Whisk(e)y

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vonNachtmahr1982 schrieb:

Bei mir ist jetzt noch der

Highland Park 12 Jahre

und der

St. Kilian 3 Jahre 2016 / 2020 Kilian Signature Edition "Four" Oloroso und PX

dazu gekommen. Auf den letzten bin ich gespannt da er erst mal aus Deutschland kommt und an sich etwas rauchiger sein soll. Dazu noch ganz frisch eingetütet.  Ich sollte jetzt aber wirklich mal mher zum trinken und weniger zum kaufen kommen.


Wenn ich Oloroso und PX (=Pedro Ximenez) bei dem St. Kilian lese, bezweifel ich, dass der Whisky rauchig sein wird. Das sind beides Sherry-Arten... also Ex-Sherry-Fässer. Da wird wohl eher eine schwer-süße Note bei rauskommen, da man mit diesen beiden Sherry-Arten auch die süßesten für die Whisky-Finish's nimmt. Wobei bei 3 Jahren wahrscheinlich nur eine milde Süße entsteht.

Ahhh... wie gedacht. Habe gerade mal bei Whisky.de gelubbert:

Aroma: Süß-fruchtig mit Birne, karamellisiertem Apfel und Mango. Leichte Noten von Malz und Sahnebonbons.
Geschmack: Weich und fruchtig-mild mit ausgewogen würzigen Noten.
Abgang: Mittellang und malzig.
Fasstyp: Ex-Bourbon-, Rum-, PX-Sherry- und Kastanienfässer sowie Ex-Bourbon-Quarter-Casks


Klingt aber schon einmal fein. Wirklich was Gutes ist auch der Highland Park. Wobei ich hier nur den 18-jährigen kenne. Der wurde mir vor Jahren mal geschenkt, ist mir aber mit 110 EUR zum Kauf deutlich zu teuer. Zumindest der 18-er hatte aber eine milde Rauchnote. für läppische 32 EUR müsste ich mir den 12er eigentlich auch mal gönnen. Das dürfte Preis-Leistungs-mässig ein ziemlicher Kracher sein.
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Adler_Steigflug schrieb:

Wirklich was Gutes ist auch der Highland Park. Zumindest der 18-er hatte aber eine milde Rauchnote. für läppische 32 EUR müsste ich mir den 12er eigentlich auch mal gönnen. Das dürfte Preis-Leistungs-mässig ein ziemlicher Kracher sein.


War es bei mir auch zur Feier des Abends. Wobei das rauchige sehr dezent und überhaupt nicht aufdringlich war. Sehr angenehm zu trinken. Dazu ein feines Aroma von Gewürzen und Kräutern gepaart mit einer dezenten Süße. Und ich hatte ihn für 30,99 Euro im Logo Getränkemarkt gekauft. Ein echtes Schnäppchen.
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Ich habe es mir seit geraumer Zeit angewöhnt zusammen mit meinem Sohn nach
einem Eintracht Sieg ein Gläschen zu nippen
Meistens einen Talisker 10y, haben aber auch schon einen Glenlivet, Glenmorangie
dazu einige Irische.
Ein kleiner Tip, wer nach Luxemburg fährt sollte vorher bei Ewald Wolter im online Shop
https://wolter-wasserbillig.com/spirituosen/whisky/schottland/
sich mal einen Whiskey aussuchen und dann in Wasserbillig abholen. Sind schon gute Preise.
Werde wohl im März wieder mal hinfahren um die Bar autzufüllen.
Slainte
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Xaver08 schrieb:

ich schiebe die diskussion mal in eine andere richtung, in die richtung von bourbons. von single malt trinken oft verschmäht und/oder geschmäht, was nach meiner meinung nach aber zu unrecht passiert.


Ich gebe zu: Ich bin eher der Freund von Single Malts, bevorzugt Scotch, wobei einer meiner Lieblingswhiskeys aus Japan stammt (Yamazaki). Leider beliefern die gerade eher den asiatischen Markt, da die japanischen Whiskys gerade boomen. Bourbons stehe ich tatsächlich skeptisch gegenüber. Aber das liegt wohl auch daran, dass ich dahingehend bisher zu wenig getrunken habe und von den bekannten Whiskys Jim Beam und Jack Daniels eher abgeschreckt bin. Immerhin sind sie gut zum Cola drüber schütten oder ins Essen zu geben (Chili con Carne mit einem Schuss Whisky ist der Hammer!).

