
Fingerfertig
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reggaetyp schrieb:
Flexn.
Am ***** die Räuber. Dreinull und feddisch.
So isses!!
Grosse Namen die vielleicht nicht ganz zu unserem aktuellen Team passen, aber ich würde mir eigentlich schon wünschen dass ein Beckham, nachdem er in allen europäischen Top-Ligen gespielt hat, noch den Weg in die Bundesliga findet. Er sucht ja einen Verein, ebenso wie Drogba. OK, die Jungs sind nicht mehr die jüngsten, aber so ne Kante wie Didier könnte ich mir bei uns im Sturm gut vorstellen. Glaub wenn der sein erstes Tor machen würde, wär die Stadt ihm verfallen.
Wir brauchen einen der die Emotion mitbringt (und natürlich die Hütte trifft).
Wir brauchen einen der die Emotion mitbringt (und natürlich die Hütte trifft).
Musste auch erst mal lachen als ich die Begründung des Rauswurfs gelesen hatte. Ist wahrscheinlich der nächste Fall von BurnOut...
Wedge schrieb:SGE_Werner schrieb:
Wer erwartet, dass der NWK e.V., in dem m.E. viele aktive Fans, Allesfahrer und auch Ultras sich befinden, also der "harte Kern", jetzt für immer den vernünftigen Einsatz von Pyro ausschließt, etwas was zur festen Fan-Ideologie der dort Wirkenden gehört, verlangt Unmögliches.
Die Leute würden sich doch selbst verraten mit dieser 180-Grad-Wende.
Geht das hier nicht in jeden Kopf rein, dass die dort Wirkenden nicht von heute auf morgen, auch wegen einer Zäsur, etwas aufgeben wollen, für das sie seit Jahren kämpfen und leben?
Hallo Werner,
genau das ist doch der Knackpunkt.
Ich gehe jetzt seit mitte der 80er ins Stadion und mir persönlich ging Pyro immer hintenrum vorbei. Für mich war das ganze immer eher störend als befruchtend, außerdem verstehe ich, daß offenes Feuer in einer Menschenmenge nichts zu suchen hat..
Trotzdem habe ich, wie viele andere auch, jetzt seit Jahren (!) nach allen Seiten argumentiert: Pyro ist keine Gewalt, ein Ultra ist kein Hooligan, die Ursachen für die Verwendung von Pyrotechnik sind historisch gewachsen, wenn kontrolliert abgebrannt wird sollte es gehen u.s.w., u.s.f..
Ich habe mich zudem mit der Initiative zur Pyro-Legalisierung auseinander gesetzt, war sogar bereit diese zu unterstützen, trotz meiner o.g. Grundhaltung zum Thema, bis ich realisiert habe, dass gerade die, die fackeln gar kein kontrolliertes Abbrennen nach Genehmigungsverfahren wollen.
Ich habe mir also seit Jahren in jeder Kneipe, im Stadion, auf der Arbeit, in der Familie den Mund fusselig gebabbelt um ein Thema zu verteidigen, dass eigentlich nicht meins ist. Natürlich alles im Zusammenhang mit Kollektivstrafen, Zelten, personalisierten Karten und was sonst noch ansteht.
Und weist Du was: Ich habe den Kanal voll. Gestrichen.
Es geht durchaus in meinen Kopf, dass die Wirkenden das Thema Pyro nicht aufgeben wollen. Aber ich erwarte auch, dass die Wirkenden erkennen, dass mir und vielen anderen am Samstag endgültig der Sack geplatzt ist.
Es ist mir ehrlich gesagt inzwischen völlig egal, für was die Pro-Pyro Fraktion, im speziellen die UF und assoziierte Gruppen, im NWK e.V. jahrelang gearbeitet hat. Ich erwarte von erwachsenen Menschen, daß sie in der Lage sind die eigene Meinung zu revidieren sofern sie sich als haltlos erweist.
Für mich beinhaltet ein "Wir haben erkannt, daß sich Pyrotechnik in Stadien nicht gefahrlos einsetzen lässt und verzichten komplett." mehr Mut und Eier als das ewige "weiter-so".
Wie ich an anderer Stelle schon zur NWK Stellungnahme schrieb:
Eine vorrübergehende Aussetzung von Pyro-Aktionen läuft nur darauf hinaus (wenn das ganze überhaupt greift), dass ab Spieltag eins der nächsten Saison erst recht gefeuert wird.
Ich glaube gerne, dass die Feuerwerker von Samstag nicht Teil der UF sind, aber sie orientieren sich mindestens an dem, was ihnen die UF jahrelang vorgelebt hat. Ebenso ist die "Argumentationsschiene" (Fankultur, Medienhetze, Freiheit für die Kurve u.s.w.) von der UF abgekupfert.
Das, was da jetzt an Stellungnahme vom NWK e.V. kam, ist keine Distanzierung von Pyrotechnik als solches. Diese ist aber meiner Meinung nach notwendig, einschliesslich der UF-Kollegen, und wenn es denn tatsächlich bedeutet liebgewonnenes aufzugeben.
Die einzige Möglichkeit, die Nachwuchskräfte und Zündler halbwegs auf Kurs zu bekommen ist meiner Meinung nach, wenn ein echtes Umdenken bei den Vorbildern, sprich UF, kommuniziert und auch gelebt wird.
Nur wenn sich die Vorbilder klar distanzieren und Pyro-freie Stadien anerkennen und einfordern wird sich an der Situation was ändern. Alles andere, wie die aktuelle Stellungsnahme, ist wirkungslos.
Als letztes und was mich angeht: Ich will auch keine handheld-Feuerwerke mehr, für mich ist der Zug "kontrolliertes Abbrennen" spätestens seit Samstag komplett abgefahren.
Außerdem werde ich einen Teufel tun und mich an irgendeinen Container zur Diskussion einfinden. Die Bringschuld liegt bei denen, die das Thema Pyro über die Jahre vorangetrieben und dafür gesorgt haben, daß es bei bestimmten Menschen als cool gilt, sich mit Skimaske und Fackel auf einen Zaun zu hocken.
Sprich, wenn sich der NWK e.V. überhaupt äußert, erwarte ein aktives (!) Vorgehen des NWK e.V. und aller seiner Untergruppierungen gegen Pyrotechnik im Stadion. Damit meine ich nicht, den Zündlern auf's Maul zu hauen oder sie über den Zaun zu werfen, aber eine sicht- und hörbare Distanzierung.
Wenn das nicht erfolgt ist der NWK e.V. auch ganz sicher nicht der richtige Ansprechpartner für die Eintracht, die Verbände oder die Sicherheitskräfte und kann sich jegliche Stellungnahme sparen.
Oder sollen sich die Verantwortlichen mit einer Gruppe an einen Tisch setzen, in der ein großer Teil der Beteiligten nicht an der Lösung des Problems interessiert ist und das ganze auch noch durch schlechtes Beispiel anheizt?
