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Albert Riera - Diskussionsthread

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Vollkommen richtig ! Das sehe ich auch als Grund für diese einseitige Kampagne. an. Was waren das z:b. mit Veh so schöne Plauderstündchen auf scheinbarer Augenhöhe - da wurde man als Journalist auch mit den dümmsten Fragen noch ernst genommen. Jetzt versteht man den Kerl kaum,  er hält gerne Monologe, bügelt auch mal ne Frage ab und dann, wie schmählich ist es, die Fragen auf Englisch stellen zu müssen, wenn man nach der Schule mit Englisch kaum noch was zu tun hatte und man sich vor den Kollegen blamiert. Das ist alles sehr durchsichtig und billig. Und komme  mir keiner damit, Journalistenschelte wäre Wasser auf die Mühlen der rechtsextremen Szene: Ingo Durstewitz ist noch nie durch besondere Fußballkenntnisse aufgefallen, und jetzt soll ich ihn gut finden, nur weil Kritik an ihm der rechten Ecke nutzt? So kommt man in der Sache keinen Schritt weiter.
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Hochtaunus Adler schrieb:

Und komme  mir keiner damit, Journalistenschelte wäre Wasser auf die Mühlen der rechtsextremen Szene: Ingo Durstewitz ist noch nie durch besondere Fußballkenntnisse aufgefallen, und jetzt soll ich ihn gut finden, nur weil Kritik an ihm der rechten Ecke nutzt?

hui, das hast du jetzt aber merkwürdig extrem (und daher falsch) dargestellt.
wo hat denn hier irgend jemand von wem gefordert ingo durstewitz gut finden zu müssen?
kritik an journalisten und ihrer arbeit ist wichtig.
verächtlich machen von journalisten, índem man ihnen z.b. das journalist-sein abspricht oder sie als personen niedermacht ist methode der rechtsextremen um eine säule der demokratie zu untergraben und sollte hier bei uns keinen platz haben.
nicht mehr und nicht weniger.
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Brodo schrieb:

Die Berichte weiter Teile der Lokal-Presse über Riera sind unsachlich, unfair und werfen ein schlechtes Licht auf die jeweiligen Verfasser der Texte.

Da wird seit Wochen davon geraunt, dass es mannschaftsinterne und vereinsinterne Irritationen gäbe, ohne dass dazu Ross und Reiter genannt  werden. Das empfinde ich persönlich also absolut unseriös. Eigentlich eine Frechheit! Entweder man liefert endlich Fakten und Aussagen aus der Mannschaft und dem inneren Kreis des Vereins, um solchen Aussagen zu stützen,  oder man unterlässt diese tendenziöse Berichterstattung.

In einer Zeit, in der der Ruf von Journalisten eh schon aus der finstersten Schlechtmenschen-Ecke in den Dreck gezogen wird, erweist diese unseriöse Berichterstattung einer ganzen Zunft einen Bärendienst. Denn sie ist Wasser auf die Mühlen, die pauschal über Journalisten hetzen.  Das finde ich persönlich mehr als schade.


Die Journalisten können ja schlecht ihre Quellen nennen. Wäre das seriös?

Es gibt Artikel wo sich auf Aussagen der Spieler bezogen wird. Burkardt in Bezug auf Götze nach dem Spiel gegen Mainz oder Koch nach dem Spiel gegen Köln.
Auch wenn nicht namentlich dabei steht, wer denn intern irritiert sei (weder Spieler, noch Verantwortliche), finde ich, dass man das sehr wohl glauben kann. Riera möchte nicht über einzelne Spieler reden, kritisiert dann aber öffentlich (auch wenn er Uzuns Name nicht genannt hat), einen Spieler und sagt sogar, dass er unter ihm nicht spielen wird, weil ihm die Arbeit ohne Ball nicht gut genug ist:

"Dass einige nicht gespielt haben, liegt daran, dass man mit Ball super sein kann, aber ohne Ball eben nicht gut ist. Bei Albert wirst du dann nicht spielen", sagte der Trainer.


Kann man machen, ist als Trainer sein gutes Recht. Aber es ist auch das Recht von anderen von sowas irritiert zu sein, dazu brauch ich übrigens keine Artikel der Presse.

Seine Aussagen und Aktionen passen teilweise einfach nicht zusammen.
Wie oben geschrieben, er möchte nicht über einzelne Spieler reden, tut es aber dennoch.
Er findet den 1. Februar als erster Tag schwierig, u.a. weil er keine Vorbereitung hatte, wollte aber unbedingt erst dann kommen und gibt der Mannschaft vor dem Köln Spiel 8 Tage frei.
Er möchte, dass die Spieler ihm folgen, sagt aber dann er hätte die schlechteste Mannschaft Europas übernommen...

Ich muss davon ausgehen, dass das was geschrieben wird, meistens sind es Zitate, auch stimmt, denn die PKs mit Riera schaue ich mir nicht an. Ich kann mit seiner Art nichts anfangen. Das muss ich aber auch nicht.
Wenn er aber seine Spieler öffentlich nieder macht, dann bin ich auch irriert und hinterfrage zu keinem Zeitpunkt, dass die Spieler und Verantwortlichen es auch sind.

Für mich hat Riera bereits nach gut 2 Monaten jegliche Glaubwürdigkeit verloren...
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bils schrieb:

Brodo schrieb:

Da wird seit Wochen davon geraunt, dass es mannschaftsinterne und vereinsinterne Irritationen gäbe, ohne dass dazu Ross und Reiter genannt  werden. Das empfinde ich persönlich also absolut unseriös. Eigentlich eine Frechheit! Entweder man liefert endlich Fakten und Aussagen aus der Mannschaft und dem inneren Kreis des Vereins, um solchen Aussagen zu stützen,  oder man unterlässt diese tendenziöse Berichterstattung.

Die Journalisten können ja schlecht ihre Quellen nennen. Wäre das seriös?

danke für diesen einwurf.
denn: werden in den medien, die über politisches tagesgeschehen berichten, ständig die quellen der journalisten genannt?
es ist ein basic von journalisten im hintergrund quellen aufzutun dann einordnend zu berichten.
was würde passieren, wenn journalisten ständig ihre quellen nennen würden? dass dies nicht lange funktionieren kann sollte schnell klar sein.

gleichzeitig öffnet es natürlich wege, dass man als journalist ohne quellenangabe eigene poitik machen kann. hier muss jeder selbst entscheiden, wieviel misstrauen er medien generell und bestimmten journalisten im besonderen entgegenbringt.

konkret zur sache:
ingo durstewitz bekleckert sich hier wirklich nicht mit ruhm.
albert riera liefert allerdings auch zuverlässig material.
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underdog since 1899 schrieb:

Wie du schon richtig schreibst: Fachlich kann niemand Riera wirklich einschätzen. Dass man dann aufgrund dessen hergeht, indem man den Mann in Gänze infrage stellt, nur weil einem seine Art nicht passt, finde ich absolut erbärmlich. Und das meine ich nicht nur auf die Journalisten bezogen, sondern so sehe ich das auch im Allgemeinen.


Ich habe nichts gegen Riera und hoffte auf großen Erfolg.
Was ich gar nicht leiden kann und davon gibt es leider viel zu viele sind Menschen, die sehr selbstbewusst sind
und keine Leistungen bringen bzw. wo sich dann nach einiger Zeit zeigt, das vieles heiße Luft war.
Deswegen finde ich es sehr unklug von Menschen, an neuen Arbeitsplätzen, gleich Stimmung zu machen,
anstatt erstmal ruhig die Arbeit zu machen und dann zu reden, wenn man die Leute usw.
alles besser kennt.
Ich hatte auch schon beruflich mit sooo vielen Leuten zu tun, die große Sprüche drauf hatten,
bei den meisten bleib es aber dabei. Am erfolgreichsten sind selbstbewusste Leute, die nicht immer gleich den Drang haben allen erzählen zu müssen, wie toll und gut sie sind.
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Hyundaii30 schrieb:

Ich habe nichts gegen Riera und hoffte auf großen Erfolg.
Was ich gar nicht leiden kann und davon gibt es leider viel zu viele sind Menschen, die sehr selbstbewusst sind
und keine Leistungen bringen bzw. wo sich dann nach einiger Zeit zeigt, das vieles heiße Luft war.
Deswegen finde ich es sehr unklug von Menschen, an neuen Arbeitsplätzen, gleich Stimmung zu machen,
anstatt erstmal ruhig die Arbeit zu machen und dann zu reden, wenn man die Leute usw.
alles besser kennt.
Ich hatte auch schon beruflich mit sooo vielen Leuten zu tun, die große Sprüche drauf hatten,
bei den meisten bleib es aber dabei. Am erfolgreichsten sind selbstbewusste Leute, die nicht immer gleich den Drang haben allen erzählen zu müssen, wie toll und gut sie sind.

