
michi74
7455
google gibt doch etwas dazu her (hätte ich nicht gedacht...) :
Als nach dem Tod Kaiser Friedrichs II. in den Wirren des Interregnums die seit 1279 über Berger Grundbesitz gebietenden Grafen von Hanau zur Ausweitung ihres Territoriums rivalisierende Grundherren verdrängten, gerieten die Schelme in die Vasallität zu Hanau. Wie zahlreiche entmachtete Reichsritter des 14. Jahrhunderts erlagen auch sie bald der Versuchung, verlorene wirtschaftlich Möglichkeiten durch Raubzüge zu ersetzen; dazu boten die von Frankfurt bis nach Thüringen der Handelsstraße über die Höhefolgenden Kaufmannszüge die beste Gelegenheit.
Im Winter 1381/8 machten die Frankfurter diesem Treiben allerdings ein Ende, indem sie über die zugefrorenen Wassergräben in die Burg eindrangen. Sibold und Gerlach Schelm schworen Urfehde, fortan blieben hier die Kaufleute unbelästigt. Ein aufwendigeres Unternehmen gegen die Taunusritterschaft im Frühjahr 1389 sollte zur folgenreichsten Niederlage der Reichsstadt während des Mittelalters werden.
http://people.freenet.de/peterheckert/Hanaukreis.htm
Falsch allerdings: Die Hanauer wurden erst 1429 in den Grafenstand erhoben. Ich habe wohl den Eberhard mit Gerlach Schelm von Bergen verwechselt.
Als nach dem Tod Kaiser Friedrichs II. in den Wirren des Interregnums die seit 1279 über Berger Grundbesitz gebietenden Grafen von Hanau zur Ausweitung ihres Territoriums rivalisierende Grundherren verdrängten, gerieten die Schelme in die Vasallität zu Hanau. Wie zahlreiche entmachtete Reichsritter des 14. Jahrhunderts erlagen auch sie bald der Versuchung, verlorene wirtschaftlich Möglichkeiten durch Raubzüge zu ersetzen; dazu boten die von Frankfurt bis nach Thüringen der Handelsstraße über die Höhefolgenden Kaufmannszüge die beste Gelegenheit.
Im Winter 1381/8 machten die Frankfurter diesem Treiben allerdings ein Ende, indem sie über die zugefrorenen Wassergräben in die Burg eindrangen. Sibold und Gerlach Schelm schworen Urfehde, fortan blieben hier die Kaufleute unbelästigt. Ein aufwendigeres Unternehmen gegen die Taunusritterschaft im Frühjahr 1389 sollte zur folgenreichsten Niederlage der Reichsstadt während des Mittelalters werden.
http://people.freenet.de/peterheckert/Hanaukreis.htm
Falsch allerdings: Die Hanauer wurden erst 1429 in den Grafenstand erhoben. Ich habe wohl den Eberhard mit Gerlach Schelm von Bergen verwechselt.
Hmmm, ich vermute mal, dass damit die Schelmenburg gemeint sein könnte. Aber ganz sicher bin ich nicht, denn so wirklich geschliffen wurde nicht. Eberhard Schelm zu Bergen war wohl als Raubritter bekannt und versuchte auch mit etwas zweifelhaften Mitteln, die Gerichtshoheit über Bergen zu erlangen. Dafür wurde die Burg Gruckau in Bergen irgendwann von den Frankfurtern belagert. Dummerweisewar wohl auch gerade Winter und der Graben zugefroren.
Die Schelmen hatten wohl nicht damit gerechnet, waren nur wenige Leute und übergaben die Burg. Die Schelme mussten schwören, niemals mehr gegen Frankfurt die Waffen zu erheben und der Stadt außerdem Wachdienste leisten. Das ganze hielt aber wohl nur bis zur hier schon mehrfach erwähnten Kronberger Fehde an. Damals gelang es dem siegreichen Ulrich von Hanau, seinen Lehensmann in Bergen von diesen Pflichten zu befreien. Nur kam der Berger Stamm der Schelmen damit endgültig unter Hanauer Lehensherrschaft.
Die Schelmen hatten wohl nicht damit gerechnet, waren nur wenige Leute und übergaben die Burg. Die Schelme mussten schwören, niemals mehr gegen Frankfurt die Waffen zu erheben und der Stadt außerdem Wachdienste leisten. Das ganze hielt aber wohl nur bis zur hier schon mehrfach erwähnten Kronberger Fehde an. Damals gelang es dem siegreichen Ulrich von Hanau, seinen Lehensmann in Bergen von diesen Pflichten zu befreien. Nur kam der Berger Stamm der Schelmen damit endgültig unter Hanauer Lehensherrschaft.
Das mit dem Metzger zieht nicht. Wer bitteschön stellt denn einen Metzgergesellen ein, wo überall Metzgerläden geschlossen und von den Supermärkten verdrängt werden.
