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Radsport 2026

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Das Jahr ist noch nicht vorbei, spätestens mit der Bekanntgabe der Strecke der Tour de France, darf man allerdings vorsichtig einen Blick aufs neue Jahr richten:

https://www.letour.fr/de/allgemeine-strecke

Der Tourmalet ist ja beinahe schon unvermeidlich, alle 5 Gebirgsmassive werden durchfahren, gegen Ende geht es zweimal nach Alpe d'Huez und der Grand Departement findet in Barcelona statt ... man darf also auch gespannt sein, ob es wieder Proteste gibt.

Für Spannung wird gesorgt sein ... in welcher Form auch immer, denn großer Favorit auf den Gesamtsieg ist selbstverständlich wieder Pogacar.
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Das Jahr ist noch nicht vorbei, spätestens mit der Bekanntgabe der Strecke der Tour de France, darf man allerdings vorsichtig einen Blick aufs neue Jahr richten:

https://www.letour.fr/de/allgemeine-strecke

Der Tourmalet ist ja beinahe schon unvermeidlich, alle 5 Gebirgsmassive werden durchfahren, gegen Ende geht es zweimal nach Alpe d'Huez und der Grand Departement findet in Barcelona statt ... man darf also auch gespannt sein, ob es wieder Proteste gibt.

Für Spannung wird gesorgt sein ... in welcher Form auch immer, denn großer Favorit auf den Gesamtsieg ist selbstverständlich wieder Pogacar.
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Ich fand das Radsportjahr relativ langweilig, eben wegen dieser Dominanz.
Tour 2026 mit 2 Etappen im Elsass,  wäre mal wieder einen Ausflug wert.
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Ich fand das Radsportjahr relativ langweilig, eben wegen dieser Dominanz.
Tour 2026 mit 2 Etappen im Elsass,  wäre mal wieder einen Ausflug wert.
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Fantastisch schrieb:

Ich fand das Radsportjahr relativ langweilig, eben wegen dieser Dominanz.


Ich hab es genau anders empfunden. Weil man Zeitzeuge dieses Ausnahme-Fahrers ist. Die ganze Welt hat immer von Eddy Merckx geredet als den "Kannibalen", als den komplettesten Rennfahrer aller Zeiten, als den Rennfahrer, der jedes Rennen gewinnen kann und will. Dank der späten Geburt kenne ich Eddy Merckx aber nur von Schwarz-Weiß-Aufnahmen.
Und jetzt kommt da einer, der vermutlich auch die unvorstellbaren Leistungen eines Eddy Merckx pulverisiert. Ich habe Indurain gesehen, ich habe Jan Ullrich gesehen, ich habe die quälende Arroganz eines Lance Armstrong erlebt, wie er die Tour über Jahre im Schwitzkasten hielt und dominiert hat.  Aber niemals habe ich einen solchen Ausnahme-Fahrer wie Tadej Pogačar erlebt. Ein Fahrer der von der  „La Primavera“ bis zur "Il Lombardia" immer auf Sieg fährt. Der auf den höllischen Kopfsteinpflastern im Frühjahr genau so gut klar kommt, wie in den Ardennen oder auf den steilsten Hochgebirgs-Pässen der Grand-Tours. What a time to be alive!
Fantastisch schrieb:

Tour 2026 mit 2 Etappen im Elsass,  wäre mal wieder einen Ausflug wert.

Die beiden Etappen sind fest eingeplant  in der Urlaubsplanung! Dazu mit Sicherheit auch noch eine Etappe in den Alpen und die Passagen am Genfer See sind auch sehr reizvoll!
Ich kann jedem nur einen Ausflug zur Tour empfehelen, gerade wenn sie so nah an die deutsche Grenze kommt. So geil die TV-Übertragungen auch sein mögen: Das echte "Tour-Feeling" erlebt man nur an der Strecke vor Ort.
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Fantastisch schrieb:

Ich fand das Radsportjahr relativ langweilig, eben wegen dieser Dominanz.