Ich verstehe deinen Ansatz und wir sind da auch gar nicht so weit auseinander. Nur bin ich eben der Meinung, dass man Riera erstmal so nehmen sollte wie er eben ist.
Denn was man aus der Presse so vernimmt, ist doch alles reine Spekulation. Nichts von alledem ist wirklich belegt, was da so alles behauptet wird.

Wie schnell man sich vergaloppiert, zeigt doch der Fall Larrson. Hier wird erst behauptet, dass er im Sommer wechseln will, nun stellt sich heraus, dass dies auf einem Missverständnis beruht.

Damit will ich sagen, dass man vorsichtiger sein sollte in seiner Beurteilung eines Menschen. Ich bin eben der Meinung, nur weil Riera authentisch ist, sollte man ihm das nicht zur Last legen. Und dabei bleibe ich auch.
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Hyundaii30 schrieb:

Ich habe nichts gegen Riera und hoffte auf großen Erfolg.
Was ich gar nicht leiden kann und davon gibt es leider viel zu viele sind Menschen, die sehr selbstbewusst sind
und keine Leistungen bringen bzw. wo sich dann nach einiger Zeit zeigt, das vieles heiße Luft war.
Deswegen finde ich es sehr unklug von Menschen, an neuen Arbeitsplätzen, gleich Stimmung zu machen,
anstatt erstmal ruhig die Arbeit zu machen und dann zu reden, wenn man die Leute usw.
alles besser kennt.
Ich hatte auch schon beruflich mit sooo vielen Leuten zu tun, die große Sprüche drauf hatten,
bei den meisten bleib es aber dabei. Am erfolgreichsten sind selbstbewusste Leute, die nicht immer gleich den Drang haben allen erzählen zu müssen, wie toll und gut sie sind.

Ich verstehe deinen Ansatz und wir sind da auch gar nicht so weit auseinander. Nur bin ich eben der Meinung, dass man Riera erstmal so nehmen sollte wie er eben ist.
Denn was man aus der Presse so vernimmt, ist doch alles reine Spekulation. Nichts von alledem ist wirklich belegt, was da so alles behauptet wird.

Wie schnell man sich vergaloppiert, zeigt doch der Fall Larrson. Hier wird erst behauptet, dass er im Sommer wechseln will, nun stellt sich heraus, dass dies auf einem Missverständnis beruht.

Damit will ich sagen, dass man vorsichtiger sein sollte in seiner Beurteilung eines Menschen. Ich bin eben der Meinung, nur weil Riera authentisch ist, sollte man ihm das nicht zur Last legen. Und dabei bleibe ich auch.
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underdog since 1899 schrieb:

Wie schnell man sich vergaloppiert, zeigt doch der Fall Larrson. Hier wird erst behauptet, dass er im Sommer wechseln will, nun stellt sich heraus, dass dies auf einem Missverständnis beruht.

hat es sich schon "herausgestellt"?
meines wissens nach hat larsson lediglich behauptet, es wäre ein missverständnis gewesen.
feiner unterscheid
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underdog since 1899 schrieb:

Wie schnell man sich vergaloppiert, zeigt doch der Fall Larrson. Hier wird erst behauptet, dass er im Sommer wechseln will, nun stellt sich heraus, dass dies auf einem Missverständnis beruht.

hat es sich schon "herausgestellt"?
meines wissens nach hat larsson lediglich behauptet, es wäre ein missverständnis gewesen.
feiner unterscheid
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Vor Allem sind seine Aussagen klar

Hier versucht jetzt der Verein offiziell, den Spieler als festen Bestandteil, mit dem man langfristig plant darzustellen, um somit in besserer Verhandlungsposition zu sein.

Er hätte damals im Radio auf die Frage zu den Gerüchten direkt sagen können, dass er hier länger bleiben will. Stattdessen kamen die Aussagen (auf schwedisch wohlgemerkt) dabei raus und jetzt ist das missverständlich?!
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underdog since 1899 schrieb:

Wie schnell man sich vergaloppiert, zeigt doch der Fall Larrson. Hier wird erst behauptet, dass er im Sommer wechseln will, nun stellt sich heraus, dass dies auf einem Missverständnis beruht.

hat es sich schon "herausgestellt"?
meines wissens nach hat larsson lediglich behauptet, es wäre ein missverständnis gewesen.
feiner unterscheid
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Henk schrieb:

hat es sich schon "herausgestellt"?
meines wissens nach hat larsson lediglich behauptet, es wäre ein missverständnis gewesen.
feiner unterscheid

Lieber Henk, wenn wir jetzt alles infrage stellen, dann können wir gleich das Buch zu machen.
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Vor Allem sind seine Aussagen klar

Hier versucht jetzt der Verein offiziell, den Spieler als festen Bestandteil, mit dem man langfristig plant darzustellen, um somit in besserer Verhandlungsposition zu sein.

Er hätte damals im Radio auf die Frage zu den Gerüchten direkt sagen können, dass er hier länger bleiben will. Stattdessen kamen die Aussagen (auf schwedisch wohlgemerkt) dabei raus und jetzt ist das missverständlich?!
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franchise schrieb:

Vor Allem sind seine Aussagen klar

Hier versucht jetzt der Verein offiziell, den Spieler als festen Bestandteil, mit dem man langfristig plant darzustellen, um somit in besserer Verhandlungsposition zu sein.


Richtig. Spieler, die weg wollen, werden günstiger, und deswegen fühlt er sich hier offiziell pudelwohl...

Wahi übrigens auch: der würde sehr gerne nach der Leihe hier wieder zeigen, was er kann, und wird bis zum vollzogenen Wechsel untröstlich sein, wenn die Eintracht bei einem 25 Mio.-Angebot dann nicht nein sagen kann.

That's the game
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Henk schrieb:

hat es sich schon "herausgestellt"?
meines wissens nach hat larsson lediglich behauptet, es wäre ein missverständnis gewesen.
feiner unterscheid

Lieber Henk, wenn wir jetzt alles infrage stellen, dann können wir gleich das Buch zu machen.
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underdog since 1899 schrieb:

Henk schrieb:

hat es sich schon "herausgestellt"?
meines wissens nach hat larsson lediglich behauptet, es wäre ein missverständnis gewesen.
feiner unterscheid

Lieber Henk, wenn wir jetzt alles infrage stellen, dann können wir gleich das Buch zu machen.

nee, dass hier ist klare quellenanalyse

trittst du heute jemanden vors schienbein und sagst morgen, dass das nicht so war, sondern ein missveständnis, dann stimmts halt nicht unbedingt
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Hochtaunus Adler schrieb:

bils schrieb:

Wie oben geschrieben, er möchte nicht über einzelne Spieler reden, tut es aber dennoch.
Er findet den 1. Februar als erster Tag schwierig, u.a. weil er keine Vorbereitung hatte, wollte aber unbedingt erst dann kommen und gibt der Mannschaft vor dem Köln Spiel 8 Tage frei.
Er möchte, dass die Spieler ihm folgen, sagt aber dann er hätte die schlechteste Mannschaft Europas übernommen...

Sorry, aber hier hast Du einiges doch sehr aus dem Kontext gerissen und dadurch gründlich falsch interpretiert. Vielleicht wäre es für Dich ja doch hilfreich, seine PKs im Original zu verfolgen und nicht Dir etwas aus Zeitungslektüre zurecht zu reimen.
Zum Beispiel "sagt aber dann er hätte die schlechteste Mannschaft Europas übernommen...". Ihn so zu zitieren ist ja schon abenteuerlich böswillig. Er hat gesagt, er habe die Mannschaft mit den meisten Gegentoren nicht nur in der BL, sondern in ganz Europa übernommen - und deshalb die Mannschaft in der Defensive gerade biegen müsste und sie wieder aufrichten, so dass sie wieder an sich glauben


Ich habe das wiedergegeben was in der Presse stand. Bei der FR, beim kicker, bei anderen.
Ich habe mir den Ausschnitt der PK aber jetzt angeschaut. Er hat gesagt "(...)and the problem is this, that we were not the worst in Bundesliga, the worst team considering goals of Europe, ok I have the table, I have a picture I can show you. The day I came first February we were the worst team in Europe PK auf Eintracht TV ab 05:52

Das was geschrieben wurde, war also definitiv nicht falsch. Möglich, dass Riera we were the worst team in Europe immer noch auf die Abwehr bezogen hat. Aber ganz unabhängig davon, ist die Aussage auch auf die Abwehr bezogen falsch!

