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Corona-Virus (Teil IV) - (Wichtige Infos in #1)


Thread wurde von SGE_Werner am Freitag, 05. November 2021, 18:40 Uhr um 18:40 Uhr gesperrt weil:
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Mal am Rande. Seit der Maskenpflicht, ist mir erst so richtig aufgegangen, was Frauen für schöne Augen haben. Geht’s euch auch so?
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Motoguzzi999 schrieb:

Mal am Rande. Seit der Maskenpflicht, ist mir erst so richtig aufgegangen, was Frauen für schöne Augen haben. Geht’s euch auch so?


Da ich im Gegensatz zu anderen nicht so oft unterhalb der Nase hinschaue, war mir das auch vorher schon bewusst.

Aber was grundsätzlich auffällig ist... Wenn die Leute permanent Maske tragen, merkste erstmal, wie sehr man Mimik und Stimmung auch aus Augen- und Stirnpartie herauslesen kann.
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Motoguzzi999 schrieb:

Mal am Rande. Seit der Maskenpflicht, ist mir erst so richtig aufgegangen, was Frauen für schöne Augen haben. Geht’s euch auch so?


Da ich im Gegensatz zu anderen nicht so oft unterhalb der Nase hinschaue, war mir das auch vorher schon bewusst.

Aber was grundsätzlich auffällig ist... Wenn die Leute permanent Maske tragen, merkste erstmal, wie sehr man Mimik und Stimmung auch aus Augen- und Stirnpartie herauslesen kann.
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Da hast du recht, das fällt mir extrem bei meinen Schülern auf.
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Mal am Rande. Seit der Maskenpflicht, ist mir erst so richtig aufgegangen, was Frauen für schöne Augen haben. Geht’s euch auch so?
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Motoguzzi999 schrieb:

Mal am Rande. Seit der Maskenpflicht, ist mir erst so richtig aufgegangen, was Frauen für schöne Augen haben. Geht’s euch auch so?

Nein. Ich bin zu alt für solch subtile Reize.

Im Ernst: Ich war bisweilen schockiert,  wie solch hübsche Augen nach Lüftung des Restes trügen können und wie sehr der Gesamteindruck z.B. durch ein schief angesetztes grobknubbeliges Näschen oder einen unsinnig lippenlosen Mund dann wieder zerstört werden kann.
Da hatte mein Hirnkastl bisweilen erheblich Lieblicheres hinzuphantasiert.

Und ich möchte das bitte rein gesichtswissenschaftlich verstanden wissen.

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Motoguzzi999 schrieb:

Mal am Rande. Seit der Maskenpflicht, ist mir erst so richtig aufgegangen, was Frauen für schöne Augen haben. Geht’s euch auch so?


Da ich im Gegensatz zu anderen nicht so oft unterhalb der Nase hinschaue, war mir das auch vorher schon bewusst.

Aber was grundsätzlich auffällig ist... Wenn die Leute permanent Maske tragen, merkste erstmal, wie sehr man Mimik und Stimmung auch aus Augen- und Stirnpartie herauslesen kann.
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Die Augen waren schon immer der sicherste Indikator, find ich. Leute können dir viel erzählen, falsch lachen und so weiter, aber die Augen verraten meistens die Wahrheit. Ist schon irgendwie fies, dass man da so nen unbestelltes Fenster ins Gehirn hat, was auf alle Zustände reagiert.
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Xaver08 schrieb:

den punkt, dass schaeden durch schutzmassnahmen, wie maskentragen, abstand, luftfilter die schaeden durch corona uebersteigen, werden wir noch lange nicht ueberschreiten.



Du vergisst einen ganz wichtigen Punkt. Es geht nicht um die Maßnahme allein und deren Folge. Wenn es darum geht, ist Corona aktuell mit Abstand das Schlimmere.

Es geht eher um dieses Gefühl, dass wir in einem permanenten Ausnahmezustand sind inkl. aller Unwägbarkeiten, die mit solch einer Pandemie dann über 2 oder mehr Jahre die Menschen bedrucken. Das verändert sichtbar schon jetzt Menschen und sorgt auch jetzt schon für psychische Auffälligkeiten. Ich nehme mich da nicht raus, zudem ist durch die Folgen viel von meinem sozialen Umfeld wohl irreperabel zerbrochen und wie ich gehört habe, bin ich nicht der einzige.

Ob das am Ende mehr Schaden ist als durch Corona? Vermutlich nicht. Aber ein erheblicher Kollateralschaden ist das mE schon.

Kurzum: Was macht der dauerhafte Pandemiezustand mit allem Drum und dran mit uns? Das ist die Frage. Dazu zählen auch die Maßnahmen, aber auch die Dauer bestimmter Maßnahmen. Aber eben nicht nur.
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SGE_Werner schrieb:

Kurzum: Was macht der dauerhafte Pandemiezustand mit allem Drum und dran mit uns? Das ist die Frage. Dazu zählen auch die Maßnahmen, aber auch die Dauer bestimmter Maßnahmen. Aber eben nicht nur.