Ich hab es genau anders empfunden. Weil man Zeitzeuge dieses Ausnahme-Fahrers ist. Die ganze Welt hat immer von Eddy Merckx geredet als den "Kannibalen", als den komplettesten Rennfahrer aller Zeiten, als den Rennfahrer, der jedes Rennen gewinnen kann und will. Dank der späten Geburt kenne ich Eddy Merckx aber nur von Schwarz-Weiß-Aufnahmen.
Und jetzt kommt da einer, der vermutlich auch die unvorstellbaren Leistungen eines Eddy Merckx pulverisiert. Ich habe Indurain gesehen, ich habe Jan Ullrich gesehen, ich habe die quälende Arroganz eines Lance Armstrong erlebt, wie er die Tour über Jahre im Schwitzkasten hielt und dominiert hat.  Aber niemals habe ich einen solchen Ausnahme-Fahrer wie Tadej Pogačar erlebt. Ein Fahrer der von der  „La Primavera“ bis zur "Il Lombardia" immer auf Sieg fährt. Der auf den höllischen Kopfsteinpflastern im Frühjahr genau so gut klar kommt, wie in den Ardennen oder auf den steilsten Hochgebirgs-Pässen der Grand-Tours. What a time to be alive!
Fantastisch schrieb:

Tour 2026 mit 2 Etappen im Elsass,  wäre mal wieder einen Ausflug wert.

Die beiden Etappen sind fest eingeplant  in der Urlaubsplanung! Dazu mit Sicherheit auch noch eine Etappe in den Alpen und die Passagen am Genfer See sind auch sehr reizvoll!
Ich kann jedem nur einen Ausflug zur Tour empfehelen, gerade wenn sie so nah an die deutsche Grenze kommt. So geil die TV-Übertragungen auch sein mögen: Das echte "Tour-Feeling" erlebt man nur an der Strecke vor Ort.
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Brodo schrieb:

Ich kann jedem nur einen Ausflug zur Tour empfehelen, gerade wenn sie so nah an die deutsche Grenze kommt. So geil die TV-Übertragungen auch sein mögen: Das echte "Tour-Feeling" erlebt man nur an der Strecke vor Ort.

Irgendwann muss ich das auch mal machen ... bin halt nicht so der Camper.
Aber ich war im Sommer bei der Cyclassics in Hamburg. Ist ja nun nur ein schnödes Eintagesrennen, aber allein, dass sich im Zielbereich Erik Zabel und Didi Senft herumgetrieben haben, war schon der Hammer. Kennt man ja beide vor allem von der Tour ... als Sprinter oder eben als den Teufel mit Dreizack. Ich liebe solche Skurrilitäten. Das macht den Radsport irgendwie auch aus ... gähnende Langeweile auf Flachetappen unterbrochen von Berichten über Kirchen und Klöster, Handwerk und landwirtschaftliche Erzeugnisse; und halt immer wieder Farbtupfer wie Senft oder das liebevolle Inszenesetzen der Dörfer entlang der Strecke.
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Brodo schrieb:

Ich kann jedem nur einen Ausflug zur Tour empfehelen, gerade wenn sie so nah an die deutsche Grenze kommt. So geil die TV-Übertragungen auch sein mögen: Das echte "Tour-Feeling" erlebt man nur an der Strecke vor Ort.

Irgendwann muss ich das auch mal machen ... bin halt nicht so der Camper.
Aber ich war im Sommer bei der Cyclassics in Hamburg. Ist ja nun nur ein schnödes Eintagesrennen, aber allein, dass sich im Zielbereich Erik Zabel und Didi Senft herumgetrieben haben, war schon der Hammer. Kennt man ja beide vor allem von der Tour ... als Sprinter oder eben als den Teufel mit Dreizack. Ich liebe solche Skurrilitäten. Das macht den Radsport irgendwie auch aus ... gähnende Langeweile auf Flachetappen unterbrochen von Berichten über Kirchen und Klöster, Handwerk und landwirtschaftliche Erzeugnisse; und halt immer wieder Farbtupfer wie Senft oder das liebevolle Inszenesetzen der Dörfer entlang der Strecke.
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Gib gut auf dich acht.
Vor Jahren bin ich mit meinem Sohn (Hobbyrennradler) mit einem gemieteten Campingbus zur Tour gefahren. Nachts dann auf einem Parkplatz zwischen Tours und Poitiers ausgeraubt worden. Geld und Papiere fort. Mit einem 50 Euroschein der noch in der.Hemdtasche steckte gerade noch nach Hause geschafft.
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Auch die Strecke des Giro d'Italia wurde zwischenzeitlich bekannt gegeben:

https://www.giroditalia.it/en/the-route/

Start ist in Bulgarien, wo auch die ersten drei Etappen ausgetragen werden, bevor es nach einem frühen Ruhetag dann in Italien weitergeht. Schon recht früh, am Ende der ersten Tourwoche, geht es hoch zum Blockhaus. Anders als der Name suggeriert, liegt das noch nicht in Südtirol sondern mitten in den Abbruzzen und rührt daher, dass es in Italien Mitte des 19 Jahrhunderts modern war für militärische Begriffe deutsche Namen auszuwählen und man einen Posten Blockhaus nannte. In die Alpen geht es später natürlich auch noch, bevor das Rennen am 31.05. in Rom endet
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Auch die Strecke des Giro d'Italia wurde zwischenzeitlich bekannt gegeben:

https://www.giroditalia.it/en/the-route/

Start ist in Bulgarien, wo auch die ersten drei Etappen ausgetragen werden, bevor es nach einem frühen Ruhetag dann in Italien weitergeht. Schon recht früh, am Ende der ersten Tourwoche, geht es hoch zum Blockhaus. Anders als der Name suggeriert, liegt das noch nicht in Südtirol sondern mitten in den Abbruzzen und rührt daher, dass es in Italien Mitte des 19 Jahrhunderts modern war für militärische Begriffe deutsche Namen auszuwählen und man einen Posten Blockhaus nannte. In die Alpen geht es später natürlich auch noch, bevor das Rennen am 31.05. in Rom endet
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Krass, Bulgarien, das ist ja echt mal was Neues!
An das Ende in Rom hab ich mich immer noch nicht gewöhnt, bin immer noch so auf den Norden fixiert, das Finale war ja meist in Mailand und irgendwie auch logisch aufgrund der Streckenführung, die fast immer von Süd nach Nord ging...
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Lipowitz verlängert bei Bora und soll gemeinsam mit Evenepoel eine Doppelspitze bei der Tour bilden:

https://www.kicker.de/lipowitz-verlaengert-und-greift-mit-evenepoel-bei-der-tour-an-1174306/artikel

Freut mich und überrascht mich - weniger, dass man auf eine Doppelspitze setzt, als vielmehr, dass man Evenepoel bei der Tour einsetzen will, obwohl da praktisch kaum Zeitfahrkilometer absolviert werden. Roglic, mit dem die Doppelspitze ja dieses Jahr eher weniger gut funktioniert hatte, soll bei der Vuelta um seinen fünften Gesamtsieg kämpfen.
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Die Crosssaison ist nach einem Sturz für Wout van Aert beendet - schade, denn er kam gerade erst in Form und dürfte (wenn er in Hochform ist) der einzige sein, der van der Poel der Wasser reichen kann:

https://www.radsport-news.com/sport/sportnews_143991.htm

Wenn er sich nun auf die Straßensaison vorbereitet, bin ich gespannt, ob er dann zu den Highlights wieder in bester Verfassung anreist. Ich erinnere mich noch an seine Tour 2021, in der er überall mitmischte, selbst in Massensprints um den Sieg fuhr und dann bei der zweifachen Überquerung des Mont Ventoux den Sieg geholt hat.
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Heute läuft Paris-Roubaix, das legendäre Kopfsteinpflasterrennen mit dem Finale im Velodrom. Pogacar will das fünfte und damit das letzte ihm noch fehlende Monument des Radsports gewinnen. Aber auch van der Poel und van Aert sind dabei. Also ein gut besetztes Feld und eine wie immer völlig unberechenbare Strecke.
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Heute läuft Paris-Roubaix, das legendäre Kopfsteinpflasterrennen mit dem Finale im Velodrom. Pogacar will das fünfte und damit das letzte ihm noch fehlende Monument des Radsports gewinnen. Aber auch van der Poel und van Aert sind dabei. Also ein gut besetztes Feld und eine wie immer völlig unberechenbare Strecke.
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Wobei wenigstens das Wetter heute mitspielt, bei Regen (so wie z.B. gestern im Baskenland) ist das Kopfsteinpflaster ja noch viel schlimmer.

Pogacar eben mit Defekt, hat eine knappe Minute verloren, aber wird wohl wieder rankommen.

Gleich kommt der legendäre Wald von Arenberg.
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Wobei wenigstens das Wetter heute mitspielt, bei Regen (so wie z.B. gestern im Baskenland) ist das Kopfsteinpflaster ja noch viel schlimmer.

Pogacar eben mit Defekt, hat eine knappe Minute verloren, aber wird wohl wieder rankommen.

Gleich kommt der legendäre Wald von Arenberg.
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...und dort erwischt es van der Poel. Ist das bitter!
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War ne Runde joggen und musste mich erstmal auf Stand bringen - so ganz ohne Defekt kommt diesmal wohl niemand durch. Aber van der Poel hat es wohl deftiger erwischt. Defekt genau in Arenberg ist natürlich bitter - aber dann gleich zwei Minuten drauf zu packen? Wow.

