Wann platzt die Bombe? (Verein vs. Fußball AG )

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Das hier wird kein einfacher Thread, weil es nicht um "Caio rein oder raus" geht, sondern um die Zukunft von Eintracht Frankfurt. Auch das Verfassen ist nicht einfach, weil ich einerseits über keine tiefen Insider-Kenntnisse verfüge, aber in einem - bisher nicht öffentlich ausgetragenen - Konflikt  andererseits durchaus eine eigene Meinung besitze. Aber ich versuche jetzt einfach mal, die Fakten zusammenzuschreiben. Und ich bitte alle, sich ausschließlich konstruktiv an der Diskussion zu beteiligen, da es hier um die Zukunft von Eintracht Frankfurt geht.

[big]Der Auslöser[/big]
Am 05. Juli erschien in der FAZ ein Artikel zur Situation der U23, der ein Gespräch mit Klaus Lötzbeier wiedergibt. Falls es jemand nicht weiß: Klaus Lötzbeier ist als zuständiger Vizepräsident beim Verein und gleichzeitig neues Vorstandsmitglied bei der Fußball AG der starke Mann in Sachen Fußball, insbesondere Amateurfußball.

In diesem Gespräch revidiert Lötzbeier kursierende Etatzahlen der U23 für die kommende Regionalligasaison, 800.000 Euro seien nicht zutreffend (intern wird wohl mit 600.000 Euro kalkuliert, die an anderer Stelle auch schon in der Presse genannt wurden). Mit dem zu erwartenden Etat bildet die Eintracht wahrscheinlich das Schlusslicht der Liga, ein Klassenverbleib ist sehr unwahrscheinlich.

Dubios allerdings wird es, wenn für diesen Etat ein kalkulierter Zuschauerschnitt von 3000 angesetzt wird. Selbst bei wohlwollender Betrachtung wären selbst 1000 Zuschauer zu hoch gegriffen. D.h., es ist heute schon eine Finanzlücke von mindestens 270.000 Euro (17 Heimspiele, 8 Euro Eintritt) vorhersehbar, das sind rund 45 % des Etats (Basis 600.000 Euro).

http://www.eintracht.de/meine_eintracht/forum/1/11148136/?page=1
http://www.eintracht.de/meine_eintracht/forum/4/11148235/

[big]Die Finanzsituation des Vereines[/big]
Warum der Verein mit einer solch utopischen Zuschauerzahl kalkuliert, dürfte darin begründet liegen, dass er aktuell keine anderen Mittel hat, einen ausgeglichenen Etat für die U23 zu erstellen. Die Frage nach der Finanzierung durch die Fußball AG beantwortet ein Blick in deren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006:

"Darüber hinaus hatte die Eintracht Frankfurt Fußball AG einen Lizenzvertrag mit ihrem Gesellschafter Eintracht Frankfurt e. V. geschlossen. Demnach stehen Eintracht Frankfurt e. V. 5% der Umsatzerlöse während einer Spielzeit (01. Juli bis 30. Juni) mit einer Minimalvergütung von 600 Tausend EURO und einer Maximalvergütung von 1,2 Mio. EURO zu""

Diese "Maximalvergütung" von 1,2 Mio Euro  ist erreicht, eigentlich optimal für den Verein. Über dieses Geld kann der Verein frei verfügen, es beliebig für seine verschiedenen Abteilungen verwenden. Für den Fußball bzw. das Leistungszentrum gibt es noch was extra:

"Die Eintracht Frankfurt Fußball AG ist gem. der Lizenzierungsordnung der Deutschen Fußball Liga GmbH verpflichtet den sportlichen Unterbau der Lizenzfußballmannschaft, den Amateur- und Jugendfußball zu unterhalten. Mit Vertrag vom 19. Dezember 2001 wurde mit dem Verein und Mehrheitsgesellschafter Eintracht Frankfurt e. V., der die Durchführung des Amateur- und Jugendfußballs übernimmt, eine Vereinbarung getroffen, der diese Unterstützung auf 7% des Etats der Lizenzfußballmannschaft begrenzt. Darüber hinaus wurde eine Minimalgrenze von 1 Million EURO und eine Maximalgrenze von 2 Millionen EURO festgelegt."

