Mindestlohn in Deutschland ab 2015

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Der Bundestag hat den Mindestlohn ab 2015 beschlossen.
Zum Teil gibt es eine stufenweise Anhebung bis 2017, manche erhalten ihn auch gar nicht.
Immerhin, wenigstens ein kleiner Anfang ist gemacht.

Gibt's hier jemand, der von weniger als € 8,50 pro Stunde leben könnte oder sich auch nur annhähernd gerecht entloht fühlte?

Weitere Meinungen zum Geschehen?
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Schon schlimm genug, daß soetwas durch Poitiker geregelt werden muss!
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Die 8,50 Euro im Jahr 2017 einer heutigen Kaufkraft von etwa 7,85 Euro. Ab dann wird ja erst wieder möglicherweise nachgebessert.


Die Forderung nach einem deutschlandweiten Mindestlohn von 8,50 Euro stammt noch aus dem Jahr 2010 – und ist seitdem unverändert geblieben.

Hier der Artikel vom Jahreswechsel

http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-11/mindestlohn-inflation-gewerkschaften
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Bei dem Thema sieht man mal wieder wie scheiße die Parteien sind. Beispiel Zeitungsausträger, die müssen auf Geld verzichten weil die grossen Parteien an vielen Zeitungen beteiligt sind. Auch widerspricht das den Forderungen der EU, es sollte nämlich ein einheitlicher Mindeslohn her.

Sicher ist ein Anfang gemacht, aber es ist trotzdem eine Riesenscheiße was die mal wieder abgezogen haben. Reichstagspack halt.
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in der schweiz wurde die mindestlohninitiative vom volk abgelehnt.sprich man möchte nicht, das der staat das festlegt.

aber

seitdem haben viele große konzerne & branchen die löhne freiwillig angehoben bzw angekündigt, wie zb:

BATA von 3600,- auf 4063,-
LIDL von 3800,- auf 4000,-
ALDI auf 4200,- +13.gehalt
COOP von 3700,- auf 3800,-
MIGROS von 3700,- auf 3800,-
floristinnen von 3700,- auf 4000,-
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ups, das 13.gehalt gehört zu LIDL, nicht zu ALDI.  
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propain schrieb:
Bei dem Thema sieht man mal wieder wie scheiße die Parteien sind. Beispiel Zeitungsausträger, die müssen auf Geld verzichten weil die grossen Parteien an vielen Zeitungen beteiligt sind. Auch widerspricht das den Forderungen der EU, es sollte nämlich ein einheitlicher Mindeslohn her.

Sicher ist ein Anfang gemacht, aber es ist trotzdem eine Riesenscheiße was die mal wieder abgezogen haben. Reichstagspack halt.


Und dann liesst man im Gegenzug, daß nach dem Pofalla (zur DB), nun auch der Niebel (zu Rheinmetall) in die freie Wirtschaft wechselt und sich dort, mit der Nähe zur Politik, eine noch goldenere Nase verdienen! Es ist zum Kotzen!
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reggaetyp schrieb:
Der Bundestag hat den Mindestlohn ab 2015 beschlossen.
Zum Teil gibt es eine stufenweise Anhebung bis 2017, manche erhalten ihn auch gar nicht.
Immerhin, wenigstens ein kleiner Anfang ist gemacht.

Gibt's hier jemand, der von weniger als € 8,50 pro Stunde leben könnte oder sich auch nur annhähernd gerecht entloht fühlte?

Weitere Meinungen zum Geschehen?



Warum sind Langzeitarbeitslose es wert Scheiße bezahlt zu werden, warum sind buckelnder Erntehelfer weniger Wert, warum Leute die mitten in der Nacht bei jedem Dreckswetter Zeitungen austragen?
Jede Lobbygruppe, wie die ewig jammernden Zeitungsverlage (Google bringt uns um!!Fair bezahlte Austräger bringen uns um!! ) darf sich ihre Ausnahmeregelungen in das Gesetz schreiben lassen, ein gespielter Witz. Da werden auch im Lauf der Zeit noch mehr angekrochen kommen und um Ausnahmen betteln.
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giordani schrieb:
reggaetyp schrieb:
Der Bundestag hat den Mindestlohn ab 2015 beschlossen.
Zum Teil gibt es eine stufenweise Anhebung bis 2017, manche erhalten ihn auch gar nicht.
Immerhin, wenigstens ein kleiner Anfang ist gemacht.

