Energiekrise als Folge des russischen Uberfalls auf die Ukraine.

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Ein neuer Thread ist nötig, da Beiträge zum Gasmangel aufgrund der russischen Beschränkungen und der daraus folgenden Energiekrise mit seinen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft, nicht in andere Threads passen.

Heute wurde gemeldet, dass die EU sich auf einen Gasnotfallplan geeinigt hat, der eine Senkung des Gasverbrauchs um 15% vorsieht.
Wie meist, bei EU-Regelungen ging es auch hier nicht ohne Ausnahmen ab, ist es aber doch ein starkes Signal der europäischen Einigung gegen die Putinschen Erpressungsversuche.
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Ein neuer Thread ist nötig, da Beiträge zum Gasmangel aufgrund der russischen Beschränkungen und der daraus folgenden Energiekrise mit seinen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft, nicht in andere Threads passen.

Heute wurde gemeldet, dass die EU sich auf einen Gasnotfallplan geeinigt hat, der eine Senkung des Gasverbrauchs um 15% vorsieht.
Wie meist, bei EU-Regelungen ging es auch hier nicht ohne Ausnahmen ab, ist es aber doch ein starkes Signal der europäischen Einigung gegen die Putinschen Erpressungsversuche.
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Wahnsinn, Mitgliedsstaaten, die sich nicht wie wir vom russischen Gas abhängig gemacht haben, zeigen sich solidarisch. Ich möchte zu gern wissen, wie wir das wieder hingekriegt haben. Das Argument ist wahrscheinlich „too big to fail“.
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Wahnsinn, Mitgliedsstaaten, die sich nicht wie wir vom russischen Gas abhängig gemacht haben, zeigen sich solidarisch. Ich möchte zu gern wissen, wie wir das wieder hingekriegt haben. Das Argument ist wahrscheinlich „too big to fail“.
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Motoguzzi999 schrieb:

Wahnsinn, Mitgliedsstaaten, die sich nicht wie wir vom russischen Gas abhängig gemacht haben, zeigen sich solidarisch. Ich möchte zu gern wissen, wie wir das wieder hingekriegt haben. Das Argument ist wahrscheinlich „too big to fail“.


Auch wenn wir oft genug von der EU profitieren, so ist es ja nicht so, dass Deutschland in allen Belangen durchweg egoistisch agiert hätte in den letzten Jahren auf europäischer Ebene. Größter Nettozahler (absolute Zahl) , starke Wirtschaftsbeziehungen (von denen oftmals beide Seiten profitieren) , Übernahme von Verantwortung in der Flüchtlingskrise, Rettungsschirm (auch wenn damit eher den Banken geholfen war) und und und... Da würde ich auch mal erwarten können, dass manche andere Staaten zumindest nicht völlig ablehnend agieren.

Zudem wird sicherlich ein Teil der Länder im Osten kein Interesse haben, dass Deutschland so in eine prekäre Situation kommt, dass man Herrn Putin noch mehr nachgibt.

Too big to fail mag stimmen, aber es ist jetzt auch nicht so, als hätten wir die anderen EU-Staaten die letzten Jahre ausschließlich ausgenommen.

Und um ehrlich zu sein, glaube ich schon, dass die anderen EU-Staaten jetzt auch erwarten, dass wir im Gegenzug bei anderen Dingen entgegenkommen. Oder glaubst Du, das Entgegenkommen in so einem Fall wäre "kostenlos" künftig?
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Motoguzzi999 schrieb:

Wahnsinn, Mitgliedsstaaten, die sich nicht wie wir vom russischen Gas abhängig gemacht haben, zeigen sich solidarisch. Ich möchte zu gern wissen, wie wir das wieder hingekriegt haben. Das Argument ist wahrscheinlich „too big to fail“.