Da kommen wir jetzt allerdings zu grundsätzlichen Fragen: Was, glauben wir, können wir aushalten und was nicht? Natürlich könnte man jetzt polemisch sagen: andere Völker wären hochgradigst glücklich, wenn sie unsere Pandemie-Probleme hätten. Und zwar auf Dauer. Aber so weit muss man gar nicht gehen.
Man könnte sich stattdessen auch fragen, ob wir alle nicht derart in dem Hamsterrad der Optimierung, des Immer-mehr, des Wettlaufs um den schöneren Urlaub, das größere Auto/Haus, die bessere Position oder das höhere Gehalt stecken, dass uns eine Pandemie derart aus den Latschen haut.

So ist es zum Beispiel selbstverständlich gewesen, das geplagte Familienväter und -mütter während des Lockdowns weiterarbeiten mussten. Ohne Entlastung, obwohl weder für's Homeoffice (wer hat schon ein Büro zuhause?) noch für's Homeschooling gerüstet. Das wurde überhaupt nie in Frage gestellt. Warum eigentlich nicht?

Weil sich das Rad weiterdreht und jeder mitdrehen will resp. mitdrehen muss. Also unterwirft man sich dem Stress, bekommt Probleme und sucht sich ein Ventil oder einen Schuldigen. Im besten Fall. Im schlechtesten bleiben psychische Schäden.

Ein gutes Beispiel dafür, dass auch eine solche Pandemie nicht zum Innehalten führt. Auch, weil zwar Unternehmen milliardenschwer gefördert werden (damit sich das Rad drehen kann), die Menschen aber nicht.
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Motoguzzi999 schrieb:

Mal am Rande. Seit der Maskenpflicht, ist mir erst so richtig aufgegangen, was Frauen für schöne Augen haben. Geht’s euch auch so?

Nein. Ich bin zu alt für solch subtile Reize.

Im Ernst: Ich war bisweilen schockiert,  wie solch hübsche Augen nach Lüftung des Restes trügen können und wie sehr der Gesamteindruck z.B. durch ein schief angesetztes grobknubbeliges Näschen oder einen unsinnig lippenlosen Mund dann wieder zerstört werden kann.
Da hatte mein Hirnkastl bisweilen erheblich Lieblicheres hinzuphantasiert.

Und ich möchte das bitte rein gesichtswissenschaftlich verstanden wissen.

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Misanthrop schrieb:

Motoguzzi999 schrieb:

Mal am Rande. Seit der Maskenpflicht, ist mir erst so richtig aufgegangen, was Frauen für schöne Augen haben. Geht’s euch auch so?

Nein. Ich bin zu alt für solch subtile Reize.

Im Ernst: Ich war bisweilen schockiert,  wie solch hübsche Augen nach Lüftung des Restes trügen können und wie sehr der Gesamteindruck z.B. durch ein schief angesetztes grobknubbeliges Näschen oder einen unsinnig lippenlosen Mund dann wieder zerstört werden kann.
Da hatte mein Hirnkastl bisweilen erheblich Lieblicheres hinzuphantasiert.

Und ich möchte das bitte rein gesichtswissenschaftlich verstanden wissen.


Genauso ging es mir auch des Öfteren und deswegen denke ich mittlerweile ganz anders über diese orientalische Verschleierung. Das sind einfach Genießer da im Orient.
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SGE_Werner schrieb:

Kurzum: Was macht der dauerhafte Pandemiezustand mit allem Drum und dran mit uns? Das ist die Frage. Dazu zählen auch die Maßnahmen, aber auch die Dauer bestimmter Maßnahmen. Aber eben nicht nur.


Da kommen wir jetzt allerdings zu grundsätzlichen Fragen: Was, glauben wir, können wir aushalten und was nicht? Natürlich könnte man jetzt polemisch sagen: andere Völker wären hochgradigst glücklich, wenn sie unsere Pandemie-Probleme hätten. Und zwar auf Dauer. Aber so weit muss man gar nicht gehen.
Man könnte sich stattdessen auch fragen, ob wir alle nicht derart in dem Hamsterrad der Optimierung, des Immer-mehr, des Wettlaufs um den schöneren Urlaub, das größere Auto/Haus, die bessere Position oder das höhere Gehalt stecken, dass uns eine Pandemie derart aus den Latschen haut.

So ist es zum Beispiel selbstverständlich gewesen, das geplagte Familienväter und -mütter während des Lockdowns weiterarbeiten mussten. Ohne Entlastung, obwohl weder für's Homeoffice (wer hat schon ein Büro zuhause?) noch für's Homeschooling gerüstet. Das wurde überhaupt nie in Frage gestellt. Warum eigentlich nicht?

Weil sich das Rad weiterdreht und jeder mitdrehen will resp. mitdrehen muss. Also unterwirft man sich dem Stress, bekommt Probleme und sucht sich ein Ventil oder einen Schuldigen. Im besten Fall. Im schlechtesten bleiben psychische Schäden.