Hey Wedge, ich glaube Du bist nicht der einzige der in dieser Form unterstützt hat, was ihn gar nicht wirklich interessiert, aber einen persönlichen emotionalen Wert besitzt. Das zeugt davon dass Du einen gesunden Menschen- und Sachverstand hast und darüber hinaus logisch denken kannst.
Ich will damit eigentlich nur sagen: Auf den Punkt gebracht! Ich seh mich in Deinem Text wieder.
Forza SGE
Kann ich grundsätzlich nur befürworten und finde, dass der NWK-Rat hier treffende Worte gefunden hat. Auch versteht er, dass sich viele (zu Recht) etwas derbe über die Zündler äussern, kritisiert aber, dass das der falsche Weg sei.
Da muss ich aber mal gegenfragen:
Wie soll man sich denn sonst äussern? Sachlich wurde hier schon alles, aber auch wirklich alles verargumentiert. Bringt leider bei echten Schwachköpfen gar nichts. Und noch dazu fehlt hier der Adressat. Ich denke dass 99% der Forums-User nicht in die Gelegenheit kommen, einen der Zündler mal persönlich anzusprechen und zur Raison zu bewegen - weder hier noch im Stadion. Daher sehe ich diese teilweisen verbalen Entgleisungen in Richtung derer die unserem Verein, den wir wirklich lieben, schaden und ihn in eine sehr verzwickte Ausgangslage manövrieren, als absolut vertretbar an. Eine andere Sprache verstehen diese Typen nicht.
Ich musste mich am Samstag selbst mit zwei pickelgesichtigen Halbstarken über Sinn und Unsinn der Pyro-Show unterhalten, weil sie allen Ernstes zum Ende des Spiels dabei waren, eine Wiederholung der Knallerei einzufordern. OK, die Jungs sind jetzt noch harmlos. Aber wenn die in zwei drei Jahren soweit sind, stehen die vielleicht selbst auf dem Zaun und halten die Fackel hoch. Entsprechend muss da JETZT SOFORT eingeschritten werden. Mit deutlicher Stimme und der nötigen Portion Aggressivität im Auftreten. Wenn das jeder beherzigt und wir gemeinsam auftreten, kann es nur dazu führen dass sich diese Proleten verdünnisieren und sich ein anderes Betätigungsfeld suchen.
Mit diesem Auftreten sollen gewaltsame Auseinandersetzungen vermieden werden - nur dass das klar ist!!
Da muss ich aber mal gegenfragen:
Wie soll man sich denn sonst äussern? Sachlich wurde hier schon alles, aber auch wirklich alles verargumentiert. Bringt leider bei echten Schwachköpfen gar nichts. Und noch dazu fehlt hier der Adressat. Ich denke dass 99% der Forums-User nicht in die Gelegenheit kommen, einen der Zündler mal persönlich anzusprechen und zur Raison zu bewegen - weder hier noch im Stadion. Daher sehe ich diese teilweisen verbalen Entgleisungen in Richtung derer die unserem Verein, den wir wirklich lieben, schaden und ihn in eine sehr verzwickte Ausgangslage manövrieren, als absolut vertretbar an. Eine andere Sprache verstehen diese Typen nicht.
Ich musste mich am Samstag selbst mit zwei pickelgesichtigen Halbstarken über Sinn und Unsinn der Pyro-Show unterhalten, weil sie allen Ernstes zum Ende des Spiels dabei waren, eine Wiederholung der Knallerei einzufordern. OK, die Jungs sind jetzt noch harmlos. Aber wenn die in zwei drei Jahren soweit sind, stehen die vielleicht selbst auf dem Zaun und halten die Fackel hoch. Entsprechend muss da JETZT SOFORT eingeschritten werden. Mit deutlicher Stimme und der nötigen Portion Aggressivität im Auftreten. Wenn das jeder beherzigt und wir gemeinsam auftreten, kann es nur dazu führen dass sich diese Proleten verdünnisieren und sich ein anderes Betätigungsfeld suchen.
Mit diesem Auftreten sollen gewaltsame Auseinandersetzungen vermieden werden - nur dass das klar ist!!
By the way: Ich vermisse hier ganz klare Distanzierung der Ultras von diesen Idioten. Es kann nicht sein dass Leute die wirklich was zu melden haben in der Kurve, keinen Ton von sich geben wenn wieder irgendwelche Teenager solche blöden Aktionen bringen.
Warum nicht mal geschlossen den Block verlassen wenn sowas wieder passiert? Alles andere wird ja nicht vollzogen. Es kann doch nicht sein dass neben mir einer etwas abfeuert und ich nichts dazu sage.
Ich versteh das alles nicht mehr. Erklärs mir einer oder ich werde demnächst zum Axtmörder.
Diese Spinner [bad][bad][bad]*****[/bad]n[/bad][/bad] unsere Eintracht in den ***** und wir gucken dabei zu.
Warum nicht mal geschlossen den Block verlassen wenn sowas wieder passiert? Alles andere wird ja nicht vollzogen. Es kann doch nicht sein dass neben mir einer etwas abfeuert und ich nichts dazu sage.
Ich versteh das alles nicht mehr. Erklärs mir einer oder ich werde demnächst zum Axtmörder.
Diese Spinner [bad][bad][bad]*****[/bad]n[/bad][/bad] unsere Eintracht in den ***** und wir gucken dabei zu.
MrBoccia schrieb:
ich darf den hirnlosen Pöbel höflichst darum ersuchen, keinerlei Solidarität, in welcher Form auch immer, einzuforden oder zu erbitten. Leckt mich am *****, bleibt draussen und schiebt euch eure Fackel selber hinne rein.
Du hast ja so Recht! Meine Stimmung war nach dem Feuerwerk jedenfalls im *****.
Danke Ihr degenerierten Dummbeutel! Ich hab mich wochenlang auf die Rückrunde gefreut, fahre wieder mal alleine auswärts und dann kommt Ihr mit so einer Aktion…es ist einfach nicht zu fassen!!
Ich stelle die Aufforderung mal in den Raum an diese blöden Penner, sich zu öffnen und Position zu beziehen. Ich wette 10 Millionen hl Krombacher, dass keiner von denen ein echter Fußballfan ist geschweige denn Eintracht-Anhänger. Mieses Pack!!
Geht in den Wald, spielt an euren kleinen Pimmeln rum und zündet Eure fettgefressenen Ärsche an - stört keine Sau!
Forza SGE
Ich suche immer noch eine Karte für Samstag. Egal ob Steher oder Sitz. Gerne auch Übergabe in Lev falls das hier nicht mehr klappt.
Suche: Steher oder Sitzer
Übergabe: Abholung in und um Frankfurt
Kontakt: PM
Übergabe: Abholung in und um Frankfurt
Kontakt: PM
JohanCruyff schrieb:
Genau, ich habe geschrieben, dass man keine 30ig-Jährigen kaufen sollte.
