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Die Euphorie ist zurück-NBT

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Lattenknaller__ schrieb:

Haliaeetus schrieb:

Weiß man schon was zur Verletzung?

angeblich 2-3 wochen raus, siehe https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/141640/goto/5840038

Danke, das klingt dann ja schon mal anders. So kann man das einordnen. Also nicht gleich KZH bis DZE. Das sollte ja irgendwann wieder aufholbar sein ... in meinen Augen sogar lange vor der Sommerpause.
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Haliaeetus schrieb:

Also nicht gleich KZH bis DZE.

Das gehört aber in den Bundeswehr-Strang!

Spaß beiseite, von mir auch gute Besserung für Kaua!  
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philadlerist schrieb:

Wie fandet Ihr denn den Seitenwechsel von Collins und Brown?

Das ist halt wie immer mit Experimenten: gewinnst Du, war es gut, verlierst Du, war es nicht gut. Ich fand, dass die Beiden zu Beginn etwas verloren wirkten und sich erstmal orientieren mussten. Brown gelang das dann noch in der ersten, Collins in der zweiten Hälfte immer besser. Wenn ich Riera richtig verstanden habe, ist das aber kein grundsätzliches Modell, sondern gegnerabhängig. Deshalb bin ich schon irgendwie gespannt, was er sich für die Partie am Millerntor einfallen lässt.
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Ich saß in HZ 1 in Block 25,also GGT Richtung Gästeblock und hatte freie Sicht auf Collins. Das war leider wirklich hanebüchen, was jener da veranstaltete und wie er sich ein ums andere Mal überspielen ließ.
Naja, wurde dann ja besser und der frühe Torwartwechsel hat sicherlich auch einen Teil dazu beigetragen.
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Der positive Trend seit Riera fand gestern seine Fortsetzung. Ich muss sagen ich war schon vor dem Spiel relativ zuversichtlich gestimmt; die Personalsituation ist zwar immernoch kritisch, aber hat sich vorab zumindest leicht entspannt mit startelfbereiten Burkard und Kalimuendo sowie Rückkehrer Koch, dazu gestiegenes Selbstvertrauen nach dem leichten Aufwärtstrend und eine nicht durch Doppelbelastung erschwerte Woche im Vorfeld des Spiels. Außerdem liegt uns Freiburg die letzten Jahre.  
Und die Hoffnung hat sich bestätigt, ich finde der Auftritt war insgesamt nicht perfekt, aber doch ziemlich gut. Freiburg ist keine Laufkundschaft und dass du nicht jede Chance verhindern kannst und nicht selbst im Minutentakt zu Möglichkeiten kommst ist normal. Trotzdem konnte die SGE in beiden Halbzeiten 2-3 gute Gelegenheiten kreieren. Im ersten Durchgang scheiterten Burkard und Kalimuendo noch an Atubolus Paraden, im zweiten zielten wir mit dem starken Joker Chaibi und später Bahoyas Kunstschuss besser, dazu noch die Konterchance von Kalimuendo. Defensiv zeigte man sich erneut gefestigter, Glück hatten wir zwar bei dem Pfostentreffer, ansonsten hat man das meiste aber gut verteidigt gekriegt; Zetterer mit der starken Parade nach der Pause und auch ansosnten mit einem sicheren Eindruck nach seinem Kaltstart. Insgesamt gesehen ging der Erfolg aber in Ordnung, was sich auch in den Statistiken spiegelt; mehr Torschüsse, mehr Ballbesitz und wie schon gegen Gladbach bessere Zweikampfwerte als der Gegner (da war  man vor Riera wochenlang quasi durchgehend schlechter). Hervorzuheben sind neben Zetterer besonders Amenda, bei dem man langsam wieder Fantasie kriegt, dass das zwischen ihm und der SGE doch noch ein "Match" werden kann, Chaibi, der das nächste Jokertor beisteuert (davon gabs schon letzte Woche 2) und zudem noch das zweite vorlegte und Bahoya, bei dem noch nicht alles perfekt ist, der aber diese hängende Körpersprache allmählich wieder ablegt und dem die Bude sicher guttun kann.

Nach 4 Spielen unter Riera kann man festhalten, dass es durchaus sowas wie einen "Trainereffekt" gegeben hat und er die Truppe wieder aufgerichtet hat. Für ne langfristige Einschätzung ist es sicher noch zu früh, aber fürs Erste geht es endlich wieder in die richtige Richtung -  der freie Fall wurde gestoppt und der Spielplan gibt nun theoretisch schon her, dass man in einen positiven Flow kommen kann, wenn man nun dranbleibt. Hoffen wir, dass man weiter daran arbeitet und den Kurs so fortführen kann.
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Flummi schrieb:

Sonderlob für Zetti! Sieht aus, als hätten wir nie ein Torwart Problem  gehabt. Beide Spieler sind stark, wenn die gesamte Situation stimmt.


Was mannschaftliche Geschlossenheit  so alles bewirken kann. Aber Zetti hat das auch wirklich stark gemacht gestern. Auch die Sicherheit, die er bei Flanken und Eckbällen ausgestrahlt hat, war top.