Ein gutes Beispiel dafür, dass auch eine solche Pandemie nicht zum Innehalten führt. Auch, weil zwar Unternehmen milliardenschwer gefördert werden (damit sich das Rad drehen kann), die Menschen aber nicht.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Weil sich das Rad weiterdreht und jeder mitdrehen will resp. mitdrehen muss. Also unterwirft man sich dem Stress, bekommt Probleme und sucht sich ein Ventil oder einen Schuldigen. Im besten Fall. Im schlechtesten bleiben psychische Schäden.


Alles richtig, aber was ist die Lösung, wenn das Rad sich so oder so weiterdreht? Das ist ja schön und gut, wenn Du all das hinterfragst, das nützt aber nix, wenn die Menschen gar keine Zeit oder keinen Nerv und viele Menschen leider auch kein Interesse daran haben etwas derartiges zu hinterfragen.
Die Probleme sind ja dann trotzdem da.

Und selbst wenn ich am Ende mich ganz gut diesen Dingen entziehen kann, so kann ich mich irgendwann nicht mehr der Tatsache entziehen, dass in meinem Umfeld Menschen, die ich schätze, an den Zuständen zugrunde gehen und wenn einem das nicht ganz egal ist, dann zieht einen das auch irgendwann runter, weil man nichts an diesem Zustand ändern kann. Da kannst Du nicht nach 17 Monaten noch positiv zureden...

WuerzburgerAdler schrieb:

Auch, weil zwar Unternehmen milliardenschwer gefördert werden (damit sich das Rad drehen kann), die Menschen aber nicht.        


Abgesehen davon, dass unzählige Milliarden auch in die Stützung der Arbeitsplätze vieler Menschen gegangen sind und eine gestiegene Sicherheit bzgl. Job definitiv einen positiven Effekt hat. Was hätten denn die Milliarden bringen sollen? Davon gäbe es kaum einen Depressiven weniger und die Bekannte, die traumatisiert ist, weil sie ihre Mutter nicht beim Sterben begleiten konnte, weil man ihr das im Krankenhaus verwehrt hat, wird durch das Geld auch nicht wieder glücklich.

Meines Erachtens denkst Du in dem Fall sehr tiefgründig und allumfassend, aber zu weit weg davon, was den Menschen wirklich am Ende trifft und betrifft. Das ist einfach zu abstrakt.

Mir zB hat in all den 17 Monaten gefehlt, dass ich jemanden wieder umarmen kann. Das ist verloren gegangen, weil jeder Angst hatte. Da kann kein Geld der Welt irgendwas ändern.
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Misanthrop schrieb:

Motoguzzi999 schrieb:

Mal am Rande. Seit der Maskenpflicht, ist mir erst so richtig aufgegangen, was Frauen für schöne Augen haben. Geht’s euch auch so?

Nein. Ich bin zu alt für solch subtile Reize.

Im Ernst: Ich war bisweilen schockiert,  wie solch hübsche Augen nach Lüftung des Restes trügen können und wie sehr der Gesamteindruck z.B. durch ein schief angesetztes grobknubbeliges Näschen oder einen unsinnig lippenlosen Mund dann wieder zerstört werden kann.
Da hatte mein Hirnkastl bisweilen erheblich Lieblicheres hinzuphantasiert.

Und ich möchte das bitte rein gesichtswissenschaftlich verstanden wissen.


Genauso ging es mir auch des Öfteren und deswegen denke ich mittlerweile ganz anders über diese orientalische Verschleierung. Das sind einfach Genießer da im Orient.
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Was glaubst du, warum es zwischen Chirurg und OP-Schwester so oft... aber das ist ein anderes Thema.
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Motoguzzi999 schrieb:

Mal am Rande. Seit der Maskenpflicht, ist mir erst so richtig aufgegangen, was Frauen für schöne Augen haben. Geht’s euch auch so?

Nein. Ich bin zu alt für solch subtile Reize.

Im Ernst: Ich war bisweilen schockiert,  wie solch hübsche Augen nach Lüftung des Restes trügen können und wie sehr der Gesamteindruck z.B. durch ein schief angesetztes grobknubbeliges Näschen oder einen unsinnig lippenlosen Mund dann wieder zerstört werden kann.
Da hatte mein Hirnkastl bisweilen erheblich Lieblicheres hinzuphantasiert.

Und ich möchte das bitte rein gesichtswissenschaftlich verstanden wissen.

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Misanthrop schrieb:

Motoguzzi999 schrieb:

Mal am Rande. Seit der Maskenpflicht, ist mir erst so richtig aufgegangen, was Frauen für schöne Augen haben. Geht’s euch auch so?

Nein. Ich bin zu alt für solch subtile Reize.

Im Ernst: Ich war bisweilen schockiert,  wie solch hübsche Augen nach Lüftung des Restes trügen können und wie sehr der Gesamteindruck z.B. durch ein schief angesetztes grobknubbeliges Näschen oder einen unsinnig lippenlosen Mund dann wieder zerstört werden kann.
Da hatte mein Hirnkastl bisweilen erheblich Lieblicheres hinzuphantasiert.

Und ich möchte das bitte rein gesichtswissenschaftlich verstanden wissen.

