Einerseits schreibst du, dass HertzIV in die richtige Richtung geht, andererseits stimmst du der Beschreibung der Missstände zu. Was ist denn HartzIV außer den genannten Punkten? Da bleibt nicht viel.
Was Du aus drei Punkten alles rauszulesen vermagst.
Von einer "richtigen Richtung" wirst Du bei mir schwerlich gelesen haben. Vielmehr von mangelnden Alternativen und behördlicher Willkür. Welche weiteren Missstände hast Du in meinen Worten noch entdeckt?
Ich kritisiere fünf Dinge: 1. Mangelndes handwerkliches Können des Gesetzgebers. Wer zu viel As und Bs hinter §§-Ziffern braucht, hat sein Gesetz selbst erst beim dritten Lesen verstanden. 2. Regelsätze, die aus der Luft herausgegriffen festgelegt wurden. 3. Ein Sanktionsregelwerk, dass (fast) kein Leistungsempfänger und (fast) kein Sachbearbeiter versteht 4. PAPs, also persönliche Ansprechpartner, die oft weder ansprechbar, noch gut ausgebildet sind. 5. Amtsinterne Anweisungen, nach welchen Leistungen bewußt verwehrt werden, auf welche von Gesetzes wegen ein Anspruch besteht.
So, nach dieser Auflistung wäre ich echt interessiert, wie Deine Alternative aussähe.
Ich verstehe da wirklich nicht, auf was du hinaus willst, außer irgendeiner Korinthenkackerei. Von mir aus ändere all die Punkte (und noch ein paar mehr), und nenn es weiterhin HartzIV, oder von mir aus auch Westerwelle VII, dann bin ich einverstanden.
Ich verstehe da wirklich nicht, auf was du hinaus willst, außer irgendeiner Korinthenkackerei.
Na dann scheint es bei Dir noch heißer zu sein als bei mir.
Von mir aus ändere all die Punkte (und noch ein paar mehr), und nenn es weiterhin HartzIV, oder von mir aus auch Westerwelle VII, dann bin ich einverstanden.
Ja, schon klar: einfach ein paar mehr. Welche darf gerne Dein Geheimnis bleiben. Konkret werden hat ja auch immer so etwas abstoßend pragmatisches.
Ich klinke mich an dieser Stelle aus. Das führt ja zu nix mehr.
municadler schrieb: In Deutschland wirst du weder mit neoliberalen noch mit extrem linken Thesen Mehrheiten gewinnen . Die Sehnsucht nach Mitte und Ausgleich ist zu gross bei uns.
Daher gehts darum, regiert eine linke Mitte oder eine rechte Mitte. Wenn man dafür ist, dass eine linke Mitte mehrheitsfähig ist muss die Linke mehr auf die SPD zugehen als umgekehrt.
Mann kann auch darauf verzichten und ewig in der Oppostion das bessere Leben fordern.
Sorry, wenn ich da jetzt einen Rückgriff auf heute Vormittag mache, aber das kann man so nicht stehen lassen!
Die heute weitestgehend gezähmten Grünen sind das beste Beispiel dafür, dass eine unangenehme Oppositionspartei wesentlich effektiver sein kann, als eine zahme Regierungspartei. Der Umweltschutz wurde in Deutschland nicht zuletzt deshalb bereits unter Kohl derart zentrales Thema, weil man Grün unbedingt zu verhindern glauben musste, argumentativ aber von den Grünen vor sich her getrieben wurde. Mit dem Regierungseintritt der Grünen in die Rot/Grüne Koalition unter Schröder war es vorbei mit der effektiven Mahnerrolle der Partei, da musste dann ein grüner Umweltminister die Altautoverordnung für Schröder beackern in Brüsel
Ähnliches erleben wir jetzt mit der Linken, der SPD und letztlich auch mit den Regierungsparteien. Die SPD wird von der Linken programmatisch zurück an die sozialdemokratischen Wurzeln gezwungen. Sozialdemokratische Positionen fanden vor der breiten Etablierung der Linken phasenweise überhaupt nicht mehr statt. Dafür hat Schröder mit seinem Regierungsstil in gleicher Weise gesorgt, wie ein Tony Blair mit New-Labour in GB.
