hat er bestritten. Vermutlich hat er die Studie aus der USA gelesen, die im Forum auch mal Thema war.
Die Motivation sich impfen zu lassen, kann vielschichtig sein: Eigenschutz, Schutz auch der Anderen und wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Wenn ich jetzt gerade aktuell lese, dass die auf Intensivstation befindlichen Corona-Patienten zu ca. 90% komplett ungeimpft sind, sehe ich die Impfung mal in erster Linie als Selbstschutz.
hab ich irgendwas verpasst? Ich bin bisher davon ausgegangen, so die Meinungen aller möglichen Corona Experten in Deutschland, dass die Wahrscheinlichkeit eines Geimpften das Virus weiterzugeben deutlich reduziert ist. Mein geimpfter Kollege -kenne aber seine Quelle nicht- sagt jetzt, dass mit dem "Impfen zum Schutz von anderen ist eine Mär", stimmt ja so nicht, da das Virus weitergegeben werden kann. Mein Einwand mit der geringen Wahrscheinlichkeit hat er bestritten. Vermutlich hat er die Studie aus der USA gelesen, die im Forum auch mal Thema war.
Die Motivation sich impfen zu lassen, kann vielschichtig sein: Eigenschutz, Schutz auch der Anderen und wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Tafelberg schrieb: ch bin bisher davon ausgegangen, so die Meinungen aller möglichen Corona Experten in Deutschland, dass die Wahrscheinlichkeit eines Geimpften das Virus weiterzugeben deutlich reduziert ist.
M. E. ist der Reduktiongrad derzeit noch nicht sicher genau abschätzbar. Ich habe Zahlen zwischen 80% und 40% Wirksamkeit der Impfstoffe gegen die Weitergabe gelesen. Eine gewisse bis deutliche Schutzwirkung bezüglich Übertragungen ist also anzunehmen.
Tafelberg schrieb: Vermutlich hat er die Studie aus der USA gelesen, die im Forum auch mal Thema war.
Das denke ich auch, weil diese Studie (die Analyse des Cape Cod-Ausbruchs) leicht fehlinterpretiert werden kann. Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, dass die Schutzwirkung der Impfstoffe vor Übertragung gleich Null wäre, das sagt die Studie aber nicht aus.
Darüberhinaus fällt es mir mitunter schwer nachzuvolziehen, warum man sich derzeit noch massiv von Maßnahmen beschränkt fühlt. Ich war gestern auf einem Dorffest mit gut 1000 Menschen, bei Tanz, Bierzelt und buntem Treiben bis um 2:00 Uhr in der Frühe. Alles wie vor Corona, außer dass man einen Impfnachweis beim Einlass vorzeigen musste. War ne schöne Party, an der ich ohne schlechtes Gewissen teilgenommen habe. Ohne moralisieren zu wollen. Aber ich verstehe da den vielfach vorhandenen Frust über Maßnahmen einfach nicht.
Ich glaube zur Zeit beschweren sich die wenigsten. Da ist vieles möglich und es gibt kaum Einschränkungen. Es ist vielmehr die Angst vor dem Herbst/Winter. Gibt es wieder Distanzunterricht? Werden die Kneipen wieder geschlossen? Die Weihnachtsmärkte abgesagt? Sehen wir wieder Geisterspiele? Gibt es sogar wieder Kontaktverbote oder gar Ausgangsbeschränkungen? All das ist in m.E. nicht mehr akzeptabel, zumindest für den geimpften Teil der Bevölkerung.
Diegito schrieb: Gibt es wieder Distanzunterricht? Werden die Kneipen wieder geschlossen? Die Weihnachtsmärkte abgesagt? Sehen wir wieder Geisterspiele? Gibt es sogar wieder Kontaktverbote oder gar Ausgangsbeschränkungen? All das ist in m.E. nicht mehr akzeptabel, zumindest für den geimpften Teil der Bevölkerung.
M. E. eine sehr egoistische Haltung, wenn man sich ansieht, was die Konsequenzen daraus wären, wenn die Modellierer mit ihren Szenarien auch nur annähernd recht hätten: https://dirkpaessler.blog/2021/08/11/aktuelle-modellrechnungen-wenn-wir-bis-zu-wahl-nix-tun-musste-nach-der-wahl-eine-notbremse-kommen/amp/ Zu beachten sind hier die gigantischen Inzidenzen bei den Schülern und jungen Erwachsenen (über 500-700), die die Kontaktverfolgung komplett lahm legen würden, und wenn man noch Nachverfolgen könnte, dann wären 5-10% einiger Altersgruppen konstant in Quarantäne. Pro Tag 400 Tote und bis Ende des Jahres 1 Million gleichzeitige LongCovid-Fälle berechnet mein Modell, die meisten wären Kinder und junge Erwachsene.
Alternativ: Ohne eine Verschärfung der Maßnahmen Anfang Oktober würde der Anstieg noch bis etwa Weihnachten weitergehen und dann “von alleine ” auslaufen, weil dann einfach alle Ungeimpften infiziert wären: Das wäre die “Durchseuchung” (und wir hätten Ruhe bis zur nächsten Mutationswelle). ABER: Es gäbe in der Modellrechnung >50.000 stationäre Zugänge pro Tag, wir bräuchten >30.000 ITS-Betten, fast 10.000 Menschen würden sterben pro Woche und wir hätten über 2 Millionen LongCovid-Patienten, auch hier wieder maßgeblich junge Menschen.
Das ist nicht dein Ernst: Inzidenz GB: 325 Knapp 30.000 Neuinfektionen pro Tag Todesfälle: 100 pro Tag Nicht so schlimm?
An sich wollte ich jetzt es klarstellen, wie Denis es gemeint hat, aber hat er ja schon selbst getan.
Und ich muss schon in einem Punkt hinterfragen und ich glaube, da bin ich mit Denis durchaus einer Meinung... Es ist schon verwunderlich, wie jahrelang abertausende Tote durch diverse unnötig bekommene Krankheiten, Unfälle usw. kaum Beachtung gefunden haben, erst recht nicht die Toten auf anderen Kontinenten, plötzlich aber 100 Tote in GB pro Tag als besonders schlimm hingestellt wird. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass die meisten dieser 100 Personen noch leben könnten, hätten sie sich impfen lassen.
Und ein zweiter Punkt... Die Frage ist doch, ob in GB wirklich durch diese Maßnahmenentfernung über die Zeit gerechnet deutlich mehr Menschen infiziert werden und vllt. auch versterben als zB in einem Land mit bestehenden (Rest)maßnahmen. Wenn man sich zB die Zahlen in Spanien anschaut, die bei den Infektionszahlen jetzt wieder niedriger sind als in GB , bei den Todeszahlen aber höher und überlegt, dass in Spanien durchweg strengere Regeln gelten und galten als in GB (Maskenpflicht wie hierzulande usw., dann stellt sich schon die Frage, ob wir nicht am Ende selbst mit Regeln die selbe Durchseuchung haben werden wie in GB mit ähnlichen Folgen. Die Zahlen in NRW (später dazu mehr) zeigen das schon.
Wir strecken m.E. nur einen Prozess, netto könnte aber am Ende es nicht so viel besser ausgehen als in GB, einzig etwas mehr Zeit für Impfungen wurde gewonnen.
Johnsons Vorgehen ist verantwortungslos, das Ergebnis könnte aber am Ende sich kaum von dem unterscheiden, was hierzulande noch passieren wird.
SGE_Werner schrieb: Wir strecken m.E. nur einen Prozess, netto könnte aber am Ende es nicht so viel besser ausgehen als in GB, einzig etwas mehr Zeit für Impfungen wurde gewonnen.
Genau das aber ist doch der entscheidende Punkt! Wir sollten die Infektionswelle begrenzen, um Zeit zu gewinnen. Zeit, um die Jugendlichen durchzuimpfen, und Zeit, bis ein Impfstoff auch für Kinder freigegeben ist. Es kann doch nicht sein, dass Kinder und Jugendliche, die die Hauptlast der Epidemie getragen haben, jetzt, nachdem die Erwachsenen (zumindest die, die wollen) durchgeimpft sind, der Durchseuchung preisgegeben werden. Und ja die Hospitalisierungszahlen bei Kindern sind immer noch niedrig (wenn auch im Vergleich zur Ursprungsvariante um ca. den Faktor 4 höher), aber in meinen Augen durchaus hoch genug, um es nicht einfach so zu akzeptieren. Weil was heißt denn Hospitalisierung konkret? Sowas hier, das sollte man sich mal bewusst machen: https://twitter.com/Navarp/status/1428511601573912580
Die könnten bis auf die, die gerade im Urlaub sind, in wenigen Tagen alle geimpft sein. Es ist schon klar, dass wir bis Ende September etwa so oder so Rücksicht nehmen müssen, weil erst dann alle Impfberechtigten durchgeimpft sein dürften.