Xaver08 schrieb:

ich habe ein paar am start, die allesamt ziemlich lecker sind, allerdings ist der grundcharakter eines bourbons total anders, in der regel werden neue faesser benutzt, nicht die ausgelutschten wie bei single malt, was ganz andere geschmacksrichtungen eröffnet. oft karamellig, vanille manche schmecken regelrecht süss, bringen aber (wenn sie gut sind) noch die notwendige kontrastierende alkoholschaerfe mit sich.


Hier muss man dazu sagen, dass die gesetzlichen Anforderungen und die Agreements zwischen den Destillen von Bourbons in den USA und Scotch in Schottland andere sind. Ein Bourbon darf sich nur als solcher schimpfen, wenn er in NEUEN amerikanischen Weißeichenfässern gelagert wurde. Für Minimum 2 Jahre, die meisten lagern aber 3-4 Jahre.
Somit hat man mit der Holzindustrie gleich mal einen Markt im Rücken, der dann gute Preise gibt. Zudem kann der Bourbon von der kurzen Lagerzeit und der Tatsache profitieren, dass die Anforderung an einen Scotch ist, dass er zwar Minimum 3 Jahre lagert. Die Destillen lagern aber meist länger als 8 Jahre,  um diesen Alkoholgeschmack zu verlieren. Von daher kaufen sie die bereits verwendeten Bourbon-Fässer auf, um sie für die Single-Malt-Lagerung zu verwenden, da ab einer Zweitverwendung die Aromen langsamer abgegeben werden.
Die amerikanische Weißeiche gibt, wie du schon sagtest Aromen ab, die, je nach verwendetem Wasser, Brennblasen etc. zu Geschmacksnoten wie Vanille, Honig, Karamell, Apfel etc. führen. Nachlagerungen in anderen Fasstypen führen dann andere Noten hinzu. Gerne werden bei Single Malts Ex-Sherry, Portwein und mittlerweile auch Rotwein-Fässer benutzt, um schwerere, süßere und dunklere Noten hinzuzugeben (Brombeere, Kirsche, Pflaume etc.).
Leider ist, wie du schon sagst, bei Bourbons oft noch dieser metallisch-scharfe Alkoholgeschmack dabei. Zudem müssen sie als Getreide zwar zu 51% Mais benutzen, die 49% anderen Prozent sind frei wählbar. Das macht die Sache interessant und variabler. Da ist aber oft auch Roggen dabei, der die Sache irgendwie leicht bitter macht. Und Tennessee-Whiskys werden durch ein paar Meter Holzkohle gejagt. Ich finde schon den Geruch von Jackie nicht bekömmlich, um ehrlich zu sein.

Aber! Mir wurde schon einmal ein Maker's Mark geschenkt, der gar nicht so verkehrt war. Einer der wenigen Bourbons, die Weizen anstatt Roggen neben Mais und Gerstenmalz verwenden. Von daher wird der Whisky auch bedeutend süßer: Honig, Karamell. Ich meinte sogar eine leichte Note von Banane geschmeckt zu haben. War auf jeden Fall nicht unangenehm. Den könnte ich mir auch nochmal holen
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Adler_Steigflug schrieb:

Bourbons stehe ich tatsächlich skeptisch gegenüber. Aber das liegt wohl auch daran, dass ich dahingehend bisher zu wenig getrunken habe und von den bekannten Whiskys Jim Beam und Jack Daniels eher abgeschreckt bin. Immerhin sind sie gut zum Cola drüber schütten oder ins Essen zu geben (Chili con Carne mit einem Schuss Whisky ist der Hammer!).


das wundert mich nicht, dass du bourbons dann skeptisch gegenüber stehst...

jack daniels schmeckt einfach nicht und jim beam.. nun ja.

was die durchschnittlich kürzere lagerzeit bei bourbon angeht, ist das natürlich kein wunder, frische fässer plus wärmere lagerbedingungen führen zwangsläufig zu kürzerer lagerzeit.

Adler_Steigflug schrieb:

Leider ist, wie du schon sagst, bei Bourbons oft noch dieser metallisch-scharfe Alkoholgeschmack dabei.


ich meinste das nicht negativ, sondern positiv, die meisten sind deutlich runder (harmloser) als single malts, wenn ich einen guten, höherklassigeren bourbon finde, der noch ein paar ecken und kanten hat, finde ich das positiv.

wie kommst du denn darauf, dass viele bourbons einen metallisch-scharfen Alkoholgeschmack haben? allzu gross ist deine bisher probierte auswahl ja nicht, scheint sie sich ja auf makers mark und jim beam zu beschränken

ich verstehe auch nicht, warum du roggen anscheinend als makel betrachtest... es gibt eine ganze serie von whiskeys, den rye whiskeys, die richtig lecker sein können.