So ging's mir ehrlichgesagt auch schon oft 🤪
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WuerzburgerAdler schrieb:

Weil sich das Rad weiterdreht und jeder mitdrehen will resp. mitdrehen muss. Also unterwirft man sich dem Stress, bekommt Probleme und sucht sich ein Ventil oder einen Schuldigen. Im besten Fall. Im schlechtesten bleiben psychische Schäden.


Alles richtig, aber was ist die Lösung, wenn das Rad sich so oder so weiterdreht? Das ist ja schön und gut, wenn Du all das hinterfragst, das nützt aber nix, wenn die Menschen gar keine Zeit oder keinen Nerv und viele Menschen leider auch kein Interesse daran haben etwas derartiges zu hinterfragen.
Die Probleme sind ja dann trotzdem da.

Und selbst wenn ich am Ende mich ganz gut diesen Dingen entziehen kann, so kann ich mich irgendwann nicht mehr der Tatsache entziehen, dass in meinem Umfeld Menschen, die ich schätze, an den Zuständen zugrunde gehen und wenn einem das nicht ganz egal ist, dann zieht einen das auch irgendwann runter, weil man nichts an diesem Zustand ändern kann. Da kannst Du nicht nach 17 Monaten noch positiv zureden...

WuerzburgerAdler schrieb:

Auch, weil zwar Unternehmen milliardenschwer gefördert werden (damit sich das Rad drehen kann), die Menschen aber nicht.        


Abgesehen davon, dass unzählige Milliarden auch in die Stützung der Arbeitsplätze vieler Menschen gegangen sind und eine gestiegene Sicherheit bzgl. Job definitiv einen positiven Effekt hat. Was hätten denn die Milliarden bringen sollen? Davon gäbe es kaum einen Depressiven weniger und die Bekannte, die traumatisiert ist, weil sie ihre Mutter nicht beim Sterben begleiten konnte, weil man ihr das im Krankenhaus verwehrt hat, wird durch das Geld auch nicht wieder glücklich.

Meines Erachtens denkst Du in dem Fall sehr tiefgründig und allumfassend, aber zu weit weg davon, was den Menschen wirklich am Ende trifft und betrifft. Das ist einfach zu abstrakt.

Mir zB hat in all den 17 Monaten gefehlt, dass ich jemanden wieder umarmen kann. Das ist verloren gegangen, weil jeder Angst hatte. Da kann kein Geld der Welt irgendwas ändern.
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Nein, mein Ansatz wäre nicht das Geld, sondern das, was wir auch im "Corona-Auswirkungen"-Thread diskutiert haben: warum sind wir nicht in der Lage, das Rad einmal anzuhalten, innezuhalten, nachzudenken und dann mit vernünftigem Tempo und mit Maß und Ziel (das wir leider verloren haben, Stichwort: zum Shopping-Weekend nach NY) wieder neu zu starten.

Richtig gemacht hätte niemand Existenzängste haben müssen, keinen Jobverlust befürchten müssen, keine Ängste haben müssen, man hätte lediglich für eine gewisse Zeitspanne verzichten müssen. Und zwar alle. Und auf recht hohem Niveau.

Du wirst jetzt sagen, das sagt sich leicht. Aber dass das leicht gewesen wäre, behauptet niemand. Aber es wäre ein alternativer Weg gewesen, mit der Pandemie und ihren Kollateralopfern umzugehen. Aber so etwas stand ja von Anfang an nicht einmal zur Diskussion.
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Nein, mein Ansatz wäre nicht das Geld, sondern das, was wir auch im "Corona-Auswirkungen"-Thread diskutiert haben: warum sind wir nicht in der Lage, das Rad einmal anzuhalten, innezuhalten, nachzudenken und dann mit vernünftigem Tempo und mit Maß und Ziel (das wir leider verloren haben, Stichwort: zum Shopping-Weekend nach NY) wieder neu zu starten.

Richtig gemacht hätte niemand Existenzängste haben müssen, keinen Jobverlust befürchten müssen, keine Ängste haben müssen, man hätte lediglich für eine gewisse Zeitspanne verzichten müssen. Und zwar alle. Und auf recht hohem Niveau.

Du wirst jetzt sagen, das sagt sich leicht. Aber dass das leicht gewesen wäre, behauptet niemand. Aber es wäre ein alternativer Weg gewesen, mit der Pandemie und ihren Kollateralopfern umzugehen. Aber so etwas stand ja von Anfang an nicht einmal zur Diskussion.
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WuerzburgerAdler schrieb:

warum sind wir nicht in der Lage, das Rad einmal anzuhalten, innezuhalten, nachzudenken und dann mit vernünftigem Tempo und mit Maß und Ziel (das wir leider verloren haben, Stichwort: zum Shopping-Weekend nach NY) wieder neu zu starten.


Weil viele Menschen egoistisch sind. Ganz einfach und damit ist die Antwort auch schon gegeben. Da muss ich FA recht geben, wenn er hier dann auf dem "ich ich ich" vieler Leute rumhackt.

