Corona - Gedanken zur Wirtschaft

drlove29 schrieb:
Das habe ich doch gestern und vorgestern versucht Werner,
Boah ey!!!
Hast du nicht!
Wenn ich sage, dass die Wirtschaft für die Menschen da sein soll und du daraufhin antwortest, dass sich die Wirtschaft wieder erholen wird, aber einige Menschen dabei auf der Strecke bleiben werden, dann fühle ich mich hochgradig verarscht. Und die für dich bestmögliche Interpretationen solchen Verhaltens ist, dass du doof bis zum Anschlag bist. Jede andere Erklärung wäre noch schlimmer für dich.
LDKler_ schrieb:

drlove29 schrieb:
Das habe ich doch gestern und vorgestern versucht Werner,
Boah ey!!!
Hast du nicht!
Wenn ich sage, dass die Wirtschaft für die Menschen da sein soll und du daraufhin antwortest, dass sich die Wirtschaft wieder erholen wird, aber einige Menschen dabei auf der Strecke bleiben werden, dann fühle ich mich hochgradig verarscht. Und die für dich bestmögliche Interpretationen solchen Verhaltens ist, dass du doof bis zum Anschlag bist. Jede andere Erklärung wäre noch schlimmer für dich.

Zumindest bin ich schlau genau mich nicht weiter auf dieses Niveau herab zu begeben.

Für alle, die sich ernsthaft mal mit den wirtschaftlichen Zusammenhängen und den kurz- und mittelfristigen Auswirkungen des Shutdowns für Wirtschaft, Gesellschaft und damit auch für das Gesundheitssystem auseinander setzen wollen, empfehle ich folgendes Interview:

https://www.capital.de/wirtschaft-politik/thomas-straubhaar-die-oeffentliche-meinung-wird-kippen

drlove29 schrieb:

LDKler_ schrieb:

drlove29 schrieb:
Das habe ich doch gestern und vorgestern versucht Werner,
Boah ey!!!
Hast du nicht!
Wenn ich sage, dass die Wirtschaft für die Menschen da sein soll und du daraufhin antwortest, dass sich die Wirtschaft wieder erholen wird, aber einige Menschen dabei auf der Strecke bleiben werden, dann fühle ich mich hochgradig verarscht. Und die für dich bestmögliche Interpretationen solchen Verhaltens ist, dass du doof bis zum Anschlag bist. Jede andere Erklärung wäre noch schlimmer für dich.

Zumindest bin ich schlau genau mich nicht weiter auf dieses Niveau herab zu begeben.

Für alle, die sich ernsthaft mal mit den wirtschaftlichen Zusammenhängen und den kurz- und mittelfristigen Auswirkungen des Shutdowns für Wirtschaft, Gesellschaft und damit auch für das Gesundheitssystem auseinander setzen wollen, empfehle ich folgendes Interview:

https://www.capital.de/wirtschaft-politik/thomas-straubhaar-die-oeffentliche-meinung-wird-kippen


Interessanter Artikel.... in verkürzter, etwas polemischer Form hat das ja auch Jens Lehmann so geäußert, daraufhin hat er den Shitstorm seines Lebens bekommen.

Es deckt sich auch größtenteils mit meiner Mutmaßung das wir spätestens im Mai wieder zu einem "normalen" Leben zurückkehren müssen, sicherlich mit Einschränkungen verbunden... aber die Gesellschaft hält eine monatelange Isolation nicht aus. Der Schaden würde apokalyptisch sein, und damit meine ich nicht den finanziellen Schaden...
Diegito schrieb:


Es deckt sich auch größtenteils mit meiner Mutmaßung das wir spätestens im Mai wieder zu einem "normalen" Leben zurückkehren müssen, sicherlich mit Einschränkungen verbunden... aber die Gesellschaft hält eine monatelange Isolation nicht aus. Der Schaden würde apokalyptisch sein, und damit meine ich nicht den finanziellen Schaden...

Ich weiß nicht, ob das bis Mai dauern würde.

Vor knapp 10 Tagen, als die meisten hier noch zum Heimspiel gegen Basel wollten, hat der Shutdown angefangen. Knapp eine Woche später reicht ein Blick auf die Startseite von Bild.de und man erkennt, dass den Berichten über das Virus und die Maßnahmen ansich jetzt schon die ersten panische Berichte und Hilferufe über die wirtschaftlichen Konsequenzen folgen:

Fahrlehrer, Bäcker, Fotograf, die blanke Pleite Angst der Unternehmer“

„Alarmbrief von fünf Handelsriesen an Altmaier: Herr Minister, es geht um unsere Zukunft“

„Tränen Appell vom Chef der Bäckerei Bosselmann“

„Frankfurter Gastronom: Herr Altmaier halten Sie ihr Versprechen“


Nach gerade mal 5 Werktagen Shutdown! Fünf!






