Wie umgehen mit den Rechtsradikalen?
Thread wurde von skyeagle am Donnerstag, 31. Oktober 2024, 16:06 Uhr um 16:06 Uhr gesperrt weil:
Siehe: https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/141794
Siehe: https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/141794
https://www.fr.de/politik/annalena-schmidt-historikerin-kaempft-gegen-rechtsextremismus-bautzen-11836942.html
Was eine Anstrengung was ein Wille sich da einzuarbeiten!
Jan Fleischhauer
Franz Josef Wagner
Martin U. Müller
Alexander Smoltczyk
Reinhold Beckmann singt ein Lied klick der gelb eingekreiste ist
Mario Müller (Kontrakultur Halle)
Erika Steinbach
Dieter Stein
Andreas Lombard
Stephan Sattler
Bettina Röhl
um nur ein paar wenige zu nennen.
Nun, so wurde sie auch seinerzeit vorbereitet, eine Machtergreifung!
Jan Fleischhauer
Franz Josef Wagner
Martin U. Müller
Alexander Smoltczyk
Reinhold Beckmann singt ein Lied klick der gelb eingekreiste ist
Mario Müller (Kontrakultur Halle)
Erika Steinbach
Dieter Stein
Andreas Lombard
Stephan Sattler
Bettina Röhl
um nur ein paar wenige zu nennen.
Nun, so wurde sie auch seinerzeit vorbereitet, eine Machtergreifung!
Doch, da glaube ich ihm. Siehe seinen Facebook-Post:
Doch, da glaube ich ihm. Siehe seinen Facebook-Post:
Jene die gestern mit dem reden aufgehört haben, sind die die sich dafür heute feiern und morgen nicht verstehen, warum da wer mit wem marschiert!
Wenn ich das reden mit Menschen aufhöre, höre ich auf mich um verstehen zu bemühen. Dann bin ich auch keinen Deut besser in Sachen Vorurteile!
Jene die gestern mit dem reden aufgehört haben, sind die die sich dafür heute feiern und morgen nicht verstehen, warum da wer mit wem marschiert!
Wenn ich das reden mit Menschen aufhöre, höre ich auf mich um verstehen zu bemühen. Dann bin ich auch keinen Deut besser in Sachen Vorurteile!
Ps schau dir diese Gästeliste dort an, das dauert aber wenig!
Danke. Weiß nicht, was die Sprüche von 60ziger in dem Fall nützen... Wir können natürlich weiterhin alles und jeden in eine Schublade stecken und nicht mehr mit ihnen reden, selbst wenn mancher sich glaubwürdig distanziert. Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn die Rechten immer mehr Zulauf haben.
Jene die gestern mit dem reden aufgehört haben, sind die die sich dafür heute feiern und morgen nicht verstehen, warum da wer mit wem marschiert!
Wenn ich das reden mit Menschen aufhöre, höre ich auf mich um verstehen zu bemühen. Dann bin ich auch keinen Deut besser in Sachen Vorurteile!
Jene die gestern mit dem reden aufgehört haben, sind die die sich dafür heute feiern und morgen nicht verstehen, warum da wer mit wem marschiert!
Wenn ich das reden mit Menschen aufhöre, höre ich auf mich um verstehen zu bemühen. Dann bin ich auch keinen Deut besser in Sachen Vorurteile!
Ps schau dir diese Gästeliste dort an, das dauert aber wenig!
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/ehemaliger-verfassungsschutzchef-maassen-sieht-sich-als-opfer-100.html
Jene die gestern mit dem reden aufgehört haben, sind die die sich dafür heute feiern und morgen nicht verstehen, warum da wer mit wem marschiert!
Wenn ich das reden mit Menschen aufhöre, höre ich auf mich um verstehen zu bemühen. Dann bin ich auch keinen Deut besser in Sachen Vorurteile!