der sazerac antique ist sehr lecker, wenn auch kein bourbon und nicht einfach zu bekommen

die vielfalt ist gross, probieren macht spass und ist im einstiegs bereich definitiv erschwinglich. der eagle rare ist wirklich nicht teuer und sehr lecker.

und wie ich bereits schrieb, jack daniels als massstab zu nehmen, ist ungefähr so wie einen mcillroy zu probieren und zu behaupten, single malts sind schlecht



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Adler_Steigflug schrieb:

Bourbons stehe ich tatsächlich skeptisch gegenüber. Aber das liegt wohl auch daran, dass ich dahingehend bisher zu wenig getrunken habe und von den bekannten Whiskys Jim Beam und Jack Daniels eher abgeschreckt bin. Immerhin sind sie gut zum Cola drüber schütten oder ins Essen zu geben (Chili con Carne mit einem Schuss Whisky ist der Hammer!).


das wundert mich nicht, dass du bourbons dann skeptisch gegenüber stehst...

jack daniels schmeckt einfach nicht und jim beam.. nun ja.

was die durchschnittlich kürzere lagerzeit bei bourbon angeht, ist das natürlich kein wunder, frische fässer plus wärmere lagerbedingungen führen zwangsläufig zu kürzerer lagerzeit.

Adler_Steigflug schrieb:

Leider ist, wie du schon sagst, bei Bourbons oft noch dieser metallisch-scharfe Alkoholgeschmack dabei.


ich meinste das nicht negativ, sondern positiv, die meisten sind deutlich runder (harmloser) als single malts, wenn ich einen guten, höherklassigeren bourbon finde, der noch ein paar ecken und kanten hat, finde ich das positiv.

wie kommst du denn darauf, dass viele bourbons einen metallisch-scharfen Alkoholgeschmack haben? allzu gross ist deine bisher probierte auswahl ja nicht, scheint sie sich ja auf makers mark und jim beam zu beschränken

ich verstehe auch nicht, warum du roggen anscheinend als makel betrachtest... es gibt eine ganze serie von whiskeys, den rye whiskeys, die richtig lecker sein können.

der sazerac antique ist sehr lecker, wenn auch kein bourbon und nicht einfach zu bekommen

die vielfalt ist gross, probieren macht spass und ist im einstiegs bereich definitiv erschwinglich. der eagle rare ist wirklich nicht teuer und sehr lecker.

und wie ich bereits schrieb, jack daniels als massstab zu nehmen, ist ungefähr so wie einen mcillroy zu probieren und zu behaupten, single malts sind schlecht



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Ich wollte dir jetzt nicht auf den Schlipps treten. Aber ich hatte schon zuvor gesagt, dass ich zu wenige Bourbons bisher getrunken hatte. Von daher ist mein Urteil wohl nicht ganz fair.

Jim Beam, Jack Daniels, den Makers Mark und einen Kanadier. Wobei ich nicht weiß, ob der sich Bourbon nenne darf. Canadian Club heißt der.

Alkohol selber transportiert so einen eigenen Geschmack mit sich. keine Ahnung, ob man es metallisch nennen kann.. für mich ist das sowas in der Richtung. Das Phänomen habe ich auch bei vielen Obstbränden, dass zuerst viel Fruchtgeschmack transportiert wird, dieser nach 3, 4  Sekunden im Mund verschwindet und dieser Alkoholgeschmack dann dominiert. Viele Whisky-Destillen versuchen mit additiver und subtraktiver Reifung in Fässern gegen zu wirken. Fassaromen kommen also dazu, der Alkohol dünstet aber immer mehr aus dem Fass raus. Bei den Tennessee-Whiskys versuchen ja die Amerikaner durch die Holzkohlefilterung den Whisky etwas "weicher" zu machen.

Aber: ja, Jackie und Jim Beam (besonders dieser!) ist wohl kein Maßstab. Wenn du eine Empfehlung hast, gehe ich dieser gerne mal nach.

Btw.: Habe auch schon Rye-Whisky getrunken und das ist leider überhaupt nicht mein Fall. Aber über Geschmack lässt sich ja streiten. momentan habe ich sogar eher den Rum für mich entdeckt, wo ich lange Zeit auch eher schulterzuckend gegenüber stand. Leider befindet man sich da auch teilweise in hohen Preisklassen, da die ebenfalls lange lagern. An Silvester hatten wir ein Rum-Tasting und ich hatte jenen welchen für mich entdeckt:
https://www.rumundco.de/Dictador-Solera-Rum-XO-Insolent-07l
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Ich wollte dir jetzt nicht auf den Schlipps treten. Aber ich hatte schon zuvor gesagt, dass ich zu wenige Bourbons bisher getrunken hatte. Von daher ist mein Urteil wohl nicht ganz fair.

