Also ich finde AR bringt eine ziemlich einzigartige Egozentrik in der Buli mit. Mit den Fakten hat er es auch nicht immer so genau genommen. Ich muss gestehen, dass ich diesen Trump-Vibe schob auch ein bisschen in den PKs hatte. Ob der Spitzname nun sein muss....
Ich finde ihn weiterhin interessant und mir tut es auch Leid für ihn, was er hier so alles abkriegt. Aber ich find's auch etwas überzogen, wie hier auf dem Trump Vergleich abgegangen wird.
Also ich finde AR bringt eine ziemlich einzigartige Egozentrik in der Buli mit. Mit den Fakten hat er es auch nicht immer so genau genommen. Ich muss gestehen, dass ich diesen Trump-Vibe schob auch ein bisschen in den PKs hatte. Ob der Spitzname nun sein muss....
Ich finde ihn weiterhin interessant und mir tut es auch Leid für ihn, was er hier so alles abkriegt. Aber ich find's auch etwas überzogen, wie hier auf dem Trump Vergleich abgegangen wird.
Danke für Deinen Beitrag, so geht es mir auch. Was das Verhalten von Riera angeht, als auch die überzogene Reaktion einiger hier.
Also ich finde AR bringt eine ziemlich einzigartige Egozentrik in der Buli mit. Mit den Fakten hat er es auch nicht immer so genau genommen. Ich muss gestehen, dass ich diesen Trump-Vibe schob auch ein bisschen in den PKs hatte. Ob der Spitzname nun sein muss....
Er wird, wenn er keinen Psychologen und Medienberater an die Seite bekommt, an sich selbst scheitern. Er ist ein Geschenk für die Medien. Ein Vorbild für die Fans und die Jugend - davon ist er weit entfernt."
Ja, dass konnte man alles wissen. Niemand weiß natürlich wie die Gespräche verlaufen sind. Ich denke man hat sich erhofft das Riera die Mannschaft aufrüttelt und frischen Wind reinbringt. Das hätte auch klappen können, am Anfang hat es das durchaus. Am Ende hat es dann aber nicht mehr funktioniert, vor allem wie die Ergebnisse ausblieben.
Ja, dass konnte man alles wissen. Niemand weiß natürlich wie die Gespräche verlaufen sind. Ich denke man hat sich erhofft das Riera die Mannschaft aufrüttelt und frischen Wind reinbringt. Das hätte auch klappen können, am Anfang hat es das durchaus. Am Ende hat es dann aber nicht mehr funktioniert, vor allem wie die Ergebnisse ausblieben.
Zumal man da sagen muß das wir Ergebnistechnisch noch Glück hatten... bis auf das Freiburg-Heimspiel gab es kein auch nur annähernd überzeugendes Spiel. Pauli, Heidenheim, Wolfsburg hätten auch anders ausgehen können, da hatten wir viel Spielglück. Selbst gegen Gladbach waren wir in der 1.Hälfte richtig schwach und hätten zurückliegen können/müssen. Dann sähe das Gesamtbild noch desolater aus... Für mich ist das schlichtweg auch der Hauptgrund warum ich Riera nicht mehr haben möchte, mit seiner speziellen Aussendarstellung könnte ich fast noch leben wenn er die Mannschaft wenigstens sportlich merklich nach vorne gebracht hätte.
Also ich finde AR bringt eine ziemlich einzigartige Egozentrik in der Buli mit. Mit den Fakten hat er es auch nicht immer so genau genommen. Ich muss gestehen, dass ich diesen Trump-Vibe schob auch ein bisschen in den PKs hatte. Ob der Spitzname nun sein muss....
Er wird, wenn er keinen Psychologen und Medienberater an die Seite bekommt, an sich selbst scheitern. Er ist ein Geschenk für die Medien. Ein Vorbild für die Fans und die Jugend - davon ist er weit entfernt."
Er wird, wenn er keinen Psychologen und Medienberater an die Seite bekommt, an sich selbst scheitern. Er ist ein Geschenk für die Medien. Ein Vorbild für die Fans und die Jugend - davon ist er weit entfernt."
Adam Delius (Präsident O. Ljubljana)
Wenn ich es richtig verstehe, stammt das Zitat allerdings aus dem Sommer 2022 und bezog sich auf Rieras Wirken bei Ljubljana, wo er dann erfolgreich wurde.
Ich finde es wichtig, das sauber einzuordnen, weil es so freistehend suggeriert, Delius hätte das zu seinem Antritt bei uns gesagt.
Insofern ist es nicht in dem Maße mit Ansage, wie es ohne zeitliche Einordnung wirkt.
Insofern ist es nicht in dem Maße mit Ansage, wie es ohne zeitliche Einordnung wirkt.
Was genau macht da für Dich den Unterschied? Ich finde die Aussage trifft es ziemlich gut. Hat man vielleicht unterschätzt, aber das was jetzt passiert kommt nicht überraschend und haben einige hier schon bei seiner Verpflichtung befürchtet.
Er wird, wenn er keinen Psychologen und Medienberater an die Seite bekommt, an sich selbst scheitern. Er ist ein Geschenk für die Medien. Ein Vorbild für die Fans und die Jugend - davon ist er weit entfernt."
Adam Delius (Präsident O. Ljubljana)
Wenn ich es richtig verstehe, stammt das Zitat allerdings aus dem Sommer 2022 und bezog sich auf Rieras Wirken bei Ljubljana, wo er dann erfolgreich wurde.
Ich finde es wichtig, das sauber einzuordnen, weil es so freistehend suggeriert, Delius hätte das zu seinem Antritt bei uns gesagt.
Insofern ist es nicht in dem Maße mit Ansage, wie es ohne zeitliche Einordnung wirkt.
Insofern ist es nicht in dem Maße mit Ansage, wie es ohne zeitliche Einordnung wirkt.
Was genau macht da für Dich den Unterschied? Ich finde die Aussage trifft es ziemlich gut. Hat man vielleicht unterschätzt, aber das was jetzt passiert kommt nicht überraschend und haben einige hier schon bei seiner Verpflichtung befürchtet.
Insofern ist es nicht in dem Maße mit Ansage, wie es ohne zeitliche Einordnung wirkt.
Was genau macht da für Dich den Unterschied? Ich finde die Aussage trifft es ziemlich gut. Hat man vielleicht unterschätzt, aber das was jetzt passiert kommt nicht überraschend und haben einige hier schon bei seiner Verpflichtung befürchtet.
Für mich macht es einen Unterschied, ob diese Aussage zu seiner Verpflichtung bei uns in Februar getroffen wurde, oder ob sie vier Jahre alt ist und er danach erfolgreich gearbeitet hat.
Die "Angriffsflächen" von irgendwelchen PK's haben nicht den Ausschlag gegeben. Wenn die interne Menschenführung aber nicht passt, dann ist es folgerichtig.
Somit hatte Kinimod mit seiner Einschätzung zur Person recht. Passt. Dennoch möchte ich gern hier nochmal eine Lanze für ein respektvolleres Miteinander und Umgang mit den EF-Verantwortlichen brechen. Das ist ein Forum, hier geht es nicht um Recht bekommen oder Gleichschaltung. In der Diskussion wollen wir uns der Wahrheit annähern.
Die heisst wohl, AR und die Mannschaft waren inkompatibel. Vielleicht kommt jetzt endlich der Roger.
Freitag Endspiel? Das ist schon beinahe drollig. Dort verlieren wir zu 95-100 %. Wann ist die Vorstellungs-PK mit Adi? Schlage den 20. Juli 2026 vor, das Datum unseres ersten offiziellen Trainings nach der Sommerpause.
So ganz verstehe ich das auch nicht. Rechne uns weder gegen Dortmund noch gegen den VfB Chancen aus. Da ist es völlig wurscht wer an der Seitenlinie steht oder hockt.
Insofern ist es nicht in dem Maße mit Ansage, wie es ohne zeitliche Einordnung wirkt.
Was genau macht da für Dich den Unterschied? Ich finde die Aussage trifft es ziemlich gut. Hat man vielleicht unterschätzt, aber das was jetzt passiert kommt nicht überraschend und haben einige hier schon bei seiner Verpflichtung befürchtet.
Insofern ist es nicht in dem Maße mit Ansage, wie es ohne zeitliche Einordnung wirkt.
Was genau macht da für Dich den Unterschied? Ich finde die Aussage trifft es ziemlich gut. Hat man vielleicht unterschätzt, aber das was jetzt passiert kommt nicht überraschend und haben einige hier schon bei seiner Verpflichtung befürchtet.
Für mich macht es einen Unterschied, ob diese Aussage zu seiner Verpflichtung bei uns in Februar getroffen wurde, oder ob sie vier Jahre alt ist und er danach erfolgreich gearbeitet hat.
Ich glaube, man muss bei der ganzen Diskussion mehrere Ebenen voneinander trennen.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
herzlichen Dank für diesen klasse Beitrag, so wohl in der Sache, als auch vom Stil. Gemäß Medien -HR und Kicker Podcast-gibt es eine große Analyse bei der Eintracht und zwar querbeet mit Aufräumarbeiten, was immer das bedeutet. Das ist hoffentlich kein Larifari
sehr sachlicher und auch toller Beitrag. Du hast die derzeitige Situation sehr gut und auch fair aufgearbeitet. Danke. Hoffe, das läuft so. Dein Beitrag hebt sich auch sehr deutlich und positiv von den teilweise persönlich denunzierenden und unsachlichen Geschreibseln mancher Schreiberlinge ab, die auch den Anstand gegenüber anderen Menschen vermissen lassen. Auch dafür Danke.
Ich glaube, man muss bei der ganzen Diskussion mehrere Ebenen voneinander trennen.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
Auch ich finde es einen guten Beitrag. Rein sportlich wird wohl die entscheidende Frage sein: Weiter mit dem stärkeren Fokus auf Ballbesitzfussball oder wird wieder mehr Konteransatz? Wenn man auf die letzten Jahre blickt, hat Ballbesitzfussball den Vorteil, dass man mehr Punkte gegen schwächere Gegner holt, während der Konteransatz stärkere Gegner eher bluten lässt und auch das Stadion mehr anzündet.
Wo wir auf jeden Fall wieder hinkommen müssen, ist dass in der Mannschaft eine bessere Leistungskultur entsteht. Ich glaube nicht, dass die Spieler faul, wenig ehrgeizig oder unprofessionell sind, aber die Stimmung hat sich schon mehr in Richtung Eigeninteresse verschoben. Glasner hat glaube ich zum Start gesagt, dass es zu seiner Zeit diesbezüglich die beste Mannschaft war, die er je trainiert hat. Ich finde übrigens, dass Hütter keine kreative Lösung war: Er war schon damals vor uns bei jeder seiner Stationen erfolgreich.