Philosophie hin oder her - ich gebe Dir vollkommen Recht, dass ein Lakic nicht passt.
In erster Linie, weil er das für unsere Verhältnisse falsche Bild eines Fussballprofis verkörpert und, wenn alles gut für ihn läuft, ab August 2013 dann vermutlich wieder für einen anderen Verein aufläuft. Alle anderen Merkmale, wie Alter, Spielpraxis oder spielerische Eigenschaften, gelten in meinen Augen weniger. Da kann sich jeder nochmal motivieren oder vom Umfeld oder dem Trainer profitieren.
Ergo: Sollte er kommen und 10 Buden machen, sage ich "Danke" und freu mich für das Team. Ich werde aber niemals ein Fan dieses Spielers sein, da ich mit dieser Mentalität nichts anfangen kann und es m. E. nach nicht in das Bild der heutigen Mannschaft passt.
Fingerfertig schrieb:
Ziemlich viel Pessimismus hier. Aber auch verständlich, wenn man unsere Eintracht kennt. Ich breche trotzdem hier mal eine Lanze für uns und tippe ein klares 4:1, weil es einfach geil wäre.
Hab ich´s doch gesagt!
Erin Hoffer: Mini
Ziemlich viel Pessimismus hier. Aber auch verständlich, wenn man unsere Eintracht kennt. Ich breche trotzdem hier mal eine Lanze für uns und tippe ein klares 4:1, weil es einfach geil wäre.
Zur Aufstellung:
Ich weiss das Friend nicht spielen wird, aber verstehen muss ich es nicht. Würde ihn gerne mal vorne sehen, allein wg. seiner Kopfballpräsenz und den doch oft guten Flanken von Oczipka. Ausserdem gönne ich Aigner mal ne schöpferische Pause und bringe Celozzi von Beginn an. Ob hinten rechts oder auf Aigners Position - egal.
Zur Aufstellung:
Ich weiss das Friend nicht spielen wird, aber verstehen muss ich es nicht. Würde ihn gerne mal vorne sehen, allein wg. seiner Kopfballpräsenz und den doch oft guten Flanken von Oczipka. Ausserdem gönne ich Aigner mal ne schöpferische Pause und bringe Celozzi von Beginn an. Ob hinten rechts oder auf Aigners Position - egal.
Wenn´s nach den Aussagen geht, gibt es am Ende ein 5:5 Feuerwerk oder ein zittriges 0:0.
propain schrieb:Fingerfertig schrieb:
PS: Protest fängt natürlich bei jedem einzelnen an. Aber erst wenn die Masse davon Wind bekommt, rührt sich was. Bis dahin ist es ein langer Weg...
Die breite Masse wird sich nie rühren, da sie immer nach dem Motto lebt "Solange es mich nicht betrifft".....
Ja klar und es hat auch vorher schon mal jemand gepostet. Allerdings wird hier auf beiden Seiten mit zweierlei Maß gemessen. Ich kann weder die verurteilen, die ins Stadion marschieren, noch die blöd anmachen, die die Ehrenfahne hochhalten und protestieren (ob friedlich oder nicht). Die Maßnahme war überzogen - Punkt. Aber ausser uns Deppen hat das doch im Stadion keine Sau mitbekommen. Die Haupttribüne hat sich gedacht "Ach naja, da hab ich von den Frankfurter aber schon mehr erwartet. Die sind ja gar nicht so laut wie alle sagen."
Die Südkurve war augenscheinlich froh dass sie keinen Gegenwind bekommen hat und ihr erbärmliches "Hier regiert der FCB" wirklich mal bis zur MIttellinie gehört werden konnte.
Unsere Spieler werden im Anschluss max. nur Bilder und Berichte von pöbelnden Anhängern zu sehen bekommen, die aufgrund ihres Verhaltens ausgesperrt wurden - und sich dann wieder in aller Öffentlichkeit für uns schämen (so wie Pirmin Schwegler es schon mal zu Unrecht getan hat).
Ich bin der Meinung dass die Wirkung verpufft ist, sehe sie aber durchaus als richtig an und stehe hinter den Protestlern. Allerdings wird man erst im nächsten Spiel und in den kommenden Wochen mit Briefen, Plakaten, etc. eine entsprechende Aufmerksamkeit erhalten. Hilft halt nur so.
...dann halt noch mal hier:
Spielende.
Ich gehe etwas zaudernd ob der vergebenen Chancen und des unsäglichen Elfmeterpfiffs gegen uns, mit meinen sieben Kumpels raus aus dem erstaunlicherweise mit Bayern-Kunden gespickten „Gästeblock“. An der Treppe entscheiden wir dann (vier der Jungs sind Rote), dass wir noch zum „Paulaner Fan Treff“ gehen wollen. Das ist eine Art VIP-Raum ohne VIPs oberhalb der Südtribüne mit Bierzeltatmo.
Der Laden ist voll, am Eingang stehen Securities und sortieren die völlig betrunkenen aus. Wir dürfen anstandslos passieren. Von uns acht Mann (vier Rote, ein Freiburg-Fan, ein Handballer, zwei SGE´ler), haben nur wir Frankfurter Fan-Utensilien sichtbar an. Mein Kumpel ein Trikot, ich meinen Eintracht-Strandhut – wie immer. Drinnen suchen wir uns einen halbwegs freien Stehtisch, bestellen die erste Runde und sind mittendrin. Mit dabei ne handvoll Ü50-Bayern-Fans aus Hamburg, mit denen wir uns angeregt und sehr amüsant über das Spiel unterhalten. Es wird gelacht und über die Szenen auf der Leinwand diskutiert. Alles ist gut.
Auf einmal kommt ein augenscheinlich junger Security angerauscht und fährt uns an, wir sollen sofort Trikot und Mütze absetzen. Das sei hier ein Bayern-Fantreff. Mein Kumpel entledigt sich seines Trikots. Ich weigere mich höflich, da ich hierbei keinen Sinn sehe. Also kündigt der junge Mann an, seinen Vorgesetzten zu holen, was ich zugleich erbitte. Was dann kommt, ist eine bodenlose Frechheit. Und wenn sowas als Vorgesetzter durchgeht, dann hat der FCB ein Personalproblem. Ein etwa, na sagen wir einfach, recht kleiner, rotköpfiger Pitbull Terrier im Security-Outfit kommt wutschnaubend heran und brüllt: „Mütze aus!!!“ (Der Rest seiner Aussage ist aufgrund des stark sächsischen Akzents, nur schwer zu verstehen, klingt aber weiterhin sehr wütend. An der Stelle sei erwähnt dass meine Verwandtschaft mütterlicherseits aus Sachsen kommt und ich des sächsischen Dialekts durchaus mächtig bin.)