LDKler_neu schrieb:
Zeit, bis ein Impfstoff auch für Kinder freigegeben ist
Und genau das ist halt das Problem, weil wir nicht wissen, wann das ist. Ja, es ist möglich, dass wir das im späteren Herbst haben werden, bis dahin werden wir aber ohnehin einen erheblichen Teil der Kinder "durchseucht" haben. Das alles macht nur Sinn, wenn es wahrscheinlich ist, dass durch die Maßnahmen und durch einen kommenden Impfstoff und hoher Impfquote (bezweifle ich stark) die Erkrankungszahl der Kinder deutlich niedriger ist, als wenn man keine Maßnahmen oder kaum Maßnahmen hat. Und genau das zweifle ich an, weil ich befürchte, dass Delta viel zu stark ist und die Impfung für die Kinder zu spät kommt und ohnehin nicht mal die Hälfte dieser Kinder geimpft werden würde.
Ich arbeite nicht auf Ziele hin, von denen ich weiß, dass ich sie hochwahrscheinlich nicht erreiche.
SGE_Werner schrieb: Wir strecken m.E. nur einen Prozess, netto könnte aber am Ende es nicht so viel besser ausgehen als in GB, einzig etwas mehr Zeit für Impfungen wurde gewonnen.
Genau das aber ist doch der entscheidende Punkt! Wir sollten die Infektionswelle begrenzen, um Zeit zu gewinnen. Zeit, um die Jugendlichen durchzuimpfen, und Zeit, bis ein Impfstoff auch für Kinder freigegeben ist. Es kann doch nicht sein, dass Kinder und Jugendliche, die die Hauptlast der Epidemie getragen haben, jetzt, nachdem die Erwachsenen (zumindest die, die wollen) durchgeimpft sind, der Durchseuchung preisgegeben werden. Und ja die Hospitalisierungszahlen bei Kindern sind immer noch niedrig (wenn auch im Vergleich zur Ursprungsvariante um ca. den Faktor 4 höher), aber in meinen Augen durchaus hoch genug, um es nicht einfach so zu akzeptieren. Weil was heißt denn Hospitalisierung konkret? Sowas hier, das sollte man sich mal bewusst machen: https://twitter.com/Navarp/status/1428511601573912580
Die könnten bis auf die, die gerade im Urlaub sind, in wenigen Tagen alle geimpft sein. Es ist schon klar, dass wir bis Ende September etwa so oder so Rücksicht nehmen müssen, weil erst dann alle Impfberechtigten durchgeimpft sein dürften.
LDKler_neu schrieb:
Zeit, bis ein Impfstoff auch für Kinder freigegeben ist
Und genau das ist halt das Problem, weil wir nicht wissen, wann das ist. Ja, es ist möglich, dass wir das im späteren Herbst haben werden, bis dahin werden wir aber ohnehin einen erheblichen Teil der Kinder "durchseucht" haben. Das alles macht nur Sinn, wenn es wahrscheinlich ist, dass durch die Maßnahmen und durch einen kommenden Impfstoff und hoher Impfquote (bezweifle ich stark) die Erkrankungszahl der Kinder deutlich niedriger ist, als wenn man keine Maßnahmen oder kaum Maßnahmen hat. Und genau das zweifle ich an, weil ich befürchte, dass Delta viel zu stark ist und die Impfung für die Kinder zu spät kommt und ohnehin nicht mal die Hälfte dieser Kinder geimpft werden würde.
Ich arbeite nicht auf Ziele hin, von denen ich weiß, dass ich sie hochwahrscheinlich nicht erreiche.
Kernaussagen: Es sind auch 20- bis 30-Jährige mit schweren Symptomen bei uns, was zuvor sehr selten vorkam. Aber ja: Wir müssen weniger Patienten auf die Intensivstation verlegen, wir haben viel weniger Todesfälle, und die Patienten sprechen besser auf unsere Behandlungsmethoden an.
Es darf nicht vergessen werden, dass die Fokussierung auf die Intensivkapazitäten und auf die Todesfälle aus einer Phase stammt, in der die meisten Patienten älter waren. Konzentriert man sich weiterhin nur auf diese Parameter, blendet man die ganzen schweren Verläufe unter jüngeren Patienten auf der Normalstation aus. Davor kann ich nur warnen. Denn diese Patienten sind auch schwer erkrankt, und sie dürfen nicht vergessen werden, wenn man den Stand der Pandemie im Land darstellen möchte. Und auch die Kapazitäten von Covid-Normalstationen sind begrenzt.
Die Zahl der Corona-Toten, die man hinnimmt, wird sich wahrscheinlich an der Influenza orientieren. Ich glaube aber, auch die Zahl der Grippetoten, die wir jährlich in Kauf nehmen, müssen wir noch mal neu überdenken. Meiner Meinung nach war es nie richtig, jedes Jahr Tausende Grippetote zu akzeptieren.
Es kommt nicht zu einem schweren Verlauf, die geimpften Patienten haben eher Schnupfen, Kopfschmerzen, Heiserkeit – wenn überhaupt. Ich habe bisher noch keine vollständig geimpften Personen mit schweren Verläufen im Krankenhaus gesehen
Es kommt nicht zu einem schweren Verlauf, die geimpften Patienten haben eher Schnupfen, Kopfschmerzen, Heiserkeit – wenn überhaupt. Ich habe bisher noch keine vollständig geimpften Personen mit schweren Verläufen im Krankenhaus gesehen[/i]
Na aber das reicht doch, um Diegitos Argument zu untermauern, dass Geimpfte nicht mehr eingeschränkt werden dürfen und egoistisch sein können oder nicht?
Denn ähnliches liest man ja auch über den Verlauf bei Kindern.
Aber dann gibt es Long-Covid und nicht erforschte Folgen davon.
Tja. Und nun? Ich weiß es nicht und ich bin froh, keine Entscheidung treffen zu müssen, aber ich denke, dass sowohl Klagen der Fußballclubs, als auch der Veranstaltungsszene in naher Zukunft für volle Stadien und Clubs sorgen werden.
Kernaussagen: Es sind auch 20- bis 30-Jährige mit schweren Symptomen bei uns, was zuvor sehr selten vorkam.
Ich hatte das Interview schon kürzlich gelesen, insgesamt interessant. Wobei ich mich immer noch frage, ob diese Aussage von Dr. Celik mit den Zahlen zu begründen sind, die wir haben oder ob das nur bei ihm so ist.
Die Hospitalisierungen von unter 35 Jährigen lagen in der letzten Meldewoche bei 316, in der 2. Welle waren wir bei 881, in der 3. Welle bei 989 und in der 1. Welle bei 355 zum jeweiligen Höhepunkt. Das spricht jetzt nicht dafür, dass es das vorher sehr selten gab und jetzt häufiger. Vllt. ist es anteilig mehr geworden? Also dass früher von 1000 jungen Menschen 10 getroffen hat und heute 20? Aber das wäre dann immer noch missverständlich.
Ich will jetzt das Ganze nicht in Abrede stellen, aber irgendwie kam mir der Punkt ein wenig komisch vor.
LDKler_neu schrieb:
Die Zahl der Corona-Toten, die man hinnimmt, wird sich wahrscheinlich an der Influenza orientieren. Ich glaube aber, auch die Zahl der Grippetoten, die wir jährlich in Kauf nehmen, müssen wir noch mal neu überdenken. Meiner Meinung nach war es nie richtig, jedes Jahr Tausende Grippetote zu akzeptieren.
Das empfand ich auch als wichtigen Punkt. Wenn sich nur 30-35 % der Ü60 gegen die Grippe impfen lassen, dann hat man eben auch 10.000 - 25.000 Grippetote im Jahr. Eine Steigerung der Impfquote hier und man hätte vermutlich automatisch einige tausend Tote weniger, während Corona eben noch oben drauf kommt und man am Ende vllt. in der Summe wieder das rauskommt, was wir vorher hatten.
LDKler_neu schrieb:
Ich habe bisher noch keine vollständig geimpften Personen mit schweren Verläufen im Krankenhaus gesehen
Gut, das kann von Dr. Celik ja nur eine partielle Wahrnehmung für Darmstadt sein, es gibt ja jetzt schon Intensivpatienten mit Impfdurchbrüchen. Die Anzahl ist aber halt nicht so hoch und daher kann es natürlich sein, dass er in Darmstadt noch niemanden hatte.
Wenn ich jetzt gerade aktuell lese, dass die auf Intensivstation befindlichen Corona-Patienten zu ca. 90% komplett ungeimpft sind, sehe ich die Impfung mal in erster Linie als Selbstschutz.
All diese Berichte zeigen aber auch wie vergleichsweise wenig es bringt ist sich Gedanken darüber zu machen was Geimpfte dürfen oder nicht dürfen. Es geht um die Ungeimpften und da primär um die Erwachsenen Dann plakatiert diese Zahlen großflächig und in verschiedenen Sprachen: Auf den Intensivstationen sind über 94 Prozent der Covid-Patienten ungeimpft. PUNKT - wer es dann nicht versteht, da ist es dann einfach vorbei. Denke ich ja ohnehin, wer sich bisher nicht impfen lassen wollte, wie viele von denen kann man überhaupt noch überzeugen? Aber dieses Argument würde ich tatsächlich noch einmal konzentriert 2 Wochen in die Öffentlichkeit bringen, als letzter Versuch.