Ich sehe es sportlich übrigens nicht so dramatisch, wie viele hier. Es wird jedoch im Sommer einen großen Umbruch geben und man sollte sich der Spielidee sehr bewusst sein, um einen konsistenten Kader zu erstellen.
Ja, da schließe ich mich anderen Schreiberlingen an: Guter und zum Großteil korrekter Beitrag (aber das ist meine subjektive Einordnung). Hier meine Meinung dazu:
anpii schrieb:
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Ich könnte es, um ehrlich zu sein, immer noch nicht einordnen, ob das sportlich gescheitert ist. Ich könnte aber auch bis heute immer noch nicht eine richtig tolle Einordnung der damaligen Schaaf-Saison geben. Das Scheitern in beiden Fällen liegt aber halt auf der zwischenmenschlichen Ebene. Und da ist jetzt wohl auch diesmal zwischen Coach, Spielern, den Eintracht-Offiziellen und den Medien das Tischtuch zerschnitten.
anpii schrieb:
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. [...]
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Hier bin ich 100% bei dir. [verkürztes Zitat]
anpii schrieb:
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Das ist das, was ich in Post 1999 zu sagen versuchte.
anpii schrieb:
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Ich möchte hier noch um einen Punkt ergänzen: Kommunikationsstil! Das ist das, was ich schon in der Zeit vor 2016 bemängelt hatte. Damals kam keine Ruhe in den Laden rein, weil auch alle Nase lang jemand vor der Presse irgendeinen Krempel polterte und die Presse sich genüsslich die Hände rieb: "Wir brauchen nen kleinen Kloppo"; Spieler, die zur Presse rannten, um sich auszuweinen; "Veh fühlt sich wohl, deshalb geht es nach Europa" etc. Mit 2016 hatte das abrupt geendet. Man hatte einfach nur im Hintergrund Dinge getan... und die Presse erfuhr irgendwann davon, wenn alles erkenntlich war. Deshalb war Bobic ja auch so sauer, als die Bayern damals den Kovac-Wechsel geleaket hatten und das durch die ganze Presse rauschte: Die Kommunikation wurde um ihn herum gesteuert. Heutzutage redet die Eintracht zwar was von "Außendarstellung"... und belässt es wohl lediglich beim "Forum an die Kette legen": Die Presseabteilung setzt bescheuerte Tweets an Kruse / Harnik ab und Eintracht-Offizielle poltern was von "Wohlfühloase", "Eintracht Frankfurt Fußball" etc. Jetzt liest man wieder in der Presse über "eventuell letztes Spiel für Riera gegen Dortmund, je nach Ausgang"... und der Trainer selber wurde nicht informiert. Das ist doch wieder derselbe Mist wie vor 2016!
Ich glaube, man muss bei der ganzen Diskussion mehrere Ebenen voneinander trennen.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
Sehr guter Beitrag. Ich hoffe nur es wird so kommen. Denn ich bezweifele, das Krösche von seiner Transferstartegie abweicht oder sich ingesamt viel ändern wird. Das einzige was mir Hoffnung machte, war als Krösche letztens mal sagte, das wir noch lange keinCL-Verein sind (oder so ähnlich). Da es uns finanziell noch gut geht, sollte man sich jetzt wirklich mal Gedanken über den Kader und auch die Leihspieler machen, was finanziell einen Sinn ergibt und was nicht. Denn in Zukunft wäre es wichtig, endlich mal wieder einen ausgeglichenen und passenden Kader zu haben, statt ständig Spieler zu holen, die dann nicht ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten können, weil sie falsch aufgestellt werden.. Wir brauchen einen Trainer, der keine Experimente mit den Spielern macht oder ständig versuchen muss, Spieler umzuschulen, weil das passende Personal fehlt. Sowas kann gut gehen, aber die Wahrscheinlichkeit ist eher das es in die Hose geht. Oder einfach blind Talente zu holen , nur damit man schneller war wie die Konkurenz ohne sich anscheinend wirklich mit den Spielern befasst zu haben. (Lisztes) Ich halte es für sinnvoller, 1 Etage günstiger Spieler zu kaufen, die dann Ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten können, anstatt teuere Spieler zu kaufen die dann nur 50-70 Prozent liefern können, weil sie irgendwo spielen, damit sie spielen. Wir brauchen theoretisch gar nicht so viele neue Spieler. Je nachdem was der vermutlich neue Trainer möchte. Wir wären in der glücklichen Lage ein starke günstigere Truppe zusammen zu bekommen, wenn man es richtig angeht.
Ich glaube, man muss bei der ganzen Diskussion mehrere Ebenen voneinander trennen.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
herzlichen Dank für diesen klasse Beitrag, so wohl in der Sache, als auch vom Stil. Gemäß Medien -HR und Kicker Podcast-gibt es eine große Analyse bei der Eintracht und zwar querbeet mit Aufräumarbeiten, was immer das bedeutet. Das ist hoffentlich kein Larifari
Ich glaube, man muss bei der ganzen Diskussion mehrere Ebenen voneinander trennen.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
sehr sachlicher und auch toller Beitrag. Du hast die derzeitige Situation sehr gut und auch fair aufgearbeitet. Danke. Hoffe, das läuft so. Dein Beitrag hebt sich auch sehr deutlich und positiv von den teilweise persönlich denunzierenden und unsachlichen Geschreibseln mancher Schreiberlinge ab, die auch den Anstand gegenüber anderen Menschen vermissen lassen. Auch dafür Danke.
ich wundere mich da schon lange über den Langmut der Verlage und Zeitungen, wenn man sieht, wie negativ sich dort die Nachfrage nach den Blättern entwickelt hat, was sicherlich auch mit diesem Geschmiere in den Sportteilen zu tun hatte. Sachliche Kritik im entsprechenden Rahmen ist natürlich OK, aber dieses endlose, ehrabschneidende und persönlich verunglimpfende Geschreibsel in der Endlosschleife an Personen, die sich kaum wehren können, ist doch das letzte und das von Leuten, die wenn es um ihre eigene Person geht, extrem empfindlich sind.
ich wundere mich da schon lange über den Langmut der Verlage und Zeitungen, wenn man sieht, wie negativ sich dort die Nachfrage nach den Blättern entwickelt hat, was sicherlich auch mit diesem Geschmiere in den Sportteilen zu tun hatte. Sachliche Kritik im entsprechenden Rahmen ist natürlich OK, aber dieses endlose, ehrabschneidende und persönlich verunglimpfende Geschreibsel in der Endlosschleife an Personen, die sich kaum wehren können, ist doch das letzte und das von Leuten, die wenn es um ihre eigene Person geht, extrem empfindlich sind.
Das sind die Worte die ich gesucht habe. Danke Bruno! Und noch dazu, dass hat nichts mit dieser sogenannten Journalistenschelte zu tun.
Vielen Dank euch für die Rückmeldungen, freut mich tatsächlich, wenn der Beitrag so angekommen ist.
Mir ging es im Kern auch gar nicht darum, „Recht zu haben“, sondern einfach darum, die aktuelle Situation bei Eintracht Frankfurt etwas nüchterner einzuordnen. Die Emotionen sind absolut nachvollziehbar – gerade nach der Saison – aber ich finde, man verliert schnell den Blick fürs Gesamtbild, wenn es nur noch in Extreme geht.
Was aktuell passiert, ist aus meiner Sicht auch längst kein „normales“ Schwächeln mehr, sondern eher ein strukturelles Thema, das sich über mehrere Monate aufgebaut hat. Dass jetzt – wie angesprochen – wohl intern einiges aufgearbeitet wird, überrascht mich daher überhaupt nicht. Im Gegenteil: Das ist aus meiner Sicht überfällig.
Und genau da ist für mich der entscheidende Punkt: Kritik gehört dazu, auch deutliche Kritik. Aber sie sollte sich an Inhalten orientieren und nicht in persönliche Richtung abdriften. Das hilft am Ende niemandem – weder dem Verein noch der Diskussion hier.
Am Ende wollen wir alle dasselbe: Dass die Eintracht wieder ein klares Gesicht bekommt – sportlich wie auch vom Auftreten her.
Und ich glaube, da sind wir uns trotz unterschiedlicher Meinungen eigentlich einig.
Ich glaube, man muss bei der ganzen Diskussion mehrere Ebenen voneinander trennen.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
Ich glaube, man muss bei der ganzen Diskussion mehrere Ebenen voneinander trennen.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
Auch ich finde es einen guten Beitrag. Rein sportlich wird wohl die entscheidende Frage sein: Weiter mit dem stärkeren Fokus auf Ballbesitzfussball oder wird wieder mehr Konteransatz? Wenn man auf die letzten Jahre blickt, hat Ballbesitzfussball den Vorteil, dass man mehr Punkte gegen schwächere Gegner holt, während der Konteransatz stärkere Gegner eher bluten lässt und auch das Stadion mehr anzündet.
Wo wir auf jeden Fall wieder hinkommen müssen, ist dass in der Mannschaft eine bessere Leistungskultur entsteht. Ich glaube nicht, dass die Spieler faul, wenig ehrgeizig oder unprofessionell sind, aber die Stimmung hat sich schon mehr in Richtung Eigeninteresse verschoben. Glasner hat glaube ich zum Start gesagt, dass es zu seiner Zeit diesbezüglich die beste Mannschaft war, die er je trainiert hat. Ich finde übrigens, dass Hütter keine kreative Lösung war: Er war schon damals vor uns bei jeder seiner Stationen erfolgreich.
Ich sehe es sportlich übrigens nicht so dramatisch, wie viele hier. Es wird jedoch im Sommer einen großen Umbruch geben und man sollte sich der Spielidee sehr bewusst sein, um einen konsistenten Kader zu erstellen.
Ich glaube, man muss bei der ganzen Diskussion mehrere Ebenen voneinander trennen.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
Auch ich finde es einen guten Beitrag. Rein sportlich wird wohl die entscheidende Frage sein: Weiter mit dem stärkeren Fokus auf Ballbesitzfussball oder wird wieder mehr Konteransatz? Wenn man auf die letzten Jahre blickt, hat Ballbesitzfussball den Vorteil, dass man mehr Punkte gegen schwächere Gegner holt, während der Konteransatz stärkere Gegner eher bluten lässt und auch das Stadion mehr anzündet.
Wo wir auf jeden Fall wieder hinkommen müssen, ist dass in der Mannschaft eine bessere Leistungskultur entsteht. Ich glaube nicht, dass die Spieler faul, wenig ehrgeizig oder unprofessionell sind, aber die Stimmung hat sich schon mehr in Richtung Eigeninteresse verschoben. Glasner hat glaube ich zum Start gesagt, dass es zu seiner Zeit diesbezüglich die beste Mannschaft war, die er je trainiert hat. Ich finde übrigens, dass Hütter keine kreative Lösung war: Er war schon damals vor uns bei jeder seiner Stationen erfolgreich.