Hochtaunus Adler schrieb:

Die Sache mit dem 1. Februar: er meinte damit, dass er keinen Einfluss auf die Personalauswahl in der Winterpause mehr hatte, da er die Mannschaftsprobleme noch nicht gut genug kannte und die Wechselperiode abgelaufen war. 3 Tage mehr hätten da auch nicht genutzt; es ging aber nicht, wie Du suggerierst, um fehlende Trainingszeit.


Ja gut, er möchte nicht früher kommen und meint dann er hätte keinen Einfluss auf die Personalauswahl gehabt. Toll...
Dass er diese auch nicht 3 Tage früher gehabt hätte, sehe ich auch so. Aber dann darf er den Job während der Saison nicht annehmen. Er muss jetzt mit den Spielern arbeiten die er hat und da hilft Trainingszeit ganz sicher weiter.
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bils schrieb:

Ich habe das wiedergegeben was in der Presse stand. Bei der FR, beim kicker, bei anderen.
Ich habe mir den Ausschnitt der PK aber jetzt angeschaut. Er hat gesagt "(...)and the problem is this, that we were not the worst in Bundesliga, the worst team considering goals of Europe, ok I have the table, I have a picture I can show you. The day I came first February we were the worst team in Europe PK auf Eintracht TV ab 05:52

Das was geschrieben wurde, war also definitiv nicht falsch. Möglich, dass Riera we were the worst team in Europe immer noch auf die Abwehr bezogen hat. Aber ganz unabhängig davon, ist die Aussage auch auf die Abwehr bezogen falsch!


Auf was soll es denn sonst bezogen sein und was ist an der Aussage falsch?


Ja gut, er möchte nicht früher kommen und meint dann er hätte keinen Einfluss auf die Personalauswahl gehabt. Toll...
Dass er diese auch nicht 3 Tage früher gehabt hätte, sehe ich auch so. Aber dann darf er den Job während der Saison nicht annehmen. Er muss jetzt mit den Spielern arbeiten die er hat und da hilft Trainingszeit ganz sicher weiter.


Darum ging es ihm doch. Er muss mit dem arbeiten was er hat. Deswegen sehen wir die vielen Experimente mit den Positionen der Spieler. Riera hat hier doch lediglich gesagt, dass das nicht einfach ist und entsprechend Zeit benötigt und eben auch diese experimentieren.

Wenn Trainer nur Floskeln raushauen und nichts sagen wird nur rumgenöhlt, aber wenn einer mal die Dinge anspricht und sagt wie sie nunmal sind, dann Gnade ihm Gott und das "Frankfurter Umfeld".
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underdog since 1899 schrieb:

Henk schrieb:

hat es sich schon "herausgestellt"?
meines wissens nach hat larsson lediglich behauptet, es wäre ein missverständnis gewesen.
feiner unterscheid

Lieber Henk, wenn wir jetzt alles infrage stellen, dann können wir gleich das Buch zu machen.

nee, dass hier ist klare quellenanalyse

trittst du heute jemanden vors schienbein und sagst morgen, dass das nicht so war, sondern ein missveständnis, dann stimmts halt nicht unbedingt
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Henk schrieb:


nee, dass hier ist klare quellenanalyse

Was ja nicht gleicbedeutend ist, dass die Quelle immer richtig liegt. Es gibt z.b. auch Übersetzungsfehler. Womit der Zusammenhang zu Riera wieder hergestellt wäre. Denn um diesen geht es in diesem Thread  ja schließlich.
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Henk schrieb:


nee, dass hier ist klare quellenanalyse

Was ja nicht gleicbedeutend ist, dass die Quelle immer richtig liegt. Es gibt z.b. auch Übersetzungsfehler. Womit der Zusammenhang zu Riera wieder hergestellt wäre. Denn um diesen geht es in diesem Thread  ja schließlich.
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underdog since 1899 schrieb:

Henk schrieb:


nee, dass hier ist klare quellenanalyse

Was ja nicht gleicbedeutend ist, dass die Quelle immer richtig liegt. Es gibt z.b. auch Übersetzungsfehler. Womit der Zusammenhang zu Riera wieder hergestellt wäre. Denn um diesen geht es in diesem Thread  ja schließlich.

ja, klar. mir ging es nur darum vorschnelle, falsche schlüsse aufzuzeigen.
"larsson hat gesagt, es war ein missverständnis" stellst du dar, als wäre das ein beweis dafür, dass medien  zuvor etwas falsches geschrieben hätten.
und das stimmt nicht.
es gibt argumente für das eine und das andere.

du hattest larsson ja als beispiel zur untermauerung dieser vorherigen passage von die genommen:
underdog since 1899 schrieb:

Denn was man aus der Presse so vernimmt, ist doch alles reine Spekulation. Nichts von alledem ist wirklich belegt, was da so alles behauptet wird.

hier stellst du etwas als fakt dar, was lediglich eine annahme von dir ist.
es gibt keinen beweis dafür.
ich halte es auch für ziemlich unwahrscheinlich. aber das gegenteil beweisen kann ich auch nicht, daher bleibt es auch bei mir bei folgender annahme:
"einges, was man in den medien liest, fußt auf wahren begebenheiten und quellen, anderes ist spekulation."
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Anthrax schrieb:

Das ist korrekt.
Das hatten wir hier doch auch schonmal und ich sage es gern noch einmal:
Riera hat gesagt wir hatten die schlechteste Abwehr Europas.
In der CL hat ein Team mehr Tore gefangen (22) und 3 Teams genau so viele (21). Rechnet man dann im gleichen Zeitraum die Gegentore in der Bundesliga dazu, hat man mit Sicherheit eine der schlechtesten Defensivleistungen in Europa, vielleicht sogar die wirklich schlechteste insgesamt.        


Es ist eigentlich egal, wie er es gesagt hat. Er hätte es sich verkneifen sollen. Ich weiß ja nicht, warum man hierfür
bei den Journalisten die schuld sucht(ja meistens schlagen sie über die Strenge)
Aber hier wurde von totel unterschiedlichsten Quellen und Journalisten berichtet und nicht nur von den
hier ansässigen. Riera kommt hierher, reißt die Klappe auf und dann widerspricht er nach ein paar Wochen ständig dem
was er zu Beginn äußerte. Dazu viele weitere fragliche Entscheidungen (die nicht nur die Presse sieht, sondern
auch Teile der Fans) . Und daran soll dann die Presse schuld sein bzw. die bösen sein ?
Ganz klares "Nein" dazu. Vielleicht formulieren sie manches zu heftig, kann sein.
Aber das war schon immer so. Das hat 0,0 was mit Riera zu tun.
Egal wie Riera es ausgedrückt hat, erwußte worauf er sich einlässt bezgl. der Mannschaft.
Das brauche ich dann nicht Wochen später als Verteidigung rausholen, wenn er so Sprüche klopft,
von Beginn an !! Er wusste es, das unsere Mannschaft schlecht drauf ist !!!
Riera gibt der Mannschaft 8 Tage ohne Grund frei, für eine schlechte Leistung.
Konsequenz: Unsere Mannschaft schafft es nicht 90 Minuten eine 2-0 Führung bis zum Ende zu halten.
Böse Zungen würden jetzt sagen "Eigentor. Die waren nicht fit genug. Hatten ja Urlaub.
Riera tönt am Anfang er will die Mannschaft schützen, er steht in der Verantwortung.
Alle sollen hier positiv sein, sie haben den geilsten Job der Welt und ein paar Wochen
später wird alles nieder gemacht. So kannst Du nicht mit einem Team umgehen.
Ich möchte nicht wissen, was einige Spieler über Ihn "denken".
Er hat (hatte) Probleme mit seinen Spielernamen. Hat aber angeblich die BL schon ein halbes Jahr beobachtet.
Krösche hat sich bei der Verpflichtung Zeit gelassen.

Riera hat hier schon zu Beginn für unnötige Baustellen aufgemacht und jetzt die Löcher noch vertieft.
Das wird schwer da wieder raus zu kommen. Ich hoffe die ganze Zeit auf die sportliche Wende,
denn die würde einiges zumindestens kurzfristig beruhigen /kaschieren.
Aber das jetzt Punktelieferant WOB kommt passt zu dieser Saison, da können wir fast nur verlieren.
Und wenn das Spiel nicht gewonnen wird, geht das Theater leider weiter.





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Hyundaii30 schrieb:

Aber hier wurde von totel unterschiedlichsten Quellen und Journalisten berichtet und nicht nur von den
hier ansässigen.


