Steuerhinterziehung als Volkssport ?

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Gerade  läuft im TV  Anne Will.

Die Empörung ist zurecht groß.  Der Vorgang ist schwer kriminell und er ist maßlos und schäbig obendrein..
Trotzdem ein bissle komisch ist es schon.

Hat Steuerhinterziehung die gleiche( negative) Wertigkeit wie ein Banküberfall, eine Vergewaltigung  ,oder  beispielsweise eine schwere Körperverletzung bei der jemand sein Augenlicht verliert?

Ich bin da nicht so sicher. Merkwürdigerweise fordern die gleichen Leute , die mir vor kurzem noch erzählt haben das härtere Strafen nicht abschrecken, nunmehr das genaue Gegenteil.


Whatever, denkt mal nach wie oft habt ihr die Steuer schon beschissen? Die serbische Putzfrau, Essensquittungen, die Wohnungsrenovierung ohne Rechnung etc. etc.

Eins würde mich auch noch interessieren. Ob derjenige der jetzt 4,7 Millionen von unserem Finanzminister kassiert, diesen Betrag auch ordnungsgemäß versteuert



Bitte denkt nach bevor ihr was schreibt. Die Blutsauger lesen hier mit
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HeinzGründel schrieb:
...
Eins würde mich auch noch interessieren. Ob derjenige der jetzt 4,7 Millionen von unserem Finanzminister kassiert, diesen Betrag auch ordnungsgemäß versteuert...
 


Genau diesen Gedanken hatte ich auch.

Und nur mal so kurz nebenbei: Ohne öffentliche Gelder = Steuern gäbe es unser schönes Stadion nicht!
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HeinzGründel schrieb:


Hat Steuerhinterziehung die gleiche( negative) Wertigkeit wie ein Banküberfall, eine Vergewaltigung  ,oder  beispielsweise eine schwere Körperverletzung bei der jemand sein Augenlicht verliert?

 


Gude! Gucke es auch gerade, zu dem Abschnitt: Nein! Definitiv nicht.

Das liegt aber nicht daran, dass die Strafen für Steuerhinterziehung zu hoch sind, sondern die für Vergewaltigungen etc. zu niedrig. Wer aber Steuern hinterzieht (Grundsatzdiskussion jetzt...), begeht für mich Verrat an der Gesellschaft.

Stammtischparole-an: Der Ehrliche ist mal wieder der Dumme, Stammtischparole-aus.

Da kann man über hohe Steuern etc. diskutieren, wie man will. Wer in einem Land wie Deutschland sein Geld verdient, wer in einem Land wie Deutschland lebt, wer das Sozialsystem Deutschlands nutzt, wer seine Rechte in einem Land auslebt, der sollte auch den Pflichten nachkommen.
Ob diese Pflichten nun zu weit gehen etc. , lass ich außen vor, das ist hier für mich nicht das Thema. Wer soviel Geld am Fiskus vorbeischleust, kann auch das Geld für Lobbyisten im Bundestag verwenden *duck-und-weg*  

P.S. Bin noch nicht so lange im Erwerbsleben und habe noch nicht beschissen  ,-)
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10 Jahre finde ich als Strafe für Steuerhinterziehung zu hoch. Natürlich ist es falsch, den Staat zu betrügen (nach StGB doppelt so schlimm wie einen Bürger zu betrügen - da ist die Höchststrafe 5 Jahre). Trotzdem, wenn man sich mal die Belastung durch Steuern vor Augen führt - und dann sieht, wofür selbige ausgegeben werden kann ich die Motivation verstehen.

Nur ein winziges Beispel: Hiermit wurde Herr Zumwinkel zu Hause abgeholt.
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Moin Heinz,

da hast Du ja mal wieder ein Thema aufgegriffen. M.E. ist das ein bisschen zu komplex, um es in einem Forum abschließend zu diskutieren, daher zu der Grundsatzdiskussion nur kurz:

Natürlich ist Steuerhinterziehung ein Volkssport, dies liegt aber in den allermeisten Fällen daran, dass sich geschätzte 91,9 % der Bevölkerung z.B. Handwerkerpreise (Meister 65-75 Euro, Geselle 55-65 und Lehrling 35-50 Euro) schlicht nicht mehr leisten können.

Im Umkehrschluss muss der „normale“ Bürger solche Rechnungen (ob Haus, Wohnung, Auto e.t.c.) in der dann exorbitanten Höhe (die mittlerweile 19% Umsatzsteuer nicht zu vergessen) von seinem vollständig reduzierten (Nebenkosten, Steuern)  Nettogehalt bezahlen. Das ist eben für die meisten Bürger gar nicht mehr zu machen.