The big Five waren gestern für mich: Zetti, Amenda, Chaibi, Bahoya und Kali. Das soll aber die Leistung der anderen nicht schmälern, denn es gab gestern praktisch keine wirklichen Schwachstellen. Lediglich Götze und Larsson hatten ein paar Probleme mit dem Timing und der Genauigkeit ihrer Aktionen.
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Ich fand alle gut. Mario hat die Gegner laufen lassen, bis sie müde waren, wovon Fares profitierte.
Das einzige, wo ich an die Decke gegangen bin, war der Fehler von Oskar in der ersten Minute, wodurch die Verletzung von Kaua erst entstanden ist… wenn’s ganz dumm läuft, fällt da ein Tor oder der TW macht ne Notbremse- rot! Glück im Unglück sozusagen.
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Ich fand alle gut. Mario hat die Gegner laufen lassen, bis sie müde waren, wovon Fares profitierte.
Das einzige, wo ich an die Decke gegangen bin, war der Fehler von Oskar in der ersten Minute, wodurch die Verletzung von Kaua erst entstanden ist… wenn’s ganz dumm läuft, fällt da ein Tor oder der TW macht ne Notbremse- rot! Glück im Unglück sozusagen.
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Flummi schrieb:

Mario hat die Gegner laufen lassen, bis sie müde waren


Ja, das schon, seine Aktionen am Ball waren aber zu Beginn mehrfach echt unsauber.
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Wie fandet Ihr denn den Seitenwechsel von Collins und Brown?
Man konnte schon sehen, dass es sich für beide ungewohnt angefühlt haben muss, den freien Platz jetzt auf der andern Seite von sich zu haben. Bei einigen Pässen an der Linie entlang hatte ich nicht den Eindruck, dass die beiden immer top orientiert waren. Wobei Brown das sicher besser bewältig bekommen hat als Collins.

Rieras Idee könnte gewesen sein, Brown eine bessere Position im Spiel nach vorne zu verschaffen, damit er mit seinem linken Fuß von der rechten Spielseite kommen kann, um selber öfter abzuschließen. Das ist von links kommend schwieriger als noch einen Haken zu schlagen und von links zu flanken. Heute ist er öfter auf eine 8ter Position vorgerückt und.hat davon auch Gebrauch gemacht.
Interessanterweise hat auch Collins nach schwächerer erster Hz einmal sehr beindruckend eine Lücke im 8ter Raum genutzt und den Ball zu Chaibi mit dem Außenrist zurückgeschnickt. Das war sehr gut im Kof und fein in den Füßen.

Durch die Verlagerung auf die rechte Seite mit Brown als „falschen Spielmacher“ wird auch mehr Platz auf links geschaffen. Platz für den schnellen Bahoya, der für seine Geschwindigkeit ein bissi mehr Spielwiese braucht. Raum, den er heute ein paar mal gut genutzt hat, vor allem bei seinem Zaubertörchen.

Also ist das jetzt das neue Modell für die nächsten Spiele? Oder war das nur mal so ein Beispiel für die taktische Flexibilität, mit der Riera schon in seiner ersten PK gedroht hatte?
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philadlerist schrieb:

Wie fandet Ihr denn den Seitenwechsel von Collins und Brown?
Man konnte schon sehen, dass es sich für beide ungewohnt angefühlt haben muss, den freien Platz jetzt auf der andern Seite von sich zu haben. Bei einigen Pässen an der Linie entlang hatte ich nicht den Eindruck, dass die beiden immer top orientiert waren. Wobei Brown das sicher besser bewältig bekommen hat als Collins.

Rieras Idee könnte gewesen sein, Brown eine bessere Position im Spiel nach vorne zu verschaffen, damit er mit seinem linken Fuß von der rechten Spielseite kommen kann, um selber öfter abzuschließen. Das ist von links kommend schwieriger als noch einen Haken zu schlagen und von links zu flanken. Heute ist er öfter auf eine 8ter Position vorgerückt und.hat davon auch Gebrauch gemacht.
Interessanterweise hat auch Collins nach schwächerer erster Hz einmal sehr beindruckend eine Lücke im 8ter Raum genutzt und den Ball zu Chaibi mit dem Außenrist zurückgeschnickt. Das war sehr gut im Kof und fein in den Füßen.

Durch die Verlagerung auf die rechte Seite mit Brown als „falschen Spielmacher“ wird auch mehr Platz auf links geschaffen. Platz für den schnellen Bahoya, der für seine Geschwindigkeit ein bissi mehr Spielwiese braucht. Raum, den er heute ein paar mal gut genutzt hat, vor allem bei seinem Zaubertörchen.

Also ist das jetzt das neue Modell für die nächsten Spiele? Oder war das nur mal so ein Beispiel für die taktische Flexibilität, mit der Riera schon in seiner ersten PK gedroht hatte?


Riera hat aber auch gesagt das er klare Rollenverteilung möchte und jeder Spieler quasi im Schlaf weiß was er auf dem Platz zu tun hat. Die aktuelle, etwas wirre, Marschroute mit vielen Positionswechseln widerspricht dem eigentlich... ehrlich gesagt bin ich überhaupt kein Freund von sowas. Die Spieler bekommen mehr Sicherheit wenn sie auf ihrer angestammten Position bleiben.

Riera hat meine These gestern aber widerlegt, das gebe ich zu. Ich werde aus ihm noch nicht schlau. Was mir ebenfalls nicht gefällt ist das herauskombinieren aus der Abwehr, ich dachte schon Dino wäre da ein Fanatiker aber Riera treibt das noch auf die Spitze. Es sieht hübsch aus wenn es klappt. Aber es gab auch schon einige haarige Szenen, gestern und auch in München, da hab ich die Luft angehalten.
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Ich fand alle gut. Mario hat die Gegner laufen lassen, bis sie müde waren, wovon Fares profitierte.
Das einzige, wo ich an die Decke gegangen bin, war der Fehler von Oskar in der ersten Minute, wodurch die Verletzung von Kaua erst entstanden ist… wenn’s ganz dumm läuft, fällt da ein Tor oder der TW macht ne Notbremse- rot! Glück im Unglück sozusagen.
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Flummi schrieb:

Das einzige, wo ich an die Decke gegangen bin, war der Fehler von Oskar in der ersten Minute, wodurch die Verletzung von Kaua erst entstanden ist… wenn’s ganz dumm läuft, fällt da ein Tor oder der TW macht ne Notbremse- rot! Glück im Unglück sozusagen.

der fehler war von larsson, der den kopfballpass zu oskar zu kurz spielt.

generell war die aktion (dass wir nach ballverlust hinten so offen standen), der neuen "anstoß-taktik" geschuldet, bei der die abwehrspieler beim anstoß nach vorne sprinten und der ball hoch und lang in deren richtung geschlagen wird.
bin ich nur so mäßig fan von...
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philadlerist schrieb:

Wie fandet Ihr denn den Seitenwechsel von Collins und Brown?
Man konnte schon sehen, dass es sich für beide ungewohnt angefühlt haben muss, den freien Platz jetzt auf der andern Seite von sich zu haben. Bei einigen Pässen an der Linie entlang hatte ich nicht den Eindruck, dass die beiden immer top orientiert waren. Wobei Brown das sicher besser bewältig bekommen hat als Collins.