Das, was Du schreibst, kann nur klappen, wenn genug Menschen diesem Weg folgen. Und damit meine ich nicht 50,001 % , sondern da rede ich eher von 80, 90 % , sozusagen Herdenimmunität gegen Egoismus.

Dazu müsste aber sich erstmal die Mentalität vieler Menschen ändern und neben dem schon vorhandenen "natürlichen" Egoismus auch noch jahrzehntelang antrainierte ich-ich-ich-Mentalität vor allem in "reicheren" und kapitalistischen Gesellschaften aus den Köpfen raustreiben. Dafür reicht kein Innehalten in irgendeiner Pandemie, bei der nur die Alten und Schwachen vornehmlich sterben, um die sich diese Ego-Gesellschaften schon vorher nicht gekümmert haben (kosten nur Geld diese Alten und Schwachen usw.).

Was Du willst, ist utopisch. Das ändert sich erst, wenn die Menschen aus existenzieller Not heraus gezwungen sind, ihren Egoismus abzubauen. Zumindest dann, wenn dies der einzige Weg ist aus dieser Not zu kommen.
Warum sollte ich mich also solchen Träumereien hingeben? Das habe ich auch im Auswirkungs-Thread im UE nie gemacht und (ja, habs schon oft erwähnt) im März / April letzten Jahres schon gesagt, dass das eher alles noch schlimmer wird und nicht besser, weil in so einer Notsituation die Kleinen und Schwachen sterben und nicht die Großen. Warum sollte ein Großer helfen oder innehalten, wenn er doch den Kleinen loswerden kann, auf den er immer Rücksicht nehmen soll?

Sorry, da habe ich längst resigniert.
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Die haltlosen Spekulationen "Dann werden wir noch 2029 Lockdowns haben" erinnern mich fatal an "Wir können nicht alle Flüchtlinge dieser Welt aufnehmen"

Beides dystopische Prophezeiungen ohne auch nur ansatzweise eine wissenschaftliche oder politische Basis, die nicht aus völlig vogelwilden Spekulationen bestünde.
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Geht im selben Rahmen weiter. Gut 60 % mehr Neuinfektionen, 20 % mehr Intensivpatienten, Todeszahlen stagnieren etwa...

Naja, etwas positives gibt es... die Erstimpfungen steigen tatsächlich weiterhin leicht an. Insbesondere in Berlin, Brandenburg und NRW sind die Zahlen letzte Woche gestiegen. Vor allem hat sich die Zahl der Impfungen bei Jugendlichen wieder etwas gesteigert.

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WuerzburgerAdler schrieb:

warum sind wir nicht in der Lage, das Rad einmal anzuhalten, innezuhalten, nachzudenken und dann mit vernünftigem Tempo und mit Maß und Ziel (das wir leider verloren haben, Stichwort: zum Shopping-Weekend nach NY) wieder neu zu starten.


Weil viele Menschen egoistisch sind. Ganz einfach und damit ist die Antwort auch schon gegeben. Da muss ich FA recht geben, wenn er hier dann auf dem "ich ich ich" vieler Leute rumhackt.

Das, was Du schreibst, kann nur klappen, wenn genug Menschen diesem Weg folgen. Und damit meine ich nicht 50,001 % , sondern da rede ich eher von 80, 90 % , sozusagen Herdenimmunität gegen Egoismus.

Dazu müsste aber sich erstmal die Mentalität vieler Menschen ändern und neben dem schon vorhandenen "natürlichen" Egoismus auch noch jahrzehntelang antrainierte ich-ich-ich-Mentalität vor allem in "reicheren" und kapitalistischen Gesellschaften aus den Köpfen raustreiben. Dafür reicht kein Innehalten in irgendeiner Pandemie, bei der nur die Alten und Schwachen vornehmlich sterben, um die sich diese Ego-Gesellschaften schon vorher nicht gekümmert haben (kosten nur Geld diese Alten und Schwachen usw.).

Was Du willst, ist utopisch. Das ändert sich erst, wenn die Menschen aus existenzieller Not heraus gezwungen sind, ihren Egoismus abzubauen. Zumindest dann, wenn dies der einzige Weg ist aus dieser Not zu kommen.
Warum sollte ich mich also solchen Träumereien hingeben? Das habe ich auch im Auswirkungs-Thread im UE nie gemacht und (ja, habs schon oft erwähnt) im März / April letzten Jahres schon gesagt, dass das eher alles noch schlimmer wird und nicht besser, weil in so einer Notsituation die Kleinen und Schwachen sterben und nicht die Großen. Warum sollte ein Großer helfen oder innehalten, wenn er doch den Kleinen loswerden kann, auf den er immer Rücksicht nehmen soll?

Sorry, da habe ich längst resigniert.
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SGE_Werner schrieb:

Weil viele Menschen egoistisch sind. Ganz einfach und damit ist die Antwort auch schon gegeben. Da muss ich FA recht geben, wenn er hier dann auf dem "ich ich ich" vieler Leute rumhackt.

