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RB Leipzig

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Wenn sich Fußballfans zusammen tun würden und gemeinsam ihren Verzicht auf das wiederliche Gesöff kundtun, dann wäre dies wohl der größte Effekt den man erziehlen kann. Das bleibt aber wohl ein Wunschtraum.
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brockman schrieb:
http://www.zeit.de/2013/43/fussball-rb-leipzig-red-bull-bundesliga/komplettansicht


Guter Artikel m.E. , wenn man die Ausgewogenheit zwischen beiden Gedankenwelten mag.

Dass ein Zehnjähriger aber RB-Fan wird, weil ihm die anderen Vereine (vornehmlich Lok wahrscheinlich) zu rassistisch sind, sollte vllt den beiden Traditionsvereinen zu denken geben. Die haben es einfach die Jahre nach der Wende verbockt.  :neutral-face
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Es nimmt die Entwicklung die ich vermutet habe. In Leipzig herscht Sehnsucht nach Profi-Fußball. Lok und Chemie sind kaputt.

Wir hier in den Foren und die lautstarken im Stadion finden Begriffe wie Tradition wichtig. Der Großteil freut sich aber einfach nur, wenn ein Profiverein in der Stadt ist und irgendwie so alle 2 Wochen ein Spektakel in die Stadt bringt. Wäre ich nicht der Fußball Fan der ich bin, sondern der Vater eines 10-Jährigen der sich für Fußball zwar interessiert aber nicht fanatisch ist, würde ich mein Kind wahrscheinlich auch eher zu RB mitnehmen, als zu den anderen Leipziger Vereinen.

Und es können Leute halt auch Fan von etwas (auf Ihre weise) sein, ohne Tradition.

Man erinnere sich an die World-League (Nfl Europe). Frankfurt Galaxy hatte viele Jahre mehr Zuschauer als die Eintracht, Rhein-Fire mehr als Fortuna. Ich als Jugendlicher bin gerne zu Rhein-Fire gegangen, hatte Mütze, Trikot und Wimpel von denen. Dass das keine Tradition hat war mir egal. Von der Tradition der Eintracht hatte ich auch wenig Ahnung als ich Fan von Ihr wurde. Heute ist mir das wichtig.

Wäre ich damals Leverkusen Fan geworden (viele in meinem Freundeskreis waren erst Eintracht Fan und wurden dank Heynckes Leverkusen Fans) wäre es mir vielleicht Latte (vielleicht auch nicht, da mich doch nach ein paar Jahren und häufigeren Stadionbesuchen die Stimmung noch mehr an die Eintracht gebunden hat).

Wolfsburg, Leverkusen und Sinnsheim machen es einem Leicht sich über die Lustig zu machen, da es halt kleine Städte sind, wo die Leute eher wegen der Arbeit, als wegen tiefer Verwurzelung leben (oder in Sinnsheim überhaupt nicht leben). Leipzig wird wahrscheinlich in ein paar Jahren irgendwo im Mittelfeld beim Zuschauerschnitt sein und im Laufe der Jahre massig Fans anhäufen. Der Trend lässt sich ja schon aktuell erkennen.
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... marschiert möglicherweise  durch.  Heute 1:0 gegen Dummstadt gewonnen!
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Teert und federt mich, aber RB Leipzig ist von den Plastikvereinen mit Investor noch der, den ich am wenigsten verabscheue. Bei Hoffenheim dachte ich mir auch immer, wenn Hopp doch wenigstens in eine Stadt wie Mannheim gegangen wäre, da ist wenigstens Tradition und Potenzial vorhanden, aber künstlicher als ein kleines Dorf hoch zu pushen gehts gar nicht mehr (glaube er hatte auch mit Mannheim geredet, aber ist ein anderes Thema).

Der Osten ist im Fußball ja seit geraumer Zeit sehr unterrepräsentiert und auch allgemein wirtschaftlich gibt es da drüben bekannterweise einige Defizite (ist jetzt gar nicht "anti-Ossi" gemeint). Deswegen finde ich, wenn die Investoren schon unbedingt irgendwo hingehen müssen (geht in der heutigen Zeit ja nicht anders), dann doch bitte irgendwohin, wo es Sinn macht. Und verglichen mit Leverkusen, Wolgsburg, Hoffenheim, die allesamt im eher wohlhabenden Westen in strukturstarken Regionen liegen, ist eine Großstadt wie Leipzig in einer strukturschwachen Region noch das beste Ziel. Deswegen kann ich in diesem Fall noch am ehestem mit dem ganzen leben, weil eine tradionsreiche, bedeutende deutsche Großstadt mit Riesenpotenzial dann wieder in der Bundesliga präsent ist, was viele positive Impulse für die Region haben wird, was Wirtschaft, Infrastruktur und auch allgemeine Identifikation mit der Bevölkerung mit der Region angeht.