2006 betrug die Zahlung hierfür 1.741.000 Euro, so dass angenommen werden kann, dass aktuell auch hier die Höchstgrenze von 2 Mio. Euro erreicht wird. Da der Verein somit seine maximalen Zuschüsse bekommt, sollte es ihm eigentlich finanziell gut gehen.

[big]Problembereiche[/big]
Jedoch zeigt sich, dass der Verein in wichtigen Bereichen scheinbar keine freien Mittel zur Verfügung hat. Auffälligstes Beispiel war der Weggang von Top-Talent Marko Marin, der finanzielle Gründe hatte (gemutmaßt wird hier über einen fehlenden Betrag von 3000 Euro monatlich). Der entstandene Schaden kann heute mit 3-7 Mio. Euro angesetzt werden. Aber auch Eintrachtlegende Uwe Bindewald wird mit seiner Erfahrung dem Verein nicht mehr als Betreuer zur Verfügung stehen, da man ihm nur deutlich weniger als 1000 Euro Gehalt anbieten konnte. In der neuen Saison wird es im Jugendbereich eine Neuordnung der physiologischen Betreuung geben, da auch hier keine ausreichenden Mittel vorhanden sind.

Und dann ist da natürlich aktuell der Kader der U23, der bisher weitgehend nur durch Spieler der eigenen U19 "verstärkt" werden konnte, während einer der wichtigsten Spieler der abgelaufen Saison, Danny Galm, den Verein verlassen hat. Trainer Leicht hofft noch auf Unterstützung durch abgestellte Profis.

[big]Neubau Leistungszentrum am Riederwald[/big]
Die Gelder für den Neubau am Riederwald sind von Seiten der Fußball AG zur Verfügung gestellt worden (ca. 12 Mio.Euro. Geschehen ist seither nichts, die Verzögerung des Baubeginnes beträgt mindestens 1 Jahr, eher 1,5 Jahre.

[big]Fußballschule[/big]
Mit der Fußballschule entsteht innerhalb der Fußball AG ein eigener Jugendbereich. Laut Bilanz von 2006 wirft die Fußballschule Gewinn ab. Eine Integration in den Verein ist laut BILD gescheitert. (http://www.eintracht.de/meine_eintracht/forum/4/11148086/)


[big]Die Frage aller Fragen [/big]
Die entscheidende Frage wurde in der Öffentlichkeit noch nicht gestellt, scheint aber derzeit jeden Fortschritt der Entwicklung von Eintracht Frankfurt zu lähmen:

Wer soll die Verantwortung für Fußball bei Eintracht Frankfurt tragen?

Für andere Vereine hat das User untouchable schon beantwortet (http://www.eintracht.de/meine_eintracht/forum/4/11148235,11689851/goto/)

Bei der Eintracht ist das Gerangel in vollem Gange: Der Verein versucht, seine Interessen in der AG dadurch zu wahren, dass Klaus Lötzbeier im Vorstand etabliert wurde. Er kommt als Nachfolger von Heiko Beeck, obwohl ursprünglich für diesen gar kein Nachfolger vorgesehen war. Die Unabhängigkeit des Vereines - insbesondere beim Jugendfußball - soll gewahrt bleiben.

Die Fußball AG hingegen möchte Einfluss auf das Leistungszentrum bekommen, um Gelder gezielt einsetzen zu können (siehe Marin), statt sie einfach nur dem Verein zur Verfügung zu stellen.