Auch wenn wir oft genug von der EU profitieren, so ist es ja nicht so, dass Deutschland in allen Belangen durchweg egoistisch agiert hätte in den letzten Jahren auf europäischer Ebene. Größter Nettozahler (absolute Zahl) , starke Wirtschaftsbeziehungen (von denen oftmals beide Seiten profitieren) , Übernahme von Verantwortung in der Flüchtlingskrise, Rettungsschirm (auch wenn damit eher den Banken geholfen war) und und und... Da würde ich auch mal erwarten können, dass manche andere Staaten zumindest nicht völlig ablehnend agieren.

Zudem wird sicherlich ein Teil der Länder im Osten kein Interesse haben, dass Deutschland so in eine prekäre Situation kommt, dass man Herrn Putin noch mehr nachgibt.

Too big to fail mag stimmen, aber es ist jetzt auch nicht so, als hätten wir die anderen EU-Staaten die letzten Jahre ausschließlich ausgenommen.

Und um ehrlich zu sein, glaube ich schon, dass die anderen EU-Staaten jetzt auch erwarten, dass wir im Gegenzug bei anderen Dingen entgegenkommen. Oder glaubst Du, das Entgegenkommen in so einem Fall wäre "kostenlos" künftig?
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SGE_Werner schrieb:


Too big to fail mag stimmen, aber es ist jetzt auch nicht so, als hätten wir die anderen EU-Staaten die letzten Jahre ausschließlich ausgenommen.


Ausgenommen nicht, aber wir haben ihnen immer wieder erklärt, wie man solide Finanzpolitik und nachhaltige Energiepolitik macht. Ein wichtiges Argument war dabei immer, dass wir uns nicht einschränken müssen (z.B. beim Exportmodell), sondern die anderen „besser“ wirtschaften müssen. Und jetzt externalisiert man die Kosten unseres Modells und nennt das Solidarität.
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Das ist ja dann aber eher das Problem deutscher Arroganz.
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Das ist ja dann aber eher das Problem deutscher Arroganz.
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Das ist sicher ein Thema, aber trotzallem kann man jetzt auf Europa schauen und feststellen, dass sich Europa nicht auseinanderdividieren lässt.

Ungeachtet der „deutschen Arroganz“ und der massiven Fehler der deutschen Politik hält Europa zusammen. Gewissermaßen Payback für das was Du davor geschrieben hast, Werner

Ich weiß, dass es nur ein Zwischenschritt ist und dass das Bild auch sehr schnell wieder anders wirken mag, aber für einen kurzen Moment macht es mich ein klein wenig euphorisch
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Europa wird nur dann funktionieren, wenn man auch füreinander einsteht bzw sich unterstützt, insbesondere in Krisenzeiten. Deutschland hat sich an dieser Stelle natürlich nicht immer mit Ruhm bekleckert und vor allem auch gerne schön dick aufgetragen. Sollte man in unserem Lande schnellstmöglich reflektieren und in Zukunft besser machen.

Am Ende werden wir alle unsere Freiheit auf Dauer nur dann behalten dürfen, wenn Europa zusammenhält und nicht "zerfällt" und damit zumindest in Teilen auch solidarisch sein muss, davon bin ich überzeugt.

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Merz übertrifft bezüglich populistischer Dummbabblerei inzwischen sogar Söder:

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100032600/friedrich-merz-wirbt-fuer-kernfusion-experten-sind-irritiert.html

Und das will was heißen.

Nicht nur, dass uns die Kernfusion wegen Nichtverfügbarkeit weder beim Klimawandel geschweige denn beim Gas-Engpass hilft - die von seiner Partei angeführten Regierungen hatten die diesbezügliche Forschung ganz einfach verschlafen. Thomas Klinger, Projektleiter des Greifswalder Forschungsreaktors Wendelstein 7-X, beklagte 2021, es sei in der Vergangenheit zu wenig in die Forschung investiert worden: "Da gab es genug Öl, genug Gas." Der Fokus habe nicht auf einer möglichen Energiequelle der Zukunft gelegen.