Gibt's hier jemand, der von weniger als € 8,50 pro Stunde leben könnte oder sich auch nur annhähernd gerecht entloht fühlte?

Weitere Meinungen zum Geschehen?



Warum sind Langzeitarbeitslose es wert Scheiße bezahlt zu werden, warum sind buckelnder Erntehelfer weniger Wert, warum Leute die mitten in der Nacht bei jedem Dreckswetter Zeitungen austragen?
Jede Lobbygruppe, wie die ewig jammernden Zeitungsverlage (Google bringt uns um!!Fair bezahlte Austräger bringen uns um!! ) darf sich ihre Ausnahmeregelungen in das Gesetz schreiben lassen, ein gespielter Witz. Da werden auch im Lauf der Zeit noch mehr angekrochen kommen und um Ausnahmen betteln.



Eben! Ausnahmen bestätigen die Regel und eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!
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propain schrieb:
Beispiel Zeitungsausträger, die müssen auf Geld verzichten weil die grossen Parteien an vielen Zeitungen beteiligt sind.

Eigentlich betrifft das nur die SPD.

Die SPD ist die einzige politische Partei in Deutschland, die große Medienbeteiligungen unterhält.

http://de.wikipedia.org/wiki/SPD

Und von wem kam der Vorschlag den Verlegern entgegenzukommen?  
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/nahles-will-verleger-beim-mindestlohn-fuer-zeitungsboten-entlasten-a-977178.html
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emjott schrieb:
propain schrieb:
Beispiel Zeitungsausträger, die müssen auf Geld verzichten weil die grossen Parteien an vielen Zeitungen beteiligt sind.

Eigentlich betrifft das nur die SPD.

Die SPD ist die einzige politische Partei in Deutschland, die große Medienbeteiligungen unterhält.

http://de.wikipedia.org/wiki/SPD

Und von wem kam der Vorschlag den Verlegern entgegenzukommen?  
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/nahles-will-verleger-beim-mindestlohn-fuer-zeitungsboten-entlasten-a-977178.html


Die SPD hat mehr Beteiligungen, aber das war es dann auch schon. Aber blos weil die CDU weniger hat macht es das nicht besser.
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emjott schrieb:
propain schrieb:
Beispiel Zeitungsausträger, die müssen auf Geld verzichten weil die grossen Parteien an vielen Zeitungen beteiligt sind.

Eigentlich betrifft das nur die SPD.

Die SPD ist die einzige politische Partei in Deutschland, die große Medienbeteiligungen unterhält.

http://de.wikipedia.org/wiki/SPD

Und von wem kam der Vorschlag den Verlegern entgegenzukommen?  
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/nahles-will-verleger-beim-mindestlohn-fuer-zeitungsboten-entlasten-a-977178.html


die zeiten, in denen man die spd gut fand, weil sie sich gegen die cdu abgegrenzt hat sind schon länger vorbei.  und jede ausnahme von den 8,50 mindestlohn ist ein schlag ins gesicht der betroffenen. ich will jetzt hier nicht groß heumrechnen, aber 8,50 auf den monat betrachtet sind ca. 1400 euro pro monat, vor steuern und sozialabgaben, wohl gemerkt. das dürfte dann eher ein tick mehr sein als hartz IV empfänger bekommen, ausreichend gerade so für´s existenzminimum.

oder kennt jemand, um die eingangsfrage zu wiederholen, irgendwen der von dem geld in der lage ist sich einen lenz zu machen?
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Als Studentin ist man mickrige Praktikantengehälter gewohnt. In etwa 3,80 € bekomme ich derzeit die Stunde. Nicht schön, aber viel schlimmer ist da, dass es sicherlich einige Unternehmen geben wird, die erst gar keine Praktika in der Form mehr anbieten werden.
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Snuffle82 schrieb:
Als Studentin ist man mickrige Praktikantengehälter gewohnt. In etwa 3,80 € bekomme ich derzeit die Stunde. Nicht schön, aber viel schlimmer ist da, dass es sicherlich einige Unternehmen geben wird, die erst gar keine Praktika in der Form mehr anbieten werden.