Das kommt doch von den hier ansässigen Schreiberlingen.
In jeder PK sitzen die gleichen Nasen. Auch die weniger auffälligen Leute dort sind von ihren Blättern/Onlineportalen vollumfänglich für die Berichterstattung über die Eintracht zuständig.
Da kommt keiner aus Rostock angefahren der ansonsten für die Apotheken-Rundschau schreibt und vertretungsweise jetzt mal über Fußball und die Eintracht Berichten muss.

Klar steht der Artikel unter bild.de aber für die Berichte über die SGE ist Bild Frankfurt zuständig.
In Berlin sieht (unter anderem) der Sportteil anders aus als in Frankfurt.
Sieht man halt nur in der Print-Ausgabe.

Und sollte es mal einen Bericht im Hannover Tageblatt drin stehen beziehen die sich dann auf Bild oder Kicker.



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underdog since 1899 schrieb:

Henk schrieb:


nee, dass hier ist klare quellenanalyse

Was ja nicht gleicbedeutend ist, dass die Quelle immer richtig liegt. Es gibt z.b. auch Übersetzungsfehler. Womit der Zusammenhang zu Riera wieder hergestellt wäre. Denn um diesen geht es in diesem Thread  ja schließlich.

ja, klar. mir ging es nur darum vorschnelle, falsche schlüsse aufzuzeigen.
"larsson hat gesagt, es war ein missverständnis" stellst du dar, als wäre das ein beweis dafür, dass medien  zuvor etwas falsches geschrieben hätten.
und das stimmt nicht.
es gibt argumente für das eine und das andere.

du hattest larsson ja als beispiel zur untermauerung dieser vorherigen passage von die genommen:
underdog since 1899 schrieb:

Denn was man aus der Presse so vernimmt, ist doch alles reine Spekulation. Nichts von alledem ist wirklich belegt, was da so alles behauptet wird.

hier stellst du etwas als fakt dar, was lediglich eine annahme von dir ist.
es gibt keinen beweis dafür.
ich halte es auch für ziemlich unwahrscheinlich. aber das gegenteil beweisen kann ich auch nicht, daher bleibt es auch bei mir bei folgender annahme:
"einges, was man in den medien liest, fußt auf wahren begebenheiten und quellen, anderes ist spekulation."
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Henk schrieb:

"einges, was man in den medien liest, fußt auf wahren begebenheiten und quellen, anderes ist spekulation."



       

Ok, darauf können wir uns einigen und ist natürlich absolut richtig was du schreibst.
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bils schrieb:

Brodo schrieb:

Da wird seit Wochen davon geraunt, dass es mannschaftsinterne und vereinsinterne Irritationen gäbe, ohne dass dazu Ross und Reiter genannt  werden. Das empfinde ich persönlich also absolut unseriös. Eigentlich eine Frechheit! Entweder man liefert endlich Fakten und Aussagen aus der Mannschaft und dem inneren Kreis des Vereins, um solchen Aussagen zu stützen,  oder man unterlässt diese tendenziöse Berichterstattung.

Die Journalisten können ja schlecht ihre Quellen nennen. Wäre das seriös?

danke für diesen einwurf.
denn: werden in den medien, die über politisches tagesgeschehen berichten, ständig die quellen der journalisten genannt?
es ist ein basic von journalisten im hintergrund quellen aufzutun dann einordnend zu berichten.
was würde passieren, wenn journalisten ständig ihre quellen nennen würden? dass dies nicht lange funktionieren kann sollte schnell klar sein.

gleichzeitig öffnet es natürlich wege, dass man als journalist ohne quellenangabe eigene poitik machen kann. hier muss jeder selbst entscheiden, wieviel misstrauen er medien generell und bestimmten journalisten im besonderen entgegenbringt.

konkret zur sache:
ingo durstewitz bekleckert sich hier wirklich nicht mit ruhm.
albert riera liefert allerdings auch zuverlässig material.
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Henk schrieb:

bils schrieb:

Brodo schrieb:

Da wird seit Wochen davon geraunt, dass es mannschaftsinterne und vereinsinterne Irritationen gäbe, ohne dass dazu Ross und Reiter genannt  werden. Das empfinde ich persönlich also absolut unseriös. Eigentlich eine Frechheit! Entweder man liefert endlich Fakten und Aussagen aus der Mannschaft und dem inneren Kreis des Vereins, um solchen Aussagen zu stützen,  oder man unterlässt diese tendenziöse Berichterstattung.

Die Journalisten können ja schlecht ihre Quellen nennen. Wäre das seriös?

danke für diesen einwurf.
denn: werden in den medien, die über politisches tagesgeschehen berichten, ständig die quellen der journalisten genannt?
es ist ein basic von journalisten im hintergrund quellen aufzutun dann einordnend zu berichten.
was würde passieren, wenn journalisten ständig ihre quellen nennen würden? dass dies nicht lange funktionieren kann sollte schnell klar sein.

gleichzeitig öffnet es natürlich wege, dass man als journalist ohne quellenangabe eigene poitik machen kann. hier muss jeder selbst entscheiden, wieviel misstrauen er medien generell und bestimmten journalisten im besonderen entgegenbringt.

konkret zur sache:
ingo durstewitz bekleckert sich hier wirklich nicht mit ruhm.
albert riera liefert allerdings auch zuverlässig material.


An dieser Stelle würde ich gerne einhaken, weil ich seit Jahrzehnten in der Branche arbeite. Meiner Meinung nach ist vielen Fans noch nicht klar, auf welch unterirdischem Niveau 99 Prozent der veröffentlichten Fußballartikel sind und wie niedrig der News-Wert tatsächlich ist. Und mit welchen sprachlichen Mitteln gearbeitet wird, um das zu verschleiern.

Das trifft auch auf die Produkte der Ippen-Gruppe zu - also in unserem Fall vor allem die Frankfurter Rundschau . Bei Ippen gibt es das Konzept des "Content kuratierens", so wird es zumindest von Redakteuren, die dort arbeiten, genannt.  Dahinter stehen zwei Dinge. Erstens erhalten alte Artikel neue Überschriften, Teaser, manchmal Bilder und ein neues Datum, um Suchmaschinen vorzugaukeln, es handle sich um neue Artikel. Deswegen kann es passieren, dass der gleiche Artikel unter zwei Überschriften bei Google auftaucht und auch veraltet sein kann.

Zu diesem "Content kuratieren" gehört auch, dass Inhalte anderer Zeitungen übernommen werden. Etwa die Bild-Aussage, dass Uzun unzufrieden sei. Und daraus wird dann ein Artikel gestrickt, der aussieht, als sei er ein Original. Irgendwo steht in einem Nebensatz "wie Bild meldet" und dann folgen noch mindestens 499 Wörter (500 Wörter gilt als Grenze, um bei Google Discover gelistet zu werden).

transfermarkt.de reizt dieses Konzept IMO extrem aus, aber das ist dort systemimmanent.

Daneben gibt es bei Ippen (wie bei allen anderen Medienunternehmen) klare Klickzahlziele, die sich auf die einzelnen Redakteure herunterbrechen lassen. Diese Ziele werden mal mehr mal weniger offensiv an die Redakteure kommuniziert. Je nachdem, wie es läuft.  Ich weiß von Ippen-Redakteuren (nicht in Frankfurt), deren Vorgabe es war, täglich fünf Artikel zu produzieren, die Untergrenze waren drei.

Das führt dazu, dass viel "kalt" geschrieben wird. Also vom Schreibtisch aus. Da werden einfach Interviews und Daten interpretiert und bekannte Dinge neu zusammengemischt. Hier mal drei Beispiele für Artikel, bei denen ich davon ausgehe, dass sie kalt geschrieben wurden und bei denen ich den Zeitaufwand auf jeweils zwei Stunden schätze:
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/reizthema-can-uzun-so-brisant-ist-die-lage-um-das-eintracht-juwel-zr-94255182.html
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/erntet-unmut-im-klub-albert-riera-kritisiert-can-uzun-oeffentlich-und-94250270.html
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/can-uzun-denkt-an-eintracht-abschied-erster-top-klub-beisst-an-zr-94251675.html

Um irgendwelchen Spielern in den Mund zu legen, sie seien unzufrieden und denken an einen Wechsel, reicht es schon, wenn irgendjemand aus dem weiteren Umfeld des Spielers seinen Unmut auf Twitter, Facebook, Instagram oder sonstwo kundgetan hat.