Heute stellen sich SPD-Politiker wieder hin und fordern alte sozialdemokratische Sozialstaatsprinzipien ein, das hätten sie ohne Linke, wie du munic ja so schön sagst, nicht nötig. Die Mitte wäre im Blick. Eine Opposition die wirklich gegenteilige Meinungen vertritt und auch laut ausspricht, ist für eine Demokratie absolut unverzichtbar. Das hatten wir hier nicht mehr, weil alle nur noch von der Mitte sprachen, nur noch Politik für diese vermeintliche Mitte machten und sich dadurch zum verwechseln ähnlich wurden. An so einem Punkt angelangt geht ein Staatswesen von der Demokratie, also der Wählbarkeit verschiedener Positionen, in einen alternativlosen Bürokratismus über, der seine demokratische Legitimation nicht mehr aus demokratischer Auseinandersetzung sondern lediglich aus pseudo demokratischer Brauchtumspflege bezieht.
Btw.: Kapitalismus ist nicht alternativlos, also sind Mainstreampositionen nicht unbedingt ein Zeichen für Vernunft, sondern vielleicht ein Zeichen von Phantasielosigkeit!
ich glaube es gibt nichts was schwarz/gelb im moment mehr fürchten als neuwahlen, vor allem die fdp.
wenn sich spd und linke und grüne und linke nicht mittelfristig irgendwie arrangieren wird es bald bundesweit große koalitionen regnen.
Grosse Koalitionen sind der politische Tod der SPD. Das haben wir doch alle gelernt. Ich verstehe die SPD - Ächtung der Linken nicht. Die rechnerische Mehrheit gegen das "bürgerliche Lager" wird von der SPD somit sabotiert
EFCB schrieb: Ich möchte jetzt mal wieder etwas näher ans Ausgangsthema rücken. Wer ein bischen intensiver die Medien durchliest hat feststellen können, daß man in Frankreich (publikumswirksam) Einsparungen auch ganz oben vornimmt. Zunächst wird versucht den Mauscheleien und Betrügereien der Berufspolitiker Einhalt zu gebieten. In Frankreich (wie auch in England) wurde da nämlich skrupellos bei Dienstwohnungen, Personal und anderen Kostenerstattungen betrogen. Da wurden jahrelang die Augen zugedrückt weil alle Parteien davon betroffen waren (beim Front National bzw. den Trotzkisten ist nix drüber bekannt, da wohl eher weniger weil man nie an den politischen Schalthebeln saß).
In dem Umfang wie das in diesen beiden Ländern vorgekommen und nun ans Licht gekommen wird dürfte die deutsche politische Elite wohl nicht abgegriffen haben, aber gewiss gäbe es da doch das ein oder andere. Schaut man sich mal die Nutzung der Flugbereitschaft an, die kumpelhafte Zuschacherung politischer Pöstchen und Beförderungen bei Regierungswechseln und ähnliches könnte die Politik mal beim Sparen vorangehen und ein gutes Beispiel für andere vorgeben. Auch ist zu fragen ob die Verwaltung und das politische Leben derart viele Dienstwägen und luxuriös ausgestattete Büros braucht. Ich meine da läge sehr viel Einsparpotential brach.
Weiter könnte es gehen mit dem Verzicht auf kostspielige Einladungen (erinnert sei da nur mal an die Grillfeier mit Bush) oder die ganzen Feste auf Kosten des Steuerzahlers (Die Franzosen wollen u.a. durch Verzicht auf die Gartenparty am Nationalfeiertag richtig viel Geld einsparen) . Auch wäre endlich eine Eindampfung der unnötigen Hin-und Herreiserei zwischen Bonn und Berlin angebracht. Das ist ein kostspieliger Anachronismus.
Die Versorgung ehemaliger Politiker und der politischen Beamtenschaft ist auch ein extrem kostspieliger Brocken. Nur da traut man sich nicht wirklich ran, schließlich sind es die eigenen Pfründe die in Gefahr geraten.
Und würden die Parteien sogar anfangen, bei ihrer eigenen Parteienfinanzierung ein wenig zurückzufahren könnte man sagen : "Chapeau"
Würden die Entscheidungsträger bei sich selbst anfangen und zur Gesundung des Staatsdefizites beitragen würde auch der Normalbürger eher zu gewissen Einschnitten Verständnis haben.
Daß bei der Verwaltung und dem ganzen Drumherum im Sozialbereich ebenfalls erhebliches Einsparpotential brachliegt wurde ja schon einige Seiten weiter vorher diskutiert und ich greife es deshalb nicht mehr auf.
Sehr schön geschrieben, so sehe ich das auch. Wir müssen sparen? Gerne, aber jeder.
Auch deinem anderen Beitrag, dass die Wahrheit irgendwo in der Mitte der Links- & Rechtspopulisten liegt, stimme ich zu.
Generell läuft der Thread ja echt konstant, habe auch wieder viele neue Infos bekommen.
Ich wollte (vielleicht für's nächste Thema ,-) ) noch anmerken, dass mit Beginn meines Studiums sich meine finanzielle Situation nochmals verschlechtert. Manche haben's ja mitbekommen.