Interessant auch: "Wir haben natürlich auch Zufallsfunde. Das typische Beispiel: Ein Kind bricht sich ein Bein, durch Zufall kommt beim Test raus, dass das Kind mit Corona infiziert ist - obwohl es gar keine Symptome hat. Es landet als hospitalisiert mit Corona in der Statisitik - und verzerrt natürlich die Statistik. Deshalb sei die Interpretation der Hospitalisierungsrate so viel schwieriger als die Interpretation der Zahl der Intensivpatienten."
Interessanter Aspekt finde ich. Wenn man sich die Intensivpatienten anschaut, dann sind letzten Donnerstag von 604 COVID-Patienten bundesweit 1,5% minderjährig gewesen. In absoluten Zahlen also 9 Jeder Fall ist natürlich schlimm, keine Frage - aber trotzdem einmal zur Einordnung von welchen absoluten Zahlen wir reden. (Quelle : https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen )
Kernaussagen: Es sind auch 20- bis 30-Jährige mit schweren Symptomen bei uns, was zuvor sehr selten vorkam. Aber ja: Wir müssen weniger Patienten auf die Intensivstation verlegen, wir haben viel weniger Todesfälle, und die Patienten sprechen besser auf unsere Behandlungsmethoden an.
Es darf nicht vergessen werden, dass die Fokussierung auf die Intensivkapazitäten und auf die Todesfälle aus einer Phase stammt, in der die meisten Patienten älter waren. Konzentriert man sich weiterhin nur auf diese Parameter, blendet man die ganzen schweren Verläufe unter jüngeren Patienten auf der Normalstation aus. Davor kann ich nur warnen. Denn diese Patienten sind auch schwer erkrankt, und sie dürfen nicht vergessen werden, wenn man den Stand der Pandemie im Land darstellen möchte. Und auch die Kapazitäten von Covid-Normalstationen sind begrenzt.
Die Zahl der Corona-Toten, die man hinnimmt, wird sich wahrscheinlich an der Influenza orientieren. Ich glaube aber, auch die Zahl der Grippetoten, die wir jährlich in Kauf nehmen, müssen wir noch mal neu überdenken. Meiner Meinung nach war es nie richtig, jedes Jahr Tausende Grippetote zu akzeptieren.
Es kommt nicht zu einem schweren Verlauf, die geimpften Patienten haben eher Schnupfen, Kopfschmerzen, Heiserkeit – wenn überhaupt. Ich habe bisher noch keine vollständig geimpften Personen mit schweren Verläufen im Krankenhaus gesehen
Es kommt nicht zu einem schweren Verlauf, die geimpften Patienten haben eher Schnupfen, Kopfschmerzen, Heiserkeit – wenn überhaupt. Ich habe bisher noch keine vollständig geimpften Personen mit schweren Verläufen im Krankenhaus gesehen[/i]
Na aber das reicht doch, um Diegitos Argument zu untermauern, dass Geimpfte nicht mehr eingeschränkt werden dürfen und egoistisch sein können oder nicht?
Denn ähnliches liest man ja auch über den Verlauf bei Kindern.
Aber dann gibt es Long-Covid und nicht erforschte Folgen davon.
Tja. Und nun? Ich weiß es nicht und ich bin froh, keine Entscheidung treffen zu müssen, aber ich denke, dass sowohl Klagen der Fußballclubs, als auch der Veranstaltungsszene in naher Zukunft für volle Stadien und Clubs sorgen werden.
All diese Berichte zeigen aber auch wie vergleichsweise wenig es bringt ist sich Gedanken darüber zu machen was Geimpfte dürfen oder nicht dürfen. Es geht um die Ungeimpften und da primär um die Erwachsenen Dann plakatiert diese Zahlen großflächig und in verschiedenen Sprachen: Auf den Intensivstationen sind über 94 Prozent der Covid-Patienten ungeimpft. PUNKT - wer es dann nicht versteht, da ist es dann einfach vorbei. Denke ich ja ohnehin, wer sich bisher nicht impfen lassen wollte, wie viele von denen kann man überhaupt noch überzeugen? Aber dieses Argument würde ich tatsächlich noch einmal konzentriert 2 Wochen in die Öffentlichkeit bringen, als letzter Versuch.
Interessant auch: "Wir haben natürlich auch Zufallsfunde. Das typische Beispiel: Ein Kind bricht sich ein Bein, durch Zufall kommt beim Test raus, dass das Kind mit Corona infiziert ist - obwohl es gar keine Symptome hat. Es landet als hospitalisiert mit Corona in der Statisitik - und verzerrt natürlich die Statistik. Deshalb sei die Interpretation der Hospitalisierungsrate so viel schwieriger als die Interpretation der Zahl der Intensivpatienten."
Interessanter Aspekt finde ich. Wenn man sich die Intensivpatienten anschaut, dann sind letzten Donnerstag von 604 COVID-Patienten bundesweit 1,5% minderjährig gewesen. In absoluten Zahlen also 9 Jeder Fall ist natürlich schlimm, keine Frage - aber trotzdem einmal zur Einordnung von welchen absoluten Zahlen wir reden. (Quelle : https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen )
Kernaussagen: Es sind auch 20- bis 30-Jährige mit schweren Symptomen bei uns, was zuvor sehr selten vorkam. Aber ja: Wir müssen weniger Patienten auf die Intensivstation verlegen, wir haben viel weniger Todesfälle, und die Patienten sprechen besser auf unsere Behandlungsmethoden an.
Es darf nicht vergessen werden, dass die Fokussierung auf die Intensivkapazitäten und auf die Todesfälle aus einer Phase stammt, in der die meisten Patienten älter waren. Konzentriert man sich weiterhin nur auf diese Parameter, blendet man die ganzen schweren Verläufe unter jüngeren Patienten auf der Normalstation aus. Davor kann ich nur warnen. Denn diese Patienten sind auch schwer erkrankt, und sie dürfen nicht vergessen werden, wenn man den Stand der Pandemie im Land darstellen möchte. Und auch die Kapazitäten von Covid-Normalstationen sind begrenzt.
Die Zahl der Corona-Toten, die man hinnimmt, wird sich wahrscheinlich an der Influenza orientieren. Ich glaube aber, auch die Zahl der Grippetoten, die wir jährlich in Kauf nehmen, müssen wir noch mal neu überdenken. Meiner Meinung nach war es nie richtig, jedes Jahr Tausende Grippetote zu akzeptieren.
Es kommt nicht zu einem schweren Verlauf, die geimpften Patienten haben eher Schnupfen, Kopfschmerzen, Heiserkeit – wenn überhaupt. Ich habe bisher noch keine vollständig geimpften Personen mit schweren Verläufen im Krankenhaus gesehen
Kernaussagen: Es sind auch 20- bis 30-Jährige mit schweren Symptomen bei uns, was zuvor sehr selten vorkam.
Ich hatte das Interview schon kürzlich gelesen, insgesamt interessant. Wobei ich mich immer noch frage, ob diese Aussage von Dr. Celik mit den Zahlen zu begründen sind, die wir haben oder ob das nur bei ihm so ist.
Die Hospitalisierungen von unter 35 Jährigen lagen in der letzten Meldewoche bei 316, in der 2. Welle waren wir bei 881, in der 3. Welle bei 989 und in der 1. Welle bei 355 zum jeweiligen Höhepunkt. Das spricht jetzt nicht dafür, dass es das vorher sehr selten gab und jetzt häufiger. Vllt. ist es anteilig mehr geworden? Also dass früher von 1000 jungen Menschen 10 getroffen hat und heute 20? Aber das wäre dann immer noch missverständlich.
Ich will jetzt das Ganze nicht in Abrede stellen, aber irgendwie kam mir der Punkt ein wenig komisch vor.
LDKler_neu schrieb:
Die Zahl der Corona-Toten, die man hinnimmt, wird sich wahrscheinlich an der Influenza orientieren. Ich glaube aber, auch die Zahl der Grippetoten, die wir jährlich in Kauf nehmen, müssen wir noch mal neu überdenken. Meiner Meinung nach war es nie richtig, jedes Jahr Tausende Grippetote zu akzeptieren.
Das empfand ich auch als wichtigen Punkt. Wenn sich nur 30-35 % der Ü60 gegen die Grippe impfen lassen, dann hat man eben auch 10.000 - 25.000 Grippetote im Jahr. Eine Steigerung der Impfquote hier und man hätte vermutlich automatisch einige tausend Tote weniger, während Corona eben noch oben drauf kommt und man am Ende vllt. in der Summe wieder das rauskommt, was wir vorher hatten.
LDKler_neu schrieb:
Ich habe bisher noch keine vollständig geimpften Personen mit schweren Verläufen im Krankenhaus gesehen
Gut, das kann von Dr. Celik ja nur eine partielle Wahrnehmung für Darmstadt sein, es gibt ja jetzt schon Intensivpatienten mit Impfdurchbrüchen. Die Anzahl ist aber halt nicht so hoch und daher kann es natürlich sein, dass er in Darmstadt noch niemanden hatte.