Und es gibt einen Unterschied, die Quelle nicht zu nennen, weil man sie schützen möchte, und die Quelle nicht zu nennen, weil sie von Lesern als lächrlich wahrgenommen werden würde. Besonders im Fußball-Journalismus ist in vielen Fällen Letzteres der Fall. Als Redakteur, der viel Zeit damit verbringt, Content zu kuratieren, verwässere ich mir doch die wenigen exklusiven Infos, die ich habe, nicht vorsätzlich.  Eben weil viel kalt vom Schreibtisch aus verfasst wird. Fliegt einem Journalisten dann eine Quelle zu, wird zumindest eingegrenzt, wo sie herkommt. Also etwa: "Wie im Kabinentrakt zu hören ist" oder "Wie Verantwortliche bestätigen".

Die einzigen zwei Aussagen aus dem Bild-Bericht über Uzun, die vermeintlich nicht kalt nur vom Schreibtisch aus getätigt sind, sind:
"Nach BILD-Informationen kam dieser Riera-Angriff bei Uzun – wenig überraschend – überhaupt nicht gut an."
"Nach BILD-Informationen ist Uzun deshalb jetzt sogar schon so weit, dass er an einen Abschied im Sommer denkt."
Ob das jetzt von Quellen kommt, die so klar identifizierbar sind, dass man nicht einmal eine Eingrenzung vornehmen darf oder ob es Quellen sind, die der Leser eher lächerlich finden würde, kann ja jeder selbst beurteilen. Auch, ob das Aussagen sind, die eine News wert sind.
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Henk schrieb:

bils schrieb:

Brodo schrieb:

Da wird seit Wochen davon geraunt, dass es mannschaftsinterne und vereinsinterne Irritationen gäbe, ohne dass dazu Ross und Reiter genannt  werden. Das empfinde ich persönlich also absolut unseriös. Eigentlich eine Frechheit! Entweder man liefert endlich Fakten und Aussagen aus der Mannschaft und dem inneren Kreis des Vereins, um solchen Aussagen zu stützen,  oder man unterlässt diese tendenziöse Berichterstattung.

Die Journalisten können ja schlecht ihre Quellen nennen. Wäre das seriös?

danke für diesen einwurf.
denn: werden in den medien, die über politisches tagesgeschehen berichten, ständig die quellen der journalisten genannt?
es ist ein basic von journalisten im hintergrund quellen aufzutun dann einordnend zu berichten.
was würde passieren, wenn journalisten ständig ihre quellen nennen würden? dass dies nicht lange funktionieren kann sollte schnell klar sein.

gleichzeitig öffnet es natürlich wege, dass man als journalist ohne quellenangabe eigene poitik machen kann. hier muss jeder selbst entscheiden, wieviel misstrauen er medien generell und bestimmten journalisten im besonderen entgegenbringt.

konkret zur sache:
ingo durstewitz bekleckert sich hier wirklich nicht mit ruhm.
albert riera liefert allerdings auch zuverlässig material.


An dieser Stelle würde ich gerne einhaken, weil ich seit Jahrzehnten in der Branche arbeite. Meiner Meinung nach ist vielen Fans noch nicht klar, auf welch unterirdischem Niveau 99 Prozent der veröffentlichten Fußballartikel sind und wie niedrig der News-Wert tatsächlich ist. Und mit welchen sprachlichen Mitteln gearbeitet wird, um das zu verschleiern.

Das trifft auch auf die Produkte der Ippen-Gruppe zu - also in unserem Fall vor allem die Frankfurter Rundschau . Bei Ippen gibt es das Konzept des "Content kuratierens", so wird es zumindest von Redakteuren, die dort arbeiten, genannt.  Dahinter stehen zwei Dinge. Erstens erhalten alte Artikel neue Überschriften, Teaser, manchmal Bilder und ein neues Datum, um Suchmaschinen vorzugaukeln, es handle sich um neue Artikel. Deswegen kann es passieren, dass der gleiche Artikel unter zwei Überschriften bei Google auftaucht und auch veraltet sein kann.

Zu diesem "Content kuratieren" gehört auch, dass Inhalte anderer Zeitungen übernommen werden. Etwa die Bild-Aussage, dass Uzun unzufrieden sei. Und daraus wird dann ein Artikel gestrickt, der aussieht, als sei er ein Original. Irgendwo steht in einem Nebensatz "wie Bild meldet" und dann folgen noch mindestens 499 Wörter (500 Wörter gilt als Grenze, um bei Google Discover gelistet zu werden).

transfermarkt.de reizt dieses Konzept IMO extrem aus, aber das ist dort systemimmanent.

Daneben gibt es bei Ippen (wie bei allen anderen Medienunternehmen) klare Klickzahlziele, die sich auf die einzelnen Redakteure herunterbrechen lassen. Diese Ziele werden mal mehr mal weniger offensiv an die Redakteure kommuniziert. Je nachdem, wie es läuft.  Ich weiß von Ippen-Redakteuren (nicht in Frankfurt), deren Vorgabe es war, täglich fünf Artikel zu produzieren, die Untergrenze waren drei.

Das führt dazu, dass viel "kalt" geschrieben wird. Also vom Schreibtisch aus. Da werden einfach Interviews und Daten interpretiert und bekannte Dinge neu zusammengemischt. Hier mal drei Beispiele für Artikel, bei denen ich davon ausgehe, dass sie kalt geschrieben wurden und bei denen ich den Zeitaufwand auf jeweils zwei Stunden schätze:
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/reizthema-can-uzun-so-brisant-ist-die-lage-um-das-eintracht-juwel-zr-94255182.html
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/erntet-unmut-im-klub-albert-riera-kritisiert-can-uzun-oeffentlich-und-94250270.html
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/can-uzun-denkt-an-eintracht-abschied-erster-top-klub-beisst-an-zr-94251675.html

Um irgendwelchen Spielern in den Mund zu legen, sie seien unzufrieden und denken an einen Wechsel, reicht es schon, wenn irgendjemand aus dem weiteren Umfeld des Spielers seinen Unmut auf Twitter, Facebook, Instagram oder sonstwo kundgetan hat.

Und es gibt einen Unterschied, die Quelle nicht zu nennen, weil man sie schützen möchte, und die Quelle nicht zu nennen, weil sie von Lesern als lächrlich wahrgenommen werden würde. Besonders im Fußball-Journalismus ist in vielen Fällen Letzteres der Fall. Als Redakteur, der viel Zeit damit verbringt, Content zu kuratieren, verwässere ich mir doch die wenigen exklusiven Infos, die ich habe, nicht vorsätzlich.  Eben weil viel kalt vom Schreibtisch aus verfasst wird. Fliegt einem Journalisten dann eine Quelle zu, wird zumindest eingegrenzt, wo sie herkommt. Also etwa: "Wie im Kabinentrakt zu hören ist" oder "Wie Verantwortliche bestätigen".

Die einzigen zwei Aussagen aus dem Bild-Bericht über Uzun, die vermeintlich nicht kalt nur vom Schreibtisch aus getätigt sind, sind:
"Nach BILD-Informationen kam dieser Riera-Angriff bei Uzun – wenig überraschend – überhaupt nicht gut an."
"Nach BILD-Informationen ist Uzun deshalb jetzt sogar schon so weit, dass er an einen Abschied im Sommer denkt."
Ob das jetzt von Quellen kommt, die so klar identifizierbar sind, dass man nicht einmal eine Eingrenzung vornehmen darf oder ob es Quellen sind, die der Leser eher lächerlich finden würde, kann ja jeder selbst beurteilen. Auch, ob das Aussagen sind, die eine News wert sind.
#
Kirchhahn schrieb:

Henk schrieb:

bils schrieb:

Brodo schrieb:

Da wird seit Wochen davon geraunt, dass es mannschaftsinterne und vereinsinterne Irritationen gäbe, ohne dass dazu Ross und Reiter genannt  werden. Das empfinde ich persönlich also absolut unseriös. Eigentlich eine Frechheit! Entweder man liefert endlich Fakten und Aussagen aus der Mannschaft und dem inneren Kreis des Vereins, um solchen Aussagen zu stützen,  oder man unterlässt diese tendenziöse Berichterstattung.

Die Journalisten können ja schlecht ihre Quellen nennen. Wäre das seriös?

danke für diesen einwurf.
denn: werden in den medien, die über politisches tagesgeschehen berichten, ständig die quellen der journalisten genannt?
es ist ein basic von journalisten im hintergrund quellen aufzutun dann einordnend zu berichten.
was würde passieren, wenn journalisten ständig ihre quellen nennen würden? dass dies nicht lange funktionieren kann sollte schnell klar sein.

gleichzeitig öffnet es natürlich wege, dass man als journalist ohne quellenangabe eigene poitik machen kann. hier muss jeder selbst entscheiden, wieviel misstrauen er medien generell und bestimmten journalisten im besonderen entgegenbringt.

konkret zur sache:
ingo durstewitz bekleckert sich hier wirklich nicht mit ruhm.
albert riera liefert allerdings auch zuverlässig material.