Zu erwarten ist, dass letztendlich eine Partei sich durchsetzt - und die handelnden Personen der unterlegenen Partei ihren Hut nehmen werden.
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Ich seh erst mal keine Bombe platzen.
Mit der Bereufung von Herrn Lötzbeier in den AG-Vorstand ist die notwendige und sinnvolle "Verzahnung" von AG und Verein vorangetrieben worden.

Tatsache ist jedoch auch, dass der Verein Hauptaktionär der AG ist, also das "Sagen" hat. Hier kommt normalerweise dem Aufsichtsrat(svorsitzenden)  der AG große Bedeutung zu (rein formal gesehen).

Herr Lötzbeier als AG-Vertreter ist jedoch "einfaches Vorstandsmitglied", d. h. (rein formal!!) dem Vorstndsvorsitzenden HB nachgeordnet.

Fazit: Es ist in einem Verhältnis Aktionär/AG wie immer im Leben:
Letztlich kommt es auf das menschliche Verhältnis der handelnden Personen zueinander an. Wer ist dominant? Wer ist arrogant? Wer ist selbstbewußt? Wer ist devot?

Bisher ist noch kein "Reibungsverlust" an mein öffentliches Ohr gedrungen. Deshalb gehe ich als Aussenstehernder davon aus, dass alles harmonisch läuft und man HB "machen lässt".

Das kann allerdings dann irgendwann mal kritisch werden, wenn eine Millioneninvestition (z. B. Caio) in den Sand gesetzt worden ist oder wen gar - Horrorszenario - gefragt wird, wer einen nicht ganz und gar unmöglichen Abstieg zu verantworten hat...
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Gudn Sk,

ich bin da ganz nah bei Sotirios05.

Die Fragestellungen welche Du aufwirfst, sind legitim und logisch, nur muss man sie auch im Kontext der Gesamtsituation sehen und Bewertungen für Verfehlungen auf Ihrer Begründung diskutieren.

Weshalb wurde mit dem Neubau noch nicht angefangen? Gab es Planungs-Umsetzungswiedersprüche die lieber im Vorfeld geklärt werden müssen?

Sind die aufgezählten Verfehlungen neuere Probleme, oder sind es die letzten zu kittenden Bruchstellen, an die man sich erst nach Klärung anderer, direkt beteiligter Parameter machen möchte/kann um das gewünschte Resultat zu erzielen?

Ist es sinnvoll und perspektivisch richtig, den von mir geschätzten Bindewald ziehen zu lassen, weil ggfls. andere, auch wichtige oder gar verdiente Persönlichkeiten nicht mit Ihm korrespondieren konnten, seine Ideologie eine andere war? Ist eine Bewertung meinerseits hierzu objektiv, oder weil ich ein ausgemachter Bindewald Freund bin eher ein wenig zu subjektiv? Handele ich im Interesse des Vereines, oder auf Grundlage meiner Gefühle, meines Gewissens? Schwer.

Ist ein Fall Marin bei anderen Strukturen/Verantwortlichkeiten auszuschliessen? Wenn ja, warum passiert das immer und über allwieder?


Eintracht Frankfurt, ob AG, e.V., all das war vor nicht vielen Jahren ein Fass ohne Boden, eine Baustelle biblischen Ausmasses. Mittlerweile gibt es noch einiges, was im Argen liegt, es ist toll, wenn der einzelne kleine Mann den Finger in diverse Wunden legen kann, denn das ist ein Ergebnis der mittlerweile geschaffenen Transparenz und überschaubaren Problemstellen.

Zum Thema Etat und Struktur der U23 möchte ich mich an dieser Stelle nicht äussern.

Zusammenfassend möchte ich sagen, das wir genauso sicher auf einem guten Wege sind, wie sicher und selbstverständlich ist, das nicht alles im Lot sein kann. Dies ist ein langwieriger Prozess, der trotzdem niemals auf Dauer zum Optimalzustand führen kann und wird.