Ich werde in Zukunft Anti-Red Bull-Gesänge genauso mitsingen und die ganze Sache vom Prinzip her genauso ablehnen wie die anderen Werksvereine. Aber ich denke eine Fahrt nach Leipzig in ein großes Stadion, das in der Stadt gelegen ist, wird deutlich interessanter, als in eine kleine Schüssel, die gegen jegliche Prinzipien von Umweltschutz, Bauleitplanung und Regionalplanung irgendwo auf die grüne Wiese gestellt wird, neben einem unbedeutenden, langweiligen, hässlichen Nest.
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Deiner Argumentation kann ich folgen. Es wäre schon wirklich nicht schlecht, auch mal wieder einen sog. "Ost-Verein" in der Bundesliga zu sehen. Wobei man diesen Ost-West Mist nach mehr als 20 Jahren Einheit mal vergessen sollte.

Als Bonn noch Bundeshauptstadt war, kam niemand auf die Idee, dass unbedingt ein Hauptstadtverein in der BL spielen muss. Jetzt bei Berlin war das immer wieder zu lesen, wenn die Hertha gottlob mal abgestiegen war.

Oder hat jemals irgendwer geforderdert, dass auch mal ein Verein aus Schleswig-Holstein in die Bundesliga gehört?

Irgendwie stimmt es vielleicht, dass Leipzig vielleicht weniger unsympathisch sein könnte als VW oder Hoppelheim. Aber ein Haufen Scheiße bleibt ein Haufen Scheiße, auch wenn er vielleicht kleiner ist und etwas weniger stinken mag als die anderen.
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sgevolker schrieb:
Wenn sich Fußballfans zusammen tun würden und gemeinsam ihren Verzicht auf das wiederliche Gesöff kundtun, dann wäre dies wohl der größte Effekt den man erziehlen kann. Das bleibt aber wohl ein Wunschtraum.  


Zumal es noch ungesunder ist als die allseits bekannte Amisponsorenbrause.
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Es gibt ja genug Tradition "im Osten".

Da reicht es mittlerweile aber max. nur für 2 Liga, die meisten echten Tradi-Vereine (Erfurt, Jena, Magdeburg) darunter.

Union hält sich einigermaßen, mit Abstand noch Cottbus, Dresden und Aue.

Leipzig ist das Paradebeispiel einer fußballtraditionell versunkenen Region. Nach der Wende machte man sich als Talent in den Westen. Mißwirtschaft und fehlende Sponsoren taten ihr Übriges. Was sollen fußballbegeisterte Nachwuchsfans in und um "Leiptsch"  auch in sektiererischen, sich selbst zerfleischenden  Zombiehüllen? Soll ich deswegen 12-jährige Fans verachten, die es nicht besser wissen können?

In meinen Augen ist der Brauseverein ärgerlich, aber rückblickend absehbar gewesen.
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Basaltkopp schrieb:
Deiner Argumentation kann ich folgen. Es wäre schon wirklich nicht schlecht, auch mal wieder einen sog. "Ost-Verein" in der Bundesliga zu sehen. Wobei man diesen Ost-West Mist nach mehr als 20 Jahren Einheit mal vergessen sollte.

Als Bonn noch Bundeshauptstadt war, kam niemand auf die Idee, dass unbedingt ein Hauptstadtverein in der BL spielen muss. Jetzt bei Berlin war das immer wieder zu lesen, wenn die Hertha gottlob mal abgestiegen war.

Oder hat jemals irgendwer geforderdert, dass auch mal ein Verein aus Schleswig-Holstein in die Bundesliga gehört?

Irgendwie stimmt es vielleicht, dass Leipzig vielleicht weniger unsympathisch sein könnte als VW oder Hoppelheim. Aber ein Haufen Scheiße bleibt ein Haufen Scheiße, auch wenn er vielleicht kleiner ist und etwas weniger stinken mag als die anderen.