Jim Beam, Jack Daniels, den Makers Mark und einen Kanadier. Wobei ich nicht weiß, ob der sich Bourbon nenne darf. Canadian Club heißt der.

Alkohol selber transportiert so einen eigenen Geschmack mit sich. keine Ahnung, ob man es metallisch nennen kann.. für mich ist das sowas in der Richtung. Das Phänomen habe ich auch bei vielen Obstbränden, dass zuerst viel Fruchtgeschmack transportiert wird, dieser nach 3, 4  Sekunden im Mund verschwindet und dieser Alkoholgeschmack dann dominiert. Viele Whisky-Destillen versuchen mit additiver und subtraktiver Reifung in Fässern gegen zu wirken. Fassaromen kommen also dazu, der Alkohol dünstet aber immer mehr aus dem Fass raus. Bei den Tennessee-Whiskys versuchen ja die Amerikaner durch die Holzkohlefilterung den Whisky etwas "weicher" zu machen.

Aber: ja, Jackie und Jim Beam (besonders dieser!) ist wohl kein Maßstab. Wenn du eine Empfehlung hast, gehe ich dieser gerne mal nach.

Btw.: Habe auch schon Rye-Whisky getrunken und das ist leider überhaupt nicht mein Fall. Aber über Geschmack lässt sich ja streiten. momentan habe ich sogar eher den Rum für mich entdeckt, wo ich lange Zeit auch eher schulterzuckend gegenüber stand. Leider befindet man sich da auch teilweise in hohen Preisklassen, da die ebenfalls lange lagern. An Silvester hatten wir ein Rum-Tasting und ich hatte jenen welchen für mich entdeckt:
https://www.rumundco.de/Dictador-Solera-Rum-XO-Insolent-07l
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Adler_Steigflug schrieb:

Wenn du eine Empfehlung hast, gehe ich dieser gerne mal nach.


Vielleicht hilft das ja:

https://www.youtube.com/watch?v=0k66WjiXV4I

garantiert Jacky und Jim Beam frei.,
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Adler_Steigflug schrieb:

Wenn du eine Empfehlung hast, gehe ich dieser gerne mal nach.


Vielleicht hilft das ja:

https://www.youtube.com/watch?v=0k66WjiXV4I

garantiert Jacky und Jim Beam frei.,
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vonNachtmahr1982 schrieb:

Adler_Steigflug schrieb:

Wenn du eine Empfehlung hast, gehe ich dieser gerne mal nach.


Vielleicht hilft das ja:

https://www.youtube.com/watch?v=0k66WjiXV4I

garantiert Jacky und Jim Beam frei.,


Der gute Herr Lüning hat auch Geschmack

Bei meiner nächsten Bestellung bei whisky.de kommt dann mal ein Bourbon mit auf den Wunschzettel. Tatsächlich würde mich der Elijah Craig mit den 12 Jahren Reifezeit reizen. Aber 90 EUR ist da schon ne Ansage. Also wird es wohl der Woodford Reserve Double Oaked. Finish in stark getoasteten Eichenfässern, Brennverfahren in schottischen Pot-Stills und Dreifach-Destillation (kenn ich bisher nur von Auchentoshan) versprechen aber schon einmal einen feineren Whisky. Bin mal gespannt!

Ansonsten habe ich außerhalb der Bourbons noch den hier, der mein Interesse geweckt hat:

https://www.whisky.de/shop/International/Japan/Nikka-Coffey-Malt.html?listtype=search&searchparam=Nikka&searchorigin=1&searchparam=Nikka

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Habe den Fehler gefunden: Ich kann nicht bis 4 zählen

Für diese Edition verwenden sie also peated malt. Ich finde diese Kombinationen mit einer Sherry-Fass-Reifung immer ziemlich abgefahren. Habe mit dem Ardbeg Uigedail auch solch einen Kandidaten daheim.

Bitte mal bei dem St. Kilian hier mal berichten, wenn er angestochen wird Klingt nämlich schon einmal interessant.

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Adler_Steigflug schrieb:

Bitte mal bei dem St. Kilian hier mal berichten, wenn er angestochen wird Klingt nämlich schon einmal interessant.