Aber damit sind wir uns doch eigentlich alle weitgehend einig, was das Problem ist. Nicht die Pandemie, nicht die "Einschränkungen", nicht die Maßnahmen, sondern die weit verbreitete Mentalität.
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Adlerdenis schrieb:

Uff, ich hoffe nur, dass wird jetzt keine neverending Story.


was leider die meisten noch nicht verstanden haben, ist, dass es aktuell noch nicht vorbei ist.

leider

ich wuenschte auch es waere anders. gruende auch jetzt noch die anzahl der infektionen klein zu halten, gibt es viele, sie wurden bereits vielfaeltig in diesem thread diskutiert.

auch wenn man jetzt die infektoinen niedrig haelt, ist es ein logischer fehlschluss zum ergebnis zu kommen, dann muesse man das ja auch naechstes jahr machen, denn naechstes jahr werden wir eine andere situation haben.

nur, sollte man naechstes jahr die exakt gleiche situation haben, muesste man natuerlich unter den gleichen kriterien die gleiche entscheidung treffen, nur wird man dann eine neubewertung durchfuehren.

ich kann verstehen, dass man sich wuenscht, die situation waere endlich vorbei, nur vom wuenschen geht sie leider nicht weg. wenn man sich entscheidet oder fordert, dass man jetzt doch gefaelligst zur normalitaet zurueckkehren moechte, muss man sich auch ueber die konsequenzen klar werden.

es gibt ein paper, an dem der chef der intensivmediziner mitgewirkt hat, dass aufzeigt, dass wir in deutschland auch diesen herbst/winter in abhaengigkeit vom impfgrad in eine ueberlastung der intensivstationen kommen koennten.

https://link.springer.com/article/10.1007/s00063-021-00862-9

natuerlich ist die intensivauslastung immer noch proportional zu den infektionszahlen, lediglich der faktor hat sich geaendert, sprich wir koennen uns eine hoehere inzidenz erlauben, bevor die intensiv ausgelastet oder ueberlastet sind.

erhoehungen der impfquoten haben dabei einen deutlichen einfluss, auch rel. geringe erhoehungen der impfquote haben einen deutlichen einfluss auf die belegung der intensiv, wie das paper zeigt. deshalb lohnen sich auch die anstrengungen.

der mathematiker christian fries erlaeutert zeigt den zusammenhang simplifiziert mit ein paar formeln auf twitter auf:
https://twitter.com/f2135/status/1427253271341711360

Die Wirklichkeit ist wie so oft komplexer, die Hospitalisierungsrate ist ja erstmal nur konstant, wenn die Bevoelkerung quasi homogen erkrankt ist, wenn so wie jetzt aktuell die Infektionen z.b. erst bei Kindern ansteigen und dann in ungeimpfte hoehere Altersgruppen sickert, kann eine hohe Inzidenz vor 2 Wochen, die beispielsweise zu einem hoeheren Anteil von Kindern getrieben war, eine insgesamt niedrigere Hospitalisierung nach sich ziehen, als eine vergleichbare INzidenz jetzt, die aber durch hoeheren Altersgruppen hervorgerufen wird.

Langer Rede kurzer Sinn, auch um zu vermeiden, dass es eine neverending story wird, sind Schutzmassnahmen fuer diesen Winter definitiv noch sinnvoll.
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Xaver08 schrieb:

Langer Rede kurzer Sinn, auch um zu vermeiden, dass es eine neverending story wird, sind Schutzmassnahmen fuer diesen Winter definitiv noch sinnvoll.

Sehe ich wie Du. Gleichzeitig finde ich eine Kommunikationsstrategie richtig, die klar benennt, welche Schutzmaßnahmen bei welchen Szenarien wirken sollen. Das würde (bei allen Unwägbarkeiten) vielleicht auch zu einer Entspannung in der Diskussion beitragen, da viele Menschen aus den Erfahrungen der letzten Monate mit Schutzmaßnahmen erstmal einen harten Lockdown mit härtesten Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich verbinden. Ich bin nun wirklich kein Experte. Aber dass es nochmals zu solchen Einschränkungen kommen wird, wie zwischen November 2020  und Mai 2021, das wird glaube ich nicht mal von den heftigsten Skeptikern an die Wand gemalt.

Und wenn das so ist, sollte man das vielleicht auch immer anfügen.

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SGE_Werner schrieb:

Weil viele Menschen egoistisch sind. Ganz einfach und damit ist die Antwort auch schon gegeben. Da muss ich FA recht geben, wenn er hier dann auf dem "ich ich ich" vieler Leute rumhackt.

Aber damit sind wir uns doch eigentlich alle weitgehend einig, was das Problem ist. Nicht die Pandemie, nicht die "Einschränkungen", nicht die Maßnahmen, sondern die weit verbreitete Mentalität.
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brodo schrieb:

Aber damit sind wir uns doch eigentlich alle weitgehend einig, was das Problem ist. Nicht die Pandemie, nicht die "Einschränkungen", nicht die Maßnahmen, sondern die weit verbreitete Mentalität.
     


Zumindest ein Großteil der Probleme rührt daher. Aber was nützt es uns, wenn wir das Problem kennen, wir aber keine Möglichkeit haben, das Problem zu lösen, weil zu viele nicht mitmachen bei der Problemlösung?