Hoffentlich bleiben wir von solchen Koryphäen in verantwortlichen Positionen verschont.
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Merz übertrifft bezüglich populistischer Dummbabblerei inzwischen sogar Söder:

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100032600/friedrich-merz-wirbt-fuer-kernfusion-experten-sind-irritiert.html

Und das will was heißen.

Nicht nur, dass uns die Kernfusion wegen Nichtverfügbarkeit weder beim Klimawandel geschweige denn beim Gas-Engpass hilft - die von seiner Partei angeführten Regierungen hatten die diesbezügliche Forschung ganz einfach verschlafen. Thomas Klinger, Projektleiter des Greifswalder Forschungsreaktors Wendelstein 7-X, beklagte 2021, es sei in der Vergangenheit zu wenig in die Forschung investiert worden: "Da gab es genug Öl, genug Gas." Der Fokus habe nicht auf einer möglichen Energiequelle der Zukunft gelegen.

Hoffentlich bleiben wir von solchen Koryphäen in verantwortlichen Positionen verschont.
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Kernfusion wird ein wichtige Säule der Energiegewinnung ab der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts. Da sind sich die Forscher in Greifswald und im bayrischen Garching einig.

Am 16.07 2015, also vor sieben Jahren konnte man in der SZ einen Artikel lesen mit folgendem Aufmacher:
"Kritische Äußerungen von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel schrecken das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching auf. Dort wird seit Jahren an einer Energiequelle der Zukunft gearbeitet, SPD und Grünen passt das nicht mehr ins politische Konzept" Gabriel plante aufgrund der Verträge könnte man erst 2017 aussteigen, dies wolle man aber tun.
https://www.sueddeutsche.de/bayern/kernfusion-fusionsforscher-bangen-um-zuschuesse-1.2569267

Die bayrische Staatsregierung hat sich gegen einen Austritt ausgesprochen und auch Merkel hat als Physikerin persönlich die Sache vorangetrieben.
Im Februar 2016 hat sie in Greifswald ein bedeutendes Experiment gestartet.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/wendelstein-7-x-forschungsreaktor-in-greifswald-erzeugt-plasma-a-1075392.html

Es ist also falsch, die Unionsgeführten Regierungen hätten die Entwicklung verschlafen. Es waren die Atomkraftgegner, die ausschließlich auf erneuerbare Energie setzten. Bis heute.
Die Grünen lehnen die Kernfusion schlichtweg ab.
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/anton-hofreiter/fragen-antworten/guten-tag-welche-ist-ihre-position-und-die-position-ihrer-politischen-partei-zur-fusionsreaktoren-und

Merz hat völlig Recht, wenn er die Kernfusion fördern will.
Auch der von WA zitierte Forschungsleiter sagt:
"Nämlich in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts werden die Probleme der Versorgung der Welt mit Energie noch viel größer sein als jetzt. Das können wir uns gar nicht vorstellen, was da auf uns zugerollt kommt. Das ist ein Weltproblem und muss deshalb auch als Weltproblem behandelt werden“, betont der Forscher."
https://www.deutschlandfunkkultur.de/kernfusionsforschung-heisser-stoff-in-wendelstein-7-x-100.html

Für Leute mit der Überzeugung, es ist eh alles schon zu spät, ist es aber auch egal.





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Ja, das es wichtig ist die Kernfusion, das sieht jeder, weiß jeder und wird niemand widersprechen, aber es geht um das jetzt, so wie du die Kernreaktoren für jetzt predigst, kann man die Kernfusionsreaktoren für das jetzt erst mal außen vor lassen, da die Forschung, auch dank der lieben CDU Regierung, ich glaub da war Merz ein klitzeskleines bisserl mit dabei, völlig vernachlässigt wurde.

Gut das ITER trotzdem gebaut wurde.
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Kernfusion wird ein wichtige Säule der Energiegewinnung ab der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts. Da sind sich die Forscher in Greifswald und im bayrischen Garching einig.