Weiter oben hat jemand (municadler?) von 500 € im Monat / 360 € geredet. Nach Abzug meiner Miete werde ich noch 300 € im Monat für alles Restliche zur Verfügung haben, ich bin gespannt.
Btw.: Kapitalismus ist nicht alternativlos, also sind Mainstreampositionen nicht unbedingt ein Zeichen für Vernunft, sondern vielleicht ein Zeichen von Phantasielosigkeit!
Mit der These, dass der Kapitalismus nicht alternativlos ist, sind wir hier ziemlich allein, siehe die Beurteilung von Gauck.
Btw.: Kapitalismus ist nicht alternativlos, also sind Mainstreampositionen nicht unbedingt ein Zeichen für Vernunft, sondern vielleicht ein Zeichen von Phantasielosigkeit!
Mit der These, dass der Kapitalismus nicht alternativlos ist, sind wir hier ziemlich allein, siehe die Beurteilung von Gauck.
die beurteilung von gauck hat nicht zwingend etwas damit zu tun, ob es alternativen zum kapitalismus geben könnte. sie sagt lediglich etwas darüber aus ob in diesem kapitalismus gauck eine alternative zu wulff ist. und das würde ich weiterhin unterschreiben.
Btw.: Kapitalismus ist nicht alternativlos, also sind Mainstreampositionen nicht unbedingt ein Zeichen für Vernunft, sondern vielleicht ein Zeichen von Phantasielosigkeit!
Mit der These, dass der Kapitalismus nicht alternativlos ist, sind wir hier ziemlich allein, siehe die Beurteilung von Gauck.
gauck waere in einem einzigen punkt besser gewesen. er ist kein parteisoldat. das ist aber nicht wichtig, er waere nicht schlechter als wulff, und dann haetten die nebeneffekte mitbedacht werden muessen. und die waeren bei einer wahl gaucks interessant gewesen. so waere das sparpaket evtl zu verhindern gewesen.
Btw.: Kapitalismus ist nicht alternativlos, also sind Mainstreampositionen nicht unbedingt ein Zeichen für Vernunft, sondern vielleicht ein Zeichen von Phantasielosigkeit!
Mit der These, dass der Kapitalismus nicht alternativlos ist, sind wir hier ziemlich allein, siehe die Beurteilung von Gauck.
Btw.: Kapitalismus ist nicht alternativlos, also sind Mainstreampositionen nicht unbedingt ein Zeichen für Vernunft, sondern vielleicht ein Zeichen von Phantasielosigkeit!
Mit der These, dass der Kapitalismus nicht alternativlos ist, sind wir hier ziemlich allein, siehe die Beurteilung von Gauck.
gauck waere in einem einzigen punkt besser gewesen. er ist kein parteisoldat. das ist aber nicht wichtig, er waere nicht schlechter als wulff, und dann haetten die nebeneffekte mitbedacht werden muessen. und die waeren bei einer wahl gaucks interessant gewesen. so waere das sparpaket evtl zu verhindern gewesen.
Der Gauck kann wegen mir erzählen was er will. Alles was nicht auf Kapitalismus hinausläuft mit den Erfahrungen des sog. real existierenden Sozialismus der DDR gleichzusetzen ist genau die Art von Phantasielosigkeit die ich meine! Mir geht es wirklich nicht um die Systemfrage Kapitalismus/Sozialismus, mir geht es darum das bestehende (manche sagen übrig gebliebene ) System kritisch zu betrachten und dabei möglichst die Zukunft der Menschheit als Ganzes als Maßstab für zukünftige Entwicklungen im Hinterkopf zu haben. Da schneidet dann der Kapitalismus wie er heute besteht (sozusagen der real existierende Kapitalismus) extrem schlecht ab. Zukunftsfähig ist dieses System, so wie es ausschaut ja wohl eher nicht! Nimmt man mal einige Kriterien als Grundlage, die heute noch für das Versagen des DDR-Systems herangezogen werden, dann muss man schon Angst bekommen. Zuerst fällt einen da die maßlose Staatsverschuldung ein. Die Hohepriester des Kaptiatlismus haben in den letzen 20 Jahren die Privatisierung gepredigt, das Tafelsilber des Staates, also unser Tafelsilber wurde verscherbelt, was blieb sind Schulden. Nebenbei steigt die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten rapide an. Überwachung und Bevormundung nimmt zu, der Staat misstraut seinen Bürgern zunehmend - und überwacht und kontrolliert sie deshalb immer mehr! Haben wir das schonmal gehört? Freiheit wird so zu einem Begriff der sich in erster Linie auf die Konsumfähigkeit des einzelnen bezieht.