Noch schlimmer ist es bei den Bäckern. Die Brötchen kommen aus der Großbäckerei und die nette Dame hinter der Theke backt sie nur noch auf. Glaube nicht, dass die alle Bäcker gelernt haben.
Noch schlimmer ist es bei den Bäckern. Die Brötchen kommen aus der Großbäckerei und die nette Dame hinter der Theke backt sie nur noch auf. Glaube nicht, dass die alle Bäcker gelernt haben.
In welchem Beruf - Leichenbestatter und Altenpfleger mal ausgenommen - gibt's heute eigentlich nicht "zu viele"?
Ist doch alles Augenwischerei. Der geringste Teil bekommt später einen so gut bezahlten Job, dass er es sich leisten kann sich zu verschulden. Das ist in der momentanen wirtschaftlichen Situation auch Harakiri (Kredit aufnehmen um z.B. Sozialpädagogik oder Archäologie zu studieren).
Die Realität sieht für die meisten Akademiker so aus: Nach dem Abschluss Arbeitslosigkeit oder jahrelang (befristete) Projektarbeit. Die meisten schaffen es nicht mal, Famile zu gründen.
Ist doch alles Augenwischerei. Der geringste Teil bekommt später einen so gut bezahlten Job, dass er es sich leisten kann sich zu verschulden. Das ist in der momentanen wirtschaftlichen Situation auch Harakiri (Kredit aufnehmen um z.B. Sozialpädagogik oder Archäologie zu studieren).
Die Realität sieht für die meisten Akademiker so aus: Nach dem Abschluss Arbeitslosigkeit oder jahrelang (befristete) Projektarbeit. Die meisten schaffen es nicht mal, Famile zu gründen.
Wohl eher das:
viele Menschen hatten sich vor dem Feuersturm durch das zusammenhängende Netz unterirdischer Fluchtwege unter der Altstadt retten können. Während die Fachwerkhäuser wie Zunder brannten, boten diese oft mehrgeschossigen, mittelalterlichen Kellergewölbe hohe Überlebenschancen. Selbst schwere Sprengbomben hatten die einst mit einem extrem harten Mörtel gebauten alten Keller nicht zerstören können.
(http://www.aufbau-ffm.de/serie/Teil0/teil0.html)
Danke übrigens an miep für den Link - ich habe sehr aufmerksam gelesen, wie ich Informationen dieser Art überhaupt gerne aufnehme. Habe diesen thread sehr genossen (Danke übrigens auch an Knüller für die Idee).
Wie wäre es denn mal mit einem gemeinsamen Besuch im Historischen Museum?
viele Menschen hatten sich vor dem Feuersturm durch das zusammenhängende Netz unterirdischer Fluchtwege unter der Altstadt retten können. Während die Fachwerkhäuser wie Zunder brannten, boten diese oft mehrgeschossigen, mittelalterlichen Kellergewölbe hohe Überlebenschancen. Selbst schwere Sprengbomben hatten die einst mit einem extrem harten Mörtel gebauten alten Keller nicht zerstören können.
(http://www.aufbau-ffm.de/serie/Teil0/teil0.html)
Danke übrigens an miep für den Link - ich habe sehr aufmerksam gelesen, wie ich Informationen dieser Art überhaupt gerne aufnehme. Habe diesen thread sehr genossen (Danke übrigens auch an Knüller für die Idee).
Wie wäre es denn mal mit einem gemeinsamen Besuch im Historischen Museum?
Meine Seiten liegen entweder bei der oben erwähnten Strato AG oder bei http://www.netbeat.de/.
Gab nie irgendwelche Probleme und gerade netbeat ist ziemlich günstig. Die 250 MB webspace aus dem 1&1-Angebot muss man erstmal mit Inhalten füllen. Wenn Ihr ein großes Archiv betreiben wollt und schön viele Bilder von Spielbesuchen zeigen, dann passt es, wenn nicht dann zahlt Ihr vielleicht zu viel.
Gab nie irgendwelche Probleme und gerade netbeat ist ziemlich günstig. Die 250 MB webspace aus dem 1&1-Angebot muss man erstmal mit Inhalten füllen. Wenn Ihr ein großes Archiv betreiben wollt und schön viele Bilder von Spielbesuchen zeigen, dann passt es, wenn nicht dann zahlt Ihr vielleicht zu viel.
Im ausgehenden 14. Jahrhundert bauten die Herren von Hanau zwischen der heutigen Dreikönigskirche und dem Eisernen Steg einen Turm als Zwingburg und Zollstelle gegenüber Frankfurt. 1635 wurde dieser durch kaiserliche Truppen bei der Beschießung Frankfurts zerstört. Die Ruine davon war - recht malerisch gelegen - bis 1930 zu sehen, dann musste sie dem Straßenverkehr weichen. Wie hieß das Ding?