Am 16.07 2015, also vor sieben Jahren konnte man in der SZ einen Artikel lesen mit folgendem Aufmacher:
"Kritische Äußerungen von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel schrecken das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching auf. Dort wird seit Jahren an einer Energiequelle der Zukunft gearbeitet, SPD und Grünen passt das nicht mehr ins politische Konzept" Gabriel plante aufgrund der Verträge könnte man erst 2017 aussteigen, dies wolle man aber tun.
https://www.sueddeutsche.de/bayern/kernfusion-fusionsforscher-bangen-um-zuschuesse-1.2569267

Die bayrische Staatsregierung hat sich gegen einen Austritt ausgesprochen und auch Merkel hat als Physikerin persönlich die Sache vorangetrieben.
Im Februar 2016 hat sie in Greifswald ein bedeutendes Experiment gestartet.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/wendelstein-7-x-forschungsreaktor-in-greifswald-erzeugt-plasma-a-1075392.html

Es ist also falsch, die Unionsgeführten Regierungen hätten die Entwicklung verschlafen. Es waren die Atomkraftgegner, die ausschließlich auf erneuerbare Energie setzten. Bis heute.
Die Grünen lehnen die Kernfusion schlichtweg ab.
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/anton-hofreiter/fragen-antworten/guten-tag-welche-ist-ihre-position-und-die-position-ihrer-politischen-partei-zur-fusionsreaktoren-und

Merz hat völlig Recht, wenn er die Kernfusion fördern will.
Auch der von WA zitierte Forschungsleiter sagt:
"Nämlich in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts werden die Probleme der Versorgung der Welt mit Energie noch viel größer sein als jetzt. Das können wir uns gar nicht vorstellen, was da auf uns zugerollt kommt. Das ist ein Weltproblem und muss deshalb auch als Weltproblem behandelt werden“, betont der Forscher."
https://www.deutschlandfunkkultur.de/kernfusionsforschung-heisser-stoff-in-wendelstein-7-x-100.html

Für Leute mit der Überzeugung, es ist eh alles schon zu spät, ist es aber auch egal.





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Mann, hawischer.
Zunächst mal geht es um die Gaskrise. Da wird die Kernfusion wohl nur eine kleine Rolle spielen. 😉

Dann geht es darum, dass man evtl. heute schon weiter wäre, wenn den Verantwortlichen der letzten 40 Jahre mal früher eingefallen wäre, dass fossile Brennstoffe a) endlich, b) klimaschädlich und c) in Deutschland nicht verfügbar sind und man sich mal ernsthaft mit erneuerbaren Energien, die effektiv sind und ihre Wirkung unter Beweis gestellt haben, konzentriert hätte. Stattdessen kämpft man noch heute für das Überleben des Verbrenners.

Und zum Schluss: natürlich wäre es schön, wenn in 2050 ein neuer Weg der Energiegewinnung zur Verfügung stünde. Was man allerdings dann noch am Klima reparieren will, wird nicht mehr allzu viel sein. Erneuerbare Energiequellen dagegen stehen jetzt, hier und heute zur Verfügung.

Und: das alles ist weiß Gott nichts Neues. Irgendwann wird die Wissenschaft schon was erfinden. Blablabla...
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Kernfusion wird ein wichtige Säule der Energiegewinnung ab der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts. Da sind sich die Forscher in Greifswald und im bayrischen Garching einig.