An dieser Stelle würde ich gerne einhaken, weil ich seit Jahrzehnten in der Branche arbeite. Meiner Meinung nach ist vielen Fans noch nicht klar, auf welch unterirdischem Niveau 99 Prozent der veröffentlichten Fußballartikel sind und wie niedrig der News-Wert tatsächlich ist. Und mit welchen sprachlichen Mitteln gearbeitet wird, um das zu verschleiern.

Das trifft auch auf die Produkte der Ippen-Gruppe zu - also in unserem Fall vor allem die Frankfurter Rundschau . Bei Ippen gibt es das Konzept des "Content kuratierens", so wird es zumindest von Redakteuren, die dort arbeiten, genannt.  Dahinter stehen zwei Dinge. Erstens erhalten alte Artikel neue Überschriften, Teaser, manchmal Bilder und ein neues Datum, um Suchmaschinen vorzugaukeln, es handle sich um neue Artikel. Deswegen kann es passieren, dass der gleiche Artikel unter zwei Überschriften bei Google auftaucht und auch veraltet sein kann.

Zu diesem "Content kuratieren" gehört auch, dass Inhalte anderer Zeitungen übernommen werden. Etwa die Bild-Aussage, dass Uzun unzufrieden sei. Und daraus wird dann ein Artikel gestrickt, der aussieht, als sei er ein Original. Irgendwo steht in einem Nebensatz "wie Bild meldet" und dann folgen noch mindestens 499 Wörter (500 Wörter gilt als Grenze, um bei Google Discover gelistet zu werden).

transfermarkt.de reizt dieses Konzept IMO extrem aus, aber das ist dort systemimmanent.

Daneben gibt es bei Ippen (wie bei allen anderen Medienunternehmen) klare Klickzahlziele, die sich auf die einzelnen Redakteure herunterbrechen lassen. Diese Ziele werden mal mehr mal weniger offensiv an die Redakteure kommuniziert. Je nachdem, wie es läuft.  Ich weiß von Ippen-Redakteuren (nicht in Frankfurt), deren Vorgabe es war, täglich fünf Artikel zu produzieren, die Untergrenze waren drei.

Das führt dazu, dass viel "kalt" geschrieben wird. Also vom Schreibtisch aus. Da werden einfach Interviews und Daten interpretiert und bekannte Dinge neu zusammengemischt. Hier mal drei Beispiele für Artikel, bei denen ich davon ausgehe, dass sie kalt geschrieben wurden und bei denen ich den Zeitaufwand auf jeweils zwei Stunden schätze:
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/reizthema-can-uzun-so-brisant-ist-die-lage-um-das-eintracht-juwel-zr-94255182.html
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/erntet-unmut-im-klub-albert-riera-kritisiert-can-uzun-oeffentlich-und-94250270.html
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/can-uzun-denkt-an-eintracht-abschied-erster-top-klub-beisst-an-zr-94251675.html

Um irgendwelchen Spielern in den Mund zu legen, sie seien unzufrieden und denken an einen Wechsel, reicht es schon, wenn irgendjemand aus dem weiteren Umfeld des Spielers seinen Unmut auf Twitter, Facebook, Instagram oder sonstwo kundgetan hat.

Und es gibt einen Unterschied, die Quelle nicht zu nennen, weil man sie schützen möchte, und die Quelle nicht zu nennen, weil sie von Lesern als lächrlich wahrgenommen werden würde. Besonders im Fußball-Journalismus ist in vielen Fällen Letzteres der Fall. Als Redakteur, der viel Zeit damit verbringt, Content zu kuratieren, verwässere ich mir doch die wenigen exklusiven Infos, die ich habe, nicht vorsätzlich.  Eben weil viel kalt vom Schreibtisch aus verfasst wird. Fliegt einem Journalisten dann eine Quelle zu, wird zumindest eingegrenzt, wo sie herkommt. Also etwa: "Wie im Kabinentrakt zu hören ist" oder "Wie Verantwortliche bestätigen".

Die einzigen zwei Aussagen aus dem Bild-Bericht über Uzun, die vermeintlich nicht kalt nur vom Schreibtisch aus getätigt sind, sind:
"Nach BILD-Informationen kam dieser Riera-Angriff bei Uzun – wenig überraschend – überhaupt nicht gut an."
"Nach BILD-Informationen ist Uzun deshalb jetzt sogar schon so weit, dass er an einen Abschied im Sommer denkt."
Ob das jetzt von Quellen kommt, die so klar identifizierbar sind, dass man nicht einmal eine Eingrenzung vornehmen darf oder ob es Quellen sind, die der Leser eher lächerlich finden würde, kann ja jeder selbst beurteilen. Auch, ob das Aussagen sind, die eine News wert sind.

Danke für die ausführliche Zusammenfassung, rückt einiges gerade.
#
Henk schrieb:

"einges, was man in den medien liest, fußt auf wahren begebenheiten und quellen, anderes ist spekulation."



       

Ok, darauf können wir uns einigen und ist natürlich absolut richtig was du schreibst.
#
underdog since 1899 schrieb:

Henk schrieb:

"einges, was man in den medien liest, fußt auf wahren begebenheiten und quellen, anderes ist spekulation."
   

Ok, darauf können wir uns einigen und ist natürlich absolut richtig was du schreibst.

#
Henk schrieb:

bils schrieb:

Brodo schrieb:

Da wird seit Wochen davon geraunt, dass es mannschaftsinterne und vereinsinterne Irritationen gäbe, ohne dass dazu Ross und Reiter genannt  werden. Das empfinde ich persönlich also absolut unseriös. Eigentlich eine Frechheit! Entweder man liefert endlich Fakten und Aussagen aus der Mannschaft und dem inneren Kreis des Vereins, um solchen Aussagen zu stützen,  oder man unterlässt diese tendenziöse Berichterstattung.

Die Journalisten können ja schlecht ihre Quellen nennen. Wäre das seriös?

danke für diesen einwurf.
denn: werden in den medien, die über politisches tagesgeschehen berichten, ständig die quellen der journalisten genannt?
es ist ein basic von journalisten im hintergrund quellen aufzutun dann einordnend zu berichten.
was würde passieren, wenn journalisten ständig ihre quellen nennen würden? dass dies nicht lange funktionieren kann sollte schnell klar sein.

gleichzeitig öffnet es natürlich wege, dass man als journalist ohne quellenangabe eigene poitik machen kann. hier muss jeder selbst entscheiden, wieviel misstrauen er medien generell und bestimmten journalisten im besonderen entgegenbringt.

konkret zur sache:
ingo durstewitz bekleckert sich hier wirklich nicht mit ruhm.
albert riera liefert allerdings auch zuverlässig material.


An dieser Stelle würde ich gerne einhaken, weil ich seit Jahrzehnten in der Branche arbeite. Meiner Meinung nach ist vielen Fans noch nicht klar, auf welch unterirdischem Niveau 99 Prozent der veröffentlichten Fußballartikel sind und wie niedrig der News-Wert tatsächlich ist. Und mit welchen sprachlichen Mitteln gearbeitet wird, um das zu verschleiern.

Das trifft auch auf die Produkte der Ippen-Gruppe zu - also in unserem Fall vor allem die Frankfurter Rundschau . Bei Ippen gibt es das Konzept des "Content kuratierens", so wird es zumindest von Redakteuren, die dort arbeiten, genannt.  Dahinter stehen zwei Dinge. Erstens erhalten alte Artikel neue Überschriften, Teaser, manchmal Bilder und ein neues Datum, um Suchmaschinen vorzugaukeln, es handle sich um neue Artikel. Deswegen kann es passieren, dass der gleiche Artikel unter zwei Überschriften bei Google auftaucht und auch veraltet sein kann.

Zu diesem "Content kuratieren" gehört auch, dass Inhalte anderer Zeitungen übernommen werden. Etwa die Bild-Aussage, dass Uzun unzufrieden sei. Und daraus wird dann ein Artikel gestrickt, der aussieht, als sei er ein Original. Irgendwo steht in einem Nebensatz "wie Bild meldet" und dann folgen noch mindestens 499 Wörter (500 Wörter gilt als Grenze, um bei Google Discover gelistet zu werden).

transfermarkt.de reizt dieses Konzept IMO extrem aus, aber das ist dort systemimmanent.

