Wie umgehen mit den Rechtsradikalen?

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WuerzburgerAdler schrieb:

Du bist also im Prinzip nach wie vor der Auffassung, dass die Rechtsstaatlichkeit auf allen Ebenen und in allen Bereichen gewahrt werden muss. Auch angesichts der Parallelen zu 1933, der Geschehnisse in Thüringen 1932 und 2020 und der hier wiedergegebenen Goebbelszitate.
Nur zum Verständnis.        



Die Frage ging ja nun nicht an mich, dennoch möchte ich sie mal für mich beantworten: ja natürlich muss die Rechtsstaatlichkeit auf allen Ebenen gewahrt werden. Ich halte diesen, unseren, Rechtsstaat für für derart wehrhaft, sich den Gefahren von Rechts erfolgreich entgegenzustellen. Gerade im Hinblick auf unsere Geschichte ist doch die Wiedererlangung der Demokratie und eben jenen Rechtstaates ein Erfolg. Wo zöge man denn die Grenze, die Rechtsstaatlichkeit nicht mehr zu wahren? Und auf welchen Ebenen würdest Du denn diese Rechtsstaatlichkeit nicht mehr wahren wollen und zu welchem Zweck?
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skyeagle schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Du bist also im Prinzip nach wie vor der Auffassung, dass die Rechtsstaatlichkeit auf allen Ebenen und in allen Bereichen gewahrt werden muss. Auch angesichts der Parallelen zu 1933, der Geschehnisse in Thüringen 1932 und 2020 und der hier wiedergegebenen Goebbelszitate.
Nur zum Verständnis.        



Die Frage ging ja nun nicht an mich, dennoch möchte ich sie mal für mich beantworten: ja natürlich muss die Rechtsstaatlichkeit auf allen Ebenen gewahrt werden. Ich halte diesen, unseren, Rechtsstaat für für derart wehrhaft, sich den Gefahren von Rechts erfolgreich entgegenzustellen. Gerade im Hinblick auf unsere Geschichte ist doch die Wiedererlangung der Demokratie und eben jenen Rechtstaates ein Erfolg. Wo zöge man denn die Grenze, die Rechtsstaatlichkeit nicht mehr zu wahren? Und auf welchen Ebenen würdest Du denn diese Rechtsstaatlichkeit nicht mehr wahren wollen und zu welchem Zweck?

Nun ja, ich möchte jedenfalls keine Diktatur errichten.
Es erhebt sich aber beispielsweise die Frage, ob man den Auftrag der Ausgewogenheit in der Berichterstattung hier so zwingend wörtlich nehmen muss, wenn man sich dadurch der Gefahr aussetzt, hinterher dafür der Dummheit geziehen und darob verspottet zu werden. Wobei dies noch das kleinste aller Übel darstellt.
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Mein "Herz" gibt Dir recht. Auch ich will keine rassistischen Äußerungen im ÖR hören. Die Frage ist aber, sind diese Äußerungen verboten? Wo ist die Grenze? Eine schwierige Frage, zugegeben.
Wenn es interessiert, hänge ich mal eine Zusammenstellung zu dem Thema, veröffentlicht vom Institut für Menschenrechte an, Die Entscheidung, wann ist was erlaubt oder besser rechtlich verboten ist nicht klar definiert. Das macht die Entscheidung, ob ein AfDler in Talkshows eingeladen werden sollte nicht einfacher.
Der Autor des Aufsatzes schreibt u.a. :
"Allgemeingültige Kriterien, nach denen sich abschließend bestimmen ließe, ob eine Aussage erstens rassistisch und zweitens strafrechtlich zu sanktionieren ist, lassen sich anhand der Spruchpraxis internationaler Menschenrechtsgremien wie auch des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte nicht ausmachen. Die dazu bisher ergangenen Entscheidungen fallen eher einzelfallorientiert aus."
https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dateien/Sonstiges/Verbreitung-rassistischen-Gedankenguts_ZDSR_Schriftenreihe_Bd11.pdf

   
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60revax schrieb:

Mein "Herz" gibt Dir recht. Auch ich will keine rassistischen Äußerungen im ÖR hören. Die Frage ist aber, sind diese Äußerungen verboten?


https://dejure.org/gesetze/StGB/130.html

Ich denke mal genau da endet auch die Legitimation des Artikel 5 Grundgesetz. Denn er besagt auch genau das:

1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

Aber ich bin jetzt kein Jurist und weiß nicht, ob dies so gesehen würde. Aber das wäre jetzt wirklich mal eine gute Frage: Verstoßen die Öffentlich-Rechtlichen gegen §130 StGB, wenn sie eine Plattform für Rassisten und Nationalsozialismusverhamloser bietet?
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skyeagle schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Du bist also im Prinzip nach wie vor der Auffassung, dass die Rechtsstaatlichkeit auf allen Ebenen und in allen Bereichen gewahrt werden muss. Auch angesichts der Parallelen zu 1933, der Geschehnisse in Thüringen 1932 und 2020 und der hier wiedergegebenen Goebbelszitate.
Nur zum Verständnis.        



Die Frage ging ja nun nicht an mich, dennoch möchte ich sie mal für mich beantworten: ja natürlich muss die Rechtsstaatlichkeit auf allen Ebenen gewahrt werden. Ich halte diesen, unseren, Rechtsstaat für für derart wehrhaft, sich den Gefahren von Rechts erfolgreich entgegenzustellen. Gerade im Hinblick auf unsere Geschichte ist doch die Wiedererlangung der Demokratie und eben jenen Rechtstaates ein Erfolg. Wo zöge man denn die Grenze, die Rechtsstaatlichkeit nicht mehr zu wahren? Und auf welchen Ebenen würdest Du denn diese Rechtsstaatlichkeit nicht mehr wahren wollen und zu welchem Zweck?

Nun ja, ich möchte jedenfalls keine Diktatur errichten.
Es erhebt sich aber beispielsweise die Frage, ob man den Auftrag der Ausgewogenheit in der Berichterstattung hier so zwingend wörtlich nehmen muss, wenn man sich dadurch der Gefahr aussetzt, hinterher dafür der Dummheit geziehen und darob verspottet zu werden. Wobei dies noch das kleinste aller Übel darstellt.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Nun ja, ich möchte jedenfalls keine Diktatur errichten.
Es erhebt sich aber beispielsweise die Frage, ob man den Auftrag der Ausgewogenheit in der Berichterstattung hier so zwingend wörtlich nehmen muss, wenn man sich dadurch der Gefahr aussetzt, hinterher dafür der Dummheit geziehen und darob verspottet zu werden. Wobei dies noch das kleinste aller Übel darstellt.        


Naja, eine Diktatur errichten, möchte hier wohl niemand. Eine Einlassung diesbezüglich hab ich auch bei hawischer nicht erkennen können. Wenn ich sehe wie aktiv die Menschen gegen Rechtsextremismus auf die Straße gehen, oder wie laut der Aufschrei war im  Fall Thüringen, glaube ich schon, dass wir auch Berichte der AfD im ÖR aushalten. Ich bin sogar der Meinung, dass wir das aushalten müssen, eben aufgrund jenes Rechtsstaates. Wenn wir die AfD aus dem ÖR in einem großen Rahmen ausschließen würden, verhelfen wir ihr weiter in Ihre Opferrolle und wir schaffen es nicht ihre Wähler davon zu überzeugen, sich von ihr abzuwenden. Das schafft man im Zweifel nur im Dialog.
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skyeagle schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Du bist also im Prinzip nach wie vor der Auffassung, dass die Rechtsstaatlichkeit auf allen Ebenen und in allen Bereichen gewahrt werden muss. Auch angesichts der Parallelen zu 1933, der Geschehnisse in Thüringen 1932 und 2020 und der hier wiedergegebenen Goebbelszitate.
Nur zum Verständnis.        