Wenn da dann jemand erzählt, dieses System wäre zukunftsfähig dann möchte ich gerne wissen was nicht zukunftsfähig ist!
Btw.: Kapitalismus ist nicht alternativlos, also sind Mainstreampositionen nicht unbedingt ein Zeichen für Vernunft, sondern vielleicht ein Zeichen von Phantasielosigkeit!
Mit der These, dass der Kapitalismus nicht alternativlos ist, sind wir hier ziemlich allein, siehe die Beurteilung von Gauck.
Nö reggaetyp. ganz sicher steht "ihr" da nicht allein. Es gibt immer Alternativen....aber gut möglich das viele nicht verstehen was das Wort "Alternative" bedeutet ,-)
Lass mal die selbsternannte Märtyrerrolle, dass haut nicht hin. Für viele Menschen gibt es Alternativen zum Kapitalismus.....nur sind sie eben nicht überzeugt dass diese Alternativen besser funktionieren als der Kapitalismus.
DAS ist der Grund warum viele den Kapitalismus nicht pauschal ablehnen. Die Schwächen im Kapitalismus sehen viele, aber eben auch keine Alternative dazu die im realen Leben funktioniert und insgesamt weniger Schwächen hat.
Btw.: Kapitalismus ist nicht alternativlos, also sind Mainstreampositionen nicht unbedingt ein Zeichen für Vernunft, sondern vielleicht ein Zeichen von Phantasielosigkeit!
Mit der These, dass der Kapitalismus nicht alternativlos ist, sind wir hier ziemlich allein, siehe die Beurteilung von Gauck.
Nö reggaetyp. ganz sicher steht "ihr" da nicht allein. Es gibt immer Alternativen....aber gut möglich das viele nicht verstehen was das Wort "Alternative" bedeutet ,-)
Lass mal die selbsternannte Märtyrerrolle, dass haut nicht hin. Für viele Menschen gibt es Alternativen zum Kapitalismus.....nur sind sie eben nicht überzeugt dass diese Alternativen besser funktionieren als der Kapitalismus.
DAS ist der Grund warum viele den Kapitalismus nicht pauschal ablehnen. Die Schwächen im Kapitalismus sehen viele, aber eben auch keine Alternative dazu die im realen Leben funktioniert und insgesamt weniger Schwächen hat.
Jaja, auf die gleiche Art und Weise argumentiert man immer gerne, wenn man sein Produkt, obwohl es objektiv Sch..eiße ist als alternativlos erklären möchte. Ich muss da an die Kernenergie denken: "Solange keine andere Lösung gefunden ist, müssen wir die Erde verstrahlen ..." Und hey, machen wir bloß keine kritischen Gedanken, solange wir nicht nachweisen können, dass wir keine bessere Lösung haben. Ach ja Eintracht-Laie, wenn wir schon reden, wie steht es mit deiner Beurteilung der Zukunftsfähigkeit des Kapitalismus?
Wieso kackst Du mich so an? Kernenergie sehe ich mal ganz sicher nicht als alternativlos an, dabei bin ich sogar ElektroIng. und kann über manche Panikmache nur schmunzeln. Trotzdem halte ich die Kernkraft für einen Fehler, da nicht ausreichend beherschbar. Aber wir kommen vom Thema ab.
Also ich weiß nicht was Dich umtreibt, aber ich denke gerade jetzt machen sich viele Menschen Gedanken darum wie weit das immerwährende Wachstum gehen kann etc.
Zukunftsfähigkeit des Kapitalismus? Er wird solange das System der Wahl sein wie keine Alternative als besser angesehen wird. PUNKT. Alles andere ist Träumerei, die ganz charmant ist....die meisten Menschen wollen aber letztlich sehen dass etwas funktioniert. Muß nicht perfekt sein, nur eben insgesamt besser.
Wobei ich Dir die Frage stellen möchte was DER Kapitalismus eigentlich genau ist. Bzw. der Kapitalismus ist heute ein anderere als vor 100 Jahren. Gibt ja noch sowas wie Zsichenschritte und Graustufen ,-)
Wieso kackst Du mich so an? Kernenergie sehe ich mal ganz sicher nicht als alternativlos an, dabei bin ich sogar ElektroIng. und kann über manche Panikmache nur schmunzeln. Trotzdem halte ich die Kernkraft für einen Fehler, da nicht ausreichend beherschbar. Aber wir kommen vom Thema ab.
Also ich weiß nicht was Dich umtreibt, aber ich denke gerade jetzt machen sich viele Menschen Gedanken darum wie weit das immerwährende Wachstum gehen kann etc.