Am 16.07 2015, also vor sieben Jahren konnte man in der SZ einen Artikel lesen mit folgendem Aufmacher:
"Kritische Äußerungen von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel schrecken das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching auf. Dort wird seit Jahren an einer Energiequelle der Zukunft gearbeitet, SPD und Grünen passt das nicht mehr ins politische Konzept" Gabriel plante aufgrund der Verträge könnte man erst 2017 aussteigen, dies wolle man aber tun.
https://www.sueddeutsche.de/bayern/kernfusion-fusionsforscher-bangen-um-zuschuesse-1.2569267

Die bayrische Staatsregierung hat sich gegen einen Austritt ausgesprochen und auch Merkel hat als Physikerin persönlich die Sache vorangetrieben.
Im Februar 2016 hat sie in Greifswald ein bedeutendes Experiment gestartet.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/wendelstein-7-x-forschungsreaktor-in-greifswald-erzeugt-plasma-a-1075392.html

Es ist also falsch, die Unionsgeführten Regierungen hätten die Entwicklung verschlafen. Es waren die Atomkraftgegner, die ausschließlich auf erneuerbare Energie setzten. Bis heute.
Die Grünen lehnen die Kernfusion schlichtweg ab.
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/anton-hofreiter/fragen-antworten/guten-tag-welche-ist-ihre-position-und-die-position-ihrer-politischen-partei-zur-fusionsreaktoren-und

Merz hat völlig Recht, wenn er die Kernfusion fördern will.
Auch der von WA zitierte Forschungsleiter sagt:
"Nämlich in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts werden die Probleme der Versorgung der Welt mit Energie noch viel größer sein als jetzt. Das können wir uns gar nicht vorstellen, was da auf uns zugerollt kommt. Das ist ein Weltproblem und muss deshalb auch als Weltproblem behandelt werden“, betont der Forscher."
https://www.deutschlandfunkkultur.de/kernfusionsforschung-heisser-stoff-in-wendelstein-7-x-100.html

Für Leute mit der Überzeugung, es ist eh alles schon zu spät, ist es aber auch egal.





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Es geht doch im Moment um die Frage, wie wir die heutigen und in naher Zukunft liegenden Probleme lösen können. Und genau darauf leistet Merz mit seiner irritierenden Antwort zur Kernfusion keinen Beitrag. Das ist polpulismus und das darf man gerne mal so bezeichnen.

Und wer wenn nicht die CDU geführte Bundesregierung hätte für die Investitionen in diese Technologie sorgen können. Das es hier selbstverständlich dennoch eine Reihenfolge gebraucht hätte, nämlich erstmal in erneuerbare und dann in die Technologie der nächsten Jahrzehnten (vielleicht), ist auch klar. Und da wären wir beim nächsten Kritikpunkt der insbesondere die CDU aber natürlich auch die SPD betrifft. Mit der der Forderung dieser Reihenfolge hatte Habeck 2019 vollkommen Recht, der sich im übrigen überhaupt nicht negativ zur Kernfusion geäußert hat...:

https://www.sueddeutsche.de/politik/eu-greifswald-gruenen-chef-habeck-sieht-kernenergie-heute-unideologischer-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190425-99-964377

Und nochmal zu den Bayern, weil wir es ja erst letztens zu diesem Thema hatten:
Es bleibt festzuhalten, dass die Bayern partout keine Windräder wollten und ihnen damit im Winter der Strom ausgehen könnte, da in dieser Zeit Solar nicht so viel bringt. Andere Trassen wollten sie auch nicht. Insofern wird man Isar 2 wohl sehr wahrscheinlich auf Streckbetrieb stellen müssen, um das bayrische "Sonderproblem" in den Griff zu bekommen. Ob es auch anderswo zu einem Steckbetrieb kommen wird, werden wir sehen.
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Es geht doch im Moment um die Frage, wie wir die heutigen und in naher Zukunft liegenden Probleme lösen können. Und genau darauf leistet Merz mit seiner irritierenden Antwort zur Kernfusion keinen Beitrag. Das ist polpulismus und das darf man gerne mal so bezeichnen.