Rieras Idee könnte gewesen sein, Brown eine bessere Position im Spiel nach vorne zu verschaffen, damit er mit seinem linken Fuß von der rechten Spielseite kommen kann, um selber öfter abzuschließen. Das ist von links kommend schwieriger als noch einen Haken zu schlagen und von links zu flanken. Heute ist er öfter auf eine 8ter Position vorgerückt und.hat davon auch Gebrauch gemacht.
Interessanterweise hat auch Collins nach schwächerer erster Hz einmal sehr beindruckend eine Lücke im 8ter Raum genutzt und den Ball zu Chaibi mit dem Außenrist zurückgeschnickt. Das war sehr gut im Kof und fein in den Füßen.

Durch die Verlagerung auf die rechte Seite mit Brown als „falschen Spielmacher“ wird auch mehr Platz auf links geschaffen. Platz für den schnellen Bahoya, der für seine Geschwindigkeit ein bissi mehr Spielwiese braucht. Raum, den er heute ein paar mal gut genutzt hat, vor allem bei seinem Zaubertörchen.

Also ist das jetzt das neue Modell für die nächsten Spiele? Oder war das nur mal so ein Beispiel für die taktische Flexibilität, mit der Riera schon in seiner ersten PK gedroht hatte?


Riera hat aber auch gesagt das er klare Rollenverteilung möchte und jeder Spieler quasi im Schlaf weiß was er auf dem Platz zu tun hat. Die aktuelle, etwas wirre, Marschroute mit vielen Positionswechseln widerspricht dem eigentlich... ehrlich gesagt bin ich überhaupt kein Freund von sowas. Die Spieler bekommen mehr Sicherheit wenn sie auf ihrer angestammten Position bleiben.

Riera hat meine These gestern aber widerlegt, das gebe ich zu. Ich werde aus ihm noch nicht schlau. Was mir ebenfalls nicht gefällt ist das herauskombinieren aus der Abwehr, ich dachte schon Dino wäre da ein Fanatiker aber Riera treibt das noch auf die Spitze. Es sieht hübsch aus wenn es klappt. Aber es gab auch schon einige haarige Szenen, gestern und auch in München, da hab ich die Luft angehalten.
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Diegito schrieb:

Was mir ebenfalls nicht gefällt ist das herauskombinieren aus der Abwehr, ich dachte schon Dino wäre da ein Fanatiker aber Riera treibt das noch auf die Spitze. Es sieht hübsch aus wenn es klappt. Aber es gab auch schon einige haarige Szenen, gestern und auch in München, da hab ich die Luft angehalten.

Witzig - ich habe das Gefühl, dass wir viel häufiger zum Befreiungsschlag greifen als unter Toppmöller.
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Flummi schrieb:

Das einzige, wo ich an die Decke gegangen bin, war der Fehler von Oskar in der ersten Minute, wodurch die Verletzung von Kaua erst entstanden ist… wenn’s ganz dumm läuft, fällt da ein Tor oder der TW macht ne Notbremse- rot! Glück im Unglück sozusagen.

der fehler war von larsson, der den kopfballpass zu oskar zu kurz spielt.

generell war die aktion (dass wir nach ballverlust hinten so offen standen), der neuen "anstoß-taktik" geschuldet, bei der die abwehrspieler beim anstoß nach vorne sprinten und der ball hoch und lang in deren richtung geschlagen wird.
bin ich nur so mäßig fan von...
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Danke- Mea culpa! Also Larsson… Es hätte noch teurer werden können, darauf wollte ich hinaus.
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Gude

Ich habe jetzt nicht den richtigen Thread dazu gefunden, deshalb schreibe ich es mal hier rein:

Weiß jemand, wann der Oster-Spieltag terminiert wird?
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In Teilen war das heute Traumfußball. Kali rechts, Bahoya links, vorne Burkhard und Chaibi sowie Doan von der Bank mit richtig Schwung.

Verdienter Sieg, macht Spaß
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Schönesge schrieb:

In Teilen war das heute Traumfußball. Kali rechts, Bahoya links, vorne Burkhard und Chaibi sowie Doan von der Bank mit richtig Schwung.

Verdienter Sieg, macht Spaß



Der Gamechanger gegen Freiburg war definitiv Chaibi ( ein Tor  und super Vorlage auf Bahoya zum 2:0 👍🏼).  Der Junge hat ja Talent und es durchaus drauf. Leider hatte es  Chaibi in der Vergangenheit nicht immer gezeigt...
Ich hoffe er macht da jetzt weiter wo er gegen Freiburg mit aufgehört hat...
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Diegito schrieb:

Was mir ebenfalls nicht gefällt ist das herauskombinieren aus der Abwehr, ich dachte schon Dino wäre da ein Fanatiker aber Riera treibt das noch auf die Spitze. Es sieht hübsch aus wenn es klappt. Aber es gab auch schon einige haarige Szenen, gestern und auch in München, da hab ich die Luft angehalten.

Witzig - ich habe das Gefühl, dass wir viel häufiger zum Befreiungsschlag greifen als unter Toppmöller.
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Luzbert schrieb:

Diegito schrieb:

Was mir ebenfalls nicht gefällt ist das herauskombinieren aus der Abwehr, ich dachte schon Dino wäre da ein Fanatiker aber Riera treibt das noch auf die Spitze. Es sieht hübsch aus wenn es klappt. Aber es gab auch schon einige haarige Szenen, gestern und auch in München, da hab ich die Luft angehalten.