Das liest sich zwar nicht wie die Nachrichten des Diplomatischen Korps aber - recht haste! ,-)
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Tarik schrieb:
Teert und federt mich, aber RB Leipzig ist von den Plastikvereinen mit Investor noch der, den ich am wenigsten verabscheue. Bei Hoffenheim dachte ich mir auch immer, wenn Hopp doch wenigstens in eine Stadt wie Mannheim gegangen wäre, da ist wenigstens Tradition und Potenzial vorhanden, aber künstlicher als ein kleines Dorf hoch zu pushen gehts gar nicht mehr (glaube er hatte auch mit Mannheim geredet, aber ist ein anderes Thema).

Der Osten ist im Fußball ja seit geraumer Zeit sehr unterrepräsentiert und auch allgemein wirtschaftlich gibt es da drüben bekannterweise einige Defizite (ist jetzt gar nicht "anti-Ossi" gemeint). Deswegen finde ich, wenn die Investoren schon unbedingt irgendwo hingehen müssen (geht in der heutigen Zeit ja nicht anders), dann doch bitte irgendwohin, wo es Sinn macht. Und verglichen mit Leverkusen, Wolgsburg, Hoffenheim, die allesamt im eher wohlhabenden Westen in strukturstarken Regionen liegen, ist eine Großstadt wie Leipzig in einer strukturschwachen Region noch das beste Ziel. Deswegen kann ich in diesem Fall noch am ehestem mit dem ganzen leben, weil eine tradionsreiche, bedeutende deutsche Großstadt mit Riesenpotenzial dann wieder in der Bundesliga präsent ist, was viele positive Impulse für die Region haben wird, was Wirtschaft, Infrastruktur und auch allgemeine Identifikation mit der Bevölkerung mit der Region angeht.

Ich werde in Zukunft Anti-Red Bull-Gesänge genauso mitsingen und die ganze Sache vom Prinzip her genauso ablehnen wie die anderen Werksvereine. Aber ich denke eine Fahrt nach Leipzig in ein großes Stadion, das in der Stadt gelegen ist, wird deutlich interessanter, als in eine kleine Schüssel, die gegen jegliche Prinzipien von Umweltschutz, Bauleitplanung und Regionalplanung irgendwo auf die grüne Wiese gestellt wird, neben einem unbedeutenden, langweiligen, hässlichen Nest.


Ich lass ja jedem seine Ansicht, aber hier gehts imho nicht um Nest oder Metropole, strukturschwach oder arm und dergleichen. Es geht um nichts anderes als die Zukunft des deutschen Profifussballs. Diese wurde schon schwer geschädigt durch Werksvereine, für die Ausnahmen vom normalen Vereinsgeschäft gewährt wurden (und damit der Wettbewerb verzerrt). Ne Nummer unnormaler wurde es mit dem Hoppschen Mäzen-Projekt auf Provinzebene nach Scheich/Oligarchenvorbild aus der Premierleague.

Am schlimmsten allerdings ist die Manifestation des Kunstprodukts, wenn ein lokal fremder Getränkehersteller einen Club praktisch neu kreiert, völlig unerheblich, ob in Leipzig, Gütersloh, oder Starnberg, um sein Logo jede Woche im Fernsehen zu präsentieren. Dabei dann noch Konglomerate mit equivalenten Konstrukten bildet (Farming für Spieler). Der Präzedenzfall ist damit geschaffen. Der europäische "Wettbewerb" wird dann in Zukunft wahlweise zwischen RB X gg. RB Y oder RB X gg. Cola Z ausgetragen. Städte und Farben werden zielgruppenorientiert ausgewählt, der Gedanke des Sports ist dahin. Historisch gesund gewachsene Strukturen sind hinüber,.... bla bla, wurde ja alles schon mehrfach gesagt. Genau aus diesen Gründen halte ich RBL für das Schlimmste der Kunstprojekte.
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Dann spielen wir und der FSV als Vereine der Bankenmetropole ja quasi bald die Championsleague unter uns aus.
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Wehrheimer_Adler schrieb:
Dann spielen wir und der FSV als Vereine der Bankenmetropole ja quasi bald die Championsleague unter uns aus.


Das würdest du als "Wir" bezeichnen?
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Dosenschweine. Punkt.
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Bleibt die Frage, was man dagegen machen könnte, wenn die DFL schon nicht handelt.
Gewalttätiger Protest bringt nichts, im Gegenteil die Opferrolle kommt denen vermutlich noch gelegen.