Und wer wenn nicht die CDU geführte Bundesregierung hätte für die Investitionen in diese Technologie sorgen können. Das es hier selbstverständlich dennoch eine Reihenfolge gebraucht hätte, nämlich erstmal in erneuerbare und dann in die Technologie der nächsten Jahrzehnten (vielleicht), ist auch klar. Und da wären wir beim nächsten Kritikpunkt der insbesondere die CDU aber natürlich auch die SPD betrifft. Mit der der Forderung dieser Reihenfolge hatte Habeck 2019 vollkommen Recht, der sich im übrigen überhaupt nicht negativ zur Kernfusion geäußert hat...:

https://www.sueddeutsche.de/politik/eu-greifswald-gruenen-chef-habeck-sieht-kernenergie-heute-unideologischer-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-190425-99-964377

Und nochmal zu den Bayern, weil wir es ja erst letztens zu diesem Thema hatten:
Es bleibt festzuhalten, dass die Bayern partout keine Windräder wollten und ihnen damit im Winter der Strom ausgehen könnte, da in dieser Zeit Solar nicht so viel bringt. Andere Trassen wollten sie auch nicht. Insofern wird man Isar 2 wohl sehr wahrscheinlich auf Streckbetrieb stellen müssen, um das bayrische "Sonderproblem" in den Griff zu bekommen. Ob es auch anderswo zu einem Steckbetrieb kommen wird, werden wir sehen.
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Danke.
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Wir werden das Problem kurzfristig nicht auf der Angebotsseite lösen können, sondern auf der Nachfrageseite. Deswegen ist es eminent wichtig, dass die gestiegenen Preise bei den Haushalten und der Industrie ankommen und entsprechend gespart wird. Das gilt auch für Strom, die ersten kaufen sich schon Radiatoren, die aber keine geeignete Substitution darstellen (rausgeschmissenes Geld). Vor allem braucht man jetzt gute, zielführende Konzepte zur Unterstützung von Einkommensschwachen. Eine generelle Deckelung von Energiepreisen gehört da nicht dazu.
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Kernfusion wird ein wichtige Säule der Energiegewinnung ab der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts. Da sind sich die Forscher in Greifswald und im bayrischen Garching einig.

Am 16.07 2015, also vor sieben Jahren konnte man in der SZ einen Artikel lesen mit folgendem Aufmacher:
"Kritische Äußerungen von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel schrecken das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Garching auf. Dort wird seit Jahren an einer Energiequelle der Zukunft gearbeitet, SPD und Grünen passt das nicht mehr ins politische Konzept" Gabriel plante aufgrund der Verträge könnte man erst 2017 aussteigen, dies wolle man aber tun.
https://www.sueddeutsche.de/bayern/kernfusion-fusionsforscher-bangen-um-zuschuesse-1.2569267

Die bayrische Staatsregierung hat sich gegen einen Austritt ausgesprochen und auch Merkel hat als Physikerin persönlich die Sache vorangetrieben.
Im Februar 2016 hat sie in Greifswald ein bedeutendes Experiment gestartet.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/wendelstein-7-x-forschungsreaktor-in-greifswald-erzeugt-plasma-a-1075392.html

Es ist also falsch, die Unionsgeführten Regierungen hätten die Entwicklung verschlafen. Es waren die Atomkraftgegner, die ausschließlich auf erneuerbare Energie setzten. Bis heute.
Die Grünen lehnen die Kernfusion schlichtweg ab.
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/anton-hofreiter/fragen-antworten/guten-tag-welche-ist-ihre-position-und-die-position-ihrer-politischen-partei-zur-fusionsreaktoren-und

Merz hat völlig Recht, wenn er die Kernfusion fördern will.
Auch der von WA zitierte Forschungsleiter sagt:
"Nämlich in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts werden die Probleme der Versorgung der Welt mit Energie noch viel größer sein als jetzt. Das können wir uns gar nicht vorstellen, was da auf uns zugerollt kommt. Das ist ein Weltproblem und muss deshalb auch als Weltproblem behandelt werden“, betont der Forscher."
https://www.deutschlandfunkkultur.de/kernfusionsforschung-heisser-stoff-in-wendelstein-7-x-100.html

Für Leute mit der Überzeugung, es ist eh alles schon zu spät, ist es aber auch egal.