Grüsse & Danke für diesen Fred
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Ich hoffe ja immer noch, dass die FAZ bei der Zuschauerkalkulation einfach eine 0 als Tippfehler angehängt hat.

Ansonsten gibt es wohl in der Tat einige Knackpunkte zwischen AG und e.V.
Dennoch sind die beiden aufeinander angewiesen. Von daher hoffe ich, dass die Vernunft siegt und man vernünftige Kompromisse findet.

Die AG profitiert von einem vernünftigen Unterbau und möchte hier natürlich entsprechenden Einfluss geltend machen, der e.V. profitiert von einer sportlichen und wirtschaftlich erfolgreichen Profimannschaft.
Dass jede Partei natürlich möglichst viel von den Fleischtöpfen abhaben möchte liegt in der Natur der Sache.

Wir können froh sein, dass es überhaupt diese Flleischtöpfe gibt.
Von daher sehe ich die Sache -noch- entspannt.

Wachsam sein sollte man trotzdem.
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In diesem Zusammenhang eine kurze Frage: Hauptanteilseigner an der AG ist der Verein.

Wer noch?

Es gab doch da mal diesen dubiosen "Verein Freunde der Eintracht" sowie irgendwelche Banken, die mittlerweile ausgezahlt sind,richtig?
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bernie schrieb:
Ich hoffe ja immer noch, dass die FAZ bei der Zuschauerkalkulation einfach eine 0 als Tippfehler angehängt hat.

Ansonsten gibt es wohl in der Tat einige Knackpunkte zwischen AG und e.V.
Dennoch sind die beiden aufeinander angewiesen. Von daher hoffe ich, dass die Vernunft siegt und man vernünftige Kompromisse findet.

Die AG profitiert von einem vernünftigen Unterbau und möchte hier natürlich entsprechenden Einfluss geltend machen, der e.V. profitiert von einer sportlichen und wirtschaftlich erfolgreichen Profimannschaft.
Dass jede Partei natürlich möglichst viel von den Fleischtöpfen abhaben möchte liegt in der Natur der Sache.

Wir können froh sein, dass es überhaupt diese Flleischtöpfe gibt.
Von daher sehe ich die Sache -noch- entspannt.

Wachsam sein sollte man trotzdem.




Lieber Bernie

deine Hoffnung in Ehren, aber ich glaube nicht das die 3000 ein Druckfehler war, sonst hätte die FAZ nicht diese süffisante Überschrift gewählt:

FANS MITBRINGEN - UND DIE PUNKTE IN FRANKFURT LASSEN

Ja, es geht um Fleischtöpfe und ja, wir sollten in der Tat sehr wachsam sein!

Die Ausführungen von SK sind meiner Meinung nach objektiv geschrieben und
sehr lesenswert ( und vor allen Dingen nachdenkenswert!)
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Ich möchte hier etwas posten, das ich am vergangenen Wochenende an anderer Stelle bereits gepostet habe. Diese Geschichte kann ein weiterer Indiz in Richtung "AG strebt Kontrolle über Fussball an" ist. Was ich, mit Verlaub, für nicht falsch halte.

Kennt ihr eigentlich den JFC Frankfurt?

Laut Berichten eines Presseorgans mit vier Buchstaben, hat ein gewisser Karl-Heinz Körbel einen Jugendfussballclub (JFC) in Frankfurt aufgemacht und hat mit einigen Jugendspielern der Fussballschule Mannschaften gegrümdet. Angeblich weil es Streiterein äääääh Unstimmigkeiten zwischen ihm und dem e.V. wegen des Jugendförderkonzepts gibt/ gab. Fraport ist wohl als Unterstützer ebenfalls an Bord. Siehe auch http://tinyurl.com/5wh9y2.