Ich entgegne ihm: „Können Sie mit mir in einem normalen Ton reden? Dann können wir uns unterhalten.“
Er schnaubt weiter: „Sofort die Mütze ausziehen“ und weiteres das ich nicht verstehe.
Ich mache ihm klar dass ich den Grund nicht verstehe und hier nur mein Bierchen mit ein paar Freunden trinken will. Er droht mit der Polizei. Ich nicke freundlich. Er dampft ab.
Zwei Minuten später. Auftritt: Die Staatsgewalt!
Zwei Polizisten, einer klein der andere meine Grösse, stapfen heran. Der Kleine brüllt (ebenfalls): „Glas abstellen, mitkommen.“
Ich sage: „Der junge Mann hat es schon nicht geschafft in normalem Ton mit mir zu reden. Würden Sie dann wenigstens in ganzen Sätzen mit mir kommunizieren?“
Er wiederholt seine Aussage als Frage und in vollständigem Satz. Ich gehe anstandslos mit den Beamten vor die Tür im 2. (oder 3. Stock). Hier führen wir die Diskussion um den Sinn dieser Maßnahme fort. Die Beamten berufen sich auf das Hausrecht der Securities und dass sie dieses durchsetzen müssten. Ohne dass ich ein Jura-Studium abgeschlossen hätte, leuchtet mir das als „möglich“ ein. Trotzdem bleibt die Frage nach der Art und Weise dieser Vorgehensweise und dass ein Rausschmiss aus diesem Raum, dem „Paulaner Fan Treff“, doch sicher nicht im Sinne des Erfinders sei. Eine vorherige Erläuterung der Situation wurde von Seiten der Sicherheit auch nicht erbracht. Der Ordnungshüter erklärt mir nun, dass dies zu meinem Schutz geschieht, da ein Bayern-Fan dem meine Mütze nicht gefallen könnte, mir ein Glas über den Schädel ziehen könnte. Auf meine Frage nach dem Kenntnisstand des Spielergebnisses ernte ich von beiden nur ahnungslose Gesichter. Auch als ich dann frage, welchen Grund jemand haben könnte sowas zu tun, wenn man das Spiel doch eh gewonnen hätte, lässt keinen Geistesblitz erkennen. Erst als ich im Zuge dessen den Security-Dienst in Frage stelle, sollte sowas doch mal vorkommen, packt mich einer der Beamten (der Kleine) und schiebt mich vehement Richtung Treppe. Ich sage ihm, er solle die Finger wegnehmen, da ich doch gut alleine laufen könne. Es wird kurz lauter und immer mehr umherstehende Menschen fragen sich offensichtlich, was das hier soll. Ein Bayern-Fan ruft den Beamten sogar zu, sie sollen es nicht übertreiben und aufhören sich wie Nazis aufzuführen. Scheinbar hat er die Unterhaltung genau verfolgt.
Die Beamten eröffnen mir nun, dass sie einen Platzverweis gegen mich aussprechen und mich deshalb vom Stadiongelände begleiten. Als Begründung heisst es: „Widerstand gegen die Stadionordnung und Zuwiderhandlung der Anweisung des Sicherheitspersonals“.
Wir gehen also die Treppe runter und stehen vorm Stadion. Ich bedanke mich und wünsche einen guten Abend, da entgegnet ein Beamter, ich müsse ganz raus – also Richtung S-Bahn. Ich sage voller Ernst: „Sie müssen es nicht übertreiben. Ich habe mich weder physisch auffällig verhalten noch verbal irgendjemand angegriffen. Ich habe mich dem Sicherheitspersonal und auch Ihnen gegenüber normal ausgedrückt und meine Situation erklärt. Und Ihnen fällt nichts besseres ein als mich aus dem Stadion zu werfen, nur weil ich eine Eintracht-Mütze trage und die nicht so ohne weiteres absetzen will? Das ist ja eine Diskriminierung wie im 3. Reich. Da könnten die da oben auch sagen, sie wollen hier nur weisse drin haben – das wäre genauso diskriminierend.“
Daraufhin flippt der kleine Beamte sofort aus. Er schimpft und rudert mit den Armen, das sei doch alles überzogen und ich solle nicht auf die Tour kommen – und rennt weg! Ja, er nimmt die kurzen Beine in die Hand und eilt schnellen Schrittes davon. Einfach so.
Ein dritter Beamter kommt stattdessen hinzu. Mit den beiden ist einigermassen vernünftig zu reden, aber man merkt Polizisten in diesem Umfeld einfach immer wieder ihre behördlich auferlegte Arroganz an. Es ist fast zum Kotzen, wie hochnäsig sich diese (teilweise) Bubis verhalten.
Sie beordern mich schliesslich noch 50m weg und ziehen dann ab.
Glückwunsch FCB zu diesem Bild das der Verein an diesem Tag abgegeben hat! Als ich vor dem Spiel von Eintrachtfans gefragt werde „Gehst Du da wirklich rein?“, war für mich klar, dass ich mich nicht ausziehen werde. Ich setze schon nicht meine Mütze ab, nur weil sie einem steinzeitlichen Security nicht passt. Dass am Ende die vielleicht entscheidenden 200 Leute vorm Stadion bleiben und es dadurch an Stimmung fehlt, ist sehr traurig. Dass es aber wohl wieder mal nur „wir“ merken und sonst keine Sau, ist das Erschütternde an der Sache. Solch ein Fanprotest macht wohl erst Sinn, wenn der Block leer bleibt.
Es war für mich jedenfalls der letzte Besuch eines Heimspiels dieses Vereins! Und ich denke weiterhin, dass die Umsetzung der Maßnahme gegen mich, NICHT im Sinne des Erinders, sprich der Marketing-Abteilung des FCB ist.
Forza SGE
Fingerfertig
PS: Protest fängt natürlich bei jedem einzelnen an. Aber erst wenn die Masse davon Wind bekommt, rührt sich was. Bis dahin ist es ein langer Weg...
Spielende.
Ich gehe etwas zaudernd ob der vergebenen Chancen und des unsäglichen Elfmeterpfiffs gegen uns, mit meinen sieben Kumpels raus aus dem erstaunlicherweise mit Bayern-Kunden gespickten „Gästeblock“. An der Treppe entscheiden wir dann (vier der Jungs sind Rote), dass wir noch zum „Paulaner Fan Treff“ gehen wollen. Das ist eine Art VIP-Raum ohne VIPs oberhalb der Südtribüne mit Bierzeltatmo.
Der Laden ist voll, am Eingang stehen Securities und sortieren die völlig betrunkenen aus. Wir dürfen anstandslos passieren. Von uns acht Mann (vier Rote, ein Freiburg-Fan, ein Handballer, zwei SGE´ler), haben nur wir Frankfurter Fan-Utensilien sichtbar an. Mein Kumpel ein Trikot, ich meinen Eintracht-Strandhut – wie immer. Drinnen suchen wir uns einen halbwegs freien Stehtisch, bestellen die erste Runde und sind mittendrin. Mit dabei ne handvoll Ü50-Bayern-Fans aus Hamburg, mit denen wir uns angeregt und sehr amüsant über das Spiel unterhalten. Es wird gelacht und über die Szenen auf der Leinwand diskutiert. Alles ist gut.