Daneben gibt es bei Ippen (wie bei allen anderen Medienunternehmen) klare Klickzahlziele, die sich auf die einzelnen Redakteure herunterbrechen lassen. Diese Ziele werden mal mehr mal weniger offensiv an die Redakteure kommuniziert. Je nachdem, wie es läuft.  Ich weiß von Ippen-Redakteuren (nicht in Frankfurt), deren Vorgabe es war, täglich fünf Artikel zu produzieren, die Untergrenze waren drei.

Das führt dazu, dass viel "kalt" geschrieben wird. Also vom Schreibtisch aus. Da werden einfach Interviews und Daten interpretiert und bekannte Dinge neu zusammengemischt. Hier mal drei Beispiele für Artikel, bei denen ich davon ausgehe, dass sie kalt geschrieben wurden und bei denen ich den Zeitaufwand auf jeweils zwei Stunden schätze:
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/reizthema-can-uzun-so-brisant-ist-die-lage-um-das-eintracht-juwel-zr-94255182.html
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/erntet-unmut-im-klub-albert-riera-kritisiert-can-uzun-oeffentlich-und-94250270.html
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/can-uzun-denkt-an-eintracht-abschied-erster-top-klub-beisst-an-zr-94251675.html

Um irgendwelchen Spielern in den Mund zu legen, sie seien unzufrieden und denken an einen Wechsel, reicht es schon, wenn irgendjemand aus dem weiteren Umfeld des Spielers seinen Unmut auf Twitter, Facebook, Instagram oder sonstwo kundgetan hat.

Und es gibt einen Unterschied, die Quelle nicht zu nennen, weil man sie schützen möchte, und die Quelle nicht zu nennen, weil sie von Lesern als lächrlich wahrgenommen werden würde. Besonders im Fußball-Journalismus ist in vielen Fällen Letzteres der Fall. Als Redakteur, der viel Zeit damit verbringt, Content zu kuratieren, verwässere ich mir doch die wenigen exklusiven Infos, die ich habe, nicht vorsätzlich.  Eben weil viel kalt vom Schreibtisch aus verfasst wird. Fliegt einem Journalisten dann eine Quelle zu, wird zumindest eingegrenzt, wo sie herkommt. Also etwa: "Wie im Kabinentrakt zu hören ist" oder "Wie Verantwortliche bestätigen".

Die einzigen zwei Aussagen aus dem Bild-Bericht über Uzun, die vermeintlich nicht kalt nur vom Schreibtisch aus getätigt sind, sind:
"Nach BILD-Informationen kam dieser Riera-Angriff bei Uzun – wenig überraschend – überhaupt nicht gut an."
"Nach BILD-Informationen ist Uzun deshalb jetzt sogar schon so weit, dass er an einen Abschied im Sommer denkt."
Ob das jetzt von Quellen kommt, die so klar identifizierbar sind, dass man nicht einmal eine Eingrenzung vornehmen darf oder ob es Quellen sind, die der Leser eher lächerlich finden würde, kann ja jeder selbst beurteilen. Auch, ob das Aussagen sind, die eine News wert sind.
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vielen dank für deine ausführliche expertise!
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Henk schrieb:

bils schrieb:

Brodo schrieb:

Da wird seit Wochen davon geraunt, dass es mannschaftsinterne und vereinsinterne Irritationen gäbe, ohne dass dazu Ross und Reiter genannt  werden. Das empfinde ich persönlich also absolut unseriös. Eigentlich eine Frechheit! Entweder man liefert endlich Fakten und Aussagen aus der Mannschaft und dem inneren Kreis des Vereins, um solchen Aussagen zu stützen,  oder man unterlässt diese tendenziöse Berichterstattung.

Die Journalisten können ja schlecht ihre Quellen nennen. Wäre das seriös?

danke für diesen einwurf.
denn: werden in den medien, die über politisches tagesgeschehen berichten, ständig die quellen der journalisten genannt?
es ist ein basic von journalisten im hintergrund quellen aufzutun dann einordnend zu berichten.
was würde passieren, wenn journalisten ständig ihre quellen nennen würden? dass dies nicht lange funktionieren kann sollte schnell klar sein.

gleichzeitig öffnet es natürlich wege, dass man als journalist ohne quellenangabe eigene poitik machen kann. hier muss jeder selbst entscheiden, wieviel misstrauen er medien generell und bestimmten journalisten im besonderen entgegenbringt.

konkret zur sache:
ingo durstewitz bekleckert sich hier wirklich nicht mit ruhm.
albert riera liefert allerdings auch zuverlässig material.


An dieser Stelle würde ich gerne einhaken, weil ich seit Jahrzehnten in der Branche arbeite. Meiner Meinung nach ist vielen Fans noch nicht klar, auf welch unterirdischem Niveau 99 Prozent der veröffentlichten Fußballartikel sind und wie niedrig der News-Wert tatsächlich ist. Und mit welchen sprachlichen Mitteln gearbeitet wird, um das zu verschleiern.

Das trifft auch auf die Produkte der Ippen-Gruppe zu - also in unserem Fall vor allem die Frankfurter Rundschau . Bei Ippen gibt es das Konzept des "Content kuratierens", so wird es zumindest von Redakteuren, die dort arbeiten, genannt.  Dahinter stehen zwei Dinge. Erstens erhalten alte Artikel neue Überschriften, Teaser, manchmal Bilder und ein neues Datum, um Suchmaschinen vorzugaukeln, es handle sich um neue Artikel. Deswegen kann es passieren, dass der gleiche Artikel unter zwei Überschriften bei Google auftaucht und auch veraltet sein kann.

Zu diesem "Content kuratieren" gehört auch, dass Inhalte anderer Zeitungen übernommen werden. Etwa die Bild-Aussage, dass Uzun unzufrieden sei. Und daraus wird dann ein Artikel gestrickt, der aussieht, als sei er ein Original. Irgendwo steht in einem Nebensatz "wie Bild meldet" und dann folgen noch mindestens 499 Wörter (500 Wörter gilt als Grenze, um bei Google Discover gelistet zu werden).

transfermarkt.de reizt dieses Konzept IMO extrem aus, aber das ist dort systemimmanent.

Daneben gibt es bei Ippen (wie bei allen anderen Medienunternehmen) klare Klickzahlziele, die sich auf die einzelnen Redakteure herunterbrechen lassen. Diese Ziele werden mal mehr mal weniger offensiv an die Redakteure kommuniziert. Je nachdem, wie es läuft.  Ich weiß von Ippen-Redakteuren (nicht in Frankfurt), deren Vorgabe es war, täglich fünf Artikel zu produzieren, die Untergrenze waren drei.

Das führt dazu, dass viel "kalt" geschrieben wird. Also vom Schreibtisch aus. Da werden einfach Interviews und Daten interpretiert und bekannte Dinge neu zusammengemischt. Hier mal drei Beispiele für Artikel, bei denen ich davon ausgehe, dass sie kalt geschrieben wurden und bei denen ich den Zeitaufwand auf jeweils zwei Stunden schätze:
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/reizthema-can-uzun-so-brisant-ist-die-lage-um-das-eintracht-juwel-zr-94255182.html
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/erntet-unmut-im-klub-albert-riera-kritisiert-can-uzun-oeffentlich-und-94250270.html
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/can-uzun-denkt-an-eintracht-abschied-erster-top-klub-beisst-an-zr-94251675.html

Um irgendwelchen Spielern in den Mund zu legen, sie seien unzufrieden und denken an einen Wechsel, reicht es schon, wenn irgendjemand aus dem weiteren Umfeld des Spielers seinen Unmut auf Twitter, Facebook, Instagram oder sonstwo kundgetan hat.

Und es gibt einen Unterschied, die Quelle nicht zu nennen, weil man sie schützen möchte, und die Quelle nicht zu nennen, weil sie von Lesern als lächrlich wahrgenommen werden würde. Besonders im Fußball-Journalismus ist in vielen Fällen Letzteres der Fall. Als Redakteur, der viel Zeit damit verbringt, Content zu kuratieren, verwässere ich mir doch die wenigen exklusiven Infos, die ich habe, nicht vorsätzlich.  Eben weil viel kalt vom Schreibtisch aus verfasst wird. Fliegt einem Journalisten dann eine Quelle zu, wird zumindest eingegrenzt, wo sie herkommt. Also etwa: "Wie im Kabinentrakt zu hören ist" oder "Wie Verantwortliche bestätigen".