Danke. Weiß nicht, was die Sprüche von 60ziger in dem Fall nützen... Wir können natürlich weiterhin alles und jeden in eine Schublade stecken und nicht mehr mit ihnen reden, selbst wenn mancher sich glaubwürdig distanziert. Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn die Rechten immer mehr Zulauf haben.
ich kann zwar nachvollziehen, daß er als replik genauso provokant zurückkommen soll, aber da frage ich mich schon, was das am ende bringen soll.
ich halte es zwar für falsch grundsätzlich den dialog mit menschen, die rechtes gedankengut transportieren einzustellen, aber wir haben auch hier im forum erlebt, wie wenig der dialog fruchten mag.
ich sehe da als einzige motivation mittlerweile, daß ich aussagen, die solches gedankengut mit sich bringen, nicht unwidersprochen stehen lassen möchte. ich finde zwar nur über gespräche raus, ob ein mensch für argumente noch empfänglich ist, aber gerade der dialog der im rampenlicht steht, birgt die gefahr dem rechten gedankengut eine bühne zu bieten.
das ist ein viel zu komplexes thema, um es mit einem pauschalen spruch in die eine wie auch die andere richtung abfertigen zu können.
Danke. Weiß nicht, was die Sprüche von 60ziger in dem Fall nützen... Wir können natürlich weiterhin alles und jeden in eine Schublade stecken und nicht mehr mit ihnen reden, selbst wenn mancher sich glaubwürdig distanziert. Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn die Rechten immer mehr Zulauf haben.
ich kann zwar nachvollziehen, daß er als replik genauso provokant zurückkommen soll, aber da frage ich mich schon, was das am ende bringen soll.
ich halte es zwar für falsch grundsätzlich den dialog mit menschen, die rechtes gedankengut transportieren einzustellen, aber wir haben auch hier im forum erlebt, wie wenig der dialog fruchten mag.
ich sehe da als einzige motivation mittlerweile, daß ich aussagen, die solches gedankengut mit sich bringen, nicht unwidersprochen stehen lassen möchte. ich finde zwar nur über gespräche raus, ob ein mensch für argumente noch empfänglich ist, aber gerade der dialog der im rampenlicht steht, birgt die gefahr dem rechten gedankengut eine bühne zu bieten.
das ist ein viel zu komplexes thema, um es mit einem pauschalen spruch in die eine wie auch die andere richtung abfertigen zu können.
In meinem Freundeskreis gibt es niemanden, der so tickt. In meinem engeren Bekanntenkreis fällt mir niemand ein, in meinem Alltag dagegen begegnen mir immer wieder Menschen, mit denen ich auf die eine oder andere Weise zu tun habe, mit denen ich, oft aus anderen Gründen, im Gespräch bin.
Da kommen diese "Meinungen" so schön nebenbei mit rein.
Jetzt muss ich mich natürlich entscheiden: wie geh ich mit sowas um?
Beende ich das Gespräch, manchmal ist es ein beruflicher Kontakt, da ist das gar nicht so einfach. Aber egal, das ist nicht meine Art. Ich führe das Gespräch also weiter. Setze ich jetzt eine Position und mache Türen im Gespräch zu um mich abzugrenzen? Bringe ich sofort ins Spiel, warum das was ich da zu hören bekomme rassistisch ist?
Versuche ich zu verstehen, auszuloten wie weit das geht oder gehe ich so schnell wie möglich aus dem Kontakt?
Oder anders gefragt: wende ich mich bei jedem miesen oder dummen Spruch angewidert ab (nicht dass ich nicht immer wieder mal das Bedürfnis hätte) oder bleibe ich im Kontakt, konstruktiv in einem Dialog und schau was geht, gebe nicht jeden, den dieser Dreck infiziert hat sofort preis?
Ja Xaver, das ist eine schwierige Frage. Ich neige ja dazu im Kontakt zu bleiben. Mir fällt das auch nicht so arg schwer. Ich schrieb es schon mal, ich mag einfach Menschen und ich bin auf jede/n neugierig.