Ich sehe es sportlich übrigens nicht so dramatisch, wie viele hier. Es wird jedoch im Sommer einen großen Umbruch geben und man sollte sich der Spielidee sehr bewusst sein, um einen konsistenten Kader zu erstellen.
Sehe ich in vielen Punkten ähnlich, gerade was die Grundsatzfrage angeht: Spielidee zuerst, Kader danach – und nicht andersrum.
Ich glaube auch, dass die Diskussion „Ballbesitz vs. Konter“ oft zu einfach geführt wird. Es geht weniger um das entweder oder, sondern darum, ob du innerhalb deiner Spielidee flexibel genug bist. Die erfolgreichen Phasen bei Eintracht Frankfurt hatten ja genau diese Mischung: Umschaltstärke gegen starke Gegner, aber trotzdem genügend Struktur, um schwächere Teams zu bespielen. Genau diese Balance fehlt aktuell komplett.
Beim Thema Leistungskultur triffst du für mich einen ganz wichtigen Punkt. Ich würde auch nicht sagen, dass die Spieler faul oder unprofessionell sind. Aber es wirkt schon so, als ob dieses klare „Wir als Einheit“ etwas verloren gegangen ist. Unter Trainern wie Oliver Glasner oder auch phasenweise unter Adi Hütter hattest du eine Mannschaft, bei der jeder wusste, wofür er auf dem Platz steht – und das hat man auch gesehen.
Und genau da liegt für mich die eigentliche Baustelle: Du brauchst wieder eine klare Identität – sportlich und mannschaftlich.
Deshalb bin ich auch bei dir, was den Sommer angeht. Ich sehe die Situation auch nicht komplett dramatisch, aber sie ist richtungsentscheidend. Der Umbruch wird kommen, und diesmal muss er sauber gesteuert werden.
Heißt konkret:
klare Spielidee definieren darauf basierend den Kader zusammenstellen und dann konsequent durchziehen
Wenn das nicht passiert, wird man auch mit dem nächsten Trainer wieder in ähnliche Diskussionen kommen.
Wenn man auf die letzten Jahre blickt, hat Ballbesitzfussball den Vorteil, dass man mehr Punkte gegen schwächere Gegner holt, während der Konteransatz stärkere Gegner eher bluten lässt und auch das Stadion mehr anzündet.
Aber auch nicht zwangsläufig. Denn dass selbst Ballbesitzfußball nicht automatisch zu mehr Punkten gegen schwächere Gegner führt, haben wir in den letzten Monaten deutlich gesehen.
Unser größtes Problem ist - wie schon oben öfter erwähnt wurde - die fehlende Balance zwischen Offensive und Defensive. Und der Grund dafür liegt meines Erachtens im Mittelfeld. Wir haben dort praktisch keine Lufthoheit und auch zu wenig Laufbereitschaft. Am Samstag hat man erst nach der Einwechslung von Bahoya gesehen, was man als defensives Mitarbeiten der Offensive bezeichnet. Andersherum arbeitet auch unsere Defensive nur noch sehr begrenzt nach vorne mit (vermutlich aus Angst), sondern sichert den Ball, um ihn dann Pass für Pass nach vorne zu bekommen. Jeder Gegner bedankt sich für soviel Rücksicht und Zeit, sich hinten sortieren zu können.
In die gleiche Richtung geht übrigens auch dieser Käse mit den kurzen Ecken und Freistößen. Immer schön hintenrum versuchen, den Gegner auseinanderzuziehen aus Angst, man könne in einen Konter laufen, weil unsere Kopfballstärksten sich gerade im gegnerischen Strafraum aufhalten und dummerweise zum größten Teil Abwehrspieler sind.
Ich glaube, man muss bei der ganzen Diskussion mehrere Ebenen voneinander trennen.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
Ja, da schließe ich mich anderen Schreiberlingen an: Guter und zum Großteil korrekter Beitrag (aber das ist meine subjektive Einordnung). Hier meine Meinung dazu:
anpii schrieb:
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Ich könnte es, um ehrlich zu sein, immer noch nicht einordnen, ob das sportlich gescheitert ist. Ich könnte aber auch bis heute immer noch nicht eine richtig tolle Einordnung der damaligen Schaaf-Saison geben. Das Scheitern in beiden Fällen liegt aber halt auf der zwischenmenschlichen Ebene. Und da ist jetzt wohl auch diesmal zwischen Coach, Spielern, den Eintracht-Offiziellen und den Medien das Tischtuch zerschnitten.
anpii schrieb:
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. [...]
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Hier bin ich 100% bei dir. [verkürztes Zitat]
anpii schrieb:
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Das ist das, was ich in Post 1999 zu sagen versuchte.
anpii schrieb:
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Ich möchte hier noch um einen Punkt ergänzen: Kommunikationsstil! Das ist das, was ich schon in der Zeit vor 2016 bemängelt hatte. Damals kam keine Ruhe in den Laden rein, weil auch alle Nase lang jemand vor der Presse irgendeinen Krempel polterte und die Presse sich genüsslich die Hände rieb: "Wir brauchen nen kleinen Kloppo"; Spieler, die zur Presse rannten, um sich auszuweinen; "Veh fühlt sich wohl, deshalb geht es nach Europa" etc. Mit 2016 hatte das abrupt geendet. Man hatte einfach nur im Hintergrund Dinge getan... und die Presse erfuhr irgendwann davon, wenn alles erkenntlich war. Deshalb war Bobic ja auch so sauer, als die Bayern damals den Kovac-Wechsel geleaket hatten und das durch die ganze Presse rauschte: Die Kommunikation wurde um ihn herum gesteuert. Heutzutage redet die Eintracht zwar was von "Außendarstellung"... und belässt es wohl lediglich beim "Forum an die Kette legen": Die Presseabteilung setzt bescheuerte Tweets an Kruse / Harnik ab und Eintracht-Offizielle poltern was von "Wohlfühloase", "Eintracht Frankfurt Fußball" etc. Jetzt liest man wieder in der Presse über "eventuell letztes Spiel für Riera gegen Dortmund, je nach Ausgang"... und der Trainer selber wurde nicht informiert. Das ist doch wieder derselbe Mist wie vor 2016!
Ja, da schließe ich mich anderen Schreiberlingen an: Guter und zum Großteil korrekter Beitrag (aber das ist meine subjektive Einordnung). Hier meine Meinung dazu:
anpii schrieb:
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Ich könnte es, um ehrlich zu sein, immer noch nicht einordnen, ob das sportlich gescheitert ist. Ich könnte aber auch bis heute immer noch nicht eine richtig tolle Einordnung der damaligen Schaaf-Saison geben. Das Scheitern in beiden Fällen liegt aber halt auf der zwischenmenschlichen Ebene. Und da ist jetzt wohl auch diesmal zwischen Coach, Spielern, den Eintracht-Offiziellen und den Medien das Tischtuch zerschnitten.
anpii schrieb:
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. [...]
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Hier bin ich 100% bei dir. [verkürztes Zitat]
anpii schrieb:
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Das ist das, was ich in Post 1999 zu sagen versuchte.
anpii schrieb:
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Ich möchte hier noch um einen Punkt ergänzen: Kommunikationsstil! Das ist das, was ich schon in der Zeit vor 2016 bemängelt hatte. Damals kam keine Ruhe in den Laden rein, weil auch alle Nase lang jemand vor der Presse irgendeinen Krempel polterte und die Presse sich genüsslich die Hände rieb: "Wir brauchen nen kleinen Kloppo"; Spieler, die zur Presse rannten, um sich auszuweinen; "Veh fühlt sich wohl, deshalb geht es nach Europa" etc. Mit 2016 hatte das abrupt geendet. Man hatte einfach nur im Hintergrund Dinge getan... und die Presse erfuhr irgendwann davon, wenn alles erkenntlich war. Deshalb war Bobic ja auch so sauer, als die Bayern damals den Kovac-Wechsel geleaket hatten und das durch die ganze Presse rauschte: Die Kommunikation wurde um ihn herum gesteuert. Heutzutage redet die Eintracht zwar was von "Außendarstellung"... und belässt es wohl lediglich beim "Forum an die Kette legen": Die Presseabteilung setzt bescheuerte Tweets an Kruse / Harnik ab und Eintracht-Offizielle poltern was von "Wohlfühloase", "Eintracht Frankfurt Fußball" etc. Jetzt liest man wieder in der Presse über "eventuell letztes Spiel für Riera gegen Dortmund, je nach Ausgang"... und der Trainer selber wurde nicht informiert. Das ist doch wieder derselbe Mist wie vor 2016!
Den Vergleich kann ich nachvollziehen, gerade was die zwischenmenschliche Ebene und die Außendarstellung angeht. Und ich finde auch, dass du mit dem Thema Kommunikation einen zentralen Punkt triffst.
Was man aber sauber trennen muss: Die sportliche Entwicklung unter Albert Riera ist das eine – die Wirkung nach außen und das interne Zusammenspiel das andere. Beides hängt zusammen, aber es ist nicht dasselbe.
Gerade die Phase ab 2016 bei Eintracht Frankfurt war deshalb so erfolgreich, weil es eine klare Linie gab – sportlich wie kommunikativ. Dinge wurden intern geklärt, nach außen gab es Geschlossenheit. Das hat Ruhe reingebracht und gleichzeitig Vertrauen geschaffen.
Aktuell wirkt das wieder anders. Wenn solche Themen wie „möglicherweise letztes Spiel“ über die Medien laufen und der Trainer davon selbst überrascht wird, dann ist das kein gutes Zeichen. Das schafft Unruhe – intern wie extern – und schwächt automatisch die Position des Trainers.
Aber: Das ist kein neues Phänomen im Fußball und auch nicht ausschließlich ein Eintracht-Thema. Entscheidend ist, wie der Verein damit umgeht. Kommunikation ist Führung – und genau da muss Klarheit rein.
Ich würde trotzdem aufpassen, das nicht komplett auf eine Ebene mit der Schaaf-Zeit zu stellen. Damals war das Gesamtbild deutlich chaotischer. Heute wirkt es eher wie ein Verein, der sportlich und strukturell gerade nicht sauber ausbalanciert ist – und genau das spiegelt sich dann auch in der Außendarstellung wider.
Unterm Strich bin ich bei dir: Ohne klare Kommunikation und ohne einheitliche Linie nach außen wird es schwer, dauerhaft Ruhe und Stabilität reinzubekommen.
Und genau das war früher eine der größten Stärken – da sollte man wieder hinkommen.