Die Hospitalisierungen von unter 35 Jährigen lagen in der letzten Meldewoche bei 316, in der 2. Welle waren wir bei 881, in der 3. Welle bei 989 und in der 1. Welle bei 355 zum jeweiligen Höhepunkt. Das spricht jetzt nicht dafür, dass es das vorher sehr selten gab und jetzt häufiger. Vllt. ist es anteilig mehr geworden? Also dass früher von 1000 jungen Menschen 10 getroffen hat und heute 20? Aber das wäre dann immer noch missverständlich.
Er spricht von "20- bis 30-Jährige mit schweren Symptomen bei uns" und erklärt ja wieviel schwieriger es ist die Hospitalisierung zu interpretieren als die Zahl der Intensivpatienten. Lass uns deswegen lieber mal die Altersverteilung der Intensivbettenbelegung durch COVID-Patienten betrachten. (Quelle: https://edoc.rki.de/handle/176904/8669 Die csv-Datei muss man nach Excel importieren, ist aber für Dich als Crack ja das tägliche Datenbrot )
Es gibt hier die Stufe 18 - 29 Jahre, die passt ja gut. Stand letzte Woche Donnerstag: 22 Patienten = bedeuten 3,6% aller Intensivpatienten Die Datenreihe beginnt Ende April 2021, damals waren es absolut ähnliche Zahlen, nämlich 24 bis 35. Der Anteil der 18-29-Jährigen lag aber nur bei 1% aller Intensivpatienten.
Der Anteil ist jetzt also 3-4 Mal so hoch, auch wenn die absoluten Zahlen nicht gestiegen sind. Dies kann schon zum Eindruck führen es passiert häufiger als früher. Andere Unschärfen: - Cihan Çelik (Seinen regelmäßigen Bericht von der "Front" finde ich immer sehr interessant) spricht von schweren Fällen, evtl. bedeutet dies für ihn nicht nur wenn jemand auf einer Intensivstation liegt. - Er sagt "bei uns" bei solch niedrigen Zahlen sind einige wenige Fälle von großer Relevanz, während die Zahlen oben das gesamte Bundesgebiet betrachten.
Das sehe ich exakt genauso.
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Darf ich fragen, welche Verantwortung der jeweiligen Eltern du in diesem Zusammenhang meinst?
Naja, z.b. das das eigene Kind sich nicht zwingend mit dem Nachbarskind verabreden sollte wenn man weiß das dessen Eltern ungeimpft sind...
Manchmal denke ich mir, hier wird über Partnertausch im Swingerclub geredet.
Sorry fürs kurze OT
Ja, lesenswertes Interview mit Merkel. Auch wenn ich ihm nicht in allen Punkten zustimmen würde.
Ansonsten stimme ich dir weitgehend zu. Es geht und ging ja bei den Maßnahmen nie darum, Maßnahmen der Maßnahmen wegen aufrecht zu erhalten oder zu fordern. Man ist in Unkenntnis des Virus da in den letzten Monaten vermutlich auch in einigen Bereichen gewaltig über das Ziel hinaus geschossen. Insbesondere was Kontaktverbote unter freiem Himmel betraf. Ich persönlich versuche inzwischen auch meine eigene Strategie zu fahren. Ob die wissenschaftlich immer haltbar ist, weiß ich nicht. Aber ich handle mehr und mehr nach meinem eigenen Bauchgefühl. Das bedeutet z.B., dass ich mit meinen vollständig geimpften Kolleginnen und Kollegen auch ab und zu die Maske in Innenräumen einfach weg lasse, obwohl wir eigentlich zum Tragen einer Maske verpflichtet sind.
Darüberhinaus fällt es mir mitunter schwer nachzuvolziehen, warum man sich derzeit noch massiv von Maßnahmen beschränkt fühlt. Ich war gestern auf einem Dorffest mit gut 1000 Menschen, bei Tanz, Bierzelt und buntem Treiben bis um 2:00 Uhr in der Frühe. Alles wie vor Corona, außer dass man einen Impfnachweis beim Einlass vorzeigen musste. War ne schöne Party, an der ich ohne schlechtes Gewissen teilgenommen habe.
Ohne moralisieren zu wollen. Aber ich verstehe da den vielfach vorhandenen Frust über Maßnahmen einfach nicht.
Ich glaube zur Zeit beschweren sich die wenigsten. Da ist vieles möglich und es gibt kaum Einschränkungen.
Es ist vielmehr die Angst vor dem Herbst/Winter.
Gibt es wieder Distanzunterricht? Werden die Kneipen wieder geschlossen? Die Weihnachtsmärkte abgesagt? Sehen wir wieder Geisterspiele? Gibt es sogar wieder Kontaktverbote oder gar Ausgangsbeschränkungen?
All das ist in m.E. nicht mehr akzeptabel, zumindest für den geimpften Teil der Bevölkerung.
https://dirkpaessler.blog/2021/08/11/aktuelle-modellrechnungen-wenn-wir-bis-zu-wahl-nix-tun-musste-nach-der-wahl-eine-notbremse-kommen/amp/
Zu beachten sind hier die gigantischen Inzidenzen bei den Schülern und jungen Erwachsenen (über 500-700), die die Kontaktverfolgung komplett lahm legen würden, und wenn man noch Nachverfolgen könnte, dann wären 5-10% einiger Altersgruppen konstant in Quarantäne. Pro Tag 400 Tote und bis Ende des Jahres 1 Million gleichzeitige LongCovid-Fälle berechnet mein Modell, die meisten wären Kinder und junge Erwachsene.
Alternativ: Ohne eine Verschärfung der Maßnahmen Anfang Oktober würde der Anstieg noch bis etwa Weihnachten weitergehen und dann “von alleine ” auslaufen, weil dann einfach alle Ungeimpften infiziert wären: Das wäre die “Durchseuchung” (und wir hätten Ruhe bis zur nächsten Mutationswelle).
ABER: Es gäbe in der Modellrechnung >50.000 stationäre Zugänge pro Tag, wir bräuchten >30.000 ITS-Betten, fast 10.000 Menschen würden sterben pro Woche und wir hätten über 2 Millionen LongCovid-Patienten, auch hier wieder maßgeblich junge Menschen.
Das sehe ich exakt genauso.
In direktem Kontakt zu Kindern werde ich in nächster Zeit auch noch vorsichtig sein. Allerdings sehe ich da auch eine gewisse Verantwortung bei den jeweiligen Eltern. Also auch hier sind wir wieder beim Thema Eigenverantwortung.
Ich meine etwas anderes. Es geht hier ausnahmsweise mal um mich.
Ich, obschon doppeltgeimpft, bin es doch, den die "Eigenverantwortung" betrifft, wenn die Inzidenzen wieder hochgehen. Heißt: ich müsste mich von meinen Kindern und Enkeln wieder fernhalten, um diese nicht in Gefahr zu bringen. Das mache ich natürlich, müsste es aber nicht, wenn man die Infektionszahlen in überschaubaren Größen halten würde.
An die Eigenverantwortung der Eltern zu appellieren hieße ja eigentlich schon, dass sie die Kinder nicht mehr in Kitas und Schulen lassen dürften oder wie soll man das verstehen?
Darf ich fragen, welche Verantwortung der jeweiligen Eltern du in diesem Zusammenhang meinst?
Naja, z.b. das das eigene Kind sich nicht zwingend mit dem Nachbarskind verabreden sollte wenn man weiß das dessen Eltern ungeimpft sind...
Puh, schwieriges Thema. Ich als ein Elternteil mehrerer schulpflichtiger Kinder setzte meine Kinder bewusst dem Risiko aus, dass sie täglich die Schule besuchen, obwohl sie potentiell mehrere hundert Kontakte mit Menschen aus Familien haben, die sie und ich nicht kennen. Ich persönlich halte es nach Abwägung aller Faktoren für absolut richtig und gut, dass sie die Schule besuchen. Trotzdem gebe ich meine "Eigenverantwortung" damit zu einem erheblichen Teil aus der Hand und bin massiv auf die Verantwortung anderer angewiesen.
Daher dürfte es schwierig werden, dass Eltern durch „Eigenverantwortung“ dazu beitragen, dass die Pandemie eingedämmt wird.
Naja, z.b. das das eigene Kind sich nicht zwingend mit dem Nachbarskind verabreden sollte wenn man weiß das dessen Eltern ungeimpft sind...
Puh, schwieriges Thema. Ich als ein Elternteil mehrerer schulpflichtiger Kinder setzte meine Kinder bewusst dem Risiko aus, dass sie täglich die Schule besuchen, obwohl sie potentiell mehrere hundert Kontakte mit Menschen aus Familien haben, die sie und ich nicht kennen. Ich persönlich halte es nach Abwägung aller Faktoren für absolut richtig und gut, dass sie die Schule besuchen. Trotzdem gebe ich meine "Eigenverantwortung" damit zu einem erheblichen Teil aus der Hand und bin massiv auf die Verantwortung anderer angewiesen.