Ich konfrontiere auch und, das wird hier jetzt niemand überraschen, das mach ich heftig wenn es mir angezeigt scheint. Eher ist es so, dass mancher ein Gespräch dann lieber selbst abbricht ...
Zu Beckmann, darauf bezog sich der 60ziger ja: Ich mag den nicht, ich find den immer sehr schleimig. Aber seine Einlassung fand ich ok. Ich wäre da auch hingegangen - allein schon um zu verstehen, wie es sein kann, dass einer emotional so abkackt.
ich kann zwar nachvollziehen, daß er als replik genauso provokant zurückkommen soll, aber da frage ich mich schon, was das am ende bringen soll.
ich halte es zwar für falsch grundsätzlich den dialog mit menschen, die rechtes gedankengut transportieren einzustellen, aber wir haben auch hier im forum erlebt, wie wenig der dialog fruchten mag.
ich sehe da als einzige motivation mittlerweile, daß ich aussagen, die solches gedankengut mit sich bringen, nicht unwidersprochen stehen lassen möchte. ich finde zwar nur über gespräche raus, ob ein mensch für argumente noch empfänglich ist, aber gerade der dialog der im rampenlicht steht, birgt die gefahr dem rechten gedankengut eine bühne zu bieten.
das ist ein viel zu komplexes thema, um es mit einem pauschalen spruch in die eine wie auch die andere richtung abfertigen zu können.
In meinem Freundeskreis gibt es niemanden, der so tickt. In meinem engeren Bekanntenkreis fällt mir niemand ein, in meinem Alltag dagegen begegnen mir immer wieder Menschen, mit denen ich auf die eine oder andere Weise zu tun habe, mit denen ich, oft aus anderen Gründen, im Gespräch bin.
Da kommen diese "Meinungen" so schön nebenbei mit rein.
Jetzt muss ich mich natürlich entscheiden: wie geh ich mit sowas um?
Beende ich das Gespräch, manchmal ist es ein beruflicher Kontakt, da ist das gar nicht so einfach. Aber egal, das ist nicht meine Art. Ich führe das Gespräch also weiter. Setze ich jetzt eine Position und mache Türen im Gespräch zu um mich abzugrenzen? Bringe ich sofort ins Spiel, warum das was ich da zu hören bekomme rassistisch ist?
Versuche ich zu verstehen, auszuloten wie weit das geht oder gehe ich so schnell wie möglich aus dem Kontakt?
Oder anders gefragt: wende ich mich bei jedem miesen oder dummen Spruch angewidert ab (nicht dass ich nicht immer wieder mal das Bedürfnis hätte) oder bleibe ich im Kontakt, konstruktiv in einem Dialog und schau was geht, gebe nicht jeden, den dieser Dreck infiziert hat sofort preis?
Ja Xaver, das ist eine schwierige Frage. Ich neige ja dazu im Kontakt zu bleiben. Mir fällt das auch nicht so arg schwer. Ich schrieb es schon mal, ich mag einfach Menschen und ich bin auf jede/n neugierig.
Ich konfrontiere auch und, das wird hier jetzt niemand überraschen, das mach ich heftig wenn es mir angezeigt scheint. Eher ist es so, dass mancher ein Gespräch dann lieber selbst abbricht ...
Zu Beckmann, darauf bezog sich der 60ziger ja: Ich mag den nicht, ich find den immer sehr schleimig. Aber seine Einlassung fand ich ok. Ich wäre da auch hingegangen - allein schon um zu verstehen, wie es sein kann, dass einer emotional so abkackt.
Wie ist deine Erfahrung? Hast du das Gefühl, dass du Leute, die der AfD nah stehen oder in einem sonstigen rechtsextremen Weltbild zuhause sind, in irgendeiner Form für eine konstruktiven Austausch erreichst?