Ich glaube, man muss bei der ganzen Diskussion mehrere Ebenen voneinander trennen.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
Auch ich finde es einen guten Beitrag. Rein sportlich wird wohl die entscheidende Frage sein: Weiter mit dem stärkeren Fokus auf Ballbesitzfussball oder wird wieder mehr Konteransatz? Wenn man auf die letzten Jahre blickt, hat Ballbesitzfussball den Vorteil, dass man mehr Punkte gegen schwächere Gegner holt, während der Konteransatz stärkere Gegner eher bluten lässt und auch das Stadion mehr anzündet.
Wo wir auf jeden Fall wieder hinkommen müssen, ist dass in der Mannschaft eine bessere Leistungskultur entsteht. Ich glaube nicht, dass die Spieler faul, wenig ehrgeizig oder unprofessionell sind, aber die Stimmung hat sich schon mehr in Richtung Eigeninteresse verschoben. Glasner hat glaube ich zum Start gesagt, dass es zu seiner Zeit diesbezüglich die beste Mannschaft war, die er je trainiert hat. Ich finde übrigens, dass Hütter keine kreative Lösung war: Er war schon damals vor uns bei jeder seiner Stationen erfolgreich.
Ich sehe es sportlich übrigens nicht so dramatisch, wie viele hier. Es wird jedoch im Sommer einen großen Umbruch geben und man sollte sich der Spielidee sehr bewusst sein, um einen konsistenten Kader zu erstellen.
Ich glaube, man muss bei der ganzen Diskussion mehrere Ebenen voneinander trennen.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
Auch ich finde es einen guten Beitrag. Rein sportlich wird wohl die entscheidende Frage sein: Weiter mit dem stärkeren Fokus auf Ballbesitzfussball oder wird wieder mehr Konteransatz? Wenn man auf die letzten Jahre blickt, hat Ballbesitzfussball den Vorteil, dass man mehr Punkte gegen schwächere Gegner holt, während der Konteransatz stärkere Gegner eher bluten lässt und auch das Stadion mehr anzündet.
Wo wir auf jeden Fall wieder hinkommen müssen, ist dass in der Mannschaft eine bessere Leistungskultur entsteht. Ich glaube nicht, dass die Spieler faul, wenig ehrgeizig oder unprofessionell sind, aber die Stimmung hat sich schon mehr in Richtung Eigeninteresse verschoben. Glasner hat glaube ich zum Start gesagt, dass es zu seiner Zeit diesbezüglich die beste Mannschaft war, die er je trainiert hat. Ich finde übrigens, dass Hütter keine kreative Lösung war: Er war schon damals vor uns bei jeder seiner Stationen erfolgreich.
Ich sehe es sportlich übrigens nicht so dramatisch, wie viele hier. Es wird jedoch im Sommer einen großen Umbruch geben und man sollte sich der Spielidee sehr bewusst sein, um einen konsistenten Kader zu erstellen.
Sehe ich in vielen Punkten ähnlich, gerade was die Grundsatzfrage angeht: Spielidee zuerst, Kader danach – und nicht andersrum.
Ich glaube auch, dass die Diskussion „Ballbesitz vs. Konter“ oft zu einfach geführt wird. Es geht weniger um das entweder oder, sondern darum, ob du innerhalb deiner Spielidee flexibel genug bist. Die erfolgreichen Phasen bei Eintracht Frankfurt hatten ja genau diese Mischung: Umschaltstärke gegen starke Gegner, aber trotzdem genügend Struktur, um schwächere Teams zu bespielen. Genau diese Balance fehlt aktuell komplett.
Beim Thema Leistungskultur triffst du für mich einen ganz wichtigen Punkt. Ich würde auch nicht sagen, dass die Spieler faul oder unprofessionell sind. Aber es wirkt schon so, als ob dieses klare „Wir als Einheit“ etwas verloren gegangen ist. Unter Trainern wie Oliver Glasner oder auch phasenweise unter Adi Hütter hattest du eine Mannschaft, bei der jeder wusste, wofür er auf dem Platz steht – und das hat man auch gesehen.
Und genau da liegt für mich die eigentliche Baustelle: Du brauchst wieder eine klare Identität – sportlich und mannschaftlich.
Deshalb bin ich auch bei dir, was den Sommer angeht. Ich sehe die Situation auch nicht komplett dramatisch, aber sie ist richtungsentscheidend. Der Umbruch wird kommen, und diesmal muss er sauber gesteuert werden.
Heißt konkret:
klare Spielidee definieren darauf basierend den Kader zusammenstellen und dann konsequent durchziehen
Wenn das nicht passiert, wird man auch mit dem nächsten Trainer wieder in ähnliche Diskussionen kommen.
Ja, da schließe ich mich anderen Schreiberlingen an: Guter und zum Großteil korrekter Beitrag (aber das ist meine subjektive Einordnung). Hier meine Meinung dazu:
anpii schrieb:
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Ich könnte es, um ehrlich zu sein, immer noch nicht einordnen, ob das sportlich gescheitert ist. Ich könnte aber auch bis heute immer noch nicht eine richtig tolle Einordnung der damaligen Schaaf-Saison geben. Das Scheitern in beiden Fällen liegt aber halt auf der zwischenmenschlichen Ebene. Und da ist jetzt wohl auch diesmal zwischen Coach, Spielern, den Eintracht-Offiziellen und den Medien das Tischtuch zerschnitten.
anpii schrieb:
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. [...]
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Hier bin ich 100% bei dir. [verkürztes Zitat]
anpii schrieb:
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Das ist das, was ich in Post 1999 zu sagen versuchte.
anpii schrieb:
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Ich möchte hier noch um einen Punkt ergänzen: Kommunikationsstil! Das ist das, was ich schon in der Zeit vor 2016 bemängelt hatte. Damals kam keine Ruhe in den Laden rein, weil auch alle Nase lang jemand vor der Presse irgendeinen Krempel polterte und die Presse sich genüsslich die Hände rieb: "Wir brauchen nen kleinen Kloppo"; Spieler, die zur Presse rannten, um sich auszuweinen; "Veh fühlt sich wohl, deshalb geht es nach Europa" etc. Mit 2016 hatte das abrupt geendet. Man hatte einfach nur im Hintergrund Dinge getan... und die Presse erfuhr irgendwann davon, wenn alles erkenntlich war. Deshalb war Bobic ja auch so sauer, als die Bayern damals den Kovac-Wechsel geleaket hatten und das durch die ganze Presse rauschte: Die Kommunikation wurde um ihn herum gesteuert. Heutzutage redet die Eintracht zwar was von "Außendarstellung"... und belässt es wohl lediglich beim "Forum an die Kette legen": Die Presseabteilung setzt bescheuerte Tweets an Kruse / Harnik ab und Eintracht-Offizielle poltern was von "Wohlfühloase", "Eintracht Frankfurt Fußball" etc. Jetzt liest man wieder in der Presse über "eventuell letztes Spiel für Riera gegen Dortmund, je nach Ausgang"... und der Trainer selber wurde nicht informiert. Das ist doch wieder derselbe Mist wie vor 2016!
Ja, da schließe ich mich anderen Schreiberlingen an: Guter und zum Großteil korrekter Beitrag (aber das ist meine subjektive Einordnung). Hier meine Meinung dazu:
anpii schrieb:
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Ich könnte es, um ehrlich zu sein, immer noch nicht einordnen, ob das sportlich gescheitert ist. Ich könnte aber auch bis heute immer noch nicht eine richtig tolle Einordnung der damaligen Schaaf-Saison geben. Das Scheitern in beiden Fällen liegt aber halt auf der zwischenmenschlichen Ebene. Und da ist jetzt wohl auch diesmal zwischen Coach, Spielern, den Eintracht-Offiziellen und den Medien das Tischtuch zerschnitten.
anpii schrieb:
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. [...]
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Hier bin ich 100% bei dir. [verkürztes Zitat]
anpii schrieb:
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Das ist das, was ich in Post 1999 zu sagen versuchte.
anpii schrieb:
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Ich möchte hier noch um einen Punkt ergänzen: Kommunikationsstil! Das ist das, was ich schon in der Zeit vor 2016 bemängelt hatte. Damals kam keine Ruhe in den Laden rein, weil auch alle Nase lang jemand vor der Presse irgendeinen Krempel polterte und die Presse sich genüsslich die Hände rieb: "Wir brauchen nen kleinen Kloppo"; Spieler, die zur Presse rannten, um sich auszuweinen; "Veh fühlt sich wohl, deshalb geht es nach Europa" etc. Mit 2016 hatte das abrupt geendet. Man hatte einfach nur im Hintergrund Dinge getan... und die Presse erfuhr irgendwann davon, wenn alles erkenntlich war. Deshalb war Bobic ja auch so sauer, als die Bayern damals den Kovac-Wechsel geleaket hatten und das durch die ganze Presse rauschte: Die Kommunikation wurde um ihn herum gesteuert. Heutzutage redet die Eintracht zwar was von "Außendarstellung"... und belässt es wohl lediglich beim "Forum an die Kette legen": Die Presseabteilung setzt bescheuerte Tweets an Kruse / Harnik ab und Eintracht-Offizielle poltern was von "Wohlfühloase", "Eintracht Frankfurt Fußball" etc. Jetzt liest man wieder in der Presse über "eventuell letztes Spiel für Riera gegen Dortmund, je nach Ausgang"... und der Trainer selber wurde nicht informiert. Das ist doch wieder derselbe Mist wie vor 2016!
Den Vergleich kann ich nachvollziehen, gerade was die zwischenmenschliche Ebene und die Außendarstellung angeht. Und ich finde auch, dass du mit dem Thema Kommunikation einen zentralen Punkt triffst.
Was man aber sauber trennen muss: Die sportliche Entwicklung unter Albert Riera ist das eine – die Wirkung nach außen und das interne Zusammenspiel das andere. Beides hängt zusammen, aber es ist nicht dasselbe.
Gerade die Phase ab 2016 bei Eintracht Frankfurt war deshalb so erfolgreich, weil es eine klare Linie gab – sportlich wie kommunikativ. Dinge wurden intern geklärt, nach außen gab es Geschlossenheit. Das hat Ruhe reingebracht und gleichzeitig Vertrauen geschaffen.
Aktuell wirkt das wieder anders. Wenn solche Themen wie „möglicherweise letztes Spiel“ über die Medien laufen und der Trainer davon selbst überrascht wird, dann ist das kein gutes Zeichen. Das schafft Unruhe – intern wie extern – und schwächt automatisch die Position des Trainers.
Aber: Das ist kein neues Phänomen im Fußball und auch nicht ausschließlich ein Eintracht-Thema. Entscheidend ist, wie der Verein damit umgeht. Kommunikation ist Führung – und genau da muss Klarheit rein.