Witzig - ich habe das Gefühl, dass wir viel häufiger zum Befreiungsschlag greifen als unter Toppmöller.

Ich würde sagen, beides stimmt. Wenn sie kombinieren, dann klein, klein und auch ganz gut, aber sie versuchen es nicht auf Teufel komm raus immer und in jeder Situation ...

Was aber m. E. sehr auffällig ist, ist dass der Rückpass zu m Keeper definitiv nicht erste Wahl ist, wie es unter Toppi sehr oft war

Erst Option ist eigentlich IMMER der vertikale pass oder maximal der Querpass..  Raumgewinn um jeden Preis
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Ich saß in HZ 1 in Block 25,also GGT Richtung Gästeblock und hatte freie Sicht auf Collins. Das war leider wirklich hanebüchen, was jener da veranstaltete und wie er sich ein ums andere Mal überspielen ließ.
Naja, wurde dann ja besser und der frühe Torwartwechsel hat sicherlich auch einen Teil dazu beigetragen.
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Knueller schrieb:

Naja, wurde dann ja besser und der frühe Torwartwechsel hat sicherlich auch einen Teil dazu beigetragen.

Ich sehe da keinen causalen Zusammenhang. War jetzt nach 10+ Sek. Santos Schuld, daß er für die Abwehr in höchster Not klären mußte und dabei eine Trainervorgabe diesbezüglich erfüllte? Haben die wegen ihm vorher gepennt? Hätte sich Collins mit Santos im Tor nicht einfinden können, nach der Desorientierung wegen der spiegelbildlichen Aufstellung? Woher weiß man so etwas? Hat Collins nicht eher Collings-Dinge gemacht, wie planloses, gefährlich Paßspiel ohne Not und dann mal den Schuh richtig angezogen, um auf Chaibi zu passen?

Herr Zetterer hat auch keine perfekte Paßquote im Aufbauspiel hinbekommen sondern direkt in Aus gekickt oder unabholbar auf die gegnerische Kette.
Man kann sich auch alles nach der eigenen Meinung zu paß legen. Passiert mir bestimmt auch mal. Gern zugegeben.
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So will ich nicht viel über das Spiel sagen. Die grundsätzlichen Trends haben sich fortgesetzt. Wir stehen wieder deutlich kompakter, das Passspiel ist verbessert, das Positionsspiel dynamischer, individuell haben die Spieler wieder mehr Selbstbewusstsein und wir können ein Spiel wieder kontrolliert über die Bühne bekommen.

Im Grunde hatten wir das Spiel über die komplette Spieldauer im Griff. Das gilt besonders für die zweite Hälfte, aber auch schon die erste Halbzeit war mit drei guten Chancen nicht so schlecht, bei denen Burkardt zweimal etwas Pech hatte. Freiburg hatte aus dem Spiel eigentlich nur die Kopfballchance von Igor, den einen Konter nach einer unserer Ecken und die Situation kurz vor Schluss, als der Ball dreimal abgefälscht vor die Füße des Freiburgers flippert.

Individuell Zetterer nach Einwechslung mit einer guten Leistung. Amenda weiter auf dem Vormarsch und defensiv unser bester Spieler. Koch wieder mit wichtigen Blocks. Brown am Ende auch auf rechts mit vielen gewonnenen Duellen. Collins in der zweiten Halbzeit stabilisiert und mit einer Vorlage belohnt. Larsson, Götze und Højlund im Zentrum wieder viel geackert. Bahoya endlich wieder mit Spielfreude und Mut. Kalimuendo auch ohne Scorer der größte Aktivposten in unserem Spiel. Burkardt arbeitet sich weiter rein. Chaïbi ebenfalls im Aufwind und nach langer Zeit auch abseits der Scorer mal wieder mit Einfluss auf das Spiel. Lediglich bei Doan hakt es weiterhin noch.

philadlerist schrieb:
Wie fandet Ihr denn den Seitenwechsel von Collins und Brown? Also ist das jetzt das neue Modell für die nächsten Spiele? Oder war das nur mal so ein Beispiel für die taktische Flexibilität, mit der Riera schon in seiner ersten PK gedroht hatte?


Ist für mich ehrlich gesagt nur bedingt aufgegangen. Hat mich auch eher an eine komplizierte taktische Spielerei erinnert, die man sonst von Toppmöller oder Nagelsmann (siehe Collins als verkappter Rechtsaußen in der Nationalelf) erwartet. Die eine Idee dahinter konnte ich schon verstehen. So konnte man dem eingerückten Brown natürlich einen direkteren Weg zum Torabschluss bereiten. Das hat in beiden Halbzeiten auch jeweils einmal funktioniert.

Die zweite Idee dahinter hat Riera ja dann in der Pressekonferenz nach dem Spiel erklärt. Da Jonny sich auch immer wieder in den Zehnerraum fallen ließ und dort zusammen mit Götze und Højlund gegen die beiden Freiburger Sechser für Überzahl sorgen sollte, hatten Brown und Collins auf der "verkehrten" Seite dann jeweils im Aufbau den starken Fuß frei, um den direkten Ball in die Mitte zu spielen. Da hat Riera aber auch klar gesagt, dass er das nach der Gegneranalyse explizit für dieses Spiel als taktisches Mittel gewählt hat. Er will sich ja auch immer flexibel auf den Gegner einstellen, sodass das jetzt nicht für jedes Spiel das Mittel der Wahl sein wird.

Die Nachteile haben für mich dennoch überwogen. Wobei ich auch klar sage, dass ich auf der Außenbahn Spieler mit einem starken äußeren Fuß bevorzuge – selbst auf den offensiven Flügeln bin ich kein Fan des inversen Spiels. Bei Kostić wäre ja trotz seiner Schusstechnik auch keiner auf die Idee gekommen, ihn auf rechts zu stellen. Da haben wir fairerweise aber auch noch viel mehr mit Umschaltspiel und Flanken operiert und weniger auf Ballbesitz gesetzt.