Und wenn man am Ende des Tages auch noch unterm Strich deutlich mehr Nachteile hat, wenn man nicht hin und wieder im Strom der Egoisten mitschwimmt? Weißt Du, wie sinnfrei mir das Leben in den letzten Monaten erscheint, wenn man jeden Tag merkt, dass die Egoisten Erfolg haben und die Fürsorglichen Misserfolg haben und Du praktisch nichts daran ändern kannst? Das ist ja das Traurige an der Corona-Pandemie, Du tust und machst und hilfst und bist solidarisch und dann siehst Du Querdenker, Impfgegner, Ich-Denker und wenn Du mal die eigenen Sorgen und Nöte mitteilst, kriegst Du von der anderen Seite auch noch ein "Ja, aber" reingedrückt, so dass man ganz die Klappe hält. Das ist meine Gefühlslage gerade.
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brodo schrieb:

Aber damit sind wir uns doch eigentlich alle weitgehend einig, was das Problem ist. Nicht die Pandemie, nicht die "Einschränkungen", nicht die Maßnahmen, sondern die weit verbreitete Mentalität.
     


Zumindest ein Großteil der Probleme rührt daher. Aber was nützt es uns, wenn wir das Problem kennen, wir aber keine Möglichkeit haben, das Problem zu lösen, weil zu viele nicht mitmachen bei der Problemlösung?

Und wenn man am Ende des Tages auch noch unterm Strich deutlich mehr Nachteile hat, wenn man nicht hin und wieder im Strom der Egoisten mitschwimmt? Weißt Du, wie sinnfrei mir das Leben in den letzten Monaten erscheint, wenn man jeden Tag merkt, dass die Egoisten Erfolg haben und die Fürsorglichen Misserfolg haben und Du praktisch nichts daran ändern kannst? Das ist ja das Traurige an der Corona-Pandemie, Du tust und machst und hilfst und bist solidarisch und dann siehst Du Querdenker, Impfgegner, Ich-Denker und wenn Du mal die eigenen Sorgen und Nöte mitteilst, kriegst Du von der anderen Seite auch noch ein "Ja, aber" reingedrückt, so dass man ganz die Klappe hält. Das ist meine Gefühlslage gerade.
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SGE_Werner schrieb:

brodo schrieb:

Aber damit sind wir uns doch eigentlich alle weitgehend einig, was das Problem ist. Nicht die Pandemie, nicht die "Einschränkungen", nicht die Maßnahmen, sondern die weit verbreitete Mentalität.
     


Zumindest ein Großteil der Probleme rührt daher. Aber was nützt es uns, wenn wir das Problem kennen, wir aber keine Möglichkeit haben, das Problem zu lösen, weil zu viele nicht mitmachen bei der Problemlösung?

Und wenn man am Ende des Tages auch noch unterm Strich deutlich mehr Nachteile hat, wenn man nicht hin und wieder im Strom der Egoisten mitschwimmt? Weißt Du, wie sinnfrei mir das Leben in den letzten Monaten erscheint, wenn man jeden Tag merkt, dass die Egoisten Erfolg haben und die Fürsorglichen Misserfolg haben und Du praktisch nichts daran ändern kannst? Das ist ja das Traurige an der Corona-Pandemie, Du tust und machst und hilfst und bist solidarisch und dann siehst Du Querdenker, Impfgegner, Ich-Denker und wenn Du mal die eigenen Sorgen und Nöte mitteilst, kriegst Du von der anderen Seite auch noch ein "Ja, aber" reingedrückt, so dass man ganz die Klappe hält. Das ist meine Gefühlslage gerade.

Vor deiner Gefühlslage habe ich den allerhöchsten Respekt und es steht mir nicht zu, diese in irgendeiner Form zu bewerten. Gefühle sind immer berechtigt und sind nie falsch.

Daher möchte ich dich auf keinen Fall belehren oder überzeugen, auch ich habe einige Abgründigkeit in den letzten Monaten live miterlebt.

Ich habe glücklicherweise auch viel Solidarität mitbekommen, viel unkonventionelle Hilfe, viel Pragmatismus, viel (Galgen-) Humor, viele lösungsorientierte Ansätze in alltäglichen Fragen, viel Anpacken, viele Lösungen für vermeintlich unlösbare Aufgaben.

Von daher habe ich auch noch ein gewisses Maß an Zuversicht in mir.
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Die haltlosen Spekulationen "Dann werden wir noch 2029 Lockdowns haben" erinnern mich fatal an "Wir können nicht alle Flüchtlinge dieser Welt aufnehmen"

Beides dystopische Prophezeiungen ohne auch nur ansatzweise eine wissenschaftliche oder politische Basis, die nicht aus völlig vogelwilden Spekulationen bestünde.
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reggaetyp schrieb:

Die haltlosen Spekulationen "Dann werden wir noch 2029 Lockdowns haben" erinnern mich fatal an "Wir können nicht alle Flüchtlinge dieser Welt aufnehmen"

Beides dystopische Prophezeiungen ohne auch nur ansatzweise eine wissenschaftliche oder politische Basis, die nicht aus völlig vogelwilden Spekulationen bestünde.