Ich würde trotzdem aufpassen, das nicht komplett auf eine Ebene mit der Schaaf-Zeit zu stellen. Damals war das Gesamtbild deutlich chaotischer. Heute wirkt es eher wie ein Verein, der sportlich und strukturell gerade nicht sauber ausbalanciert ist – und genau das spiegelt sich dann auch in der Außendarstellung wider.
Unterm Strich bin ich bei dir: Ohne klare Kommunikation und ohne einheitliche Linie nach außen wird es schwer, dauerhaft Ruhe und Stabilität reinzubekommen.
Und genau das war früher eine der größten Stärken – da sollte man wieder hinkommen.
Ja, dass konnte man alles wissen. Niemand weiß natürlich wie die Gespräche verlaufen sind. Ich denke man hat sich erhofft das Riera die Mannschaft aufrüttelt und frischen Wind reinbringt. Das hätte auch klappen können, am Anfang hat es das durchaus. Am Ende hat es dann aber nicht mehr funktioniert, vor allem wie die Ergebnisse ausblieben.
Ja, dass konnte man alles wissen. Niemand weiß natürlich wie die Gespräche verlaufen sind. Ich denke man hat sich erhofft das Riera die Mannschaft aufrüttelt und frischen Wind reinbringt. Das hätte auch klappen können, am Anfang hat es das durchaus. Am Ende hat es dann aber nicht mehr funktioniert, vor allem wie die Ergebnisse ausblieben.
Zumal man da sagen muß das wir Ergebnistechnisch noch Glück hatten... bis auf das Freiburg-Heimspiel gab es kein auch nur annähernd überzeugendes Spiel. Pauli, Heidenheim, Wolfsburg hätten auch anders ausgehen können, da hatten wir viel Spielglück. Selbst gegen Gladbach waren wir in der 1.Hälfte richtig schwach und hätten zurückliegen können/müssen. Dann sähe das Gesamtbild noch desolater aus... Für mich ist das schlichtweg auch der Hauptgrund warum ich Riera nicht mehr haben möchte, mit seiner speziellen Aussendarstellung könnte ich fast noch leben wenn er die Mannschaft wenigstens sportlich merklich nach vorne gebracht hätte.
Das Nichtgelingen die Leistung dieser Mannschaft in vielen Wochen sichtbar und konstant zu verbessern (ohne das alles perfekt sein kann!) ist natürlich das Hauptmanko wieso Riera hier gescheitert ist. Auch wenn die Debatte um sein Auftreten oder die Medienschelte vieler Fans vieles überdeckt - dies war der Kern seines Scheiterns. Nichts anderes, egal wie Legenden gestrickt werden, über Medien, Spieler und Verantwortliche - die natürlich alle gerne kritisiert werden können. Aber am Ende ist es Riera sportlich nicht gelungen den gewünschten Erfolg zu erreichen. Und damit ist keine zweimonatige Siegesserie gemeint, oder keine einzige Niederlage - jeder wusste und hat gesehen dass es arg rumpelt bei uns und einige Baustellen vorhanden waren. Aber so wenig zu erreichen, mit diesen Gegnern, ohne CL-Belastung und deutlich mehr Spielern zur Verfügung als sein Vorgänger, dass ist deutlich zu wenig.
Ich war und bin überrascht wenn Leute schreiben er sein unbestritten ein guter Trainer, gut möglich - würde ich aber nicht aus den 11-12 Wochen bei uns sagen. Oder er hat Ahnung vom Fußball - haben die Typen von der Spielverlagerungs-Seite garantiert auch, trotzdem würden sie als Trainer vermutlich wie die allermeisten scheitern. Weil Ahnung und Wissen zu haben eben nicht identisch sind mit es zu vermitteln und ein Team als Trainer zum Erfolg zu führen.
Ja, dass konnte man alles wissen. Niemand weiß natürlich wie die Gespräche verlaufen sind. Ich denke man hat sich erhofft das Riera die Mannschaft aufrüttelt und frischen Wind reinbringt. Das hätte auch klappen können, am Anfang hat es das durchaus. Am Ende hat es dann aber nicht mehr funktioniert, vor allem wie die Ergebnisse ausblieben.
Zumal man da sagen muß das wir Ergebnistechnisch noch Glück hatten... bis auf das Freiburg-Heimspiel gab es kein auch nur annähernd überzeugendes Spiel. Pauli, Heidenheim, Wolfsburg hätten auch anders ausgehen können, da hatten wir viel Spielglück. Selbst gegen Gladbach waren wir in der 1.Hälfte richtig schwach und hätten zurückliegen können/müssen. Dann sähe das Gesamtbild noch desolater aus... Für mich ist das schlichtweg auch der Hauptgrund warum ich Riera nicht mehr haben möchte, mit seiner speziellen Aussendarstellung könnte ich fast noch leben wenn er die Mannschaft wenigstens sportlich merklich nach vorne gebracht hätte.
Das Nichtgelingen die Leistung dieser Mannschaft in vielen Wochen sichtbar und konstant zu verbessern (ohne das alles perfekt sein kann!) ist natürlich das Hauptmanko wieso Riera hier gescheitert ist. Auch wenn die Debatte um sein Auftreten oder die Medienschelte vieler Fans vieles überdeckt - dies war der Kern seines Scheiterns. Nichts anderes, egal wie Legenden gestrickt werden, über Medien, Spieler und Verantwortliche - die natürlich alle gerne kritisiert werden können. Aber am Ende ist es Riera sportlich nicht gelungen den gewünschten Erfolg zu erreichen. Und damit ist keine zweimonatige Siegesserie gemeint, oder keine einzige Niederlage - jeder wusste und hat gesehen dass es arg rumpelt bei uns und einige Baustellen vorhanden waren. Aber so wenig zu erreichen, mit diesen Gegnern, ohne CL-Belastung und deutlich mehr Spielern zur Verfügung als sein Vorgänger, dass ist deutlich zu wenig.
Ich war und bin überrascht wenn Leute schreiben er sein unbestritten ein guter Trainer, gut möglich - würde ich aber nicht aus den 11-12 Wochen bei uns sagen. Oder er hat Ahnung vom Fußball - haben die Typen von der Spielverlagerungs-Seite garantiert auch, trotzdem würden sie als Trainer vermutlich wie die allermeisten scheitern. Weil Ahnung und Wissen zu haben eben nicht identisch sind mit es zu vermitteln und ein Team als Trainer zum Erfolg zu führen.
Die sportliche Führung hat jetzt eine Herkulesaufgabe vor sich.....der Kader muß grundsätzlich mit einer anderen Idee verändert werden, eine Vereinsphilosophie entwickelt werden, für welchen Fußball die Eintracht steht und identifiziert werden kann und der nächste Trainerschuß sollte demgemäß auch sitzen. Nochmals solch einen Zirkus in dem medialen Umfang, bei dem über nichts mehr anderes als den Trainer diskutiert wird, können wir uns nicht mehr leisten. Das ist alles leichter gesagt als getan, ist aber aus meiner Sicht unabdingbar, wenn wir wieder eine Chance haben wollen, mit weitaus besserem Fußball und Ruhe im Verein in die Erfolgsspur zu kommen. Momentan fühlt man sich an die Ohms Zeiten erinnert und das braucht nun wirklich niemand mehr....
der Kader muß grundsätzlich mit einer anderen Idee verändert werden
Ausgewogenheit, wir brauchen Ausgewogenheit! Doch bei genauer Betrachtung haben wir die sogar im Kader, aber nicht auf dem Feld. Teilweise verletzungsbedingt, teilweise aber auch aufstellungsbedingt. Deswegen muss man hier analysieren und Teambuilding betreiben.
Ich finde ihn weiterhin interessant und mir tut es auch Leid für ihn, was er hier so alles abkriegt. Aber ich find's auch etwas überzogen, wie hier auf dem Trump Vergleich abgegangen wird.
Danke für Deinen Beitrag, so geht es mir auch. Was das Verhalten von Riera angeht, als auch die überzogene Reaktion einiger hier.
Also mit Ansage.
Zumal man da sagen muß das wir Ergebnistechnisch noch Glück hatten... bis auf das Freiburg-Heimspiel gab es kein auch nur annähernd überzeugendes Spiel.
Pauli, Heidenheim, Wolfsburg hätten auch anders ausgehen können, da hatten wir viel Spielglück.
Selbst gegen Gladbach waren wir in der 1.Hälfte richtig schwach und hätten zurückliegen können/müssen.
Dann sähe das Gesamtbild noch desolater aus...
Für mich ist das schlichtweg auch der Hauptgrund warum ich Riera nicht mehr haben möchte, mit seiner speziellen Aussendarstellung könnte ich fast noch leben wenn er die Mannschaft wenigstens sportlich merklich nach vorne gebracht hätte.
Er wird, wenn er keinen Psychologen und Medienberater an die Seite bekommt, an sich selbst scheitern. Er ist ein Geschenk für die Medien. Ein Vorbild für die Fans und die Jugend - davon ist er weit entfernt."
Adam Delius (Präsident O. Ljubljana)
Wenn ich es richtig verstehe, stammt das Zitat allerdings aus dem Sommer 2022 und bezog sich auf Rieras Wirken bei Ljubljana, wo er dann erfolgreich wurde.
Ich finde es wichtig, das sauber einzuordnen, weil es so freistehend suggeriert, Delius hätte das zu seinem Antritt bei uns gesagt.
Insofern ist es nicht in dem Maße mit Ansage, wie es ohne zeitliche Einordnung wirkt.
Was genau macht da für Dich den Unterschied? Ich finde die Aussage trifft es ziemlich gut. Hat man vielleicht unterschätzt, aber das was jetzt passiert kommt nicht überraschend und haben einige hier schon bei seiner Verpflichtung befürchtet.
Wenn ich es richtig verstehe, stammt das Zitat allerdings aus dem Sommer 2022 und bezog sich auf Rieras Wirken bei Ljubljana, wo er dann erfolgreich wurde.
Ich finde es wichtig, das sauber einzuordnen, weil es so freistehend suggeriert, Delius hätte das zu seinem Antritt bei uns gesagt.
Insofern ist es nicht in dem Maße mit Ansage, wie es ohne zeitliche Einordnung wirkt.
Was genau macht da für Dich den Unterschied? Ich finde die Aussage trifft es ziemlich gut. Hat man vielleicht unterschätzt, aber das was jetzt passiert kommt nicht überraschend und haben einige hier schon bei seiner Verpflichtung befürchtet.
Für mich macht es einen Unterschied, ob diese Aussage zu seiner Verpflichtung bei uns in Februar getroffen wurde, oder ob sie vier Jahre alt ist und er danach erfolgreich gearbeitet hat.
Somit hatte Kinimod mit seiner Einschätzung zur Person recht. Passt. Dennoch möchte ich gern hier nochmal eine Lanze für ein respektvolleres Miteinander und Umgang mit den EF-Verantwortlichen brechen. Das ist ein Forum, hier geht es nicht um Recht bekommen oder Gleichschaltung. In der Diskussion wollen wir uns der Wahrheit annähern.