Insoweit trägt der Staat ein gerüttelt Maß Mitschuld an diesem „Volkssport“. Der Staat muss sich halt auch mal hinterfragen, ob es sinnvoll ist, wenn ein Handwerker selbst 5 Stunden arbeiten muss, um seinen Kollegen für 1 Stunde zu bezahlen.

Zu den oben nicht erwähnten 8,1% der Restbevölkerung: Da kann ich nur sagen selber schuld. Das sind Leute, die auch nach Abzug aller Abgaben ein Sümmchen über haben, das gerade noch die Grundbedürfnisse des Lebens (5.Auto, 4.Haus, 3.Boot und mindestens 2 Freundinnen) abdeckt. Wenn diese Menschen für ein 6.Auto, 5.Haus, 4. Boot e.t.c. wirklich ihr Karriereende, gesellschaftliche Ächtung und je nach Einzelfall auch Gefängnis riskieren, sind sie nicht nur moralisch verächtlich, sondern auch schlicht und einfach blöd.


Aber auch noch mal zu der gestrigen Sendung: Da sagt doch tatsächlich einer (weiss nicht mehr wer es war) in einem Satz:

So Staaten, wie Liechtenstein, da arbeiten ja 50% der Bevölkerung in dem Bereich, der nach unserer Gesetzgebung nicht erlaubt ist, das dürfen wir nicht mehr hinnehmen, sie schaden damit unserem Staat, die müssen das unterlassen, da müssen wir mehr Druck ausüben.

Ach ja, weil wir hohe Steuern und Nebenkosten haben, soll Liechtenstein 50% seiner Bevölkerung (Angabe des Herrn, wie oben zitiert) in die Arbeitslosigkeit entlassen. Also, so verstehe ich die Argumentation, damit uns nicht geschadet wird, sollen die sich selbst schaden? Aber sicher doch, träum weiter.

Und dann knöpfen wir uns die Schweiz, Luxemburg, Bahamas, Bermudas e.t.c. (die Liste lässt sich nahezu beliebig verlängern) vor? Also das ist dann doch schon arg blauäugig.

Das sind nur ein paar kurze Gedankengänge, ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit.

Gruß
concordia-eagle
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concordia-eagle schrieb:

Natürlich ist Steuerhinterziehung ein Volkssport, dies liegt aber in den allermeisten Fällen daran, dass sich geschätzte 91,9 % der Bevölkerung z.B. Handwerkerpreise (Meister 65-75 Euro, Geselle 55-65 und Lehrling 35-50 Euro) schlicht nicht mehr leisten können.

Ist das auf der anderen Seite nicht auch gleich noch Schwarzarbeit?
Ich weiß noch das ich mich damals mit meiner VWL-Lehrerin in den Haaren hatte...da sie behauptet hatte Schwarzarbeit schade der Wirtschaft und ich aber immer wieder meinte, dass dies so nicht sei. Das Geld was der "Auftraggeber" spart und das Geld was der "Arbeiter" einnimmt steht ja   Beiden zur Verfügung und wird eigentlich mit höchster Wahrscheinlichkeit der Wirtschaft wieder zu geführt.

Ein Handwerker führt eine Arbeit aus und bekommt dafür unter der Hand 50 Euro....diese wird er wohl nicht irgendwo auf ein Bankkonto legen, sondern eher sich oder seinen Liebsten eine kleine Überraschung gönnen...
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Hat Steuerhinterziehung die gleiche( negative) Wertigkeit wie ein Banküberfall, eine Vergewaltigung  ,oder  beispielsweise eine schwere Körperverletzung bei der jemand sein Augenlicht verliert?
Stopp langsam...im gleichen Atemzug darf man dies nicht nennen....das sind hier drei paar Schuhe mit drei verschiedenen Wertigkeiten wobei die "Negativste"(Opfer) am "Posivsten"(Täter) bestraft wird  

Und Volkssport Nr. 1 dürfte noch der Versicherungsbetrug sein  ,-)

Die Leute die jetzt gross aufschreien die da oben sind alles Verbrecher ( na so unrecht haben sie ja nicht ) sollten mal nach sich selbst schaun...übrigens ich habe gestern auch Betrug begangen und bei Werbungskosten 3km/ Tag mehr angegeben  ,-)
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Lasst uns alle hauptberuflich ins Forum gehen. Wer keine Einnahmen hat - naja,  bis auf die RAs, die hätten wohl noch welche, irgendwie kriegen die das offenbar immer noch gebacken    - , der hat keine Steuern mehr zu zahlen und kann daher auch keine hinterziehen.

Eintracht Frankfurt wird dann über das ligaweit erste Profi-Forum verfügen, und wir alle werden als die moralischen Retter der Nation gefeiert. Sehe uns schon durch die Talkshows tingeln ("Herr ConcIgel, wie siehts aus mit Ihrem neuen Status?" - "Och, der Benz läuft, der Bordeaux aach, des Hundsche aach, abber jetzt muss isch weg, Ferienmache an der Ostsee." - "Herr ConcIgel: danke!").