Naja bitte, also erstens hat niemand was von Lockdowns bis 2029 geschrieben, und zweitens ist dieser Vergleich schon an den Haaren herbeigezogen. Dass nicht sämtliche aktuellen und künftigen Flüchtlinge nach Deutschland kommen werden, ist klar.
Dass es mit den Einschränkungen (von "Lockdown" war überhaupt nicht die Rede, weder bei SOA, noch bei mir oder sonstwen) in absehbarer Zeit vorbei ist und es "nur noch dieses Jahr ist" ist, ist hingegen absolut nicht klar.


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reggaetyp schrieb:

Die haltlosen Spekulationen "Dann werden wir noch 2029 Lockdowns haben" erinnern mich fatal an "Wir können nicht alle Flüchtlinge dieser Welt aufnehmen"

Beides dystopische Prophezeiungen ohne auch nur ansatzweise eine wissenschaftliche oder politische Basis, die nicht aus völlig vogelwilden Spekulationen bestünde.

Naja bitte, also erstens hat niemand was von Lockdowns bis 2029 geschrieben, und zweitens ist dieser Vergleich schon an den Haaren herbeigezogen. Dass nicht sämtliche aktuellen und künftigen Flüchtlinge nach Deutschland kommen werden, ist klar.
Dass es mit den Einschränkungen (von "Lockdown" war überhaupt nicht die Rede, weder bei SOA, noch bei mir oder sonstwen) in absehbarer Zeit vorbei ist und es "nur noch dieses Jahr ist" ist, ist hingegen absolut nicht klar.


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Adlerdenis schrieb:

also erstens hat niemand was von Lockdowns bis 2029 geschrieben


Doch doch, das war ich. Wobei ich von Maßnahmen geredet habe, nicht von Lockdowns.

Dabei ging es ja um eine Überspitzung der Haltung hier, wofür es alles Maßnahmen geben müsste und in welchen Situationen und dass es durchaus dann viele Jahre noch gehen könnte, weil diese Gründe vermutlich auch nicht verschwinden werden.

Die Frage ist ja in die Runde gewesen: Ab wann herrscht wieder der rechtliche Vor-Corona-Zustand? Ab welchem Punkt kann man alle Maßnahmen fallen lassen? Und da sehe ich tatsächlich das Problem, dass dafür noch keine adäquate Antwort vorliegt. Weder hier noch in der Politik. Ab wann kann man sozusagen mit Corona leben?
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brodo schrieb:

Aber damit sind wir uns doch eigentlich alle weitgehend einig, was das Problem ist. Nicht die Pandemie, nicht die "Einschränkungen", nicht die Maßnahmen, sondern die weit verbreitete Mentalität.
     


Zumindest ein Großteil der Probleme rührt daher. Aber was nützt es uns, wenn wir das Problem kennen, wir aber keine Möglichkeit haben, das Problem zu lösen, weil zu viele nicht mitmachen bei der Problemlösung?

Und wenn man am Ende des Tages auch noch unterm Strich deutlich mehr Nachteile hat, wenn man nicht hin und wieder im Strom der Egoisten mitschwimmt? Weißt Du, wie sinnfrei mir das Leben in den letzten Monaten erscheint, wenn man jeden Tag merkt, dass die Egoisten Erfolg haben und die Fürsorglichen Misserfolg haben und Du praktisch nichts daran ändern kannst? Das ist ja das Traurige an der Corona-Pandemie, Du tust und machst und hilfst und bist solidarisch und dann siehst Du Querdenker, Impfgegner, Ich-Denker und wenn Du mal die eigenen Sorgen und Nöte mitteilst, kriegst Du von der anderen Seite auch noch ein "Ja, aber" reingedrückt, so dass man ganz die Klappe hält. Das ist meine Gefühlslage gerade.
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SGE_Werner schrieb:

Zumindest ein Großteil der Probleme rührt daher. Aber was nützt es uns, wenn wir das Problem kennen, wir aber keine Möglichkeit haben, das Problem zu lösen, weil zu viele nicht mitmachen bei der Problemlösung?


Da beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz. Denn so, wie es lief, ist es ja auch keine Lösung.

Wir werden irgendwann mal eine fürchterliche Coronabilanz ziehen müssen. Die im Groben heißen wird: Gewinner waren wie erwartet diejenigen, die schon vor Corona zu den Privilegierten gehörten. Verlierer alle, die keine Lobby hatten. Von der gestressten und überforderten Familienmutter über Kinder und Jugendliche bis zum Solo-Selbstständigen.

In einem gebe ich dir recht: ändern wird sich erst etwas, wenn die Not spürbar wird und allüberall ist.

Zu deiner Gefühlslage: kann ich gut verstehen. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder sich einen Panzer zulegen und solche Gedanken ausblenden oder mit dem Strom schwimmen. Machst du keines von beiden, gehst du kaputt.


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