Öffentliche Verzichtserklärung des Brausegesöffs von Fangruppierungen und kein Besuch der Spiele gegen solche Kunstprodukte wären meiner Meinung nach die effizienteste Maßnahme. Das bringt negative Presse für die und das ist imho das schlimmste.
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Wenn das so weitergeht und dann Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim, Ingolstadt und Leipzig irgendwann in der Bundesliga spielen, habe ich glaub ich kaum noch Interesse daran, weil ich dann einfach bei der Hälfte aller Spiele beide Mannschaften verlieren sehen wollte, bzw keinem dieser Teams die Daumen drücken würde.
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1martin3 schrieb:
Wenn das so weitergeht und dann Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim, Ingolstadt und Leipzig irgendwann in der Bundesliga spielen, habe ich glaub ich kaum noch Interesse daran, weil ich dann einfach bei der Hälfte aller Spiele beide Mannschaften verlieren sehen wollte, bzw keinem dieser Teams die Daumen drücken würde.


Der Tag an dem ich raus bin, ist definitiv nicht mehr weit.

Interessiert zwar keinen außer mich und vielleicht noch ein paar hundert Oldschools aber es fehlt einfach das Gefühl der Waffengleichheit. Das Gefühl der Chance, das Gefühl für das Spiel, was ich liebe.

Nun gut, es kommt wie es kommt. Die DFL will das so.
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concordia-eagle schrieb:
1martin3 schrieb:
Wenn das so weitergeht und dann Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim, Ingolstadt und Leipzig irgendwann in der Bundesliga spielen, habe ich glaub ich kaum noch Interesse daran, weil ich dann einfach bei der Hälfte aller Spiele beide Mannschaften verlieren sehen wollte, bzw keinem dieser Teams die Daumen drücken würde.


Der Tag an dem ich raus bin, ist definitiv nicht mehr weit.

Interessiert zwar keinen außer mich und vielleicht noch ein paar hundert Oldschools aber es fehlt einfach das Gefühl der Waffengleichheit. Das Gefühl der Chance, das Gefühl für das Spiel, was ich liebe.

Nun gut, es kommt wie es kommt. Die DFL will das so.


Ich glaube schon, dass es mehr als ein paar hundert sind. Noch hat man es in der Hand, Traditionsvereine und deren Fans sind in der Überzahl.
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sgevolker schrieb:
concordia-eagle schrieb:
1martin3 schrieb:
Wenn das so weitergeht und dann Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim, Ingolstadt und Leipzig irgendwann in der Bundesliga spielen, habe ich glaub ich kaum noch Interesse daran, weil ich dann einfach bei der Hälfte aller Spiele beide Mannschaften verlieren sehen wollte, bzw keinem dieser Teams die Daumen drücken würde.


Der Tag an dem ich raus bin, ist definitiv nicht mehr weit.

Interessiert zwar keinen außer mich und vielleicht noch ein paar hundert Oldschools aber es fehlt einfach das Gefühl der Waffengleichheit. Das Gefühl der Chance, das Gefühl für das Spiel, was ich liebe.

Nun gut, es kommt wie es kommt. Die DFL will das so.


Ich glaube schon, dass es mehr als ein paar hundert sind. Noch hat man es in der Hand, Traditionsvereine und deren Fans sind in der Überzahl.  


ja ber die haben die Kohle.Schön das da Bayer Leverkusen mit einbezogen wird,Die sind für mich das Paradebeispiel eines seelenlosen Vereins,der es nur mit Hilfe eines milliardenschweren Unternehmens geschafft hat sich in Deutschlöand und Europa zu etablieren.Wäre es seinerzeit anders gelaufen dann wäre Bayer Uerdingen in der Cl.
Ich finde diese verkackten Betrügervereine absolut beschissen,da gehört aber meiner Meinung nach auch der FCB mit dazu.Was da gemauschelt,verdeckt und betrogen wurde interessiert aber den "Eventie" heute nicht mehr.Unfassbar was da heutzutage möglich ist und wie diese Betrüger noch gefeiert werden.Da isses schon ne Wohltat das man in den 1970ern fern von diesem Kommerz und Biedermännern noch mitfiebern konnte.Da war der Skandal damals (Gruss an die Oxxen   ) im Vergleich doch ne Lachnummer.
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Wie naiv, zu denken man könne hierauf in irgendeiner Form Einfluss nehmen.


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