Die Frage ging ja nun nicht an mich, dennoch möchte ich sie mal für mich beantworten: ja natürlich muss die Rechtsstaatlichkeit auf allen Ebenen gewahrt werden. Ich halte diesen, unseren, Rechtsstaat für für derart wehrhaft, sich den Gefahren von Rechts erfolgreich entgegenzustellen. Gerade im Hinblick auf unsere Geschichte ist doch die Wiedererlangung der Demokratie und eben jenen Rechtstaates ein Erfolg. Wo zöge man denn die Grenze, die Rechtsstaatlichkeit nicht mehr zu wahren? Und auf welchen Ebenen würdest Du denn diese Rechtsstaatlichkeit nicht mehr wahren wollen und zu welchem Zweck?

Nun ja, ich möchte jedenfalls keine Diktatur errichten.
Es erhebt sich aber beispielsweise die Frage, ob man den Auftrag der Ausgewogenheit in der Berichterstattung hier so zwingend wörtlich nehmen muss, wenn man sich dadurch der Gefahr aussetzt, hinterher dafür der Dummheit geziehen und darob verspottet zu werden. Wobei dies noch das kleinste aller Übel darstellt.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Es erhebt sich aber beispielsweise die Frage, ob man den Auftrag der Ausgewogenheit in der Berichterstattung hier so zwingend wörtlich nehmen muss, wenn man sich dadurch der Gefahr aussetzt, hinterher dafür der Dummheit geziehen und darob verspottet zu werden. Wobei dies noch das kleinste aller Übel darstellt.

Verspottet wird man nur, wenn man das so plump macht wie die Talkshows im ÖR. Sollen die AfD halt einfach einladen, wenns um Themen geht, die nichts mit Migration zu tun haben. Das ist eh ein Thema, was lächerlich viel Aufmerksamkeit bekommt. Sollen die sich halt mal zu Bildung äußern, zu Gleichstellung, zu Umweltschutz, Energie, Nahverkehr, ...

Und ja, es spricht wenig dagegen irgendwie einen gewissen Proporz zu wahren, wie auch immer der aussieht (letzte Wahl, aktuelle Umfragen oder was auch immer) und dabei auch mal Parteien zu hören, die vielleicht gar nicht in den Parlamenten sitzen. Erinnere mich an Frau Unruh (hieß die so?), die vor einiger Zeit hier und da mal zu Gast war. Ich finde auch Minderheiten sollten gehört werden.

Albern wirds halt da, wo man monatelang nur Themen behandelt, die Nazis sich auf die Fahnen schrieben und dann noch rumheulen, dass sie unterrepräsentiert sind.
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Eine Kneipe steht jedem offen. Wenn aber jemand seinen Kneipenbesuch immer und konsequent dazu nutzt, die anderen Kneipenbesucher zu beleidigen oder versucht ne Schlägerei anzuzetteln, dann fliegt er halt raus und bekommt Hausverbot. Genau so sollte man mit AfD-Politikern umgehen. In allen Lebensbereichen. Wäre eigentlich so einfach.
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60revax schrieb:

Mein "Herz" gibt Dir recht. Auch ich will keine rassistischen Äußerungen im ÖR hören. Die Frage ist aber, sind diese Äußerungen verboten?


https://dejure.org/gesetze/StGB/130.html

Ich denke mal genau da endet auch die Legitimation des Artikel 5 Grundgesetz. Denn er besagt auch genau das:

1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

Aber ich bin jetzt kein Jurist und weiß nicht, ob dies so gesehen würde. Aber das wäre jetzt wirklich mal eine gute Frage: Verstoßen die Öffentlich-Rechtlichen gegen §130 StGB, wenn sie eine Plattform für Rassisten und Nationalsozialismusverhamloser bietet?
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Hmm, meine Frage beantwortet eigentlich auch schon Absatz 5 des Paragraphen 130:

5) 1Absatz 2 Nummer 1 und 3 gilt auch für eine Schrift (§ 11 Absatz 3) des in den Absätzen 3 und 4 bezeichneten Inhalts. 2Nach Absatz 2 Nummer 2 wird auch bestraft, wer einen in den Absätzen 3 und 4 bezeichneten Inhalt mittels Rundfunk oder Telemedien einer Person unter achtzehn Jahren oder der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Interessant, dass man sich nur schuldig macht, wenn man mittels Rundfunk und Telemedien Nazi-Dreck Personen unter 18 Jahren zugänglich macht (?!?). An Erwachsene darf man also volksverhetzenden Inhalt senden? Und wie kann man bei Radio und Fernsehen garantieren, dass die Empfänger über oder unter 18 Jahre alt sind. Irgendwie für mich total schwachsinnig.
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60revax schrieb:

Mein "Herz" gibt Dir recht. Auch ich will keine rassistischen Äußerungen im ÖR hören. Die Frage ist aber, sind diese Äußerungen verboten?


https://dejure.org/gesetze/StGB/130.html

Ich denke mal genau da endet auch die Legitimation des Artikel 5 Grundgesetz. Denn er besagt auch genau das:

1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

Aber ich bin jetzt kein Jurist und weiß nicht, ob dies so gesehen würde. Aber das wäre jetzt wirklich mal eine gute Frage: Verstoßen die Öffentlich-Rechtlichen gegen §130 StGB, wenn sie eine Plattform für Rassisten und Nationalsozialismusverhamloser bietet?
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Adler_Steigflug schrieb:

Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Das bezieht sich nicht darauf, dass gefälligst auch die AfD-Nazis ihren Unsinn verbreiten dürfen, sondern dass Print-, Online-, Hörfunk- und TV-Organe frei berichten dürfen.

Im übrigen liegt die programmliche Hoheit bei den Redaktionen.
Keine Redaktion ist gezwungen, aus paritätischen Gründen, AfD-Nazis einzuladen.
Man kann über diese sogenannte Partei auch in Beiträgen, Artikeln oder Reportagen berichten.
So lange man aus redaktionellen Gründen keinen Sinn darin sieht (es sei denn man hat Bock auf Krawall, siehe z.B. Hart aber fair), ist man selbstredend an keine Mandaten in welchen Parlamenten auch immer gebunden.

Sollte man sich substantielle, die Meinungsbildung voranbringende Diskussionen und oder Erkenntnisse versprechen, kommt man hingegen nicht an den Idioten als Gäste vorbei.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Du bist also im Prinzip nach wie vor der Auffassung, dass die Rechtsstaatlichkeit auf allen Ebenen und in allen Bereichen gewahrt werden muss. Auch angesichts der Parallelen zu 1933, der Geschehnisse in Thüringen 1932 und 2020 und der hier wiedergegebenen Goebbelszitate.
Nur zum Verständnis.        



Die Frage ging ja nun nicht an mich, dennoch möchte ich sie mal für mich beantworten: ja natürlich muss die Rechtsstaatlichkeit auf allen Ebenen gewahrt werden. Ich halte diesen, unseren, Rechtsstaat für für derart wehrhaft, sich den Gefahren von Rechts erfolgreich entgegenzustellen. Gerade im Hinblick auf unsere Geschichte ist doch die Wiedererlangung der Demokratie und eben jenen Rechtstaates ein Erfolg. Wo zöge man denn die Grenze, die Rechtsstaatlichkeit nicht mehr zu wahren? Und auf welchen Ebenen würdest Du denn diese Rechtsstaatlichkeit nicht mehr wahren wollen und zu welchem Zweck?
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skyeagle schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Du bist also im Prinzip nach wie vor der Auffassung, dass die Rechtsstaatlichkeit auf allen Ebenen und in allen Bereichen gewahrt werden muss. Auch angesichts der Parallelen zu 1933, der Geschehnisse in Thüringen 1932 und 2020 und der hier wiedergegebenen Goebbelszitate.
Nur zum Verständnis.        



Die Frage ging ja nun nicht an mich, dennoch möchte ich sie mal für mich beantworten: ja natürlich muss die Rechtsstaatlichkeit auf allen Ebenen gewahrt werden. Ich halte diesen, unseren, Rechtsstaat für für derart wehrhaft, sich den Gefahren von Rechts erfolgreich entgegenzustellen. Gerade im Hinblick auf unsere Geschichte ist doch die Wiedererlangung der Demokratie und eben jenen Rechtstaates ein Erfolg. Wo zöge man denn die Grenze, die Rechtsstaatlichkeit nicht mehr zu wahren? Und auf welchen Ebenen würdest Du denn diese Rechtsstaatlichkeit nicht mehr wahren wollen und zu welchem Zweck?

