Friedensnobelpreis an die EU ?

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Wie kommt man denn auf diese abstruse Idee. Na dann feiert euch mal schön selbst
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HeinzGründel schrieb:
Wie kommt man denn auf diese abstruse Idee. Na dann feiert euch mal schön selbst


... müssen sie dann nur noch den amerikanischen Heilsbringer einladen, der diesen Preis (Auszeichnung ist es schon lange nicht mehr) ebenfalls bekommen... Yes, I can kotzen
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HeinzGründel schrieb:
Wie kommt man denn auf diese abstruse Idee. Na dann feiert euch mal schön selbst


in meinen augen genauso so abstrus, wie die verleihung des preises an obama....
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HeinzGründel schrieb:
Wie kommt man denn auf diese abstruse Idee. Na dann feiert euch mal schön selbst


Der Friedensnobelpreis wird doch eh von Jahr zu Jahr absurder, aber das topt echt alles
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Frontex  
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Als ich diese Möglichkeit heute morgen gehört habe,ist mir ebenfalls nichts eingefallen .

Die Welt wird immer bescheuerter und unglaubwürdiger.

Hoffentlich geht zumindest der Kelch EU,aber auch Altkanzler Kohl (der kommt vor lauter Sabber und Erwartungshaltung  heute bestimmt ebenfalls nicht zur Ruhe) an mir heute vorbei  
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Ganz ehrlich. Ich widerspreche euch allen in eurer Missgunst.

Wenn man (nur) die Vorteile betrachtet, die der europäische Einigungspronzess in der EG und der EU gebracht haben, hat man eher den Nobelpreis verdient als die meisten anderen in den Jahren zuvor. Aber das Problem ist , dieser Preis geht jetzt an die aktuelle EU und nicht an die paar entscheidenden Leute, die das vorangetrieben haben, dass wir jetzt frei reisen, frei arbeiten, und in Frieden mit unseren europäischen Nachbarn leben können. So gesehen werden sich wahrscheinlich Leute beweihräuchern mit diesem Preis, die relativ wenig mit dem zu tun haben, warum man letztlich die EU auszeichnet.

Dass sich die europ. Institutionen durchaus um den Frieden verdient gemacht haben in den letzten 60 Jahren, ist für mich ohne Zweifel.
Letztlich müsste man die Europäer auszeichnen und nicht die Institution.
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Danke, Werner.

An ihren selbstlöschenden Kippen sollen sie trotzdem ersticken.
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SGE_Werner schrieb:
Ganz ehrlich. Ich widerspreche euch allen in eurer Missgunst.

Wenn man (nur) die Vorteile betrachtet, die der europäische Einigungspronzess in der EG und der EU gebracht haben, hat man eher den Nobelpreis verdient als die meisten anderen in den Jahren zuvor. Aber das Problem ist , dieser Preis geht jetzt an die aktuelle EU und nicht an die paar entscheidenden Leute, die das vorangetrieben haben, dass wir jetzt frei reisen, frei arbeiten, und in Frieden mit unseren europäischen Nachbarn leben können. So gesehen werden sich wahrscheinlich Leute beweihräuchern mit diesem Preis, die relativ wenig mit dem zu tun haben, warum man letztlich die EU auszeichnet.

Dass sich die europ. Institutionen durchaus um den Frieden verdient gemacht haben in den letzten 60 Jahren, ist für mich ohne Zweifel.
Letztlich müsste man die Europäer auszeichnen und nicht die Institution.


... dann hätte man die EU vor 10 Jahren oder so  auszeichnen müssen. Unter Berücksichtigung der letzten fünf Jahre ist das in meinen Augen ein Witz, aber wer Arafat oder Obama auszeichnet, ach lassen wir das ...
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SGE_Werner schrieb:
Ganz ehrlich. Ich widerspreche euch allen in eurer Missgunst.

Wenn man (nur) die Vorteile betrachtet, die der europäische Einigungspronzess in der EG und der EU gebracht haben, hat man eher den Nobelpreis verdient als die meisten anderen in den Jahren zuvor. Aber das Problem ist , dieser Preis geht jetzt an die aktuelle EU und nicht an die paar entscheidenden Leute, die das vorangetrieben haben, dass wir jetzt frei reisen, frei arbeiten, und in Frieden mit unseren europäischen Nachbarn leben können. So gesehen werden sich wahrscheinlich Leute beweihräuchern mit diesem Preis, die relativ wenig mit dem zu tun haben, warum man letztlich die EU auszeichnet.