Bei uns ist es halt so, dass Knauff oder Collins schon mit dem starken Fuß technisch limitiert sind und auf der falschen Seite dann schlecht ihre Geschwindigkeit und Geradlinigkeit ausspielen können. Brown, Amaimouni-Echghouyab, Doan und Bahoya sind hingegen technisch gut genug, um das zu kompensieren. Aber auch da hat Bahoya ja in der ersten Hälfte die eine Flanke, als er auf links frei durch war, mit dem schwachen linken Fuß völlig verrissen. Ich finde auch nicht, dass Brown auf links weichen muss, um Bahoya den nötigen Platz zu verschaffen. In der Vergangenheit haben beide auf der linken Seite schon sehr gut harmoniert, so auch zuletzt beim Heimspiel in Gladbach.

Collins, der sich gerade erst wieder nach seinem Tief gefangen hat, nach zwei soliden Spielen von rechts auf links zu stellen, war deshalb in meinen Augen ein Fehler. Wenn er sich im Aufbau nicht mit einem Antritt aus dem Gegnerdruck befreien konnte, blieb ihm eigentlich nur der Quer- oder Rückpass. Mit links konnte er quasi nie die Linie lang spielen. So war es für die Gegner bisweilen zu einfach, durch gezielte Laufwege das Pressing aufzuziehen. Daraus resultierte die schwächere Phase von Collins kurz vor der Halbzeit, als er den Ball lieber mit rechts ins Aus gespielt hat, statt den linken Fuß zu verwenden. Auch wenn am Ende die Vorlage in der Statistik steht – die musste er ebenfalls notgedrungen mit dem rechten Außenrist spielen.

Diegito schrieb:
Riera hat aber auch gesagt das er klare Rollenverteilung möchte und jeder Spieler quasi im Schlaf weiß was er auf dem Platz zu tun hat. Die aktuelle, etwas wirre, Marschroute mit vielen Positionswechseln widerspricht dem eigentlich... ehrlich gesagt bin ich überhaupt kein Freund von sowas. Die Spieler bekommen mehr Sicherheit wenn sie auf ihrer angestammten Position bleiben.


Genau das finde ich bei Riera aber unheimlich spannend, gerade wenn wir auch über den Kontext des Seitenwechsels von Brown und Collins sprechen. Auf der einen Seite haben wir die klaren Prinzipien von Riera in der Spielweise, auf der anderen Seite soll die taktische Auslegung für den jeweiligen Gegner flexibel bleiben. Deshalb sollen die Spieler ja auch wie zuletzt gefordert mehrere Positionen beherrschen. Brown hat gegen Freiburg im Grunde dieselbe Rolle gespielt wie in den vorangegangenen Spielen – nur eben auf der anderen Seite.

Grundsätzlich bin ich bei dir und würde Spieler am liebsten immer auf ihrer angestammten Position spielen lassen. Offensichtlich schafft es Riera aber bisher, die Spieler so mitzunehmen und seine Konzepte zu vermitteln, dass die Spieler es bereits großteils verstehen und mitziehen. Das konnte man sowohl in den Spielen sehen als auch aus den Aussagen der Spieler selbst heraushören. Das sorgt insgesamt für Sicherheit. Besonders im Abwehrverhalten und im Passspiel finde ich das auffällig. Und genau diesen Eindruck hatte ich bei Dino am Ende eben nicht mehr.

Bestes Beispiel war die Analyse nach dem Spiel in Bremen, als Dino zwei Situationen aufzählte, in denen die Spieler eben explizit nicht das Pressing auslösen sollten und die dann in Gegentoren resultierten. Obwohl Riera die Spieler also taktisch ähnlich wie Dino fordert und ja dem Vernehmen nach auch deutlich längere Videoanalysen abhält, bekommt die Mannschaft das durchaus komplexe System mit vielen Positionswechseln umgesetzt. Dieses Positionsspiel ist aber auch ein elementarer Bestandteil seines Spiels im Besonderen und des spanischen Fußballs im Allgemeinen.

Henk schrieb:
Generell war die aktion (dass wir nach ballverlust hinten so offen standen), der neuen "anstoß-taktik" geschuldet, bei der die abwehrspieler beim anstoß nach vorne sprinten und der ball hoch und lang in deren richtung geschlagen wird. bin ich nur so mäßig fan von...


Das ist beispielsweise ein Punkt, der meiner Meinung nach auch noch nicht so gut läuft. Allgemein die Standards. Gegen Freiburg haben wir die Standards zwar defensiv gut verteidigt, offensiv war es aber wieder sehr dürftig. Die neue Taktik bei den Einwürfen, den Raum vor dem Einwerfer komplett freizulassen, um dann mit einem oder mehreren Spielern im Tempo einzulaufen, funktioniert auch noch nicht wirklich, verhindert aber immerhin den Ball nach hinten. Auch die kurzen Varianten bei den Ecken und dem einen Freistoß in aussichtsreicher Position waren grausig.

Bommer1974 schrieb:
Was aber m. E. sehr auffällig ist, ist dass der Rückpass zum Keeper definitiv nicht erste Wahl ist, wie es unter Toppi sehr oft war. Erst Option ist eigentlich IMMER der vertikale pass oder maximal der Querpass..  Raumgewinn um jeden Preis.


Das ist meiner Meinung nach auch der wichtigste Unterschied. Wir wollen auch unter Riera Ballbesitz und Dominanz, aber keine Ballsicherung um jeden Preis, vor allem nicht nahe der für uns gefährlichen Zone. Zum einen spielen wir in der Abwehrkette unter Druck viel weniger quer und zurück sowie quasi gar nicht mehr über den Torwart, zum anderen spielen wir, wenn wir bereits vorne in Ballbesitz sind, ebenfalls deutlich weniger wieder ins erste Drittel zurück.