Auf einmal kommt ein augenscheinlich junger Security angerauscht und fährt uns an, wir sollen sofort Trikot und Mütze absetzen. Das sei hier ein Bayern-Fantreff. Mein Kumpel entledigt sich seines Trikots. Ich weigere mich höflich, da ich hierbei keinen Sinn sehe. Also kündigt der junge Mann an, seinen Vorgesetzten zu holen, was ich zugleich erbitte. Was dann kommt, ist eine bodenlose Frechheit. Und wenn sowas als Vorgesetzter durchgeht, dann hat der FCB ein Personalproblem. Ein etwa, na sagen wir einfach, recht kleiner, rotköpfiger Pitbull Terrier im Security-Outfit kommt wutschnaubend heran und brüllt: „Mütze aus!!!“ (Der Rest seiner Aussage ist aufgrund des stark sächsischen Akzents, nur schwer zu verstehen, klingt aber weiterhin sehr wütend. An der Stelle sei erwähnt dass meine Verwandtschaft mütterlicherseits aus Sachsen kommt und ich des sächsischen Dialekts durchaus mächtig bin.)
Ich entgegne ihm: „Können Sie mit mir in einem normalen Ton reden? Dann können wir uns unterhalten.“
Er schnaubt weiter: „Sofort die Mütze ausziehen“ und weiteres das ich nicht verstehe.
Ich mache ihm klar dass ich den Grund nicht verstehe und hier nur mein Bierchen mit ein paar Freunden trinken will. Er droht mit der Polizei. Ich nicke freundlich. Er dampft ab.
Zwei Minuten später. Auftritt: Die Staatsgewalt!
Zwei Polizisten, einer klein der andere meine Grösse, stapfen heran. Der Kleine brüllt (ebenfalls): „Glas abstellen, mitkommen.“
Ich sage: „Der junge Mann hat es schon nicht geschafft in normalem Ton mit mir zu reden. Würden Sie dann wenigstens in ganzen Sätzen mit mir kommunizieren?“
Er wiederholt seine Aussage als Frage und in vollständigem Satz. Ich gehe anstandslos mit den Beamten vor die Tür im 2. (oder 3. Stock). Hier führen wir die Diskussion um den Sinn dieser Maßnahme fort. Die Beamten berufen sich auf das Hausrecht der Securities und dass sie dieses durchsetzen müssten. Ohne dass ich ein Jura-Studium abgeschlossen hätte, leuchtet mir das als „möglich“ ein. Trotzdem bleibt die Frage nach der Art und Weise dieser Vorgehensweise und dass ein Rausschmiss aus diesem Raum, dem „Paulaner Fan Treff“, doch sicher nicht im Sinne des Erfinders sei. Eine vorherige Erläuterung der Situation wurde von Seiten der Sicherheit auch nicht erbracht. Der Ordnungshüter erklärt mir nun, dass dies zu meinem Schutz geschieht, da ein Bayern-Fan dem meine Mütze nicht gefallen könnte, mir ein Glas über den Schädel ziehen könnte. Auf meine Frage nach dem Kenntnisstand des Spielergebnisses ernte ich von beiden nur ahnungslose Gesichter. Auch als ich dann frage, welchen Grund jemand haben könnte sowas zu tun, wenn man das Spiel doch eh gewonnen hätte, lässt keinen Geistesblitz erkennen. Erst als ich im Zuge dessen den Security-Dienst in Frage stelle, sollte sowas doch mal vorkommen, packt mich einer der Beamten (der Kleine) und schiebt mich vehement Richtung Treppe. Ich sage ihm, er solle die Finger wegnehmen, da ich doch gut alleine laufen könne. Es wird kurz lauter und immer mehr umherstehende Menschen fragen sich offensichtlich, was das hier soll. Ein Bayern-Fan ruft den Beamten sogar zu, sie sollen es nicht übertreiben und aufhören sich wie Nazis aufzuführen. Scheinbar hat er die Unterhaltung genau verfolgt.
Die Beamten eröffnen mir nun, dass sie einen Platzverweis gegen mich aussprechen und mich deshalb vom Stadiongelände begleiten. Als Begründung heisst es: „Widerstand gegen die Stadionordnung und Zuwiderhandlung der Anweisung des Sicherheitspersonals“.
Wir gehen also die Treppe runter und stehen vorm Stadion. Ich bedanke mich und wünsche einen guten Abend, da entgegnet ein Beamter, ich müsse ganz raus – also Richtung S-Bahn. Ich sage voller Ernst: „Sie müssen es nicht übertreiben. Ich habe mich weder physisch auffällig verhalten noch verbal irgendjemand angegriffen. Ich habe mich dem Sicherheitspersonal und auch Ihnen gegenüber normal ausgedrückt und meine Situation erklärt. Und Ihnen fällt nichts besseres ein als mich aus dem Stadion zu werfen, nur weil ich eine Eintracht-Mütze trage und die nicht so ohne weiteres absetzen will? Das ist ja eine Diskriminierung wie im 3. Reich. Da könnten die da oben auch sagen, sie wollen hier nur weisse drin haben – das wäre genauso diskriminierend.“
Daraufhin flippt der kleine Beamte sofort aus. Er schimpft und rudert mit den Armen, das sei doch alles überzogen und ich solle nicht auf die Tour kommen – und rennt weg! Ja, er nimmt die kurzen Beine in die Hand und eilt schnellen Schrittes davon. Einfach so.
Ein dritter Beamter kommt stattdessen hinzu. Mit den beiden ist einigermassen vernünftig zu reden, aber man merkt Polizisten in diesem Umfeld einfach immer wieder ihre behördlich auferlegte Arroganz an. Es ist fast zum Kotzen, wie hochnäsig sich diese (teilweise) Bubis verhalten.
Sie beordern mich schliesslich noch 50m weg und ziehen dann ab.
Glückwunsch FCB zu diesem Bild das der Verein an diesem Tag abgegeben hat! Als ich vor dem Spiel von Eintrachtfans gefragt werde „Gehst Du da wirklich rein?“, war für mich klar, dass ich mich nicht ausziehen werde. Ich setze schon nicht meine Mütze ab, nur weil sie einem steinzeitlichen Security nicht passt. Dass am Ende die vielleicht entscheidenden 200 Leute vorm Stadion bleiben und es dadurch an Stimmung fehlt, ist sehr traurig. Dass es aber wohl wieder mal nur „wir“ merken und sonst keine Sau, ist das Erschütternde an der Sache. Solch ein Fanprotest macht wohl erst Sinn, wenn der Block leer bleibt.