Zukunftsfähigkeit des Kapitalismus? Er wird solange das System der Wahl sein wie keine Alternative als besser angesehen wird. PUNKT. Alles andere ist Träumerei, die ganz charmant ist....die meisten Menschen wollen aber letztlich sehen dass etwas funktioniert. Muß nicht perfekt sein, nur eben insgesamt besser.
Wobei ich Dir die Frage stellen möchte was DER Kapitalismus eigentlich genau ist. Bzw. der Kapitalismus ist heute ein anderere als vor 100 Jahren. Gibt ja noch sowas wie Zsichenschritte und Graustufen ,-)
Oh keine Sorge, ich habe eher wenig Angst vor einem Gau, mir macht aber das anfallende "Restmaterial" Sorgen. K.A. wie es dir da geht. Angekackt habe ich dich IMHO nicht, nur erwiedert. Wenn das dazu führt, dass wir eine Detaildiskussion führen, um so besser!
Eingermaßen funktionieren hat mit Zukunftsfähigkeit jetzt nicht wirklich was zu tun. Von Phantasielosigkeit habe ich ja schon geschrieben. Insgesamt besser als? Sich Gedanken machen, modifizieren, Lösungen außerhalb des hiesigen Dunstkreises suchen, Sachen vorschlagen dürfen die außerhalb der viel zitierten Realität dieses Systems liegen, ohne deshalb als Phantast abgestempelt zu werden.
Ganz davon abgesehen, dass dieses System wehrhaft ist. Es ist keine Frage von besseren Alternativen die deshalb gewählt werden könnten. Es ist völlig klar, dass dieses System nicht Tag für Tag als Alternativlos erklärt wird, um es dann kampflos aufzugeben. Schließlich hat dieses System nicht wenige Gewinner, die sich die Butter kaum vom Brot nehmen lassen werden, nur weil dadurch vielleicht ein paar 100 Millionen Menschen besser lebenoder ein paar Millionen überleben könnten.
Da sind wir dann beim Grundbegriff Kapitalismus. Der ist natürlich etwas angestaubt. Wir könnten, wie du schon sehr schön erwähnt hast, auch von der Philosophie des grenzenlosen Wachstums und dessen Preis reden.
Die Existenz eines Marktes zur Befriedigung vielschichtiger Bedürfnisse mit einem Geldsystem müsste per se nicht ungünstig für die Menschheit ausfallen, wenn dabei die Priorität auf einem Recht der Bedürfnisbefriedigung für alle liegen würde. Was wir im Augenblick haben, ist das Recht auf grenzenlose Bedürfnisbefriedigung einzelner auf Kosten vieler. Und da denke ich nicht nur an das einzelne Staatswesen, sonder vielmehr auch an die Menschen die unter übelsten Bedingungen Güter für die Billigmärkte hierzulande herstellen müssen.
Da denke ich daran, dass die EU gerade Verhandlungen mit Indien über ein Handelsabkommen führt und dieses Handelsabkommen davon abhängig macht, dass Indien das "geistige Eigentum" der hiesigen Pharmafirmen respektiert, also die Produktion der Generika für die Aids-Medikation in der sog. 3.Welt einstellt, wohl wissend, dass dies für Millionen von Menschen unweigerlich den sicheren Tod bedeuten wird. DAS ist eine Ausprägung des modernen Kapitalismus: Eigentum vor dem Recht auf Leben, wo immer das (gesetzlich) möglich ist.
Wenn ich unter solchen Vorraussetzungen keine Debatte führen soll, dann weiß ich nicht, was passieren muss!
Btw.: Kapitalismus ist nicht alternativlos, also sind Mainstreampositionen nicht unbedingt ein Zeichen für Vernunft, sondern vielleicht ein Zeichen von Phantasielosigkeit!
Mit der These, dass der Kapitalismus nicht alternativlos ist, sind wir hier ziemlich allein, siehe die Beurteilung von Gauck.
Btw.: Kapitalismus ist nicht alternativlos, also sind Mainstreampositionen nicht unbedingt ein Zeichen für Vernunft, sondern vielleicht ein Zeichen von Phantasielosigkeit!
Mit der These, dass der Kapitalismus nicht alternativlos ist, sind wir hier ziemlich allein, siehe die Beurteilung von Gauck.
nö
Ganz und gar nicht
So?! Pft. Bei Konstantin Weckers Willi wars noch einfach: (schneidende Stimme) "geh doch rüber in die Sowjetunion." Und heut? Ich sag mal, geht doch rüber nach... grübel, hmm, ach, dann bleibt halt da.
Btw.: Kapitalismus ist nicht alternativlos, also sind Mainstreampositionen nicht unbedingt ein Zeichen für Vernunft, sondern vielleicht ein Zeichen von Phantasielosigkeit!