klar, für praktikanten ist das ein problem. aber als studentin hast du - hoffentlich - die option irgendwann mal mehr geld zu verdienen. diese möglichkeit fällt bei den meisten die 8.50 verdienen eher weg. 8,50 ist dann für viele erst einmal endstation, während dein praktikum ja eine investition in die zukunft ist, oder sein soll.
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peter schrieb:
und jede ausnahme von den 8,50 mindestlohn ist ein schlag ins gesicht der betroffenen.
...
oder kennt jemand, um die eingangsfrage zu wiederholen, irgendwen der von dem geld in der lage ist sich einen lenz zu machen?


Bei einer Vollzeitbeschäftigung wären das etwa 1100 Euro netto im Monat. Damit kann man in den allermeisten Gegenden anständig leben, ist nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen und muss sogar Einkommensteuer bezahlen. Den Begriff "Betroffene" finde ich in diesem Zusammenhang ziemlich absurd.

"Betroffene" sind jene, die lieber für unter 8,50 arbeiten als gar nicht zu arbeiten, denen das aber in Zukunft verboten wird. Vor 20 Jahren hat sich die Politik damit beschäftigt wie die steigende Massenarbeitslosigkeit gestoppt werden kann. Heutzutage hat das Verbot von Arbeitsplätzen Priorität. Immerhin ein Zeichen dafür wie gut es diesem Land geht.
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emjott schrieb:
peter schrieb:
und jede ausnahme von den 8,50 mindestlohn ist ein schlag ins gesicht der betroffenen.
...
oder kennt jemand, um die eingangsfrage zu wiederholen, irgendwen der von dem geld in der lage ist sich einen lenz zu machen?


Bei einer Vollzeitbeschäftigung wären das etwa 1100 Euro netto im Monat. Damit kann man in den allermeisten Gegenden anständig leben, ist nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen und muss sogar Einkommensteuer bezahlen. Den Begriff "Betroffene" finde ich in diesem Zusammenhang ziemlich absurd.

"Betroffene" sind jene, die lieber für unter 8,50 arbeiten als gar nicht zu arbeiten, denen das aber in Zukunft verboten wird. Vor 20 Jahren hat sich die Politik damit beschäftigt wie die steigende Massenarbeitslosigkeit gestoppt werden kann. Heutzutage hat das Verbot von Arbeitsplätzen Priorität. Immerhin ein Zeichen dafür wie gut es diesem Land geht.


das verbot von arbeitsplätzen? Hä? es geht doch wohl eher um das verbot von ausbeuterischen beschäftigungsverhältnissen. die festlegung eines mindestlohns hat in anderen europäischen ländern nicht zwingend zum verlust dieser arbeitplätz geführt.

und, mal ganz im ernst, eine branche die solche mindestgehälter nicht zahlen kann steht sowieso auf tönernen füssen. und, um es in politsprech zu formulieren, *mit der festlegung eines mindestlohnes schafft die regierung die situation, dass mehr menschen da abgeholt werden, wo sie sind, nämlich ausserhalb des alles in allem funktionierenden system deutschland*  

von der spätrömischen dekadenz und den absahnerjobs eines herren niebel oder eines herren schröder (namen können da gerne ergänzt oder ausgetauscht werden) sind diese menschen weiterhin weit genug entfernt um erkennen zu können, wo der hammer hängt.
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emjott schrieb:
peter schrieb:
und jede ausnahme von den 8,50 mindestlohn ist ein schlag ins gesicht der betroffenen.
...
oder kennt jemand, um die eingangsfrage zu wiederholen, irgendwen der von dem geld in der lage ist sich einen lenz zu machen?


Bei einer Vollzeitbeschäftigung wären das etwa 1100 Euro netto im Monat. Damit kann man in den allermeisten Gegenden anständig leben, ist nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen und muss sogar Einkommensteuer bezahlen. Den Begriff "Betroffene" finde ich in diesem Zusammenhang ziemlich absurd.

