
Pezking
6026
Uli_S schrieb:
Warum sind eigentlich so wenig D'dorf Verantwortliche vor Ort? An deren Stelle wäre ich da auch mit mindestens 5-8 Personen aufgetaucht. Offensichtlich sind es aber nur zwei D'dorfer.
Darüber haben sie sich im 95er-Forum auch schon aufgeregt. Deren Anwalt vertritt ansonsten wohl nur Bezirksligisten!
Und wenn ich die Argumentationsführung von Schickhardt und dem DüDo-Anwalt aus dem Liveticker vergleiche, erhärtet sich in meinen Augen dieser Verdacht!
Hape69 schrieb:
live dabei beim DFB
http://www.bz-berlin.de/sport/hertha-bsc/live-dfb-entscheidet-ueber-hertha-protest-article1461214.html
Dirty-Harry schrieb:
Reicht es nicht, wenn Spieler lange gesperrt werden, wenn es sich um eine Ohrfeige handelt !?
Wir haben Profisspieler und Profischiris.
Strafanzeigen von Spielern selbst wegen entsprechenden Sachverhalte gelten im Sport im Rahemen solcher eher geringen "Körperverletzungen"als absolutes no go.
Nach dem Schlusspfiff? Glaube ich kaum.
Das war ja jetzt überhart geführter Zweikampf von Kobaishvili. Wenn er da jemandem mit böser Absicht einen Faustschlag verpasst, hat er sich seine Anzeige redlich verdient.
Zumal sich Stark hier sicher auch versicherungstechnisch absichern wollte. Und wenn schon zig Ärzte und Polizisten um ihn herumwuseln...nö, hätte an seiner Stelle genauso gehandelt, sofern ich in der Situation einen halbwegs klaren Gedanken hätte fassen können.
Jimi47 schrieb:
Der Schirri entscheidet ob das Spiel regulär fortgesetzt werden kan oder nicht.Er entscheidet wan das Spiel zu ende ist.Warum sollten die Berliner angst gehabt haben ihre Fans waren doch gut von der Polizei abgeschirmt.
Falls Stark tatsächlich nur auf Bitten der Polizei nochmal angepfiffen hat und im Spielbogen festhielt, dass nach seiner Einschätzung eine reguläre Fortsetzung des Spiels nicht mehr möglich war, sieht die Sache gleich ganz anders aus. Dann wäre das IMO als Spielabbruch zu werten, weil die Partie nur aus sicherheitstaktischen Gründen unter irregulären Bedingungen fortgesetzt wurde.
Morgen werden wir hoffentlich erfahren, ob das so stimmt. Dementiert hat das bislang jedenfalls niemand. Natürlich würde die ganze Argumentationskette in sich zusammenfallen, wenn Stark aussagt, dass nach der Unterbrechung alles wieder in Ordnung war. Das muss man nun abwarten.
Jimi47 schrieb:
Das Spiel wird nicht wiederholt die hoffen das für ein Jahr mit 19 gespielt wird.Sollten wir uns fragen ob das gut für die Eintracht ist.
Ähm...nee. Die pochen auf $14 der Spielordnung und fordern ein Wiederholungsspiel.
C.Preuß schrieb:
Warum sollte man Düsseldorf um den Lohn von 36 Spielen bzw. 3240 Minuten wegen einer Minute bringen??
Das ist nicht der Punkt. Das Spielende war irregulär und hat der ganzen Partie damit den sportlichen Wert geraubt. Meiner Meinung nach kann so nicht über Auf- und Abstieg entschieden werden. Auch wenn Düsseldorf jetzt "gefühlt" wie der verdiente Sieger wirkt.
Jede Mannschaft hat das Recht, bis zum Abpfiff des Schiedsrichters alles versuchen zu dürfen, um noch zum Erfolg zu kommen, und das natürlich unter regulären Bedingungen. Dazu gehört auch, dass man sich nicht zwischendurch mal unfreiwillig eine halbe Stunde in der Kabine abkühlen darf, um dann auf ein ruiniertes Spielfeld zurückzukehren, auf dem u.a. der Elfmeterpunkt fehlt!
Der Hertha fehlte noch ein Tor. Und was man in der Nachspielzeit so alles erreichen kann, hat man erst am Sonntag in Manchester gesehen.