Sehe ich genauso. Auch deine Folgeantwort ist in meinem Sinne.
Ergänzend möchte ich noch, dass ich es für brandgefährlich halte, die Definition, was rechtsstaatlich ist, der politischen Einschätzung von Einzelpersonen oder Gruppen zuzubilligen.
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Adler_Steigflug schrieb:

Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Das bezieht sich nicht darauf, dass gefälligst auch die AfD-Nazis ihren Unsinn verbreiten dürfen, sondern dass Print-, Online-, Hörfunk- und TV-Organe frei berichten dürfen.

Im übrigen liegt die programmliche Hoheit bei den Redaktionen.
Keine Redaktion ist gezwungen, aus paritätischen Gründen, AfD-Nazis einzuladen.
Man kann über diese sogenannte Partei auch in Beiträgen, Artikeln oder Reportagen berichten.
So lange man aus redaktionellen Gründen keinen Sinn darin sieht (es sei denn man hat Bock auf Krawall, siehe z.B. Hart aber fair), ist man selbstredend an keine Mandaten in welchen Parlamenten auch immer gebunden.

Sollte man sich substantielle, die Meinungsbildung voranbringende Diskussionen und oder Erkenntnisse versprechen, kommt man hingegen nicht an den Idioten als Gäste vorbei.
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reggaetyp schrieb:

Keine Redaktion ist gezwungen, aus paritätischen Gründen, AfD-Nazis einzuladen.


Natürlich nicht. Wurde auch so schon festgestellt, dass sie das nicht müssen. Sie gar nicht einzuladen ist aber vielleicht auch unklug, weil es m.E. bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung, nicht nur der AfD-Wählerschaft, das Gefühl wecken würde, dass die öffentlich-rechtlichen eben mit ihrem Tun und Handeln aktiv in die Meinungsbildung eingreifen wollen. Und zwar einseitig. Und dafür müssen dann auch noch Millionen Menschen, die das falsch finden, ohne Möglichkeit der Einflussnahme, Geld blechen. Und ich bleibe weiterhin felsenfest bei der Meinung, dass ich nach Abwägung aller für mich bestehenden Vor- und Nachteile immer noch für eine Einladung von AfD-Politikern bin. Durchaus aber gerne nicht sonderlich häufig und bitte nicht immer nur zu Themen, wo die geil darauf sind. Aber kann ja jeder gerne anders sehen.
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reggaetyp schrieb:

Keine Redaktion ist gezwungen, aus paritätischen Gründen, AfD-Nazis einzuladen.


Natürlich nicht. Wurde auch so schon festgestellt, dass sie das nicht müssen. Sie gar nicht einzuladen ist aber vielleicht auch unklug, weil es m.E. bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung, nicht nur der AfD-Wählerschaft, das Gefühl wecken würde, dass die öffentlich-rechtlichen eben mit ihrem Tun und Handeln aktiv in die Meinungsbildung eingreifen wollen. Und zwar einseitig. Und dafür müssen dann auch noch Millionen Menschen, die das falsch finden, ohne Möglichkeit der Einflussnahme, Geld blechen. Und ich bleibe weiterhin felsenfest bei der Meinung, dass ich nach Abwägung aller für mich bestehenden Vor- und Nachteile immer noch für eine Einladung von AfD-Politikern bin. Durchaus aber gerne nicht sonderlich häufig und bitte nicht immer nur zu Themen, wo die geil darauf sind. Aber kann ja jeder gerne anders sehen.
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SGE_Werner schrieb:

Und ich bleibe weiterhin felsenfest bei der Meinung, dass ich nach Abwägung aller für mich bestehenden Vor- und Nachteile immer noch für eine Einladung von AfD-Politikern bin. Durchaus aber gerne nicht sonderlich häufig und bitte nicht immer nur zu Themen, wo die geil darauf sind



nachvollziehbar!
Die AfD ist nicht der Nabel der Welt und man muss nicht ständig ihre Themen durchkauen, aber Einladungen zum Klimaschutz, Renten, Verkehr, Bildung, Pflege, das wird ein Spaß, vermutlich kommt nur heiße Luft bzw. wilde VT beim Klimaschutz.
Im übrigen ist es geradezu absurd, wenn immer wieder -auch hier neulich- behauptet wird die deutsche Presse ist tendenziös und einseitig. Die AfD Leute haben permanent die Gelegenheit ihre abscheulichen Theorien und noch so dummen Behauptungen in Talkrunden von sich zu geben.
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Eine interessante Zeit, mit Plakaten vor der Gefahr des Linksextremismus zu warnen.

https://www.fr.de/rhein-main/land-hessen-warnung-linksextremismus-fragwuerdiger-kampagne-13534607.html

Natürlich wird das vonseiten Beuth verteidigt. Der will ja auch politische Brandmauern gegen links und rechts errichten. Das mit links klappt ja soweit ganz gut. Kurz mal dagegen geklopft... dies ist fest und stabil. Rechts sehe ich nur einen Gang mit einer roten Linie und einem Schild davor, mit der Aufschrift "Bitte rote Linie nicht übertreten, sonst gibt es Mecker von oben *zwinker zwinker*".

Grundsätzlich ist es ja nicht verkehr vor Extremismus jeglicher Couleur zu warnen. Dafür, dass der Rechtsextremismus gerade ein klein wenig präsenter ist, stört wohl das:

Nur auf dem ersten von zehn Plakaten werden auch Rechtsextremisten und Islamisten erwähnt. In der Statistik, die dazu abgedruckt wird, erscheint der Linksextremismus als größte Gefahr – mit mehr Anhängern als die anderen beiden Bereiche. Nach Auffassung der Forscher Tschirner und Bauer hätte aber für einen treffenden Vergleich auf die Zahl der gewaltbereiten Akteure zurückgegriffen werden müssen. Das wären mehr Rechts- als Linksextremisten gewesen.
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Eine interessante Zeit, mit Plakaten vor der Gefahr des Linksextremismus zu warnen.

https://www.fr.de/rhein-main/land-hessen-warnung-linksextremismus-fragwuerdiger-kampagne-13534607.html

Natürlich wird das vonseiten Beuth verteidigt. Der will ja auch politische Brandmauern gegen links und rechts errichten. Das mit links klappt ja soweit ganz gut. Kurz mal dagegen geklopft... dies ist fest und stabil. Rechts sehe ich nur einen Gang mit einer roten Linie und einem Schild davor, mit der Aufschrift "Bitte rote Linie nicht übertreten, sonst gibt es Mecker von oben *zwinker zwinker*".

Grundsätzlich ist es ja nicht verkehr vor Extremismus jeglicher Couleur zu warnen. Dafür, dass der Rechtsextremismus gerade ein klein wenig präsenter ist, stört wohl das:

Nur auf dem ersten von zehn Plakaten werden auch Rechtsextremisten und Islamisten erwähnt. In der Statistik, die dazu abgedruckt wird, erscheint der Linksextremismus als größte Gefahr – mit mehr Anhängern als die anderen beiden Bereiche. Nach Auffassung der Forscher Tschirner und Bauer hätte aber für einen treffenden Vergleich auf die Zahl der gewaltbereiten Akteure zurückgegriffen werden müssen. Das wären mehr Rechts- als Linksextremisten gewesen.
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Dazu ein schönes Statement zur Hufeisen Theorie. Stammt angeblich von Henning Venske, dem ich das zutrauen würde, habe aber keine Originalquelle gefunden.