Dass sich die europ. Institutionen durchaus um den Frieden verdient gemacht haben in den letzten 60 Jahren, ist für mich ohne Zweifel.
Letztlich müsste man die Europäer auszeichnen und nicht die Institution.




Das die europäische Union wirtschaftliche Vorteile gebracht hat, ist unbestritten. Indes kann ich nicht erkennen was sie im letzten Jahr für den Frieden geleistet hat.
Verstehe nicht mal ansatzweise was das mit Mißgunst zu schaffen hat.
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HeinzGründel schrieb:

Das die europäische Union wirtschaftliche Vorteile gebracht hat, ist unbestritten. Indes kann ich nicht erkennen was sie im letzten Jahr für den Frieden geleistet hat.
Verstehe nicht mal ansatzweise was das mit Mißgunst zu schaffen hat.


Nur wirtschaftliche Vorteile? Für mich ist das ja eine Auszeichnung für EU, EG, EWG, also alle Vorgänger inklusive. Und da stehen mehr als nur wirtschaftliche Vorteile.

Bzgl. letztem Jahr hast Du durchaus recht, und ich sage auch nicht, dass die EU das in den letzten Jahren verdient gehabt hätte (Hochtaunuseagle) , verdient hätte sie es vllt. zu einem früheren Zeitpunkt. Aber geht es wirklich darum, was in dem Jahr geleistet wurde für den Frieden? Das Rote Kreuz und die UN wurden wohl kaum für die Leistungen in einem Jahr gewürdigt. Bei Brandt z.B. war das natürlich was anderes, weil es ein konkreterer Zeitraum war.

Und ansonsten ist das natürlich ein Zeichen an Europa , weniger an die EU, dass es sich lohnt, für den Frieden in Europa zu kämpfen. Dass die EU damit teilweise der falsche Adressat ist, ist ne andere Frage.
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SGE_Werner schrieb:

Letztlich müsste man die Europäer auszeichnen und nicht die Institution.


Das ist wohl der Punkt. Da man die EU heute oft mit einem buerokratischen, buergerfernen Ungetuem gleichsetzt ist der Reflex auch verstaendlich. Andererseits ist der europaeische Einigunsprozess fuer mich wirklich einen Friedensnobelpreis wert - und dazu noch etwas das wir alle jeden Tag mitbekommen koennen, auch wenn man sich an Vieles, das er mit sich gebracht hat einfach schon gewoehnt hat.

Ob man das ausgerechnet jetzt auszeichenn muss? Vielleicht ist es auch ein Signal in der derzeitigen Phase, Europa auch aus einem anderen Blickwinkel als nur der Finanz- und Waehrungskrise zu betrachten und andere Errungenschaften in Erinnerung zu rufen.
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Zumindest ging Alfred Nobel vom letzten Jahr aus. Zumindest verstehe ich das so.
aus Wiki:
"Nach Maßgabe des Stifters soll er an denjenigen vergeben werden, „der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt“ und damit „im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht“ hat.

Nun und sonderlich friedlich war das letzte Jahr nun nicht gerade.
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SGE_Werner schrieb:
Ganz ehrlich. Ich widerspreche euch allen in eurer Missgunst.

Wenn man (nur) die Vorteile betrachtet, die der europäische Einigungspronzess in der EG und der EU gebracht haben, hat man eher den Nobelpreis verdient als die meisten anderen in den Jahren zuvor. Aber das Problem ist , dieser Preis geht jetzt an die aktuelle EU und nicht an die paar entscheidenden Leute, die das vorangetrieben haben, dass wir jetzt frei reisen, frei arbeiten, und in Frieden mit unseren europäischen Nachbarn leben können. So gesehen werden sich wahrscheinlich Leute beweihräuchern mit diesem Preis, die relativ wenig mit dem zu tun haben, warum man letztlich die EU auszeichnet.

Dass sich die europ. Institutionen durchaus um den Frieden verdient gemacht haben in den letzten 60 Jahren, ist für mich ohne Zweifel.
Letztlich müsste man die Europäer auszeichnen und nicht die Institution.


Vollkommen o.k. Deine Meinung,die uns im Falle einer Verleihung. wohl tagelang von alles seiten um die Ohren fliegen wird.

Trotzdem eine Anmerkung in die ganze Runde:

Dieses Reisen ohne Grenzen und auch Währungswechsel wird ja immer in diesem zusammenhang angeführt.

Du bist noch 3 Tage (na ja, wenn ich den Steckbrief sehe,geht es eher bald auf 3 0 Jahre zu ) jünger als ich( wir) alten Forumssäcke.

Ich fand  es gar nicht so schlimm, meinen Ausweis an der Grenze vorzuzeigen.