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hawischer schrieb:

Kernfusion wird ein wichtige Säule der Energiegewinnung ab der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts.


WürzburgerAdler schrieb:

Zunächst mal geht es um die Gaskrise. Da wird die Kernfusion wohl nur eine kleine Rolle spielen


Angesichts dieser Aussagen würde es ja Sinn machen das Thema auch hier nicht weiter zu vertiefen, außer wir nennen den Thread um in "kurzfristige, mittelfristige, langfristige und sehr langfristige Lösungen zur Energiegewinnung"
Und nen Klimawandel-Thread haben wir auch schon. Auch wenn es da Schnittstellen gibt, so scheint der Thread ja um das Thema Energiekrise kurzfristig / mittelfristig zu gehen. Dann könnte man sich darauf auch etwas mehr beschränken, sonst haben wir am Ende wieder mehrere Threads mit fast identischen Diskussionssträngen.
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Wir werden das Problem kurzfristig nicht auf der Angebotsseite lösen können, sondern auf der Nachfrageseite. Deswegen ist es eminent wichtig, dass die gestiegenen Preise bei den Haushalten und der Industrie ankommen und entsprechend gespart wird. Das gilt auch für Strom, die ersten kaufen sich schon Radiatoren, die aber keine geeignete Substitution darstellen (rausgeschmissenes Geld). Vor allem braucht man jetzt gute, zielführende Konzepte zur Unterstützung von Einkommensschwachen. Eine generelle Deckelung von Energiepreisen gehört da nicht dazu.
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Auch hier: 👍
Besser und wichtiger, als über 2050 und möglicherweise neue Energien zu fabulieren.
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Auch hier: 👍
Besser und wichtiger, als über 2050 und möglicherweise neue Energien zu fabulieren.
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Ich hab's zurzeit mit den CEs... 🙄
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Mann, hawischer.
Zunächst mal geht es um die Gaskrise. Da wird die Kernfusion wohl nur eine kleine Rolle spielen. 😉

Dann geht es darum, dass man evtl. heute schon weiter wäre, wenn den Verantwortlichen der letzten 40 Jahre mal früher eingefallen wäre, dass fossile Brennstoffe a) endlich, b) klimaschädlich und c) in Deutschland nicht verfügbar sind und man sich mal ernsthaft mit erneuerbaren Energien, die effektiv sind und ihre Wirkung unter Beweis gestellt haben, konzentriert hätte. Stattdessen kämpft man noch heute für das Überleben des Verbrenners.

Und zum Schluss: natürlich wäre es schön, wenn in 2050 ein neuer Weg der Energiegewinnung zur Verfügung stünde. Was man allerdings dann noch am Klima reparieren will, wird nicht mehr allzu viel sein. Erneuerbare Energiequellen dagegen stehen jetzt, hier und heute zur Verfügung.

Und: das alles ist weiß Gott nichts Neues. Irgendwann wird die Wissenschaft schon was erfinden. Blablabla...
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WürzburgerAdler schrieb:

Mann, hawischer.
Zunächst mal geht es um die Gaskrise. Da wird die Kernfusion wohl nur eine kleine Rolle spielen. 😉

Sorry WA, habe nur auf Deine Philipika gegen Merz, die Union und die Fusionstechnologie reagiert und einige Dinge gerade gerückt.
Du hast Recht, jetzt stehen wir vor einem Gasproblem und ich schenke mir, alle aufzuführen, die im Gas eine wichtige Brückenenergie sahen. Wäre eine lange Liste.

Wir werden noch viele Jahre mit Gas heizen und als Rohstoff in der Industrie brauchen. Denke da sind wir uns einig.
Die Umstellung auf andere Energieträger wird dauern.
Es fehlt an Unternehmen und Fachleuten. Es sind viele Gebäude nicht für Wärmepumpen geeignet. Photovoltaikanlagen auch mit Speichern werden nicht genug Strom liefern.
20 Millionen Haushalte heizen mit Gas. Die Umstellung wird Jahrzehnte dauern. Vielleicht heizen wir dann alle mit Strom aus den Fusionsreaktoren.