Aber weil's so schön ist:

"Kleine Denkhilfe für CDU-Wählerinnen und Wähler, Rechts und Links auseinanderzuhalten:
...
Es macht einen deutlichen Unterschied, ob zum Totschlag entschlossene Rassisten eine Nazi-Diktatur anstreben, oder ob sozial engagierte Leute für die Enteignung der Banken und eine gerechtere Verteilung irdischer Reichtümer demonstrieren und es ist auch nicht dasselbe, ob Nazi-Glatzen nachts Obdachlose totschlagen oder Punks mit bunten Haaren leer stehende Häuser besetzen.
Eine Trense ist nämlich noch lange kein Hufeisen!"
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OldFechemer schrieb:


         Werner hat natürlich in einem Punkt recht. Wir haben hier in Hessen schon immer ein massives Problem mit Rechtsaußen! Ich bin da seit Mitte der siebziger Jahre involviert!
     


Endlich gibst Du mir mal recht.

Ich habe ja in keinem Wort gesagt, dass die rechten Umtriebe im Osten durch irgendwas relativiert werden (auch nicht durch Wendeerfahrungen oder weniger Erfahrungen mit Ausländern), ich habe nur Begründungen geliefert, warum ein Vergleich zwischen West und Ost einfach aufgrund der unterschiedlichen Vorgaben in meinen Augen sinnfrei ist und wir uns entsprechende Moralpredigten regionaler Art auch aufgrund der eigenen braunen Suppe vor der Haustür sparen sollten. Sprüche wie "Da würde ich nie Urlaub machen, die Menschen bestätigen alle Vorurteile usw." haben vermutlich selbst bei moderaten Ostdeutschen irgendwann den Effekt, dass sie sich mit denen vor Ort solidarisieren, mit denen sie von der politischen Haltung her gar nicht übereinstimmen.
Mir wäre es einfach lieber, wir distanzieren uns von den Nazis und Rassisten und nicht von einem Landstrich und deren Bewohner als Ganzes.
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SGE_Werner schrieb:

Mir wäre es einfach lieber, wir distanzieren uns von den Nazis und Rassisten und nicht von einem Landstrich und deren Bewohner als Ganzes.



       

und los gehts

Zeitzeuge Baum zu Dresden 1945
„Nie wieder Nazis und nie wieder Krieg“

Baum: Aber man muss im Kopf haben: Die AfD hat ja in Dresden etwa 20 Prozent.

Baum: "Dresden ist anders als Pegida“,

https://www.deutschlandfunk.de/zeitzeuge-baum-zu-dresden-1945-nie-wieder-nazis-und-nie.694.de.mhtml?dram:article_id=470132
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https://www.spiegel.de/politik/deutschland/rechtsextremismus-zwoelf-festnahmen-bei-razzia-a-b07bc24e-842d-4182-9cb1-4dc976f8613a

Razzien gegen Rechts. Anscheinend sind Rechte inzwischen durch aus bereit sich zu sammeln und gezielt zu agieren. Lübcke ist anscheinend für einige nur der Anfang gewesen.

Gruß an den AfD Trottel der vor 6 Jahren der Meinung war das es in Deutschland wahrscheinlicher ist islamistischen Terror zum Opfer zu fallen als durch Rechte Gewalttaten. Du maschierst da inzwischen bestimmt auch mit. Nicht nur die schwierige und polarisierende Haltung der AfD wurde hier zu Recht kritisch beäugt, auch die immer größer werdende Gewaltbereitschaft von Rechts.
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https://www.spiegel.de/politik/deutschland/rechtsextremismus-zwoelf-festnahmen-bei-razzia-a-b07bc24e-842d-4182-9cb1-4dc976f8613a

Razzien gegen Rechts. Anscheinend sind Rechte inzwischen durch aus bereit sich zu sammeln und gezielt zu agieren. Lübcke ist anscheinend für einige nur der Anfang gewesen.

Gruß an den AfD Trottel der vor 6 Jahren der Meinung war das es in Deutschland wahrscheinlicher ist islamistischen Terror zum Opfer zu fallen als durch Rechte Gewalttaten. Du maschierst da inzwischen bestimmt auch mit. Nicht nur die schwierige und polarisierende Haltung der AfD wurde hier zu Recht kritisch beäugt, auch die immer größer werdende Gewaltbereitschaft von Rechts.
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...und einer dieser Männer ist Verwaltungsmitarbeiter der Polizei NRW. Sicher ein bedauernswerter Einzelfall.
Soll ich den Link hier posten oder lieber im Bullenthread?