Wenn ich daran denke, das Bruchhagen von Anfang an nicht begeistert von der Trennung zwischen U19/ U23 und der Fussball AG war und ich mir manches Zitat in Erinnerung rufe (”Palast” im Zusammenhang mit dem Umbau des Riederwalds), frage ich mich, ob da im Hintergrund am Aufbau eines eigenen AG Jugendförderkonzepts gearbeitet wird. Hoffentlichtun tun sich da nicht bald wieder tiefe Gräben zwischen (Teilen der) AG und dem e.V. auf…


Hintergrund für den Verbleib des "Amateurfussballs" beim Gesamtverein war die Angst des Vereins, die AG könnte untergehen und damit zum Ende des Fussballs bei der Eintracht führenm wenn ein Nachfolgeverein wieder in der untersten Klasse beginnen muss. Aus diesem Grund wollte man die Amateure von der AG trennen und möglichst hochklassig spielen lassen.

Da die damalige Risikobewertung so heute nicht mehr haltbar ist, spricht aus meiner Sicht alles für eine Integration der ersten Jugend (U19) und Nachwachsmannschaft (U23) in die Struktur der AG.
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Komischer Thread, sorry.
Zwei Punkte sind mir besonders aufgefallen:
Wieso man anhand eines Etats die Wahrscheinlichkeit berechnen kann ob ein Verein die Klasse hält, mir schleierhaft. Genauso könnten andere Vereine in der Klasse sagen "Wir werden keine Unterstützung durch die erste Mannschaft aus der Bundesliga haben, wahrscheinlich steigen wir ab!".
Genauso "logisch", oder?

Was hat Uwe Bindewald denn machen sollen für die Kohle, kann einer die Aufgaben realistisch umschreiben? Oder sollten verdiente Stars automatisch dicke Verträge bekommen? Ich schätze die Eintracht und auch Uwe Bindewald da anders ein!
Vielleicht hat man sich einfach nicht geeinigt?

Der Thread geht etwas in die Richtung Panikmache und Unruhestiften, auch wenn ich gerne glaube dass dies nicht die Motivation oder Absicht war!
Dem Verfasser kann man auch zugute halten das er evt. in einem Zwiespalt steckt (Insiderwissen), aber ob man dann so einen halbgaren Thread schreiben sollte?
Wie soll man sich da ein Bild machen?

Vielleicht ergänzen und erhellen andere das Bild noch.
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Guude lt.

ich wiederum bin da doch näher bei sk. Zu dem m.E. eigentlichen Knackpunkt sagst Du leider nichts. Hälst Du die jetzige Aufteilung Jugend und U 23 beim Verein und nur die Profis bei der AG denn für sinnvoll?

Eintrachtgrenzenlos schrieb in einem anderen Thread nicht zu Unrecht, dass es sinnvoll wäre, U 17, U 19 und U23 der AG anzugliedern, da wohl meist auch erst ab diesen Jahrgängen Verträge abgeschlossen werden.

Folge des momentanen "Zustandes" ist doch ein Auseinandertriften, deutlich geworden an der Frage der Finanzen. Die AG hätte wohl gerne die eine oder andere U unter ihren Fittichen, der Verein will sie behalten. Daraufhin beruft sich der Verein mit recht auf die geschlossenen Verträge, die immerhin zwischen der AG und dem Mehrheitsgesellschafter selbst, also dem Verein geschlossen wurde. Insoweit liegt auch Sotirios nicht ganz richtig. Natürlich könnte der überwiegend vom Verein gestellte Aufsichtsrat Bruchhagen absetzen und einen Mann bestimmen, der die bestehenden Finanzierungsverträge zwischen Verein und AG aufhebt und neue für den Verein günstigere abschließt, diese Vorgehensweise wäre aber mehr als fragwürdig, da ja gerade der Verein Vertragspartner der ursprünglichen Vereinbarung war.

Unterstellt man aber die U 17, U 19 und U 23 der AG haben wir eine neue Grundlage und der Abschluß eines neuen Vertrages wäre sinnvoll.