Es war für mich jedenfalls der letzte Besuch eines Heimspiels dieses Vereins! Und ich denke weiterhin, dass die Umsetzung der Maßnahme gegen mich, NICHT im Sinne des Erinders, sprich der Marketing-Abteilung des FCB ist.
Forza SGE
Fingerfertig
PS: Protest fängt natürlich bei jedem einzelnen an. Aber erst wenn die Masse davon Wind bekommt, rührt sich was. Bis dahin ist es ein langer Weg...
Spielende.
Ich gehe etwas zaudernd ob der vergebenen Chancen und des unsäglichen Elfmeterpfiffs gegen uns, mit meinen sieben Kumpels raus aus dem erstaunlicherweise mit Bayern-Kunden gespickten „Gästeblock“. An der Treppe entscheiden wir dann (vier der Jungs sind Rote), dass wir noch zum „Paulaner Fan Treff“ gehen wollen. Das ist eine Art VIP-Raum ohne VIPs oberhalb der Südtribüne mit Bierzeltatmo.
Der Laden ist voll, am Eingang stehen Securities und sortieren die völlig betrunkenen aus. Wir dürfen anstandslos passieren. Von uns acht Mann (vier Rote, ein Freiburg-Fan, ein Handballer, zwei SGE´ler), haben nur wir Frankfurter Fan-Utensilien sichtbar an. Mein Kumpel ein Trikot, ich meinen Eintracht-Strandhut – wie immer. Drinnen suchen wir uns einen halbwegs freien Stehtisch, bestellen die erste Runde und sind mittendrin. Mit dabei ne handvoll Ü50-Bayern-Fans aus Hamburg, mit denen wir uns angeregt und sehr amüsant über das Spiel unterhalten. Es wird gelacht und über die Szenen auf der Leinwand diskutiert. Alles ist gut.
Auf einmal kommt ein augenscheinlich junger Security angerauscht und fährt uns an, wir sollen sofort Trikot und Mütze absetzen. Das sei hier ein Bayern-Fantreff. Mein Kumpel entledigt sich seines Trikots. Ich weigere mich höflich, da ich hierbei keinen Sinn sehe. Also kündigt der junge Mann an, seinen Vorgesetzten zu holen, was ich zugleich erbitte. Was dann kommt, ist eine bodenlose Frechheit. Und wenn sowas als Vorgesetzter durchgeht, dann hat der FCB ein Personalproblem. Ein etwa, na sagen wir einfach, recht kleiner, rotköpfiger Pitbull Terrier im Security-Outfit kommt wutschnaubend heran und brüllt: „Mütze aus!!!“ (Der Rest seiner Aussage ist aufgrund des stark sächsischen Akzents, nur schwer zu verstehen, klingt aber weiterhin sehr wütend. An der Stelle sei erwähnt dass meine Verwandtschaft mütterlicherseits aus Sachsen kommt und ich des sächsischen Dialekts durchaus mächtig bin.)
Ich entgegne ihm: „Können Sie mit mir in einem normalen Ton reden? Dann können wir uns unterhalten.“
Er schnaubt weiter: „Sofort die Mütze ausziehen“ und weiteres das ich nicht verstehe.
Ich mache ihm klar dass ich den Grund nicht verstehe und hier nur mein Bierchen mit ein paar Freunden trinken will. Er droht mit der Polizei. Ich nicke freundlich. Er dampft ab.
Zwei Minuten später. Auftritt: Die Staatsgewalt!
Zwei Polizisten, einer klein der andere meine Grösse, stapfen heran. Der Kleine brüllt (ebenfalls): „Glas abstellen, mitkommen.“
Ich sage: „Der junge Mann hat es schon nicht geschafft in normalem Ton mit mir zu reden. Würden Sie dann wenigstens in ganzen Sätzen mit mir kommunizieren?“
Er wiederholt seine Aussage als Frage und in vollständigem Satz. Ich gehe anstandslos mit den Beamten vor die Tür im 2. (oder 3. Stock). Hier führen wir die Diskussion um den Sinn dieser Maßnahme fort. Die Beamten berufen sich auf das Hausrecht der Securities und dass sie dieses durchsetzen müssten. Ohne dass ich ein Jura-Studium abgeschlossen hätte, leuchtet mir das als „möglich“ ein. Trotzdem bleibt die Frage nach der Art und Weise dieser Vorgehensweise und dass ein Rausschmiss aus diesem Raum, dem „Paulaner Fan Treff“, doch sicher nicht im Sinne des Erfinders sei. Eine vorherige Erläuterung der Situation wurde von Seiten der Sicherheit auch nicht erbracht. Der Ordnungshüter erklärt mir nun, dass dies zu meinem Schutz geschieht, da ein Bayern-Fan dem meine Mütze nicht gefallen könnte, mir ein Glas über den Schädel ziehen könnte. Auf meine Frage nach dem Kenntnisstand des Spielergebnisses ernte ich von beiden nur ahnungslose Gesichter. Auch als ich dann frage, welchen Grund jemand haben könnte sowas zu tun, wenn man das Spiel doch eh gewonnen hätte, lässt keinen Geistesblitz erkennen. Erst als ich im Zuge dessen den Security-Dienst in Frage stelle, sollte sowas doch mal vorkommen, packt mich einer der Beamten (der Kleine) und schiebt mich vehement Richtung Treppe. Ich sage ihm, er solle die Finger wegnehmen, da ich doch gut alleine laufen könne. Es wird kurz lauter und immer mehr umherstehende Menschen fragen sich offensichtlich, was das hier soll. Ein Bayern-Fan ruft den Beamten sogar zu, sie sollen es nicht übertreiben und aufhören sich wie Nazis aufzuführen. Scheinbar hat er die Unterhaltung genau verfolgt.
Die Beamten eröffnen mir nun, dass sie einen Platzverweis gegen mich aussprechen und mich deshalb vom Stadiongelände begleiten. Als Begründung heisst es: „Widerstand gegen die Stadionordnung und Zuwiderhandlung der Anweisung des Sicherheitspersonals“.
Wir gehen also die Treppe runter und stehen vorm Stadion. Ich bedanke mich und wünsche einen guten Abend, da entgegnet ein Beamter, ich müsse ganz raus – also Richtung S-Bahn. Ich sage voller Ernst: „Sie müssen es nicht übertreiben. Ich habe mich weder physisch auffällig verhalten noch verbal irgendjemand angegriffen. Ich habe mich dem Sicherheitspersonal und auch Ihnen gegenüber normal ausgedrückt und meine Situation erklärt. Und Ihnen fällt nichts besseres ein als mich aus dem Stadion zu werfen, nur weil ich eine Eintracht-Mütze trage und die nicht so ohne weiteres absetzen will? Das ist ja eine Diskriminierung wie im 3. Reich. Da könnten die da oben auch sagen, sie wollen hier nur weisse drin haben – das wäre genauso diskriminierend.“
Daraufhin flippt der kleine Beamte sofort aus. Er schimpft und rudert mit den Armen, das sei doch alles überzogen und ich solle nicht auf die Tour kommen – und rennt weg! Ja, er nimmt die kurzen Beine in die Hand und eilt schnellen Schrittes davon. Einfach so.