Xtreme schrieb:
Ich denke auch, es wird so laufen, es wäre halt gut, wenn es ein Weg geben würde, der beides stärker schützt, Wirtschaft und Bevölkerung,
Nein! Das gegenwärtige Wirtschaftssystem ist nicht schützenswert!!! Im Gegenteil, die Corona-Krise ist eine riesige Chance, auf ein humaneres Wirtschaftssystem umzustellen, dass nicht mehr abhängig von Wachstum ist.
Es müssen jetzt Diskussionen geführt werden zu Renditeobergrenzen und wo ein Existenzmaximum liegen soll. Es hat ja im Kleine schon begonnen, die Bundesregierung führt ja jetzt neue Mieterschutzgesetze ein, um in Not geratene Mieter zu schützen. Das brauchen wir überall.

Und wenn ich jetzt höre, dass 150 Mrd. neue Schulden zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise ausgegeben werden sollen, dann bedeutet das ja, dass weiter zusätzliches Geld geschaffen wird. Und wo landet es am Ende? Da, wo alles andere Geld auch schon letztlich gelandet ist: Bei Quandt, bei Schwarz, bei Hopp, bei Blackrock, bei Bezos, bei den Koch-Brüdern und all den anderen aus der kleinen Clique der Geld- und Machtelite, die den Rest der Menschheit ausbeutet, aussaugt und ausblutet.
Nein, macht keine neuen Schulden sondern holt euch das Geld in Form einer einmaligen Abgabe auf die Milliardenvermögen und verteilt das dann als adhoc-Maßnahme auf alle, die jetzt durch Corona in Existenzsorgen stecken.
Und wenn Corona überstanden ist, dann lasst uns ein neues Wirtschaftssystem errichten, dass nicht mehr auf der Ausbeutung der Massen zugunsten der kleine Clique der Finanzoligarchen beruht.

Wie so ein Wirtschaftssystem aussehen kann, hat Joseph Stiglitz hier beschrieben:
https://www.blaetter.de/ausgabe/2019/oktober/die-wirtschaft-die-wir-brauchen

FrankenAdler schrieb:

Diese Gesellschaft ist mittlerweile so allumfassend dem Diktat der sogenannten Wirtschaftlichkeit unterworfen, dass es wenig braucht um eine Vielzahl von Menschen in existenzielle Nöte zu bringen.

Danke! Auf den Punkt gebracht!
Uff. Also nimms mir nicht bös, aber ich finde es reichlich unangebracht, die Corona-Krise jetzt für seine wilden Umsturzphantasien zu instrumentalisieren. Es ist nicht die Zeit und der Thread für linke Träume, die helfen uns gerade null weiter. Der Staat muss zunächst mal überhaupt niemanden enteignen, um Corona-Geschädigten zu helfen, dafür sind unsere Töpfe voll und unsere Kreditwürdigkeit hoch genug. Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, die Gesellschaft gegeneinander aufhetzen und ausspielen zu wollen.
Adlerdenis schrieb:

Uff. Also nimms mir nicht bös, aber ich finde es reichlich unangebracht, die Corona-Krise jetzt für seine wilden Umsturzphantasien zu instrumentalisieren.


Ich finde das Thema durchaus angebracht, aber ich weiß nicht, ob sowas Grundsätzliches, auch wenn es im Kontext mit Corona jetzt stehen mag, hier in den Thread reingehört oder nicht in einen Extra-Thread.
Schreibt einer, der vorhin noch den INSM-Cheflobbyist Straubhaar verlinkt hat. Also einen der maßgeblich Verantwortlichen für dieses Wirtschaftsstem, dass zu diesen untragbaren Zuständen geführt hat, die wir jetzt erleben müssen.
Wie passt das zusammen?

Und ich stelle dir nochmal die Fragen von Vorgestern:
Frag dich doch mal, warum unser Wirtschaftssystem es nicht verkraftet, wenn mal temporär weniger konsumiert wird. Ist doch eigentlich völlig ok, Leute können ja auch unabhängig von Corona mal ganz freiwillig entschleunigen wollen. Das geht aber offenkundig nicht. Ist doch krass, oder? Scheint also grundsätzlich etwas schief zu laufen. Wirtschaft soll ja für den Menschen da sein, aber aktuell zwingt uns die Wirtschaft anscheinend zum Konsum. Ich find diese Freiheitsbegrenzung voll💩, du nicht?

Wie wärs, wenn du dich mal unvoreingenommen mit diesen Fragen beschäftigen würdest?
Ich unterstelle dem LDKler die edelsten Absichten (keine Ironie), aber denkst du echt, dass JETZT die Zeit für das ist? Solche Maßnahmen sind nicht notwendig, um den Corona-Geschädigten zu helfen, das geht auch so. Wir brauchen jetzt Zusammenhalt, und keine Enteignungen, die das Land spalten.
Doch genau jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Denn jetzt ist es endlich für jeden offensichtlich: Wir haben ein Wirtschaftssystem, dass früher oder später zwangsläufig gegen die Wand fährt, weil es auf immerwährendes Wachstum angewiesen ist, dass es in einer endlichen Welt nicht geben kann.
Ja klar könnte man sich nochmal Zeit kaufen, und es noch eine weile weiter laufen lassen, aber wozu? Irgendwann kommt der Crash ja so oder so zwangsläufig. Er ist systemimmanent.