"Betroffene" sind jene, die lieber für unter 8,50 arbeiten als gar nicht zu arbeiten, denen das aber in Zukunft verboten wird. Vor 20 Jahren hat sich die Politik damit beschäftigt wie die steigende Massenarbeitslosigkeit gestoppt werden kann. Heutzutage hat das Verbot von Arbeitsplätzen Priorität. Immerhin ein Zeichen dafür wie gut es diesem Land geht.


Stimmt aber nicht so ganz.
Wir haben am Flughafen Mitarbeiter (höchste Lohnsteuer, unverheiratet, keine Kinder) welche 8,40 € Brutto bekommen. Diese kommen auf max 1.050 € (und auch nur bei mind. 22-23 Arbeitstage im Monat). Sonst ist das Gehalt sogar immer unter 1.000 €. Und das ist wirklich nicht viel.
Viele wohnen noch Daheim weil als Single ne eigene Bude so in den wenigstens Fällen finanzierbar ist und nichtmal ein Jobticket.  
Frankfurt liegt übrigens auf Rang 4 hinter München, Stuttgart, Köln der teuersten Mietpreise Deutschlands.
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1amanatidis8 schrieb:
emjott schrieb:
peter schrieb:
und jede ausnahme von den 8,50 mindestlohn ist ein schlag ins gesicht der betroffenen.
...
oder kennt jemand, um die eingangsfrage zu wiederholen, irgendwen der von dem geld in der lage ist sich einen lenz zu machen?


Bei einer Vollzeitbeschäftigung wären das etwa 1100 Euro netto im Monat. Damit kann man in den allermeisten Gegenden anständig leben, ist nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen und muss sogar Einkommensteuer bezahlen. Den Begriff "Betroffene" finde ich in diesem Zusammenhang ziemlich absurd.

"Betroffene" sind jene, die lieber für unter 8,50 arbeiten als gar nicht zu arbeiten, denen das aber in Zukunft verboten wird. Vor 20 Jahren hat sich die Politik damit beschäftigt wie die steigende Massenarbeitslosigkeit gestoppt werden kann. Heutzutage hat das Verbot von Arbeitsplätzen Priorität. Immerhin ein Zeichen dafür wie gut es diesem Land geht.


Stimmt aber nicht so ganz.
Wir haben am Flughafen Mitarbeiter (höchste Lohnsteuer, unverheiratet, keine Kinder) welche 8,40 € Brutto bekommen. Diese kommen auf max 1.050 € (und auch nur bei mind. 22-23 Arbeitstage im Monat). Sonst ist das Gehalt sogar immer unter 1.000 €. Und das ist wirklich nicht viel.
Viele wohnen noch Daheim weil als Single ne eigene Bude so in den wenigstens Fällen finanzierbar ist und bekommen nichtmal ein Jobticket.  
Frankfurt liegt übrigens auf Rang 4 hinter München, Stuttgart, Köln der teuersten Mietpreise Deutschlands.
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ich schreib es mal hier rein .

Der "Mindestlohn " der Abgeordneten wird jetzt in zwei Stufen auf das Gehalt eines Verfassungsrichters angehoben .Und soll ab 2016 mit  Lohnerhöhungen im Sinne der allgemeinen Lohnsteigerungen fortgeschriieben werden    

Für einige Abgeordnete wären diese hier maßgebenden 8,50 Euro Stdl. noch zuviel

Unglaublich heute in der Sendung Panorama .

Die haben parteiübergreifend zig Abgeordnete  zum  Rentengesetz  mit 63 Jahren befragt,und die Blender haben inhaltlich keinen Plan gehabt  

Wie damals beim ESM

Unglaublich.Sowas zieht mir die Schuhe aus  Der Inhalt zentraler Gesetzgebung dieser Regierung und die Dödels kennen den Inhalt nicht. Über den sie abgestimmt haben !!

Das Gehalt eines Verfassungsrichters einsacken und sich "ungelernt" präsentieren ......

Ned schlecht. Stinkfaul oder saublöd    
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So ist das halt in einer Fraktionsdiktatur. Das Kabinett gibt vor, und der rest is überbezahltes Stimmvieh... sonst nix.

Zum Topic: Blender... genau die, für die es wirklich relevant wäre, werden ausgeklammert. Verarsche halt.


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