Die einzigen zwei Aussagen aus dem Bild-Bericht über Uzun, die vermeintlich nicht kalt nur vom Schreibtisch aus getätigt sind, sind:
"Nach BILD-Informationen kam dieser Riera-Angriff bei Uzun – wenig überraschend – überhaupt nicht gut an."
"Nach BILD-Informationen ist Uzun deshalb jetzt sogar schon so weit, dass er an einen Abschied im Sommer denkt."
Ob das jetzt von Quellen kommt, die so klar identifizierbar sind, dass man nicht einmal eine Eingrenzung vornehmen darf oder ob es Quellen sind, die der Leser eher lächerlich finden würde, kann ja jeder selbst beurteilen. Auch, ob das Aussagen sind, die eine News wert sind.
#
interessante Analyse. Danke dafür
Vielleicht liege ich auch falsch oder bin naiv:
Dass Krösche bspw über Pressberichte schmunzelt und/oder den Kopp schüttelt, ist mir klar, aber eine permanente Berichterstattung in eine Richtung halte ich auch für gefährlich für das gesamte Umfeld. Genau das sehe ich derzeit
#
Kirchhahn schrieb:

Henk schrieb:

bils schrieb:

Brodo schrieb:

Da wird seit Wochen davon geraunt, dass es mannschaftsinterne und vereinsinterne Irritationen gäbe, ohne dass dazu Ross und Reiter genannt  werden. Das empfinde ich persönlich also absolut unseriös. Eigentlich eine Frechheit! Entweder man liefert endlich Fakten und Aussagen aus der Mannschaft und dem inneren Kreis des Vereins, um solchen Aussagen zu stützen,  oder man unterlässt diese tendenziöse Berichterstattung.

Die Journalisten können ja schlecht ihre Quellen nennen. Wäre das seriös?

danke für diesen einwurf.
denn: werden in den medien, die über politisches tagesgeschehen berichten, ständig die quellen der journalisten genannt?
es ist ein basic von journalisten im hintergrund quellen aufzutun dann einordnend zu berichten.
was würde passieren, wenn journalisten ständig ihre quellen nennen würden? dass dies nicht lange funktionieren kann sollte schnell klar sein.

gleichzeitig öffnet es natürlich wege, dass man als journalist ohne quellenangabe eigene poitik machen kann. hier muss jeder selbst entscheiden, wieviel misstrauen er medien generell und bestimmten journalisten im besonderen entgegenbringt.

konkret zur sache:
ingo durstewitz bekleckert sich hier wirklich nicht mit ruhm.
albert riera liefert allerdings auch zuverlässig material.


An dieser Stelle würde ich gerne einhaken, weil ich seit Jahrzehnten in der Branche arbeite. Meiner Meinung nach ist vielen Fans noch nicht klar, auf welch unterirdischem Niveau 99 Prozent der veröffentlichten Fußballartikel sind und wie niedrig der News-Wert tatsächlich ist. Und mit welchen sprachlichen Mitteln gearbeitet wird, um das zu verschleiern.

Das trifft auch auf die Produkte der Ippen-Gruppe zu - also in unserem Fall vor allem die Frankfurter Rundschau . Bei Ippen gibt es das Konzept des "Content kuratierens", so wird es zumindest von Redakteuren, die dort arbeiten, genannt.  Dahinter stehen zwei Dinge. Erstens erhalten alte Artikel neue Überschriften, Teaser, manchmal Bilder und ein neues Datum, um Suchmaschinen vorzugaukeln, es handle sich um neue Artikel. Deswegen kann es passieren, dass der gleiche Artikel unter zwei Überschriften bei Google auftaucht und auch veraltet sein kann.

Zu diesem "Content kuratieren" gehört auch, dass Inhalte anderer Zeitungen übernommen werden. Etwa die Bild-Aussage, dass Uzun unzufrieden sei. Und daraus wird dann ein Artikel gestrickt, der aussieht, als sei er ein Original. Irgendwo steht in einem Nebensatz "wie Bild meldet" und dann folgen noch mindestens 499 Wörter (500 Wörter gilt als Grenze, um bei Google Discover gelistet zu werden).

transfermarkt.de reizt dieses Konzept IMO extrem aus, aber das ist dort systemimmanent.

Daneben gibt es bei Ippen (wie bei allen anderen Medienunternehmen) klare Klickzahlziele, die sich auf die einzelnen Redakteure herunterbrechen lassen. Diese Ziele werden mal mehr mal weniger offensiv an die Redakteure kommuniziert. Je nachdem, wie es läuft.  Ich weiß von Ippen-Redakteuren (nicht in Frankfurt), deren Vorgabe es war, täglich fünf Artikel zu produzieren, die Untergrenze waren drei.

Das führt dazu, dass viel "kalt" geschrieben wird. Also vom Schreibtisch aus. Da werden einfach Interviews und Daten interpretiert und bekannte Dinge neu zusammengemischt. Hier mal drei Beispiele für Artikel, bei denen ich davon ausgehe, dass sie kalt geschrieben wurden und bei denen ich den Zeitaufwand auf jeweils zwei Stunden schätze:
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/reizthema-can-uzun-so-brisant-ist-die-lage-um-das-eintracht-juwel-zr-94255182.html
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/erntet-unmut-im-klub-albert-riera-kritisiert-can-uzun-oeffentlich-und-94250270.html
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/can-uzun-denkt-an-eintracht-abschied-erster-top-klub-beisst-an-zr-94251675.html

Um irgendwelchen Spielern in den Mund zu legen, sie seien unzufrieden und denken an einen Wechsel, reicht es schon, wenn irgendjemand aus dem weiteren Umfeld des Spielers seinen Unmut auf Twitter, Facebook, Instagram oder sonstwo kundgetan hat.

Und es gibt einen Unterschied, die Quelle nicht zu nennen, weil man sie schützen möchte, und die Quelle nicht zu nennen, weil sie von Lesern als lächrlich wahrgenommen werden würde. Besonders im Fußball-Journalismus ist in vielen Fällen Letzteres der Fall. Als Redakteur, der viel Zeit damit verbringt, Content zu kuratieren, verwässere ich mir doch die wenigen exklusiven Infos, die ich habe, nicht vorsätzlich.  Eben weil viel kalt vom Schreibtisch aus verfasst wird. Fliegt einem Journalisten dann eine Quelle zu, wird zumindest eingegrenzt, wo sie herkommt. Also etwa: "Wie im Kabinentrakt zu hören ist" oder "Wie Verantwortliche bestätigen".

Die einzigen zwei Aussagen aus dem Bild-Bericht über Uzun, die vermeintlich nicht kalt nur vom Schreibtisch aus getätigt sind, sind:
"Nach BILD-Informationen kam dieser Riera-Angriff bei Uzun – wenig überraschend – überhaupt nicht gut an."
"Nach BILD-Informationen ist Uzun deshalb jetzt sogar schon so weit, dass er an einen Abschied im Sommer denkt."
Ob das jetzt von Quellen kommt, die so klar identifizierbar sind, dass man nicht einmal eine Eingrenzung vornehmen darf oder ob es Quellen sind, die der Leser eher lächerlich finden würde, kann ja jeder selbst beurteilen. Auch, ob das Aussagen sind, die eine News wert sind.

Danke für die ausführliche Zusammenfassung, rückt einiges gerade.
#
Um das klarzustellen: Ich will damit keine Aufstellungen, Einwechslungen, Spielweisen oder Interviews rechtfertigen. Würde mir auch wünschen, manches würde anders/besser laufen. Aber ich sehe persönlich das Problem, dass wir Zeitungsartikel, in denen kaum Mühe oder News stecken, viel zu ernst nehmen. Die Zeitungen leben von Aufmerksamkeit und Klicks und das wird generiert – zur Not eben künstlich.
#
interessante Analyse. Danke dafür
Vielleicht liege ich auch falsch oder bin naiv:
Dass Krösche bspw über Pressberichte schmunzelt und/oder den Kopp schüttelt, ist mir klar, aber eine permanente Berichterstattung in eine Richtung halte ich auch für gefährlich für das gesamte Umfeld. Genau das sehe ich derzeit
#
Tafelberg schrieb:

interessante Analyse. Danke dafür
Vielleicht liege ich auch falsch oder bin naiv:
Dass Krösche bspw über Pressberichte schmunzelt und/oder den Kopp schüttelt, ist mir klar, aber eine permanente Berichterstattung in eine Richtung halte ich auch für gefährlich für das gesamte Umfeld. Genau das sehe ich derzeit


Das sehe ich tatsächlich auch. Klar, manche Dinge laufen gerade unglücklich, aber die schiere Masse an wirklich nicht gut gemachten Artikeln, die alle in die gleiche Richtung gehen, ist völlig überzogen. Und dient IMO dem Hochhalten der Klickzahlen und nicht der (objektiven) Berichterstattung über die Eintracht.


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