Mit der These, dass der Kapitalismus nicht alternativlos ist, sind wir hier ziemlich allein, siehe die Beurteilung von Gauck.
nö
Ganz und gar nicht
So?! Pft. Bei Konstantin Weckers Willi wars noch einfach: (schneidende Stimme) "geh doch rüber in die Sowjetunion." Und heut? Ich sag mal, geht doch rüber nach... grübel, hmm, ach, dann bleibt halt da.
Na, solange Du nicht "schwimm doch rüber" sagst.... ,-)
Genau wie bei der letzten WM werden auch 2010 wieder empfindliche Einschnitte durchgezogen, solange der Fussball-Rausch andauert und es keiner wirklich bemerkt. Bestes Beispiel: "Gesundheitsreform" Klick
Mit dem FDP - Wahlversprechen "Mehr netto vom brutto" ist es auch nicht mehr wirklich weit her. Aber es war ja zu erwarten
Ich verstehe da wirklich nicht, auf was du hinaus willst, außer irgendeiner Korinthenkackerei. Von mir aus ändere all die Punkte (und noch ein paar mehr), und nenn es weiterhin HartzIV, oder von mir aus auch Westerwelle VII, dann bin ich einverstanden.
Na dann scheint es bei Dir noch heißer zu sein als bei mir.
Ja, schon klar: einfach ein paar mehr. Welche darf gerne Dein Geheimnis bleiben. Konkret werden hat ja auch immer so etwas abstoßend pragmatisches.
Ich klinke mich an dieser Stelle aus. Das führt ja zu nix mehr.
Sorry, wenn ich da jetzt einen Rückgriff auf heute Vormittag mache, aber das kann man so nicht stehen lassen!
Die heute weitestgehend gezähmten Grünen sind das beste Beispiel dafür, dass eine unangenehme Oppositionspartei wesentlich effektiver sein kann, als eine zahme Regierungspartei.
Der Umweltschutz wurde in Deutschland nicht zuletzt deshalb bereits unter Kohl derart zentrales Thema, weil man Grün unbedingt zu verhindern glauben musste, argumentativ aber von den Grünen vor sich her getrieben wurde.
Mit dem Regierungseintritt der Grünen in die Rot/Grüne Koalition unter Schröder war es vorbei mit der effektiven Mahnerrolle der Partei, da musste dann ein grüner Umweltminister die Altautoverordnung für Schröder beackern in Brüsel
Ähnliches erleben wir jetzt mit der Linken, der SPD und letztlich auch mit den Regierungsparteien. Die SPD wird von der Linken programmatisch zurück an die sozialdemokratischen Wurzeln gezwungen.
Sozialdemokratische Positionen fanden vor der breiten Etablierung der Linken phasenweise überhaupt nicht mehr statt. Dafür hat Schröder mit seinem Regierungsstil in gleicher Weise gesorgt, wie ein Tony Blair mit New-Labour in GB.
Heute stellen sich SPD-Politiker wieder hin und fordern alte sozialdemokratische Sozialstaatsprinzipien ein, das hätten sie ohne Linke, wie du munic ja so schön sagst, nicht nötig. Die Mitte wäre im Blick.
Eine Opposition die wirklich gegenteilige Meinungen vertritt und auch laut ausspricht, ist für eine Demokratie absolut unverzichtbar.
Das hatten wir hier nicht mehr, weil alle nur noch von der Mitte sprachen, nur noch Politik für diese vermeintliche Mitte machten und sich dadurch zum verwechseln ähnlich wurden.
An so einem Punkt angelangt geht ein Staatswesen von der Demokratie, also der Wählbarkeit verschiedener Positionen, in einen alternativlosen Bürokratismus über, der seine demokratische Legitimation nicht mehr aus demokratischer Auseinandersetzung sondern lediglich aus pseudo demokratischer Brauchtumspflege bezieht.
Btw.: Kapitalismus ist nicht alternativlos, also sind Mainstreampositionen nicht unbedingt ein Zeichen für Vernunft, sondern vielleicht ein Zeichen von Phantasielosigkeit!
Grüßle aus Franken
Ralf
Grosse Koalitionen sind der politische Tod der SPD.
Das haben wir doch alle gelernt. Ich verstehe die SPD - Ächtung der Linken nicht. Die rechnerische Mehrheit gegen das "bürgerliche Lager" wird von der SPD somit sabotiert
Sehr schön geschrieben, so sehe ich das auch. Wir müssen sparen? Gerne, aber jeder.
Auch deinem anderen Beitrag, dass die Wahrheit irgendwo in der Mitte der Links- & Rechtspopulisten liegt, stimme ich zu.