Wie oft hatten diese Saison Bahoya oder Doan im letzten Drittel auf außen bereits den Ball und es wurde wieder bis zum Torwart zurückgespielt? Das war quasi jedes Mal eine Einladung für das Angriffspressing des Gegners. Zumal wir mit unseren vielen kleineren Spielern im Mittelfeld und Angriff auch kaum Kopfballduelle oder zweite Bälle nach langen Schlägen gewinnen. Bahoya erkennt man die letzten Spiele nach monatelangem Tief ja kaum wieder. Der hat endlich wieder Selbstvertrauen und geht ins Offensivdribbling.
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Danke, da gehe ich mit. Das Abdrehen statt ins 1:1 zu gehen und das Rückspiel vom gegnerischen Strafraum bis zu Zetti habe ich Sonntag aber auch paarmal gesehen. Und zwar nicht nur kurz vor Schluss zur Absicherung der Punkte, sondern über das gesamte Spiel verteilt. Manchmal erinnerte das an die offensive Langsamkeit und Ideenlosigkeit unter Dino. Trotz aller Maßnahmen und Rotation und Rückpassverbote. Das war der Hauptgrund, warum die erste Hälfte so zäh war. Zusammen natürlich mit dem Freiburger Desinteresse an Ball und Spiel. Aus meiner Stadionsicht war das ein wichtiger Sieg, aber kein gutes Spiel von uns.
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Ich saß in HZ 1 in Block 25,also GGT Richtung Gästeblock und hatte freie Sicht auf Collins. Das war leider wirklich hanebüchen, was jener da veranstaltete und wie er sich ein ums andere Mal überspielen ließ.
Naja, wurde dann ja besser und der frühe Torwartwechsel hat sicherlich auch einen Teil dazu beigetragen.
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Habe ich auch genauso wahrgenommen, er bleibt halt ein Unsicherheitsfaktor und ich hätte ihn in der HZ rausgenommen. Glücklicherweise bin ich nicht der Trainer.

Interessant finde ich auch, daß Baum offenbar auch unter AR keine Rolle spielt, das stimmt mit meiner Wahrnehmung überein, daß es offenbar für die 1. Liga nicht reicht. Schade, daß er nicht verliehen werden konnte.
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Habe ich auch genauso wahrgenommen, er bleibt halt ein Unsicherheitsfaktor und ich hätte ihn in der HZ rausgenommen. Glücklicherweise bin ich nicht der Trainer.

Interessant finde ich auch, daß Baum offenbar auch unter AR keine Rolle spielt, das stimmt mit meiner Wahrnehmung überein, daß es offenbar für die 1. Liga nicht reicht. Schade, daß er nicht verliehen werden konnte.
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bezieht sich auf Beitrag zu Collins
Brig95 schrieb:

Habe ich auch genauso wahrgenommen, er bleibt halt ein Unsicherheitsfaktor und ich hätte ihn in der HZ rausgenommen. Glücklicherweise bin ich nicht der Trainer.

Interessant finde ich auch, daß Baum offenbar auch unter AR keine Rolle spielt, das stimmt mit meiner Wahrnehmung überein, daß es offenbar für die 1. Liga nicht reicht. Schade, daß er nicht verliehen werden konnte.

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So will ich nicht viel über das Spiel sagen. Die grundsätzlichen Trends haben sich fortgesetzt. Wir stehen wieder deutlich kompakter, das Passspiel ist verbessert, das Positionsspiel dynamischer, individuell haben die Spieler wieder mehr Selbstbewusstsein und wir können ein Spiel wieder kontrolliert über die Bühne bekommen.

Im Grunde hatten wir das Spiel über die komplette Spieldauer im Griff. Das gilt besonders für die zweite Hälfte, aber auch schon die erste Halbzeit war mit drei guten Chancen nicht so schlecht, bei denen Burkardt zweimal etwas Pech hatte. Freiburg hatte aus dem Spiel eigentlich nur die Kopfballchance von Igor, den einen Konter nach einer unserer Ecken und die Situation kurz vor Schluss, als der Ball dreimal abgefälscht vor die Füße des Freiburgers flippert.

Individuell Zetterer nach Einwechslung mit einer guten Leistung. Amenda weiter auf dem Vormarsch und defensiv unser bester Spieler. Koch wieder mit wichtigen Blocks. Brown am Ende auch auf rechts mit vielen gewonnenen Duellen. Collins in der zweiten Halbzeit stabilisiert und mit einer Vorlage belohnt. Larsson, Götze und Højlund im Zentrum wieder viel geackert. Bahoya endlich wieder mit Spielfreude und Mut. Kalimuendo auch ohne Scorer der größte Aktivposten in unserem Spiel. Burkardt arbeitet sich weiter rein. Chaïbi ebenfalls im Aufwind und nach langer Zeit auch abseits der Scorer mal wieder mit Einfluss auf das Spiel. Lediglich bei Doan hakt es weiterhin noch.

philadlerist schrieb:
Wie fandet Ihr denn den Seitenwechsel von Collins und Brown? Also ist das jetzt das neue Modell für die nächsten Spiele? Oder war das nur mal so ein Beispiel für die taktische Flexibilität, mit der Riera schon in seiner ersten PK gedroht hatte?


Ist für mich ehrlich gesagt nur bedingt aufgegangen. Hat mich auch eher an eine komplizierte taktische Spielerei erinnert, die man sonst von Toppmöller oder Nagelsmann (siehe Collins als verkappter Rechtsaußen in der Nationalelf) erwartet. Die eine Idee dahinter konnte ich schon verstehen. So konnte man dem eingerückten Brown natürlich einen direkteren Weg zum Torabschluss bereiten. Das hat in beiden Halbzeiten auch jeweils einmal funktioniert.

Die zweite Idee dahinter hat Riera ja dann in der Pressekonferenz nach dem Spiel erklärt. Da Jonny sich auch immer wieder in den Zehnerraum fallen ließ und dort zusammen mit Götze und Højlund gegen die beiden Freiburger Sechser für Überzahl sorgen sollte, hatten Brown und Collins auf der "verkehrten" Seite dann jeweils im Aufbau den starken Fuß frei, um den direkten Ball in die Mitte zu spielen. Da hat Riera aber auch klar gesagt, dass er das nach der Gegneranalyse explizit für dieses Spiel als taktisches Mittel gewählt hat. Er will sich ja auch immer flexibel auf den Gegner einstellen, sodass das jetzt nicht für jedes Spiel das Mittel der Wahl sein wird.