Es ist doch eigentlich logisch, dass der der bezahlt auch die Musik bestellt, also die kostenintensiven U-Mannschaften in die AG eingegliedert werden. Das macht ja auch die Mehrzahl der Bulimannschaften so.

Da der Verein aber dann wirtschaftliche Macht und Einfluß verlieren würde, sperrt er sich gegen diese Vernunft gebietende Maßnahme, selbst auf die Gefahr hin, abzusteigen.


Ich sehe hier folglich, da es sich bei den U-Mannschaften um einen nicht unerheblichen Teil der Zukunft der Eintracht handelt, ein ganz erhebliches Konfliktpotential und befürchte, dass hier der Mehrheitsgesellschater zu einer eher irrationalen Lösung gelangen könnte.

Ich hoffe aber natürlich, dass Du recht hast und sich die Dinge mit der Zeit (haben wir die noch und nehmen bis dahin den Abstieg der U23 in Kauf?) regeln.

Noch eine kurze Anmerkung zu Bindewald. Der Verein wollte ihn ja weiterbeschäftigen, konnte aber wegen der Finanznot einfach kein adäquates Angebot unterbreiten.

Hoffen wir mal, das es gut geht.

Gruß
concordia-eagle
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Knueller schrieb:
In diesem Zusammenhang eine kurze Frage: Hauptanteilseigner an der AG ist der Verein.

Wer noch?

Es gab doch da mal diesen dubiosen "Verein Freunde der Eintracht" sowie irgendwelche Banken, die mittlerweile ausgezahlt sind,richtig?

Dem e. V. gehören 71,45 Prozent der AG, den "Freunden der Frankfurter Eintracht", bestehend aus den Herren Ehinger und Wisser und der BHF-Bank, der DZ Bank, der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank, der Helaba, dem Bankhaus Metzler sowie der Fraport AG, die restlichen 28,55 Prozent.
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monk schrieb:
Knueller schrieb:
In diesem Zusammenhang eine kurze Frage: Hauptanteilseigner an der AG ist der Verein.

Wer noch?

Es gab doch da mal diesen dubiosen "Verein Freunde der Eintracht" sowie irgendwelche Banken, die mittlerweile ausgezahlt sind,richtig?

Dem e. V. gehören 71,45 Prozent der AG, den "Freunden der Frankfurter Eintracht", bestehend aus den Herren Ehinger und Wisser und der BHF-Bank, der DZ Bank, der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank, der Helaba, dem Bankhaus Metzler sowie der Fraport AG, die restlichen 28,55 Prozent.


Soviele Banken sind da mit dabei??
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Untouchable hat sich in einem anderen Thread mal die Mühe gemacht und überprüft, wieviele Bundesligavereine in einer solchen Situation stecken in der AG und Verein (sprich Profis und Leistungszentrum) nicht in einer Hand sind.
Ist doch sehr interessant das es nur in Bielefeld und bei uns diese Lösung gibt.




Ich hab's für die erste Liga mal überprüft:

FC Bayern - Profis und Jugend bei FC Bayern AG
Werder - Profis und Jugend bei Werder Bremen GmbH & Co KG aA
Schalke - PuJ bei FC Schalke 04 e.V
HSV - PuJ bei HSV e.V.
WOB - PuJ bei VfL Wolfsburg-Fußball GmbH
VfB - PuJ bei VfB Stuttgart 1893 e.V.
LEV - PuJ bei BAYER 04 FUßBALL GMBH
Hanoi - PuJ bei Hannover 96 GmbH & Co. KGaA
SGE - Profis bei Eintracht Frankfurt Fußball AG, Jugend bei Eintracht Frankfurt e.V.
Hertha - PuJ bei Hertha BSC GmbH & Co. KG aA
KSC - PuJ bei Karlsruher Sport Club e.V.
Bochum - PuJ bei VfL Bochum 1848
Fußballgemeinschaft e.V.
BVB - PuJ bei Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
Cottbus - PuJ bei Energie Cottbus e.V.
Bielefeld - Profis bei bei DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA, Jugend bei DSC Arminia Bielefeld e.V.
FCN - PuJ bei 1. Fußball Club Nürnberg e.V.
Hansa - PuJ bei F.C. HANSA ROSTOCK e.V.
MSV - PuJ bei MSV Duisburg GmbH & Co.KGaA