Daher dürfte es schwierig werden, dass Eltern durch „Eigenverantwortung“ dazu beitragen, dass die Pandemie eingedämmt wird.
Ja da hast du nicht ganz unrecht.
Wirklich zu 100% lösbar ist das wohl nicht.
Ein bisschen Einfluß hat man als Eltern schon aber man stößt an gewisse Grenzen.
Glücklicherweise sind schwere Verläufe und Todesfälle bei Kindern absolute Ausnahmen und treffen wohl nur auf Kinder zu die erhebliche Vorerkrankungen haben. Man stelle sich nur vor es wäre nicht so und die Gefahr für Kinder wäre ähnlich groß wie für Erwachsene im mittleren oder hohen Alter. Dann hätten wir ein großes Problem.
Vor allem ginge das ja wohl mal
in ne ganz gefährliche Richtung, jetzt schon Kinder ungeimpfter Eltern sozial auszugrenzen. Alter...
Nordamerika / Mittelamerika
16 % mehr Neuinfektionen / 39 % mehr Todesfälle
Heftiger Anstieg. Die USA mittlerweile mit Inzidenz 327 und 7.400 Todesopfern in einer Woche, daher auch der starke Anstieg.
Auch Mexiko mit stark steigenden Zahlen. Am stärksten betroffen weiterhin Kuba. Generell in vielen mittelamerikanischen Ländern ein Anstieg der Werte.
Südamerika
6 % weniger Neuinfektionen / 15 % weniger Todesfälle
Ganz entgegengesetzt die Entwicklung in Südamerika weiterhin. Fast überall sinken die Todesfallzahlen und auch die Fallzahlen sinken zumeist (in Brasilien mittlerweile aber nicht mehr). Nur der Norden von Südamerika (Guyana, Suriname) wie in der Vorwoche mit negativer Entwicklung.
Afrika
3 % weniger Neuinfektionen / 9 % weniger Todesfälle
Südafrika, Marokko und Tunesien mit ähnlichen Inzidenzen um 130-140. Marokko sinkend, Südafrika leicht, Tunesien wieder stärker steigend.
Die Todesfälle in Tunesien immer noch mit Abstand am schlimmsten, Südafrika und Marokko folgen. Hier Marokko steigend, die anderen beiden sinkend.
Nahost / Vorderasien
3 % weniger Neuinfektionen / 11 % mehr Todesfälle
Georgien weiterhin mit einer erschreckenden Inzidenz von 831 (stagnierend) und hohen Todeszahlen (9,1 Todesfälle je 100.000 Einwohner). Es folgt bereits Israel mit einer katastrophal hohen Inzidenz von 563 und über 20 Todesopfern pro Tag. Der Anstieg hier ziemlich heftig.
Armenien und Aserbaidschan auch mit hohem Anstieg. Viele andere Länder stagnierend oder sinkend, zumindest was die Fallzahlen angeht. Unter anderem Irak und ganz wichtig der Iran, der einfach auch mit Abstand die meisten Fälle im Nahen Osten hat.
Asien
8 % weniger Neuinfektionen / 6 % weniger Todesfälle
Am stärksten weiterhin Malaysia betroffen (Inzidenz 462 / über 1.650 Tote). Japan, Philippinen und Vietnam (mittlerweile auch über 2.500 Tote pro Woche) noch mit steigenden Zahlen.
Kasachstan immer noch Hotspot. Positiver die Entwicklung in Indien und besonders in Indonesien, was die Zahlen dann im Gesamten drückt.
Europa
0,4 % mehr Neuinfektionen / 14 % mehr Todesfälle
Die höchste Inzidenz (und stark steigend) haben Montenegro und Kosovo mit knapp 600 und knapp 550. Auch im restlichen Balkan enorm hohe Steigerungsraten.
Die dritthöchste Inzidenz europaweit hat aber Großbritannien mit 331 (14 Prozent Anstieg).
Viele Länder mit einer Inzidenz über 100 in Europa, viele Länder aber nicht mehr mit größerem Anstieg, da gehört Deutschland eher zu den Ausnahmen (war aber auch bisher recht verschont geblieben von ganz so hohen Werten im Sommer). Spanien und Frankreich zB mit absinkenden Zahlen, was auch zu der Stagnation hier geführt hat in Europa.
Insbesondere Polen und Mittel-Ost-Europa (dazu zählt auch noch Ostdeutschland) haben niedrige Inzidenzen, das dürfte sich dann aber auch die nächsten Wochen ändern.
Grundsätzlich empfehle ich dazu die (wenn auch in den Werten etwas abweichende) Grafik der europ. Inzidenz-Werte
https://datawrapper.dwcdn.net/5JTxB/55/
Bei den Todeszahlen führt mittlerweile relativ gesehen Nordmazedonien, gefolgt von Montenegro und dann vom bisherigen Spitzenreiter Russland (immer noch stagnierende Zahlen, wenn man den Zahlen der Behörden glauben mag angesichts der wenigen Veränderungen über Wochen hinweg).
Alle Werte wie immer hier abrufbar:
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1iGBIq6gAtx0GMmonJ07cqufWm5qhm9B1l6bEf9J-9Xg/edit#gid=0
Weltweit
1 % mehr Neuinfektionen / 3 % mehr Todesfälle
In dieser Woche kamen 4,57 Millionen Neuinfektionen und ca. 69.400 Todesfälle hinzu. Offiziell bestätigt sind damit 212,4 Millionen Infektionen und 4.446.000 Todesfälle. Die 4,5 Millionen Todesfälle dürften damit auch am Freitag / Samstag erreicht werden.
Verimpft wurden bisher ca. 4,95 Millionen Impfdosen, ca. 242 Millionen Impfmeldungen kamen diese Woche oben drauf, etwas weniger als in der Vorwoche.
Impfquoten (Erstimpfung) - Veränderung zur Vorwoche in Klammern
Nordamerika: 52,54 % (+ 1,05 %)
Europa: 52,44 % (+ 0,94 %)
Südamerika: 50,70 % (+ 2,59 %)
Asien: 32,96 % (+ 1,29 %)
Afrika: 4,53 % (+ 0,39 %)
Afrika immer noch sehr langsam unterwegs. Europas Impftempo sinkt auch ab, die Quote der EU ist übrigens bei 63,3 % , aber Länder wie Russland (28,9 %) versauen da den Wert.
Südamerika mit ordentlich Tempo derzeit, vor allem dank Länder wie Brasilien oder Kolumbien, die einiges gerade nachholen.
Mittlerweile 32,42 % der Weltbevölkerung mindestens einmal geimpft (23,5 % sind vollgeimpft), nächste Woche dürfte das Drittel vollgemacht werden.
Es spricht die nächsten 2-3 Wochen nicht viel für große Sprünge bei den Zahlen weltweit, egal um welche Zahl es sich nun handelt. Zu sehr gleichen sich diverse Kontinente gegenseitig aus.
Puh, schwieriges Thema. Ich als ein Elternteil mehrerer schulpflichtiger Kinder setzte meine Kinder bewusst dem Risiko aus, dass sie täglich die Schule besuchen, obwohl sie potentiell mehrere hundert Kontakte mit Menschen aus Familien haben, die sie und ich nicht kennen. Ich persönlich halte es nach Abwägung aller Faktoren für absolut richtig und gut, dass sie die Schule besuchen. Trotzdem gebe ich meine "Eigenverantwortung" damit zu einem erheblichen Teil aus der Hand und bin massiv auf die Verantwortung anderer angewiesen.
Daher dürfte es schwierig werden, dass Eltern durch „Eigenverantwortung“ dazu beitragen, dass die Pandemie eingedämmt wird.
Ja da hast du nicht ganz unrecht.
Wirklich zu 100% lösbar ist das wohl nicht.
Ein bisschen Einfluß hat man als Eltern schon aber man stößt an gewisse Grenzen.
Glücklicherweise sind schwere Verläufe und Todesfälle bei Kindern absolute Ausnahmen und treffen wohl nur auf Kinder zu die erhebliche Vorerkrankungen haben. Man stelle sich nur vor es wäre nicht so und die Gefahr für Kinder wäre ähnlich groß wie für Erwachsene im mittleren oder hohen Alter. Dann hätten wir ein großes Problem.
Es wird zumindest von einem Teil der Leute zu einer Art "Kulturkampf" stilisiert.
Das war auch das, was ich mit dem CSD-Beispiel zum Ausdruck bringen wollte. Bei den Querdenkern, Wembley oder Trump-Veranstaltungen kommen dann irgendwelche obskuren Studien, wie viele Leute sich da angesteckt hätten, bei anderen Dingen aber nicht.
Weite Teile der deutschen Medienlandschaft schaffen oder wollen es offenbar einfach nicht, zwischen Themen zu trennen.
Und diese Heuchelei geht mir einfach so furchtbar auf den Sack, und das seit Jahren, und zwar vollkommen egal, wie nah oder fern mir irgendjemand politisch ist. Wie der Mann sagt, dieses Spiel wiederholt sich ja bei jedem großen gesellschaftlichen Reizthema seit 2015.