Die Nachteile haben für mich dennoch überwogen. Wobei ich auch klar sage, dass ich auf der Außenbahn Spieler mit einem starken äußeren Fuß bevorzuge – selbst auf den offensiven Flügeln bin ich kein Fan des inversen Spiels. Bei Kostić wäre ja trotz seiner Schusstechnik auch keiner auf die Idee gekommen, ihn auf rechts zu stellen. Da haben wir fairerweise aber auch noch viel mehr mit Umschaltspiel und Flanken operiert und weniger auf Ballbesitz gesetzt.

Bei uns ist es halt so, dass Knauff oder Collins schon mit dem starken Fuß technisch limitiert sind und auf der falschen Seite dann schlecht ihre Geschwindigkeit und Geradlinigkeit ausspielen können. Brown, Amaimouni-Echghouyab, Doan und Bahoya sind hingegen technisch gut genug, um das zu kompensieren. Aber auch da hat Bahoya ja in der ersten Hälfte die eine Flanke, als er auf links frei durch war, mit dem schwachen linken Fuß völlig verrissen. Ich finde auch nicht, dass Brown auf links weichen muss, um Bahoya den nötigen Platz zu verschaffen. In der Vergangenheit haben beide auf der linken Seite schon sehr gut harmoniert, so auch zuletzt beim Heimspiel in Gladbach.

Collins, der sich gerade erst wieder nach seinem Tief gefangen hat, nach zwei soliden Spielen von rechts auf links zu stellen, war deshalb in meinen Augen ein Fehler. Wenn er sich im Aufbau nicht mit einem Antritt aus dem Gegnerdruck befreien konnte, blieb ihm eigentlich nur der Quer- oder Rückpass. Mit links konnte er quasi nie die Linie lang spielen. So war es für die Gegner bisweilen zu einfach, durch gezielte Laufwege das Pressing aufzuziehen. Daraus resultierte die schwächere Phase von Collins kurz vor der Halbzeit, als er den Ball lieber mit rechts ins Aus gespielt hat, statt den linken Fuß zu verwenden. Auch wenn am Ende die Vorlage in der Statistik steht – die musste er ebenfalls notgedrungen mit dem rechten Außenrist spielen.

Diegito schrieb:
Riera hat aber auch gesagt das er klare Rollenverteilung möchte und jeder Spieler quasi im Schlaf weiß was er auf dem Platz zu tun hat. Die aktuelle, etwas wirre, Marschroute mit vielen Positionswechseln widerspricht dem eigentlich... ehrlich gesagt bin ich überhaupt kein Freund von sowas. Die Spieler bekommen mehr Sicherheit wenn sie auf ihrer angestammten Position bleiben.


Genau das finde ich bei Riera aber unheimlich spannend, gerade wenn wir auch über den Kontext des Seitenwechsels von Brown und Collins sprechen. Auf der einen Seite haben wir die klaren Prinzipien von Riera in der Spielweise, auf der anderen Seite soll die taktische Auslegung für den jeweiligen Gegner flexibel bleiben. Deshalb sollen die Spieler ja auch wie zuletzt gefordert mehrere Positionen beherrschen. Brown hat gegen Freiburg im Grunde dieselbe Rolle gespielt wie in den vorangegangenen Spielen – nur eben auf der anderen Seite.

Grundsätzlich bin ich bei dir und würde Spieler am liebsten immer auf ihrer angestammten Position spielen lassen. Offensichtlich schafft es Riera aber bisher, die Spieler so mitzunehmen und seine Konzepte zu vermitteln, dass die Spieler es bereits großteils verstehen und mitziehen. Das konnte man sowohl in den Spielen sehen als auch aus den Aussagen der Spieler selbst heraushören. Das sorgt insgesamt für Sicherheit. Besonders im Abwehrverhalten und im Passspiel finde ich das auffällig. Und genau diesen Eindruck hatte ich bei Dino am Ende eben nicht mehr.

Bestes Beispiel war die Analyse nach dem Spiel in Bremen, als Dino zwei Situationen aufzählte, in denen die Spieler eben explizit nicht das Pressing auslösen sollten und die dann in Gegentoren resultierten. Obwohl Riera die Spieler also taktisch ähnlich wie Dino fordert und ja dem Vernehmen nach auch deutlich längere Videoanalysen abhält, bekommt die Mannschaft das durchaus komplexe System mit vielen Positionswechseln umgesetzt. Dieses Positionsspiel ist aber auch ein elementarer Bestandteil seines Spiels im Besonderen und des spanischen Fußballs im Allgemeinen.

Henk schrieb:
Generell war die aktion (dass wir nach ballverlust hinten so offen standen), der neuen "anstoß-taktik" geschuldet, bei der die abwehrspieler beim anstoß nach vorne sprinten und der ball hoch und lang in deren richtung geschlagen wird. bin ich nur so mäßig fan von...


Das ist beispielsweise ein Punkt, der meiner Meinung nach auch noch nicht so gut läuft. Allgemein die Standards. Gegen Freiburg haben wir die Standards zwar defensiv gut verteidigt, offensiv war es aber wieder sehr dürftig. Die neue Taktik bei den Einwürfen, den Raum vor dem Einwerfer komplett freizulassen, um dann mit einem oder mehreren Spielern im Tempo einzulaufen, funktioniert auch noch nicht wirklich, verhindert aber immerhin den Ball nach hinten. Auch die kurzen Varianten bei den Ecken und dem einen Freistoß in aussichtsreicher Position waren grausig.