Deine Neugier und das Interesse an Menschen teilen ich ausdrücklich. Jeden Tag aufs Neue. Die Bereitschaft mit Leuten in Dialog zu treten, die damit einsteigen "Die Gutmenschen wollen uns vorschreiben, wie wir zu leben und was wir zu denken haben" oder auch immer wieder gerne genommen "Die Flüchtlinge kriegen alles in den ***** geblasen und wer hier 40 Jahre gearbeitet hat bekommt nix!" (beides Zitate aus Gesprächen in den letzten 2 Wochen) geht bei mir nach 4 bis 5järiger Anstrengung extrem zurück. Um es mal überspitzt auszudrücken: Warum soll man sich da noch Mühe geben, wenn es doch den Mittelfinger gibt?
In meinem Freundeskreis gibt es niemanden, der so tickt. In meinem engeren Bekanntenkreis fällt mir niemand ein, in meinem Alltag dagegen begegnen mir immer wieder Menschen, mit denen ich auf die eine oder andere Weise zu tun habe, mit denen ich, oft aus anderen Gründen, im Gespräch bin.
Da kommen diese "Meinungen" so schön nebenbei mit rein.
Jetzt muss ich mich natürlich entscheiden: wie geh ich mit sowas um?
Beende ich das Gespräch, manchmal ist es ein beruflicher Kontakt, da ist das gar nicht so einfach. Aber egal, das ist nicht meine Art. Ich führe das Gespräch also weiter. Setze ich jetzt eine Position und mache Türen im Gespräch zu um mich abzugrenzen? Bringe ich sofort ins Spiel, warum das was ich da zu hören bekomme rassistisch ist?
Versuche ich zu verstehen, auszuloten wie weit das geht oder gehe ich so schnell wie möglich aus dem Kontakt?
Oder anders gefragt: wende ich mich bei jedem miesen oder dummen Spruch angewidert ab (nicht dass ich nicht immer wieder mal das Bedürfnis hätte) oder bleibe ich im Kontakt, konstruktiv in einem Dialog und schau was geht, gebe nicht jeden, den dieser Dreck infiziert hat sofort preis?
Ja Xaver, das ist eine schwierige Frage. Ich neige ja dazu im Kontakt zu bleiben. Mir fällt das auch nicht so arg schwer. Ich schrieb es schon mal, ich mag einfach Menschen und ich bin auf jede/n neugierig.
Ich konfrontiere auch und, das wird hier jetzt niemand überraschen, das mach ich heftig wenn es mir angezeigt scheint. Eher ist es so, dass mancher ein Gespräch dann lieber selbst abbricht ...
Zu Beckmann, darauf bezog sich der 60ziger ja: Ich mag den nicht, ich find den immer sehr schleimig. Aber seine Einlassung fand ich ok. Ich wäre da auch hingegangen - allein schon um zu verstehen, wie es sein kann, dass einer emotional so abkackt.
Wie ist deine Erfahrung? Hast du das Gefühl, dass du Leute, die der AfD nah stehen oder in einem sonstigen rechtsextremen Weltbild zuhause sind, in irgendeiner Form für eine konstruktiven Austausch erreichst?
Deine Neugier und das Interesse an Menschen teilen ich ausdrücklich. Jeden Tag aufs Neue. Die Bereitschaft mit Leuten in Dialog zu treten, die damit einsteigen "Die Gutmenschen wollen uns vorschreiben, wie wir zu leben und was wir zu denken haben" oder auch immer wieder gerne genommen "Die Flüchtlinge kriegen alles in den ***** geblasen und wer hier 40 Jahre gearbeitet hat bekommt nix!" (beides Zitate aus Gesprächen in den letzten 2 Wochen) geht bei mir nach 4 bis 5järiger Anstrengung extrem zurück. Um es mal überspitzt auszudrücken: Warum soll man sich da noch Mühe geben, wenn es doch den Mittelfinger gibt?