Und diese Pandemie hat den Heuchlern halt quasi nochmal eine Art Super-Boost verschafft. Jetzt kann man sich noch viel geiler moralisch über andere erheben, und neuerdings gibt es sogar richtige und falsche Grundrechte, abhängig von deiner politischen Gesinnung und dem Grund der Versammlung.
Nochmal: wer hat das an welcher Stelle behauptet?
Das ist ein ganz schmales Brett auf dem du da wandelst mein Lieber.
Solche Sprüche sollte man belegen können oder besser unterlassen!
Ich erinnere dich bei deinen nächsten 50 haltlosen Unterstellungen an diese Worte.
Bleib locker, das war nicht auf dich oder andere Forenbeiträge bezogen.
Dir unterstelle ich nur, dass du beim Thema Fußball in Corona-Zeiten ideologiegetrieben ist. Also dass du dich, trotz einer durchaus gesunden Einstellung zum Umgang mit Grundrechten, Gleichbehandlung und sozialem Miteinander, beim Fußball geistig eher sperrst, weil es ja bei der Zulassung von Zuschauern nur um "Brot und Spiele", Partikularinteressen von Managern und so weiter und so fort ging.
Dass die Leute vielleicht einfach hinwollen und auch grundsätzlich das Recht dazu haben, und dass auch das durchaus eine soziale Bewandnis für viele Menschen hat (Freunde wieder sehen, die man lange nicht gesehen hat etc.), das willst du irgendwie nicht in deinen sturen Schädel kriegen.
Das wirst du jetzt vielleicht auch nicht nett finden, aber verglichen mit dem was du gedacht hast ist es dann doch eher harmlos.
Ich bin bisher davon ausgegangen, so die Meinungen aller möglichen Corona Experten in Deutschland, dass die Wahrscheinlichkeit eines Geimpften das Virus weiterzugeben deutlich reduziert ist.
Mein geimpfter Kollege -kenne aber seine Quelle nicht- sagt jetzt, dass mit dem "Impfen zum Schutz von anderen ist eine Mär", stimmt ja so nicht, da das Virus weitergegeben werden kann. Mein Einwand mit der geringen Wahrscheinlichkeit hat er bestritten.
Vermutlich hat er die Studie aus der USA gelesen, die im Forum auch mal Thema war.
Die Motivation sich impfen zu lassen, kann vielschichtig sein: Eigenschutz, Schutz auch der Anderen und wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Das denke ich auch, weil diese Studie (die Analyse des Cape Cod-Ausbruchs) leicht fehlinterpretiert werden kann. Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, dass die Schutzwirkung der Impfstoffe vor Übertragung gleich Null wäre, das sagt die Studie aber nicht aus.
Ich bin bisher davon ausgegangen, so die Meinungen aller möglichen Corona Experten in Deutschland, dass die Wahrscheinlichkeit eines Geimpften das Virus weiterzugeben deutlich reduziert ist.
Mein geimpfter Kollege -kenne aber seine Quelle nicht- sagt jetzt, dass mit dem "Impfen zum Schutz von anderen ist eine Mär", stimmt ja so nicht, da das Virus weitergegeben werden kann. Mein Einwand mit der geringen Wahrscheinlichkeit hat er bestritten.
Vermutlich hat er die Studie aus der USA gelesen, die im Forum auch mal Thema war.
Die Motivation sich impfen zu lassen, kann vielschichtig sein: Eigenschutz, Schutz auch der Anderen und wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-studie-impfdurchbrueche-kliniken-impfungen-100.html
ja, der Artikel ist 3 Tage alt, ändert aber nichts an dem grundsätzlichen Thema.
Ich bin bisher davon ausgegangen, so die Meinungen aller möglichen Corona Experten in Deutschland, dass die Wahrscheinlichkeit eines Geimpften das Virus weiterzugeben deutlich reduziert ist.
Mein geimpfter Kollege -kenne aber seine Quelle nicht- sagt jetzt, dass mit dem "Impfen zum Schutz von anderen ist eine Mär", stimmt ja so nicht, da das Virus weitergegeben werden kann. Mein Einwand mit der geringen Wahrscheinlichkeit hat er bestritten.
Vermutlich hat er die Studie aus der USA gelesen, die im Forum auch mal Thema war.
Die Motivation sich impfen zu lassen, kann vielschichtig sein: Eigenschutz, Schutz auch der Anderen und wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Das denke ich auch, weil diese Studie (die Analyse des Cape Cod-Ausbruchs) leicht fehlinterpretiert werden kann. Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, dass die Schutzwirkung der Impfstoffe vor Übertragung gleich Null wäre, das sagt die Studie aber nicht aus.
Ich glaube zur Zeit beschweren sich die wenigsten. Da ist vieles möglich und es gibt kaum Einschränkungen.
Es ist vielmehr die Angst vor dem Herbst/Winter.
Gibt es wieder Distanzunterricht? Werden die Kneipen wieder geschlossen? Die Weihnachtsmärkte abgesagt? Sehen wir wieder Geisterspiele? Gibt es sogar wieder Kontaktverbote oder gar Ausgangsbeschränkungen?
All das ist in m.E. nicht mehr akzeptabel, zumindest für den geimpften Teil der Bevölkerung.
https://dirkpaessler.blog/2021/08/11/aktuelle-modellrechnungen-wenn-wir-bis-zu-wahl-nix-tun-musste-nach-der-wahl-eine-notbremse-kommen/amp/
Zu beachten sind hier die gigantischen Inzidenzen bei den Schülern und jungen Erwachsenen (über 500-700), die die Kontaktverfolgung komplett lahm legen würden, und wenn man noch Nachverfolgen könnte, dann wären 5-10% einiger Altersgruppen konstant in Quarantäne. Pro Tag 400 Tote und bis Ende des Jahres 1 Million gleichzeitige LongCovid-Fälle berechnet mein Modell, die meisten wären Kinder und junge Erwachsene.
Alternativ: Ohne eine Verschärfung der Maßnahmen Anfang Oktober würde der Anstieg noch bis etwa Weihnachten weitergehen und dann “von alleine ” auslaufen, weil dann einfach alle Ungeimpften infiziert wären: Das wäre die “Durchseuchung” (und wir hätten Ruhe bis zur nächsten Mutationswelle).
ABER: Es gäbe in der Modellrechnung >50.000 stationäre Zugänge pro Tag, wir bräuchten >30.000 ITS-Betten, fast 10.000 Menschen würden sterben pro Woche und wir hätten über 2 Millionen LongCovid-Patienten, auch hier wieder maßgeblich junge Menschen.
An sich wollte ich jetzt es klarstellen, wie Denis es gemeint hat, aber hat er ja schon selbst getan.
Und ich muss schon in einem Punkt hinterfragen und ich glaube, da bin ich mit Denis durchaus einer Meinung... Es ist schon verwunderlich, wie jahrelang abertausende Tote durch diverse unnötig bekommene Krankheiten, Unfälle usw. kaum Beachtung gefunden haben, erst recht nicht die Toten auf anderen Kontinenten, plötzlich aber 100 Tote in GB pro Tag als besonders schlimm hingestellt wird. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass die meisten dieser 100 Personen noch leben könnten, hätten sie sich impfen lassen.
Und ein zweiter Punkt... Die Frage ist doch, ob in GB wirklich durch diese Maßnahmenentfernung über die Zeit gerechnet deutlich mehr Menschen infiziert werden und vllt. auch versterben als zB in einem Land mit bestehenden (Rest)maßnahmen. Wenn man sich zB die Zahlen in Spanien anschaut, die bei den Infektionszahlen jetzt wieder niedriger sind als in GB , bei den Todeszahlen aber höher und überlegt, dass in Spanien durchweg strengere Regeln gelten und galten als in GB (Maskenpflicht wie hierzulande usw., dann stellt sich schon die Frage, ob wir nicht am Ende selbst mit Regeln die selbe Durchseuchung haben werden wie in GB mit ähnlichen Folgen. Die Zahlen in NRW (später dazu mehr) zeigen das schon.
Wir strecken m.E. nur einen Prozess, netto könnte aber am Ende es nicht so viel besser ausgehen als in GB, einzig etwas mehr Zeit für Impfungen wurde gewonnen.
Johnsons Vorgehen ist verantwortungslos, das Ergebnis könnte aber am Ende sich kaum von dem unterscheiden, was hierzulande noch passieren wird.
Es kann doch nicht sein, dass Kinder und Jugendliche, die die Hauptlast der Epidemie getragen haben, jetzt, nachdem die Erwachsenen (zumindest die, die wollen) durchgeimpft sind, der Durchseuchung preisgegeben werden.