Die heisst wohl, AR und die Mannschaft waren inkompatibel. Vielleicht kommt jetzt endlich der Roger.
Das ist schon beinahe drollig. Dort verlieren wir zu 95-100 %.
Wann ist die Vorstellungs-PK mit Adi?
Schlage den 20. Juli 2026 vor, das Datum unseres ersten offiziellen Trainings nach der Sommerpause.
Da ist es völlig wurscht wer an der Seitenlinie steht oder hockt.
Was genau macht da für Dich den Unterschied? Ich finde die Aussage trifft es ziemlich gut. Hat man vielleicht unterschätzt, aber das was jetzt passiert kommt nicht überraschend und haben einige hier schon bei seiner Verpflichtung befürchtet.
Für mich macht es einen Unterschied, ob diese Aussage zu seiner Verpflichtung bei uns in Februar getroffen wurde, oder ob sie vier Jahre alt ist und er danach erfolgreich gearbeitet hat.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
Gemäß Medien -HR und Kicker Podcast-gibt es eine große Analyse bei der Eintracht und zwar querbeet mit Aufräumarbeiten, was immer das bedeutet. Das ist hoffentlich kein Larifari
Dein Beitrag hebt sich auch sehr deutlich und positiv von den teilweise persönlich denunzierenden und unsachlichen Geschreibseln mancher Schreiberlinge ab, die auch den Anstand gegenüber anderen Menschen vermissen lassen. Auch dafür Danke.
Auch ich finde es einen guten Beitrag.
Rein sportlich wird wohl die entscheidende Frage sein: Weiter mit dem stärkeren Fokus auf Ballbesitzfussball oder wird wieder mehr Konteransatz? Wenn man auf die letzten Jahre blickt, hat Ballbesitzfussball den Vorteil, dass man mehr Punkte gegen schwächere Gegner holt, während der Konteransatz stärkere Gegner eher bluten lässt und auch das Stadion mehr anzündet.
Wo wir auf jeden Fall wieder hinkommen müssen, ist dass in der Mannschaft eine bessere Leistungskultur entsteht. Ich glaube nicht, dass die Spieler faul, wenig ehrgeizig oder unprofessionell sind, aber die Stimmung hat sich schon mehr in Richtung Eigeninteresse verschoben. Glasner hat glaube ich zum Start gesagt, dass es zu seiner Zeit diesbezüglich die beste Mannschaft war, die er je trainiert hat. Ich finde übrigens, dass Hütter keine kreative Lösung war: Er war schon damals vor uns bei jeder seiner Stationen erfolgreich.
Ich sehe es sportlich übrigens nicht so dramatisch, wie viele hier. Es wird jedoch im Sommer einen großen Umbruch geben und man sollte sich der Spielidee sehr bewusst sein, um einen konsistenten Kader zu erstellen.
Ich könnte es, um ehrlich zu sein, immer noch nicht einordnen, ob das sportlich gescheitert ist. Ich könnte aber auch bis heute immer noch nicht eine richtig tolle Einordnung der damaligen Schaaf-Saison geben. Das Scheitern in beiden Fällen liegt aber halt auf der zwischenmenschlichen Ebene. Und da ist jetzt wohl auch diesmal zwischen Coach, Spielern, den Eintracht-Offiziellen und den Medien das Tischtuch zerschnitten.
Hier bin ich 100% bei dir. [verkürztes Zitat]
Das ist das, was ich in Post 1999 zu sagen versuchte.
Ich möchte hier noch um einen Punkt ergänzen: Kommunikationsstil!
Das ist das, was ich schon in der Zeit vor 2016 bemängelt hatte. Damals kam keine Ruhe in den Laden rein, weil auch alle Nase lang jemand vor der Presse irgendeinen Krempel polterte und die Presse sich genüsslich die Hände rieb: "Wir brauchen nen kleinen Kloppo"; Spieler, die zur Presse rannten, um sich auszuweinen; "Veh fühlt sich wohl, deshalb geht es nach Europa" etc. Mit 2016 hatte das abrupt geendet. Man hatte einfach nur im Hintergrund Dinge getan... und die Presse erfuhr irgendwann davon, wenn alles erkenntlich war. Deshalb war Bobic ja auch so sauer, als die Bayern damals den Kovac-Wechsel geleaket hatten und das durch die ganze Presse rauschte: Die Kommunikation wurde um ihn herum gesteuert.
Heutzutage redet die Eintracht zwar was von "Außendarstellung"... und belässt es wohl lediglich beim "Forum an die Kette legen": Die Presseabteilung setzt bescheuerte Tweets an Kruse / Harnik ab und Eintracht-Offizielle poltern was von "Wohlfühloase", "Eintracht Frankfurt Fußball" etc. Jetzt liest man wieder in der Presse über "eventuell letztes Spiel für Riera gegen Dortmund, je nach Ausgang"... und der Trainer selber wurde nicht informiert. Das ist doch wieder derselbe Mist wie vor 2016!
Sehr guter Beitrag. Ich hoffe nur es wird so kommen. Denn ich bezweifele, das Krösche von seiner Transferstartegie abweicht oder sich ingesamt viel ändern wird. Das einzige was mir Hoffnung machte, war als Krösche letztens mal sagte, das wir noch lange keinCL-Verein sind (oder so ähnlich).
Da es uns finanziell noch gut geht, sollte man sich jetzt wirklich mal Gedanken über den Kader und auch die Leihspieler
machen, was finanziell einen Sinn ergibt und was nicht.
Denn in Zukunft wäre es wichtig, endlich mal wieder einen ausgeglichenen und passenden Kader zu haben, statt ständig Spieler zu holen, die dann nicht ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten können, weil sie falsch aufgestellt werden.. Wir brauchen einen Trainer, der keine Experimente mit den Spielern macht oder ständig versuchen muss,
Spieler umzuschulen, weil das passende Personal fehlt. Sowas kann gut gehen, aber die Wahrscheinlichkeit ist
eher das es in die Hose geht. Oder einfach blind Talente zu holen , nur damit man schneller war wie die Konkurenz
ohne sich anscheinend wirklich mit den Spielern befasst zu haben. (Lisztes)
Ich halte es für sinnvoller, 1 Etage günstiger Spieler zu kaufen, die dann Ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten können,
anstatt teuere Spieler zu kaufen die dann nur 50-70 Prozent liefern können, weil sie irgendwo spielen, damit sie spielen.
Wir brauchen theoretisch gar nicht so viele neue Spieler. Je nachdem was der vermutlich neue Trainer möchte.
Wir wären in der glücklichen Lage ein starke günstigere Truppe zusammen zu bekommen, wenn man es richtig angeht.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
Gemäß Medien -HR und Kicker Podcast-gibt es eine große Analyse bei der Eintracht und zwar querbeet mit Aufräumarbeiten, was immer das bedeutet. Das ist hoffentlich kein Larifari
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
Dein Beitrag hebt sich auch sehr deutlich und positiv von den teilweise persönlich denunzierenden und unsachlichen Geschreibseln mancher Schreiberlinge ab, die auch den Anstand gegenüber anderen Menschen vermissen lassen. Auch dafür Danke.
Sachliche Kritik im entsprechenden Rahmen ist natürlich OK, aber dieses endlose, ehrabschneidende und persönlich verunglimpfende Geschreibsel in der Endlosschleife an Personen, die sich kaum wehren können, ist doch das letzte und das von Leuten, die wenn es um ihre eigene Person geht, extrem empfindlich sind.
Das sind die Worte die ich gesucht habe.
Danke Bruno!
Und noch dazu, dass hat nichts mit dieser sogenannten Journalistenschelte zu tun.
Mir ging es im Kern auch gar nicht darum, „Recht zu haben“, sondern einfach darum, die aktuelle Situation bei Eintracht Frankfurt etwas nüchterner einzuordnen. Die Emotionen sind absolut nachvollziehbar – gerade nach der Saison – aber ich finde, man verliert schnell den Blick fürs Gesamtbild, wenn es nur noch in Extreme geht.
Was aktuell passiert, ist aus meiner Sicht auch längst kein „normales“ Schwächeln mehr, sondern eher ein strukturelles Thema, das sich über mehrere Monate aufgebaut hat. Dass jetzt – wie angesprochen – wohl intern einiges aufgearbeitet wird, überrascht mich daher überhaupt nicht. Im Gegenteil: Das ist aus meiner Sicht überfällig.
Und genau da ist für mich der entscheidende Punkt:
Kritik gehört dazu, auch deutliche Kritik. Aber sie sollte sich an Inhalten orientieren und nicht in persönliche Richtung abdriften. Das hilft am Ende niemandem – weder dem Verein noch der Diskussion hier.
Am Ende wollen wir alle dasselbe:
Dass die Eintracht wieder ein klares Gesicht bekommt – sportlich wie auch vom Auftreten her.
Und ich glaube, da sind wir uns trotz unterschiedlicher Meinungen eigentlich einig.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
Auch ich finde es einen guten Beitrag.
Rein sportlich wird wohl die entscheidende Frage sein: Weiter mit dem stärkeren Fokus auf Ballbesitzfussball oder wird wieder mehr Konteransatz? Wenn man auf die letzten Jahre blickt, hat Ballbesitzfussball den Vorteil, dass man mehr Punkte gegen schwächere Gegner holt, während der Konteransatz stärkere Gegner eher bluten lässt und auch das Stadion mehr anzündet.
Wo wir auf jeden Fall wieder hinkommen müssen, ist dass in der Mannschaft eine bessere Leistungskultur entsteht. Ich glaube nicht, dass die Spieler faul, wenig ehrgeizig oder unprofessionell sind, aber die Stimmung hat sich schon mehr in Richtung Eigeninteresse verschoben. Glasner hat glaube ich zum Start gesagt, dass es zu seiner Zeit diesbezüglich die beste Mannschaft war, die er je trainiert hat. Ich finde übrigens, dass Hütter keine kreative Lösung war: Er war schon damals vor uns bei jeder seiner Stationen erfolgreich.
Ich sehe es sportlich übrigens nicht so dramatisch, wie viele hier. Es wird jedoch im Sommer einen großen Umbruch geben und man sollte sich der Spielidee sehr bewusst sein, um einen konsistenten Kader zu erstellen.
Sehe ich in vielen Punkten ähnlich, gerade was die Grundsatzfrage angeht: Spielidee zuerst, Kader danach – und nicht andersrum.