Ach weißte, ich kann deinen Frust vollkommen verstehen. Aber, wie Werner auch schon schrieb: es gibt immer und überall solche und solche. Und so frustrierend solche Gespräche manchmal sind, so macht es doch auch immer wieder Spaß, betretene Gesichter zu sehen, wenn man ruhig und besonnen mit ein paar Fakten daherkommt, die dein Gegenüber zum ersten Mal in seinem Leben hört. Oft ist nämlich die blanke Unwissenheit der Grund für die Irrfahrt. Weil viele Leute mit Informationen derart zugedröhnt werden, dass sie alles nicht mehr verarbeiten können und deshalb nur noch die einfachen Sätze, Parolen und Wahrheiten aufnehmen (können/wollen).
Letztendlich aber ist natürlich der Hauptgrund, dass wir unsere Gesellschaft vergessen können, wenn wir unsere Überzeugungen nicht mehr vertreten und den Demagogen und Hetzern das Feld überlassen. Und was FA da weiter oben ausführte, unterschreibe ich vom ersten bis zum letzten Satz.
In der systemischen Therapie stellt man, wenn eine Problemtrance droht die Ausnahmefrage: wann ist es anders, wann und unter welchen Umständen tritt das Problem nicht auf?
So ähnlich versuche ich mit solchen Leuten zu sprechen: wo ist der gute, nette Anteil, wie kann es gelingen, dass mein gegenüber mehr davon zeigt, wo kollidiert dieser Anteil mit dem dumpfbackigem Rassismus?
Mehr von dem was gelingt! In Gesprächen und im Zusammenleben. Das brauchen wir!
Letztlich sollten wir uns nicht vormachen, dass es irgendwas verändert, wenn wir verstummen oder uns da wo es nett ist darin bestätigen, dass wir die Guten sind. Ohne Dialog bleibt unwidersprochen was Widerspruch braucht!
Wie ist deine Erfahrung? Hast du das Gefühl, dass du Leute, die der AfD nah stehen oder in einem sonstigen rechtsextremen Weltbild zuhause sind, in irgendeiner Form für eine konstruktiven Austausch erreichst?
Deine Neugier und das Interesse an Menschen teilen ich ausdrücklich. Jeden Tag aufs Neue. Die Bereitschaft mit Leuten in Dialog zu treten, die damit einsteigen "Die Gutmenschen wollen uns vorschreiben, wie wir zu leben und was wir zu denken haben" oder auch immer wieder gerne genommen "Die Flüchtlinge kriegen alles in den ***** geblasen und wer hier 40 Jahre gearbeitet hat bekommt nix!" (beides Zitate aus Gesprächen in den letzten 2 Wochen) geht bei mir nach 4 bis 5järiger Anstrengung extrem zurück. Um es mal überspitzt auszudrücken: Warum soll man sich da noch Mühe geben, wenn es doch den Mittelfinger gibt?
Wie ist deine Erfahrung? Hast du das Gefühl, dass du Leute, die der AfD nah stehen oder in einem sonstigen rechtsextremen Weltbild zuhause sind, in irgendeiner Form für eine konstruktiven Austausch erreichst?
Deine Neugier und das Interesse an Menschen teilen ich ausdrücklich. Jeden Tag aufs Neue. Die Bereitschaft mit Leuten in Dialog zu treten, die damit einsteigen "Die Gutmenschen wollen uns vorschreiben, wie wir zu leben und was wir zu denken haben" oder auch immer wieder gerne genommen "Die Flüchtlinge kriegen alles in den ***** geblasen und wer hier 40 Jahre gearbeitet hat bekommt nix!" (beides Zitate aus Gesprächen in den letzten 2 Wochen) geht bei mir nach 4 bis 5järiger Anstrengung extrem zurück. Um es mal überspitzt auszudrücken: Warum soll man sich da noch Mühe geben, wenn es doch den Mittelfinger gibt?