Und es geht mir auch keinesfalls darum, AfD-like die Gesellschaft gegeneinander auszuspielen. Es geht ja nur um eine ganz kleine Clique von Finanzfeudalisten, die ja selbst diese Gesellschaft spalten. Woher kommt wohl der Hass gegen Hopp z. B.?
LDKler_ schrieb:

Frag dich doch mal, warum unser Wirtschaftssystem es nicht verkraftet, wenn mal temporär weniger konsumiert wird. Ist doch eigentlich völlig ok, Leute können ja auch unabhängig von Corona mal ganz freiwillig entschleunigen wollen. Das geht aber offenkundig nicht. Ist doch krass, oder? Scheint also grundsätzlich etwas schief zu laufen. Wirtschaft soll ja für den Menschen da sein, aber aktuell zwingt uns die Wirtschaft anscheinend zum Konsum. Ich find diese Freiheitsbegrenzung voll💩, du nicht?

Wie wärs, wenn du dich mal unvoreingenommen mit diesen Fragen beschäftigen würdest?


Meine Intention ist weder das Wirtschaftssystem zu kritisieren noch es zu legitimieren. Der Zustand ist wie er ist und ich möchte auf die möglichen Konsequenzen aufmerksam machen.

Deine Frage, ob das System grundsätzlich das richtige ist oder nicht, stellt sich für mich in der aktuellen Situation nicht. Und ich finde es, wie eben auch schon ein anderer User schrieb, auch etwas deplatziert die aktuelle Situation für irgendwelche linken Umsturzphantasien zu instrumentalisieren.

Mir geht es um direkte wirtschaftliche UND soziale Auswirkungen, der Maßnahmen, deren Folgen vielleicht noch nicht jeder wahr nimmt, auf die man im Zuge dieser Forderung nach Shutdown und Ausgangssperre aber aufmerksam machen sollte.

So wie es Frankenadler z.B. gerade für den sozial schwachen Bereich, häusliche Gewalt, jugendbetreuung usw getan hat.
Ich hoffe doch sehr, dass das Satire sein sollte.
Ich wollte dir auch keinesfalls derartige Methoden unterstellen, war vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt. Aber ich denke faktisch würde es halt passieren, da wir eben nicht nur über Finanzfeudalisten reden, sondern auch über einen recht großen Teil der Bevölkerung, der unsere Marktwirtschaft durchaus schätzt und sozialistische Gedanken dieser Art ablehnt. Das hab ich mit "Spaltung" gemeint, nicht die Hopps und Quandts dieser Welt.
Ich verstehe deine Bedenken, aber wenn hier Gedanken aufkommen, Corona-Tode gegen Wirtschaftswachstum abzuwägen, dann kann ich nicht ruhig bleiben. Niemand soll sterben müssen, nur damit ein menschengemachtes! Wirtschaftssystem, dass auf Wachstumszwang beruht, weiter existieren kann. Ein anderes Wirtschaftssystem, dass den Bedürfnisse der Menschen wesentlich besser gerecht würde und krisenstabiler wäre, wäre ja möglich. Man muss es nur wollen! Und dort würde auch niemand sterben müssen, die einzige Einschränkung wäre, dass niemand mehr obszönen Reichtum anhäufen dürfte.
LDKler_ schrieb:

Ich verstehe deine Bedenken, aber wenn hier Gedanken aufkommen, Corona-Tode gegen Wirtschaftswachstum abzuwägen, dann kann ich nicht ruhig bleiben


Alles gut, mir ging es nur darum, dass das Thema durchaus diskussionswürdig ist, aber in dieser Tiefe vielleicht hier einfach nicht gut ausdiskutiert werden kann. Dazu ist dieser Thread ja eher ein sehr allgemein gehaltener Thread über Corona selbst. Ich persönlich würde da einen Thread "Corona - Wirtschaftssystem überdenken?" eher für sinnvoll erachten. Dann kann man auch auf diesen Aspekt gut eingehen und er geht nicht in diesem Sammel-Monster-Thread unter.
Die sterben gar nicht an Corona, sondern weil andere Menschen Reichtum anhäufen?
Womöglich mit dem Verkauf von Aluhüten?
Ach je, es geht doch nicht um Sozialismus. Niemand will die Markwirtschaft abschaffen! Es geht um einen anderen, "humanen" Kapitalismus.
Lies mal meinen Stiglitz-link. Ich denke, dann wird klarer, wo ich hinwill.
*Popcorn hol*
Ich hab das schon verstanden, dann nenn es halt "von Teilen der Bevölkerung als sozialistisch empfunden". Aber den Link lese ich trotzdem.


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