Und ja die Hospitalisierungszahlen bei Kindern sind immer noch niedrig (wenn auch im Vergleich zur Ursprungsvariante um ca. den Faktor 4 höher), aber in meinen Augen durchaus hoch genug, um es nicht einfach so zu akzeptieren. Weil was heißt denn Hospitalisierung konkret? Sowas hier, das sollte man sich mal bewusst machen:
https://twitter.com/Navarp/status/1428511601573912580
Die könnten bis auf die, die gerade im Urlaub sind, in wenigen Tagen alle geimpft sein. Es ist schon klar, dass wir bis Ende September etwa so oder so Rücksicht nehmen müssen, weil erst dann alle Impfberechtigten durchgeimpft sein dürften.
Und genau das ist halt das Problem, weil wir nicht wissen, wann das ist. Ja, es ist möglich, dass wir das im späteren Herbst haben werden, bis dahin werden wir aber ohnehin einen erheblichen Teil der Kinder "durchseucht" haben. Das alles macht nur Sinn, wenn es wahrscheinlich ist, dass durch die Maßnahmen und durch einen kommenden Impfstoff und hoher Impfquote (bezweifle ich stark) die Erkrankungszahl der Kinder deutlich niedriger ist, als wenn man keine Maßnahmen oder kaum Maßnahmen hat.
Und genau das zweifle ich an, weil ich befürchte, dass Delta viel zu stark ist und die Impfung für die Kinder zu spät kommt und ohnehin nicht mal die Hälfte dieser Kinder geimpft werden würde.
Ich arbeite nicht auf Ziele hin, von denen ich weiß, dass ich sie hochwahrscheinlich nicht erreiche.
So hart es auch klingen mag.
Es kann doch nicht sein, dass Kinder und Jugendliche, die die Hauptlast der Epidemie getragen haben, jetzt, nachdem die Erwachsenen (zumindest die, die wollen) durchgeimpft sind, der Durchseuchung preisgegeben werden.
Und ja die Hospitalisierungszahlen bei Kindern sind immer noch niedrig (wenn auch im Vergleich zur Ursprungsvariante um ca. den Faktor 4 höher), aber in meinen Augen durchaus hoch genug, um es nicht einfach so zu akzeptieren. Weil was heißt denn Hospitalisierung konkret? Sowas hier, das sollte man sich mal bewusst machen:
https://twitter.com/Navarp/status/1428511601573912580
Die könnten bis auf die, die gerade im Urlaub sind, in wenigen Tagen alle geimpft sein. Es ist schon klar, dass wir bis Ende September etwa so oder so Rücksicht nehmen müssen, weil erst dann alle Impfberechtigten durchgeimpft sein dürften.
Und genau das ist halt das Problem, weil wir nicht wissen, wann das ist. Ja, es ist möglich, dass wir das im späteren Herbst haben werden, bis dahin werden wir aber ohnehin einen erheblichen Teil der Kinder "durchseucht" haben. Das alles macht nur Sinn, wenn es wahrscheinlich ist, dass durch die Maßnahmen und durch einen kommenden Impfstoff und hoher Impfquote (bezweifle ich stark) die Erkrankungszahl der Kinder deutlich niedriger ist, als wenn man keine Maßnahmen oder kaum Maßnahmen hat.
Und genau das zweifle ich an, weil ich befürchte, dass Delta viel zu stark ist und die Impfung für die Kinder zu spät kommt und ohnehin nicht mal die Hälfte dieser Kinder geimpft werden würde.
Ich arbeite nicht auf Ziele hin, von denen ich weiß, dass ich sie hochwahrscheinlich nicht erreiche.
So hart es auch klingen mag.
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/arzt-interviews/lungenarzt-zur-frage-wie-viele-corona-tote-duerfen-wir-zulassen-17494037.html?printPagedArticle=true#pageIndex_4
Kernaussagen:
Es sind auch 20- bis 30-Jährige mit schweren Symptomen bei uns, was zuvor sehr selten vorkam. Aber ja: Wir müssen weniger Patienten auf die Intensivstation verlegen, wir haben viel weniger Todesfälle, und die Patienten sprechen besser auf unsere Behandlungsmethoden an.
Es darf nicht vergessen werden, dass die Fokussierung auf die Intensivkapazitäten und auf die Todesfälle aus einer Phase stammt, in der die meisten Patienten älter waren. Konzentriert man sich weiterhin nur auf diese Parameter, blendet man die ganzen schweren Verläufe unter jüngeren Patienten auf der Normalstation aus. Davor kann ich nur warnen. Denn diese Patienten sind auch schwer erkrankt, und sie dürfen nicht vergessen werden, wenn man den Stand der Pandemie im Land darstellen möchte. Und auch die Kapazitäten von Covid-Normalstationen sind begrenzt.
Die Zahl der Corona-Toten, die man hinnimmt, wird sich wahrscheinlich an der Influenza orientieren. Ich glaube aber, auch die Zahl der Grippetoten, die wir jährlich in Kauf nehmen, müssen wir noch mal neu überdenken. Meiner Meinung nach war es nie richtig, jedes Jahr Tausende Grippetote zu akzeptieren.
Es kommt nicht zu einem schweren Verlauf, die geimpften Patienten haben eher Schnupfen, Kopfschmerzen, Heiserkeit – wenn überhaupt.
Ich habe bisher noch keine vollständig geimpften Personen mit schweren Verläufen im Krankenhaus gesehen
Na aber das reicht doch, um Diegitos Argument zu untermauern, dass Geimpfte nicht mehr eingeschränkt werden dürfen und egoistisch sein können oder nicht?
Denn ähnliches liest man ja auch über den Verlauf bei Kindern.
Aber dann gibt es Long-Covid und nicht erforschte Folgen davon.
Tja. Und nun? Ich weiß es nicht und ich bin froh, keine Entscheidung treffen zu müssen, aber ich denke, dass sowohl Klagen der Fußballclubs, als auch der Veranstaltungsszene in naher Zukunft für volle Stadien und Clubs sorgen werden.
Ich hatte das Interview schon kürzlich gelesen, insgesamt interessant. Wobei ich mich immer noch frage, ob diese Aussage von Dr. Celik mit den Zahlen zu begründen sind, die wir haben oder ob das nur bei ihm so ist.
Die Hospitalisierungen von unter 35 Jährigen lagen in der letzten Meldewoche bei 316, in der 2. Welle waren wir bei 881, in der 3. Welle bei 989 und in der 1. Welle bei 355 zum jeweiligen Höhepunkt. Das spricht jetzt nicht dafür, dass es das vorher sehr selten gab und jetzt häufiger. Vllt. ist es anteilig mehr geworden? Also dass früher von 1000 jungen Menschen 10 getroffen hat und heute 20? Aber das wäre dann immer noch missverständlich.
Ich will jetzt das Ganze nicht in Abrede stellen, aber irgendwie kam mir der Punkt ein wenig komisch vor.
Das empfand ich auch als wichtigen Punkt. Wenn sich nur 30-35 % der Ü60 gegen die Grippe impfen lassen, dann hat man eben auch 10.000 - 25.000 Grippetote im Jahr. Eine Steigerung der Impfquote hier und man hätte vermutlich automatisch einige tausend Tote weniger, während Corona eben noch oben drauf kommt und man am Ende vllt. in der Summe wieder das rauskommt, was wir vorher hatten.
Gut, das kann von Dr. Celik ja nur eine partielle Wahrnehmung für Darmstadt sein, es gibt ja jetzt schon Intensivpatienten mit Impfdurchbrüchen. Die Anzahl ist aber halt nicht so hoch und daher kann es natürlich sein, dass er in Darmstadt noch niemanden hatte.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-studie-impfdurchbrueche-kliniken-impfungen-100.html
ja, der Artikel ist 3 Tage alt, ändert aber nichts an dem grundsätzlichen Thema.
Dann plakatiert diese Zahlen großflächig und in verschiedenen Sprachen:
Auf den Intensivstationen sind über 94 Prozent der Covid-Patienten ungeimpft.
PUNKT - wer es dann nicht versteht, da ist es dann einfach vorbei. Denke ich ja ohnehin, wer sich bisher nicht impfen lassen wollte, wie viele von denen kann man überhaupt noch überzeugen?
Aber dieses Argument würde ich tatsächlich noch einmal konzentriert 2 Wochen in die Öffentlichkeit bringen, als letzter Versuch.
Interessant auch:
"Wir haben natürlich auch Zufallsfunde. Das typische Beispiel: Ein Kind bricht sich ein Bein, durch Zufall kommt beim Test raus, dass das Kind mit Corona infiziert ist - obwohl es gar keine Symptome hat. Es landet als hospitalisiert mit Corona in der Statisitik - und verzerrt natürlich die Statistik.
Deshalb sei die Interpretation der Hospitalisierungsrate so viel schwieriger als die Interpretation der Zahl der Intensivpatienten."
Interessanter Aspekt finde ich.
Wenn man sich die Intensivpatienten anschaut, dann sind letzten Donnerstag von 604 COVID-Patienten bundesweit 1,5% minderjährig gewesen. In absoluten Zahlen also 9
Jeder Fall ist natürlich schlimm, keine Frage - aber trotzdem einmal zur Einordnung von welchen absoluten Zahlen wir reden.