C.Preuß schrieb:
Zumal man damit primär die Spieler von Düsseldorf bestrafen würde, die mit der Sache jedoch nichts zu tun hatten.
Darauf darf man keine Rücksicht nehmen, wenn Düsseldorfer Fans in Düsseldorf für einen irregulären Spielablauf gesorgt haben, und sich Berlin dadurch nicht bis zum Abpfiff des Schiedsrichters unter regulären Bedingungen gegen den Abstieg zur Wehr setzen konnte.
Worüber wir uns natürlich nicht unterhalten müssen, sind die peinlichen Argumente in Richtung "Todesangst" etc. - aber gut, dass ist nun mal die anwalttypische Lobbyarbeit. Was in Düsseldorf Wolf Werner übernimmt, macht in Berlin jetzt eben der Schickhardt.
In meinen Augen kann jetzt eigentlich nur noch ein Wiederholungsspiel vor leeren Rängen eine einwandfreie sportliche Entscheidung herbeiführen.
Rhaegar schrieb:
Die Bilddatei wurde inzwischen übrigens von bullenschwein.jpg in polizistundjova.jpg umbenannt...
http://taz.de/Polizei-bat-Berliner-um-Spielfortsetzung/!93489/
Vielleicht merkt es ja keiner.
Fraglich, wenn der alte Link immer noch online ist:
http://taz.de/uploads/images/684x342/bullenschwein.jpg
Basaltkopp schrieb:
@pezking
Nochmal die Frage an Dich - waren die Berliner Spieler wirklich die einzigen Spieler, die während des Spiels vom Platz mussten und abgekühlt sind?
Nein, aber dass das unterlegene Team mehr Probleme mit irregulären Bedingungen hat, ist doch wohl nichts besonderes?
Außerdem dürfte es ungleich leichter sein, bei zwei abgekühlten Mannschaften, die völlig aus dem Rhythmus sind, ein Ergebnis zu verteidigen, als noch eine Aufholjagd zu starten.
Und nicht vergessen: Die Spielunterbrechung haben Düsseldorfer Fans verursacht. Also Anhänger der Mannschaft, die von einem vorzeitigen Spielende profitiert hätten.
Basaltkopp schrieb:
Um es nochmal klarzustellen:
Hier geht es gar nicht darum, wie ich evtl entscheiden würde. Ich halte mich nur an die Fakten rund um das Spiel und begründe, wieso ich persönlich nicht nur davon ausgehe, sondern fast sicher bin, wieso ein Protest keinen Erfolg haben wird.
Wie man das moralisch, von der Fairness oder aus was weiss ich welchem anderen Gesichtspunkt werten kann/will/muss, steht auf einem anderen Blatt und interessiert bei der Entscheidung bzgl des Protestes nicht die Bohne.
Sehe ich nicht anders. Ich komme nur zu einem anderen Schluss.
Basaltkopp schrieb:
Mal eine dumme Frage an alle, die für einen erfolgreichen Protest sind.
Wart ihr 1998 auch dafür, dass Spiel gegen M1 vorzeitig abzubrechen, als hunderte Eintrachtfans an der Bande standen? Oder hätte das Spiel erst wiederholt werden müssen, als alle vor dem (!!!) Schlußpfiff den Platz stürmten und der Schiri dann notgedrungen abpfiff?
Ich habe die Bilder von damals nicht vor Augen, aber ich habe mich gestern natürlich auch gefragt, was ich von dem ganzen Theater halten würde, wenn ich das so in Frankfurt erlebt hätte.
Und ich muss ehrlich sagen: Natürlich würde ich hoffen, dass wir ungeschoren davonkommen. Aber wundern würde ich mich über ein Wiederholungsspiel nicht. Und ich hätte auch keine starken Argumente gegen eine Annulierung des Ergebnisses parat. Ich wäre nur stinksauer auf die Ungeduld der eigenen Anhängerschaft, auch wenn ich noch so viel Verständnis dafür hätte.
Ich hätte jedenfalls gestern Abend als Düsseldorfer nie im Leben feiern können, dazu könnte ich das drohende Nachspiel nicht gut genug verdrängen. Vermutlich wäre ich verwirrt und kopfschüttelnd nach Hause gegangen.
Basaltkopp schrieb:
Ist doch alles nachgespielt worden.
Ja, super!