Ein dritter Beamter kommt stattdessen hinzu. Mit den beiden ist einigermassen vernünftig zu reden, aber man merkt Polizisten in diesem Umfeld einfach immer wieder ihre behördlich auferlegte Arroganz an. Es ist fast zum Kotzen, wie hochnäsig sich diese (teilweise) Bubis verhalten.
Sie beordern mich schliesslich noch 50m weg und ziehen dann ab.
Glückwunsch FCB zu diesem Bild das der Verein an diesem Tag abgegeben hat! Als ich vor dem Spiel von Eintrachtfans gefragt werde „Gehst Du da wirklich rein?“, war für mich klar, dass ich mich nicht ausziehen werde. Ich setze schon nicht meine Mütze ab, nur weil sie einem steinzeitlichen Security nicht passt. Dass am Ende die vielleicht entscheidenden 200 Leute vorm Stadion bleiben und es dadurch an Stimmung fehlt, ist sehr traurig. Dass es aber wohl wieder mal nur „wir“ merken und sonst keine Sau, ist das Erschütternde an der Sache. Solch ein Fanprotest macht wohl erst Sinn, wenn der Block leer bleibt.
Es war für mich jedenfalls der letzte Besuch eines Heimspiels dieses Vereins! Und ich denke weiterhin, dass die Umsetzung der Maßnahme gegen mich, NICHT im Sinne des Erinders, sprich der Marketing-Abteilung des FCB ist.
Forza SGE
Fingerfertig
Ich gehe etwas zaudernd ob der vergebenen Chancen und des unsäglichen Elfmeterpfiffs gegen uns, mit meinen sieben Kumpels raus aus dem erstaunlicherweise mit Bayern-Kunden gespickten „Gästeblock“. An der Treppe entscheiden wir dann (vier der Jungs sind Rote), dass wir noch zum „Paulaner Fan Treff“ gehen wollen. Das ist eine Art VIP-Raum ohne VIPs oberhalb der Südtribüne mit Bierzeltatmo.
Der Laden ist voll, am Eingang stehen Securities und sortieren die völlig betrunkenen aus. Wir dürfen anstandslos passieren. Von uns acht Mann (vier Rote, ein Freiburg-Fan, ein Handballer, zwei SGE´ler), haben nur wir Frankfurter Fan-Utensilien sichtbar an. Mein Kumpel ein Trikot, ich meinen Eintracht-Strandhut – wie immer. Drinnen suchen wir uns einen halbwegs freien Stehtisch, bestellen die erste Runde und sind mittendrin. Mit dabei ne handvoll Ü50-Bayern-Fans aus Hamburg, mit denen wir uns angeregt und sehr amüsant über das Spiel unterhalten. Es wird gelacht und über die Szenen auf der Leinwand diskutiert. Alles ist gut.
Auf einmal kommt ein augenscheinlich junger Security angerauscht und fährt uns an, wir sollen sofort Trikot und Mütze absetzen. Das sei hier ein Bayern-Fantreff. Mein Kumpel entledigt sich seines Trikots. Ich weigere mich höflich, da ich hierbei keinen Sinn sehe. Also kündigt der junge Mann an, seinen Vorgesetzten zu holen, was ich zugleich erbitte. Was dann kommt, ist eine bodenlose Frechheit. Und wenn sowas als Vorgesetzter durchgeht, dann hat der FCB ein Personalproblem. Ein etwa, na sagen wir einfach, recht kleiner, rotköpfiger Pitbull Terrier im Security-Outfit kommt wutschnaubend heran und brüllt: „Mütze aus!!!“ (Der Rest seiner Aussage ist aufgrund des stark sächsischen Akzents, nur schwer zu verstehen, klingt aber weiterhin sehr wütend. An der Stelle sei erwähnt dass meine Verwandtschaft mütterlicherseits aus Sachsen kommt und ich des sächsischen Dialekts durchaus mächtig bin.)
Ich entgegne ihm: „Können Sie mit mir in einem normalen Ton reden? Dann können wir uns unterhalten.“
Er schnaubt weiter: „Sofort die Mütze ausziehen“ und weiteres das ich nicht verstehe.
Ich mache ihm klar dass ich den Grund nicht verstehe und hier nur mein Bierchen mit ein paar Freunden trinken will. Er droht mit der Polizei. Ich nicke freundlich. Er dampft ab.
Zwei Minuten später. Auftritt: Die Staatsgewalt!
Zwei Polizisten, einer klein der andere meine Grösse, stapfen heran. Der Kleine brüllt (ebenfalls): „Glas abstellen, mitkommen.“
Ich sage: „Der junge Mann hat es schon nicht geschafft in normalem Ton mit mir zu reden. Würden Sie dann wenigstens in ganzen Sätzen mit mir kommunizieren?“
Er wiederholt seine Aussage als Frage und in vollständigem Satz. Ich gehe anstandslos mit den Beamten vor die Tür im 2. (oder 3. Stock). Hier führen wir die Diskussion um den Sinn dieser Maßnahme fort. Die Beamten berufen sich auf das Hausrecht der Securities und dass sie dieses durchsetzen müssten. Ohne dass ich ein Jura-Studium abgeschlossen hätte, leuchtet mir das als „möglich“ ein. Trotzdem bleibt die Frage nach der Art und Weise dieser Vorgehensweise und dass ein Rausschmiss aus diesem Raum, dem „Paulaner Fan Treff“, doch sicher nicht im Sinne des Erfinders sei. Eine vorherige Erläuterung der Situation wurde von Seiten der Sicherheit auch nicht erbracht. Der Ordnungshüter erklärt mir nun, dass dies zu meinem Schutz geschieht, da ein Bayern-Fan dem meine Mütze nicht gefallen könnte, mir ein Glas über den Schädel ziehen könnte. Auf meine Frage nach dem Kenntnisstand des Spielergebnisses ernte ich von beiden nur ahnungslose Gesichter. Auch als ich dann frage, welchen Grund jemand haben könnte sowas zu tun, wenn man das Spiel doch eh gewonnen hätte, lässt keinen Geistesblitz erkennen. Erst als ich im Zuge dessen den Security-Dienst in Frage stelle, sollte sowas doch mal vorkommen, packt mich einer der Beamten (der Kleine) und schiebt mich vehement Richtung Treppe. Ich sage ihm, er solle die Finger wegnehmen, da ich doch gut alleine laufen könne. Es wird kurz lauter und immer mehr umherstehende Menschen fragen sich offensichtlich, was das hier soll. Ein Bayern-Fan ruft den Beamten sogar zu, sie sollen es nicht übertreiben und aufhören sich wie Nazis aufzuführen. Scheinbar hat er die Unterhaltung genau verfolgt.