(Quelle : https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen )
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/arzt-interviews/lungenarzt-zur-frage-wie-viele-corona-tote-duerfen-wir-zulassen-17494037.html?printPagedArticle=true#pageIndex_4
Kernaussagen:
Es sind auch 20- bis 30-Jährige mit schweren Symptomen bei uns, was zuvor sehr selten vorkam. Aber ja: Wir müssen weniger Patienten auf die Intensivstation verlegen, wir haben viel weniger Todesfälle, und die Patienten sprechen besser auf unsere Behandlungsmethoden an.
Es darf nicht vergessen werden, dass die Fokussierung auf die Intensivkapazitäten und auf die Todesfälle aus einer Phase stammt, in der die meisten Patienten älter waren. Konzentriert man sich weiterhin nur auf diese Parameter, blendet man die ganzen schweren Verläufe unter jüngeren Patienten auf der Normalstation aus. Davor kann ich nur warnen. Denn diese Patienten sind auch schwer erkrankt, und sie dürfen nicht vergessen werden, wenn man den Stand der Pandemie im Land darstellen möchte. Und auch die Kapazitäten von Covid-Normalstationen sind begrenzt.
Die Zahl der Corona-Toten, die man hinnimmt, wird sich wahrscheinlich an der Influenza orientieren. Ich glaube aber, auch die Zahl der Grippetoten, die wir jährlich in Kauf nehmen, müssen wir noch mal neu überdenken. Meiner Meinung nach war es nie richtig, jedes Jahr Tausende Grippetote zu akzeptieren.
Es kommt nicht zu einem schweren Verlauf, die geimpften Patienten haben eher Schnupfen, Kopfschmerzen, Heiserkeit – wenn überhaupt.
Ich habe bisher noch keine vollständig geimpften Personen mit schweren Verläufen im Krankenhaus gesehen
Na aber das reicht doch, um Diegitos Argument zu untermauern, dass Geimpfte nicht mehr eingeschränkt werden dürfen und egoistisch sein können oder nicht?
Denn ähnliches liest man ja auch über den Verlauf bei Kindern.
Aber dann gibt es Long-Covid und nicht erforschte Folgen davon.
Tja. Und nun? Ich weiß es nicht und ich bin froh, keine Entscheidung treffen zu müssen, aber ich denke, dass sowohl Klagen der Fußballclubs, als auch der Veranstaltungsszene in naher Zukunft für volle Stadien und Clubs sorgen werden.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-studie-impfdurchbrueche-kliniken-impfungen-100.html
ja, der Artikel ist 3 Tage alt, ändert aber nichts an dem grundsätzlichen Thema.
Dann plakatiert diese Zahlen großflächig und in verschiedenen Sprachen:
Auf den Intensivstationen sind über 94 Prozent der Covid-Patienten ungeimpft.
PUNKT - wer es dann nicht versteht, da ist es dann einfach vorbei. Denke ich ja ohnehin, wer sich bisher nicht impfen lassen wollte, wie viele von denen kann man überhaupt noch überzeugen?
Aber dieses Argument würde ich tatsächlich noch einmal konzentriert 2 Wochen in die Öffentlichkeit bringen, als letzter Versuch.
Interessant auch:
"Wir haben natürlich auch Zufallsfunde. Das typische Beispiel: Ein Kind bricht sich ein Bein, durch Zufall kommt beim Test raus, dass das Kind mit Corona infiziert ist - obwohl es gar keine Symptome hat. Es landet als hospitalisiert mit Corona in der Statisitik - und verzerrt natürlich die Statistik.
Deshalb sei die Interpretation der Hospitalisierungsrate so viel schwieriger als die Interpretation der Zahl der Intensivpatienten."
Interessanter Aspekt finde ich.
Wenn man sich die Intensivpatienten anschaut, dann sind letzten Donnerstag von 604 COVID-Patienten bundesweit 1,5% minderjährig gewesen. In absoluten Zahlen also 9
Jeder Fall ist natürlich schlimm, keine Frage - aber trotzdem einmal zur Einordnung von welchen absoluten Zahlen wir reden.
(Quelle : https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen )
https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/arzt-interviews/lungenarzt-zur-frage-wie-viele-corona-tote-duerfen-wir-zulassen-17494037.html?printPagedArticle=true#pageIndex_4
Kernaussagen:
Es sind auch 20- bis 30-Jährige mit schweren Symptomen bei uns, was zuvor sehr selten vorkam. Aber ja: Wir müssen weniger Patienten auf die Intensivstation verlegen, wir haben viel weniger Todesfälle, und die Patienten sprechen besser auf unsere Behandlungsmethoden an.
Es darf nicht vergessen werden, dass die Fokussierung auf die Intensivkapazitäten und auf die Todesfälle aus einer Phase stammt, in der die meisten Patienten älter waren. Konzentriert man sich weiterhin nur auf diese Parameter, blendet man die ganzen schweren Verläufe unter jüngeren Patienten auf der Normalstation aus. Davor kann ich nur warnen. Denn diese Patienten sind auch schwer erkrankt, und sie dürfen nicht vergessen werden, wenn man den Stand der Pandemie im Land darstellen möchte. Und auch die Kapazitäten von Covid-Normalstationen sind begrenzt.
Die Zahl der Corona-Toten, die man hinnimmt, wird sich wahrscheinlich an der Influenza orientieren. Ich glaube aber, auch die Zahl der Grippetoten, die wir jährlich in Kauf nehmen, müssen wir noch mal neu überdenken. Meiner Meinung nach war es nie richtig, jedes Jahr Tausende Grippetote zu akzeptieren.
Es kommt nicht zu einem schweren Verlauf, die geimpften Patienten haben eher Schnupfen, Kopfschmerzen, Heiserkeit – wenn überhaupt.
Ich habe bisher noch keine vollständig geimpften Personen mit schweren Verläufen im Krankenhaus gesehen
Ich hatte das Interview schon kürzlich gelesen, insgesamt interessant. Wobei ich mich immer noch frage, ob diese Aussage von Dr. Celik mit den Zahlen zu begründen sind, die wir haben oder ob das nur bei ihm so ist.
Die Hospitalisierungen von unter 35 Jährigen lagen in der letzten Meldewoche bei 316, in der 2. Welle waren wir bei 881, in der 3. Welle bei 989 und in der 1. Welle bei 355 zum jeweiligen Höhepunkt. Das spricht jetzt nicht dafür, dass es das vorher sehr selten gab und jetzt häufiger. Vllt. ist es anteilig mehr geworden? Also dass früher von 1000 jungen Menschen 10 getroffen hat und heute 20? Aber das wäre dann immer noch missverständlich.
Ich will jetzt das Ganze nicht in Abrede stellen, aber irgendwie kam mir der Punkt ein wenig komisch vor.
Das empfand ich auch als wichtigen Punkt. Wenn sich nur 30-35 % der Ü60 gegen die Grippe impfen lassen, dann hat man eben auch 10.000 - 25.000 Grippetote im Jahr. Eine Steigerung der Impfquote hier und man hätte vermutlich automatisch einige tausend Tote weniger, während Corona eben noch oben drauf kommt und man am Ende vllt. in der Summe wieder das rauskommt, was wir vorher hatten.
Gut, das kann von Dr. Celik ja nur eine partielle Wahrnehmung für Darmstadt sein, es gibt ja jetzt schon Intensivpatienten mit Impfdurchbrüchen. Die Anzahl ist aber halt nicht so hoch und daher kann es natürlich sein, dass er in Darmstadt noch niemanden hatte.
Er spricht von "20- bis 30-Jährige mit schweren Symptomen bei uns" und erklärt ja wieviel schwieriger es ist die Hospitalisierung zu interpretieren als die Zahl der Intensivpatienten. Lass uns deswegen lieber mal die Altersverteilung der Intensivbettenbelegung durch COVID-Patienten betrachten.
(Quelle: https://edoc.rki.de/handle/176904/8669 Die csv-Datei muss man nach Excel importieren, ist aber für Dich als Crack ja das tägliche Datenbrot )
Es gibt hier die Stufe 18 - 29 Jahre, die passt ja gut. Stand letzte Woche Donnerstag:
22 Patienten = bedeuten 3,6% aller Intensivpatienten
Die Datenreihe beginnt Ende April 2021, damals waren es absolut ähnliche Zahlen, nämlich 24 bis 35.
Der Anteil der 18-29-Jährigen lag aber nur bei 1% aller Intensivpatienten.
Der Anteil ist jetzt also 3-4 Mal so hoch, auch wenn die absoluten Zahlen nicht gestiegen sind. Dies kann schon zum Eindruck führen es passiert häufiger als früher. Andere Unschärfen:
- Cihan Çelik (Seinen regelmäßigen Bericht von der "Front" finde ich immer sehr interessant) spricht von schweren Fällen, evtl. bedeutet dies für ihn nicht nur wenn jemand auf einer Intensivstation liegt.
- Er sagt "bei uns" bei solch niedrigen Zahlen sind einige wenige Fälle von großer Relevanz, während die Zahlen oben das gesamte Bundesgebiet betrachten.