Oder würden wir dann etwa alle von HB bezahlt? Meistergehälter  
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HeinzGründel schrieb:
Merkwürdigerweise fordern die gleichen Leute , die mir vor kurzem noch erzählt haben das härtere Strafen nicht abschrecken, nunmehr das genaue Gegenteil.


Ist denn in der jüngsten Vergangenheit überhaupt jemand wegen Steuerhinterziehung zur Höchstrafe (10 Jahre Haft) verurteilt worden?
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Einen habe ich gefunden.

Am 24. Oktober 1931 wird Al Capone wegen Steuerhinterziehung zu elf Jahren Haft, Geldstrafen und Verfahrenskosten von 80.000 Dollar verurteilt.
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Irgendwie erschließt sich mir der Sinn von Razzien, die Tage vorher groß in den Medien angekündigt werden nicht so ganz. Mal davon ausgehend, dass man nicht ganz blöd ist wenn man erstmal in Gehaltsregionen gekommen ist bei denen die Liechtensteiner Banken mit einem reden würde ich ja wenn ich sowas mitbekomme sofort alle irgendwie belastenden Unterlagen vernichten.
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untouchable schrieb:
Irgendwie erschließt sich mir der Sinn von Razzien, die Tage vorher groß in den Medien angekündigt werden nicht so ganz. Mal davon ausgehend, dass man nicht ganz blöd ist wenn man erstmal in Gehaltsregionen gekommen ist bei denen die Liechtensteiner Banken mit einem reden würde ich ja wenn ich sowas mitbekomme sofort alle irgendwie belastenden Unterlagen vernichten.
Grundsätzlich hast Du ja durchaus recht, aber vielleicht haben die Ermittlungsbehörden ja gehofft, dass sich einige Steuersünder mit Konten in Lichtenstein vor der drohenden Durchsuchung selbst anzeigen und der Staat somit a) weniger Arbeit durch weniger Durchsuchungen, damit b) höhere Einnahmen und c) weniger Aufwand bei den evtl. Verfahren hat!?
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Wenn sich jemand selbst anzeigt müssen sie doch so oder so die Bude durchsuchen, sonst wäre es ja ein Kinderspiel sich für irgendein kleineres Vergehen selbst anzuzeigen und in der Zwischenzeit in aller Ruhe die Beweise für die das große Ding beiseite zu schaffen. Ich würde zumindest vermuten, dass man auch beim Staat bescheißen diversifiziert.
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untouchable schrieb:
Wenn sich jemand selbst anzeigt müssen sie doch so oder so die Bude durchsuchen, sonst wäre es ja ein Kinderspiel sich für irgendein kleineres Vergehen selbst anzuzeigen und in der Zwischenzeit in aller Ruhe die Beweise für die das große Ding beiseite zu schaffen. Ich würde zumindest vermuten, dass man auch beim Staat bescheißen diversifiziert.
Klar, auch beim bescheißen wird diversifiziert... (sehr schön formuliert smile:
Aber so zeigen sich vielleicht auch ein paar Leute selber an, die gar nicht auf der ominösen Liste stehen!?
Andere offenbaren vielleicht auch gerade die Bescheißungs-Diversifizierungen ( ), welche die Ermittler noch nicht im Visier haben!?
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untouchable schrieb:
Irgendwie erschließt sich mir der Sinn von Razzien, die Tage vorher groß in den Medien angekündigt werden nicht so ganz. Mal davon ausgehend, dass man nicht ganz blöd ist wenn man erstmal in Gehaltsregionen gekommen ist bei denen die Liechtensteiner Banken mit einem reden würde ich ja wenn ich sowas mitbekomme sofort alle irgendwie belastenden Unterlagen vernichten.


Das habe ich gestern auch gedacht beim Heute Journal. Da sagt doch die Sprecherin in gewohnt süffisanter Weise, dass morgen früh einige zittern werden Die werden doch die ganze Nacht am löschen gewesen sein und am Akten verfeuern....
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PS. Laut Handelsblatt "rappelt es jetzt mit Selbstanzeigen" (eher unschöne Formulierung... )
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Ich finde man muss bei dieser Thematik doch sehr genau differenzieren.

Es gibt Unterschiede, ob jemand im Steuerdschungel einen "Fehler" machte, den eigentlich eher dessen Steuerberater zu verantworten haben, oder ob jemand nachweislich über Jahre hinweg, wissentlich die selbe Schweinerei zu verantworten hat.
Da gibt es die Sportler/Unternehmer, welche in zahllosen Ländern dieser Erde Einkünfte haben und dann im Einzelfall einen Teil der Steuer einer einzelnen Einnahme faslch versteuerten, oder eben diese wissentlichen Betrüger, die hier den dicken makieren, Menschen entlassen, sich als Wirtschaftskoriphäe präsentieren und im Ausland Steuergelder verbuddeln.