Hock' Du Dich mal mitten in einem Fußballspiel in die Kabine, kühle richtig schön ab und lass' die Gedanken kreisen. Und dann geh' wieder raus und spiele so weiter, als wäre nichts passiert.
Ich bitte Dich: Was wäre das denn für ein Präzedenzfall?
Wenn's nochmal knapp wird: Einfach Platzsturm und dem Gegner jegliches Momentum rauben. Kann ja nicht schaden, hat eh keine Folgen!
Nee, das kann's echt nicht sein.
Basaltkopp schrieb:
Spielfluss hin oder her. Die Hertha bzw. die Chaoten in deren Block sind selber schuld. Einerseits sportlich, wie bereits erwähnt Eigentor im Hinspiel, die Düsseldorfer überhaupt wieder ins Spiel kommen zu lassen, die gelbrote Karte gestern und die von den Berlinern verursachten Nachspielzeit. Sonst wäre das Spiel schon längst beendet gewesen.
Nach dieser Logik hätte man das Spiel gestern auch gar nicht mehr anpfeifen müssen: Die Hertha ist eh scheiße und hat den Abstieg verdient!
Außerdem haben sich die Düsseldorfer in der Chaoten-Diskussion wunderbar selbst ins Bein geschossen - die haben nämlich ihrerseits auch in der Heimkurve kräftig gezündelt, so dass man sich hier nicht mehr pauschal die Herthaner rauspicken kann.
Basaltkopp schrieb:
Womit genau würdest Du denn den Protest begründen? Ich sehe keinen Grund.
Berlin hatte gerade den Ausgleich erzielt, die Nachspielzeit lief noch fast 2 Minuten, und der Hertha fehlte nur 1 Tor zur Rettung.
Da rennen plötzlich alle wie bekloppt auf's Spielfeld und verursachen so eine Spielunterbrechung von fast einer halben Stunde. In dieser Zeit hocken die Herthaspieler in der Kabine, werden kalt, und haben alles im Kopf, nur nicht den nächsten Spielzug. Und draußen fangen sie schon an, den Rasen zu zerpflücken, inkl. Entfernen des Elfmeterpunkts im Strafraum der Gäste.
Sorry, aber ein reguläres Spielende sieht anders aus. Hätten die Spieler bis zur Räumung des Spielfelds nur kurz 2 Minuten an der Seitenlinie warten müssen - geschenkt. Aber so? Nee, das geht so nicht. In dieser unsportlichen Art und Weise darf nicht über Auf- und Abstieg entschieden werden.
Irgendwie ist dieser Eiertanz schon wieder bezeichnend für die schlechte Arbeit eines Michael Preetz.
Ein guter Manager wäre gestern schon während der Spielunterbrechung öffentlich derart ausgerastet, dass sich kein Journalist getraut hätte, die Düsseldorfer schon zum Aufsteiger zu küren.
Dieses ewige Abwegen, Prüfen und Überlegen parallel zum Beglückwünschen des Gegners schwächt nur die eigentlich aussichtsreiche Position der Hertha in diesem Konflikt.
Ein guter Manager wäre gestern schon während der Spielunterbrechung öffentlich derart ausgerastet, dass sich kein Journalist getraut hätte, die Düsseldorfer schon zum Aufsteiger zu küren.
Dieses ewige Abwegen, Prüfen und Überlegen parallel zum Beglückwünschen des Gegners schwächt nur die eigentlich aussichtsreiche Position der Hertha in diesem Konflikt.
Basaltkopp schrieb:
Hertha überlegt Protest einzulegen und Preetz meint, dass der Verein des Fans das einfach schuldig sei.
Ist der Mann noch ganz bei Trost? Merkt der überhaupt noch was? Nach einer Saison voller Fehlentscheidungen bringt der so einen Spruch.
Sehe da nichts verwerfliches. Es ist sein Job, alles im Sinne der Hertha zu versuchen. Und ein Protest bei diesem Spiel ist nun wirklich alles andere, als weit hergeholt.
Ob Preetz insgesamt einen guten Job macht (Tipp: Macht er nicht! ,-)), steht auf einem ganz anderen Blatt.
http://www.rp-online.de/bergisches-land/leverkusen/nachrichten/betrunkener-duesseldorfer-klettert-auf-dom-1.2836601