Wir zwei werden es nicht mehr erleben. Aber nicht, weil die Menschheit untergegangen ist. Dinosaurier lebten im Erdmittelalter ungefähr 160 Millionen Jahre. Der Mensch hat es gerade mal auf 300.000 Jahre gebracht. Geben wir ihm noch die eine oder andere Million. Er wird es schaffen.
PS: Ich weiß, der letzte Absatz ist OT. Bitte um Nachsicht.
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WürzburgerAdler schrieb:

Mann, hawischer.
Zunächst mal geht es um die Gaskrise. Da wird die Kernfusion wohl nur eine kleine Rolle spielen. 😉

Sorry WA, habe nur auf Deine Philipika gegen Merz, die Union und die Fusionstechnologie reagiert und einige Dinge gerade gerückt.
Du hast Recht, jetzt stehen wir vor einem Gasproblem und ich schenke mir, alle aufzuführen, die im Gas eine wichtige Brückenenergie sahen. Wäre eine lange Liste.

Wir werden noch viele Jahre mit Gas heizen und als Rohstoff in der Industrie brauchen. Denke da sind wir uns einig.
Die Umstellung auf andere Energieträger wird dauern.
Es fehlt an Unternehmen und Fachleuten. Es sind viele Gebäude nicht für Wärmepumpen geeignet. Photovoltaikanlagen auch mit Speichern werden nicht genug Strom liefern.
20 Millionen Haushalte heizen mit Gas. Die Umstellung wird Jahrzehnte dauern. Vielleicht heizen wir dann alle mit Strom aus den Fusionsreaktoren.

Wir zwei werden es nicht mehr erleben. Aber nicht, weil die Menschheit untergegangen ist. Dinosaurier lebten im Erdmittelalter ungefähr 160 Millionen Jahre. Der Mensch hat es gerade mal auf 300.000 Jahre gebracht. Geben wir ihm noch die eine oder andere Million. Er wird es schaffen.
PS: Ich weiß, der letzte Absatz ist OT. Bitte um Nachsicht.
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hawischer schrieb:


Wir werden noch viele Jahre mit Gas heizen und als Rohstoff in der Industrie brauchen. Denke da sind wir uns einig.



Das mit der Industrie stimmt so nicht. Seit BASF CEO Brudermüller (im Verein mit den Gewerkschaften) im Frühjahr alarmistisch von Hundertausenden von Arbeitslosen schwadronierte, hat sich das Bild schon stark geändert. Die Industrie ist normalerweise sehr gut darin, kostenintensive Produktionsschritte auszulagern. Das nennt man dann internationale Arbeitsteilung. Das wird mittelfristig sowieso passieren müssen, jetzt wo die wahren Kosten auf dem Tisch liegen. Kurzfristig kostest es ein paar Prozentpunkte Wachstum, aber das ist besser als auf Wundertechnologien zu warten.
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hawischer schrieb:


Wir werden noch viele Jahre mit Gas heizen und als Rohstoff in der Industrie brauchen. Denke da sind wir uns einig.



Das mit der Industrie stimmt so nicht. Seit BASF CEO Brudermüller (im Verein mit den Gewerkschaften) im Frühjahr alarmistisch von Hundertausenden von Arbeitslosen schwadronierte, hat sich das Bild schon stark geändert. Die Industrie ist normalerweise sehr gut darin, kostenintensive Produktionsschritte auszulagern. Das nennt man dann internationale Arbeitsteilung. Das wird mittelfristig sowieso passieren müssen, jetzt wo die wahren Kosten auf dem Tisch liegen. Kurzfristig kostest es ein paar Prozentpunkte Wachstum, aber das ist besser als auf Wundertechnologien zu warten.
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Nicht warten, weiter entwickeln, den Ingenieuren und Wissenschaftlern das Forschen und Entwickeln fördern.


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