Generell läuft der Thread ja echt konstant, habe auch wieder viele neue Infos bekommen.
Ich wollte (vielleicht für's nächste Thema ,-) ) noch anmerken, dass mit Beginn meines Studiums sich meine finanzielle Situation nochmals verschlechtert. Manche haben's ja mitbekommen.
Weiter oben hat jemand (municadler?) von 500 € im Monat / 360 € geredet.
Nach Abzug meiner Miete werde ich noch 300 € im Monat für alles Restliche zur Verfügung haben, ich bin gespannt.
Mit der These, dass der Kapitalismus nicht alternativlos ist, sind wir hier ziemlich allein, siehe die Beurteilung von Gauck.
die beurteilung von gauck hat nicht zwingend etwas damit zu tun, ob es alternativen zum kapitalismus geben könnte. sie sagt lediglich etwas darüber aus ob in diesem kapitalismus gauck eine alternative zu wulff ist. und das würde ich weiterhin unterschreiben.
gauck waere in einem einzigen punkt besser gewesen.
er ist kein parteisoldat.
das ist aber nicht wichtig, er waere nicht schlechter als wulff, und dann haetten die nebeneffekte mitbedacht werden muessen.
und die waeren bei einer wahl gaucks interessant gewesen.
so waere das sparpaket evtl zu verhindern gewesen.
nö
Der Gauck kann wegen mir erzählen was er will. Alles was nicht auf Kapitalismus hinausläuft mit den Erfahrungen des sog. real existierenden Sozialismus der DDR gleichzusetzen ist genau die Art von Phantasielosigkeit die ich meine!
Mir geht es wirklich nicht um die Systemfrage Kapitalismus/Sozialismus, mir geht es darum das bestehende (manche sagen übrig gebliebene ) System kritisch zu betrachten und dabei möglichst die Zukunft der Menschheit als Ganzes als Maßstab für zukünftige Entwicklungen im Hinterkopf zu haben.
Da schneidet dann der Kapitalismus wie er heute besteht (sozusagen der real existierende Kapitalismus) extrem schlecht ab.
Zukunftsfähig ist dieses System, so wie es ausschaut ja wohl eher nicht! Nimmt man mal einige Kriterien als Grundlage, die heute noch für das Versagen des DDR-Systems herangezogen werden, dann muss man schon Angst bekommen.
Zuerst fällt einen da die maßlose Staatsverschuldung ein.
Die Hohepriester des Kaptiatlismus haben in den letzen 20 Jahren die Privatisierung gepredigt, das Tafelsilber des Staates, also unser Tafelsilber wurde verscherbelt, was blieb sind Schulden.
Nebenbei steigt die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten rapide an.
Überwachung und Bevormundung nimmt zu, der Staat misstraut seinen Bürgern zunehmend - und überwacht und kontrolliert sie deshalb immer mehr! Haben wir das schonmal gehört?
Freiheit wird so zu einem Begriff der sich in erster Linie auf die Konsumfähigkeit des einzelnen bezieht.
Wenn da dann jemand erzählt, dieses System wäre zukunftsfähig dann möchte ich gerne wissen was nicht zukunftsfähig ist!
Nö reggaetyp. ganz sicher steht "ihr" da nicht allein.
Es gibt immer Alternativen....aber gut möglich das viele nicht verstehen was das Wort "Alternative" bedeutet ,-)
Lass mal die selbsternannte Märtyrerrolle, dass haut nicht hin. Für viele Menschen gibt es Alternativen zum Kapitalismus.....nur sind sie eben nicht überzeugt dass diese Alternativen besser funktionieren als der Kapitalismus.
DAS ist der Grund warum viele den Kapitalismus nicht pauschal ablehnen. Die Schwächen im Kapitalismus sehen viele, aber eben auch keine Alternative dazu die im realen Leben funktioniert und insgesamt weniger Schwächen hat.
Jaja, auf die gleiche Art und Weise argumentiert man immer gerne, wenn man sein Produkt, obwohl es objektiv Sch..eiße ist als alternativlos erklären möchte. Ich muss da an die Kernenergie denken: "Solange keine andere Lösung gefunden ist, müssen wir die Erde verstrahlen ..."
Und hey, machen wir bloß keine kritischen Gedanken, solange wir nicht nachweisen können, dass wir keine bessere Lösung haben.
Ach ja Eintracht-Laie, wenn wir schon reden, wie steht es mit deiner Beurteilung der Zukunftsfähigkeit des Kapitalismus?
Wieso kackst Du mich so an?
Kernenergie sehe ich mal ganz sicher nicht als alternativlos an, dabei bin ich sogar ElektroIng. und kann über manche Panikmache nur schmunzeln.