Habe das mit dem Schelm von Bergen nochmal nachgeschaut:
Es existieren mindestens 5 Versionen der Sage. Alle finden in Frankfurt bzw. Gelnhausen statt, nur Heine hat seine (aus persönlichen Gründen) nach Düsseldorf verlegt.
1. Kaiser Friedrich Barbarossa hatte sich im Wald bei Dreieich verirrt. Er trifft einen Karrenführer, den er nach dem Weg fragt und bittet, sich auf den Wagen setzen zu dürfen. Zurück bei der Jagdgesellschaft erkannte man in dem Fuhrmann den Schelm von Bergen, den der Kaiser daraufhin adelte.
2. Der Schinder von Bergen reicht dem durstigen Kaiser ein Glas Wasser und wird dafür belohnt.
3. Der erwähnte Maskenball mit fiktivem Kaiser und Kaiserin "im Palast zu Frankfurt", sonst alles wie bei Heine.
4. Nach Fertigstellung der Pfalz Gelnhausen legte sich Friedrich Barbarossa abends zur Ruhe und sagte:"Wer morgen früh zuerst in den Schloßhof tritt, sei, wer es sei, edlen Geschlechts!" - Erster war dann wohl der Abdecker von Bergen.
5. Die fünfte Version findet ebenfalls in Gelnhausen statt, wo Barbarossa vom Schelm und zwei weiteren vor einem Hinterhalt auf dem Weg nach Würzburg gewarnt wird. Zum Dank erhielten diese den Ritterschlag.
Interessant vielleicht noch anzumerken, dass der Begriff "Schelm" wesentlich jünger ist, als die Ersterwähnung der Schelmen, was wohl den Wahrheitsgehalt der Sage etwas mindert. Seit 1800 wurde das Motiv wiederholt von Dichtern aufgegriffen, zuerst von Isaac Freiherr von Sinclair, später von Mark Twain, Heinrich Heine, Carl Zuckmayer, Johann Strauß (Sohn) versuchte, das Thema in einer komischen Oper zu verarbeiten.
Wo findet man all das und mehr?
Werner Henschke, Die Schelme von Bergen in Sage, Geschichte und Dichtung (Frankfurt 1979).
Es existieren mindestens 5 Versionen der Sage. Alle finden in Frankfurt bzw. Gelnhausen statt, nur Heine hat seine (aus persönlichen Gründen) nach Düsseldorf verlegt.
1. Kaiser Friedrich Barbarossa hatte sich im Wald bei Dreieich verirrt. Er trifft einen Karrenführer, den er nach dem Weg fragt und bittet, sich auf den Wagen setzen zu dürfen. Zurück bei der Jagdgesellschaft erkannte man in dem Fuhrmann den Schelm von Bergen, den der Kaiser daraufhin adelte.
2. Der Schinder von Bergen reicht dem durstigen Kaiser ein Glas Wasser und wird dafür belohnt.
3. Der erwähnte Maskenball mit fiktivem Kaiser und Kaiserin "im Palast zu Frankfurt", sonst alles wie bei Heine.
4. Nach Fertigstellung der Pfalz Gelnhausen legte sich Friedrich Barbarossa abends zur Ruhe und sagte:"Wer morgen früh zuerst in den Schloßhof tritt, sei, wer es sei, edlen Geschlechts!" - Erster war dann wohl der Abdecker von Bergen.
5. Die fünfte Version findet ebenfalls in Gelnhausen statt, wo Barbarossa vom Schelm und zwei weiteren vor einem Hinterhalt auf dem Weg nach Würzburg gewarnt wird. Zum Dank erhielten diese den Ritterschlag.
Interessant vielleicht noch anzumerken, dass der Begriff "Schelm" wesentlich jünger ist, als die Ersterwähnung der Schelmen, was wohl den Wahrheitsgehalt der Sage etwas mindert. Seit 1800 wurde das Motiv wiederholt von Dichtern aufgegriffen, zuerst von Isaac Freiherr von Sinclair, später von Mark Twain, Heinrich Heine, Carl Zuckmayer, Johann Strauß (Sohn) versuchte, das Thema in einer komischen Oper zu verarbeiten.
Wo findet man all das und mehr?
Werner Henschke, Die Schelme von Bergen in Sage, Geschichte und Dichtung (Frankfurt 1979).
schusch schrieb:
Schon richtig, nur wie war das in Frankfurt? Wo kam das Eis her?
Phhhh, das überfordert mich jetzt. Ich weiß nur, wie das hier in Hanau vor sich ging, da gibt es die sog. "Kaiserteiche", wo im Winter das Eis geschlagen wurde und in der nahe gelegenen Brauerei Kaiser (daher kommt meines Wissens nach das Kaiser-Pilsner) eingelagert wurde. Vermute mal, in Frankfurt wird es irgendwo ein ähnliches Gewässer geben, nur welches?
Tip:
Es hat mit der Belagerung von 1552 bzw. deren Ende zu tun.