Die Beamten eröffnen mir nun, dass sie einen Platzverweis gegen mich aussprechen und mich deshalb vom Stadiongelände begleiten. Als Begründung heisst es: „Widerstand gegen die Stadionordnung und Zuwiderhandlung der Anweisung des Sicherheitspersonals“.
Wir gehen also die Treppe runter und stehen vorm Stadion. Ich bedanke mich und wünsche einen guten Abend, da entgegnet ein Beamter, ich müsse ganz raus – also Richtung S-Bahn. Ich sage voller Ernst: „Sie müssen es nicht übertreiben. Ich habe mich weder physisch auffällig verhalten noch verbal irgendjemand angegriffen. Ich habe mich dem Sicherheitspersonal und auch Ihnen gegenüber normal ausgedrückt und meine Situation erklärt. Und Ihnen fällt nichts besseres ein als mich aus dem Stadion zu werfen, nur weil ich eine Eintracht-Mütze trage und die nicht so ohne weiteres absetzen will? Das ist ja eine Diskriminierung wie im 3. Reich. Da könnten die da oben auch sagen, sie wollen hier nur weisse drin haben – das wäre genauso diskriminierend.“
Daraufhin flippt der kleine Beamte sofort aus. Er schimpft und rudert mit den Armen, das sei doch alles überzogen und ich solle nicht auf die Tour kommen – und rennt weg! Ja, er nimmt die kurzen Beine in die Hand und eilt schnellen Schrittes davon. Einfach so.
Ein dritter Beamter kommt stattdessen hinzu. Mit den beiden ist einigermassen vernünftig zu reden, aber man merkt Polizisten in diesem Umfeld einfach immer wieder ihre behördlich auferlegte Arroganz an. Es ist fast zum Kotzen, wie hochnäsig sich diese (teilweise) Bubis verhalten.
Sie beordern mich schliesslich noch 50m weg und ziehen dann ab.
Glückwunsch FCB zu diesem Bild das der Verein an diesem Tag abgegeben hat! Als ich vor dem Spiel von Eintrachtfans gefragt werde „Gehst Du da wirklich rein?“, war für mich klar, dass ich mich nicht ausziehen werde. Ich setze schon nicht meine Mütze ab, nur weil sie einem steinzeitlichen Security nicht passt. Dass am Ende die vielleicht entscheidenden 200 Leute vorm Stadion bleiben und es dadurch an Stimmung fehlt, ist sehr traurig. Dass es aber wohl wieder mal nur „wir“ merken und sonst keine Sau, ist das Erschütternde an der Sache. Solch ein Fanprotest macht wohl erst Sinn, wenn der Block leer bleibt.
Es war für mich jedenfalls der letzte Besuch eines Heimspiels dieses Vereins! Und ich denke weiterhin, dass die Umsetzung der Maßnahme gegen mich, NICHT im Sinne des Erinders, sprich der Marketing-Abteilung des FCB ist.
Forza SGE
Fingerfertig
sotirios005 schrieb:
Es sollen künftig eh' nur noch Kunden in die Stadien gehen. Fussballfans mit ihren recht verschiedenartigen Ritualen, ihren An- und Abreiseprozeduren und "Kontrollerfordernissen" stören doch nur einen stromlinienförmigen und klinisch sauberen Ablauf der "Veranstaltung".
Geld hinlegen für Karte, Fanshop, Catering, Spiel sehen und ansonsten : Klappe halten und schnell wieder wegfahren von der "Veranstaltung"! Und möglichst schnell und lange wieder die "bürgerliche Rolle" im Leben annehmen.
Damit hast Du leider so verdammt Recht...
EFKS schrieb:
Eigentlich kann man bei Rode doch ganz entspannt sein: Rode hat noch bis Juni 2014 einen Vertrag bei uns. HB hat gesagt , dass er vorher auf keinen Fall abgegeben wird und das sehen wohl auch BH und AV so. Ich hoffe, dass die Vereinsführung da hart bleibt.
Rode über 2014 hinaus zu halten ist wohl erklärtes Ziel der Vereinsführung und ab da beginnen erst die Probleme, weil es wohl keine Einigung über die Ausstiegsklausel (Zeitpunkt 2014/15 und die Höhe der festgeschriebenen Ablösesumme) gibt. Wahrscheinlich will Rodes Manager am liebsten schon eine Ausstiegsklausel für 2013, aber da sollte man sich einfach nicht drauf einlassen, wozu auch, die Eintracht bietet aktuell mehr Geld und soll dafür noch einen schlechteren Vertrag akzeptieren. Also einfach mal abwarten und Tee trinken.
Also da fehlt Dir wohl etwas der Durchblick:
HB wäre schön blöd Rode ohne Vertragsverlängerung bis zum 30.06.14 zu behalten um ihn dann ablösefrei zu verschenken. Den Fehler hat der Verein bislang zwei- dreimal gemacht. Bei Rode wird es da aber um mehr Geld gehen als bei anderen zuvor.
Viel wahrscheinlicher ist doch, dass Rode den Vertrag noch diese Saison verlängert und entweder nächsten Sommer oder spätestens 2014 den Verein für eine ordentliche Ablösesumme verlassen kann.
Mir persönlich wäre es auch lieber wenn er sich Oka oder Charly Körbel als Vorbild nimmt und hier bleibt - langfristig. Und das sage ich nicht erst seit dieser Saison. Er hat das Zeug zu einem wirklichen Anführer und einer Vereinsikone. Das muss man ihm klar machen - und er muss es verstehen.
Sollte er, wann auch immer, den Verein verlassen, würde mich das nicht überraschen und ich würds ihm auch nicht verübeln, solange er Klarheit walten lässt.
Für die Eintracht wäre es absolut erstrebenswert, diesen Spieler zu halten und endlich wieder einen Nationalspieler in seinen Reihen zu wissen. Dann klappts auch 2014 mit dem WM-Titel. Immerhin ist Deutschland nur dann Weltmeister geworden wenn Adlerträger dabei waren!!
Forza SGE
Seh ich ähnlich:
In dieser Saison hatte ich bisher nicht den Eindruck dass wir Gegner grossartig auf die leichte Schulter genommen haben. AV findet da wohl auch immer die richtigen Worte. Und solche Charaktere, wie Benny Köhler, haben wir aussortiert. Hab den übrigens gestern kicken sehen und fühle mich in meiner Meinung über ihn mal wieder bestätigt.
Wir gewinnen das Spiel, weil wir die bessere Mannschaft sind und das auch durchsetzen werden. Die Clubberer dürfen nachm Spiel nicht mehr wissen wo hinten und vorne is!
Ausserdem hat der Reggaetyp ja schon alles gesagt...dreinull, feddisch!!