Ich glaube auch, dass die Diskussion „Ballbesitz vs. Konter“ oft zu einfach geführt wird. Es geht weniger um das entweder oder, sondern darum, ob du innerhalb deiner Spielidee flexibel genug bist. Die erfolgreichen Phasen bei Eintracht Frankfurt hatten ja genau diese Mischung: Umschaltstärke gegen starke Gegner, aber trotzdem genügend Struktur, um schwächere Teams zu bespielen. Genau diese Balance fehlt aktuell komplett.
Beim Thema Leistungskultur triffst du für mich einen ganz wichtigen Punkt. Ich würde auch nicht sagen, dass die Spieler faul oder unprofessionell sind. Aber es wirkt schon so, als ob dieses klare „Wir als Einheit“ etwas verloren gegangen ist. Unter Trainern wie Oliver Glasner oder auch phasenweise unter Adi Hütter hattest du eine Mannschaft, bei der jeder wusste, wofür er auf dem Platz steht – und das hat man auch gesehen.
Und genau da liegt für mich die eigentliche Baustelle:
Du brauchst wieder eine klare Identität – sportlich und mannschaftlich.
Deshalb bin ich auch bei dir, was den Sommer angeht. Ich sehe die Situation auch nicht komplett dramatisch, aber sie ist richtungsentscheidend. Der Umbruch wird kommen, und diesmal muss er sauber gesteuert werden.
Heißt konkret:
klare Spielidee definieren
darauf basierend den Kader zusammenstellen
und dann konsequent durchziehen
Wenn das nicht passiert, wird man auch mit dem nächsten Trainer wieder in ähnliche Diskussionen kommen.
Aber auch nicht zwangsläufig. Denn dass selbst Ballbesitzfußball nicht automatisch zu mehr Punkten gegen schwächere Gegner führt, haben wir in den letzten Monaten deutlich gesehen.
Unser größtes Problem ist - wie schon oben öfter erwähnt wurde - die fehlende Balance zwischen Offensive und Defensive. Und der Grund dafür liegt meines Erachtens im Mittelfeld. Wir haben dort praktisch keine Lufthoheit und auch zu wenig Laufbereitschaft. Am Samstag hat man erst nach der Einwechslung von Bahoya gesehen, was man als defensives Mitarbeiten der Offensive bezeichnet. Andersherum arbeitet auch unsere Defensive nur noch sehr begrenzt nach vorne mit (vermutlich aus Angst), sondern sichert den Ball, um ihn dann Pass für Pass nach vorne zu bekommen. Jeder Gegner bedankt sich für soviel Rücksicht und Zeit, sich hinten sortieren zu können.
In die gleiche Richtung geht übrigens auch dieser Käse mit den kurzen Ecken und Freistößen. Immer schön hintenrum versuchen, den Gegner auseinanderzuziehen aus Angst, man könne in einen Konter laufen, weil unsere Kopfballstärksten sich gerade im gegnerischen Strafraum aufhalten und dummerweise zum größten Teil Abwehrspieler sind.
Sportlich ist für mich inzwischen klar: Das Experiment Riera ist gescheitert. Nicht, weil der Mann keine Ahnung von Fußball hätte, sondern weil es in dieser Konstellation einfach nicht passt. Die Mannschaft wirkt verunsichert, offensiv gehemmt, ohne klare Abläufe und ohne echte Überzeugung in dem, was sie tut. Das ist am Ende entscheidend.
Gleichzeitig sollte man aber aufpassen, wie über Riera gesprochen wird. Kritik an seiner Arbeit, seiner Kommunikation oder seiner Außenwirkung ist völlig legitim. Aber diese persönlichen Zuschreibungen und Vergleiche, die zuletzt teilweise gefallen sind, gehen mir deutlich zu weit. Man kann einen Trainer fachlich hart kritisieren, ohne ihn öffentlich zur Karikatur zu machen.
Was die Offensive betrifft: Natürlich ist Qualität vorhanden. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass dieser Kader vorne grundsätzlich nichts kann. Das Problem ist eher, dass diese Qualität aktuell nicht in ein funktionierendes Kollektiv übersetzt wird. Unter Dino hatten wir viele Tore, aber auch wilde Spielverläufe und eine Defensive, bei der man fast immer mit Gegentoren rechnen musste. Unter Riera wurde versucht, Stabilität reinzubringen, aber dabei ist die Offensive nahezu komplett eingebrochen. Die Balance wurde nie gefunden.
Genau das ist für mich der Kern der ganzen Misere: Wir haben weder die frühere offensive Wucht behalten, noch eine wirklich tragfähige neue Struktur entwickelt. Und wenn eine Mannschaft nach wenigen Wochen so wirkt, als glaube sie selbst nicht mehr an den Ansatz, dann ist das kaum noch zu reparieren.
Deshalb sehe ich auch keinen großen Sinn darin, jetzt für ein oder zwei Spiele irgendeine Notlösung auf die Bank zu setzen. Wenn intern längst klar ist, dass es mit Riera nicht weitergeht, dann soll man das sauber und respektvoll lösen. Aber die Mannschaft ist jetzt genauso in der Pflicht. Die Spieler können sich nicht dauerhaft hinter Trainer, System oder Presse verstecken.
Der größere Punkt geht für mich aber über Riera hinaus. Die Eintracht muss sich grundsätzlich fragen, ob die sportliche Entwicklung noch zu den eigenen Ansprüchen passt. Beim Kader ist man in den letzten Jahren gewachsen, bei der Trainerwahl wirkt es aber oft weiterhin nach kreativer Wette. Das kann funktionieren, siehe Kovac oder Hütter. Es kann aber eben auch schiefgehen.
Nach dieser Saison muss wirklich alles auf den Tisch: Trainerprofil, Kaderstruktur, Führungsqualität, Mittelfeld, Mentalität, sportliche Leitung. Nicht aus Aktionismus, sondern weil diese Saison gezeigt hat, dass einiges nicht mehr stimmig ist.
Für mich heißt „back to the roots“ nicht, dass man nostalgisch zurückblicken soll. Es heißt: klare Struktur, klare Mentalität, klare Identität. Eine Eintracht, die wieder weiß, wofür sie steht. Genau das fehlt aktuell am meisten.
Ich könnte es, um ehrlich zu sein, immer noch nicht einordnen, ob das sportlich gescheitert ist. Ich könnte aber auch bis heute immer noch nicht eine richtig tolle Einordnung der damaligen Schaaf-Saison geben. Das Scheitern in beiden Fällen liegt aber halt auf der zwischenmenschlichen Ebene. Und da ist jetzt wohl auch diesmal zwischen Coach, Spielern, den Eintracht-Offiziellen und den Medien das Tischtuch zerschnitten.
Hier bin ich 100% bei dir. [verkürztes Zitat]
Das ist das, was ich in Post 1999 zu sagen versuchte.
Ich möchte hier noch um einen Punkt ergänzen: Kommunikationsstil!
Das ist das, was ich schon in der Zeit vor 2016 bemängelt hatte. Damals kam keine Ruhe in den Laden rein, weil auch alle Nase lang jemand vor der Presse irgendeinen Krempel polterte und die Presse sich genüsslich die Hände rieb: "Wir brauchen nen kleinen Kloppo"; Spieler, die zur Presse rannten, um sich auszuweinen; "Veh fühlt sich wohl, deshalb geht es nach Europa" etc. Mit 2016 hatte das abrupt geendet. Man hatte einfach nur im Hintergrund Dinge getan... und die Presse erfuhr irgendwann davon, wenn alles erkenntlich war. Deshalb war Bobic ja auch so sauer, als die Bayern damals den Kovac-Wechsel geleaket hatten und das durch die ganze Presse rauschte: Die Kommunikation wurde um ihn herum gesteuert.
Heutzutage redet die Eintracht zwar was von "Außendarstellung"... und belässt es wohl lediglich beim "Forum an die Kette legen": Die Presseabteilung setzt bescheuerte Tweets an Kruse / Harnik ab und Eintracht-Offizielle poltern was von "Wohlfühloase", "Eintracht Frankfurt Fußball" etc. Jetzt liest man wieder in der Presse über "eventuell letztes Spiel für Riera gegen Dortmund, je nach Ausgang"... und der Trainer selber wurde nicht informiert. Das ist doch wieder derselbe Mist wie vor 2016!
Den Vergleich kann ich nachvollziehen, gerade was die zwischenmenschliche Ebene und die Außendarstellung angeht. Und ich finde auch, dass du mit dem Thema Kommunikation einen zentralen Punkt triffst.
Was man aber sauber trennen muss:
Die sportliche Entwicklung unter Albert Riera ist das eine – die Wirkung nach außen und das interne Zusammenspiel das andere. Beides hängt zusammen, aber es ist nicht dasselbe.
Gerade die Phase ab 2016 bei Eintracht Frankfurt war deshalb so erfolgreich, weil es eine klare Linie gab – sportlich wie kommunikativ. Dinge wurden intern geklärt, nach außen gab es Geschlossenheit. Das hat Ruhe reingebracht und gleichzeitig Vertrauen geschaffen.
Aktuell wirkt das wieder anders.
Wenn solche Themen wie „möglicherweise letztes Spiel“ über die Medien laufen und der Trainer davon selbst überrascht wird, dann ist das kein gutes Zeichen. Das schafft Unruhe – intern wie extern – und schwächt automatisch die Position des Trainers.
Aber: Das ist kein neues Phänomen im Fußball und auch nicht ausschließlich ein Eintracht-Thema. Entscheidend ist, wie der Verein damit umgeht. Kommunikation ist Führung – und genau da muss Klarheit rein.
Ich würde trotzdem aufpassen, das nicht komplett auf eine Ebene mit der Schaaf-Zeit zu stellen. Damals war das Gesamtbild deutlich chaotischer. Heute wirkt es eher wie ein Verein, der sportlich und strukturell gerade nicht sauber ausbalanciert ist – und genau das spiegelt sich dann auch in der Außendarstellung wider.
Unterm Strich bin ich bei dir:
Ohne klare Kommunikation und ohne einheitliche Linie nach außen wird es schwer, dauerhaft Ruhe und Stabilität reinzubekommen.
Und genau das war früher eine der größten Stärken – da sollte man wieder hinkommen.
Auch ich finde es einen guten Beitrag.
Rein sportlich wird wohl die entscheidende Frage sein: Weiter mit dem stärkeren Fokus auf Ballbesitzfussball oder wird wieder mehr Konteransatz? Wenn man auf die letzten Jahre blickt, hat Ballbesitzfussball den Vorteil, dass man mehr Punkte gegen schwächere Gegner holt, während der Konteransatz stärkere Gegner eher bluten lässt und auch das Stadion mehr anzündet.