So. Ich hab heute mal die Eintracht Eintracht sein lassen (scheinbar nichts verpasst) und Zuhause ein kleines Whisky-Tasting gemacht wo nach Talisker, Highland Park und Glenallachie auch der St. Kilian dran war. Nebenbei Bemerkung, der Whessky von der Brennerei Höhler ist für die Füße.

Nun der St. Kilian "Four": Im Geruch Rauch nach Lagerfeuer. Aber da drin auch eine trockene Süße. Rosinen und trockener Rotwein kommen miir da in den Sinn. Der Rauch überwiegt aber. Geschmacklich auch Rauch, eine leicht Salzige Note und Rosinen und Pflaumen. Im Mund merkt man die 48 Vol. % auch ordentlich. Im Abgang lässt der Rauch merklich nach. Es kommt eine herbe Note von Gewürz, Spuren von Vanille und ein Geschmack den ich noch nicht zu ordnen konnte.

An sich ein sehr interessantes Geschmackserlebnis. 4 von 5 Lüning Sternen. ⭐⭐⭐⭐
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Adler_Steigflug schrieb:

Bitte mal bei dem St. Kilian hier mal berichten, wenn er angestochen wird Klingt nämlich schon einmal interessant.


So. Ich hab heute mal die Eintracht Eintracht sein lassen (scheinbar nichts verpasst) und Zuhause ein kleines Whisky-Tasting gemacht wo nach Talisker, Highland Park und Glenallachie auch der St. Kilian dran war. Nebenbei Bemerkung, der Whessky von der Brennerei Höhler ist für die Füße.

Nun der St. Kilian "Four": Im Geruch Rauch nach Lagerfeuer. Aber da drin auch eine trockene Süße. Rosinen und trockener Rotwein kommen miir da in den Sinn. Der Rauch überwiegt aber. Geschmacklich auch Rauch, eine leicht Salzige Note und Rosinen und Pflaumen. Im Mund merkt man die 48 Vol. % auch ordentlich. Im Abgang lässt der Rauch merklich nach. Es kommt eine herbe Note von Gewürz, Spuren von Vanille und ein Geschmack den ich noch nicht zu ordnen konnte.

An sich ein sehr interessantes Geschmackserlebnis. 4 von 5 Lüning Sternen. ⭐⭐⭐⭐
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Kleiner Tipp bei Tastings: Die rauchigen zum Schluss
Den Fehler habe ich auch schon mal gemacht... danach schmeckst du die andern nicht mehr.

Den St. Kilian werde ich mir auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. Wenn dir diese Geschmacksnote = rauchig UND im Sherry-Fass gelagert (schwere Süße) zusagt, kann ich auch den Ardbeg Uigeadail empfehlen. Da geht es aber im Preisgefüge schon etwas nach oben (und dafür finde ich ihn tatsächlich schon etwas zu teuer):

https://www.whisky.de/shop/Aktuell/Geschenke/Geschenkefinder/Fuer-Profis/Ardbeg-Uigeadail.html

Ähnlich dem Highland Park 12 ist auch der Oban 14: dezenterer Rauch, dann kommt aber eher das Fass raus (ich meine mich an helle Früchte ala Apfel erinnern zu können).

Das ist ein Whisky, der auch für kleines Geld in gut sortierten Supermärkten und Getränkemärkten zu finden und definitiv sein Geld wert ist!

Ich habe mir jetzt zum Ausklang dieses Fußballfestes einen Tropfen eingefüllt, bei dem ich eigentlich dachte, dass ich die Flasche schon durch hätte. Ein mehr als schräger Whisky:

https://www.whisky.de/shop/Schottland/Single-Malt/Highlands/Edradour-10J-2009-2019---1.html?listtype=search&searchparam=Edradour&searchorigin=1&searchparam=Edradour

Ich weiß immer noch nicht so ganz, was ich davon halten soll. Für seine 10 Jahre Reifezeit extrem dunkel, da in First Fill Sherry Fässern gelagert. Für einen Sherry-casked-Whisky aber kaum süß. In der Nase kommt auf jeden Fall Sherry dominant rüber. Den Geschmack kann ich immer noch nicht einordnen. Er deutet Rauch an, hat aber so eine komische "alte" Note.. für einen 10-jährigen (?!?) Evtl. Leder oder altes Holz? Und dann kommt im Hintergrund die Sherry-Süße raus, die dann dezenter als gedacht (und sehr trocken) ausfällt. Für einen 10-jährigen extrem komplex.

Der wurde mir mal geschenkt, gibt es aber von dem unabhängigen Abfüller Signatory nicht mehr.
In der Abfüllung vom Hersteller aber auch für geringes Geld zu haben.





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