Bommer1974 schrieb:
Was aber m. E. sehr auffällig ist, ist dass der Rückpass zum Keeper definitiv nicht erste Wahl ist, wie es unter Toppi sehr oft war. Erst Option ist eigentlich IMMER der vertikale pass oder maximal der Querpass..  Raumgewinn um jeden Preis.


Das ist meiner Meinung nach auch der wichtigste Unterschied. Wir wollen auch unter Riera Ballbesitz und Dominanz, aber keine Ballsicherung um jeden Preis, vor allem nicht nahe der für uns gefährlichen Zone. Zum einen spielen wir in der Abwehrkette unter Druck viel weniger quer und zurück sowie quasi gar nicht mehr über den Torwart, zum anderen spielen wir, wenn wir bereits vorne in Ballbesitz sind, ebenfalls deutlich weniger wieder ins erste Drittel zurück.

Wie oft hatten diese Saison Bahoya oder Doan im letzten Drittel auf außen bereits den Ball und es wurde wieder bis zum Torwart zurückgespielt? Das war quasi jedes Mal eine Einladung für das Angriffspressing des Gegners. Zumal wir mit unseren vielen kleineren Spielern im Mittelfeld und Angriff auch kaum Kopfballduelle oder zweite Bälle nach langen Schlägen gewinnen. Bahoya erkennt man die letzten Spiele nach monatelangem Tief ja kaum wieder. Der hat endlich wieder Selbstvertrauen und geht ins Offensivdribbling.
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DonGuillermo schrieb:

Das ist meiner Meinung nach auch der wichtigste Unterschied. Wir wollen auch unter Riera Ballbesitz und Dominanz, aber keine Ballsicherung um jeden Preis, vor allem nicht nahe der für uns gefährlichen Zone. Zum einen spielen wir in der Abwehrkette unter Druck viel weniger quer und zurück sowie quasi gar nicht mehr über den Torwart, zum anderen spielen wir, wenn wir bereits vorne in Ballbesitz sind, ebenfalls deutlich weniger wieder ins erste Drittel zurück.

Wie oft hatten diese Saison Bahoya oder Doan im letzten Drittel auf außen bereits den Ball und es wurde wieder bis zum Torwart zurückgespielt? Das war quasi jedes Mal eine Einladung für das Angriffspressing des Gegners. Zumal wir mit unseren vielen kleineren Spielern im Mittelfeld und Angriff auch kaum Kopfballduelle oder zweite Bälle nach langen Schlägen gewinnen. Bahoya erkennt man die letzten Spiele nach monatelangem Tief ja kaum wieder. Der hat endlich wieder Selbstvertrauen und geht ins Offensivdribbling.        


Für mich gabe es noch immer viel zu viele Abbrüche im Spielaufbau und zu wenig Konterspiel, obwohl wir mit Kali, Brown und Bahoya doch explizit solche Spieler haben. Aber vor allem Götze spielt fast jeden Ball nach hinten und dadurch konnten die Freiburger sich wieder formieren, was sie sehr gut gemacht haben (das war aber auch das einzige). Ich hoffe sehr auf die Rückkehr von Uzun,bis dahin würde ich Chaibi auf die 10 stellen.
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Danke, da gehe ich mit. Das Abdrehen statt ins 1:1 zu gehen und das Rückspiel vom gegnerischen Strafraum bis zu Zetti habe ich Sonntag aber auch paarmal gesehen. Und zwar nicht nur kurz vor Schluss zur Absicherung der Punkte, sondern über das gesamte Spiel verteilt. Manchmal erinnerte das an die offensive Langsamkeit und Ideenlosigkeit unter Dino. Trotz aller Maßnahmen und Rotation und Rückpassverbote. Das war der Hauptgrund, warum die erste Hälfte so zäh war. Zusammen natürlich mit dem Freiburger Desinteresse an Ball und Spiel. Aus meiner Stadionsicht war das ein wichtiger Sieg, aber kein gutes Spiel von uns.
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J_Boettcher schrieb:

Manchmal erinnerte das an die offensive Langsamkeit und Ideenlosigkeit unter Dino. Trotz aller Maßnahmen und Rotation und Rückpassverbote. Das war der Hauptgrund, warum die erste Hälfte so zäh war. Zusammen natürlich mit dem Freiburger Desinteresse an Ball und Spiel. Aus meiner Stadionsicht war das ein wichtiger Sieg, aber kein gutes Spiel von uns.

Hab ich in der ersten Hälfte ähnlich gesehen. Da haben zum Teil noch Passschärfe und Mut gefehlt. Erfolgreiche Versuche sich durchzuspielen waren aber trotzdem auch schon dabei.
Letztlich war Freiburgs kalkuliertes Desinteresse teilweise aber schon extrem aufreizend. Wie oft allein deren Ogbus im eigenen "Aufbau" auf dem Ball stehenblieb und sogar unbedrängt zu Atubolu zurückgespielt hat, um Rhythmus (der SGE) gar nicht erst aufkommen zu lassen und höheres Anlaufen zu provozieren. Klar, mit der Gewissheit des Ergebnisses lässt es sich leichter sagen, aber ich fand gut, dass die Eintracht darauf nicht eingegangen ist und geduldig blieb.
Gern kann die Tendenz so bleiben, dass nach der Pause der nächsthöhere Gang eingelegt wird und mit den Wechseln noch einer.
Gegner, Geduld und Spiel in der zweiten Hälfte zusammengenommen würde ich schon von einem guten Spiel sprechen. Es wirkte spätestens nach der Führung auch souverän, was ich als Unterschied zur Zeit vor Riera zum einen recht erstaunlich und zum anderen sehr beruhigend finde.
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Ich finde es gut, dass die Spieler im Zweifel unter Druck den Ball auch einfach mal auf die Tribüne kloppen dürfen. Ist zwar old-school, aber trotzdem tausend mal effektiver, als dem Gegner den Ball vor die Füße zu spielen oder den Ball durch den Torhüter nach sinnlos vorne bolzen zu lassen, wo der Ball dann eh innerhalb von 3 Sekunden zurück in die gefährliche Zone kommt.


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