Wo wir auf jeden Fall wieder hinkommen müssen, ist dass in der Mannschaft eine bessere Leistungskultur entsteht. Ich glaube nicht, dass die Spieler faul, wenig ehrgeizig oder unprofessionell sind, aber die Stimmung hat sich schon mehr in Richtung Eigeninteresse verschoben. Glasner hat glaube ich zum Start gesagt, dass es zu seiner Zeit diesbezüglich die beste Mannschaft war, die er je trainiert hat. Ich finde übrigens, dass Hütter keine kreative Lösung war: Er war schon damals vor uns bei jeder seiner Stationen erfolgreich.
Ich sehe es sportlich übrigens nicht so dramatisch, wie viele hier. Es wird jedoch im Sommer einen großen Umbruch geben und man sollte sich der Spielidee sehr bewusst sein, um einen konsistenten Kader zu erstellen.
Sehe ich in vielen Punkten ähnlich, gerade was die Grundsatzfrage angeht: Spielidee zuerst, Kader danach – und nicht andersrum.
Ich glaube auch, dass die Diskussion „Ballbesitz vs. Konter“ oft zu einfach geführt wird. Es geht weniger um das entweder oder, sondern darum, ob du innerhalb deiner Spielidee flexibel genug bist. Die erfolgreichen Phasen bei Eintracht Frankfurt hatten ja genau diese Mischung: Umschaltstärke gegen starke Gegner, aber trotzdem genügend Struktur, um schwächere Teams zu bespielen. Genau diese Balance fehlt aktuell komplett.
Beim Thema Leistungskultur triffst du für mich einen ganz wichtigen Punkt. Ich würde auch nicht sagen, dass die Spieler faul oder unprofessionell sind. Aber es wirkt schon so, als ob dieses klare „Wir als Einheit“ etwas verloren gegangen ist. Unter Trainern wie Oliver Glasner oder auch phasenweise unter Adi Hütter hattest du eine Mannschaft, bei der jeder wusste, wofür er auf dem Platz steht – und das hat man auch gesehen.
Und genau da liegt für mich die eigentliche Baustelle:
Du brauchst wieder eine klare Identität – sportlich und mannschaftlich.
Deshalb bin ich auch bei dir, was den Sommer angeht. Ich sehe die Situation auch nicht komplett dramatisch, aber sie ist richtungsentscheidend. Der Umbruch wird kommen, und diesmal muss er sauber gesteuert werden.
Heißt konkret:
klare Spielidee definieren
darauf basierend den Kader zusammenstellen
und dann konsequent durchziehen
Wenn das nicht passiert, wird man auch mit dem nächsten Trainer wieder in ähnliche Diskussionen kommen.
Ich könnte es, um ehrlich zu sein, immer noch nicht einordnen, ob das sportlich gescheitert ist. Ich könnte aber auch bis heute immer noch nicht eine richtig tolle Einordnung der damaligen Schaaf-Saison geben. Das Scheitern in beiden Fällen liegt aber halt auf der zwischenmenschlichen Ebene. Und da ist jetzt wohl auch diesmal zwischen Coach, Spielern, den Eintracht-Offiziellen und den Medien das Tischtuch zerschnitten.
Hier bin ich 100% bei dir. [verkürztes Zitat]
Das ist das, was ich in Post 1999 zu sagen versuchte.
Ich möchte hier noch um einen Punkt ergänzen: Kommunikationsstil!
Das ist das, was ich schon in der Zeit vor 2016 bemängelt hatte. Damals kam keine Ruhe in den Laden rein, weil auch alle Nase lang jemand vor der Presse irgendeinen Krempel polterte und die Presse sich genüsslich die Hände rieb: "Wir brauchen nen kleinen Kloppo"; Spieler, die zur Presse rannten, um sich auszuweinen; "Veh fühlt sich wohl, deshalb geht es nach Europa" etc. Mit 2016 hatte das abrupt geendet. Man hatte einfach nur im Hintergrund Dinge getan... und die Presse erfuhr irgendwann davon, wenn alles erkenntlich war. Deshalb war Bobic ja auch so sauer, als die Bayern damals den Kovac-Wechsel geleaket hatten und das durch die ganze Presse rauschte: Die Kommunikation wurde um ihn herum gesteuert.
Heutzutage redet die Eintracht zwar was von "Außendarstellung"... und belässt es wohl lediglich beim "Forum an die Kette legen": Die Presseabteilung setzt bescheuerte Tweets an Kruse / Harnik ab und Eintracht-Offizielle poltern was von "Wohlfühloase", "Eintracht Frankfurt Fußball" etc. Jetzt liest man wieder in der Presse über "eventuell letztes Spiel für Riera gegen Dortmund, je nach Ausgang"... und der Trainer selber wurde nicht informiert. Das ist doch wieder derselbe Mist wie vor 2016!
Den Vergleich kann ich nachvollziehen, gerade was die zwischenmenschliche Ebene und die Außendarstellung angeht. Und ich finde auch, dass du mit dem Thema Kommunikation einen zentralen Punkt triffst.
Was man aber sauber trennen muss:
Die sportliche Entwicklung unter Albert Riera ist das eine – die Wirkung nach außen und das interne Zusammenspiel das andere. Beides hängt zusammen, aber es ist nicht dasselbe.
Gerade die Phase ab 2016 bei Eintracht Frankfurt war deshalb so erfolgreich, weil es eine klare Linie gab – sportlich wie kommunikativ. Dinge wurden intern geklärt, nach außen gab es Geschlossenheit. Das hat Ruhe reingebracht und gleichzeitig Vertrauen geschaffen.
Aktuell wirkt das wieder anders.
Wenn solche Themen wie „möglicherweise letztes Spiel“ über die Medien laufen und der Trainer davon selbst überrascht wird, dann ist das kein gutes Zeichen. Das schafft Unruhe – intern wie extern – und schwächt automatisch die Position des Trainers.
Aber: Das ist kein neues Phänomen im Fußball und auch nicht ausschließlich ein Eintracht-Thema. Entscheidend ist, wie der Verein damit umgeht. Kommunikation ist Führung – und genau da muss Klarheit rein.
Ich würde trotzdem aufpassen, das nicht komplett auf eine Ebene mit der Schaaf-Zeit zu stellen. Damals war das Gesamtbild deutlich chaotischer. Heute wirkt es eher wie ein Verein, der sportlich und strukturell gerade nicht sauber ausbalanciert ist – und genau das spiegelt sich dann auch in der Außendarstellung wider.
Unterm Strich bin ich bei dir:
Ohne klare Kommunikation und ohne einheitliche Linie nach außen wird es schwer, dauerhaft Ruhe und Stabilität reinzubekommen.
Und genau das war früher eine der größten Stärken – da sollte man wieder hinkommen.
Zumal man da sagen muß das wir Ergebnistechnisch noch Glück hatten... bis auf das Freiburg-Heimspiel gab es kein auch nur annähernd überzeugendes Spiel.
Pauli, Heidenheim, Wolfsburg hätten auch anders ausgehen können, da hatten wir viel Spielglück.
Selbst gegen Gladbach waren wir in der 1.Hälfte richtig schwach und hätten zurückliegen können/müssen.
Dann sähe das Gesamtbild noch desolater aus...
Für mich ist das schlichtweg auch der Hauptgrund warum ich Riera nicht mehr haben möchte, mit seiner speziellen Aussendarstellung könnte ich fast noch leben wenn er die Mannschaft wenigstens sportlich merklich nach vorne gebracht hätte.
Aber am Ende ist es Riera sportlich nicht gelungen den gewünschten Erfolg zu erreichen.
Und damit ist keine zweimonatige Siegesserie gemeint, oder keine einzige Niederlage - jeder wusste und hat gesehen dass es arg rumpelt bei uns und einige Baustellen vorhanden waren. Aber so wenig zu erreichen, mit diesen Gegnern, ohne CL-Belastung und deutlich mehr Spielern zur Verfügung als sein Vorgänger, dass ist deutlich zu wenig.
Ich war und bin überrascht wenn Leute schreiben er sein unbestritten ein guter Trainer, gut möglich - würde ich aber nicht aus den 11-12 Wochen bei uns sagen. Oder er hat Ahnung vom Fußball - haben die Typen von der Spielverlagerungs-Seite garantiert auch, trotzdem würden sie als Trainer vermutlich wie die allermeisten scheitern. Weil Ahnung und Wissen zu haben eben nicht identisch sind mit es zu vermitteln und ein Team als Trainer zum Erfolg zu führen.
Zumal man da sagen muß das wir Ergebnistechnisch noch Glück hatten... bis auf das Freiburg-Heimspiel gab es kein auch nur annähernd überzeugendes Spiel.
Pauli, Heidenheim, Wolfsburg hätten auch anders ausgehen können, da hatten wir viel Spielglück.
Selbst gegen Gladbach waren wir in der 1.Hälfte richtig schwach und hätten zurückliegen können/müssen.
Dann sähe das Gesamtbild noch desolater aus...
Für mich ist das schlichtweg auch der Hauptgrund warum ich Riera nicht mehr haben möchte, mit seiner speziellen Aussendarstellung könnte ich fast noch leben wenn er die Mannschaft wenigstens sportlich merklich nach vorne gebracht hätte.
Aber am Ende ist es Riera sportlich nicht gelungen den gewünschten Erfolg zu erreichen.
Und damit ist keine zweimonatige Siegesserie gemeint, oder keine einzige Niederlage - jeder wusste und hat gesehen dass es arg rumpelt bei uns und einige Baustellen vorhanden waren. Aber so wenig zu erreichen, mit diesen Gegnern, ohne CL-Belastung und deutlich mehr Spielern zur Verfügung als sein Vorgänger, dass ist deutlich zu wenig.
Ich war und bin überrascht wenn Leute schreiben er sein unbestritten ein guter Trainer, gut möglich - würde ich aber nicht aus den 11-12 Wochen bei uns sagen. Oder er hat Ahnung vom Fußball - haben die Typen von der Spielverlagerungs-Seite garantiert auch, trotzdem würden sie als Trainer vermutlich wie die allermeisten scheitern. Weil Ahnung und Wissen zu haben eben nicht identisch sind mit es zu vermitteln und ein Team als Trainer zum Erfolg zu führen.
Nochmals solch einen Zirkus in dem medialen Umfang, bei dem über nichts mehr anderes als den Trainer diskutiert wird, können wir uns nicht mehr leisten.
Das ist alles leichter gesagt als getan, ist aber aus meiner Sicht unabdingbar, wenn wir wieder eine Chance haben wollen, mit weitaus besserem Fußball und Ruhe im Verein in die Erfolgsspur zu kommen.
Momentan fühlt man sich an die Ohms Zeiten erinnert und das braucht nun wirklich niemand mehr....
Ausgewogenheit, wir brauchen Ausgewogenheit! Doch bei genauer Betrachtung haben wir die sogar im Kader, aber nicht auf dem Feld. Teilweise verletzungsbedingt, teilweise aber auch aufstellungsbedingt. Deswegen muss man hier analysieren und Teambuilding betreiben.