Trotzdem halte ich die Kernkraft für einen Fehler, da nicht ausreichend beherschbar.
Aber wir kommen vom Thema ab.
Also ich weiß nicht was Dich umtreibt, aber ich denke gerade jetzt machen sich viele Menschen Gedanken darum wie weit das immerwährende Wachstum gehen kann etc.
Zukunftsfähigkeit des Kapitalismus?
Er wird solange das System der Wahl sein wie keine Alternative als besser angesehen wird. PUNKT.
Alles andere ist Träumerei, die ganz charmant ist....die meisten Menschen wollen aber letztlich sehen dass etwas funktioniert. Muß nicht perfekt sein, nur eben insgesamt besser.
Wobei ich Dir die Frage stellen möchte was DER Kapitalismus eigentlich genau ist. Bzw. der Kapitalismus ist heute ein anderere als vor 100 Jahren.
Gibt ja noch sowas wie Zsichenschritte und Graustufen ,-)
Oh keine Sorge, ich habe eher wenig Angst vor einem Gau, mir macht aber das anfallende "Restmaterial" Sorgen. K.A. wie es dir da geht.
Angekackt habe ich dich IMHO nicht, nur erwiedert.
Wenn das dazu führt, dass wir eine Detaildiskussion führen, um so besser!
Eingermaßen funktionieren hat mit Zukunftsfähigkeit jetzt nicht wirklich was zu tun. Von Phantasielosigkeit habe ich ja schon geschrieben.
Insgesamt besser als?
Sich Gedanken machen, modifizieren, Lösungen außerhalb des hiesigen Dunstkreises suchen, Sachen vorschlagen dürfen die außerhalb der viel zitierten Realität dieses Systems liegen, ohne deshalb als Phantast abgestempelt zu werden.
Ganz davon abgesehen, dass dieses System wehrhaft ist. Es ist keine Frage von besseren Alternativen die deshalb gewählt werden könnten. Es ist völlig klar, dass dieses System nicht Tag für Tag als Alternativlos erklärt wird, um es dann kampflos aufzugeben.
Schließlich hat dieses System nicht wenige Gewinner, die sich die Butter kaum vom Brot nehmen lassen werden, nur weil dadurch vielleicht ein paar 100 Millionen Menschen besser lebenoder ein paar Millionen überleben könnten.
Da sind wir dann beim Grundbegriff Kapitalismus. Der ist natürlich etwas angestaubt. Wir könnten, wie du schon sehr schön erwähnt hast, auch von der Philosophie des grenzenlosen Wachstums und dessen Preis reden.
Die Existenz eines Marktes zur Befriedigung vielschichtiger Bedürfnisse mit einem Geldsystem müsste per se nicht ungünstig für die Menschheit ausfallen, wenn dabei die Priorität auf einem Recht der Bedürfnisbefriedigung für alle liegen würde.
Was wir im Augenblick haben, ist das Recht auf grenzenlose Bedürfnisbefriedigung einzelner auf Kosten vieler. Und da denke ich nicht nur an das einzelne Staatswesen, sonder vielmehr auch an die Menschen die unter übelsten Bedingungen Güter für die Billigmärkte hierzulande herstellen müssen.
Da denke ich daran, dass die EU gerade Verhandlungen mit Indien über ein Handelsabkommen führt und dieses Handelsabkommen davon abhängig macht, dass Indien das "geistige Eigentum" der hiesigen Pharmafirmen respektiert, also die Produktion der Generika für die Aids-Medikation in der sog. 3.Welt einstellt, wohl wissend, dass dies für Millionen von Menschen unweigerlich den sicheren Tod bedeuten wird.
DAS ist eine Ausprägung des modernen Kapitalismus: Eigentum vor dem Recht auf Leben, wo immer das (gesetzlich) möglich ist.
Wenn ich unter solchen Vorraussetzungen keine Debatte führen soll, dann weiß ich nicht, was passieren muss!
Ganz und gar nicht
So?! Pft. Bei Konstantin Weckers Willi wars noch einfach: (schneidende Stimme) "geh doch rüber in die Sowjetunion." Und heut? Ich sag mal, geht doch rüber nach... grübel, hmm, ach, dann bleibt halt da.
Na, solange Du nicht "schwimm doch rüber" sagst.... ,-)
von mir aus kannst du auch gerne rüber tauchen...
wassersportlicher grüße
Ich kriege doch mein Quietsche-Entchen nicht mit unter Wasser
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Mit dem FDP - Wahlversprechen "Mehr netto vom brutto" ist es auch nicht mehr wirklich weit her. Aber es war ja zu erwarten