Mittlerweile muss man sich wirklich große Sorgen machen, dass das die Menschen sind, die unsere Zivilgesellschaft schützen sollen.
https://www.spiegel.de/politik/teutonico-und-seine-terrorzelle-a-b975aa53-0733-4312-814d-4020d21a9009
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Weiß net, das passt eigentlich fast überall rein was mit Rechts zu tun hat. Thüringen ist bei weitem kein Einzelfall wenn es um Nazis geht die mit der CDU paktieren.

https://www.n-tv.de/politik/Kommunal-CDU-stimmt-mit-AfD-und-NPD-article21581931.html

Hier will man sich offiziell etwas von Berlin abnabeln, inoffiziell allerdings den Zuzug von Migranten verhindern. Wieder einmal toll gemacht CDU!
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https://www.spiegel.de/politik/deutschland/rechtsextremismus-zwoelf-festnahmen-bei-razzia-a-b07bc24e-842d-4182-9cb1-4dc976f8613a

Razzien gegen Rechts. Anscheinend sind Rechte inzwischen durch aus bereit sich zu sammeln und gezielt zu agieren. Lübcke ist anscheinend für einige nur der Anfang gewesen.

Gruß an den AfD Trottel der vor 6 Jahren der Meinung war das es in Deutschland wahrscheinlicher ist islamistischen Terror zum Opfer zu fallen als durch Rechte Gewalttaten. Du maschierst da inzwischen bestimmt auch mit. Nicht nur die schwierige und polarisierende Haltung der AfD wurde hier zu Recht kritisch beäugt, auch die immer größer werdende Gewaltbereitschaft von Rechts.
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Nicht mal ansatzweise so viel Wut, Betroffenheit, Sorge und Diskussionen in der Öffentlichkeit, Politik, Medien und hier im Forum nach dem Hochnehmen der Nazis und dem Bekanntwerden ihrer Pläne wie nach Silvester in Connewitz.

Es ist einfach nicht zu verstehen. Ich frag mich zumindest dieses Forum betreffend, wo die üblichen sind.
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Nicht mal ansatzweise so viel Wut, Betroffenheit, Sorge und Diskussionen in der Öffentlichkeit, Politik, Medien und hier im Forum nach dem Hochnehmen der Nazis und dem Bekanntwerden ihrer Pläne wie nach Silvester in Connewitz.

Es ist einfach nicht zu verstehen. Ich frag mich zumindest dieses Forum betreffend, wo die üblichen sind.
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Na doch, amthor hat es verstanden, er fordert eine neue leitkultur


Und lass mich raten Seehofer will scharf gegen rechts vorgehen aber genauso scarf gegen links

Zwischen die Enden des hufeisens darf kein feigenblatt passen
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Na doch, amthor hat es verstanden, er fordert eine neue leitkultur


Und lass mich raten Seehofer will scharf gegen rechts vorgehen aber genauso scarf gegen links

Zwischen die Enden des hufeisens darf kein feigenblatt passen
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Xaver08 schrieb:

Na doch, amthor hat es verstanden, er fordert eine neue leitkultur


Stimmt. Der pfiffige Kerl mit dem Lausbubencharme hat einfach auf alles eine Antwort.
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Xaver08 schrieb:

Na doch, amthor hat es verstanden, er fordert eine neue leitkultur


Stimmt. Der pfiffige Kerl mit dem Lausbubencharme hat einfach auf alles eine Antwort.
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reggaetyp schrieb:

Xaver08 schrieb:

Na doch, amthor hat es verstanden, er fordert eine neue leitkultur


Stimmt. Der pfiffige Kerl mit dem Lausbubencharme hat einfach auf alles eine Antwort.

Leider hat er vom richtigen Leben keinerlei Ahnung, kennt ja nur seine Parteiwelt.


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