Und die Tatsache andere Währungen in derHand zu halten fand ich immer sehr spannend.

Abgeshen jetzt mal von der EU-Ideologie ist dieser Argument der großen Erleichterung bei Grenzüberschreitungen für meine Generation aber so was von polit. Schnullibulli  

Wir haben es ein halbes Leben so gemacht und deshalb ist diese angebliche und unglaubliche Erleichterung  Käse.Wie gesagt: Es ist unglaublich spannend andere Währungen in der Hand zu haben
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Friedensnobelpreis geht an die *****! Ich finde: doppelplusgut! Meine Vorschläge für nächstes Jahr: Netanyahu und Kim Jong-un.
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SGE_Werner schrieb:

Nur wirtschaftliche Vorteile? Für mich ist das ja eine Auszeichnung für EU, EG, EWG, also alle Vorgänger inklusive.


Für die Vorgänger    (wurde bei der Bekanntgabe auch erwähnt)  aber für die Gegenwärtigen  
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Historisch hat Zentral Europa wohl keine so lange Friedensperiode gehabt wie seit der Einführung der EU. Allerdings stelle auch ich mich zweifelnd ob die heutige Form der EU den PReis verdient hat. Hier in Norwegen munkelt man, dass der Vorsitzende des Komitees Jagland eine sehr private Agenda verfolgt. In Norwegen ist die EU sehr umstritten. Jagland ist ein profilirter Befürworter für den Beitritt Norwegens in die EU. Deshalb glaubt man hier, dass er auf diese Weise versucht einfluss zunehmen. Mal schauen.
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smoKe89 schrieb:
Friedensnobelpreis geht an die *****! Ich finde: doppelplusgut! Meine Vorschläge für nächstes Jahr: Netanyahu und Kim Jong-un.


Ein fantastischer Begriff. Schön griffig.
Ich hab mal rasch gegoogelt, welcher politischen Überzeugung 98% der Nutzer dieses Begriffs sind.
Da schüttelt es einen. Aber klar: Die haben das nur übernommen und okkupiert.
Und "Autobahn" darf man ja auch sagen.

Zum Topic: Seit Jahren ist die Tendenz zu beobachten, dass Nobelpreisträger für Ideen oder "Lebensleistungen" ausgezeichnet werden.
Komisches Ding, find ich auch.

Insgesamt fehlt mir da oft der Überblick. Und Institutionen auszuzeichnen, finde ich auch nicht so schön, meistens. Da fehlt mir auch ein Stück Emotionalität.
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smoKe89 schrieb:
Friedensnobelpreis geht an die *****! Ich finde: doppelplusgut! Meine Vorschläge für nächstes Jahr: Netanyahu und Kim Jong-un.


Sorry,wenn ich es sicherheitshalber noch mal geprüft habe(eh ich mich uffrech) ,-)

Es ist die EU geworden.

Ist das so ne Art Krisenpolitik in schwersten Zeiten ums Volk bei Laune zu halten?
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HeinzGründel schrieb:
Zumindest ging Alfred Nobel vom letzten Jahr aus. Zumindest verstehe ich das so.
aus Wiki:
"Nach Maßgabe des Stifters soll er an denjenigen vergeben werden, „der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt“ und damit „im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht“ hat.

Nun und sonderlich friedlich war das letzte Jahr nun nicht gerade.


Auch wenn ich ebenfalls denke, dass die Europäische Union einen Preis zwar durchaus verdient hätte aber den Zeitpunkt als ziemlich unglücklich erachte, sieht die Pragmatik bei der Vergabe wohl (leider) anders aus.

Entweder der Preis wird vergeben an große Personen und deren Taten des letzten Jahres oder sie werden als implizite hoffnungsbeschwerte Förderpreise vergeben - so wie vermutlich bei Obama die Hoffnung mitschwang die Friedensverhandlungen zu erleichtern.Gleiches erhofft man nun auch für die EU-Krise. Der Friedensnobelpreis als positiver Rückenwind für schwierige Verhandlungen.

Finde es schade, dass man den Preis in diesem Fall wohl dazu nutzt.  Den Verdienst eines Friedensnobelpreises für die EU erkenne ich allerdings schon an. Auch dass man Insititutionen oder Personen für ihr Lebenswerk auszeichnet, finde ich legitim, selbst wenn dies von der offiziellen Definition des alten Alfreds abweicht. Nur hätte die EU diesen Preis vor einigen Jahren bekommen müssen.

Jetzt in Zeiten der Aufruhr und nur in der Hoffnung etwas positiven Rückwind zu erzeugen: das wirkt schon etwas grotesk und des Preises nicht würdig.


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