16 Vollidiotenvereine, nur wir und Bielefeld sind clever. Oder doch eher...
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eintracht-grenzenlos schrieb:
Untouchable hat sich in einem anderen Thread mal die Mühe gemacht und überprüft, wieviele Bundesligavereine in einer solchen Situation stecken in der AG und Verein (sprich Profis und Leistungszentrum) nicht in einer Hand sind.
Ist doch sehr interessant das es nur in Bielefeld und bei uns diese Lösung gibt.



Nur leider wird der Verein als Mehrheitsaktionär niemals seinen eigenen Einfluss auf die AG beschneiden und die Fußballabteilung komplett an die AG abtreten (und genau dies wäre es ja).
Vernünftig wäre es natürlich schon, aber Vernunft hat bei unseren Vereinsführungen leider nicht immer eine grosse Rolle gespielt.
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concordia-eagle schrieb:
Guude lt.

i Zu dem m.E. eigentlichen Knackpunkt sagst Du leider nichts. Hälst Du die jetzige Aufteilung Jugend und U 23 beim Verein und nur die Profis bei der AG denn für sinnvoll?

..........


Gudn CE,

ich gebe Dir vollkommen Recht, mit der Eingliederung unserer U-Mannschaften auch Richard Kress hat viel wahres und gutes hierzu gesagt.

Ich rede ungern um den heissen Brei und wenn ich die Punkte welche ich gerne als Argumentationsgrundlage anführen möchte, hier nicht auf den Tisch packen will, dann lasse ich das eben leider aus.

Sonntag hätten wir das schön vertiefen können.....  
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lt.commander schrieb:
concordia-eagle schrieb:
Guude lt.

i Zu dem m.E. eigentlichen Knackpunkt sagst Du leider nichts. Hälst Du die jetzige Aufteilung Jugend und U 23 beim Verein und nur die Profis bei der AG denn für sinnvoll?

..........


Gudn CE,

ich gebe Dir vollkommen Recht, mit der Eingliederung unserer U-Mannschaften auch Richard Kress hat viel wahres und gutes hierzu gesagt.

Ich rede ungern um den heissen Brei und wenn ich die Punkte welche ich gerne als Argumentationsgrundlage anführen möchte, hier nicht auf den Tisch packen will, dann lasse ich das eben leider aus.

Sonntag hätten wir das schön vertiefen können.....  



Das holen wir nach, ganz bestimmt
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Für mich ist das hier der wichtigste Fred des Jahres. Caios Übergewicht, häßliche rosa Schals und das Wetter im Zillertal sind langfristig für die Eintracht scheißegal, aber hier wird mMn unser Unterbau und damit unsere Zukunft leichtfertig an die Wand gefahren - und keinen scheint das (bisher) groß zu jucken.

Ich bin kein Kenner der Situation, aber wer im FAZ-Bericht ein klein bißchen zwischen den Zeilen liest, wird mein Unbehagen teilen. Und die Sache mit dem JFC verstärkt bei mir den Eindruck, daß die AG die gesamte Nachwuchsarbeit immer stiefmütterlicher behandelt. Die Folgen werden wir irgendwann zu spüren bekommen, wenn der nächste Marin aus Mangel an Perspektive und Fürsorge den Verein verläßt.

Danke schlusskonferenz für diesen Fred, und JA, er gehört genau hier hin!
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Knueller schrieb:
monk schrieb:
Knueller schrieb:
In diesem Zusammenhang eine kurze Frage: Hauptanteilseigner an der AG ist der Verein.