Bin gespannt, ob er jetzt nochmal dran kommt, wenn Pogacar und van Aert vorne durchziehen. Gut 50 km sind ja durchaus eine Distanz, die Pogacar fast schon routinemäßig in Angriff nimmt.
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Van Aert scheint mir ziemlich am Limit zu sein - ist jetzt auch nichts Außergewöhnliches, dass man nicht ohne Weiteres mit Pogacar mithalten kann. Aber Pogacar isst und trinkt ziemlich entspannt, wenn er (selten) mal an van Aerts Hinterrad hängt. Van Aert hingegen scheint ziemlich zu keulen, um überhaupt das Hinterrad zu halten. Und da hat Pogacar noch nicht angegriffen sondern fährt einfach (gemütlich) seinen Stiefel. Der ist fast schon unwirklich stark.
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Keine zwanzig Kilometer mehr, Pogacar könnte schneller und animiert van Aert zu mehr Mitarbeit. Van Aerts Teamkollege in der zweiten Gruppe stört so ein bisschen den Rhythmus und van der Poel muss mehr oder weniger alleine nachführen. Da Pogacar etwas rausgenommen hat, sind die Verfolger auf nur noch 20 Sekunden herangekommen. Aber ich denke, das Anschließen wird Pogacar nicht zulassen und gleich angreifen.
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Keine zwanzig Kilometer mehr, Pogacar könnte schneller und animiert van Aert zu mehr Mitarbeit. Van Aerts Teamkollege in der zweiten Gruppe stört so ein bisschen den Rhythmus und van der Poel muss mehr oder weniger alleine nachführen. Da Pogacar etwas rausgenommen hat, sind die Verfolger auf nur noch 20 Sekunden herangekommen. Aber ich denke, das Anschließen wird Pogacar nicht zulassen und gleich angreifen.
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Ich hänge ca. 30 km dem Geschehen hinterher, weil ich während des Mittagessens auf Pause gedrückt hatte.

Also die Bitte um Verzeihung, wenn ich jetzt erstmal nicht auf deine Postings schaue, wegen Spoiler-Gefahr...
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Ich hänge ca. 30 km dem Geschehen hinterher, weil ich während des Mittagessens auf Pause gedrückt hatte.

Also die Bitte um Verzeihung, wenn ich jetzt erstmal nicht auf deine Postings schaue, wegen Spoiler-Gefahr...
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Ist akzeptiert - bitte verzeihe, wenn ich trotzdem live gucke
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Grandios - sieht man selten, dass Paris-Roubaix im Zielspurt auf der Bahn entschieden wird. Ich finde es immer etwas schade, wenn derjenige, der deutlich weniger beiträgt am Ende siegt. Aber wenn man es auf so einem beinharten Rennen schafft, am absoluten Dominator dran zu bleiben und darauf bauen kann, als endschnellerer Mann den Sprint zu entscheiden, dann will ich da nicht lamentieren. Zumal das ja quasi heißt, dass Pogacar dann nochmal antreten wird, um auch das letzte Monument noch zu gewinnen.
Also: Glückwunsch an van Aert!
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Hat mich sehr gefreut für Wout. Ein tolles Rennen mal wieder!
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Grandios - sieht man selten, dass Paris-Roubaix im Zielspurt auf der Bahn entschieden wird. Ich finde es immer etwas schade, wenn derjenige, der deutlich weniger beiträgt am Ende siegt. Aber wenn man es auf so einem beinharten Rennen schafft, am absoluten Dominator dran zu bleiben und darauf bauen kann, als endschnellerer Mann den Sprint zu entscheiden, dann will ich da nicht lamentieren. Zumal das ja quasi heißt, dass Pogacar dann nochmal antreten wird, um auch das letzte Monument noch zu gewinnen.
Also: Glückwunsch an van Aert!
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War wirklich wieder ein unterhaltsames Rennen.
Gönne es Van Aert. Er fährt in meinen Augen immer offensiv. Auch wenn er am Ende nicht so viel gearbeitet hat wie Pogacar war er es dennoch der in die Attacke gegangen ist. Er hat auch nicht nur am Hinterrad  gehangen sondern einen guten Teil beigetragen.
Denke es ist einfach das Los solch einer Dominanz bei Pogacar.

Auch bei den Frauen natürlich ein schönes Ergebnis.
Toll wie sich Koch gegen die beiden Vismafahrerinnen durchsetzt.
Koch sehr stark, aber die Vismarfahrerinnen waren sich wohl auch zu sicher. Oder wollten partout Vos den Sieg ermöglichen/ schenken. Sich so auf Vos festzulegen, dass Ferrant-Prevot komplett die Arbeit macht, anstatt abwechselnd versuchen zu attackieren war wohl ein Fehler. Vor allem weil Ferrant-Prevot den stärkeren Eindruck hinterließ.

Mal schauen was das Radsportjahr noch so bringt. Mit Seixas ist ein neuer spannender Fahrer schon mittendrin.


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