Ach weißte, ich kann deinen Frust vollkommen verstehen. Aber, wie Werner auch schon schrieb: es gibt immer und überall solche und solche. Und so frustrierend solche Gespräche manchmal sind, so macht es doch auch immer wieder Spaß, betretene Gesichter zu sehen, wenn man ruhig und besonnen mit ein paar Fakten daherkommt, die dein Gegenüber zum ersten Mal in seinem Leben hört. Oft ist nämlich die blanke Unwissenheit der Grund für die Irrfahrt. Weil viele Leute mit Informationen derart zugedröhnt werden, dass sie alles nicht mehr verarbeiten können und deshalb nur noch die einfachen Sätze, Parolen und Wahrheiten aufnehmen (können/wollen).
Letztendlich aber ist natürlich der Hauptgrund, dass wir unsere Gesellschaft vergessen können, wenn wir unsere Überzeugungen nicht mehr vertreten und den Demagogen und Hetzern das Feld überlassen. Und was FA da weiter oben ausführte, unterschreibe ich vom ersten bis zum letzten Satz.
Wie ist deine Erfahrung? Hast du das Gefühl, dass du Leute, die der AfD nah stehen oder in einem sonstigen rechtsextremen Weltbild zuhause sind, in irgendeiner Form für eine konstruktiven Austausch erreichst?
Deine Neugier und das Interesse an Menschen teilen ich ausdrücklich. Jeden Tag aufs Neue. Die Bereitschaft mit Leuten in Dialog zu treten, die damit einsteigen "Die Gutmenschen wollen uns vorschreiben, wie wir zu leben und was wir zu denken haben" oder auch immer wieder gerne genommen "Die Flüchtlinge kriegen alles in den ***** geblasen und wer hier 40 Jahre gearbeitet hat bekommt nix!" (beides Zitate aus Gesprächen in den letzten 2 Wochen) geht bei mir nach 4 bis 5järiger Anstrengung extrem zurück. Um es mal überspitzt auszudrücken: Warum soll man sich da noch Mühe geben, wenn es doch den Mittelfinger gibt?
In der systemischen Therapie stellt man, wenn eine Problemtrance droht die Ausnahmefrage: wann ist es anders, wann und unter welchen Umständen tritt das Problem nicht auf?
So ähnlich versuche ich mit solchen Leuten zu sprechen: wo ist der gute, nette Anteil, wie kann es gelingen, dass mein gegenüber mehr davon zeigt, wo kollidiert dieser Anteil mit dem dumpfbackigem Rassismus?
Mehr von dem was gelingt! In Gesprächen und im Zusammenleben. Das brauchen wir!
Letztlich sollten wir uns nicht vormachen, dass es irgendwas verändert, wenn wir verstummen oder uns da wo es nett ist darin bestätigen, dass wir die Guten sind. Ohne Dialog bleibt unwidersprochen was Widerspruch braucht!
pauschalaussagen in die ein oder in die andere richtung bringen uns nicht weiter, vor allem wenn wir eigentlich das gleiche erreichen wollen.
mit keinem reden ist falsch, aber mit jedem kann ich auch nicht reden und in manch einer situation mag es angebracht sein, einen gespräch nicht weiterzuführen, da ein dialog die dialogbereitschaft beider seiten vorausetzt.
beckman zeigt, daß man sich durch "dialogbereitschaft" eben auch wunderbar instrumentalisieren lassen kann. gut gemeint ist halt nicht immer gut gemacht.
und wenn du jetzt forderst den dialog zu jedem rechten zu suchen, wäre es aus meiner sicht hilfreicher damit anzufangen mit den "linken" in einen echten dialog zu treten, die das gleiche ziel erreichen wollen wie du, aber einen weg wählen, der dir nicht sinnvoll erscheint, ob ein dicker stinkender haufen vor der tür dafür der richtige einstieg ist, sei mal dahingestellt ,-)
Finde ich eine sehr gute Haltung!