Ich finde es richtig, wenn der Saat diesen Dingen intensivst nachgeht. Wenn hier in der Republick ein 5 Euro Strafzettel eines Hartzvierers bis zum letzten vollstreckt wird, dann sollen auch diejenigen mit aller Macht verfolgt werden, die Vaddern Staat und seinen Einwohnern jahrelang hunderttausende Euronen vorenthalten.

Ach und eines noch, Blutsauger muss nicht sein. Diese Menschen rennen dem Geld hinterher, was der eine hinterziehen will und allen anderen zusteht.

Ps.: Ich kann mich hier ja offen äussern. Bei meiner Gehaltssituation falle ich noch unter den Taschengeldparagraphen und sehe Steuerfahnder nur bei meiner Nachbarschaft ein.- und ausgehen
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Freecastle_Adler schrieb:
Das habe ich gestern auch gedacht beim Heute Journal. Da sagt doch die Sprecherin in gewohnt süffisanter Weise, dass morgen früh einige zittern werden Die werden doch die ganze Nacht am löschen gewesen sein und am Akten verfeuern...
Aber damit werden sie doch ohnehin schon angefangen haben, seit sie von den Kaufabsichten des BND erfahren haben oder? Davon abgesehen stand bereits im Spiegel von vorvergangener Woche (mit Obama drauf), dass ein ehemaliger Bankräuber die Lichtensteiner Staats(?)bank mit Daten von potentiellen Steuerhinterziehern um mehrere Millionen erpresst hat... Wer lesen und denken konnte, der hat daraufhin bereits mit dem Akten verfeuern begonnen...
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Die Festnahme von Dr. Z. ist doch lediglich ein Stilmittel der Behörden um zu zeigen, seht ihr wir machen auch vor großen Namen nicht halt.
Was passiert denn jetzt, der Mann hat seinen guten Ruf beschädigt, er hat offiziell 1 Mio EUR am Fiskus vorbeigschleust, was wird passieren, er zahlt nach und das aus der Portokasse und zieht sich in eines seiner-@CE hat es angedeutet -Domizile zurück und lässt Gott einen guten Mann sein.

In einem halben Jahr spricht niemand mehr darüber, von seinesgleichen wird er lediglich bedauert werden und man wird davon sprechen wieviel Pech er doch gehabt habe und das dies einem hoffentlich nicht selbst widerfährt, während man seinen Caddy zusammenscheisst, weil dieser das Green beschädigt hat und weiter übergeht zur Tagesordnung, nämlich dem Treffen mit einem Steuerberater seines Vertrauens, der jetzt eine neue Anlagemöglichkeit aufgetan hat, die in den nächsten 10 Jahren Bestand haben und nicht auffliegen wird.

Die Politik hat sich dazu kurz und vehement brüskiert, streicht die Lorbeeren ein und geht wieder zur Tagesordnung über, ohne jedoch müde zu werden darauf zu verweisen, daß dies kein Kavaliersdelikt sei und man somit schärfere Gesetze für alle einführen werde, die wie immer dafür Sore tragen werden, das die Masse keine Vergünstigungen widerfährt, weil die angeblich am Fiskus vorbei geschleusten schätzungsweise EUR 300.000.000,00 wieder irgendwie reinkommen müßen, also ändert sich nichts, nur ein neuer Märtyrer ist gefunden worden, der in 2 Jahren dann seine Memoiren veröffentlichen wird, die dann in den Hörsälen der Universitäten diskutiert werden , zum Thema der "erfolgreiche Manager".
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untouchable schrieb:
Irgendwie erschließt sich mir der Sinn von Razzien, die Tage vorher groß in den Medien angekündigt werden nicht so ganz. Mal davon ausgehend, dass man nicht ganz blöd ist wenn man erstmal in Gehaltsregionen gekommen ist bei denen die Liechtensteiner Banken mit einem reden würde ich ja wenn ich sowas mitbekomme sofort alle irgendwie belastenden Unterlagen vernichten.



Na dann mal viel Spass.
Wenn die Steuerfahndung vor der Türe steht und Du etliche Unterlagen trotz Aufbewahrungspflicht nicht vorweisen kannst, oder angibst diese nie besessen zu haben, wenn dann doch was raus kommt. Die Jungs kommen ja nicht, weil sie mal eben Lust haben, sondern Aufgrund von Verdachtsmomenten. Diese Besuche begründen sich auf der erhofften Schliessung von Indizien.- und oder Beweisketten. Verschleierung ist da sicher kein straffreier Kavaliersdelikt und dürfte in einem ggfls. nachfolgenden Prozess jede Chance auf Milde kosten.


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