Wer noch?

Es gab doch da mal diesen dubiosen "Verein Freunde der Eintracht" sowie irgendwelche Banken, die mittlerweile ausgezahlt sind,richtig?

Dem e. V. gehören 71,45 Prozent der AG, den "Freunden der Frankfurter Eintracht", bestehend aus den Herren Ehinger und Wisser und der BHF-Bank, der DZ Bank, der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank, der Helaba, dem Bankhaus Metzler sowie der Fraport AG, die restlichen 28,55 Prozent.


Soviele Banken sind da mit dabei??

Ja, aber ein auf zwei Einzelpersonen, den Trikotsponsor und fünf Banken verteilter Anteil von 28,55 Prozent ist doch noch annehmbar.
Kritischer wäre es für mich, wenn eine dieser Banken alleine über die 28,55 Prozent verfügen würde.
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phrasenschwein schrieb:
Für mich ist das hier der wichtigste Fred des Jahres. Caios Übergewicht, häßliche rosa Schals und das Wetter im Zillertal sind langfristig für die Eintracht scheißegal, aber hier wird mMn unser Unterbau und damit unsere Zukunft leichtfertig an die Wand gefahren - und keinen scheint das (bisher) groß zu jucken.

Ich bin kein Kenner der Situation, aber wer im FAZ-Bericht ein klein bißchen zwischen den Zeilen liest, wird mein Unbehagen teilen. Und die Sache mit dem JFC verstärkt bei mir den Eindruck, daß die AG die gesamte Nachwuchsarbeit immer stiefmütterlicher behandelt. Die Folgen werden wir irgendwann zu spüren bekommen, wenn der nächste Marin aus Mangel an Perspektive und Fürsorge den Verein verläßt.

Danke schlusskonferenz für diesen Fred, und JA, er gehört genau hier hin!



Das mit dem "Unbehagen" kann so stehenbleiben aber.....
....die Jugendarbeit gehört zum eV und nicht zur AG, bitte nicht vergessen!

Hat SK ja auch ganz klar geschrieben!
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bernie schrieb:
eintracht-grenzenlos schrieb:
Untouchable hat sich in einem anderen Thread mal die Mühe gemacht und überprüft, wieviele Bundesligavereine in einer solchen Situation stecken in der AG und Verein (sprich Profis und Leistungszentrum) nicht in einer Hand sind.
Ist doch sehr interessant das es nur in Bielefeld und bei uns diese Lösung gibt.



Nur leider wird der Verein als Mehrheitsaktionär niemals seinen eigenen Einfluss auf die AG beschneiden und die Fußballabteilung komplett an die AG abtreten (und genau dies wäre es ja).
Vernünftig wäre es natürlich schon, aber Vernunft hat bei unseren Vereinsführungen leider nicht immer eine grosse Rolle gespielt.

Mir stellt sich dabei die Frage, warum das bei den anderen Vereinen funktioniert hat. Auch bei denen muss es doch die Angst gegeben haben, an Bedeutung und Einfluss zu verlieren.
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Knueller schrieb:
monk schrieb:
Knueller schrieb:
In diesem Zusammenhang eine kurze Frage: Hauptanteilseigner an der AG ist der Verein.

Wer noch?

Es gab doch da mal diesen dubiosen "Verein Freunde der Eintracht" sowie irgendwelche Banken, die mittlerweile ausgezahlt sind,richtig?

Dem e. V. gehören 71,45 Prozent der AG, den "Freunden der Frankfurter Eintracht", bestehend aus den Herren Ehinger und Wisser und der BHF-Bank, der DZ Bank, der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank, der Helaba, dem Bankhaus Metzler sowie der Fraport AG, die restlichen 28,55 Prozent.


Soviele Banken sind da mit dabei??


Um genau zu sein: Vier Banken. Denn die DZ Bank ist die Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, das sind also keine separaten Institute.


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